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Kurzübersicht Jahresabschluss 2025

Haushalt · 01.01.2025 · PDF ansehen · Original bei der Stadt ↗

Flughafen Marcus König Schule & Bildung Verkehr & Mobilität Haushalt & Finanzen Sicherheit & Ordnung Soziales & Gesundheit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Stadtkämmerei

Jahresabschluss

der Stadt Nürnberg

Abbildung 1

Kurzübersicht

Eckdaten des Jahresabschlusses 2025

2025 Plan
Haushaltszahlen in Mio. € 2025 2024
Ist Ist
Ordentliche Erträge 2.723,4 2.629,7 2.604,0
Ordentliche Aufwendungen 2.764,9 2.657,2 2.587,7
Jahresüberschuss (-) bzw. Fehlbetrag 82,3 Fehlbetrag 53,4 Fehlbetrag 22,4
Jahresfehlbetrag
Steuererträge 1.344,0 1.364,4 1.265,6
Schuldentilgung bzw. Nettoneu- Nettoneuverschuldung 121,4 Nettoneuverschuldung 122,7 Nettoneuverschuldung 25,6
verschuldung (inkl. ÖPP/ÖÖP-
Verträge)1
Kennzahlen
Aufwandsdeckungsgrad 98,50% 98,96% 100,6 %
(ordentliche Erträge/ordentliche Aufwendun-
gen)
Steuerquote 49,35% 51,88% 48,6 %
(Steuererträge/ordentliche Erträge)
Personalintensität 32,34% 33,28% 31,9 %
(Personal-/Versorgungsaufwand/ordentliche
Aufwendungen)
Zinslastquote 1,6% 1,5% 1,9 %
(Zinsaufwendungen/ordentliche Aufwendun-
gen)

Fehlbetrag

82,3

Fehlbetrag

22,4

Nettoneuverschuldung

121,4

Nettoneuverschuldung

25,6

Impressum

Stadt Nürnberg (Hrsg.) Stadtkämmerei Theresienstr. 7

90403 Nürnberg Foto: Stadt Nürnberg

1 Diese Kennzahl enthält neben den Ein- und Auszahlungen aus der Finanzierungstätigkeit (= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit) auch die Neuverschuldung durch den Neuabschluss von ÖPP/ÖÖP-Projekten, welche aufgrund des speziellen Finanzierungsmodells bei der Stadt nicht zahlungswirksam sind.

Jahresabschluss 2025

Großes Defizit macht

Sparkurs unabdingbar

Marcus König Thorsten Brehm Oberbürgermeister Stadtkämmerer

Liebe Leserinnen und Leser, des Haushalts wichtige Kennzahl der sog. „Dauerndas Haushaltsjahr 2025 schließt mit einem Fehlbe- den Leistungsfähigkeit“. trag von 82,3 Mio. € ab. Dies fällt deutlich schlechter aus als im Vorjahr und zudem auch schlechter als

Umfangreiche Investitionstätigkeit

geplant. Entsprechend des weiter umfangreichen städti- Zwar ist die Entwicklung der Steuererträge mit eischen Investitionsvolumens stieg das Sachanlagenem Plus von 78 Mio. € sehr erfreulich – leider bleibt vermögen erneut erheblich um 232 Mio. € (Vorjahr dieser Zuwachs aber etwas hinter den Erwartungen 306 Mio. €). des Haushaltplans zurück. Insgesamt konnte der Anstieg der Aufwendungen im Vergleich zum Vor-

Steigende Neuverschuldung

jahr nur in geringerem Umfang durch höhere Erträge kompensiert werden. Umfangreiche Erhöhun- Die weiter hohen Investitionsausgaben der Stadt gen, wie die Bezirksumlage (+ 50 Mio. €), die Ju- mussten auch 2025 durch eine Nettoneuverschulgend- und Familienhilfe (+ 12 Mio. €) oder bei den dung (inkl. ÖPP/ÖÖP) in Höhe von 121,4 Mio. € Personalaufwendungen (Aktivbezüge und Rück- (Vorjahr: 25,6 Mio. €) ausgeglichen werden. Der stellungen für Versorgungsempfängern) belasten Schuldenstand der Kernstadt belief sich zum Ende das Haushaltsergebnis erneut. des Jahres 2025 demnach auf 1,91 Mrd. €.

Abhängigkeit von der Gewerbesteuer

Der Verlust kann noch durch die städtische Ergebnisrücklage ausgeglichen werden. Diese bietet mit Das Ergebnis 2025 unterstreicht erneut, dass die 410 Mio. € zwar noch etwas Puffer für die Zukunft, die Finanzierung des städtischen Haushalts stark von den Einnahmen aus der Gewerbesteuer abhänist aber im Vergleich zu 2024 (487 Mio. €) deutlich gig ist. Bereits ein leichter Rückgang hat drastische abgeschmolzen. Konsequenzen für die Finanzlage der Stadt. Weiter- Cashflow und dauernde Leistungsfähigkeit hin wird nun überdeutlich, dass ein strikter Sparkurs nötig ist, um den in Schieflage geratenen Haushalt Der sog. „Cashflow aus laufender Verwaltungstätigwieder auf Kurs zu bringen. keit“ liegt für 2025 nur noch bei 59,4 Mio. € (2024: 107,6 Mio. €; 2023: 210 Mio. €). Dies ist deshalb Nürnberg, im Juli 2026 problematisch, da es sich hierbei um den Maßstab für die städtische Fähigkeit handelt, selbst Investitionen stemmen zu können. Ein nennenswerter Spielraum zur Finanzierung von Investitionen blieb deshalb auch 2025 aus. Daneben belastet jede Marcus König Thorsten Brehm weitere Nettoneuverschuldung durch die Folge hö- Oberbürgermeister Referent für Finanzen, herer Tilgungen die für die Genehmigungsfähigkeit Personal und IT

Abbildung 2

AKTIVA Schlussbilanz zum 31.12.2025 Werte zum 31.12.2025 € Werte des Vorjahres (31.12.2024) €
A Anlagevermögen 6.255.149.017,94 6.038.176.712,10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 252.048.886,00 252.687.051,40
II. Sachanlagen 5.062.831.843,08 4.830.925.968,40
1. Unbebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 317.965.124,42 301.156.421,97
2. Bebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 1.785.294.711,64 1.730.211.889,73
3. Infrastrukturvermögen und Sachanlagen im Gemeingebrauch 1.645.003.365,33 1.652.512.930,91
4. Bauten auf fremden Grund und Boden 8.816.528,00 9.031.818,00
5. Kunstgegenstände und Baudenkmäler 397.652.950,02 395.799.935,45
6. Fahrzeuge 8.987.221,00 8.546.302,00
7. Maschinen, techn. Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.791.856,77 106.063.662,10
8. Anlagen in Bau 796.320.085,90 627.603.008,24
III. Finanzanlagen 940.268.288,86 954.563.692,30
1. Verbundene Unternehmen, Beteiligungen und Sondervermögen 858.073.223,18 866.607.205,04
2. Wertpapiere 28.543.513,36 24.513.538,99
3. Versorgungsrücklage 33.847.892,48 34.957.636,16
4. Ausleihungen 19.803.659,84 28.485.312,11
B Umlaufvermögen 439.022.956,01 566.725.072,33
I. Vorräte 34.235.157,32 33.991.271,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 281.805.768,82 299.023.820,61
1. Abgabenforderungen 103.676.240,78 113.212.600,07
2. Privatrechtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.375.214,91 5.311.708,41
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Beteiligungen Sondervermö- 66.932.500,47 49.189.426,99
gen und rechtsfähige Stiftungen
4. Forderungen gegen den öffentl. Bereich und Transferleistungen 50.398.014,74 63.270.724,99
5. Sonstige Vermögensgegenstände 56.423.797,92 68.039.360,15
III. Liquide Mittel 122.982.029,87 233.709.980,53
1. Kassenbestand 1.410.037,53 1.387.248,34
2. Bankguthaben 121.571.992,34 232.322.732,19
C Aktive Rechnungsabgrenzung 61.690.257,35 40.388.697,23
SUMME DER AKTIVA 6.755.862.231,30 6.645.290.481,66

Werte zum 31.12.2025

€

Werte des Vorjahres

(31.12.2024)

€

AKTIVA

Schlussbilanz zum 31.12.2025

PASSIVA Werte zum 31.12.2025 € Werte des Vorjahres (31.12.2024) €
Schlussbilanz zum 31.12.2025
(nach Ergebnisverwendung)
A Eigenkapital 1.097.888.694,50 1.173.879.756,16
I. Basiskapital 706.966.756,72 700.143.318,00
1. Basiskapital Stadt 665.278.406,28 665.278.406,28
2. Kapitalzuschuss zur Versorgungsrücklage 961.816,92 993.351,40
3. Grundstockvermögen der nichtrechtsfähigen Stiftungen 28.428.531,56 23.693.753,94
4. Weitere Positionen des Basiskapitals der nichtrechtsfähigen Stiftungen 12.298.001,96 10.177.806,38
II. Rücklagen 413.753.226,01 493.695.386,23
1. Ergebnisrücklage 410.335.960,41 487.002.807,17
2. Kapitalerhaltungsrücklage nichtrechtsfähige Stiftungen/ Rücklage Kostende- cker 3.417.265,60 1.047.790,96
3. Sonderrücklage Energiesparfonds 0,00 3.671.165,97
III. Verlustvortrag (Kostendecker/ nichtrechtsfähige Stiftungen) -22.831.288,23 -19.958.948,07
B Sonderposten 1.152.254.102,36 1.132.992.712,52
1. Sonderposten aus Zuwendungen 994.168.200,30 972.463.913,03
2. Sonderposten aus Beiträgen 95.560.224,92 99.235.143,42
3. Sonderposten aus Kostenerstattungen 33.915.522,80 34.059.932,00
4. Sonstige Sonderposten 28.610.154,34 27.233.724,07
C Rückstellungen 2.054.640.840,95 1.998.998.821,63
1. Pensionsrückstellungen 1.550.549.480,00 1.480.448.599,00
2. Rückstellungen für Altersteilzeit 6.478.099,00 8.115.430,00
3. Beihilfe- und Urlaubsrückstellungen 316.248.456,01 295.640.532,11
4. Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung 23.335.000,00 22.797.000,00
5. Rückstellungen für Altlasten 5.170.000,00 5.638.000,00
6. Finanzausgleichs- und Steuerrückstellungen 12.350.551,45 12.350.551,45 16.360.256,68 16.360.256,68
7. Rückstellungen für Haftungs- und Prozessrisiken 2.362.971,30 4.159.918,01
8. Rückstellungen für Verlustausgleiche an verbundene Unternehmen 1.275.000,00 21.837.500,00
9. Rückstellungen für Zweckausrichtungsverpflichtungen 376.827,84 492.610,86 492.610,86
10. Rückstellung nicht ausgereichte Leistungsentgelte 99.428,92 115.851,80
11. Sonstige Rückstellungen nach § 74 Abs. 1 S. 2 KommHV-Doppik 136.395.026,43 143.393.123,17
D Verbindlichkeiten 2.416.128.699,44 2.299.632.479,05
1. Anleihen 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Krediten davon: Investitionskredite Kassenkredite Kontokorrentkonten Kontokorrentkonten der verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Sonderver- mögen und rechtsfähigen Stiftungen 1.745.373.172,13 1.659.642.095,75 1.541.502.414,86 0,00 3.859.064,02 114.280.616,87 1.659.642.095,75
1.662.423.788,97 1.541.502.414,86
0,00 0,00
2.285.577,49 3.859.064,02
80.663.805,67 114.280.616,87
3. Verbindlichkeiten, die Kreditaufnahmen gleichkommen 248.729.474,96 248.274.133,97
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95.486.398,83 118.371.626,67
5. Verbindlichkeiten aus Transferleistungen 31.597,64 688.899,91
6. Sonstige Verbindlichkeiten 326.508.055,88 272.655.722,75
E Passive Rechnungsabgrenzung 34.949.894,05 39.786.712,30
SUMME DER PASSIVA 6.755.862.231,30 6.645.290.481,66

Werte zum 31.12.2025

€

Werte des Vorjahres

(31.12.2024)

