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← Sitzung des Stadtplanungsausschusses (08.10.2026)

Sitzung gesamt öffentlich

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sitzungsunterlagen

Sitzung des

Stadtplanungsausschusses

08.10.2026

Inhaltsverzeichnis

Sitzungsdokumente Tagesordnung -öffentlich- 3 Vorlagendokumente TOP Ö 1 Wohnraumförderung Sitzungsvorlage 3. BM/010/2026 5 Entscheidungsvorlage 3. BM/010/2026 8 TOP Ö 2 Vorstellung des Nürnberger Wohnungsberichts 2025 Berichtvorlage 3. BM/013/2026 11 Wohnungsbericht 2025 3. BM/013/2026 14 TOP Ö 4 Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 "Großreuth h.d.V. West" für ein Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, betreffend die Flurstücke Nr. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15, 204/16 und 204/21 jew. Gemarkung Großreuth h.d.V. Sitzungsvorlage Stpl/040/2026 60 Entscheidungsvorlage Stpl/040/2026 64 Entwurf des Bebauungsplans Stpl/040/2026 67 Satzung zum Entwurf zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 Stpl/040/2026 68 Satzung des rechtsverbindlichen Bebauungsplans Nr. 4551 Stpl/040/2026 71 Begründung zum Entwurf der Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 Stpl/040/2026 76 TOP Ö 5 Bebauungsplan Nr. 4614 "Züricher Straße", Neubau von Wohnraum an der Züricher Straße Sitzungsvorlage Stpl/037/2026 102 Entscheidungsvorlage Stpl/037/2026 106 TOP Ö 6 Umbau und Nutzungsänderung Bürogebäude in Wohnbau; Pretzfelder Straße 7-11 (Befreiung nach § 31 Abs. 3 BauGB) Sitzungsvorlage Stpl/041/2026 112 Entscheidungsvorlage Stpl/041/2026 116 TOP Ö 7 Förderung von Möglichkeitsräumen 2026 Berichtvorlage Stpl/039/2026 120 Bericht Stpl/039/2026 123 Richtlinien zum Förderprogramm "Möglichkeitsräume" Stpl/039/2026 127

TAGESORDNUNG

Sitzung

Sitzung des Stadtplanungsausschusses

Sitzungszeit

Donnerstag, 08.10.2026, 15:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

1. Wohnraumförderung Beschluss

Förderung im Programmjahr 2026 3. BM/010/2026

Ahmed, Nasser, Dr., 3. Bürgermeister

2. Vorstellung des Nürnberger Wohnungsberichts 2025 Bericht

  1. BM/013/2026 Ahmed, Nasser, Dr., 3. Bürgermeister

3. Bebauungsplan Nr. 4700 "Krottenbach" Beschluss

für ein Gebiet südlich der Großweismannsdorfer Straße und Stpl/032/2026

westlich der Dietersdorfer Straße

Einleitung

Ahmed, Nasser, Dr., 3. Bürgermeister (Unterlagen werden nachgereicht)

4. Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 "Großreuth h.d.V. West" Beschluss

für ein Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Stpl/040/2026

Rollnerstraße, betreffend die Flurstücke Nr. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15, 204/16 und 204/21 jew. Gemarkung Großreuth h.d.

Veste

Billigung

Ahmed, Nasser, Dr., 3. Bürgermeister

5. Bebauungsplan Nr. 4614 "Züricher Straße" Beschluss

Neubau von Wohnraum an der Züricher Straße Stpl/037/2026

Ahmed, Nasser, Dr., 3. Bürgermeister

6. Umbau und Nutzungsänderung Bürogebäude in Wohnbau Beschluss

Pretzfelder Straße 7–11 (Befreiung nach § 31 Abs. 3 BauGB) Stpl/041/2026

Ahmed, Nasser, Dr., 3. Bürgermeister

7. Förderung von Möglichkeitsräumen 2026 Bericht

Ahmed, Nasser, Dr., 3. Bürgermeister

  1. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 17.09.2026,

öffentlicher Teil

  1. BM/010/2026

Beratung Datum Behandlung Ziel

Stadtplanungsausschuss 08.10.2026 öffentlich Beschluss

Betreff:

Wohnraumförderung

Förderung im Programmjahr 2026

Anlagen: Entscheidungsvorlage

Sachverhalt (kurz):

Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr hat über die Einzelheiten zum Wohnungsbauprogramm 2026 informiert und die Fördermittel für das Jahr 2026 zugeteilt.

Über die in diesem Jahr zur Verfügung stehenden Mittel und die aktuelle Fördersituation wird berichtet.

Für Nürnberg handelt es sich um einen Betrag von insgesamt 76,41 Mio. Euro (Vorjahr 54,12 Mio. Euro) an Fördermitteln des Freistaats Bayern und der Stadt Nürnberg.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten 1.600.000 € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv 1.550.000 € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv 50.000 € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage 3. BM/010/2026

(mit Ref. II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Das Thema Wohnen betrifft Menschen unterschiedlichen Alters und Lebenssituationen. Dazu zählen auch Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und differenzierten Konstellationen.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Ref.II/Stk.

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage 3. BM/010/2026

Der Durchführung des Bayerischen Wohnungsbauprogramms im Jahr 2026 nach den Wohnraumförderungsbestimmungen 2023 wird mit Einsatz von städtischen Wohnungsbaudarlehen und -zuschüssen zur Komplementärfinanzierung zugestimmt.

Entscheidungsvorlage

1. Grundlagen

Für die Förderung des Wohnungsbaus mit Mitteln des Bundes, des Freistaates Bayern und der Stadt Nürnberg gelten das Bayerische Wohnraumförderungsgesetz (BayWoFG), die Wohnraumförderungsbestimmungen (WFB) 2023 und die einschlägigen Bekanntmachungen und Richtlinien.

Schwerpunkte der Förderung sind:

ten Förderung (EOF) •

•

•

in Mehrfamilienhäusern sowie von Pflegeplätzen in stationären Pflegeeinrichtungen.

Hinzu kommen der Landesplan für Behinderte, die Förderung von baulichen Maßnahmen zur Anpassung von Miet- und Eigenwohnraum an die Belange von Menschen mit Behinderung, die Darlehen des Bayerischen Zinsverbilligungsprogramms, die Förderung des Baus von Studentenwohnraum und der Instandsetzung von Studentenwohnheimen sowie das städtische Eigentumsprogramm „100 Häuser für 100 Familien“, städtische Wohnungsbaudarlehen und das Schallschutzfensterprogramm.

Bewilligungsstellen für die Wohnraumförderung sind in Bayern die Bezirksregierungen sowie die Städte München, Nürnberg und Augsburg. In Nürnberg nimmt der Stab Wohnen im Geschäftsbereich des 3. Bürgermeisters diese Aufgabe wahr.

2. Neuerungen

Die Förderung neuer Projekte der Programmbereiche des Bayerischen Wohnungsbauprogramms Mietwohnraumförderung - Neubau und Modernisierung, Förderung von Wohneigentum, Anpassungsmaßnahmen sowie des Bund- Länder- Programms „Junges Wohnen“ war im Februar 2025 bayernweit ausgesetzt worden. Diese Situation hatte sich u.a. aus der großen Vielzahl von Verbindlichkeiten aus den Vorjahren ergeben, die 2025 ff. zur Auszahlung kamen. Seit Mitte 2025 hat das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB) für die Förderung neuer Vorhaben zur Schaffung und Modernisierung von Mietwohnraum und Wohnraum für Studierende und Auszubildende ein Sommer-, ein Herbst- und ein Winterpaket aufgelegt. Damit wurde die jährliche Mittelzuweisung von einer Global- auf eine projektbezogene Zuweisung nach Priorisierung der Vorhaben umgestellt. Nürnberg stehen seit Jahresbeginn Mittel im Rahmen des Herbst- und Winterpakets für acht Vorhaben zur Verfügung (Neubau von Mietwohnraum- EOF, im Bayerischen Modernisierungsprogramm sowie für den Bau eines Wohnheims für Auszubildende).

Die Wohnraumförderungsbestimmungen (WFB 2023) gelten mit Ausnahme der technischen Förderbestimmungen unverändert im Programmjahr fort. Ergänzend dazu gab es folgende Änderungen:

a) Förderung von Mietwohnraum in Mehrfamilienhäusern- EOF

Die Kostenobergrenze der reinen Baukosten wurde turnusgemäß nach dem Preisindex für Wohngebäude zum 01.02.2026 auf 3.250 Euro je m² Wohnfläche (2025: 3.150 Euro/m²) angehoben.

Es gelten folgende Konditionen:

reichbares Geschoss (ohne EG)

Die Auszahlung der Zuschüsse und Darlehen erfolgt vom zweiten bis zum fünften Jahr nach Bautenstand und neu nach Bewilligung.

