Referat für Finanzen, Personal und IT
Haushaltsplan
der Stadt Nürnberg
Eckdaten und Vorbericht
Eckdaten des städtischen Haushaltsplans 2026
| Haushaltszahlen | Plan 2026 | Plan Vorjahr1 | Veränderung gegenüber dem Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ordentliche Erträge | 2.729,3 Mio. € | 2.629,7 Mio. € | + 3,8 % | |||
| Ordentliche Aufwendungen | 2.762,0 Mio. € | 2.657,2 Mio. € | + 3,9 % | |||
| Jahresüberschuss (+)/-fehlbetrag (-) | - 68,7 Mio. € | - 53,4 Mio. € | + 28,7 % | |||
| Steuererträge | 1.387,7 Mio. € | 1.364,4 Mio. € | + 1,7 % | |||
| Nettoneuverschuldung (Finanzhaushalt) | 67,9 Mio. € | 99,8 Mio. € | - 32,2 % | |||
| Investitionen brutto (MIP, investive Mittel) | 533,7 Mio. € | 572,4 Mio. € | - 6,8 % - 32,2 % | |||
| davon städtische Mittel | 222,1 Mio. € | 327,7 Mio. € | ||||
| Investitionen brutto 4-Jahreszeitraum | 2.337,2 Mio. € | 2.438,5 Mio. € | - 4,2 % - 14,0 % | |||
| (Planjahr + 3 Folgejahre; MIP, investive Mittel) | ||||||
| davon städtische Mittel | 1.135,1 Mio. € | 1.319,4 Mio. € | ||||
| Cash Flow lfd. Verwaltungstätigkeit | 89,2 Mio. € | 76,1 Mio. € | + 17,2 % | |||
| Kennzahlen | ||||||
| Aufwandsdeckungsgrad | 98,8 % | 99,0 % | - 0,2 %-Punkte | |||
| (ordentliche Erträge/ordentliche Aufwendungen) | ||||||
| Steuerquote | 50,8 % | 51,9 % | - 1,1 %-Punkte | |||
| (Steuererträge/ordentliche Erträge) | ||||||
| Personalintensität | 33,0 % | 33,3 % | - 0,3 %-Punkte | |||
| (Personal- und Versorgungsaufwendungen/ | ||||||
| ordentliche Aufwendungen) | ||||||
| Zinslastquote | 1,7 % | 1,5 % | + 0,2 %-Punkte | |||
| (Zinsaufwendungen/ordentliche Aufwendungen) |
Plan
2026
Impressum
Herausgeberin: Stadt Nürnberg Stadtkämmerei Theresienstr. 7 90403 Nürnberg Fotos: Stadt Nürnberg
1 Inklusive Nachtragshaushalte
Vorwort
A.
Haushaltsplan
der Stadt Nürnberg 2026
SPAREN UND INVESTIEREN FÜR
NÜRNBERGS ZUKUNFT
Oberbürgermeister Referent für Finanzen, Marcus König P ersonal und IT Thorsten Brehm Liebe Leserinnen und Leser,
die kommunalen Finanzen in Deutschland stehen derzeit sich aktuell den Problemen der wirtschaftlichen Gesamtunter erheblichem Druck. Zwar entwickeln sich die Einnah- lage noch erwehren kann. Auf der Ausgabenseite dominiemen positiv, doch die Ausgaben steigen deutlich schneller. ren vor allem steigende Personalkosten und sozialstaatli- Die Folge sind wachsende Defizite, verschlechterte Jahres- che Leistungen. ergebnisse und ein kommunaler Investitionsrückstand, der Auch die Klinikumsfinanzierung bleibt ein Dauerbrenner. sich laut KfW-Kommunalpanel 2025 des Deutschen Insti- Sie ist schlicht nicht auskömmlich. Die Unterstützung aus tuts für Urbanistik inzwischen rund 215,7 Mrd. Euro beträgt. dem Stadthaushalt muss hierbei deshalb perspektivisch Auch Nürnberg bildet hier keine Ausnahme. Ohne ein kon- weiter steigen. Wir stehen zu diesem Thema im engen Aussequentes Gegensteuern bei den konsumtiven Ausgaben tausch mit dem Freistaat Bayern und adressieren unsere droht auch bei uns der Verlust der Genehmigungsfähigkeit Forderungen auch konsequent nach Berlin. Daneben indes Haushalts. Aus diesem Grund hat der Stadtrat in sei- vestieren die Städtischen Werke mit ihren Tochterunternen Etatberatungen zum vorliegenden Haushaltsplan die nehmen VAG und N-ERGIE stark in Mobilitäts-, Strom- und Einsparung von knapp 30 Millionen Euro in 2026 sowie die Wärmewende. Diese Zukunftsaufgaben sind unverzicht- Verschiebung diverser Investitionsprojekte beschlossen. bar, werden aber ohne ergänzende städtische Mittel nicht Dies war ein notwendiger, erster Schritt zur Entlastung des zu bewältigen sein – Geld, das der Nürnberger Stadthaus- Stadthaushalts. halt auf lange Sicht zusätzlich aufbringen muss.
Dennoch bietet auch dieser Haushaltsplan die Chance, mit Verwaltung und Politik haben im engen Austausch die klaren Prioritäten die Zukunft unserer Stadt aktiv zu gestal- Schwerpunkte dieses Haushaltsplans sowie erste Konsoliten. Mit einem Volumen von rund 2,3 Milliarden Euro bildet dierungsfelder aufgezeigt, erarbeitet und beschlossen. Ein zum Beispiel der Entwurf des Mittelfristigen Investitions- gemeinsamer Kraftakt, der aber dem gemeinsamen Ziel plans (MIP) in den nächsten vier Jahren die Grundlage für Rechnung trägt: Ein Haushalt, der finanzielle Verantworwichtige Investitionen in die Stadtentwicklung, soziale Inf- tung wahrt und wichtige Zukunftsinvestitionen ermöglicht. rastruktur und moderne Verwaltung. Damit stellen wir si- Nürnberg, im November 2025 cher, dass Nürnberg handlungsfähig bleibt und die Menschen hier weiterhin gute Lebensbedingungen vorfinden.
Zusätzliche Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes Marcus König Thorsten Brehm sind für den Haushalt hilfreich und ausdrücklich zu begrü- Oberbürgermeister Referent für Finanzen, ßen, können die eingangs erwähnten strukturellen Prob- Personal und IT leme jedoch nicht vollends und schon gar nicht dauerhaft beheben. Erfreulich ist die Entwicklung der Gewerbesteuer: Seit Jahren verzeichnet Nürnberg Rekordwerte – ein deutliches Zeichen für die Stärke unserer lokalen Wirtschaft, die Foto „Marcus König“: Stadt Nürnberg Foto „Thorsten Brehm“: Ludwig Olah
Allgemeine Daten zu Nürnberg1)
B.
| Einheit | Werte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Geographie | |||||
| Fläche | km2 | 186,4 | |||
| Lage | Lage | Grad, Minuten, | 49º27‘20“ nördliche Breite | ||
| Sekunden | 11º04‘43“ östliche Länge | ||||
| Höhenlage (über NN, Hauptbahnhof) | m über NN | 309 | |||
| Bevölkerung | |||||
| Einwohner | Anzahl | 544.4142) | |||
| Bevölkerungsdichte | Einwohner je km2 | 2.921 | |||
| Haushalte | Anzahl | 289.994 | |||
| Einwohner mit Migrationshintergrund | % | 51,0 | |||
| Arbeitsmarkt | |||||
| Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte | Anzahl | 319.977 | |||
| Arbeitslose im Stadtgebiet | Anzahl | 17.790 | |||
| Arbeitslosenquote | % | 5,93) | |||
| Steuer-Hebesätze | |||||
| Gewerbesteuer-Hebesatz | % | 467 | |||
| Grundsteuer A-Hebesatz | % | % | 332 | 332 | |
| (für land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitz) | |||||
| Grundsteuer-B-Hebesatz (für andere Grundstücke) | % | 7504 | |||
| Sonstiges | |||||
| Zugelassene Kraftfahrzeuge | Anzahl | 300.467 | |||
| (darunter Pkw und Kombi) | (249.281) |
Einheit
Werte
1)Quellen: Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth, Nürnberg in Zahlen 2024, Stand April 2025 und Statistiken Nürnberg“ (siehe: www.statistik.nuernberg.de). 2)Einwohnermelderegister (am Hauptwohnsitz). 3)Im Jahresdurchschnitt 2023. 4 Der Grundsteuer-B-Hebesatz wurde im Rahmen der Grundsteuerreform zum 01.01.2025 von 555 auf 780 angepasst und in der Satzung vom 31.10.2025 auf 750 festgesetzt.
Haushaltsplan
der Stadt Nürnberg Inhalt
Eckdaten zum Haushalt
Vorwort
A. 3
Allgemeine Daten zu Nürnberg
B.
Ziele und Schwerpunkte der
C.
Stadtpolitik
Kurzer Rückblick 2024 und
D.
aktueller Stand 2025
Ergebnishaushalt 2026
E. 11
E.1 Rücklagen 13
E.2. Ertragslage 16
Finanzhaushalt 2026
F. 32
Liquidität
G. 34
Anlagevermögen und
H.
Investitionen
Verbindlichkeiten und Schulden
I.
Ansprechpartner:
Wirtschaftliche Lage
Referat für Finanzen, Personal und IT: J.
Stadtkämmerer Herr Brehm ausgewählter Beteiligungen
Tel: +49 (0) 911 / 2 31-23 52 ref.i-ii@stadt.nuernberg.de www.stadtfinanzen-verwaltung.nuernberg.de
Stadtkämmerei: Tel.: +49 (0) 911 / 2 31-25 48 stk@stadt.nuernberg.de
Ziele und Schwerpunkte der Stadtpolitik
C.
„Nürnberg ist eine großartige Metropole mit einer hohen Hervorzuheben ist, dass der Kooperationsvertrag unter Lebensqualität. Auch in Zeiten des Wandels wollen wir Einfluss der Corona-Pandemie, mit nicht vorhersehba- Weichen für die Zukunft Nürnbergs stellen.“ ren Auswirkungen auf den Haushalt der Stadt Nürnberg, geschlossen wurde. Daher bleibt es den Kooperations- Unter dem Titel „Gemeinsam neu starten – weil wir alle partnern vorbehalten im einvernehmlichen Handeln von Nürnberg sind“ wurden als Ergebnis der Kommunalwahl den benannten Grundsatzthemen abzuweichen, um alle im März 2020 von den beiden größten Stadtratsfraktiodurch die Corona-Krise betroffenen Bereiche im Stadtnen folgende Grundsatzthemen für die Stadtratsperiode gebiet bestmöglich unterstützen zu können. Einzelne 2020 bis 2026 benannt: Maßnahmen stehen folglich unter Finanzierungsvorbehalt, da sowohl einnahme- als auch ausgabenseitig un-
- Haushalt, Finanzen und Investitionen
geplante Handlungsweisen zwingend erforderlich wer-
- Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeit
den können.
- Stadtentwicklung, Wohnungsbau, Wohn- und
Flächenpolitik
-
Mobilität
-
Sicherheit, Sauberkeit und Bürgerservice (aus: „Gemeinsam neu starten – weil wir alle Nürnberg
sind“ Kooperationsvereinbarung CSU und SPD für die
- Bildung, Betreuung, Jugend und Sport
Stadtratsperiode 2020 - 2026, Mai 2020).
- Soziale Gerechtigkeit, Senioren, Inklusion, Ge-
sundheit und Pflege
- Klima- und Umweltschutz, Stadtökologie und
Grünflächen
- Kultur, Vielfalt, Diversität und Integration
Für das Einzelthema „Haushalt, Finanzen und Investitionen“ wurden im Rahmen der Vereinbarung folgende Punkte festgelegt:
- Die Kooperationspartner bekennen sich zum
Investitionskurs der letzten Jahre und werden diesen auf hohem Niveau fortsetzen.
- Das Finanzreferat legt vor der Sommerpause
2020 eine aktualisierte Einnahmen- und Ausgabenprognose vor. Auf dieser Basis beraten die Fraktionen über die Projekte des Mittelfristigen Investitionsplans für 2021 ff.
- Die Vertragspartner bekennen sich zur Umset-
zung der im „Szenario 2030“ enthaltenen Projekte.
- Den Verkauf bzw. einen Teilverkauf von städti-
schen Tochterunternehmen an externe Dritte schließen wir aus.
- Die Kooperationspartner verständigen sich auf
eine solide Haushaltspolitik mit der grundsätzlichen Zielsetzung eines ausgeglichenen Haushalts und der Begrenzung von Neuverschuldung.
Rückblick auf das Jahr 2024 und aktueller Stand 2025
D.
Rückblick auf das Jahr 2024
| Ist | Plan 2024 | Ist 2023 | Δ Ist 2024 zu 2023 |
|---|---|---|---|
| 2024 | |||
| -1.265.591 -625.070 -7.567 -104.745 -56.504 -47.912 -417.493 -71.081 -7.828 -181 | -1.262.298 -596.571 -6.678 -94.692 -55.285 -45.269 -354.654 -53.539 -6.643 0 | -1.232.160 -566.050 -6.659 -95.657 -54.146 -48.199 -362.456 -119.407 -5.081 -99 | -33.431 -59.020 -908 -9.088 -2.358 288 -55.037 48.327 -2.747 -82 |
| -2.603.971 | -2.475.627 | -2.489.914 | -114.057 |
| 718.447 107.451 409.923 126.118 1.067.703 158.027 | 701.141 139.297 319.156 113.854 1.071.012 142.880 | 644.560 123.112 335.656 148.206 979.187 143.169 | 73.886 -15.661 74.267 -22.088 88.516 14.858 |
| 2.587.668 | 2.487.339 | 2.373.890 | 213.778 |
| -16.303 | 11.712 | -116.024 | 99.722 |
| -15.079 49.562 | -12.926 50.877 | -10.349 41.169 | -4.730 8.393 |
| 34.483 | 37.951 | 30.819 | 3.664 |
| 18.180 | 49.663 | -85.205 | 103.385 |
| -3.387 7.579 | -305 254 | -47.915 10.088 | 44.528 -2.508 |
| 4.192 | -51 | -37.828 | 42.020 |
| 22.372 | 49.612 | -123.033 | 145.405 |
Ergebnisrechnung im Rückblick
(in T€) 1 Steuern und ähnliche Abgaben 2 + Zuwendungen und allgemeine Umlagen 3 + Sonstige Transfererträge 4 + Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte 5 + Auflösung von Sonderposten 6 + Privatrechtliche Leistungsentgelte 7 + Kostenerstattungen und Kostenumlagen 8 + Sonstige ordentliche Erträge 9 + Aktivierte Eigenleistungen 10 +/- Bestandsveränderungen
S1 = Ordentliche Erträge (= Zeilen 1 bis 10)
11 - Personalaufwendungen 12 - Versorgungsaufwendungen 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 14 - Planmäßige Abschreibungen 15 - Transferaufwendungen 16 - Sonstige ordentliche Aufwendungen
S2 = Ordentliche Aufwendungen (= Zeilen 11 bis 16)
S3 = Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit
(=Saldo S1 und S2)
17 + Finanzerträge 18 - Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen
S4 = Finanzergebnis (= Saldo Zeilen 17 und 18)
S5 = Ordentliches Ergebnis (= S3 und S4)
19 + Außerordentliche Erträge 20 - Außerordentliche Aufwendungen
S6 = Außerordentliches Ergebnis
(=Saldo Zeilen 19 und 20)
S7 = Jahresergebnis (= S5 und S6)
Hinweis: Der SAP-Logik folgend, haben Erträge ein negatives, Aufwendungen ein positives Vorzeichen. Daher sind auch Defizite mit Pluszeichen und Überschüsse mit einem Minuszeichen versehen.
Der Jahresabschluss der Stadt Nürnberg für das Haus- Das Jahr 2024 hat wie erwartet mit einem Fehlbetrag in haltsjahr 2024 wurde gemäß Art. 102 GO im Anschluss Höhe von 22,4 Mio. € abgeschlossen, jedoch an die Aufstellung dem Stadtrat in der Sitzung am 27,2 Mio. € weniger als geplant. Im Vergleich zum Vor- 24.09.2025 zur Kenntnis vorgelegt. jahrjahresergebnis ist dies eine Verschlechterung um 145,4 Mio. €. Zusammengefasst lässt sich das Jahresergebnis 2024 wie folgt beschreiben:
In 2024 sind die ordentlichen Erträge gegenüber dem ckungsgrad inklusive Finanz- und außerordentlichem Er- Vorjahr um 4,6 % oder 114,1 Mio. € gestiegen. Die or- gebnis entsprechend des Fehlbetrags mit 99,2 % unter dentlichen Aufwendungen nahmen um 213,8 Mio. € 100 %. (entsprechend 9,0 %) zu. Es ergibt sich dadurch ein Die folgende Tabelle gibt einen kurzen Überblick zu den rechnerischer Aufwandsdeckungsgrad (ordentliche Erwesentlichen Einflussfaktoren auf das Jahresergebnis träge/ordentliche Aufwendungen) in Höhe von 100,6 %. 2024: Da diese Kennzahl über 100 % liegt, konnten die ordentlichen Aufwendungen vollständig durch ordentliche Erträge gedeckt werden. Allerdings ist der gesamte De-
| Ist | Plan 2024 | Ist 2023 | Δ Ist 2024 zu 2023 |
|---|---|---|---|
| 2024 | |||
| -677 | -672 | -670 | -6 |
| 49 | 50 | 50 | -1 |
| -373 | -374 | -350 | -23 |
| -625 -271 -31 -29 | -597 -255 -38 -29 | -566 -230 -26 -26 | -59 -41 -6 -2 |
| -418 -77 | -355 -11 | -363 -40 | -55 -37 |
| -105 | -95 | -96 | -9 |
| 525 | 518 | 499 | 26 |
| 197 | 228 | 172 | 25 |
| 1.080 140 123 67 | 1.071 149 106 81 | 979 127 100 22 | 101 13 24 46 |
| -1 | 0 | -42 | 42 |
| 9 | 0 | 10 | -2 |
| 126 | 114 | 148 | -22 |
| 9 | 11 | 4 | 4 |
| 41 | 40 | 37 | 4 |
| -3 | 0 | -48 | 44 |
(in Mio. €)
Gewerbesteuer Gewerbesteuerumlage Einkommensteueranteil Zuweisungen gesamt davon: Schlüsselzuweisungen Zuweisungen Grunderwerbsteuer Familienleistungsausgleich Kostenerstattungen davon: Erstattung vom Land Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte Bezüge und Vergütungen Pensions-/Beihilferückstellungen (Saldo Zuführung/Auflösung) Transferaufwendungen davon: Lfd. Leistungen für Unterkunft/Heizung (KdU) (§ 22 I SGB II) Jugend- und Familienhilfe Verlustausgleiche, Rückstellungen Auflösung zu Sonstigen Rückstellungen Zuführung zu Sonstigen Rückstellungen Abschreibungen Erstattungsinsen Gewerbesteuer Kreditzinsen Außerordentliche (periodenfremde) Erträge :
Die sehr deutliche Abweichung zum Jahresüberschuss (24 Mio. €), zum anderen aufgrund der Verlustausgleich- 2023 (123,0 Mio. €) kam zustande einerseits durch den leistungen für die StWN (25 Mio. €) und Rückstellungen Wegfall von Einmaleffekten (Nachzahlungen für Vor- für Verluste des Klinikums (18 Mio. €). Auch die Persojahre z.B. für Impf- und Testzentren, unter anderem nal-/Versorgungsaufwendungen haben sich massiv er- 45,0 Mio. € periodenfremder Ertrag in 2023, Auflösung höht (58 Mio. €). sonstiger Rückstellungen 42 Mio. €). Die Mehrerträge sind wesentlich durch die Gewerbe- Andererseits sind insbesondere die Transferaufwendun- steuer als wichtigste Ertragsquelle der Stadt Nürnberg gen stark gestiegen (+100 Mio. €) – zum einen aufgrund begründet: Dem Planwert von 672,0 Mio. € stehen tatvon Kostensteigerungen bei Sozialtransferaufwendun- sächliche Erträge in Höhe von 676,5 Mio. € in 2024 gegen, insbesondere der Familien- und Jugendhilfe
genüber. Das bedeutet ein Plus von 4,5 Mio. €. Im Ver- Die Transferaufwendungen liegen 3,3 Mio. € unter dem gleich zu 2023 haben sich die Gewerbesteuererträge um Planansatz, jedoch um 88,5 Mio. € über dem Vorjahres- 6,0 Mio. € erhöht. wert.
Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer hat sich Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen stiegen gegegenüber dem Vorjahr leicht verbessert und über- genüber dem Vorjahr um 14,9 Mio. € an, dies entspricht schreitet mit 372,6 Mio. € den im letzten Jahr erzielten einer Zunahme von 10,4 %. Aufgrund der mangelnden Wert von 349,8 Mio. € um 22,8 Mio. €, respektive 6,5 %. Planbarkeit bestimmter Sachverhalte, insbesondere beim Abgang von Anlagevermögen und der Bildung von Beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer wurden Rückstellungen, ergaben sich hohe Ist-Planabweichun- 2,8 Mio. € mehr als im Vorjahr eingenommen, dies entgen bei den sonstigen ordentlichen Erträgen und Aufspricht der bayernweiten Entwicklung. wendungen. Die Erträge aus der Grundsteuer B fielen um 1,8 Mio. € höher aus als im Vorjahr. Grundsteuer A, Hunde- und Zweitwohnungssteuer weichen nur geringfügig von den Aktueller Stand 2025 Plan- und Vorjahreswerten ab. Über den aktuellen Stand des Haushaltsjahres wurde im Die Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen haben Jahr 2025 im Ältestenrat und Finanzausschuss in der sich sowohl gegenüber dem Vorjahr, als auch gegen- Sitzung am 23.07.2025 berichtet. Dabei wurde folgenüber dem Plan erhöht. Sie legen um 59,0 Mio. € (10,4 %) des Fazit gezogen: gegenüber dem Rechnungsergebnis des Jahres 2023 zu und 28,5 Mio. € gegenüber dem Planwert. Die Nach dem jetzigen Kenntnisstand können zur Vermö- Schlüsselzuweisungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr gens-, Finanz- und Ertragslage die folgenden Aussagen um 41,4 Mio. €. Der Grundbetrag stieg um 4,2 %. Zu- getroffen werden: sätzlich erhöhte sich der Anteil Nürnbergs an der Ge- Die Vermögens- und Finanzlage kann derzeit nach den samtmasse. Dieser resultiert aus Nürnbergs unterdurchvorliegenden Zahlen als geordnet bezeichnet werden. schnittlicher Steuerentwicklung des Vorvorjahres (2022) verglichen mit den restlichen Zuweisungsempfängern. Die Finanzsituation kann aktuell als gesichert angesehen werden. Die Stadt Nürnberg verfügt über eine hin- Die Leistungsentgelte waren um 8,8 Mio. € höher als reichend hohe Ergebnisrücklage sowie Liquiditätsbe- 2023, die Planung überschritten sie um 12,7 Mio. €. stände und unausgeschöpfte Kreditermächtigungen. Die Kostenerstattungen und Kostenumlagen stiegen im Zur Entwicklung der Ertragslage lassen sich zum jetzi- Berichtsjahr um 55,0 Mio. € (15,2 %) gegenüber dem gen Zeitpunkt für das gesamte Jahr 2025 noch keine Vorjahr an. Der Planwert wurde um 62,8 Mio. € überaussagefähigen und belastungsfähigen Prognosen trefschritten. fen. Aufgrund wesentlicher noch ausstehender Verände- Die Personal- und Versorgungsaufwendungen sind ins- rungen bis zum Jahresende kann zum jetzigen Zeitpunkt gesamt um 58,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gestie- noch keine seriöse Abschätzung abgegeben werden, gen, gegenüber der Planung 2024 wurden hingegen wie das Jahresergebnis letztendlich ausfallen wird. 14,5 Mio. € weniger aufgewendet. Bei den Personalauf- Für den Berichtszeitraum kann jedoch festgestellt werwendungen für aktive Mitarbeitende liegt der Wert um den, dass: 73,9 Mio. € über dem Vorjahreswert und um 17,3 Mio. € über dem Planwert 2024. Bei den Versorgungsaufwensich die Gewerbesteuer wie im Vorjahr unerwartet auf dungen fielen gegenüber dem Plan 2024 31,8 Mio. € weeinem sehr hohen Niveau bewegt und aktuell weiterhin niger, gegenüber dem Vorjahr 15,7 Mio. € weniger an. für eine stabile, positive Ertragslage sorgt und Die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen stiewichtige zentrale Ansätze planmäßig verlaufen. gen insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 74,3 Mio. €. Der Planwert wurde sogar um 90,8 Mio. € überschritten. Trotz dieser positiven Entwicklungen muss ins Bewusstsein gerufen werden, dass das ordentliche Ergebnis in der Planung 2025 einen Fehlbetrag in Höhe von
72,8 Mio. € ausweist. Es gelten deshalb weiterhin die In Kombination mit der vom Bezirk Mittelfranken beabbereits im letzten Jahr in der Finanzberichterstattung ge- sichtigten Steigerung des Umlagesatzes würde dies für troffenen Aussagen: die Stadt Nürnberg zu einer deutlich höheren Bezirksumlage führen. Die Haushaltslage der Stadt wird auf mittelfristige Sicht hin angespannt bleiben. Die Fortschreibung des städti- Der Kapitalbedarf einiger städtische Töcher (unter andeschen Haushalts ist weiterhin mit Risiken behaftet, die rem Städtische Werke Nürnberg (StWN) und Klinikum wie folgt umschrieben werden können: Nürnberg) wird weiter zunehmen.
