Lagebericht
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
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Lage
Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der N-ERGIE entwickelte sich 2021 im Vergleich zur Prognose insgesamt positiv.
Leistungsindikatoren
Die wesentlichen Steuerungsgrößen der N-ERGIE sind die im Folgenden beschriebenen
Leistungsindikatoren: Die zentralen Größen der Steuerung sind das entsprechend der Gewinn- und Verlustrechnung (Position 10) ermittelte Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT)
und der dynamische Verschuldungsgrad, der sich aus dem Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten (verzinsliche Verbindlichkeiten ohne Nachrangdarlehen abzüglich flüssiger
Mittel) ohne Pensionsverpflichtungen zum EBITDA (Jahresergebnis vor Zinsen, Steuern
sowie Zu- und Abschreibungen) ergibt. Ein weiterer Leistungsindikator ist die Zinsdeckung, die sich aus dem Verhältnis EBIT (Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern) zu
Zinsaufwand (ohne Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen) errechnet.
Ertragslage
Das EGT des Geschäftsjahres 2021 lag mit 158.224 T€ insgesamt 29.159 T€ bzw. 22,6 %
über dem Vorjahreswert und deutlich höher als geplant. Nachfolgend werden die wesentlichen Einflüsse auf das Ergebnis dargestellt:
2021 2020
T€ T€ T€ %
Umsatzerlöse 2.844.194 2.303.191 +541.003 +23,5
Sonstige Erträge 45.796 30.266 +15.530 +51,3
Materialaufwand - 2.530.470 - 1.989.815 -540.655 -27,2
Personalaufwand - 129.503 - 133.225 +3.722 +2,8
Abschreibungen - 75.046 - 74.549 -497 -0,7
Sonstige Aufwendungen - 57.026 - 54.252 -2.774 -5,1
Finanzergebnis 60.279 47.449 +12.830 +27,0
Ergebnis der Geschäftstätigkeit 158.224 129.065 +29.159 +22,6
* + = Ergebnisverbesserung / - = Ergebnisverschlechterung
Veränderung*
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Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Sparten wie folgt:
Die Erlöse aus Stromlieferungen (ohne Stromsteuer; inklusive Nebenerlöse) summierten sich auf 1.868.480 T€ und lagen 22,6 % über dem Vorjahreswert. Im Key-AccountSegment konnte aufgrund von Mengensteigerungen bei Bestandskunden ein Umsatzwachstum erzielt werden, das durch die Weitergabe der gestiegenen Bezugspreise verstärkt wurde. Im Gewerbekundensegment waren die Verkaufserlöse aufgrund des niedrigeren Auftragsbestands und infolge von Kundenverlusten rückläufig. Im Privatkundensegment blieben die Verkaufserlöse sowie der Absatz nahezu auf Vorjahresniveau. Dem
leichten Rückgang des Vertragsbestands stand ein höherer Verbrauch entgegen. Vom
Stromumsatz entfielen 72,8 % (Vorjahr 69,3 %) auf Key-Account-Kunden sowie 27,2 %
(Vorjahr 30,7 %) auf Privat- und Gewerbekunden.
Der Stromabsatz der N-ERGIE erhöhte sich überwiegend durch Mengensteigerung im
Key-Account-Segment um 8,9 % auf 17.369,5 Mio. kWh. Die Key-Account-Kunden stellten mit 89,8 % (Vorjahr 88,8 %) weiterhin die absatzstärkste Kundengruppe dar.
Die Umsatzerlöse aus dem Erdgasverkauf (ohne Energiesteuer; inklusive Nebenerlöse)
stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 43,6 % auf 635.390 T€. Im Key-Account-Segment
nahmen die Verkaufserlöse stärker zu als der Absatz. Ausschlaggebend waren insbesondere die Weitergabe der höheren Bezugskosten und niedrigere Netzentgelte. Absatzsteigerungen bei Bestandskunden, der Wechsel von Kunden und die Witterungsverhältnisse
wirkten positiv auf die Nachfrage. Die Verkaufserlöse bei den Gewerbe- und Privatkunden
erhöhten sich im Wesentlichen absatzbedingt. Key-Account-Kunden hatten 2021 einen
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Anteil von 75,6 % (Vorjahr 71,2 %), Privat- und Gewerbekunden von 24,4 % (Vorjahr 28,8 %) am Erdgasumsatz.
Die Gesamtabgabe im Erdgasgeschäft stieg 2021 um 27,8 % auf 19.385,3 Mio. kWh. Mit
einem Anteil von 86,1 % (Vorjahr 83,7 %) an der Gesamtabgabe stellten die Key-Account-Kunden die größte Kundengruppe dar.
