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← Sitzung des Werkausschusses NürnbergStift (NüSt) (22.10.2026)

Sitzung gesamt -öffentlich-

Anlage · 22.10.2026 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Sozialausschuss Andrea Friedel Jasmin Bieswanger Stadtplanungsausschuss Erlenstegen Michael Feder Michael Kraus St. Johannis St. Jobst Nicole Alesik Wöhrder See Catrin Seel Rechnungsprüfungsausschuss Werkausschuss NürnbergStift (NüSt) Rita Heinemann Reka Lörincz Soziales & Gesundheit Haushalt & Finanzen Stadtentwicklung & Planung Digitalisierung & Verwaltung Wohnen & Bauen

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sitzungsunterlagen

Sitzung des Werkausschusses

NürnbergStift (NüSt)

- direkt im Anschluss an den

Sozialausschuss -

22.10.2026

Inhaltsverzeichnis

Sitzungsdokumente Tagesordnung -öffentlich- 3 Vorlagendokumente TOP Ö 1 Feststellung des Jahresabschlusses 2025 des Eigenbetriebs NürnbergStift (NüSt) Sitzungsvorlage NüSt/015/2026 4 20260929_Organigramm_Nuest NüSt/015/2026 8 20260929_GB_final_2025_Ref_V NüSt/015/2026 9 1_2 Kurzbericht Geschäftsbericht 2025 NüSt/015/2026 74 TOP Ö 2 Entlastung für den Jahresabschluss 2025 des Eigenbetriebs NürnbergStift (NüSt) Sitzungsvorlage NüSt/016/2026 77 TOP Ö 3 Wirtschaftsplan 2027 Sitzungsvorlage NüSt/017/2026 81 3_1 Sachverhalt Wirtschaftsplan 2027 NüSt/017/2026 84 20260926 Vermerk Brehm Wiplan NüSt 2027 NüSt/017/2026 88 Wirtschaftsplan_2027_Final NüSt/017/2026 89 Anhang_Wirtschaftsplan_2027 NüSt/017/2026 117

TAGESORDNUNG

Sitzung

Sitzung des Werkausschusses NürnbergStift (NüSt)

Sitzungszeit

Donnerstag, 22.10.2026, 11:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

1. Feststellung des Jahresabschlusses 2025 des Eigenbetriebs Gutachten

NürnbergStift (NüSt) NüSt/015/2026

2. Entlastung für den Jahresabschluss 2025 des Eigenbetriebs Gutachten

NürnbergStift (NüSt) NüSt/016/2026

3. Wirtschaftsplan 2027 Gutachten

  1. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 23.07.2026,

öffentlicher Teil

Beratung Datum Behandlung Ziel

Werkausschuss NürnbergStift (NüSt) 22.10.2026 öffentlich Gutachten

Rechnungsprüfungsausschuss 02.12.2026 öffentlich Gutachten

Stadtrat 16.12.2026 öffentlich Beschluss

Betreff:

Feststellung des Jahresabschlusses 2025 des Eigenbetriebs NürnbergStift (NüSt)

Anlagen: 20260929_Organigramm_Nuest 20260929_GB_final_2025_Ref_V 1_2 Kurzbericht Geschäftsbericht 2025

Sachverhalt (WerkA NüSt Ö 22.10.2026):

Für den Schluss eines jeden Wirtschaftsjahres ist gem. § 20 Eigenbetriebsverordnung (EBV) ein Jahresabschluss (Anlage 1) aufzustellen, der aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Anhang besteht.

Der aufgestellte Jahresabschluss 2025 des Eigenbetriebs NüSt wurde vom Rechnungsprüfungsamt der Stadt Nürnberg gem. § 25 Abs. 2 EBV geprüft. Die Prüfung wurde vom Rechnungsprüfungsamt abgeschlossen, der Prüfungsbericht wird derzeit vom Rechnungsprüfungsamt erstellt.

Nach erfolgter Begutachtung durch den Werkausschuss ist gem. § 25 Abs. 3 EBV der Stadtrat für die Feststellung zuständig.

Sachverhalt (RprA Ö 02.12.2026):

Der Jahresabschluss 2025 des Eigenbetriebs NüSt wurde geprüft. Die örtliche Prüfung bei Eigenbetrieben baut nach Art. 106 Gemeindeordnung (GO) auf der Abschlussprüfung nach Art. 107 GO durch einen externen Abschlussprüfer mit auf. Gemäß einer kommunalrechtlichen Sonderregelung übernimmt das Rechnungsprüfungsamt beim NürnbergStift auch die Abschlussprüfung. Der aktuell beim Rpr in Prüfung befindliche Jahresabschluss wurde vom zuständigen Werkausschuss wie erforderlich begutachtet.

Für die örtliche Prüfung des Jahresabschlusses ist der Rechnungsprüfungsausschuss zuständig, das Rechnungsprüfungsamt ist Sachverständiger (Art. 103 GO). Die Begutachtung der Feststellung wird empfohlen.

Nach erfolgter Begutachtung durch den Rechnungsprüfungsausschuss ist gem. Art. 102 Abs. 3 GO für die Feststellung der Stadtrat zuständig.

Sachverhalt (Stadtrat Ö 16.12.2026):

Nach erfolgter Begutachtung durch den Werkausschuss NüSt und dem Rechnungsprüfungsausschuss ist der Stadtrat für die Feststellung des Jahresabschlusses 2025 des NürnbergStifts zuständig.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Aufgabe des NüSt ist es, älteren, pflegebedürftigen Nürnbergerinnen und Nürnbergern eine gute Pflege und Lebensqualität im Alter entsprechend ihrer unterschiedlichen Lebensituationen bieten zu können.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Rpr

Ref. I/II

Gutachtenvorschlag (WerkA NüSt Ö 22.10.2026):

Der Jahresabschluss zum 31.12.2025 des Eigenbetriebs NüSt wird begutachtet.

Der Werkausschuss empfiehlt dem Stadtrat vorbehaltlich der Testierung durch Rpr die Feststellung des Jahresabschlusses 2025 des Eigenbetriebs NüSt gem. § 25 Abs. 3 EBV.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2025 beträgt 72.198.117,72 Euro Der Jahresfehlbetrag beträgt 1.238.230,86 Euro

Gutachtenvorschlag (RprA Ö 02.12.2026):

Der Rechnungsprüfungsausschuss stimmt der örtlichen Prüfung des Jahresabschlusses 2025 des Eigenbetriebs NüSt zu. Die Prüfungsergebnisse werden vom Rechnungsprüfungsausschuss übernommen.

Der Rechnungsprüfungsausschuss empfiehlt dem Stadtrat die Feststellung des Jahresabschlusses 2025 des Eigenbetriebs NüSt gem. Art. 102 Abs. 3 GO.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2024 beträgt 72.198.117,72 Euro Der Jahresfehlbetrag beträgt 1.238.230,86 Euro

Beschlussvorschlag (StR Ö 16.12.2026)

Entsprechend der Gutachten des Werkausschusses und des Rechnungsprüfungsausschusses wird gem. Art. 102 Abs. 3 GO der Jahresabschluss des Eigenbetriebs NüSt zum 31.12.2025 mit folgendem Ergebnis festgestellt:

  1. Die Bilanzsumme zum 31.12.2025 beträgt 72.198.117,72 Euro. 2. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 1.238.230,86 Euro ab. 3. Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. 4. Der Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses 2025 des Eigenbetriebs NüSt wird gem. § 25 Abs. 4 EBV öffentlich bekanntgegeben.

NürnbergStift

Werkausschuss NürnbergStift

Werkleitung

1. Werkleitung – Referentin für Jugend, Familie, Senioren und Soziales

Geschäftsführung

2. Werkleitung

Betriebliches Unternehmens- Sekretariat Gesundheitsmanagement entwicklung

Ambulanter Dienst

Stationäre

Verwaltungs

Service

Pflege Personal Finanz Bau IT

Pflegeeinrichtungen

-leitung

gGmbH

Geriatrische Qualitäts- Personal- Finanz- Technische Anlagen/ Küche Rehabilitation management Service buchhaltung Brandschutz Senioren-Wohnanlage Produkt- Personal- Projekt- Controlling Betriebsdienst Heilig-Geist-Spital entwicklung entwicklung management Pflegepraxiszentrum Ausbildung/ Projektleitung Ehrenamt Reinigung Nürnberg Integration Bauunterhalt Hygiene / Asi

Stand: 24.02.2026

Abbildung 1

NürnbergStift

Impressum

Herausgeber: NürnbergStift, ein Eigenbetrieb der Stadt Nürnberg

Auflage: 7 gedruckte Exemplare und digital im Ratsinformationssystem

Gestaltung: NürnbergStift nuest@stadt.nuernberg.de www.nuernbergstift.de

Inhaltsverzeichnis

Vorwort................................................................................................................................. 4 Lagebericht .......................................................................................................................... 6 1. Gesamtwirtschaftliche Lage am Pflegemarkt ......................................................... 6 2. Betriebliche Grundlagen .........................................................................................12 3. Voraussichtliche Entwicklung 2026 .......................................................................14 4. Chancen und Risiken – SWOT- Analyse 2026 – NürnbergStift .............................15

Stärken 16

Schwächen ......................................................................................................................16 Chancen ..........................................................................................................................16

Risiken 16

  1. Ertragslage ...............................................................................................................17 5.1. Plan-Ist Vergleich 2025 .....................................................................................17 5.2. Belegungszahlen und Auslastung ...................................................................23 6. Vermögens- und Finanzlage ...................................................................................25 6.1. Vermögenslage .................................................................................................25 6.2. Kapitalstruktur ..................................................................................................26 6.3. Investitionen .....................................................................................................27 6.4. Liquidität ...........................................................................................................27 7. Unterzeichnung des Lageberichtes ........................................................................27 Jahresabschluss ................................................................................................................28 1. Bilanz für den Eigenbetrieb NürnbergStift .............................................................28 2. Gewinn- und Verlustrechnung ................................................................................30 3. Anhang .....................................................................................................................32 3.1. Bewertungsgrundlagen ....................................................................................32 3.2. Aktivseite ...........................................................................................................33 3.3. Passivseite ........................................................................................................35 3.4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung ..............................................39 4. Unterzeichnung des Jahresabschlusses ...............................................................44 Unternehmensdaten Corporate Governance ....................................................................45 Anlage 1: Plan-Ist Vergleich der Einrichtungen ...............................................................47 Anlage 2: Belegung der Einrichtungen .............................................................................51 Anlage 3: Anlagevermögen und Fördernachweise ..........................................................56 Anlage 4: Erläuterungen zu den Rückstellungen .............................................................62 Wichtige Begriffe und Abkürzungen .................................................................................64

Abbildung 2

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2025 stand für das NürnbergStift im Zeichen konsequenter Weiterentwicklung und wichtiger Weichenstellungen für die Zukunft. Die Herausforderungen in der stationären Langzeitpflege bleiben weiterhin groß. Der anhaltende Fachkräftemangel, steigende Kosten sowie die Anforderungen an eine wirtschaftlich tragfähige und zugleich qualitativ hochwertige Versorgung erfordern ein vorausschauendes und entschlossenes Handeln. Bereits im Lauf des Jahres 2024 gab die wirtschaftliche Entwicklung des Eigenbetriebs Anlass zu Sorge und machte aktives Gegensteuern erforderlich. Im Zuge eines Management Turnarounds konnte ab Anfang 2025 die negative Entwicklung stark abgeschwächt werden. Im Mittelpunkt unserer Anstrengungen stand daher die Stabilisierung des Eigenbetriebs. Aufbauend auf den im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen wurden Organisationsstrukturen überprüft, Prozesse weiterentwickelt und neue Instrumente zur Steuerung unserer Ressourcen eingeführt. Einen wesentlichen Fortschritt konnten wir dabei in der Personalwirtschaft erzielen.

Mit der Einführung einer neuen Personalsteuerung wurde die Grundlage für eine verlässlichere, transparentere und stärker vorausschauende Personaleinsatzplanung geschaffen. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit für unsere Bewohnerinnen und Bewohner dauerhaft zu gewährleisten und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden zu verbessern.

Ein bedeutender Erfolg des Jahres 2025 war die konsequente Reduzierung der Zeitarbeit. Durch das neu eingeführte Personalsteuerungsinstrument, einer vorausschauenden Einsatzplanung sowie die

konsequente Nutzung eigener Personalressourcen durch strukturiertes Ausfallmanagement konnte der Einsatz externer Pflegekräfte deutlich zurückgeführt werden. Dies stärkt die Kontinuität in den Teams, fördert die Bindung unserer Mitarbeitenden und trägt gleichzeitig zur wirtschaftlichen Entlastung des Eigenbetriebs bei.

Auch organisatorisch wurden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Die bisherige Doppelspitze der Zweiten Werkleitung wurde in eine gesamtverantwortliche Leitung überführt. Mit dieser Neuorganisation konnten vorhandene Kompetenzen gebündelt, Verantwortlichkeiten klarer zugeordnet sowie Entscheidungs- und Abstimmungswege verschlankt werden. Die neue Führungsstruktur ermöglicht schnellere Entscheidungen, erhöht die Effizienz der Steuerung und stärkt die Handlungsfähigkeit des NürnbergStift in einem zunehmend komplexen Umfeld.

Neben den strukturellen Veränderungen wurden auch Leistungsangebote auf ihre Nachfrage und Wirtschaftlichkeit überprüft. Da die Nachtpflege dauerhaft nicht in dem erwarteten Umfang nachgefragt wurde, wurden Ende 2025 die Voraussetzungen für eine geordnete Schließung des Angebots geschaffen. Diese Entscheidung fiel nach sorgfältiger Abwägung und ist Teil der strategischen Ausrichtung, vorhandene Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen für die pflegerische Versorgung der Nürnberger Bürgerinnen und Bürger entfalten.

Auch die Weiterentwicklung unserer Immobilienprojekte blieb ein zentraler Schwerpunkt. Die Novellierung des AVPfleWoqG 2025 erforderte im Berichtsjahr eine erneute Überprüfung wesentlicher Planungsgrundlagen für die Generalsanierung der Seniorenwohnanlage Platnersberg. Die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen machten Anpassungen der Bauplanung notwendig. Gemeinsam mit allen Beteiligten wurden die Anforderungen sorgfältig analysiert und in die weitere Projektentwicklung integriert. Auch wenn dies zusätzliche Planungsleistungen erforderte, bietet die Anpassung die Chance, die Einrichtung auf die zukünftigen Bedürfnisse pflegebedürftiger Menschen auszurichten und gleichzeitig den gesetzlichen Qualitätsanforderungen langfristig gerecht zu werden.

Das Geschäftsjahr 2025 war zudem geprägt von vorbereitenden Weichenstellungen für die Immobilienentwicklungen der August-Meier-Häuser, des Fritz-Hintermayr-Hauses und des Elisabeth-Bach Hauses sowie für die künftige Essensversorgung. Dringend erforderliche Lösungen für die von immensem Instandhaltungsstau betroffenen teilweise denkmalgeschützen Gebäude wurden formuliert und angestoßen.

Mit herzlichen Grüßen

Abbildung 3

Abbildung 4

Elisabeth Ries Melanie Miermeister

Berufsmäßige Stadträtin und Erste Werkleitung Dienststellenleitung und Zweite Werkleitung

Lagebericht

1. Gesamtwirtschaftliche Lage am Pflegemarkt

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland ist von schwachem Wachstum, hoher Unsicherheit und strukturellem Anpassungsdruck geprägt. Dies wirkt sich auch auf die Sozialbranche aus. Besonders der Pflegemarkt steht gesamtwirtschaftlich unter erheblichem Druck. Treibende Faktoren sind der demografische Wandel mit der stark wachsenden Zahl pflegebedürftiger älterer Menschen sowie gleichzeitig sinkende Jahrgänge im erwerbsfähigen Alter. Dadurch verschärft sich der Fachkräftemangel massiv und die steigende Nachfrage kann nicht oder nicht ausreichend bedient werden. Kostenseitig belasten steigende Löhne (insbesondere durch gesetzliche Vorgaben zur tariflichen Bezahlung), höhere Sachkosten, Energiepreise sowie zunehmende Regulierungs- und Dokumentationspflichten die Anbieter. Auf der Einnahmenseite stehen dem begrenzte Refinanzierungsmöglichkeiten gegenüber: Pflegesätze müssen jährlich neu mit den Kostenträgern verhandelt werden, die Budgets der Sozialversicherungen sind angespannt, und die Eigenanteile der Pflegebedürftigen stoßen zunehmend an soziale und politische Belastungsgrenzen. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Prozessdigitalisierung sind deshalb essenziell. Insgesamt ist der Pflegemarkt durch wachsende Nachfrage, begrenzte Kapazitäten, steigende Kosten und einen hohen Transformationsdruck gekennzeichnet, was sowohl Risiken als auch Chancen für innovative Anbieter bringt.

Branchenentwicklung

Die Nachfrage auf dem Pflegemarkt steigt seit Jahren – und wird nach allen Prognosen weiterwachsen.

Haupttreiber ist der demografische Wandel: Die geburtenstarken Jahrgänge kommen schrittweise ins

höhere Alter, gleichzeitig steigt die Lebenserwartung, und chronische Erkrankungen nehmen zu.

Die Nachfrage steigt allerdings nicht nur mengenmäßig, sondern verändert auch ihre Struktur:

ten und die Versorgung.

wenigen Jahren (Barmer Pflegereport 2024).

notwendige Anpassungen der Leistungen belasten die Situation von Pflegebedürftigen und Angehöri-

gen.

Gleichzeitig entsteht eine Lücke zwischen Bedarf und real nutzbarer Versorgung, weil Fachkräfte feh-

len. Der Fachkräftemangel ist in Bayern besonders ausgeprägt, da die Konkurrenz mit anderen Bran-

chen stark ist. Das führt zu steigenden Lohnniveaus und intensiven Rekrutierungsbemühungen, unter

anderem im Ausland.

Entwicklung bei NüSt

Die Nachfrage nach pflegerischen Versorgungsleistungen, ausgenommen der Tagespflege, bei der ein

leichtes Überangebot in Nürnberg besteht, hat auch im Jahr 2025 weiter zugenommen. Es ist davon

auszugehen, dass der Bedarf an teil- und vollstationären Pflegeangeboten in den kommenden Jahren

nicht mehr vollständig gedeckt werden kann, da laut Pflegebedarfsbericht der Stadt Nürnberg rund

800 weitere stationäre Plätze benötigt werden.

Die Auslastung steigt im NüSt-Gesamt stetig an, zum 31.12.2025 lag die Auslastung bei 90,5 %.

Stichtag 31.12. 2023 2024 2025
Auslastung gesamt 84,3 % 88,6 % 90,5 %

Die Belegung der stationären Pflege stellt sich folgendermaßen dar:

Abbildung 5

Die verhandelte Auslastung von 96% wurde im Jahresschnitt im stationären Bereich erreicht. Die Min-

derbelegung im Bereich Tages- und Nachtpflege reduziert jedoch die Belegungsquote erheblich.

Personal

Fachkraftmangel

Der sich weiter verschärfende Fachkräftemangel sowie anhaltend hohe Krankheitsquoten erschwerten

im Berichtsjahr die Personaleinsatzplanung und belasteten die Sicherstellung der Auslastung sowie die

Einhaltung der Qualitätsstandards. Gleichwohl konnte auf den Einsatz von teuren Zeitarbeitskräften

verzichtet werden, da sich gezeigt hat, dass hierdurch keine nachhaltige Verbesserung der personellen

Situation erreicht werden konnte.

Ausbildung und Fachkräftesicherung

Mit insgesamt 78 Auszubildenden und einer hohen Ausbildungsquote von rund 10 % leistet das NüSt

einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des pflegerischen Fachkräftenachwuchses im Stadtraum

Nürnberg. Zum Stichtag befanden sich 62 Auszubildende in der generalistischen Pflegeausbildung so-

wie 16 Auszubildende in der Pflegefachhilfe. Im Berichtsjahr konnten durch die Optimierung zentraler

Prozesse innerhalb der Ausbildungsabteilung organisatorische Ressourcen gezielt für qualitative

Schwerpunktaufgaben eingesetzt werden. Dazu zählen insbesondere die Weiterentwicklung von Lern-

unterstützungsangeboten, der Ausbau digitaler Lernformate (E-Learning) sowie die individuelle Lern-

beratung. Für dieses Engagement wurde das NürnbergStift durch das Bayrische Staatsministerium aus-

gezeichnet. Die Auszeichnung stärkt die Wahrnehmung des Unternehmens als moderner Ausbildungs-

betrieb und unterstreicht den Anspruch an eine hohe Ausbildungsqualität.

Zur nachhaltigen Sicherung der Ausbildungsqualität wurde die Praxisanleitung personell stabilisiert,

erweitert und fachlich weiterentwickelt. Damit werden sowohl gesetzliche Anforderungen erfüllt als

auch die Qualität der praktischen Ausbildung gestärkt. Ergänzende Unterstützungsangebote – darun-

ter Sprachförderung, Prüfungsvorbereitung sowie erstmals geplante Gesundheitstage – tragen zur

Verbesserung der Ausbildungsbedingungen bei.

Mit Blick auf zukünftige gesetzliche und strukturelle Entwicklungen bereitet sich NüSt frühzeitig auf

die Einführung der neuen Pflegefachassistenzausbildung ab 2027 vor. Die Neuregelung umfasst erwei-

terte Einsatzbereiche, verlängerte Ausbildungszeiten sowie eine verpflichtende Praxisanleiterquote

von 10 %. Darüber hinaus entstehen durch die fortschreitende Akademisierung und die geplante Er-

weiterung des Ausbildungsangebots um ein Pflegestudium zusätzliche Anforderungen, insbesondere

in den Bereichen Hochschulkooperation, Heilkundeanleitung und akademische Praxisbegleitung.

Die zukünftige anteilige Refinanzierung der Pflegefachassistenzausbildung über den Pflegeausbil-

dungsfonds – analog zur generalistischen Pflegeausbildung – schafft zusätzliche finanzielle Handlungs-

spielräume. Auch wenn keine vollständige Kostendeckung zu erwarten ist, unterstützt sie den notwen-

digen weiteren Ausbau der Praxisanleitungskapazitäten und die langfristige Sicherung der Ausbil-

dungsqualität.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Die zwölf ausgebildeten Move-Coaches, die 2024 zur Prävention und Reduzierung körperlicher Belas-

tungen der Pflegemitarbeitenden etabliert wurden, setzten ihre gesundheitsfördernden Maßnahmen

auch im Jahr 2025 erfolgreich fort.

Seit 2025 nehmen wir am bundesweiten Projekt MEHRWERT:PFLEGE zur Förderung des Betrieblichen

Gesundheitsmanagements in stationären Pflegeeinrichtungen teil. Das Angebot des Verbands der Er-

satzkassen e. V. (vdek) umfasst eine umfassende Analyse sowie eine fachliche Beratung zur Weiterent-

wicklung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Die im Jahr 2025 durchgeführte Analysephase bildet die Grundlage für die Entwicklung eines konkreten

Maßnahmenportfolios, das 2026 vorgestellt werden soll. Die Umsetzung und nachhaltige Verankerung

der Maßnahmen werden durch die Einrichtung eines Steuerungskreises begleitet.

Bauunterhalt - Instandhaltungsstau

Die für Pflegenutzungen maßgebliche Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsge-

setzes (AVPfleWoqG) ist überarbeitet worden und zum 01.01.2025 in Kraft getreten. Es ergeben sich

für NürnbergStift (NüSt) neue Optionen in der Verwendung von Bestandsimmobilien. Gemäß § 6

AVPfleWoqG n.F. ist für Einrichtungen, die vor dem 01.09.2011 bestanden oder eine Baugenehmigung

erhalten haben, ein umfassender Bestandsschutz eingeräumt worden. Auswirkungen sind insbesondere für das denkmalgeschützte Elisabeth-Bach-Haus des Sebastianspitals gegeben, etablierte Pflegeangebote sind am Standort nun weiterhin möglich. Sanierung Elisabeth-Bach-Haus Im Juli 2025 wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Neben baulichen Optionen für eine dringend notwendige Generalsanierung sollen ergänzend die Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung als Standort der zentralen Verwaltung NüSt untersucht werden. Voraussetzung für eine schrittweise Sanierung des Elisabeth-Bach-Hauses ist die zeitnahe Verwertung des leerstehenden Fritz-Hintermayr-Hauses zur anteiligen Querfinanzierung. Eine Vermarktungsstrategie wurde über das Liegenschaftsamt der Stadt Nürnberg angestoßen, eine Veräußerung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Als vorgezogene bauliche Maßnahme wird zunächst die denkmalgerechte Erneuerung der Balkone im Elisabeth-Bach-Haus geplant und durchgeführt werden, hier in Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt. Ziel ist es, möglichst zeitnah wieder eine volle Nutzungsmöglichkeit für die Bewohnenden und Mitarbeitenden in der Pflege anbieten zu können.

Konzeption ehemaliges August-Meier-Heim Ebenfalls unter Denkmalschutz steht das Areal des ehemaligen August-Meier-Heims an der Regensburger Straße. Mit Umzug in den angrenzenden Neubau „August-Meier-Haus“ werden diese Gebäude jedoch nicht mehr für Pflege genutzt. Im Jahr 2025 wurden weitere befristete Zwischennutzungen (z.B.

Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine) eingestellt. Die Gebäude weisen klare technische, energetische und funktionale Mängel auf und können nicht mehr adäquat genutzt bzw. nicht auskömmlich vermietet werden. Der Stadtplanungsausschuss hat deshalb im Jahr 2025 die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beschlossen. Ziel der Planung ist eine maßvolle Nachverdichtung insbesondere für Wohnnutzungen, unter Erhalt der städtebaulichen Struktur und des bestehenden erhaltenswerten Baumbestandes, sowie die Sicherung einer öffentlichen Erschließung im Areal. Als Ersatz für die bis zum 31.12.2028 befristete Interimsnutzung der Zentralküche am Standort Regensburger Straße wurde NüSt im Jahr 2025 eine Pachtoption der bestehenden Küche innerhalb der Cnopfschen Kinderklinik bzw. Klinik Hallerwiese angeboten. Die Vertragsplanungen der beiden städtischen Töchter Klinikum und NüSt laufen 2026 an. Eigene Planungen des NüSt zum Neubau einer Zentralküche auf dem Grundstück Raudtener Straße wurden in Folge eingestellt. Die weitere Entwicklung und Vermarktung des Bestandsareals an der Regensburger Straße erfolgt in enger Abstimmung zwischen Stadtplanungsamt, Liegenschaftsamt und NüSt. Neubau Großweidenmühle In der neuen Pflegeeinrichtung in der Großweidenmühlstraße (GWM) im Stadtteil St. Johannis (Mietmodell) sind die Bauarbeiten bereits weit vorangeschritten, im Jahr 2025 wurde der Rohbau weitestgehend abgeschlossen, die Ausbaugewerke folgten. Die wbg plant mit einer Fertigstellung und Übergabe der Pflegeimmobilie an NüSt im Mai 2027. Entstehen wird ein umfassendes zeitgemäßes Versorgungsangebot mit verschiedenen Leistungsbausteinen der Pflege (stationäre Wohngruppen, Kurzzeitpflege und Demenzgruppen), einer öffentlichen Cafeteria und zusätzlichen Angeboten der Quartiersöffnung. Um den Bewohnenden genügend Freiräume zu bieten, befinden sich auf den Dachflächen ein Demenzgarten und eine zusätzliche Dachterrasse. Ergänzt wird das Pflegeangebot um Angebote mit betreutem Wohnen der wbg im südlichen Baukörper. Aufgrund des Fundes des größten europäischen Pestfriedhofs auf dem Baufeld kam es zu erheblichen Bauverzögerungen. Der geplante Einzug in die Einrichtung musste daher verschoben werden. Da das Pflegeheim Johannis bereits auf die wbg übertragen worden war, fiel entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen ein Nutzungsentgelt an, obwohl die Nutzung der Neu-Einrichtung noch nicht aufgenommen werden konnte. Im Jahr 2025 entfällt deshalb die zusätzliche Afa für den Standort Johannis. Entwicklung Standort Platnersberg Auch am Standort Platnersberg im Stadtteil St. Jobst/Erlenstegen wird ein umfassendes Versorgungsangebot für eine zukunftsorientierte Pflege entstehen. Die Planungskonzepte für einen Teilneubau mit Generalsanierung wurden 2025 im Baukunstbeirat (BKB) und Naturschutzbeirat präsentiert und sahen neben stationären Pflegeplätzen auch ein Hospiz mit Dachgarten auf dem obersten Geschoss des Neubaus vor. Ergänzt werden sollte das Pflegeangebot um eine öffentliche Cafeteria und zusätzliche Angebote der Quartiersöffnung. Im Bestandsgebäude sollten weitere vollstationäre Pflegeplätze, betreutes Wohnen und Mitarbeiterwohnen angeboten werden. Ende 2025 wurde mit Abschluss der Leistungsphase 2 HOAI diese Planung noch einmal auf den Prüfstand gestellt, nachdem im Stadtrat vom 22.10.2025, als Grundlage für eine Beschlussfassung über das weitere Vorgehen, eine Gegenüberstellung von drei baulichen Alternativen (Generalsanierung und Neubau, reine Sanierung im Bestand, Ersatzneubau auf dem Gelände ehemaliger Brandweinmonopolverwaltung) beschlossen worden war. Es erfolgte ein vorläufiger Planungsstopp Ende 2025. Instandhaltungsmaßnahmen Neben den Neubau-Projekten mussten von NüSt im Jahr 2025 wiederholt umfassende und kostenintensive Instandhaltungsmaßnahmen gestemmt werden. Aufgrund des vorhandenen Unterhaltsstaus

in Bestandsimmobilien und vielfältiger Schadensbilder waren viele Einzelmaßnahmen abzuarbeiten. Exemplarisch wird dies für die Einrichtung Heilig-Geist-Spital dargelegt, da hier die Instandhaltungskosten in den Jahren 2024 und 2025 kontinuierlich gestiegen sind. Erkennbar ist eine Zunahme von Schadensfällen insbesondere im Bereich der Gebäudetechnik (Aufzüge, Haustechnik, etc.). Die sanitärtechnischen Anlagen sind überwiegend veraltet, es waren in Folge in den Wohnungen und Verwaltungsbereichen zahlreiche Wasserschäden durch korrodierte Wasser-/Steigleitungen zu beklagen, Armaturen und Abläufe mussten vielfach erneuert werden. Im Jahr 2025 wurden in bis zu 10 Wohnungen gleichzeitig Ertüchtigungen bei laufendem Betrieb vorgenommen, teilweise verbunden mit einem vorübergehenden Auszug der betroffenen Bewohnenden. Handlungsbedarf besteht weiterhin für eine zeitnahe Ertüchtigung/einen Austausch der veralteten Aufzugsanlagen. Unter Federführung des Hochbauamtes wurde 2024/25 bereits ein Austausch der Brandmeldeanlage vorgenommen. Auch für 2026 ist abzusehen, dass sich die hohen Instandhaltungskosten, insbesondere für die Bestandsimmobilien Platnersberg, dem ehemaligen August-Meier-Heim, Sebastianspital und Heilig-Geist-Spital weiterhin fortsetzen werden.

Digitalisierung

Die NüSt-eigene hybride IT-Abteilung spielte im Geschäftsjahr 2025 eine zentrale Rolle bei der Weiter-

entwicklung der digitalen Unternehmenslandschaft. Im Fokus standen Projekte zur Modernisierung

der Infrastruktur und zur Steigerung der Effizienz.

Für die hybride, dezentrale IT-Struktur mit der Stadt Nürnberg gelten umfangreiche Rahmen- und Ge-

schäftsvereinbarungen sowie verbindliche Leitlinien, die höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen

müssen. Dies schränkt jedoch die Umsetzung schneller und agiler Lösungen zur Entlastung des Pflege-

alltags erheblich ein.

Die nachfolgenden Schwerpunkte geben einen Überblick über die wichtigsten Initiativen und deren

Beitrag zur Unternehmensstrategie:

Erweiterung der WLAN-Infrastruktur — Die drahtlose Netzwerkinfrastruktur in den Bestands-

gebäuden wurde kontinuierlich ausgebaut, um eine höhere Abdeckung und Leistungsfähigkeit

sicherzustellen.

•

Ausbau mobiler Endgeräte — Die Ausstattung der Fachbereiche mit mobilen Endgeräten

wurde fortlaufend erweitert, um flexible und digitale Arbeitsprozesse zu unterstützen.

•

Einführung eines Dokumentenmanagementsystems — Für die Personalabteilung wurde ein

modernes Dokumentenmanagementsystem implementiert, das digitale Aktenführung und ef-

fiziente Workflows ermöglicht.

•

Microsoft-Lizenzierung als Nonprofit und Einführung von M365 — Die Organisation wurde er-

folgreich als Nonprofit bei Microsoft lizenziert und die cloudbasierte M365-Umgebung wurde

eingeführt.

•

Aufbau der Telematikinfrastruktur — Im ersten Schritt wurde die Telematikinfrastruktur mit

der Kommunikation im Medizinwesen (KIM) für alle Einrichtungen implementiert.

•

Einführung einer KI-basierten Interessentenverwaltung — Eine KI-gestützte Lösung zur Inte-

ressentenverwaltung wurde eingeführt, um Neuaufnahmen effizienter und transparenter zu

gestalten.

•

Umstellung SAP/R3 auf SAP/HANA, die städtische Datenbankumstellung erfolgte auch für

NüSt, zahlreiche Anpassungen forderten 2025 den Finanzbereich, ein eigenbetriebsindividuel-

les Customizing erfolgt aufbauend 2026.

•

Organisationsentwicklung

Die Aufbauorganisation wurde 2025 gezielt weiterentwickelt, um die fachliche Steuerung zu bündeln

und Verantwortlichkeiten zu schärfen. Mit der neuen Abteilung Pflege wurden die zentralen pflege-

fachlichen Querschnittsfunktionen erstmals unter einer einheitlichen Leitung zusammengeführt; ihr

sind die Bereiche Qualitätsmanagement, Produktentwicklung, Ausbildung/Integration sowie Hygi-

ene/Arbeitssicherheit zugeordnet. Damit werden fachliche Standards, Innovation und Personalent-

wicklung systematisch verzahnt und einrichtungsübergreifend gesteuert. Ergänzend wurde eine Ver-

waltungsleitung etabliert, welcher die dezentralen Verwaltungen der Einrichtungen und Dienste fach-

lich unterstellt sind. Ziel ist die Schaffung zentraler, einheitlicher Verwaltungsstandards mit klaren Zu-

ständigkeiten und effizienteren administrativen Prozessen. Die bisherige Doppelspitze der beiden

zweiten Werkleitungen wurde zugunsten einer einzelnen zweiten Werkleitung mit der Funktion einer

Dienststellenleitung aufgelöst. Dadurch konnten Verwaltungs- und Abstimmungsaufwände deutlich

reduziert sowie Entscheidungs- und Führungsstrukturen vereinfacht werden.

Ein wesentlicher Vorteil dieser organisatorischen Anpassung liegt im Abbau des hohen Overheads so-

wie in der klaren und einheitlichen Führung aus einer Hand.