Das hohe und steigende Investitionsvolumen würde nur Diese Risiken vor Augen ist es deshalb unerlässlich, mit einer deutlichen Erhöhung der Verschuldung reali- dass die Stadt Nürnberg sowohl bei den Investitionen als sierbar sein. Deren Eingrenzung wird aber nur möglich auch im konsumtiven Bereich Zurückhaltung üben muss. sein, wenn aus dem Ergebnis der laufenden Verwal- Damit die Stadt Nürnberg weiterhin handlungsfähig tungstätigkeit ein möglichster hoher Überschuss erwirt- bleibt, hat das Erreichen eines genehmigungsfähigen schaftet und andererseits das Investitionsvolumen zu- Haushalts weiterhin oberste Priorität. rückgefahren wird. Ergänzend zu den im Juli 2025 getroffenen Aussagen Inwieweit die Gewerbesteuer auf dem hohen Niveau zeichnet sich aktuell folgende negative Entwicklung ab: bleiben wird, hängt von unterschiedlichsten Faktoren ab, Im Jugendamtsbereich (J) werden nach einer aktualidie größtenteils nicht von der Stadt beeinflusst werden sierten Hochrechnung die Planwerte bei den Transferkönnen. leistungen, insbesondere im Bereich der Hilfen zur Erziehung (HzE) aufgrund von Fallzahlsteigerungen und Weil sich die Gewerbesteuerträge in Nürnberg im Verdeutlich gestiegenen Tages- und Stundensätzen, um ca. gleich zur Region überproportional stark entwickelt ha- 30 Mio. € überschritten werden. ben, erhöhen sich unsere Umlagebeiträge und reduzieren sich unsere Zuweisungen relativ gesehen.
Vorbemerkungen Ergebnishaushalt
E.
Der Ergebnishaushalt bildet auf der Grundlage der Wichtiger Hinweis: doppelten Buchführung das Ressourcenaufkommen und den Ressourcenverzehr über Erträge und Aufwen- Der SAP-Logik folgend, haben Erträge ein negatives, dungen vollständig ab. Demgegenüber stellt der Fi- Aufwendungen ein positives Vorzeichen. Daher sind nanzhaushalt auf Zahlungsströme ab, indem er die auch Defizite mit Pluszeichen und Überschüsse mit geplanten Einzahlungen und Auszahlungen eines einem Minuszeichen versehen. Haushaltsjahres gegenüberstellt (siehe Kapitel E „Finanzhaushalt“).
Der Ergebnishaushalt hat die folgende Grundstruktur:
Der Ergebnishaushalt enthält in den einzelnen Spalten
- die Ansätze für das aktuell geplante Haus-
haltsjahr (Plan 2026),
-
die Planansätze des Vorjahres (Plan 2025),
-
die Ist-(Rechnungs-)Ergebnisse des Vorvor-
jahres (RE - oder Ist - 2024) und
- zur Darstellung der mittelfristigen Haushalts-
entwicklung die Planansätze der folgenden drei Haushaltsjahre (Plan 2027, Plan 2028 und Plan 2029).
Ausführliche Erläuterungen zum Ergebnishaushalt finden sich in dem Gliederungspunkt „F.5 Ertragslage“.
E. Ergebnishaushalt
Ertrags- und Aufwandsarten
Plan 2026
€
Plan 2025
€
RE 2024
€
Mittelfristige Ergebnisplanung
Plan 2027
€
Plan 2028
€
Plan 2029
€
1 Steuern und ähnliche Abgaben -1.387.665.000 -1.364.379.000 -1.265.591.216,76 -1.445.969.602-1.489.251.077-1.532.233.949 2 + Zuwendungen und allgemeine Umlagen -638.073.932 -618.424.265 -625.069.785,86 -663.221.880 -684.035.651 -698.156.684 3 + Sonstige Transfererträge -6.415.150 -6.620.593 -7.567.155,51 -6.639.681 -6.838.872 -7.038.061 4 + Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -101.241.526 -101.084.133 -104.744.821,17 -103.266.356 -105.331.683 -107.397.010 5 + Auflösung von Sonderposten -59.415.056 -55.622.865 -56.504.290,34 -63.395.865 -66.755.846 -68.892.033 6 + Privatrechtliche Leistungsentgelte -49.565.889 -47.176.972 -47.911.730,59 -50.557.206 -51.568.350 -52.579.495 7 + Kostenerstattungen und Kostenumlagen -425.281.934 -370.354.435 -417.492.729,14 -437.930.700 -449.478.252 -461.025.805 8 + Sonstige ordentliche Erträge -53.360.771 -53.274.801 -71.080.531,85 -54.425.199 -55.290.782 -56.241.368 9 + Aktivierte Eigenleistungen -8.323.051 -12.727.051 -7.827.965,49 -8.489.512 -8.659.302 -8.829.092 10 +/- Bestandsveränderungen 0 0 -180.812,27 0 0 0 S1 = Ordentliche Erträge (= 1 bis 10) -2.729.342.309 -2.629.664.116 -2.603.971.038,98 -2.833.896.001-2.917.209.816-2.992.393.497 11 - Personalaufwendungen 766.478.185 705.188.431 718.446.650,53 765.827.885 781.144.443 796.461.006 12 - Versorgungsaufwendungen 145.593.100 179.067.000 107.451.119,88 133.448.470 136.117.440 139.453.652 13 - Aufwend. für Sach- u. Dienstleistungen 371.973.124 336.211.673 409.922.687,76 380.577.656 399.727.988 426.233.327 14 - Planmäßige Abschreibungen 127.660.856 128.781.053 126.118.050,08 135.639.258 142.415.108 146.631.980 15 - Transferaufwendungen 1.169.655.480 1.140.447.491 1.067.703.217,15 1.212.508.730 1.246.214.290 1.282.459.847 16 - Sonstige ordentliche Aufwendungen 180.612.367 167.499.860 158.026.519,42 187.865.762 196.026.452 201.149.980 S2 = Ordentliche Aufwendungen 2.761.973.112 2.657.195.508 2.587.668.244,82 2.815.867.760 2.901.645.721 2.992.389.792 (= 11 bis 16) S3 = Ergebnis der lfd. Verwaltungstätigkeit 32.630.802 27.531.392 -16.302.794,16 -18.028.240 -15.564.095 -3.705 (= S1,S2) 17 + Finanzerträge -11.898.512 -15.289.883 -15.079.005,97 -11.978.187 -12.067.353 -12.157.818 18 - Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 47.777.440 40.877.790 49.561.902,95 54.563.900 62.685.631 70.643.824 S4 = Finanzergebnis (= 17 und 18) 35.878.928 25.587.907 34.482.896,98 42.585.713 50.618.279 58.486.006 S5 = Ordentliches Ergebnis (= S3 und S4) 68.509.730 53.119.299 18.180.102,82 24.557.473 35.054.183 58.482.301 19 + Außerordentliche Erträge -49.700 -49.700 -3.386.908,53 -50.695 -51.709 -52.723 20 - Außerordentliche Aufwendungen 220.771 304.071 7.579.268,22 225.187 229.691 234.195 S6 = Außerordentliches Ergebnis (=19 und 20) 171.071 254.371 4.192.359,69 174.492 177.982 181.472 S7 = Jahresergebnis (= S5 und S6) 68.680.801 53.373.670 22.372.462,51 24.731.965 35.232.165 58.663.773
Rücklagen und Rückstellungen
E.1
Rücklagen Gemäß § 24 KommHV Doppik soll der Ergebnishaushalt
ausgeglichen sein. Ein etwaiger Jahresfehlbetrag soll Nach § 23 KommHV-Doppik bestehen die Rücklagen durch die Verrechnung mit der Ergebnisrücklage unveraus züglich ausgeglichen werden.
- der Allgemeinen Rücklage (Nettoposition),
Der Ergebnisrücklage kommt daher eine besondere Be-
- nicht ertragswirksam aufzulösenden Zuwen- deutung zu, da der Haushalt weiterhin als ausgeglichen
dungen und gilt, wenn Rücklagen aus den Vorjahren zur Deckung
- aus Überschüssen des Ergebnishaushaltes des Defizits herangezogen werden können.
(Ergebnisrücklage). Die Ergebnisrücklage (nach Ergebnisverwendung) zum Die Rücklagen werden auf der Passivseite der Bilanz un- 31.12.2024 sinkt wegen des Fehlbetrages 2024 von ter dem Posten „Eigenkapital“ gesondert ausgewiesen. 506 Mio. € auf 487 Mio. €. Unter Zugrundelegung der geplanten Jahresfehlbeträge 2025 und 2026 wird die Er- Der Begriff der Rücklagen im Bereich der kommunalen gebnisrücklage (nach Ergebnisverwendung) zum Doppik ist vom früheren kameralen Rücklagenbegriff zu 31.12.2026 voraussichtlich bei 369 Mio. € liegen. unterscheiden. Unter kameralen Rücklagen versteht man Geldbestände, die zur künftigen Verwendung zu- In der nachfolgenden Grafik sind die Ergebnisrücklagen rückgelegt und verwaltet werden. Im Sinne der kommu- den Jahresergebnissen gegenübergestellt: nalen Doppik sind Geldbestände aber Vermögen, das auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen wird.
Rückstellungen
Im Gegensatz zur Kameralistik werden in der kommuna- In der folgenden Übersicht wird der voraussichtliche len Doppik dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip fol- Stand der Rücklagen und Rückstellungen zum gend für ungewisse Verbindlichkeiten und bestimmte 31.12.2026 ausführlich dargestellt. Aufwendungen Rückstellungen gebildet. Rückstellungen haben die Aufgabe, die am Bilanzstichtag bestehenden Zahlungsverpflichtungen vollständig zu erfassen.
Rücklagen- und Rückstellungsübersicht der Haushaltsplanung -
voraussichtlicher Stand der Rücklagen und Rückstellungen
| Arten der Rücklagen | Stand zum 31.12.2024 | Stand zum 31.12.2025 | Veränderungen im Haushaltsjahr +/- | Stand zum 31.12.2026 |
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | |
| 1. Basiskapital (Allgemeine Rücklage) | 665.278.406 | 665.278.406 | 0 | 665.278.406 |
| 2. Kapitalzuschuss zur Versorgungsrücklage | 993.351 | 961.817 | -36.151 | 925.666 |
| 3. Grundstockvermögen der nichtrechtsfähigen Stiftungen | 23.693.754 | 23.693.754 | 0 | 23.693.754 |
| 4. Weitere Positionen des Basiskapitals der nichtrechtsfähigen Stiftungen | 10.177.806 | 10.378.020 | 193.263 | 10.571.283 |
| 5. Ergebnisrücklage | 487.002.807 | 434.728.412 | -66.187.862 | 368.540.549 |
| 6. Kapitalerhaltungsrücklage nrf. Stiftungen/Rücklage Kostendecker/Sonderrücklage Energiesparfonds | 6.692.579 | 6.692.579 | 0 | 6.692.579 |
| 7. Ergebnisvortrag (bilanzierende Einheiten) | -19.958.948 | -21.258.436 | -2.686.201 | -23.944.638 |
| Summe = Eigenkapital | 1.173.879.756 | 1.120.474.552 | -68.716.952 | 1.051.757.600 |
| Arten der Rückstellungen | Stand zum 31.12.2024 | Stand zum 31.12.2025 1) | Veränderungen im Haushaltsjahr +/- 2) | Stand zum 31.12.2026 |
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | |
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.771.933.684 | 1.865.321.684 | 84.476.100 | 1.949.797.784 |
| 1.1. für Pensionsverpflichtungen | 1.480.448.599 | 1.559.210.099 | 60.741.100 | 1.619.951.199 |
| Pensionsrückstellung Anwartschaften aktive Beamte | 254.203.128 | 266.453.128 | 25.000.000 | 291.453.128 |
| Pensionsrückstellung Anwartschaften aktive Beamte Lehrkräfte | 209.543.764 | 210.393.764 | 11.000.000 | 221.393.764 |
| Rückstellung Anwartschaften städt. Versorgung Arbeitnehmer | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rückstellung Versorgungsempfänger Beamte | 478.084.143 | 510.798.043 | 12.045.000 | 522.843.043 |
| Rückstellung Erstattungen Beamte BayBeamtVG | 32.123.747 | 30.635.747 | -1.385.000 | 29.250.747 |
| Rückstellung Versorgungsempfänger Beamte Lehrkräfte | 466.602.383 | 505.187.883 | 18.231.100 | 523.418.983 |
| Rückstellung Versorgungsempfänger ehem. Arbeitnehmer | 34.941.434 | 30.941.534 | -4.000.000 | 26.941.534 |
| Pensionsrückst. für Erstattungen wegen ehem. Arbeitnehmer | 4.950.000 | 4.800.000 | -150.000 | 4.650.000 |
| 1.2. für Verpflichtungen aus Altersteilzeit und ähnliche Maßnahmen, Beihilfen | 291.485.085 | 306.111.585 | 23.735.000 | 329.846.585 |
| Rückstellung für Altersteilzeit Beamte | 2.175.614 | 2.255.614 | -20.000 | 2.235.614 |
| Rückstellung für Altersteilzeit Beamte Lehrkräfte | 1.440.810 | 1.710.810 | 100.000 | 1.810.810 |
| Rückstellung für Altersteilzeit Arbeitnehmer | 4.499.006 | 2.213.006 | -1.600.000 | 613.006 |
| Rückstellung für Beihilfen Beamte | 52.279.060 | 53.059.060 | 6.090.000 | 59.149.060 |
| Rückstellung für Beihilfen Beamte Lehrkräfte | 40.532.553 | 40.350.053 | 3.587.500 | 43.937.553 |
| Arten der Rückstellungen (Fortsetzung) | Stand zum 31.12.2024 | Stand zum 31.12.2025 1) | Veränderungen im Haushaltsjahr +/- 2) | Stand zum 31.12.2026 |
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | |
| Rückstellungen Beihilfen Versorgungsempfänger Beamte | 98.025.368 | 106.380.868 | 8.320.000 | 114.700.868 |
| Rückstellungen Beihilfen Versorgungsempfänger Lehrer | 89.983.616 | 97.826.116 | 7.422.500 | 105.248.616 |
| Rückstellungen für Beihilfen Arbeitnehmer | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rückstellungen für Beihilfen Versorgungsempfänger Arbeitnehmer | 2.232.758 | 1.999.758 | -165.000 | 1.834.758 |
| Rückstellungen für Beihilfen Erstattungen Rentner | 316.300 | 316.300 | 0 | 316.300 |
| 2. Rückstellungen für Altlasten | 5.638.000 | 5.638.000 | 0 | 5.638.000 |
| 3. Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung | 22.797.000 | 22.797.000 | 0 | 22.797.000 |
| 4. Rückstellungen im Rahmen des Finanzausgleichs und von Steuerschuldverhältnissen | 16.360.257 | 497.757 3) | 37.500 | 535.257 |
| 5. Rückstellungen für drohende Verpflichtungen aus Bürgschaften, Gewährverträgen und anhängigen Verfahren | 4.159.918 | 4.159.918 | 0 | 4.159.918 |
| 6. Sonstige Rückstellungen | 178.109.963 | 207.743.411 | 217.659 | 207.961.070 |
| Urlaubsrückstellungen | 12.270.877 | 12.270.877 | 0 | 12.270.877 |
| Rückstellungen für Verlustausgleiche von verbundenen Unternehmen | 21.837.500 | 51.431.500 | 74.359 | 51.505.859 |
| Rückstellungen für Zweckausrichtungsverpflichtungen | 492.611 | 492.611 | 0 | 492.611 |
| Rückstellungen für nicht ausgereichte Leistungsentgelte/-bezüge | 115.852 | 0 4) | 0 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen nach § 74 Abs. I Satz 2 KommHV-Doppik | 143.393.123 | 143.548.423 | 143.300 5) | 143.691.723 |
| Summe aller Rückstellungen | 1.998.998.822 | 2.106.157.770 | 84.731.259 | 2.190.889.029 |
-
Die Bestände ergeben sich aus der Fortschreibung des Endstands 31.12.2024 mit den Planzahlen des Haushaltsjahres 2025. Sofern der Endbestand 2025 nicht vom Endbestand 2024 abweicht, ist keine ergebniswirksame Veränderung in 2025 eingeplant worden. In der Fortschreibung der Bestände der Pensions- und Beihilfeverpflichtungen wurden auch voraussichtliche Ruhestandsversetzungen (Umschichtung zwischen den Beständen der aktiven Beschäftigten und der Versorgungsempfänger) berücksichtigt.
-
Es handelt sich um die im Haushalt 2026 geplanten, ergebniswirksamen Veränderungen. Zudem sind auch die Verschiebungen bei den Pensions- und Beihilfeverpflichtungen auf Grund der voraussichtlichen Ruhestandsversetzungen im Jahr 2026 enthalten. 3) Rückstellungsbildung für eventuell anfallende Betriebssteuern bei den Betrieben gewerblicher Art der Friedhofsverwaltung (37.500 €) sowie Auflösung der Bezirksumlagerückstellung aus 2023 in Höhe von 15,9 Mio. €. 4) Die in 2024 nicht ausgeschütteten Leistungsentgelte/-bezüge sind im Folgejahr (2025) an die Beschäftigten auszuschütten.
-
Es handelt sich hierbei um den Unterschiedsbetrag 2026 bei Endfälligkeit von Wertpapieren der nichtrechtsfähigen Stiftungen sowie um die jährliche Zuführung zur Prüfungskostenrückstellung der überörtlichen Rechnungsprüfung.
Ertragslage
E.2
Zur Beurteilung der Ertragslage wird auf das ordentli- • Sonstige ordentliche Aufwendungen
che Ergebnis abgestellt. Dieses errechnet sich aus
und den Finanzerträgen und -aufwendungen den ordentlichen Erträgen: (= Finanzergebnis).
-
Steuererträge, Die genannten Erträge und Aufwendungen fallen im
-
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen und Rahmen der gewöhnlichen Geschäfts- beziehungsweise
sonstige Transfererträge, Verwaltungstätigkeit an. Sie sind planbar und meist re-
-
Erträge aus Leistungsentgelten, gelmäßig wiederkehrend. Außerordentliche Erträge und
-
Erträge aus Kostenerstattungen und Kosten- Aufwendungen, die unregelmäßig anfallen und/oder pe-
umlagen, riodenfremd sind, bleiben außer Betracht. Einer Analyse
- Erträge aus der Auflösung Sonderposten, insbesondere der ordentlichen Erträge und Aufwendun-
gen kommt besondere Bedeutung zu, da bei einer Gesonstige ordentliche Erträge, Aktivierte Eigengenüberstellung beider Zahlen die Leistungsfähigkeit eileistungen und Bestandsveränderungen ner Kommune in Bezug auf die Deckungsfähigkeit ihrer den ordentlichen Aufwendungen: Aufwendungen aus den Erträgen beurteilt werden kann.
-
Personal- und Versorgungsaufwendungen, Für das Haushaltsjahr 2026 wird das folgende ordentli-
-
Sachaufwendungen und Abschreibungen, che Ergebnis geplant (Anmerkung: Aufgrund der hohen
-
Transferaufwendungen, Aggregationsebene der Zahlen entstehen Rundungsdif-
ferenzen, die nicht korrigiert werden):
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| -2.729.341 | -2.629.663 | -2.603.960 | |
| 2.761.971 | 2.657.197 | 2.587.665 | |
| 32.630 | 27.534 | -16.295 | |
| 35.880 | 25.588 | 34.483 | |
| = ordentliches Ergebnis | 68.510 | 53.122 | 18.188 |
Das ordentliche Ergebnis des Haushaltsplans 2026 In der nachfolgenden Grafik wird die Entwicklung der orschließt mit einem Fehlbetrag in Höhe von 68,5 Mio. ab. dentlichen Erträge und Aufwendungen seit der Einführung der Doppik im Jahr 2005 dargestellt: Im Vergleich zur Vorjahresplanung steigen die ordentlichen Erträge um 99,7 Mio. € oder 3,8 %. Die ordentlichen Aufwendungen nehmen dagegen um 104,8 Mio. € oder 3,9 % zu. Als Ergebnis der laufenden Verwaltungstätigkeit errechnet sich somit ein Fehlbetrag in Höhe von 32,6 Mio. €. Vergleicht man die Planzahlen 2026 mit dem Jahresergebnis 2024, so ist festzustellen, dass die ordentlichen Aufwendungen um 6,7 % steigen, während die Erträge nur um 4,8 % zunehmen.
Über den Zeitraum 2005 bis 2026 hinweg lagen bzw. lie- Die Grafik zeigt im Jahr 2010 den Sondereffekt „Sondergen - mit Ausnahme der Jahre 2010, 2014, 2021, 2025 vermögen Klinikum“. Das Verhältnis zwischen ordentliund 2026 - die ordentlichen Erträge über den ordentli- chen Erträgen und Aufwendungen ergibt dadurch einen chen Aufwendungen, mit der Folge, dass sich jeweils ein rechnerischen Aufwanddeckungsgrad von 93,8 %. Da in positiver Aufwandsdeckungsgrad über 100 % errechnet. dieser Betrachtung jedoch nur die ordentlichen Erträge Aus der Grafik wird ersichtlich, dass bis zum Jahr 2019 und Aufwendungen betrachtet werden, bei der Auflödie Erträge gleichlaufend leicht über den Aufwendungen sung des Sondervermögens jedoch ordentliche und augelegen sind. Seit dem Jahr 2020, dem Jahr der Corona- ßerordentliche Positionen betroffen waren, ist an dieser Pandemie, stellt sich der Kurvenverlauf eher unregelmä- Stelle ein direkter Vergleich mit den Werten der anderen ßig dar. Die Jahre 2022, 2023 und 2024 haben insbe- Jahre nicht möglich. sondere wegen der nicht vorhersehbaren positiven Ent- In den folgenden Ausführungen werden zur Beurteilung wicklung bei der Gewerbesteuer mit einem unerwartet der Ertragslage die Ertrags- und Aufwandsposten aus hohen Überschuss abgeschlossen. Die Planungen für dem ordentlichen Ergebnis einer näheren Betrachtung die Jahre 2025 und 2026 gehen dagegen von einer Verunterzogen. schlechterung des Jahresergebnisses aus.
Steuererträge
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| -90 | -300 | -298 | |
| -127.500 | -134.800 | -125.343 | |
| -745.200 | -749.000 | -676.470 | |
| -405.097 | -386.779 | -372.573 | |
| -106.428 | -90.200 | -87.514 | |
| -2.250 | -2.200 | -2.271 | |
| -1.100 | -1.100 | -1.121 | |
| insgesamt | -1.387.665 | -1.364.379 | -1.265.590 |
Die Ansätze der Steuererträge basieren im Wesentli- Ausgleich durch den Bund für Steuerentlastungen bei chen auf den Ergebnissen der Steuerschätzungen vom Unternehmen (sog. Investitionsbooster). Oktober 2025 und der aktuellen immer noch positiven Der Grundsteuer B Hebesatz wurde im Jahr 2018 von Entwicklung der Steuern in Nürnberg. Das Risiko bei al- 535 % um 20 Prozentpunkte auf 555 % erhöht. Im Rahlen Steuerertragsarten ist und bleibt die konjunkturelle men der Grundsteuerreform kam es im November des Entwicklung in der Eurozone und Deutschland, die maß- Jahres 2024 zu einer Neufestlegung des Grundsteuergeblich durch das Weltgeschehen beeinflusst wird. hebesatzes auf 780 %. Aufgrund der Erfahrungen mit Die Steuererträge nehmen gegenüber der Vorjahrespla- dem neuen Hebesatz und unter dem Versprechen einer nung um 1,7 % oder 23,3 Mio. € zu. aufkommensneutralen Umsetzung hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 22.10.2025 den Hebesatz ab 2026 auf Die Gewerbesteuer ist mit geplanten 745 Mio. € oder ei- 750 % abgesenkt. nem Anteil von 53,7 % an den Steuererträgen mit Abstand die wichtigste Steuerertragsquelle. Der Ansatz für Die Hundesteuer wurde an die letzten Rechnungsergeb- 2026 wurde aufgrund der Oktober-Steuerschätzung, und nisse angepasst. insbesondere des Jahresergebnisses 2024 und der ak- Die Zweitwohnungssteuer liegt konstant bei ca. tuellen Entwicklungen der Gewerbesteuer in Nürnberg 1,1 Mio. €. gegenüber dem Vorjahresplanwert, der durch einen Nachtragshaushalt erhöht wurde, um 3,8 Mio. € redu- Auf der folgenden Seite findet sich eine grafische Darziert. Der Gewerbesteueransatz ist trotz sorgfältiger Plastellung der Entwicklung der Steuererträge seit 1999. nung dennoch immer mit besonderen Risiken im Hinblick Die erste Tabelle zeigt die Entwicklung der absoluten auf die wirtschaftliche Entwicklung behaftet. Werte in den einzelnen Steuerarten. Bei einer Indexierung der Werte mit dem Basisjahr 1999 zeigen sich deut- Der „Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer“ wurde liche Unterschiede. Danach sind die Steuern seit dem auf der Grundlage der Oktober-Steuerschätzung mit Jahr 1999 insgesamt um 144,7 % gestiegen. Obgleich 405,1 Mio. € angesetzt. Dieser nimmt gegenüber der sie von der absoluten Höhe für Nürnberg eher nachge- Vorjahresplanung um 18,3 Mio. € oder 4,7 % zu. ordnete Bedeutung hat, ist die Umsatzsteuer, gemessen Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer steigt in 2026 am Index, am stärksten gestiegen. Dies ist auch auf Sonim Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Mio. € auf dereffekte zurück zu führen. 106,4 Mio. €. Der relativ hohe Anstieg beinhaltet einen
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen
und sonstige Transfererträge
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| Zuweisungen und Zuschüsse davon: | -638.074 | -618.423 | -625.070 |
| -265.000 | -255.787 | -271.180 | |
| -20.566 | -20.433 | -20.315 | |
| -41.400 | -44.250 | -30.978 | |
| -30.180 | -30.500 | -28.762 | |
| -31.683 | -32.112 | -39.761 | |
| -109.036 | -101.487 | -97.781 | |
| -119.947 | -113.537 | -114.709 | |
| -20.262 | -20.317 | -21.584 | |
| Sonstige Transfererträge davon: | -6.416 | -6.620 | -7.560 |
| -1.045 | -1.184 | -1.069 | |
| -326 | -426 | -1.080 | |
| -2.271 | -1.878 | -1.852 | |
| -640 | -639 | -537 | |
| -2.134 | -2.493 | -3.022 | |
| insgesamt | -644.490 | -625.043 | -632.630 |
Die Planungen der Erträge aus Zuweisungen und Zu- Berechnung zum Zeitpunkt der Haushaltsplanerstellung schüssen und der sonstigen Transfererträge liegen mit noch nicht vorlagen. 644,5 Mio. € um 3,1 % oder 19,4 Mio. € über der Vorjah- Die Zuweisungen vom Land (Sozialtransfer) beinhalten resplanung. den Landesanteil an den Betriebskostenzuschüssen für Die Schlüsselzuweisungen für das Jahr 2026 liegen um Kindertageseinrichtungen (Kitas) freier Träger. 9,2 Mio. € über dem Vorjahreswert. Diese sind noch mit Die übrigen Ansätze bewegen sich im Rahmen der plan- Unsicherheiten behaftet, da wichtige Eckwerte für die mäßigen Fortschreibung.
