F.4.4 Liquidität und Kassenkredite
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
F.4.4 Liquidität und Kassenkredite
Die Bewirtschaftung der Kassenmittel sowie die Sicherstellung der Liquidität sind Bestandteil der Kassenaufgaben. Im Rahmen der Liquiditätsplanung und unter Berücksichtigung der aktuellen Finanzsituation kommt hierbei im Bedarfsfall auch die Aufnahme von Kassenkrediten in Betracht. Dabei handelt es sich um kurzfristige Finanzmittel zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen.
Der in der Haushaltssatzung festgesetzte Höchstbetrag
für Kassenkredite liegt seit 2009 unverändert bei
280 Mio. €.
Zur Liquiditätssicherung nicht benötigte Geldmittel können von der Kasse nach den Vorgaben der Anlagerichtlinien entweder als Tagesgelder oder Festgelder bei Kreditinstituten angelegt und verwaltet werden. Aufgrund
der aktuellen Finanzmarktsituation mit dem Wegfall der
Verwahrentgelte ist das Erzielen einer Rendite dabei
wieder möglich.
Entwicklungen im Jahr 2021
Bedingt durch die vom Land geleistete Kompensation
der Corona-bedingten Gewerbesteuerausfälle zum Jahresende 2020 konnte die Stadtkasse mit einer annähernd gleich hohen Liquidität wie zu Beginn des Jahres
2020 in das Jahr 2021 starten. Dennoch wurde bei der
Erstellung der Liquiditätsplanung wegen des Fortdauerns der Pandemie mit einer deutlich geringeren Liquidität für 2021 gerechnet. Diese Befürchtungen haben
sich nicht bestätigt. Dank der unerwartet guten Entwicklung der Gewerbesteuer, bei der sich die Einzahlungen
deutlich über denen des Vor-Corona-Jahrs 2019 bewegten, war die Liquidität der Stadtkasse ständig gesichert. Die Inanspruchnahme von Kassenkrediten zur Liquiditätssicherung war zu keinem Zeitpunkt erforderlich.
Die untenstehende Grafik zeigt den Verlauf der Kassenkredite, der angelegten Festgelder sowie der Kontenstände der Cash-Konten (getrennt nach dem Hauptkonto bei der Sparkasse und den sonstigen Girokonten
der Stadtkasse).
Entwicklungen im Jahr 2022
Ausgehend von einer hohen Liquidität zum Jahresbeginn und den Erfahrungen aus den Vorjahren, ging die
Stadtkasse bei der Liquiditätsplanung von einer gleichbleibend guten Liquidität wie 2021 aus. Die Gewerbesteuerzahlungen der ersten drei Regelfälligkeiten befinden sich weiter auf sehr hohem Niveau. Auf Grund der
kriegsbedingten Finanzmarktlage und deren möglicher
Auswirkungen auf die städtische Liquidität sowie strategischer Entscheidungen hinsichtlich Aufnahme von Kreditermächtigungen wird zum jetzigen Zeitpunkt für die
zweite Jahreshälfte mit einer geringeren Liquidität als ursprünglich geplant gerechnet. Im Bedarfsfall steht der
komplette Kassenkreditrahmen zur Verfügung, so dass
die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen auf jeden Fall
sichergestellt ist.
-80,0
-30,0
20,0
70,0
120,0
170,0
220,0
270,0
in Mio. €
Durchschnittliche Entwicklung der Liquiditätspositionen 2021
Kassenkredite Festgelder Sonstige Girokonten Hauptkonto SPK
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