A Vorwort
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
A. Vorwort
Nürnbergs Stadthaushalt 2023
Unsere Aufgabe: trotz der vielen Krisen
stabil bleiben!
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Mitglieder des ehrenamtlichen Stadtrates,
liebe Leserinnen und Leser,
auch wir in Nürnberg sind mit den Folgen des UkraineKriegs, der Energiekrise, der zu hohen Inflation, der immer
noch schwelenden Pandemie und einer drohenden Rezession konfrontiert. Als Stadt Nürnberg sehen wir unsere Aufgabe darin, gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürgern angesichts all dieser Krisen weitgehend Kurs zu halten und damit eine gewisse Stabilität trotz der spürbaren
Veränderungen zu schaffen. Und wir wollen die großen Zukunftsherausforderungen wie Klimaschutz, mehr Grün und
die Verkehrswende, aber auch den Erhalt einer starken
Wirtschaft, der Arbeitsplätze und ein Vorankommen bei der
Digitalisierung weiter im Blick haben.
Dazu brauchen wir einen stabilen Stadthaushalt, der in der
Lage ist, die hierfür notwendigen Ausgaben tragen zu können. Auch dies ist durch die krisenhaften Entwicklungen
nicht leichter geworden. Mit den steigenden Personal-,
Energie- und Baukosten können unsere Steuereinnahmen
kaum mithalten, obwohl Gewerbe- und Einkommenssteuer
2021 und 2022 die Erwartungen übertroffen haben. Das
gute Ergebnis von 2021 hat gezeigt, dass wir im Verwaltungshaushalt positiv abschneiden, wenn wir unsere Kosten begrenzen können und die Steuereinnahmen überdurchschnittlich sind. Aber, und das gehört zur Realität
auch dazu, wir haben ein strukturelles Problem im Finanzhaushalt, weil wir nicht genug liquide Mittel erwirtschaften,
um unsere ordentlichen Tilgungen zu bezahlen. Dies bedroht unsere Handlungsfähigkeit substantiell und ist der
wesentliche Grund, dass wir unsere Haushaltsgenehmigung für 2022 nur unter strengen Auflagen bekommen haben. Dies verbunden mit der Aufforderung, unseren Haushalt dauerhaft zu konsolidieren und dieses strukturelle
Problem anzugehen.
Aus diesem Grund ist der Haushaltsplan für 2023 erst ein
Zwischenschritt. Hier haben wir im Rahmen der Budgetaufstellung Pauschalkürzungen an den Budgets vorgenommen und versucht, Sachausgaben und Investitionsprojekte
zu schieben. In einem zweiten Schritt brauchen wir – trotz
der seit Oktober verbesserten Steuerschätzung – eine
merkliche Konsolidierung bis 2026, die die Voraussetzung
schafft, die Lücke im Finanzhaushalt dauerhaft zu schließen.
Daher hat der Stadtrat mit großer Mehrheit in den diesjährigen Haushaltsberatungen auch ein ausgewogenes Sparpaket beschlossen, das schnell wirksame Einsparungen
enthält: Die Reduzierung von Veranstaltungen/Leistungen
und Einnahmenerhöhungen, eine Personalstelleneinsparung sowie Konsolidierungen bei den Städtischen Werken.
Diese drei Posten sollen in Kombination bis 2026 in die notwendige dauerhafte Konsolidierung unseres Haushalts
übergehen, die uns die finanzielle Handlungsfähigkeit im
nächsten Jahrzehnt sichert. Sparen ist kein Selbstzweck.
Es ist wichtig, um all die Zukunftsinvestitionen in Schulen,
Kitas, Horte, Radwege, den ÖPNV, mehr Grün und auch
Kultur und Sport umsetzen zu können, die unsere Stadt
dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich und lebenswert machen.
Für diesen Weg bitten wir Sie, unsere Bürgerinnen und Bürger, um Unterstützung. Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, schauen Sie mal rein in unseren Haushaltsplanentwurf
für 2023 unter www.nuernberg.de/internet/referat2/.
Nürnberg, im Dezember 2022
Marcus König Harry Riedel
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Marcus König Harry Riedel
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