Erträge aus Leistungsentgelten
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| Öffentlich-rechtliche davon: | -101.241 | -101.084 | -104.744 |
| -21.926 | -20.790 | -23.137 | |
| -35.653 | -34.369 | -31.990 | |
| -3.078 | -4.132 | -2.929 | |
| -9.411 | -10.536 | -14.059 | |
| -12.699 | -12.464 | -13.542 | |
| -18.474 | -18.793 | -19.087 | |
| Privatrechtliche davon: | -49.565 | -47.177 | -47.911 |
| -4.470 | -4.480 | -3.557 | |
| -21.855 | -19.822 | -21.375 | |
| -3.480 | -3.243 | -3.248 | |
| -2.793 | -2.619 | -3.117 | |
| -1.179 | -1.477 | -1.508 | |
| -4.930 | -5.174 | -4.823 | |
| -10.858 | -10.362 | -10.283 | |
| insgesamt | -150.806 | -148.261 | -152.655 |
Bei den Leistungsentgelten unterscheidet man in öffent- Die „Gebühren für öffentlich-rechtliche Nutzung“ enthallich-rechtlich und privatrechtlich erhobene Entgelte. ten insbesondere die Besuchsgebühren für Tagespflege und städtische Kitas. Insgesamt steigen die Leistungsentgelte der Stadt Nürnberg um 2,5 Mio. € (+ 1,7 %) gegenüber dem Plan 2025 Die weiteren Ansätze wurden entsprechend der Erkenntauf rund 150,8 Mio. € an. Während die öffentlich-rechtli- nisse aus den Vorjahresergebnissen angepasst oder bechen Leistungsentgelte nur um ca. 0,2 Mio. € (+ 0,2 %) wegen sich im Rahmen der planmäßigen Fortschreiansteigen, nehmen die privatrechtlichen Leistungsent- bung. gelte um 2,4 Mio. € (+ 5,1 %) zu.
Erträge aus Kostenerstattungen und Kostenumlagen
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| -211.389 | -205.236 | -192.457 | |
| -98.964 | -60.379 | -124.639 | |
| -30.785 | -29.074 | -30.469 | |
| -22.579 | -17.158 | -14.365 | |
| -20.583 | -19.108 | -23.113 | |
| -351 | -332 | -285 | |
| -797 | -960 | -725 | |
| -4.594 | -4.584 | -2.889 | |
| -1.590 | -1.571 | -1.695 | |
| -371 | -307 | -367 | |
| -21 | -15 | -21 | |
| -3.276 | -3.143 | -3.277 | |
| -13.399 | -13.126 | -9.114 | |
| -16.257 | -14.867 | -13.683 | |
| -325 | -495 | -394 | |
| insgesamt | -425.281 | -370.355 | -417.493 |
Mit einem Planwert von 425,3 Mio. € liegen die Erträge • Bei den Leistungen nach dem Asylbewerberleisaus Kostenerstattungen und Kostenumlagen in der Pla- tungsgesetz wurde mit einer Reduktion von nung 2026 um 54,9 Mio. € oder 14,8 % über den Ansät- 14,5 Mio. € geplant. Diese werden in voller Höhe zen der Vorjahresplanung. Die wichtigsten Größen wer- vom Freistaat Bayern übernommen werden. den sich wie folgt entwickeln: • Erstattungen von Gemeinden enthalten unter anderem Gastschulbeiträge und Zahlungsverpflichtun-
- Der Bund erstattet die Kosten der Grundsicherung
gen bei Personalwechsel. im Alter und bei Erwerbsminderung. Diese sind mit
- Die Erstattungen vom Bezirk im Bereich der Inob-
einem Anstieg von 2,0 Mio. € geplant. Die Beteilihutnahmen sind entsprechend der erstattungsfähigung an den Kosten der Unterkunft (SGB II) liegt gen Aufwendungen geplant und um 5,7 Mio. € höaufgrund höherer Aufwendungen für lfd. KdU und her angesetzt. BuT um 4,2 Mio. € über dem Vorjahresplanwert.
-
Private Erstattungen steigen im Bereich der Inte-
-
Die Erstattungen vom Freistaat Bayern enthalten ab
grierten Leitstelle den Aufwendungen entsprechend 2026 auch im Plan die Erstattungen für das um 1,0 Mio. €. Deutschlandticket. Diese sind mit 52 Mio. € veranschlagt und sind zur Weiterleitung an die StWN vorgesehen.
Erträge aus der Auflösung Sonderposten, sonstige ordentliche
Erträge, Aktivierte Eigenleistungen und Bestandsveränderungen
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| Auflösung Sonderposten | -59.415 | -55.623 | -56.504 |
| Sonstige ordentliche Erträge davon: | -53.361 | -53.275 | -71.079 |
| -510 | -515 | -575 | |
| -2.026 | -2.026 | -3.627 | |
| -621 | -621 | -1.365 | |
| -1.200 | -1.200 | -223 | |
| -41.080 | -41.080 | -39.885 | |
| -550 | -550 | -1.344 | |
| -7.374 | -7.283 | -24.060 | |
| Aktivierte Eigenleistungen, Honorare | -8.323 | -12.727 | -7.828 |
| Bestandsveränderungen | 0 | 0 | -181 |
| insgesamt | -121.099 | -121.625 | -135.592 |
Die ertragswirksame Auflösung von Sonderposten fällt Wertänderungen bei Veräußerung von Vermögen oder im Jahr 2026 um 3,8 Mio. € oder 6,8 % höher aus als in Nachaktivierungen. der Vorjahresplanung. Dies korrespondiert mit den Ab- Die Aktivierten Eigenleistungen resultieren aus Bauinschreibungen - soweit die Investitionen mit Zuwendunvestitionen und werden entsprechend der MIP-Planung gen finanziert wurden. in den Ergebnishaushalt übernommen. Der unter der Position „Sonstiges“ im Rechnungsergebnis regelmäßig relative hohe Betrag resultiert überwiegend aus Auflösungen von Rückstellungen, insbesondere Instandhaltungsrückstellungen. Hinzu kommen
Personal- und Versorgungsaufwendungen
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| insgesamt | 912.071 | 884.255 | 825.897 |
Die Personal- und Versorgungsaufwendungen steigen nen und Mitarbeiter) und 145,2 Mio. € oder 16,0 % (Vorinsgesamt gesehen im Vergleich zu der Vorjahrespla- jahr: 179,1 Mio. € oder 20,3 %) auf die Versorgungsaufnung um 27,8 Mio. € oder 3,1 % und im Vergleich zum wendungen (= Aufwendungen für Versorgungsempfän- Ist 2024 um 86,2 Mio. € oder 10,4 % an. ger).
Von den Personal- und Versorgungsaufwendungen ent- Einzeln betrachtet entwickeln sich die Personal- und fallen im Haushaltsjahr 2026 766,5 Mio. € oder 84,0 % Versorgungsaufwendungen wie folgt: (Vorjahr 705,2 Mio. € oder 79,7 %) auf die Personalaufwendungen (= Aufwendungen für aktive Mitarbeiterin-
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| Bezüge und Vergütungen davon: | 563.343 | 550.258 | 524.573 |
| 104.504 | 105.176 | 99.465 | |
| 104.111 | 99.278 | 94.491 | |
| 347.967 | 338.925 | 322.749 | |
| 6.761 | 6.879 | 7.868 | |
| Beiträge zu Versorgungskassen | 26.688 | 24.851 | 24.651 |
| Beiträge zur gesetzlichen Sozialver- sicherung und pauschalierte Lohnsteuer | 81.967 | 68.645 | 68.234 |
| Beihilfen und Unterstützungsleistungen | 11.050 | 10.380 | 11.647 |
| Rückstellungen davon: | 83.430 | 51.054 | 89.341 |
| -1.520 | -1.936 | -1.528 | |
| 67.000 | 44.120 | 73.139 | |
| 17.950 | 8.870 | 17.730 | |
| insgesamt | 766.478 | 705.188 | 718.446 |
Ausgehend vom Planwert 2025 ist bei den Personalauf- nach dem aktuell vorgeschriebenen gesetzlichen Bewendungen im Jahr 2026 mit den folgenden Entwicklun- rechnungsmodus, der zu starken Schwankungen führen gen zu rechnen: kann, im Jahr 2026 insgesamt im Saldo um 32,4 Mio. € oder 63,4 % höher aus als in der Vorjahresplanung. Auf- Lässt man die Rückstellungsbuchungen außer Betracht, grund von Unwägbarkeiten bei der Planung (wie zum so steigen die Personalaufwendungen im Jahr 2026 um Beispiel bei der Anzahl der Sterbefälle und der Ein- und 28,9 Mio. € oder 4,4 % gegenüber dem Vorjahresplan. Austritte von Beamten/innen bei der Stadt) sind die Plan- Die Steigerung ist neben den kostendämpfenden Ausansätze dieser Rückstellungen immer mit Unsicherheiwirkungen des in 2022 beschlossenen Personaleinsparten behaftet. pakets vor allem auf die Tariferhöhungen bei den Beschäftigten und die Besoldungserhöhungen bei den Be- Die Position „Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicheamten zurückzuführen. Bei der Planung wurde mit der rung …“ muss unter anderem aufgrund von Tarifsteigebeschlossenen Tariferhöhung (2,8% ab Mai 2026 und rungen und steigenden Beitragssätzen zur Sozialversi- Anhebung Weihnachtsgeld) sowie einem Anstieg von cherung gegenüber der Planung 2025 um 13,3 Mio. € Aufwendungen für Besoldungen von 3,0 % gerechnet. oder 19,4 % erhöht werden.
Die Rückstellungszuführungen beziehungsweise -auflö- Für das Haushaltsjahr 2026 werden die Versorgungsaufsungen für die aktiven Beamtinnen und Beamten fallen wendungen wie folgt geplant:
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| Beamte (inklusive Lehrkräfte) | 116.294 | 107.986 | 107.181 |
| Arbeitnehmer | 5.603 | 6.677 | 5.965 |
| Beihilfen für Versorgungsempfänger | 21.100 | 20.400 | 21.810 |
| Neutralisation Versorgung und Beihilfen | -141.822 | -133.991 | -133.638 |
| Rückstellungen davon: | 144.418 | 177.995 | 106.133 |
| 116.143 | 150.032 | 82.118 | |
| 28.275 | 27.963 | 24.015 | |
| insgesamt | 145.593 | 179.067 | 107.451 |
Die Versorgungsaufwendungen sinken gegenüber dem Die Rückstellungsbildungen sind unter anderem abhän- Vorjahresplan insbesondere wegen der Rückstellungs- gig von den Steigerungsraten der Pensionen. bildung um 33,5 Mio. € beziehungsweise 18,7 % auf 145,6 Mio. €.
Sachaufwendungen und Abschreibungen
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| Sachaufwendungen davon: | 371.973 | 336.212 | 409.922 |
| 15.029 | 14.066 | 14.663 | |
| 31.642 | 30.543 | 37.434 | |
| 47.099 | 51.377 | 38.124 | |
| 7.890 | 7.045 | 7.484 | |
| 33.500 | 31.218 | 29.993 | |
| 34.997 | 34.568 | 30.683 | |
| 232.842 | 173.141 | 233.042 | |
| -31.026 | -5.746 | 24.384 | |
| 0 | 0 | -5.885 | |
| Abschreibungen | 127.661 | 128.781 | 126.118 |
| insgesamt | 499.634 | 464.993 | 536.040 |
Die Sachaufwendungen und Abschreibungen steigen im Weiterleitung der Erstattungen für das Deutschlandticket Vergleich zum Vorjahresplanwert insgesamt um 7,4 % an die VAG im erwarteten Umfang von 52,0 Mio. €. Die oder 34,6 Mio. € auf 499,6 Mio. €. Erstattungen an SÖR steigen um 9,2 Mio. € oder 7,5 %. Die Erstattungen an Gemeinden für den grenzüber- Die geplanten Aufwendungen für Strom, Gas und Fernschreitenden Verkehr werden mit 2,4 Mio. € geplant. Rewärme erhöhen sich um 1,1 Mio. € aufgrund weiterhin duzierungen der Ansätze erfolgen bei Erstattungen an hoher Gaspreise. Dritte bei den Erstattungen an SUN (Vorjahr 2,8 Mio. € als Defizitübernahme 2009 bis 2023) und in der Inobhut- Die Aufwendungen für Gebäudeunterhalt und -technik nahme aufgrund einer Umstrukturierung (1,0 Mio. €). reduzieren sich um 4,3 Mio. € oder 8,3 %. Diese Entwicklung ist überwiegend im Zusammenhang mit der In der Position „Sonstiges“ werden erst einmal auch Bud- Planung der Maßnahmen im mittelfristigen Investitionsgetbelastungen aus beschlossenen Sparpaketen und plan (MIP) zu sehen. Einsparungsaufträgen gesammelt, so dass sich an dieser Stelle in Summe ein negativer Wert ergeben kann. Die Aufwendungen im Sammelposten „Gebäudereini- Im Vollzug des Jahres 2026 werden die Budgetbelastungung, Müll, Kanal, usw.“ erhöhen sich um 2,3 Mio. € oder gen dann entsprechend der getroffenen Einsparmaß- 7,3 %. Dies ist vor allem mit höheren Aufwendungen für nahmen auf die jeweiligen Dienststellen/Organisations- Gebäudereinigung (1,3 Mio. €) zu begründen. einheiten umgeschichtet. Im Haushalt 2026 wurde ein Die Aufwendungen für Tagespflegepersonal erhöhen weiteres Sparpaket im Umfang von 29,1 Mio. € besich um 0,3 Mio. €. schlossen und in dieser Position mit eingeplant.
Die Erstattungen an Dritte steigen um 59,7 Mio. € oder 34,5 %. Erstmalig in der Planung berücksichtigt ist die
Transferaufwendungen
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| Transferaufwendungen Sozialbereich (direkt) davon: | 699.755 | 678.527 | 629.085 |
| 198.894 | 184.540 | 176.367 | |
| 24.693 | 23.688 | 19.657 | |
| 112.488 | 109.042 | 98.320 | |
| 0 | 7 | 6 | |
| 10.478 | 10.173 | 10.011 | |
| 6.313 | 6.137 | 6.037 | |
| 146.021 | 133.126 | 123.374 | |
| 31.805 | 46.516 | 39.631 | |
| 153.260 | 152.568 | 143.537 | |
| 15.803 | 12.710 | 12.134 | |
| 0 | 20 | 11 | |
| Bezirksumlage | 288.680 | 283.960 | 233.672 |
| Weitere Transferaufwendungen davon: | 182.355 | 195.632 | 206.666 |
| 84.420 | 80.980 | 85.016 | |
| 42.085 | 58.517 | 67.268 | |
| 55.850 | 56.135 | 48.475 | |
| 0 | 0 | 5.907 | |
| Neutralisation Rückstellungen (Transfera.) | -1.136 | -17.671 | -1.721 |
| insgesamt | 1.169.654 | 1.140.448 | 1.067.702 |
Die Transferaufwendungen werden in Sozialtransferaufwendungen (Transferaufwendungen Sozialbereich) und
Sozialtransferauf- Weitere Trans-
weitere Transferaufwendungen unterteilt. Inhaltlich kann wendungen feraufwendungen die Bezirksumlage den Sozialtransferleistungen zuge- Sozialleistungen, Zu- Weitere Zuschüsse rechnet werden, da die Aufgabenschwerpunkte des Be- schüsse an soziale und Zuweisungen, zirks ebenfalls im Sozialbereich liegen. Aufgrund der fi- Einrichtungen Verlustausgleiche, Gewerbesteuerumlage, nanziellen Bedeutung wird die Bezirksumlage jedoch ei- Krankenhausumlage genständig ausgewiesen.
Bezirksumlage
Die Transferaufwendungen steigen insgesamt um Die Hilfe zur Pflege ist vollständig auf den Bezirk über- 29,2 Mio. € oder 2,6 %. Mit einem Anteil von 42,3 % an gegangen. Etwaige zeitversetzt noch abgerechnete den ordentlichen Aufwendungen sind die Transferauf- „Nachläuferkosten“ werden vom überörtlichen Träger erwendungen neben den Personal- und Versorgungsauf- stattet. wendungen (Anteil von 33,0 %) der größte Kostenblock Für die „Hilfe zur Gesundheit (SGB XII)“ werden innerhalb der ordentlichen Aufwendungen. 0,3 Mio. € oder 3,0 % höhere Aufwendungen veranschlagt.
Transferaufwendungen Sozialbereich In der Familien- und Jugendhilfe liegt der Planwert 2026 um 12,9 Mio. € oder 9,7 % über dem Vorjahresplanwert. Die Sozialtransferaufwendungen umfassen die klassi- In 2025 waren die Kosten überplanmäßig angestiegen, schen Sozialleistungen, die die Stadt selbst zu tragen weshalb die Planansätze über die Nachtragshaushaltshat, wie beispielsweise die Kosten der Unterkunft im satzung nach oben hin korrigiert worden sind. Die Pla- SGB II oder die Familien- und Jugendhilfen. Hinzu komnung erfolgt auf Basis der aktuellen Fallzahlen inklusive men die Zuschüsse an soziale Einrichtungen, insbesonder prognostizierten Fallzahl- und Fallkostensteigerundere an die freien Träger der Kindertagesstätten. Diese gen: Teilmenge der Transferaufwendungen repräsentiert mit einem Volumen von 699,8 Mio. € ein Viertel der gesam- • Im Bereich der Inobhutnahme steigen die Aufwenten ordentlichen Aufwendungen. Gedanklich hinzu ad- dungen um 3,7 Mio. € oder 25 % wegen des höhedieren sollte man an dieser Stelle noch die Bezirksum- ren Bedarfs und höherer Betreuungsstandards. Zulage, die aufgrund der Aufgabenschwerpunkte des Be- dem werden vermehrt kostenintensive Einzelsetzirks im Wesentlichen ebenfalls aus Sozialausgaben be- tings notwendig. steht. Zusammen stellen diese Positionen mit insgesamt • Eingliederungshilfen werden mit 2,5 Mio. € oder 998,5 Mio. € circa 35,8 % der ordentlichen Aufwendun- 7,2 % über dem Vorjahresplan veranschlagt. Es ist gen des Nürnberger Stadthaushalts dar. eine starke Erhöhung der Entgelte im Bereich der Heimunterbringung und eine steigende Komplexität Die Planansätze im Sozialbereich beruhen auf der Fortder Fallkonstellationen mit Bedarf an Spezialunterschreibung der Ergebnisse 2024 unter der Berücksichtibringung zu verzeichnen. Insbesondere im Bereich gung aktueller Prognosen und Erwartungen (zum Beider Integrationshelfer sind auch stark steigenden spiel Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Ukrai- Fallzahlen festzustellen. nekrieg).
- Hilfen zur Erziehung werden mit einer Steigerung
um 2,2 Mio. € oder 3,6 % gegenüber dem Vorjahr Die Zuschüsse an soziale Einrichtungen (gesetzlich/vererwartet. traglich) steigen um 14,4 Mio. € auf 198,9 Mio. €. Hintergrund ist hier insbesondere der Betriebskostenzuschuss • Weitere Steigerungen sind auch in den Kindertafür die Kindertageseinrichtungen freier Träger. gespflege mit 4,0 Mio. € oder 20,4 % zu erwarten. Ursächlich sind stark steigende Fallkosten und stei- Zuschüsse an soziale Einrichtungen (freiwillig) steigen gende Fallzahlen. um 1,0 Mio. € auf 24,7 Mio. €. Dies ist insbesondere auf Tariferhöhungen im Förderbereich zurückzuführen. Für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz werden 31,8 Mio. € (Vorjahr 46,5 Mio. €) im Jahr 2026 Der Posten „Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsiche- eingeplant. Die Aufwendungen werden vollständig vom rung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII)“ wird Freistaat Bayern erstattet. um 3,4 Mio. € oder 3,2 % über dem Vorjahresansatz geplant. Im Kapitel 4 (Grundsicherung und Erwerbsminde- Die Position „Alg II, vor…“ beinhaltet die Kosten der Unrung) steigt der Ansatz aufgrund des kontinuierlichen terkunft und Heizung für Leistungsberichtigte Bürgergeld Anstiegs bei der Anzahl Leistungsberechtigter sowie der (bis 31.12.2022 Arbeitslosengeld II). 2026 erhöht sich Fallkosten um 2,0 Mio. €. Diese werden vollständig vom der Planansatz um 0,7 Mio. € im Vergleich zur Vorjah- Bund erstattet. Die Ansätze für Leistungen nach Kapi- resplanung auf 153,3 Mio. €. Im Planansatz berücksichtel 3 (Hilfe zum Lebensunterhalt) werden um 1,4 Mio. € tigt sind regelmäßige Kostensteigerungen für Mietkosangehoben. ten.
Der Ansatz für Bildung und Teilhabe (BuT) erhöht sich seum, das Staatstheater oder die Nürnberger Symphogegenüber dem Vorjahr um 3,1 Mio. €, insbesondere für niker. Die Kosten für das Sozialticket im ÖPNV sowie Mittagsverpflegung. das Innovationspaket im VGN und das Schülerticket und Verbandsumlage sind mit insgesamt 18,13 Mio. € veranschlagt (Vorjahr 15,98 Mio. €). Der Zuschuss für die Stiftung Staatstheater erhöht sich auf 25,48 Mio. € (Vorjahr
Bezirksumlage
23,73 Mio. €). Die Bezirksumlage wurde entsprechend dem aktuellen Die Verlustausgleiche an die Eigenbetriebe NüBad, Kenntnisstand für 2026 mit 288,7 Mio. € geplant. Der FSN, SUN sowie an die Städtischen Werke Nürnberg Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert beträgt und die noris inklusion gGmbH wurden insgesamt um 4,7 Mio. € (1,7 %) und 55,0 Mio. € (23,5 %) gegenüber 16,4 Mio. € niedriger als im Vorjahr veranschlagt. Die dem Rechnungsergebnis 2024. Nur über den kommuna- Verringerung ist insbesondere bei StWN festzustellen. len Finanzausgleich des Landes konnte im Jahr 2026 Eingeplant sind für die Städtischen Werke Nürnberg das Haushaltsloch des Bezirks Mittelfrankens reduziert 20 Mio. € (Vorjahr 30 Mio. €), NüBad 8,9 Mio. € (Vorjahr werden. Ohne diesen Ausgleich hätte die Stadt Nürn- 9,8 Mio. €), Klinikum 9,3 Mio. € (Vorjahr 10,9 Mio. €), berg circa 23,5 Mio. € zusätzlich an den Bezirk zahlen Frankenstation Nürnberg (FSN) 1,6 Mio. € (Vorjahr müssen. 2,3 Mio. €), noris inklusion 2,1 Mio. € (Vorjahr 2,9 Mio. €) sowie NüSt (Vorjahr 2,3 Mio. €).
Weitere Transferaufwendungen Entsprechend der Gewerbesteuererträge wird auch die
Gewerbesteuerumlage geplant und aufgrund niedriger Die weiteren Transferaufwendungen mit 182,4 Mio. € Gewerbesteuererträge mit Minderaufwendungen von beziehungsweise 6,6 % der ordentlichen Aufwendungen 0,3 Mio. € veranschlagt. beinhalten sonstige Ausgleichszahlungen. Dies sind zum Beispiel die Gewerbesteuerumlage, Verlustausgleiche an städtische Töchter und Eigenbetriebe, weitere
Neutralisation Rückstellungen (Transfera.)