Das neue Organigramm stellt sich aktuell wie folgt dar:

Abbildung 6

Personalsteuerung

Mit dem Aufbau einer datengestützten Personalsteuerung wurde 2025 ein zentraler Hebel für Versor-

gungsqualität, Wirtschaftlichkeit und Ressourcentransparenz geschaffen. Ein eigens entwickeltes Per-

sonalsteuerungstool verbessert die Steuerung in den Einrichtungen spürbar und schafft strategische

Planbarkeit in der Verzahnung von Bewohner- und Personalmanagement; ein regelmäßiges Pflege-

gradmanagement richtet die Versorgung passgenauer am tatsächlichen Bedarf aus und ermöglicht ei-

nen bedarfsgerechten Mitarbeitereinsatz. Mit der Einführung der Nettoarbeitszeit im Dienstplanpro-

gramm SP Expert werden die vorhandenen Personalressourcen realitätsnah und damit deutlich besser

ausgeschöpft; der durchgängige Übertrag der Nettoarbeitszeit aus dem Personalberechnungstool in

den Dienstplan stellt eine konsistente, bedarfsorientierte Einsatzplanung sicher. Ergänzend wurde ein

Ausfallmanagement mit Schwerpunkt auf einer freiwilligen Rufbereitschaft konzeptionell erarbeitet –

mit der Perspektive, dieses 2026 in die Pflegesatzverhandlungen einzubringen und vollständig zu refi-

nanzieren. Bereits im Berichtsjahr ist die Entkopplung von der Leiharbeit gelungen – ein wesentlicher

Gewinn für Versorgungskontinuität, Teamstabilität und finanzielle Entlastung.

Personalbemessung (PeBeM)

Bei der Umsetzung des Personalbemessungsverfahrens wurden 2025 wesentliche Meilensteine er-

reicht. Mit der Einrichtung einer Pilotstation entstand eine praxisnahe Grundlage, um neue Organisa-

tions- und Arbeitsprozesse zu erproben, zu evaluieren und schrittweise in die Regelversorgung zu über-

führen; parallel wurde die Tourenplanung nach den Qualifikationsniveaus QN 1 bis QN 4 eingeführt

und damit eine bedarfsgerechte, qualifikationsorientierte Aufgabenverteilung verankert. Zur Vorbe-

reitung der pflegerischen Vorbehaltsaufgaben dienten gezielte Workshops zur fachlichen Qualifizie-

rung und Rollenklärung; eine Projektsteuerungsgruppe begleitet den Umsetzungsprozess strukturiert,

eine zeitlich befristete externe Fachbegleitung sichert fachliche Qualität und Wissenstransfer. Mit ei-

nem verbindlichen Projektstrukturplan sind die weiteren Umsetzungsschritte definiert. Insgesamt be-

findet sich das Unternehmen bei der Umsetzung von PeBeM auf einem tragfähigen Weg: Die 2025

geschaffenen Grundlagen bilden eine solide Basis, um die Maßnahmen 2026 konsequent fortzuführen,

zu vertiefen und weiter auszubauen.

2. Betriebliche Grundlagen

Das NürnbergStift (NüSt) ist eine kommunale Einrichtung der Stadt Nürnberg für Pflege, Betreuung und Wohnen im Alter. Das Leistungsspektrum umfasst insbesondere voll-, teilstationäre und ambulante Pflegeleistungen, Kurzzeitpflege, Tagespflege, Betreutes Wohnen sowie eine Geriatrische Rehabilitation. Zum NüSt gehören folgende Einrichtungen und Dienste: Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See (AHS) August-Meier-Haus (AMH) Seniorenwohnanlage St. Johannis (AHJ) Seniorenwohnanlage Platnersberg (AHP) Seniorenwohnanlage Heilig-Geist-Spital (HSP) Geriatrische Rehabilitation (Reha) Ambulanter Pflegedienst (AMBD)

Die Speisenversorgung in diesen Einrichtungen wird von der angeschlossenen Großküche erbracht, die Reinigungsleistungen erbringt die NürnbergStift Service gGmbH. Nachfolgend sind die Leistungsangebote des NüSt zum 01.01.2025 dargestellt.

Plätze
Einrichtung Pflegeheim Tagespflege Nachtpflege Altenheim Wohnheim Reha AMD Gesamt
AHS 254 18 0 0 0 272
AMH 158 16 8 0 0 0 182
AHJ 122 0 64 0 186
AHP 89 0 0 0 89
HSP 0 106 0 106
AMD 110 110
Reha 0 0 44 44
Gesamt 623 34 8 0 170 44 110 989

3. Voraussichtliche Entwicklung 2026

Das Geschäftsjahr 2025 schließt mit einem Defizit von -1.238 TEUR ab. Demgegenüber wurde für das Jahr 2026 ein Jahresergebnis von -5.795 TEUR geplant. Ausschlaggebend für diese sehr vorsichtige Planung waren die Erfahrungen aus den vergangenen Wirtschaftsjahren mit Erfordernis von Nachtragswirtschaftsplänen. Diese haben deutlich gemacht, dass die bisherige Ergebnisplanung teilweise zu optimistisch war und sowohl unzureichende Steuerungsmöglichkeiten als auch schwer kalkulierbare Risiken zu erheblichen Abweichungen führen können. Hierzu zählt insbesondere die Auflösung von Rückstellungen 2024 im Zusammenhang mit dem Baulandbeschluss für Johannis in Höhe von 2,6 Mio. EUR. Darüber hinaus wurde berücksichtigt, dass der bestehende Personalüberhang von mehr als 16 Vollkräften im Pflegebereich sowie der Einsatz von pflegerischen Zeitarbeitskräften nicht kurzfristig abgebaut werden können. Die hierfür notwendige Sanierung und Neuausrichtung der Pflegeorganisation mussten realistisch in die Planung einbezogen werden. Ein schnellerer Personalabbau hätte erhebliche Risiken für die Qualität der pflegerischen Versorgung. Ebenso wurde die angestrebte Auslastung der Einrichtungen von mindestens 96 % nicht kurzfristig unterstellt, sondern auf Grundlage der tatsächlichen Auslastungsentwicklung der vergangenen Jahre realistisch geplant. Die Wirtschaftsplanung 2026 verfolgte damit einen vorsichtigen und belastbaren Ansatz, der sowohl bestehende strukturelle Herausforderungen als auch operative Risiken angemessen berücksichtigt. Mit diesem vorsichtigen Planungsansatz werden bekannte Herausforderungen sowie potenzielle Risiken frühzeitig berücksichtigt und transparent abgebildet. Ziel dieser Vorgehensweise ist es zunächst, negative Abweichungen sicher auszuschließen. Im nächsten Schritt ist mittelfristig die Planungsgenauigkeit nachhaltig zu erhöhen, politische und wirtschaftliche Entwicklungen vorausschauend einzubeziehen sowie eine belastbare Grundlage für strategische Entscheidungen zu schaffen. Die Erlöse wurden gegenüber dem Jahresergebnis 2025 um 1.278 TEUR niedriger geplant. Dies ist insbesondere auf vorsichtige Annahmen hinsichtlich der Auslastung in der vollstationären Pflege sowie im Ambulanten Dienst zurückzuführen. Für die vollstationäre Pflege wurde eine durchschnittliche Belegung von 572 Plätzen geplant, während im Jahr 2025 eine durchschnittliche Belegung von 596 Plätzen erreicht wurde. Im Ambulanten Dienst lag die durchschnittliche Auslastung im Jahr 2025 bei 114 Personen; für das Jahr 2026 wurde mit 110 Personen geplant. Darüber hinaus werden die Erlöse aus Vermietung und Verpachtung voraussichtlich um 247 TEUR geringer ausfallen. Hintergrund sind der Auszug der Flüchtlingsunterkunft aus dem August-Meier-Heim zum Ende des Jahres 2025 sowie der geplante Auszug der Rummelsberger Diakonie. Zudem wurden im Jahr 2025 einmalig Zuschüsse aus dem Sondervermögen der Stadt Nürnberg in Höhe von 188 TEUR für die Heizungsanlage im AHS vereinnahmt, die im Jahr 2026 nicht erneut anfallen. Den geringeren Erlösen stehen höhere betriebliche Aufwendungen in Höhe von insgesamt 2.655 TEUR gegenüber. Die Personalkosten wurden um 239 TEUR höher geplant. Ursächlich hierfür ist insbesondere, dass bei den Personalkostenerstattungen bewusst nur geringe Ansätze berücksichtigt wurden. Dies betrifft beispielsweise Erstattungen für Beschäftigungsverbote, Mutterschaftsleistungen oder Minderleistungsausgleiche. Die Planung folgt damit dem Grundsatz, unsichere Erträge nicht vorwegzunehmen. Die Sachkosten wurden um 2.416 TEUR höher angesetzt. Wesentliche Ursache hierfür sind notwendige Instandhaltungsmaßnahmen, die in den vergangenen Jahren zurückgestellt wurden oder zwischenzeitlich neu entstanden sind. Mit deren Berücksichtigung wird der Werterhalt der Einrichtungen gesichert und bestehender Investitionsbedarf systematisch abgearbeitet. Zusätzlich wurde ein angemessener

Vorsorgeansatz für nicht planbare Instandhaltungsmaßnahmen berücksichtigt, insbesondere vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren kontinuierlichen gestiegenen Aufwendungen. Darüber hinaus wurden die Energie- und Wasserkosten vorsichtig kalkuliert. Die Planungsbasis berücksichtigt noch den Energieverbrauch des August-Meier-Heims während der vollständigen Vermietung. Ferner wird für das Jahr 2026 von steigenden Aufwendungen für Lebensmittel ausgegangen, die den aktuellen Kostenentwicklungen Rechnung tragen. Auch das neutrale Ergebnis fällt gemäß der Planung gegenüber dem Jahresergebnis 2025 um 614 TEUR geringer aus. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass das Ergebnis 2025 durch periodenfremde Erträge positiv beeinflusst wurde. Derartige Einmaleffekte wurden im Wirtschaftsplan 2026 bewusst nicht angesetzt, um die wirtschaftliche Entwicklung möglichst realitätsnah und nachhaltig abzubilden.

4. Chancen und Risiken – SWOT- Analyse 2026 – NürnbergStift

Das NürnbergStift befindet sich 2026 in einer Phase tiefgreifender struktureller und wirtschaftlicher Transformation. Ausgangspunkt ist eine angespannte wirtschaftliche Lage, die durch Gebäudeinstandhaltung, Personalengpässe und ineffiziente Prozessstrukturen geprägt ist. Gleichzeitig wurde mit dem „Quick-Check Stationäre Pflege“ eine fundierte Analysebasis geschaffen, die klare Handlungsfelder und einen Maßnahmenkatalog zur Stabilisierung definiert, welche zur Hochrechnung 1 bereits deutliche Verbesserungen, wirtschaftlich als auch prozessual, aufzeigen.

Zentrale Entwicklungsrichtung ist die strategische Pflegeorganisations-Neuausrichtung mit PeBem, sowie Digitalisierung, Zentralisierung und Prozessstandardisierung. Besonders relevant sind die eigenbetriebsindividuelle Weiterentwicklung von SAP S/4HANA, der Aufbau eines BI-Systems, die Bewohnerals auch digitale Mitarbeiterakten sowie die Optimierung von Dienstplanung und Pflegegradmanagement und nettobasierter Personalsteuerung. Diese Maßnahmen bilden die Grundlage für eine mittelbis langfristige wirtschaftliche Stabilisierung.

Im Pflegebereich steht die Umsetzung von PeBeM im Mittelpunkt, welche eine grundlegende Neuausrichtung der Personaleinsatzplanung ermöglicht und eine Antwort auf schwindende Pflegekraftquoten darstellt. Gleichzeitig besteht jedoch ein erhebliches Risiko durch bestehende monatelange Personalvakanzen, hohe Belastung im Ausbildungsbetrieb sowie strukturelle Engpässe im Personalcontrolling.

Die Organisation befindet sich in einem tiefgreifenden Management- und Veränderungsprozess. Eine wirksame Führung und erhöhte Transparenz durch datenbasierte Steuerung erfordern dabei ausgeprägtes, hochspezialisiertes Know-how im Pflegemanagement. Die Wirksamkeit der Maßnahmen ist stark abhängig von der Umsetzungsfähigkeit und Geschwindigkeit der internen Transformation.

Insgesamt entwickelt sich der Eigenbetrieb NürnbergStift von einer dezentral, historisch gewachsenen personalintensiven Struktur hin zu einer stärker datengetriebenen, zentral gesteuerten und digital unterstützten Versorgungsorganisation, welche zukünftig personelle Synergien und Effizienzen zentral und digitalisiert bündelt.

Swot-Matrix NüSt 2025-2026

Stärken

näre Pflege“ mit klaren Handlungsfeldern und Maßnahmenkatalog

isierung

SAP S/4HANA und Aufbau eines BI-Systems Schwächen

ment und nettobasierter Personalsteuerung standhaltung, hohe Kosten und ineffiziente Strukturen

tionen

temangel

tensive Strukturen

wie hoher Abstimmungsbedarf und Abhängigkeit von städtischen Vorgaben

Chancen

Personaleinsatzplanung

Pflegegradmanagement

Abrechnungsprozessen . • Nutzung von Synergien und Bündelung von Kompetenzen

Risiken

Managemententwicklung

rung)

5. Ertragslage

5.1. Plan-Ist Vergleich 2025

Aufgrund der finanziellen Entwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2025 wurde im Stadtrat ein Nachtragswirtschaftsplan für das Jahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von 4.430 TEUR verabschiedet. Das Geschäftsjahr 2025 schließt tatsächlich mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.238 TEUR ab und ist damit um 3.191 TEUR besser als der verabschiedete Nachtragswirtschaftsplan. Gegenüber dem Vorjahr verschlechtert sich das Ergebnis um 504 TEUR. Das bessere Ergebnis im Vorjahr wurde maßgeblich durch die Auflösung von Rückstellungen (u.a. Baulandbeschluss Johannis) in Höhe von 3.099 TEUR beeinflusst. Die nachfolgenden Darstellungen bauen auf den Ergebnisberichten aus dem Controlling auf, durch eine andere Darstellung weichen einzelne Ertrags- und Aufwandsposition zur HGB GuV ab.

NüST Nachtrags WPL/Ist 2025

45.000 4.000

40.000 3.000 35.000

Abbildung 7

2.000 30.000

R

U

E 25.000 R

T 1.000 U

E

T S

T

20.000

I -/

W

N

B

A 15.000 A

L

P

10.000 -1.000

5.000 -2.000

-3.000

Erträge Personal- kosten Sach- kosten Betriebs- ergebnis Neutrales Ergebnis Ergebnis
NTWPL 48.609 33.643 19.514 -4.549 120 -4.430
Ist 49.644 32.560 18.932 -1.847 609 -1.238
Abw -1.036 1.084 582 -2.702 490 3.191

Die Erträge liegen mit 49.644 TEUR rund 1.036 TEUR über den geplanten Erträgen. Grund hierfür ist die positive Entwicklung der Gesamt-Belegungssituation im zweiten Halbjahr des Jahres 2025 und den positiv abgeschlossenen Verhandlungen in der geriatrischen Reha. Sogar der Personalaufwand konnte 1.084 TEUR unter dem geplanten Wert bleiben aufgrund der beschriebenen strukturierten und konsequenten Personalsteuerung. Die Sachkosten konnten um 582 TEUR unterhalb des Planansatzes bleiben und liegen bei 18.932 TEUR.

Das Defizit von 1.238 TEUR im Geschäftsjahr 2025 teilt sich wie folgt auf:

NüSt Gesamtergebnis 2025 in TEUR

1.000

596
-293 -213 -116 -107
-647 -459
-1.238

Abbildung 8

-500

-1.000

-1.500 AHS AMH AHJ AHP HGS AMD Reha Gesamt

Zusammenfassend lässt sich als Ursache für das nach wie vor negative Betriebsergebnis in Höhe von 1.238 TEUR auf die niedrige Auslastungsquote in der ersten Monaten und den hohen Einsatz von Zeitarbeitskräften zurückführen. Dieser konnte im Verlauf des Berichtsjahres durch den Management- Turnaround deutlich gesenkt werden. Besonders das August-Meier-Haus war durch Erlösdefizite im Bereich der nicht belegten Nachtpflege und zu geringer Tagespflegebelegung defizitär, hinzu kamen hohe Personalüberdeckungen. Auffällig hierbei war, dass der Einsatz von Zeitarbeit nur einen geringen Einfluss auf die Krankheitsquote gezeigt hat. Die nachfolgende Grafik stellt die Anzahl der Zeitarbeitskräfte im Vergleich mit der Krankheitsquote dar. Die Krankenquote entwickelt sich unabhängig vom Einsatz der Zeitarbeitskräfte und ist in den Wintermonaten unverändert hoch.

Ausfall (Stunden) und Zeitarbeit (VK)

8.000 16 7.000 14 6.000 12 )

K

V

n 5.000 10 (

e t

d n 4.000 8 ie b

u t 3.000 6 r a

S t

ie

2.000 4

Z

1.000 2 0 0

Krankheitsausfall Zeitarbeit (Stunden) (VK)

Verglichen mit dem Vorjahr erkennt man eine deutliche Einsparung von Zeitarbeitskräften im Pflegebereich über nahezu alle Häuser. Im Berichtsjahr fielen im Pflegebereich Kosten für Zeitarbeit gesamt in Höhe von 590 TEUR (Vorjahr: 945 TEUR) an; im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Reduzierung um 355 TEUR.

Abbildung 9

Die Überdeckung im Pflege- und Betreuungspersonal konnte im Berichtsjahr im Vergleich zu 2024 besser gesteuert werden:

Einrichtung Ø-VK 2025 Ø-VK Vorjahr
AHS -2,7 1,92
AMH 7,5 4,84
AHJ 4,0 6,08
AHP 2,9 3,34
Gesamt 11,59 16,18

Die 2025 neu eingeführte digitale Personalbemessung ist insbesondere relevant, da die Personalkosten im Vergleich zu den Sachkosten den deutlich höheren Kostenblock darstellen.

Die folgende Grafik veranschaulicht die Anteile pro Haus und gesamt für NüSt:

Anteile Personal- & Sachkosten in TEUR

50.000

40.000

30.000

20.000

10.000

AHS AMH AHJ AHP HSP AMD Reha Zentrale Gesamt

Anteil Personalkosten 65% 57% 61% 64% 14% 88% 77% 69% 63%
Sachkosten 5.645 5.077 2.545 1.734 1.058 187 840 1.847 18.932
Personalkosten 10.448 6.656 3.943 3.036 167 1.429 2.768 4.113 32.560

Krankheitsquote NüSt

Der krankheitsbedingte Personalausfall hat sich im NürnbergStift zwischen 2024 und 2025 weiterhin erhöht. Über alle Bereiche hinweg stieg die durchschnittliche Krankenquote von 10,7 % auf 13,3 %. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten nahmen von rund 72.500 auf 91.700 Stunden zu. Die vorliegenden Tabellen ordnen diese Entwicklung ein, zeigen die Relevanz und dokumentieren die eingeleiteten Steuerungsmaßnahmen.

Kennzahl (NürnbergStift gesamt) 2024 2025 Veränderung
Ausfallstunden 72.514 91.727 +26,5 %
Ausfall-Vollzeitäquivalente (Ø) 47,1 59,6 +26,5 %
Krankenquote 10,7 % 13,3 % +2,6 % Pkt.

Für die Steuerung ist entscheidend, wo dieser Zuwachs entsteht. Die kommende Abbildung zerlegt die Veränderung der Ausfallstunden nach Bereichen: Der Anstieg wird nahezu vollständig vom stationären Bereich getragen (+28,8 %).

Der Ambulante Dienst geht demgegenüber zurück (−15,3 %), die Reha bleibt nahezu konstant (-0,5%). Die Entwicklung ist damit im Kern eine Entwicklung der stationären Langzeitpflege.

Leistungsbereich Ausfallstunden 2025 Quote 2024 Quote 2025 Δ Quote
Stationär 86.927 11,1 % 14,3 % +3,1 %-Pkt.
Ambulant 1.851 7,6 % 5,6 % −2,0 %-Pkt.
Leistungsbereich Ausfallstunden 2025 Quote 2024 Quote 2025 Δ Quote
Reha 2.949 6,5 % 6,0 % −0,5 %-Pkt.
NürnbergStift gesamt 91.727 10,7 % 13,3 % +2,6 %-Pkt.

Der Krankenstand des NürnbergStifts ist damit 2025 auf ein neues Niveau gestiegen – konzentriert auf die vollstationäre Pflege und geprägt von ausgeprägter Saisonalität mit Spitzen in den Wintermonaten und im Oktober. Die Steuerung der Häuser ist nun darauf ausgerichtet, die tatsächlich verfügbare Arbeitszeit (Netto-, anstatt Bruttoarbeitszeit) transparent zu machen, Dienstpläne zu stabilisieren und mithilfe eines stufenweisen Ausfallmanagements fehlendes Personal zu kompensieren.

Das NürnbergStift begegnet dem gestiegenen Ausfall nicht durch dauerhafte Kompensation über Zeitarbeit oder zusätzliches (Overhead-) Personal, sondern durch eine konsequente Neuorientierung der gesamten Pflegeorganisation im Langzeitpflegebereich durch Aufgaben- und Kompetenzorientierung des vorhandenen und weiterzuentwickelnden Pflegepersonals. Folgende Tabelle zeigt einzelne Maßnahmen für mehr Qualität und Planungssicherheit im Bereich der Langzeitpflege:

Maßnahme Inhalt und Zweck Status
Handlungsfeld A – Wirtschaftlichkeit und Personaleinsatzsteuerung
Reduktion der Zeit- arbeit Rückführung externer Leihkräfte; seit Herbst 2025 nahe null. Zeitarbeit kos- umgesetzt
tet je Vollkraft rund 65–75 % mehr als vergleichbares Eigenpersonal und be-
lastet Versorgungskontinuität und Teamstabilität.
Personalberech- nungs-Tool (PB- Tool) Einheitliche Ermittlung der Soll-/Ist-Personalschlüssel je Qualifikationsni- veau und Wohnbereich; monatliches Monitoring der Über-/Unterdeckung. eingeführt
Nettoarbeitszeit- Systematik Verbindliche Planungsgröße von der Brutto- zur tatsächlich verfügbaren Nettoarbeitszeit (Urlaub, Fortbildung, Krankheit), mit definierten Eskalati- onsstufen. eingeführt
Nettoarbeitszeit im Dienstplan Abbildung der Netto-Logik im Dienstplansystem (SP Expert); automatisierte Anzeige der Über-/Unterdeckung in der Planung. in Umsetzung
Handlungsfeld B – Stabile, vorausschauende Dienstplanung
2-Monats-Dienst- plan Verlängerter Planungshorizont für verlässlichere Dienste, weniger kurzfris- tige Änderungen, bessere Vereinbarkeit Familie und Beruf Pilotierung
Jahresurlaubspla- nung Frühzeitige, gleichmäßige Verteilung planbarer Abwesenheiten; Glättung saisonaler Engpässe. in Vorbereitung
Handlungsfeld C – Ausfallmanagement und Refinanzierung

Reduktion der Zeit-

arbeit

Personalberech-

nungs-Tool (PB-

Einheitliche Ermittlung der Soll-/Ist-Personalschlüssel je Qualifikationsni-

veau und Wohnbereich; monatliches Monitoring der Über-/Unterdeckung.

Nettoarbeitszeit-

Systematik

Maßnahme Inhalt und Zweck Status
Rufbereitschaft 7×24 (freiwillig) Zentrales Instrument zur Kompensation kurzfristiger Ausfälle ohne Zeitar- beit. Mindestbesetzung und sechsstufige Eskalationskaskade; TVöD-kon- forme Vergütung; Refinanzierung in den Pflegesatzverhandlungen 2026. Refinanzierung (angestrebte Verhandlung in Pflegesatzver- handlungen in 2026)
PeBeM (§ 113c SGB XI) Kompetenzorientierte Aufgabenverteilung; Entlastung der Pflegefachperso- Pilotierung
nen; resilientere Teams als Grundlage eines tragfähigen Ausfallmanage-
ments.

(angestrebte

Verhandlung in

Pflegesatzver-

handlungen in

Zentrales Instrument zur Kompensation kurzfristiger Ausfälle ohne Zeitar-

beit. Mindestbesetzung und sechsstufige Eskalationskaskade; TVöD-kon-

forme Vergütung; Refinanzierung in den Pflegesatzverhandlungen 2026.

Rufbereitschaft

7×24 (freiwillig)

PeBeM

(§ 113c SGB XI)

Zusammenfassend verdeutlichen die hohen Krankheitsstände in allen vier Langzeitpflegeeinrichtungen den dringenden Bedarf einer grundlegenden Reorganisation der stationären Pflege im Nürnberg- Stift. Dieser Veränderungsprozess wurde 2025 mit der Gründung der Abteilung Pflege eingeleitet und soll bis 2027 in ein zukunftsweisendes, PeBeM-basiertes Pflegekonzept münden. Die kompetenzorientierte Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten auf die Qualifikationsniveaus QN1–QN6, sowie der gezielte Einsatz weiterqualifizierter (auch akademischer) Pflegefachpersonen in Leading- Nurse- und Primary-Nursing-Rollen sollen Arbeitsbelastungen bedarfsgerecht verteilen, Über- und Unterforderung vermeiden und so die Pflegequalität, die Zufriedenheit von Bewohnern und Mitarbeitenden sowie die langfristige Stabilität der Pflegeorganisation fördern.

Pflegeeinrichtungen Gesamt

Pflegeeinrichtungen Gesamt Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 37.698 40.392 2.694 7,1% 39.559 833 2,1%
Personalkosten 22.957 24.083 -1.125 -4,9% 24.333 251 1,0%
Sachkosten 14.450 15.000 -551 -3,8% 15.226 226 1,5%
Betriebsergebnis vor Umlage 291 1.309 1.018 349,6% -1 1.310 178803,2%
Umlagen 3.572 3.362 210 3.829 467
Betriebsergebnis nach Umlage -3.281 -2.053 1.228 37,4% -3.830 1.776 46,4%
Neutrales Ergebnis 2.859 441 -2.419 -84,6% 26 415 1598,9%
Gesamtergebnis -422 -1.612 -1.191 -282,4% -3.804 2.191 57,6%

Die stationäre Pflege schließt im Jahr 2025 mit einem negativen Ergebnis von 1.612 TEUR ab und damit 2.191 TEUR über dem Nachtragsplan, allerdings schlechter als das Vorjahr. Das Gesamtergebnis des Vorjahres wurde durch die Auflösung einer Rückstellung in Höhe von 2.600 TEUR (für die Verpflichtung aus dem Baulandbeschluss beim Verkauf des Gebäudes Johannis) positiv beeinflusst. Die Erträge der Pflegeeinrichtungen konnten um 2.694 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden und liegen sogar um 833 TEUR über dem Plan. Die Personalkosten liegen mit 251 TEUR unter dem Planansatz von 24.333 TEUR. Somit ist das Betriebsergebnis vor der Umlage der Zentrale um 1.310 TEUR besser als das geplante Ergebnis. Die Umlage ist im Vergleich zum Vorjahr leicht (um 231 TEUR) gesunken und beträgt 3.362 TEUR. In der Anlage 1 sind alle Abweichungen einrichtungsbezogen dargestellt.

5.2. Belegungszahlen und Auslastung

Die Leistungserträge werden im stationären und rehabilitativen Bereich insbesondere durch die Belegungszahlen, die Bewohnerstruktur einschließlich der Pflegegradverteilung sowie die Vergütungssätze beeinflusst. Im ambulanten Bereich sind vor allem die Kundenstruktur, die Inanspruchnahme der Leistungen und die Vergütungssätze maßgeblich. In den nachfolgenden Übersichten werden die Leistungsdaten für das NürnbergStift dargestellt. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist hergestellt.

Eigenbetrieb NürnbergStift insgesamt

Belegungsdaten NüSt Plätze/Wohneinheiten (WE) (im Jahresdurchschnitt) Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) Bereich 2025 Vorjahr 34 8 597 72 170 44 925 4.484 212.634 5.379 60.581 14.948 298.026 88,6
Tagespflege: - maximal belegbare Plätze Nachtpflege: - maximal belegbare Plätze Pflege: - maximal belegbare Plätze Rüstig*: - maximal belegbare Plätze Wohnen: - maximal belegbare Plätze Rehabilitation: - maximal belegbare Plätze 34 8 610 36 170 44
insgesamt: - maximal belegbare Plätze/WE 902
Tagespflege: Nachtpflege: Pflege: Rüstig: Wohnen: Rehabilitation: 5.482 57 215.622 1.719 58.258 14.763
insgesamt 295.901
NürnbergStift gesamt: - maximal belegbare Plätze/WE 90,5

*Der Bereich "Rüstige" wurde zum 30.06.2025 geschlossen. Es ist eine Steigerung in der Auslastung gesamt von 88,6 % im Jahr 2024 auf 90,5 % im Jahr 2025 erkennbar. Der Bereich Rüstige wurden zum 30.06.2025 geschlossen, deshalb wird in der Jahresdarstellung nur die halbierte Platzzahl angegeben.

Betrachtet man nur die vier Pflegeheime, ergibt sich folgendes Bild:

Eigenbetrieb NürnbergStift insgesamt

Belegungsdaten Pflegeheime teilstationäre Pflege (im Jahresdurchschnitt) Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) Belegungstage (BT) Belegungstage (BT) Bereich 2025 Vorjahr 34 4.484 0,43 8 0 597 72 669 212.634 5.379
Tagespflege: - maximal belegbare Plätze 34
5.482 0,53
Nachtpflege: - maximal belegbare Plätze 8
0
Pflege: Rüstige* 610 35,7
- maximal belegbare Plätze Pflege Rüstige* 646
215.622 1.719
- maximal belegbare Plätze 217.341 218.013
Auslastungsgrad (in %) 88,8

*Der Bereich "Rüstige" wurde zum 30.06.2025 geschlossen.

Die Belegungstage der Pflegeheime sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen (998 zusätzliche Tage), womit sich die gestiegenen Auslastungsquote begründet. Der Bereich „Rüstige“ wurde zum 30.06. geschlossen, deshalb sind die Platzzahlen in der Tabelle halbiert (berechnet auf das volle Jahr).

Die einrichtungsbezogene Belegung ist in der Anlage 2 dargestellt.

6. Vermögens- und Finanzlage

6.1. Vermögenslage

In der nachfolgenden Übersicht wird die Vermögensstruktur der Bilanz zum 31.Dezember 2025 zusammengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt.

Bilanzwert zum Veränderung
Vermögensstruktur 31.12.2025 TEUR % Vorjahr TEUR % ggü. Vorjahr TEUR %
Langfristige Aktiva Anlagevermögen Kurzfristig Aktiva Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen ggü. Träger der Einrichtung Forderungen aus öffentlicher Forderung Sonstige Vermögensgegenstände Liquide Mittel Rechnungsabgrenzungsposten 65.786 242 4.372 63 102 771 753 109 91,1 0,3 6,1 0,1 0,1 1,1 1,0 0,2 66.879 167 3.678 39 237 258 708 101 92,8 0,2 5,1 0,1 0,3 0,4 1,0 0,1 -1.093 76 694 24 -135 513 45 8 -1,6 45,4 18,9 62,0 -57,0 198,9 6,3 7,5
Summe Aktiva 72.198 100,0 72.067 100,0 131 0,2

Die Bilanzsumme ist mit 72.198 TEUR stabil geblieben und liegt damit 131 TEUR über dem Vorjahr. Das Anlagevermögen hat sich um 1.093 TEUR vermindert und beträgt nun 65.786. Der Anteil des Umlaufvermögens ist auf 8,9 % (Vorjahr: 7,2 %) und eine Summe von 6.412 TEUR angestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 513 TEUR angestiegen, da eine Rücklage für das ÖPP- August-Meier- Haus umgebucht wurde. Da erst mit einer tatsächlichen Instandhaltungsmaßnahme ein ergebniswirksamer Aufwand entsteht, konnten die Rücklagen umgebucht werden.

6.2. Kapitalstruktur

In der nachfolgenden Übersicht wird die Kapitalstruktur der Bilanz zum 31.Dezember 2025 zusammengefasst und den entsprechenden Vorjahreszahlen gegenübergestellt.

Bilanzw Veränderung
Kapitalstruktur 31.12.2025 TEUR % Vorjahr TEUR % ggü. Vorjahr TEUR %
Langfristig Eigenkapital 15.063 20,9 13.965 19,4 1.098 7,9
Zuwendungen aus öffentlicher Förderung
- verwendet 14.053 19,5 14.538 20,2 -485 -3,3
- noch nicht verwendet 0 0,0 0 0,0 0
Zuwendungen aus
nicht öffentlicher Förderung: - verwendet 3.072 4,3 3.199 4,4 -127 -4,0
- noch nicht verwendet 2.538 3,5 2.320 3,2 217 9,4
Verbindlichkeiten 19.452 26,9 20.769 28,8 -1.317 -6,3
Rückstellungen 5.278 7,3 5.166 7,2 111 2,2
Kurzfristig
Verbindlichkeiten 10.271 14,2 9.613 13,3 657 6,8
Rückstellungen 2.472 3,4 2.495 3,5 -23 -0,9
Summe Passiva 72.198 100,0 72.067 100,0 133 0,2

Das Eigenkapital steigt trotz des Jahresdefizits von 1.238 TEUR um 1.098 an. Das liegt daran, dass es von der Stadt Nürnberg einen zentralen Verlustausgleich in Höhe von 2.335 TEUR gab. Die Sonderposten haben sich durch planmäßige Abschreibungen um 612 TEUR verringert. Die langfristigen Rückstellungen in Höhe von 5.278 TEUR umfassen die Pensionsrückstellungen, die Rückstellungen für Beihilfeleistungen, Altersteilzeit, Dienstjubiläen und Archivierung. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen diese um 111 TEUR an. Die Abnahme bei den kurzfristigen Rückstellungen beträgt 23 TEUR.

6.3. Investitionen

Abbildung 10

Die Investitionen in Einrichtungen und Ausstattungen sowie in Anlagen im Bau haben sich deutlich erhöht. Das NüSt muss kostenintensive Instandhaltungsmaßnahmen einleiten, um den Sanierungsstau und die vielfältigen Schadensbilder zu beheben. Die Anlagen im Bau umfassen überwiegend das geplante Neubauprojekt Platnersberg (1.014 TEUR) sowie die Sicherheitsbeleuchtung im August-Meier- Heim und Sanierungen in der Zentralküche. Die Ausgaben für Einrichtungen und Ausstattungen verteilen sich über alle Häuser sowie Beschaffungen für die Zentrale.

6.4. Liquidität

Die Zahlungsfähigkeit von NürnbergStift war im Betrachtungszeitraum jederzeit gesichert. Zum 31.12.2025 beträgt die Liquidität aus Giro- und Cashkonto 722 TEUR.