€

davon: Investitionskredite

Kassenkredite

Kontokorrentkonten

Kontokorrentkonten der verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Sonderver-

mögen und rechtsfähigen Stiftungen

Ergebnisrechnung Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Steuern und ähnliche Abgaben -1.343.979.145,87 -1.364.379.000,00 -1.265.591.216,76
+ Zuwendungen und allgemeine Umlagen -628.362.940,59 -618.424.265,40 -625.069.785,86
+ Sonstige Transfererträge -6.115.397,52 -6.620.592,56 -7.567.155,51
+ Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -100.950.797,52 -101.084.133,37 -104.744.821,17
+ Auflösung von Sonderposten -68.229.341,29 -55.622.864,94 -56.504.290,34
+ Privatrechtliche Leistungsentgelte -51.961.664,75 -47.176.972,28 -47.911.730,59
+ Kostenerstattungen und Kostenumlagen -407.927.079,61 -370.354.435,39 -417.492.729,14
+ Sonstige ordentliche Erträge -105.815.321,97 -53.274.800,84 -71.080.531,85
+ Aktivierte Eigenleistungen -7.699.553,80 -12.727.050,98 -7.827.965,49
+/- Bestandsveränderungen -2.344.813,59 -180.812,27
= Ordentliche Erträge -2.723.386.056,51 -2.629.664.115,76 -2.603.971.038,98
- Personalaufwendungen 717.848.327,14 705.188.430,92 718.446.650,53
- Versorgungsaufwendungen 176.323.528,58 179.067.000,00 107.451.119,88
- Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 397.810.383,01 336.211.672,71 409.922.687,76
- Planmäßige Abschreibungen 166.615.215,94 128.781.052,67 126.118.050,08
- Transferaufwendungen 1.135.080.985,63 1.140.447.491,40 1.067.703.217,15
- Sonstige ordentliche Aufwendungen 171.268.019,98 167.499.860,03 158.026.519,42
= Ordentliche Aufwendungen 2.764.946.460,28 2.657.195.507,73 2.587.668.244,82
= Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit 41.560.403,77 27.531.391,97 -16.302.794,16
+ Finanzerträge -10.006.725,96 -15.289.883,24 -15.079.005,97
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 45.162.381,98 40.877.790,00 49.561.902,95
= Finanzergebnis 35.155.656,02 25.587.906,76 34.482.896,98
= Ordentliches Jahresergebnis 76.716.059,79 53.119.298,73 18.180.102,82
+ Außerordentliche Erträge -3.660.265,29 -49.700,00 -3.386.908,53
- Außerordentliche Aufwendungen 9.205.844,50 304.071,27 7.579.268,22
= Außerordentliches Jahresergebnis 5.545.579,21 254.371,27 4.192.359,69
= Jahresergebnis 82.261.639,00 53.373.670,00 22.372.462,51

Wichtige Positionen des

Eigenkapitals

Jahresergebnis

Die Ergebnisrechnung 2025 schließt mit einem Fehlbetrag Der Fehlbetrag wird im Rahmen der Ergebnisverwendung von 82,3 Mio. €. Geplant war ein Fehlbetrag von aus der Ergebnisrücklage entnommen (bereinigt um die Er- 53,4 Mio. €. Im Vorjahr wurde ein Fehlbetrag von gebnisse der Kostendecker/nichtrechtsfähige Stiftungen, 22,4 Mio. € erzielt. Die größten Einflussfaktoren des Jahres- die über eigene Ergebnisverwendungskonten verfügen). ergebnisses 2025 werden ab Seite 11 näher erläutert.

Jahresergebnis Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
- in Mio. € - 82,3 (Fehlbetrag) 53,4 22,4 ( Fehlbetrag)
(Fehlbetrag)

Die Ergebnisrücklage beträgt nach Ergebnisverwendung 28.09.2022) in Höhe von 5 Mio. € abzubilden. Diese wurde 410,3 Mio. € (2024: 487,0 Mio. €). Sie dient dem Ausgleich in 2025 vollständig abgewickelt. künftiger Jahresfehlbeträge. Die folgende Darstellung veranschaulicht die Entwicklung In 2022 kam eine Sonderrücklage gemäß BewR 7.3.1.4. der Jahresergebnisse und der Ergebnisrücklage seit 2006. hinzu, um den Energiesparfonds (Stadtratsbeschluss vom

Abb. 1: Entwicklung der Jahresergebnisse und der Ergebnisrücklage seit 2006

506 487 41 383 243 231221 168 135 143 118 123 81 102 91 99 103 69 62 64 65 62 49 3 13 16 19 17 7 29 32 31 18

-3 -18 -27 -13 -22 -82

€

n

e

n o 500

3

illiM

3

Jahresergebnis (Überschuss = +)

2

Ergebnisrücklage (nach Ergebnisverw.)

-100

-200 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 0 0 0 0 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 2 2 2 2 2 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2

Sonderposten werden gebildet für Zuwendungen, Beiträge, Das Basiskapital der Stadt beläuft sich zum 31.12.2025 auf Kostenerstattungen und andere finanzielle Zuflüsse zur 665,28 Mio. € und veränderte sich seit dem 31.12.2020 nicht Finanzierung von Investitionen. Sie stellen bei Gemeinden mehr. häufig einen wesentlichen Ansatz in der Bilanz dar. Bei der Die Passivseite der Bilanz stellt sich in 2025 wie in Abb. 2 Stadt Nürnberg beträgt der Bilanzansatz der Sonderposten veranschaulicht dar. Die Eigenkapitalquote (ohne zum 31.12.2025 1.152 Mio. €, d. h. mittlerweile ist ihr Wert Eigenkapital nichtrechtsfähiger Stiftungen) beläuft sich auf sogar höher als das gesamte städtische Eigenkapital 16,3 % und ist damit gegenüber dem Vorjahr etwas (1.098 Mio. €). Im Vorjahr waren die Sonderposten noch gesunken (2024: 17,1 %). Bezieht man die langfristigen wenig niedriger als das Eigenkapital. Der Sonderposten als sogenanntes wirtschaftliches Eigenkapital Eigenkapitalcharakter und damit die Zuordnung zum in die Berechnung der Eigenkapitalquote ein, so ergibt sich wirtschaftlichen Eigenkapital dieser Sonderposten kann eine erweiterte Eigenkapitalquote von 33,3 % unterstellt werden, da keine ausdrückliche (Vorjahreswert: 34,2 %), d. h. diese ist ungefähr doppelt so Rückzahlungsverpflichtung besteht. Auch aus den hoch wie die reguläre Eigenkapitalquote und repräsentiert in regelmäßig vorhandenen Zweckbindungen kann keine dieser Hinsicht eine breite Ausstattung mit nicht rück- Fremdkapitaleigenschaft für diese Zahlungsmittelzuflüsse zahlungspflichtigem Kapital und damit eine solide abgeleitet werden, da hierdurch lediglich die Art des zu Finanzierungsbasis: finanzierenden Vermögensgegenstandes festgelegt ist.

Abb. 2: Passivseite der Bilanz 2025

Basiskapital Stadt Ergebnisrücklage inkl. Weitere inkl. Kapitalzuschuss Energiesparfonds + Verbindlichkeiten und Versorgungsrücklage; Zahngold; 6,11% Passive 9,86% Rechnungsabgrenzung; 10,45% Eigenkapital nichtrechtsfähige Stiftungen; 0,62% Verlustvortrag Gebührenhaushalte; - Verbindlichkeiten aus 0,34% Sonderposten; Krediten, Anleihen; 17,06% 25,83%

Rückstellungen; 30,41%

Der Schuldenstand aus Investitionskrediten beträgt zum Die folgende Grafik veranschaulicht den Anstieg der 31.12.2025 1.662 Mio. € (Vorjahr: 1.542 Mio. €). Die langfristigen Verbindlichkeiten zur Investitionsfinanzie- Neuverschuldung am Kreditmarkt beträgt 120,9 Mio. € rung seit 2001. Im Jahr 2012 konnte die Entwicklung (Vorjahr: Entschuldung um 0,2 Mio. €). Unter Einbezug zwar gebremst und in 2013 eine leichte Entschuldung der kreditähnlichen Rechtsgeschäfte aus ÖPP-/ÖÖP- erreicht werden. Seit 2014 war die jährliche Netto-Neu- Projekten ergibt sich ein Schuldenstand in Höhe von verschuldung infolge der extrem gestiegenen Investiti- 1.911 Mio. € (Vorjahr: 1.790 Mio. €) mit einer Nettoneu- onsbedarfe jedoch nicht mehr vermeidbar. verschuldung von 121,4 Mio. € (Vorjahr: 25,6 Mio. €).

Das Anlagevermögen stieg um insg. 217 Mio. €, dabei nahmen die Sachanlagen um rd. 232 Mio. € zu und die Finanzanlagen 14 Mio. € ab.

Schuldenstand (2010-2025) in Mrd. €

Kernstadt (ohne Eigenbetriebe, mit ÖPP/ÖÖP) Stadt mit steuerfinanzierten Eigenbetrieben 2,40

2,32 2,19 2,15

1,99 2,00

1,88 1,81 1,78 1,80 1,77 1,79 1,81 1,78 1,83 1,83 1,83 1,85 1,71

1,85 1,91 1,79 1,55 1,56 1,56 1,76 1,79 1,50

1,47 1,66 1,43 1,35 1,32 1,37 1,37 1,33 1,26 1,50 1,51 1,51

1,44 1,40 1,36

1,30 1,30 1,27 1,27 1,26 1,18

2,20

2,00

1,80

€

.d,60

r

M

n

1,40

1,20

1,00

0,80 Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist Ist 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

Abb. 3: Entwicklung des Schuldenstandes (Investitionskredite inkl. ÖPP/ÖÖP (kreditähnliche Rechtsgeschäfte))

Die wichtigsten Einflussfaktoren auf das

Jahresergebnis 2025

Im Folgenden werden die wichtigsten Positionen kurz Andererseits traten deutliche Mehrungen bei den Aufzusammengefasst, die durch Abweichungen vom Plan wendungen auf, neben Transferaufwendungen wie bzw. vom Ist des Vorjahres maßgeblich für den Jahres- der Bezirksumlage (+ 50 Mio. €), den Zuschüssen an fehlbetrag von 82,3 Mio. € waren: soziale Einrichtungen (+ 15 Mio. €) und der Familien-

und Jugendhilfe (+ 12 Mio. €), sind insbesondere die

Die sehr deutliche Abweichung vom Jahresfehlbe- Personal-/Versorgungsaufwendungen stark gestietrag in 2024 in Höhe von 59,9 Mio. € kam zustande ei- gen (+ 68,3 Mio. €). Hier haben sich vor allem die nerseits durch den Rückgang der Schlüsselzuweisun- Rückstellungen für Versorgungsempfänger massiv gen, die einen Teil der Steuermehrerträge von erhöht (69 Mio. €), die Bezüge und Vergütungen um 78 Mio. € kompensierte. 26,5 Mio. €, andere Positionen wirken gegenläufig.

in Mio. € (SAP-Logik: Erträge mit Minus-, Aufwendungen mit Pluszeichen) Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
Gewerbesteuer -714,0 -749,0 -676,5
Gewerbesteuerumlage 54,2 56,1 48,5
Einkommensteueranteil -398,3 -386,8 -372,6
Zuweisungen gesamt -628,4 -618,4 -625,1
Davon: Schlüsselzuweisungen -255,8 -255,8 -271,1
Davon: Zuweisungen Grunderwerbsteuer -32,1 -44,3 -31,0
Kostenerstattungen -408,0 -370,4 -417,5
Davon: Erstattung vom Land -65,9 -10,3 -76,8
Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -101,0 -101,1 -104,7
Bezüge und Vergütungen 551,1 550,3 524,6
Pensions-/Beihilferückstellungen (Saldo Zufüh- rung/Auflösung) 229,0 231,0 197,0
Transferaufwendungen 1.135,1 1.140,4 1.067,7
Davon: Bezirksumlage 283,8 284,0 233,7
Davon: Laufende Leistungen für Unterkunft/Hei- zung (KdU) (§ 22 I SGB II) 143,5 147,6 139,5
Davon: Jugend- und Familienhilfe 135,5 133,1 123,4
Davon: Verlustausgleiche, Rückstellungen 54,0 58,5 67,3
Auflösung von Sonstigen Rückstellungen -0,5 0 -42,0
Zuführung zu Sonstigen Rückstellungen 6,3 0,2 8,9
Abschreibungen 166,6 128,8 126,1
Erstattungszinsen Gewerbesteuer 3,8 2,2 8,5
Kreditzinsen 41,1 38,5 40,9
Außerordentliche (periodenfremde) Erträge -3,7 -0,5 -3,4

Für den Verlauf der wichtigsten Erträge Gewerbesteuer, Ist ergibt sich das in Abb. 4 dargestellte Bild. Zum Ver- Einkommensteueranteil und Schlüsselzuweisungen im gleich wird hierbei auch die Entwicklung des Aufwands aus der Bezirksumlage dargestellt.

