G Liquidität und Kassenkredite
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
G. Liquidität und Kassenkredite
Die Bewirtschaftung der Kassenmittel sowie die Sicherstellung der Liquidität sind Bestandteil der Kassenaufgaben. Im Rahmen der Liquiditätsplanung und unter Berücksichtigung der aktuellen Finanzsituation kommt hierbei auch die Aufnahme von Kassenkrediten in Betracht.
Dabei handelt es sich um kurzfristige Finanzmittel zur
Überbrückung von Liquiditätsengpässen. Der in der
Haushaltssatzung festgesetzte Höchstbetrag für Kassenkredite liegt seit 2009 unverändert bei 280 Mio. €.
Guthaben werden von der Kasse mit unterschiedlichen
Laufzeiten entweder als Tagesgelder oder Festgelder
zur Erzielung eines rentablen Zinsertrages bei Kreditinstituten angelegt und verwaltet.
Entwicklungen im Jahr 2019
Die Liquidität der Stadt Nürnberg war im Jahr 2019 auf
einem gleichbleibend hohen Niveau und die Zahlungsfähigkeit zu jeder Zeit gewährleistet. Zur Liquiditätssicherung musste erst Ende Juli 2019 für eine Laufzeit von 3
Monaten ein Kassenkredit in Höhe von 25 Mio. € aufgenommen werden. Aus strategischen Gründen wurden
zum Jahresende 2019 statt Investitionskrediten nochmals 83,5 Mio. € Kassenkredite aufgenommen.
Die untenstehende Grafik zeigt den Verlauf des Kassenkredits, der aufgenommenen Tagesgelder und der angelegten Festgelder sowie der Kontenstände der CashKonten (getrennt nach dem Hauptkonto bei der Sparkasse und den sonstigen Girokonten der Stadtkasse).
Entwicklungen im Jahr 2020
Für das Jahr 2020 wurde gemäß der Liquiditätsplanung
und nach dem Verlauf der Ein- und Auszahlungen im
ersten Quartal im Vergleich zu 2019 mit weiterhin stabilen Bedingungen und einer insgesamt gleichbleibend
hohen Liquidität gerechnet. Trotz der ab Ende März
2020 einsetzenden Corona-Pandemie und deren finanziellen Auswirkungen kann sichergestellt werden, dass
die Stadt Nürnberg ihre fälligen Zahlungsverpflichtungen
jederzeit erfüllen kann, ohne weitere Kassenkredite aufnehmen zu müssen. Durch die Umschuldung der 2019
aufgenommenen Kassenkredite in Investitionsdarlehen
wird die Liquidität weiterhin gewährleistet bleiben.
Festgeldanlagen werden im Laufe des Jahres 2020 nicht
mehr erfolgen, um möglichst wenige liquide Mittel gebunden zu halten.
Für 2021 wird mit einer deutlich geringeren Liquidität gerechnet. Durch die Umschuldung der 2019 aufgenommenen Kassenkredite steht der Kassenkreditrahmen
auch bei Liquiditätseinbrüchen vollständig zur Verfügung.
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