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Kurzübersicht Jahresabschluss 2012

Haushalt · 01.01.2012 · PDF ansehen · Original bei der Stadt ↗

Haushalt & Finanzen Sicherheit & Ordnung

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

  1. Ergebnisrechnung und Eigenkapital 1.1 Wichtige Positionen des Eigenkapitals

 Jahresergebnis in Mio. €:

Ist 2012 Plan 2012 Ist 2011
19,18 (Überschuss) 15,25 (Überschuss) 15,58 (Überschuss)

Der Überschuss wird im Rahmen der Ergebnisverwendung der Ergebnisrücklage zugeführt (bereinigt um Gebührenhaushalte).

 Ergebnisrücklage nach Ergebnisverwendung: 101,73 Mio. € (2011: 81,47 Mio. €) Die Ergebnisrücklage dient dem Ausgleich künftiger Jahresfehlbeträge.

 Stand des Basiskapitals: 104,48 Mio. €. Gemäß § 93 Abs. 3 KommHV-Doppik ist grundsätzlich eine erfolgsneutrale Korrektur des Basiskapitals nicht mehr vorgesehen. In begründeten Ausnahmefällen wird jedoch eine Korrektur zur Eröffnungsbilanz vom 01.01.2005 erfolgsneutral vorgenommen. In 2012 erfolgte eine nachträgliche Aktivierung der Investitionszuschüsse für Kindertagesstätten freier Träger, so dass sich das Basiskapital im Vergleich zu 2011 um 1,66 Mio. € erhöht hat. In der Folge sind jedoch höhere Abschreibungen zu erwarten.

Die folgende Darstellung veranschaulicht die Entwicklung der Jahresergebnisse und der Ergebnisrücklage seit 2005.

Abb. 1: Entwicklung der Jahresergebnisse und der Ergebnisrücklage seit 2005

120

102 81 69 62 64 65 56 49 43 19 13 14 13 16 3

-3 -18

€

n

e n 100

o

illiM

80 Jahresergebnis 60 40 Ergebnisrücklage

20

0

-20

-40

Die Passivseite der Bilanz stellt sich 2012 wie in Abb. 2 veranschaulicht dar. Dabei ist trotz der positiven Ergebnisse der letzten Jahre weiterhin eine extrem niedrige Eigenkapitalaustattung der Stadt Nürnberg erkennbar.

Abb. 2: Passivseite der Bilanz 2012

4.500

Passiva 31.12.2012 Weit Weitere Verb Passi Rechnungsa VerbindVliecrhbkie Rücks Sond Rückstellunge Verlu Eigen Stiftu Ergeb Sonderposten Basis Kapit EigenkVapeirtasol Ergebnisrück Basiskapital
VerbindVliecrhbkie Rücks Sond nitdelni cahukse Kitreendi taeuns Krediten tellungen erposten
Rückstellunge Verlu Eigen Stiftu Ergeb n stvortrag Gebührenhaushalte kapital nichtrechtsfähige ngen nisrücklage
Sonderposten
Basis kapital Stadt inkl.
Kapit alzuschuss
EigenkVapeirtasol
Ergebnisrück lage Eigenkapital Stadt
Basiskapital Eigenka
Verlustvortrag Gebührenhaushalte

€

n

e

n

o

illiM

4.000

Weit Weitere Verb Passi Rechnungsa ere Verbindlichkeiten und indlichkeiten und passive ve Rechnungsabgrenzung bgrenzung

3.500

3.000

2.500

2.000

1.500

1.000

500

0

1.2 Ergebnisrechnung

Jahresergebnis (Überschuss) 19.184.317,72
Außerordentliches Ergebnis -2.320.892,33
Anteile Gebührenhaushalte/ nichtrechtsfähige Stiftungen am ordentlichen Er- gebnis +1.074.477,65
Bereinigtes „ordentliches“ Jahresergebnis Kernstadt (Überschuss) 17.937.903,04

Werden außerordentliches Ergebnis und die Ergebnisse von Gebührenhaushalten und nichtrechtsfähigen Stiftungen herausgerechnet, hätte sich also nur ein Überschuss von 17,94 Mio. € ergeben.

1.3 Darstellung der bedeutendsten Einflussfaktoren auf das Jahresergebnis 2012

Folgende Sachverhalte haben das Jahresergebnis 2012 wesentlich beeinflusst:

1.3.1 Erträge

Ordentliche Erträge in Mio. € Ist 2012 Plan 2012 Ist 2011 Erläuterung
Gewerbesteuer -379,06 -413,07 -353,96 Das Steueraufkommen blieb hinter den Erwar- tungen aufgrund der Steuerschätzung zurück.
Einkommensteueranteil -210,02 -205,34 -192,26 Nachlaufender Effekt der konjunkturellen Erholung
Schlüsselzuweisungen -148,40 -137,60 -161,45 Der Grundbetrag stieg unerwartet.
Zuweisungen vom Land (Lehr-/Kinderbetr.pers.) -56,67 -47,20 -51,27 Insb. für die höheren Aufwendungen der Kin- derbetreuung
Leistung vom Bund für Unterkunft/Heizung -38,21 -40,63 -39,49 Entsprechend der gerin- geren Aufwendungen für die KdU (s.u.)
Erträge aus dem Abgang von bebauten/unbebauten Grundstücken -5,78 0 -6,73 Grundstücksverkäufe von LA.
Verzinsung Gewerbe- steuer nach § 233 a AO -16,49 -22,00 -7,84 Erholung im Vgl. zum Vorjahr, nachdem in 2011 hauptsächlich das – fi- nanzkrisenbedingt – schlechte Jahr 2009 ver- anlagt wurde.