7. Unterzeichnung des Lageberichtes

Die Werkleitung des NürnbergStift legt den nach den geltenden Vorschriften des HGB und der WkPV erstellten Lagebericht vor und unterzeichnet diesen. Nürnberg, 30.06.2026

Elisabeth Ries Melanie Miermeister Erste Werkleiterin Zweite Werkleiterin

Jahresabschluss

1. Bilanz für den Eigenbetrieb NürnbergStift

A k t i v s e i t e 31.12.2025 EUR EUR Vorjahr EUR EUR
A. Anlagevermögen: I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen: 1. Grundstücke und grundstücksgleiche 66.859,00 66.859,00 55.618.397,45 88.789,00 57.123.537,45
Rechte mit Betriebsbauten
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 4. Technische Anlagen 5. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 6. Fahrzeuge 7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau III. Finanzanlagen B. Umlaufvermögen: I. Vorräte: 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. 2. Unfertige Leistungen II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2. Forderungen an Träger der Einrichtung davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3. Forderungen aus öffentlicher Förderung davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 4. Sonstige Vermögensgegenstände, davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 5. Umsatzsteuer III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten. D. Rechnungsabgrenzungsposten: 0,00 0,00 5.069.700,00 2.586.302,29 0,00 2.444.038,46 65.718.438,20 1.000,00 241.664,98 0,00 241.664,98 4.371.507,45 (0,00) 63.438,27 (0,00) 102.037,77 (0,00) 770.826,35 (0,00) 0,00 5.307.809,84 752.862,09 109.483,61 0,00 0,00 5.537.355,00 2.724.794,29 0,00 1.403.432,98 66.789.119,72 1.000,00 166.921,61 0,00 166.921,61 3.677.608,16 (0,00) 39.158,46 (0,00) 237.127,73 (0,00) 148.676,31 (0,00) 109.253,86 4.211.824,52 708.044,30 100.935,74
Summe A k t i v s e i t e 72.198.117,72 72.066.634,89
P a s s i v s e i t e 31.12.2025 EUR EUR Vorjahr EUR EUR
A. Eigenkapital: I. Stammkapital II. Kapitalrücklagen III. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 620.000,00 25.389.903,01 -9.708.596,32 620.000,00 25.389.903,01 -11.310.102,10
IV. Jahresüberschuss, -fehlbetrag -1.238.230,86 15.063.075,83 -734.360,22 13.965.440,69
B. Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens 1. Sonderposten aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen 2. Sonderposten aus nicht-öffentlichen Fördermitteln für Investitionen 14.052.951,00 3.072.028,00 17.124.979,00 14.538.250,00 3.198.862,00 17.737.112,00
C. Rückstellungen: 7.749.613,87 7.749.613,87 7.661.259,77 7.661.259,77
D. Verbindlichkeiten: 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 3. Verbindlichkeiten gegenüber dem Träger der Einrichtung davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 4. Verbindlichkeiten aus öffentlicher Förderung davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; nicht - öffentlicher Förderung davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 5. sonstige Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr; 6. Verwahrgeldkonto 7. Umsatzsteuer F. Rechnungsabgrenzungsposten: 1.539.940,02 (1.518.772,41) 22.682.977,88 (1.313.664,89) 3.637.474,90 (3.637.474,90) 0,00 (0,00) 2.537.576,83 (2.537.576,83) 1.258.545,89 (659.086,67) 597.075,21 6.858,29 32.260.449,02 0,00 1.534.375,47 (1.513.207,86) 24.038.259,02 (1.370.105,00) 2.577.799,45 (2.577.799,45) 0,00 (0,00) 2.320.279,42 (2.320.279,42) 1.630.432,28 (1.230.097,84) 601.676,79 0,00 32.702.822,43 0,00
Summe P a s s i v s e i t e 72.198.117,72 72.066.634,89

2. Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung für den Eigenbetrieb NürnbergStift 2025 EUR Vorjahr EUR
1. Erträge aus ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Pflege sowie aus Kurzzeitpflege, sonstige Leistungen 2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 3. Erträge aus Zusatzleistungen und Transportleistungen 4. Erträge aus gesonderter Berechnung von Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 4a.Umsatzerlöse nach § 277 Absatz 1 HGB 35.087.249,46 6.906.976,28 158.720,52 3.656.414,21 31.689.837,53 6.550.327,04 97.418,04 3.575.128,54
soweit nicht in den Nummern 1 bis 4 enthalten 2.833.304,99 3.218.445,40
5. Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten 6. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 7. Andere aktivierte Eigenleistungen 8. Sonstige betriebliche Erträge 3.488.656,57 0,00 27.374,00 468.447,37 3.366.855,90 0,00 18.237,50 3.174.343,08
Zwischensumme 9. Personalaufwand: a)Löhne und Gehälter b)Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige Aufwendungen 52.627.143,40 25.610.758,37 8.302.673,86 33.913.432,23 51.690.593,03 24.409.449,56 7.451.739,67 31.861.189,23
10.Materialaufwand: a)Lebensmittel b)Wasser, Energie, Brennstoffe c)Wirtschafts-/Verwaltungs-/Betreuungs-/Med.-therap. Bedarf 11.Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen 12.Steuern, Abgaben, Versicherungen 14.Mieten, Pacht, Leasing 132.457,94 1.930.107,70 9.711.551,13 11.774.116,77 982.852,13 1.229.192,71 896.152,43 149.655,61 2.039.250,30 10.166.617,44 12.355.523,35 494.950,80 1.098.766,83 573.406,80
Zwischensumme Zwischenergebnis 14.882.314,04 3.831.397,13 14.522.647,78 5.306.756,02
Gewinn- und Verlustrechnung für den Eigenbetrieb NürnbergStift 2025 EUR Vorjahr EUR
15.Erträge aus öffentlicher und nicht-öffentlicher Förderung von Investitionen 16.Erträge aus der Auflösung von Sonderposten/Verbindlichkeiten 18.Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/ Verbindlichkeiten 20.Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- gegenstände und Sachanlagen 21.Aufwendungen für Instandhaltung und Instand- setzung 254.671,31 731.384,86 336.050,28 2.747.306,45 2.103.496,73 250.000,00 813.182,71 346.983,19 3.398.667,59 2.149.587,87
22.Sonstige betriebliche Aufwendungen 553.754,92 840.437,46
Zwischensumme Zwischenergebnis -4.754.552,21 -923.155,08 -5.672.493,40 -365.737,38
25.Zinsen und ähnliche Erträge 27.Zinsen und ähnliche Aufwendungen 97.125,36 412.201,14 -315.075,78 40.620,70 409.243,54 -368.622,84
29.Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag nachrichtlich Vorschlag zur Verwendung des Jahresergebnisses: -1.238.230,86 -734.360,22
Auf neue Rechnung vorzutragen -1.238.230,86 -734.360,22
Verlustausgleich Behandlung des Jahresüberschusses:
Auf neue Rechnung vorzutragen -1.238.230,86 -734.360,22
gegen Gewinnvortrag gegen Kapitalrücklage

3. Anhang

3.1. Bewertungsgrundlagen

Der Jahresabschluss des NürnbergStift berücksichtigt für das Wirtschaftsjahr 2025 die Vorschriften der Pflege - Buchführungsverordnung (PBV) vom 22. November 1995 (BGBl. I S. 1528), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 07.08.2021 (BGBl. I S. 3311) und die Verordnung über die Wirtschaftsführung der kommunalen Pflegeeinrichtungen (WkPV) vom 3. März 1998 (GVBl. S. 132, BayRS 861-3-I), in der Fassung nach § 5 der Verordnung vom 5. Oktober 2007 (GVBl. S. 707). Die Gliederung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Anlagen- und Fördernachweise entspricht den Vorgaben der PBV und WkPV. Gemäß § 4 Abs. 1 und § 11 Abs. 2 PBV sind bestimmte Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), Art. 24 Abs. 5 Satz 2, Art. 28 und Art. 67 des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) sowie die Regelungen des BilRUG vom 17.07. 2015 angewandt worden. Grundsätzlich berücksichtigt der Jahresabschluss die bisherigen Ansatz- und Bewertungsvorschriften, einschließlich der Anpassungen aus dem BilMoG und BilRUG. Die Gliederung der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie des Anlagenspiegels entspricht den Vorgaben des HGB mit den Regelungen des BilRUG vom 17. Juli 2015. Die „Erhaltenen Anzahlungen“ wurden, wie in den Vorjahren praktiziert, dem Passivposten „Sonstige Verbindlichkeiten“ zugeordnet. Abschreibungen auf Forderungen werden nicht mehr unter den Abschreibungen ausgewiesen, sondern als betrieblicher Aufwand. Die im NürnbergStift zusammengefassten ambulanten, teil- und vollstationären Einrichtungen einschließlich der Nebenbetriebe sind öffentliche Einrichtungen der Stadt Nürnberg. Das NürnbergStift ist als Eigenbetrieb seit 01.01.1999 organisiert und wird als Sondervermögen verwaltet (§1WkPV). Liquide Mittel valutieren zum Nennwert. Die Pensionsrückstellungen werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten belegt. Dieses wurde für den Abschluss 2025 durch die Stadt Nürnberg mit der Unterstützung der Software HPR (Version 6.5.0.13-Kommunal, Testierung vom 28.08.2018) eigenverantwortlich erstellt. Die Ausfertigung erfolgte nach alter (in komprimierter Form) und neuer Berechnungsmethodik unter Anwendung der Artikel 7 - 9 des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11.03.2016 (veröffentlicht BGBl. I, 2016, Nr. 12 vom 16.03.2016). Die Sonderposten aus Investitionszuschüssen werden entsprechend der Stellungnahme IDW HFA a/1984 i.d.F. v. 1990 gebildet und nach Maßgabe der Nutzungsdauer der finanzierten Vermögensgegenstände aufgelöst. Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der Bayerischen Versorgungskammer (BVK), München. Auf eine Bilanzierung der mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurde in Ausübung des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Die Altersversorgung durch die BVK wird über Beiträge finanziert. Als Beitrag werden 4,8 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts erhoben. Die Altzusagen werden über Umlagen finanziert. Die Höhe des Umlagesatzes beträgt 3,75 % der entsprechenden Löhne und Gehälter. Darüber hinaus wird jährlich ein vom Arbeitgeber zu tragender Zusatzbeitrag in Höhe von 4,0 % erhoben. Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung nach der voraussichtlichen Inanspruchnahme in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeiträgen angesetzt. Veränderungen der Bewertungsmethoden wurden nicht vorgenommen, somit ist die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresbeträgen gegeben.

3.2. Aktivseite

A. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Software und Lizenzen, welche ausschließlich von NüSt bis zum 31.12.2025 entgeltlich beschafft wurden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Ansatz des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Anschaffungskostenminderungen werden abgesetzt. Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung, wobei für bewegliche Anlagegüter bei der Anschaffung die zeitanteilige Jahresabschreibung berücksichtigt wurde. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei den Wohnbauten und den Betriebsbauten liegt zwischen 40 und 58 Jahren. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Außenanlagen sowie der Geschäftsausstattung richtet sich nach den amtlichen steuerlichen Afa-Tabellen und der Afa- Tabelle für das Gesundheitswesen. Die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Das Anlagevermögen veränderte sich durch die Investitionen in Anlagen im Bau und planmäßige Abschreibungen in Höhe von 2.747 TEUR. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Bruttoanlagespiegel in der Anlage 3.

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

Die Bestände wurden zum Bilanzstichtag körperlich aufgenommen. Bewertet wurde der medizinische und pflegerische Bedarf nach der FIFO-Methode. Der restliche Lagerbestand wurde nach Anschaffungskosten einzeln bewertet. Die in der Bilanz zusammengefassten Vorräte gliedern sich wie folgt:

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2025 EUR Vorjahr EUR 11.976,58 46.673,32 103.696,54 4.575,17 0,00 166.921,61
a Medizinischer / Pflegerischer Bedarf - Inkontinenzartikel - Sonstiges b Wirtschaftsbedarf c Verwaltungsbedarf 11.887,61 68.152,47 151.857,96 4.086,38
d Lebensmittel insgesamt 5.680,56 241.664,98

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Aus dem Prüfbericht des BKPV über die überörtliche Prüfung der Jahre 1999 – 2009 wurde die Anregung der TZ 5 zur Werthaltigkeit von Forderungen ab Abschlussjahr 2013 aufgenommen und in den Folgejahren fortgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Forderungen und sonstige Vermögensge- genstände Wert Bilanz 2024
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.372 3.678 694
Forderungen ggü. Träger der Einrichtung 63 39 24
Forderungen aus öffentlicher Forderung 102 237 -135
Sonstige Vermögensgegenstände 258

Forderungen und sonstige Vermögensge-

genstände

Wert Bilanz

2024

Unter den Forderungen an Träger der Einrichtung in Höhe von 63 TEUR werden Forderungen an die Stadt Nürnberg ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 513 TEUR angestiegen aufgrund der Umbuchung einer Rücklage aus dem ÖPP- August-Meier-Haus. Diese Rücklage wurde für zukünftige Instandhaltungsmaßnahmen gebildet. Da die Instandhaltungsmaßnahmen erst bei Durchführung ergebniswirksam als Aufwand verbucht werden, wurde die gebildete Rücklage zugunsten einer Forderung umgewidmet und verbessert somit das Ergebnis im Berichtsjahr.

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung entwickelten sich wie folgt:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2025 EUR Vorjahr EUR
Pflege- / Krankenkassen und a Sozialhilfeträger b Selbstzahler c Sonstige d 2.111.731,45 2.143.249,60 179.964,67 1.939.597,17 1.594.448,13 182.721,32
insgesamt davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.434.945,72 0,00 3.716.766,62 0,00

Besonders die Forderungen gegenüber Selbstzahlern sind angestiegen. Hier werden Maßnahmen entwickelt, wie diese Forderungen künftig bearbeitet werden.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen:

Sonstige Vermögensgegenstände 2025 EUR Vorjahr EUR
Forderungen an Mitarbeiter 33.316,91 15.767,88
Debitorische Kreditoren Sonstige Forderungen 1.215,70 736.293,74 49.264,00 83.644,43
insgesamt davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 770.826,35 0,00 148.676,31 0,00

Unter den sonstigen Forderungen in Höhe von 736 TEUR schlägt die Umbuchung der Rücklage aus dem ÖPP zu Buche (siehe oben). Die gebildete Rücklage für zukünftige Instandhaltungsmaßnahmen wurde als sonstige Forderung umgewidmet.

III. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um 43 TEUR zum Stichtag 31.12.2025 gestiegen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2025 EUR Vorjahr EUR
Kassenbestand Guthaben bei Kreditinstituten 29.000,46 722.195,87 32.730,57 675.313,73
insgesamt 751.196,33 708.044,30

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag in Höhe von 109 TEUR ausgewiesen, welche den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Tag darstellen.

3.3. Passivseite

A. Eigenkapital

Der Werteverzehr im Eigenkapital durch den Verlust in Höhe von 1.238 TEUR im Jahr 2025 wird aufgefangen durch den Verlustausgleich der Stadt Nürnberg in Höhe von 2.336 TEUR für die Vorjahre. Somit steigt das Eigenkapital von 13.965 TEUR auf 15.064 TEUR. Gemäß Stadtratsbeschluss wurde der Jahresfehlbetrag 2024 in Höhe von 734.360,22 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

Anfangsstand 01.01.2025 Zugänge Abgänge Umbuchung Endstand 31.12.2025
Stammkapital Kapitalrücklagen Gewinn-/Verlustvortrag Jahresergebnis Eigenkapital 620.000,00 25.389.903,01 -11.310.102,10 -734.360,22 13.965.440,69 2 .335.866,00 € 2 .335.866,00 € 1.237.610,86 € 1.237.610,86 € - 734.360,22 € 734.360,22 € - € 620.000,00 € 25.389.903,01 € - 9 .708.596,32 € - 1 .237.610,86 € 15.063.695,83 €

B. Sonderposten

Gemäß § 5 Abs. 2 PBV sind „Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die mit öffentlichen Fördermitteln oder sonstigen Zuwendungen Dritter angeschafft oder hergestellt worden sind, auf der Aktivseite der Bilanz mit dem Bruttowert anzusetzen. Auf der Passivseite der Bilanz sind die bereits zweckentsprechend verwendeten Fördermittel oder Zuwendungen als Sonderposten gesondert auszuweisen, vermindert um den Betrag der bis zum jeweiligen Bilanzstichtag angefallenen Abschreibungen auf die mit diesen Mitteln finanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens“. Die Entwicklung des Sonderpostens aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Er entspricht den Restbuchwerten der mit diesen Mitteln (Fördermittel des Landes: FSL 15, 30, 58, 92; Fördermittel der Stadt Nürnberg: FSL 02, 31, 75, 95) finanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Bezüglich der Beschreibung der Finanzierungsschlüssel wird auf die Anlage 3 verwiesen.

Entwicklung des Sonderpostens aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen 2025 EUR Vorjahr EUR
Stand zum 01.01. 14.538.250,00 15.064.086,00
(a) Zuführung 50.993,19 41.192,75
(b) Auflösung 530.212,30 567.028,75
- Abschreibungen (530.212,30) (567.028,75)
- Anlagenabgänge zu RBW (0,00) (0,00)
Stand zum 31.12. 14.059.030,89 14.538.250,00

Die Zugänge des Sonderpostens aus öffentlichen Fördermitteln für Investitionen im Jahr 2025 in Höhe von 51 TEUR beinhalten die regelmäßige Förderung des Pflegepraxiszentrums.

Die Entwicklung des Sonderpostens aus nicht öffentlichen Fördermitteln für Investitionen wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Er entspricht den Restbuchwerten der mit diesen Mitteln (nicht öffentliche Förderung: FSL 11, 46, 74, 94) finanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Entwicklung des Sonderpostens aus nichtöffentlichen Fördermitteln für Investitionen 2025 EUR Vorjahr EUR
Stand zum 01.01. 3.198.862,00 3.370.760,00
(a) Zuführung - Anlagenzugänge (inkl. Umfinanzierung) - sonstiges 44.368,82 24.068,82 (20.300,00) 22.984,32 (22.984,32) (0,00)
(b) Auflösung - Abschreibungen (172.067,82) (170.968,18) 194.882,32 (190.842,36)
- sonstiges (1.099,64) (4.039,96)
Stand zum 31.12. 3.071.163,00 3.198.862,00

Die Zugänge des Sonderpostens aus nicht öffentlichen Fördermitteln für Investitionen im Jahr 2025 in Höhe von 24 TEUR beinhalten über Spenden beschaffte Einrichtungsgegenstände in allen Einrichtungen. Die Entwicklung der Fördernachweise ist in der Anlage 3 dargestellt.

C. Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr 2025 wie folgt entwickelt:

Langfristige Rückstellungen Stand zum 01.01.2025 EUR Verbrauch EUR Auflösung EUR Zuführung Zinseffekt EUR Stand zum 31.12.2025 EUR
Pensionsverpflichtungen Pensionsähnliche Beihilfeverpflichtungen Altersteilzeit 3.754.710,00 883.878,00 426.828,24 30.207,24 42.385,00 218.768,51 0,00 9.837,00 496.915,72 4.221,37 -73.993,48 -17.499,00 7.437,00 4.147.425,00 814.157,00 219.718,10
Summe Personalrückstellungen 5.065.416,24 291.360,75 9.837,00 501.137,09 -84.055,48 5.181.300,10
Dienstjubiläen Archivierung Abgang Grundstück AHJ Baulandbeschluss 70.708,91 30.179,89 0,00 4.667,38 5.491,15 5.514,74 208,90 66.041,53 30.412,38 0,00
Summe sonstige Rückstellungen 100.888,80 10.158,53 0,00 5.514,74 208,90 96.453,91
Summe langfristige Rückstellungen 5.166.305,04 301.519,28 9.837,00 506.651,83 -83.846,58 5.277.754,01
Kurzfristige Rückstellungen
Urlaub Überstunden 1.020.205,70 430.911,81 1.020.205,70 430.911,81 806.607,37 316.549,62 806.607,37 316.549,62
Leistungsentgelte 3.985,15 3.985,15 3.315,29 3.315,29
Summe Personalrückstellungen 1.455.102,66 1.455.102,66 0,00 1.126.472,28 0,0 1.126.472,28
Erstellung des Jahresabschlusses 57.396,00 57.396,00 41.021,00 41.021,00
örtliche Prüfung 26.666,00 26.666,00 26.666,00 26.666,00
überörtliche Prüfung Ausstehende Rechnungen Großreparaturen Instandhaltung 8.950,00 119.380,54 765.311,92 62.148 119.357,58 62.148 22,96 3.350,00 492.798,27 7.290,39 12.300,00 492.798,27 765.311,92 7.290,39
Summe sonst. Rückstellungen 1.039.852,07 265.567,19 22,96 571.125,66 0,00 1.345.387,58
Summe kurzfristige Rückstellungen 2.494.954,73 1.720.669,85 22,96 1.697.597,94 0,00 2.471.859,86
insgesamt 7.661.259,77 2.022.189,13 9.859,96 2.204.249,77 -83.846,58 7.749.613,87

Die Erläuterungen zu den Rückstellungen befinden sich in der Anlage 4.

D. Verbindlichkeiten

Der Verbindlichkeitsspiegel zum 31.12.2025 stellt sich wie folgt dar:

Bilanzposten aus Lieferung und Leistungen gegenüber dem Träger der Einrichtung gegenüber Kreditinsituten aus öffentlicher Förderung aus nicht öffentlicher Förderung Sonstige Verwahrgelder Umsatzsteuer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren EUR Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren EUR insgesamt EUR
1.518.772,41 3.637.474,90 1.313.664,89 0,00 2.537.576,83 659.086,67 597.075,21 6.858,29 5.021.218,59 21.167,61 16.348.094,40 599.459,22 1.539.940,02 3.637.474,90 22.682.977,88 0,00 2.537.576,83 1.258.545,89 597.075,21 6.858,29
insgesamt 10.270.509,20 5.021.218,59 16.968.721,23 32.260.449,02

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber dem Träger der Einrichtung wird unter anderem der Saldo des Kontokorrentkontos zur Stadt Nürnberg in Höhe von 2.320 TEUR ausgewiesen sowie weitere Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von 1.317 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus nicht öffentlicher Förderung betreffen überwiegend Spenden. Eine Großspende betrifft die Laurusstern-Stiftung mit 2.000 TEUR für Modernisierungsmaßnahmen für Platnersberg. Verwahrgelter von Heimbewohnern werden in Höhe von 597 TEUR ausgewiesen. Es bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB. Weiterhin sind die zwischen dem NürnbergStift und der NürnbergStift Service gGmbH geschlossenen Verträge (Raum- und Gerätemietvertrag, Werkvertrag und Dienstleistungsvertrag) auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und mit einer Kündigungszeit von drei Monaten zum Quartalsende von beiden Seiten kündbar. Der Vertrag zu Beratungs- und Unterstützungsleistungen mit der Firma Schwan & Partner ist auf unbefristete Zeit abgeschlossen und kann aktuell mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten von beiden Seiten gekündigt werden.

3.4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Erträge

Die Leistungserträge beinhalten alle Leistungen aus den unmittelbaren pflegerischen Leistungen und berechnen sich aus Pflegeleistungen, Erträge aus Unterkunft und Verpflegung und den gesondert berechneten Investitionskosten. Im Jahr 2025 stellen Sie sich wie folgt dar:

Leistungserträge

2024 TEUR 2025 TEUR

3.553 3.656
6.299 6.71 9
3.861 4.352
1.146 1.572
806 840
25.460 27.
414 617
471 339

Abbildung 12

Erträge Investitionskosten

Abbildung 11

Erträge Unterkunft und Verpflegung

Erträge geriatrischen Rehabilitation

Erträge ambulanten Pflege

Erträge Wohnen

Erträge vollstationärer Pflege

Erträge teilstationärer Pflege

Erträge Rüstige

0 10.000 20.000 30.000

Die Erträge in allen Leistungsbereichen sind angestiegen. Das liegt zum einen an der verbesserten Auslastungsquote zum anderen auch an den erfolgreich geführten Verhandlungen. Lediglich der Bereich Rüstige hat im Berichtsjahr deutlich geringere Erträge. Das ist dadurch begründet, dass der Bereich in der Mitte des Jahres verkleinert wurde und nur noch 36 Plätze statt wie bisher 72 Plätze anbietet.

II. Personalaufwand

Der Personalaufwand besteht aus:

Personalaufwand 2025 EUR Vorjahr EUR 24.409.449,56 4.909.196,46 2.454.433,89 88.109,32 7.451.739,67 31.861.189,23
a Löhne und Gehälter 25.610.758,37
- Gesetzliche Sozialausgaben - Altersversorgung - Beihilfen und Unterstützungen b Sozialabgaben und Altersversorgung 5.492.773,77 2.811.997,70 -2.097,61 8.302.673,86
insgesamt 33.913.432,23

Die Anzahl der Mitarbeitenden Vollkräfte (VK) im Jahresvergleich hat sich leicht reduziert:

Abbildung 13

Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter ist mit 517 VK im Berichtsjahr zum 31.03.2025 auf 498 VK gesunken.

Der Personalaufwand ist in TEUR dargestellt und teilt sich 2025 wie folgend dargestellt nach Beschäftigungsgruppen auf:

Abbildung 14

Die Verteilung der nicht zurechenbaren Personalkosten ist nachfolgend dargestellt:

Entwicklung Aufteilung nicht zurechenbaren

Personalkosten seit 2023 TEUR

1.500

1.000

-500

2023 TEUR 2024 TEUR 2025 TEUR

Zur Berechnung der Rückstellungen für noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche für die einzelnen Personalgruppen, wurden die durchschnittlichen Jahrespersonalkosten je Vollkraft angesetzt. Die für die Berechnung der Rückstellung notwendige Anzahl der durchschnittlichen Ist-Arbeitstage sind für 2025 mit 218 Tagen definiert worden (2024: 220 Tage).

Zum 31.12.2025 bestanden Urlaubsansprüche in Höhe von 2.697 Tagen, im Vergleich zum Vorjahr mit 3.115 Tagen sind es 418 Tage weniger. Zum 31.12.2025 wurde für 7.704,03 Überstunden eine Rückstellung gebildet. Dies ist ein Abbau im Vergleich zum Vorjahr (9.831,86 Stunden) um 2.127,83 Stunden.

III. Sachaufwand

Der Sachaufwand im Jahr 2025 teilt sich auf in folgende Positionen (vgl. Vorjahreswert):

Abbildung 15

Besonders der Aufwand für Verwaltungsumlage der Stadt Nürnberg ist von 495 TEUR im Vorjahr auf

983 TEUR im Berichtsjahr gestiegen. Diese Aufwendungen stellen die Verwaltungskostenerstattung (VKE) und Aufwendungen für erbrachte Leistungen des IT-Bereichs der Stadt Nürnberg dar. Die VKE beinhaltet städtische Overheadkosten (z.B. Stadtrat, Rathäuser, statistisches Amt, Referate, etc.) und die zentralen Leistungen der Querschnitts-Dienststellen (z.B. DIP, PA, Rpr) und wird auf Basis einer geschätzten Inanspruchnahme ermittelt. Die Verwaltungskostenerstattungen an den Träger werden von den Kostenträgern als spezifischer Aufwand nicht anerkannt und sind daher nicht über die Pflegesätze refinanziert. Diese nicht refinanzierten Kosten tragen zum Defizit bei.

Die Entwicklung des Materialaufwandes wird in der nachfolgenden Grafik dargestellt.

Abbildung 16

In allen Bereichen sind die Kosten im Drei-Jahres-Vergleich nahezu konstant geblieben. Das zeigt den wirtschaftlich gut gesteuerten Verbrauch in allen Bereichen.

Der Anstieg bei den Steuern, Abgaben und Versicherungen betreffen u.a. Nachzahlungen für Niederschlagswasser im August Meier Haus rückwirkend bis 2023 sowie erhöhte Abfallgebühren. Die negative Steuerlast erklärt sich aus einer Rückzahlung der Gewerbesteuer aus 2023.

2025 EUR Vorjahr EUR Veränderung EUR
Steuern Abgaben Versicherungen Summe -5.091,36 1.161.569,46 72.714,61 31.141,95 997.514,60 70.110,28 -36.233,31 164.054,86 2.604,33
1.229.192,71 1.098.766,83 130.425,88

Unter der Position Mieten, Pacht und Leasing in Höhe von 896 TEUR ist die Miete für die Senioren- Wohnanlage Heilig-Geist-Spital in Höhe von 388 TEUR enthalten. Für Letztere erfolgt unter der GuV- Position „Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten“ ein Ausgleich.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung dargestellt:

Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung 2025 EUR Vorjahr EUR Veränderung EUR
a Instandhaltung und Instandsetzung - Betriebsbauten Instandhaltung AMH - Wohnbauten - Außenanlagen - Technische Anlagen - Einrichtungen und Ausstattungen - Fahrzeuge - Sonstiges Summe Instandhaltung 1.361.415,99 0,00 2.617,57 10.538,69 82.432,89 181.136,35 7.399,55 3.330,10 1.195.801,57 208.637,28 2.083,76 8.372,07 133.800,61 170.720,76 13.134,46 24.641,21 165.614,42 -208.637,28 533,81 2.166,62 -51.367,72 10.415,59 -5.734,91 -21.311,11
1.648.871,14 1.757.191,72 -108.320,58
b Wartung Wartung Gebäudemanagement AMH 313.619,55 141.006,04 263.828,00 128.568,15 49.791,55 12.437,89
Sunme Wartung insgesamt 454.625,59 2.103.496,73 392.396,15 2.149.587,87 62.229,44 -46.091,14

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr 287 TEUR gesunken, da kaum periodenfremde Aufwendungen angefallen sind. Da der Buchungsschluss weit ins Jahr 2026 gefallen ist, konnten Rechnungen, die spät eingingen, noch ins Jahr 2025 gebucht werden.

IV. Finanzergebnis

Zinsen und ähnliche Erträge 2025 EUR Vorjahr EUR
a Zinsen aus Geldanlagen b Zinsen aus Bilmog c Zinsen aus Forderungen 5.632,87 91.492,49 0,00 16.210,46 24.402,11 8,13
insgesamt 97.125,36 40.620,70

Aufgrund des Abbaus der Rückstellungen für Pensionen und Beihilfen betrugen die Zinserträge 97 TEUR (Vorjahr: 41 TEUR). Darin enthalten sind insbesondere Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Die Zinsaufwendungen in Höhe von 412 TEUR blieben konstant (Vorjahr: 409 TEUR). Sie enthalten Zinsen für Darlehen, Zinsen aus dem Betriebsmittelkredit der Stadt Nürnberg sowie Aufzinsungen von Rückstellungen.

V. Jahresergebnis

Für den im Geschäftsjahr 2025 ausgewiesenen Fehlbetrag in Höhe von 1.238.230,86 Euro wird vorgeschlagen, dass er auf neue Rechnung vorgetragen wird. Die Werkleitung des NürnbergStift legt den nach den geltenden Vorschriften der PBV, des HGB und der WkPV erstellten Jahresabschluss vor und unterzeichnet diesen gemäß § 245 HGB.

4. Unterzeichnung des Jahresabschlusses

Nürnberg, 01.09.2026

Elisabeth Ries Melanie Miermeister Erste Werkleiterin Zweite Werkleiterin

Unternehmensdaten Corporate Governance

Die im NürnbergStift zusammengefassten ambulanten, teil- und vollstationären Einrichtungen einschließlich der Nebenbetriebe sind öffentliche Einrichtungen der Stadt Nürnberg. Das NürnbergStift ist als Eigenbetrieb organisiert und wird als Sondervermögen verwaltet (§ 1 WkPV). Gemäß § 3 der Betriebssatzung verfolgt das NürnbergStift ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung, welche durch die Förderung der Altenhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege im Rahmen der Unterhaltung von Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen bestimmt sind. Zuständige Organe für das NürnbergStift sind der Oberbürgermeister, der Stadtrat, der Werkausschuss und die Werkleitung (§ 4 der Betriebssatzung). Die Werkleitung setzt sich zusammen aus der Referentin für Jugend, Familie und Soziales als 1. Werkleiterin und den 2. Werkleiterinnen mit der gleichzeitigen Funktion als Dienststellenleiter. Durch eine Satzungsänderung im Stadtrat am 23.02.2022 wurde neben einer Einzel- auch eine Doppelspitze an der zweiten Werkleitung ermöglicht. Durch Beschluss der Gremien bestand seit dem 01.06.2022 die zweite Werkleitung aus zwei Personen. Seit dem 1. August 2025 ist die zweite Werkleitung erneut als Einzelspitze ausgeprägt und mit Frau Melanie Miermeister besetzt. Die Werkleitung war im Geschäftsjahr 2025 sowie bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses wie folgt besetzt:

1. Werkleitung Elisabeth Ries
2. Werkleitung Melanie Miermeister Ab 01.08.2025
Technisch- organisatorische Werkleitung Melanie Miermeister Ab 01.02.2024
Fachlich- Kaufmännische Werkleitung Indira Schmude-Basic Ende 31.07.2025

Der Werkausschuss NürnbergStift war im Geschäftsjahr 2025 wie folgt besetzt:

Name Partei
Vorsitz Christian Vogel SPD
Stadträtin Nicole Alesik CSU
Stadträtin Jasmin Bieswanger SPD
Stadtrat Alexander Damm Freie Allianz
Stadtrat Özlem Demir Die Linke
Stadtrat Michael Feder AfD
Stadträtin Andrea Friedel Bündnis 90/Die Grüne
Stadtrat Jan Gehrke ÖDP
Stadträtin Elke Härtel SPD
Stadträtin Rita Heinemann CSU
Stadtrat Michael Kraus CSU
Stadträtin Diana Liberova SPD
Stadträtin Reka Lörincz Bündnis 90/Die Grünen-Volt
Stadträtin Gabriele Penzkofer-Röhrl SPD
Stadtrat Catrin Seel CSU
Stadtrat Markus Tischner CSU
Stadträtin Lemia Yiyit Bündnis 90/Die Grünen

Aufgabe des NürnbergStift ist die bestmögliche und bedarfsgerechte Versorgung der älteren Bevölkerung durch ambulante, teilstationäre und vollstationäre Hilfen nach dem auf Landesebene geltenden Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG), dem auf Bundesebene geltenden Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG), dem SGB V und dem SGB XI sicherzustellen. Der Betrieb der Einrichtungen ist privatrechtlich geregelt. Mit den Vertretern der Krankenkassen wird die Vergütung nach § 111 SGB V für die Geriatrische Rehabilitationseinrichtung vereinbart. Für die Pflegebereiche werden die Entgelte mit den Vertretern der Pflegekassen und dem überörtlichen Sozialhilfeträger nach § 85 SGB XI verhandelt und abgeschlossen. Für den sogenannten „Rüstigen“ - Bereich sind die Pensionssätze mit dem überörtlichen Sozialhilfeträger zu vereinbaren. Die Entgelte für die Wohnheime werden durch NüSt festgesetzt. Die Vergütung der ambulanten Pflegeleistungen und der hauswirtschaftlichen Versorgung erfolgt gemäß § 89 SGB XI nach dem Vertrag, der zwischen den Vertretern der Leistungserbringer und den Vertretern der Pflegekassen, der sonstigen Sozialversicherungsträger und den Sozialhilfeträgern abgeschlossen wird.

