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← Sitzung des Werkausschusses NürnbergStift (NüSt) (22.10.2026)

20260929 GB final 2025 Ref V

Anlage · 22.10.2026 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Andrea Friedel Jasmin Bieswanger Stadtplanungsausschuss Erlenstegen Michael Feder Michael Kraus St. Johannis St. Jobst Nicole Alesik Wöhrder See Catrin Seel Rechnungsprüfungsausschuss Rita Heinemann Reka Lörincz Soziales & Gesundheit Haushalt & Finanzen Stadtentwicklung & Planung Digitalisierung & Verwaltung Wohnen & Bauen

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Abbildung 1

NürnbergStift

2025

Impressum

Herausgeber: NürnbergStift, ein Eigenbetrieb der Stadt Nürnberg

Auflage: 7 gedruckte Exemplare und digital im Ratsinformationssystem

Gestaltung: NürnbergStift nuest@stadt.nuernberg.de www.nuernbergstift.de

Inhaltsverzeichnis

Vorwort ...................................................................................................................................... 4 Lagebericht ............................................................................................................................... 6 1. Gesamtwirtschaftliche Lage am Pflegemarkt ............................................................ 6 2. Betriebliche Grundlagen............................................................................................. 12 3. Voraussichtliche Entwicklung 2026 .......................................................................... 14 4. Chancen und Risiken – SWOT- Analyse 2026 – NürnbergStift.............................. 15

Stärken 16

Schwächen .......................................................................................................................... 16 Chancen ............................................................................................................................... 16

Risiken 16

  1. Ertragslage ................................................................................................................... 17 5.1. Plan-Ist Vergleich 2025 ........................................................................................ 17 5.2. Belegungszahlen und Auslastung ..................................................................... 23 6. Vermögens- und Finanzlage ...................................................................................... 25 6.1. Vermögenslage..................................................................................................... 25 6.2. Kapitalstruktur ...................................................................................................... 26 6.3. Investitionen ......................................................................................................... 27 6.4. Liquidität ............................................................................................................... 27 7. Unterzeichnung des Lageberichtes .......................................................................... 27 Jahresabschluss .................................................................................................................... 28 1. Bilanz für den Eigenbetrieb NürnbergStift ............................................................... 28 2. Gewinn- und Verlustrechnung................................................................................... 30 3. Anhang ......................................................................................................................... 32 3.1. Bewertungsgrundlagen ....................................................................................... 32 3.2. Aktivseite............................................................................................................... 33 3.3. Passivseite ............................................................................................................ 35 3.4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung ............................................... 39 4. Unterzeichnung des Jahresabschlusses ................................................................. 44 Unternehmensdaten Corporate Governance ...................................................................... 45 Anlage 1: Plan-Ist Vergleich der Einrichtungen ................................................................. 47 Anlage 2: Belegung der Einrichtungen ............................................................................... 51 Anlage 3: Anlagevermögen und Fördernachweise ............................................................ 56 Anlage 4: Erläuterungen zu den Rückstellungen ............................................................... 62 Wichtige Begriffe und Abkürzungen .................................................................................... 64

Abbildung 2

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, das Jahr 2025 stand für das NürnbergStift im Zeichen konsequenter Weiterentwicklung und wichtiger Weichenstellungen für die Zukunft. Die Herausforderungen in der stationären Langzeitpflege bleiben weiterhin groß. Der anhaltende Fachkräftemangel, steigende Kosten sowie die Anforderungen an eine wirtschaftlich tragfähige und zugleich qualitativ hochwertige Versorgung erfordern ein vorausschauendes und entschlossenes Handeln. Bereits im Lauf des Jahres 2024 gab die wirtschaftliche Entwicklung des Eigenbetriebs Anlass zu Sorge und machte aktives Gegensteuern erforderlich. Im Zuge eines Management Turnarounds konnte ab Anfang 2025 die negative Entwicklung stark abgeschwächt werden. Im Mittelpunkt unserer Anstrengungen stand daher die Stabilisierung des Eigenbetriebs. Aufbauend auf den im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen wurden Organisationsstrukturen überprüft, Prozesse weiterentwickelt und neue Instrumente zur Steuerung unserer Ressourcen eingeführt. Einen wesentlichen Fortschritt konnten wir dabei in der Personalwirtschaft erzielen. Mit der Einführung einer neuen Personalsteuerung wurde die Grundlage für eine verlässlichere, transparentere und stärker vorausschauende Personaleinsatzplanung geschaffen. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit für unsere Bewohnerinnen und Bewohner dauerhaft zu gewährleisten und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden zu verbessern.

Ein bedeutender Erfolg des Jahres 2025 war die konsequente Reduzierung der Zeitarbeit. Durch das neu eingeführte Personalsteuerungsinstrument, einer vorausschauenden Einsatzplanung sowie die

konsequente Nutzung eigener Personalressourcen durch strukturiertes Ausfallmanagement konnte der Einsatz externer Pflegekräfte deutlich zurückgeführt werden. Dies stärkt die Kontinuität in den Teams, fördert die Bindung unserer Mitarbeitenden und trägt gleichzeitig zur wirtschaftlichen Entlastung des Eigenbetriebs bei.

Auch organisatorisch wurden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Die bisherige Doppelspitze der Zweiten Werkleitung wurde in eine gesamtverantwortliche Leitung überführt. Mit dieser Neuorganisation konnten vorhandene Kompetenzen gebündelt, Verantwortlichkeiten klarer zugeordnet sowie Entscheidungs- und Abstimmungswege verschlankt werden. Die neue Führungsstruktur ermöglicht schnellere Entscheidungen, erhöht die Effizienz der Steuerung und stärkt die Handlungsfähigkeit des NürnbergStift in einem zunehmend komplexen Umfeld. Neben den strukturellen Veränderungen wurden auch Leistungsangebote auf ihre Nachfrage und Wirtschaftlichkeit überprüft. Da die Nachtpflege dauerhaft nicht in dem erwarteten Umfang nachgefragt wurde, wurden Ende 2025 die Voraussetzungen für eine geordnete Schließung des Angebots geschaffen. Diese Entscheidung fiel nach sorgfältiger Abwägung und ist Teil der strategischen Ausrichtung, vorhandene Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen für die pflegerische Versorgung der Nürnberger Bürgerinnen und Bürger entfalten.

Auch die Weiterentwicklung unserer Immobilienprojekte blieb ein zentraler Schwerpunkt. Die Novellierung des AVPfleWoqG 2025 erforderte im Berichtsjahr eine erneute Überprüfung wesentlicher Planungsgrundlagen für die Generalsanierung der Seniorenwohnanlage Platnersberg. Die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen machten Anpassungen der Bauplanung notwendig. Gemeinsam mit allen Beteiligten wurden die Anforderungen sorgfältig analysiert und in die weitere Projektentwicklung integriert. Auch wenn dies zusätzliche Planungsleistungen erforderte, bietet die Anpassung die Chance, die Einrichtung auf die zukünftigen Bedürfnisse pflegebedürftiger Menschen auszurichten und gleichzeitig den gesetzlichen Qualitätsanforderungen langfristig gerecht zu werden.

Das Geschäftsjahr 2025 war zudem geprägt von vorbereitenden Weichenstellungen für die Immobilienentwicklungen der August-Meier-Häuser, des Fritz-Hintermayr-Hauses und des Elisabeth-Bach Hauses sowie für die künftige Essensversorgung. Dringend erforderliche Lösungen für die von immensem Instandhaltungsstau betroffenen teilweise denkmalgeschützen Gebäude wurden formuliert und angestoßen.

Mit herzlichen Grüßen

Abbildung 3

Abbildung 4

Elisabeth Ries Melanie Miermeister

Berufsmäßige Stadträtin und Erste Werkleitung Dienststellenleitung und Zweite Werkleitung

Lagebericht

1. Gesamtwirtschaftliche Lage am Pflegemarkt

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland ist von schwachem Wachstum, hoher Unsicherheit und strukturellem Anpassungsdruck geprägt. Dies wirkt sich auch auf die Sozialbranche aus. Besonders der Pflegemarkt steht gesamtwirtschaftlich unter erheblichem Druck. Treibende Faktoren sind der demografische Wandel mit der stark wachsenden Zahl pflegebedürftiger älterer Menschen sowie gleichzeitig sinkende Jahrgänge im erwerbsfähigen Alter. Dadurch verschärft sich der Fachkräftemangel massiv und die steigende Nachfrage kann nicht oder nicht ausreichend bedient werden. Kostenseitig belasten steigende Löhne (insbesondere durch gesetzliche Vorgaben zur tariflichen Bezahlung), höhere Sachkosten, Energiepreise sowie zunehmende Regulierungs- und Dokumentationspflichten die Anbieter. Auf der Einnahmenseite stehen dem begrenzte Refinanzierungsmöglichkeiten gegenüber: Pflegesätze müssen jährlich neu mit den Kostenträgern verhandelt werden, die Budgets der Sozialversicherungen sind angespannt, und die Eigenanteile der Pflegebedürftigen stoßen zunehmend an soziale und politische Belastungsgrenzen. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Prozessdigitalisierung sind deshalb essenziell. Insgesamt ist der Pflegemarkt durch wachsende Nachfrage, begrenzte Kapazitäten, steigende Kosten und einen hohen Transformationsdruck gekennzeichnet, was sowohl Risiken als auch Chancen für innovative Anbieter bringt.

Branchenentwicklung

Die Nachfrage auf dem Pflegemarkt steigt seit Jahren – und wird nach allen Prognosen weiterwachsen.

Haupttreiber ist der demografische Wandel: Die geburtenstarken Jahrgänge kommen schrittweise ins

höhere Alter, gleichzeitig steigt die Lebenserwartung, und chronische Erkrankungen nehmen zu.

Die Nachfrage steigt allerdings nicht nur mengenmäßig, sondern verändert auch ihre Struktur:

ten und die Versorgung.

wenigen Jahren (Barmer Pflegereport 2024).

notwendige Anpassungen der Leistungen belasten die Situation von Pflegebedürftigen und Angehöri-

gen.

Gleichzeitig entsteht eine Lücke zwischen Bedarf und real nutzbarer Versorgung, weil Fachkräfte feh-

len. Der Fachkräftemangel ist in Bayern besonders ausgeprägt, da die Konkurrenz mit anderen Bran-

chen stark ist. Das führt zu steigenden Lohnniveaus und intensiven Rekrutierungsbemühungen, unter

anderem im Ausland.

Entwicklung bei NüSt

Die Nachfrage nach pflegerischen Versorgungsleistungen, ausgenommen der Tagespflege, bei der ein

leichtes Überangebot in Nürnberg besteht, hat auch im Jahr 2025 weiter zugenommen. Es ist davon

auszugehen, dass der Bedarf an teil- und vollstationären Pflegeangeboten in den kommenden Jahren

nicht mehr vollständig gedeckt werden kann, da laut Pflegebedarfsbericht der Stadt Nürnberg rund

800 weitere stationäre Plätze benötigt werden.

Die Auslastung steigt im NüSt-Gesamt stetig an, zum 31.12.2025 lag die Auslastung bei 90,5 %.

Stichtag 31.12. 2023 2024 2025
Auslastung gesamt 84,3 % 88,6 % 90,5 %

Die Belegung der stationären Pflege stellt sich folgendermaßen dar:

Abbildung 5

Die verhandelte Auslastung von 96% wurde im Jahresschnitt im stationären Bereich erreicht. Die Min-

derbelegung im Bereich Tages- und Nachtpflege reduziert jedoch die Belegungsquote erheblich.

Personal

Fachkraftmangel

Der sich weiter verschärfende Fachkräftemangel sowie anhaltend hohe Krankheitsquoten erschwerten

im Berichtsjahr die Personaleinsatzplanung und belasteten die Sicherstellung der Auslastung sowie die

Einhaltung der Qualitätsstandards. Gleichwohl konnte auf den Einsatz von teuren Zeitarbeitskräften

verzichtet werden, da sich gezeigt hat, dass hierdurch keine nachhaltige Verbesserung der personellen

Situation erreicht werden konnte.

Ausbildung und Fachkräftesicherung

Mit insgesamt 78 Auszubildenden und einer hohen Ausbildungsquote von rund 10 % leistet das NüSt

einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des pflegerischen Fachkräftenachwuchses im Stadtraum

Nürnberg. Zum Stichtag befanden sich 62 Auszubildende in der generalistischen Pflegeausbildung so-

wie 16 Auszubildende in der Pflegefachhilfe. Im Berichtsjahr konnten durch die Optimierung zentraler

Prozesse innerhalb der Ausbildungsabteilung organisatorische Ressourcen gezielt für qualitative

Schwerpunktaufgaben eingesetzt werden. Dazu zählen insbesondere die Weiterentwicklung von Lern-

unterstützungsangeboten, der Ausbau digitaler Lernformate (E-Learning) sowie die individuelle Lern-

beratung. Für dieses Engagement wurde das NürnbergStift durch das Bayrische Staatsministerium aus-

gezeichnet. Die Auszeichnung stärkt die Wahrnehmung des Unternehmens als moderner Ausbildungs-

betrieb und unterstreicht den Anspruch an eine hohe Ausbildungsqualität.

Zur nachhaltigen Sicherung der Ausbildungsqualität wurde die Praxisanleitung personell stabilisiert,

erweitert und fachlich weiterentwickelt. Damit werden sowohl gesetzliche Anforderungen erfüllt als

auch die Qualität der praktischen Ausbildung gestärkt. Ergänzende Unterstützungsangebote – darun-

ter Sprachförderung, Prüfungsvorbereitung sowie erstmals geplante Gesundheitstage – tragen zur

Verbesserung der Ausbildungsbedingungen bei.

Mit Blick auf zukünftige gesetzliche und strukturelle Entwicklungen bereitet sich NüSt frühzeitig auf

die Einführung der neuen Pflegefachassistenzausbildung ab 2027 vor. Die Neuregelung umfasst erwei-

terte Einsatzbereiche, verlängerte Ausbildungszeiten sowie eine verpflichtende Praxisanleiterquote

von 10 %. Darüber hinaus entstehen durch die fortschreitende Akademisierung und die geplante Er-

weiterung des Ausbildungsangebots um ein Pflegestudium zusätzliche Anforderungen, insbesondere

in den Bereichen Hochschulkooperation, Heilkundeanleitung und akademische Praxisbegleitung.

Die zukünftige anteilige Refinanzierung der Pflegefachassistenzausbildung über den Pflegeausbil-

dungsfonds – analog zur generalistischen Pflegeausbildung – schafft zusätzliche finanzielle Handlungs-

spielräume. Auch wenn keine vollständige Kostendeckung zu erwarten ist, unterstützt sie den notwen-

digen weiteren Ausbau der Praxisanleitungskapazitäten und die langfristige Sicherung der Ausbil-

dungsqualität.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die zwölf ausgebildeten Move-Coaches, die 2024 zur Prävention und Reduzierung körperlicher Belas-

tungen der Pflegemitarbeitenden etabliert wurden, setzten ihre gesundheitsfördernden Maßnahmen

auch im Jahr 2025 erfolgreich fort.

Seit 2025 nehmen wir am bundesweiten Projekt MEHRWERT:PFLEGE zur Förderung des Betrieblichen

Gesundheitsmanagements in stationären Pflegeeinrichtungen teil. Das Angebot des Verbands der Er-

satzkassen e. V. (vdek) umfasst eine umfassende Analyse sowie eine fachliche Beratung zur Weiterent-

wicklung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Die im Jahr 2025 durchgeführte Analysephase bildet die Grundlage für die Entwicklung eines konkreten

Maßnahmenportfolios, das 2026 vorgestellt werden soll. Die Umsetzung und nachhaltige Verankerung

der Maßnahmen werden durch die Einrichtung eines Steuerungskreises begleitet.