Zuschüsse aufgrund gesetzlicher und sozialer Verpflichtungen, die allerdings nicht den Sozialbereich betreffen, Der Posten „Neutralisierung Zahlung Aufwandsrückstelsowie Zuweisungen an das Land. Die weiteren Translungen“ wird differenziert unter den Sachaufwendungen, feraufwendungen sinken im Vergleich zum Plan 2025 Transferaufwendungen und Sonstigen ordentlichen Aufinsgesamt um 13,3 Mio. € oder 6,8 %. wendungen ausgewiesen. Im Bereich der Transferaufwendungen werden überwiegend Verlustausgleiche an Der Posten „Zuweisungen und Zuschüsse (ohne Ver- Eigenbetriebe und verbundenen Unternehmen aus im lustausgleiche)“ erhöht sich um 3,4 Mio. € auf Vorjahr gebildeten Rückstellungen gezahlt. 84,4 Mio. €. Er beinhaltet weitere Zuschüsse, die aus gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtungen entstehen, beispielsweise an das Germanische Nationalmu-
Sonstige ordentliche Aufwendungen
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| 11.543 | 9.393 | 7.096 | |
| 2.693 | 2.720 | 2.584 | |
| 28.812 | 34.096 | 28.089 | |
| 38.580 | 30.643 | 27.391 | |
| 6.157 | 5.776 | 5.910 | |
| 2.600 | 2.260 | 2.067 | |
| 5.936 | 6.081 | 5.888 | |
| 24.667 | 18.270 | 12.926 | |
| 22.257 | 20.403 | 15.659 | |
| 8.795 | 8.567 | 8.215 | |
| 0 | 0 | 0 | |
| 28.572 | 29.292 | 43.711 | |
| 0 | 0 | -1.510 | |
| insgesamt | 180.612 | 167.501 | 158.026 |
Die Planwerte für die sonstigen ordentlichen Aufwen- Die Softwarekosten steigen weiter deutlich um dungen steigen gegenüber dem Vorjahresansatz um 6,4 Mio. € bzw. 35 % an. Dies ist sowohl der weiteren 13,1 Mio. € oder 7,8 %. Digitalisierung als auch erheblichen Preissteigerungen in den Nutzungsverträgen für Software geschuldet. Da- Unter dem Posten „Sonstiger Personal- und Dienstaufvon entfallen circa 5,7 Mio. € auf den Bereich der zentwand“ werden seit 2025 unter anderem die Fahrtkostenralen IT. zuschüsse für Mitarbeitende (Jobticket) im Umfang von 1,9 Mio. € ausgewiesen. Zudem ist in dem Posten ein Die „Vergütungen Leistungen Dritter“ steigen um Anstieg der Entschädigungen für ehrenamtliche Tätig- 1,9 Mio. € oder 9,1 %. Diese sind insbesondere auf den keiten für die Kommunalwahl (+ 1,1 Mio. €) sowie Fort- Sonderstab Kaufhof (+ 1,0 Mio. €) sowie das Stadthaus bildungskosten (+ 0,3 Mio. €) enthalten. Q (+ 0,8 Mio. €) zurückzuführen.
Bei den „Betriebsmitteln (konsumtive MIP-Maßnahme)“ Unter „Sonstige“ sind im Jahr 2026 unter anderem die handelt es sich um nicht aktivierungsfähige Bestandteile folgenden größeren Aufwandspositionen enthalten: von im MIP veranschlagter Investitionen (dort gesondert
- Portokosten: 2,6 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €),
ausgewiesen).
- Drucksachen/Vordrucke: 1,8 Mio. €
Die Mietaufwendungen steigen um 7,9 Mio. € oder (Vorjahr: 1,8 Mio. €), 25,9 %. Ursächlich ist der geplante Umzug von städti- • Gebühren (insbesondere im Bereich Personalschen Dienststellen in das Stadthaus Q im Laufe des dienstleistungen) 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €), Jahres 2026. • Mitgliedschaften: 1,4 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €),
-
Veranstaltungen: 1,0 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €),
-
Künstlerhonorare: 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €), • Transport- und Umzugskosten 1,3 Mio. €
-
Stellenausschreibungen 1,0 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €).
(Vorjahr: 1,0 Mio. €).
Finanzergebnis (Finanzerträge und Zinsaufwendungen)
| Plan 2026 | Plan 2025 | Ist 2024 | |
|---|---|---|---|
| Finanzerträge davon: | -11.898 | -15.290 | -15.079 |
| -4.594 | -4.702 | -9.518 | |
| -5.304 | -6.888 | -6.842 | |
| -1.800 | -3.500 | 1.559 | |
| -200 | -200 | -278 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon: | 47.778 | 40.878 | 49.562 |
| 39.877 | 38.477 | 40.931 | |
| 7.700 | 2.200 | 8.463 | |
| 201 | 201 | 168 | |
| insgesamt | 35.880 | 25.588 | 34.483 |
Das Finanzergebnis fällt mit rund 35,9 Mio. € im Plan einem Ertrag von 1,8 Mio. € Aufwendungen in Höhe von 2026 um 10,3 Mio. € schlechter aus als im Vorjahres- 7,7 Mio. € gegenüberstehen. plan. Die Zinsaufwendungen für Investitionskredite werden Bei den Erträgen aus Beteiligungen ist ein Rückgang von gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mio. € höher geplant. 0,5 Mio. € bei der kommunalen Verkehrsüberwachung Die Entwicklung der Zinsaufwendungen seit ihrem Högeplant. Die Ausschüttung der Sparkasse ist in Höhe des hepunkt im Jahr 2005 mit 63,3 Mio. € (inklusive der Erletzten Rechnungsergebnisses und damit um 1,1 Mio. € stattungszinsen Gewerbesteuer) zeigt weiterhin noch unterhalb des Vorjahresplans veranschlagt. eine Entlastung aufgrund des in den vergangenen Jahren niedrigen Zinsniveaus. Veränderungen ergeben sich aus den Gewerbesteuernachzahlungen und -erstattungen. Aufgrund eines Ver- Die Zinsaufwendungen bleiben eine Risikoposition im fassungsgerichtsurteils und in Folge dessen umfangrei- städtischen Haushalt, sollte das Zinsniveau weiter steicher gesetzlicher Neuregelungen - unter anderem des gen oder auf hohem Niveau verharren. Referenzzinssatzes und der Karenzzeiten - war die Gewerbesteuerverzinsung nach § 233a stark reduziert. Für 2026 werden die Erstattungszinsen unter Berücksichtigung der neuen Zinssätze und von Nachholeffekten im Saldo mit einem Fehlbetrag 5,9 Mio. € angesetzt, wobei
Vorbemerkungen Finanzhaushalt
F.
Der Finanzhaushalt stellt im Gegensatz zum Ergebnis- Ein wichtiger Grundsatz zur Beurteilung der dauernden haushalt, der auf der Grundlage der doppelten Buchfüh- Leistungsfähigkeit ist, dass ein positiver Saldo aus laurung das Ressourcenaufkommen und den Ressourcen- fender Verwaltungstätigkeit mindestens zur Finanzieverzehr über Erträge und Aufwendungen vollständig ab- rung der Tilgungsleistungen und, soweit möglich, zur Fibildet, auf die unterjährigen Zahlungsströme ab. Daher nanzierung der Investitionen reichen sollte. sind im Finanzhaushalt nur zahlungswirksame Erträge Mit dem im Haushaltsplan geplanten Überschuss aus und Aufwendungen berücksichtigt (beispielsweise sind der laufenden Verwaltungstätigkeit in Höhe von Aufwendungen aus Abschreibungen nicht zahlungswirk- 89,2,0 Mio. € kann die Stadt Nürnberg die Tilgungen der sam und erscheinen deshalb nicht in dem Finanzhaus- Investitionskredite (80,0 Mio. €) und der kreditähnlichen halt). Der Finanzhaushalt zeigt Mittelherkunft und Mittel- Rechtsgeschäfte (22,1 Mio. €) noch nicht vollständig fiverwendung und den Bestand an Finanzmittel auf. Aus nanzieren. Gegenüber dem Entwurf konnte eine wesentsämtlichen Zahlungsbewegungen ergibt sich die Verän- liche Verbesserung herbeigeführt werden. Es besteht derung des Finanzmittelbestandes zum Bilanzstichtag. aber immer noch eine Unterdeckung in Höhe von Der Finanzhaushalt ist mit der betrieblichen Kapitalfluss- 12,9 Mio. €. rechnung vergleichbar. Zur Finanzierung der anstehenden Investitionen wird Der Finanzhaushalt enthält in den einzelnen Spalten deshalb zusätzlich die Aufnahme neuer Kredite notwendig. Das Jahr 2026 wird im Kernhaushalt mit einer Net-
- die Ansätze für das aktuell geplante Haushaltsjahr
toneuverschuldung (= Saldo aus Finanzierungstätigkeit) (Plan 2026), von 67,9 Mio. € (Vorjahr: 99,8 Mio. €) geplant, die wei-
-
die Planansätze des Vorjahres (Plan 2025), terhin der sehr hohen Investitionstätigkeit geschuldet ist.
-
die Ist-(Rechnungs-)Ergebnisse des Vorvorjahres
(RE - oder Ist - 2024) und Aufgrund erheblicher Konsolidierungsanstrengungen
- zur Darstellung der mittelfristigen Haushaltsentwick- fällt der Saldo aus Investitionstätigkeit in Höhe von
192,0 Mio. € gegenüber den Vorjahresplanzahlen lung die Planansätze der folgenden drei Haushalts- (293,9 Mio. €) um 101,9 Mio. € niedriger aus. jahre (Plan 2027, Plan 2028 und Plan 2029).
Unter der Position „Tilgung aus kreditähnlichen Vorgän- Der Finanzhaushalt ist inhaltlich in die drei Bereiche gen“ werden unter anderem auch Tilgungen für
-
laufende Verwaltungstätigkeit, ÖPP/ÖÖP-Projekte ausgewiesen.
-
Investitionstätigkeit und
Es wird mit einem Anfangsbestand an Finanzmitteln für
- Finanzierungstätigkeit
den Haushaltsplan 2026 in Höhe von 200 Mio. € (Vorjahr gegliedert. 275 Mio. €) gerechnet.
Wichtiger Hinweis:
Der SAP-Logik folgend, haben Einzahlungen ein negatives, Auszahlungen ein positives Vorzeichen. Daher sind auch Defizite mit Pluszeichen und Überschüsse mit einem Minuszeichen versehen.
F. Finanzhaushalt
Ein- und Auszahlungsarten
Plan 2026
€
Plan 2025
€
RE 2024
€
Mittelfristige Finanzplanung
Plan 2027
€
Plan 2028
€
Plan 2029
€
1 Steuern und ähnliche Abgaben -1.387.665.000 -1.364.379.000 -1.235.050.600 -1.445.969.602-1.489.251.077 -1.532.233.949 2 + Zuwendungen und allgemeine Umlagen -638.018.149 -618.413.765 -623.055.501 -663.164.981 -683.977.615 -698.097.509 3 + Sonstige Transfereinzahlungen -6.415.150 -6.620.593 -7.767.289 -6.639.681 -6.838.872 -7.038.061 4 + Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelt -100.851.526 -100.724.133 -101.735.112 -102.868.556 -104.925.927 -106.983.299 5 + Privatrechtliche Leistungsentgelte -49.322.737 -46.837.465 -46.807.630 -50.309.191 -51.315.375 -52.321.559 6 + Kostenerstattungen und Kostenumlagen -425.281.934 -370.354.435 -401.310.414 -437.930.700 -449.478.252 -461.025.805 7 + Sonstige Einzahlungen lfd. Verwaltung -53.597.805 -56.851.191 -60.029.357 -54.541.070 -55.503.197 -56.465.328 8 + Zinsen und sonstige Finanzeinzahlungen -4.594.298 -4.701.669 -9.603.155 -4.632.580 -4.679.526 -4.727.771 S1 = Einzahl.laufende Verwaltungstätigkeit -2.665.746.600 -2.568.882.252 -2.485.359.058 -2.766.056.361-2.845.969.841 -2.918.893.282 (= 1-8) 9 - Personalauszahlungen 683.669.831 654.794.331 630.120.654 700.743.072 714.757.933 728.772.794 10 - Versorgungsauszahlungen 142.989.000 135.055.000 135.164.088 146.563.725 149.495.000 153.159.094 11 - Auszahl. für Sach- und Dienstleistung. 407.414.050 382.515.762 409.780.023 415.553.269 439.825.218 468.348.168 12 - Transferauszahlungen 1.149.581.121 1.151.753.491 1.036.609.315 1.217.632.729 1.251.324.290 1.282.510.847 13 - Sonstige Auszahlungen lfd. Verwaltung 145.238.275 127.888.351 116.154.952 152.124.360 155.148.117 158.238.759 14 - Zinsen und sonstige Finanzauszahlungen 47.699.140 40.799.490 49.907.776 54.485.600 62.607.331 70.565.524 S2 = Auszahl. laufendeVerwaltungstätigkeit 2.576.591.416 2.492.806.425 2.377.736.808 2.687.102.755 2.773.157.889 2.861.595.186 (= 9-14) S3 = Saldo laufende Verwaltungstätigkeit -89.155.183 -76.075.827 -107.622.250 -78.953.606 -72.811.953 -57.298.096 (=S1, S2) 15 + Einzahl. aus Investitionszuwendungen -286.150.000 -215.696.000 -126.757.715 -339.246.000 -245.034.000 -160.693.000 16 + Einzahl. aus Beiträgen u.ä. Entgelten -3.842.000 -7.342.000 -4.159.546 -2.340.000 -2.339.000 -2.627.000 17 + Einzahl. Veräußerung von Sachvermögen-16.500.000 -16.500.000 -9.064.075 -66.000.000 -30.000.000 -30.600.000 18 + Einzahl. Veräußerung v. Finanzvermögen -3.076.000 -3.164.400 -3.825.205 -2.250.000 -1.974.000 -1.974.000 19 + Einzahl. sonstige Investitionstätigkeit -1.916.000 -1.942.000 -2.020.085 -1.842.000 -1.739.000 -1.657.000 S4 = Einzahlungen aus Investitionstätigkeit -311.484.000 -244.644.400 -145.826.626 -411.678.000 -281.086.000 -197.551.000 (=15-19) 20 - Auszahl. für Erwerb von Grundstücken 15.647.000 16.277.000 88.417.083 14.801.000 15.101.000 14.801.000 21 - Auszahl. für Baumaßnahmen 406.219.000 400.998.900 238.827.243 585.360.120 487.969.600 358.480.792 22 - Auszahl. Erwerb bewegl. Sachvermögen 20.921.000 33.672.000 22.145.704 19.240.000 19.743.000 14.786.000 23 - Auszahl. für Erwerb von Finanzvermögen 25.030.200 52.860.300 67.370.288 26.000.000 30.000.000 31.000.000 24 - Auszahl. für Investitionsförderungen 34.833.000 33.984.000 25.447.674 36.210.000 45.588.000 43.398.000 25 - Auszahl. sonstige Investitionstätig. 800.000 800.000 2.707.100 800.000 800.000 800.000 S5 = Auszahlungen aus Investitionstätigk. 503.450.200 538.592.200 444.915.092 682.411.120 599.201.600 463.265.792 ( = 20-25) S6 = Saldo aus Investitionstätigkeit 191.966.200 293.947.800 299.088.466 270.733.120 318.115.600 265.714.792 (= S4, S5) S7 =Finanzierungsmittelüberschuss/-fehlb. 102.811.017 217.871.973 191.466.216 191.779.514 245.303.647 208.416.696 (= S3,S6) 26a + Einzahlungen aus Kreditaufnahmen -170.000.000 -200.000.000 -125.000.000 -280.000.000 -280.000.000 -280.000.000 26b + Einz., Kreditaufnahme wirtsch.gleichk. 0 0 0 0 0 0 S8 = Einzahlungen aus Finanzierungstätigk. -170.000.000 -200.000.000 -125.000.000 -280.000.000 -280.000.000 -280.000.000 (=26a, 26b) 27a - Auszahlungen für die Kredittilgung 80.062.500 79.025.500 125.655.327 90.903.160 88.647.423 75.749.068 27b - Ausz., Tilgung kreditähnlicher Rechtsg 22.078.000 21.214.000 20.863.176 22.448.000 31.686.000 39.868.000 S9 = Auszahlungen aus Finanzierungstätigk. 102.140.500 100.239.500 146.518.502 113.351.160 120.333.423 115.617.068 (=27a, 27b) S10 = Saldo Finanzierungstätigkeit -67.859.500 -99.760.500 21.518.502 -166.648.840 -159.666.577 -164.382.932 (= S8, S9) S11 = Finanzmittelüberschuss/ -fehlbetrag 34.951.517 118.111.473 212.984.718 25.130.673 85.637.070 44.033.764 (= S7, S10) 28 Anfangsbestand an Finanzmitteln -200.000.000 -275.000.000 -392.602.368 -165.048.483 -139.917.810 -54.280.740 28a +/- Saldo durchlaufende Posten 0 0 24.348.545 0 0 0 S12 = vorauss. Endbestand an Finanzmitteln -165.048.483 -156.888.527 -155.269.105 -139.917.810 -54.280.740 -10.246.976 (=S11, 28, 28a) 29 + vorauss. Anfangsbestand sonst. Liquid. 0 0 0 0 0 0 S13 = vorauss.Endbestand Liquiditätsreserven-165.048.483 -156.888.527 -155.269.105 -139.917.810 -54.280.740 -10.246.976 (=S12 und 29)
Liquidität und Kassenkredite
G.
Entwicklungen im Jahr 2024 Entwicklungen im Jahr 2025
Das Jahr 2024 begann aufgrund der guten Zahlen Der geringere Liquiditätsbestand zum Jahresanfang aus 2023 mit einem entsprechend hohen Bestand an 2025 zog sich aufgrund weiter hoher Auszahlungen Geldmitteln. Aufgrund gesetzlicher Änderungen für durch das erste Halbjahr 2025. Hieran änderten auch kommunale Kreditermächtigungen, steigender Zin- die Gewerbesteuereinzahlungen nichts, die weitersen für Kredite und weiterhin hoher Gewerbesteuer- hin hoch auf dem Niveau der Vorjahre lagen. Zur Fizahlungen wurde der Weg eines strategischen Liqui- nanzierung der investiven Auszahlungen waren desditätsabbaus eingeschlagen, der bis zum Jahres- halb deutlich höhere Darlehensaufnahmen aus beende andauerte. Dadurch und wegen hoher Mittelab- stehenden Kreditermächtigungen erforderlich als flüsse vor allem in den ersten Monaten des Jahres noch 2024. Im ersten Halbjahr 2025 mussten zudem hatte sich der Liquiditätsstand der Stadtkasse bald in aufgrund unvorhergesehen verspätet eingegangener etwa auf dem Durchschnitt der Vorjahre eingepen- Einzahlungen für einen kurzen Zeitraum Kassenkredelt. Durch ungeplante größere Auszahlungen im dite aufgenommen werden. zweiten Halbjahr wie z. B. den Ankauf des Kaufhof- Gebäudes einschließlich Folgekosten hat sich der Li- Im zweiten Halbjahr hat sich die Liquidität wieder staquiditätsbestand weiter verringert. Die Gewerbesteu- bilisiert. Zudem ist für den Jahresverlauf weiterhin mit erzahlungen konnten im zweiten Halbjahr das hohe hohen Gewerbesteuereinzahlungen zu rechnen. Niveau halten und haben so die Liquidität der Stadtkasse zum Jahresende 2024 auf einem zwar deutlich Durch den Kassenkreditrahmen der Stadtkasse von geringeren, aber weiterhin ausreichenden Stand sta- 280 Mio. EUR ist dabei weiterhin sichergestellt, dass bilisiert. die Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gewährleistet ist. Aufgrund verspäteter Zahlungseingänge zum Monatsende wurde zweimal für jeweils wenige Tage die Aufnahme eines Kassenkredits getätigt.
Die untenstehende Grafik zeigt den Verlauf der Kassenkredite, der angelegten Festgelder, Tagesgelder sowie der Kontenstände der Cash-Konten (getrennt nach dem Hauptkonto bei der Sparkasse und den sonstigen Girokonten der Stadtkasse) während des gesamten Jahres 2024.
Anlagevermögen
H.
Wie der Grafik zu entnehmen ist, weist das städtische Der Mittelfristige Investitionsplan wird mit seinem zuge- Anlagevermögen entsprechend der Investitionstätigkeit hörigen Investitionsprogramm ausführlich im Band 1, in den letzten Jahren einen deutlichen Trend nach oben Gliederungspunkt J behandelt. Auf die Ausführungen auf. dort wird verwiesen.
Die tatsächliche Entwicklung des Anlagevermögens in Im MIP-Zeitraum 2026 bis 2029 wurden insbesondere den Jahren 2025 und 2026 wird stark von den bilanziel- nachfolgende Maßnahmen fortgeschrieben (die in den len Aktivierungen abhängen. Hier sind gegenüber den Klammerzusätzen dargestellten Zahlen sind die aktuell dargestellten Werten noch deutliche Verschiebungen zu geplanten investiven Auszahlungsmittel im MIP-Zeiterwarten, die unter anderem auf den Baufortschritt im raum): Vergleich zu den angesetzten Mitteln zurückgeführt wer-
- Neubau Schulzentrum Südwest (113,0 Mio. €)
den können.
- Brücke Frankenschnellweg über MDK und SWT
(50,0 Mio. €)
Investitionen in den Jahren 2026 - 2029
- StWN: Investitionszuschuss (30 Mio. €)
Die städtischen Investitionen werden im Mittelfristigen
- Martin-Behaim-Gymnasium: Schulerweiterung
Investitionsplan (MIP) festgeschrieben und wirken sich ÖÖP (26,5 Mio. €) mittelbar auf den Ergebnishaushalt aus. Sie belasten das Ergebnis in den Folgejahren durch Abschreibungen
- Neubau Berufliche Schule B13/ BON (20,8 Mio. €)
und durch die finanzierungsbedingten Zinsaufwendungen. Ferner entstehen bei neuen Einrichtungen dauer- • Umgestaltung Obstmarkt (14,6 Mio. €) haft zusätzliche Folge-/Betriebskosten (Personal, Unterhalt etc.). • Stadthaus Q (8,8 Mio. €)
- Bayernstraße (5,9 Mio. €)
In den Grafiken auf den folgenden Seiten werden zum
- Großer Hardwaretausch ILS 2023 (4,6 Mio. €) einen die Bruttoinvestitionen und zum anderen der städ-
tische Finanzierungsanteil nach Investitionsschwer-
- Dianastr.: Neubau Jugendtreff Gibitzenhof mit Kin-
punkten für den Zeitraum 2026 bis 2029 dargestellt. dergarten (1,6 Mio. €)
Darüber hinaus wurden wichtige Projekte in den MIP aufgenommen (die in den Klammerzusätzen dargestellten Zahlen beziehen sich nur auf investive Auszahlungsmittel im MIP-Zeitraum), wie beispielsweise:
- Neubau Integrierte Leitstelle und Kabeleinheit
(103,3 Mio. €)
- Startchancen-Programm Schulen - Säule I (45,7
Mio. €)
- Reutersbrunnenstr. 34, Neubau KJND und KJHZ
(28 Mio. €)
-
Plärrer – Umgestaltung (25,2 Mio. €)
-
Thumenberger Weg Brücke und Straße (22 Mio. €)
-
TSV Altenfurt: Investitionszuschuss (6,5 Mio. €)
-
B1, Augustenstr. 30, Generalsanierung (6 Mio. €)
-
Amberger Straße – Fahrradstraße (5,5 Mio. €)
Schwerpunkte werden in Zukunft nach wie vor weitere Maßnahmen aus dem Paket „Bildung und Betreuung“, die Erneuerung von Straßen und Brücken sowie die Sanierung von U-Bahnhöfen sein. Außerdem werden Maßnahmen zur Erreichung der Klimaneutralität des städtischen Gebäudebestands und die Umsetzung des Mobilitätsbeschlusses an Bedeutung gewinnen.
Investitionsschwerpunkte 2026 bis 2029: Bruttoinvestitionen (MIP)
Im Zeitraum 2026 bis 2029 wird mit Bruttoinvestitionen 2,44 Mrd. €) gerechnet. Dieser Betrag verteilt sich im (dargestellt werden ausschließlich die investiven Be- Einzelnen auf die folgenden Investitionsschwerpunkte: standteile) in Höhe von 2,34 Mrd. € (im Vorjahr:
Investitionsschwerpunkte 2026 bis 2029: Städtische Mittel (MIP)
Im Zeitraum 2026 bis 2029 werden für die sich im Einzelnen auf die folgenden Investitionsschwer- Bruttoinvestitionen in Höhe von 1,14 Mrd. € (im Vorjahr: punkte: 1,32 Mrd. €) städtische Mittel (nur investiv) zur Finanzierung eingeplant. Die städtischen Mittel verteilen
In der nachfolgenden Grafik werden die Inhalte der beiden vorstehenden Grafiken nochmals in einer Gesamtschau dargestellt:
Investitionsschwerpunkte 2026 bis 2029 (nur investive Bestandteile)
Hinweis: Im Investitionsschwerpunkt „Sonstige“ sind bei den „Städtischen Mitteln“ die Mittelabflusskorrekturen (siehe MIP, Maßnahmennummer 1323) enthalten.
Verbindlichkeiten und Schulden
I.
Die vorstehende Grafik zeigt den Schuldenstand der Kapitaldienst aus Einnahmen und Gebühren komplett Stadt Nürnberg selbst refinanzieren.
Zum Jahresende 2024 lagen die Schulden des Kern-
haushalts der Stadt Nürnberg bei 1,79 Mrd. €. Darin ent-
halten sind die Verbindlichkeiten aus Krediten (also die
klassischen Darlehen von Sparkassen und Banken und
Schuldscheindarlehen) sowie die Verbindlichkeiten aus
ÖPP/ÖÖP-Verträgen (sogenannte kreditähnliche
Rechtsgeschäfte). Die Stadt Nürnberg trägt hiermit ex-
plizit der wachsenden Bedeutung dieser kreditähnlichen
Rechtsgeschäfte Rechnung, indem sie die Refinanzie-
rung dieser ÖPP- und ÖÖP-Projekte – im Gegensatz zu
anderen Kommunen – in die Verschuldenszahlen mit
aufnimmt.