Anlage 1: Plan-Ist Vergleich der Einrichtungen

Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See

Sebastianspital Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 16.218 17.150 931 5,7% 16.375 775 4,5%
Personalkosten 9.890 10.448 558 5,6% 10.344 -104 -1,0%
Sachkosten 5.089 5.645 556 10,9% 5.446 -198 -3,5%
Betriebsergebnis vor Umlage 1.239 1.057 -182 -14,7% 585 472 44,7%
Umlagen 1.457 1.368 -89 -6,1% 1.562 194 14,2%
Betriebsergebnis nach Umlage -218 -311 -94 42,9% -977 666 -213,8%
Neutrales Ergebnis -13 18 32 -235,1% -1 19 105,6%
Gesamtergebnis -231 -293 -62 26,7% -978 685 -233,6%

Das Sebastianspital schließt im Jahr 2025 mit einem negativen Ergebnis von 293 TEUR ab und trotzdem 685 TEUR über dem Nachtragsplan. Das Betriebsergebnis vor der Umlage der Zentrale ist 472 TEUR besser als das geplante. In der Pflege war die Unterdeckung im Personalbereich mit -2,7 im Jahr 2025 im negativen Bereich. Die Erhöhung der Pflegesätze betrug zum 01.07.2025 in der allgemeinen Pflege 3,00 %, im Gerontobereich 7,17 %.

August-Meier-Haus

August-Meier-Haus Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 10.546 11.564 1.018 9,7% 11.543 21 0,2%
Personalkosten 6.221 6.656 435 7,0% 6.594 -61 -0,9%
Sachkosten 4.918 5.077 159 3,2% 5.238 161 3,2%
Betriebsergebnis vor Umlage -593 -169 424 -71,5% -290 121 -71,3%
Umlagen 975 916 -59 -6,1% 1.045 130 14,2%
Betriebsergebnis nach Umlage -1.568 -1.085 483 -30,8% -1.335 250 -23,1%
Neutrales Ergebnis 296 438 142 48,2% 29 409 93,5%
Gesamtergebnis -1.272 -647 625 -49,2% -1.306 660 -102,0%

Das August-Meier-Haus schließt das Jahr mit einem Ergebnis mit -647 TEUR ab. Dieses Ergebnis liegt deutlich (625 TEUR) über dem Vorjahreswert und 660 TEUR besser als das geplante Ergebnis. Die Erträge liegen um 1.018 TEUR über den Erträgen im Jahr 2024 und entsprechend weitestgehend dem Plan. Im Jahresdurchschnitt waren von den angebotenen 16 Plätzen nur drei belegt. Die Nachtpflege konnte mangels Nachfrage nicht zum Laufen gebracht werden. Die Erhöhung der Pflegesätze betrug zum 01.07.2025 in der allgemeinen Pflege 2,65 %, im Bereich Geronto 1,94 % und in der Pflegeoase 3,79 %.

Die Personalkosten entsprechen dem Plan trotz einer Überdeckung von 7,5 VK in der Pflege. Für Zeitarbeit in der Pflege und in der Verwaltung sind Kosten in Höhe von 196 TEUR (Vorjahr: 607 TEUR) angefallen. Die Sachkosten in Höhe von 5.077 TEUR liegen 161 TEUR unter den geplanten Aufwendungen.

Senioren-Wohnanlage St. Johannis

Seniorenwohnanlage Johannis Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 6.552 6.900 348 5,3% 6.970 -70 -1,0%
Personalkosten 4.049 3.943 -107 -2,6% 4.054 111 2,8%
Sachkosten 2.720 2.545 -176 -6,5% 2.600 56 2,2%
Betriebsergebnis vor Umlage -217 413 630 -290,2% 316 97 23,4%
Umlagen 663 630 -33 -4,9% 710 80 12,7%
Betriebsergebnis nach Umlage -880 -217 663 -75,3% -394 177 -81,3%
Neutrales Ergebnis 2.497 4 -2.493 -99,8% 0 4 89,9%
Gesamtergebnis 1.617 -213 -1.830 -113,2% -394 181 -84,7%

Die Senioren-Wohnanlage in St. Johannis schließt das Jahr 2025 mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 213 TEUR ab. Der Wert liegt über dem Planwert von -394 TEUR und unter dem Vorjahreswert (1.617 TEUR). Allerdings ist im Vorjahr die Auflösung der im Jahr 2028 gebildeten Rückstellung in Höhe von 2.600 TEUR beim Verkauf des Gebäudes Johannis für die Verpflichtung aus dem Baulandbeschluss der Stadt Nürnberg abgebildet. Das Vorjahresergebnis nach Umlage ohne die Auflösung der Rückstellungen liegt um 619 TEUR unter dem Ergebnis nach Umlage im Berichtsjahr. Die Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 348 TEUR angestiegen, während die Personalkosten sogar minimal reduziert werden konnten. Die Überdeckung in der Pflege betrug im Berichtsjahr 4,0 VK, für Zeitarbeit wurden 31 TEUR ausgegeben (Vorjahr: 44 TEUR). Die Erhöhung der Pflegesätze betrug zum 01.07.2025, 0,17 %.

Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Seniorenwohnanlage Platnersberg Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 4.382 4.778 397 9,1% 4.671 108 2,3%
Personalkosten 2.797 3.036 239 8,6% 3.341 306 10,1%
Sachkosten 1.723 1.734 11 0,7% 1.941 207 11,9%
Betriebsergebnis vor Umlage -138 8 146 -105,9% -612 620 7630,1%
Umlagen 477 448 -29 -6,1% 511 63 14,2%
Betriebsergebnis nach Umlage -615 -440 175 -28,5% -1.123 684 -155,5%
Neutrales Ergebnis 80 -19 -99 -124,2% -2 -17 89,8%
Gesamtergebnis -535 -459 76 -14,2% -1.125 666 -145,1%

Das Jahresergebnis der Seniorenwohnanlage Platnersberg beträgt -459 TEUR. Es liegt damit um 76 TEUR über dem Vorjahreswert und um 666 TEUR über dem Plan. Die Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 397 TEUR gestiegen. Die Sachkosten haben sich seit 2024 minimal um jeweils 11 TEUR erhöht. Die Überdeckung in der Pflege betrug im Berichtsjahr 2,9 VK, für Zeitarbeit wurden 184 TEUR beansprucht. Die Erhöhung der Pflegesätze betrug zum 01.07.2025 in der allgemeinen Pflege 2,83 %.

Senioren-Wohnanlage-Heilig-Geist-Spital

Heilig-Geist-Spital Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 1.061 1.099 38 3,5% 1.077 22 2,0%
Personalkosten 142 167 25 17,9% 167 0 -0,2%
Sachkosten 1.061 1.058 -3 -0,3% 1.016 -41 -3,9%
Betriebsergebnis vor Umlage -141 -126 16 -11,0% -106 -20 15,8%
Umlagen 86 77 -9 -10,0% 48 -29 -37,7%
Betriebsergebnis nach Umlage -227 -203 24 -10,6% -154 -49 24,1%
Neutrales Ergebnis 78 88 9 12,0% 0 88 100,0%
Gesamtergebnis -149 -116 34 -22,5% -154 38 -33,2%

Das Heilig-Geist-Spital schließt das Jahr 2025 mit einem Verlust von 116 TEUR ab und damit um 33 TEUR besser als im Vorjahr. Die Erträge sind moderat um 38 TEUR angestiegen, wobei die Personalkosten nur um 25 TEUR gestiegen sind und die Sachkosten sogar um 3 TEUR gesenkt werden konnten.

Ambulanter Dienst

Ambulanter Dienst Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 1.184 1.612 429 36,2% 1.488 125 7,7%
Personalkosten 1.261 1.429 167 13,3% 1.447 18 1,3%
Sachkosten 156 187 31 20,0% 218 31 16,6%
Betriebsergebnis vor Umlage -234 -4 230 -98,4% -178 174 -4639,3%
Umlagen 96 114 18 18,4% 125 12 10,3%
Betriebsergebnis nach Umlage -330 -117 212 -64,4% -303 186 -158,2%
Neutrales Ergebnis 4 11 7 183,4% 0 11 100,0%
Gesamtergebnis -326 -107 219 -67,3% -303 197 -184,5%

Das Jahresergebnis des Ambulanten Dienstes beträgt -107 TEUR und liegt somit deutlich (219 TEUR) über dem Vorjahr und 197 TEUR über dem Plan. Die Erträge konnten um 429 TEUR auf 1.612 TEUR gesteigert werden. Die Vergütungssätze wurden gmeinsam als Vergütungsgemeinschaft mit Münchenstift verhandelt, auch deshalb konnten gute Vergütungssätze durchgesetzt werden.

Geriatrische Reha

Reha Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 3.884 4.374 489 12,6% 4.263 111 2,5%
Personalkosten 2.600 2.768 168 6,5% 3.272 504 18,2%
Sachkosten 892 840 -52 -5,8% 943 103 12,2%
Betriebsergebnis vor Umlage 392 766 373 95,2% 48 718 93,8%
Umlagen 225 191 -34 -15,0% 241 50 26,2%
Betriebsergebnis nach Umlage 167 574 407 243,5% -193 768 133,7%
Neutrales Ergebnis -5 22 27 -552,1% 25 -3 -13,6%
Gesamtergebnis 162 596 434 267,4% -168 765 128,2%

Die geriatrische Reha schließt im Jahr 2025 mit einem positiven Ergebnis von 596 TEUR ab und damit um 434 TEUR besser als das Vorjahr und mit 765 TEUR über Plan. Im Oktober 2024 führten wir mit Unterstützung des Klinikums Nürnberg erstmalig Vergütungsverhandlungen durch. Wir verhandelten eine Erhöhung der Pflegesätze um 16,98 %, im letzten Jahr wurde der Pflegesatz um 4,2 % erhöht. Durch diese Erhöhung, die kontinuierliche Best-Auslastungssteuerung und sehr gute Personaleinsatzplanung liegen die Erträge in Höhe von 4.374 TEUR mit 111 TEUR über dem Plan.

Zentrale

Zentrale Ist TEUR 2024 Ist TEUR 2025 Ist vs. Vorjahr in TEUR in % N-Plan TEUR 2025 Ist vs. N-Plan in TEUR in %
Erträge 2.365 2.167 -198 -8,4% 2.289 -122 -5,6%
Personalkosten 4.321 4.113 -208 -4,8% 4.424 311 7,6%
Sachkosten 2.117 1.847 -270 -12,8% 2.111 264 14,3%
Betriebsergebnis vor Umlage -4.073 -3.792 280 -6,9% -4.245 453 -11,9%
Umlagen -3.979 3.745 7.724 -194,1% -4.244 -7.988 -213,3%
Betriebsergebnis nach Umlage -94 -48 46 -48,8% -2 -46 96,8%
Neutrales Ergebnis 94 48 -46 -48,8% 2 46 96,8%
Gesamtergebnis 0 0 0 0,0% 0 0 602,0%

Die Zentrale beendet das Jahr mit einem Ergebnis von 0 EUR, da durch Umlageverrechnung durch einen zentralen Umlageschlüssel ein ausgeglichenes Ergebnis entsteht. Die Personalkosten in der Zentrale sind um 208 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Ebenso wurden Sachkosten in Höhe von 270 TEUR verglichen mit 2024 eingespart.

Anlage 2: Belegung der Einrichtungen

Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See

Belegungsdaten AHS Bereich 2025 Vorjahr 18 254 0
Plätze (im Jahresdurchschnitt) (im Jahresdurchschnitt) (im Jahresdurchschnitt) Pflege: - maximal belegbare Plätze Tagespflege - maximal belegbare Plätze Allgemeine Pflege - maximal belegbare Plätze Geronto 18 210 44
insgesamt: - maximal belegbare Plätze 272 272
Auslastung Tagespflege Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) 3.335 74,1 3.417 75,9 87.656
Auslastung stationäre Pflege Belegungstage (BT) 86.703
Auslastungsgrad (in %) 93,5 94,3
Gesamt AHS
Belegungstage insgesamt 90.038 91.073
Auslastungsgrad (in %) insgesamt 92,6 93,4

Bewohnerstruktur nach der Pflegegradverteilung

Bewohnerstruktur AHS 2025 BT BewohnerØ in % Vorjahr BT BewohnerØ in %
(a) Tagespflege 3.335 13 3,7 3.417 14 3,8
(b) Pflege 86.703 240 96,3 87.656 240 96,2
ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeitpflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5 12 6.536 37 8.386 30.684 24.205 16.843 0 30 0 25 87 65 33 0,0 7,3 0,0 9,3 34,1 26,9 18,7 0 10.939 0 8.971 31.758 23.971 12.017 0 30 0 25 87 65 33 0,0 12,0 0,0 9,9 34,9 26,3 13,2
insgesamt 90.038,0 253 100,0 91.073 253 100,0

August-Meier-Haus

Belegungsdaten AMH Bereich 2025 Vorjahr
Plätze/Wohneinheiten (WE) (im Jahresdurchschnitt) Allgemeine Pflege: - maximal belegbare Plätze Geronto - maximal belegbare Plätze Pflegeoase - maximal belegbare Plätze Tagespflege - maximal belegbare Plätze Nachtpflege - maximal belegbare Plätze 114 34 10 16 8 114 34 10 16 8 174 Vorjahr 1067,0 18,2 0,0 0,0 Vorjahr 57.390 99,2 58.457 88,1
insgesamt: - maximal belegbare Plätze 174
Bereich Tagespflege Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) Nachtpflege Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) Bereich Stationäre Pflege Belegungstage (BT) Auslastungsgrad (in %) insgesamt 2025
2147,0 36,8
57,0 2,0
2025
57.295 99,3
59.499
Auslastungsgrad (in %) Einrichtung (in %) 89,6

Bewohnerstruktur nach der Pflegegradverteilung

Bewohnerstruktur 2025 2024
AMH BT BewohnerØ in % BT BewohnerØ in %
a) Tagespflege 2147 6 3,6 1067 3,2 1,8
(b) Pflege ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeitpflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5 insgesamt 57.295 439 2.253 11.677 23.412 11.600 7.914 59.442 157 0 2 8 47 51 31 19 163 96,4 0,0 0,7 3,8 19,6 39,4 19,5 13,3 100,0 57.390 1 753 2.794 17.076 18.515 11.221 7.030 58.457 157 0 2 8 47 51 31 19 160 98,2 0,0 1,3 4,8 29,2 31,7 19,2 12,0 100,0

Senioren-Wohnanlage St. Johannis

Belegungsdaten AHJ Bereich 01-06/2025 07-12/2025 2024
Plätze/Wohneinheiten (WE) Pflege:
(im Jahresdurchschnitt) - maximal belegbare Plätze 96 122 96
Rüstig: - maximal belegbare Plätze Wohnen: - maximal belegbare Plätze 72 64 0 64 72 64 232 37.447 5.379
insgesamt: - maximal belegbare Plätze 232 186
Belegungstage (BT) Pflege: Rüstig: 19.513 1.719 21.273 0
Wohnen: 9.952 9.722 21.785
insgesamt 31.184 30.995 64.611 76,1
Auslastungsgrad (in %) Einrichtung 74,3 90,6

Darstellung der Bewohnerstruktur nach Pflegegradverteilung

Bewohnerstruktur 01-06/2025 07-12/2025 2024
AHJ BT BewohnerØ in % BT BewohnerØ in % BT BewohnerØ in %
(a) Pflege ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeit- & Verhinderungspflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5 19.513 231 1.266 6.054 8.093 3.115 754 107,8 1,3 7,0 33,4 44,7 17,2 4,2 62,6 0,0 0,7 4,1 19,4 26,0 10,0 2,4 21.273 1.503 588 1.145 5.554 8.778 2.375 1.330 115,6 8,2 3,2 6,2 30,2 47,7 12,9 7,2 68,6 4,8 1,9 3,7 17,9 28,3 7,7 4,3 37.447 788 2.200 11.596 13.969 6.768 2.126 102,3 2,2 6,0 31,7 38,2 18,5 5,8 58,0 0,0 1,2 3,4 17,9 21,6 10,5 3,3
(b) Rüstig 1.719 9,5 5,5 0 0,0 0,0 5.379 15 8,3
(c) Wohnen 9.952 55,0 31,9 9.722 52,8 31,4 21.785 60 33,7
insgesamt 31.184 172,3 100,0 30.995 168,5 100,0 64.611 177 100,0

Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Bereich 2025 Vorjahr 89 0 89 30.141 0 30.141 92,5
Pflege: - maximal belegbare Plätze Rüstig: - maximal belegbare Plätze 89 0
insgesamt: - maximal belegbare Plätze 89
Pflege: Rüstig: 30.838 0
insgesamt 30.838
Einrichtung 94,9

Darstellung der Bewohnerstruktur nach Pflegegradverteilung

Bewohnerstruktur 2025 Vorjahr
AHP BT BewohnerØ in % BT BewohnerØ in %
(a) Pflege ohne PG / noch nicht gestuft Kurzzeit- & Verhinderungspflege PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5 30.838 2.706 939 2.620 8.951 6.619 5.753 3.250 84,5 7,4 2,6 7,2 24,5 18,1 15,8 8,9 100,0 8,8 3,0 8,5 29,0 21,5 19 11 30.141 2.831 626 2.623 8.103 7.582 6.151 2.225 82 8 2 7 22 21 17 6 100,0 9,4 2,1 8,7 26,9 25,2 20 7
(b) Rüstig 0 0 0,0 0 0 0,0
insgesamt 30.838 84 100,0 30.141 82 100,0

Senioren-Wohnanlage Heilig-Geist-Spital

Belegungsdaten HSP Bereich 2025 Vorjahr 106 38.796 100,0
Wohneinheiten (im Jahresdurchschnitt) Wohnheim: - maximal belegbare Plätze 106
Belegungstage (BT) Wohnheim 38.584
Auslastungsgrad (in %) Einrichtung 100,0

Ambulanter Dienst

Abbildung 17

Geriatrische Reha

Belegungsdaten Reha Bereich 2025 Vorjahr 44 14.948 93,1
Plätze (im Jahresdurchschnitt) Rehabilitation - maximal belegbare Plätze 44
Belegungstage (BT) Rehabilitation 14.763
Auslastungsgrad (in %) Einrichtung 91,7

Anlage 3: Anlagevermögen und Fördernachweise

Abbildung 18

Die Finanzierungsarten des Anlagevermögens bestimmen sich durch die Finanzierungsschlüssel:

FLS Einrichtungsart Finanzierungschlüssel
1 reine Pflege (Bereich SGB XI) Eigenkapital
2 reine Pflege (Bereich SGB XI) öffentliche Förderung Kommune
8 reine Pflege (Bereich SGB XI) Darlehen
11 reine Pflege (Bereich SGB XI) nicht öffentliche Förderung
15 reine Pflege (Bereich SGB XI) öffentliche Förderung Land
30 gemischte Einrichtung - Pflege öffentliche Förderung Land
31 gemischte Einrichtung - Pflege öffentliche Förderung Kommune
46 gemischte Einrichtung - Pflege nicht öffentliche Förderung
50 gemischte Einrichtung - Pflege Darlehen
54 gemischte Einrichtung - Pflege Eigenkapital
58 gemischte Einrichtung - nicht Pflege öffentliche Förderung Land
74 gemischte Einrichtung - nicht Pflege nicht öffentliche Förderung
75 gemischte Einrichtung - nicht Pflege öffentliche Förderung Kommune
78 gemischte Einrichtung - nicht Pflege Darlehen
81 gemischte Einrichtung - nicht Pflege Eigenkapital
90 andere Einrichtungen - nicht Pflege Eigenkapital
92 andere Einrichtungen - nicht Pflege öffentliche Förderung Land
94 andere Einrichtungen - nicht Pflege nicht öffentliche Fördeurng
95 andere Einrichtungen - nicht Pflege öffentliche Förderung Kommune
98 andere Einrichtungen - nicht Pflege Darlehen

Anbei der Anlagen- und Fördernachweis nach § 4 PVB.

Abbildung 19

Abbildung 20

Anbei der Fördernachweis öffentliche Förderung

Abbildung 21

Anbei Fördernachweis nicht öffentliche Förderung

Abbildung 22

Anlage 4: Erläuterungen zu den Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen werden durch ein versicherungsmathematisches Gutachten belegt. Dieses wurde für den Abschluss 2025 durch die Stadt Nürnberg mit der Unterstützung der Software HPR (Version 6.5.0.13-Kommunal, Testierung vom 28.08.2018) eigenverantwortlich erstellt. Die Ausfertigung erfolgte nach alter (in komprimierter Form) und neuer Berechnungsmethodik unter Anwendung der Artikel 7 - 9 des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11.03.2016 (veröffentlicht BGBl. I, 2016, Nr. 12 vom 16.03.2016). In beiden Gutachten sind folgende Grundlagen einheitlich zur Anwendung gebracht worden:

Die Abweichung beider Gutachten liegt in der Anwendung, der für die Diskontierung der Altersversorgungsverpflichtungen heranzuziehenden durchschnittlichen Marktzinssätze, die von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht werden. Nach alter Methodik werden Zinssätze herangezogen, welche sich für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren, ermittelt aus 7 Geschäftsjahren, ergeben (Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB – bisher). Diese betrugen zum 31.12.2025 2,22 %. Im Gutachten des Vorjahres wurde mit 1,96 % kalkuliert. Nach neuer Methodik ergeben sich die Zinssätze aus 10 Geschäftsjahren. Die in beiden Gutachten ermittelten Gesamtpensionen belaufen sich auf 13.418.346 EUR (alte Methodik – durchschnittlicher Zinssatz der letzten 7 Jahre) bzw. 13.682.731 EUR (neue Methodik – durchschnittlicher Zinssatz der letzten 10 Jahre). Der Unterschiedsbetrag beläuft sich auf 264.385 EUR. In der Pensionsrückstellung werden nur passivierungspflichtige Rückstellungen für „Neuzusagen“ (Rechtsanspruch ab dem 01.01.1987) gebildet. Bei Verpflichtungen für laufende Versorgungsleistungen oder Anwartschaften auf Versorgungsleistungen aufgrund einer unmittelbaren Zusage nach beamtenrechtlichen Grundsätzen oder tarifvertraglichen Vereinbarungen, für den die Berechtigten ihren Rechtsanspruch bereits vor dem 01.01.1987 erworben haben, wurde das Wahlrecht zur Passivierung nicht in Anspruch genommen. Der Bestand an passivierungspflichtigen Pensionsansprüchen zum 31.12.2025 beträgt nach neuer Bewertungsmethodik 4.147.425 EUR. Der Unterschiedsbetrag aus der Berechnung mit dem 10-Jahresdurchschnittsatz und dem 7-Jahresdurchschnittsatz beträgt bei den passivierungspflichtigen Pensionsrückstellungen 141.233 Euro zum 31.12.2025. Zum Jahresabschluss 31.12.2025 wurde die Pensionsrückstellung mit einem Zinssatz von 2,05 % berechnet. Im Vorjahr wurde mit einem Zinssatz von 1,9 % gerechnet, der positive Effekt aus der Zinsänderung beträgt 145.046 Euro. Die Beihilferückstellung wird durch ein versicherungsmathematisches Gutachten durch die Stadt Nürnberg belegt. Analog zum Pensionsgutachten wurde als Berechnungsmethode das Teilwertverfahren angewandt und die Diskontierung der Rückstellung nach den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssätzen (2025: 2,22 %, Vorjahr: 1,96 %) vorgenommen, welche sich für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ergeben. Für diese Rückstellung sind die neuen Regelungen zum Marktzinssatz nicht anwendbar. Der Berechnung liegen die Richttafeln Heubeck 2018 G zugrunde, eine Berücksichtigung von Fluktuation erfolgte nicht. Für die Anpassung der laufenden Beihilfen wurde ein Wert von 3 % pro Jahr angesetzt. Das versicherungsmathematische Gutachten für die Altersteilzeitrückstellung ist durch die Stadt Nürnberg erstellt worden. Im Jahr 2025 wurden keine neuen Altersteilzeitverträge abgeschlossen. Zum 31.12.2025 wird eine Rückstellungswert in Höhe von 193 TEUR ausgewiesen. Für zwei bestehende Sabbatregelungen beträgt der Rückstellungswert zum 31.12.2025 27,2 TEUR. Die Diskontierung der Rückstellung wurde nach den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssätzen (gebildet aus 7 Geschäftsjahren; 2025 2,22 %, Vorjahr 1,96 %) vorgenommen, welche sich für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren ergeben. Als Gehaltstrend wurde eine Steigerung von 1,75 % pro Jahr angenommen. Auch diesem Gutachten liegen die Richttafeln Heubeck 2018 G zugrunde. Die Sozialversicherungsbeiträge ergeben sich aus den ak-

tuell anzusetzenden Sätzen für Arbeitgeber, inklusive Aufstockungsbetrag zur gesetzlichen Rentenversicherung. Als Bewertungsverfahren wurde IDW mit Abfindungscharakter (Verlautbarung IDW RS HFA 3 n.F.) angewendet. Die bestehenden Rückstellungen für Archivierungskosten und Dienstjubiläen wurden zum 31.12.2025 fortgeschrieben. Bei der Bewertung der Urlaubs- und Überstundenrückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 2,8 % berücksichtigt. Zur Berechnung der Rückstellungen für noch nicht abgegoltene Urlaubsansprüche wurden für die einzelnen Personalgruppen die durchschnittlichen Jahrespersonalkosten je Vollkraft angesetzt. Die für die Berechnung der Rückstellung notwendige Anzahl der durchschnittlichen Ist-Arbeitstage sind für 2025 mit 218 Tagen definiert worden (2024: 220 Tage). Zum 31.12.2025 bestanden Urlaubsansprüche in Höhe von 2.697 Tagen, im Vergleich zum Vorjahr mit 3.115 Tagen sind es 418 Tage weniger. Zum 31.12.2025 wurde für 7.704,03 Überstunden eine Rückstellung gebildet. Dies ist ein Abbau im Vergleich zum Vorjahr (9.831,86 Stunden) um 2.127,83 Stunden. Die örtliche Prüfung des Jahresabschlusses wird durch das örtliche Rechnungsprüfungsamt durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses 2025 erfolgt im Jahr 2026. Die Rückstellung ergibt sich aus der Verwaltungskostenerstattung. Die überörtliche Prüfung erfolgt durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKPV). Die letzte Prüfung umfasste die Jahre 2016 bis 2021 und wurde mit der letzten Rechnungsstellung im Jahr 2023 verbraucht. Für die Bildung der neuen Rückstellung erfolgte eine Neubewertung des Erfüllungsbetrages auf Basis der in Rechnung gestellten Prüfungskosten. Die Diskontierung erfolgte für die Restlaufzeit von 3 Jahren entsprechend mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz in Höhe von 1,85%. Die in Vorjahren gebildete Aufwandsrückstellung für Großreparaturen wurde beibehalten und zum Stichtag 31.12.2025 unverändert mit 765 TEUR ausgewiesen. Diese beinhaltet für AHS 420 TEUR für die Fassaden- und Dacherneuerung, für AHJ 240,5 TEUR für die Dacherneuerung und für AHP 104,8 TEUR für die Dacherneuerung.

Wichtige Begriffe und Abkürzungen

AfA Absetzung für Abnutzung AGPflegeVG Gesetz zur Ausführung des SGB XI Soziale Pflegeversicherung AHJ Senioren - Wohnanlage St. Johannis AHP Senioren - Wohnanlage Platnersberg AHS Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See AHS TP Tagespflege im Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See AMH August – Meier- Haus AMH TP Tagespflege im August-Meier-Haus AK Anschaffungskosten AMBD Ambulante Dienste AVPflegeVG Verordnung zur Ausführung des SGB XI Soziale Pflegeversicherung BGBl. Bundesgesetzblatt BilMoG Bilanzrechtmodernisierungsgesetz BiLRUG Bilanzrichtlinie - Umsetzungsgesetz BKPV Bayerischer Kommunaler Prüfungsverband BT Berechnungstag(e) BKT Beköstigungstag (e) DIP Amt für Digitalisierung, IT und Prozessorganisation EGHGB Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch ERGO Praxis für Ergotherapie EUR EURO Fl.-Nr. Flur-Nummer FSL Finanzierungsschlüssel GO Gemeindeordnung GuV Gewinn- und Verlustrechnung GVBl. Gesetz- und Verordnungsblatt GWG Geringwertige Wirtschaftsgüter HGB Handelsgesetzbuch HSP Senioren - Wohnanlage Heilig - Geist - Spital HWD Hauswirtschaftlicher Dienst IDW Institut der Wirtschaftsprüfer KGr. Kontengruppe MPBetreibV Medizinprodukte - Betreiber – Verordnung N-Plan Nachtragswirtschaftsplan NüSt NürnbergStift NüStSgG NürnbergStift Service gGmbH o.A. ohne Angabe PBV Pflege-Buchführungsverordnung PAF Pflegeausbildungsfonds / Generalistische Ausbildung PflegeVG Pflege-Versicherungsgesetz PfWG Pflege-Weiterentwicklungsgesetz PeBem Personalbemessungsverfahren in der deutschen Pflege PpSG Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz REHA Geriatrische Rehabilitation RBW Restbuchwert(e) rd. rund SAP Systeme, Anwendungen, Produkte in der Datenverarbeitung SGB V Sozialgesetzbuch - Gesetzliche Krankenversicherung SGB XI Sozialgesetzbuch - Soziale Pflegeversicherung

SoPo Sonderposten TEUR Tausend EURO TVöD Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst ü.T. über Tausend U/V Unterkunft und Verpflegung VK Vollkraft VKE Verwaltungskostenerstattung WE Wohneinheiten wbg wbg Nürnberg GmbH WkPV Verordnung über die Wirtschaftsführung der kommunalen Pflegeeinrichtungen WPL Wirtschaftsplan Z NürnbergStift Zentrale

Gemäß § 11 Abs. 2 der Betriebssatzung legt das NürnbergStift den Jahresabschluss und den zugehörigen Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025 vor. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden entsprechend § 4 PBV i. V. m. § 9 WkPV bzw. § 11 WkPV erstellt. Nach Begutachtung durch den Werkausschuss (NüSt) und den Rechnungsprüfungsausschuss beschließt der Stadtrat gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 7 der Betriebssatzung die Feststellung des geprüften Jahresabschlusses, die Verwendung des Jahresergebnisses sowie die Entlastung der Werkleitung (Art. 102 Abs. 3 GO). Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2025 führt die Anwendung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) fort, so dass die Vergleichbarkeit der Daten zum Vorjahr uneingeschränkt gegeben ist

TOP: 1.2

zur Sitzung des Werkausschusses (NüSt) vom 22.10.2026

Geschäftsbericht 2025 - Kurzbericht

1. Jahresergebnis 2025

Ein positives Wirtschaftsergebnis konnte für den Eigenbetrieb NüSt in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen nicht erreicht werden. Im vom Stadtrat beschlossenen Wirtschaftsplan für 2025 wurde ein Jahresfehlbetrag von 1.605.518,30 Euro veranschlagt. Aufgrund der finanziellen Entwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2025 wurde im Stadtrat ein Nachtragswirtschaftsplan für das Jahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag von 4.429.579,14 Euro verabschiedet. Das Geschäftsjahr 2025 schließt tatsächlich mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.238.230,86 Euro ab und ist damit um 3.191.348,28 Euro besser als der verabschiedete Nachtragswirtschaftsplan. Gegenüber dem Vorjahr verschlechtert sich das Ergebnis um 504 TEUR. Das bessere Ergebnis im Vorjahr wurde maßgeblich durch die Auflösung von Rückstellungen (u.a. Baulandbeschluss Johannis) in Höhe von 3.099 TEUR beeinflusst.

NüST Nachtrags WPL/Ist 2025

45.000 4.000

40.000 3.000 35.000

Abbildung 23

2.000 30.000

R

U

E 25.000 R

T 1.000 U

E

T S

T

20.000

I -/

W

N

B

A 15.000 A

L

P

10.000 -1.000

5.000 -2.000

-3.000

Erträge Personal- kosten Sach- kosten Betriebs- ergebnis Neutrales Ergebnis Ergebnis
NTWPL 48.609 33.643 19.514 -4.549 120 -4.430
Ist 49.644 32.560 18.932 -1.847 609 -1.238
Abw -1.036 1.084 582 -2.702 490 3.191

Das negative Betriebsergebnis in Höhe von 1.847 TEUR ist auf nicht refinanzierte Personalkosten und Sachkosten zurückzuführen.

Das im Berichtsjahr 2025 ausgewiesene Defizit von 1.238 TEUR teilt sich wie nachfolgend dargestellt auf die Einrichtungen auf:

NüSt Gesamtergebnis 2025 in TEUR

1.000

596
-293 -213 -116 -107
-647 -459
-1.238

Abbildung 24

-500

-1.000

-1.500 AHS AMH AHJ AHP HGS AMD Reha Gesamt

2. Erträge

Die Erträge liegen mit 49.644 TEUR rund 1.036 TEUR über den geplanten Erträgen. Grund hierfür ist die positive Entwicklung der Belegungssituation im zweiten Halbjahr des Jahres 2025 und die positiv abgeschlossenen Pflegesatzverhandlungen zum 01.Juli 2025. Für NüSt gesamt ist eine Steigerung in der gesamten Auslastung von 88,65 % im Jahr 2024 auf 90,5 % im Jahr 2025

Die verhandelte Auslastung von 96% wurde im Jahresschnitt im stationären Bereich
erreicht. Die Minderbelegung im Bereich Tages- und Nachtpflege reduziert jedoch die Belegungs-
quote erheblich.

3. Personalkosten

Die nicht refinanzierten Personalkosten resultieren daraus, dass die starre, belegungsunabhängige Personalsteuerung zu einem hohen Einsatz von Zeitarbeit führte – trotz eines Personalüberhangs von 11,59 Stellen im Pflege- und Betreuungspersonal im Jahr 2025. Angefallen sind im Berichtsjahr 2025 Zeitarbeitskosten in der Pflege in Höhe 590 TEUR (Vorjahr: 945 TEUR); im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Reduzierung um 355 TEUR.

Die Überdeckung in der Pflege und Betreuungspersonal im Jahr 2025 betrug insgesamt 11,59 Stellen:

Einrichtung Ø-VK 2025 Ø-VK Vorjahr
AHS -2,7 1,92
AMH 7,5 4,84
AHJ 4,0 6,08
AHP 2,9 3,34
Gesamt 11,59 16,18

Der krankheitsbedingte Personalausfall hat sich im NürnbergStift zwischen 2024 und 2025 weiterhin erhöht. Über alle Bereiche hinweg stieg die durchschnittliche Krankenquote von 10,7 % auf 13,3 %. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten nahmen von rund 72.500 auf 91.700 Stunden zu:

Kennzahl (NürnbergStift ge- 2024 2025 Veränderung
samt)
Ausfallstunden 72.514 91.727 +26,5 %
Ausfall-Vollzeitäquivalente (Ø) 47,1 59,6 +26,5 %
Krankenquote 10,7 % 13,3 % +2,6 % Pkt.

4. Sachkosten

Nachfolgend sind die Abweichungen beim Sachaufwand dargestellt.

