Lagebericht
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
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Lage
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der N-ERGIE entwickelte sich im Vergleich zur
Prognose im Geschäftsjahr 2020 insgesamt positiv.
Leistungsindikatoren
Die wesentlichen Steuerungsgrößen der N-ERGIE sind die im Folgenden beschriebenen
Leistungsindikatoren: Die zentralen Größen der Steuerung sind das entsprechend der Gewinn- und Verlustrechnung (Position 10) ermittelte Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT)
und der dynamische Verschuldungsgrad, der sich aus dem Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten (verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich flüssiger Mittel) ohne Pensionsverpflichtungen zum EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Zu- und Abschreibungen) ergibt. Ein weiterer Leistungsindikator ist die Zinsdeckung, die sich aus dem Verhältnis EBIT (Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern) zu Zinsaufwand (ohne Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen) errechnet.
Ertragslage
2020 2019
T€ T€ T€ %
Umsatzerlöse 2.303.191 2.265.473 +37.718 1,7
Sonstige Erträge 30.266 34.569 -4.303 - 12,4
Materialaufwand - 1.989.815 - 1.895.976 -93.839 - 4,9
Personalaufwand - 133.225 - 194.060 +60.835 31,3
Abschreibungen - 74.549 - 72.188 -2.361 - 3,3
Sonstige Aufwendungen - 54.252 - 59.118 +4.866 8,2
Finanzergebnis 47.449 56.351 -8.902 - 15,8
Ergebnis der Geschäftstätigkeit 129.065 135.051 -5.986 - 4,4
* + = Ergebnisverbesserung / - = Ergebnisverschlechterung
Veränderung*
Das EGT des Geschäftsjahres 2020 liegt mit 129.065 T€ insgesamt 5.986 T€ bzw. 4,4 %
unter dem Vorjahreswert und deutlich höher als geplant. Nachfolgend werden die wesentlichen Einflüsse auf das Ergebnis dargestellt:
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Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Sparten wie folgt:
Die Erlöse aus Stromlieferungen (ohne Stromsteuer; inklusive Nebenerlöse) summieren
sich auf 1.523.877 T€ und liegen 7,2 % über dem Vorjahreswert. Im Key-Account-Segment konnte trotz eines überwiegend coronabedingten Absatz- und Mengenrückganges
bei Bestandskunden ein Umsatzwachstum erzielt werden, das überwiegend aus der Weitergabe der gestiegenen Bezugspreise resultierte. Auch im Gewerbekundensegment
konnten die Verkaufserlöse trotz eines niedrigeren Auftragsbestands im Standardsondervertragskundensegment und Kundenverlusten im Tarif-Privat-Gewerbe-Segment preisbedingt erhöht werden. Im Privatkundensegment steigen die Verkaufserlöse, während der
Absatz sich nahezu auf Vorjahresniveau bewegt. Dieser Effekt war im Wesentlichen auf
die vorgenommene Preisanpassung zum 1. Januar 2020 zurückzuführen. Vom Stromumsatz entfallen 69,3 % (Vorjahr 68,8 %) auf Key-Account-Kunden sowie 30,7 % (Vorjahr
31,2 %) auf Privat- und Gewerbekunden.
Der Stromabsatz der N-ERGIE reduziert sich überwiegend durch Mengenverluste im KeyAccount-Segment um 4,1 % auf 15.952,1 Mio. kWh. Die Key-Account-Kunden stellen mit
88,8 % (Vorjahr 89,2 %) weiterhin die absatzstärkste Kundengruppe dar.
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Die Umsatzerlöse aus dem Erdgasverkauf (ohne Energiesteuer; inklusive Nebenerlöse)
reduzieren sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 % auf 442.319 T€. Im Key-Account-Segment reduzieren sich die Verkaufserlöse stärker als der Absatz. Ausschlaggebend waren
insbesondere die Weitergabe der deutlich geringen Bezugskosten und niedrigere Netzentgelte. Der Absatzrückgang bei Bestandskunden sowie die Kundenverluste konnten nicht
durch Kundengewinne kompensiert werden. Die Verkaufserlöse bei den Gewerbe- und
Privatkunden sinken im Wesentlichen absatzbedingt. Key-Account-Kunden haben 2020
einen Anteil von 71,2 % (Vorjahr 73,8 %), Privat- und Gewerbekunden von 28,8 % (Vorjahr 26,2 %) am Erdgasumsatz.
Die Gesamtabgabe im Erdgasgeschäft sinkt 2020 um 4,6 % auf 15.174,2 Mio. kWh. Mit
einem Anteil von 83,7 % (Vorjahr 84,1 %) an der Gesamtabgabe stellen die KeyAccount-Kunden die größte Kundengruppe dar.
Die Umsatzerlöse (inklusive Nebenerlöse) im Bereich Fernwärme steigen gegenüber
dem Vorjahr um insgesamt 3,0 % auf 104.032 T€, wobei der Absatz nahezu auf Vorjahresniveau liegt. Der Zuwachs ist insbesondere auf die Preiserhöhung zum 1. Oktober 2019 zurückzuführen, wird aber durch die Preissenkung zum 1. Oktober 2020 etwas
gebremst.