Die Förderung umfasst einen erhöhten Zuschussanteil (max. 2.500 Euro/ m² Wohnfläche plus Zuschuss Aufzug statt bisher 900 Euro/ m² Wohnfläche) bei Wegfall des objektabhängigen Darlehens. Diese Förderkonditionen werden in der Form nur 2026 angeboten.

b) Förderung von Eigenwohnraum

Die staatliche Eigenwohnraumförderung wurde im Februar 2025 eingestellt. Verblieben ist das bayerische Zinsverbilligungsprogramm der BayernLabo, mit dem der Freistaat förderberechtigte Familien durch ein zinsverbilligtes Darlehen sowie einen Kinderzuschuss von 5.000 Euro je Kind beim Bau und Erwerb von Eigenwohnraum unterstützt.

3. Verplanungsrahmen für das Jahr 2026

Im bayerischen Doppelhaushalt stehen 2026/ 2027 je 1,27 Mrd. Euro zur Verfügung, davon ein Anteil von rd. 544 Mio. Euro an Bundesmitteln aus dem Kernhaushalt des Bundes sowie weitere Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes für die Kommunen.

Für das Programmjahr steht folgendes Förderbudget zur Verfügung:

Landes- und Bundesmittel 74.814.225 EUR

Die Stadt Nürnberg stellt folgende Fördermittel bereit:

Insgesamt 1.600.000 EUR

1,4 Mio. Euro dieser städtischen Fördermittel sind seit der Haushaltssperre vom 29.07.2026 eingefroren und können deshalb nicht mehr gebunden werden.

In Summe stehen für Nürnberg im Jahr 2026

76,41 Mio. Euro

an Fördermitteln für den Wohnungsbau bereit (Vorjahr: 55,10 Mio. Euro).

Das Bayerische Zinsverbilligungsprogramm der BayernLabo ist nicht enthalten, da es sich hierbei um ein vergünstigtes Darlehen aus Eigenmitteln der BayernLabo handelt und es deshalb keine fixen Zuteilungen für die Bewilligungsstellen gibt.

Der Kinderzuschuss in der Eigenwohnraumförderung wird in Tranchen über das Jahr zugeteilt und ist deswegen im Förderbudget nicht aufgeführt.

  1. Ausblick

Die Wohnraumförderung für Mietwohnraum sowie Studierenden- und Azubiwohnraum wird ab 2027 in einem sogenannten Jahresbauprogramm erfolgen. Derzeit läuft ein entsprechendes Bewerbungsverfahren beim Stab Wohnen, im Rahmen dessen die Projekte zur Förderung im Jahr 2027 bis Jahresende 2026 ausgewählt werden. Für Herbst 2026 ist eine neue Förderrichtlinie mit überarbeiteten Förderkonditionen für die Mietwohnraumförderung, die Modernisierung von Mietwohnungen und Pflegeplätzen, den Abbau von Barrieren sowie der Eigenwohnraumförderung angekündigt, die für das Jahresbauprogramm 2027 gelten soll.

Der Stab Wohnen als Bewilligungsstelle begrüßt die vom Ministerium für Wohnen, Bau und Verkehr angekündigte Zuteilung der Mittel im Rahmen von Jahresbauprogrammen ab 2027. Dies verspricht Kontinuität in der Wohnraumförderung, welche die langfristige Planung von geförderten Bauvorhaben erleichtern wird.

Berichtsvorlage 3. BM/013/2026

Beratung Datum Behandlung Ziel

Stadtplanungsausschuss 08.10.2026 öffentlich Bericht

Betreff:

Vorstellung des Nürnberger Wohnungsberichts 2025

Anlagen: Wohnungsbericht 2025

Bericht:

Der Stab Wohnen im Geschäftsbereich des Dritten Bürgermeisters legt den Wohnungsbericht 2025 mit wesentlichen Informationen über die Lage auf dem Nürnberger Wohnungsmarkt und zur Arbeit des Stabs Wohnen vor.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage 3. BM/013/2026

(mit Ref. II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Das Thema Wohnen betrifft zwar grundsätzlich alle gesellschaftlichen Gruppierungen, mit der Vorlage werden jedoch keine spezifischen Prozesse angestoßen.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage 3. BM/013/2026

Geschäftsbereich des 3. Bürgermeisters Wohnen, Bauen, Stadtentwicklung und die Feuerwehr Stab Wohnen Wohnungsbericht 2025

14

Abbildung 1

Herausgeber:

Stadt Nürnberg Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat Stab Wohnen Marienstr. 6 90402 Nürnberg

e-mail: stab.wohnen@stadt.nuernberg.de

Der Wohnungsbericht ist im Internet abrufbar unter: www.nuernberg.de/internet/wohnen/publikationen.html

Redaktion und Gestaltung:

Stab Wohnen: Britta Walther Stefan Borst Lisa Bergmann Bildnachweis: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration: Titelseite: wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen Volker Wolfrum Vorwort: Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach Thomas Kretschmer

Layout und Satz: Titelseite: Serielle Sanierung Reinerzer Straße 52-54 wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen Alexandra Kuhn, Studio Plan X

Geschäftsbereich des 3. Bürgermeisters Wohnen, Bauen, Stadtentwicklung und die Feuerwehr Stab Wohnen

Wohnungsbericht 2025

Abbildung 2

Sehr geehrte

Damen und Herren,

Wohnen ist ein Thema, das uns alle betrifft. Bezahlba- gebundenen Wohnungen zeigt sich damit, wie wichtig rer und attraktiver Wohnraum ist eine zentrale Voraus- es ist, den geförderten Wohnungsneubau auch künftig setzung dafür, dass Nürnberg lebenswert ist. Der jähr- bestmöglich zu unterstützen. liche Wohnungsbericht des Stab Wohnens in meinem Geschäftsbereich Wohnen, Bauen, Stadtentwicklung Mit der Zweckentfremdungsverbotssatzung setzt die und Feuerwehr zeigt, welche Herausforderungen uns Stadt ein wichtiges Zeichen für den Erhalt von Wohnbeschäftigen und was die Stadt unternimmt, um das raum. Sie geht unter anderem gegen illegale Ferien- Wohnen in unserer Stadt zukunftssicher zu gestalten. und Kurzzeitvermietungen sowie gegen längerfristigen Ich freue mich, Ihnen die Ausgabe für das Jahr 2025 Leerstand vor. Damit ergänzt sie die Wohnraumfördevorlegen zu können. rung als wichtiges Instrument, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Die Bilanz für das Jahr 2025 finden Bezahlbarer Wohnraum bleibt eine der großen Heraus- Sie im vorliegenden Bericht. forderungen unserer Zeit. Das hat auch das Jahr 2025 gezeigt. Im geförderten Wohnungsbau standen bay- Mein besonderer Dank gilt dem Amt für Existenzernweit Fördermittel auf hohem Niveau zur Verfügung. sicherung und soziale Integration. Mit seinen Beiträgen Dennoch übersteigt die Nachfrage nach Förderungen ab Kapitel 4 ergänzt es die Ausführungen des Stabs angesichts hoher Bau- und Finanzierungskosten die Wohnen zum Fördergeschäft in wertvoller Weise. Im verfügbaren Möglichkeiten. Für die Wohnungspolitik Wohnungsbericht wird deutlich, wie eng Wohnungsbedeutet das: Wir müssen weiterhin neue Wohnun- und Sozialpolitik miteinander verknüpft sind. gen schaffen – aber zugleich stärker darauf achten, den Wohnungsbestand zu erhalten und bezahlbaren Damit bezahlbarer Wohnraum auch künftig gesichert Wohnraum dauerhaft zu sichern. und geschaffen werden kann, braucht es gute Rahmenbedingungen, vorausschauende Planung, eine verläss- Bei der Bautätigkeit gab es sowohl bei den Baugeneh- liche und transparente Förderung – und vor allem das migungen als auch bei den Fertigstellungen erfreuliche Zusammenspiel aller Beteiligten. Zuwächse. Das deutet darauf hin, dass nach einem schwächeren Jahr 2024 wieder eine Belebung erfolgt. Ich setze deshalb auch künftig auf die enge und Von den insgesamt 1.831 fertiggestellten Wohnungen partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Stadt waren jedoch nur 168 geförderte Mietwohnungen. Nürnberg, dem Freistaat Bayern und der Wohnungs- Das ist der niedrigste Wert der vergangenen Jahre. An- wirtschaft, um gemeinsam gute Lösungen für unsere gesichts des weiterhin rückläufigen Bestands an sozial Stadt zu entwickeln.