Bauunterhalt - Instandhaltungsstau

Die für Pflegenutzungen maßgebliche Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsge-

setzes (AVPfleWoqG) ist überarbeitet worden und zum 01.01.2025 in Kraft getreten. Es ergeben sich

für NürnbergStift (NüSt) neue Optionen in der Verwendung von Bestandsimmobilien. Gemäß § 6

AVPfleWoqG n.F. ist für Einrichtungen, die vor dem 01.09.2011 bestanden oder eine Baugenehmigung

erhalten haben, ein umfassender Bestandsschutz eingeräumt worden. Auswirkungen sind insbesondere für das denkmalgeschützte Elisabeth-Bach-Haus des Sebastianspitals gegeben, etablierte Pflegeangebote sind am Standort nun weiterhin möglich. Sanierung Elisabeth-Bach-Haus Im Juli 2025 wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Neben baulichen Optionen für eine dringend notwendige Generalsanierung sollen ergänzend die Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung als Standort der zentralen Verwaltung NüSt untersucht werden. Voraussetzung für eine schrittweise Sanierung des Elisabeth-Bach-Hauses ist die zeitnahe Verwertung des leerstehenden Fritz-Hintermayr-Hauses zur anteiligen Querfinanzierung. Eine Vermarktungsstrategie wurde über das Liegenschaftsamt der Stadt Nürnberg angestoßen, eine Veräußerung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Als vorgezogene bauliche Maßnahme wird zunächst die denkmalgerechte Erneuerung der Balkone im Elisabeth-Bach-Haus geplant und durchgeführt werden, hier in Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt. Ziel ist es, möglichst zeitnah wieder eine volle Nutzungsmöglichkeit für die Bewohnenden und Mitarbeitenden in der Pflege anbieten zu können.

Konzeption ehemaliges August-Meier-Heim Ebenfalls unter Denkmalschutz steht das Areal des ehemaligen August-Meier-Heims an der Regensburger Straße. Mit Umzug in den angrenzenden Neubau „August-Meier-Haus“ werden diese Gebäude jedoch nicht mehr für Pflege genutzt. Im Jahr 2025 wurden weitere befristete Zwischennutzungen (z.B.

Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine) eingestellt. Die Gebäude weisen klare technische, energetische und funktionale Mängel auf und können nicht mehr adäquat genutzt bzw. nicht auskömmlich vermietet werden. Der Stadtplanungsausschuss hat deshalb im Jahr 2025 die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beschlossen. Ziel der Planung ist eine maßvolle Nachverdichtung insbesondere für Wohnnutzungen, unter Erhalt der städtebaulichen Struktur und des bestehenden erhaltenswerten Baumbestandes, sowie die Sicherung einer öffentlichen Erschließung im Areal. Als Ersatz für die bis zum 31.12.2028 befristete Interimsnutzung der Zentralküche am Standort Regensburger Straße wurde NüSt im Jahr 2025 eine Pachtoption der bestehenden Küche innerhalb der Cnopfschen Kinderklinik bzw. Klinik Hallerwiese angeboten. Die Vertragsplanungen der beiden städtischen Töchter Klinikum und NüSt laufen 2026 an. Eigene Planungen des NüSt zum Neubau einer Zentralküche auf dem Grundstück Raudtener Straße wurden in Folge eingestellt. Die weitere Entwicklung und Vermarktung des Bestandsareals an der Regensburger Straße erfolgt in enger Abstimmung zwischen Stadtplanungsamt, Liegenschaftsamt und NüSt. Neubau Großweidenmühle In der neuen Pflegeeinrichtung in der Großweidenmühlstraße (GWM) im Stadtteil St. Johannis (Mietmodell) sind die Bauarbeiten bereits weit vorangeschritten, im Jahr 2025 wurde der Rohbau weitestgehend abgeschlossen, die Ausbaugewerke folgten. Die wbg plant mit einer Fertigstellung und Übergabe der Pflegeimmobilie an NüSt im Mai 2027. Entstehen wird ein umfassendes zeitgemäßes Versorgungsangebot mit verschiedenen Leistungsbausteinen der Pflege (stationäre Wohngruppen, Kurzzeitpflege und Demenzgruppen), einer öffentlichen Cafeteria und zusätzlichen Angeboten der Quartiersöffnung. Um den Bewohnenden genügend Freiräume zu bieten, befinden sich auf den Dachflächen ein Demenzgarten und eine zusätzliche Dachterrasse. Ergänzt wird das Pflegeangebot um Angebote mit betreutem Wohnen der wbg im südlichen Baukörper. Aufgrund des Fundes des größten europäischen Pestfriedhofs auf dem Baufeld kam es zu erheblichen Bauverzögerungen. Der geplante Einzug in die Einrichtung musste daher verschoben werden. Da das Pflegeheim Johannis bereits auf die wbg übertragen worden war, fiel entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen ein Nutzungsentgelt an, obwohl die Nutzung der Neu-Einrichtung noch nicht aufgenommen werden konnte. Im Jahr 2025 entfällt deshalb die zusätzliche Afa für den Standort Johannis. Entwicklung Standort Platnersberg Auch am Standort Platnersberg im Stadtteil St. Jobst/Erlenstegen wird ein umfassendes Versorgungsangebot für eine zukunftsorientierte Pflege entstehen. Die Planungskonzepte für einen Teilneubau mit Generalsanierung wurden 2025 im Baukunstbeirat (BKB) und Naturschutzbeirat präsentiert und sahen neben stationären Pflegeplätzen auch ein Hospiz mit Dachgarten auf dem obersten Geschoss des Neubaus vor. Ergänzt werden sollte das Pflegeangebot um eine öffentliche Cafeteria und zusätzliche Angebote der Quartiersöffnung. Im Bestandsgebäude sollten weitere vollstationäre Pflegeplätze, betreutes Wohnen und Mitarbeiterwohnen angeboten werden. Ende 2025 wurde mit Abschluss der Leistungsphase 2 HOAI diese Planung noch einmal auf den Prüfstand gestellt, nachdem im Stadtrat vom 22.10.2025, als Grundlage für eine Beschlussfassung über das weitere Vorgehen, eine Gegenüberstellung von drei baulichen Alternativen (Generalsanierung und Neubau, reine Sanierung im Bestand, Ersatzneubau auf dem Gelände ehemaliger Brandweinmonopolverwaltung) beschlossen worden war. Es erfolgte ein vorläufiger Planungsstopp Ende 2025. Instandhaltungsmaßnahmen Neben den Neubau-Projekten mussten von NüSt im Jahr 2025 wiederholt umfassende und kostenintensive Instandhaltungsmaßnahmen gestemmt werden. Aufgrund des vorhandenen Unterhaltsstaus

in Bestandsimmobilien und vielfältiger Schadensbilder waren viele Einzelmaßnahmen abzuarbeiten. Exemplarisch wird dies für die Einrichtung Heilig-Geist-Spital dargelegt, da hier die Instandhaltungskosten in den Jahren 2024 und 2025 kontinuierlich gestiegen sind. Erkennbar ist eine Zunahme von Schadensfällen insbesondere im Bereich der Gebäudetechnik (Aufzüge, Haustechnik, etc.). Die sanitärtechnischen Anlagen sind überwiegend veraltet, es waren in Folge in den Wohnungen und Verwaltungsbereichen zahlreiche Wasserschäden durch korrodierte Wasser-/Steigleitungen zu beklagen, Armaturen und Abläufe mussten vielfach erneuert werden. Im Jahr 2025 wurden in bis zu 10 Wohnungen gleichzeitig Ertüchtigungen bei laufendem Betrieb vorgenommen, teilweise verbunden mit einem vorübergehenden Auszug der betroffenen Bewohnenden. Handlungsbedarf besteht weiterhin für eine zeitnahe Ertüchtigung/einen Austausch der veralteten Aufzugsanlagen. Unter Federführung des Hochbauamtes wurde 2024/25 bereits ein Austausch der Brandmeldeanlage vorgenommen. Auch für 2026 ist abzusehen, dass sich die hohen Instandhaltungskosten, insbesondere für die Bestandsimmobilien Platnersberg, dem ehemaligen August-Meier-Heim, Sebastianspital und Heilig-Geist-Spital weiterhin fortsetzen werden.

Digitalisierung

Die NüSt-eigene hybride IT-Abteilung spielte im Geschäftsjahr 2025 eine zentrale Rolle bei der Weiter-

entwicklung der digitalen Unternehmenslandschaft. Im Fokus standen Projekte zur Modernisierung

der Infrastruktur und zur Steigerung der Effizienz.

Für die hybride, dezentrale IT-Struktur mit der Stadt Nürnberg gelten umfangreiche Rahmen- und Ge-

schäftsvereinbarungen sowie verbindliche Leitlinien, die höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen

müssen. Dies schränkt jedoch die Umsetzung schneller und agiler Lösungen zur Entlastung des Pflege-

alltags erheblich ein.

Die nachfolgenden Schwerpunkte geben einen Überblick über die wichtigsten Initiativen und deren

Beitrag zur Unternehmensstrategie:

Erweiterung der WLAN-Infrastruktur — Die drahtlose Netzwerkinfrastruktur in den Bestands-

gebäuden wurde kontinuierlich ausgebaut, um eine höhere Abdeckung und Leistungsfähigkeit

sicherzustellen.

Ausbau mobiler Endgeräte — Die Ausstattung der Fachbereiche mit mobilen Endgeräten

wurde fortlaufend erweitert, um flexible und digitale Arbeitsprozesse zu unterstützen.

Einführung eines Dokumentenmanagementsystems — Für die Personalabteilung wurde ein

modernes Dokumentenmanagementsystem implementiert, das digitale Aktenführung und ef-

fiziente Workflows ermöglicht.

Microsoft-Lizenzierung als Nonprofit und Einführung von M365 — Die Organisation wurde er-

folgreich als Nonprofit bei Microsoft lizenziert und die cloudbasierte M365-Umgebung wurde

eingeführt.

Aufbau der Telematikinfrastruktur — Im ersten Schritt wurde die Telematikinfrastruktur mit

der Kommunikation im Medizinwesen (KIM) für alle Einrichtungen implementiert.

Einführung einer KI-basierten Interessentenverwaltung — Eine KI-gestützte Lösung zur Inte-

ressentenverwaltung wurde eingeführt, um Neuaufnahmen effizienter und transparenter zu

gestalten.

Umstellung SAP/R3 auf SAP/HANA, die städtische Datenbankumstellung erfolgte auch für

NüSt, zahlreiche Anpassungen forderten 2025 den Finanzbereich, ein eigenbetriebsindividuel-

les Customizing erfolgt aufbauend 2026.

Organisationsentwicklung

Die Aufbauorganisation wurde 2025 gezielt weiterentwickelt, um die fachliche Steuerung zu bündeln

und Verantwortlichkeiten zu schärfen. Mit der neuen Abteilung Pflege wurden die zentralen pflege-

fachlichen Querschnittsfunktionen erstmals unter einer einheitlichen Leitung zusammengeführt; ihr

sind die Bereiche Qualitätsmanagement, Produktentwicklung, Ausbildung/Integration sowie Hygi-

ene/Arbeitssicherheit zugeordnet. Damit werden fachliche Standards, Innovation und Personalent-

wicklung systematisch verzahnt und einrichtungsübergreifend gesteuert. Ergänzend wurde eine Ver-

waltungsleitung etabliert, welcher die dezentralen Verwaltungen der Einrichtungen und Dienste fach-

lich unterstellt sind. Ziel ist die Schaffung zentraler, einheitlicher Verwaltungsstandards mit klaren Zu-

ständigkeiten und effizienteren administrativen Prozessen. Die bisherige Doppelspitze der beiden

zweiten Werkleitungen wurde zugunsten einer einzelnen zweiten Werkleitung mit der Funktion einer

Dienststellenleitung aufgelöst. Dadurch konnten Verwaltungs- und Abstimmungsaufwände deutlich

reduziert sowie Entscheidungs- und Führungsstrukturen vereinfacht werden.

Ein wesentlicher Vorteil dieser organisatorischen Anpassung liegt im Abbau des hohen Overheads so-

wie in der klaren und einheitlichen Führung aus einer Hand.

Das neue Organigramm stellt sich aktuell wie folgt dar:

Abbildung 6

Personalsteuerung

Mit dem Aufbau einer datengestützten Personalsteuerung wurde 2025 ein zentraler Hebel für Versor-

gungsqualität, Wirtschaftlichkeit und Ressourcentransparenz geschaffen. Ein eigens entwickeltes Per-

sonalsteuerungstool verbessert die Steuerung in den Einrichtungen spürbar und schafft strategische

Planbarkeit in der Verzahnung von Bewohner- und Personalmanagement; ein regelmäßiges Pflege-

gradmanagement richtet die Versorgung passgenauer am tatsächlichen Bedarf aus und ermöglicht ei-

nen bedarfsgerechten Mitarbeitereinsatz. Mit der Einführung der Nettoarbeitszeit im Dienstplanpro-

gramm SP Expert werden die vorhandenen Personalressourcen realitätsnah und damit deutlich besser

ausgeschöpft; der durchgängige Übertrag der Nettoarbeitszeit aus dem Personalberechnungstool in

den Dienstplan stellt eine konsistente, bedarfsorientierte Einsatzplanung sicher. Ergänzend wurde ein

Ausfallmanagement mit Schwerpunkt auf einer freiwilligen Rufbereitschaft konzeptionell erarbeitet –

mit der Perspektive, dieses 2026 in die Pflegesatzverhandlungen einzubringen und vollständig zu refi-

nanzieren. Bereits im Berichtsjahr ist die Entkopplung von der Leiharbeit gelungen – ein wesentlicher

Gewinn für Versorgungskontinuität, Teamstabilität und finanzielle Entlastung.

Personalbemessung (PeBeM)

Bei der Umsetzung des Personalbemessungsverfahrens wurden 2025 wesentliche Meilensteine er-

reicht. Mit der Einrichtung einer Pilotstation entstand eine praxisnahe Grundlage, um neue Organisa-

tions- und Arbeitsprozesse zu erproben, zu evaluieren und schrittweise in die Regelversorgung zu über-

führen; parallel wurde die Tourenplanung nach den Qualifikationsniveaus QN 1 bis QN 4 eingeführt

und damit eine bedarfsgerechte, qualifikationsorientierte Aufgabenverteilung verankert. Zur Vorbe-

reitung der pflegerischen Vorbehaltsaufgaben dienten gezielte Workshops zur fachlichen Qualifizie-

rung und Rollenklärung; eine Projektsteuerungsgruppe begleitet den Umsetzungsprozess strukturiert,

eine zeitlich befristete externe Fachbegleitung sichert fachliche Qualität und Wissenstransfer. Mit ei-

nem verbindlichen Projektstrukturplan sind die weiteren Umsetzungsschritte definiert. Insgesamt be-

findet sich das Unternehmen bei der Umsetzung von PeBeM auf einem tragfähigen Weg: Die 2025

geschaffenen Grundlagen bilden eine solide Basis, um die Maßnahmen 2026 konsequent fortzuführen,

zu vertiefen und weiter auszubauen.

2. Betriebliche Grundlagen

Das NürnbergStift (NüSt) ist eine kommunale Einrichtung der Stadt Nürnberg für Pflege, Betreuung und Wohnen im Alter. Das Leistungsspektrum umfasst insbesondere voll-, teilstationäre und ambulante Pflegeleistungen, Kurzzeitpflege, Tagespflege, Betreutes Wohnen sowie eine Geriatrische Rehabilitation. Zum NüSt gehören folgende Einrichtungen und Dienste: Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See (AHS)

August-Meier-Haus (AMH)

Seniorenwohnanlage St. Johannis (AHJ)

Seniorenwohnanlage Platnersberg (AHP)

Seniorenwohnanlage Heilig-Geist-Spital (HSP)

Geriatrische Rehabilitation (Reha)

Ambulanter Pflegedienst (AMBD)

Die Speisenversorgung in diesen Einrichtungen wird von der angeschlossenen Großküche erbracht, die Reinigungsleistungen erbringt die NürnbergStift Service gGmbH. Nachfolgend sind die Leistungsangebote des NüSt zum 01.01.2025 dargestellt.