Besonders der Aufwand für Verwaltungsumlage der Stadt Nürnberg ist von 495 TEUR im Vorjahr auf 983 TEUR im Berichtsjahr gestiegen. Diese Aufwendungen stellen die Verwaltungskostenerstattung (VKE) und Aufwendungen für erbrachte Leistungen des IT-Bereichs der Stadt Nürnberg dar. Die VKE beinhaltet städtische Overheadkosten (z.B. Stadtrat, Rathäuser, statistisches Amt, Referate, etc.) und die zentralen Leistungen der Querschnitts-Dienststellen (z.B. DIP, PA, Rpr) und wird auf Basis einer geschätzten Inanspruchnahme ermittelt. Die Verwaltungskostenerstattungen an den Träger werden von den Kostenträgern als spezifischer Aufwand nicht anerkannt und sind daher nicht über die Pflegesätze refinanziert. Diese nicht refinanzierten Kosten tragen zum Defizit bei.

Beratung Datum Behandlung Ziel

Werkausschuss NürnbergStift (NüSt) 22.10.2026 öffentlich Gutachten

Rechnungsprüfungsausschuss 02.12.2026 öffentlich Gutachten

Stadtrat 16.12.2026 öffentlich Beschluss

Betreff:

Entlastung für den Jahresabschluss 2025 des Eigenbetriebs NürnbergStift (NüSt)

Sachverhalt (WerkA NüSt Ö 22.10.2026):

Der Jahresabschluss 2025 des Eigenbetriebs NüSt wurde nach Art. 107 Gemeindeordnung (GO) sowie § 25 Abs. 2 Eigenbetriebsverordnung (EBV) vom Rpr geprüft. Die Begutachtung der Entlastung wird vorbehaltlich der Testierung durch Rpr empfohlen.

Nach erfolgter Begutachtung durch den Werkausschuss ist gem. Art. 102 Abs. 3 GO der Stadtrat für die Entlastung zuständig.

Sachverhalt (RprA Ö 02.12.2026):

Die örtliche Prüfung ist seit der Änderung der GO zum 01.08.2004 auch Grundlage für die Entlastung (Art. 102 Abs. 3 GO).

Nach Durchführung der örtlichen Rechnungsprüfung empfiehlt der Rechnungsprüfungsausschuss dem Stadtrat, für den Jahresabschluss 2025 des Eigenbetriebs NüSt die Entlastung zu erteilen.

Nach erfolgter Begutachtung durch den Rechnungsprüfungsausschuss ist für die Entlastung gem. Art. 102 Abs. 3 GO der Stadtrat zuständig.

Sachverhalt (StR Ö 16.12.2026):

Die örtliche Prüfung ist seit der Änderung der GO zum 01.08.2004 auch Grundlage für die Entlastung (Art. 102 Abs. 3 GO).

Nach erfolgter Begutachtung durch den Rechnungsprüfungsausschuss ist für die Entlastung gem. Art. 102 Abs. 3 GO der Stadtrat zuständig.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Aufgabe des NüSt ist es, älteren, pflegebedürftigen Nürnbergerinnen und Nürnbergern eine gute Pflege und Lebensqualität im Alter entsprechend ihrer unterschiedlichen Lebensituationen bieten zu können.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Rpr

Ref. I/II

Gutachtenvorschlag (WerkA NüSt Ö 22.10.2026):

Der Werkausschuss empfiehlt dem Stadtrat, vorbehaltlich der Testierung durch Rpr, die Entlastung für den Jahresabschluss 2025 des Eigenbetriebs NüSt gem. Art. 102 Abs. 3 GO.

Gutachtenvorschlag (RprA Ö 02.12.2026):

Nach Durchführung der örtlichen Prüfung empfiehlt der Rechnungsprüfungsausschuss dem Stadtrat die Entlastung für den Jahresabschluss 2025 des Eigenbetriebs NüSt gem. Art. 102 Abs. 3 GO.

Beschlussvorschlag (StR Ö 16.12.2026):

Der Stadtrat erteilt für den mit Stadtratsbeschluss vom 16.12.2026 festgestellten Jahresabschluss 2025 des Eigenbetriebs NüSt gem. Art. 102 Abs. 3 GO die Entlastung.

Beratung Datum Behandlung Ziel

Werkausschuss NürnbergStift (NüSt) 22.10.2026 öffentlich Gutachten

Stadtrat 19.11.2026 öffentlich Beschluss

Betreff:

Wirtschaftsplan 2027

Anlagen: 3_1 Sachverhalt Wirtschaftsplan 2027 20260926 Vermerk Brehm Wiplan NüSt 2027 Wirtschaftsplan_2027_Final Anhang_Wirtschaftsplan_2027

Sachverhalt (kurz):

Gemäß § 11 Abs. 1 der Betriebssatzung i.V.m. § 2 Abs. 1 der Verordnung über die Wirtschaftsführung der kommunalen Pflegeeinrichtungen (WkPV) legt das NürnbergStift den Wirtschaftsplan, bestehend aus dem Erfolgs-, Finanz- und Vermögensplan, für das Geschäftsjahr 2027 vor. Nach Begutachtung durch den Werkausschuss (NüSt) ist der Wirtschaftsplan vom Stadtrat festzustellen (§ 7 Abs. 1 Nr. 5 der Betriebssatzung).

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Aufgabe des NüSt ist es, älteren, pflegebedürftigen Nürnbergerinnen und Nürnbergern eine gute Pflege und Lebensqualität im Alter entsprechend ihrer unterschiedlichen Lebensituationen bieten zu können.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Ref. I/II

Rpr

Gutachtenvorschlag (Werkausschuss NüSt Ö 22.10.2026):

Der Werkausschuss des Eigenbetriebes NürnbergStift begutachtet den Wirtschaftsplan 2027 und den Finanzplan 2027/2030 und empfiehlt dem Stadtrat, diese mit den folgenden Inhalten zu beschließen:

  1. Der Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes NürnbergStift für 2027 wird

a) nach dem entsprechend der GuV gegliederten Erfolgsplan festgesetzt : er schließt in den Erträgen mit 55.546.690 € und in den Aufwendungen mit 58.545.331 € ab.

b) nach dem Vermögensplan festgesetzt: er schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 5.491.000 € ab

  1. Der Gesamtbetrag der Verpflichtungsermächtigungen im Vermögensplan des Eigenbetriebes NürnbergStift wird auf 30.186.000 € festgesetzt.

  2. Der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben nach dem Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes NürnbergStift wird auf 9.112.833,27 Euro € festgesetzt.

Beschlussvorschlag (Stadtrat Ö 19.11.2026):

Der Gutachtenvorschlag des Werkausschusses NürnbergStift vom 22.10.2026 wird zum Beschluss erhoben.

TOP: 3.1

zur Sitzung des Werkausschusses (NüSt) vom 22.10.2026

Wirtschaftsplan 2027

1. Ausgangslage

Der deutsche Pflegemarkt ist weiterhin durch eine steigende Nachfrage und wachsende Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Kostensteigerungen und begrenzte Kapazitäten geprägt. Das NürnbergStift (NüSt) entwickelt sein stationäres, teilstationäres und ambulantes Leistungsangebot daher gezielt weiter. Im Fokus stehen notwendige Investitionen in bestehende Einrichtungen, die Weiterentwicklung der gerontopsychiatrischen Versorgung sowie der Ausbau flexibler ambulanter und teilstationärer Angebote. Der ambulante Dienst konnte seine Klientenzahl seit 2024 stabilisieren und weiter ausbauen. Durch Digitalisierung, optimierte Tourenplanung und die Weiterentwicklung des Leistungsangebots soll seine wirtschaftliche und versorgungsrelevante Bedeutung weiter gestärkt werden. Auch die Pflegeorganisation wird weiterentwickelt. Mit der Einführung von Leading Nurses / Pflegeprozessmanagern sowie gezielter Aus- und Weiterbildung sollen Kompetenzen besser genutzt, Verantwortlichkeiten klarer gestaltet und Pflegequalität sowie Effizienz nachhaltig verbessert werden. Die Ausbildung bleibt ein zentraler Bestandteil der Personalstrategie. Aktuell befinden sich 89 Auszubildende bei NüSt in Qualifizierung. Ab 2027 wird das Ausbildungsangebot um den Bachelorstudiengang Pflege (B.Sc.) in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Nürnberg erweitert. Zur wirtschaftlichen Konsolidierung wurden seit 2025 Maßnahmen zur Verbesserung von Belegung, Personalsteuerung und Zeitarbeit umgesetzt. 2026 liegt der Schwerpunkt zusätzlich auf der Digitalisierung und Straffung von Verwaltungs-, Finanz- und IT-Prozessen. Parallel werden die Bauplanungen für Platnersberg, Sebastianspital und die Zentralküche weiterverfolgt. Ziel ist eine langfristig wirtschaftlich stabile, leistungsfähige und zukunftssichere Ausrichtung des Nürnberg- Stift.

2. Erfolgsplan

Der Erfolgsplan 2027 schließt mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 2.998.641 Euro ab.

NüSt Gesamt vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Aufwendungen 51.300.680 54.146.753 53.996.648 -150.105 -0,3% 54.717.246
Erträge 49.644.437 48.366.295 49.961.312 1.595.017 3,3% 51.718.605
Betriebsergebnis -1.656.243 -5.780.458 -4.035.336 1.745.122 3,6% -2.998.641
Neutrales Ergebnis 609.634 -5.025 13.327 18.352 -365,2% 0
Ergebnis -1.046.609 -5.785.483 -4.022.009 1.763.474 -30,5% -2.998.641
Ergebnis -2.998.641
Rechnerisches Ergebnis nach Abzug der nicht refinanzierbaren Kosten -647.820

Nicht refinanzierbare Kosten

Nicht refinanzierbare Kosten sind Aufwendungen eines Pflegeheims oder einer Pflegeeinrichtung, die nicht über die Pflegesätze (also die mit den Kostenträgern – Pflegekassen, Sozialhilfeträger – verhandelten Entgelte) gedeckt werden können. Die nicht refinanzierbaren Kosten im Nürnberg- Stift, die sowohl aus der organisatorischen Zugehörigkeit und festgelegten Rahmenbedingungen als auch aus dem erheblichen Instandhaltungsstau resultieren belaufen sich auf 2.350.821 Euro und wirken sich erheblich negativ auf das Betriebsergebnis aus. Die Ergebnisbelastung resultiert insbesondere aus der vorsorglich unterhalb des Verhandlungsniveaus geplanten Auslastung. Dies betrifft vor allem AHJ und die Großweidenmühle (GWM) im Hinblick auf den anstehenden Umzug. Hinzu kommt ein ungünstigerer Pflegegradmix mit vorhandenen Rüstigen. Zudem werden Personalkapazitäten für nicht refinanzierbare Leistungen gebunden, deren Kosten derzeit nicht belastbar quantifiziert werden können.

Nicht refinanzierbare Kosten 2,3 Mio €

351.811

Abbildung 25

898.027 206.848

67.000 777.134

50.000

Mitarbeitende Bauabteilung NüSt Kostenüberhang Gebäude AHJ/GWM

Kostenüberhang Gebäude Zentrale Umzugskosten nicht pflegebedürftiger Mieter St. Johannis

Legionellenspülung Pauschale Verwaltungskostenerstattung

Auslastung

Die geplante Belegung orientiert sich an den aktuellen Belegungszahlen, den Vorjahreswerten sowie dem vorhandenen Personal. Aufgrund des im 2. Quartals 2027 stattfindenden Umzugs in die Großweidenmühle wurden für AHJ und GWM zunächst niedrigere Auslastungswerte angesetzt. Das Wohn- und Platzangebot für den Wirtschaftsplan 2027 setzt sich wie folgt zusammen:

Geplante Bewohner und Klienten 2027

Abbildung 28

Abbildung 26

Abbildung 27

AHS VP AHS TP AMH VP AMH TP AHJ VP AHJ Wohne n GWM VP GWM TP AHP VP HGS Wohne n Reha AMBD
vorl. Erg. 2025 238,53 13,43 156,96 5,87 116,46 53,46 0,00 0,00 84,48 106,00 40,48 114,40
Plan 2026 229,00 13,00 151,67 9,00 108,58 40,00 0,00 0,00 83,00 104,00 40,00 110,00
Plan 2027 241,08 16,00 154,84 13,12 109,80 0,00 103,68 7,50 84,50 106,00 40,50 120,00
%-Auslastung 94,9% 66,7% 98,0% 82,0% 90,0% 0,0% 85,0% 50,0% 94,9% 100,0% 92,0% 0,0%

Sondereffekt

Der für Mitte 2027 vorgesehene einmalige Sondereffekt wurde aufgrund seines nicht wiederkehrenden Charakters nicht in das Planergebnis einbezogen. Hieraus wird ein Mittelzufluss von rund 8 Mio. Euro erwartet, der das für 2027 geplante Defizit von -2.998.641 Euro einmalig deutlich übersteigen würde. Da kein Verlustausgleich durch die Kernstadt Nürnberg vorgesehen ist, ergibt sich hieraus jedoch keine nachhaltige Verbesserung der Ergebnissituation. Die strukturelle Belastung des laufenden Betriebs bleibt damit unverändert bestehen.

Sondereffekt: Außerordentliche Einnahmen

6.000.000

5.000.000

8.000.000 5.001.359
-2.998.641

4.000.000

3.000.000

2.000.000

1.000.000

-1.000.000

-2.000.000

-3.000.000

-4.000.000 Plan 2027 Außerordentliche Einnahmen Plan nach Einnahmen

3. Vermögensplan

Der Vermögensplan weist für das Jahr 2027 einen Finanzbedarf von 5.491 TEUR aus. Dieser Finanzbedarf resultiert aus:

Ausgaben TEUR
Aktivierungspflichtiges Anlagever- mögen 3.823
Darlehenstilgungen 1.668
Finanzbedarf 2027 5.491

Für Ausgaben für aktivierungspflichtiges Anlagevermögen (§ 4 Abs. 1 Nr. 1 WkPV) sind im Jahr 2027 Investitionen in Höhe von rund 3.823 Tausend Euro vorgesehen Zur Finanzierung des aktivierungspflichtigen Anlagevermögens werden teilweise Darlehensmittel eingesetzt. Die geplanten Investitionen setzen sich zusammen aus:

Euro

Für Darlehenstilgungen sind 1.668 TEUR eingeplant.

4. Finanzplan

Dem Finanzplan, der die Jahre 2026 bis 2030 umfasst, liegt das ausgewiesene Investitionsprogramm zugrunde. Die geplanten Ausgabepositionen stehen unter dem Vorbehalt der weiteren Entscheidungen des Werkausschusses sowie dann ggf. des Planungs- und Baufortschrittes der einzelnen Maßnahmen in Verbindung mit notwendigen Kreditmittelbereitstellungen. Für Ende 2026 sind Kreditaufnahmen in Höhe von 3.600 TEUR für Investitionen vorgesehen.

5. Verpflichtungsermächtigung

Aus dem Investitionsprogramm ergeben sich Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von insgesamt 30.186 TEUR. Davon entfallen 3.823 TEUR auf das Wirtschaftsjahr 2027 und 26.363 TEUR auf die Folgejahre. Die Verpflichtungsermächtigungen betreffen insbesondere die Anmietung der Küche im Klinikum Hallerwiese, die Sanierung und Modernisierung des Standorts Platnersberg, die Ausstattung der von der wbg errichteten Einrichtung in Johannis sowie die Kernsanierung des Elisabeth-Bach-Hauses.

6. Kassenkredit

Der Höchstbetrag der Kassenkredite darf ein Sechstel der im Erfolgsplan vorgesehenen Erträge aus den Nummern 1 bis 8 der Gewinn- und Verlustrechnung nicht überschreiten. Für das Jahr 2026 ergibt sich daraus ein zulässiger Höchstbetrag von 9.112.833,27 Euro. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe wird der Höchstbetrag der Kassenkredite auf 9,1 Mio. Euro festgesetzt.

Wirtschaftsplan 2027 des NürnbergStift

hier: Finanzwirtschaftliche Bewertung des Referates II

I. Der Wirtschaftsplan 2027 zeigt gegenüber den vergangenen Jahren eine erkennbare Verbesserung der wirtschaftlichen Entwicklung. Positiv ist auch die unterjährige Entwicklung 2026: Die eingeleiteten Maßnahmen bei Belegung, Personalsteuerung und Organisation zeigen bereits im laufenden Jahr Wirkung.

Für einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb reicht dies jedoch noch nicht aus. NürnbergStift bleibt strukturell defizitär; auch 2027 weist der Wirtschaftsplan einen Fehlbetrag von rund 3 Mio. Euro aus. Der Haushaltsplanentwurf der Stadt sieht hierfür keinen Verlustausgleich vor. Der Fehlbetrag verbleibt somit beim Eigenbetrieb und belastet dessen wirtschaftliche und bilanzielle Situation weiter. Umso wichtiger ist es, die Ursachen des Defizits nachhaltig abzubauen.

Ein wesentlicher Teil der Belastung entfällt auf nicht refinanzierbare beziehungsweise strukturell bedingte Kosten, die sich durch eine bessere Steuerung des Pflegebetriebs allein nicht auffangen lassen. Der Wirtschaftsplan benennt ineffiziente Prozesse, Doppelarbeiten, unklare Aufgabenabgrenzungen und einen noch nicht ausreichenden Digitalisierungsgrad. Die im Quick Check identifizierten Maßnahmen müssen deshalb zügig und konsequent umgesetzt werden.

Ebenso wichtig ist die Bereinigung des Immobilienbestands. Sanierungsbedürftige Gebäude verursachen hohe laufende Kosten; der Wirtschaftsplan verweist zudem auf Instandhaltungsstau und erhebliche technische Risiken. Bei einzelnen Objekten würde eine längere Weiternutzung die wirtschaftliche Belastung fortschreiben und das Risiko zusätzlicher Instandhaltungsaufwendungen erhöhen. Die Veräußerung der für den Betrieb nicht mehr benötigten Gebäude sollte daher konsequent weiter vorangetrieben und so bald wie möglich umgesetzt werden.

Die erwarteten Verkaufserlöse fallen nur einmalig an und beseitigen das strukturelle Defizit nicht. Sie schaffen jedoch finanziellen Spielraum für notwendige Investitionen in den verbleibenden Bestand. Die laufenden Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern und die Vorbereitung weiterer Verkäufe sind deshalb mit hoher Priorität voranzutreiben. Dabei ist NürnbergStift auf die aktive Mitwirkung der zuständigen Fachdienststellen angewiesen.

II. Ref.V zur Kenntnis und zur Auflage im Werkausschuss NüSt

Nürnberg, 28.09.2026 Referat für Finanzen und IT

(5200)

1

Abbildung 29

NürnbergStift

NÜRNBERGSTIFT | Regensburger Straße 388, 90480 Nürnberg

Impressum

Herausgeber:

NürnbergStift,

ein Eigenbetrieb der Stadt Nürnberg

Auflage:

digital, inkl. Ratsinformationssystem

Gestaltung:

NürnbergStift

nuest@stadt.nuernberg.de

www.nuernbergstift.de

Inhaltsverzeichnis

1 Executive Summary ........................................................................ 6

2 Geschäft, Rahmenbedingungen und allgemeine Grundlagen ..... 7

2.1 Rechtliche Grundlagen ................................................................................. 7 2.2 Betriebliche Grundlagen ............................................................................... 7

3 Erfolgsplan ...................................................................................... 8

3.1 Ausgangslage .............................................................................................. 8 3.2 Maßnahmen ............................................................................................... 10 3.3 Parameter .................................................................................................. 11 3.4 Auslastung ................................................................................................. 11 3.5 Ergebnisdarstellung NüSt Gesamt ............................................................. 14 3.6 Erläuterungen zu den nicht refinanzierbaren Kosten.................................. 15 3.7 Erläuterungen zu den betrieblichen Erträgen ............................................. 18 3.8 Erläuterungen zu den betrieblichen Aufwendungen ................................... 20 3.9 Jahresergebnis ........................................................................................... 23 3.10 Sondereffekt ............................................................................................... 24 3.11 Kassenkredit .............................................................................................. 25

4 Darlehensverbindlichkeiten ......................................................... 25

5 Plan-Stellen ................................................................................... 25

Wichtige Begriffe und Abkürzungen ................................................. 28

Abbildung 30

Foto: Ursula- Wolfring- Haus - Demenzstation

Vorwort zum Wirtschaftsplan 2027

Das Wirtschaftsjahr 2027 wird für das NürnbergStift erneut von wesentlichen strukturellen und organisatorischen Veränderungen geprägt sein. Neben den weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen in der Pflege stehen insbesondere Veränderungen in der Einrichtungsstruktur, die wirtschaftliche Stabilisierung sowie die konsequente Weiterentwicklung der Pflegequalität im Mittelpunkt.

Wir freuen uns sehr auf den Umzug in die neue, moderne Seniorenwohnanlage Großweidenmühle in attraktiver Lage am Pegnitzgrund. Gleichwohl stellt der Umzug eine besondere Herausforderung dar: Mit einem solchen Übergang sind vor allem in der Belegungs- und Auslastungsplanung wirtschaftliche Risiken verbunden. Übergangsphasen, veränderte Platzkapazitäten und die Steuerung von Ein- und Umzügen müssen sorgfältig geplant werden, um Auslastungsverluste möglichst gering zu halten und gleichzeitig einen verlässlichen Übergang für Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende sicherzustellen. Weitere Sondereffekte und die daraus erwarteten Erlöse sollen einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der anstehenden Sanierung des Elisabeth-Bach-Hauses leisten. Damit verbindet sich die Chance, den Immobilienbestand des NürnbergStift schrittweise weiterzuentwickeln und zugleich die wirtschaftliche Grundlage für eine zeitgemäße und zukunftsfähige Pflegeinfrastruktur zu schaffen. Mit dem 2024 begonnenen, extern unterstützten Prozess der Organisationsentwicklung stärken wir zudem die strukturellen Voraussetzungen für effizientes, digital optimiertes Management unserer Dienste und Einrichtungen. Neben den baulichen und wirtschaftlichen Veränderungen bleibt die konsequente Weiterentwicklung der Pflegequalität ein zentraler Schwerpunkt. Die Orientierung an den neuen Qualitätsniveaus geht mit einer grundlegenden Weiterentwicklung von Arbeitsabläufen, Verantwortlichkeiten und der Organisation des Pflegeprozesses einher. Diese Neuausrichtung verstehen wir dabei nicht nur als Reaktion auf den Fachkräftemangel, sondern insbesondere als Chance, Pflege qualitativ, zukunftsfähig und ressourcenorientiert weiterzuentwickeln. Ein wesentlicher Baustein ist hierfür die flächendeckende Qualifizierung und Etablierung von Leading Nurses im NürnbergStift. Diese übernehmen eine zentrale Rolle in der fachlichen Steuerung des Pflegeprozesses und richten diesen konsequent an den individuellen Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie an den vorhandenen Kompetenzen innerhalb der Pflegeteams aus. Durch die kompetenzorientierte Aufgabenverteilung können Pflegefachkräfte gezielter dort eingesetzt werden, wo ihre Fachlichkeit tatsächlich erforderlich ist, während gleichzeitig Verantwortlichkeiten klarer definiert und Arbeitsabläufe effizienter gestaltet werden.

Damit wird Pflege im NürnbergStift langfristig auf ein neues Qualitätsniveau gehoben und zugleich die Attraktivität der pflegerischen Arbeit weiter gestärkt.

Gleichzeitig wird sich die inhaltliche Ausrichtung des NürnbergStift auch bei der zukünftigen Platzstruktur stärker auf den Bereich der gerontopsychiatrischen Pflege und Betreuung konzentrieren. Der Ausbau entsprechender Plätze trägt einerseits dem zunehmenden Versorgungsbedarf Rechnung, knüpft andererseits aber auch konsequent an die hohe fachliche Kompetenz des NürnbergStift in diesem Bereich an. Die Arbeit mit innovativen gerontopsychiatrischen Konzepten wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Implementierung und Weiterentwicklung der MAKS- Therapie, mit der die Betreuung und Aktivierung von Menschen mit Demenz weiter professionalisiert wird. Die Anerkennung dieser Arbeit durch den Bayerischen Demenzpreis hat nicht nur eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit geschaffen, sondern auch zusätzliche Unterstützung und Spenden für die Weiterentwicklung dieses Bereichs ermöglicht. Unser ausdrücklicher Dank gilt allen Mitarbeitenden und Leitungskräften des NürnbergStift sowie der NürnbergStift Service gGmbH, die durch ihr Engagement das Unternehmen tragen.

Elisabeth Ries Melanie Miermeister 1. Werkleiterin 2. Werkleiterin

Abbildung 32

Abbildung 31

1 Executive Summary

Der Wirtschaftsplan 2027 setzt den bereits im vergangenen Jahr eingeschlagenen Konsolidierungs- und

Sanierungskurs des NürnbergStift konsequent fort. Im Jahre 2026 konnten bereits Quick-Wins zur wirt-

schaftlichen Stabilisierung umgesetzt werden. Insbesondere wurde der Overhead im Pflegebereich kon-

sequent abgebaut und eine nettobasierte Personalsteuerung eingeführt, durch welche der Personalein-

satz deutlich stärker an der tatsächlichen Belegung und den refinanzierbaren Leistungsstrukturen aus-

gerichtet wird.

Diese bereits erreichten Fortschritte bilden die Grundlage für weitere Konsolidierungsschritte im Jahr

  1. Der Schwerpunkt liegt deshalb drauf, die bereits erzielten Verbesserungen in den operativ beein-

flussbaren Bereichen nachhaltig zu sichern und weitere Effizienzpotenziale insbesondere in Verwaltung

und Organisation zu erschließen. Verwaltungsprozesse und Schnittstellen zwischen der Stadt Nürn-

berg, dem NürnbergStift und der NürnbergStift Service gGmbH sollen weiter reduziert, Prozesse stan-

dardisiert und Digitalisierungspotenziale konsequent genutzt werden. Das Steuerungs- und Kennzah-

lensystem wird parallel weiterentwickelt, um wirtschaftliche Abweichungen frühzeitig zu erkennen und

Gegenmaßnahmen gezielt einleiten zu können.

Im Jahr 2027 wird die KI-gestützte Aufnahmesteuerung konsequent weiterentwickelt, professionalisiert

und zu großen Teilen zentralisiert. Ziel ist es, die vorhandenen Kapazitäten noch effizienter zu steuern,

Prozesse weiter zu standardisieren und die Auslastung nachhaltig zu optimieren. Bereits im Vorfeld

wurde die Auslastungssteuerung grundlegend überarbeitet und professionalisiert.

Trotz dieser bereits erreichten Fortschritte weist der Wirtschaftsplan 2027 weiterhin ein Defizit aus. Die-

ses ist zunehmend weniger durch die unmittelbare pflegerische Leistungserbringung, sondern wesent-

lich durch strukturelle und nur begrenzt beeinflussbare Rahmenbedingungen geprägt.

Hierzu zählt insbesondere die durch die Organisationsform als Eigenbetrieb bedingte hohe Verwal-

tungsumlage, die sich in einer annähernd sechsstelligen Größenordnung bewegt und nicht annähernd

über Pflege- und Leistungssätze refinanziert werden kann. Hinzu kommen hohe Prozess- und Verfah-

rensstandards insbesondere in den Bereichen Personal und Bau, die einen erheblichen administrativen

und finanziellen Aufwand verursachen.

Mehrere Gebäude des NürnbergStift sind sanierungsbedürftig und teilweise denkmalgeschützt. Die hie-

raus resultierenden hohen laufenden Instandhaltungs-, Reparatur- und Bewirtschaftungskosten belas-

ten das wirtschaftliche Ergebnis erheblich. Veräußerungen tragen nur kurzfristig zum Abbau des beste-

henden Sanierungsstaus bei. Langfristig binden ÖPP- und Betreibermodelle das NürnbergStift zudem

an vertragliche und finanzielle Verpflichtungen.

Solange grundlegende bauliche Sanierungen noch nicht abgeschlossen sind, werden diese Aufwen-

dungen die wirtschaftliche Entwicklung des NürnbergStift weiterhin maßgeblich beeinflussen.

Mit dem Verkauf der bisherigen Pflegeeinrichtung Johannis und der Anmietung der Großweidenmühle

im Betreiber-Investoren-Modell ab 2027 konnte kurzfristig ein wirtschaftlicher Entlastungseffekt erzielt

und zugleich eine moderne Versorgungsinfrastruktur gesichert werden. Der Verkaufserlös stellt jedoch

einen einmaligen Effekt dar, der nicht zur nachhaltigen Behebung struktureller Defizite beiträgt. Damit

reduziert sich nicht nur die wirtschaftliche Flexibilität, sondern auch die langfristige kommunale Gestal-

tungsmöglichkeit über die eigene Pflegeinfrastruktur.

Im Jahr 2027 liegt der Schwerpunkt daher auch auf der strategischen Entscheidungsfindung einer lang-

fristig tragfähigen und kostendeckenden Organisationsstruktur des NürnbergStift.

2 Geschäft, Rahmenbedingungen und allgemeine Grundlagen

2.1 Rechtliche Grundlagen

Die im NürnbergStift zusammengefassten ambulanten, teil- und vollstationären Einrichtungen einschließlich der Nebenbetriebe sind öffentliche Einrichtungen der Stadt Nürnberg. Das NürnbergStift ist als Eigenbetrieb organisiert und wird als Sondervermögen verwaltet (§ 1 WkPV).

Gemäß § 3 der Betriebssatzung verfolgt das NürnbergStift ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Zuständige Organe für das NürnbergStift sind der Oberbürgermeister, der Stadtrat, der Werkausschuss und die Werkleitung (§ 4 der Betriebssatzung). Die Werkleitung setzt sich seit 01.08.2025 aus der Referentin für Jugend, Familie und Soziales als 1. Werkleiterin und einer 2. Werkleiterin mit der gleichzeitigen Funktion als Dienststellenleiterin zusammen.

Aufgabe des NürnbergStift ist es, die bestmögliche und bedarfsgerechte Versorgung der älteren Bevölkerung durch ambulante, teilstationäre und vollstationäre Hilfen nach dem auf Landesebene seit 01.08.2008 geltenden Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG), dem seit 01.10.2009 auf Bundesebene geltenden Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG), dem SGB V, dem SGB XI, dem SGB XII sowie den Pflegestärkungsgesetzen I bis III sicherzustellen.

Der Betrieb der Einrichtungen ist privatrechtlich geregelt. Mit den Vertretern der Krankenkassen wird die Vergütung nach § 111 SGB V für die Geriatrische Rehabilitationseinrichtung vereinbart. Für die Pflegebereiche werden die Entgelte mit den Vertretern der Pflegekassen und dem überörtlichen Sozialhilfeträger Bezirk Mittelfranken nach § 85 SGB XI verhandelt. Für den Rüstigen-Bereich sind die Pensionssätze mit dem überörtlichen Sozialhilfeträger entsprechend §§ 75 ff SGB XII vereinbart. Die Entgelte für die Wohnheime werden durch NüSt festgesetzt. Die Mieten des Heilig-Geist-Spitals werden durch den WerkA/StR festgelegt. Die Vergütung der ambulanten Pflegeleistungen und der hauswirtschaftlichen Versorgung erfolgt gemäß § 89 SGB XI nach dem Vertrag, der auf Landesebene zwischen den Vertretern der Leistungserbringer und den Vertretern der Pflegekassen, der sonstigen Sozialversicherungsträger und den Sozialhilfeträgern abgeschlossen wurde.

2.2 Betriebliche Grundlagen

Im Eigenbetrieb NürnbergStift sind folgende Einrichtungen zusammengefasst:

Wöhrder See (AHS) (HSP)

(GWM) • August-Meier-Heim (AHR), Haus 5 & 6

Facility-Aufgaben, Unterstützungsleistungen für die Pflege sowie der Betrieb der NüSt eigenen Küche im August-Meier-Heim werden durch die NürnbergStift Service gGmbH (NüStSgG) sichergestellt. In diesem Zusammenhang werden NüSt-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (insbesondere aus dem Küchen- und Betriebsdienstbereich) über einen Gestellungsvertrag der NüStSgG überlassen. Wäschereileistungen werden vollständig von einer Fremdfirma erbracht.

3 Erfolgsplan

3.1 Ausgangslage

Pflegemarkt

Der deutsche Pflegemarkt ist durch eine stetig wachsende Nachfrage geprägt. Der demografische Wandel führt sowohl bundesweit als auch in Bayern zu einem deutlichen Anstieg der Zahl pflegebedürftiger Menschen. Während deutschlandweit bis 2055 mit rund 6,8 Millionen Pflegebedürftigen gerechnet wird, wird für Bayern ein Anstieg auf voraussichtlich 980.000 im Jahr 2050 prognostiziert. Gleichzeitig erschweren Fachkräftemangel, steigende Kosten und begrenzte Kapazitäten den notwendigen Ausbau der Versorgungsangebote. Vor diesem Hintergrund entwickelt das NürnbergStift (NüSt) sein stationäres, teilstationäres und ambulantes Leistungsportfolio gezielt weiter. Im stationären Bereich stehen notwendige Investitionen in bestehende, teilweise denkmalgeschützte Einrichtungen, der Umzug in die Großweidenmühle sowie der Ausbau gerontopsychiatrischer Versorgungsangebote im Fokus. Parallel werden ambulante und teilstationäre Angebote weiterentwickelt, um künftig flexibler und bedarfsgerechter auf unterschiedliche Versorgungssituationen reagieren zu können.

Ambulante Dienste

Der ambulante Dienst des NürnbergStift konnte seine Klientenzahl seit 2024 stabilisieren und weiter ausbauen. Für die weitere Entwicklung werden tragfähige und wirtschaftliche Strukturen geschaffen. Im Fokus steht die weitere Digitalisierung, eine kontinuierlich optimierte, bedarfsgerechte Tourenplanung sowie der gezielte Ausbau des Leistungsangebots. Ziel ist es, den ambulanten Dienst wirtschaftlich zu stärken und als wichtigen Bestandteil eines sektorenübergreifenden und zukunftsfähigen Versorgungsangebots innerhalb des NürnbergStift weiterzuentwickeln.

Neue Pflegeorganisation

Mit § 113c SGB XI wurde ein bundeseinheitliches Verfahren zur Personalbemessung in vollstationären Pflegeeinrichtungen etabliert. Gleichzeitig zielen aktuelle gesetzliche Entwicklungen darauf ab, die Kompetenzen von Pflegefachpersonen stärker zu nutzen, Aufgaben qualifikationsgerecht zu verteilen und bürokratische Belastungen zu reduzieren. Eine bedarfsgerechte Personalausstattung sowie der kompetenzorientierte Einsatz der Mitarbeitenden sind damit zentrale Voraussetzungen für eine dauerhaft hohe Pflegequalität. Das NürnbergStift entwickelt seine Pflegeorganisation vor diesem Hintergrund konsequent weiter. Zentrale Bausteine sind die flächendeckende Qualifizierung und Etablierung von Leading Nurses/ Pflegeprozessmanager sowie die gezielte Aus- und Weiterqualifizierung der Mitarbeitenden. Ziel ist es, vorhandene Kompetenzen systematisch einzusetzen, Verantwortlichkeiten im Pflegeprozess klar zuzuordnen und gleichzeitig Pflegequalität, Effizienz und Arbeitszufriedenheit nachhaltig zu stärken.