Ihr

Dr. Nasser Ahmed Bürgermeister

Inhalt

KAPITEL 1 Auf einen Blick 2023 – 2025 9

KAPITEL 2 Wohnen in Nürnberg 10

Einwohnerzahl und Haushaltsentwicklung 10 Bautätigkeit (Neubau) 11 Immobilienmarkt 14

KAPITEL 3 Wohnungsbauförderung 16

Neubau und Umbau von Mietwohnungen bzw. Heimen 18 Modernisierung 19 Wohneigentum 21 Verwaltung geförderter Wohnungen 22 Abgeschlossenheitsbescheinigungen 24 Zweckentfremdungsverbot 24

KAPITEL 4 Wohnungsvermittlung 26

Grundlagen 26 Entwicklung des gebundenen Wohnungsbestandes 26 Wohnungsvermittlung 28

KAPITEL 5 Wohngeld 33

Grundlagen 33 Ergebnis 35

KAPITEL 6 Wohnen bei Bezug von Transferleistungen 40 und benachteiligte Gruppen

Grundlagen 40 Kosten der Unterkunft 40 Besonders benachteiligte Gruppen auf dem Wohnungsmarkt 41

Auf einen Blick: 2023 – 2025

Daten zum 31.12.2025 2023 2024 2025 Trend Vorjahr
Wohnungsnachfrage
Bevölkerung am Hauptwohnsitz 544.414 546.397 547.913
Zahl der Haushalte 289.994 291.392 293.039
Personen in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II und XII 54.607 55.885 55.416
Wohnungsangebot
Wohnungen (WE) 1) 299.365 296.430 298.563
davon belegungsgebundene Wohnungen 17.307 17.650 17.441
Anteil in % 5,8 6,0 5,8
davon Wohnungen 1.Förderweg 8.563 8.251 7.903
davon Wohnungen 3. Förderweg 206 197 175
davon Einkommensorientierte Förderung (EOF) 4.407 5.081 5.238
davon Vertraglich gebundene WBG-Wohnungen 3.404 3.466 3.515
davon Belegungsrechte Bay. Modernisierungsprogramm 416 362 316
davon Sonstige Belegungsrechte 311 293 294
Bautätigkeit
Baufertigstellungen (Neubau) 1) 2.023 1.497 1.831
davon geförderte Wohnungen 389 630 347
Baugenehmigungen (Neubau) 1) 2.084 1.561 2.755
Wohnungsbauförderung
Geförderte Mietwohnungen 366 317 122
Geförderte Eigentumswohnungen 33 35 11
Geförderte Familienheime 64 92 51
Geförderte Modernisierungen/Instandsetzungen (WE) 91 95 230
Wohnungsneu-, Umbau, Modernisierungsförderung (Mio. Euro) 130,5 125,9 78,6
Verwaltung geförderter Wohnungen, Mietberatung, Abgeschlossenheitsbescheinigungen
Mietpreisüberprüfungen (gefördert + frei finanziert) 2 4 3
Rückzahlung überhöhter Mietforderungen (Euro) 0 0 0
Abgeschlossenheitsbescheinigungen (WE) 1.428 1.791 2.411
Wohnungsvermittlung
Wohnungssuchende Haushalte am Jahresende 7.436 7.265 7.346
Vermittelte Haushalte 1.182 1.185 1.359
Subjektförderung
Wohngeld (Mio. Euro) 29,3 46,6 48
Wohngeldanträge 24.160 22.045 24.461
Wohngeldempfängerhaushalte 4.380 6.391 6.820
Mietzuschuss im Rahmen der EOF (Mio. Euro) 6,9 8,2 10,3
Datenquelle: Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (z.T. vorläufige Angaben) und eigene Erhebungen 1) Wohnungen inkl. Wohnheime in wohnungsmarktrelevanten Wohn- und Nichtwohngebäuden.

Wohnen in Nürnberg

Einwohnerzahl und Haushaltse ntwicklung 3.417 mehr Zu- als Wegzügen. Ursächlich ist die Zahl auf den positiven Wanderungssaldo von Menschen Zum Stichtag 31. Dezember 2025 lebten nach Anga- ohne deutsche Staatsbürgerschaft zurückzuführen: ben des Einwohnermelderegisters 547.913 Menschen 23.336 Zuzügen standen hier im Jahr 2025 19.023 mit Hauptwohnung in Nürnberg. Dies bedeutet im Wegzüge entgegen (Saldo: + 4.313). Bei Menschen mit Vergleich zum Jahr 2024 einen Zuwachs von 1.516 deutscher Staatsbürgerschaft war der Wanderungssaldo Personen (plus 0,28 %). Auch die Zahl der Haushalte (- 896) hingegen negativ. nahm um 1.647 im Vergleich zum Vorjahr zu. Seit dem Jahr 2000 ist in Nürnberg grundsätzlich ein kon- Im Berichtsjahr wurden in Nürnberg 4.607 Lebendtinuierliches Bevölkerungswachstum zu verzeichnen geborene verzeichnet, während 6.093 Personen (siehe Abb. 2.1). Lediglich in den Jahren der Corona- verstarben. Der natürliche Saldo aus Geburten und Pandemie 2020 und 2021 war die Entwicklung leicht Sterbefällen bleibt somit deutlich negativ, d.h. die rückläufig. Geburten gleichen die Sterbefälle nicht aus. Der Saldo fällt negativer aus als zuletzt, denn während Wie bereits in den Jahren zuvor resultiert die anstei- bei den Geburten ein Rückgang um 132 gegenüber gende Bevölkerungszahl im Jahr 2025 aus einer posi- dem Vorjahr zu verzeichnen war (- 2,8 %), sind 283 tiven Wanderungsbilanz. Diese lag im Jahr 2025 bei Personen mehr verstorben (+ 4,9 %).

Abb. 2.1 Einwohnerentwicklung / Hauptwohnsitz

547.913

550.000

540.000

526.920

530.000

520.000

510.000

499.688

500.000

492.425

490.000

480.000

470.000

460.000

450.000

1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2013 2015 2017 2019 2021 2023 2025

Datenquelle: Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth Ab 2011 Einwohner nach Hauptwohnung lt. Melderegister

Die Zahlen machen deutlich, dass angesichts der entsprechenden Fertigstellungen. In Nürnberg wächst Entwicklung des natürlichen Saldos der positive der Bauüberhang – also die Zahl der genehmigten, Wanderungssaldo umso relevanter wird, um als Stadt aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen – aufweiterhin eine wachsende Bevölkerung verzeichnen grund der weiterhin schwierigen Rahmenbedingunzu können. gen derzeit weiter an.

Auch die Zahl der Baufertigstellungen ist wieder ge- Bautätigkeit (Neubau) stiegen. Mit 1.831 fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2025 näherte sie sich der von der Stadt Nürnberg Im Jahr 2025 wurden Baugenehmigungen für insge- formulierten Zielmarke von 2.000 fertigzustellenden samt 2.755 Wohnungen erteilt. Das entspricht einem Wohnungen pro Jahr an, die benötigt wird, um den Zuwachs von 76 % und somit 1.194 Genehmigungen Wohnraumbedarf in Nürnberg längerfristig bedarfsmehr als 2024 (siehe Abb. 2.2). Die deutliche Steige- gerecht bedienen zu können. Im Jahr 2024 lag dieser rung nach den niedrigen Vergleichszahlen infolge Wert lediglich bei 1.497 Wohnungen. Damit beträgt des massiven Einbruchs im Vorjahr bringt die Zahl der der Zuwachs im Jahr 2025 rund 22 %. Genehmigungen 2025 auf das zweithöchste Niveau (nach 2022) der letzten zehn Jahre. Trotz der erfreulichen Zahl der Fertigstellungen bleibt die Stimmung auf dem Wohnungsmarkt angespannt. Die Entwicklung der Baugenehmigungen ist ein erstes Hohe Baukosten und die unsichere wirtschaftliche positives Signal für den Wohnungsmarkt. Sie lassen Lage belasten das Investitionsklima deutlich. auf eine mögliche Ausweitung des Wohnungsangebots in den kommenden Jahren schließen. Allerdings Die Zahl der fertiggestellten, geförderten Wohnungen ist führen Baugenehmigungen nicht automatisch zu 2025 nach dem Rekordergebnis von 630 Wohnungen

Abb. 2.2 Baugenehmigungen und Baufertigstellungen in Nürnberg 2021 – 2025 / Wohnungen*

2.033 1.752 3.072 1.594 2.084 2.023 1.561 1.497 2.755 1.831

2021 2022 2023 2024 2025

Datenquelle: Amt für Statistik und Stadtforschung Nürnberg und Fürth Baugenehmigungen Baufertigstellungen * Neubau in Mehrfamilienhäusern, Familienheimen sowie in wohnungsmarktrelevanten Wohnheimen und Nichtwohngebäuden