Plätze
Einrichtung Pflegeheim Tagespflege Nachtpflege Altenheim Wohnheim Reha AMD Gesamt
AHS 254 18 0 0 0 272
AMH 158 16 8 0 0 0 182
AHJ 122 0 64 0 186
AHP 89 0 0 0 89
HSP 0 106 0 106
AMD 110 110
Reha 0 0 44 44
Gesamt 623 34 8 0 170 44 110 989

3. Voraussichtliche Entwicklung 2026

Das Geschäftsjahr 2025 schließt mit einem Defizit von -1.238 TEUR ab. Demgegenüber wurde für das Jahr 2026 ein Jahresergebnis von -5.795 TEUR geplant. Ausschlaggebend für diese sehr vorsichtige Planung waren die Erfahrungen aus den vergangenen Wirtschaftsjahren mit Erfordernis von Nachtragswirtschaftsplänen. Diese haben deutlich gemacht, dass die bisherige Ergebnisplanung teilweise zu optimistisch war und sowohl unzureichende Steuerungsmöglichkeiten als auch schwer kalkulierbare Risiken zu erheblichen Abweichungen führen können. Hierzu zählt insbesondere die Auflösung von Rückstellungen 2024 im Zusammenhang mit dem Baulandbeschluss für Johannis in Höhe von 2,6 Mio. EUR. Darüber hinaus wurde berücksichtigt, dass der bestehende Personalüberhang von mehr als 16 Vollkräften im Pflegebereich sowie der Einsatz von pflegerischen Zeitarbeitskräften nicht kurzfristig abgebaut werden können. Die hierfür notwendige Sanierung und Neuausrichtung der Pflegeorganisation mussten realistisch in die Planung einbezogen werden. Ein schnellerer Personalabbau hätte erhebliche Risiken für die Qualität der pflegerischen Versorgung. Ebenso wurde die angestrebte Auslastung der Einrichtungen von mindestens 96 % nicht kurzfristig unterstellt, sondern auf Grundlage der tatsächlichen Auslastungsentwicklung der vergangenen Jahre realistisch geplant. Die Wirtschaftsplanung 2026 verfolgte damit einen vorsichtigen und belastbaren Ansatz, der sowohl bestehende strukturelle Herausforderungen als auch operative Risiken angemessen berücksichtigt. Mit diesem vorsichtigen Planungsansatz werden bekannte Herausforderungen sowie potenzielle Risiken frühzeitig berücksichtigt und transparent abgebildet. Ziel dieser Vorgehensweise ist es zunächst, negative Abweichungen sicher auszuschließen. Im nächsten Schritt ist mittelfristig die Planungsgenauigkeit nachhaltig zu erhöhen, politische und wirtschaftliche Entwicklungen vorausschauend einzubeziehen sowie eine belastbare Grundlage für strategische Entscheidungen zu schaffen. Die Erlöse wurden gegenüber dem Jahresergebnis 2025 um 1.278 TEUR niedriger geplant. Dies ist insbesondere auf vorsichtige Annahmen hinsichtlich der Auslastung in der vollstationären Pflege sowie im Ambulanten Dienst zurückzuführen. Für die vollstationäre Pflege wurde eine durchschnittliche Belegung von 572 Plätzen geplant, während im Jahr 2025 eine durchschnittliche Belegung von 596 Plätzen erreicht wurde. Im Ambulanten Dienst lag die durchschnittliche Auslastung im Jahr 2025 bei 114 Personen; für das Jahr 2026 wurde mit 110 Personen geplant. Darüber hinaus werden die Erlöse aus Vermietung und Verpachtung voraussichtlich um 247 TEUR geringer ausfallen. Hintergrund sind der Auszug der Flüchtlingsunterkunft aus dem August-Meier-Heim zum Ende des Jahres 2025 sowie der geplante Auszug der Rummelsberger Diakonie. Zudem wurden im Jahr 2025 einmalig Zuschüsse aus dem Sondervermögen der Stadt Nürnberg in Höhe von 188 TEUR für die Heizungsanlage im AHS vereinnahmt, die im Jahr 2026 nicht erneut anfallen. Den geringeren Erlösen stehen höhere betriebliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt 2.655 TEUR gegenüber. Die Personalkosten wurden um 239 TEUR höher geplant. Ursächlich hierfür ist insbesondere, dass bei den Personalkostenerstattungen bewusst nur geringe Ansätze berücksichtigt wurden. Dies betrifft beispielsweise Erstattungen für Beschäftigungsverbote, Mutterschaftsleistungen oder Minderleistungsausgleiche. Die Planung folgt damit dem Grundsatz, unsichere Erträge nicht vorwegzunehmen. Die Sachkosten wurden um 2.416 TEUR höher angesetzt. Wesentliche Ursache hierfür sind notwendige Instandhaltungsmaßnahmen, die in den vergangenen Jahren zurückgestellt wurden oder zwischenzeitlich neu entstanden sind. Mit deren Berücksichtigung wird der Werterhalt der Einrichtungen gesichert und bestehender Investitionsbedarf systematisch abgearbeitet. Zusätzlich wurde ein angemessener

Vorsorgeansatz für nicht planbare Instandhaltungsmaßnahmen berücksichtigt, insbesondere vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren kontinuierlichen gestiegenen Aufwendungen. Darüber hinaus wurden die Energie- und Wasserkosten vorsichtig kalkuliert. Die Planungsbasis berücksichtigt noch den Energieverbrauch des August-Meier-Heims während der vollständigen Vermietung. Ferner wird für das Jahr 2026 von steigenden Aufwendungen für Lebensmittel ausgegangen, die den aktuellen Kostenentwicklungen Rechnung tragen. Auch das neutrale Ergebnis fällt gemäß der Planung gegenüber dem Jahresergebnis 2025 um 614 TEUR geringer aus. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass das Ergebnis 2025 durch periodenfremde Erträge positiv beeinflusst wurde. Derartige Einmaleffekte wurden im Wirtschaftsplan 2026 bewusst nicht angesetzt, um die wirtschaftliche Entwicklung möglichst realitätsnah und nachhaltig abzubilden.

4. Chancen und Risiken – SWOT- Analyse 2026 – NürnbergStift

Das NürnbergStift befindet sich 2026 in einer Phase tiefgreifender struktureller und wirtschaftlicher Transformation. Ausgangspunkt ist eine angespannte wirtschaftliche Lage, die durch Gebäudeinstandhaltung, Personalengpässe und ineffiziente Prozessstrukturen geprägt ist. Gleichzeitig wurde mit dem „Quick-Check Stationäre Pflege“ eine fundierte Analysebasis geschaffen, die klare Handlungsfelder und einen Maßnahmenkatalog zur Stabilisierung definiert, welche zur Hochrechnung 1 bereits deutliche Verbesserungen, wirtschaftlich als auch prozessual, aufzeigen.

Zentrale Entwicklungsrichtung ist die strategische Pflegeorganisations-Neuausrichtung mit PeBem, sowie Digitalisierung, Zentralisierung und Prozessstandardisierung. Besonders relevant sind die eigenbetriebsindividuelle Weiterentwicklung von SAP S/4HANA, der Aufbau eines BI-Systems, die Bewohnerals auch digitale Mitarbeiterakten sowie die Optimierung von Dienstplanung und Pflegegradmanagement und nettobasierter Personalsteuerung. Diese Maßnahmen bilden die Grundlage für eine mittelbis langfristige wirtschaftliche Stabilisierung.

Im Pflegebereich steht die Umsetzung von PeBeM im Mittelpunkt, welche eine grundlegende Neuausrichtung der Personaleinsatzplanung ermöglicht und eine Antwort auf schwindende Pflegekraftquoten darstellt. Gleichzeitig besteht jedoch ein erhebliches Risiko durch bestehende monatelange Personalvakanzen, hohe Belastung im Ausbildungsbetrieb sowie strukturelle Engpässe im Personalcontrolling.

Die Organisation befindet sich in einem tiefgreifenden Management- und Veränderungsprozess. Eine wirksame Führung und erhöhte Transparenz durch datenbasierte Steuerung erfordern dabei ausgeprägtes, hochspezialisiertes Know-how im Pflegemanagement. Die Wirksamkeit der Maßnahmen ist stark abhängig von der Umsetzungsfähigkeit und Geschwindigkeit der internen Transformation.

Insgesamt entwickelt sich der Eigenbetrieb NürnbergStift von einer dezentral, historisch gewachsenen personalintensiven Struktur hin zu einer stärker datengetriebenen, zentral gesteuerten und digital unterstützten Versorgungsorganisation, welche zukünftig personelle Synergien und Effizienzen zentral und digitalisiert bündelt.

Swot-Matrix NüSt 2025-2026

Stärken  Fundierte Analysebasis durch „Quick-Check Stationäre Pflege“ mit klaren Handlungsfeldern und Maßnahmenkatalog  Strategische Neuausrichtung mit PeBeM,  Digitalisierung, Zentralisierung und Prozessstandardisierung  Eigenbetriebsindividuelle Weiterentwicklung von SAP S/4HANA und Aufbau eines BI-Systems Schwächen  Optimierung von Dienstplanung, Pflegegradmanage-  Angespannte wirtschaftliche Lage durch Gebäudeinment und nettobasierter Personalsteuerung standhaltung, hohe Kosten und ineffiziente Strukturen  Langanhaltende Personalvakanzen in Schlüsselpositionen  Hohe Belastung im Ausbildungsbetrieb und Fachkräftemangel  Strukturelle Engpässe im Personalcontrolling  Historisch gewachsene, dezentrale und personalintensive Strukturen  strukturelle Schwäche aufgrund Eigenbetriebsform, wie hoher Abstimmungsbedarf und Abhängigkeit von städtischen Vorgaben

Chancen  PeBeM als Chance für moderne, kompetenzorientierte Personaleinsatzplanung  Digitalisierung: SAP S/4HANA, BI-System, digitale Akten  Optimierung von Dienstplanung und Pflegegradmanagement  Zentralisierung von Aufnahme- und Abrechnungsprozessen .  Nutzung von Synergien und Bündelung von Kompetenzen

Risiken  Hohe Bau- und Instandhaltungskosten  Fachkräftemangel und steigende Personalbelastung  Risiko nicht besetzter Schlüsselpositionen  Komplexität der Organisations- und Managemententwicklung  Abhängigkeit vom Tempo der internen Transformation  Datenqualität und IT-Risiken  Externe Rahmenbedingungen (Gesetze, Politik, Finanzierung)

5. Ertragslage

5.1. Plan-Ist Vergleich 2025

Aufgrund der finanziellen Entwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2025 wurde im Stadtrat ein Nachtragswirtschaftsplan für das Jahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von 4.430 TEUR verabschiedet. Das Geschäftsjahr 2025 schließt tatsächlich mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.238 TEUR ab und ist damit um 3.191 TEUR besser als der verabschiedete Nachtragswirtschaftsplan. Gegenüber dem Vorjahr verschlechtert sich das Ergebnis um 504 TEUR. Das bessere Ergebnis im Vorjahr wurde maßgeblich durch die Auflösung von Rückstellungen (u.a. Baulandbeschluss Johannis) in Höhe von 3.099 TEUR beeinflusst. Die nachfolgenden Darstellungen bauen auf den Ergebnisberichten aus dem Controlling auf, durch eine andere Darstellung weichen einzelne Ertrags- und Aufwandsposition zur HGB GuV ab.

NüST Nachtrags WPL/Ist 2025

45.000 4.000

40.000 3.000 35.000

Abbildung 7

2.000 30.000

R

U

E 25.000 R

T 1.000 U

E

T T

S 20.000

W

I -/

0

N

B

A 15.000 A

L

P

10.000 -1.000

5.000 -2.000 0

-3.000

Erträge Personal- kosten Sach- kosten Betriebs- ergebnis Neutrales Ergebnis Ergebnis
NTWPL 48.609 33.643 19.514 -4.549 120 -4.430
Ist 49.644 32.560 18.932 -1.847 609 -1.238
Abw -1.036 1.084 582 -2.702 490 3.191

Die Erträge liegen mit 49.644 TEUR rund 1.036 TEUR über den geplanten Erträgen. Grund hierfür ist die positive Entwicklung der Gesamt-Belegungssituation im zweiten Halbjahr des Jahres 2025 und den positiv abgeschlossenen Verhandlungen in der geriatrischen Reha. Sogar der Personalaufwand konnte 1.084 TEUR unter dem geplanten Wert bleiben aufgrund der beschriebenen strukturierten und konsequenten Personalsteuerung. Die Sachkosten konnten um 582 TEUR unterhalb des Planansatzes bleiben und liegen bei 18.932 TEUR.

Das Defizit von 1.238 TEUR im Geschäftsjahr 2025 teilt sich wie folgt auf:

NüSt Gesamtergebnis 2025 in TEUR

1.000

596
-293 -213 -116 -107
-647 -459
-1.238

Abbildung 8

500

0

-500

-1.000

-1.500 AHS AMH AHJ AHP HGS AMD Reha Gesamt

Zusammenfassend lässt sich als Ursache für das nach wie vor negative Betriebsergebnis in Höhe von 1.238 TEUR auf die niedrige Auslastungsquote in der ersten Monaten und den hohen Einsatz von Zeitarbeitskräften zurückführen. Dieser konnte im Verlauf des Berichtsjahres durch den Management- Turnaround deutlich gesenkt werden. Besonders das August-Meier-Haus war durch Erlösdefizite im Bereich der nicht belegten Nachtpflege und zu geringer Tagespflegebelegung defizitär, hinzu kamen hohe Personalüberdeckungen. Auffällig hierbei war, dass der Einsatz von Zeitarbeit nur einen geringen Einfluss auf die Krankheitsquote gezeigt hat. Die nachfolgende Grafik stellt die Anzahl der Zeitarbeitskräfte im Vergleich mit der Krankheitsquote dar. Die Krankenquote entwickelt sich unabhängig vom Einsatz der Zeitarbeitskräfte und ist in den Wintermonaten unverändert hoch.

Ausfall (Stunden) und Zeitarbeit (VK)

8.000 16 7.000 14 6.000 12 )K

V

n5.000 10 (

e t

d n u t3 4. . 0 0 0 0 0 0 6 8 ie b r a

S t

ie

2.000 4

Z

1.000 2 0 0

Krankheitsausfall Zeitarbeit (Stunden) (VK)

Verglichen mit dem Vorjahr erkennt man eine deutliche Einsparung von Zeitarbeitskräften im Pflegebereich über nahezu alle Häuser. Im Berichtsjahr fielen im Pflegebereich Kosten für Zeitarbeit gesamt in Höhe von 590 TEUR (Vorjahr: 945 TEUR) an; im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Reduzierung um 355 TEUR.

Abbildung 9

Die Überdeckung im Pflege- und Betreuungspersonal konnte im Berichtsjahr im Vergleich zu 2024 besser gesteuert werden:

Einrichtung Ø-VK 2025 Ø-VK Vorjahr
AHS -2,7 1,92
AMH 7,5 4,84
AHJ 4,0 6,08
AHP 2,9 3,34
Gesamt 11,59 16,18

Die 2025 neu eingeführte digitale Personalbemessung ist insbesondere relevant, da die Personalkosten im Vergleich zu den Sachkosten den deutlich höheren Kostenblock darstellen.

Die folgende Grafik veranschaulicht die Anteile pro Haus und gesamt für NüSt:

Anteile Personal- & Sachkosten in TEUR

50.000

40.000

30.000

20.000

10.000

0 AHS AMH AHJ AHP HSP AMD Reha Zentrale Gesamt

Anteil Personalkosten 65% 57% 61% 64% 14% 88% 77% 69% 63%
Sachkosten 5.645 5.077 2.545 1.734 1.058 187 840 1.847 18.932
Personalkosten 10.448 6.656 3.943 3.036 167 1.429 2.768 4.113 32.560

Krankheitsquote NüSt

Der krankheitsbedingte Personalausfall hat sich im NürnbergStift zwischen 2024 und 2025 weiterhin erhöht. Über alle Bereiche hinweg stieg die durchschnittliche Krankenquote von 10,7 % auf 13,3 %. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten nahmen von rund 72.500 auf 91.700 Stunden zu. Die vorliegenden Tabellen ordnen diese Entwicklung ein, zeigen die Relevanz und dokumentieren die eingeleiteten Steuerungsmaßnahmen.

Kennzahl (NürnbergStift gesamt) 2024 2025 Veränderung
Ausfallstunden 72.514 91.727 +26,5 %
Ausfall-Vollzeitäquivalente (Ø) 47,1 59,6 +26,5 %
Krankenquote 10,7 % 13,3 % +2,6 % Pkt.

Für die Steuerung ist entscheidend, wo dieser Zuwachs entsteht. Die kommende Abbildung zerlegt die Veränderung der Ausfallstunden nach Bereichen: Der Anstieg wird nahezu vollständig vom stationären Bereich getragen (+28,8 %).