Die Erträge aus Schlüsselzuweisungen können starken Die Bezirksumlage stieg in 2025 eklatant um 50,2 Mio. € Schwankungen unterliegen, da hier auch die Steuerkraft auf 283,8 Mio. €. Der Trend geht hier seit Jahren spürbar der Stadt Nürnberg im Vergleich zu anderen bayerischen nach oben. Kommunen eine Rolle spielt.

Abb. 4: Entwicklung wichtiger Erträge und Aufwendungen des Gesamthaushalts (Werte gerundet in Mio. €)

800 Gewerbesteuer o r u E Einkommensteuer- 670 676 .o 700 anteil iM Schlüsselzuweisung n i 600 552 557 Bezirksumlage 470 477 500 436 447 424 421 379 384 390 373 398 400 349 350 324 332 297 308 30 8 300 210 228 243 262 275 200 220 229 249 234 246 230 271 256 173 284 200 181 153 181 197 20 3 213 218 235 234 100 145 140 152 152 159 167

2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

Einer Analyse der ordentlichen Erträge und Aufwendun- dentlichen Aufwendungen nahmen um 177,3 Mio. € (entgen kommt besondere Bedeutung zu, da bei einer Ge- sprechend 6,9 %) zu. Es ergibt sich dadurch ein rechnegenüberstellung beider Zahlen die Leistungsfähigkeit ei- rischer Aufwandsdeckungsgrad (ordentliche Erträge/orner Kommune in Bezug auf die Deckungsfähigkeit ihrer dentliche Aufwendungen) in Höhe von 98,5 %. Da diese Aufwendungen aus den Erträgen beurteilt werden kann. Kennzahl unter 100 % liegt, konnten die ordentlichen Die Aufwendungen und Erträge sind dabei um die Finan- Aufwendungen nicht vollständig durch ordentliche Erzerträge und -aufwendungen und außerordentliche Po- träge gedeckt werden. sitionen bereinigt. Im Folgenden werden nun die einzelnen Positionen der In 2025 sind die ordentlichen Erträge gegenüber dem Ergebnisrechnung detaillierter betrachtet. Vorjahr um 4,6 % oder 119,4 Mio. € gestiegen. Die or-

Steuererträge

Die Steuererträge belaufen sich im Ist 2025 auf Beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer wurden 1.344,0 Mio. € und liegen damit 78,4 Mio. € über dem 4,2 Mio. € mehr als im Vorjahr eingenommen, dies ent- Vorjahreswert (+6,2 %) sowie 20,4 Mio. € unter dem spricht der bayernweiten Entwicklung. Planwert von 1.364 Mio. €. Die Erträge aus der Grundsteuer B fielen um 11 Mio. € Die Mehrerträge sind wesentlich durch die Gewerbe- höher aus als im Vorjahr. Grundsteuer A, Hunde- und steuer als wichtigste Ertragsquelle der Stadt Nürnberg Zweitwohnungssteuer weichen nur geringfügig von den begründet: Dem Planwert von 749,0 Mio. € stehen tat- Plan- und Vorjahreswerten ab. sächliche Erträge in Höhe von 714,0 Mio. € in 2025 gegenüber. Das bedeutet ein Minus von 35 Mio. €. Im Auf der folgenden Seite finden Sie eine grafische Dar- Vergleich zu 2024 haben sich die Gewerbesteuerer- stellung der Entwicklung der Steuererträge seit 1999. Bei träge um 37,5 Mio. € erhöht. der Betrachtung der Indexwerte (1999=100) zeigen sich im zeitlichen Verlauf deutliche Unterschiede. Die Um- Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer hat satzsteuer ist durch politische Sondereffekte überprosich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert und über- portional gestiegen. schreitet mit 398,3 Mio. € den im letzten Jahr erzielten Wert von 372,6 Mio. € um 25,8 Mio. €, respektive 6,9 %.

Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Steuererträge -1.343.979.145,87 -1.364.379.000,00 -1.265.591.216,76
Grundsteuer A -83.842,32 -300.000,00 -298.347,76
Grundsteuer B -136.313.916,51 -134.800.000,00 -125.343.126,14
Gewerbesteuer -714.017.101,32 -749.000.000,00 -676.470.013,22
Gemeindeanteil an der -398.342.467,00 -386.779.000,00 -372.573.288,00
Einkommensteuer
Gemeindeanteil an der -91.759.072,00 -90.200.000,00 -87.514.245,00
Umsatzsteuer
Hundesteuer -2.271.137,91 -2.200.000,00 -2.271.008,38
Zweitwohnungssteuer -1.191.608,81 -1.100.000,00 -1.121.188,26

Abb. 5: Entwicklung der Steuererträge seit 1999 absolut

Abbildung 3

Abb. 6: Entwicklung der Steuererträge seit 1999 indexiert

Abbildung 4

Zuweisungen, Zuschüsse und sonstige

Transfererträge

und Pflege der schulischen digitalen Infrastruktur nach dem BaySchFG enthalten. Die Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen haben sich sowohl gegenüber dem Vorjahr, als auch gegen- Mit den Zuweisungen vom Land (Sozialtransfer) beüber dem Plan erhöht. Sie legen um 3,3 Mio. € (0,5 %) teiligt sich der Freistaat an den Zuschüssen für die Kingegenüber dem Rechnungsergebnis des Jahres 2024 derbetreuungseinrichtungen freier Träger. Die Erträge zu und 9,9 Mio. € gegenüber dem Planwert. fielen in 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Mio. € höher aus, insb. wurden höhere Zahlungen aus dem Die Schlüsselzuweisungen sanken im Vergleich zum BayKiBiG gewährt (insg. 83,5 Mio. €). Vorjahr um 15,4 Mio. € obwohl der Grundbetrag um 3,3 % stieg. Ursächlich ist der geringere Anteil der Stadt Im Bereich der Zuweisungen für Kita-/Schulbetrieb Nürnberg an der Gesamtmasse. Dies resultiert aus wird der Vorjahreswert um 1,2 Mio. €, d.h. 1,1 % über- Nürnbergs überdurchschnittlicher Steuerentwicklung troffen. des Vorvorjahres (2023), verglichen mit den restlichen Zuweisungsempfängern. Bei den Sonstigen Zuweisungen, Zuschüssen, Spen-

den stieg der Wert gegenüber 2024 deutlich um

Die Zuweisungen vom Land aus der Grunderwerb- 8,9 Mio. €. Hierbei fallen besonders 2,5 Mio. € aus der steuer sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. € hö- EU-Förderung für das Projekt „ZEROit“ (Software zur kliher ausgefallen und haben sich um 3,5 % gesteigert, ent- mabezogenen Auswertung von Gebäudedaten), die Versprechend der Umsätze auf dem Immobilienmarkt. sicherungsentschädigung für den Brand der Kita Grünewaldstraße (1,2 Mio. €) sowie höhere Spenden z.B. für Der ESt-Ersatz (Familienleistungsausgleich) blieb Gesundheitsprojekte und im Sozial- und Schulbereich konstant. Hier werden auf den Landesanteil entfallende ins Gewicht (+ 1,7 Mio. €). Beträge an der Umsatzsteuer vom Freistaat an die Gemeinden weitergereicht (durch Schlüsselzahlen) um Be- Auch die aufgrund geringerer privater Bautätigkeit im lastungen aufgrund vergangener Rechtsänderungen ab- Vorjahr eingebrochenen Stellplatzgelder erholten sich zufedern. wieder (+1,8 Mio. €) auf das Niveau von 2023.

Auch die Zuweisungen vom Land veränderten sich nur Bei den sonstigen Transfererträgen wurden wenig (-0,6 Mio. €). Neu in 2025 sind hier 3,0 Mio. € an 1,4 Mio. € mehr als im Vorjahr erzielt, insb. gingen Zuschüssen zur Finanzierung der technischen Wartung 0,9 Mio. € an Realsteuerausgleich für den Gewerbepark Nürnberg-Feucht ein.

Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Erträge aus Zuweisungen und -628.362.940,59 -618.424.265,40 -625.069.785,86
Zuschüsse
Schlüsselzuweisungen vom Land -255.787.064,00 -255.787.064,00 -271.180.488,00
Zuweisung zum Verwaltungsaufwand -20.434.306,60 -20.433.374,00 -20.315.145,48
Zuweisungen Land: Grunderwerbsteuer -32.076.524,30 -44.250.000,00 -30.977.905,35
ESt-Ersatz -28.796.885,00 -30.500.000,00 -28.762.038,00
(Familienleistungsausgleich)
Zuweisungen vom Land -39.151.678,32 -32.112.316,00 -39.761.025,31
Zuweisungen vom Land (Sozialtransfer) -105.678.185,22 -101.487.090,00 -97.780.618,95
Zuweisungen für Kita-/Schulbetrieb -115.954.989,57 -113.537.049,45 -114.709.027,27
Sonstige Zuweisungen, Zuschüsse, -30.483.307,58 -20.317.371,95 -21.583.537,50
Spenden
Sonstige Transfererträge -6.115.397,52 -6.620.592,56 -7.560.688,83
Leistungen v. -919.797,11 -1.184.230,03 -1.069.372,77
Sozialleistungsträgern avE
Sonstige Ersatzleistungen avE -552.698,83 -426.000,00 -1.079.986,55
Kostenbeitrag/Aufwendungsersatz/ -1.814.121,49 -1.877.718,68 -1.851.769,87
Kostenerstattung in Einrichtungen
Leistungen von -589.283,61 -639.176,38 -537.271,02
Sozialleistungsträgern in Einrichtungen
Sonstiges -2.239.496,48 -2.493.467,47 -3.022.288,62

Leistungsentgelte

Die Leistungsentgelte werden in öffentlich-rechtlich und Die Eintrittsgelder beim Tiergarten gingen um 1,5 Mio. € privatrechtlich erhobene Entgelte unterschieden. Die zurück. Die Gründe hierfür lagen sowohl in vogelgrip- Leistungsentgelte waren um 0,3 Mio. € höher als 2024, pebedingten Schließtagen sowie in Besucherrückgändie Planung überschritten sie um 4,7 Mio. €. gen wegen ungünstiger Witterung, Baustellen und Demonstrationen aufgrund der Pavianthematik. Bei den öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelten verringerten sich die realisierten Erträge um 3,8 Mio. €. Bei den privatrechtlichen Leistungsentgelten konnten im Vergleich zum Vorjahr Mehrerträge in Höhe von Dies begründet sich vor allem mit dem Rückgang der Er- 4,0 Mio. € zu verbucht werden. Hier sind z.B. Mieterträge träge aus Wohn- und Verpflegungsgebühren aus Erstat- (u. a. für die Vermietung der Kia Metropol Arena) und tungen von der Regierung von Mittelfranken für unbe- Ersatzleistungen (v. a. Entgelte für Stromweiterverrechgleitete minderjährige Ausländer (UMA), die in der Ju- nung vom Personenschifffahrtshafen an Dritte) enthalgendschutzstelle untergebracht wurden. Aufgrund ge- ten. Außerdem sind in diesem Posten die privatrechtlisunkener UMA-Fallzahlen und offener und zu klärender chen Teilnehmerentgelte (vorwiegend für Veranstaltun- Abrechnungen mit den beteiligten Jugendämtern gingen gen des Bildungscampus Nürnberg für Veranstaltungen die Erträge um 4,8 Mio. € zurück. der Erwachsenenbildung und des Planetariums) und sonstige privatrechtliche Entgelte (vorwiegend für die Die Mehrerträge bei den Benutzungsgebühren Verpachtung von Lichtwellenleiter (LWL)-Leitungen (1,4 Mio. €) entstanden im Wesentlichen bei den Kita- durch die Feuerwehr) zu finden. Die Mehrerträge sind Gebühren in den Bereichen Kindergärten und -horte insbesondere auf höhere Mieterträge sowie höhere Er- (Gebührenerhöhung ab 1.9.2025) sowie bei der Fried- löse aus der Zahngoldverwertung zurückzuführen. hofsverwaltung.

Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Leistungsentgelte -152.912.462,27 -148.261.105,65 -152.656.551,76
Öffentlich-rechtliche Leistungs- -100.950.797,52 -101.084.133,37 -104.744.821,17
entgelte
Verwaltungsgebühren -22.264.550,51 -20.789.634,24 -23.137.473,54
Gebühren für öffentlich- -33.396.268,08 -34.368.733,78 -31.990.281,09
Rechtliche Nutzungen
Bestattungsgebühren öffentlich- -2.977.072,44 -4.131.577,78 -2.928.995,56
rechtlich
Wohn-/Verpflegungsgebühren -9.226.313,85 -10.536.399,66 -14.058.963,27
öffentlich-rechtlich
Eintrittsgelder (öffentlich-rechtlich) -12.289.349,06 -12.464.365,00 -13.542.324,29
Sonstige öffentlich-rechtliche -20.797.243,58 -18.793.422,91 -19.086.783,42
Entgelte
Privatrechtliche Leistungsentgelte -51.961.664,75 -47.176.972,28 -47.911.730,59
Erträge aus Verkauf privatrechtlich -3.619.718,49 -4.480.272,26 -3.557.360,00
Miet- und Pachterträge -22.660.952,34 -19.822.475,19 -21.375.412,63
Erbbauzinsen -3.574.977,39 -3.243.142,76 -3.247.649,08
Ersatzleistungen -3.021.394,41 -2.618.759,00 -3.116.593,55
Privatrechtliche Eintrittsgelder -1.745.118,29 -1.476.621,54 -1.508.224,97
Privatrechtliche Teilnehmerbeiträge -4.640.507,04 -5.173.892,50 -4.823.043,24
Sonstige privatrechtliche Entgelte -12.698.996,79 -10.361.809,03 -10.283.447,12

Kostenerstattungen und Umlagen

Die Kostenerstattungen und Kostenumlagen sanken im Die Erstattungen von Gemeinden/Gemeindeverbän- Berichtsjahr um 9,6 Mio. € (-2,3%) gegenüber dem Vor- den lagen um 3,6 Mio. € unter dem Vorjahresniveau, hier jahr. Der Planwert wurde um 37,6 Mio. € überschritten. werden z. B. Erträge von den Mitgliedsgemeinden des VGN für den grenzüberschreitenden Verkehr abgebildet, Bei den Erträgen aus Erstattungen vom Bund wurden sowie die Gastschulbeiträge. Letztere gingen im Ver- Mehrerträge gegenüber dem Vorjahr in Höhe von gleich zum Jahr 2024 um 2,3 Mio. € zurück. 2,9 Mio. € erzielt. Davon entfallen rd. 0,8 Mio. € auf die Erstattungen des Die Erstattungen vom Bezirk liegen 1,1 Mio. € unter Bundes für laufende Leistungen für Unterkunft und dem Vorjahreswert. Diese Position ist abhängig von den Heizung nach dem SGB II (von 101,9 Mio. € im Jahr durchgeführten Abrechnungen für die Delegation im 2024 auf 102,8 Mio. € im Jahr 2025). Rahmen des SGB XII.

Weitere 2,3 Mio. € beziehen sich auf die Transferleistun- Die Erstattungen von Zweckverbänden und kommugen für die Grundsicherung nach dem SGB XII nalen Sonderrechnungen sanken im Vergleich zum (+2,3 Mio. €). Der Bund erstattet die Aufwendungen in Vorjahr um 1,0 Mio. €. Hierbei handelt es sich vor allem der Grundsicherung zu 100 %. Aufgrund höherer Auf- um Umlagen für die ILS (Integrierte Leitstelle) vom wendungen infolge der gestiegenen Anzahl Leistungs- Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarberechtigter und gestiegener Transferleistungen im Ver- mierung Nürnberg (ZRFN). In 2024 waren hier Nachzahgleich zum Vorjahr (insb. wegen einer deutlichen Regel- lungen für Vorjahre enthalten. satzerhöhung) erhöhten sich somit auch die Erstattungen entsprechend. Bei dem Posten „Erstattungen von privaten Unterneh-

men u. a.“ handelt es sich um Kostenerstattungen von

Bei den Erstattungen vom Land sanken die Erträge ge- öffentlichen Unternehmen, bei denen die Stadt nicht genüber 2024 um 17 Mio. €. Wesentliche Gründe für die überwiegend beteiligt ist, von privaten Unternehmen so- Mindererträge sind vor allem geringere Erstattungen für wie vom übrigen Bereich (Privatpersonen und gemeindas Deutschlandticket von 55,2 Mio. € (Vorjahr - nützige Stiftungen). Die Mehrerträge von 3,2 Mio. € ge- 62,3 Mio. €). Diese werden an die VAG weitergeleitet genüber 2024 resultieren insbesondere aus höheren Erund stellen entsprechend Aufwand im Bereich Sachauf- stattungen von der Zentralen Abrechnungsstelle der wendungen und Abschreibungen bei den Erstattungen Krankenkassen (ZAST) an die Integrierte Leitstelle der an Dritte dar. Bei den Erstattungen vom Land (Transfer- Feuerwehr für die Durchführung der Alarmierung des leistungen) wurden 9,2 Mio. € weniger realisiert als im Rettungsdienstes. Vorjahr. Hierunter fallen insbesondere die Abrechnungen gemäß Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG), die Bei der Position „VKE Eigenbetriebe“ handelt es sich entsprechend zurückgingen. um die Verwaltungskostenerstattungen der Eigenbetriebe an die Stadt.

Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Kostenerstattungen und Umlagen -407.927.079,61 -370.354.435,39 -417.492.729,14
Erstattungen vom Bund -195.311.648,37 -205.235.795,30 -192.456.744,69
Erstattungen vom Land -107.655.512,21 -60.378.635,26 -124.638.925,34
Erstattungen von -26.822.659,07 -29.073.915,22 -30.468.728,36
Gemeinden/Gemeindeverbänden
Erstattungen Bezirk (Sozialleistungen) -15.506.850,52 -17.158.081,81 -14.364.910,31
Erstattungen von Zweckverbänden, -22.102.961,01 -19.107.762,07 -23.112.924,97
kommunalen Sonderrechnungen
Erstattungen vom NürnbergStift -418.733,98 -332.147,15 -284.981,47
Erstattungen vom ASN -767.567,35 -959.855,19 -725.347,93
Erstattungen vom Klinikum -2.927.659,75 -4.583.987,26 -2.889.363,46
Erstattungen von SUN -1.644.753,51 -1.570.592,36 -1.694.742,95
Erstattungen von NürnbergBad -328.191,78 -306.709,93 -367.016,28
Erstattungen vom FSN -26.536,97 -15.177,26 -21.252,33
Erstattungen von SÖR -3.702.531,60 -3.143.100,55 -3.276.895,98
VKE Eigenbetriebe -13.399.149,00 -13.126.001,00 -9.114.411,00
Erstattung. priv. Unternehmen u.a. -16.922.046,39 -14.867.368,72 -13.682.615,99
Erstattungen vom Staatstheater -390.278,10 -495.306,31 -393.868,08
Nürnberg

Sonstige ordentliche Erträge

Die ertragswirksame Auflösung von Sonderposten, Neutralisation von Rückstellungen entziehen sich auch insbesondere von Zuschüssen aus vergangenen Jah- die Erträge aus der Auflösung/Herabsetzung von Rückren, ist gegenüber 2024 gestiegen (+ 11,7 Mio. €). stellungen weitgehend einer Planung.

Die sonstigen ordentlichen Erträge stiegen gegen- Bei den Erträgen aus Aktivierten Eigenleistungen war über dem Vorjahr um 34,7 Mio. €. Dies ist vor allem auf ein marginaler Rückgang von 0,1 Mio. € zu verzeichnen, Veränderungen bei der Position „Sonstiges“ zurückzu- die Position befindet sich aber weiter auf hohem Niveau. führen (+ 33,6 Mio. €). Hier waren vor allem Erträge aus Hier spiegelt sich die umfangreiche Bautätigkeit im Jahr der Auflösung von Rückstellungen enthalten 2025 wider, überwiegend für Bauleistungen des Hoch- (+34,5 Mio. €), insbesondere von Verlustausgleichs- bauamts, in geringerem Umfang beim U-Bahnbauamt. rückstellungen für das Klinikum und dem Flughafen aus 2024 und 2023 sowie sonstigen Rückstellungen (dro- Die Bestandsveränderungen enthalten insb. die Erhende Rückerstattung für Asylbewerberleistungen gebnisse der seit 2019 durchgeführten periodischen In- (7,8 Mio. €)). Auch enthalten sie die Erträge aus der Auf- ventur. In 2025 erhöhte sich der Betrag deutlich um lösung von Instandhaltungsrückstellungen; diese nah- 2,2 Mio. €, da in diesem Jahr erstmals Werte für ein Panmen um 3,4 Mio. € zu. demielager und ein Katastrophen- und Zivilschutzlager erfasst wurden. Im Posten „Sonstiges“ sind außerdem u. a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Prozessrisiken und für Altlasten enthalten. Wie die Erträge aus der

Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Auflösung Sonderposten -68.229.341,29 -55.622.864,94 -56.504.290,34
Sonstige ordentliche Erträge -105.815.321,97 -53.274.800,84 -71.080.531,85
Ordnungsrechtliche Erträge (Bußgelder) -204.105,28 -515.250,00 -575.323,07
Verzugs- und Beitreibungsentgelte -4.340.462,35 -2.025.800,00 -3.627.349,52
Erträge a. d. Gewähr. v. Bürgschaften, Ge- währverträge usw. -1.758.359,33 -621.000,00 -1.365.282,36
Erträge aus Ausgleichszahlungen -205.882,61 -1.200.000,00 -222.868,85
Konzessionsabgabe -39.768.068,71 -41.080.000,00 -39.885.265,21
Aktivierte Bauzeitzinsen -1.847.500,13 -550.000,00 -1.343.966,90
Sonstiges -57.690.943,56 -7.282.750,84 -24.060.475,94
Aktivierte Eigenleistungen, Honorare -7.699.553,80 -12.727.050,98 -7.827.965,49
Bestandsveränderungen -2.344.813,59 0,00 -180.812,27