Abb. 2.3 Baufertigstellungen 2021 – 2025, Wohnungen insgesamt (freifinanziert und gefördert)*

1.352
1.048 1.215 1.634 867 1.484
454
400 379 389 630 347

2021 2022 2023 2024 2025

Datenquelle: Amt für Statistik und Stadtforschung Nürnberg und Fürth und Stab Wohnen, Stadt Nürnberg gefördert freifinanziert * Neubau in Mehrfamilienhäusern, Familienheimen sowie in wohnungsmarktrelevanten Wohnheimen und Nichtwohngebäuden

im Jahr 2024 auf 347 Wohneinheiten zurückgegangen zur Verfügung stehen. Da bis 2044 mit mindestens (siehe Abb. 2.3). Darin enthalten sind 171 Heimplätze weiteren 4.900 Bindungsausläufen zu rechnen ist, sind ausschließlich für Studierende, die vom Betreiber direkt bereits jetzt erhebliche Anstrengungen erforderlich, um vergeben werden (siehe Abb. 2.4). Die 168 fertig ge- den geförderten Wohnungsbestand von 17.441 Wohstellten geförderten Mietwohnungen dagegen stehen nungen (2025) auf dem heutigen Niveau zu halten. Um für alle übrigen Haushalte zur Verfügung. Sie werden den Bestand darüber hinaus wieder zu erhöhen, bedarf größtenteils durch das Sozialamt an berechtigte Haus- es einer nochmals deutlich stärkeren Ausweitung des halte vermittelt. geförderten Wohnungsbaus.

Dieses Ergebnis ist mit Sorge zu betrachten, denn den Bei den Baufertigstellungen nach Gebäudeart domi- 168 Fertigstellungen stehen 255 Bindungsausläufe nieren weiterhin die Mehrfamilienhäuser. Im Berichtsgeförderter Mietwohnungen im Berichtsjahr gegen- jahr 2025 entfielen auf sie 1.308 der insgesamt 1.831 über, die künftig nicht mehr als geförderte Wohnung fertiggestellten Wohnungen bzw. 71 Prozent.

Abb. 2.4 Baufertigstellungen nach Gebäude- und Finanzierungsart 2021 – 2025, Wohnungen

Fertig gestellte Wohnungen (Neubau)
Gebäudeart 2021 2022 2023 2024 2025
abs. % abs. % abs. % abs. % abs. %
Mehrfamilienhäuser 1.264 72 1.327 83 1.210 60 1.278 85 1.308 71
davon gefördert 395 31 352 27 382 29 630 49 168 13
freifinanziert 869 69 975 73 828 68 648 51 1.140 87
Familienheime 278 16 201 13 112 6 164 11 141 8
davon gefördert 5 2 27 13 7 6 0 0 8 6
freifinanziert 273 98 174 87 105 94 164 100 133 94
Wohnheime und Nichtwohngebäude * 210 12 66 4 701 35 52 3 382 21
davon gefördert 0 0 0 0 0 0 0 0 171 45
freifinanziert 210 100 66 100 701 100 52 100 211 55
Insgesamt 1.752 100 1.594 100 2.023 100 1.497 100 1.831 100
davon gefördert 400 23 379 24 389 19 630 42 347 19
freifinanziert 1.352 77 1.215 76 1.634 81 867 58 1.484 81

Datenquelle: Amt für Statistik und Stadtforschung Nürnberg und Fürth und Stab Wohnen, Stadt Nürnberg * Neubau in wohnungsmarktrelevanten Wohnheimen und Nichtwohngebäuden

Immobilienmarkt Prozent. Die Preise bei Bestandswohnungen lagen zwischen 1.800 und 6.800 Euro je Quadratmeter Laut Grundstücksmarktbericht des Gutachteraus- – abhängig von Lage, Zustand und Modernisierungsschusses für Grundstückswerte wurden im Jahr 2025 grad – und bei neuen Wohnungen zwischen 4.600 rund 2,4 Milliarden Euro umgesetzt (2024: 2,3 Milliar- und 9.500 Euro je Quadratmeter. den Euro). Insgesamt wurden 5.621 Transaktionen für Grundstücke, Häuser und Wohnungen registriert, Auch bei den unbebauten Grundstücken war 2025 was einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr ein Preisanstieg zu verzeichnen: Bauland für Ein- und darstellt (2024: 4.666). Der deutliche Anstieg der Zweifamilienhäuser verteuerte sich um vier Prozent, Transaktionszahlen, der maßgeblich auf den Wohn- Bauland für den mehrgeschossigen Wohnungsbau immobilienmarkt zurückzuführen ist, deutet auf eine um neun Prozent. Bei den bebauten Grundstücken zunehmende Marktaktivität und eine Stabilisierung entwickelten sich die Preise je nach Gebäudeart des Immobilienmarktes nach dem Einbruch im Jahr unterschiedlich: Die Kaufpreise für freistehende 2023 hin. Einfamilienhäuser gingen um drei Prozent zurück, während die Preise für Doppel- und Reihenhäuser um Einen wesentlichen Anteil der Transaktionen machen zwei Prozent und für Mehrfamilienhäuser um sechs Eigentumswohnungen in Bestandsimmobilien aus. Prozent stiegen. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Verkäufe neu errichteter Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Der Immobilienmarkt hat sich insgesamt wieder Auffällig ist dabei der hohe Anteil von 1-Zimmer- stabilisiert, zeigt aber gewisse Abweichungen in den Appartements: Sie machten rund die Hälfte der veräu- einzelnen Segmenten. Die größte Dynamik, sowohl ßerten Neubauwohnungen aus. Dies kann sowohl auf beim Bauland als auch den bebauten Grundstücken eine entsprechende Nachfrage von Käuferinnen und ist bei den Mehrfamilienhäusern zu sehen. Freistehen- Käufern als auch auf das vergleichsweise hohe de Einfamilienhäuser verzeichnen einen moderaten Angebot dieses Wohnungstyps zurückzuführen sein. Preisrückgang, Reihen- und Doppelhäuser hingegen einen leichten Preisanstieg. Auch Eigentumswohnun- Bestandswohnungen verteuerten sich dabei um gen, insbesondere im Bestand, verzeichneten einen rund vier Prozent und Neubauwohnungen um zwei Preisanstieg.

Abb. 2.5 Wohnlagen auf der Basis von Bodenwerten in Nürnberg

Abbildung 3

Kartengrundlage: Amt für Geoinformation und Bodenordnung, Stadt Nürnberg

Wohnungsbauförderung

Mit den verschiedenen Programmen der staatlichen Heimplätze in Wohnheimen für Studierende sowie 36 und städtischen Wohnungsbauförderung konnte Sanierungen im Schallschutzfensterprogramm geförim Jahr 2025 der Neubau, Umbau, Erwerb und die dert worden. Damit wurden für das Bauhaupt- und Modernisierung von insgesamt 485 Wohneinheiten Baunebengewerbe Bauvorhaben mit rund 82,3 Mio. finanziell unterstützt werden. Mit insgesamt 78,6 Mio. Euro Gesamtbaukosten generiert (siehe Abb. 3.1 – 3.3). Euro sind 310 Mietwohnungen, elf Eigentumswohnungen, 51 Familienheime, sechs Anpassungsmaßnahmen Nachdem die Förderung neuer Projekte der Programman die Belange von Menschen mit Behinderung, 71 bereiche des Bayerischen Wohnungsbauprogramms

Abb. 3.1 Geförderte Wohnungen und Mitteleinsatz nach Programmen

Bezeichnung Miet- wohnungen Eigentums- wohnungen Familien- heime Heim- plätze Insgesamt Mitteleinsatz in Mio. Euro
2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025 2024 2025
Land Bayern
Bayerisches Wohnungsbauprogramm 317 122 29 2 85 16 431 140 105,60 53,30
Bayerisches Zinsverbilligungsprogramm 33 11 92 51 125 62 16,70 9,80
Bayerisches Modernisierungsprogramm 0 188 0 188 0 9,30
Anpassung von Wohnraum a. d. Belange von Menschen mit Behinderung 52 6 0,47 0,06
Staatliche Förderung von Heimen 24 71 24 71 1,43 4,50
Stadt Nürnberg
Eigentumsprogramm der Stadt 0 6 65 46 65 52 0,64 0,75
Städtische Wohnungs- baudarlehen 153 122 153 122 0,98 0,80
Städtisches Schallschutz- fensterprogramm 43 36 0,07 0,04
Förderergebnis 317 310 351) 11 921) 51 24 71 563 485 125,89 78,60
geförderte Gesamtkosten in Mio. Euro 154,90 61,18 10,58 2,81 43,78 10,52 2,70 7,80 211,96 82,30