Der Ambulante Dienst geht demgegenüber zurück (−15,3 %), die Reha bleibt nahezu konstant (-0,5%). Die Entwicklung ist damit im Kern eine Entwicklung der stationären Langzeitpflege.

Leistungsbereich Ausfallstunden 2025 Quote 2024 Quote 2025 Δ Quote
Stationär 86.927 11,1 % 14,3 % +3,1 %-Pkt.
Ambulant 1.851 7,6 % 5,6 % −2,0 %-Pkt.
Leistungsbereich Ausfallstunden 2025 Quote 2024 Quote 2025 Δ Quote
Reha 2.949 6,5 % 6,0 % −0,5 %-Pkt.
NürnbergStift gesamt 91.727 10,7 % 13,3 % +2,6 %-Pkt.

Der Krankenstand des NürnbergStifts ist damit 2025 auf ein neues Niveau gestiegen – konzentriert auf die vollstationäre Pflege und geprägt von ausgeprägter Saisonalität mit Spitzen in den Wintermonaten und im Oktober. Die Steuerung der Häuser ist nun darauf ausgerichtet, die tatsächlich verfügbare Arbeitszeit (Netto-, anstatt Bruttoarbeitszeit) transparent zu machen, Dienstpläne zu stabilisieren und mithilfe eines stufenweisen Ausfallmanagements fehlendes Personal zu kompensieren.

Das NürnbergStift begegnet dem gestiegenen Ausfall nicht durch dauerhafte Kompensation über Zeitarbeit oder zusätzliches (Overhead-) Personal, sondern durch eine konsequente Neuorientierung der gesamten Pflegeorganisation im Langzeitpflegebereich durch Aufgaben- und Kompetenzorientierung des vorhandenen und weiterzuentwickelnden Pflegepersonals. Folgende Tabelle zeigt einzelne Maßnahmen für mehr Qualität und Planungssicherheit im Bereich der Langzeitpflege:

Maßnahme Inhalt und Zweck Status
Handlungsfeld A – Wirtschaftlichkeit und Personaleinsatzsteuerung
Reduktion der Zeit- arbeit Rückführung externer Leihkräfte; seit Herbst 2025 nahe null. Zeitarbeit kos- tet je Vollkraft rund 65–75 % mehr als vergleichbares Eigenpersonal und be- lastet Versorgungskontinuität und Teamstabilität. umgesetzt
Personalberech- nungs-Tool (PB- Tool) Einheitliche Ermittlung der Soll-/Ist-Personalschlüssel je Qualifikationsni- veau und Wohnbereich; monatliches Monitoring der Über-/Unterdeckung. eingeführt
Nettoarbeitszeit- Systematik Verbindliche Planungsgröße von der Brutto- zur tatsächlich verfügbaren eingeführt
Nettoarbeitszeit (Urlaub, Fortbildung, Krankheit), mit definierten Eskalati-
onsstufen.
Nettoarbeitszeit im Dienstplan Abbildung der Netto-Logik im Dienstplansystem (SP Expert); automatisierte Anzeige der Über-/Unterdeckung in der Planung. in Umsetzung
Handlungsfeld B – Stabile, vorausschauende Dienstplanung
2-Monats-Dienst- plan Verlängerter Planungshorizont für verlässlichere Dienste, weniger kurzfris- tige Änderungen, bessere Vereinbarkeit Familie und Beruf Pilotierung
Jahresurlaubspla- Frühzeitige, gleichmäßige Verteilung planbarer Abwesenheiten; Glättung in Vorbereitung
nung saisonaler Engpässe.
Handlungsfeld C – Ausfallmanagement und Refinanzierung

Rückführung externer Leihkräfte; seit Herbst 2025 nahe null. Zeitarbeit kos-

tet je Vollkraft rund 65–75 % mehr als vergleichbares Eigenpersonal und be-

Reduktion der Zeit-

arbeit

Personalberech-

nungs-Tool (PB-

Einheitliche Ermittlung der Soll-/Ist-Personalschlüssel je Qualifikationsni-

veau und Wohnbereich; monatliches Monitoring der Über-/Unterdeckung.

Nettoarbeitszeit-

Systematik

Maßnahme Inhalt und Zweck Status
Rufbereitschaft 7×24 (freiwillig) Zentrales Instrument zur Kompensation kurzfristiger Ausfälle ohne Zeitar- beit. Mindestbesetzung und sechsstufige Eskalationskaskade; TVöD-kon- forme Vergütung; Refinanzierung in den Pflegesatzverhandlungen 2026. Refinanzierung (angestrebte Verhandlung in Pflegesatzver- handlungen in 2026)
PeBeM (§ 113c SGB XI) Kompetenzorientierte Aufgabenverteilung; Entlastung der Pflegefachperso- Pilotierung
nen; resilientere Teams als Grundlage eines tragfähigen Ausfallmanage-
ments.

Refinanzierung

(angestrebte

Verhandlung in

Pflegesatzver-

handlungen in

Zentrales Instrument zur Kompensation kurzfristiger Ausfälle ohne Zeitar-

beit. Mindestbesetzung und sechsstufige Eskalationskaskade; TVöD-kon-

forme Vergütung; Refinanzierung in den Pflegesatzverhandlungen 2026.

Rufbereitschaft

7×24 (freiwillig)

PeBeM

(§ 113c SGB XI)

Zusammenfassend verdeutlichen die hohen Krankheitsstände in allen vier Langzeitpflegeeinrichtungen den dringenden Bedarf einer grundlegenden Reorganisation der stationären Pflege im Nürnberg- Stift. Dieser Veränderungsprozess wurde 2025 mit der Gründung der Abteilung Pflege eingeleitet und soll bis 2027 in ein zukunftsweisendes, PeBeM-basiertes Pflegekonzept münden. Die kompetenzorientierte Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten auf die Qualifikationsniveaus QN1–QN6, sowie der gezielte Einsatz weiterqualifizierter (auch akademischer) Pflegefachpersonen in Leading- Nurse- und Primary-Nursing-Rollen sollen Arbeitsbelastungen bedarfsgerecht verteilen, Über- und Unterforderung vermeiden und so die Pflegequalität, die Zufriedenheit von Bewohnern und Mitarbeitenden sowie die langfristige Stabilität der Pflegeorganisation fördern.

Pflegeeinrichtungen Gesamt

Pflegeeinrichtungen Gesamt Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 37.698 40.392 2.694 7,1% 39.559 833 2,1%
Personalkosten 22.957 24.083 -1.125 -4,9% 24.333 251 1,0%
Sachkosten 14.450 15.000 -551 -3,8% 15.226 226 1,5%
Betriebsergebnis vor Umlage 291 1.309 1.018 349,6% -1 1.310 178803,2%
Umlagen 3.572 3.362 210 3.829 467
Betriebsergebnis nach Umlage -3.281 -2.053 1.228 37,4% -3.830 1.776 46,4%
Neutrales Ergebnis 2.859 441 -2.419 -84,6% 26 415 1598,9%
Gesamtergebnis -422 -1.612 -1.191 -282,4% -3.804 2.191 57,6%

Die stationäre Pflege schließt im Jahr 2025 mit einem negativen Ergebnis von 1.612 TEUR ab und damit 2.191 TEUR über dem Nachtragsplan, allerdings schlechter als das Vorjahr. Das Gesamtergebnis des Vorjahres wurde durch die Auflösung einer Rückstellung in Höhe von 2.600 TEUR (für die Verpflichtung aus dem Baulandbeschluss beim Verkauf des Gebäudes Johannis) positiv beeinflusst. Die Erträge der Pflegeeinrichtungen konnten um 2.694 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden und liegen sogar um 833 TEUR über dem Plan. Die Personalkosten liegen mit 251 TEUR unter dem Planansatz von 24.333 TEUR. Somit ist das Betriebsergebnis vor der Umlage der Zentrale um 1.310 TEUR besser als das geplante Ergebnis. Die Umlage ist im Vergleich zum Vorjahr leicht (um 231 TEUR) gesunken und beträgt 3.362 TEUR. In der Anlage 1 sind alle Abweichungen einrichtungsbezogen dargestellt.

5.2. Belegungszahlen und Auslastung

Die Leistungserträge werden im stationären und rehabilitativen Bereich insbesondere durch die Belegungszahlen, die Bewohnerstruktur einschließlich der Pflegegradverteilung sowie die Vergütungssätze beeinflusst. Im ambulanten Bereich sind vor allem die Kundenstruktur, die Inanspruchnahme der Leistungen und die Vergütungssätze maßgeblich. In den nachfolgenden Übersichten werden die Leistungsdaten für das NürnbergStift dargestellt. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist hergestellt.

Eigenbetrieb NürnbergStift insgesamt

Belegungsdaten NüSt Plätze/Wohneinheiten (WE) (im Jahresdurchschnitt) Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) Bereich 2025 Vorjahr 34 8 597 72 170 44 925 4.484 212.634 5.379 60.581 14.948 298.026 88,6
Tagespflege: - maximal belegbare Plätze Nachtpflege: - maximal belegbare Plätze Pflege: - maximal belegbare Plätze Rüstig*: - maximal belegbare Plätze Wohnen: - maximal belegbare Plätze Rehabilitation: - maximal belegbare Plätze 34 8 610 36 170 44
insgesamt: - maximal belegbare Plätze/WE 902
Tagespflege: Nachtpflege: Pflege: Rüstig: Wohnen: Rehabilitation: 5.482 57 215.622 1.719 58.258 14.763
insgesamt 295.901
NürnbergStift gesamt: - maximal belegbare Plätze/WE 90,5

*Der Bereich "Rüstige" wurde zum 30.06.2025 geschlossen. Es ist eine Steigerung in der Auslastung gesamt von 88,6 % im Jahr 2024 auf 90,5 % im Jahr 2025 erkennbar. Der Bereich Rüstige wurden zum 30.06.2025 geschlossen, deshalb wird in der Jahresdarstellung nur die halbierte Platzzahl angegeben.

Betrachtet man nur die vier Pflegeheime, ergibt sich folgendes Bild:

Eigenbetrieb NürnbergStift insgesamt

Belegungsdaten Pflegeheime teilstationäre Pflege (im Jahresdurchschnitt) Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) Belegungstage (BT) Belegungstage (BT) Bereich 2025 Vorjahr 34 4.484 0,43 8 0 597 72 669 212.634 5.379
Tagespflege: - maximal belegbare Plätze 34
5.482 0,53
Nachtpflege: - maximal belegbare Plätze 8
0
Pflege: Rüstige* 610 35,7
- maximal belegbare Plätze Pflege Rüstige* 646
215.622 1.719
- maximal belegbare Plätze 217.341 218.013
Auslastungsgrad (in %) 88,8

*Der Bereich "Rüstige" wurde zum 30.06.2025 geschlossen.

Die Belegungstage der Pflegeheime sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen (998 zusätzliche Tage), womit sich die gestiegenen Auslastungsquote begründet. Der Bereich „Rüstige“ wurde zum 30.06. geschlossen, deshalb sind die Platzzahlen in der Tabelle halbiert (berechnet auf das volle Jahr).

Die einrichtungsbezogene Belegung ist in der Anlage 2 dargestellt.

6. Vermögens- und Finanzlage

6.1. Vermögenslage

In der nachfolgenden Übersicht wird die Vermögensstruktur der Bilanz zum 31.Dezember 2025 zusammengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt.

Bilanzwert zum Veränderung
Vermögensstruktur 31.12.2025 TEUR % Vorjahr TEUR % ggü. Vorjahr TEUR %
Langfristige Aktiva Anlagevermögen Kurzfristig Aktiva Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen ggü. Träger der Einrichtung Forderungen aus öffentlicher Forderung Sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 65.786 242 4.372 63 102 771 753 109 91,1 0,3 6,1 0,1 0,1 1,1 1,0 0,2 66.879 167 3.678 39 237 258 708 101 92,8 0,2 5,1 0,1 0,3 0,4 1,0 0,1 -1.093 76 694 24 -135 513 45 8 -1,6 45,4 18,9 62,0 -57,0 198,9 6,3 7,5
Summe Aktiva 72.198 100,0 72.067 100,0 131 0,2

Die Bilanzsumme ist mit 72.198 TEUR stabil geblieben und liegt damit 131 TEUR über dem Vorjahr. Das Anlagevermögen hat sich um 1.093 TEUR vermindert und beträgt nun 65.786. Der Anteil des Umlaufvermögens ist auf 8,9 % (Vorjahr: 7,2 %) und eine Summe von 6.412 TEUR angestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 513 TEUR angestiegen, da eine Rücklage für das ÖPP- August-Meier- Haus umgebucht wurde. Da erst mit einer tatsächlichen Instandhaltungsmaßnahme ein ergebniswirksamer Aufwand entsteht, konnten die Rücklagen umgebucht werden.

6.2. Kapitalstruktur

In der nachfolgenden Übersicht wird die Kapitalstruktur der Bilanz zum 31.Dezember 2025 zusammengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt.

Bilanzw Veränderung
Kapitalstruktur 31.12.2025 TEUR % Vorjahr TEUR % ggü. Vorjahr TEUR %
Langfristig Eigenkapital 15.063 20,9 13.965 19,4 1.098 7,9
Zuwendungen aus öffentlicher Förderung
- verwendet 14.053 19,5 14.538 20,2 -485 -3,3
- noch nicht verwendet 0 0,0 0 0,0 0
Zuwendungen aus
nicht öffentlicher Förderung: - verwendet 3.072 4,3 3.199 4,4 -127 -4,0
- noch nicht verwendet 2.538 3,5 2.320 3,2 217 9,4
Verbindlichkeiten 19.452 26,9 20.769 28,8 -1.317 -6,3
Rückstellungen 5.278 7,3 5.166 7,2 111 2,2
Kurzfristig
Verbindlichkeiten 10.271 14,2 9.613 13,3 657 6,8
Rückstellungen 2.472 3,4 2.495 3,5 -23 -0,9
Summe Passiva 72.198 100,0 72.067 100,0 133 0,2

Das Eigenkapital steigt trotz des Jahresdefizits von 1.238 TEUR um 1.098 an. Das liegt daran, dass es von der Stadt Nürnberg einen zentralen Verlustausgleich in Höhe von 2.335 TEUR gab. Die Sonderposten haben sich durch planmäßige Abschreibungen um 612 TEUR verringert. Die langfristigen Rückstellungen in Höhe von 5.278 TEUR umfassen die Pensionsrückstellungen, die Rückstellungen für Beihilfeleistungen, Altersteilzeit, Dienstjubiläen und Archivierung. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen diese um 111 TEUR an. Die Abnahme bei den kurzfristigen Rückstellungen beträgt 23 TEUR.

6.3. Investitionen

Abbildung 10

Die Investitionen in Einrichtungen und Ausstattungen sowie in Anlagen im Bau haben sich deutlich erhöht. Das NüSt muss kostenintensive Instandhaltungsmaßnahmen einleiten, um den Sanierungsstau und die vielfältigen Schadensbilder zu beheben. Die Anlagen im Bau umfassen überwiegend das geplante Neubauprojekt Platnersberg (1.014 TEUR) sowie die Sicherheitsbeleuchtung im August-Meier- Heim und Sanierungen in der Zentralküche. Die Ausgaben für Einrichtungen und Ausstattungen verteilen sich über alle Häuser sowie Beschaffungen für die Zentrale.

6.4. Liquidität

Die Zahlungsfähigkeit von NürnbergStift war im Betrachtungszeitraum jederzeit gesichert. Zum 31.12.2025 beträgt die Liquidität aus Giro- und Cashkonto 722 TEUR.