Ausbildung

Die Gewinnung und Qualifizierung eigener Nachwuchskräfte bleibt für das NürnbergStift ein zentraler Baustein der Personalstrategie. Auch 2026 setzt NüSt daher einen besonderen Schwerpunkt auf die Ausbildung in den Pflegeberufen. Im September 2026 haben 23 Auszubildende die generalistische Pflegeausbildung und weitere 12 die Ausbildung zur Pflegefachhelferin bzw. zum Pflegefachhelfer begonnen. Insgesamt befinden sich derzeit 89 Auszubildende in der Qualifizierung bei NüSt, davon 71 in der generalistischen Pflegeausbildung und 18 in der Pflegefachhilfe. 19 Auszubildende absolvieren ihre Ausbildung im Rahmen einer Umschulung. Neben den Auszubildenden beschäftigt NüSt insgesamt 618 weitere Mitarbeitende. Auch die Pflegefachhilfe wird weiterentwickelt: Ab September 2027 wird die bisher einjährige Ausbildung auf 18 Monate verlängert. Ab 2027 erweitert das NürnbergStift sein Ausbildungsportfolio zusätzlich um einen akademischen Qualifizierungsweg. In Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Nürnberg wird NüSt erstmals Ausbildungsplätze im Rahmen des Bachelorstudiengangs Pflege (B.Sc.) anbieten. Damit schafft das NürnbergStift eine weitere Möglichkeit, qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen und die Verbindung von pflegerischer Praxis, wissenschaftlicher Qualifikation und professioneller Weiterentwicklung gezielt zu stärken. Mit der kontinuierlichen Ausbildung und Weiterqualifizierung eigener Mitarbeitender sowie der Erweiterung um akademische Qualifizierungswege leistet NüSt einen

wichtigen Beitrag zur langfristigen Fachkräftesicherung und zur nachhaltigen Sicherstellung einer hohen Pflegequalität.

Konsolidierung und organisatorische Entwicklung des NürnbergStift

Aufgrund der hohen Verlustentwicklung Ende 2024 wurde zu Beginn des Jahres 2025 im NürnbergStift ein extern begleiteter Quick-Check durchgeführt. Der Schwerpunkt lag zunächst auf der stationären Pflege und den dort bestehenden wirtschaftlichen und organisatorischen Herausforderungen. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen zeigen bereits deutliche Wirkung: Durch eine tagesaktuelle Personal- und Belegungssteuerung konnte die Auslastung stabilisiert und kontinuierlich verbessert werden. Gleichzeitig wurden bestehende Personalüberhänge reduziert und der Einsatz von Zeitarbeitskräften deutlich zurückgeführt. Die Anfang 2026 ebenfalls mit externer Unterstützung durchgeführte Analyse der Verwaltungs-, Finanzund Personalprozesse stellt die konsequente Fortführung dieses Konsolidierungskurses dar. Während der erste Schwerpunkt auf den pflegerischen Strukturen lag, richtet sich der Fokus nun verstärkt auf die Verwaltungs- und Finanzprozesse des NürnbergStift. Insbesondere im Verwaltungsbereich bestehen im Branchenvergleich erhöhte Overheadkosten sowie weitere Potenziale zur effizienteren Gestaltung von Strukturen und Abläufen. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt daher auf der Digitalisierung und Straffung von Verwaltungs- und Finanzprozessen. Der 2026 erarbeitete Maßnahmenplan wird auch 2027 konsequent weitergeführt. Insbesondere die Verbesserung von IT-Schnittstellen sowie die Etablierung durchgängiger, prozessorientierter und digital unterstützter Finanz- und Verwaltungsabläufe sollen Doppel- und Mehrfacharbeiten reduzieren und die Effizienz auf allen Verwaltungsebenen erhöhen. Parallel werden die Bauplanungen für die Standorte Platnersberg und Sebastianspital sowie für die Neuausrichtung der Zentralküche konsequent weiterverfolgt. Darüber hinaus werden weitere Einnahmen aus Sondereffekten für das Frühjahr 2027 angestrebt. Ziel der eingeleiteten Maßnahmen ist es, die Erlössituation durch eine weiterhin hohe und stabile Belegung zu verbessern, zusätzliche Einnahmepotenziale zu erschließen, Kosten nachhaltig zu reduzieren und vorhandene personelle sowie organisatorische Ressourcen effizient einzusetzen. Das NürnbergStift soll damit langfristig wirtschaftlich stabil, leistungsfähig und zukunftssicher aufgestellt werden.

3.2 Maßnahmen

Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse wurden konkrete Maßnahmen zur weiteren organisatorischen, digitalen und wirtschaftlichen Optimierung des NüSt entwickelt. Sie bilden den nächsten Schritt des bereits eingeleiteten Veränderungsprozesses und sollen dazu beitragen, Abläufe zu vereinfachen, Prozesse stärker zu digitalisieren, Ressourcen gezielter einzusetzen und die Wirtschaftlichkeit nachhaltig zu verbessern. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

Handlungs- Bereich Maßnahmen Priorität Bearbeitungs- feld stand
Heimbewohnerverwaltung und Einrichtungsverwaltung Prozesse –abrechnung i. V. m. & Finanzen Debitorenbuchhaltung inkl. Mahnwesen
Prozesse Ambulante Dienste Patientenaufnahme ambulante Pflege
Prozesse Einrichtungsverwaltung Verwahrgelder stationär und ambulant
Prozesse Einrichtungsverwaltung & Finanzen Digitale Eingangsrechnungsbearbeitung
Prozesse Personal Recruiting-/Bewerbungsprozesse
Prozesse Personal Personalabrechnung
Prozesse Personal Digitaler BEM-Prozess
Strategie Fachabteilungen Aufgabenkritik für ausgewählte Bereiche beispielsweise Unternehmensentwicklung & IT-Abteilung
Strategie Finanzen Ausrichtung des Controllings
Strategie Einrichtungsverwaltung & Finanzen Zentralisierung wichtiger Verwaltungs- aufgaben bsp. Heimbewohnerabrechnung und Mahnwesen
Optimierung der operativen Steuerung der Strategie Ambulante Dienste ambulante Pflege
Strategie NüSt & Kernstadt Nürnberg Übergreifende Analyse von Prozessen und Aufgabenbereichen zwischen NüSt und Kernstadt Nürnberg

Priorität Niedrig Mittel Hoch

Bearbeitungsstand 0% 25% 50% 75% 100%

3.3 Parameter

Die Wirtschaftsplanung für 2027 enthält folgende wesentliche Parameter:

plätze in Plätze für Gerontopsychiatrie umgewandelt. Damit stehen künftig 98 gerontopsychiatrische Pflegeplätze zur Verfügung. Die Gesamtzahl der Pflegeplätze bleibt mit 254 unverändert. Zudem wurde die Kapazität der Tagespflege von 18 auf 24 Plätze erhöht.

bereitungen. Die Wohnanlage soll zum 31.12.2026 geschlossen werden; der Umzug ist für Ende April 2027, die Eröffnung der GWM für Anfang Mai 2027 vorgesehen. Die derzeitigen Mieterinnen und Mieter werden dabei durch das NürnbergStift unterstützt. In der GWM stehen insgesamt 122 Pflegeplätze zur Verfügung: 58 Plätze für die allgemeine Pflege, 25 Kurzzeitpflegeplätze, 24 gerontopsychiatrische Plätze und 15 Plätze für junge Pflege.

gezieltes Pflegegradmanagement soll bei Vorliegen der Voraussetzungen eine sukzessive Höherstufung in entsprechende Pflegegrade erfolgen.

2 % berücksichtigt. Für das klinische Personal der Reha wurde aufgrund der besonderen Entwicklung eine Steigerung von 5 % angesetzt.

TEUR für den Einsatz von 3,5 Vollzeitkräften im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung eingeplant.

und den bisher angefallenen Kosten 2026. Für die GWM wurden Stromkosten von 2,15 € je Tag und Bewohnendem, auf Basis der Belegung und Ist-Kosten 2025 aller stationären Pflegeeinrichtungen kalkuliert. Die übrigen Energie- und Wasserkosten werden über die Betriebs- und Heizkosten an die wbg Nürnberg GmbH weiterberechnet. Ab dem Einzug fallen für die GWM monatliche Mietzahlungen an.

übrigen Sachkosten wurde eine allgemeine Kostensteigerung von 3 % berücksichtigt.

chenden Preissteigerungen enthalten. Für die Beköstigung wurden 15,95 € je Beköstigungstag kalkuliert. Berücksichtigt sind dabei Steigerungen der Lebensmittelkosten um 3 %, der Personalkosten um 4 % sowie eine Ausfallquote von 2,5 %. Für die übrigen Aufwendungen wurde ebenfalls eine Kostensteigerung von 3 % angesetzt.

Pflegesatzverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen und befinden sich derzeit in der Schiedsstelle. Eine Fortführung der Verhandlungen ist für Ende September 2026 vorgesehen.

chenden Kostenschätzungen. Ein kalkulatorischer Sicherheitspuffer berücksichtigt mögliche unvorhergesehene Mehraufwendungen. Zusätzlich wurden Planungskosten für laufende Bauprojekte sowie Leistungen des Hochbauamts berücksichtigt.

in Höhe von 3.600 TEUR vorgesehen. Die entsprechende Genehmigung wurde mit dem Wirtschaftsplan 2026 erteilt. Für die Planung wurde in Abstimmung mit Ref. II ein Darlehenszinssatz von 3,5 % zugrunde gelegt.

3.4 Auslastung

Die geplante Belegung orientiert sich an den aktuellen Belegungszahlen, den Vorjahreswerten sowie dem vorhandenen Personal. Aufgrund des im 2. Quartals 2027 stattfindenden Umzugs in die Großweidenmühle wurden für AHJ und GWM zunächst niedrigere Auslastungswerte angesetzt. Das Wohn- und Platzangebot für den Wirtschaftsplan 2027 setzt sich wie folgt zusammen:

Geplante Bewohner und Klienten 2027

Abbildung 35

Abbildung 33

Abbildung 34

AHS VP AHS TP AMH VP AMH TP AHJ VP AHJ Wohne n GWM VP GWM TP AHP VP HGS Wohne n Reha AMBD
vorl. Erg. 2025 238,53 13,43 156,96 5,87 116,46 53,46 0,00 0,00 84,48 106,00 40,48 114,40
Plan 2026 229,00 13,00 151,67 9,00 108,58 40,00 0,00 0,00 83,00 104,00 40,00 110,00
Plan 2027 241,08 16,00 154,84 13,12 109,80 0,00 103,68 7,50 84,50 106,00 40,50 120,00
%-Auslastung 94,9% 66,7% 98,0% 82,0% 90,0% 0,0% 85,0% 50,0% 94,9% 100,0% 92,0% 0,0%

Bei der vollstationären Pflege (VP) (AHS, AMH, AHJ, GWM, AHP) ist mit insgesamt 586 belegten Plätzen und einer Auslastungsquote von 94 % im Jahr 2027 geplant. Durch den bevorstehenden Umzug in die Großweidenmühle wird für den Zeitraum Januar bis April 2027 im AHJ mit einer durchschnittlichen Belegung von 110 Bewohnenden bzw. einer Auslastung von 90 % gerechnet. Für die GWM wird von Mai bis Dezember 2027 eine durchschnittliche Belegung von 104 Bewohnenden angenommen. Dies berücksichtigt, dass aufgrund der höheren Investitionskosten voraussichtlich nicht alle Selbstzahlenden (42 % der AHJ-Bewohnenden) in die GWM umziehen werden.

Geplante Auslastung 2027 AHJ & GWM

115,00

110,00

105,00

100,00

95,00

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
AHJ/GWM 109,80 109,80 109,80 109,80 100,55 101,44 102,34 103,23 104,12 105,01 105,91 106,80
%-Auslastung 90,0% 90,0% 90,0% 90,0% 82,4% 83,1% 83,9% 84,6% 85,3% 86,1% 86,8% 87,5%

Die Tagespflegen (TP) (AHS, AMH, GWM) sind von Montag bis Freitag geöffnet. Die Planung für die neue Tagungspflege GWM ist mit 50% Auslastung und 7,5 Besucher vorsichtig geplant. Insgesamt wird von einer durchschnittlichen Besucherzahl von 37 ausgegangen, was einer Auslastung von 67 % entspricht.

In Johannis werden aufgrund des bevorstehenden Umzugs in die Großweidenmühle keine neuen Mieterinnen und Mieter mehr aufgenommen. Die bestehenden Mietverhältnisse wurden zum 31.12.2026 gekündigt. Für die bestehenden Mieter werden bereits alternative Unterkunftsmöglichkeiten organisiert. Für 2027 ist daher mit keiner Auslastung geplant. Beim Heilig-Geist-Spital wird von einer Vollbelegung von 106 Wohnungen ausgegangen. Im Ambulanten Dienst ist die Versorgung von durchschnittlich 120 Klienten vorgesehen. In der Geriatrischen Reha wird im Schnitt mit 40,5 Patienten geplant. Das ergibt eine Quote von 92 % in der Auslastung.

3.5 Ergebnisdarstellung NüSt Gesamt

Für das Wirtschaftsjahr 2027 ist ein negatives Ergebnis in Höhe von 2.998.641 Euro geplant und stellt eine Ergebnisverbesserung von 1.023.368 Euro im Vergleich zur Hochrechnung I 2026 dar. Dieses resultiert aus Erträgen in Höhe von 51.718.605 Euro und Aufwendungen in Höhe von 54.717.246

NüSt Gesamt vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Personalaufwendungen 32.323.688 32.798.330 33.388.343 590.014 1,8% 33.351.661
Essensversorgung 3.837.941 4.135.220 4.179.382 44.162 1,1% 4.243.112
Energie und Wasser 1.930.108 2.355.713 2.181.578 -174.134 -7,4% 2.226.239
Wirtschaftsbedarf 3.531.858 3.856.120 4.131.420 275.300 7,1% 4.246.515
Wirtschaftsbedarf
Pflegebedarf und soziale 740.151 727.108 711.062 -16.047 -2,2% 792.597
Betreuung
Verwaltungsbedarf 479.844 662.831 763.242 100.411 15,1% 556.665
Zentrale Dienste 1.012.549 1.026.900 1.037.850 10.950 1,1% 1.063.942
Pachten, Mieten, Leasing 896.152 874.614 912.570 37.956 4,3% 1.614.765
Pachten, Mieten, Leasing
Beiträge, Versicherungen, 1.253.434 1.309.814 1.273.691 -36.123 -2,8% 1.183.870
Steuern
Instandhaltung, Wartung 2.103.497 3.118.769 1.995.588 -1.123.182 -36,0% 2.061.513
Abschreibungen 2.779.256 2.719.836 2.859.778 139.943 5,1% 2.860.642
Abschreibungen
Zinsen und ähnliche Auf- 412.201 561.498 562.143 645 0,1% 515.725
wendungen
Summe betriebliche Auf- 51.300.680 54.146.753 53.996.648 -150.105 -0,3% 54.717.246
wendungen
Erlöse Rüstige 338.653 282.865 204.666 -78.199 -27,6% 109.127
Erlöse Rüstige
Erlöse teilstationäre 616.627 657.698 701.247 43.549 6,6% 976.316
Pflege
Erlöse vollstationäre 27.671.473 27.189.579 28.200.203 1.010.624 3,7% 29.018.919
Pflege
Erlöse Wohnheime 840.361 763.761 768.866 5.106 0,7% 613.921
Erlöse Wohnheime
Erlöse ambulante Pflege- 1.572.539 1.531.998 1.545.176 13.178 0,9% 1.733.153
leistungen
Erlöse Reha stationär 4.351.921 4.482.511 4.526.053 43.542 1,0% 4.686.160
Erlöse Reha stationär
Erlöse Unterkunft, Verpfle- 6.719.016 6.579.879 6.728.354 148.475 2,3% 6.865.500
gung
Erlöse Investitionskosten 3.656.295 3.472.374 3.853.592 381.218 11,0% 4.483.171
Erlöse Investitionskosten
Zuweisungen, Zu- 1.313.069 1.088.336 1.104.687 16.351 1,5% 1.010.288
schüsse, Fördermittel,
Auflösung SoPo
Nebenerlöse 2.564.483 2.317.294 2.328.466 11.172 0,5% 2.222.050
Nebenerlöse
Summe betriebliche Er- 49.644.437 48.366.295 49.961.312 1.595.017 3,3% 51.718.605
träge
Betriebsergebnis vor -1.656.243 -5.780.458 -4.035.336 1.745.122 -30,2% -2.998.641
Umlage
Umlage 0 0 0 0 0,0% 0
Umlage
Betriebsergebnis nach -1.656.243 -5.780.458 -4.035.336 1.745.122 -30,2% -2.998.641
Umlage
Neutrales Ergebnis 609.634 -5.025 13.327 18.352 -365,2% 0
Ergebnis -1.046.609 -5.785.483 -4.022.009 1.763.474 -30,5% -2.998.641
Ergebnis -1.046.609 -5.785.483 -4.022.009 1.763.474 -30,5% -2.998.641
Rechnerisches Ergebnis nach Abzug der nicht refinanzierbaren Kosten -647.820

Unter Berücksichtigung der nicht refinanzierbaren Kosten in Höhe von 2.350.821 Euro, die sowohl aus der organisatorischen Zugehörigkeit und festgelegten Rahmenbedingungen als auch aus dem erheblichen Instandhaltungsstau resultieren und das Ergebnis deutlich belasten, ergibt sich ein Wirtschaftsplanergebnis in Höhe von -647.820 Euro. Die Ergebnisbelastung resultiert insbesondere aus der vorsorglich unterhalb des Verhandlungsniveaus geplanten Auslastung. Dies betrifft vor allem AHJ und die Großweidenmühle im Hinblick auf den anstehenden Umzug. Hinzu kommt ein ungünstigerer Pflegegradmix mit vorhandenen Rüstigen. Zudem werden Personalkapazitäten für nicht refinanzierbare Leistungen gebunden, deren Kosten derzeit nicht belastbar quantifiziert werden können.

Gesamtergebnis - 2.998.641 €

-647.820

-2.350.821

-500.000

Abbildung 36

-1.000.000

-1.500.000

-2.000.000

-2.500.000

-3.000.000

-3.500.000

Bereinigtes Gesamtergebnis Nicht refinanzierbare Kosten

3.6 Erläuterungen zu den nicht refinanzierbaren Kosten

Nicht refinanzierbare Kosten sind Aufwendungen eines Pflegeheims oder einer Pflegeeinrichtung, die nicht über die Pflegesätze (also die mit den Kostenträgern – Pflegekassen, Sozialhilfeträger – verhandelten Entgelte) gedeckt werden können.

Nicht refinanzierbare Kosten 2,3 Mio €

351.811

Abbildung 37

898.027 206.848

67.000 777.134

50.000

Mitarbeitende Bauabteilung NüSt Kostenüberhang Gebäude AHJ/GWM

Kostenüberhang Gebäude Zentrale Umzugskosten nicht pflegebedürftiger Mieter St. Johannis

Legionellenspülung Pauschale Verwaltungskostenerstattung

Die nicht refinanzierbaren Kosten im NürnbergStift belaufen sich auf 2.350.821 Euro und wirken sich erheblich negativ auf das Betriebsergebnis aus.

Darüber hinaus entstehen Kostenbelastungen, die aufgrund ineffizienter Prozesse und notwendiger Doppelarbeiten nur eingeschränkt quantifizierbar sind. Wesentliche Ursachen hierfür sind ein noch nicht ausreichender Digitalisierungsgrad, fehlende bzw. uneinheitliche Prozessstandards, interne und externe Vorgaben sowie hohe Sicherheitsanforderungen. Zudem ist die Aufgabenabgrenzung zur Kernstadt in einzelnen Bereichen nicht eindeutig, wodurch es zu Überschneidungen und teilweise zu Doppelarbeiten kommt. Erschwerend wirkt sich ferner aus, dass die fachliche Weiterentwicklung der bereits bestehenden Systeme über einen längeren Zeitraum nicht in ausreichendem Umfang erfolgt ist. Dadurch bestehen Optimierungs- und Automatisierungspotenziale, die bislang nur teilweise genutzt werden können. Insgesamt führen diese Faktoren zu zusätzlichen, teilweise nur schwer quantifizierbaren Aufwendungen und begrenzen die Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung.

Pauschale Verwaltungskostenerstattung

Aufgrund der Zugehörigkeit zur Stadt Nürnberg ist eine pauschale Verwaltungskostenerstattung in Höhe von 898.027 EUR an die Stadt Nürnberg zu entrichten. Diese Aufwendung kann im Rahmen der Pflegesatzverhandlungen nicht berücksichtigt werden, sodass eine entsprechende Gegenfinanzierung nicht möglich ist.

Gebäude

NüSt muss Kapazitäten für Großprojekte sowie eine Vielzahl von Instandhaltungsmaßnahmen bereitstellen. Zu diesem Zweck wird eine Bauabteilung vorgehalten, deren Personalkosten nicht über die Pflegesätze refinanziert und nur teilweise als aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 23 Tausend Euro für die Neubauten verbucht werden. Neben den Personalkosten in Höhe von 375 Tausend Euro entstehen erhebliche Aufwendungen für Instandhaltung und Investitionen, die von NüSt vollständig selbst zu tragen sind.

Aufgrund des anstehenden Umzugs aus St. Johannis (AHJ) in die Großweidenmühle (GWM) wird vorsorglich mit einer niedrigeren Auslastung geplant. Demgegenüber kann bei den Pflegesatzverhandlungen lediglich eine Auslastung von 96,2 % als refinanzierbar zugrunde gelegt werden. Die Differenz zwischen der geplanten und der refinanzierbaren Auslastung führt bei den anfallenden Gebäudekosten des AHJ und der GWM zu einer Unterdeckung in Höhe von 207 Tsd. Euro. Eine gesonderte Anlauf- bzw. Pre-Opening-Regelung, wie sie bei Pflegeeinrichtungen im Investor-Betreibermodell in der Praxis gängige Regel ist, konnte mit der wbg Nürnberg GmbH nicht vereinbart werden. Eine finanzielle Entlastung der Anlaufphase durch beispielsweise eine zeitweise Mietfreistellung, reduzierte Mietzahlungen oder ein auslastungsabhängiges Modell war nicht verhandelbar. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der schrittweisen aufzubauenden Auslastung sind daher in der Anlaufphase vollständig durch NüSt zu tragen.

in EUR AHJ GWM
Investitionserlöse 147.308 896.686
davon: Erlöse für Investitionskosten 147.308 896.686
davon: Erlöse aus vermieteten Wohnungen 0 0
davon: Erlöse aus Mieteinnahmen 0 0
davon: Erlöse aus Erstattungen des Personals für Unterkunft 0 0
Investitionskosten* 191.022 1.051.601
davon: Instandhaltung, Renovierung 43.479 26.300
davon: Miete Gebäude und Grundstücke 112.503 909.848
davon: Mieten u. Leasing Einrichtung/Ausstattung 3.119 7.400
davon: Netto-Abschreibungen 29.799 114.453
davon: Zinsaufwendungen u. Bearbeitungsgebühren Investitionsdarlehen 3.941 0
Differenz -45.534 -161.315
*Sonderpositionen in Investitionskosten
AHJ: Nutzungsaufwandsentschädigung wbg 112.503

Zusätzlich belasten die alten August-Meier-Häuser (AHR) weiterhin durch hohe Instandhaltungs- und Energiekosten. Die Häuser weisen den zweitgrößten Gaskostenanteil aller städtischen Dienststellen auf. Die gesamten Aufwendungen für Instandhaltung und Wartung sowie die anfallenden Kosten für Energie und Wasser sind vollständig von NüSt zu tragen. Den Aufwendungen stehen zwar Mieteinnahmen gegenüber, diese reichen jedoch bei Weitem nicht aus, um die entstehenden Kosten zu decken. Es verbleibt ein Defizit in Höhe von 777 Tausend Euro. In diesem Betrag sind die Zinsaufwendungen für das neue Darlehen inkludiert, da dieses in der Planung der Zentrale zugeordnet wird.

Bezeichnung EUR
Mieterlöse 426.274
davon: Service GmbH (Mietvertrag) 356.519
davon: Erstattung des Personals für Unterkunft 22.920
davon: Sonstige Miete 46.835
davon: Rummelsberger 0
Investitionskosten 647.408
davon: Instandhaltung, Wartung, Renovierung 378.149
davon: Netto-Abschreibungen 139.390
davon: Zinsaufwendungen für Investitionsdarlehen 129.870
Energie und Wasser 556.000
davon: Strom 170.000
davon: Gas/Öl 336.000
davon: Wasser 50.000
Differenz -777.134

Zu diesen Aufwendungen kommen zusätzlich Kosten für den Betriebsdienst in Höhe von 67.000 Euro hinzu. Dieser ist wöchentlich mit dem Durchspülen der Rohrleitungen beschäftigt, um der Bildung von Legionellen vorzubeugen. Ursache hierfür sind die stark veralteten Rohrleitungen.

Darüber hinaus sind sämtliche Kosten für den Umzug der Wohnheimbewohner des AHJ vollständig von NüSt zu tragen. Hier übernimmt das NürnbergStift das gesamte finanzielle, wie auch personelle Kostengerüst für das Freimachen des zur wbg-Nürnberg GmbH gehörenden Gebäudes

3.7 Erläuterungen zu den betrieblichen Erträgen

Für das Jahr 2027 wurde mit Gesamterlösen in Höhe von 51,7 Millionen Euro geplant. Den größten Anteil daran erzielen die Pflegebereiche (voll-, teilstationär und Rüstige) einschließlich Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten mit 41,4 Millionen Euro, was einem Anteil von 80 Prozent entspricht.

Betriebliche Erträge in EUR

50.000.000

45.000.000

40.000.000

35.000.000

30.000.000

25.000.000

20.000.000

15.000.000

10.000.000

5.000.000

2025 vorl. Ergebnis 2026 WPL 2026 HR I 2027 WPL
Nebenerlöse 2.564.483 2.317.294 2.328.466 2.222.050
Zuweisungen, Zuschüsse, Fördermittel, Auflösung SoPo 1.313.069 1.088.336 1.104.687 1.010.288
Erlöse Reha stationär 4.351.921 4.482.511 4.526.053 4.686.160
Erlöse ambulante Pflegeleistungen 1.572.539 1.531.998 1.545.176 1.733.153
Erlöse Wohnheime 840.361 763.761 768.866 613.921
Erlöse Rüstige 338.653 282.865 204.666 109.127
Erlöse Investitionskosten 3.656.295 3.472.374 3.853.592 4.483.171
Erlöse Unterkunft, Verpflegung 6.719.016 6.579.879 6.728.354 6.865.500
Erlöse teilstationäre Pflege 616.627 657.698 701.247 976.316
Erlöse vollstationäre Pflege 27.671.473 27.189.579 28.200.203 29.018.919

Die Ertragsplanung 2027 basiert im Bereich der Pflegeleistungen (inkl. Unterkunft und Verpflegung und Investitionskosten) auf den bisherigen Auslastungszahlen, den Pflegegradverteilungen sowie dem aktuellen Pflegegradmix. In den vollstationären Pflegebereichen wird ein Ertragsplus erzielt, das insbesondere auf die verbesserte Auslastung, die gezielte Umwandlung von allgemeinen in gerontopsychiatrische Pflegeplätze sowie das aktuell bestehende Angebot der Pflegekassen zurückzuführen ist. Auch in der teilstationären Pflege steigen die Erlöse aufgrund der verbesserten Auslastung und der Erweiterung des Angebots durch die Eröffnung der Tagespflege in der GWM Anfang Mai 2027. Die deutliche Steigerung der Investitionserlöse im Jahr 2027 resultiert insbesondere aus der von NüSt zu tragende Miete für die GWM an die wbg. Gleichzeitig sind die Erträge aus den Rüstigenbereich rückläufig. Durch ein gezieltes Pflegegradmanagement werden die verbleibenden Rüstigen sukzessive in entsprechende Pflegegrade eingestuft, wodurch die Erlösstruktur verbessert wird.

Der Rückgang der Erlöse in den Wohnheimen resultiert im Wesentlichen aus der Schließung des Wohngebäudes in Johannis zum 31.12.2026.

Im ambulanten Dienst ist eine kontinuierliche Steigerung der Erlöse zu verzeichnen. Die durchschnittliche Klientenanzahl konnte stabilisiert und weiter gesteigert werden. Darüber hinaus ermöglicht der Anschluss an die Verhandlungsgemeinschaft mit MünchenStift seit 2025 bessere jährliche Verhandlungsergebnisse. Für 2027 wird daher mit einer Steigerung der Erlöse von 3,6 % bei den SGB XI-Leistungen und 3,2 % bei den SGB V-Leistungen gerechnet.

Die Reha-Planung erfolgt auf Basis einer durchschnittlichen Belegung von 40,5 Personen pro Tag an 365 Tagen. Das Angebot der Krankenkassen sieht einen neuen Tagessatz von 314,42 Euro vor, was einer Steigerung von 3,26 % entspricht. Die Vertragslaufzeit erstreckt sich vom 01.10.2026 bis zum 30.09.2027. Für die Erlösplanung wird eine pauschale Steigerung der Tagessätze um 3,26 % angesetzt, zuzüglich einer weiteren Erhöhung um 3,0 % ab dem 01.10.2027. Eine Vergütungsverhandlung für 2027 ist vorgesehen.

Ergänzend zu den Pflegeerlösen fließen weitere Erträge in die Planung ein. Dazu zählen Auflösungen von Sonderposten, Zuschüsse der Stiftung HSP sowie Fördermittel des PPZ und anderer Drittmittelgeber. Darüber hinaus ergeben sich Nebenerlöse aus Erstattungen von Mitarbeitenden für Unterkunft und Verpflegung, aus der Praxis Ergotherapie, aus Verrechnungen für Telefon- und Fernsehleistungen sowie aus Vermietung und Verpachtung. Hinzu kommen Erträge aus der Inanspruchnahme von Gestellungskräften und Verwaltungsleistungen, sowie Kostenausgleiche der Stadt Nürnberg für in Vorjahren entstandene Versorgungsansprüche. Ferner werden periodenfremde Aufwendungen, Verkaufserlöse aus dem Anlagevermögen, Nachberechnungen aus früheren Geschäftsjahren sowie zweckgebundene Spenden berücksichtigt.

Das Angebot für die neuen Vergütungsvereinbarungen zum 01.07.2026 für den pflegebedingten Aufwand sowie für Unterkunft und Verpflegung sieht für die vollstationäre Pflege Steigerungsraten zwischen 0,77 % und 3,01 % vor. Für die GWM wurden die Vergütungssätze auf Basis, der für das AHJ angenommenen Vergütungssätze kalkuliert.

Steigerungsrate vollstationäre Pflege in %

3,50

2,64 2,82 2,64 3,01
1,92
0,77 0,87

3,00

2,50

2,00

1,50

1,00

0,50

0,00 AHS AHS Geronto AMH AMH Geronto AMH AHJ AHP Allgemeine Allgemeine Pflegeoase Pflege Pflege

3.8 Erläuterungen zu den betrieblichen Aufwendungen

Im Wirtschaftsplan 2027 sind betriebliche Aufwendungen in Höhe von 54,7 Millionen Euro vorgesehen. Den größten Anteil daran stellen die Personalaufwendungen mit 33,4 Millionen Euro dar, die rund 61 Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Damit bleibt der Anteil der Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr auf einem vergleichbaren Niveau. Trotz steigender Personalaufwendungen zeigt sich somit eine stabile Entwicklung im Verhältnis zu den Gesamtaufwendungen.

Betriebliche Aufwendungen in EUR

60.000.000

50.000.000

40.000.000

30.000.000

20.000.000

10.000.000

2025 vorl. Ergebnis 2026 WPL 2026 HR I 2027 WPL
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 412.201 561.498 562.143 515.725
Verwaltungsbedarf 479.844 662.831 763.242 556.665
Pflegebedarf und soziale Betreuung 740.151 727.108 711.062 792.597
Zentrale Dienste 1.012.549 1.026.900 1.037.850 1.063.942
Beiträge, Versicherungen, Steuern 1.253.434 1.309.814 1.273.691 1.183.870
Pachten, Mieten, Leasing 896.152 874.614 912.570 1.614.765
Instandhaltung, Wartung 2.103.497 3.118.769 1.995.588 2.061.513
Energie und Wasser 1.930.108 2.355.713 2.181.578 2.226.239
Abschreibungen 2.779.256 2.719.836 2.859.778 2.860.642
Wirtschaftsbedarf 3.531.858 3.856.120 4.131.420 4.246.515
Essensversorgung 3.837.941 4.135.220 4.179.382 4.243.112
Personalaufwendungen 32.323.688 32.798.330 33.388.343 33.351.661

Der Berechnung der Personalaufwendungen liegen die im Gliederungspunkt 3.4 dargestellten Auslastungszahlen zugrunde. Bei der Verteilung der Pflegegrade wurde die bisherige Verteilung berücksichtigt Zusätzlich sind Einsatzkosten von 3,5 Vollzeit-Pflegefachkräften in Höhe von 431.898 Euro aus der Arbeitnehmerüberlassung, verteilt auf die Einrichtungen AHS, AMH, AHJ und AHP einkalkuliert.

In den Personalkosten für 2027 ist die Tarifsteigerung mitberücksichtigt. Nach Vorgabe von Ref. II wurde für die Entwicklung der Kosten ein durchschnittlicher Steigerungssatz von 2 % angenommen. Für das klinische Personal in der Reha wurde mit 5 % Personalkostensteigerung kalkuliert. Bestandteil der Personalaufwendungen sind auch Aufwendungen für die Mitarbeiter/innen, die im Rahmen eines „Gestellungsvertrages“ an die NüStSgG überlassen werden. Den Aufwendungen für aktive Kräfte stehen in gleicher Höhe die Kostenerstattungen der NüStSgG an das NüSt gegenüber. Die geschätzte Personalkostensteigerung für das Jahr 2027 im Bereich der NüStSgG beträgt 4 %. Die Personalkosten des PPZ werden vollständig durch Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) refinanziert und sind damit ergebnisneutral. Der hier ausgewiesene Personalkostenaufwand ist gekürzt um die PAF-Erstattungen und sonstige Personalkostenerstattungen.

Die gesamte Speisenproduktion (inkl. Einkauf) wird von der NüStSgG erbracht und in deren Wirtschaftsplan veranschlagt. Bei NüSt wird sie als Fremdleistung Küche angegeben. Getränke und Sondernahrung (z.B. Nahrungsergänzungsmittel) werden direkt von den NüSt - Einrichtungen beschafft und als Lebensmittelaufwand ausgewiesen. Der Preis pro Beköstigungstag steigt auf 15,95 Euro.

Im Wirtschaftsbedarf sind die Fremdleistungen durch die Service-gGmbH inkludiert. Des Weiteren fallen zusätzliche Kosten für das Gebäudemanagement, im Rahmen des ÖPP-Vertrages, in Höhe von rund 304 Tausend Euro für das neue August-Meier-Haus an, welche in dieser Höhe nicht refinanziert werden.

