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Kurzübersicht Jahresabschluss 2010

Haushalt · 01.01.2010 · PDF ansehen · Original bei der Stadt ↗

Haushalt & Finanzen

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

IInnffoorrmmaattiioonneenn

des

FFiinnaannzzrreeffeerraattss

Nr. 1 / 2011

JJaahhrreessaabbsscchhlluussss 220010

KKuurrzzüübbeerrssiicchhtt

  1. Ergebnisrechnung und Eigenkapital 1.1 Wichtige Positionen des Eigenkapitals

Der Überschuss wird im Rahmen der Ergebnisverwendung der Ergebnisrücklage zugeführt (bereinigt um bilanzierende Einheiten).

Die Ergebnisrücklage dient dem Ausgleich künftiger Jahresfehlbeträge.

Gemäß § 93 Abs. 3 KommHV-Doppik ist grundsätzlich eine erfolgsneutrale Korrektur des Basiskapitals nicht mehr vorgesehen. In begründeten Ausnahmefällen wird jedoch eine Korrektur zur Eröffnungsbilanz vom 01.01.2005 erfolgsneutral vorgenommen, so dass sich das Basiskapital im Vergleich zu 2009 um 16,14 Mio. € erhöht hat.

Die folgende Darstellung veranschaulicht die Entwicklung der Jahresergebnisse und der Ergebnisrücklage seit 2005.

Abb. 1: Entwicklung der Jahresergebnisse und der Ergebnisrücklage

80 70 60 50 40 30 20 10 0 -10 -20 -30

69 62 64 65 56 49 43 13 14 13 3

-3 -18

€

nenoilliM

Jahresergebnis

Ergebnisrücklage

Die Passivseite der Bilanz stellt sich 2010 wie folgt dar. Dabei ist die weiterhin extrem niedrige Eigenkapitalaustattung der Stadt Nürnberg erkennbar.

Abb. 2: Passivseite der Bilanz 2010

4.000

Passiva 31.12.2010

€

nenoilliM

Weitere Verbi Rechnungsab Weite Passiv ndlichkeiten und passive grenzung re Verbindlichkeiten und e Rechnungsabgrenzung
Verbindlichkei Verbin Rückst Sonde
Rückstellungen Verlus Gebüh Eigenk Stiftun tvortrag renhaushalte apital nichtrechtsfähige gen isrücklage ichtrechtsfähige Stiftungen
Sonderposten Ergebn isrücklage
Eigenkapital n ichtrechtsfähige Stiftungen
Ergebnisrückl Basisk Basiskapital S Kapita age apital Sta tadt lzuschuss dt inkl. Eigenkapital Stadt
VerlustVvoerrtrsaogr gGuenbgüshrrüenchkalaugsehalte

3.500

3.000

2.500

2.000

1.500

1.000

500

0

-500

1.2 Ergebnisrechnung

Jahresergebnis (Überschuss) +13.287.646,28
Sondereffekt Auflösung Sondervermögen Klini- kum (Hebung stille Reserven Grundstücke) -30.115.398,73
Sondereffekt Grundstücke SÖR (Hebung stille Reserven) -11.957.000,00
Einmaliger Effekt: Auflösungsentgelt ASN bzgl. TAN-Darlehen - 5.500.000,00
Außerordentliches Ergebnis (soweit nicht separat aufgeführt) +1.181.234,80
Anteile Gebührenhaushalte/ nichtrechtsfähige Stiftungen +2.274.887,47
Bereinigtes „ordentliches“ Jahresergebnis Kernstadt (Fehlbetrag) -30.828.630,18

Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten aus speziellen Transaktionen im Zusammenhang mit städtischen Töchtern, des außerordentlichen Ergebnisses und der Ergebnisse von Gebührenhaushalten und nichtrechtsfähigen Stiftungen hätte sich also ein Fehlbetrag von 30,83 Mio. € ergeben.