Datenquelle: Stab Wohnen, Stadt Nürnberg 1) Die städtische Förderung und die Förderung im Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm wurden allein oder in Verbindung mit staatlichen Mitteln ausgereicht, daher ist mehrfache Nennung möglich. 2) 2025 wurde der Kinderzuschuss im Rahmen der staatlichen Wohnraumförderung aus den an die Stadt Nürnberg zugewiesenen Mittel der Wohnraumförderung bewilligt. 3) Graue Markierungen: Förderprogramm richtet sich nicht an angegebene Wohnungskategorien

(Mietwohnraumförderung - Neubau und Modernisie- den Vorjahren, die ab 2025 zur Auszahlung kamen. rung, Förderung von Wohneigentum, Anpassungsmaß- Gleichzeitig wurde die Zuweisung der Mittel umgenahmen) sowie des Bund-Länder- Programms „Junges stellt. Seit März werden die Mittel der Mietwohnraum- Wohnen“ ab Februar bayernweit ausgesetzt worden förderung den Bewilligungsstellen projektbezogen war, wurde zur Jahresmitte ein sogenanntes „Sommer- zugewiesen, nachdem sie bislang als jährliche Globalpaket“ und ein „Herbstpaket“ zur Förderung neuer zuteilung erfolgten. Zuvor erhielten die Bewilligungs- Vorhaben zur Schaffung bzw. Modernisierung von stellen ein Budget, dessen Höhe sich an der erwarteten Mietwohnraum und Wohnraum für Studierende und Nachfrage nach Fördermitteln orientierte. Mit der Um- Auszubildende aufgelegt. Diese Situation ergab sich stellung werden die Fördermittel nun gezielt einzelnen u.a. aus der großen Vielzahl von Verbindlichkeiten aus Förderprojekten zugewiesen.

Abb. 3.2 Geförderte Wohneinheiten und Heimplätze 2021 – 2025 nach Neu- / Umbau und Modernisierung

58
91
128
95 230
428 574 537 341 193

2021 2022 2023 2024 2025

Datenquelle: Stab Wohnen, Stadt Nürnberg Neu- / Umbau Modernisierung

Abb. 3.3 Geförderte Mietwohnungen (Neu-/ Umbau) nach Zahl der Zimmer sowie Heimplätze

Wohnungstyp Zahl in Prozent
1 Zimmer-Wohnungen 0 0,0%
2 Zimmer-Wohnungen 49 40,2%
3 Zimmer-Wohnungen 18 14,8%
4 Zimmer-Wohnungen 44 36,1%
5 und mehr Zimmer-Wohnungen 11 9,0%
geförderte Wohnungen insgesamt 122 100%
Heimplätze 71 100%
Datenquelle: Stab Wohnen, Stadt Nürnberg

Neubau und Umbau von Förderung (EOF) nach dem zu erwartenden Einkommen Mietwohnungen bzw. Heimen der Mieter gefördert. Der Bauherr erhält einen allgemeinen Zuschuss und zwei Baudarlehen: ein Darlehen für den Bau selbst, dessen Höhe sich nach der Wohnfläche Die Entwicklung in den einzelnen Förderbereichen im in Verbindung mit der Kostenobergrenze der Bauwerks- Berichtsjahr wird in den folgenden Abschnitten im kosten richtet sowie ein weiteres Darlehen, aus dem Detail vorgestellt. ein Mietzuschuss für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner erwirtschaftet wird. Dafür erhält der Bauherr der geförderten Wohnungen die durchschnittliche orts- Mietwohnungen übliche Erstvermietungsmiete und verpflichtet sich zu einer Belegung mit Mietern unterschiedlicher Einkom- Der Bau von Mietwohnungen wird im Bayerischen Woh- mensstufen; insgesamt gibt es drei Einkommensstufen nungsbauprogramm in der Einkommensorientierten (siehe Abb. 3.4).

Abb. 3.4 Einkommensgrenzen des Art. 11 des Bayerischen Wohnraumförderungsgesetzes (BayWoFG)

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Haushaltstyp Ein- kommens- grenze entsprechendes Bruttoeinkom- men jährl. etwa Einkommens- grenze entsprechendes Bruttoeinkom- men jährl. etwa Einkommens- grenze entsprechendes Bruttoeinkom- men jährl. etwa
Alleinstehend 17.500 EUR 26.200 EUR 22.900 EUR 33.900 EUR 28.300 EUR 41.700 EUR
Ehepaar 27.500 EUR 40.500 EUR 35.350 EUR 51.700 EUR 43.200 EUR 62.900 EUR
Ehepaar mit 1 Kind 37.400 EUR 54.700 EUR 47.250 EUR 68.700 EUR 57.100 EUR 82.800 EUR
Ehepaar mit 2 Kindern 47.300 EUR 68.800 EUR 59.150 EUR 85.700 EUR 71.000 EUR 102.700 EUR
Ehepaar mit 3 Kindern 57.200 EUR 82.900 EUR 71.050 EUR 102.700 EUR 84.900 EUR 122.500 EUR

Datenquelle: Stab Wohnen, Stadt Nürnberg

Im Berichtsjahr blieben die Förderkonditionen unver- kosten (Kostengruppen 300 Bauwerk - Baukonstruktion ändert. Die Wohnraumförderungsbestimmungen (WFB und 400 Bauwerk - Technische Anlagen nach DIN 276). 2023, Stand 13.04.2023), galten fort. Für das Sommer- Bei 25 Jahren Laufzeit beträgt das Darlehen bis zu 40 % und das Herbstpaket gelten neue Förderkonditionen (1.260 Euro je m² Wohnfläche), bei 40 Jahren bis zu 50 wie z.B. längere Auszahlungsfristen der Darlehen und % (1.575 Euro je m²). Zuschüsse. Konditionen des Darlehens: Die Kostenobergrenze der reinen Baukosten wurde turnusgemäß nach dem Preisindex für Wohngebäude auf › 0,5 % Zins p.a. während der Belegungsbindung, 3.150 Euro je Quadratmeter Wohnfläche (2024: 3.100 danach Anpassung an den Kapitalmarktzins, Euro/m²) angehoben. › der Tilgungssatz des objektabhängigen Darlehens beträgt bis zu 4,0 %, Das objektabhängige Baudarlehen ist entsprechend der › einmaliger Verwaltungskostenbeitrag von 3,0 %. Laufzeit der Förderung gestaffelt. Bei einer Laufzeit von 55 Jahren beträgt das objektabhängige Darlehen bis zu Das belegungsabhängige Darlehen wird so bemessen, 60 % (1.890 Euro je m² Wohnfläche) der reinen Bau- dass sich (bei einem rechnerischen Ansatz von 4,75 %)