7. Unterzeichnung des Lageberichtes

Die Werkleitung des NürnbergStift legt den nach den geltenden Vorschriften des HGB und der WkPV erstellten Lagebericht vor und unterzeichnet diesen. Nürnberg, 30.06.2026

Elisabeth Ries Melanie Miermeister Erste Werkleiterin Zweite Werkleiterin

Jahresabschluss

1. Bilanz für den Eigenbetrieb NürnbergStift

A k t i v s e i t e 31.12.2025 EUR EUR Vorjahr EUR EUR
A. Anlagevermögen: I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen: 1. Grundstücke und grundstücksgleiche 66.859,00 66.859,00 55.618.397,45 88.789,00 57.123.537,45
Rechte mit Betriebsbauten
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 4. Technische Anlagen 5. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 6. Fahrzeuge 7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen: I. Vorräte: 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. 2. Unfertige Leistungen II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2. Forderungen an Träger der Einrichtung davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3. Forderungen aus öffentlicher Förderung davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 4. Sonstige Vermögensgegenstände, davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 5. Umsatzsteuer III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten. D. Rechnungsabgrenzungsposten: 0,00 0,00 5.069.700,00 2.586.302,29 0,00 2.444.038,46 65.718.438,20 1.000,00 241.664,98 0,00 241.664,98 4.371.507,45 (0,00) 63.438,27 (0,00) 102.037,77 (0,00) 770.826,35 (0,00) 0,00 5.307.809,84 752.862,09 109.483,61 0,00 0,00 5.537.355,00 2.724.794,29 0,00 1.403.432,98 66.789.119,72 1.000,00 166.921,61 0,00 166.921,61 3.677.608,16 (0,00) 39.158,46 (0,00) 237.127,73 (0,00) 148.676,31 (0,00) 109.253,86 4.211.824,52 708.044,30 100.935,74
Summe A k t i v s e i t e 72.198.117,72 72.066.634,89
P a s s i v s e i t e 31.12.2025 EUR EUR Vorjahr EUR EUR
A. Eigenkapital: I. Stammkapital II. Kapitalrücklagen III. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 620.000,00 25.389.903,01 -9.708.596,32 620.000,00 25.389.903,01 -11.310.102,10
IV. Jahresüberschuss, -fehlbetrag -1.238.230,86 15.063.075,83 -734.360,22 13.965.440,69
B. Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 1. Sonderposten aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen 2. Sonderposten aus nicht-öffentlichen Fördermitteln für Investitionen 14.052.951,00 3.072.028,00 17.124.979,00 14.538.250,00 3.198.862,00 17.737.112,00
C. Rückstellungen: 7.749.613,87 7.749.613,87 7.661.259,77 7.661.259,77
D. Verbindlichkeiten: 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 3. Verbindlichkeiten gegenüber dem Träger der Einrichtung davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 4. Verbindlichkeiten aus öffentlicher Förderung davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; nicht - öffentlicher Förderung davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 5. sonstige Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 6. Verwahrgeldkonto 7. Umsatzsteuer F. Rechnungsabgrenzungsposten: 1.539.940,02 (1.518.772,41) 22.682.977,88 (1.313.664,89) 3.637.474,90 (3.637.474,90) 0,00 (0,00) 2.537.576,83 (2.537.576,83) 1.258.545,89 (659.086,67) 597.075,21 6.858,29 32.260.449,02 0,00 1.534.375,47 (1.513.207,86) 24.038.259,02 (1.370.105,00) 2.577.799,45 (2.577.799,45) 0,00 (0,00) 2.320.279,42 (2.320.279,42) 1.630.432,28 (1.230.097,84) 601.676,79 0,00 32.702.822,43 0,00
Summe P a s s i v s e i t e 72.198.117,72 72.066.634,89

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung für den Eigenbetrieb NürnbergStift 2025 EUR Vorjahr EUR
1. Erträge aus ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Pflege sowie aus Kurzzeitpflege, sonstige Leistungen 2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 3. Erträge aus Zusatzleistungen und Transportleistungen 4. Erträge aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 4a.Umsatzerlöse nach § 277 Absatz 1 HGB 35.087.249,46 6.906.976,28 158.720,52 3.656.414,21 31.689.837,53 6.550.327,04 97.418,04 3.575.128,54
soweit nicht in den Nummern 1 bis 4 enthalten 2.833.304,99 3.218.445,40
5. Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten 6. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 7. Andere aktivierte Eigenleistungen 8. Sonstige betriebliche Erträge 3.488.656,57 0,00 27.374,00 468.447,37 3.366.855,90 0,00 18.237,50 3.174.343,08
Zwischensumme 9. Personalaufwand: a)Löhne und Gehälter b)Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige Aufwendungen 52.627.143,40 25.610.758,37 8.302.673,86 33.913.432,23 51.690.593,03 24.409.449,56 7.451.739,67 31.861.189,23
10.Materialaufwand: a)Lebensmittel b)Wasser, Energie, Brennstoffe c)Wirtschafts-/Verwaltungs-/Betreuungs-/Med.-therap. Bedarf 11.Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen 12.Steuern, Abgaben, Versicherungen 14.Mieten, Pacht, Leasing 132.457,94 1.930.107,70 9.711.551,13 11.774.116,77 982.852,13 1.229.192,71 896.152,43 149.655,61 2.039.250,30 10.166.617,44 12.355.523,35 494.950,80 1.098.766,83 573.406,80
Zwischensumme Zwischenergebnis 14.882.314,04 3.831.397,13 14.522.647,78 5.306.756,02
Gewinn- und Verlustrechnung für den Eigenbetrieb NürnbergStift 2025 EUR Vorjahr EUR
15.Erträge aus öffentlicher und nicht-öffentlicher Förderung von Investitionen 16.Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten 18.Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/ Verbindlichkeiten 20.Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände und Sachanlagen 21.Aufwendungen für Instandhaltung und Instand- setzung 254.671,31 731.384,86 336.050,28 2.747.306,45 2.103.496,73 250.000,00 813.182,71 346.983,19 3.398.667,59 2.149.587,87
22.Sonstige betriebliche Aufwendungen 553.754,92 840.437,46
Zwischensumme Zwischenergebnis -4.754.552,21 -923.155,08 -5.672.493,40 -365.737,38
25.Zinsen und ähnliche Erträge 27.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 97.125,36 412.201,14 -315.075,78 40.620,70 409.243,54 -368.622,84
29.Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag nachrichtlich Vorschlag zur Verwendung des Jahresergebnisses: -1.238.230,86 -734.360,22
Auf neue Rechnung vorzutragen -1.238.230,86 -734.360,22
Verlustausgleich Behandlung des Jahresüberschusses:
Auf neue Rechnung vorzutragen -1.238.230,86 -734.360,22
gegen Gewinnvortrag gegen Kapitalrücklage

3. Anhang

3.1. Bewertungsgrundlagen

Der Jahresabschluss des NürnbergStift berücksichtigt für das Wirtschaftsjahr 2025 die Vorschriften der Pflege - Buchführungsverordnung (PBV) vom 22. November 1995 (BGBl. I S. 1528), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 07.08.2021 (BGBl. I S. 3311) und die Verordnung über die Wirtschaftsführung der kommunalen Pflegeeinrichtungen (WkPV) vom 3. März 1998 (GVBl. S. 132, BayRS 861-3-I), in der Fassung nach § 5 der Verordnung vom 5. Oktober 2007 (GVBl. S. 707). Die Gliederung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Anlagen- und Fördernachweise entspricht den Vorgaben der PBV und WkPV. Gemäß § 4 Abs. 1 und § 11 Abs. 2 PBV sind bestimmte Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), Art. 24 Abs. 5 Satz 2, Art. 28 und Art. 67 des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) sowie die Regelungen des BilRUG vom 17.07. 2015 angewandt worden. Grundsätzlich berücksichtigt der Jahresabschluss die bisherigen Ansatz- und Bewertungsvorschriften, einschließlich der Anpassungen aus dem BilMoG und BilRUG. Die Gliederung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anlagenspiegels entspricht den Vorgaben des HGB mit den Regelungen des BilRUG vom 17. Juli 2015. Die „Erhaltenen Anzahlungen“ wurden, wie in den Vorjahren praktiziert, dem Passivposten „Sonstige Verbindlichkeiten“ zugeordnet. Abschreibungen auf Forderungen werden nicht mehr unter den Abschreibungen ausgewiesen, sondern als betrieblicher Aufwand. Die im NürnbergStift zusammengefassten ambulanten, teil- und vollstationären Einrichtungen einschließlich der Nebenbetriebe sind öffentliche Einrichtungen der Stadt Nürnberg. Das NürnbergStift ist als Eigenbetrieb seit 01.01.1999 organisiert und wird als Sondervermögen verwaltet (§1WkPV). Liquide Mittel valutieren zum Nennwert. Die Pensionsrückstellungen werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten belegt. Dieses wurde für den Abschluss 2025 durch die Stadt Nürnberg mit der Unterstützung der Software HPR (Version 6.5.0.13-Kommunal, Testierung vom 28.08.2018) eigenverantwortlich erstellt. Die Ausfertigung erfolgte nach alter (in komprimierter Form) und neuer Berechnungsmethodik unter Anwendung der Artikel 7 - 9 des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11.03.2016 (veröffentlicht BGBl. I, 2016, Nr. 12 vom 16.03.2016). Die Sonderposten aus Investitionszuschüssen werden entsprechend der Stellungnahme IDW HFA a/1984 i.d.F. v. 1990 gebildet und nach Maßgabe der Nutzungsdauer der finanzierten Vermögensgegenstände aufgelöst. Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der Bayerischen Versorgungskammer (BVK), München. Auf eine Bilanzierung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurde in Ausübung des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Die Altersversorgung durch die BVK wird über Beiträge finanziert. Als Beitrag werden 4,8 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts erhoben. Die Altzusagen werden über Umlagen finanziert. Die Höhe des Umlagesatzes beträgt 3,75 % der entsprechenden Löhne und Gehälter. Darüber hinaus wird jährlich ein vom Arbeitgeber zu tragender Zusatzbeitrag in Höhe von 4,0 % erhoben. Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung nach der voraussichtlichen Inanspruchnahme in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeiträgen angesetzt. Veränderungen der Bewertungsmethoden wurden nicht vorgenommen, somit ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresbeträgen gegeben.

3.2. Aktivseite

A. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Software und Lizenzen, welche ausschließlich von NüSt bis zum 31.12.2025 entgeltlich beschafft wurden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Ansatz des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Anschaffungskostenminderungen werden abgesetzt. Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung, wobei für bewegliche Anlagegüter bei der Anschaffung die zeitanteilige Jahresabschreibung berücksichtigt wurde. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei den Wohnbauten und den Betriebsbauten liegt zwischen 40 und 58 Jahren. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Außenanlagen sowie der Geschäftsausstattung richtet sich nach den amtlichen steuerlichen Afa-Tabellen und der Afa- Tabelle für das Gesundheitswesen. Die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Das Anlagevermögen veränderte sich durch die Investitionen in Anlagen im Bau und planmäßige Abschreibungen in Höhe von 2.747 TEUR. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Bruttoanlagespiegel in der Anlage 3.

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

Die Bestände wurden zum Bilanzstichtag körperlich aufgenommen. Bewertet wurde der medizinische und pflegerische Bedarf nach der FIFO-Methode. Der restliche Lagerbestand wurde nach Anschaffungskosten einzeln bewertet. Die in der Bilanz zusammengefassten Vorräte gliedern sich wie folgt:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2025 EUR Vorjahr EUR 11.976,58 46.673,32 103.696,54 4.575,17 0,00 166.921,61
a Medizinischer / Pflegerischer Bedarf - Inkontinenzartikel - Sonstiges b Wirtschaftsbedarf c Verwaltungsbedarf 11.887,61 68.152,47 151.857,96 4.086,38
d Lebensmittel insgesamt 5.680,56 241.664,98

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Aus dem Prüfbericht des BKPV über die überörtliche Prüfung der Jahre 1999 – 2009 wurde die Anregung der TZ 5 zur Werthaltigkeit von Forderungen ab Abschlussjahr 2013 aufgenommen und in den Folgejahren fortgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Forderungen und sonstige Vermögensge- genstände Forderungen und sonstige Vermögensge- Wert Bilanz 2024 Wert Bilanz
genstände 2024
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.372 3.678 3.678 694
Forderungen ggü. Träger der Einrichtung Forderungen ggü. Träger der Einrichtung 63 39 39 24
Forderungen aus öffentlicher Forderung Forderungen aus öffentlicher Forderung 102 237 237 -135
Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Vermögensgegenstände 258 258

Unter den Forderungen an Träger der Einrichtung in Höhe von 63 TEUR werden Forderungen an die Stadt Nürnberg ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 513 TEUR angestiegen aufgrund der Umbuchung einer Rücklage aus dem ÖPP- August-Meier-Haus. Diese Rücklage wurde für zukünftige Instandhaltungsmaßnahmen gebildet. Da die Instandhaltungsmaßnahmen erst bei Durchführung ergebniswirksam als Aufwand verbucht werden, wurde die gebildete Rücklage zugunsten einer Forderung umgewidmet und verbessert somit das Ergebnis im Berichtsjahr.

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung entwickelten sich wie folgt:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2025 EUR Vorjahr EUR
Pflege- / Krankenkassen und a Sozialhilfeträger b Selbstzahler c Sonstige d 2.111.731,45 2.143.249,60 179.964,67 1.939.597,17 1.594.448,13 182.721,32
insgesamt davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.434.945,72 0,00 3.716.766,62 0,00

Besonders die Forderungen gegenüber Selbstzahlern sind angestiegen. Hier werden Maßnahmen entwickelt, wie diese Forderungen künftig bearbeitet werden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen:

Sonstige Vermögensgegenstände 2025 EUR Vorjahr EUR
Forderungen an Mitarbeiter 33.316,91 15.767,88
Debitorische Kreditoren Sonstige Forderungen 1.215,70 736.293,74 49.264,00 83.644,43
insgesamt davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 770.826,35 0,00 148.676,31 0,00

Unter den sonstigen Forderungen in Höhe von 736 TEUR schlägt die Umbuchung der Rücklage aus dem ÖPP zu Buche (siehe oben). Die gebildete Rücklage für zukünftige Instandhaltungsmaßnahmen wurde als sonstige Forderung umgewidmet.

III. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um 43 TEUR zum Stichtag 31.12.2025 gestiegen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2025 EUR Vorjahr EUR
Kassenbestand Guthaben bei Kreditinstituten 29.000,46 722.195,87 32.730,57 675.313,73
insgesamt 751.196,33 708.044,30

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag in Höhe von 109 TEUR ausgewiesen, welche den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Tag darstellen.

3.3. Passivseite

A. Eigenkapital

Der Werteverzehr im Eigenkapital durch den Verlust in Höhe von 1.238 TEUR im Jahr 2025 wird aufgefangen durch den Verlustausgleich der Stadt Nürnberg in Höhe von 2.336 TEUR für die Vorjahre. Somit steigt das Eigenkapital von 13.965 TEUR auf 15.064 TEUR. Gemäß Stadtratsbeschluss wurde der Jahresfehlbetrag 2024 in Höhe von 734.360,22 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

Anfangsstand 01.01.2025 Zugänge Abgänge Umbuchung Endstand 31.12.2025
Stammkapital Kapitalrücklagen Gewinn-/Verlustvortrag Jahresergebnis Eigenkapital 620.000,00 25.389.903,01 -11.310.102,10 -734.360,22 13.965.440,69 2 .335.866,00 € 2 .335.866,00 € 1.237.610,86 € 1.237.610,86 € - 734.360,22 € 734.360,22 € - € 620.000,00 € 25.389.903,01 € - 9 .708.596,32 € - 1 .237.610,86 € 15.063.695,83 €

B. Sonderposten

Gemäß § 5 Abs. 2 PBV sind „Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die mit öffentlichen Fördermitteln oder sonstigen Zuwendungen Dritter angeschafft oder hergestellt worden sind, auf der Aktivseite der Bilanz mit dem Bruttowert anzusetzen. Auf der Passivseite der Bilanz sind die bereits zweckentsprechend verwendeten Fördermittel oder Zuwendungen als Sonderposten gesondert auszuweisen, vermindert um den Betrag der bis zum jeweiligen Bilanzstichtag angefallenen Abschreibungen auf die mit diesen Mitteln finanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens“. Die Entwicklung des Sonderpostens aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Er entspricht den Restbuchwerten der mit diesen Mitteln (Fördermittel des Landes: FSL 15, 30, 58, 92; Fördermittel der Stadt Nürnberg: FSL 02, 31, 75, 95) finanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Bezüglich der Beschreibung der Finanzierungsschlüssel wird auf die Anlage 3 verwiesen.

Entwicklung des Sonderpostens aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen 2025 EUR Vorjahr EUR
Stand zum 01.01. 14.538.250,00 15.064.086,00
(a) Zuführung 50.993,19 41.192,75
(b) Auflösung 530.212,30 567.028,75
- Abschreibungen (530.212,30) (567.028,75)
- Anlagenabgänge zu RBW (0,00) (0,00)
Stand zum 31.12. 14.059.030,89 14.538.250,00

Die Zugänge des Sonderpostens aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen im Jahr 2025 in Höhe von 51 TEUR beinhalten die regelmäßige Förderung des Pflegepraxiszentrums.