1.3 Darstellung der bedeutendsten Einflussfaktoren auf das Jahresergebnis 2010

Folgende Sachverhalte haben das Jahresergebnis 2010 wesentlich beeinflusst:

1.3.1 Erträge

Ordentliche Erträge Verände- rung gegen- über Pla- nung in Mio. € Verände- rung gegen- über Vorjahr in Mio. € Erläuterung
Gewerbesteuer 30,16 60,36 Die Erholung nach der Wirtschafts- krise übertraf die Erwartungen.
Einkommensteueranteil 6,91 8,93 Die Erholung nach der Wirtschafts- krise übertraf die Erwartungen.
Schlüsselzuweisungen 31,44 -34,30 Der Grundbetrag stieg unerwartet.
Zuweisungen vom Land (Lehrpersonalkostenzu- schüsse) 4,97 3,28 Tlw. zeitnähere Spitzabrechnung führte zu Schlusszahlungen in 2010 für mehrere Jahre
Erträge aus dem Abgang von Grundstücken 12,27 9,68 Die betriebsnotwendigen Grund- stücke wurden dem Eigenbetrieb SÖR zum Verkehrswert übertragen und damit stille Reserven gehoben.
Erträge aus der Auflö- sung/Neutralsierung von Rückstellungen 7,82 17,55 Bereits eingeplant war die Auflö- sung der aufgrund der hohen Um- lagekraft in 2008 gebildeten Fi- nanzausgleichsrückstellung. Zu- sätzlich konnte eine Rückstellung für die befürchtete Rückzahlung einer Bedarfszuweisung aus 2004 aufgelöst werden.
Außerordentliche Erträge 1,76 123,32 Auflösungsbetrag für die vorzeitige Rückzahlung des Trägerdarlehens durch den Eigenbetrieb ASN i. H. v. 5,5 Mio. €sowie 117,7 Mio. €aus der Auflösung des Sondervermö- gens Klinikum (stille Reserven Grundstücke).

Nachstehende Graphik veranschaulicht nochmals die Erholung der beiden wichtigsten Steuererträge nach der Wirtschaftskrise. Das Niveau des Jahres 2008 wurde jedoch noch nicht wieder erreicht.

Abb. 3: Die Steuererträge von Gewerbesteuer und Einkommensteuer im Vergleich

400 380

Ist 2008
Ist 2010
Plan 2010
Ist 2009

350

300

250

203 191 200 182 175

Plan 2010

150

100

Ist 2010

50

0 Gewerbesteuer Einkommensteueranteil oruE .oiM ni

Damit ergibt sich folgendes Bild für den Verlauf der wichtigsten Erträge mensteueranteil und Schlüsselzuweisung. Zum Vergleich wird hierbei auch die Entwicklung des Aufwands aus der Bezirksumlage dargestellt.

Abb. 4: Entwicklung wichtiger Erträge und Aufwendungen des Gesamthaushalts

wwiicchhttiiggeerr EErrttrrääggee uunndd AAuuffwweenndduunnggeenn ddeess GGeessaammtthhaauusshhaallttss

450 400,58 400

380,09 351,66 338,71 291,30 Gewerbesteuer

350 297,16 300

Einkommensteueranteil

250

202,84 191,18 184,04 182,25 Schlüsselzuweisung

200 154,76 157,52 150 95,75 99,43 100 100,95 91,71 50

134,84 102,31 104,98 169,14 Bezirksumlage 123,59 109,77 97,85 90,29

0 2005 2006

2007 2008 2009 2010

1.3.2 Aufwendungen oruE .oiM ni Damit ergibt sich folgendes Bild für den Verlauf der wichtigsten Erträge: GGeewweerrbbeesstteeuueerr,, EEiinnkkoomsstteeuueerraanntteeiill uunndd SScchhllüüsssseellzzuuwweeiissuunngg.. ZZuumm VVeerrgglleeiicchh wwiirrdd hhiieerrbbeeii aauucchh ddiiee EEnnttwwiicckklluunngg ddeess Aufwands aus der Bezirksumlage dargestellt.