Personal- und

Versorgungsaufwendungen

Die Personal- und Versorgungsaufwendungen sind Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen für insgesamt um 68,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr ge- aktive Mitarbeiter/-innen fielen gegenüber dem Vorjahr stiegen, gegenüber der Planung 2025 wurden 9,9 Mio. € um 29,4 Mio. € geringer aus, weil die Besoldungserhömehr aufgewendet. Bei den Personalaufwendungen hungen der Beamten/-innen zum 01.11.2024 (+200 € für aktive Mitarbeitende liegt der Wert 2025 um 0,6 Grundgehaltssatz) und zum 01.02.2025 (+5,5 %) bereits Mio. € unter dem Vorjahreswert und um 12,7 Mio. € über komplett im Abschluss 2024 verarbeitet wurden. dem Planwert 2025. Bei den Versorgungsaufwendungen fielen gegenüber dem Plan 2025 2,7 Mio. € weniger Die Zuführungen zu den Beihilferückstellungen für an, gegenüber dem Vorjahr hingegen aber 68,8 Mio. € Aktive waren in 2025 im Vergleich zu 2024 um ca. mehr. 7,6 Mio. € geringer. Nachdem sich die Beihilferückstellungen als prozentualer Anteil von den Pensionsrück- Personalaufwendungen: stellungen errechnen, ist bei einer deutlichen Absenkung Im Bereich der Personalaufwendungen sind Mehrauf- der Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen (siehe wendungen gegenüber dem Vorjahr bei den Bezügen oben) auch ein entsprechender Rückgang der Zuführunund Vergütungen i. H. v. 26,5 Mio. € entstanden. Der gen zu den Beihilferückstellungen zu erwarten. Anstieg gegenüber 2024 ist auf die Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten ab dem 01.04.2025 um Versorgungsaufwendungen: 3,0 % (mindestens jedoch 110 € pro Monat) sowie die Die Versorgungsaufwendungen beinhalten überwiegend Besoldungserhöhung bei den Beamten bzw. Lehrern um Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und 5,5 % zurückzuführen (ab dem 01. Februar 2025). Beihilfen für Versorgungsempfänger. Die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erhöhte sich um Insgesamt überstiegen die Aufwendungen für Bezüge 60,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Dieser starke Anund Vergütungen den jeweiligen Planwert 2025 um stieg der Zuführung in 2025 gegenüber dem Jahr 2024 0,8 Mio. €. Bei einer Größenordnung der aktiven Bezüge hängt damit zusammen, dass in 2025 die ausgezahlten und Vergütungen von knapp über 550 Mio. € ist dies Versorgungsbezüge deutlich gestiegen sind (wegen Anschon beinahe eine Punktlandung, da bei der Ermittlung hebung der Versorgung um einen Sockelbetrag ab dem des Planwertes u.a. auch die Stellenschaffungen für 01.11.2024, der auch nach 2025 Wirkung entfaltet, so- 2025 berücksichtigt werden mussten. wie die Besoldungserhöhung von 5,5 % ab dem 01.02.2025). Anhand der ausgezahlten Versorgung wird Die Position „Sonstige Rückstellungen für Aktive“ be- die Versorgungsrückstellung berechnet. inhaltet im Wesentlichen die Veränderungen bei den Rückstellungen für Altersteilzeit und den Rückstellungen Bei den Zuführungen zu den Beihilferückstellungen für für nicht angetretenen Urlaub. Bei den Angestellten die Versorgungsempfänger gab es ebenfalls einen deutkonnten wegen der befristeten Laufzeit des TV FlexAZ lichen Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert in 2025 keine neuen ATZ-Verträge mehr abgeschlossen (+8,4 Mio. €). Nachdem sich auch hier die Beihilferückwerden. Dadurch kommt es zu dem Effekt, dass die stellungen als prozentualer Anteil von den Pensions- ATZ-Rückstellungswerte bei den noch laufenden ATZ- rückstellungen errechnen, ergeben steigende Zuführun- Vereinbarungen im Tarifbereich Zug um Zug abgebaut gen zu den Pensionsrückstellungen der Versorgungswerden (sowohl im Plan wie auch im Ist). Bei den Ur- empfänger fast zwangsläufig auch anwachsende Zufühlaubsrückstellungen wurde per Saldo in 2025 eine Zu- rungen zu den Beihilferückstellungen. führung in Höhe von 1,6 Mio. € verbucht (Vorjahr: Betrachtet man noch einmal die Zuführungen zu den 0,5 Mio. €). Grund für den starken Anstieg im Vergleich Pensions- und Beihilferückstellungen für aktive Mitzum Vorjahr ist der durch die Besoldungs- und Tarifer- arbeiter und Versorgungsempfänger zusammen, höhungen deutlich gestiegene Wert eines Urlaubstages mussten hierfür gegenüber dem Vorjahr 32,0 Mio. € in EUR, sodass auch die Urlaubsrückstellungen stark mehr und gegenüber dem Plan 2025 2,0 Mio. € weniger angewachsen sind. Diese Zuführung hebt die Auflösung aufgewendet werden. bei den ATZ-Rückstellungen in 2025 nahezu auf.

Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Personal- und Versorgungsaufwen- 894.171.855,72 884.255.430,92 825.897.770,41
dungen
Personalaufwendungen 717.848.327,14 705.188.430,92 718.446.650,53
Bezüge und Vergütungen 551.052.697,64 550.258.250,92 524.573.498,91
Bezüge Beamte 103.259.016,19 105.176.144,03 99.465.436,44
Bezüge Beamte-Lehrkräfte 100.048.582,85 99.278.356,96 94.490.778,85
Vergütungen Arbeitnehmer 339.795.213,14 338.924.609,11 322.749.006,18
Weitere Vergütungen 7.949.885,46 6.879.140,82 7.868.277,44
Beiträge Versorgungskassen 26.094.088,64 24.851.000,00 24.650.877,39
AG-Anteile Sozialversicherung, 74.969.407,76 68.645.180,00 68.234.407,24
Pauschale Lohnsteuer
Beihilfen für Aktive 11.934.441,08 10.380.000,00 11.647.211,51
Rückstellungen 53.797.692,02 51.054.000,00 89.340.655,48
Sonstige Rückstellungen für Akt -70.648,98 -1.936.000,00 -1.528.205,52
ive
Zuführung/Auflösung Pensions- 43.775.129,00 44.120.000,00 73.138.994,00
rückstellung Aktive
Zuführung/Auflösung Beihilferück- 10.093.212,00 8.870.000,00 17.729.867,00
stellung Aktive
Versorgungsaufwendungen 176.323.528,58 179.067.000,00 107.451.119,88
Versorgung Beamte und Lehr- 111.701.278,05 107.986.000,00 107.181.019,23
kräfte
Versorgung Arbeitnehmer 5.530.954,86 6.677.000,00 5.964.706,87
Beihilfen für Versorgungsempfänger 23.615.936,67 20.400.000,00 21.809.713,78
Neutralisation Versorgung/Beihilfen -139.679.791,37 -133.990.500,00 -133.637.740,41
Rückstellungen Versorgungs- 175.155.150,37 177.994.500,00 106.133.420,41
empfänger
Zuführ./Aufl. Pensionsrückst. 142.768.041,67 150.032.000,00 82.118.293,87
Versorgung
Zuführ./Aufl. Beihilferückst. 32.387.108,70 27.962.500,00 24.015.126,54
Versorgung

Abb. 7 zeigt die Entwicklung der Zuführungen zu Altersteil- Die Zuführungen zur Altersteilzeitrückstellung sind seit zeit- und Pensionsrückstellungen. Diese sind durch ex- dem Jahr 2010 jahrelang aufgrund der Änderungen der terne Faktoren (gesetzliche Regelungen, Zeitpunkt des gesetzlichen/tarifvertraglichen Rahmenbedingungen zu- Beschlusses von Besoldungserhöhungen) starken rückgegangen. Seit 2019 war wieder ein Anstieg zu ver- Schwankungen unterworfen, z. B. fiel die Zuführung zu zeichnen, da Altersteilzeit auch wieder für Tarifbeschäfden Pensionsrückstellungen 2019 wegen zu berücksichti- tigte in gewissen Umfang möglich war. Seit 2023 sind nun gender Besoldungserhöhungen für die Jahre 2019 bis aber wieder keine Neuabschlüsse im Tarifbereich mehr 2021 besonders hoch aus, auch 2013 beispielsweise war möglich, daher ist ein deutlicher Rückgang bei den Zufühdiese Besonderheit der langjährigen Laufzeit des Tarifver- rungen zu verzeichnen. trags gegeben.

Abb. 7: Entwicklung der Zuführungen zu Altersteilzeit- und Pensionsrückstellungen2

200 187 € .o Zuführung Pensionsrückstellungen iM 175 164 n i Zuführung Altersteilzeitrückstellungen 155

129 133 132 120 121 125 110113 114

75 64

8 6 8 2 6 1 1 1 1 1 3 5 4 4 2 2 2

Ist 2008Ist 2009Ist 2010Ist 2011Ist 2012Ist 2013Ist 2014Ist 2015Ist 2016Ist 2017Ist 2018Ist 2019Ist 2020Ist 2021Ist 2022Ist 2023Ist 2024Ist 2025

2 Die auf der Zeitstrahlachse angegebenen Bezüge und Vergütungen für die einzelnen Jahre stellen die Summe der in der o. a. Tabelle („Personal- und Versorgungsaufwendungen“) aufgeführten Bezüge für Beamte/ Beamte-Lehrkräfte, Vergütungen für Arbeitnehmer und weitere Vergütungen dar. Aufgrund der Umstrukturierung der Ergebnisrechnung ab 2014 mit der Umstellung auf den produktorientierten Haushalt, ergaben sich Verschiebungen innerhalb der Positionen der Personalaufwendungen im Vergleich zur Gliederung bis 2013. Damit eine aussagekräftige Vergleichbarkeit möglich ist, wurden in dieser Grafik auch die Werte bis 2013 nach neuer Logik angepasst.

Sachaufwendungen und

Abschreibungen

Die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen gegenüber dem BeihilfeCenter in Erlangen nur die Aufsanken gegenüber dem Vorjahr um rd. wendungen für 2023 verbucht, in 2025 dann sowohl die 12,1 Mio. €. Aufwendungen für 2024 als auch für 2025. Zum anderen wurde die Erstattung an die Stadt Fürth für den Betrieb Unter der Rubrik „Verbrauchsmittel und Gebrauchs- der grenzüberschreitenden U-Bahn-Linie U1 nach Fürth gegenstände“ fielen die Aufwendungen um insgesamt im Vorjahr auf periodenfremde Aufwendungen umgerd. 0,6 Mio. € geringer aus als im Vorjahr. Dies resultiert bucht. In 2025 ist der Aufwand bei den Erstattungen an vor allem aus geringeren Aufwendungen für Verbrauchs- Gemeinden ausgewiesen. mittel und Betriebsstoffe, Gebrauchsgegenständen und Außerdem sind in dieser Position die Erstattungen an geringeren Aufwendungen für Ausweise und Plaketten SÖR für den Unterhalt des städtischen Infrastrukturverim Bereich des Pass- und Meldewesens der Bürgeräm- mögens enthalten, welche sich gegenüber dem Vorjahr ter sowie des Ausländerwesens und unterliegt gewissen deutlich erhöhten (+10,3 Mio. €). Schwankungen. Gegenläufig verhielten sich zum einen die Erstattungen an die VAG (- 8,1 Mio. €, vorwiegend aufgrund geringe- Die Aufwendungen für „Strom, Gas, Wasser/Abwas- rer Erstattungen für das Deutschlandticket). Für diese ser“ sind mit insgesamt 23,0 Mio. € für das Berichtsjahr Leistungen an die VAG hat die Stadt Nürnberg Zahlundeutlich geringer als im Vorjahr (- 14,4 Mio. €). gen vom Land erhalten (Ertrag unter der Position „Kos- Hier bestehen derzeit noch Abrechnungsproblematiken tenerstattungen und Umlagen“), welche sie an die VAG mit dem Energieversorger N-Ergie AG. Im Vorjahr ergab weitergeleitet hat. sich ein besonders hohes Rechnungsergebnis, da ein Zum anderen verringerten sich die Erstattungen ans Kli- Rückstau an aufgelaufenen Rechnungen aus Vorjahren nikum (-6,7 Mio. €). Die Erstattungen ans Klinikum waren abgearbeitet wurde. Für 2025 haben sich die Aufwen- in 2025 deutlich geringer, da im Vorjahr eine aus einem dungen wieder weitgehend normalisiert. Betrauungsakt für das Klinikum Nürnberg resultierende Verlustausgleichszahlung der Stadt ans Klinikum in Im Bereich „Gebäudeunterhalt, -technik“ sind die Auf- Höhe von 6,7 Mio. € bezahlt wurde, welche vor allem den wendungen um 1,7 Mio. € höher als im Vorjahr, vor allem Mehrkostenausgleich aus der Überleitung der Beschäfim Bereich Bauunterhalts für die U-Bahn (konsumtive tigten der KNSG in den TVöD kompensieren sollte. Im MIP-Maßnahmen) und Gebäudetechnik (Einzelmaßnah- Berichtsjahr wurden lediglich die regulären Erstattungen men). für Versorgungsbezüge ans Klinikum vorgenommen.

