A Vorwort
Maschinell extrahierter Text. Tabellen verlieren dabei ihre Form, verbindlich ist das Original.
Foto „Marcus König“: Stadt Nürnberg
Foto Thorsten Brehm“: Ludwig Olah
A. Vorwort
Der Haushalt der Stadt Nürnberg 2024
NACHHALTIGE STADTFINANZEN –
KLUG INVESTIEREN UND VORAUSSCHAUEND AGIEREN
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Mitglieder des ehrenamtlichen Stadtrates,
liebe Leserinnen und Leser,
die Corona-Pandemie, der Angriffskrieg Russlands auf die
Ukraine, die Energiekrise, Preissteigerungen und Inflation
haben ihre Spuren im städtischen Haushalt hinterlassen.
Bund und Land konnten hierbei mit umfangreichen staatlichen Förderprogrammen schlimmste ökonomische Verwerfungen verhindern – ein erfolgreicher Weg, der auch
die Wirtschaft in Nürnberg gut stützen konnte. Eingetrübte
Konjunkturindikatoren sorgen aber für eine weiterhin angespannte Haushaltsperspektive der Stadt.
Im Jahresverlauf wird dabei eine grundsätzliche Entwicklung klar ersichtlich: Die Ausgaben der Stadt Nürnberg
steigen viel dynamischer als ihre Einnahmen. Dies ist besonders bei den Baukosten, an stark zunehmenden Personalaufwendungen, in höheren städtischen Zuschüssen
an freie Träger, Vereine und Institutionen, aber auch in
gestiegen Kosten für die Bedienung der notwendigen Investitionskredite der Stadt abzulesen.
Dieser Trend ist nicht nur in Nürnberg zu beobachten,
sondern in den meisten deutschen Großstädten. Für das
kommende Jahr 2024 rechnen die kommunalen Spitzenverbände mit einem Defizit von fast 10 Milliarden Euro.
Dieser Umstand verstärkt in vielen Kommunen – auch bei
uns - die Schieflage der städtischen Haushalte. Damit fehlen die finanziellen Spielräume für neue Aufgaben, obwohl
wir dringend noch mehr in die großen gesellschaftlichen
Mega-Transformationsvorhaben für die Nachhaltigkeit unseres Lebens und Wirtschaftens investieren müssten:
Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung,
die aktive Gestaltung einer nachhaltigen Verkehrswende,
die konsequente Digitalisierung der Verwaltung, hohe
Ausbaubedarfe bei der Kinderbetreuung und in der Bildungsinfrastruktur, wichtige Integrationsleistungen, der zunehmende Fachkräftemangel, die Unterstützung unserer
städtischen Töchter uvm.
Für diese großen Herausforderungen, die neben vielen
anderen Pflichtaufgaben auf uns zukommen, benötigen
wir als Städte und Kommunen dringend neue, dauerhafte
finanzielle Unterstützungen von Bund und Land – und
zwar nicht über neue Förderprogramme, sondern über einen größeren Anteil an den Gemeinschaftssteuern.
Wir priorisieren weiterhin unsere Ausgaben und verschreiben uns den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der
vereinten Nationen. Wir agieren vorausschauend und führen die vielen umfangreichen und wichtigen Investitionen
in unserer Stadt weiter. Damit machen wir Nürnberg fit für
die Zukunft.
Nürnberg, im Dezember 2023
Marcus König Thorsten Brehm
Oberbürgermeister Referent für Finanzen,
Personal und IT
Oberbürgermeister
Marcus König
Referent für Finanzen,
Personal und IT
Thorsten Brehm
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