Aus dem Wasserverkauf konnten 2020 Erlöse (inklusive Nebenerlöse) von 70.329 T€ generiert werden, was gegenüber dem Vorjahr einer Erhöhung um 1,2 % entspricht. Der
Rückgang der Verkaufserlöse resultiert überwiegend aus einem um 2,6 % geringeren Absatz. Insgesamt wurden 33,2 Mio. m3 Wasser abgegeben, wovon auf Privatkunden 33,8 %
(Vorjahr 33,1 %), auf Gewerbekunden 55,2 % (Vorjahr 53,5 %) und auf Key-Account-Kunden 11,0% (Vorjahr 13,4 %) entfallen.
Die sonstigen Umsatzerlöse reduzieren sich um 23,2 % auf 162.634 T€, wofür insbesondere eine geringere Personalverrechnung im N-ERGIE Konzern verantwortlich war.
Sie resultiert aus dem Teilbetriebsübergang des bei der N-ERGIE Service eingesetzten
Personals auf die N-ERGIE Netz.
Hauptursache für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 4.615 T€ sind
geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und hier vor allem aus den Risiken der GKI.
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Der Materialaufwand ist 2020 geprägt vom Anstieg der Bezugskosten für Strom und
Fernwärme. Im Bereich Gas entwickeln sich die Bezugskosten überwiegend preisbedingt
rückläufig, während diese im Bereich Wasser absatzbedingt sinken. Die Netznutzungsentgelte reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich. Der Strom- und Erdgasbezug
hatte einen Anteil von 75,7 % (Vorjahr 73,1 %) am gesamten Materialaufwand. Der
Strombedarf wurde überwiegend durch Bezug über die Syneco Trading GmbH gedeckt,
wobei vermehrt andere Anbieter einbezogen wurden. Auch die Gasbeschaffung war nicht
an Anbieter gebunden.
Der Personalaufwand reduziert sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 31,3 %. Dies
ist im Wesentlichen auf den Teilbetriebsübergang von den bislang bei der N-ERGIE Service eingesetzten Mitarbeitern der N-ERGIE auf die N-ERGIE Netz und dem damit verbundenen geringeren Personalstand zurückzuführen. Gegenläufig wirkt sich die Tariferhöhung um 1,06 % zum 1. März 2020 aus.
Die Abschreibungen liegen aufgrund der Investitionen 3,3 % über dem Vorjahresniveau.
Zusätzlich sind außerplanmäßige Abschreibungen auf den stillzulegenden Speicher
Eschenfelden sowie auf Grundstücke vorgenommen worden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzieren sich gegenüber dem Vorjahr
um 8,2 % auf 54.252 T€, was überwiegend auf geringere Aufwendungen für Fremdleistungen und IT- und Kommunikationsleistungen zurückzuführen ist.
Das Finanzergebnis verminderte sich um 8.902 T€ auf 47.449 T€. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen belaufen sich auf 23.943 T€ und unterschreiten das Niveau des
Vorjahres damit um 2.537 T€. Während die N-ERGIE Netz im Vergleich zum Vorjahr ein
deutlich negativeres Jahresergebnis erzielt hat, konnte die N-ERGIE Kraftwerke, aufgrund
geringerer Aufwendungen beim Einsatzstoff Gas sowie höherer Fernwärmeerlöse ein
deutlich positiveres Ergebnis aufweisen. Die Erträge aus Beteiligungen liegen 5,0 % über
dem Vorjahreswert und resultieren insbesondere aus den Beteiligungserträgen der Thüga
Aktiengesellschaft (Thüga), München. Im Zinsaufwand sind vor allem Aufwendungen aus
der Aufzinsung von Rückstellungen rückläufig.
Insgesamt lag das Ergebnis der Geschäftstätigkeit der N-ERGIE deutlich über den Prognosen des mittelfristigen Wirtschaftsplans 2020. Der Rückgang des Rohergebnisses
ohne sonstige betriebliche Erträge fiel schwächer aus als geplant. Während die Erlöse
aus den Verkäufen Strom, Gas, und Fernwärme unter den geplanten Werten blieben,
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konnte im Bereich Wasser das Ergebnis leicht übertroffen werden. Hauptgründe für die
positive Abweichung zum Plan sind im Wesentlichen die deutlich höheren sonstigen betrieblichen Erträge und ein besseres Finanzergebnis infolge höherer Beteiligungserträge.
Im Vergleich zum Vorjahr verringert sich das Ergebnis der Geschäftstätigkeit um
5.986 T€ bzw. 4,4 %, wobei sich das Rohergebnis ohne sonstige betriebliche Erträge unter anderem coronabedingt deutlich schwächer entwickelte (-15,2 %). Insbesondere der
Abverkauf von bereits beschafften Strom- und Gasmengen sowie ein geringeres Finanzergebnis belasten das Ergebnis.
Aufgrund des Organschaftsverhältnisses erhält die Thüga, als außenstehende Aktionärin 2020 eine Ausgleichszahlung in Höhe von 31.616 T€. Unter Berücksichtigung des
Steueraufwands und nach Dotierung der Gewinnrücklage waren 72.349 T€ an den Organträger Städtische Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung (StWN), Nürnberg, abzuführen.