aus den Zinserträgen der Zuschuss für die Mieter erwirt- Hagen-Straße und Brunecker Straße als städtebaulichen schaftet. Der Zinssatz beträgt für die gesamte Bindungs- Schlussstein der sogenannten Lichtenreuther Zeile dauer 2,75 %. Die Differenz zwischen der errechneten errichtet. 124 Wohneinheiten wurden realisiert, davon (Zinssatz: 4,75 %) und der tatsächlich zu leistenden 122 im geförderten Wohnungsbau. Im Objekt befinden Zinslast (Zinssatz: 2,75 %) ergibt eine Deckungslücke, sich zusätzlich zu den Wohnungen Flächen für soziale die der Freistaat ausgleicht. Die Tilgung wird in den Einrichtungen im Erdgeschoss. ersten 15 Jahren ausgesetzt und beträgt 1,0 % ab dem 16. Jahr. Ein besonderer Schwerpunkt des Vorhabens liegt in der Nachhaltigkeit. Diese wurde insbesondere durch Zu den Förderdarlehen wird ein „allgemeiner Zuschuss“ soziokulturelle Maßnahmen (z.B. Verbreiterung des bis zu 600 Euro je m² Wohnfläche gewährt. Das Bauen Laubengangs für mehr Aufenthaltsqualität), ganzheitliin städtebaulich integrierten Lagen wird mit einem chen Ressourceneinsatz (z.B. Einsatz von Mineralwolle in „Ortskernzuschuss“ von bis zu 100 Euro je m² Wohn- Wärmedämmung) sowie Klimaanpassungsmaßnahmen fläche gefördert. Besonders nachhaltige Vorhaben er- erreicht. halten einen „Nachhaltigkeitszuschuss“ von bis zu 200 je m² Wohnfläche. Mit dem Förderbaustein „drauf und dran- nachhaltig erneuern und erweitern“ von bis zu Heime, Förderstätten 150 Euro/m² Wohnfläche wird die Erweiterung von bestehenden Mietwohngebäuden gefördert, wenn sie mit Förderprogramme stehen zur Verfügung für: einer Modernisierung verbunden ist, die insbesondere der nachhaltigen energetischen Verbesserung (Effizienz- › den Neubau von stationären Wohnplätzen und hausstandard nach der Bundesförderung für effiziente Förderstätten für Menschen mit Behinderung Gebäude (BEG)) dient. › die Schaffung von Wohnraum für Studierende und Auszubildende Bei einer freiwilligen vorzeitigen Rückzahlung der › sowie den Ersatzneubau von stationären Alten- Förderdarlehen beträgt bei den Belegungsbindungen pflegeeinrichtungen die Nachwirkungsfrist zehn Jahre. In einem solchen Fall ist auch die anteilige Rückforderung des Zuschusses zu Im Berichtjahr wurde der Erhalt von 71 Wohnplätzen prüfen. durch den Umbau eines Studierendenwohnheims in der Walter-Meckauer-Straße als erster Bauabschnitt der Insgesamt wurden im Berichtsjahr 122 Wohnungen Gesamtsanierung des Wohnheims St. Peter mit 4,47 Mio. (2024: 317) mit einer Belegungsbindung von 55 Jahren Euro aus den Mitteln des Bund-Länder-Programms gefördert. Der Fördermitteleinsatz belief sich auf rund „Junges Wohnen“ im Rahmen des sogenannten 51,8 Mio. Euro (2024: 92,6 Mio. Euro) an staatlichen „Sommerpakets“ gefördert. und städtischen Geldern. Die Förderung pro Wohnung betrug durchschnittlich 408.205 Euro (2024: 292.199 Euro). Die Gesamtbaukosten der geförderten Maßnah- Modernisierung men betrugen im Jahr 2025 rund 71,4 Mio. Euro (2024: 132 Mio. Euro). Bayerisches Modernisierungsprogramm zur Sa- Alle geförderten Wohnungen sind barrierefrei erreich- nierung von Mietwohnungen und Pflegeplätzen bar. Eine Wohnung ist rollstuhlgerecht nach DIN 18040 Teil 2R geplant, bei allen anderen Wohnungen entspre- Die Fördermittel aus dem Bayerischen Modernisiechen die Grundrisse der DIN 18040 Teil 2 "Barrierefreies rungsprogramm für die Modernisierung von Miet- und Bauen". Genossenschaftswohnungen tragen dazu bei, die allgemeinen Wohnverhältnisse zu verbessern und die Das Bauvorhaben mit den 122 Wohneinheiten konnte Mieten nach der Modernisierung in sozialverträglichen im Berichtsjahr gefördert werden, da eine Zustimmung Grenzen zu halten. Einzugsberechtigt sind für die gezum vorzeitigen Vorhabenbeginn vorlag. wählte Bindungsdauer Mieterinnen und Mieter, die die Einkommensgrenzen nach dem Bayerischen Wohn- Es handelt sich um folgendes Projekt: raumförderungsgesetztes einhalten (vgl. Abb. 3.4).

Die Firma Schultheiß Projektentwicklung AG hat für die Eigentümer, Erbbauberechtigte und Nießbraucher von BayernHeim GmbH das Bauvorhaben in der Lorenz- Mietwohngebäuden können die Förderung beantra-

gen. Es wird mit zinsverbilligten Darlehen gefördert. baulichen Anlagen, welche die Folgen einer Behin- Ergänzend dazu wird ein Basis-Zuschuss von bis zu derung mildern, wie etwa ein Treppenlift oder eine 300 Euro je m² Wohnfläche und ein Nachhaltig- Rollstuhlrampe. Die Förderung kommt für Miet- und keitszuschuss von bis zu 200 Euro je m² Wohnfläche Eigentumsmaßnahmen in Betracht. Die Einkommensausgereicht. grenze des Bayerischen Wohnraumförderungsgesetzes ist einzuhalten (vgl. Abb. 3.4). Es kann zwischen einer 10-, 15- und 20 - jährigen Zinsfestschreibung gewählt werden. Für diese Zeit- Im Berichtsjahr wurden bis Februar 56.650 Euro (2024: dauer gelten auch die Bindungen. 469.880 Euro) für sechs Maßnahmen (2024: 52) bewilligt, davon alle sechs in Familienheimen und keine in Zum 31.12.2025 galten folgende Konditionen: Miet- und Eigentumswohnungen.

› M odernisieren Wohnen Ist die Antragstellung in den Räumen des Stabs Woh- 10-jährige Zinsbindung 2,80 % p.a. nen krankheitsbedingt nicht möglich, werden auch › M odernisieren Wohnen Hausbesuche durchgeführt. 15-jährige Zinsbindung 3,40 % p.a. › M odernisieren Wohnen Das Förderprogramm wurde im Februar 2025 ausge- 20-jährige Zinsbindung 3,70 % p.a. setzt.

Dabei sind die Darlehen nach zwei tilgungsfreien Jahren mit 1,5 % p.a. zuzüglich ersparter Zinsen zu Schallschutzfensterprogramm tilgen. Das Schallschutzfensterprogramm ist eine Maßnah- Im Jahr 2025 wurden für fünf Vorhaben mit insgesamt me aus dem städtischen Lärmaktionsplan. Die Stadt 188 Wohnungen der wbg Nürnberg GmbH Immobi- Nürnberg fördert mit diesem Programm den Einbau lienunternehmen sowie der Wohnungsgenossenschaft von Schallschutzfenstern, schallgedämmten Rollladen- Nürnberg Nord e.G. Darlehen in Höhe von 7.444.300 kästen sowie elektrisch betriebenen, schallgedämmten Euro und Zuschüsse in Höhe von 1.860.600 Euro be- Lüftungseinrichtungen in bestehenden Wohn- und willigt. Schlafräumen. Die Fenster müssen an besonders verkehrsreichen Straßen liegen, in denen Lärmwerte von Da die bereits im Bau befindlichen Vorhaben über mindestens 67 dB (A) tagsüber oder mindestens 57 dB Zustimmungen zum vorzeitigen Vorhabenbeginn (A) nachts gemessen werden. Die Förderung erfolgt in verfügten, konnten die Förderungen im Berichtsjahr Form eines Zuschusses. bewilligt werden. Aufgrund der zu Beginn des Kapitels 3 beschriebenen Situation konnten hingegen keine Im Berichtsjahr konnten 36 (2024: 43) Wohneinheiten, neuen Bauvorhaben bewilligt werden. davon zwei Mietwohnungen und 34 Eigentumswohnungen mit einem Gesamtbetrag von 39.791 Euro (2024: 73.565 Euro) gefördert werden. Anpassung von Wohnraum für Menschen mit Behinderung Die Gesamtkosten der Maßnahmen betrugen rund Menschen mit Behinderung können für bauliche Maß- 90.000 Euro. nahmen zur Anpassung von Wohnraum ein staatliches, leistungsfreies Baudarlehen von bis zu 10.000 Euro Die nachstehende Abbildung weist den gesamten Miterhalten. Dazu zählen z.B. der Umbau einer Wohnung, teleinsatz für die unter Ziffer 3.2 aufgeführten Modernider Einbau behindertengerechter sanitärer und solcher sierungsmaßnahmen aus.

Abb. 3.5 Förderung von Modernisierungsmaßnahmen

2021 2022 2023 2024 2025
Wohnungen / Heimplätze 128 60 91 95 230
Förderung in Mio. Euro 1,4 0,31 0,4 0,54 9,40
Baukosten in Mio. Euro 1,8 0,64 1,2 1,3 10,12

Datenquelle: Stab Wohnen, Stadt Nürnberg

Wohneigentum Mit rund 0,62 Mio. Euro (gesamt 2024: 13 Mio. Euro) staatlicher Mittel wurden bis Februar 13 Eigentums- Zur Förderung von Eigentumsmaßnahmen (selbst- maßnahmen (gesamt 2024: 114) gefördert, davon genutzte Familienheime und Eigentumswohnungen) zwölf Familienheime gesamt (2024: 85) und eine stehen Familien und Alleinerziehenden mit mittlerem Eigentumswohnung (gesamt 2024: 29). Einkommen drei Programme zur Verfügung: das Bayerische Wohnungsbauprogramm des Freistaats Bayern Die Förderung wurde im Februar 2025 eingestellt. (bis Februar 2025), das Bayerische Zinsverbilligungsprogramm der BayernLabo und das „100 Häuser für 100 Familien“- Programm der Stadt Nürnberg. Bayerisches Zinsverbilligungsprogramm