Die Entwicklung des Sonderpostens aus nicht öffentlichen Fördermitteln für Investitionen wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Er entspricht den Restbuchwerten der mit diesen Mitteln (nicht öffentliche Förderung: FSL 11, 46, 74, 94) finanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Entwicklung des Sonderpostens aus nichtöffentlichen Fördermitteln für Investitionen 2025 EUR Vorjahr EUR
Stand zum 01.01. 3.198.862,00 3.370.760,00
(a) Zuführung - Anlagenzugänge (inkl. Umfinanzierung) - sonstiges 44.368,82 24.068,82 (20.300,00) 22.984,32 (22.984,32) (0,00)
(b) Auflösung - Abschreibungen (172.067,82) (170.968,18) 194.882,32 (190.842,36)
- sonstiges (1.099,64) (4.039,96)
Stand zum 31.12. 3.071.163,00 3.198.862,00

Die Zugänge des Sonderpostens aus nicht öffentlichen Fördermitteln für Investitionen im Jahr 2025 in Höhe von 24 TEUR beinhalten über Spenden beschaffte Einrichtungsgegenstände in allen Einrichtungen. Die Entwicklung der Fördernachweise ist in der Anlage 3 dargestellt.

C. Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr 2025 wie folgt entwickelt:

Langfristige Rückstellungen Stand zum 01.01.2025 EUR Verbrauch EUR Auflösung EUR Zuführung Zinseffekt EUR Stand zum 31.12.2025 EUR
Pensionsverpflichtungen Pensionsähnliche Beihilfeverpflichtungen Altersteilzeit 3.754.710,00 883.878,00 426.828,24 30.207,24 42.385,00 218.768,51 0,00 9.837,00 496.915,72 4.221,37 -73.993,48 -17.499,00 7.437,00 4.147.425,00 814.157,00 219.718,10
Summe Personalrückstellungen 5.065.416,24 291.360,75 9.837,00 501.137,09 -84.055,48 5.181.300,10
Dienstjubiläen Archivierung Abgang Grundstück AHJ Baulandbeschluss 70.708,91 30.179,89 0,00 4.667,38 5.491,15 5.514,74 208,90 66.041,53 30.412,38 0,00
Summe sonstige Rückstellungen 100.888,80 10.158,53 0,00 5.514,74 208,90 96.453,91
Summe langfristige Rückstellungen 5.166.305,04 301.519,28 9.837,00 506.651,83 -83.846,58 5.277.754,01
Kurzfristige Rückstellungen
Urlaub Überstunden 1.020.205,70 430.911,81 1.020.205,70 430.911,81 806.607,37 316.549,62 806.607,37 316.549,62
Leistungsentgelte 3.985,15 3.985,15 3.315,29 3.315,29
Summe Personalrückstellungen 1.455.102,66 1.455.102,66 0,00 1.126.472,28 0,0 1.126.472,28
Erstellung des Jahresabschlusses 57.396,00 57.396,00 41.021,00 41.021,00
örtliche Prüfung 26.666,00 26.666,00 26.666,00 26.666,00
überörtliche Prüfung Ausstehende Rechnungen Großreparaturen Instandhaltung 8.950,00 119.380,54 765.311,92 62.148 119.357,58 62.148 22,96 3.350,00 492.798,27 7.290,39 12.300,00 492.798,27 765.311,92 7.290,39
Summe sonst. Rückstellungen 1.039.852,07 265.567,19 22,96 571.125,66 0,00 1.345.387,58
Summe kurzfristige Rückstellungen 2.494.954,73 1.720.669,85 22,96 1.697.597,94 0,00 2.471.859,86
insgesamt 7.661.259,77 2.022.189,13 9.859,96 2.204.249,77 -83.846,58 7.749.613,87

Die Erläuterungen zu den Rückstellungen befinden sich in der Anlage 4.

D. Verbindlichkeiten

Der Verbindlichkeitsspiegel zum 31.12.2025 stellt sich wie folgt dar:

Bilanzposten aus Lieferung und Leistungen gegenüber dem Träger der Einrichtung gegenüber Kreditinsituten aus öffentlicher Förderung aus nicht öffentlicher Förderung Sonstige Verwahrgelder Umsatzsteuer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren EUR Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren EUR insgesamt EUR
1.518.772,41 3.637.474,90 1.313.664,89 0,00 2.537.576,83 659.086,67 597.075,21 6.858,29 5.021.218,59 21.167,61 16.348.094,40 599.459,22 1.539.940,02 3.637.474,90 22.682.977,88 0,00 2.537.576,83 1.258.545,89 597.075,21 6.858,29
insgesamt 10.270.509,20 5.021.218,59 16.968.721,23 32.260.449,02

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber dem Träger der Einrichtung wird unter anderem der Saldo des Kontokorrentkontos zur Stadt Nürnberg in Höhe von 2.320 TEUR ausgewiesen sowie weitere Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von 1.317 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus nicht öffentlicher Förderung betreffen überwiegend Spenden. Eine Großspende betrifft die Laurusstern-Stiftung mit 2.000 TEUR für Modernisierungsmaßnahmen für Platnersberg. Verwahrgelter von Heimbewohnern werden in Höhe von 597 TEUR ausgewiesen. Es bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB. Weiterhin sind die zwischen dem NürnbergStift und der NürnbergStift Service gGmbH geschlossenen Verträge (Raum- und Gerätemietvertrag, Werkvertrag und Dienstleistungsvertrag) auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und mit einer Kündigungszeit von drei Monaten zum Quartalsende von beiden Seiten kündbar. Der Vertrag zu Beratungs- und Unterstützungsleistungen mit der Firma Schwan & Partner ist auf unbefristete Zeit abgeschlossen und kann aktuell mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten von beiden Seiten gekündigt werden.

3.4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Erträge

Die Leistungserträge beinhalten alle Leistungen aus den unmittelbaren pflegerischen Leistungen und berechnen sich aus Pflegeleistungen, Erträge aus Unterkunft und Verpflegung und den gesondert berechneten Investitionskosten. Im Jahr 2025 stellen Sie sich wie folgt dar:

Leistungserträge

2024 TEUR 2025 TEUR

3.553 3.656
6.299 6.71 9
3.861 4.352
1.146 1.572
806 840
25.460 27.
414 617
471 339

Abbildung 12

Abbildung 11

Erträge Investitionskosten

Erträge Unterkunft und Verpflegung

Erträge geriatrischen Rehabilitation

Erträge ambulanten Pflege

Erträge Wohnen

Erträge vollstationärer Pflege 671

Erträge teilstationärer Pflege

Erträge Rüstige

0 10.000 20.000 30.000

Die Erträge in allen Leistungsbereichen sind angestiegen. Das liegt zum einen an der verbesserten Auslastungsquote zum anderen auch an den erfolgreich geführten Verhandlungen. Lediglich der Bereich Rüstige hat im Berichtsjahr deutlich geringere Erträge. Das ist dadurch begründet, dass der Bereich in der Mitte des Jahres verkleinert wurde und nur noch 36 Plätze statt wie bisher 72 Plätze anbietet.

II. Personalaufwand

Der Personalaufwand besteht aus:

Personalaufwand 2025 EUR Vorjahr EUR 24.409.449,56 4.909.196,46 2.454.433,89 88.109,32 7.451.739,67 31.861.189,23
a Löhne und Gehälter 25.610.758,37
- Gesetzliche Sozialausgaben - Altersversorgung - Beihilfen und Unterstützungen b Sozialabgaben und Altersversorgung 5.492.773,77 2.811.997,70 -2.097,61 8.302.673,86
insgesamt 33.913.432,23

Die Anzahl der Mitarbeitenden Vollkräfte (VK) im Jahresvergleich hat sich leicht reduziert:

Abbildung 13

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter ist mit 517 VK im Berichtsjahr zum 31.03.2025 auf 498 VK gesunken.

Der Personalaufwand ist in TEUR dargestellt und teilt sich 2025 wie folgend dargestellt nach Beschäftigungsgruppen auf:

Abbildung 14

Die Verteilung der nicht zurechenbaren Personalkosten ist nachfolgend dargestellt:

Entwicklung Aufteilung nicht zurechenbaren

Personalkosten seit 2023 TEUR

1.500

1.000

500

0

-500

2023 TEUR 2024 TEUR 2025 TEUR

Zur Berechnung der Rückstellungen für noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche für die einzelnen Personalgruppen, wurden die durchschnittlichen Jahrespersonalkosten je Vollkraft angesetzt. Die für die Berechnung der Rückstellung notwendige Anzahl der durchschnittlichen Ist-Arbeitstage sind für 2025 mit 218 Tagen definiert worden (2024: 220 Tage).

Zum 31.12.2025 bestanden Urlaubsansprüche in Höhe von 2.697 Tagen, im Vergleich zum Vorjahr mit 3.115 Tagen sind es 418 Tage weniger. Zum 31.12.2025 wurde für 7.704,03 Überstunden eine Rückstellung gebildet. Dies ist ein Abbau im Vergleich zum Vorjahr (9.831,86 Stunden) um 2.127,83 Stunden.

III. Sachaufwand

Der Sachaufwand im Jahr 2025 teilt sich auf in folgende Positionen (vgl. Vorjahreswert):

Abbildung 15

Besonders der Aufwand für Verwaltungsumlage der Stadt Nürnberg ist von 495 TEUR im Vorjahr auf

983 TEUR im Berichtsjahr gestiegen. Diese Aufwendungen stellen die Verwaltungskostenerstattung (VKE) und Aufwendungen für erbrachte Leistungen des IT-Bereichs der Stadt Nürnberg dar. Die VKE beinhaltet städtische Overheadkosten (z.B. Stadtrat, Rathäuser, statistisches Amt, Referate, etc.) und die zentralen Leistungen der Querschnitts-Dienststellen (z.B. DIP, PA, Rpr) und wird auf Basis einer geschätzten Inanspruchnahme ermittelt. Die Verwaltungskostenerstattungen an den Träger werden von den Kostenträgern als spezifischer Aufwand nicht anerkannt und sind daher nicht über die Pflegesätze refinanziert. Diese nicht refinanzierten Kosten tragen zum Defizit bei.

Die Entwicklung des Materialaufwandes wird in der nachfolgenden Grafik dargestellt.

Abbildung 16

In allen Bereichen sind die Kosten im Drei-Jahres-Vergleich nahezu konstant geblieben. Das zeigt den wirtschaftlich gut gesteuerten Verbrauch in allen Bereichen.

Der Anstieg bei den Steuern, Abgaben und Versicherungen betreffen u.a. Nachzahlungen für Niederschlagswasser im August Meier Haus rückwirkend bis 2023 sowie erhöhte Abfallgebühren. Die negative Steuerlast erklärt sich aus einer Rückzahlung der Gewerbesteuer aus 2023.

2025 EUR Vorjahr EUR Veränderung EUR
Steuern Abgaben Versicherungen Summe -5.091,36 1.161.569,46 72.714,61 31.141,95 997.514,60 70.110,28 -36.233,31 164.054,86 2.604,33
1.229.192,71 1.098.766,83 130.425,88

Unter der Position Mieten, Pacht und Leasing in Höhe von 896 TEUR ist die Miete für die Senioren- Wohnanlage Heilig-Geist-Spital in Höhe von 388 TEUR enthalten. Für Letztere erfolgt unter der GuV- Position „Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten“ ein Ausgleich.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung dargestellt:

Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung 2025 EUR Vorjahr EUR Veränderung EUR
a Instandhaltung und Instandsetzung - Betriebsbauten Instandhaltung AMH - Wohnbauten - Außenanlagen - Technische Anlagen - Einrichtungen und Ausstattungen - Fahrzeuge - Sonstiges Summe Instandhaltung 1.361.415,99 0,00 2.617,57 10.538,69 82.432,89 181.136,35 7.399,55 3.330,10 1.195.801,57 208.637,28 2.083,76 8.372,07 133.800,61 170.720,76 13.134,46 24.641,21 165.614,42 -208.637,28 533,81 2.166,62 -51.367,72 10.415,59 -5.734,91 -21.311,11
1.648.871,14 1.757.191,72 -108.320,58
b Wartung Wartung Gebäudemanagement AMH 313.619,55 141.006,04 263.828,00 128.568,15 49.791,55 12.437,89
Sunme Wartung insgesamt 454.625,59 2.103.496,73 392.396,15 2.149.587,87 62.229,44 -46.091,14

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr 287 TEUR gesunken, da kaum periodenfremde Aufwendungen angefallen sind. Da der Buchungsschluss weit ins Jahr 2026 gefallen ist, konnten Rechnungen, die spät eingingen, noch ins Jahr 2025 gebucht werden.

IV. Finanzergebnis

Zinsen und ähnliche Erträge 2025 EUR Vorjahr EUR
a Zinsen aus Geldanlagen b Zinsen aus Bilmog c Zinsen aus Forderungen 5.632,87 91.492,49 0,00 16.210,46 24.402,11 8,13
insgesamt 97.125,36 40.620,70

Aufgrund des Abbaus der Rückstellungen für Pensionen und Beihilfen betrugen die Zinserträge 97 TEUR (Vorjahr: 41 TEUR). Darin enthalten sind insbesondere Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 412 TEUR blieben konstant (Vorjahr: 409 TEUR). Sie enthalten Zinsen für Darlehen, Zinsen aus dem Betriebsmittelkredit der Stadt Nürnberg sowie Aufzinsungen von Rückstellungen.

V. Jahresergebnis

Für den im Geschäftsjahr 2025 ausgewiesenen Fehlbetrag in Höhe von 1.238.230,86 Euro wird vorgeschlagen, dass er auf neue Rechnung vorgetragen wird. Die Werkleitung des NürnbergStift legt den nach den geltenden Vorschriften der PBV, des HGB und der WkPV erstellten Jahresabschluss vor und unterzeichnet diesen gemäß § 245 HGB.

4. Unterzeichnung des Jahresabschlusses

Nürnberg, 01.09.2026

Elisabeth Ries Melanie Miermeister Erste Werkleiterin Zweite Werkleiterin

Unternehmensdaten Corporate Governance

Die im NürnbergStift zusammengefassten ambulanten, teil- und vollstationären Einrichtungen einschließlich der Nebenbetriebe sind öffentliche Einrichtungen der Stadt Nürnberg. Das NürnbergStift ist als Eigenbetrieb organisiert und wird als Sondervermögen verwaltet (§ 1 WkPV). Gemäß § 3 der Betriebssatzung verfolgt das NürnbergStift ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung, welche durch die Förderung der Altenhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege im Rahmen der Unterhaltung von Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen bestimmt sind. Zuständige Organe für das NürnbergStift sind der Oberbürgermeister, der Stadtrat, der Werkausschuss und die Werkleitung (§ 4 der Betriebssatzung). Die Werkleitung setzt sich zusammen aus der Referentin für Jugend, Familie und Soziales als 1. Werkleiterin und den 2. Werkleiterinnen mit der gleichzeitigen Funktion als Dienststellenleiter. Durch eine Satzungsänderung im Stadtrat am 23.02.2022 wurde neben einer Einzel- auch eine Doppelspitze an der zweiten Werkleitung ermöglicht. Durch Beschluss der Gremien bestand seit dem 01.06.2022 die zweite Werkleitung aus zwei Personen. Seit dem 1. August 2025 ist die zweite Werkleitung erneut als Einzelspitze ausgeprägt und mit Frau Melanie Miermeister besetzt. Die Werkleitung war im Geschäftsjahr 2025 sowie bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses wie folgt besetzt:

1. Werkleitung Elisabeth Ries
2. Werkleitung Melanie Miermeister Ab 01.08.2025
Technisch- organisatorische Werkleitung Melanie Miermeister Ab 01.02.2024
Fachlich- Kaufmännische Werkleitung Indira Schmude-Basic Ende 31.07.2025

Der Werkausschuss NürnbergStift war im Geschäftsjahr 2025 wie folgt besetzt:

Name Partei
Vorsitz Christian Vogel SPD
Stadträtin Nicole Alesik CSU
Stadträtin Jasmin Bieswanger SPD
Stadtrat Alexander Damm Freie Allianz
Stadtrat Özlem Demir Die Linke
Stadtrat Michael Feder AfD
Stadträtin Andrea Friedel Bündnis 90/Die Grüne
Stadtrat Jan Gehrke ÖDP
Stadträtin Elke Härtel SPD
Stadträtin Rita Heinemann CSU
Stadtrat Michael Kraus CSU
Stadträtin Diana Liberova SPD
Stadträtin Reka Lörincz Bündnis 90/Die Grünen-Volt
Stadträtin Gabriele Penzkofer-Röhrl SPD
Stadtrat Catrin Seel CSU
Stadtrat Markus Tischner CSU
Stadträtin Lemia Yiyit Bündnis 90/Die Grünen

Aufgabe des NürnbergStift ist die bestmögliche und bedarfsgerechte Versorgung der älteren Bevölkerung durch ambulante, teilstationäre und vollstationäre Hilfen nach dem auf Landesebene geltenden Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG), dem auf Bundesebene geltenden Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG), dem SGB V und dem SGB XI sicherzustellen. Der Betrieb der Einrichtungen ist privatrechtlich geregelt. Mit den Vertretern der Krankenkassen wird die Vergütung nach § 111 SGB V für die Geriatrische Rehabilitationseinrichtung vereinbart. Für die Pflegebereiche werden die Entgelte mit den Vertretern der Pflegekassen und dem überörtlichen Sozialhilfeträger nach § 85 SGB XI verhandelt und abgeschlossen. Für den sogenannten „Rüstigen“ - Bereich sind die Pensionssätze mit dem überörtlichen Sozialhilfeträger zu vereinbaren. Die Entgelte für die Wohnheime werden durch NüSt festgesetzt. Die Vergütung der ambulanten Pflegeleistungen und der hauswirtschaftlichen Versorgung erfolgt gemäß § 89 SGB XI nach dem Vertrag, der zwischen den Vertretern der Leistungserbringer und den Vertretern der Pflegekassen, der sonstigen Sozialversicherungsträger und den Sozialhilfeträgern abgeschlossen wird.