Zum Jahresende 2025 werden die Verbindlichkeiten der
Stadt inklusive der Verpflichtungen aus ÖÖP/ÖPP-Pro-
jekten voraussichtlich auf 1,91 Mrd. € steigen. Der An-
stieg in Höhe von rund 122 Mio. € gegenüber dem Vor-
jahr resultiert aus Kreditaufnahmen für Investitionen. Die
Verbindlichkeiten aus ÖÖP/ÖPP-Projekten bleiben etwa
auf Vorjahresniveau.
Auch im Jahr 2026 sind von der Stadt Nürnberg umfang-
reiche Investitionen zu finanzieren. Die Nettoneuver-
schuldung im Jahr 2026 wird voraussichtlich 67,9 Mio. €
betragen. Damit steigt die Verschuldung der Kernstadt
-
ohne Eigenbetriebe (nur Kernhaushalt),
-
mit den steuerfinanzierten Eigenbetrieben und
-
mit allen Eigenbetrieben zusammen.
Die Schulden der städtischen Eigenbetriebe werden bezüglich ihrer Refinanzierung in die zwei Kategorien „steuerfinanziert“ und „Kostendecker“ unterteilt. Zu den steuerfinanzierten Eigenbetrieben zählen:
-
Service Öffentlicher Raum (SÖR)
-
NürnbergBad (NüBad)
-
Frankenstadion (FSN)
-
NürnbergStift (NüSt).
Bei SÖR, NüBad und FSN muss jeweils der Verlustausgleich und somit auch Teile des Schuldendienstes aus dem Kernhaushalt bedient werden. NüSt wird aufgrund seiner Kreditaufnahmen für Investitionen in den nächsten Jahren ebenfalls weiterhin in dieser Kategorie geführt. Aus diesen Gründen sind diese Schulden in der Bewertung theoretisch dem Kernhaushalt zu zuordnen. Anders gestaltet es sich bei der Stadtentwässerung und Umweltanalytik (SUN) sowie bei der Abfallwirtschaft (ASN). Diese Eigenbetriebe stellen externe Kostendecker dar, d.h. sie müssen ihre Aufwendungen und ihren
inklusive aller ÖPP- und ÖÖP-Projekte zum Ende des
Jahres 2026 auf 1,98 Mrd. €.
Die äußere Verschuldung der Eigenbetriebe lag Ende 2024 bei 398,3 Mio. € und erhöht sich bis Ende 2025 auf voraussichtlich 407,5 Mio. €. Der Anstieg zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus Kreditaufnahmen beim Eigenbetrieb Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg für Investitionsmaßnahmen.
Bis Ende 2026 wird die Verschuldung der Eigenbetriebe gemäß den vorliegenden Wirtschaftsplänen unter Berücksichtigung der Tilgungen um rund 123,1 Mio. € auf dann 530,5 Mio. € ansteigen. Darin enthalten sind neue Darlehen beim Eigenbetrieb Stadtentwässerung und Umweltanalytik in Höhe von 91 Mio. €, Kreditaufnahmen bei SÖR für den Bau einer Betriebszentrale in Höhe von ca. 60 Mio. € und weitere Darlehen in Höhe von 17 Mio. € beim Eigenbetrieb NürnbergBad für die Sanierung des Volksbads.
In den folgenden Übersichten werden der voraussichtliche Stand der Verbindlichkeiten aus Krediten und kreditähnlichen Rechtsgeschäften sowie Verpflichtungen nach Art. 72 Abs. 2 GO entsprechend dem vom Bayerischen Staatsministerium des Innern veröffentlichten Haushaltsmuster zu § 1 Abs. 3 Nr. 4 KommHV-Doppik dargestellt.
Übersicht über den
voraussichtlichen Stand der Verbindlichkeiten aus Krediten und kreditähnlichen
Rechtsgeschäften1) sowie Verpflichtungen nach Art. 72 Abs. 2 GO
| Arten der Verbindlichkeiten aus Krediten und kreditähnlichen Rechtsgeschäften | Stand zu Be- ginn des Vor- jahres 2025 | Stand zu Beginn des Haushalts- jahres 202614) | mit einer Restlaufzeit der Verbindlichkeiten von | Veränderung im Haus- haltsjahr +/- | Stand am Ende des Haushalts- jahres 2026 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr | 1 bis 5 Jah- ren | mehr als 5 Jahren | |||||
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | |
| 1. Anleihen2) | - | - | - | - | - | - | - |
| 2. Verbindlichkeiten aus Investitionskrediten3) | 1.541.502 | 1.662.424 | - | - | - | 89.938 | 1.752.362 |
| 2.1 vom Bund | - | - | - | - | - | - | - |
| 2.2 vom Land | - | - | - | - | - | - | - |
| 2.3 von Gemeinden und Gemeindeverbänden | - | - | - | - | - | - | - |
| 2.4 von Zweckverbänden u. dgl. | - | - | - | - | - | - | - |
| 2.5 vom öffentlichen Bereich | 233.383 | 222.706 | 10.677 | 42.709 | 169.320 | -10.677 | 212.029 |
| 2.6 von Sondervermögen | - | - | - | - | - | - | - |
| 2.7 von verbundenen Unternehmen | - | - | - | - | - | - | - |
| 2.8 von Beteiligungen | - | - | - | - | - | - | - |
| 2.9 von sonstigen öffentli- chen Sonderrechnungen | - | - | - | - | - | - | - |
| 2.10 vom Kreditmarkt4) | 1.308.119 | 1.439.718 | 67.087 | 325.662 | 1.046.969 | 100.615 | 1.540.333 |
| Summe Verbindlichkeiten aus An- leihen und Investitionskrediten (1. + 2.) | 1.541.502 | 1.662.424 | - | - | - | 89.938 | 1.752.362 |
| 3.1 Kreditähnliche Rechtsge- schäfte aus ÖÖP/ÖPP- Projekten | 248.182 | 248.647 | -22.036 | 226.611 | |||
| Summe Verbindlichkeiten aus An- leihen und Investitionskrediten sowie ÖÖP/ÖPP-Projekten | 1.789.685 | 1.911.071 | - | - | - | 67.902 | 1.978.973 |
| Arten der Verbindlichkeiten aus Krediten und kreditähnlichen Rechtsgeschäften | Stand zu Be- ginn des Vor- jahres 2025 | Stand zu Be- ginn des Haus- haltsjahres14) 2026 | mit einer Restlaufzeit der Verbindlichkeiten von | Veränderung im Haus- haltsjahr +/- | Stand am Ende des Haushalts- jahres 2026 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr | 1 bis 5 Jahren | mehr als 5 Jahren | |||||
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | |
| 3.2 Weitere kreditähnliche Rechtsgeschäfte5),6) | 92 | 81 | -12 | 69 | |||
| 3.21 Hypotheken-, Grund- und Rentenschulden | - | - | - | - | |||
| 3.22 Restkaufgelder im Zusammenhang mit Grundstücksgeschäften | - | - | - | - | |||
| 3.23 Leasinggeschäfte | - | - | - | - | |||
| 3.24 Leibrentenverträge | 60 | 55 | -5 | 50 | |||
| 3.25 Schuldübernahmen | - | - | - | - | |||
| 3.26 Verträge über die Durch- führung städtebaulicher Maßnahmen | - | - | - | - | |||
| 3.27 Verpflichtung zur Ge- währung von Schulden- diensthilfen an Dritte | - | - | - | - | |||
| 3.28 Sonstige einer Kreditauf nahme gleichkommende Vorgänge | 32 | 26 | -7 | 19 | |||
| 4. Summe Verbindlichkeiten aus Anleihen und Investiti- onskrediten, ÖÖP/ÖPP-Pro- jekten und weiterer kredit- ähnlicher Rechtsgeschäfte | 1.789.777 | 1.911.152 | - | - | - | 67.890 | 1.979.042 |
| Nachrichtlich: | |||||||
| 1. Innere Darlehen von rechtlich unselbststän- digen Einrichtungen | 4.900 | 4.000 | -900 | 3.100 | |||
| 2. Schulden der Sondervermögen mit Sonderrechnung7) | 398.305 | 407.495 | - | - | - | 123.050 | 530.546 |
| 2.1 aus Krediten | 387.849 | 401.978 | - | - | - | 123.317 | 525.295 |
| 2.2 aus kreditähnlichen Rechtsgeschäften | 10.456 | 5.517 | -267 | 5.251 |
Übersicht über Verpflichtungen nach Art. 72 Abs. 2 GO,
Art. 66 Abs. 2 LKrO, Art. 64 Abs. 2 BezO –
voraussichtlicher Stand der eventuellen Zahlungsverpflichtungen und Vorbelastungen ohne Bilanzierung
(Eventualverbindlichkeiten)
| Arten der Eventual- verbindlichkeiten8) | Stand zu Beginn des Vorjahres 2025 | Stand zu Beginn des Haushaltsjahres 2026 | Veränderung im Haus- haltsjahr +/- | Stand am Ende des Haushaltsjahres 2026 |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| 1 | 2 | 3 | 4 | |
| 1. Bürgschaften9),10) | 504.402 | 515.718 | -12.510 | 503.208 |
| 1.1 an Sondervermögen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.2 an verbundenen Unternehmen | 482.801 | 495.775 | -11.000 | 484.800 |
| 1.3 an Beteiligungen | 14.076 | 13.398 | -670 | 12.730 |
| 1.4 an sonstigen öffentlichen Bereich | 410 | 370 | -40 | 330 |
| 1.5 an sonstigen privaten Bereich | 7.115 | 6.176 | -830 | 5.346 |
| 2. Sonstige kreditähnliche Rechts- geschäfte ohne Bilanzierung11) | ||||
| 2.1 – 2.5 ... wie 1.1 – 1.5 | - | - | - | - |
| 3. Weitere Haftungsverhältnisse nach § 75 KommHV-Doppik12),13) | ||||
| 3.1 – 3.5 ... wie 1.1 – 1.5 | - | - | - | - |
- In der Verbindlichkeitenübersicht der Haushaltplanung nach § 1 Abs. 3 Nr. 4 KommHV-Doppik sind auszuweisen:
-
in Spalte 1 der Stand der Verbindlichkeiten zum 1. Januar des dem Haushaltsjahr vorhergehenden Jahres (= laufendes Haushaltsjahr);
-
in Spalte 2 – nach dem zeitlichem Fortschritt der Haushaltsplanung - der voraussichtliche oder tatsächliche Stand der Verbindlichkeiten zum 1. Januar des Haushalts-
jahres; dieser sollte mit dem Stand der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember des dem Haushaltsjahr vorhergehenden Jahres grundsätzlich übereinstimmen;
- in den Spalten 3 bis 5 der Stand der Verbindlichkeiten zum 1. Januar des Haushaltsjahres, gegliedert nach Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr, von einem bis fünf
Jahren und von mehr als fünf Jahren;
-
in Spalte 6 der Saldo aus den voraussichtlichen Zu- und Abgängen an Verbindlichkeiten während des Haushaltsjahres (z. B. durch Kreditaufnahme und Kredittilgung);
-
in Spalte 7 der voraussichtliche Stand der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember des Haushaltsjahres (Stand zum 1. Januar zuzüglich der Zugänge und abzüglich der
Abgänge während des Haushaltsjahres). 2) Soweit sonstige Verbindlichkeiten aus Wertpapierverschuldung bestehen (z. B. durch die Umwandlung von Krediten entstandene Wertpapiere), sind diese bei Nr. 1 auszuweisen. 3) Endfällige Darlehen sind gesondert zu vermerken. 4) KfW-Kredite sowie Kredite von Landesbanken und Sparkassen sind unter Nr. 2.10 auszuweisen diese Einrichtungen als Kreditinstitute und nicht als sonstige öffentliche Sonderrechnungen. 5) Unter Nr. 3 sind alle gewissen Verbindlichkeiten aus kreditähnlichen Rechtsgeschäften auszuweisen (vgl. Art 72 Abs. 1 GO); hierzu zählen z.B. Leasing- und Leibrentenverträge, Verlustübernahmen sowie Bürgschaftsverpflichtungen, soweit die Kommune tatsächlich in Anspruch genommen wird. Davon unbeschadet bleibt deren Ausweis als ungewisse Verbindlichkeiten unter den Rückstellungen bzw. – als nur mögliche Zahlungsverpflichtung ohne Bilanzansatz – unter den Haftungsverhältnissen (vgl. § 75
KommHV-Doppik). Die Verbindlichkeiten aus kreditähnlichen Rechtsgeschäften sind in Anlehnung an den Kontenrahmen nach Arten zu untergliedern. Im Übrigen gelten die Grundsätze der IMBek vom 5. Mai 1983 (AllMBl S. 408). 6) Unter Nr. 3 sind jeweils die sich aus dem Wirtschaftlichkeitsvergleich (§ 12 KommHV-Doppik) ergebenden Projektkosten anzugeben (vgl. dazu auch IMBek vom 6. Februar 2007 Nr. 6 (AllMBl S. 187); dabei sind der Gesamtbetrag und der investive Anteil gesondert darzustellen. Dies gilt auch, wenn im Vorjahr bzw. im Haushaltsjahr keine Zahlungen angefallen sind bzw. anfallen. Soweit die Kommune voraussichtlich nicht oder nicht in voller Höhe in Anspruch genommen wird (z. B. aus Geschäftsbesorgungsverträgen), gelten die Grundsätze zur Darstellung von Haftungsverhältnissen (vgl. § 75 KommHV-Doppik). Ergänzend wird auf die im Rahmen des Wirtschaftlichkeitsvergleichs erforderliche Risikoabschätzung verwiesen. Zur Risikoabschätzung vgl. Nr. 6 der IMBek vom 6. Februar 2007 (AllMBl S. 187); bei ÖPP-Modellen vgl. PPP-Leitfaden Teil 2 S. 9 im Internet unter: http://www.innenministerium.bayern.de/imperia/md/content/stmi/bauen/themen/ppp/leitfaden_teil2.pdf 7) Schulden der Eigenbetriebe, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser mit kaufmännischem Rechnungswesen. 8) Haftungsverhältnisse sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Eventualverbindlichkeit begründen. Eventualverbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten, aus der die Kommune nur unter bestimmten Umständen, mit deren Eintritt sie nicht ernsthaft rechnet, in Anspruch genommen werden kann. Die Vermerkpflicht setzt voraus, dass die Eventualverbindlichkeiten betragsmäßig angegeben werden können. Sind diese quantifizierbar, so sind sie in Höhe der maximalen Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen zu vermerken. Die Risikoeinschätzung einer Zahlungsverpflichtung ist gesondert zu erläutern. Die Haftungsverhältnisse sind grundsätzlich nach Empfängerbereichen und Arten zu untergliedern. Weitergehende Erläuterungen können nach den örtlichen Verhältnissen geboten sein. Insbesondere empfiehlt es sich, bestellte Sicherheiten zugunsten der Kommune darzustellen. Im Übrigen gelten die Grundsätze der IMBek vom 5. Mai 1983 (AllMBl S. 408). 9) Bürgschaften für Förderungen können zusammengefasst dargestellt werden, die Risikoeinschätzung ist zu erläutern. 10) Haftungsverhältnisse gegenüber Sondervermögen und verbundenen Unternehmen gesondert auszuweisen. Haftungsverhältnisse gegenüber Kommunalunternehmen sind gesondert anzugeben („Davon-Vermerk“ bei verbundenen Unternehmen). Bürgschaften für den sonstigen privaten Bereich werden insbesondere für Vereine, aber auch für Privatpersonen vergeben (z.B. Alternative zu Mietkautionen). 11) Unter Nr. 2 sind insbesondere Gewährverträge und Sicherheiten zugunsten Dritter darzustellen. 12) Unter Nr. 3 sind insbesondere mögliche Verpflichtungen aus der Verlustabdeckung von Sondervermögen, verbundenen Unternehmen (hier Spezialfall Kommunalunternehmen als „Davon-Vermerk“) und Beteiligungen zu dokumentieren, soweit diese nicht in der Bilanz bereits als Rückstellung bzw. Verbindlichkeit auszuweisen sind. 13) Verpflichtungsermächtigungen sind gesondert im Muster zu § 1 Abs. 3 Nr. 3 KommHV-Doppik (Anlage 8) darzustellen. 14) Anmerkung Stadt Nürnberg: voraussichtlicher prognostizierter Stand zum 01.01.2026
Kurzzusammenfassung der wirtschaftlichen Lage ausgewählter
J.
Beteiligungen
Die Stadt Nürnberg erfüllt ihre vielfältigen Aufgaben für Im Jahr 2024 lag die Anzahl an Passagieren am Albdie Bürgerinnen und Bürger der Stadt nicht nur durch recht Dürer Airport Nürnberg mit 4,0 Mio. knapp unter ihre klassischen Dienststellen der Stadtverwaltung. Ei- dem Plan. Der Konzernumsatz erreichte eine Höhe von nen nicht unerheblichen Teil der Aufgaben hat die Stadt 99.512 TEUR (+7.359 TEUR ggü. Plan). Der Jahresfehl- Nürnberg auf Unternehmen übertragen, an denen sie betrag verringerte sich um 9.905 TEUR auf 5.563 TEUR unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. im Vergleich zur Planung. Die Unterjährige Finanzberichterstattung basiert auf den Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die wbg Nürnberg zur Jahresmitte vorliegenden Jahresabschlüsse 2024 GmbH mit 17,4 Mio. EUR ein im Vergleich zum Vorjahr und den Quartalsberichten aus dem Jahr 2025. um rd. 8,7 Mio. EUR höheres Jahresergebnis. Die Umsatzerlöse aus der Bewirtschaftungstätigkeit sind im Ver- Aus Konzernholding-Sicht sind im Jahr 2024 die Herausgleich zum Vorjahr um 3,9 Mio. EUR gestiegen, dies forderungen für die städtischen Beteiligungen multifaktolässt sich vorrangig auf höhere Sollmieten und Umsatzriell. Der Ukraine-Krieg, der Konflikt im Nahen Osten soerlöse aus abgerechneten Betriebskosten zurückführen. wie die Handlungen der neuen US-Administration haben weiterhin Einfluss auf die Energieversorgung, sowie das generelle Preis- und Zinsniveau und sind somit auch ausschlaggebend für die Ergebnisentwicklungen der städtischen Tochterunternehmen. Der Geschäftsverlauf 2024 der VAG Verkehrs-Aktien-
In 2024, dem Jahr ihres 50sten Jubiläums, verzeichnete
die NürnbergMesse den höchsten Umsatz ihrer Unter-
nehmensgeschichte und schloss mit einem Jahreser-
gebnis von 26.035 T€. In diesem Jubiläumsjahr fanden
im Portfolio der NürnbergMesse weltweit 154 Veranstal-
tungen statt, an denen sich 33.196 Aussteller beteiligten,
eine Gesamtnettofläche von 1.189.191 m2 belegt wurde
und diese sich vor 1.578.135 Besuchern präsentierten.
gesellschaft Nürnberg spiegelt einerseits die hohe Be-
deutung des Personennahverkehrs, andererseits aber auch die Auswirkungen der allgemeinen Kostenentwicklung und der Angebotserweiterung sowie die schwierige Das Geschäftsjahr 2024 der Noris-Arbeit gGmbH Personallage insbesondere im Bereich des Fahrperso- zeigte sich im bekannten Verlauf. Neue Maßnahmen mit nals wider. Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme neuen Förderinstrumenten konnten geplant und gestarstellte sich in Höhe von TEUR -109.724 dar. Eine be- tet werden. Der Noris-Arbeit gGmbH ist es gelungen, für sondere Rolle spielten auch wieder das im Vorjahr ein- beendete Vorhaben adäquate Nachfolgeprojekte zu akgeführte D-Ticket. quirieren und neue Projektideen fördertechnisch umzusetzen. Auf der Grundlage des Geschäftsverlaufs ergab Das Jahresergebnis der N-ERGIE vor Gewinnabführung sich in 2024 ein Jahresüberschuss in Höhe von 377 T€ lag bei 174.457 T€. Die Ertrags-, Finanz- und Vermö- (im Vorjahr: -271 T€). genslage der N-ERGIE entwickelte sich 2024, trotz der volatilen Energiemärkte und der politischen Unwägbar- Das Jahresergebnis der NOA.kommunal GmbH liegt keiten, insgesamt deutlich positiver als prognostiziert. gegenüber dem Vorjahresergebnis (229.270 €) um rund 78 T€ niedriger als im Vorjahr. Einfluss auf die Höhe des Das Ergebnis des StWN-Konzerns (Jahresüberschuss Jahresergebnisses hat die Tatsache, dass die Fördein Höhe von TEUR 12.242) wurde 2024 weiter von der rung der Personalkosten von Mitarbeitern im Teilhapositiven Entwicklung der N-ERGIE und der VAG gebechancengesetz degressiv verläuft und sich viele dieprägt, wenngleich der außergewöhnlich hohe Gewinn ser Mitarbeiter in den letzten Jahren der Förderung beder N-ERGIE aus dem Jahr 2023 nicht mehr erreicht finden. werden konnte. Die allgemeinen wirtschaftlichen, politischen und strukturellen Rahmenbedingungen sowie die Der Arbeitsbereich der noris inklusion gGmbH stand forcierte Umsetzung der Energie- und Verkehrswende, auch im Jahr 2024 unter dem externen Einfluss der welteinhergehend mit gestiegenen Preisen sowie Finanzie- wirtschaftlichen Unwägbarkeiten durch die geopolitirungskosten, wirken zukünftig dämpfend auf die Ergeb- schen Krisen und den daraus resultierenden Unsichernisse der N-ERGIE und der VAG. heiten bei Auftraggebern im Bereich der Industriefertigung. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein negatives Jah- Das Jahresergebnis (€ -18,1 Mio.) des Klinikums ist geresergebnis in Höhe von T€- 865 ausgewiesen. genüber dem Vorjahr leicht gestiegen und fiel besser aus als im Wirtschaftsplan (€ -24,8 Mio.) erwartet. Insgesamt Die Projektentwicklungsgesellschaft der Stadt Nürnsind auch weiterhin Maßnahmen zur strukturellen Ver- berg mbH wurde mit Stadtratsbeschluss vom besserung der Finanzsituation erforderlich.
25.06.2025 für neue Aufgaben (Entwicklung von Flächen bis zur realen Bebauungsreife) beauftragt. Dies umfasst die Projektentwicklung für das Projekt "Südlich der Kriegsopfersiedlung (Mühlweg)", die Projektentwicklung für das Projekt "Schmalau-Ost" und für das Projekt „Tiefes Feld“. Die Landesgartenschau 2030 Nürnberg GmbH hatte die für 2024 geplanten Investitionen in Höhe von TEUR 970 nicht erreicht. Die LGS Nürnberg 2030 GmbH ist nach dem Gesellschaftsvertrag mit der Vorbereitung, Planung, und Durchführung der Landesgartenschau Nürnberg im Jahr 2030 betraut.
wurden in Absprache mit dem Aufgabenträger ab Januar
VAG Verkehrs-Aktiengesell-
2024 geringfügige Fahrplananpassungen im Busbereich erforderlich, die im Laufe des Jahres sukzessive fast
schaft Nürnberg
vollständig wieder zurückgenommen werden konnten. Die Infrastruktur stand ohne größere Störungen für den Betrieb zur Verfügung.
Insgesamt wurde eine Verkehrsleistung von 24,0 Mio. Kilometern erbracht. Auf die U-Bahn entfielen davon 5,8 Mio. Kilometer, auf die Straßenbahn 4,0 Mio. Kilometer und auf den Busverkehr 14,2 Mio. Kilometer.
Alle neuen U-Bahn-Fahrzeuge des Typs G1 sind in Betrieb. Es bestehen Auflagen zur IT-Sicherheit, die zu weiterhin befristeten Inbetriebnahmegenemigungen seitens der Technischen Aufsichtsbehörde führen.
