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Lagebericht

Haushalt 2022 · Seiten 46–48 · Seiten 46–48 im PDF ansehen · Original bei der Stadt ↗

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- 1 - Lage Insgesamt entwickelte sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens trotz der Auswir￾kungen der Corona-Pandemie, unter Berücksichtigung der Maßnahmen aus dem Ret￾tungsschirm im Geschäftsjahr 2021 besser als erwartet. Die Auswirkungen der Corona￾Pandemie auf die Fahrgastzahlen und somit auch auf die Fahrgeldeinnahmen belasteten auch im Jahr 2021 die Ergebnisentwicklung der VAG erheblich und hatten weiterhin deut￾lichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit. Leistungsindikatoren Die wesentlichen Steuerungsgrößen der VAG sind die im Folgenden beschriebenen Leis￾tungsindikatoren: Die zentrale Steuerungsgröße stellt das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) dar, welches gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung (Position 10) ermittelt wird. Daneben ist die Kundenzufriedenheit ein nichtfinanzieller Leistungsindikator. Die Kunden￾zufriedenheitsanalyse erfolgt mittels Testkunden sowie regelmäßig durchgeführter Kun￾denumfragen durch die PB-Consult-Planungs- und Betriebsberatungsgesellschaft mbH im Namen der VAG. Ertragslage Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) des Geschäftsjahres 2021 lag bei -81.166 T€ und damit 8.159 T€ bzw. 9,1 % besser als im Vorjahr und deutlich besser als geplant. Nachfolgend werden die wesentlichen Einflüsse auf das Ergebnis dargestellt: - 2 - Die Umsatzerlöse entwickelten sich wie folgt: Im Berichtsjahr erhöhten sich die Umsatzerlöse insgesamt um 3.535 T€ bzw. 2,6 % auf 138.242 T€. Die Verkehrserlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2.541 T€ bzw. 2,1 %. Wie auch im Bundesdurchschnitt lagen die Fahrgastzahlen und die Verkehrserlöse aber noch deutlich unter dem Niveau von 2019. Zum 1. Januar 2021 blieben die Fahrpreise un￾verändert, die jährliche Tarifanpassung wurde nicht umgesetzt. Der Anstieg der Verkehrs￾erlöse begründete sich vorwiegend mit höheren öffentlichen Ausgleichsleistungen, vor al￾lem im Zusammenhang mit dem aktuellen 365-Euro-Ticket. Der Rettungsschirm von Bund und Ländern konnte größere wirtschaftliche Schäden abmildern. Die Zuschüsse aus dem Rettungsschirm werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt. Die sonstigen Erträge erhöhten sich insbesondere aufgrund höherer Zuschüsse aus dem Corona-Rettungsschirm von Bund und Ländern um 18.176 T€ im Vergleich zum Vor￾jahr. Gegenläufig dazu reduzierten sich die Erträge aus dem Schadensersatz. Der Materialaufwand stieg im Vorjahresvergleich um 2.720 T€ auf 73.364 T€. Der An￾stieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für die Anmietung von Fahr￾zeugen sowie für Treibstoffe. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 %. Maßgeblich hier￾für waren insbesondere der im Vergleich zum Vorjahr höhere durchschnittliche Personal￾stand, eine Corona-Sonderzahlung sowie die Zuführung zur Pensionsrückstellung und zur Jubiläumsrückstellung. Die Abschreibungen lagen bedingt durch die getätigten Investitionen um 4.543 T€ (20,9 %) über dem Vorjahreswert. - 3 - Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Berichtsjahr um 1.348 T€. Dies war hauptsächlich auf eine geringere Konzessionsabgabe zurückzuführen. Im Geschäftsjahr fiel das negative EGT um 36,3 % besser aus als das geplante Ergebnis. Hauptgründe für diese Ergebnisverbesserung waren geringere Personalaufwendungen, niedrigere Abschreibungen sowie die höheren sonstigen Erträge, insbesondere durch die Zuschüsse aus dem Rettungsschirm. Die coronabedingt rückläufigen Umsatzerlöse wur￾den überwiegend durch die Zuschüsse aus dem Rettungsschirm von Bund und Ländern ausgeglichen. Das negative Jahresergebnis und somit der Zuschussbedarf reduzierte sich im Ver￾gleich zum Vorjahr vor allem aufgrund der höheren sonstigen betrieblichen Erträge um 8.127 T€ auf 81.336 T€. Dieses wird auf Basis des bestehenden Organschaftsvertrags von der Muttergesellschaft StWN ausgeglichen.

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