Anlage 1: Plan-Ist Vergleich der Einrichtungen

Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See

Sebastianspital Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 16.218 17.150 931 5,7% 16.375 775 4,5%
Personalkosten 9.890 10.448 558 5,6% 10.344 -104 -1,0%
Sachkosten 5.089 5.645 556 10,9% 5.446 -198 -3,5%
Betriebsergebnis vor Umlage 1.239 1.057 -182 -14,7% 585 472 44,7%
Umlagen 1.457 1.368 -89 -6,1% 1.562 194 14,2%
Betriebsergebnis nach Umlage -218 -311 -94 42,9% -977 666 -213,8%
Neutrales Ergebnis -13 18 32 -235,1% -1 19 105,6%
Gesamtergebnis -231 -293 -62 26,7% -978 685 -233,6%

Das Sebastianspital schließt im Jahr 2025 mit einem negativen Ergebnis von 293 TEUR ab und trotzdem 685 TEUR über dem Nachtragsplan. Das Betriebsergebnis vor der Umlage der Zentrale ist 472 TEUR besser als das geplante. In der Pflege war die Unterdeckung im Personalbereich mit -2,7 im Jahr 2025 im negativen Bereich. Die Erhöhung der Pflegesätze betrug zum 01.07.2025 in der allgemeinen Pflege 3,00 %, im Gerontobereich 7,17 %.

August-Meier-Haus

August-Meier-Haus Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 10.546 11.564 1.018 9,7% 11.543 21 0,2%
Personalkosten 6.221 6.656 435 7,0% 6.594 -61 -0,9%
Sachkosten 4.918 5.077 159 3,2% 5.238 161 3,2%
Betriebsergebnis vor Umlage -593 -169 424 -71,5% -290 121 -71,3%
Umlagen 975 916 -59 -6,1% 1.045 130 14,2%
Betriebsergebnis nach Umlage -1.568 -1.085 483 -30,8% -1.335 250 -23,1%
Neutrales Ergebnis 296 438 142 48,2% 29 409 93,5%
Gesamtergebnis -1.272 -647 625 -49,2% -1.306 660 -102,0%

Das August-Meier-Haus schließt das Jahr mit einem Ergebnis mit -647 TEUR ab. Dieses Ergebnis liegt deutlich (625 TEUR) über dem Vorjahreswert und 660 TEUR besser als das geplante Ergebnis. Die Erträge liegen um 1.018 TEUR über den Erträgen im Jahr 2024 und entsprechend weitestgehend dem Plan. Im Jahresdurchschnitt waren von den angebotenen 16 Plätzen nur drei belegt. Die Nachtpflege konnte mangels Nachfrage nicht zum Laufen gebracht werden. Die Erhöhung der Pflegesätze betrug zum 01.07.2025 in der allgemeinen Pflege 2,65 %, im Bereich Geronto 1,94 % und in der Pflegeoase 3,79 %.

Die Personalkosten entsprechen dem Plan trotz einer Überdeckung von 7,5 VK in der Pflege. Für Zeitarbeit in der Pflege und in der Verwaltung sind Kosten in Höhe von 196 TEUR (Vorjahr: 607 TEUR) angefallen. Die Sachkosten in Höhe von 5.077 TEUR liegen 161 TEUR unter den geplanten Aufwendungen.

Senioren-Wohnanlage St. Johannis

Seniorenwohnanlage Johannis Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 6.552 6.900 348 5,3% 6.970 -70 -1,0%
Personalkosten 4.049 3.943 -107 -2,6% 4.054 111 2,8%
Sachkosten 2.720 2.545 -176 -6,5% 2.600 56 2,2%
Betriebsergebnis vor Umlage -217 413 630 -290,2% 316 97 23,4%
Umlagen 663 630 -33 -4,9% 710 80 12,7%
Betriebsergebnis nach Umlage -880 -217 663 -75,3% -394 177 -81,3%
Neutrales Ergebnis 2.497 4 -2.493 -99,8% 0 4 89,9%
Gesamtergebnis 1.617 -213 -1.830 -113,2% -394 181 -84,7%

Die Senioren-Wohnanlage in St. Johannis schließt das Jahr 2025 mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 213 TEUR ab. Der Wert liegt über dem Planwert von -394 TEUR und unter dem Vorjahreswert (1.617 TEUR). Allerdings ist im Vorjahr die Auflösung der im Jahr 2028 gebildeten Rückstellung in Höhe von 2.600 TEUR beim Verkauf des Gebäudes Johannis für die Verpflichtung aus dem Baulandbeschluss der Stadt Nürnberg abgebildet. Das Vorjahresergebnis nach Umlage ohne die Auflösung der Rückstellungen liegt um 619 TEUR unter dem Ergebnis nach Umlage im Berichtsjahr. Die Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 348 TEUR angestiegen, während die Personalkosten sogar minimal reduziert werden konnten. Die Überdeckung in der Pflege betrug im Berichtsjahr 4,0 VK, für Zeitarbeit wurden 31 TEUR ausgegeben (Vorjahr: 44 TEUR). Die Erhöhung der Pflegesätze betrug zum 01.07.2025, 0,17 %.

Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Seniorenwohnanlage Platnersberg Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 4.382 4.778 397 9,1% 4.671 108 2,3%
Personalkosten 2.797 3.036 239 8,6% 3.341 306 10,1%
Sachkosten 1.723 1.734 11 0,7% 1.941 207 11,9%
Betriebsergebnis vor Umlage -138 8 146 -105,9% -612 620 7630,1%
Umlagen 477 448 -29 -6,1% 511 63 14,2%
Betriebsergebnis nach Umlage -615 -440 175 -28,5% -1.123 684 -155,5%
Neutrales Ergebnis 80 -19 -99 -124,2% -2 -17 89,8%
Gesamtergebnis -535 -459 76 -14,2% -1.125 666 -145,1%

Das Jahresergebnis der Seniorenwohnanlage Platnersberg beträgt -459 TEUR. Es liegt damit um 76 TEUR über dem Vorjahreswert und um 666 TEUR über dem Plan. Die Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 397 TEUR gestiegen. Die Sachkosten haben sich seit 2024 minimal um jeweils 11 TEUR erhöht. Die Überdeckung in der Pflege betrug im Berichtsjahr 2,9 VK, für Zeitarbeit wurden 184 TEUR beansprucht. Die Erhöhung der Pflegesätze betrug zum 01.07.2025 in der allgemeinen Pflege 2,83 %.

Senioren-Wohnanlage-Heilig-Geist-Spital

Heilig-Geist-Spital Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 1.061 1.099 38 3,5% 1.077 22 2,0%
Personalkosten 142 167 25 17,9% 167 0 -0,2%
Sachkosten 1.061 1.058 -3 -0,3% 1.016 -41 -3,9%
Betriebsergebnis vor Umlage -141 -126 16 -11,0% -106 -20 15,8%
Umlagen 86 77 -9 -10,0% 48 -29 -37,7%
Betriebsergebnis nach Umlage -227 -203 24 -10,6% -154 -49 24,1%
Neutrales Ergebnis 78 88 9 12,0% 0 88 100,0%
Gesamtergebnis -149 -116 34 -22,5% -154 38 -33,2%

Das Heilig-Geist-Spital schließt das Jahr 2025 mit einem Verlust von 116 TEUR ab und damit um 33 TEUR besser als im Vorjahr. Die Erträge sind moderat um 38 TEUR angestiegen, wobei die Personalkosten nur um 25 TEUR gestiegen sind und die Sachkosten sogar um 3 TEUR gesenkt werden konnten.

Ambulanter Dienst

Ambulanter Dienst Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 1.184 1.612 429 36,2% 1.488 125 7,7%
Personalkosten 1.261 1.429 167 13,3% 1.447 18 1,3%
Sachkosten 156 187 31 20,0% 218 31 16,6%
Betriebsergebnis vor Umlage -234 -4 230 -98,4% -178 174 -4639,3%
Umlagen 96 114 18 18,4% 125 12 10,3%
Betriebsergebnis nach Umlage -330 -117 212 -64,4% -303 186 -158,2%
Neutrales Ergebnis 4 11 7 183,4% 0 11 100,0%
Gesamtergebnis -326 -107 219 -67,3% -303 197 -184,5%

Das Jahresergebnis des Ambulanten Dienstes beträgt -107 TEUR und liegt somit deutlich (219 TEUR) über dem Vorjahr und 197 TEUR über dem Plan. Die Erträge konnten um 429 TEUR auf 1.612 TEUR gesteigert werden. Die Vergütungssätze wurden gmeinsam als Vergütungsgemeinschaft mit Münchenstift verhandelt, auch deshalb konnten gute Vergütungssätze durchgesetzt werden.

Geriatrische Reha

Reha Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 3.884 4.374 489 12,6% 4.263 111 2,5%
Personalkosten 2.600 2.768 168 6,5% 3.272 504 18,2%
Sachkosten 892 840 -52 -5,8% 943 103 12,2%
Betriebsergebnis vor Umlage 392 766 373 95,2% 48 718 93,8%
Umlagen 225 191 -34 -15,0% 241 50 26,2%
Betriebsergebnis nach Umlage 167 574 407 243,5% -193 768 133,7%
Neutrales Ergebnis -5 22 27 -552,1% 25 -3 -13,6%
Gesamtergebnis 162 596 434 267,4% -168 765 128,2%

Die geriatrische Reha schließt im Jahr 2025 mit einem positiven Ergebnis von 596 TEUR ab und damit um 434 TEUR besser als das Vorjahr und mit 765 TEUR über Plan. Im Oktober 2024 führten wir mit Unterstützung des Klinikums Nürnberg erstmalig Vergütungsverhandlungen durch. Wir verhandelten eine Erhöhung der Pflegesätze um 16,98 %, im letzten Jahr wurde der Pflegesatz um 4,2 % erhöht. Durch diese Erhöhung, die kontinuierliche Best-Auslastungssteuerung und sehr gute Personaleinsatzplanung liegen die Erträge in Höhe von 4.374 TEUR mit 111 TEUR über dem Plan.

Zentrale

Zentrale Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 2.365 2.167 -198 -8,4% 2.289 -122 -5,6%
Personalkosten 4.321 4.113 -208 -4,8% 4.424 311 7,6%
Sachkosten 2.117 1.847 -270 -12,8% 2.111 264 14,3%
Betriebsergebnis vor Umlage -4.073 -3.792 280 -6,9% -4.245 453 -11,9%
Umlagen -3.979 3.745 7.724 -194,1% -4.244 -7.988 -213,3%
Betriebsergebnis nach Umlage -94 -48 46 -48,8% -2 -46 96,8%
Neutrales Ergebnis 94 48 -46 -48,8% 2 46 96,8%
Gesamtergebnis 0 0 0 0,0% 0 0 602,0%

Die Zentrale beendet das Jahr mit einem Ergebnis von 0 EUR, da durch Umlageverrechnung durch einen zentralen Umlageschlüssel ein ausgeglichenes Ergebnis entsteht. Die Personalkosten in der Zentrale sind um 208 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ebenso wurden Sachkosten in Höhe von 270 TEUR verglichen mit 2024 eingespart.

Anlage 2: Belegung der Einrichtungen

Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See

Belegungsdaten AHS Bereich 2025 Vorjahr 18 254 0
Plätze (im Jahresdurchschnitt) (im Jahresdurchschnitt) (im Jahresdurchschnitt) Pflege: - maximal belegbare Plätze Tagespflege - maximal belegbare Plätze Allgemeine Pflege - maximal belegbare Plätze Geronto 18 210 44
insgesamt: - maximal belegbare Plätze 272 272
Auslastung Tagespflege Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) 3.335 74,1 3.417 75,9 87.656
Auslastung stationäre Pflege Belegungstage (BT) 86.703
Auslastungsgrad (in %) 93,5 94,3
Gesamt AHS
Belegungstage insgesamt 90.038 91.073
Auslastungsgrad (in %) insgesamt 92,6 93,4

Bewohnerstruktur nach der Pflegegradverteilung

Bewohnerstruktur AHS 2025 BT BewohnerØ in % Vorjahr BT BewohnerØ in %
(a) Tagespflege 3.335 13 3,7 3.417 14 3,8
(b) Pflege 86.703 240 96,3 87.656 240 96,2
ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeitpflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5 12 6.536 37 8.386 30.684 24.205 16.843 0 30 0 25 87 65 33 0,0 7,3 0,0 9,3 34,1 26,9 18,7 0 10.939 0 8.971 31.758 23.971 12.017 0 30 0 25 87 65 33 0,0 12,0 0,0 9,9 34,9 26,3 13,2
insgesamt 90.038,0 253 100,0 91.073 253 100,0

August-Meier-Haus

Belegungsdaten AMH Bereich 2025 Vorjahr
Plätze/Wohneinheiten (WE) (im Jahresdurchschnitt) Allgemeine Pflege: - maximal belegbare Plätze Geronto - maximal belegbare Plätze Pflegeoase - maximal belegbare Plätze Tagespflege - maximal belegbare Plätze Nachtpflege - maximal belegbare Plätze 114 34 10 16 8 114 34 10 16 8 174 Vorjahr 1067,0 18,2 0,0 0,0 Vorjahr 57.390 99,2 58.457 88,1
insgesamt: - maximal belegbare Plätze 174
Bereich Tagespflege Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) Nachtpflege Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) Bereich Stationäre Pflege Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) insgesamt 2025
2147,0 36,8
57,0 2,0
2025
57.295 99,3
59.499
Auslastungsgrad (in %) Einrichtung (in %) 89,6

Bewohnerstruktur nach der Pflegegradverteilung

Bewohnerstruktur 2025 2024
AMH BT BewohnerØ in % BT BewohnerØ in %
a) Tagespflege 2147 6 3,6 1067 3,2 1,8
(b) Pflege ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeitpflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5 insgesamt 57.295 439 2.253 11.677 23.412 11.600 7.914 59.442 157 0 2 8 47 51 31 19 163 96,4 0,0 0,7 3,8 19,6 39,4 19,5 13,3 100,0 57.390 1 753 2.794 17.076 18.515 11.221 7.030 58.457 157 0 2 8 47 51 31 19 160 98,2 0,0 1,3 4,8 29,2 31,7 19,2 12,0 100,0