Nachstehende Graphik veranschaulicht nochmals die Entwicklung der beiden wichtigsten Steuererträge. Bei der Gewerbesteuer wurde 2012 seit der Wirtschaftskrise in 2009 erstmals wieder das Niveau des Jahres 2008 (380 Mio. €) zumindest nahezu erreicht.

Abb. 3: Die Steuererträge von Gewerbesteuer und Einkommensteuer im Vergleich

o r u 450 E .o 413 iM 400 n i

Plan 2012
Ist 2012
Ist 2011 20 0 10 Ist 201 0 9 Is

350

300

t 2008

250 210 205 192 200

Plan 2012
Ist 2010
Ist 2012
Ist 2011

150

100

50

0 Gewerbesteuer Einkommensteueranteil

Damit ergibt sich folgendes Bild für den Verlauf der wichtigsten Erträge Gewerbesteuer, Einkommensteueranteil und Schlüsselzuweisung. Zum Vergleich wird hierbei auch die Entwicklung des Aufwands aus der Bezirksumlage dargestellt. Dabei wird deutlich, dass nicht nur der Verlauf der Gewerbesteuer stark schwankt, sondern in den letzten Jahren auch der Verlauf der Schlüsselzuweisung. Der Trend der Bezirksumlage zeigt seit Jahren stark nach oben.

Abb. 4: Entwicklung wichtiger Erträge und Aufwendungen des Gesamthaushalts

450 o r 400,58 u E .o iM 400 338,71 380,09 351,66 353,96 379,06

n 350 i 297,16 291,30 Gewerbesteuer 300

250 Einkommensteueranteil 210,02 202,84 191,18 192,26 184,04 182,25 200 154,76 157,52 169,14 161,45 148,40 Schlüsselzuweisung 134,84 150 95,75 99,43 102,31 104,98 Bezirksumlage 145 100 131,71 123,59 109,77 100,95 91,71 90,29 97,85 50

0 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

1.3.2 Aufwendungen

Ordentliche Aufwen- dungen in Mio. € Ist 2012 Plan 2012 Ist 2011 Erläuterung
Altersteilzeitrückstellungen (Nettozuführung) 2,38 9,21 7,77 Aufgrund der geänderten Bedingungen bei der Al- tersteilzeitregelung ab 2010 verringert sich die Zahl der in der Anspar- phase befindlichen Per- sonen kontinuierlich.
Pensionsrückstellungen (Nettozuführung) 72,97 88,19 79,76 Die Besoldungserhöhung 2012 wurde bereits in 2011 berücksichtigt.
Zuschuss an sozia- le/ähnliche Einrichtungen - Art 1 71,62 64,91 64,01 Der Ausbau der Kinderta- gesbetreuung schreitet weiter voran, v.a. im Be- reich Kinderkrippen/ - horte.
Laufende Leistungen für Unterkunft/Heizung (KdU) (§ 22 I SGB II) 106,87 113,5 110,34 Durch die konjunkturelle Erholung konnten Plan- und Vorjahreswerte un- terschritten werden.
Verlustausgleiche an städ- tische Töchter inkl. Rück- stellungen 36,76 20,76 18,20 Verlustausgleiche und entspr. Rückstellungen bzgl. NüBad, SUN, FSN sowie der verb. Unter- nehmen.
Gewerbesteuerumlage 61,32 64,69 53,03 Gestiegenes Gewerbe- steueraufkommen ggü. Vorjahr
Bezirksumlage 145,43 139,81 131,71 Gesteigerter Umlagebe- darf des Bezirks Mittel- franken
Aufwendungen aus Einzel- wertberichtigung von For- derungen 1,99 2,00 8,77 2012 wieder auf normales Niveau gesunken, nach- dem 2011 bedeutende Gewerbesteuerschuldner Insolvenz angemeldet hatten.
Zuführung Sonst. Rückstel- lung § 74 KommHV-Doppik 5,93 0,05 0,15 5,84 Mio. € wurden für mögliche Ausgleichsan- sprüche von Feuerwehr- beamten für geleistete Mehrarbeit in Vorjahren zurückgestellt.
Erstattungszinsen (Gewer- besteuer) 5,24 5,00 8,84 Rückgang ggü. Vorjahr, nachdem in 2011 haupt- sächlich das – finanzkri- senbedingt – schlechte Jahr 2009 veranlagt wur- de, was zu hohen Erstat- tungen führte.