Die Aufwendungen für den Unterhalt von sonstigem Unter „Sonstiges“ sind u. a. die Zuführungen zur In- Grundvermögen nahmen gegenüber 2024 geringfügig standhaltungsrückstellung (Ist 2025: 23,3 Mio. €, Vorjahr um 0,6 Mio. € ab. 22,8 Mio. €) und zu den Rückstellungen für Altlasten (Ist 2025: 15 T€, Vorjahr 210 T€) enthalten, die mangels va- Um rund. 0,4 Mio. € gegenüber 2024 erhöhte sich die lider Werte nicht geplant werden. Position „Gebäudereinigung, Müll, Kanal, sonstige“, insbesondere bei der Gebäudereinigung (+ 0,9 Mio. €). Die Position „Neutralisierung Rückstellungszahlun-

gen Sach- und Dienstleistungen“ dient der Gegenbu-

Bei der Position „Lehrmittel, Schülerbeförderung chung der über die regulären Aufwandskonten verbuchu. ä.“ sind gegenüber dem Vorjahr geringfügig niedri- ten Inanspruchnahme der Instandhaltungs- und Altlasgere Aufwendungen angefallen (-0,2 Mio. €), vor allem tenrückstellungen. Sie betrifft in Höhe von 5,0 Mio. € bei den Lernmitteln/schulischem Sachbedarf. Der Be- die Inanspruchnahme der Instandhaltungsrückstellung, darf unterliegt im Jahresvergleich gewissen Schwan- in Höhe von 0,1 Mio. € die Altlastenrückstellungen und kungen. in Höhe von 2,1 Mio. € die Inanspruchnahme von sonstigen Rückstellungen. Die Position „Erstattungen an Dritte“ stieg gegenüber 2024 um 2,3 Mio. € an. Sie beinhaltet z. B. die Erstattun- Die Position „Abschreibungen“ beinhaltet Abschreigen an Gemeinden/Gemeindeverbände, welche gegen- bungen auf Forderungen und Abschreibungen auf Anlaüber zum Vorjahr um 3,6 Mio. € höher ausfielen. Dies gevermögen. lässt sich zum einen auf Verschiebungen zwischen den Jahren zurückführen. Beispielsweise wurden im Vorjahr

Innerhalb der Abschreibungen auf Anlagevermögen Höhe von 9,8 Mio. € zu buchen. Analog nahm auch die sind die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlage- WBG Nürnberg GmbH als zweite Anteilseignerin in vermögen gegenüber dem Vorjahr aufgrund des hohen Höhe ihrer Beteiligungsquote eine entsprechende Ab- Investitionsniveaus um 20 Mio. € angestiegen (von schreibung in ihrem Jahresabschluss vor. 123,1 Mio. € auf 143,1 Mio. €). Der hohe Anstieg der Des Weiteren war eine Abschreibung in Höhe von Aufwendungen resultiert u. a. auch aus investiven Maß- 3,0 Mio. € bei der Beteiligung des Kommunalunternehnahmen, die nicht nutzungsdauerverlängernd sind und mens Klinikum Nürnberg erforderlich - im Gegenzug deren Hauptanlage bereits abgeschrieben ist. In die- wurde die bestehende Rückstellung dazu in gleicher sem Fall wird die Nutzungsdauer auf lediglich einen Höhe ertragswirksam aufgelöst (Ertrag unter „Sonstige Monat angelegt. Dies betrifft z.B. umfassende Baumaß- ordentliche Erträge“). Eine Ergebnisauswirkung entnahmen für die Bismarckschule (gesamt 9,0 Mio. €) stand aus dieser Abschreibung in Summe somit nicht. und für den Umbau der ehemaligen B7 in der Pilo- Zuletzt war der Darlehensverzicht für das Trägerdarletystr. 4 zur Interimsschule (gesamt 5,0 Mio. €). Außer- hen seitens der Stadt Nürnberg an das Klinikum Nürnplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagever- berg aufwandswirksam als Abschreibung auf Finanzanmögen erfolgten im Berichtsjahr nur geringfügig in lagen (langfristige Ausleihung) abzuschreiben Höhe von 4 T€. (7,0 Mio. €). Insgesamt beliefen sich die Abschreibungen auf Finanzanlagevermögen in 2025 somit auf Außerdem waren aufgrund von voraussichtlich dauern- 19,8 Mio. €. Im Vorjahr waren keine Abschreibungen der Wertminderung im Berichtsjahr wesentliche Ab- auf Finanzanlagen erforderlich. schreibungen im Finanzanlagevermögen erforderlich. Dies betraf zum einen die WBG Nürnberg Beteiligungs GmbH. Bei dieser Beteiligung war eine Abschreibung in

Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Aufwendungen Sach- und 397.810.383,01 336.211.672,71 409.922.687,76
Dienstleistungen
Verbrauchsmittel und 14.046.503,82 14.065.610,59 14.666.857,51
Gebrauchsgegenstände
Strom, Gas, Wasser/Abwasser, Kfz 23.021.550,79 30.543.039,85 37.434.371,69
etc.
Gebäudeunterhalt, -technik 39.784.465,37 51.376.699,82 38.123.985,72
Unterhalt sonstiges Grundvermögen 6.911.754,94 7.045.020,20 7.484.396,23
Gebäudereinigung, Müll, Kanal, sonst. 30.421.061,47 31.218.220,37 29.992.908,39
Lehrmittel, Schülerbeförderung u. ä. 30.497.869,80 34.568.110,59 30.683.064,27
Erstattungen an Dritte 235.372.561,51 173.141.388,20 233.042.181,48
Sonstiges 25.007.181,45 -5.746.416,91 24.384.143,75
Neutral. Rückstellungszahl.Sach-/Dienstl. -7.254.024,97 0,00 -5.885.063,33
Abschreibungen 166.615.215,94 128.781.052,67 126.118.050,08

Transferaufwendungen

(+ 7,6 Mio. €) geführt. Ein Anstieg war außerdem bei den Die Transferaufwendungen werden unterschieden in So- Kinderkrippen freier Träger (+ 1,4 Mio. €) und den Kinzialtransferaufwendungen und in weitere Transferaufderhorten freier Träger (2,1 Mio. €) zu verzeichnen. wendungen. Auch die freiwilligen Zuschüsse an soziale Einrich-

Sozialtransferauf- Weitere Trans-

tungen haben sich gegenüber dem Vorjahr merklich er-

wendungen feraufwendungen

höht (+ 2,2 Mio. €). Diese Steigerung setzt sich aus Zu- Sozialleistungen, Weitere Zuschüsse wächsen bei verschiedensten Zuschüssen zusammen. Zuschüsse an soziale und Zuweisungen, Einrichtungen Verlustausgleiche, Ge- Beispielsweise wurden im Jahr 2025 rd. 0,5 Mio. € mehr werbesteuerumlage, als im Vorjahr für Förderkonzepte für Kindertagesein- Krankenhausumlage richtungen freier Träger aufgewendet. Dies lässt sich Bezirksumlage vorwiegend damit begründen, dass es im Vorjahr aufgrund der Krise in der Baubranche zu etlichen Bauverzögerungen kam, wodurch weniger Projekte fertigge- Die Sozialtransferaufwendungen umfassen dabei die stellt und weniger Erstausstattungspauschale ausgeklassischen Sozialleistungen, die die Stadt selbst zu trazahlt wurde. Teilweise lässt sich der Mehraufwand auf gen hat, wie beispielsweise die Kosten der Unterkunft im diesem Posten aber auch auf Umschichtungen aus an- SGB II oder die Familien- und Jugendhilfen. Hinzu komderen Posten zurückführen. Beispielweise wurden die men die Zuschüsse an soziale Einrichtungen, insbeson- Aufwendungen aus Zuschüssen für Frühe Hilfen im Vordere an die freien Träger der Kindertagesstätten. Diese jahr noch unter Aufwendungen für Sach- und Dienstleis- Teilmenge der Transferaufwendungen mit einem Volutungen verbucht. men von 662 Mio. € (Vorjahr: 629 Mio. €) repräsentiert ca. 24 % der gesamten ordentlichen Aufwendungen. Ge- Die Position Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU) und danklich dazu addieren sollte man an dieser Stelle noch

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminde-

die Bezirksumlage, die aufgrund der Aufgabenschwer-

rung (SGB XII) stieg gegenüber dem Vorjahr um

punkte des Bezirks im Wesentlichen ebenfalls aus Sozi- 2,7 Mio. € oder 2,7 %. Dies liegt zum einen an einem alausgaben besteht. Zusammen stellen diese Positionen unerwarteten Anstieg bei den leistungsberechtigten mit insgesamt 946 Mio. € (Vorjahr: 863 Mio. €) rd. Personen im HLU-Bezug vor allem für die Altersberei- 34,2 % der ordentlichen Aufwendungen des Nürnberger che u15 (Kinder bis 14 Jahre in Verwandtenpflege) und Stadthaushalts dar. Personen ab 55 Jahren bis zur Altersgrenze für die Grundsicherung im Alter. Der größere Anstieg Die weiteren Transferaufwendungen mit 207,2 Mio. € (+ 2,5 Mio. €) ist jedoch bei der Grundsicherung festzu- (ohne Bezirksumlage) beinhalten sonstige Ausgleichsstellen, was auf einen erwarteten Anstieg bei den leiszahlungen. Diese sind z.B. die Gewerbesteuerumlage, tungsberechtigten Personen mit Grundsicherung im Al- Verlustausgleiche an städtische Töchter und Eigenbeter zurückzuführen ist. Die Kosten der Grundsicherung triebe, weitere Zuschüsse aufgrund gesetzlicher und sowerden seit 2014 zu 100% vom Bund erstattet (siehe zialer Verpflichtungen, die allerdings nicht den Sozialbedazu auch unter „Erträge aus Kostenerstattungen und reich betreffen, sowie Zuweisungen an das Land u. a. im Umlagen“). Rahmen der Krankenhausumlage. Bei den Hilfen zur Gesundheit wurde hingegen weniger

Sozialtransferaufwendungen mit Bezirksumlage

aufgewendet als im Vorjahr (- 1,1 Mio. €). Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Geflüchteten aus der Ukraine Die Zuschüsse an soziale Einrichtungen aus gesetzzwar nach wie vor etwa drei Viertel der potenziell Leis-

licher oder vertraglicher Verpflichtung sind um

tungsberechtigten ausmachen, allerdings ist ein steigen- 15,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Dies der Anteil mittlerweile in der gesetzlichen Krankenversiresultiert im Wesentlichen aus den Mehraufwendungen cherung pflicht- bzw. freiwillig weiterversichert. für Zuschüsse an freie Träger von Kinderbetreuungsein- Bei den im Rahmen der Delegation für den überörtlichen richtungen. Die Steigerung liegt im Wesentlichen an Träger (Bezirk Mittelfranken) bewilligten Leistungen massiven tariflichen Erhöhungen und der damit verbunkommt hinzu, dass Rechnungen für stationäre Krankenden Steigerung des Basiswertes. Daneben ist weiterhin hausaufenthalte nicht versicherter und nicht nach eine Mehrung an Plätzen/ Einrichtungen zu verzeichnen. § 264 SGB V gemeldeter Personen seit 2024 restriktiver Dies hat zu höheren Aufwendungen vor allem für die Kinübernommen werden (2024 wurde aber noch ein Rückdergärten freier Träger (+ 3,5 Mio. €) und für die altersstand aus dem Vorjahr aufgearbeitet). Diese Leistungen gemischten Kindertagesstätten freier Träger

werden der Stadt Nürnberg vom Bezirk erstattet (Ertrag was die Auswahl eines günstigeren Anbieters i.d.R. unter „Erträge aus Kostenerstattungen und Umlagen“). stark einschränkt. Bei der Familien- und Jugendhilfe stiegen die Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um - Betreutes Wohnen (+ 0,9 Mio. €): +12,1 Mio. € (+9,8 %) an. Wie auch im Vorjahr gab es Die Fallzahlen im betreuten Wohnen steigen seit Jahim Jahr 2025 deutliche Fallzahlsteigerungen über alle ren kontinuierlich an. Hilfearten hinweg zu verzeichnen. Des Weiteren machten sich deutlich gestiegene Tages- und Stundensätze Bei den Asylbewerberleistungen konnten 3,5 Mio. € aufgrund von Tarifsteigerungen und allgemeinen Kos- bzw. -9 % weniger aufgewendet werden als im Vorjahr. tenentwicklungen bemerkbar. Diese Entwicklungen sind Als Gründe hierfür können erneut Rückgänge bei der auch in anderen Großstadt-Jugendämtern in Deutsch- Zahl der leistungsberechtigten Personen und infolgedesland zu beobachten. sen weitere Abkündigungen von kommunalen Unterkünften genannt werden. Die Aufwendungen für die Im Detail sind Mehrkosten vor allem bei den folgenden Asylbewerberleistungen werden den Kommunen vom Hilfearten angefallen: Land erstattet (siehe unter den Erträgen aus Kostener-