Die Umsatzerlöse (inklusive Nebenerlöse) im Bereich Fernwärme nahmen gegenüber
dem Vorjahr um insgesamt 3,6 % auf 107.814 T€ zu, wobei der höhere Absatz teilweise
durch Preiseffekte kompensiert wurde. Der Zuwachs war insbesondere auf die Witterungsverhältnisse zurückzuführen, wurde durch die Preisänderung zum 1. Oktober 2021
aber etwas gebremst.
Aus dem Wasserverkauf konnten 2021 Erlöse (inklusive Nebenerlöse) von 67.838 T€ generiert werden, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 3,5 % entspricht. Die
Verringerung der Verkaufserlöse resultierte überwiegend aus einem um 4,6 % niedrigeren
Absatz. Insgesamt wurden 30,7 Mio. m3 Wasser abgegeben, wovon auf Privatkunden
33,7 % (Vorjahr 33,8 %), auf Gewerbekunden 55,4 % (Vorjahr 55,2 %) und auf Key-Account-Kunden 10,9% (Vorjahr 11,0 %) entfielen.
Die sonstigen Umsatzerlöse erhöhten sich um 1,3 % auf 164.672 T€ und enthielten vor
allem die Personalverrechnung im N-ERGIE Konzern.
Hauptursache für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 15.918 T€ waren
höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Diese betrafen vor allem Risiken
bzgl. des Gasspeichers Peckensen, der GKI und des Strom- und Gasportfolios.
Der Materialaufwand war 2021 geprägt vom Anstieg der Bezugskosten für Strom und
Gas. In den Bereichen Strom und Gas nahmen die Bezugskosten überwiegend preisbedingt zu. Die Netznutzungsentgelte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr leicht. Der
Strom- und Erdgasbezug hatte einen Anteil von 80,5 % (Vorjahr 75,7 %) am gesamten
Materialaufwand. Der Strombedarf wurde überwiegend durch Bezug über die Syneco Trading GmbH gedeckt, wobei vermehrt andere Anbieter einbezogen wurden. Auch die Gasbeschaffung erfolgte über mehrere Anbieter.
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Der Personalaufwand reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 %, was im Wesentlichen auf die geringere Zuführung zu Pensionsrückstellungen und einen niedrigeren
Personalstand zurückzuführen war.
Die Abschreibungen lagen trotz der durchgeführten Investitionen nur 0,7 % über dem
Vorjahresniveau, da im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf den stillzulegenden
Speicher Eschenfelden sowie auf Grundstücke vorgenommen worden waren.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um
5,1 % auf 57.026 T€, was überwiegend aus höheren Aufwendungen für Ausbuchungen
von einzelnen Forderungen resultierte.
Das Finanzergebnis stieg um 12.830 T€ auf 60.279 T€. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und Aufwendungen aus Verlustübernahmen beliefen sich in Summe auf
-5.135 T€ und blieben damit 12.265 T€ unter dem Niveau des Vorjahres. Maßgeblich für
den Rückgang war die Ergebnisverschlechterung bei der N-ERGIE Netz, während sich
die Zuschreibung in Höhe von 21.000 T€ auf die Anteile der GKI positiv auswirkte. Die Erträge aus Beteiligungen lagen 1,3 % über dem Vorjahreswert und resultierten insbesondere aus den Beteiligungserträgen der Thüga Aktiengesellschaft (Thüga), München. Im
Zinsaufwand waren vor allem Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen
rückläufig.
Insgesamt lag das Ergebnis der Geschäftstätigkeit der N-ERGIE deutlich über den Prognosen des mittelfristigen Wirtschaftsplans 2021. Hauptgründe für die positive Abweichung
waren im Wesentlichen die deutlich höheren sonstigen betrieblichen Erträge und ein besseres Finanzergebnis. Der Anstieg des Rohergebnisses ohne sonstige betriebliche Erträge fiel schwächer aus als erwartet. Während die Erlöse aus den Verkäufen Strom, Gas
und Fernwärme über den geplanten Werten blieben, konnte das Ergebnis im Bereich
Wasser nicht erreicht werden.
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich das Ergebnis der Geschäftstätigkeit um 29.159 T€
bzw. 22,6 %, wobei sich das Rohergebnis ohne sonstige betriebliche Erträge nahezu
stabil entwickelte (0,1 %). Insbesondere die Rückstellungsauflösung sowie das Finanzergebnis trugen zur Ergebnisverbesserung bei.
Aufgrund des Organschaftsverhältnisses erhält die Thüga als außenstehende Aktionärin 2021 eine Ausgleichszahlung in Höhe von 30.614 T€. Unter Berücksichtigung des
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Steueraufwands und nach Dotierung der Gewinnrücklage waren 63.613 T€ an den Organträger Städtische Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung (StWN), Nürnberg, abzuführen.