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Kurzübersicht Jahresabschluss 2011

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Haushalt & Finanzen

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Stadtkämmerei

Stadt Nürnberg

Kurzübersicht

Jahresabschluss 2011

  1. Ergebnisrechnung und Eigenkapital 1.1 Wichtige Positionen des Eigenkapitals

Jahresergebnis in Mio. €:

Ist 2011 Plan 2011 Ist 2010
15,58 (Überschuss) -16,85 (Fehlbetrag) 13,29 (Überschuss)

Der Überschuss wird im Rahmen der Ergebnisverwendung der Ergebnisrücklage zugeführt (bereinigt um Gebührenhaushalte).

Ergebnisrücklage nach Ergebnisverwendung: 81,47 Mio. € (2010: 64,92 Mio. €)

Die Ergebnisrücklage dient dem Ausgleich künftiger Jahresfehlbeträge.

Stand des Basiskapitals: 102.267,67 Mio. €. Gemäß § 93 Abs. 3 KommHV-Doppik ist grundsätzlich eine erfolgsneutrale Korrektur des Basiskapitals nicht mehr vorgesehen. In begründeten Ausnahmefällen wird jedoch eine Korrektur zur Eröffnungsbilanz vom 01.01.2005 erfolgsneutral vorgenommen. In 2011 erfolgte eine nachträgliche Aktivierung der Investitionszuschüsse an das Klinikum, sowie der Zootiere, so dass sich das Basiskapital im Vergleich zu 2010 um 32,49 Mio. € erhöht hat. In der Folge sind jedoch höhere Abschreibungen zu erwarten.

Die folgende Darstellung veranschaulicht die Entwicklung der Jahresergebnisse und der Ergebnisrücklage seit 2005.

Abb. 1: Entwicklung der Jahresergebnisse und der Ergebnisrücklage seit 2005

100

81 69 62 64 65 56 49 43 13 14 13 16 3

-3 -18

€

n

e

n 80

o

illiM

60 Jahresergebnis 40 Ergebnisrücklage 20

0

-20

-40

Die Passivseite der Bilanz stellt sich 2011 wie folgt dar. Dabei ist die weiterhin extrem niedrige Eigenkapitalaustattung der Stadt Nürnberg erkennbar.

Abb. 2: Passivseite der Bilanz 2011

4.500

€

n Passiva 31.12.2011

e

n

o

illiM

4.000

Weitere Verbin RechnunWgseaibteg Passiv dlichkeiten und passive rreen Vzuenrgb indlichkeiten und e Rechnungsabgrenzung
Verbindlichkeit Verbi Rücks
Rückstellungen Sond Verlu erposten stvortrag Gebührenhaushalte kapital nichtrechtsfähige
Eigen Sonderposten kapital nichtrechtsf
Stiftu ngen
Eigenkapital n ichtrechtsfähige Stiftungen
Ergebnisrückla ge
Basisk apital St adt inkl. Eigenkapital Stadt ss
BasiskapKiatapl iSt atalzdut schu Eigenka ss
VerlustvoVretrrasgo Grgeubnüghsrerünhcakulasghea lte

3.500

3.000

2.500

2.000

1.500

1.000

500

0

-500

1.2 Ergebnisrechnung

Jahresergebnis (Überschuss) 15.577.576,02
Außerordentliches Ergebnis (soweit nicht separat aufgeführt) - 4.630.030,19
Anteile Gebührenhaushalte/ nichtrechtsfähige Stiftungen am ordentlichen Er- gebnis - 433.641,2
Bereinigtes „ordentliches“ Jahresergebnis Kernstadt (Überschuss) 10.513.904,63

Ohne die Berücksichtigung des außerordentlichen Ergebnisses und der Ergebnisse von Gebührenhaushalten und nichtrechtsfähigen Stiftungen hätte sich also nur ein Überschuss von 10,5 Mio. € ergeben.

1.3 Darstellung der bedeutendsten Einflussfaktoren auf das Jahresergebnis 2011

Folgende Sachverhalte haben das Jahresergebnis 2011 wesentlich beeinflusst:

1.3.1 Erträge

Ordentliche Erträge in Mio. € Ist 2011 Plan 2011 Ist 2010 Erläuterung
Gewerbesteuer -353,97 -341,60 -351,66 Die Erholung nach der Wirtschaftskrise übertraf die Erwartungen.
Einkommensteueranteil -192,26 -183,93 -182,25 Die Erholung nach der Wirtschaftskrise übertraf die Erwartungen.
Schlüsselzuweisungen -161,45 -140,74 -134,84 Der Grundbetrag stieg unerwartet.
Zuweisungen vom Land -62,05 -58,18 -56,56 Insb. für die höheren Aufwendungen der Kin- derbetreuung
Zuweisung v. Land (Be- lastungsausgl. Hartz IV) -20,10 -15,00 -12,47 Nachzahlungen aus 2009.
Leistung vom Bund für Unterkunft/Heizung -39,49 -28,67 -26,44 7. Änderungsgesetz SGB II: Gegenfinanzie- rung zusätzlicher kom- munaler Aufwendungen (Warmwasser, Mittag- essen/Schulsozialarbeit, Bildungspaket)
Erträge aus dem Abgang von bebauten/unbebauten Grundstücken -6,73 0 -8,46 Grundstücksverkäufe von LA.
Ertrag aus aktivierter Ei- genleistung -7,26 -1,95 -2,89 Höhere Erträge, insb. aufgrund der Leistungen von H im Rahmen der Generalssanierung Staatstheater
Verzinsung Gewerbe- steuer nach § 233 a AO -7,84 -13,00 -25,11 In 2011 wurde haupt- sächlich das – finanzkri- senbedingt - schlechte Veranlagungsjahr 2009 veranlagt, was zu gerin- gen Nachzahlungen führte.

Nachstehende Graphik veranschaulicht nochmals die Erholung der beiden wichtigsten Steuererträge nach der Wirtschaftskrise 2009. Das Niveau des Jahres 2008 bei der Gewerbesteuer wurde jedoch immer noch nicht wieder erreicht (380 Mio. €).

Abb. 3: Die Steuererträge von Gewerbesteuer und Einkommensteuer im Vergleich

o r u E 400 .o iM n 354 352 i 342 350

Ist 2008 Ist 2010 20 10
Plan 2011
Ist 2009
Ist 2011

300

250

192 191 200 184 182

Ist 2011
Plan 2011
Ist 2010
Ist 2009

150

100

50

0 Gewerbesteuer Einkommensteueranteil

Damit ergibt sich folgendes Bild für den Verlauf der wichtigsten Erträge: Gewerbesteuer, Einkommensteueranteil und Schlüsselzuweisung. Zum Vergleich wird hierbei auch die Entwicklung des Aufwands aus der Bezirksumlage dargestellt. Dabei wird deutlich, dass nicht nur der Verlauf der Gewerbesteuer stark schwankt, sondern in den letzten Jahren auch der Verlauf der Schlüsselzuweisung. Der Trend der Bezirksumlage zeigt in den letzten Jahren stark nach oben.

Abb. 4: Entwicklung wichtiger Erträge und Aufwendungen des Gesamthaushalts

450 o r 400,58 u E 380,09 .o 400 iM 338,71 351,66 353,96 n i 350 297,16 291,30 Gewerbesteuer 300 Einkommensteueranteil 250 202,84 191,18 192,26 Schlüsselzuweisung 184,04 182,25 200 154,76 157,52 169,14 161,45 134,84 Bezirksumlage 150 95,75 99,43 102,31 104,98 100 123,59 131,71 109,77 100,95 97,85 91,71 90,29 50

0 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

1.3.2 Aufwendungen

Ordentliche Aufwen- dungen in Mio. € Ist 2011 Plan 2011 Ist 2010 Erläuterung
Pensionsrückstellungen (Nettozuführung) 79,76 65,55 69,80 2011 war im Gegensatz zu 2010 wieder eine Be- soldungserhöhung zu berücksichtigen. Der An- stieg wurde abgemildert durch den Einfluss der Anhebung des Pensions- alters auf 67 Jahre.
Zuschuss an sozia- le/ähnliche Einrichtungen - Art 1 64,01 59,66 59,55 Der Ausbau der Kinderta- gesbetreuung schreitet voran, v.a. im Bereich Kinderkrippen/ -horte.
Laufende Leistungen für Unterkunft/Heizung (§ 22 I SGB II) 110,34 117,00 114,71 Durch die konjunkturelle Erholung konnten Plan- und Vorjahreswerte un- terschritten werden.
Verlustausgleiche an städ- tische Töchter inkl. Rück- stellungen 18,20 12,14 17,12 Verlustausgleiche und entspr. Rückstellungen bzgl. NüBad, SUN, FSN sowie der verb. Unter- nehmen.
Gewerbesteuerumlage 53,03 54,26 52,62 Vervielfältiger Fonds Deutsche Einheit sank unerwartet für 2011
Bezirksumlage 131,71 131,50 123,59 Gesteigerter Umlagebe- darf des Bezirks Mittel- franken
Aufwendungen aus Einzel- wertberichtigung von For- derungen 8,77 0 10,94 Durch Insolvenzanmel- dung bedeutender Ge- werbesteuerschuldner notwendige Wertberichti- gung
Erstattungszinsen (Gewer- besteuer) 8,84 2,9 4,70 In 2011 wurde hauptsäch- lich das - finanzkrisenbe- dingt - schlechte Veranla- gungsjahr 2009 veranlagt, was zu relativ hohen Erstattungen führte.