Hier entstanden Mehrkosten vor allem im Bereich der ambulanten Maßnahmen der Eingliederungshilfe, v.a. Die Kosten der Unterkunft (KdU) und Heizung beim aufgrund stetig steigender Fallzahlen für Schulbeglei- Arbeitslosengeld II (enthalten in der Position „AL II v.a. tung. Kosten der Unterkunft (SGB II)“) erhöhten sich gegen-

In 2025 ist die Erhöhung des Fachleistungsstundensat- wendungen ergeben sich aus Zuwächsen bei den Bezes (1. Stufe von 3 Stufen bis 2027) erfolgt. Außerdem darfsgemeinschaften mit Anspruch auf Kosten der Unist ein Anstieg der nötigen Fachleistungsstunden inner- terkunft sowie aus allgemeinen Kostensteigerungen. halb eines Falles zu beobachten, um z.B. Inobhutnah- Insgesamt blieb die Entwicklung aber hinter den Erwarmen zu verhindern. tungen zurück. Die Aufwendungen für die Kosten der

Es werden zunehmend größere Geschwisterverbände (siehe unter den Erträgen aus Kostenerstattungen und aufgenommen, wodurch zusätzliche Tagessätze für Umlagen). Kinder notwendig werden. Des Weiteren ist eine Steigerung individueller Zusatzleistungen aufgrund schwe- Bei den Aufwendungen für das Bildungs- und Teilnahrer Einzelfälle zu beobachten, sowie eine Zunahme teu- mepaket sind Mehraufwendungen gegenüber dem Vorrerer Spezialeinrichtungen, die sich u.a. im Bereich der jahr in Höhe von 1,6 Mio. € ersichtlich (+ 13,2 %). Dies Suchterkrankungen und psychischen Erkrankungen lässt sich zum einen auf eine höhere Inanspruchnahme, spezialisieren. insbesondere im Rechtskreis § 6b BKGG (Kindergeldbe- Grundsätzlich ist die Zahl der Plätze begrenzt. Nach ei- zieher mit Wohngeld und/oder Kinderzuschlag), zurücknem erfolgreichen Aufenthalt im Muki können teurere führen. Zum anderen schlugen allgemeine Kostenstei- Fremdunterbringungen für die Kinder vermieden wer- gerungen bei den Mittagessen (Catering - Schulverpfleden, so dass die Muki-Einrichtungen grundsätzliche ei- gung) zu Buche. nen eher kostendämpfenden Effekt haben.

Aufgrund der hohen Tarifabschlüsse kam es zu starken über dem Vorjahr um 50,2 Mio. €. Der Anstieg der Be- Erhöhungen der Entgelte im Bereich Heimunterbrin- zirksumlage für das Jahr 2025 für den Bezirk Mittelfrangung. Zudem führen teilweise erforderliche Upgrades ken lässt sich auf einen Anstieg der Umlagekraft in Mitvon Standards in Einrichtungen zu Steigerungen der telfranken um rd. 3,6% gegenüber zum Vorjahr und eine abgerechneten Entgelte und notwendige individuelle Erhöhung des Hebesatzes um 2,37 Hebesatzpunkte zu- Zusatzleistungen aufgrund von herausforderndem Ver- rückführen. Für die Bezirksumlage 2025 bestand im Jahhalten einzelner Kinder/Jugendlicher nehmen immer resabschluss eine Rückstellung in Höhe von 15,9 Mio. €, mehr zu. Die gestiegene Komplexität von Fällen zieht welche zum Jahresabschluss 2025 ertragswirksam aufzwangsweise eine Belegung teurer "Spezialangebote" gelöst wurde (siehe den letzten Posten beim Transfernach sich, d.h. der Belegung in Einrichtungen mit einer aufwand „Neutralisierung Rückstellungszahlungen besonderen Personalausstattung und ggf. dem zusätzli- Transferaufwand“). chen Einsatz von Sicherheitsdienst. Grundsätzlich trifft eine hohe Nachfrage seitens der Jugendämter auf ein vergleichsweise geringes Angebot,

Weitere Transferaufwendungen

Dabei muss berücksichtigt werden, dass für die Verluste Die „Weiteren Transferaufwendungen“ beinhalten der Noris-Inklusion gGmbH und der Noris Arbeit gGmbH rd. 84 Mio. € (Ist 2025) an weiteren Zuschüssen, die Rückstellungen aus Vorjahren und Verbindlichkeiten von aus gesetzlichen oder rechtlichen Verpflichtungen insgesamt rd. 2,6 Mio. € bestanden, welche im Gegen- (ohne Verlustausgleiche) resultieren, z. B. an das zug ertragswirksam aufgelöst wurden (Ertrag größten- Staatstheater (Betriebskostenzuschuss: 23,7 Mio. €), an teils unter der Position "Neutralisierung Rückstellungsdie VAG im Rahmen des Sozialtickets und Innovations- zahlungen Transferaufwand" ). pakts (Ist 2025: 15,6 Mio. €), an die Nürnberger Symphoniker (2,1 Mio. €), an den Zweckverband VGN (Ver- Die Zuführungen zu Verlustausgleichsrückstellungen bandsumlage: 5,1 Mio. €), an den Verkehrsverein Nürn- sind in 2025 mit 1,3 Mio. € (für den Verlust der Noris Inberg e.V. (3,1 Mio. €) oder an die Noris Arbeit gGmbH klusion für 2025) deutlich geringer als im Vorjahr (2,3 Mio. €). Ferner ist mit 17,5 Mio. € die Kranken- (19,0 Mio. €). Damals wurde neben dem Verlustaushausumlage enthalten. gleich für 2024 für die Noris Inklusion noch ein Betrag in Höhe von 18,0 Mio. € für einen möglichen Verlustaus- Die Position „Verlustausgleiche Eigenbetriebe und gleich ans Klinikum Nürnberg zurückgestellt.

verbundene Unternehmen“ ist in Summe um

13,3 Mio. € geringer als im Vorjahr ausgefallen. Der Pos- Die Gewerbesteuerumlage bemisst sich an den jeweiten enthält zum einen die Aufwände aus den ausbezahl- ligen Gewerbesteuereinzahlungen des Jahres und ist ten Verlustausgleichen an die städtischen Eigenbetriebe gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Mio. € gestiegen. und verbundenen Unternehmen. Zum anderen enthält sie die Aufwände aus der Zuführung zu Rückstellungen Die Aufwendungen aus der „Zuführung zu sonstigen für erwartete Verluste von Eigenbetrieben/verbundenen Rückstellungen“ im Transferaufwandsbereich sind ge- Unternehmen. genüber dem Vorjahr um 9,1 Mio. € angestiegen. Dies liegt vor allem daran, dass in 2025 wieder eine Bezirks- Die Aufwände aus gezahlten Verlustausgleichen an Ei- umlagerückstellung in Höhe von 11,3 Mio. € zu bilden genbetriebe und verbundene Unternehmen sind gegen- war, da sich die Stadt Nürnberg in der Umlagekraft 2025 über dem Vorjahr um 4,4 Mio. € gestiegen. U. a. wurde (maßgeblich für die Bezirksumlage für 2027) besser entim Berichtsjahr ein Verlustausgleich für den Eigenbetrieb wickelt hat als andere kreisfreie Städte und Landkreise NürnbergStift in Höhe von 2,3 Mio. € für bis zum Jahr des Regierungsbezirkes Mittelfranken. Im Vorjahr war 2021 aufgelaufene Verluste geleistet (Vorjahr: kein Ver- keine Bildung einer Bezirksumlagerückstellung erforderlustausgleich). Unter den gezahlten Verlustausgleichen lich gewesen. an Eigenbetriebe und verbundene Unternehmen im Ist 2025 sind des Weiteren 2,1 Mio. € für die Noris Inklusion Der Posten „Neutralisierung RückstellungszahlungGmbH, 0,3 Mio. € für die Noris-Arbeit gGmbH, gen Transferaufwand“ enthält Erträge aus der Auflö- 10,9 Mio. € an ertragswirksamem Zuschuss an das Kli- sung von Rückstellungen für die Verlustausgleiche der nikum Nürnberg für die Übernahme der Beschäftigen der Noris-Arbeit gGmbH für das Jahr 2023 (0,3 Mio. €) und Klinikum Nürnberg Service GmbH in den TVöD, 2,3 Mio. der Noris-Inklusion gGmbH für die Jahre 2023 und € an den Eigenbetrieb Frankenstadion Nürnberg, 9,8 2024 (insgesamt 2,2 Mio. €). Außerdem enthält sie die Mio. € an den Eigenbetrieb NürnbergBad und 25,0 Mio. Erträge aus der Auflösung der Bezirksumlagerückstel- € an die Städtischen Werke Nürnberg GmbH enthalten. lung für 2025 (gebildet 2023, Höhe 15,9 Mio. €).

Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Transferaufwendungen 1.135.080.985,63 1.140.447.491,40 1.067.703.217,15
Transferaufwendungen Sozialbereich (di- 662.346.360,90 678.526.674,87 629.085.966,16
rekt)
Zuschüsse an soz. Einrichtungen (gesetz- 191.623.906,04 184.540.469,22 176.367.090,72
lich/vertraglich)
Zuschüsse an soziale Einrichtungen 22.041.934,49 23.688.365,03 19.657.396,39
(freiwillig)
Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung 101.004.228,34 109.041.500,00 98.320.313,16
SGB XII
Hilfe zur Pflege 0,00 6.500,00 5.623,49
Hilfe zur Gesundheit 8.923.130,99 10.172.500,00 10.011.487,86
Sonstige Hilfen a.v.E. 6.344.120,08 6.136.600,00 6.036.893,61
Familien- und Jugendhilfe 135.486.768,05 133.126.050,62 123.373.838,53
Asylbewerberleist. (HLU u. andere Hilfen) 36.148.610,46 46.516.000,00 39.630.972,25
AL II v.a. Kosten der Unterkunft (SGB II) 147.033.873,05 152.568.465,00 143.536.987,08
Bildungs- und Teilhabepaket 13.739.789,40 12.710.225,00 12.133.988,87
Sonstiges 0,00 20.000,00 11.374,20
Bezirksumlage 283.838.979,95 283.960.000,00 233.671.548,56
Weitere Transferaufwendungen 207.220.368,65 195.631.816,53 206.666.447,64
Zuweisungen und Zuschüsse (ohne Verlust- 83.968.204,75 80.979.735,53 85.015.944,27
ausgleiche)
Verlustausgleiche Eigenbetriebe und verbun- 53.993.474,86 58.517.081,00 67.268.238,21
dene Unternehmen
Gewerbesteuerumlage 54.222.875,00 56.135.000,00 48.475.309,00
Zuführungen zu sonst. Rückstellungen 15.035.814,04 0,00 5.906.956,16
Neutralisierung Rückstellungs- -18.324.723,87 -17.671.000,00 -1.720.745,21
zahlungen Transferaufwand