Der Rückgang der durchgeführten Beratungen (2025: Das Bayerische Zinsverbilligungsprogramm ist seit 4.568 ggü. 2024: 6.144) und der geförderten Objekte Februar 2025 die verbliebene staatliche Fördermög- (2025: 63 ggü. 2024: 127) steht in engem Zusammen- lichkeit für den Erwerb von Wohneigentum. hang mit der Reduzierung der Förderprogramme im Berichtsjahr. Nach der Programmumstellung zu Jahres- Das Förderprogramm bietet gleiche Konditionen beginn hat die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte für Erst- und Zweiterwerb und macht damit keinen wieder spürbar zugenommen. Unterschied zwischen Neubau und Bestandserwerb. Im Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm hat die Die Fördermittel wurden an 60 Paare und drei allein- BayernLabo mit Unterstützung des Freistaats Bayern erziehende Frauen (2024: 131 Paare, vier alleinerzie- im Berichtsjahr ein zinsverbilligtes Darlehen zu einem hende Frauen und zwei alleinerziehende Männer) Zinssatz von 1,65 % bis 2,45 % (2024: 3,05 % bis ausgereicht. 3,4 %) abhängig vom jeweils geltenden Kapitalmarktzins angeboten. Die Festschreibung gilt für 10 oder wahlweise 15 Jahre, danach erfolgt die Anpassung an Bayerisches Wohnungsbauprogramm den Kapitalmarktzins. Alternativ wurde ein „Volltilgerdarlehen“ mit 30-jähriger Zinsbindung bei einem Die staatliche Förderung erfolgt mit einem Baudar- Zinssatz von 3,45 % bis 3,75 % p.a. (2024: 3,7 %) lehen. Die Einkommensgrenzen des Bayerischen abhängig vom jeweils geltenden Kapitalmarktzins und Wohnraumförderungsgesetzes (vgl. Abb. 3.4) sind einer Tilgung von 1,92 % bis 2,02 % (2024: 1,93 %) einzuhalten. Zusätzlich wird ein Kinderzuschuss von angeboten. 7.500 Euro je Kind ausgereicht. Die Einhaltung der Einkommensgrenzen nach dem Für den Erwerb bereits bestehender Familienheime Bayerischen Wohnraumförderungsgesetz (BayWoFG) ist und Eigentumswohnungen wird ein ergänzender Zu- Voraussetzung für eine Förderung. Für ein Ehepaar mit schuss in Höhe von 10 % der förderfähigen Kosten, einem Kind beispielsweise liegt diese bei einem Bruttohöchstens jedoch 50.000 Euro gewährt. Damit wurde jahreseinkommen von rund 82.800 Euro (vgl. Abb. 3.4). auch ein Beitrag zum Flächensparen geleistet.

Der Darlehenshöchstbetrag beträgt maximal ein Drit- Der Zuschuss beträgt 10.000 Euro für Familienheime, tel der Gesamtkosten. ergänzt wird er durch eine "Kinderzulage" für das zweite und jedes weitere Kind in Höhe von 3.000 Euro Es wurden insgesamt 62 Förderzusagen (2024: 125) sowie eine Öko-Zulage für energetische Maßnahmen. erteilt, davon 54 für Familienheime (2024: 92) und Nach Wegfall der staatlichen Eigentumsförderung acht für Eigentumswohnungen (2024: 33). wurde der Zuschuss vorübergehend auf 13.000 Euro erhöht.

Städtisches Eigentumsprogramm Der städtische Zuschuss kann als Eigenkapital bei der für die staatliche Förderung erforderlichen Eigen- Um das Kostengefälle zum günstigeren Umland auszu- kapitalquote angerechnet werden. Angesichts der gleichen, erhalten junge Familien und Alleinerziehende hohen Immobilienpreise und der im Zinsverbilligungsmit im Haushalt lebenden Kindern unter 18 Jahren programm erforderlichen Eigenkapitalquote von 20 % im Rahmen des „100 Häuser für 100 Familien- Pro- ermöglicht daher oft erst der städtische Zuschuss eine gramms“ einen Zuschuss für den Bau oder Erwerb Förderung zahlreicher junger Familien und Alleinerzieeines selbstgenutzten Eigenheims oder einer selbstge- hender. nutzten Eigentumswohnung. Im Jahr 2025 konnten insgesamt 0,75 Mio. Euro (2024: 0,64 Mio. Euro) für 51 Familienheime und -wohnungen (2024: 65) bewilligt werden (siehe Abb. 3.6).

Abb. 3.6 Städtisches Eigentumsprogramm 2000–2025

Jahr Bewilligte Mittel in Tsd. Euro Anzahl geförderten Objekte Anzahl Kinder i.d. geförderten Objekten Ökozulagen in Tsd. Euro
2000 – 2020 15.391 1.467 2.792 194
2021 557 43 85 1
2022 476 35 77 0
2023 644 47 105 0
2024 636 65 123 0
2025 750 53 102 0
Summe 18.454 1.710 3.284 195

Datenquelle: Stab Wohnen, Stadt Nürnberg

Verwaltung geförderter Wohnungen Bindungsverlängerung

Bei EOF-Wohnungen, deren Belegungsbindung in den Modernisierung nächsten fünf Jahren ausläuft, ist eine Verlängerung bestehender Bindungen zu den aktuellen Förder- Werden bei geförderten Wohneinheiten bauliche konditionen der EOF möglich. Bei einer Verlängerung Änderungen oder Modernisierungen durchgeführt, der Belegungsbindung um weitere 15 Jahre wird die deren Kosten auf die Miete umgelegt werden sollen, bestehende Restvaluta des belegungsabhängigen Darist eine Zustimmung des Stabs Wohnen erforderlich. lehens mit 2,75 % verzinst.

Es wurden drei Zustimmungen für 139 Wohnungen Beim Dritten Förderungsweg kann bei Auslauf der Zinserteilt (2024: 14 Zustimmungen für 14 Wohnungen). senkung der Zinssatz um weitere 10 Jahre auf 0 % ge-

senkt und die Bindungsdauer entsprechend verlängert Sowohl Mieterinnen und Mieter als auch Vermieterinwerden. nen und Vermieter erhalten auf Anfrage Informationen zur Berechnung der Miete und zur Umlage der Beim Bayerischen Modernisierungsprogramm (BayMod) Betriebskosten. ist nach Ablauf der ersten Zinsfestschreibung eine Bindungsverlängerung um den gleichen Zeitraum (in der Im Jahr 2025 wurden keine Beratungen durchgeführt. Regel 10 Jahre) zu den aktuellen Förderkonditionen möglich. Mietpreisprüfungen erfolgen, wenn sich ein Verdacht auf eine überhöhte Miete ergibt. Schuldhafte Miet- Im Jahr 2025 wurde für die Bauvorhaben Rothenburger preisüberschreitungen können Geldleistungs- bzw. Straße 183b (BayMod, 18 WE), Dr.-Linnert-Ring 6-12 Bußgeldverfahren nach sich ziehen. und Dr.-Linnert-Ring 5, 7, 92, 94 (Dritter Förderungsweg, je 24 WE) die Bindung für insgesamt 66 Woh- Die betroffenen vermietenden Personen sehen sich nungen bis 2035 verlängert. durch die Einleitung dieser Verfahren vielfach veranlasst, zu viel erhobene Beträge an die Mieterinnen und Mieter freiwillig zurückzuerstatten. Den Mieterin- Bindungsende nen und Mietern wird dadurch erspart, ihre Rückforderungsansprüche auf sich allein gestellt, schlimms- Sobald das Ende der Mietpreis- und Belegungsbindung tenfalls in langwierigen Zivilprozessen, durchzusetzen. einer geförderten Wohnung nach Ablösung, vorzeitiger Rückzahlung oder planmäßiger Tilgung der Im Jahr 2025 wurde die Miete von 3 Wohnungen Förderdarlehen festgestellt werden kann, erhalten die (2024: 4) überprüft. Verfügungsberechtigten hierüber eine Bestätigung.