Ordentliche Aufwen- dungen Verände- rung gegen- über Pla- nung in Mio. € Verände- rung gegen- über Vorjahr in Mio. € EErrllääuutteerruunngg
Altersteilzeitrückstellun- gen -1,75 -13,02 NNaacchh ddeerr Spitze in 2009 (beson- ddeerrss hhoohhee AAnzahl an neuen ATZ- VVeerrttrrääggeenn wegen erwarteter restrik- ttiivveerreerr BBeeddiinngguunnggeenn) normalisierte ssiicchh ddiiee SSiittuuaattiioonn.
Pensionsrückstellungen 17,17 -16,00 NNeebbeenn ddeerr BBeessoolldduunnggsseerrhhööhhuunngg ffüürr 2009 wwaarr aauucchh ddiiee eebbeennffaallllss iinn 2009 bbeesscchhlloosssseennee BBeessoolldduunnggssaan- ppaassssuunngg ffüürr 22001100 vollständig im Pensionsgguuttaacchhtteenn 22000099 zzuu bbe- rrüücckkssiicchhttiiggen. Folglich ergab sich in 22001100 eeiinnee geringere Nettozufüh- rruunngg ggeeggeennüübbeerr ddeemm VVoorrjjaahhrr.
Zuschuss an sozia- llee//äähhnnlliicchhee EEiinnrriicchhttuunnggeenn - Art 1 2,36 6,61 Der AAuussbbaauu iinn ddeerr KKiinnddeerrttaaggeessbbee- ttrreeuuuunngg sscchhrreeiitteett vvoorraann,, vvoorr aalllleem iimm BBeerreeiicchh KKiinnddeerrkkrriippppeenn uunndd -horte.
LLaauuffeennddee LLeeiissttuunnggeenn ffüürr Unterkunft/Heizung (§ 22 I SGB II) -5,29 4,14 DDiiee WWiirrttsscchhaaffttsskkrriissee wwiirrkkttee ssiicchh iinn ddiieesseemm BBeerreeiicchh zzeeiittlliicchh nnaacchhggeella- ggeerrtt aauuss.. SSoo stieg die Anzahl der Leissttuunnggssbbeerreecchhttiiggtteenn nnoocchhmmaallss ddeeuuttlliicchh.. ZZuuddeemm eerrhhööhhtteenn ssiicchh ddiiee FFaallllkkoosstteenn aauuffggrruunndd vvoonn PPrreeiiss- und MMiieettsstteeiiggeerruunnggeenn..
Verlustausgleiche an städtische Töchter -3,77 3,34 VVeerrlluussttaauussgglleeiicchhe u. a. an die NOA, NNüüBBaadd,, FFSSNN,, SUN und WfB, sowie - iinn ggeerriinnggeerreemm UUmmffaanngg aallss ggeeppllaanntt - an ddiiee SSttWWNN..
Gewerbesteuerumlage 2,93 8,58 EEnnttsspprreecchheenndd ddeess höheren Gewer- bbeesstteeuueerraauuffkkoommmmeennss
Bezirksumlage 9,09 25,74 GGeesstteeiiggeerrtteerr UUmmllaaggeebbeeddaarrff ddeess BBeezziirrkkss MMiitttteellffrraannkkeenn, relativ hohe UUmmllaaggeekkrraafftt 22001100 ((aauuss 2008).
Aufwendungen aus Ein- zzeellwweerrttbbeerriicchhttiigguunngg vvoonn Forderungen 10,94 9,53 DDuurrcchh IInnssoollvveennzzaannmmeelldduunngg bbeeddeeu- tteennddeerr GGeewweerrbbeesstteeuueerrschuldner nnoottwweennddiiggee WWeerrttbbeerriicchhttiigguunngg

Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung gen). Durch die Ausgliederung von lativer Betrachtung von Stadt und SÖR bleibt das bisherige Niveau in etwa erhalten. gen zu Altersteilzeit- und Pensionsr lungen, Zeitpunkt des Beschlusses fen – so wurde die Besoldungserhöhung für das Jahr 2010 bereits für das Jahr 2009 vorweggenommen, so dass sich rungen ergaben.