Im Abschreibungsaufwand enthalten sind unter anderem die Anschaffung neuer Transportwägen für Essenlieferungen, umfassende Investitionen in die Heizungs-, Brandschutz- und Aufzugstechnik sowie die Neuanschaffung von IT-Hardware. Darüber hinaus werden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden durchgeführt, die insbesondere der Modernisierung und nachhaltigen Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner dienen.

Die Kalkulationsbasis für die Aufwendungen für Energie und Wasser bilden die Jahresendwerte 2025 sowie die Ist-Werte bis Juni 2026. Seit der Eröffnung des August-Meier-Hauses liegen bislang keine Wasserabrechnungen vor, sodass die Wasserkosten auf Basis eines Schätzwertes kalkuliert wurden. Für das August-Meier-Haus wurde zudem die bestehende Photovoltaikanlage zur Stromgewinnung bei der Kalkulation berücksichtigt. Für die GWM wurden Stromkosten in Höhe von 2,15 € je Tag und Bewohner angesetzt. Die übrigen Energie- und Wasserkosten werden über die Betriebs- und Heizkosten an die wbg Nürnberg GmbH weiterberechnet

Bei den Bestandsimmobilien sind aufgrund von Instandhaltungsstau und veralteter Gebäudetechnik im Jahr 2027 umfassende Instandhaltungen und Wartungen in Höhe von 1.908.356 Euro zur Aufrechterhaltung der laufenden Pflegebetriebe und Gewährung von Bewohner- und Mitarbeitersicherheit zu tätigen. Hierfür wurde eine detaillierte Bauunterhaltsplanung mit Kostenschätzung vorgenommen. Zur Absicherung gegen unvorhergesehene Mehraufwände ist ein kalkulatorischer Sicherheitspuffer enthalten. Für das AMH fallen 153.156 Euro auf der Grundlage des abgeschlossenen Gebäudemanagementvertrags an.

Für die GWM erhält die wbg Nürnberg GmbH ab dem Einzug monatliche Mietzahlungen in Höhe von 113.731 Euro. Für den Zeitraum von Mai bis Dezember 2027 belaufen sich die Mietzahlungen insgesamt auf 909.848 Euro. Für die weitere Nutzung des Gebäudes in Johannis bis zum Umzug in das neue Gebäude Großweidenmühle bzw. bis zu dessen Fertigstellung ist gemäß dem mit der wbg Nürnberg GmbH vereinbarten Kaufvertrag ein Nutzungsentgelt in Höhe von 112.503 Euro zu entrichten.

In der Position Beiträge, Versicherungen und Steuern sind die Aufwendungen für die Umlage an den Pflegeausbildungsfonds (PAF) Bayern enthalten. Für das Jahr 2027 sind hierfür Kosten in Höhe von 776.164 Euro eingeplant. Den Aufwendungen stehen höhere Zahlungen aus dem PAF für die eigenen Auszubildenden gegenüber, sodass sich aus der Umlage insgesamt ein positiver Saldo ergibt.

In den zentralen Diensten sind Kosten für die IT-Infrastruktur und die Verwaltungskostenerstattung (VKE) an den Träger Stadt Nürnberg enthalten. Diese enthalten städtische Kosten in Höhe von 898.027 Euro (z.B. Stadtrat, Rathäuser, Referate) und zentrale Leistungen von Querschnittsdienststellen (z.B.

DiP, PA, Rpr). Diese werden unabhängig von der tatsächlichen Inanspruchnahme pauschaliert umgelegt und an NüSt weiterverrechnet.

Der Großteil der anstehend geplanten Zinsaufwände fallen für langfristige Immobiliendarlehen an. 200.086,47 Euro davon betreffen die beiden Darlehen im AMH. Für Ende 2026 sind zusätzliche Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen in Höhe von 3,60 Mio. Euro geplant. Für das Darlehen wird ein Zinssatz von 3,89 % zugrunde gelegt.

3.9 Jahresergebnis

Die Entwicklung von Ist zu Plan stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung Plan vs. Ergebnis in TEUR

Abbildung 38

Abbildung 39

-734 -1.047
-631
-3.099 -4.022 -2.999
-6.168 -3.890
-4.430 -4.430
-5.967 -5.785

Abbildung 40

-1.000

-2.000

-3.000

-4.000

-5.000

-6.000

-7.000

2023 2024 2025 2026 2027

N-Plan/Plan Ergebnis HR I Sondereffekt

Das im Wirtschaftsplan 2027 ausgewiesene Ergebnis beträgt -2.998.641 Euro. Wesentliche Belastungen ergeben sich insbesondere aus den Personalkosten. Die weiterhin hohe Krankheitsquote in der Pflege von durchschnittlich 13 % führt zu entsprechenden Ausfallzeiten, die teilweise durch den Einsatz von Zeitarbeitskräften kompensiert werden müssen. Hierfür sind im Wirtschaftsplan 2027 Aufwendungen in Höhe von 431.899 Euro vorgesehen. Die bereits eingeleiteten Steuerungsmaßnahmen in den Bereichen Belegung und Personaleinsatz zeigen erste positive Wirkungen. Die Auslastung konnte stabilisiert und kontinuierlich gesteigert werden. Gleichzeitig konnten bestehende Personalüberhänge abgebaut und der Einsatz von Zeitarbeitskräften deutlich reduziert werden (siehe Grafik).

Entwicklung Zeitarbeitskosten in EUR

Entwicklung Personalüberhang in VK

2023 bis 2027

2023 bis 2027

20 1.000.000 15 800.000 600.000 400.000 200.000

Ist 2023 Ist 2024 Ist 2025 HR I 2026 Plan 2027
Personalüberhang 9,08 16,16 11,59 5,76 2,50
Ist 2023 Ist 2024 Ist 2025 HR I 2026 Plan 2027
Gesamt 883.871 852.154 502.592 472.958 431.899

*inklusive Zeitarbeitskräfte

Der bevorstehende Umzug von Johannis (AHJ) in die Großweidenmühle (GWM) stellt eine finanzielle Belastung für das geplante Ergebnis des Jahres 2027 dar. Vorsorglich wird für die Anlaufphase mit einer niedrigeren Auslastung geplant, um einen stabilen Übergang und eine verlässliche Entwicklung des Betriebs zu gewährleisten. Eine finanzielle Entlastung dieser Anlaufphase ist derzeit nicht vorgesehen.

Das Instandhaltungsrisiko aufgrund des deutlich überschrittenen Lebenszyklus von Technik und Gebäudesubstanz bleibt weiterhin hoch. Insbesondere bei Elektro-, Sanitär- und Heizungstechnik, Aufzugsanlagen sowie der Gebäudesubstanz ist weiterhin mit erhöhtem Schadens- und Instandhaltungsaufwand zu rechnen. Eine kurzfristige Entlastung ist angesichts des bestehenden Investitions- und Sanierungsbedarfs nicht zu erwarten. Bis zur Konsolidierung des Bestands sind daher weiterhin erhebliche Mittel für Instandhaltung und Stabilisierung erforderlich. Die Hochrechnung I 2026 bestätigt den weiterhin bestehenden Konsolidierungsbedarf. Trotz der positiven Entwicklung wirken insbesondere tarifbedingte Personalkostensteigerungen, vor allem im Pflegebereich und im medizinischen Dienst, sowie inflationsbedingte Mehrkosten bei Lebensmitteln, Energie und Wasser, Reinigung, Wäscherei und Betriebsdienst belastend. Hinzu kommen Aufwendungen für die externe Unterstützung in Verwaltungs-, Finanz- und Personalprozessen sowie für den bevorstehenden Umzug in die GWM. Bis zum Erreichen eines nachhaltig ausgeglichenen Wirtschaftsplans ist daher weiterhin ein Konsolidierungszeitraum erforderlich. Die eingeleiteten Maßnahmen werden konsequent fortgeführt. Schwerpunkte sind die Digitalisierung und Optimierung von Prozessen, die Realisierung von Synergie- und Einsparpotenzialen sowie eine bedarfsgerechte Anpassung des Personalbestands. Ziel bleibt es, die positive wirtschaftliche Entwicklung zu verstetigen und die nachhaltige Stabilität des Unternehmens sicherzustellen.

3.10 Sondereffekt

Der für Mitte 2027 vorgesehene einmalige Sondereffekt wurde aufgrund seines nicht wiederkehrenden Charakters nicht in das Planergebnis einbezogen. Hieraus wird ein Mittelzufluss von rund 8 Mio. Euro erwartet, der das für 2027 geplante Defizit von -2.998.641 Euro einmalig deutlich übersteigen würde. Da kein Verlustausgleich durch die Kernstadt Nürnberg vorgesehen ist, ergibt sich hieraus jedoch keine nachhaltige Verbesserung der Ergebnissituation. Die strukturelle Belastung des laufenden Betriebs bleibt damit unverändert bestehen.

Sondereffekt: Außerordentliche Einnahmen

6.000.000

5.000.000

8.000.000 5.001.359
-2.998.641

4.000.000

3.000.000

2.000.000

1.000.000

-1.000.000

-2.000.000

-3.000.000

-4.000.000 Plan 2027 Außerordentliche Einnahmen Plan nach Einnahmen

3.11 Kassenkredit

Nach § 7 Abs. 2 WkPV darf der Höchstbetrag der Kassenkredite ein Sechstel der im Erfolgsplan vorgesehenen Erträge aus den Nummern 1 bis 8 der Gewinn- und Verlustrechnung nicht überschreiten. Für das Jahr 2026 ergibt sich daraus ein zulässiger Höchstbetrag von 9.112.833,27 Euro.

Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe wird der Höchstbetrag der Kassenkredite auf 9,1 Mio. Euro festgesetzt.

4 Darlehensverbindlichkeiten

Zum 31.12.2027 werden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 23.300.939,90 Euro erwartet. Diese ergeben sich aus dem voraussichtlichen Darlehensbestand zum 31.12.2026 in Höhe von 24.969.307,52 Euro abzüglich der im Jahr 2027 vorgesehenen Tilgungen in Höhe von 1.668.367,63 Euro. Eine Übersicht über den voraussichtlichen Stand der Darlehensverbindlichkeiten (ohne Kassenkredite) gibt nachfolgende Aufstellung:

Darlehen Nennbetrag Stand zum Aufnahme Stand zum Zinsen Tilgung Stand zum
31.12.2025 2026 31.12.2026 2027 2027 31.12.2027
in EUR in EUR in EUR in EUR in EUR in EUR in EUR
AHS 11.458.681,52 3.872.560,77 3.535.957,10 91.257,31 336.676,94 3.199.280,16
AHS 11.458.681,52 3.872.560,77 3.535.957,10 91.257,31 336.676,94 3.199.280,16
AHR 1.904.766,77 672.872,82 636.716,83 186,24 36.162,78 600.554,05
AHJ 2.788.688,17 658.316,77 603.297,02 647,12 55.101,70 548.195,32
2.788.688,17 658.316,77 603.297,02 647,12 55.101,70 548.195,32
AHP 1.624.629,95 496.055,39 465.991,43 0,00 30.063,96 435.927,47
AHP 1.624.629,95 496.055,39 465.991,43 0,00 30.063,96 435.927,47
AMH 23.997.151,89 16.968.413,34 16.127.345,14 200.086,47 850.362,25 15.276.982,90
Zentrale (neu) 3.600.000,00 3.600.000,00 3.600.000,00 129.870,00 360.000,00 3.240.000,00
Gesamtsumme 45.373.918,30 22.668.219,09 3.600.000,00 24.969.307,52 422.047,14 1.668.367,63 23.300.939,90

5 Plan-Stellen

Aufgrund der Refinanzierung über die Pflegesätze folgt die Stellenplanung im Pflege- und Rehabilitationsbereich einer leistungs- und belegungsorientierten Systematik. Sie weicht daher sachgerecht von der kommunalen Stellenplanlogik der Stadt ab. Maßgeblich ist der für die Leistungserbringung erforderliche und über die jeweiligen Entgelte refinanzierbare Personalbedarf. Die nachfolgende Grafik stellt die Ist-Besetzung zum 30.06.2026, die durchschnittliche Personalbesetzung im Zeitraum Januar bis Juni 2026 sowie die geplante Soll-Stellenbesetzung 2027 gegenüber.

Vergleich Ist vs. Plan-Stellen in VK

477,31 435,28 449,85

Stellenplan: Besetzte Stellen Ø-Stellen 01-06/2026 Geplante Stellen 2027 30.06.2026

Die Soll-Stellenplanung in Höhe von 450 VK basiert auf der geplanten Belegung und den geltenden Pflegeschlüsseln. Dem Pflegebereich sind neben den pflegerischen Stellen auch die erforderlichen Funktionsstellen zugeordnet. Ergänzend werden der medizinische Dienst für den Rehabilitationsbereich sowie zwei Stellen im technischen Dienst berücksichtigt. Die Gestellungskräfte der Service gGmbH und die Mitarbeitenden des PPZ sind ebenfalls enthalten und ergebnisneutral, da die Personalkosten durch die Service gGmbH bzw. vollständig über die PPZ-Bundesförderung refinanziert werden.

Im Vergleich zu den durchschnittlichen Stellen im Zeitraum Januar bis Juni 2026 zeigt sich eine Mehrung des Personals in den Bereichen Pflege und Verwaltung. Der höhere Personalbedarf in der Pflege ist auf eine besser geplante Belegung zurückzuführen. Im Bereich der Verwaltung erfolgt hingegen kein Stellenaufbau. Vielmehr werden vakante Stellen teilweise wiederbesetzt. Zudem sind Mitarbeitende aus Elternzeit und Krankenstand bereits zurückgekehrt bzw. werden im weiteren Jahresverlauf zurückkehren.

Vergleich Ø-Personalbesetzung 01-06/26 435 VK

vs. Plan-Stellen 450 VK

Abbildung 42

Sonstige

Abbildung 41

Technischer Dienst

PPZ

Gestellungs-kräfte

Medizin-ischer Dienst

Verwaltung

Pflege

0,0 50,0 100,0 150,0 200,0 250,0 300,0 350,0 400,0

Pflege Verwaltung Medizin- ischer Dienst Gestellungs- kräfte PPZ Technischer Dienst Sonstige
Geplante Stellen 2027 380,0 48,1 9,6 4,0 3,9 2,2 2,0
Ø-Stellen 01-06/2026 373,2 41,6 9,3 4,4 3,0 1,7 2,0

Wichtige Begriffe und Abkürzungen

AHJ Senioren-Wohnanlage St. Johannis AHP Senioren-Wohnanlage Platnersberg AMH August-Meier-Haus AHS Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See AMBD Ambulante Dienste AVPflegeVG Verordnung zur Ausführung des SGB XI Soziale Pflegeversicherung BGr. Besoldungsgruppen DiP Amt für Digitalisierung, IT und Prozessorganisation EGr. Entgeltgruppen EUR Euro GJ Geschäftsjahr GWM Senioren-Wohnanlage Großweidenmühlstraße GuV Gewinn- und Verlustrechnung HSP Senioren-Wohnanlage Heilig-Geist-Spital KGr. Kontengruppe KUGr. Kontenuntergruppe Mio. EUR Millionen Euro N-Plan Nachtragswirtschaftsplan NüSt NürnbergStift NüStSgG NürnbergStift Service gGmbH PAF Pflegeausbildungsfonds PflegeVG Pflege-Versicherungsgesetz PfleWoqG Pflege- und Wohnqualitätsgesetz PSG I, II, III Pflegestärkungsgesetze rd. rund REHA Geriatrische Rehabilitation SGB V Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Krankenversicherung SGB XI Sozialgesetzbuch – Soziale Pflegeversicherung TEUR Tausend Euro TVöD Tarifvertrag öffentlicher Dienst VGr. Vergütungsgruppe VK Vollkraft VKE Verwaltungskostenerstattung Stadt Nürnberg wbg Wohnungsbaugesellschaft Nürnberg WkPV Verordnung über die Wirtschaftsführung der kommunalen Pflegeeinrichtungen WPL Wirtschaftsplan

Anhang Wirtschafts- und Finanzplan

Inhaltsverzeichnis

Tabelle 1: Auslastung ............................................................................................................ 3 Tabelle 2: NüSt Gesamt nach HGB ....................................................................................... 4 Tabelle 3: Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See .................................................. 6 Tabelle 4: August-Meier-Haus ............................................................................................... 8 Tabelle 6: Senioren-Wohnanlage Platnersberg ....................................................................13 Tabelle 7: Heilig-Geist-Spital ................................................................................................15 Tabelle 8: Ambulante Dienste ...............................................................................................17 Tabelle 9: Geriatrische Rehabilitation ...................................................................................19 Tabelle 10: Zentrale .............................................................................................................21 Tabelle 11: Vermögensplan ..................................................................................................23 Tabelle 12: Finanzierung Investitionsmaßnahmen ................................................................24 Tabelle 13: Investitionsprogramm Anmietung Küche Klinikum Hallerwiese ..........................24 Tabelle 15: Investitionsprogramm Eröffnung Senioren-Wohnanlage Großweidenmühle .......26 Tabelle 16: Investitionsprogramm Kernsanierung Elisabeth-Bach-Haus ...............................27 Tabelle 17: Pauschale für Wiederbeschaffung Anlagevermögen ..........................................28 Tabelle 18: Verpflichtungsermächtigungen ...........................................................................28 Tabelle 19: Fünfjahresübersicht: Erfolgsplan ........................................................................29 Tabelle 20: Fünfjahresübersicht GuV-Rechnung ..................................................................30 Tabelle 21: Fünfjähriger Finanzplan: Mittelverwendung ........................................................33 Tabelle 22: Fünfjähriger Finanzplan: Mittelherkunft ..............................................................34 Tabelle 23: Stellenplan NürnbergStift ...................................................................................35

Tabelle 1: Auslastung

Das Wohn- und Platzangebot für den Wirtschaftsplan 2026 setzt sich wie folgt zusammen:

AHS AMH AHJ GWM AHP
Vollstat. Pflege Vollstat. Pflege Vollstat. Pflege Vollstat. Pflege Vollstat. Pflege
Kapazität 254,00 158,00 122,00 122,00 89,00
Belegung in % 95% 98% 90% 85% 95%
Geplante Bewohner 241,08 154,84 109,80 103,68 84,50
AHS AMH GWM
Tagespflege Tagespflege Tagespflege
Kapazität 24,00 16,00 15,00
Belegung in % 67% 82% 50%
Geplante Bewohner 16,00 13,12 7,50
AHJ HGS REHA AMBD
Wohnen Wohnen Vollstationär Pflege
Kapazität 55,00 106,00 44,00
Kapazität
Belegung in % 0% 100% 92%
Belegung in %
Geplante 0,00 106,00 40,50 120,00
Bewohner/Patienten

Tabelle 2: NüSt Gesamt nach HGB

Entsprechend § 3 Abs. 1 Satz 2 WkPV ist der Erfolgsplan mindestens wie die Gewinn- und Verlustrechnung zu gliedern.

Gewinn- und Verlustrechnung vorl. Erg. Plan 2026 HR I 2026 WPL 2027
2025
für den Eigenbetrieb NürnbergStift EUR EUR EUR EUR
1. Erträge aus ambulanter, teilstationärer und vollstationärer
Pflege
sowie aus Kurzzeitpflege, sonstige Leistungen 35.087.452 34.595.453 35.697.110 36.829.041
2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 6.907.537 6.732.386 6.837.760 6.924.879
3. Erträge aus Zusatzleistungen und Transportleistungen 158.160 130.751 139.790 918.162
4. Erträge aus gesonderter Berechnung von
Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 3.656.414 3.502.076 3.853.592 3.814.184
4a. Umsatzerlöse nach § 277 Absatz 1 HGB
soweit nicht in den Nummern 1 bis 4 enthalten 3.215.764 2.294.698 2.349.267 2.198.420
5. Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten 3.488.657 2.933.679 3.267.771 3.968.683
6. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen 0 0 0 0
Leistungen
7. Andere aktivierte Eigenleistungen 27.374 22.419 23.165 23.165
8. Sonstige betriebliche Erträge 85.988 48.124 8.321 466
Zwischensumme 52.627.346 50.259.585 52.176.775 54.677.000
9. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 25.374.477 27.189.651 27.736.013 28.570.843
b) Sozialabgaben, Altersversorgung
und sonstige Aufwendungen 8.303.136 6.921.774 7.209.217 7.145.537
10. Materialaufwand:
a) Lebensmittel 132.458 150.163 138.830 150.542
b) Wasser, Energie, Brennstoffe 1.930.108 2.355.713 2.181.578 2.226.239
c)Wirtschafts-/Verwaltungs-/Betreuungs-/Med.-therap. 9.756.413 10.527.525 10.872.671 10.928.733
Bedarf
11. Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen 982.852 974.659 974.796 1.006.792
12. Steuern, Abgaben, Versicherungen 1.229.193 1.292.147 1.237.858 1.161.931
14. Mieten, Pacht, Leasing 896.152 874.614 912.570 1.614.765
Zwischensumme 48.604.789 50.286.246 51.263.533 52.805.382
Zwischenergebnis 4.022.557 -26.661 913.242 1.871.618
15. Erträge aus öffentlicher und nicht-öffentlicher 254.671 508.655 508.655 250.000
Förderung
von Investitionen
Gewinn- und Verlustrechnung vorl. Erg. Plan 2026 HR I 2026 WPL 2027
2025
für den Eigenbetrieb NürnbergStift EUR EUR EUR EUR
16. Erträge aus der Auflösung von 731.385 691.758 705.437 619.690
Sonderposten/Verbindlichkeiten
18. Aufwendungen aus der Zuführung zu Sonderposten/ 336.050 500.000 502.430 250.000
Verbindlichkeiten
20. Abschreibungen 2.779.256 2.719.836 2.859.778 2.860.642
21. Aufwendungen für Instandhaltung und Instand- 2.103.497 3.039.397 1.995.588 1.941.195
setzung
22. Sonstige betriebliche Aufwendungen 521.806 138.554 229.405 172.387
Zwischensumme -4.754.552 -5.197.374 -4.373.108 -4.354.533
Zwischenergebnis -731.995 -5.224.035 -3.459.866 -2.482.915
25. Zinsen und ähnliche Erträge 97.587 50 0 0
27. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 412.201 561.498 562.143 515.725
Zwischensumme -314.614 -561.448 -562.143 -515.725
29. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag -1.046.609 -5.785.483 -4.022.009 -2.998.641
nachrichtlich Vorschlag zur Verwendung des
Jahresergebnisses
Auf neue Rechnung vorzutragen -1.046.609 -5.785.483 -4.022.009 -2.998.641

Tabelle 3: Pflegezentrum Sebastianspital am Wöhrder See

AHS vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Personal- aufwendungen 10.441.069 10.416.584 10.994.691 578.107 5,5% 10.843.281
Essensversorgung 1.453.758 1.531.368 1.556.369 25.001 1,6% 1.630.966
Energie und Wasser 404.930 513.063 450.672 -62.391 -12,2% 450.672
Wirtschaftsbedarf 1.209.742 1.241.367 1.343.627 102.260 8,2% 1.416.544
Pflegebedarf und soziale Betreuung 212.662 175.875 181.297 5.422 3,1% 202.153
Verwaltungsbedarf 65.233 61.300 82.276 20.975 34,2% 81.421
Zentrale Dienste 308.418 306.380 307.193 813 0,3% 316.343
Pachten, Mieten, Leasing 36.409 28.558 43.496 14.937 52,3% 46.649
Beiträge, Ver- sicherungen, Steuern 442.339 422.196 392.977 -29.219 -6,9% 395.367
Instandhaltung, Wartung 666.109 1.267.800 555.628 -712.172 -56,2% 621.282
Abschreibungen 761.917 797.099 805.111 8.012 1,0% 796.872
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 95.898 93.783 93.047 -737 -0,8% 98.082
Summe betriebliche Aufwendungen 16.098.484 16.855.375 16.806.383 -48.991 -0,3% 16.899.632
Erlöse Rüstige 600 0 0 0 0,0% 0
Erlöse teilstationäre Pflege 332.390 323.906 380.042 56.136 17,3% 426.595
Erlöse vollstationäre Pflege 12.117.989 11.974.857 12.118.684 143.826 1,2% 12.665.672
Erlöse Wohnheime 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse ambulante Pflegeleistungen 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Reha stationär 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Unterkunft, Verpflegung 2.755.845 2.685.355 2.698.696 13.341 0,5% 2.806.808
Erlöse Investitionskosten 1.368.188 1.257.634 1.306.273 48.639 3,9% 1.368.353
Erlöse
Investitionskosten
Zuweisungen, Zu- 296.623 108.329 108.555 226 0,2% 65.360
schüsse, Fördermittel,
Auflösung SoPo
Nebenerlöse 278.095 245.843 251.337 5.495 2,2% 256.560

Personal-

aufwendungen

Pflegebedarf und

soziale Betreuung

Pachten, Mieten,

Leasing

Beiträge, Ver-

sicherungen, Steuern

Instandhaltung,

Wartung

Zinsen und ähnliche

Aufwendungen

Summe betriebliche

Aufwendungen

Erlöse teilstationäre

Pflege

Erlöse vollstationäre

Pflege

Erlöse ambulante

Pflegeleistungen

Erlöse Unterkunft,

Verpflegung

AHS vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Summe betriebliche Erträge 17.149.731 16.595.924 16.863.588 267.664 1,6% 17.589.347
Betriebsergebnis vor Umlage 1.051.246 -259.451 57.204 316.655 -122,0% 689.716
Umlage Belastung 1.380.054 1.792.033 1.703.588 -88.444 -4,9% 1.572.203
Betriebsergebnis -328.808 -2.051.484 -1.646.384 405.100 -117,1% -882.488
Neutrales Ergebnis 18.194 -1.025 6.061 7.086 -691,3% 0
Ergebnis -310.613 -2.052.509 -1.640.323 412.186 -20,1% -882.488

Summe betriebliche

Erträge

Betriebsergebnis vor

Umlage

Tabelle 4: August-Meier-Haus

AMH vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Personal- aufwendungen 6.616.684 6.037.542 6.075.982 38.440 0,6% 6.225.117
Essensversorgung 934.242 1.061.215 1.073.938 12.723 1,2% 1.092.509
Energie und Wasser 226.000 300.000 320.208 20.208 6,7% 330.208
Wirtschaftsbedarf 1.042.589 1.125.263 1.236.274 111.011 9,9% 1.181.316
Pflegebedarf und soziale Betreuung 252.200 224.286 212.826 -11.461 -5,1% 245.195
Verwaltungsbedarf 52.888 39.399 57.104 17.705 44,9% 65.501
Zentrale Dienste 185.189 198.604 198.604 0 0,0% 204.729
Pachten, Mieten, Leasing 30.589 23.234 33.152 9.918 42,7% 46.095
Beiträge, Ver- sicherungen, Steuern 346.438 351.545 324.913 -26.633 -7,6% 331.518
Instandhaltung, Wartung 279.318 470.493 215.370 -255.123 -54,2% 250.061
Abschreibungen 1.502.573 1.456.513 1.492.615 36.102 2,5% 1.465.942
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 224.954 220.650 220.843 192 0,1% 205.035
Summe betriebliche Aufwendungen 11.693.665 11.508.745 11.461.829 -46.916 -0,4% 11.643.225
Erlöse Rüstige 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse teilstationäre Pflege 289.622 333.792 321.205 -12.587 -3,8% 409.966
Erlöse vollstationäre Pflege 7.364.063 7.225.875 7.649.878 424.004 5,9% 7.634.252
Erlöse Wohnheime 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse ambulante Pflegeleistungen 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Reha stationär 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Unterkunft, Verpflegung 1.798.268 1.784.492 1.839.729 55.237 3,1% 1.832.685
Erlöse Investitionskosten 1.596.480 1.560.419 1.620.337 59.918 3,8% 1.592.819
Erlöse
Investitionskosten
Zuweisungen, Zu- 476.181 470.009 474.614 4.605 1,0% 474.332
schüsse, Fördermittel,
Auflösung SoPo
Nebenerlöse 39.133 22.119 30.215 8.096 36,6% 30.862

Personal-

aufwendungen

Pflegebedarf und

soziale Betreuung

Pachten, Mieten,

Leasing

Beiträge, Ver-

sicherungen, Steuern

Instandhaltung,

Wartung

Zinsen und ähnliche

Aufwendungen

Summe betriebliche

Aufwendungen

Erlöse teilstationäre

Pflege

Erlöse vollstationäre

Pflege

Erlöse ambulante

Pflegeleistungen

Erlöse Unterkunft,

Verpflegung

AMH vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Summe betriebliche Erträge 11.563.746 11.396.705 11.935.978 539.273 4,7% 11.974.916
Betriebsergebnis vor Umlage -129.920 -112.040 474.149 586.189 -523,2% 331.692
Umlage Belastung 923.418 1.199.081 1.139.901 -59.180 -4,9% 984.041
Betriebsergebnis -1.053.338 -1.311.121 -665.752 645.369 -518,3% -652.349
Neutrales Ergebnis 437.882 -2.500 -4.858 -2.358 94,3% 0
Ergebnis -615.456 -1.313.621 -670.610 643.011 -48,9% -652.349

Summe betriebliche

Erträge

Betriebsergebnis vor

Umlage

Tabelle 5: Senioren-Wohnanlage-St. Johannis/ Großweidenmühle

AHJ/GWM vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Personal- aufwendungen 3.980.992 4.058.160 4.101.720 43.560 1,1% 4.073.885
Essensversorgung 698.906 740.035 746.283 6.247 0,8% 700.862
Energie und Wasser 283.805 330.000 330.300 300 0,1% 368.366
Wirtschaftsbedarf 549.539 689.634 711.274 21.640 3,1% 821.670
Pflegebedarf und soziale Betreuung 60.687 52.760 56.043 3.283 6,2% 90.118
Verwaltungsbedarf 27.127 27.272 38.649 11.377 41,7% 54.739
Zentrale Dienste 128.247 128.374 128.374 0 0,0% 142.890
Pachten, Mieten, Leasing 346.816 342.062 346.866 4.805 1,4% 1.034.718
Beiträge, Ver- sicherungen, Steuern 194.600 210.372 221.651 11.279 5,4% 162.749
Instandhaltung, Wartung 211.336 373.169 328.775 -44.394 -11,9% 150.291
Abschreibungen 34.172 33.583 100.879 67.296 200,4% 169.551
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.279 9.882 10.611 729 7,4% 3.941
Summe betriebliche Aufwendungen 6.525.506 6.995.304 7.121.426 126.122 1,8% 7.773.780
Erlöse Rüstige 193.767 107.042 120.844 13.802 12,9% 107.900
Erlöse teilstationäre Pflege 0 0 0 0 0,0% 139.756
Erlöse vollstationäre Pflege 4.727.652 4.612.378 4.773.638 161.260 3,5% 4.763.227
Erlöse Wohnheime 236.383 176.652 181.757 5.106 2,9% 0
Erlöse ambulante Pflegeleistungen 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Reha stationär 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Unterkunft, Verpflegung 1.239.051 1.202.330 1.218.332 16.002 1,3% 1.222.392
Erlöse Investitionskosten 449.194 437.138 439.638 2.500 0,6% 1.043.994
Erlöse
Investitionskosten
Zuweisungen, Zu- 6.251 5.569 5.569 0 0,0% 5.299
schüsse, Fördermittel,
Auflösung SoPo
Nebenerlöse 47.867 45.562 53.369 7.808 17,1% 5.325

Personal-

aufwendungen

Pflegebedarf und

soziale Betreuung

Pachten, Mieten,

Leasing

Beiträge, Ver-

sicherungen, Steuern

Instandhaltung,

Wartung

Zinsen und ähnliche

Aufwendungen

Summe betriebliche

Aufwendungen

Erlöse teilstationäre

Pflege

Erlöse vollstationäre

Pflege

Erlöse ambulante

Pflegeleistungen

Erlöse Unterkunft,

Verpflegung

AHJ/GWM vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Summe betriebliche Erträge 6.900.165 6.586.671 6.793.147 206.477 3,1% 7.287.894
Betriebsergebnis vor Umlage 374.660 -408.633 -328.279 80.354 -19,7% -485.887
Umlage Belastung 635.794 820.702 779.847 -40.856 -5,0% 746.514
Betriebsergebnis -261.134 -1.229.335 -1.108.126 121.210 -14,7% -1.232.401
Neutrales Ergebnis 4.229 -1.500 1.096 2.596 -173,1% 0
Ergebnis -256.905 -1.230.835 -1.107.030 123.806 -10,1% -1.232.401

Summe betriebliche

Erträge

Betriebsergebnis vor

Umlage

WPL 2027 AHJ GWM Gesamt
in EUR 01-04/2027 05-12/2027 2027
Personalaufwendungen 1.345.720 2.728.165 4.073.885
Essensversorgung 234.012 466.850 700.862
Energie und Wasser 95.200 273.166 368.366
Wirtschaftsbedarf 299.004 522.666 821.670
Pflegebedarf und soziale Betreuung 18.654 71.463 90.118
Verwaltungsbedarf 14.743 39.995 54.739
Zentrale Dienste 44.238 98.652 142.890
Pachten, Mieten, Leasing 116.238 918.480 1.034.718
Beiträge, Versicherungen, Steuern 69.707 93.042 162.749
Instandhaltung, Wartung 58.884 91.407 150.291
Abschreibungen 45.098 124.453 169.551
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.941 0 3.941
Summe betriebliche Aufwendungen 2.345.440 5.428.340 7.773.780
Erlöse Rüstige 40.322 67.577 107.900
Erlöse teilstationäre Pflege 0 139.756 139.756
Erlöse vollstationäre Pflege 1.592.349 3.170.878 4.763.227
Erlöse Wohnheime 0 0 0
Erlöse ambulante Pflegeleistungen 0 0 0
Erlöse Reha stationär 0 0 0
Erlöse Unterkunft, Verpflegung 402.902 819.491 1.222.392
Erlöse Investitionskosten 147.308 896.686 1.043.994
Zuweisungen, Zuschüsse, Fördermittel, Auflösung SoPo 5.299 0 5.299
Nebenerlöse 1.331 3.994 5.325
Summe betriebliche Erträge 2.189.512 5.098.382 7.287.894
Betriebsergebnis vor Umlage -155.929 -329.958 -485.887
Umlage Belastung 229.987 516.527 746.514
Betriebsergebnis -385.915 -846.485 -1.232.401
Neutrales Ergebnis 0 0 0
Ergebnis -385.915 -846.485 -1.232.401