Abb. 5 zeigt die Entwicklung der Beschäftigtenbezüge (Aktivpersonalaufwendungen). 2010 ergab sich durch die Ausgliederung von SÖR aus dem Kernhaushalt eine Verringerung der Personalaufwendungen. Die Kosten für den Eigenbetrieb werden fortan unter den Erstattungen abgebildet. Die Zuführungen zu Altersteilzeit- und Pensionsrückstellungen sind durch externe Faktoren (gesetzliche Regelungen, Zeitpunkt des Beschlusses von Besoldungserhöhungen) starken Schwankungen unterworfen. So wurde die Besoldungserhöhung für das Jahr 2010 bereits bei der Rückstellungsberechnung für das Jahr 2009 vorweggenommen, so dass sich im Rechnungsjahr 2010 geringere Nettozuführungen ergaben. 2011 waren wieder Besoldungserhöhungen – wenngleich diese erst 2012 wirksam wurden - zu berücksichtigen.

Abb. 5: Entwicklung der Personalaufwendungen

350 o 328 r u E 325 .o 299 297 iM 300 283 283 290 292 n i 275

250 Beschäftigtenbezüge (Aktivpersonalaufwendungen) 225 Zuführung Pensionsrückstellungen 200 Zuführung Altersteilzeitrückstellungen 175

150

125 100 86 86 80 75 70 64 75 54 50 23 25 7 10 13 8 6 8 0 Ist 2005 Ist 2006 Ist 2007 Ist 2008 Ist 2009 Ist 2010 Ist 2011

  1. Finanzrechnung

Der Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit ist 2011 positiv- rd. 16,1 Mio. € mehr als im Krisenjahr 2009. Beim Vergleich mit 2010 ist zu berücksichtigen, dass sich die Auflösung des Sondervermögens Klinikum sowohl im Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit als auch im Cashflow aus Investitionstätigkeit steigernd bemerkbar machte – 2011 entfiel dieser Sondereffekt wieder.

Summenposition Finanzrechnung 2011 2010 2009
Cashflow aus laufender Verwal- tungstätigkeit: Einzahlungs- überschuss 28,68 Mio. € 97,26 Mio. € 12,56 Mio. €
Cashflow aus Investitionstätig- keit: Auszahlungsüberschuss1) 77,37 Mio. € 186,49 Mio. € 61,40 Mio. €
Nettokreditaufnahme1)/Cashflow aus Finanzierungstätigkeit davon: ordentliche Tilgungen von Krediten (ohne Sondertilgung) 84,34 Mio. € 44,89 Mio. € 70,58 Mio. € 38,95 Mio. € 49,42 Mio. € 35,73 Mio. €
Finanzmittelbestand am 31.12. 92,70 Mio. € 55,03 Mio. € 69,83 Mio. €
  1. Anmerkung: Inkl. Tilgungen aus kreditähnlichen Rechtsgeschäften (PPP).

Der Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit ist ein Indikator für die dauernde Leistungsfähigkeit. Er dient zunächst zur Deckung der ordentlichen Tilgungen, nur übersteigende Beträge können zur Finanzierung von Investitionen eingesetzt werden. Die folgende Grafik veranschaulicht die Entwicklung dieses möglichen Eigenfinanzierungsbeitrags. 2011 konnte, im Gegensatz zu den den Jahren 2006-2008 und 2010 (hier allerdings nur aufgrund des Sondereffekts Auflösung Sondervermögen Klinikum i. H. v. 110 Mio. €) kein Finanzierungsbeitrag für Investitionen erwirtschaftet werden. Der Grund hierfür besteht darin, dass die Höhe der Einzahlungen im Vergleich zu den Erträgen 2011 wesentlich geringer war, z. B. bei der Gewerbesteuer bzw. der Anteil nicht finanzwirksamer Erträge z. B. aus Rückstellungsauflösungen höher war, als bsplw. 2006 oder 2008.

Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen mussten 2011 zweimal kurzzeitig Kassenkredite aufgenommen werden, während des größten Teils des Jahres war die Liquiditätslage zufriedenstellend bis gut.

Abb. 6: Eigenfinanzierungsbeitrag

120,00 o r u E .o iM n 100,00 i

Cashflow aus laufender 80,00 Verwaltungstätigkeit ordentliche Tilgungen

60,00

40,00

20,00

0,00 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

Aus der Nettokreditaufnahme resultiert ein Schuldenstand bei Investitionskrediten zum 31.12.2011 i. H. v. 1.214 Mrd. €. Die folgende Grafik veranschaulicht den immensen Anstieg der Investitionskredite seit 2001.

Abb. 7: Entwicklung des Schuldenstandes (Investitionskredite)

1.250 € 1.214 n e n o 1.200 1.126 illiM 1.150

1.100 1.055 1.050 1.006

1.000 965 947 939 925 950 910

900 865 864 850

800 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011

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