Sonstige ordentliche Aufwendungen

wertberichtigungen von Forderungen aufgrund man- Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen stiegen ge- gelnder Werthaltigkeit, hier wurden im Vergleich zu genüber dem Vorjahr um 13,2 Mio. € an, dies entspricht 2024 3,3 Mio. € weniger verbucht. einer Zunahme von +8,4 %. Im Berichtsjahr sind unter den sonstigen ordentlichen Der Posten „Sonstiger Personal-/Dienstaufwand“ er- Aufwendungen darüber hinaus 1,1 Mio. € bei den Aufhöhte sich gegenüber zum Vorjahr um 2,0 Mio. €, was wendungen für Bestandsveränderungen/Festwerten anallerdings lediglich auf eine Verschiebung der Aufwen- gefallen als Resultat der Inventur der Schulbücher in dungen für Fahrkostenzuschüsse an MitarbeiterInnen 2025. Im Vorjahr ist nur ein geringer Betrag für die Anzurückzuführen ist. Diese Aufwendungen wurden im passung des Festwertes der niederen Tiere im Tiergar- Vorjahr im Bereich „Transferaufwendungen“ (Unterpunkt ten ausgewiesen (1 T€). „Weitere Transferaufwendungen“) verbucht, ab 2025 erfolgt die Verbuchung als „Sonstiger Personal-/Dienstauf- Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen enthalten wand“ bei den sonstigen ordentlichen Aufwendungen des Weiteren die Aufwendungen aus den Zuführungen (rd. 1,9 Mio. €). zu den sonstigen Rückstellungen nach § 74 I KommHV-Doppik. Hierüber wurden wesentliche Bei den Aufwendungen für Betriebsmittel konsumtiver Risikovorsorgen bezüglich drohender Ausgleichs- und MIP-Maßnahmen handelt es sich um nicht aktivierungs- Rückzahlungen getroffen. Im Berichtsjahr wurden in fähige Bestandteile von im MIP veranschlagten Investiti- Summe 6,3 Mio. € zurückgestellt, u. a. für ausstehende onen. Hier ist gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme von Gastschulbeiträge (1,4 Mio. €) und für noch nicht verinsgesamt 1,8 Mio. € ersichtlich. Die überwiegenden rechnete Ausgleichszahlungen für die U-Bahn-Pacht an Kosten fielen in 2025 vor allem für den Bereich Schulen die Stadt Fürth (4,6 Mio. €). Im Vorjahr beliefen sich die an. Aufwendungen aus der Zuführung zu sonstigen Rückstellungen auf insgesamt 8,9 Mio. €. Ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist auch bei den Aufwendungen für Software und Lizenzen Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen enthalten ersichtlich (+ 3,8 Mio. €), welche vorwiegend im IT-Be- außerdem die Aufwendungen für den Geschäftsbetrieb reich für die Beschaffung zusätzlicher Lizenzen und städtischer Dienststellen, wie z. B. Porto und Drucksa- Preissteigerungen für vorhandene Lizenzen angefallen chen. sind, z.B. für die Beschaffung von Lizenzen für Microsoft M365. Bei der Position „Neutralisierung Rückstellung sons-

tige ordentliche Aufwendungen“ fielen in 2025

Bei der Sammelposition „Sonstige ordentliche Auf- 0,4 Mio. € an Erträgen aus der Inanspruchnahme von in wendungen“ sind gegenüber 2024 in Summe gerin- Vorjahren gebildeten Rückstellungen an, als Gegenbugere Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. € angefallen. chung für die im Berichtsjahr zu leistenden Zahlungen Unter die sonstigen ordentlichen Aufwendungen fallen für Prüfungskosten, Steuern und Prozesskosten. Die z. B. die Verluste aus dem Abgang von Vermögensge- ursprünglichen Zahlungen wurden über reguläre Aufgenständen, die nicht geplant werden können. Diese wandskonten verbucht. Dieser Aufwand wird durch die stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Mio. € an und Gegenbuchung auf diesem Ertragskonto wieder neutrasetzen sich aus vielen Einzelposten zusammen. Ge- lisiert. genläufig verhielten sich die Aufwendungen aus Einzel-

Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Sonstige ordentliche Aufwendungen 171.268.019,98 167.499.860,03 158.026.519,42
Sonstiger Personal-/ Dienstaufwand 9.053.297,84 9.393.037,29 7.096.273,23
Entschädigung Mitglieder des 2.678.895,67 2.720.186,00 2.584.329,69
Stadtrates
Betriebsmittel (konsumtive MIP- 29.925.266,99 34.096.000,00 28.089.378,50
Maßnahme)
Miet- und Pachtaufwand 28.290.343,06 30.642.891,11 27.390.750,90
Immobilien, Erbbauzins
Mieten/Pachten/Leasing bewegliche 7.216.266,00 5.775.833,45 5.909.735,10
Sachen
Mietaufwand für Heime und Pensionen 2.461.842,54 2.260.000,00 2.067.298,28
Kosten für Sachverständige und 6.281.735,07 6.080.986,06 5.887.583,12
Gutachten
Nutzungsentgelte/Pflege 16.691.818,06 18.269.588,86 12.926.025,89
Software/Lizenzen
Vergütungen für Leistungen Dritter 17.868.290,03 20.402.578,64 15.658.800,32
Versicherungsbeiträge (inkl. KUV) 8.367.722,29 8.566.724,06 8.214.838,33
Aufwendungen aus Ausgleichszahlungen
Sonstige ordentliche Aufwendungen 42.835.389,48 29.292.034,56 43.711.365,41
Neutralisierung Rückstellung sonstige -402.847,05 -1.509.859,35
ordentliche Aufwendungen

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis fällt mit -0,7 Mio. € geringfügig auf die sukzessive deutliche Reduzierung der Fest- und schlechter aus als im Vorjahr. Während die Finanzer- Tagesgelder in 2025 im Vergleich zum Beginn des Jahträge in Summe um 5,1 Mio. € geringer sind als in 2024 res 2024 aus liquiditätsstrategischen Gründen als auch und damit das Finanzergebnis verschlechtern, sind bei auf die Verringerung des Zinssatzes für die Geldanlagen den korrespondierenden Aufwendungen aus Zinsen und im Vergleich zum Vorjahr zurückführen. ähnlichen Aufwendungen geringere Aufwendungen in Höhe von 4,4 Mio. € angefallen, was zur Verbesserung Geringere Erträge aus Gewinnanteilen von Beteiligundes Finanzergebnisses beiträgt. gen resultieren aus geringeren Ausschüttungen des Zweckverbandes Kommunale Verkehrsüberwachung Die Reduzierung bei den Finanzerträgen ist im Wesent- (- 1,6 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr) an die Stadt lichen aus geringeren Zinserträgen (-5,5 Mio. €) und ge- Nürnberg. ringeren Gewinnanteilen aus Beteiligungen (1,6 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Gegenläufig Die Erträge aus der Verzinsung von Gewerbesteuer wirkten sich die Erträge aus der Verzinsung der Gewer- nach § 233a AO stellen in 2025 nun wieder einen Erbesteuer nach § 233a AO aus, hier konnten im Berichts- trag (in Höhe von 0,8 Mio. €) dar. Im Vorjahr beliefen jahr wieder Erträge in Höhe von 0,8 Mio. € erzielt werden sie sich auf Negativ-Erträge (quasi Aufwendungen) in (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 1,6 Mio. €). Höhe von 1,6 Mio. €. Der Negativ-Ertrag aus dem Vorjahr kann mit der Gesetzesänderung im Jahr 2021 be- Der deutliche Rückgang bei den Zinserträgen gründet werden, aufgrund dieser der Zinssatz für Zin- (- 5,5 Mio. €) im Vergleich zum Vorjahr lässt sich sowohl sen nach § 233a AO auf 0,15 % pro Monat, anstelle der

6%igen Jahresverzinsung, festgesetzt wurde. Wegen Kreditinstitute. Durch den Anstieg der Verschuldung um einer verzögerten Umsetzung der gesetzlichen Ände- 121,4 Mio. € gegenüber dem Jahr 2024 (bezogen auf Inrung in der Veranlagungssoftware war die Verzinsung vestitionskredite plus Verbindlichkeiten aus ÖPP-Projekim Jahr 2022 faktisch ausgesetzt, im Jahr 2023 muss- ten) sind hier 2,0 Mio. € mehr als im Vorjahr angefallen ten aufgrund der Rückwirkung auf Steuerzeiträume bis (+5,9 %). Das einst sehr niedrige Zinsniveau und tlw. so- 2019 bereits veranlagte Zinsen wieder zurückerstattet gar die Auszahlung von Negativzinsen gehören also der werden, so dass sich der Ertrag in einen Aufwand um- Vergangenheit an, vielmehr ist von einem wesentlich hökehrte. Auch in 2024 mussten noch umfangreiche Kor- heren Zinssatz bei der Neuaufnahme und der Umschulrekturen vergangener Zinszeiträume vorgenommen dung von Investitionskrediten auszugehen. Daher ist in werden, weshalb in diesem Jahr noch negative Erträge, den nächsten Jahren bei den hohen geplanten Investitid.h. Aufwendungen, unter diesem Posten ausgewiesen onssummen von beträchtlichen Auswirkungen auf den sind. Entsprechend der Gewerbesteuererträge werden Ergebnishaushalt auszugehen. auch die Zinsen bei Rückerstattung weiterhin auf dem Ertragskonto gebucht. Die Umkehrung in 2025 in einen Die Zinslastquote (das Verhältnis der Zinsaufwendun- Ertrag in Höhe von 0,8 Mio. € resultiert daraus, dass die gen zu den ordentlichen Aufwendungen) beträgt 1,63 % Altbestände im 2. Quartal 2025 abgearbeitet wurden. (Vorjahr 1,92 %).

Die Zinsaufwendungen für Investitionskredite sind Von der Gesetzesänderung der Gewerbesteuer-Vollgegenüber dem Vorjahr in Summe nur geringfügig ange- verzinsung betroffen sind auch die Aufwendungen aus stiegen (+ 0,2 Mio. €). Zum einen haben die Zinsaufwen- Erstattungszinsen aus der Gewerbesteuer, die sich dungen an verbundene Unternehmen, Beteiligungen um 4,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr reduziert haben. und Sondervermögen um 1,5 Mio. € gegenüber 2024 ab- Auch hier liegt die Begründung in der Aufarbeitung der genommen, was im Wesentlichen an geringeren Auf- Rückstände aus der Zinskorrektur für vergangene Zinswendungen für die Verzinsung der auf Kontokorrentkon- zeiträume ab dem Jahr 2019, welche im 2. Quartal ten bei der Stadt angelegten Gelder der städtischen 2025 abgeschlossen wurde, so dass sich die Höhe der Töchter zurückzuführen ist. Gegenläufig verhielten sich Aufwendungen im Berichtsjahr wieder normalisierte. jedoch die Zinsaufwendungen für Investitionskredite an

Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Finanzergebnis 35.155.656,02 25.587.906,76 34.482.896,98
Finanzerträge -10.006.725,96 -15.289.883,24 -15.079.005,97
Zinserträge -3.995.302,60 -4.701.683,24 -9.518.304,52
Erträge Gewinnanteile aus -5.260.720,73 -6.888.200,00 -6.842.498,30
Beteiligungen
Verzins. Gewerbe-/Umsatzsteuer -798.396,69 -3.500.000,00 1.559.358,85
§233a AO
Stundungszinsen und andere 47.694,06 -200.000,00 -277.562,00
Finanzerträge
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 45.162.381,98 40.877.790,00 49.561.902,95
Zinsaufwendungen für Investitions- 41.137.958,19 38.476.640,00 40.930.656,74
kredite, insb. an Kreditinstitute
Erstattungszinsen (Gewerbesteuer) 3.804.681,00 2.200.000,00 8.462.751,00
Sonstige Zinsaufwendungen 219.742,79 201.150,00 168.495,21

Außerordentliches Ergebnis

Das Außerordentliche Ergebnis stellt im Jahr 2025 einen ßerdem enthält es Erträge und Aufwendungen ursprüng- Aufwand in Höhe von 5,5 Mio. € dar, welcher sich haupt- lich investiv gebuchter Posten aus Vorjahren, die jedoch sächlich aus periodenfremden Posten zusammensetzt. konsumtiv zu behandeln sind und daher in den perioden- Es beinhaltet z. B. periodenfremde Aufwände aus der Er- fremden Ertrag bzw. Aufwand umgebucht wurden. stattung an das Land nach Art. 8 AufnG/Asylbewerberleistungsgesetz für das Jahr 2022 (7,6 Mio. €) und peri- Auch im Vorjahr bestand das außerordentliche Ergebnis odenfremde Erträge aus der Konzessionsabgabe für aus einem Aufwand (4,2 Mio. €). Im Vergleich zu 2025 Wasser und Wärme für das Jahr 2024 (1,2 Mio. €). Au- ist es damit um 1,3 Mio. € angestiegen (Mehraufwand).

Ist 2025 Plan 2025 Ist 2024
€ € €
Außerordentliches Ergebnis 5.545.579,21 254.371,27 4.192.359,69
Außerordentliche Erträge -3.660.265,29 -49.700,00 -3.386.908,53
davon: Periodenfremde Erträge -3.180.333,34 0,00 -3.262.730,85
Außerordentliche Aufwendungen 9.205.844,50 304.071,27 7.579.268,22
davon: Periodenfremde Aufwendungen 9.145.136,58 240.935,64 7.545.517,60

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