Tabelle 6: Senioren-Wohnanlage Platnersberg

AHP vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Personal- aufwendungen 2.807.789 2.777.887 3.032.662 254.775 9,2% 3.018.195
Essensversorgung 501.675 540.565 539.615 -949 -0,2% 548.675
Energie und Wasser 183.619 246.000 238.294 -7.706 -3,1% 238.394
Wirtschaftsbedarf 364.754 370.238 392.746 22.508 6,1% 408.950
Pflegebedarf und soziale Betreuung 34.687 39.444 30.129 -9.315 -23,6% 32.728
Verwaltungsbedarf 20.851 28.964 36.890 7.926 27,4% 35.812
Zentrale Dienste 104.003 110.875 110.875 0 0,0% 113.875
Pachten, Mieten, Leasing 11.330 8.096 16.028 7.932 98,0% 18.357
Beiträge, Ver- sicherungen, Steuern 162.005 155.822 166.062 10.240 6,6% 148.461
Instandhaltung, Wartung 174.747 255.294 111.302 -143.992 -56,4% 178.178
Abschreibungen 171.527 157.979 168.260 10.281 6,5% 165.882
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.233 7.637 7.637 0 0,0% 3.758
Summe betriebliche Aufwendungen 4.542.219 4.698.800 4.850.501 151.701 3,2% 4.911.266
Erlöse Rüstige 144.286 175.822 83.822 -92.000 -52,3% 1.227
Erlöse teilstationäre Pflege -5.385 0 0 0 0,0% 0
Erlöse vollstationäre Pflege 3.461.769 3.376.468 3.658.003 281.534 8,3% 3.955.767
Erlöse Wohnheime 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse ambulante Pflegeleistungen 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Reha stationär 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Unterkunft, Verpflegung 925.852 907.702 971.597 63.894 7,0% 1.003.615
Erlöse Investitionskosten 202.739 217.184 449.250 232.067 106,9% 478.005
Erlöse
Investitionskosten
Zuweisungen, Zu- 18.443 22.448 22.448 0 0,0% 3.896
schüsse, Fördermittel,
Auflösung SoPo
Nebenerlöse 30.740 24.833 24.611 -222 -0,9% 24.420

Personal-

aufwendungen

Pflegebedarf und

soziale Betreuung

Pachten, Mieten,

Leasing

Beiträge, Ver-

sicherungen, Steuern

Instandhaltung,

Wartung

Zinsen und ähnliche

Aufwendungen

Summe betriebliche

Aufwendungen

Erlöse teilstationäre

Pflege

Erlöse vollstationäre

Pflege

Erlöse ambulante

Pflegeleistungen

Erlöse Unterkunft,

Verpflegung

AHP vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Summe betriebliche Erträge 4.778.444 4.724.458 5.209.731 485.273 10,3% 5.466.930
Betriebsergebnis vor Umlage 236.225 25.658 359.230 333.572 1300,1% 555.664
Umlage Belastung 451.562 586.364 557.424 -28.940 -4,9% 503.331
Betriebsergebnis -215.337 -560.706 -198.194 362.512 1305,0% 52.332
Neutrales Ergebnis -19.352 0 -25.755 -25.755 0,0% 0
Ergebnis -234.689 -560.706 -223.949 336.757 -60,1% 52.332

Summe betriebliche

Erträge

Betriebsergebnis vor

Umlage

Tabelle 7: Heilig-Geist-Spital

HSP vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Personal- aufwendungen 166.994 170.147 170.525 378 0,2% 173.933
Essensversorgung 150 0 0 0 0,0% 0
Energie und Wasser 186.355 198.338 198.338 0 0,0% 204.288
Wirtschaftsbedarf 51.401 60.364 67.866 7.501 12,4% 62.161
Pflegebedarf und soziale Betreuung 32.345 35.575 35.575 0 0,0% 36.598
Verwaltungsbedarf 29.367 32.137 34.460 2.323 7,2% 32.955
Zentrale Dienste 8.311 8.122 8.260 138 1,7% 8.810
Pachten, Mieten, Leasing 407.927 410.634 410.634 0 0,0% 410.634
Beiträge, Ver- sicherungen, Steuern 17.919 27.491 27.491 0 0,0% 28.390
Instandhaltung, Wartung 297.830 232.327 239.188 6.862 3,0% 298.538
Abschreibungen 24.816 30.980 30.980 0 0,0% 21.540
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.120 0 0 0 0,0% 40
Summe betriebliche Aufwendungen 1.224.535 1.206.115 1.223.316 17.202 1,4% 1.277.886
Erlöse Rüstige 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse teilstationäre Pflege 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse vollstationäre Pflege 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Wohnheime 603.979 587.109 587.109 0 0,0% 613.921
Erlöse ambulante Pflegeleistungen 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Reha stationär 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Unterkunft, Verpflegung 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Investitionskosten 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse
Investitionskosten
Zuweisungen, Zu- 391.414 396.578 396.725 147 0,0% 388.515
schüsse, Fördermittel,
Auflösung SoPo
Nebenerlöse 103.253 124.950 189.678 64.728 51,8% 155.516

Personal-

aufwendungen

Pflegebedarf und

soziale Betreuung

Pachten, Mieten,

Leasing

Beiträge, Ver-

sicherungen, Steuern

Instandhaltung,

Wartung

Zinsen und ähnliche

Aufwendungen

Summe betriebliche

Aufwendungen

Erlöse teilstationäre

Pflege

Erlöse vollstationäre

Pflege

Erlöse ambulante

Pflegeleistungen

Erlöse Unterkunft,

Verpflegung

HSP vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Summe betriebliche Erträge 1.098.646 1.108.637 1.173.513 64.875 5,9% 1.157.951
Betriebsergebnis vor Umlage -125.889 -97.477 -49.803 47.674 -48,9% -119.934
Umlage Belastung 78.077 106.206 101.607 -4.598 -4,3% 88.294
Betriebsergebnis -203.966 -203.683 -151.411 52.272 -44,6% -208.228
Neutrales Ergebnis 87.519 0 778 778 0,0% 0
Ergebnis -116.447 -203.683 -150.633 53.050 -26,0% -208.228

Summe betriebliche

Erträge

Betriebsergebnis vor

Umlage

Tabelle 8: Ambulante Dienste

AMBD vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Personal- aufwendungen 1.428.786 1.541.956 1.488.767 -53.188 -3,4% 1.495.007
Essensversorgung 0 0 0 0 0,0% 0
Energie und Wasser 2.197 2.687 2.687 0 0,0% 2.687
Wirtschaftsbedarf 18.735 26.413 27.904 1.491 5,6% 26.923
Pflegebedarf und soziale Betreuung 8.873 13.510 13.510 0 0,0% 13.953
Verwaltungsbedarf 11.940 11.561 9.767 -1.794 -15,5% 8.871
Zentrale Dienste 46.835 45.308 45.308 0 0,0% 71.784
Pachten, Mieten, Leasing 32.428 35.776 37.022 1.246 3,5% 23.092
Beiträge, Ver- sicherungen, Steuern 41.752 45.219 37.786 -7.433 -16,4% 38.108
Instandhaltung, Wartung 14.138 22.436 19.090 -3.347 -14,9% 21.381
Abschreibungen 10.457 10.056 10.056 0 0,0% 9.476
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0 0 0 0,0% 0
Summe betriebliche Aufwendungen 1.616.141 1.754.922 1.691.897 -63.025 -3,6% 1.711.281
Erlöse Rüstige 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse teilstationäre Pflege 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse vollstationäre Pflege 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Wohnheime 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse ambulante Pflegeleistungen 1.572.539 1.531.998 1.545.176 13.178 0,9% 1.733.153
Erlöse Reha stationär 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Unterkunft, Verpflegung 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Investitionskosten 39.694 0 38.094 38.094 0,0% 0
Erlöse
Investitionskosten
Zuweisungen, Zu- 0 0 0 0 0,0% 0
schüsse, Fördermittel,
Auflösung SoPo
Nebenerlöse 359 400 1.088 688 171,8% 2.010

Personal-

aufwendungen

Pflegebedarf und

soziale Betreuung

Pachten, Mieten,

Leasing

Beiträge, Ver-

sicherungen, Steuern

Instandhaltung,

Wartung

Zinsen und ähnliche

Aufwendungen

Summe betriebliche

Aufwendungen

Erlöse teilstationäre

Pflege

Erlöse vollstationäre

Pflege

Erlöse ambulante

Pflegeleistungen

Erlöse Unterkunft,

Verpflegung

AMBD vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Summe betriebliche Erträge 1.612.591 1.532.398 1.584.358 51.960 3,4% 1.735.163
Betriebsergebnis vor Umlage -3.549 -222.524 -107.539 114.985 -51,7% 23.883
Umlage Belastung 114.579 146.801 137.180 -9.621 -6,6% 132.307
Betriebsergebnis -118.128 -369.325 -244.719 124.607 -45,1% -108.424
Neutrales Ergebnis 10.837 0 0 0 0,0% 0
Ergebnis -107.291 -369.325 -244.719 124.607 -33,7% -108.424

Summe betriebliche

Erträge

Betriebsergebnis vor

Umlage

Tabelle 9: Geriatrische Rehabilitation

Reha vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Personal- aufwendungen 2.768.182 3.333.051 3.325.671 -7.380 -0,2% 3.409.775
Essensversorgung 247.687 258.934 260.409 1.476 0,6% 267.249
Energie und Wasser 61.775 75.625 75.625 0 0,0% 75.625
Wirtschaftsbedarf 141.543 182.476 173.331 -9.145 -5,0% 231.505
Pflegebedarf und soziale Betreuung 136.019 180.096 176.881 -3.214 -1,8% 171.852
Verwaltungsbedarf 15.306 39.571 60.473 20.902 52,8% 50.189
Zentrale Dienste 71.480 71.371 71.371 0 0,0% 72.646
Pachten, Mieten, Leasing 6.368 7.995 8.311 316 4,0% 8.561
Beiträge, Ver- sicherungen, Steuern 4.546 8.433 7.456 -978 -11,6% 7.700
Instandhaltung, Wartung 139.483 137.493 137.464 -28 0,0% 122.519
Abschreibungen 15.951 14.914 15.044 130 0,9% 15.496
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 0 0 0 0,0% 0
Summe betriebliche Aufwendungen 3.608.340 4.309.958 4.312.037 2.079 0,0% 4.433.116
Erlöse Rüstige 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse teilstationäre Pflege 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse vollstationäre Pflege 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Wohnheime 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse ambulante Pflegeleistungen 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Reha stationär 4.351.921 4.482.511 4.526.053 43.542 1,0% 4.686.160
Erlöse Unterkunft, Verpflegung 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Investitionskosten 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse
Investitionskosten
Zuweisungen, Zu- 517 0 129 129 0,0% 0
schüsse, Fördermittel,
Auflösung SoPo
Nebenerlöse 21.464 23.000 17.401 -5.599 -24,3% 17.400

Personal-

aufwendungen

Pflegebedarf und

soziale Betreuung

Pachten, Mieten,

Leasing

Beiträge, Ver-

sicherungen, Steuern

Instandhaltung,

Wartung

Zinsen und ähnliche

Aufwendungen

Summe betriebliche

Aufwendungen

Erlöse teilstationäre

Pflege

Erlöse vollstationäre

Pflege

Erlöse ambulante

Pflegeleistungen

Erlöse Unterkunft,

Verpflegung

Reha vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Summe betriebliche Erträge 4.373.902 4.505.511 4.543.583 38.072 0,8% 4.703.560
Betriebsergebnis vor Umlage 765.562 195.553 231.546 35.993 18,4% 270.444
Umlage Belastung 192.802 250.358 238.001 -12.356 -4,9% 237.527
Betriebsergebnis 572.760 -54.805 -6.455 48.349 23,3% 32.917
Neutrales Ergebnis 22.032 0 21.709 21.709 0,0% 0
Ergebnis 594.792 -54.805 15.253 70.058 -127,8% 32.917

Summe betriebliche

Erträge

Betriebsergebnis vor

Umlage

Tabelle 10: Zentrale

Zentrale vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Personal- aufwendungen 4.113.193 4.463.004 4.198.324 -264.680 -5,9% 4.112.468
Essensversorgung 1.522 3.103 2.767 -336 -10,8% 2.851
Energie und Wasser 581.427 690.000 565.454 -124.546 -18,1% 556.000
Wirtschaftsbedarf 153.555 160.365 178.398 18.032 11,2% 97.446
Pflegebedarf und soziale Betreuung 2.677 5.562 4.801 -761 -13,7% 0
Verwaltungsbedarf 257.131 422.627 443.624 20.997 5,0% 227.178
Zentrale Dienste 160.066 157.865 167.865 10.000 6,3% 132.865
Pachten, Mieten, Leasing 24.286 18.259 17.061 -1.198 -6,6% 26.661
Beiträge, Ver- sicherungen, Steuern 43.836 88.735 95.355 6.620 7,5% 71.577
Instandhaltung, Wartung 320.535 359.758 388.771 29.013 8,1% 419.262
Abschreibungen 257.844 218.711 236.832 18.121 8,3% 215.882
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 75.716 229.545 230.005 460 0,2% 204.870
Summe betriebliche Aufwendungen 5.991.790 6.817.535 6.529.258 -288.277 -4,2% 6.067.060
Erlöse Rüstige 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse teilstationäre Pflege 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse vollstationäre Pflege 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Wohnheime 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse ambulante Pflegeleistungen 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Reha stationär 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Unterkunft, Verpflegung 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse Investitionskosten 0 0 0 0 0,0% 0
Erlöse
Investitionskosten
Zuweisungen, Zu- 123.640 85.403 96.647 11.244 13,2% 72.886
schüsse, Fördermittel,
Auflösung SoPo
Nebenerlöse 2.043.573 1.830.588 1.760.766 -69.821 -3,8% 1.729.958

Personal-

aufwendungen

Pflegebedarf und

soziale Betreuung

Pachten, Mieten,

Leasing

Beiträge, Ver-

sicherungen, Steuern

Instandhaltung,

Wartung

Zinsen und ähnliche

Aufwendungen

Summe betriebliche

Aufwendungen

Erlöse teilstationäre

Pflege

Erlöse vollstationäre

Pflege

Erlöse ambulante

Pflegeleistungen

Erlöse Unterkunft,

Verpflegung

Zentrale vorl. Erg. WPL HR I Abweichung WPL
in EUR 2025 2026 2026 HR I zu WPL 2026 2027
Summe betriebliche Erträge 2.167.213 1.915.991 1.857.413 -58.577 -3,1% 1.802.844
Betriebsergebnis vor Umlage -3.824.577 -4.901.544 -4.671.845 229.699 -4,7% -4.264.217
Umlage Entlastung 3.776.285 4.901.544 4.657.549 -243.995 -5,0% 4.264.217
Betriebsergebnis -48.292 0 -14.296 -14.296 0,3% 0
Neutrales Ergebnis 48.292 0 14.296 14.296 0,0% 0
Ergebnis 0 0 0 0 0,0% 0

Summe betriebliche

Erträge

Betriebsergebnis vor

Umlage

Tabelle 11: Vermögensplan

Ausgaben TEUR
Aktivierungspflichtiges Anlagevermögen 3.823
Darlehenstilgungen 1.668
Finanzbedarf 2027 5.491
Finanzierung TEUR
Innenfinanzierung 1.042
Außenfinanzierung 2.781
Summe 3.823

Im Vermögensplan sind einerseits alle voraussehbaren Ausgaben des Geschäftsjahres 2027, die sich aus Änderungen des Anlagevermögens und den Tilgungsleistungen ergeben, und andererseits die vorhandenen und zu beschaffenden Deckungsmittel und die notwendigen Verpflichtungsermächtigungen enthalten (§ 4 Abs. 1 WkPV). Der Vermögensplan weist für das Jahr 2027 einen Finanzbedarf von rund 5.491 TEUR aus. Für Ausgaben für aktivierungspflichtiges Anlagevermögen (§ 4 Abs. 1 Nr. 1 WkPV) sind im Jahr 2027 Investitionen in Höhe von rund 3.823 Tausend Euro vorgesehen Zur Finanzierung des aktivierungspflichtigen Anlagevermögens werden teilweise Darlehensmittel eingesetzt.

Ausgaben für Tilgungsleistungen (§ 4 Abs. 1 Nr. 2 WkPV)

Die Planzahlen enthalten den derzeitigen Darlehensbestand plus die geplante Neuaufnahme eines Kredites in Höhe von 3,6 Mio EUR. Die Tilgungsleistungen in Höhe von 1.668 TEUR für die Verpflichtungen aus Krediten sollen vollständig über refinanzierte Abschreibungen des Jahres 2027 finanziert werden.

Tabelle 12: Finanzierung Investitionsmaßnahmen

in TEUR Insg. vorh. lfd. GJ WPL 2028 2029 2030 spätere
Jahre 2026 2027 Jahre
Gesamtkosten 37.110 2.259 1.483 3.823 2.031 6.115 9.045 12.353
Finanzierung 37.110 2.259 1.483 3.823 2.031 6.115 9.045 12.353
davon: 0
Innenfinanzierung 3.151 9 841 1.042 521 347 260 130
Außenfinanzierung 33.960 2.250 643 2.781 1.510 5.768 8.785 12.223
Deckungslücke 0 0 0 0 0 0 0 0

Tabelle 13: Investitionsprogramm Anmietung Küche Klinikum Hallerwiese

in TEUR Insg. vorh. lfd. GJ WPL 2028 2029 2030 spätere
Jahre 2026 2027 Jahre
Gesamtkosten 1.000 0 0 0 1.000 0 0 0
davon:
Grundstücke 0 0
Einrichtung u. Ausstattung 1.000 1.000
Gebäude 0 0
Finanzierung 1.000 0 0 0 1.000 0 0 0
davon:
Innenfinanzierung 0 0 0 0 0 0 0 0
Einnahmen erwirtschafteter Abschreibungen
sonstige Eigenmittel 0 0 0
Außenfinanzierung 1.000 0 0 0 1.000 0 0 0
Zuschüsse des Trägers
für Investitionen 1.000 1.000
für Tilgungsleistungen 0
Darlehen von Kreditinstituten 0
Deckungslücke 0 0 0 0 0 0 0 0

Tabelle 14: Investitionsprogramm Senioren-Wohnanlage Platnersberg

in TEUR Insg. vorh. lfd. GJ WPL 2028 2029 2030 spätere
Jahre 2026 2027 Jahre
Gesamtkosten 29.891 2.250 155 250 500 5.748 8.770 12.218
davon:
Einrichtung u. Ausstattung 1.218 1.218
Gebäude 28.673 2.250 155 250 500 5.748 8.770 11.000
Finanzierung 29.891 2.250 155 250 500 5.748 8.770 12.218
davon:
Innenfinanzierung 0 0 0 0 0 0 0 0
Einnahmen erwirtschafteter Abschreibungen 0
sonstige Eigenmittel 0 0
Außenfinanzierung 29.891 2.250 155 250 500 5.748 8.770 12.218
Zuschüsse des Trägers
für Investitionen 10.000 10.000
Zuwendungen Dritter für Investitionen 5.000 2.250 155 250 500 500 500 845
Darlehen von Kreditinstituten 0
Sonstige Darlehen (KfW) 14.891 5.248 8.270 1.373
Deckungslücke 0 0 0 0 0 0 0 0

Tabelle 15: Investitionsprogramm Umzug in Senioren-Wohnanlage Großweidenmühle

in TEUR Insg. vorh. lfd. GJ WPL 2028 2029 2030 spätere
Jahre 2026 2027 Jahre
Gesamtkosten 1.700 0 0 1.700 0 0 0 0
davon:
Einrichtung u. Ausstattung 1.700 1.700
Finanzierung 1.700 0 0 1.700 0 0 0 0
davon:
Innenfinanzierung 0 0 0 0 0 0 0 0
Einnahmen erwirtschafteter Abschreibungen 0
sonstige Eigenmittel 0
Außenfinanzierung 1.700 0 0 1.700 0 0 0 0
Darlehen von Kreditinstituten 1.700 1.700
Deckungslücke 0 0 0 0 0 0 0 0

Tabelle 16: Investitionsprogramm Kernsanierung Elisabeth-Bach-Haus

in TEUR Insg. vorh. lfd. GJ WPL 2028 2029 2030 spätere
Jahre 2026 2027 Jahre
Gesamtkosten 908 9 73 826 0 0 0 0
davon:
Einrichtung u. Ausstattung 0
Gebäude 908 9 73 826 0 0 0 0
Finanzierung 908 9 73 826 0 0 0 0
davon:
Innenfinanzierung 21 9 12 0 0 0 0 0
Einnahmen erwirtschafteter Abschreibungen 0
sonstige Eigenmittel 21 9 12
Außenfinanzierung 887 0 61 826 0 0 0 0
Zuschüsse des Trägers
für Investitionen 0
Zuwendungen Dritter für Investitionen 0
Darlehen von Kreditinstituten 887 61 826
Sonstige Darlehen (KfW) 0
Deckungslücke 0 0 0 0 0 0 0 0

Aktuell wird eine Machbarkeitsstudie zur Kernsanierung des Elisabeth-Bach-Hauses durchgeführt. Daher können die voraussichtlich anfallenden Kosten derzeit noch nicht abschließend beziffert werden. In der aktuellen Planung sind bereits Maßnahmen zur Erneuerung und Verbesserung der Balkone, zur Modernisierung der Beleuchtung sowie zur Erneuerung der Aufzugsanlagen aus sicherheitstechnischen Gründen berücksichtigt.

Tabelle 17: Pauschale für Wiederbeschaffung Anlagevermögen

in TEUR lfd. GJ WPL 2028 2029 2030 spätere
2026 2027 Jahre
Gesamtkosten 1.256 1.047 531 367 275 135
Einrichtung u. Austattung/ Technische Anlagen 1.251 1.042 521 347 260 130
Immatrielle Vermögensgegenstände 5 5 10 20 15 5
Finanzierung 1.256 1.047 531 367 275 135
davon:
Innenfinanzierung 829 1.042 521 347 260 130
Einnahmen erwirtschafteter Abschreibungen 824 1.042 521 347 260 130
sonstige Eigenmittel 5 0 0 0 0 0
Außenfinanzierung 427 5 10 20 15 5
Zuschüsse des Trägers für Investitionen 0 0 0 0 0 0
Zuwendung Dritter für Investitionen 25 5 10 20 15 5
Darlehen 402 0 0 0 0 0
Deckungslücke 0 0 0 0 0 0

Tabelle 18: Verpflichtungsermächtigungen

in TEUR 2027 2028 2029 2030 2031ff. Insgesamt
Anmietung Küche im Klinikum Hallerwiese 0 1.000 0 0 0 1.000
Kernsanierung & Modernisierung Senioren-Wohnanlage Platnersberg 250 500 5.748 8.770 12.218 27.486
Umzug in die Senioren- Wohnanlage Großweidenmühle 1.700 0 0 0 0 1.700
Kernsanierung Elisabeth-Bach- Haus 826 0 0 0 0 0
Pauschale für Wiederbeschaffung Anlagevermögen 1.047 531 367 275 135 0
Summe 3.823 2.031 6.115 9.045 12.353 30.186

Die Verpflichtungsermächtigungen betragen insgesamt 30.186 Tausend Euro für alle geplanten Investitionen. 3.823 Tausend Euro betreffen davon das Wirtschaftsjahr 2027, 26.363 Tausend Euro die Jahre ab 2027.

Tabelle 19: Fünfjahresübersicht: Erfolgsplan

NüSt Gesamt vorl. Erg. Plan HR I WPL Prognose Prognose Prognose
vorl. Erg. Plan HR I WPL Prognose Prognose Prognose
in Euro 2025 2026 2026 2027 2028 2029 2030
Jahresergebnis -1.046.609 -5.785.483 -4.022.009 5.001.359 -2.039.425 -2.260.425 -2.760.931

Nach § 3 Abs. 3 WkPV soll der Erfolgsplan ausgeglichen sein. Aufgrund der Belegungssituation in Verbindung mit dem Zustand der Gebäude, den laufenden und weiterhin anstehenden Baumaßnahmen sowie der Ertrags- und Kostensituation bleibt es dabei, dass für das Jahr 2025 kein ausgeglichenes Jahresergebnis erzielbar ist. Diese Situation ist nach derzeitiger Einschätzung auch in den Folgejahren nicht abwendbar. Parallel werden die Bauplanungen für die Standorte Platnersberg und Sebastianspital sowie für die Neuausrichtung der Zentralküche konsequent weiterverfolgt und spiegeln sich entsprechend im Ergebnis wider.

In der Prognose für die Jahre 2027 bis 2030 sind folgende Prämissen enthalten:

Mio. Euro berücksichtigt.

Jahre bereits berücksichtigt.

Jahr 2029 weniger Plätze angeboten werden.

Tabelle 20: Fünfjahresübersicht GuV-Rechnung

Gewinn- und Verlustrechnung vorl. Erg. Plan 2026 HR I 2026 WPL 2027 2028 2029 2030
2025
für den Eigenbetrieb NürnbergStift EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
1. Erträge aus ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Pflege
sowie aus Kurzzeitpflege, sonstige Leistungen 35.087.452 34.595.453 35.697.110 36.829.041 38.819.438 39.534.021 40.270.041
2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 6.907.537 6.732.386 6.837.760 6.924.879 7.306.242 7.435.429 7.568.492
3. Erträge aus Zusatzleistungen und Transportleistungen 158.160 130.751 139.790 918.162 945.707 974.078 1.003.300
4. Erträge aus gesonderter Berechnung von
Investitionskosten gegenüber Pflegebedürftigen 3.656.414 3.502.076 3.853.592 3.814.184 4.292.170 4.395.935 4.370.935
4a. Umsatzerlöse nach § 277 Absatz 1 HGB
soweit nicht in den Nummern 1 bis 4 enthalten 3.215.764 2.294.698 2.349.267 2.198.420 2.264.372 2.332.304 2.402.273
4b. Erträge a. d. Abgang v. Anlagevermögen 0 0 0 8.000.000 0 0 0
5. Zuweisungen und Zuschüsse zu Betriebskosten 3.488.657 2.933.679 3.267.771 3.968.683 4.087.743 4.210.376 4.336.687
6. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 0 0 0 0 0 0 0
7. Andere aktivierte Eigenleistungen 27.374 22.419 23.165 23.165 23.860 24.576 25.313
8. Sonstige betriebliche Erträge 85.988 48.124 8.321 466 480 494 509
Zwischensumme 52.627.346 50.259.585 52.176.775 62.677.000 57.740.011 58.907.212 59.977.550
9. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 25.374.477 27.189.651 27.736.013 28.570.843 29.675.168 30.265.423 30.873.386
b) Sozialabgaben, Altersversorgung
und sonstige Aufwendungen 8.303.136 6.921.774 7.209.217 7.145.537 7.434.063 7.567.085 7.704.098
10. Materialaufwand:
Gewinn- und Verlustrechnung vorl. Erg. Plan 2026 HR I 2026 WPL 2027 2028 2029 2030
2025
für den Eigenbetrieb NürnbergStift EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
a) Lebensmittel 132.458 150.163 138.830 150.542 249.345 256.825 264.530
b) Wasser, Energie, Brennstoffe 1.930.108 2.355.713 2.181.578 2.226.239 2.313.177 2.352.573 2.393.150
c)Wirtschafts-/Verwaltungs-/Betreuungs-/Med.-therap. Bedarf 9.756.413 10.527.525 10.872.671 10.928.733 11.256.595 11.594.293 11.942.121
11. Aufwendungen für zentrale Dienstleistungen 982.852 974.659 974.796 1.006.792 1.036.996 1.068.105 1.100.149
12. Steuern, Abgaben, Versicherungen 1.229.193 1.292.147 1.237.858 1.161.931 1.196.789 1.232.692 1.269.673
14. Mieten, Pacht, Leasing 896.152 874.614 912.570 1.614.765 1.957.186 1.976.758 1.996.526
Zwischensumme 48.604.789 50.286.246 51.263.533 52.805.382 55.119.319 56.313.754 57.543.632
Zwischenergebnis 4.022.557 -26.661 913.242 9.871.618 2.620.693 2.593.457 2.433.918
15. Erträge aus öffentlicher und nicht-öffentlicher Förderung 254.671 508.655 508.655 250.000 500.000 500.000 500.000
von Investitionen
16. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 731.385 691.758 705.437 619.690 638.281 657.429 677.152
/Verbindlichkeiten
18. Aufwendungen aus der Zuführung zu 336.050 500.000 502.430 250.000 500.000 500.000 500.000
Sonderposten/Verbindlichkeiten
20. Abschreibungen: 2.779.256 2.719.836 2.859.778 2.860.642 2.946.461 3.034.855 3.125.900
21. Aufwendungen für Instandhaltung und Instand- 2.103.497 3.039.397 1.995.588 1.941.195 1.960.716 1.949.538 2.008.024
setzung
22. Sonstige betriebliche Aufwendungen 521.806 138.554 229.405 172.387 177.559 182.886 188.372
Zwischensumme -4.754.552 -5.197.374 -4.373.108 -4.354.533 -4.446.455 -4.509.849 -4.645.144
Gewinn- und Verlustrechnung vorl. Erg. Plan 2026 HR I 2026 WPL 2027 2028 2029 2030
2025
für den Eigenbetrieb NürnbergStift EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Zwischenergebnis -731.995 -5.224.035 -3.459.866 5.517.085 -1.825.762 -1.916.391 -2.211.226
25. Zinsen und ähnliche Erträge 97.587 50 0 0 175.000 87.500 43.750
27. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 412.201 561.498 562.143 515.725 388.663 431.533 593.455
Zwischensumme -314.614 -561.448 -562.143 -515.725 -213.663 -344.033 -549.705
29. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag -1.046.609 -5.785.483 -4.022.009 5.001.359 -2.039.425 -2.260.425 -2.760.931
nachrichtlich Vorschlag zur Verwendung des Jahresergebnisses
Auf neue Rechnung vorzutragen -1.046.609 -5.785.483 -4.022.009 5.001.359 -2.039.425 -2.260.425 -2.760.931
Verlustausgleich

Tabelle 21: Fünfjähriger Finanzplan: Mittelverwendung

Mittelverwendung lfd. GJ WPL Prognose Prognose Prognose
lfd. GJ WPL Prognose Prognose Prognose
2026 2027 2028 2029 2030
Euro Euro Euro Euro Euro
1. 1.483.139 3.822.842 2.030.921 6.115.281 9.045.461
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten einschließlich der Wohnbauten auf fremden Grundstücken
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten
Außenanlagen
Gebäude und Technische Anlagen 183.401 152.000 114.000 85.500 64.125
Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge/ GWG 1.067.207 2.589.842 1.406.921 261.781 196.336
Fahrzeuge 0 0 0 0 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 227.532 1.076.000 500.000 5.748.000 8.770.000
Immaterielle Vermögensgegenstände 5.000 5.000 10.000 20.000 15.000
2. Darlehenstilgung 1.298.911 1.668.368 1.675.280 1.555.193 1.510.000
3. Mehrung sonstiger Aktiva 0 3.027.308 4.022.009 0 0
(Forderungen, Vorräte)
(Guthaben bei Kreditinstituten) 3.027.308 4.022.009
5. Minderung sonstiger Passiva 0 0 0 0 0
(Verbindlichkeiten)
5. Jahresfehlbetrag 4.022.009 2.039.425 2.260.425 2.760.931
Summe 6.804.060 8.518.518 9.767.635 9.930.898 13.316.392

Tabelle 22: Fünfjähriger Finanzplan: Mittelherkunft

Mittelherkunft lfd. GJ WPL WPL Prognose Prognose
lfd. GJ WPL WPL Prognose Prognose
2026 2027 2028 2029 2030
Euro Euro Euro Euro Euro
1. Abschreibungen 2.053.282 2.220.549 2.308.180 2.377.426 2.448.748
Abschreibungen auf Anlagevermögen 2.758.719 2.840.239 2.946.461 3.034.855 3.125.900
Erträge auf Auflösung von Sonderposten -705.437 -619.690 -638.281 -657.429 -677.152
2. Zuschüsse vom Land
2. Zuschüsse Stadt Nürnberg 1.000.000
3. Zuschüsse von Dritten 155.000 250.000 500.000 500.000 500.000
3. Tilgungszuschuss KFW-Darlehen 0
4. Jahresüberschuss 5.001.359
Verlustausgleich Stadt Nürnberg 1.046.609 4.022.009
5. Kreditaufnahmen für Investitionen/Bauprojekte 3.600.000 5.248.000 8.270.000
6. Mehrung sonstiger Passiva 995.778 0 0 0 0
(Erhöhung Kapitalrücklage)
(Betriebsmittelkredit Stadt Nürnberg) 995.778
(Rückstellungen, Verbindlichkeiten)
7. Minderung sonstiger Aktiva 0 0 1.937.445 1.805.473 2.097.643
(Forderungen, Vorräte)
(Guthaben bei Kreditinstituten) 1.937.445 1.805.473 2.097.643
Summe 6.804.059 8.518.518 9.767.634 9.930.898 13.316.392

Gemäß § 6 WkPV enthält der fünfjährige Finanzplan - das erste Planungsjahr ist das laufende Geschäftsjahr (2026) - eine nach Jahren gegliederte Übersicht über die Entwicklung der Ausgaben und Deckungsmittel des Vermögensplanes und eine Übersicht über die Entwicklung der Jahresergebnisse. Den Ausgaben nach § 4 Abs. 1 Nr. 1 WkPV (alle vorhersehbaren Ausgaben, die sich aus Änderungen des Anlagevermögens ergeben) liegt ein Investitionsprogramm zugrunde. Die geplanten Ausgabepositionen stehen unter dem Vorbehalt des Planungs- und Baufortschrittes der einzelnen Maßnahmen in Verbindung mit notwendigen Kreditmittelbereitstellungen sowie durch die Beschlusslage des Werkausschusses.

Tabelle 23: Stellenplan NürnbergStift

Der am 01.10.2005 in Kraft getretene Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) verzichtet zugunsten eines einheitlichen Beschäftigungsbegriffes auf die bisher übliche Unterscheidung zwischen Angestellten und Arbeitern. Mit Inkrafttreten der neuen Entgeltordnung zum 01.01.2017 wird auch die Bezeichnung „Tarifliche Beschäftigte“ umgesetzt. Die Darstellung erfolgt nun in einer Tabelle und verknüpft die bisherigen Tarifgruppen mit den neuen. Die Stelle der ersten Werkleiterin wird bei Ref. V ausgewiesen.

Besoldungs -gruppe Zahl der Stellen (VK) 2026 insgesamt Zahl der tatsächlich besetzten Stellen (VK) am 30.06.2026
Sonstige Beamte 4,76 2,01
A12 1,00 1,00
A11
A10 1,00 0,75
A9/A10 1,50 0,00
A7 0,26 0,26
A6/A7
Insgesamt 3,76 2,01
Entgeltgruppe Zahl der Stellen (VK) 2026 Zahl der tatsächlich besetzten Stellen (VK) am 30.06.2026
Allgemein 151,76 124,26
AT 2,00 1,00
15
14 3,00 2,00
13 1,00 0,00
12 5,00 5,00
11 9,90 6,73
10 6,77 4,76
9C 5,00 4,29
9B 13,03 10,62
9A 13,50 11,69
8 4,06 3,07
7 14,50 11,92
6 1,50 1,50
5 3,00 2,00
4 1,00
3 36,50 34,31
2UE 2,00 1,00
2 27,00 21,81
1 3,00 2,56
Sozial- u. Erziehungsdienst 7,04 4,04
S 17
S 15
S 12 6,54 3,54
S 11B 0,50 0,50
Pflege 336,49 347,00
P14 7,99 7,77
P13 1,00
P12 18,00 13,44
P10 1,00 0,00
P8 11,50 10,45
P7 17,50 16,80
P6 14,00 14,77
P5/P7 265,50 283,77
Gesamt 495,29 475,30

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