Die Auslieferung der neuen Straßenbahnfahrzeuge der Das Jahresergebnis der VAG vor Verlustübernahme be- Baureihe GTA8 („Avenio“) wurde im Jahr 2024 fortgetrug -109.724 T€. Es wurde auf Basis des bestehenden setzt. Bis zum Jahresende wurden 21 der insgesamt 26 Ergebnisabführungsvertrags von der StWN übernom- bestellten Fahrzeuge in den Fahrgastbetrieb überführt. men. Im Jahr 2024 beschäftigte die VAG im Durchschnitt Der Geschäftsverlauf 2024 der VAG spiegelt einerseits 2.143 Mitarbeitende (Vorjahr 2.083) und 105 zur Berufsdie hohe Bedeutung des Personennahverkehrs, ande- ausbildung Beschäftigte (Vorjahr 105). rerseits aber auch die Auswirkungen der allgemeinen Kostenentwicklung und der Angebotserweiterung sowie Insgesamt entwickelte sich die Ergebnissituation des die schwierige Personallage insbesondere im Bereich Unternehmens besser als erwartet – trotz der Auswirdes Fahrpersonals wider. Eine besondere Rolle spielten kungen der allgemeinen Kostenentwicklung in Folge der auch wieder das im Vorjahr eingeführte D-Ticket und hohen Inflation sowie der schwierigen Personallage insdessen Sonderformen (D-Ticket Job, Bayerisches Ermä- besondere im Bereich des Fahrpersonals. ßigungsticket, D-Ticket Nürnberg-Pass). Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) des Ge- Zum 1. Januar 2024 wurden die Fahrpreise im Verkehrs- schäftsjahres 2024 lag bei -109.586 T€ und damit 12.010 verbund Großraum Nürnberg (VGN) über alle Tarifstufen T€ bzw. 12,3% unter dem Vorjahresniveau, aber deutlich um durchschnittlich 7,7 % erhöht. Der Preis des D-Ti- positiver als das Planergebnis von rund -134.710 T€. ckets blieb gleichzeitig unverändert. Die mit dem D-Ti- Nachfolgend werden die wesentlichen Einflüsse auf das cket entstehenden Fahrgeldmindereinnahmen und ver- Ergebnis dargestellt. trieblichen Umsetzungskosten werden auf Basis der Im Berichtsjahr erhöhten sich die Umsatzerlöse insge- Richtlinien D-Ticket ÖPNV Bayern 2024 vom 22. Januar samt um 25.804 T€ bzw. 13,4 % auf 218.594 T€. Hierbei 2024 vollständig ausgeglichen. Der vorläufige Ausgleich nahmen insbesondere die Verkehrserlöse im Vergleich für das Jahr 2024 lag bei rund 62.254 T€. zum Vorjahr deutlich zu. Das D-Ticket hatte weiterhin einen wesentlichen Einfluss Die Fahrgeldeinnahmen sanken leicht, trotz der Erhöauf die operativen Geschäftsprozesse im Vertrieb und hung der Fahrpreise im VGN um durchschnittlich 7,7 % Marketing, die Ticket- und Nachfragestruktur sowie das über alle Tarifstufen hinweg, aufgrund der Verschiebung Mobilitätsverhalten der Fahrgäste. Insgesamt stieg die von den Bartarifen hin zum D-Ticket. Kompensiert wurde Anzahl der Abonnentinnen und Abonnenten bei der VAG dieser Rückgang durch die vorläufigen Ausgleichszah- (einschließlich 365-Euro-Ticket VGN für Selbstzahlungen für die entstehenden Fahrgeldmindereinnahmen lende) bis zum Jahres-ende (Stand 10. Dezember 2024) und vertrieblichen Umsetzungskosten aufgrund des Dauf rund 281.000 (Vorjahr 239.000), davon 259.000 D- Tickets. Diese Ausgleichsleistungen führten im Ver- Tickets. Die Zahl der betreuten Firmen im Jobticket ergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg der Erlöse und lahöhte sich zum Jahresende (Stand 31. Dezember 2024) gen im Jahr 2024 bei rund 58.214 T€ (Vorjahr 25.812 auf 593 (Vorjahr 499). In der Kundenkommunikation so- T€). wie im Kundenservice resultierte hieraus ein hoher Servicebedarf. Die sonstigen Erträge reduzierten sich deutlich aufgrund geringerer Erträge aus der Auflösung von Rückstellun- Der Fahrgastbetrieb konnte im Jahr 2024 weitgehend stabil erbracht werden. Wegen baustellenbedingter Zusatzleistungen bei gleichzeitig hohen Krankenständen
gen, vor allem für Verbund-Einnahmen, und dem Weg- für den ÖPNVV durch die öffentliche Hand variiert dabei fall der Zuschüsse aus dem Corona-Rettungsschirm von je nach Investitionsmaßnahme. Bund und Ländern (Vorjahr 4.000 T€).
Der Materialaufwand stieg im Vorjahresvergleich um 10.496 T€ auf 95.761 T€. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für den Bezug von Energie und Fahrstrom sowie gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen von Fremden.
Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 % und war vor allem Folge des gestiegenen Personalstands und der Entgelterhöhungen im Rahmen des Tarifvertrags.
Das negative Jahresergebnis und somit der Zuschussbedarf erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr. Während sich die Umsatzerlöse infolge der Ausgleichsleistungen für das D-Ticket erhöhten, reduzierten sich die sonstigen Erträge aufgrund der geringeren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie dem Wegfall der Zuschüsse aus dem Corona-Rettungsschirm. In Folge des gestiegenen Material- und Personalaufwands sowie der gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag das negative Jahresergebnis mit 109.724 T€ um 12.011 T€ unter dem des Vorjahres.
Dieses wird auf Basis des bestehenden Organschaftsvertrags von der Muttergesellschaft StWN ausgeglichen.
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Einbindung der VAG in den StWN-Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.
Die VAG geht nach wie vor davon aus, dass dem ÖPNV eine tragende Rolle bei der Erreichung der Klimaziele zukommt und hierfür der Ausbau des Verkehrsangebots fortgesetzt wird, wenngleich die Finanzierung der Projekte schwieriger werden dürfte. Auch für die kommenden Jahre wird eine Erhöhung des ÖPNV-Anteils am Modal Split angestrebt, um den politisch und öffentlich formulierten Zielsetzungen zu Klimaschutz und Verkehrswende gerecht zu werden.
Im Rahmen der Wirtschaftsplanung wird im Geschäftsjahr 2025 mit einem negativen EGT in Höhe von rund 125.000 T€ bis 135.000 T€ gerechnet.
Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 werden sich die Personalaufwendungen, der Materialaufwand infolge höherer Kosten für den Fahrstrom sowie die Abschreibungen aller Voraussicht nach erhöhen, während sich vor allem die Umsatzerlöse verbessert zeigen werden.
Der Aufsichtsrat genehmigte mit dem Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2025 Investitionen in Höhe von rund 110.000 T€. Die VAG rechnet für 2025 mit rund 33.000 T€ Zuschüssen der öffentlichen Hand. Die Förderquote
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Stromabsatz
N-ERGIE Aktiengesellschaft
der N-ERGIE um 2,3 % auf 15.378,1 Mio. kWh. Die Key- Account-Kunden stellten mit 90,2 % (Vorjahr 89,1 %)
Nürnberg
weiterhin die absatzstärkste Kundengruppe dar.
Im Rahmen der Normalisierung der Marktentwicklung reduzierten sich die Erlöse aus der Vermarktung von Strommengen von 1.080.727 T€ auf 877.789 T€.
Die Umsatzerlöse aus dem Erdgasverkauf (ohne Energiesteuer; inklusive Nebenerlöse) verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 22,0 % auf 1.069.029 T€. Im Key-Account-Segment führte ein Absatzrückgang zu einer geringeren Verkaufsmenge, was zusammen mit den rückläufigen Preisen (Weitergabe der geringeren Bezugskosten und höheren Netzentgelte) insgesamt zu einem deutlichen Rückgang der Verkaufserlöse führte.
Bei den Gewerbekunden verringerten sich die Verkaufs- Das Jahresergebnis 2024 der N-ERGIE lag vor Gewinnerlöse insbesondere durch die Weitergabe der niedrigeabführung bei 174.457 T€. Die Ertrags-, Finanz- und ren Bezugskosten und etwas höheren Netzentgelte, Vermögenslage der N-ERGIE entwickelte sich 2024, trotz Mengensteigerung. Bei den Privatkunden führte der trotz der volatilen Energiemärkte und der politischen Unrückläufige Absatz zusammen mit den unterjährig erfolgwägbarkeiten, insgesamt deutlich positiver als prognosten Preissenkungen zu einem deutlich überproportionatiziert. len Rückgang der Verkaufserlöse. Die Erlöse im Key-Account Bereich hatten 2024 einen Anteil von 71,5 % (Vor- Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahjahr 72,8 %), im Privatkunden- sowie Gewerbekundenres 2024 lag mit 180.206 T€ insgesamt 124.300 T€ bzw. bereich von 28,5 % (Vorjahr 27,2 %) am Erdgasumsatz. 40,8 % unter dem Vorjahreswert und deutlich höher als geplant. Das Ergebnis des Geschäftsjahrs 2023 war ge- Bedingt durch die konjunkturelle Entwicklung, das Einprägt durch eine außergewöhnliche Marktsituation, die sparverhalten der Kunden sowie die milde Witterung rezu singulären positiven Ergebnissen führte. Im Geduzierte sich die Gesamtabgabe im Erdgasgeschäft schäftsjahr 2024 trat wieder eine Normalisierung des 2024 um 20,7 % auf 11.295,1 Mio. kWh. Mit einem Anteil Marktumfelds ein. Nachfolgend werden die wesentlichen von 81,2 % (Vorjahr 84,3 %) an der Gesamtabgabe stell- Einflüsse auf das Ergebnis dargestellt: ten die Key-Account-Kunden die größte Abnehmergruppe dar. Die Erlöse aus Stromlieferungen (ohne Stromsteuer; inklusive Nebenerlöse) summierten sich auf 3.483.267 T€ Vergleichbar zum Gesamtrückgang der Umsatzerlöse und lagen 16,4 % unter dem Vorjahreswert. Im Key-Acaus dem Erdgasverkauf verminderten sich die Erlöse count-Segment verringerten sich die Verkaufserlöse im aus der Vermarktung von Gasmengen im Vergleich zum Wesentlichen durch die Weitergabe der deutlich gerin- Vorjahr von 380.903 T€ auf 344.021 T€. geren Bezugskosten, welche durch die gestiegenen Netzentgelte nur teilweise kompensiert wurden. Zusätz- Die Umsatzerlöse (inklusive Nebenerlöse) im Bereich lich wirkte sich ein Absatzrückgang bei den Weitervertei- Fernwärme nahmen gegenüber dem Vorjahr um insgelern erlösmindernd aus. samt 3,8 % auf 178.382 T€ ab. Der Erlösrückgang war auch in diesem Segment zum einen preisbedingt, da Bei den übrigen Bestandskunden reduzierte sich die Abdurch die geringen Preise des Einsatzstoffes Gas forsatzmenge nur leicht und erreichte annähernd das Vormelbedingt geringere Entgelte weitergegeben werden jahresniveau. Im Gewerbekundensegment lagen die konnten, zum anderen nahm die Absatzmenge entspre- Verkaufserlöse infolge der geringeren Absatzmenge sochend dem Gasabsatz gegenüber dem Vorjahr leicht ab. wie der Weitergabe der deutlich niedrigeren Bezugskosten trotz der höheren Netzkosten unter dem Niveau des Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahres. Im Privatkundensegment wirkten sich die ver- Vorjahr um 10,4 %, was zum einen auf höhere Zuführunringerte Absatzmenge sowie der unterjährig erfolgte gen zu den Altersteilzeitverpflichtungen und Pensions- Preisrückgang reduzierend auf die Erlöse aus. Die gerückstellungen zurückzuführen ist. Zusätzlich erhöhte stiegenen vorgelagerten Netzkosten wurden nicht vollsich der laufende Personalaufwand in Folge des gestieständig an die Kunden weitergereicht. Vom Stromumgenen Personalstands im Vergleich zum Vorjahr sowie satz entfielen 81,2 % (Vorjahr 81,8 %) auf Key-Accountdurch die Umsetzung des Tarifabschlusses zum 1. Ja- Kunden sowie 18,8 % (Vorjahr 18,2 %) auf Privat- und nuar 2024. Gewerbekunden.
Insgesamt lag das EGT der N-ERGIE deutlich unter dem der Abrechnungsplattform voranzutreiben. In diesem Zu- Vorjahr jedoch über den Prognosen des mittelfristigen sammenhang wird die weitere Digitalisierung und Auto- Wirtschaftsplans 2024. Diese positive Abweichung ist matisierung von Kernprozessen gerade im Bereich der unter anderem Folge noch anhaltender Effekte aus den Medienabrechnung einen Schwerpunkt der Tätigkeiten günstigen Marktgegebenheiten in den Geschäftsjahren in den kommenden Jahren darstellen sowie die N-ER- 2022 und 2023. Zudem konnte die positive Entwicklung GIE in die Lage versetzen auch künftig innovative und im Großkundenbereich auf-rechterhalten werden. Ent- kundengerechte Versorgungslösungen anzubieten. gegen wirkten unter anderem die nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegebenen erhöhten Netznutzungs- Die Geschäftsmodelle der N-ERGIE trotzen den wirtentgelte im Privatkundenbereich sowie die rückläufigen schaftlich schwierigen Zeiten sowie den mannigfaltigen Entwicklungen im Bereich der Vermarktung von Mengen Folgewirkungen der Energiekrise und zeigen sich krisenaus dem Bereich der erneuerbaren Energien. sicher, zeitgleich wird der Druck auf die Kostenseite intern weiter hochgehalten. Im Rohergebnis von 345.365 T€ (Vorjahr 430.762 T€), das sich aus den Umsatzerlösen und Materialaufwen- Aufgrund der beschriebenen Effekte erwartet die N-ERdungen ergibt, spiegeln sich im Vorjahres-Ist-Vergleich GIE im verabschiedeten Wirtschaftsplan für das Jahr die Abschwächung der positiven Effekte aus dem Groß- 2025 ein weiterhin robustes und gutes Ergebnis, das mound Privatkundenbereich sowie der günstigen Vermark- derat unter dem Niveau des Jahres 2024 liegen wird. tung von beschafften Strommengen wider.
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen aufgrund von Auflösungen von Rückstellungen über Plan, im Vergleich zum Vorjahr sind die sonstigen betrieblichen Erträge zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen übersteigen infolge von Zuführungen zur Einzel- und Pauschalwertberichtigung moderat sowohl den Planwert als auch den Vorjahreswert.
Das Finanzergebnis zeigt gegenüber dem Plan die positive Entwicklung der Tochterunternehmen, vor allem bei der Vermarktung von Kraftwerkskapazitäten. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Rück-gang.
Die N-ERGIE tätigte im Berichtsjahr Investitionen in Höhe von 249.950 T€ (Vorjahr 252.227 T€). Davon entfielen 209.780 T€ (Vorjahr 152.372 T€) auf Sachanlagen, 27.190 T€ (Vorjahr 89.143 T€) auf Finanzanlagen und 12.980 T€ (Vorjahr 10.712 T€) auf immaterielle Vermögensgegenstände. Die Sachinvestitionen konzentrierten sich insbesondere auf Verteilungsanlagen sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Im Bereich der Finanzanlagen erfolgte vor allem die Einzahlung in die Kapitalrücklage der N-ERGIE Netz in Höhe von 27.000 T€.
Aufgrund des Organschaftsverhältnisses erhält die Thüga als außenstehende Aktionärin 2024 eine Ausgleichszahlung in Höhe von 25.021 T€. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands und nach Dotierung der Gewinnrücklage von 128.982 T€ waren 86.436 T€ an den Organträger Städtische Werke Nürnberg Gesellschaft mit beschränkter Haftung (StWN), Nürnberg, abzuführen
Das Jahr 2024 war geprägt von der Konsolidierung der Märkte nach den Herausforderungen der Energiekrise. Die N-ERGIE nutzte dieses Jahr, um insbesondere im Bereich der Kundenabrechnung wieder prozessuale Stabilität zu erreichen, aber auch um die Neuausrichtung
Höhe von 30 Mio. € ein deutlich negatives EGT im mitt-
Städtische Werke Nürnberg
leren zweistelligen Mio. Bereich erwartet.
GmbH
Die StWN ist als geschäftsleitende Konzernholding im Auftrag der Stadt Nürnberg als Alleingesellschafterin tätig.
Im Ergebnis erwirtschaftete die StWN GmbH im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 12.242 (Vorjahr: TEUR 10.189).
Die wirtschaftliche Tätigkeit der StWN GmbH lag überwiegend in der Geschäftsleitung der Konzernholding. Ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern und einem Zuschuss des Gesellschafters ergab sich bei der Gesellschaft ein Fehlbetrag von 22.281 T€ (Vorjahr Überschuss 24.479 T€). Die Veränderung ist insbesondere auf die Ergebnisveränderungen bei den Tochterunternehmen zurückzuführen.
Aufgrund der Gewinnabführungsverträge der N-ERGIE und der VAG wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der StWN GmbH weitgehend von den erwirtschafteten Ergebnissen der Tochtergesellschaften beeinflusst. Im Jahr 2024 konnte der Jahresverlust der VAG in Höhe von -109.724 T€ nicht vollständig durch die Ergebnisabführung der N-ERGIE in Höhe von 86.436 T€ gedeckt werden. Aufgrund der Prognose eines Jahresverlustes von über 40.000 T€ hat die Stadt Nürnberg im Jahr 2024 über den 1. Nachtragshaushalt eine ertragswirksame Zuführung von 25.000 T€ zur Reduktion des absehbaren Fehlbetrages beschlossen.
Die allgemeinen wirtschaftlichen, politischen und strukturellen Rahmenbedingungen sowie die forcierte Umsetzung der Energie- und Verkehrswende, einhergehend mit gestiegenen Preisen sowie Finanzierungskosten, wirken zukünftig dämpfend auf die Ergebnisse der N-ER- GIE und der VAG. Sie führen somit zu einer insgesamt rückläufigen Ergebnisprognose für 2025 für den StWN- Konzern im oberen zweistelligen Mio. Bereich.
Für die StWN GmbH wird im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 wird auch unter Berücksichtigung der seitens der Alleingesellschafterin eingeplanten Zuschüsse in
Das Klinikum stützt weiterhin das Eigenkapital der ABC
Klinikum Nürnberg
GmbH und der Schaukel gGmbH. Es wurden Forderungsverzichte gegen Besserungsschein auf Gesellschafterdarlehen der ABC in Höhe von insgesamt € 3,7 Mio. erklärt. Wie in den Vorjahren erfolgte eine freiwillige Verlustübernahme der Schaukel gGmbH, um das negative Jahresergebnis auszugleichen.
Insgesamt liegen die Umsatzerlöse rund 5,4 % über dem Wirtschaftsplan. Der Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr resultiert größtenteils aus der Steigerung der sonstigen Umsatzerlöse um € 8,4 Mio., der Erlöse aus ambulanten Krankenhausleistungen um € 3,9 Mio. und der Erlöse aus stationären Krankenhausleis- Das Jahresergebnis (€ -18,1 Mio.) des Kommunalunter- tungen um € 56,6 Mio. nehmens ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen Die Erlöse nach BPflV liegen erneut über Vorjahresniund fiel besser aus als im Wirtschaftsplan (€ -24,8 Mio.) veau und damit deutlich über dem Niveau von 2019 (+ erwartet. 14,9 % im Vergleich zu 2019 und + 9,8 % im Vergleich Das EBIT verschlechterte sich um € 3,3 Mio. gegenüber zu 2023). Die Erlössteigerung ist auf eine Preissteigedem Vorjahr und das EBITDA um € 2,5 Mio. vor allem rung auf Grundlage des Veränderungswertes in Höhe wegen der stark gestiegenen Personalaufwendungen von 5,31 % sowie auf einen Anstieg der Auslastung zuaufgrund der Übernahme der KNSG. Gegenüber der rückzuführen. Planung für 2024 (- € 17,3 Mio.) verbesserte sich das Erlöse aus Zusatzentgelten sind im Vergleich zum Vor- EBITDA um € 11,9 Mio. Ursächlich hierfür sind operative jahr um € 2,5 Mio. gestiegen. Margen, die sich nicht so stark verschlechterten, wie das noch im Wirtschaftsplan erwartet wurde. Die Erlöse aus Wahlleistungen Arzt konnten um 2,1 % gesteigert werden, die Erlöse aus sonstigen Wahlleis- Es flossen weitere krankenhausindividuelle Zahlungen tungen um 1,5 % und liegen damit leicht über Vorjahresals „Ausgleich für Steigerungen der Kosten für den Beniveau. Aufgrund von Preisanpassungen und höherer Inzug von Erdgas, Wärme und Strom“ für Januar bis April anspruchnahme konnten die Umsätze für die Wahlleis- 2024 (€ 3,8 Mio.) zu und es konnten verstärkte Apothetungen Zimmer im Vergleich zum Vorjahr um 16,7 % gekenverkäufe im Bereich GKV-Rezepte realisiert werden, steigert werden. da die Apotheke die ASV-Ambulanzen (ambulante spezialfachärztliche Versorgung), sowie deren Selbstzahler, Die ambulanten Erlöse erhöhten sich bedingt durch die verstärkt mit Medikamenten beliefert. Ferner konnten fortschreitende Ambulantisierung sowie einer beschleudurch Preisanpassungen im Wahlleistungsbereich Unnigten Abrechnung insgesamt um 9,6 %, wobei ambuterkunft, durch zusätzliche Abrechnungsmöglichkeiten lantes Operieren (+ 50,3 %), sowie der Zuwachs an über weitere ASV-Angebote und generell fortschreitende ASV-Teams (ambulante spezialfachärztliche Versor- Ambulantisierung die Umsatzerlöse jeweils deutlich gegung (+ 55,2 %) besonders herausstechen. Durch das steigert werden. Auslaufen der Coronavirus-Impfverordnung im Frühjahr 2023 (inkl. der im Jahr 2023 bis zum 31. Juli erfolgten In den sonstigen betrieblichen Erträgen wirkt sich der Endabrechnungen durch die Kassenärztliche Vereini- Sondereffekt aus der Auflösung von Rückstellungen in gung Bayerns) sanken die ambulanten Erlöse für Höhe von € 18,6 Mio. positiv aus. Im Vergleich zum Wirt- Impfleistungen um 77,2 %, die aus IGeL-Leistungen geschaftsplan stiegen die Umsatzerlöse und sonstigen benerierten Umsätze reduzierten sich um 14,3 % im Vertrieblichen Erträge um insgesamt € 58,4 Mio. Jedoch gleich zum Vorjahr. nahmen auch die Betriebsaufwendungen mit € 802,5 Mio. im Vergleich zum Planansatz um € 46,5 Mio. deut- Die sonstigen Umsatzerlöse sind um 10,4 % gestiegen, lich zu. Ursächlich hierfür waren gestiegene Personalwas im Wesentlichen auf höhere Erlöse aus Apothekenaufwendungen sowie Materialaufwendungen. verkäufen (+ 16,6 %), Aufwandserstattungen für Explantationen (+ 343,6 %), gestiegene Verkäufe und Dienst- Die EBITDA-Marge liegt mit - 0,7 % im Geschäftsjahr um leistungen an Dritte (+ 573,9 %), sowie ein An-stieg von 1,7 %-Punkten über dem Plan. Weitere Abweichungen Erlösen aus Sponsoring und Drittmitteln für Studien (+ zur Planung ergaben sich im Finanzergebnis des Klini- 49,5 %) beruht. kums aufgrund eines in der Planung nicht vorgesehenen Forderungsverzichts an die ABC GmbH. Die periodenfremden Erlöse sanken um 117,5 % im Vergleich zum Vorjahr, begründet v. a. dadurch, dass die mit
der neuen Prüfverfahrensvereinbarung aus 2022 eingeführten Strafzahlungen erstmalig ganzjährig wirken.
Der Start in das Geschäftsjahr 2025 erfolgte wie bereits in den Vorjahren unter anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen. Hohe Krankheitsausfälle sowie Streikmaßnahmen der Belegschaft, Probleme bei der Abverlegung von Patienten, nach wie vor instabile Lieferketten sowie die nur zögerlich sinkende Inflation belasten das Ergebnis des Klinikums auch in den ersten Monaten der Jahres 2025. Die 4,3-prozentige Steigerung des Landesbasisfallwerts sowie eine nachgeschaltete Tarifrate können diese Mehrkosten sowie die steigenden Personalkosten keinesfalls vollumfänglich kompensieren.
Basierend auf diesen Ausführungen geht das Klinikum für das Geschäftsjahr 2025 von Umsätzen in Höhe von rund € 782 Mio., einem EBITDA von rund € -7,6 Mio. sowie einem Jahresergebnis von circa € -15,8 Mio. aus, wobei diese Ansätze je nach weiterer Entwicklung der Inflation, regulatorischer Eingriffe sowie etwaiger gesetzgeberischer Stützungsmaßnahmen der Krankenhäuser erheblichen Schwankungen unterliegen können.
Betrachtet man die Veränderungsraten der Passagiere
Flughafen Nürnberg GmbH
nach Monaten, so fällt auf, dass insbesondere im ersten Quartal sowie in den letzten beiden Monaten ein erhebliches Passagierwachstum gegenüber dem Vorjahr erzielt werden konnte.
Mit Beginn des Sommerflugplans wurde etwa wieder dieselbe Passagiermenge wie im Vorjahr erzielt. Der starke Anstieg der Passagierzahlen im Mai erklärt sich durch die Verschiebung der Pfingstferien in diesen Monat gegenüber dem Vorjahr.
