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← Haushaltsplan 2026 – Band 1

E.1 Vorbemerkungen

Haushalt 2026 · Band 1 · Seiten 18 · Seiten 18 im PDF ansehen · Original bei der Stadt ↗

Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.

E.1 Vorbemerkungen Finanzhaushalt Der Finanzhaushalt stellt im Gegensatz zum Ergebnis￾haushalt, der auf der Grundlage der doppelten Buchfüh￾rung das Ressourcenaufkommen und den Ressourcen￾verzehr über Erträge und Aufwendungen vollständig ab￾bildet, auf die unterjährigen Zahlungsströme ab. Daher sind im Finanzhaushalt nur zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen berücksichtigt (beispielsweise sind Aufwendungen aus Abschreibungen nicht zahlungswirk￾sam und erscheinen deshalb nicht in dem Finanzhaus￾halt). Der Finanzhaushalt zeigt Mittelherkunft und Mittel￾verwendung und den Bestand an Finanzmittel auf. Aus sämtlichen Zahlungsbewegungen ergibt sich die Verän￾derung des Finanzmittelbestandes zum Bilanzstichtag. Der Finanzhaushalt ist mit der betrieblichen Kapitalfluss￾rechnung vergleichbar. Der Finanzhaushalt enthält in den einzelnen Spalten • die Ansätze für das aktuell geplante Haushaltsjahr (Plan 2026), • die Planansätze des Vorjahres (Plan 2025), • die Ist-(Rechnungs-)Ergebnisse des Vorvorjahres (RE - oder Ist - 2024) und • zur Darstellung der mittelfristigen Haushaltsentwick￾lung die Planansätze der folgenden drei Haushalts￾jahre (Plan 2027, Plan 2028 und Plan 2029). Der Finanzhaushalt ist inhaltlich in die drei Bereiche • laufende Verwaltungstätigkeit, • Investitionstätigkeit und • Finanzierungstätigkeit gegliedert. Ein wichtiger Grundsatz zur Beurteilung der dauernden Leistungsfähigkeit ist, dass ein positiver Saldo aus lau￾fender Verwaltungstätigkeit mindestens zur Finanzie￾rung der Tilgungsleistungen und, soweit möglich, zur Fi￾nanzierung der Investitionen reichen sollte. Mit dem im Haushaltsplan geplanten Überschuss aus der laufenden Verwaltungstätigkeit in Höhe von 89,2,0 Mio. € kann die Stadt Nürnberg die Tilgungen der Investitionskredite (80,0 Mio. €) und der kreditähnlichen Rechtsgeschäfte (22,1 Mio. €) noch nicht vollständig fi￾nanzieren. Gegenüber dem Entwurf konnte eine wesent￾liche Verbesserung herbeigeführt werden. Es besteht aber immer noch eine Unterdeckung in Höhe von 12,9 Mio. €. Zur Finanzierung der anstehenden Investitionen wird deshalb zusätzlich die Aufnahme neuer Kredite notwen￾dig. Das Jahr 2026 wird im Kernhaushalt mit einer Net￾toneuverschuldung (= Saldo aus Finanzierungstätigkeit) von 67,9 Mio. € (Vorjahr: 99,8 Mio. €) geplant, die wei￾terhin der sehr hohen Investitionstätigkeit geschuldet ist. Aufgrund erheblicher Konsolidierungsanstrengungen fällt der Saldo aus Investitionstätigkeit in Höhe von 192,0 Mio. € gegenüber den Vorjahresplanzahlen (293,9 Mio. €) um 101,9 Mio. € niedriger aus. Unter der Position „Tilgung aus kreditähnlichen Vorgän￾gen“ werden unter anderem auch Tilgungen für ÖPP/ÖÖP-Projekte ausgewiesen. Es wird mit einem Anfangsbestand an Finanzmitteln für den Haushaltsplan 2026 in Höhe von 200 Mio. € (Vorjahr 275 Mio. €) gerechnet. Wichtiger Hinweis: Der SAP-Logik folgend, haben Einzahlungen ein negati￾ves, Auszahlungen ein positives Vorzeichen. Daher sind auch Defizite mit Pluszeichen und Überschüsse mit ei￾nem Minuszeichen versehen. 14

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