Lagebericht
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
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Lage
Insgesamt entwickelt sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie, aber unter Berücksichtigung der Maßnahmen aus dem
Rettungsschirm im Geschäftsjahr 2020 besser als erwartet.
Leistungsindikatoren
Die wesentlichen Steuerungsgrößen der VAG sind die im Folgenden beschriebenen Leistungsindikatoren: Die zentrale Steuerungsgröße stellt das Ergebnis der Geschäftstätigkeit
(EGT) dar, welches gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung (Position 10) ermittelt wird.
Daneben ist die Kundenzufriedenheit ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Die Kundenzufriedenheitsanalyse erfolgt mittels Testkunden sowie regelmäßig durchgeführter Kundenumfragen durch die PB-Consult-Planungs- und Betriebsberatungsgesellschaft mbH im
Namen der VAG.
Die Entwicklung des EGT war im Geschäftsjahr 2020 bedingt durch die Auswirkungen der
Corona-Pandemie auf den Öffentlichen Personennahverkehr deutlich rückläufig, während
die Kundenzufriedenheit während der Pandemie sogar anstieg. Die Pandemie hatte deutlichen Einfluss auf die nachfolgend dargestellte Geschäftstätigkeit sowie die Entwicklung
des Marktes. Nach einer ersten Lockdown-Phase in den Monaten März und April 2020
gestalteten sich die Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen Lebens und damit auch
die des ÖPNV in den Sommermonaten etwas positiver. Mit der zweiten Lockdown-Phase
zum Jahresende waren insbesondere der Wegfall der touristischen sowie auch ein erheblicher Teile des geschäftlichen Weihnachtsverkehrs mit entsprechenden Auswirkungen
auf den ÖPNV verbunden.
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Ertragslage
2020 2019
T€ T€ T€ %
Umsatzerlöse 134.707 176.506 -41.799 - 23,7
Sonstige Erträge 46.241 9.739 +36.502 374,8
Materialaufwand - 70.644 - 66.170 -4.474 - 6,8
Personalaufwand - 126.953 - 122.806 -4.147 - 3,4
Abschreibungen - 21.729 - 21.098 -631 - 3,0
Sonstige Aufwendungen - 41.939 - 42.830 +891 2,1
Finanzergebnis - 9.008 - 9.604 +596 - 6,2
Ergebnis der Geschäftstätigkeit - 89.325 - 76.263 -13.062 17,1
* + = Ergebnisverbesserung / - = Ergebnisverschlechterung
Veränderung*
Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) des Geschäftsjahres 2020 liegt
bei -89.325 T€ und damit 13.062 T€ bzw. 17,1 % unter dem Vorjahreswert, aber deutlich
besser als geplant. Nachfolgend werden die wesentlichen Einflüsse auf das Ergebnis dargestellt:
Die Umsatzerlöse entwickeln sich wie folgt:
2020 2019
T€ T€
Verkehrserlöse 118.586 158.111
Sonstige Umsatzerlöse 16.121 18.395
134.707 176.506
Im Berichtsjahr reduzieren sich die Umsatzerlöse insgesamt um 41.799 T€ bzw. -23,7 %
auf 134.707 T€.
Die Verkehrserlöse reduzieren sich in Folge der Corona-Pandemie deutlich um
39.525 T€ bzw. 25,0 %. Wie auch im Bundesdurchschnitt, gingen die Fahrgastzahlen in
den Lockdown-Phasen bei nahezu gleichem Angebot an Fahrleistungen, drastisch zurück. Zum 1. Januar 2020 blieben die Fahrpreise unverändert, die jährliche Tarifanpas-
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sung wurde nicht umgesetzt. Weiterhin reduzieren sich auch die öffentlichen Ausgleichsleistungen für die Schwerbehindertenbeförderung sowie für den Schülerverkehr um
26,1 % bzw. um 27,9 % coronabedingt. Der Rettungsschirm von Bund und Ländern
konnte größere wirtschaftliche Schäden abmildern. Die Zuschüsse aus dem Rettungsschirm werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt.
Die sonstigen Erträge erhöhen sich insbesondere aufgrund des Corona-Rettungsschirms von Bund und Ländern um 36.502 T€ im Vergleich zum Vorjahr.
Der Materialaufwand steigt trotz der Corona-Pandemie an. Insgesamt erhöht sich der
Materialaufwand um 4.474 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren bezogenen Leistungen. Im Gegenzug reduzieren sich die Aufwendungen für Treibstoffe.
Der Personalaufwand erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 %. Darin enthalten ist
die Tariferhöhung vom 1. Juli 2019 um 3,3 %. Weiterhin sind im Jahresverlauf durchschnittlich 104 Arbeitnehmer mehr beschäftigt. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung bewegen sich auf Vorjahresniveau.
Die Abschreibungen liegen um 631 T€ (3,0 %) über dem Vorjahreswert.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzieren sich im Berichtsjahr um 891 T€.
Dies ist hauptsächlich auf eine geringere Zuführung zur Rückstellung für Verbundeinnahmen sowie eine geringere Konzessionsabgabe zurückzuführen.
Im Geschäftsjahr fällt das negative EGT um 14,8 % besser aus als das geplante Ergebnis. Hauptgrund für diese Ergebnisverbesserung sind die höheren sonstigen Erträge, insbesondere die höheren Erträge aus Schadenersatz sowie aus der Auflösung von Rückstellungen. Weiterhin liegen die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe deutlich
unter Plan. Die coronabedingt rückläufigen Umsatzerlöse werden nahezu durch die Zuschüsse aus dem Rettungsschirm von Bund und Ländern ausgeglichen.
Das negative Jahresergebnis und somit der Zuschussbedarf erhöht sich im Vergleich
zum Vorjahr vor allem aufgrund der höheren bezogenen Leistungen und der Personalaufwendungen um 13.062 T€ auf 89.463 T€. Dieses wird auf Basis des bestehenden Organschaftsvertrags von der Muttergesellschaft StWN ausgeglichen.