Wie auch in den beiden Vorjahren wurde in der Sommerflugplanperiode 2024 das Niveau aus dem Jahr 2019 erreicht und teilweise sogar deutlich überschritten. Durch ausreichende Personal-Ressourcen und verstärkten Leiharbeitereinsatz im operativen Betrieb kam es zu kei- Für das Jahr 2024 waren ein Konzernumsatz von 92.153 nen Betriebsbeeinträchtigungen. Im ersten Quartal so- TEUR, ein daraus resultierender Jahresfehlbetrag von wie in den Monaten November und Dezember wurden 15.468 TEUR und Passagierzahlen in Höhe von 4,2 Mio. rund 88% des Volumens im Vergleich zum Pre-Covid geplant. Jahr 2019 erreicht. Insgesamt lag die durchschnittliche Die tatsächliche Anzahl an Passagieren lag mit 4,0 Mio. Recovery Rate am Standort Nürnberg damit im Jahr knapp unter dem Plan. Der Konzernumsatz erreichte 2024 bei 98%, während der bundesweite Durchschnitt 2024 eine Höhe von 99.512 TEUR (+7.359 TEUR ggü. noch bei 85% gegenüber 2019 lag. Plan). Der Jahresfehlbetrag verringerte sich um 9.905 Im Jahr 2024 wurden in allen Flugverkehrsarten rund TEUR auf 5.563 TEUR im Vergleich zur Planung. Der im 4,028 Millionen Passagiere am Albrecht Dürer Airport Vergleich zur Planung gestiegene Umsatz resultiert im gezählt. Damit wuchs die Passagiermenge im Vergleich Wesentlichen aus gestiegenen Luftverkehrserlösen sozu 2023 um 2,5% und lag nur noch 2,0% unter dem Jahwie höheren Umsätzen im Non Aviation Bereich (Erlöse resergebnis von 2019. aus Parkumsätzen sowie Vermietung). Zudem wurde für das Jahr 2024 der Betrieb des Mietwagenservicecenters Im Jahr 2024 verzeichnete der Flughafen Nürnberg eidurch die FNSG aufgrund des Ausfalls des bisherigen nen Rückgang im Linienverkehr, der sich insbesondere Betreibers ungeplant übernommen. Zur positiven Planaim Full-Service-Carrier Segment bemerkbar machte. bweichung trugen auch Auflösungen von Rückstellun- Hier sank das Verkehrsaufkommen um 10,9% im Vergen in Höhe von 2,1 Mio. EUR bei. Zusätzlich konnten gleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf durch die Anlage von Festgeld am Kapitalmarkt höhere den Wegfall drei wichtiger Verbindungen zurückzufüh- Zinserträge erzielt werden als angenommen (+0,6 Mio. ren. Die beiden Strecken nach Zürich (Swiss) und Wien EUR ggü. Plan). Dies führte zu hohen ungeplanten Er- (Austrian Airlines) wurden zum Ende des Sommerflugträgen und damit zu einer Ergebnisverbesserung. plans 2023, bzw. London-Heathrow (British Airways) im Auf der Aufwandsseite führten geringere Ausgaben für Februar 2024 eingestellt. Während Turkish Airlines weitden Anlagenunterhalt (+1,7 Mio. EUR), für Beratungs- gehend konstant blieb, konnten Wachstumsimpulse bei kosten und Marketingmaßnahmen zu großen Einsparun- Lufthansa (+16,3%) sowie insbesondere bei KLM gen. Demgegenüber stehen höhere Aufwendungen für (+31,3%) erzielt werden. Die Busverbindung zum Flughafen München bestand auch 2024. Durch nur noch Leiharbeit (-1,7 Mio. EUR) und gestiegene Kosten für zwei tägliche Verbindungen an das Drehkreuz Paris Versicherungen sowie der Betriebssicherheit. Letztlich konnte ein wesentlich besseres Jahresergebnis als ge- (CDG) verliert Air France 22,5% Passagiere gegenüber plant erzielt werden. dem Vorjahr. Insgesamt verzeichnete der Flughafen Nürnberg in diesem Segment 777.746 Passagiere bei ei- Das Jahr 2024 zeichnete sich am Flughafen Nürnberg – ner durchschnittlichen Flugauslastung von 73,5%. Jewie auch im Vorjahr – durch eine ganzjährig stabile, doch zeigt sich in diesem Segment eine Zunahme der wenn auch saisonal schwankende, Nachfrage nach Gesamtauslastung um 5,6 Prozentpunkte gegenüber Flugreisen aus. Bei über 4 Millionen Fluggästen lag die 2023. durchschnittliche Auslastung der Flugzeuge im Schnitt aller planmäßigen Linien- und Touristik-Verbindungen Auch im Low-Cost-Segment musste der Flughafen ein bei 83,4%. Damit übertrifft die Auslastung die Werte des Minus von 4,4% verzeichnen. Hier zeigte sich vor allem vergangenen Jahres nochmals um 1,8 Prozentpunkte bei Ryanair ein erheblicher Rückgang des Verkehrsaufund erreicht somit erneut einen historischen Höchst- kommens um rund 140.000 Passagiere, was rund 11,0% stand.
entspricht. Dieser Rückgang ist Teil eines deutschland- beitskosten und die Zunahme der sonstigen betriebliweiten Trends, da sich aufgrund hoher Standortkosten chen Aufwendungen, die durch den zusätzlichen Uman deutschen Flughäfen Low-Cost-Carrier schwierige- satz nicht aufgefangen werden können. Zum Stand Juni ren Rahmenbedingungen gegenübersehen. Trotz des 2025 wird erwartet, dass sich das Jahresergebnis ge- Rückgangs bleibt Ryanair weiterhin die größte Airline am genüber dem Plan nahezu auf das Ergebnis 2024 ver- Flughafen Nürnberg und bietet einen Mix aus europäi- bessern wird. schen Städteverbindungen, touristischen Zielen im Mittelmeerraum sowie Flügen für das VFR-Segment (Vi- Der Wirtschaftsplan für 2025 geht von einer Gesamtsiting friends and relatives) nach (Süd-)Osteuropa an. menge in Höhe von 4,3 Millionen Passagieren aus. Dies würde etwa 4,9% mehr Passagieren als im Jahr 2019 vor Im Berichtsjahr konnten auf Konzernebene Umsatzer- der COVID Pandemie entsprechen. Somit würde sich löse in Höhe von 99.512 TEUR (i. Vj. 100.335 TEUR) erstmals eine Recovery über dem vorpandemischen Nierzielt werden. Dies entspricht einem Rückgang von veau ergeben. 0,8%. Durch die Ausgliederung des Duty-Free Shops in das Gemeinschaftsunternehmen Smartseller Flughafen Nürnberg GmbH & Co. KG sanken die Ladenumsätze der FNSG im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Mio. EUR. Weiter sanken die Umsätze der FNEG (-0,2 Mio. EUR). Dies konnte nur zum Teil von steigenden Parkumsätzen in Höhe von 3,3 Mio. EUR, gestiegenen Non-Aviation Umsätzen von 0,4 Mio. EUR und gestiegenen Luftverkehrserlöse um 1,1 Mio. EUR, welche durch den moderaten Passagieranstieg bei gleichzeitiger Erhöhung der Entgelte um 2,4% verursacht wurden, kompensiert werden. Der vollständige Rückgang der Umsatzerlöse aus dem Frachtgeschäft der APG, aufgrund der Ausgliederung in die Joint Venture Gesellschaft (-1,1 Mio. EUR), konnte durch die unplanmäßige Übernahme des Betriebs des Mietwagenservicecenters in 2024 kompensiert werden (1,2 Mio. EUR).
Der Konzern schloss das Jahr 2024 mit einem negativen Ergebnis nach Steuern in Höhe von -5.563 TEUR ab. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Ergebnisverschlechterung um 2.672 TEUR. Das Operative Ergebnis verschlechtert sich, da steigende Kosten im Personalbereich sowie steigende Betriebskosten nicht direkt an die Kunden weitergegeben werden konnten.
Das EBITDA betrug im Jahr 2024 7.496 TEUR und liegt damit 3.992 TEUR unter dem Vorjahresniveau.
Das geplante Jahresergebnis 2024 konnte von -15.468 TEUR um +9.905 TEUR auf -5.563 TEUR verbessert werden. Diese positive Entwicklung erklärt sich aus einer Kombination von vielen operativen Ergebnisverbesserungen sowie den beschriebenen Einmaleffekten.
Für das Jahr 2025 ist aufgrund des weiterhin positiven Ausblicks und den bereits buchbaren Flugprogrammen über die verschiedenen Airlines hinweg mit steigenden Passagierzahlen zu rechnen. So werden 4,3 Mio. Passagiere erwartet. Damit wird ein Umsatz von 104.362 TEUR prognostiziert. Dennoch wurde im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 ein steigender Jahresfehlbetrag in 2025 um 5.496 TEUR auf 11.059 TEUR geplant. Ausschlaggebend hierfür sind die durch tarifbedingte Erhöhungen gestiegenen Personalkosten inkl. der Leihar-
Rückstellungen (+1,7 Mio. EUR) und ein niedrigerer Per-
wbg Nürnberg GmbH
sonalaufwand (1,5 Mio. EUR) auf das Jahresergebnis aus. Gestiegenen Erträgen aus Beteiligung und Zinserträgen (+3,0 Mio. EUR) steht eine erhöhte Verlustübernahme der WBG Jobst (-1,2 Mio. EUR) gegenüber.
Die wbg weist eine positive wirtschaftliche Entwicklung und eine gute Ertragslage auf.
Die durchschnittliche Miete für Wohnen (Jahresdurchschnitt) ist in 2024 von 7,23 EUR/m2 auf 7,40 EUR/m2 angestiegen. Damit liegen die Mieten weiterhin deutlich unter dem Durchschnittswert des Nürnberger Mietspiegels (9,65 EUR/m2).
Die geplanten Instandhaltungskosten (30,02 EUR/m2) Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die wbg mit 17,4 Mio. wurde mit 31,4 EUR/m2 knapp überschritten. Weiterhin EUR ein im Vergleich zum Vorjahr um rd. 8,7 Mio. EUR lag das angestrebte Investitionsziel mit 50,4 EUR/m2 höheres Jahresergebnis. Die Umsatzerlöse aus der Beleicht unter dem Plan von 52,2 EUR/m2. wirtschaftungstätigkeit sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Mio. EUR gestiegen, dies lässt sich vorrangig auf hö- Die Abweichung in der Instandhaltung wird wesentlich here Sollmieten und Umsatzerlöse aus abgerechneten durch den Mehrbedarf von 800 TEUR gegenüber der Betriebskosten zurückführen. Planung für die baulich kurzfristig erforderliche Dachsanierung Jenaer Straße geprägt. Die Umsatzerlöse aus Verkauf von Grundstücken liegen hingegen 4,8 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert, da in Unter anderem konnten im Investitionsprojekt Eisena- 2024 keine Übergabe des Bauträgers stattfand. Die Umcher Str. 16-24 im Jahr 2024 durch gute Vergabeergebsatzerlöse aus der Betreuungstätigkeit lagen 4,5 Mio. nisse ca. 1.300 TEUR gegenüber der Planung einge- EUR über dem Vorjahreswert, was auf die Baufertigstelspart werden. Der ursprünglich für 2024 geplante Ankauf lungen in der WBGJ und der daraus folgenden Abrechvon Bestandsimmobilien in Höhe von 6,4 Mio. EUR nung von Baubetreuungsleistungen zurückzuführen ist. wurde nicht realisiert. Weiterhin positiv wirken sich die sonstigen betrieblichen Erträge (+3, 1 Mio. EUR) aus, darunter insbesondere die Die wbg verwaltet insgesamt 16.565 eigene Mietwoh- Auflösung von Rückstellungen (+0,9 Mio. EUR) und ernungen und 269 Gewerbeeinheiten. Von den Wohneinhaltene Investitionszuschüsse (+1,4 Mio. EUR). Der Aufheiten sind 5.067 Wohnungen öffentlich gefördert, 911 wand für Baumaßnahmen lag mit 2,4 Mio. EUR deutlich Wohnungen hiervon sind einkommensorientiert geförunter dem Vorjahreswert, was auf die verstärkte Aktiviedert (EOF). Im Rahmen der Bewirtschaftung fremder Imrung von Maßnahmen zurückzuführen ist. Dem gegenmobilien verwaltet die wbg zum Bilanzstichtag 1.030 über stehen höhere Aufwendungen für die laufende und fremde Mietwohnungen und 191 Gewerbeeinheiten für geplante Instandhaltung sowie die Mieterwechsel (+5,7 verschiedene Unternehmen und Einrichtungen. Mio. EUR). Im Jahr 2024 erhielten 1.117 Haushalte ein neues Zu- Das Planergebnis wurde in 2024 um rd. 13,4 Mio. EUR hause (Vj.: 1.119). Die Mieterfluktuationsrate lag bei 6,8 übertroffen. Zum einen wurden aufgrund der in den letz- % (Vorjahr: 6,5 %). ten Jahren schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und steigenden Anforderungen z.B. im Die vergabebedingte Leerstandsquote (Leerstand> 3 Kontext Klimazielpfad Baumaßnahmen als bilanzpoliti- Monate) lag zum 31.12.2024 bei 0,6 % (Vj: 0,3 %). sche Steuerungsmaßnahme verstärkt aktiviert (Abweichung rd. 5,5 Mio. EUR). Zum anderen waren einige Im Kontext der zukunftsorientierten Ausrichtung des Planansätze wie z.B. die prognostizierte Zinsentwick- Wohnungsbestandes und der Umsetzung des Klimaziellung aufgrund der bestehenden Unsicherheiten konser- pfades wurden die Modernisierungsmaßnahmen des vativ gewählt. Im Detail ist die Abweichung unter ande- Bestandes weiter fortgeführt. Im Geschäfts-jahr konnten rem auf folgende Positionen zurückzuführen: höhere 107 Wohneinheiten umfassend modernisiert werden. Im Umsatzerlöse aus der Betreuungstätigkeit (+2,4 Mio. Zuge dessen konnten durch entsprechende Aufstockun- EUR), geringere Aufwendungen für Baumaßnahmen gen 18 Wohneinheiten neu geschaffen werden. 103 (+5,5 Mio. EUR) durch die Aktivierung von Projekten so- Wohnungen wurden einer Basismodernisierung unterzowie niedrigere Aufwendungen für die laufende und ge- gen. Des Weiteren wurden zwei Umbaumaßnahmen (60 plante Instandhaltung und dem Mieterwechsel (+1,5 Mio. WE) in der Parkwohnanlage und im Quartier Langwas- EUR). Ebenfalls positiv wirken sich die Auflösung von ser fertiggestellt.
Zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums wurden im Geschäftsjahr 2024 die Bauarbeiten im Neubauprojekt Erhardstraße weitestgehend fertiggestellt. Ferner wurden zwei Typenhäuser im Quartier Langwasser fertiggestellt. Zum Jahreswechsel befanden sich 34 weitere Neubaueinheiten in Bau.
Für 2025 ist ein Jahresergebnis von voraussichtlich 11,6 Mio. EUR geplant.
Basierend auf der geplanten Bestandsentwicklung und bewirtschaftung wird gegenüber 2024 eine Steigerung der Umsatzerlöse aus der Bewirtschaftungstätigkeit von 3,5 % erwartet (127,3 Mio. EUR; Vj.: 123,1 Mio. EUR).
Im Jahr 2025 werden die Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen in den Quartieren Langwasser-Süd (50 WE) und in der Parkwohnanlage (48 WE) fortgeführt. Bei den Neubauvorhaben Grünewaldstraße 16 (34 WE), Pflegeheim AWO (1 GE) und 4 Tiny Houses ist jeweils die Fertigstellung vorgesehen.
Im Jahr 2025 sind im Bereich Bauträger 24 übergaben von Einheiten geplant.
Im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr wird für 2025 ein um 5,8 Mio. EUR niedrigeres Jahresergebnis erwartet. Zwar steigen die Umsatzerlöse aus der Bewirtschaftungs- und Verkaufstätigkeit (in Summe 10,6 Mio. EUR), dem stehen jedoch gestiegene Instandhaltungsaufwendungen und höhere Baukosten als im Vorjahr gegenüber. Somit steigt das Rohergebnis nur um 1,2 Mio. EUR. Weiter kompensierend wirken sich höhere Personalaufwendungen (+3,9 Mio. EUR), niedrigere Finanzerträge, daraus insbesondere niedrigere Erträge aus Beteiligungen (-1,0 Mio. EUR) und höhere Zinsaufwendungen (+2,2 Mio. EUR) aus.
Mio. EUR; 2022: 106,4 Mio. EUR), die Gastveranstaltun-
gen 56,9 Mio. EUR (2023: 55,0 Mio. EUR; 2022: 33,8
Mio. EUR) und das NürnbergConvention Center 6,2 Mio.
EUR (2023: 14,3 Mio. EUR; 2022: 10,5 Mio. EUR). Der
Umsatz des MesseService (einschließlich der Holtmann
GmbH & Co. KG und der LEHRIEDER GmbH & Co. KG)
lag bei 91,0 Mio. EUR (2023: 61,4 Mio. EUR; 2022: 63,2
Mio. EUR) und der Umsatz im Bereich International bei
67,7 Mio. EUR (2023: 53,7 Mio. EUR; 2022: 43,2 Mio.
EUR). Der für das Jahr 2024 geplante Konzernumsatz
von 340,0 Mio. EUR konnte damit deutlich übertroffen
werden.
NürnbergMesse GmbH
Nach Veranstaltungs- und Personalaufwendungen, Ab-
schreibungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen,
Bestandsveränderungen und zuzüglich der sonstigen
betrieblichen Erträge sowie des Ergebnisses aus asso-
ziierten Unternehmen und des Beteiligungsergebnisses
erzielte die NürnbergMesse Group ein operatives Ergeb-
nis von 28,6 Mio. EUR (2023: 3,2 Mio. EUR; 2022: 6,3
Mio. EUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rück-
stellungen enthalten. Der Anstieg des Personalauf-
wands resultiert insbesondere aus den gestiegenen Mit-
arbeiterzahlen und erhöhten Personalrückstellungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich
deutlich, insbesondere durch gestiegene Aufwendungen
für Instandhaltung und Großreparaturen sowie Rechts-
und Beratungskosten im Zusammenhang mit einer Un-
ternehmenstransaktion und für Fremdleistungen, erhöht.
In 2024, dem Jahr ihres 50sten Jubiläums, verzeichnete
die NürnbergMesse den höchsten Umsatz ihrer Unter-
nehmensgeschichte und schloss mit einem Jahreser-
gebnis von 26.0 Mio. EUR.
In diesem Jubiläumsjahr fanden im Portfolio der Nürn-
bergMesse weltweit 154 Veranstaltungen statt (2023:
177; 2022: 155), an denen sich 33.196 Aussteller betei-
ligten (2023: 28.135; 2022: 23.457), eine Gesamtnetto-
fläche von 1.189.191 m2 belegt wurde (2023: 904.466
m2; 2022: 841.612 m2) und die sich vor 1.578.135 Be-
suchern präsentierten (2023: 1.289.113; 2022: 989.338).
Der Umsatz der NürnbergMesse GmbH betrug 2024
285,7 Mio. EUR (2023: 194,2 Mio. EUR; 2022: 205,3
Mio. EUR) und lag damit wie auch der Konzernumsatz
über Plan. Nach Veranstaltungsaufwendungen, Perso-
nalaufwendungen, Abschreibungen, sonstigen betriebli-
chen Aufwendungen, Bestandsveränderungen zuzüg-
lich der sonstigen betrieblichen Erträge, des Beteili-
gungsergebnisses sowie Erträgen aus Gewinnabführun-
gen erzielte die Gesellschaft ein operatives Ergebnis von
25,7 Mio. EUR (2023: -7,5 Mio. EUR; 2022: 1,3 Mio.
EUR). Höhere turnusbedingte Ergebnisabführungen und
zusätzliche Erträge aus der Auflösung von Rückstellun-
gen wirkten sich positiv aus. Die im Finanzergebnis aus-
gewiesenen Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe
von 5,0 Mio. EUR erfolgten aufgrund der verbesserten
Prognosen für die Folgejahre als Wertaufholung der in
Vorjahren aufgrund vorübergehender coronabedingter
Wertminderung außerplanmäßig abgeschriebenen Be-
teiligungsbuchwerte.
Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf 29,6 Mio. EUR
(2023: 3,6 Mio. EUR; 2022: 5,6 Mio. EUR). Das EBITDA
betrug 56,8 Mio. EUR (2023: 28,4 Mio. EUR; 2022: 32,3
Mio. EUR).
Die Bilanzsumme der NürnbergMesse Group hat sich
gegenüber dem Vorjahr um 83,9 Mio. EUR erhöht (Nürn-
bergMesse GmbH: 80,6 Mio. EUR).
Bei der NürnbergMesse Group hat sich auf der Aktivseite
das Anlagevermögen um 72,6 Mio. EUR erhöht (Nürn-
bergMesse GmbH: 82,3 Mio. EUR). In das Anlagever-
mögen der Group wurden 100, 1 Mio. EUR und der
GmbH wurden 100,3 Mio. EUR investiert. Neben Inves-
titionen in das Sachanlagevermögen ist dies vor allem
durch den Erwerb der WEKA Fachmedien GmbH (Um-
firmierung in Componeers GmbH im März 2025) durch
die EW GmbH & Co. KG geprägt. Wenngleich der Er-
werb mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2025
erfolgt, wurde der Kaufpreis bereits Ende des Geschäfts-
jahres entrichtet. Insoweit liegen für den Beteiligungser-
werb zum Bilanzstichtag entsprechend hohe Anzahlun-
gen vor.
Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich im Jahr 2024 auf
30,6 Mio. EUR (2023: -2,0 Mio. EUR; 2022: 4,8 Mio.
EUR). Das EBITDA betrug 47,9 Mio. EUR (2023: 13,0
Mio. EUR; 2022: 23,3 Mio. EUR).
Der Umsatz der NürnbergMesse Group konnte gegen-
über dem Vorjahr auf 367,8 Mio. EUR gesteigert werden
(2023: 265, 1 Mio. EUR; 2022: 257, 1 Mio. EUR).
Das Umlaufvermögen hat sich um 11,3 Mio. EUR erhöht
(NürnbergMesse GmbH: 3,0 Mio. EUR). Dies ist bei der
Group im Wesentlichen auf den Anstieg der flüssigen
Die Eigen- und Partnerveranstaltungen im Inland er-
reichten einen Umsatz von 146,0 Mio. EUR (2023: 80,6
Mittel und bei der GmbH auf höhere Forderungen gegen-
über verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu-
rückzuführen.
überaus erfolgreiches Messejahr erlebte, welches die
NürnbergMesse mit einem Umsatzrekord abschloss.
Im Jahr 2025 will die NürnbergMesse an ihr erfolgreiches
Jubiläumsjahr anschließen. Vor dem Hintergrund einer
stabilen Nachfrage nach ihren Fachmessen und Kon-
gressen blickt die NürnbergMesse optimistisch auf die-
ses veranstaltungsschwächere ungerade Jahr und er-
wartet für das Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz
von ca. 350 Mio. EUR, wovon ca. 241 Mio. EUR auf die
NürnbergMesse entfallen. Das Unternehmens- bzw.
Konzernergebnis wird sich dabei voraussichtlich auf ei-
nen hohen einstelligen bzw. niedrigen zweistelligen ne-
gativen Millionenbetrag belaufen.
Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 43,9
Mio. EUR erhöht (NürnbergMesse GmbH: 46,0 Mio.
EUR). Ursächlich hierfür ist neben dem erzielten Jahre-
süberschuss im Wesentlichen die Einzahlung einer wei-
teren Tranche der durch die Hauptgesellschafter be-
schlossenen Eigenkapitalerhöhung in Höhe von 20,0
Mio. EUR. Das gesamte Eigenkapital beträgt 289,3 Mio.
EUR (NürnbergMesse GmbH: 305,8 Mio. EUR).
Die Rückstellungen erhöhen sich um 8,7 Mio. EUR
(NürnbergMesse GmbH: 6,9 Mio. EUR). Im Wesentli-
chen ist dies auf höhere Personalrückstellungen, Rück-
stellungen für ausstehende Rechnungen, Rückstellun-
gen für Instandhaltung und Steuerrückstellungen zu-
rückzuführen.
Die gesamten Verbindlichkeiten haben sich um 30,8
Mio. EUR erhöht (NürnbergMesse GmbH: 27,6 Mio.
EUR). Dies ist insbesondere auf die Erhöhung von Ver-
bindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 48,6 Mio.
EUR (NürnbergMesse GmbH: 49,3 Mio. EUR) zurückzu-
führen, die im Wesentlichen mit der Neuaufnahme eines
Darlehens im Zusammenhang mit der Finanzierung des
Beteiligungserwerbs an der Componeers GmbH in Ver-
bindung stehen. Gegenläufig wirkte der messeturnusbe-
dingte Rückgang der erhaltenen Anzahlungen um 11,4
Mio. EUR (NürnbergMesse GmbH: 12,8 Mio. EUR).
Zum 31.12.2024 ist das Anlagevermögen der Nürnberg
Messe Group zu 102,8 % (NürnbergMesse GmbH: 99,4
%) durch Eigenkapital und mittel- und langfristige Ver-
bindlichkeiten gedeckt. Im Vorjahr betrug dieser Wert
86,8 % (NürnbergMesse GmbH: 85,8 %).
Die NürnbergMesse hat bereits im Jahr 2021 auf Basis
einer umfassenden Wesentlichkeitsanalyse ihre erste
Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet. Im Berichtsjahr hat
sie erneut eine Wesentlichkeitsanalyse unter Einbezug
aller Tochtergesellschaften vorgenommen, um die für
sie wichtigen Nachhaltigkeitsthemen als Grundlage für
die Strategieformulierung zu bestimmen. Bei der Durch-
führung der Analyse erfolgte eine vollständige Orientie-
rung an den Vorgaben der ESRS, um die Konformität mit
der CSRD zu gewährleisten. Die Führungsrolle im Rah-
men der Wesentlichkeitsanalyse für die gesamte Nürn-
bergMesse Group übernahm die NürnbergMesse GmbH
als größtes Unternehmen des Konzerns, bei dem die
Verantwortung für die Prozesssteuerung lag.