Senioren-Wohnanlage St. Johannis

Belegungsdaten AHJ Bereich 01-06/2025 07-12/2025 2024
Plätze/Wohneinheiten (WE) Pflege:
(im Jahresdurchschnitt) - maximal belegbare Plätze 96 122 96
Rüstig: - maximal belegbare Plätze Wohnen: - maximal belegbare Plätze 72 64 0 64 72 64 232 37.447 5.379
insgesamt: - maximal belegbare Plätze 232 186
Belegungstage (BT) Pflege: Rüstig: 19.513 1.719 21.273 0
Wohnen: 9.952 9.722 21.785
insgesamt 31.184 30.995 64.611 76,1
Auslastungsgrad (in %) Einrichtung 74,3 90,6

Darstellung der Bewohnerstruktur nach Pflegegradverteilung

Bewohnerstruktur 01-06/2025 07-12/2025 2024
AHJ BT BewohnerØ in % BT BewohnerØ in % BT BewohnerØ in %
(a) Pflege ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeit- & Verhinderungspflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5 19.513 231 1.266 6.054 8.093 3.115 754 107,8 1,3 7,0 33,4 44,7 17,2 4,2 62,6 0,0 0,7 4,1 19,4 26,0 10,0 2,4 21.273 1.503 588 1.145 5.554 8.778 2.375 1.330 115,6 8,2 3,2 6,2 30,2 47,7 12,9 7,2 68,6 4,8 1,9 3,7 17,9 28,3 7,7 4,3 37.447 788 2.200 11.596 13.969 6.768 2.126 102,3 2,2 6,0 31,7 38,2 18,5 5,8 58,0 0,0 1,2 3,4 17,9 21,6 10,5 3,3
(b) Rüstig 1.719 9,5 5,5 0 0,0 0,0 5.379 15 8,3
(c) Wohnen 9.952 55,0 31,9 9.722 52,8 31,4 21.785 60 33,7
insgesamt 31.184 172,3 100,0 30.995 168,5 100,0 64.611 177 100,0

Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Bereich 2025 Vorjahr 89 0 89 30.141 0 30.141 92,5
Pflege: - maximal belegbare Plätze Rüstig: - maximal belegbare Plätze 89 0
insgesamt: - maximal belegbare Plätze 89
Pflege: Rüstig: 30.838 0
insgesamt 30.838
Einrichtung 94,9

Darstellung der Bewohnerstruktur nach Pflegegradverteilung

Bewohnerstruktur 2025 Vorjahr
AHP BT BewohnerØ in % BT BewohnerØ in %
(a) Pflege ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeit- & Verhinderungspflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5 30.838 2.706 939 2.620 8.951 6.619 5.753 3.250 84,5 7,4 2,6 7,2 24,5 18,1 15,8 8,9 100,0 8,8 3,0 8,5 29,0 21,5 19 11 30.141 2.831 626 2.623 8.103 7.582 6.151 2.225 82 8 2 7 22 21 17 6 100,0 9,4 2,1 8,7 26,9 25,2 20 7
(b) Rüstig 0 0 0,0 0 0 0,0
insgesamt 30.838 84 100,0 30.141 82 100,0

Senioren-Wohnanlage Heilig-Geist-Spital

Belegungsdaten HSP Bereich 2025 Vorjahr 106 38.796 100,0
Wohneinheiten (im Jahresdurchschnitt) Wohnheim: - maximal belegbare Plätze 106
Belegungstage (BT) Wohnheim 38.584
Auslastungsgrad (in %) Einrichtung 100,0

Ambulanter Dienst

Abbildung 17

Geriatrische Reha

Belegungsdaten Reha Bereich 2025 Vorjahr 44 14.948 93,1
Plätze (im Jahresdurchschnitt) Rehabilitation - maximal belegbare Plätze 44
Belegungstage (BT) Rehabilitation 14.763
Auslastungsgrad (in %) Einrichtung 91,7

Anlage 3: Anlagevermögen und Fördernachweise

Abbildung 18

Die Finanzierungsarten des Anlagevermögens bestimmen sich durch die Finanzierungsschlüssel:

FLS Einrichtungsart Finanzierungschlüssel
1 reine Pflege (Bereich SGB XI) Eigenkapital
2 reine Pflege (Bereich SGB XI) öffentliche Förderung Kommune
8 reine Pflege (Bereich SGB XI) Darlehen
11 reine Pflege (Bereich SGB XI) nicht öffentliche Förderung
15 reine Pflege (Bereich SGB XI) öffentliche Förderung Land
30 gemischte Einrichtung - Pflege öffentliche Förderung Land
31 gemischte Einrichtung - Pflege öffentliche Förderung Kommune
46 gemischte Einrichtung - Pflege nicht öffentliche Förderung
50 gemischte Einrichtung - Pflege Darlehen
54 gemischte Einrichtung - Pflege Eigenkapital
58 gemischte Einrichtung - nicht Pflege öffentliche Förderung Land
74 gemischte Einrichtung - nicht Pflege nicht öffentliche Förderung
75 gemischte Einrichtung - nicht Pflege öffentliche Förderung Kommune
78 gemischte Einrichtung - nicht Pflege Darlehen
81 gemischte Einrichtung - nicht Pflege Eigenkapital
90 andere Einrichtungen - nicht Pflege Eigenkapital
92 andere Einrichtungen - nicht Pflege öffentliche Förderung Land
94 andere Einrichtungen - nicht Pflege nicht öffentliche Fördeurng
95 andere Einrichtungen - nicht Pflege öffentliche Förderung Kommune
98 andere Einrichtungen - nicht Pflege Darlehen

Anbei der Anlagen- und Fördernachweis nach § 4 PVB.

Abbildung 19

Abbildung 20

Anbei der Fördernachweis öffentliche Förderung

Abbildung 21

Anbei Fördernachweis nicht öffentliche Förderung

Abbildung 22

Anlage 4: Erläuterungen zu den Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten belegt. Dieses wurde für den Abschluss 2025 durch die Stadt Nürnberg mit der Unterstützung der Software HPR (Version 6.5.0.13-Kommunal, Testierung vom 28.08.2018) eigenverantwortlich erstellt. Die Ausfertigung erfolgte nach alter (in komprimierter Form) und neuer Berechnungsmethodik unter Anwendung der Artikel 7 - 9 des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11.03.2016 (veröffentlicht BGBl. I, 2016, Nr. 12 vom 16.03.2016). In beiden Gutachten sind folgende Grundlagen einheitlich zur Anwendung gebracht worden:

 Bewertung mit dem HGB-Teilwertverfahren.  Trend der zukünftigen Gehaltssteigerungen 2,5%.  Rentendynamik 1,75%.  Finanzierungsendalter ist die Regelaltersgrenze nach Geburtsdatum.  Fluktuation 0%.  Berechnungsgrundlage Richttafeln Heubeck 2018 G. Die Abweichung beider Gutachten liegt in der Anwendung, der für die Diskontierung der Altersversorgungsverpflichtungen heranzuziehenden durchschnittlichen Marktzinssätze, die von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht werden. Nach alter Methodik werden Zinssätze herangezogen, welche sich für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren, ermittelt aus 7 Geschäftsjahren, ergeben (Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB – bisher). Diese betrugen zum 31.12.2025 2,22 %. Im Gutachten des Vorjahres wurde mit 1,96 % kalkuliert. Nach neuer Methodik ergeben sich die Zinssätze aus 10 Geschäftsjahren. Die in beiden Gutachten ermittelten Gesamtpensionen belaufen sich auf 13.418.346 EUR (alte Methodik – durchschnittlicher Zinssatz der letzten 7 Jahre) bzw. 13.682.731 EUR (neue Methodik – durchschnittlicher Zinssatz der letzten 10 Jahre). Der Unterschiedsbetrag beläuft sich auf 264.385 EUR. In der Pensionsrückstellung werden nur passivierungspflichtige Rückstellungen für „Neuzusagen“ (Rechtsanspruch ab dem 01.01.1987) gebildet. Bei Verpflichtungen für laufende Versorgungsleistungen oder Anwartschaften auf Versorgungsleistungen aufgrund einer unmittelbaren Zusage nach beamtenrechtlichen Grundsätzen oder tarifvertraglichen Vereinbarungen, für den die Berechtigten ihren Rechtsanspruch bereits vor dem 01.01.1987 erworben haben, wurde das Wahlrecht zur Passivierung nicht in Anspruch genommen. Der Bestand an passivierungspflichtigen Pensionsansprüchen zum 31.12.2025 beträgt nach neuer Bewertungsmethodik 4.147.425 EUR. Der Unterschiedsbetrag aus der Berechnung mit dem 10-Jahresdurchschnittsatz und dem 7-Jahresdurchschnittsatz beträgt bei den passivierungspflichtigen Pensionsrückstellungen 141.233 Euro zum 31.12.2025. Zum Jahresabschluss 31.12.2025 wurde die Pensionsrückstellung mit einem Zinssatz von 2,05 % berechnet. Im Vorjahr wurde mit einem Zinssatz von 1,9 % gerechnet, der positive Effekt aus der Zinsänderung beträgt 145.046 Euro. Die Beihilferückstellung wird durch ein versicherungsmathematisches Gutachten durch die Stadt Nürnberg belegt. Analog zum Pensionsgutachten wurde als Berechnungsmethode das Teilwertverfahren angewandt und die Diskontierung der Rückstellung nach den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssätzen (2025: 2,22 %, Vorjahr: 1,96 %) vorgenommen, welche sich für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ergeben. Für diese Rückstellung sind die neuen Regelungen zum Marktzinssatz nicht anwendbar. Der Berechnung liegen die Richttafeln Heubeck 2018 G zugrunde, eine Berücksichtigung von Fluktuation erfolgte nicht. Für die Anpassung der laufenden Beihilfen wurde ein Wert von 3 % pro Jahr angesetzt. Das versicherungsmathematische Gutachten für die Altersteilzeitrückstellung ist durch die Stadt Nürnberg erstellt worden. Im Jahr 2025 wurden keine neuen Altersteilzeitverträge abgeschlossen. Zum 31.12.2025 wird eine Rückstellungswert in Höhe von 193 TEUR ausgewiesen. Für zwei bestehende Sabbatregelungen beträgt der Rückstellungswert zum 31.12.2025 27,2 TEUR. Die Diskontierung der Rückstellung wurde nach den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssätzen (gebildet aus 7 Geschäftsjahren; 2025 2,22 %, Vorjahr 1,96 %) vorgenommen, welche sich für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ergeben. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 1,75 % pro Jahr angenommen. Auch diesem Gutachten liegen die Richttafeln Heubeck 2018 G zugrunde. Die Sozialversicherungsbeiträge ergeben sich aus den ak-

tuell anzusetzenden Sätzen für Arbeitgeber, inklusive Aufstockungsbetrag zur gesetzlichen Rentenversicherung. Als Bewertungsverfahren wurde IDW mit Abfindungscharakter (Verlautbarung IDW RS HFA 3 n.F.) angewendet. Die bestehenden Rückstellungen für Archivierungskosten und Dienstjubiläen wurden zum 31.12.2025 fortgeschrieben. Bei der Bewertung der Urlaubs- und Überstundenrückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 2,8 % berücksichtigt. Zur Berechnung der Rückstellungen für noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche wurden für die einzelnen Personalgruppen die durchschnittlichen Jahrespersonalkosten je Vollkraft angesetzt. Die für die Berechnung der Rückstellung notwendige Anzahl der durchschnittlichen Ist-Arbeitstage sind für 2025 mit 218 Tagen definiert worden (2024: 220 Tage). Zum 31.12.2025 bestanden Urlaubsansprüche in Höhe von 2.697 Tagen, im Vergleich zum Vorjahr mit 3.115 Tagen sind es 418 Tage weniger. Zum 31.12.2025 wurde für 7.704,03 Überstunden eine Rückstellung gebildet. Dies ist ein Abbau im Vergleich zum Vorjahr (9.831,86 Stunden) um 2.127,83 Stunden. Die örtliche Prüfung des Jahresabschlusses wird durch das örtliche Rechnungsprüfungsamt durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses 2025 erfolgt im Jahr 2026. Die Rückstellung ergibt sich aus der Verwaltungskostenerstattung. Die überörtliche Prüfung erfolgt durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKPV). Die letzte Prüfung umfasste die Jahre 2016 bis 2021 und wurde mit der letzten Rechnungsstellung im Jahr 2023 verbraucht. Für die Bildung der neuen Rückstellung erfolgte eine Neubewertung des Erfüllungsbetrages auf Basis der in Rechnung gestellten Prüfungskosten. Die Diskontierung erfolgte für die Restlaufzeit von 3 Jahren entsprechend mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz in Höhe von 1,85%. Die in Vorjahren gebildete Aufwandsrückstellung für Großreparaturen wurde beibehalten und zum Stichtag 31.12.2025 unverändert mit 765 TEUR ausgewiesen. Diese beinhaltet für AHS 420 TEUR für die Fassaden- und Dacherneuerung, für AHJ 240,5 TEUR für die Dacherneuerung und für AHP 104,8 TEUR für die Dacherneuerung.

Wichtige Begriffe und Abkürzungen

AfA Absetzung für Abnutzung AGPflegeVG Gesetz zur Ausführung des SGB XI Soziale Pflegeversicherung AHJ Senioren - Wohnanlage St. Johannis AHP Senioren - Wohnanlage Platnersberg AHS Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See AHS TP Tagespflege im Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See AMH August – Meier- Haus AMH TP Tagespflege im August-Meier-Haus AK Anschaffungskosten AMBD Ambulante Dienste AVPflegeVG Verordnung zur Ausführung des SGB XI Soziale Pflegeversicherung BGBl. Bundesgesetzblatt BilMoG Bilanzrechtmodernisierungsgesetz BiLRUG Bilanzrichtlinie - Umsetzungsgesetz BKPV Bayerischer Kommunaler Prüfungsverband BT Berechnungstag(e) BKT Beköstigungstag (e) DIP Amt für Digitalisierung, IT und Prozessorganisation EGHGB Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch ERGO Praxis für Ergotherapie EUR EURO Fl.-Nr. Flur-Nummer FSL Finanzierungsschlüssel GO Gemeindeordnung GuV Gewinn- und Verlustrechnung GVBl. Gesetz- und Verordnungsblatt GWG Geringwertige Wirtschaftsgüter HGB Handelsgesetzbuch HSP Senioren - Wohnanlage Heilig - Geist - Spital HWD Hauswirtschaftlicher Dienst IDW Institut der Wirtschaftsprüfer KGr. Kontengruppe MPBetreibV Medizinprodukte - Betreiber – Verordnung N-Plan Nachtragswirtschaftsplan NüSt NürnbergStift NüStSgG NürnbergStift Service gGmbH o.A. ohne Angabe PBV Pflege-Buchführungsverordnung PAF Pflegeausbildungsfonds / Generalistische Ausbildung PflegeVG Pflege-Versicherungsgesetz PfWG Pflege-Weiterentwicklungsgesetz PeBem Personalbemessungsverfahren in der deutschen Pflege PpSG Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz REHA Geriatrische Rehabilitation RBW Restbuchwert(e) rd. rund SAP Systeme, Anwendungen, Produkte in der Datenverarbeitung SGB V Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Krankenversicherung SGB XI Sozialgesetzbuch - Soziale Pflegeversicherung

SoPo Sonderposten TEUR Tausend EURO TVöD Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst ü.T. über Tausend U/V Unterkunft und Verpflegung VK Vollkraft VKE Verwaltungskostenerstattung WE Wohneinheiten wbg wbg Nürnberg GmbH WkPV Verordnung über die Wirtschaftsführung der kommunalen Pflegeeinrichtungen WPL Wirtschaftsplan Z NürnbergStift Zentrale

Gemäß § 11 Abs. 2 der Betriebssatzung legt das NürnbergStift den Jahresabschluss und den zugehörigen Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025 vor. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden entsprechend § 4 PBV i. V. m. § 9 WkPV bzw. § 11 WkPV erstellt. Nach Begutachtung durch den Werkausschuss (NüSt) und den Rechnungsprüfungsausschuss beschließt der Stadtrat gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 7 der Betriebssatzung die Feststellung des geprüften Jahresabschlusses, die Verwendung des Jahresergebnisses sowie die Entlastung der Werkleitung (Art. 102 Abs. 3 GO). Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2025 führt die Anwendung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) fort, so dass die Vergleichbarkeit der Daten zum Vorjahr uneingeschränkt gegeben ist

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