Abb. 5: Entwicklung der Personalaufwendungen

der Personalaufwendungen

350 325 300 283 275 250 225 200 175 150 125 100 75 54 50 25 7 0 Ist 2005 oruE .oiM ni die Entwicklung der Beschäftigtenbezüge (AAkkttiivvppeerrssoonnaallaauuffwweenndduunurch die Ausgliederung von SÖR ergibt sich im Kernhaushalt 2010 eeiinn RRüücckkggaanngg.. BBeeii kkuummullaattiivveerr BBeettrraacchhttuunngg vvoonn SSttaaddtt uunndd SSÖÖRR bblleeiibbtt ddaass bbiisshheerriiggee NNiivveeaauu iinn eettwwaa eerrhhaalltteenn.. Die Zuführunund Pensionsrückstellungen sind dduurrcchh eexxtteerrnnee FFaakkttoorreenn ((ggeesseettzzlliicchhee RReeggelungen, Zeitpunkt des Beschlusses von Besoldungseerrhhööhhuunnggeenn)) ssttaarrkkeenn SScchhwwaannkkuunnggeenn uunntteerrwwoorso wurde die Besoldungserhöhung für das Jahr 2010 bereits bbeeii ddeerr RRüücckksstteelllluunnggssbbeerreecchhnnuunngg Jahr 2009 vorweggenommen, so dass sich im RReecchhnnuunnggssjjaahhrr 22001100 geringere Nettozufüh-

328 299 290 292 283

Beschäftigtenbezüge (Aktivpersonalaufwendungen) Zuführung Pensionsrückstellungen Zuführung Altersteilzeitrückstellungen 86 86 75 70 64

23 10 13 8 6

Ist 2006 Ist 2007 Ist 2008 Ist 2009 IIsstt 22001100

  1. Finanzrechnung

Der Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit stieg im Jahr 2010 wesentlich stärker als das Jahresergebnis. Im Krisenjahr 2009 war der Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit stärker rückläufig als das Ergebnis, weil wesentliche positive Einflussfaktoren in der Ergebnisrechnung 2009 nicht zahlungswirksam waren. Von diesem niedrigeren Niveau aus fiel nunmehr auch der Aufholeffekt nach der Wirtschaftskrise beim Cashflow deutlicher aus. Zusätzlich macht sich die Auflösung des Sondervermögens Klinikum 2010 sowohl im Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit als auch im Cashflow aus Investitionstätigkeit steigernd bemerkbar.

Summenposition Finanzrechnung 2010 2009 2008
Cashflow aus laufender Verwal- tungstätigkeit: Einzahlungs- überschuss 1) 97,26 Mio. € 12,56 Mio. € 83,77 Mio. €
Cashflow aus Investitionstätig- keit: Auszahlungsüberschuss1) 186,49 Mio. € 61,40 Mio. € 68,67 Mio. €
Nettokreditaufnahme/Cashflow aus Finanzierungstätigkeit davon: ordentliche Tilgungen von Krediten 70,58 Mio. € 38,95 Mio. € 49,42 Mio. € 35,73 Mio. € 41,00 Mio. € 32,66 Mio. €
Finanzmittelbestand am 31.12.2010 55,03 Mio. € 69,83 Mio. € 68,28 Mio. €
  1. Anmerkung: In Anpassung an die Muster des BayStMI wurden ab 2009 Zahlungen im Kontext gewährter Darlehen vom Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit in den Cashflow aus Investitionstätigkeit verschoben. Wegen der besseren Vergleichbarkeit werden hier die Werte aus 2008 an die neue Systematik angepasst.

Der Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit ist ein Indikator für die dauernde Leistungsfähigkeit. Er dient zunächst zur Deckung der ordentlichen Tilgungen, nur übersteigende Beträge können zur Finanzierung von Investitionen eingesetzt werden. Die folgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung dieses möglichen Eigenfinanzierungsbeitrags. Wie bereits in den Jahren 2006-2008 konnte auch 2010 wieder ein Finanzierungsbeitrag für Investitionen in nennenswerter Höhe erwirtschaftet werden. Auch hier wird also deutlich, dass der Einbruch aus dem Krisenjahr 2009 überwunden ist.

Kassenkredite wurden in 2010 nicht aufgenommen.

Abb. 6: Eigenfinanzierungsbeitrag

120,00

oruE .oiM ni Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit

100,00

80,00

ordentliche Tilgungen

60,00

40,00

20,00

0,00 2005 2006 2007 2008 2009 2010

Aus der Nettokreditaufnahme resultiert ein Schuldenstand bei Investitionskrediten i. H. v. 1.126 Mrd. .€ Die folgende Grafik veranschaulicht den immensen Anstieg der Investitionskredite seit 2001.

Abb. 7: Entwicklung des Schuldenstandes (Investitionskredite)

1.150 1.126

1.100

1.055 1.050 1.006 1.000 965 947 939 950 925 910 900 865 864 850

800 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 € nenoilliM

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