Beeinträchtigende Unsicherheitsfaktoren bleiben 2025
vor allem der andauernde Krieg in der Ukraine, der Kon-
flikt zwischen Israel und der Hamas sowie die protektio-
nistische Politik der neuen US-Administration. Dennoch
bleibt festzuhalten, dass die deutsche Messebranche
trotz ähnlich schwieriger Rahmenbedingungen 2024 ein
In 2024 gab es im Bereich der Lohnkosten keine nen-
Noris-Arbeit gGmbH
nenswerte Veränderung. Die gesamten Personalaufwendungen beliefen sich in 2024 auf insgesamt 7.333 T€ (im Vorjahr: 7.430 T€). Auch hier zeigen sich die Folgen des Herrenberg-Urteils; bisherige Tätigkeiten, die durch Honorarkräfte erbracht wurden, wurden in 2024 auf sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse (wie Werkstudentenverträge) umgestellt. Die Personalkosten spiegeln somit in erster Linie die Umsetzung der rechtlichen Vorgaben und die Absicherung einer rechtssicheren Beschäftigungspraxis wider. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um rund 253 T€ (2024: 2.401 T€; im Vorjahr: 2.148 T€). Die Steigerung ergibt sich u. a. durch erhöhte Raumkosten, Kosten für Ener- Das Geschäftsjahr 2024 zeigte sich im bekannten Ver- gieaudit und weitere Unternehmenszertifizierungen, lauf. Neue Maßnahmen mit neuen Förderinstrumenten Test-Lizenzen im Bereich der Berufsorientierung sowie konnten geplant und gestartet werden. Der Noris-Arbeit durch Investitionen in Infrastruktur und RaumausstatgGmbH ist es gelungen, für beendete Vorhaben adä- tung. quate Nachfolgeprojekte zu akquirieren und neue Projektideen fördertechnisch umzusetzen. Auf der Grund- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im aktulage des Geschäftsverlaufs ergab sich in 2024 ein Jah- ellen Geschäftsjahr in Höhe von 31 T€ (im Vorjahr: 53 resüberschuss in Höhe von 377 T€ (im Vorjahr: -271 T€). T€) angefallen. Sonstige Steuern sind in Form von Kfz- Steuern angefallen. Im Geschäftsjahr 2024 wurden Umsatzerlöse von rund 11,5 Mio.€ erzielt. Dies entspricht einer Steigerung ge- Insgesamt schließt das Geschäftsjahr 2024 mit einem genüber dem Vorjahr um gut 400 T€. Die Zunahme der Jahresüberschuss in Höhe von 377 T€ ab und zeigt da- Umsatzerlöse ist insbesondere auf den Start der neuen mit einen positiven Trend auf. Im Jahresabschluss 2024 ESF-Förderperiode zurückzuführen. konnte die bilanzielle Überschuldung, die zum Stichtag 31. Dezember 2023 noch bestand, vollständig abgebaut Die sonstigen betrieblichen Erträge (149 T€; im Vorjahr: werden. 193 T€) beinhalten wie im Vorjahr auch Erträge aus der Herabsetzung von bestehenden Rückstellungen, Spen- Zum Stichtag 31. Dezember 2024 wurden insgesamt den und Versicherungsentschädigungen. 146 Personen (im Vorjahr: 146 Personen) bei der Noris- Arbeit gGmbH durch Arbeits- oder Ausbildungsvertrag In den Sozialkaufhäusern sind in 2024 im Vergleich zum beschäftigt. Die Belegschaftsstärke ist somit unverän- Vorjahr die Umsatzerlöse auf Grund veränderter Markt- dert. bedingungen gesunken. Von Seiten des Jobcenters als auch des Sozialamtes nahm die Anzahl ausgestellter Um die Geschäftstätigkeit im bisherigen Umfang zukünf- Kostenübernahmeerklärungen im Geschäftsjahr 2024 tig sichern zu können, benötigt die Noris-Arbeit gGmbH ab. Die hohe Anzahl an Kostenübernahmen in den ver- neben den Umsatzerlösen in den Sozialkaufhäusern Zugangenen Jahren kam auf Grund der Zuwanderung uk- schüsse durch Fördermittelgeber sowie durch die Gerainischer Bürger zu Stande. Im gleichen Verhältnis sind sellschafterin. Das geplante Auftragsvolumen ist nach auch die Aufwendungen für den Wareneinsatz gesun- heutigen Erkenntnissen gesichert. ken. In dem vom Aufsichtsrat und Gesellschafter genehmig- In der gesamten Position Materialaufwand sind auch ten Wirtschaftsplan für das Jahr 2025 wird von Umsatz- Aufwendungen für freie Mitarbeiter enthalten. Im Ver- erlösen in Höhe von 12,3 Mio.€ und einem leicht positigleich zum Vorjahr sind die Honorarkosten im Ge- ven Jahresergebnis ausgegangen. Die im Wirtschaftsschäftsjahr 2024 um 323 T€ auf 288 T€ gesunken. We- plan getroffene Prognose stand unter der Prämisse, sentlicher Grund hierfür ist das sogenannte Herrenberg- dass Projektvorhaben im beantragten Umfang geneh- Urteil, das die bisherige Praxis der Honorargestaltung in migt werden und die Auslastung von Maßnahmen im gebestimmten Leistungsbereichen als nicht mehr rechtmä- planten Umfang realisiert werden kann. ßig bewertet. In der Folge mussten zahlreiche Verträge Die betriebswirtschaftliche Auswertung unterstützt den neu bewertet und angepasst werden. Leistungsvergafür das Geschäftsjahr 2025 zugrunde gelegten Plaben im Zuge der Rechtsanpassung wurden daraufhin innungsansatz. Auf Basis des derzeitigen Kenntnisstantern neu organisiert und zusätzliche Einsparungen im des und anhand einer aktuellen Planungsrechnung wird Bereich des Materialaufwandes hierdurch erzielt. davon ausgegangen, dass das Geschäftsjahr 2025 insgesamt planmäßig verlaufen wird.
verträgen und zu einer Steigerung des Auftragsvolu-
NOA.kommunal
mens. Die Auftragslage ist als positiv einzustufen. Entsprechend der vom Aufsichtsrat beschlossenen Wirtschaftsplanung für 2025 ist im operativen Geschäft von einem Umsatz in Höhe von rund 5,8 Mio. € und unter Zugrundelegung eines konservativen Planungsansatzes von einem Gewinn in Höhe von 154 T€ auszugehen. Die NOA.kommunal Gesellschaft mit beschränkter Haftung wurde am 15. Dezember 2014 von der Stadt Nürnberg gegründet. Sie ist alleinige Gesellschafterin. Gegenstand des Unternehmens ist die Wahrnehmung kommunaler Aufgaben, für die keine spezifischen Fachkenntnisse erforderlich sind. Die Aufgabenzuständigkeit verbleibt bei der Stadt, deren Dienststellen und Eigenbetrieben. Diese können einzelne oder geschlossene Aufgaben vertraglich der NOA.kommunal übertragen, wenn sie hierfür keine eigenen Ressourcen vorhalten bzw. nutzen können. Dies umfasst z. B. Reinigungsdienst im Innen- und Außenbereich, Helfertätigkeiten, insbesondere im Grünbereich, Arbeiten bei Transport, Räumung und Umzug und vieles mehr. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss in Höhe von 150.984 €. Das Jahresergebnis liegt gegenüber dem Vorjahresergebnis (229.270 €) um rund 78 T€ niedriger als im Vorjahr. Einfluss auf die Höhe des Jahresergebnisses hat die Tatsache, dass die Förderung der Personalkosten von Mitarbeitern im Teilhabechancengesetz degressiv verläuft. Im Geschäftsjahr 2024 waren verhältnismäßig viele Personen bereits in den letzten beiden Jahren der Förderdauer. Eine Förderung ist maximal für fünf Jahre möglich. Das Teilhabechancengesetz wurde zum 1. Januar 2019 eingeführt. Eine handelsrechtliche Berücksichtigung dieses Umstandes ist nicht möglich. Insgesamt liegen die Umsatzerlöse mit 5,45 Mio.€ in 2024 um 252 T€ höher als im Vorjahr (5,2 Mio.€). In den Umsatzerlösen sind 2,35 Mio.€ (Vorjahr: 2,53 Mio.€) Personalkostenzuschüsse enthalten. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen im Wesentlichen den Einkauf von benötigtem Verbrauchsmaterial, insbesondere für die Maler-, Reinigungs- und Grünsparte. Hinzu kommen Fremdleistungen in der Sparte „Betreuung des Personenschifffahrtshafens", die die elektrische Betriebssicherheit im Hafengelände gewährleisten. Die Personalaufwendungen betrugen im Jahr 2024 rund 4,2 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr hat sich eine Erhöhung um rund 283 T€ ergeben. Im Geschäftsjahr 2024 erreichte die NOA.kommunal eine Personalförderquote von rund 66 %. Die Möglichkeiten des Teilhabechancengesetzes (THCG) führen nach wie vor zu einem starken Interesse der Stadt Nürnberg an längerfristig angelegten Rahmen-
Einnahmen verbucht (in Summe ergibt dies T€ 171 mehr
noris inklusion gemeinnützige
unter der Position Arbeitserlöse und Einnahmen als im Vorjahr).
GmbH
Im Bereich Wohnen trug das hinzugekommene Wohnheim Braillestraße mit seinen 24 Wohneinheiten zu der Gesamterhöhung der Umsatzerlöse bei noris inklusion gGmbH bei. Bei den Erlösen aus Erstattungen von Kostenträgern ist eine Erhöhung, um T€ 1.885 zu verzeichnen. Diese Erhöhung der Erstattungen ist ca. zur Hälfte auf Anpassungen der Refinanzierung durch die Kostenträger gegenüber 2023 und zur anderen Hälfte auf die neu hinzugekommenen Erstattungen für das Wohnheim Braillestraße zurückzuführen. Das Geschäftsfeld Wohnen besteht seit September 2023 aus vier Wohnheimen mit 124 Plätzen. Das hinzu- Der Arbeitsbereich der noris inklusion stand auch im gekommene Wohnheim Braillestraße mit 24 Plätzen Jahr 2024 unter dem externen Einfluss der weltwirtkonnte aufgrund mangelnder personeller Ausstattung schaftlichen Unwägbarkeiten durch die geopolitischen erst Ende des Jahres 2024 die vollen 24 Plätze belegen. Krisen und den daraus resultierenden Unsicherheiten Mit 122 Plätzen (Vorjahr 124) zum 31.12.2024 ist das bei Auftraggebern im Bereich der Industriefertigung. Im Ambulant Betreuten Wohnen (ABW) ein stabiles Ge- Geschäftsjahr 2024 wurde ein negatives Jahresergebnis schäftsfeld. in Höhe von T€- 865 ausgewiesen. Der Bereich Freizeit mit dem Schwerpunkt der Einrich- Im Jahr 2024 konnte die noris inklusion gGmbH insgetungen der Tagesbetreuungen für Erwachsene nach samt die Position der Umsatzerlöse gegenüber dem Vordem Erwerbsleben (TENE) ist kontinuierlich ausgelastet jahr um T€ 2.530 verbessern. T€ 645 der Erhöhung ent- (44 Menschen mit Behinderung zum Bilanzstichtag 2024 fielen dabei auf Arbeitserlöse und Einnahmen, T€ 1.885 bestätigen den Wert aus dem Vorjahr). auf Erstattungen durch Kostenträger. Gegenüber der beschriebenen deutlichen Steigerung Die Summe der Arbeitserlöse im Arbeitsbereich der noder Umsatzerlöse aus den Geschäftsfeldern der noris inris inklusion gGmbH konnten dabei im Jahr 2024 gegenklusion gGmbH steht eine niedriger ausfallende Erhöüber dem Vorjahr, trotz der anhaltenden wirtschaftlichen hung des Aufwands, wodurch sich der Jahresfehlbetrag Unwägbarkeiten bei einigen Kunden erhöht werden, in- 2024 deutlich besser als im Jahr 2023 darstellt. dem Preisanpassungen bei laufenden Aufträgen umgesetzt wurden. Die Schwerpunkte der Aufwandserhöhung liegen im Personalaufwand (T€ 1.599, v.a. aufgrund der Tarifstei- Positive Auswirkungen auf die Summe der Arbeitserlöse gerungen im TVöD sowie des hinzugekommenen WH hatte im Jahr 2024 vor allem die Erhöhung der Produkti- Braillestraße) und in den Abschreibungen (T€ 328, onserlöse im Werk Süd und die Absatzmehrung im Eindurch die Fertigstellung des Baues WH Braillestraße und zelhandel der Natur-Erlebnis-Gärtnerei, dem Marktplatz die damit begonnene Abschreibung). Marienberg (T€ 99 mehr gegenüber dem Jahr 2023). Die Ergebnisse der Beteiligungen der noris inklusion Verbessert zeigte sich zudem der Bereich der ausgela- (BUNI, noris gastro und noris inklusion kommunal), sind gerten Arbeitsplätze: T€ 55 mehr an Umsatzerlöse durch ein weiterer Einflussfaktor auf das Jahresergebnis der die Platzierung von Mitarbeitenden mit Behinderung auf noris inklusion und werden deshalb im Folgenden erläu- Arbeitsplätze bei externen Unternehmen trug dieser Betert. reich zu den Umsätzen im Arbeitsbereich bei. Der Kultur- und Freizeittreff BUNI, der mit dem Ziel be- Ein weiterer Beitrag zur Erhöhung der Umsatzerlöse bei trieben wird, behinderten und nicht behinderten Mennoris inklusion gGmbH im Jahr 2024 gegenüber dem schen kulturelle, soziale und sportliche Freizeitangebote Jahr 2023 resultiert im Bereich der beiden Kitas aus der zu offerieren, stellt sich auch im Jahr 2024 als gleichbleinotwendigen Anhebung der Elternbeiträge sowie der bender Aufwand für gesellschaftliche Teilhabe im Sozi- Beiträge für Verpflegung und Arbeitsmaterialien. alraum dar, den sich noris inklusion und die Lebenshilfe Dadurch erhöhten sich die Umsatzerlöse aus Arbeitser- Nürnberg je hälftig teilen. löse und Einnahmen. Bei den Umsatzerlösen wirkt zudem eine Veränderung der Buchungslogik: Ein Teil der In der Tochterfirma noris gastro gGmbH war das Gebisher unter Erstattungen von Kostenträgern enthaltene schäftsjahr 2024 das umsatzstärkste Jahr der Unterneh- Elternbeiträge, werden nun unter Arbeitserlösen und
mensgeschichte. Der deutliche Anstieg der Umsatzerlöse bei geringerem Anstieg der Aufwendungen führte zu einem nahezu ausgeglichenem Betriebsergebnis bei der Gastronomie-Tochter der noris inklusion. Preiserhöhungen für Speisen und Getränke wurden umgesetzt, um insbesondere die erste von drei Stufen an gestiegenen Personalaufwänden (Tariferhöhung im Jahr 2024 gern. Tarifvertrag der NGG) kompensieren zu können. Im Jahr 2025 folgen zwei weitere Tariferhöhungen für das Personal in der Gastronomie. Die Tochterfirma noris inklusion kommunal gGmbH hatte im Geschäftsfeld Grünpflege für die Stadt Nürnberg weiterhin eine stabile Auftragslage, die nur durch leichte Schwankungen aufgrund zeitweise anfallender Zusatzarbeiten beeinflusst wird. Die Umsätze im Geschäftsfeld Bürodienstleistung (Schwerpunkte Druck und Scanning) konnten stabil gehalten werden. Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2024 ein gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändertes Betriebsergebnis erzielt werden. Im Gesamten zeigt sich, dass die Ausgründung der kommunalen Tochterfirma als Modell zur rechtssicheren Vergabe trägt. Die Auftragslage stellt sich in beiden Geschäftsfeldern stabil dar, wodurch 60 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung gesichert werden. Das Betriebsergebnis der noris inklusion gGmbH beträgt im Jahr 2024 T€ -85 (Vorjahr T€ -747). Dieses Betriebsergebnis ergänzt um das Finanzergebnis (T€ -650; Vorjahr T€ -505), die übernahmen der Verluste der Beteiligungen T€ -109 (T€ -81 Buni, T€ -19 ni-kommunal gGmbH und T€-8 noris gastro gGmbH; Vorjahr T€ -155) und der Steuern (T€ -21 Vorjahr T€ -29) ergibt einen Jahresfehlbetrag von T€ -865 (Vorjahr T€ -1.437). Die noris inklusion gGmbH erwirtschaftet aktuell 72% der Gesamterlöse über die Entgelte der Sozialleistungsträger. Damit wird deutlich, dass das Sozialunternehmen für die angebotenen Leistungen auch kostendeckende Entgelte erlösen muss. Der Werkstattbereich erwirtschaftet aktuell 64% der Gesamterlöse über Entgelte durch die Sozialleistungsträger. Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2025 geht die noris inklusion gGmbH (inkl. BUNI, noris gastro und noris inklusion kommunal) von einem Jahresergebnis in Höhe von T€ -1.275 aus. Das Gesamtergebnis entwickelte sich im ersten Quartal 2025 entsprechend dem Plan - es bestand lediglich eine marginale Abweichung vom Plan in Höhe von T€ -13,2 (-2,6 %). In Abwägung aller Gesichtspunkte und unter Berücksichtigung der seit Bestehen der gGmbH gelebten Praxis einer jährlichen Verlustübernahme durch die Alleingesellschafterin „Stadt Nürnberg", geht die Geschäftsführung der noris inklusion gGmbH davon aus, das Geschäftsjahr 2025 positiv bewältigen zu können.
rechtliche Trägerin der Landesgartenschau Nürnberg
Projektentwicklungsgesellschaft
2030 gegründet.
der Stadt Nürnberg mbH
Die LGS Nürnberg 2030 GmbH ist nach dem Gesellschaftsvertrag mit der Vorbereitung, Planung, und Durchführung der Landesgartenschau Nürnberg im Jahr 2030 betraut. Für den Durchführungshaushalt sind Der Zweck des Unternehmens ist die Förderung der 24.000.000 € festgelegt. Zur Finanzierung des Durchfüh- Stadtentwicklung auf dem gesamten Gebiet der Stadt rungshaushaltes werden erwirtschaftete Eintrittsgelder, Nürnberg. Gegenstand des Unternehmens ist der Er- Miet- und Pachteinnahmen, ein Eigenanteil der Stadt werb, die Entwicklung und die Vermarktung von Grund- Nürnberg sowie eingeworbene Sponsorengelder eingestücken und Immobilien jeder Art auf dem Gebiet der setzt. Stadt Nürnberg, die Übernahme von umfassenden Die aktuell bereits anfallenden Kosten für die Durchfüh- Dienstleistungsaufgaben für die Stadt Nürnberg bei der rung werden über finanzielle Mittel aus einem Betriebs- Entwicklung von Grundstücken und Immobilien jeder Art, mittelkredit der Stadt Nürnberg gedeckt. jeweils ausschließlich als öffentlicher Zweck im Sinne von Art. 87 Abs. 1 Nr. 1 der Bayerischen Gemeindeord- Die für 2024 geplanten Investitionen beliefen sich auf nung und nur örtlich innerhalb der Grenzen des Nürnber- TEUR 970. Diese wurden nicht in dem geplanten Umger Stadtgebiets. fang umgesetzt, da eine Verausgabung der geplanten Mittel vom Abschluss eines landschafts- und freiraum- Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024 noch ohne planerischen Wettbewerbs abhängig ist und im Folgen- Geschäftsbetrieb und hat aufgrund von Verwaltungsden von der Beauftragung eines Planungsbüros und mit und Prüfungskosten einen Jahresfehlbetrag in Höhe von dem Beginn der Planungs- und Baumaßnahmen. Die EUR 10.028,50 erwirtschaftet. Stadt Nürnberg hat sich als Ausloberin des Wettbewerbs Mit Beschluss vom 21.07.2021 hat der Ältestenrat die dafür entschieden, mehrere Wettbewerbe aufeinander- Stadtverwaltung beauftragt, die Reaktivierung, Umstruk- folgend zu veröffentlichen. Ziel war es, eine hohe Qualiturierung, Umbenennung und Ausstattung der seit dem tät bei den Wettbewerbsergebnissen zu erzielen. Jahr 1997 bestehenden und seit dem Jahr 2015 ruhend Der Stadtrat hat am 19. Juni 2024 die grundsätzliche gestellten Projektentwicklungsgesellschaft St. Leon- Veröffentlichung von vier Wettbewerben für die Landeshard-Nord mbH (PEG) zwecks Entwicklung städtischer gartenschau Nürnberg 2030 beschlossen. Der Auf- Wohnbau- und Gewerbeflächen zu prüfen, die damit versichtsrat wurde am 7. Mai 2024 über die Absicht und Art bundenen Fragestellungen zu klären und die erforderlider Ausschreibungen informiert. Eine Veröffentlichung chen Beschlussfassungen im Stadtrat bzw. dessen Ausdes ersten Verfahrens, des sogenannten Dachwettbeschüssen vorzubereiten. Die Satzung ist hierfür entsprewerbs, erfolgte Anfang November 2024. Der Abschluss chend angepasst worden und die Gesellschaft mit den des Dachwettbewerbs und eine anschließende Beauferforderlichen Mitteln ausgestattet worden. tragung eines ersten Planungsbüros durch die LGS Mit Stadtratsbeschluss vom 25.06.2025 wurde die Pro- Nürnberg 2030 GmbH, wird aus diesem Grund erst nach jektentwicklungsgesellschaft der Stadt Nürnberg mbh der Sommerpause 2025 erfolgen. Im Berichtsjahr wurnachfolgend beauftragt: den aus diesem Grund nur TEUR 3 in das Anlagevermögen investiert. Der Abschluss der folgenden Wettbe- Mit der Projektentwicklung für das Projekt "Südlich der werbe erstreckt sich bis zum Ende des Jahres 2026. Kriegsopfersiedlung (Mühlweg)", mit der Projektentwicklung für das Projekt "Schmalau-Ost" und für das Projekt Das Planergebnis i.H.v. TEUR -530 wurde um TEUR „Tiefes Feld“ mit der Definition einer Projektentwicklung. 262 übertroffen. Aufgrund der sich veränderten Situation im Wettbewerbsverfahren der Investition, wurden in des- Die reaktivierte PEG hat in 2025 ihre operative Tätigkeit sen Folge auch keine Gelder für die Ausstellungsplain den drei Pilotprojekte aufgenommen (Tiefes Feld, nung verausgabt. Darüber hinaus sind auch Marketing- Schmalau-Ost und Kriegsopfersiedlung). und Veranstaltungsmaßnahmen abhängig vom Abschluss der Wettbewerbe, bzw. dem Beginn der Planungen. Erst ab diesem Zeitpunkt werden konkrete Themen und Fakten für eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit
Landesgartenschau Nürnberg
geschaffen werden.
2030 GmbH
Darüber hinaus fielen für den bedarfsgerechten weiteren Auf- und Ausbau der Geschäftsstelle, sowie die geplanten Leistungen des Gesellschafters ByLGS im Bereich Die Gesellschaft wurde am 4. Mai 2023 von den Gesellder Allgemeinen Verwaltung, geringere Aufwendungen schaftern Stadt Nürnberg und der Bayerischen Landesim Vergleich zur Planung an. gartenschau GmbH als alleinige wirtschaftliche und
Für das Jahr 2025 sind Investitionen in Höhe von TEUR werden sich die Einnahmen der Gesellschaft aus dem 1.460 (VJ TEUR 970) für Vorbereitende Maßnahmen, Nutzungsentgelt nahezu verdoppeln. Bau und Planungskosten vorgesehen. Die Gesellschaft ist wirtschaftlich gut aufgestellt und die Für den laufenden Betrieb wird gemäß Wirtschaftsplan liquiden Mittel sind ausreichend, um Engpässe zu ver- 2025 bei Umsatzerlösen von TEUR 0 ein Jahresverlust meiden. von TEUR 1.050 erwartet. Aktuell sind keine Entwicklungen zu erkennen, die eine Überschreitung der im Wirtschaftsplan eingestellten und Klee-Center GmbH, genehmigten Mittel bedingen.
Existenzgründerzentrum Nürn-
berg
Stadion Nürnberg Betriebs
GmbH Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb und Unterhalt eines Existenzgründerzentrums in der Stadt Nürnberg und Das Geschäftsjahr 2024 wurde mit einem positiven Er- die Erledigung aller damit verbundenen Tätigkeiten, wie gebnis von 563 T€ abgeschlossen. Das Ergebnis vor zum Beispiel die Verwaltung von Baulichkeiten, die För- Steuern als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator derung und Betreuung von Gründern sowie die Akquisibetrug im Jahr 2024 TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 158) und tion von Mietern. lag damit deutlich über dem geplanten Ergebnis vor Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt noch Steuern von TEUR 46. Das Jahresergebnis der Stadion kein geprüfter Jahresabschluss für das Jahr 2024 vor. Nürnberg Betriebs-GmbH betrug im Jahr 2024 TEUR 563 (Vorjahr: TEUR 124). Nach aktueller Datenlage hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2024 mit einem positiven Ergebnis von 2 T€ Der Vertrag mit dem 1. FC Nürnberg wurde nach Ablauf abgeschlossen. der Vertragslaufzeit zum 30. Juni 2013 kontinuierlich, bis zwischenzeitlich 30. Juni 2027, verlängert. Die Namensrechte des Stadions sind seit 01.01.2024 an
wbg Immohold Verwaltungs-
DATEV eG vergeben. Die Gesellschaft hat mit DATEV einen anerkannten und zuverlässigen Partner zur Fort-
GmbH
führung des Namens „Max-Morlock-Stadion“ bis 31.12.2026 gewonnen. Die die Geschäftstätigkeit der wbg Immohold Verwal- Ein weiterer wichtiger Geschäftsbereich ist das Eventgetungs-GmbH beschränkt sich auf die Haftungsüberschäft. Seit dem 17. April 2016 stemmt die Gesellschaft nahme und Geschäftsführung für die wbg Immohold das wachsende Geschäftsfeld mit eigenen Ressourcen GmbH & Co KG. sehr erfolgreich und hat bereits bewiesen, sowohl Großals auch Kleinveranstaltungen professionell und erfolgreich abwickeln zu können. Dieser Geschäftsbereich wächst stetig an. Die Umsatzerlöse als finanzieller Leistungsindikator betrugen im Jahr 2024 TEUR 7.322 und lagen damit TEUR 2.044 über dem Vorjahresumsatz in Höhe von TEUR 5.278. Die Steigerung der Umsatzerlöse resultiert maßgeblich aus dem Eventbetrieb, der mit einem Umsatzanteil von TEUR 3.467 (Vorjahr: TEUR 1.868) entscheidend zu dem Geschäftsjahreserfolg beitrug. Dabei sind besonders das DFB-Länderspiel Deutschland-Ukraine mit einem Umsatz in Höhe von TEUR 665, und ein Firmensommerfest mit einem Beitrag von TEUR 571 hervorzuheben. Die wesentlichen Chancen und Risiken sind mit der Zugehörigkeit des 1. FC Nürnberg zur 1. oder 2. Bundesliga verbunden. Bei einem möglichen Aufstieg des 1. FC Nürnberg in die 1. Bundesliga zur Saison 2025/2026