Lagebericht
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
Hafen Nürnberg-Roth GmbH
Allgemein
Die Hafen Nürnberg-Roth GmbH ist die Betreibergesellschaft des bayernhafen Nürnberg und des bayernhafen Roth. Der bayernhafen Nürnberg ist mit 337 ha Fläche, über 200 ansässigen Unternehmen mit mehr als
6.600 Arbeitsplätzen das bedeutendste trimodale Güterverkehrs- und Logistikzentrum Süddeutschlands.
Wirtschaftliche Entwicklung / Verkehrsleistungen
Nach dem deutlichen Rückgang im Jahr 2020 infolge der Corona-Pandemie haben Erholungseffekte im Jahr
2021 zu wieder ansteigenden Umschlägen geführt. Der Gesamtgüterumschlag der Verkehrsträger Bahn und
Schiff im bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth ist im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr
gestiegen. Mit 4.124 Tsd. Tonnen wurden 425 Tsd. Tonnen (+ 11,5 %) mehr als im Vorjahr (3.699 Tsd. Tonnen) umgeschlagen.
Der Schiffsgüterumschlag im bayernhafen Nürnberg von 207 Tsd. Tonnen in 2021 hat im Vergleich zum Vorjahr (176 Tsd. Tonnen) um 31 Tsd. Tonnen (+ 17,6 %) zugenommen. Im bayernhafen Roth konnte hingegen
der Vorjahresumschlag von 101 Tsd. Tonnen nicht erreicht werden. Hier lag der Schiffsgüterumschlag in
2021 bei 83 Tsd. Tonnen, ein Minus von 18 Tsd. Tonnen (-17,8 %) gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wurden im bayernhafen Nürnberg und bayernhafen Roth 290 Tsd. Tonnen (Vorjahr 277 Tsd. Tonnen) per Schiff
umgeschlagen, das sind 13 Tsd. Tonnen (+ 4,7 %) mehr als im Vorjahr.
Auch beim Bahnumschlag im bayernhafen Nürnberg wurde im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg verzeichnet. Im Berichtsjahr wurden 3.834 Tsd. Tonnen umgeschlagen, das sind 412 Tsd. Tonnen
(+ 12,1 %) mehr als im Vorjahr (3.422 Tsd. Tonnen). Davon wurden 2.731 Tsd. Tonnen (+ 13,4 %) im Kombinierten Verkehr und 1.103 Tsd. Tonnen (+ 8,9 %) bei den konventionellen Verkehren umgeschlagen.
Das Ergebnis vor Gewinnabführung und Ausgleichzahlung an Minderheitsgesellschafter liegt bei 2.016 T€
und somit um 371 T€ über dem des Vorjahres (1.645 T€). Vom Ergebnis erhalten die Minderheitsgesellschafter Stadt Nürnberg und Stadt Roth eine Garantiedividende von gesamt 12 T€. An die Bayernhafen GmbH &
Co. KG wird ein Gewinn nach Konzernsteuerumlage von 2.004 T€ (Vorjahr: 1.633 T€) abgeführt.
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2021 hat die Hafen Nürnberg-Roth GmbH 581 T€ in das Anlagevermögen investiert. Davon
betrafen 79 T€ Investitionen sonstige Betriebsvorrichtungen sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Für die Erweiterung der KV-Umschlaganlage sind Investitionsausgaben von 502 T€ angefallen.
Liegenschaften und Infrastruktur
Aufgrund von Optimierungsprozessen, nicht zuletzt entstanden durch den Flächenmangel im bayernhafen
Nürnberg, rücken weiter neue Projekte und Planungen in den Fokus. Die Verlängerung auslaufender Liegenschaftsverträge sowie die Nachnutzung bestehender Objekte gewinnen zunehmend an Bedeutung. Ziel ist
es, die knappen Flächen effizient zu nutzen, die Wertschöpfung zu erhöhen und Mehrwerte für die Ansiedler
zu schaffen.
Forciert wird im bayernhafen Nürnberg und Roth der Ausbau der hafeneigenen Infrastruktur. Hier ist neben
dem Ausbau der KV-Umschlaganlage, der Optimierung der Krananlagen, dem Umbau der Kaianlagen, vor
allem eine Optimierung der schifffahrtseitigen Infrastruktur geplant. Angepasst an die veränderte Güterstruktur und -mengen sollen durch eine 300 m lange Teilverfüllung eines Abschnitts des Hafenbeckens drei Hektar
Land gewonnen werden.
Der Containerumschlag im bayernhafen Nürnberg erzielte 2021 wieder einen deutlichen Zuwachs gegenüber
dem Vorjahr, so dass der bevorstehende Ausbau richtungsweisend ist. Mit Förderung des Bundes werden
u. a. zwei Abstellgleise zu Umschlaggleisen und es wird drei leistungsfähigere Krananlagen geben. Das leistungsfähige Intermodal-Netzwerk mit Seehäfen und bedeutenden Logistikstandorten wird stets erweitert, so
dass diese Investitionen in zusätzliche Kapazitäten erforderlich sind.
Ausblick auf das Jahr 2022
Durch den Krieg in der Ukraine seit Ende Februar 2022 verändern sich auch die kurz- und mittelfristigen
Aussichten für das Wirtschaftswachstum. Hohe Energiepreise und die damit einhergehenden hohen Produktions- und Transportkosten belasten zunehmend die wirtschaftliche Lage. Kurz- und mittelfristig könnte dies
bei der Hafen Nürnberg-Roth GmbH zu Rückgängen bei den Verkehrsleistungen und beim Kranumschlag
sowie zu höheren Aufwendungen führen. Aufgrund dieser Entwicklung erwarten wir im Geschäftsjahr 2022
einen Rückgang des Jahresergebnisses um circa 25 %.