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Lagebericht

Haushalt 2021 · Seiten 46–48 · Seiten 46–48 im PDF ansehen · Original bei der Stadt ↗

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- 1 - Lage Insgesamt entwickelt sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, trotz der Auswir￾kungen der Corona-Pandemie, aber unter Berücksichtigung der Maßnahmen aus dem Rettungsschirm im Geschäftsjahr 2020 besser als erwartet. Leistungsindikatoren Die wesentlichen Steuerungsgrößen der VAG sind die im Folgenden beschriebenen Leis￾tungsindikatoren: Die zentrale Steuerungsgröße stellt das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) dar, welches gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung (Position 10) ermittelt wird. Daneben ist die Kundenzufriedenheit ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Die Kunden￾zufriedenheitsanalyse erfolgt mittels Testkunden sowie regelmäßig durchgeführter Kun￾denumfragen durch die PB-Consult-Planungs- und Betriebsberatungsgesellschaft mbH im Namen der VAG. Die Entwicklung des EGT war im Geschäftsjahr 2020 bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Öffentlichen Personennahverkehr deutlich rückläufig, während die Kundenzufriedenheit während der Pandemie sogar anstieg. Die Pandemie hatte deut￾lichen Einfluss auf die nachfolgend dargestellte Geschäftstätigkeit sowie die Entwicklung des Marktes. Nach einer ersten Lockdown-Phase in den Monaten März und April 2020 gestalteten sich die Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen Lebens und damit auch die des ÖPNV in den Sommermonaten etwas positiver. Mit der zweiten Lockdown-Phase zum Jahresende waren insbesondere der Wegfall der touristischen sowie auch ein erheb￾licher Teile des geschäftlichen Weihnachtsverkehrs mit entsprechenden Auswirkungen auf den ÖPNV verbunden. - 2 - Ertragslage 2020 2019 T€ T€ T€ % Umsatzerlöse 134.707 176.506 -41.799 - 23,7 Sonstige Erträge 46.241 9.739 +36.502 374,8 Materialaufwand - 70.644 - 66.170 -4.474 - 6,8 Personalaufwand - 126.953 - 122.806 -4.147 - 3,4 Abschreibungen - 21.729 - 21.098 -631 - 3,0 Sonstige Aufwendungen - 41.939 - 42.830 +891 2,1 Finanzergebnis - 9.008 - 9.604 +596 - 6,2 Ergebnis der Geschäftstätigkeit - 89.325 - 76.263 -13.062 17,1 * + = Ergebnisverbesserung / - = Ergebnisverschlechterung Veränderung* Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) des Geschäftsjahres 2020 liegt bei -89.325 T€ und damit 13.062 T€ bzw. 17,1 % unter dem Vorjahreswert, aber deutlich besser als geplant. Nachfolgend werden die wesentlichen Einflüsse auf das Ergebnis dar￾gestellt: Die Umsatzerlöse entwickeln sich wie folgt: 2020 2019 T€ T€ Verkehrserlöse 118.586 158.111 Sonstige Umsatzerlöse 16.121 18.395 134.707 176.506 Im Berichtsjahr reduzieren sich die Umsatzerlöse insgesamt um 41.799 T€ bzw. -23,7 % auf 134.707 T€. Die Verkehrserlöse reduzieren sich in Folge der Corona-Pandemie deutlich um 39.525 T€ bzw. 25,0 %. Wie auch im Bundesdurchschnitt, gingen die Fahrgastzahlen in den Lockdown-Phasen bei nahezu gleichem Angebot an Fahrleistungen, drastisch zu￾rück. Zum 1. Januar 2020 blieben die Fahrpreise unverändert, die jährliche Tarifanpas- - 3 - sung wurde nicht umgesetzt. Weiterhin reduzieren sich auch die öffentlichen Ausgleichs￾leistungen für die Schwerbehindertenbeförderung sowie für den Schülerverkehr um 26,1 % bzw. um 27,9 % coronabedingt. Der Rettungsschirm von Bund und Ländern konnte größere wirtschaftliche Schäden abmildern. Die Zuschüsse aus dem Rettungs￾schirm werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt. Die sonstigen Erträge erhöhen sich insbesondere aufgrund des Corona-Rettungs￾schirms von Bund und Ländern um 36.502 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Der Materialaufwand steigt trotz der Corona-Pandemie an. Insgesamt erhöht sich der Materialaufwand um 4.474 T€ im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesent￾lichen aus höheren bezogenen Leistungen. Im Gegenzug reduzieren sich die Aufwendun￾gen für Treibstoffe. Der Personalaufwand erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 %. Darin enthalten ist die Tariferhöhung vom 1. Juli 2019 um 3,3 %. Weiterhin sind im Jahresverlauf durch￾schnittlich 104 Arbeitnehmer mehr beschäftigt. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung bewegen sich auf Vorjahresniveau. Die Abschreibungen liegen um 631 T€ (3,0 %) über dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzieren sich im Berichtsjahr um 891 T€. Dies ist hauptsächlich auf eine geringere Zuführung zur Rückstellung für Verbundeinnah￾men sowie eine geringere Konzessionsabgabe zurückzuführen. Im Geschäftsjahr fällt das negative EGT um 14,8 % besser aus als das geplante Ergeb￾nis. Hauptgrund für diese Ergebnisverbesserung sind die höheren sonstigen Erträge, ins￾besondere die höheren Erträge aus Schadenersatz sowie aus der Auflösung von Rück￾stellungen. Weiterhin liegen die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe deutlich unter Plan. Die coronabedingt rückläufigen Umsatzerlöse werden nahezu durch die Zu￾schüsse aus dem Rettungsschirm von Bund und Ländern ausgeglichen. Das negative Jahresergebnis und somit der Zuschussbedarf erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund der höheren bezogenen Leistungen und der Personalauf￾wendungen um 13.062 T€ auf 89.463 T€. Dieses wird auf Basis des bestehenden Organ￾schaftsvertrags von der Muttergesellschaft StWN ausgeglichen.

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