Abb. 5 zeigt die Entwicklung der Beschäftigtenbezüge (Aktivpersonalaufwendungen). 2010 ergab sich durch die Ausgliederung von SÖR aus dem Kernhaushalt eine Verringerung der Personalaufwendungen. Die Kosten für den Eigenbetrieb werden fortan unter den Erstattungen abgebildet. Die Zuführungen zu Altersteilzeit- und Pensionsrückstellungen sind durch externe Faktoren (gesetzliche Regelungen, Zeitpunkt des Beschlusses von Besoldungserhöhungen) starken Schwankungen unterworfen. So wurde die Besoldungserhöhung 2012 bereits in den Zuführungen des Jahresabschlusses 2011, diejenige für das Jahr 2013 mangels Beschlussfassung jedoch noch nicht in den Zuführungen 2012 berücksichtigt, so dass die Zuführungen im Jahr 2012 relativ moderat ausfallen. Bei den Zuführungen zur Altersteilzeitrückstellung wird 2012 der Rückgang aufgrund der Änderungen der gesetzlichen/tarifvertraglichen Rahmenbedingungen seit dem Jahr 2010 sehr deutlich.

Abb. 5: Entwicklung der Personalaufwendungen

350 o 328 r u 325 E .o 290 299 292 297 301 iM 300 283 283 n i 275 250 Beschäftigtenbezüge (Aktivpersonalaufwendungen) 225 200 Zuführung Pensionsrückstellungen 175 150 Zuführung Altersteilzeitrückstellungen 125 100 86 86 80 75 70 73 64 75 54 50 23 25 7 10 13 8 6 8 2 0 Ist 2005 Ist 2006 Ist 2007 Ist 2008 Ist 2009 Ist 2010 Ist 2011 Ist 2012

  1. Finanzrechnung

Der Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit ist 2012 positiv - rd. 76,55 Mio. € mehr als 2011. Beim Vergleich mit 2010 ist zu berücksichtigen, dass sich die Auflösung des Sondervermögens Klinikum sowohl im Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit als auch im Cashflow aus Investitionstätigkeit steigernd bemerkbar machte – 2011 entfiel dieser Sondereffekt wieder. 2012 wiederum ist der hohe Cashflow insbesondere auf erhöhte Steuereinzahlungen zurückzuführen.

Summenposition Finanzrechnung 2012 2011 2010
Cashflow aus laufender Verwal- tungstätigkeit: Einzahlungsüber- schuss 105,22 Mio. € 28,68 Mio. € 97,26 Mio. €
Cashflow aus Investitionstätigkeit: Auszahlungsüberschuss1) 54,34 Mio. € 77,37 Mio. € 186,49 Mio. €
Nettokreditaufnahme1)/Cashflow aus Finanzierungstätigkeit davon: ordentliche Tilgungen von Krediten (ohne Sondertilgung) -2,65 Mio. € 48,52 Mio. € 84,34 Mio. € 44,89 Mio. € 70,58 Mio. € 38,95 Mio. €
Finanzmittelbestand am 31.12. 130,51 Mio. € 92,70 Mio. € 55,03 Mio. €
  1. Anmerkung: Inkl. Tilgungen aus kreditähnlichen Rechtsgeschäften (PPP).

Der Cashflow aus laufender Verwaltungstätigkeit ist ein Indikator für die dauernde Leistungsfähigkeit. Er dient zunächst zur Deckung der ordentlichen Tilgungen, nur übersteigende Beträge können zur Finanzierung von Investitionen eingesetzt werden. Die folgende Graphik veranschaulicht die Entwicklung dieses möglichen Eigenfinanzierungsbeitrags. 2012 konnte, im Gegensatz zu 2011, wieder ein Finanzierungsbeitrag für Investitionen erwirtschaftet werden.

Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen mussten 2012 zweimal kurzzeitig Kassenkredite aufgenommen werden, während des größten Teils des Jahres war die Liquiditätslage zufriedenstellend bis gut.

Abb. 6: Eigenfinanzierungsbeitrag

120,00 o r u E .o iM n 100,00 i

Cashflow aus 80,00 laufender Verwaltungstätigkeit

ordentliche Tilgungen 60,00

40,00

20,00

0,00 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

Aus der Nettokreditaufnahme resultiert ein Schuldenstand bei Investitionskrediten zum 31.12.2011 i. H. v. 1.216 Mrd. €. Die folgende Grafik veranschaulicht den immensen Anstieg der Investitionskredite seit 2001. 2012 konnte die Entwicklung erstmals gebremst werden – unter Berücksichtigung der Sondertilgung i. H. v. 5,9 Mio. € bei einem anlässlich der Auflösung des Regiebetriebs Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme Herpersdorf (StEM) zu übernehmenden Darlehens konnte sogar erstmals ein Abbau der Verschuldung erreicht werden. Da StEM jedoch erst zum 31.12.2012 aufgelöst wurde, ist der Effekt dieser Sondertilgung noch nicht im städtischen Abschluss 2012 ersichtlich.

Abb. 7: Entwicklung des Schuldenstandes (Investitionskredite)

1.250 € 1.214 1.216 n e n 1.200 o 1.126 illiM 1.150

1.100 1.055

1.050 1.006

1.000 965 947 939 925 950 910

900 865 864 850

800 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012

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