Lagebericht
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
Noris-Arbeit gGmbH
Das Geschäftsjahr 2020 stand von März an im Zeichen der Corona-Pandemie. Mit den
unterschiedlichsten Auftraggebern konnte zum Teil ausgehandelt werden, dass Maßnahmen nicht
mehr in der bisherigen Art und Weise, sondern alternativ durchgeführt werden konnten. Die
Maßgaben der Gesetz- und Verordnungsgebern führten aber dazu, dass viele Präsenzmaßnahmen
zumindest zeitweilig eingestellt werden mussten. Die NOA hat deswegen einen entsprechenden
Antrag auf Leistungen nach dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) gestellt, Kurzarbeitergeld
für bestimmte Bereiche beantragt und andere wirtschaftliche Hilfen in Anspruch
genommen.
Die NOA gGmbH ist jetzt nicht nur zugelassen zu Durchführung von Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge (BAMF)-Integrationskursen, sondern besitzt auch die notwendige Zulassung für alle
Module nach der Verordnung über die berufsbezogene Deutschsprachförderung (DeuFöV).
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften in der Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II ist
pandemiebedingt um 6% gestiegen. Ab März 2020 ist die Zahl der bei der Bundesagentur für Arbeit
gemeldeten freien Stellen so niedrig wie seit Jahren zuvor nicht.
Für die NOA gGmbH als Anbieter von Arbeitsmarkt- und Bildungsdienstleistungen bedeutet dies
möglicherweise einen Anstieg des bisherigen Auftragsvolumens in den kommenden Jahren.
Die Umsatzerlöse sind von 11,288 Mio. € in 2019 auf 9,800 Mio. € im Jahr 2020 deutlich gesunken.
Dies entspricht einer Minderung um 13,18 %. Die gewährten Zuschüsse sanken von Mio. € 7.692 in
2019 auf Mio. € 6,782 in 2020, was einer Minderung von 11,8 % entspricht. Die Gesamtleistung
(Betriebsleistung) des Unternehmens minderte sich von 11,333 Mio. € in 2019 auf 9,810 Mio. € in
2020.
Die Personalaufwendungen betrugen im Jahr 2020 Mio. € 7,556 Im Vorjahr lagen diese bei Mio. €
8,013. Damit ergab sich gegenüber dem Vorjahr eine Verringerung von 5,7%.
Die Bilanzsumme der NOA hat sich gegenüber dem Vorjahr um 132 T € verringert und beträgt zum
31.12.2020 3,739 Mio. €.
Insgesamt schloss das Geschäftsjahr 2020 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 751 T € ab. D
Am 31. Dezember 2020 gehörten 136 Mitarbeiter (Vorjahr 145) zur Stammbelegschaft der NOA. Wie
in den Vorjahren beschäftigt das Unternehmen in der Stammbelegschaft fast genauso viele Frauen
(57,35 %) wie Männer (42,65 %). Zum Stichtag 31.12.2020 hatten insgesamt 166 Personen (Vorjahr
176 Personen) einen Arbeitsvertrag bzw. Ausbildungsvertrag mit der NOA. Das entspricht einer
Minderung in der Gesamtbelegschaft von 5,68 %.
Neben den weiteren Einnahmen benötigt die NOA weiterhin insgesamt ca. 10 Mio. € jährlich für
Arbeitsmarkt- und Bildungsdienstleistungen, um ihren Bestand in der gegenwärtigen Größe sichern
zu können. Ein solches Auftragsvolumen scheint nach heutigen Erkenntnissen gesichert zu sein,
zumal sich die Stadt Nürnberg weiterhin mit 2 Mio. € beteiligen will.
Insgesamt sind die im Einzelabschluss beschriebenen Risiken bekannt, während die sich bietenden
Chancen genutzt werden sollten. Bestandsgefährdende Risiken (außer der Corona-Pandemie) sind
aktuell nicht ersichtlich. Die Entwicklung der NOA im Jahr 2021 wird im Sinne des „Going-ConcernPrinzips“ positiv beurteilt.