Solche Bestätigungen wurden in 104 Fällen (2024: Mietpreisberatung und Mietpreisprüfung 111) für 255 Wohnungen (2024: 243) ausgestellt. im freifinanzierten Wohnungsbau

Nachfolgende Instrumente dienen dazu, das Verhältnis Umwandlung von Mieterinnen und Mietern zu Vermieterinnen und Vermietern zu regeln, für geordnete Wohnverhältnisse Bei der Umwandlung öffentlich geförderter Wohnun- zu sorgen und überhöhte Mieten bzw. Mietwucher zu gen in Eigentumswohnungen wird die vermietende verhindern. Person über ihre besonderen Pflichten informiert und dahingehend überprüft, dass sie sie einhält. Mietberatung

Die Begründung von Wohnungseigentum und die Im Jahr 2025 konnte infolge der aktuellen Haushalts- Veräußerung solcher Wohnungen muss der Vermieter konsolidierung und dem damit einhergehenden Perdem Stab Wohnen mitteilen. Für jede einzelne umge- sonalmangel keine Beratung zu Fragen des Mietrechts wandelte und nicht selbstgenutzte Wohnung ist eine stattfinden. neue Wirtschaftlichkeitsberechnung aufzustellen, die Mieten müssen genehmigt werden. Mietenspiegel

Im Jahr 2025 wurde keine Sozialwohnung in Einzel- Die Stadt Nürnberg gibt unter Federführung des Stabs eigentum umgewandelt. Wohnen gemeinsam mit den Interessenverbänden in zweijährigem Abstand einen qualifizierten Mietenspiegel heraus, in dem die ortsüblichen Vergleichs- Mietpreisberatung und Mietpreisprüfung im mieten ermittelt werden. Der im Berichtsjahr gültige geförderten Wohnungsbau Mietenspiegel wurde am 01.08.2024 erstellt. Die Durchschnittsmiete im freifinanzierten Wohnungsbau Zur Sicherung der Zweckbestimmung von geförderten liegt bei 9,65 Euro (2022: 9,18 Euro) je m² Wohnfläche. Wohnungen wird die Einhaltung der zulässigen Miete überwacht.

Mietpreisüberwachung die Aufteilung eines Wohngebäudes und die anschließende Umwandlung von Miet- in Einzeleigen- Die Überwachung der Mietpreise erfolgt auf der tumswohnungen. Die Bauordnungsbehörde muss die Grundlage des § 5 Wirtschaftsstraf-gesetz (WiStrG) Genehmigung erteilen, wenn die Wohnung in sich und des § 291 Strafgesetzbuch (StGB). Bei einer abgeschlossen ist. Überschreitung der ortsüblichen Vergleichsmiete von mehr als 20 % handelt es sich um eine „Mietpreis- Im Jahr 2025 wurden 225 (2024: 261) Abgeschlosüberhöhung“ nach dem WiStrG, die als Ordnungs- senheitsbescheinigungen für insgesamt 2.411 Wohnwidrigkeit verfolgt wird. Es können Geldbußen von einheiten (2024: 1.791) beantragt. bis zu 50.000 Euro verhängt werden. Für geförderte Objekte wurden keine Abgeschlossen- Überschreitet die verlangte Miete den ortsüblichen heitsbescheinigungen beantragt. Vergleichswert um mehr als 50 %, so besteht Verdacht auf Mietwucher. Diese Fälle werden an die Staatsanwaltschaft zur Verfolgung weitergeleitet. Zweckentfremdungsverbot Dort wird geprüft, ob auch die übrigen Voraussetzungen des § 291 StGB vorliegen. Die Sicherung des bestehenden Wohnraums ist neben dem Neubau von bezahlbarem Wohnraum ein wesent- 2025 wurden keine Bußgeld- oder Strafverfahren licher Bestandteil der Nürnberger Wohnungspolitik. eingeleitet. Seit dem Jahr 2019 vollzieht der Stab Wohnen dieses Instrument der Wohnungsbestandssicherung. Grundlage für die städtische Satzung ist das bayerische Gesetz Abgeschlossenheitsbescheinigungen über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum. Abbildung 3.7 zeigt die thematische Zuordnung Eine Bescheinigung nach § 7 Wohnungseigentums- der Anträge und Meldungen. Den größten Anteil gesetz (WoEigG) ist die formale Voraussetzung für machen dabei Fälle der Fremdenbeherbergung aus.

Abb. 3.7 Thematische Zuordnung der Anträge und Meldungen

Fremdenbeherbergung

1.095
7 44
48 6
263
261

Leerstand

Gewerbliche/berufliche Zwecke

(Büro, Praxis, Prostitution, etc.

Abbruch

Gewerblicher Zweck:

Arbeiterunterkunft

Flüchtlingsunterkünfte

Nicht zuordenbar

0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1.000 1.100

Datenquelle: Stab Wohnen, Stadt Nürnberg Anzahl Wohneinheiten

Zum Stichtag 31.12.2025 waren seit Inkrafttreten der Sinne der Satzung vorlag, keine Zweckentfremdung Satzung 2.861 Wohneinheiten erfasst, die vermutlich gegeben war oder keine Genehmigung erforderlich anders als zu Wohnzwecken genutzt werden (siehe war. In weiteren 100 Fällen wurden Nutzungsänderun- Abb. 3.8). gen zum Teil befristet, in 183 Fällen Abbruch gegen Schaffung von Ersatzwohnraum genehmigt. Seit Seit Erlass der Satzung im Jahr 2019 wurde für 484 Einführung der Satzung wurden 1.164 Verdachtsfälle (2019 - 2024: 382) Wohneinheiten die zweckfremde und 525 Anträge bearbeitet und abgeschlossen. Zum Nutzung unterbunden, verhindert bzw. die Wohnun- Stichtag 31.12.2025 waren noch 893 gemeldete Vergen wurden wieder regulären Wohnzwecken zu- dachtsfälle unbearbeitet. geführt. Die 484 Wohneinheiten entsprechen einer Gesamtwohnfläche von 25.626 m². Die Herstellungs- Der Schwerpunkt der Tätigkeit lag kapazitätsbedingt kosten für geförderte Mietwohnungen dieser Fläche auch im Jahr 2025 vor allem auf der Bearbeitung von betragen im Vergleich dazu rund 152,4 Mio. Euro. Anträgen auf Genehmigung von Zweckentfremdung und auf der Ermittlung gemeldeter Fälle möglicher Für weitere 89 Wohneinheiten wurde auf Antrag ein Zweckentfremdung, sogenannter Verdachtsfälle, Negativattest ausgestellt. Für diese Wohnungen waren prioritär ab einer Anzahl von drei Wohneinheiten in die Bestimmungen der Zweckentfremdungssatzung einem Gebäude. nicht anzuwenden, da entweder kein Wohnraum im

Abb. 3.8 Entwicklung der Anträge und Meldungen

3.000

2.800

2.861

2.400

2.200 2.334

2.000

1.979

1.800

1.600

1.400

1.398

1.200

1.000

1.048

31.12.2020 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2025

Datenquelle: Stab Wohnen, Stadt Nürnberg Anzahl Wohneinheiten

Wohnungsvermittlung

Grundlagen Entwicklung des gebundenen Wohnungsbestandes Die Bayerische Staatsregierung hat die Stadt Nürnberg nach Art. 5 Bayerisches Wohnungsbindungs- Die Zahl der belegungsgebundenen Wohnungen hat gesetz (BayWoBindG) als Gebiet mit erhöhtem sich 2025 gegenüber 2024 von 17.650 Wohneinheiten Wohnungs¬bedarf eingestuft. Nach der Verordnung (WE) auf 17.441 WE (- 1,18 %) leicht verringert (siehe zur Durchführung des Wohnungsrechts und des Abb. 4.1 und 4.2). Besonderen Städtebaurechts (DVWoR) vom 8. Mai 2007 werden für jede frei werdende Wohnung des Die 17.441 WE setzen sich zusammen aus: 1. Förderwegs und für Wohnungen der Stufe 1 der Einkommensorientierten Förderung (EOF) mindestens › 7.903 Wohnungen des 1. Förderwegs fünf wohnungssuchende Haushalte nach ihrer Dring- › 175 Wohnungen des 3. Förderwegs lichkeit vorgeschlagen. Für alle anderen gebundenen › 5.238 Wohnungen der einkommensorientierten Wohnungen wählen die vermietenden Personen bzw. Förderung Wohnungsgesellschaften die Mieterinnen und Mieter › 3.515 vertraglich gebundene Wohnungen der mit Zustimmung der Stadt im Rahmen der gesetzli- WBG Nürnberg Gruppe chen Einkommensgrenzen aus. › 316 Belegungsrechte nach dem Bayerischen Modernisierungsprogramm › 294 sonstige Belegungsrechte.

Abb. 4.1 Entwicklung des gebundenen Mietwohnungsbestandes und der Wohnungssuchenden 1980 – 2025

Belegungs- gebundene Mietwohnung Wohnungs - suchende Haushalte Zugänge Vermittlungen Anderweitige Erledigungen Unversorgte Wohnungssuchende am 31.12.
% seit 1980 % seit 1980 in % von Sp.4 in % von Sp.4 in % von Sp.4
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
1980 65.568 100 14.404 100 9.147 3.559 24,7 4.200 29,2 6.645 46,1
1990 57.626 87,9 24.661 171,2 12.309 3.424 13,9 4.000 16,2 17.237 69,9
2000 35.178 53,7 15.634 108,5 8.832 2.936 18,8 5.450 34,9 7.248 46,4
2010 18.933 28,9 14.089 97,8 6.010 1.419 10,1 5.208 37 7.462 53
2015 17.898 27,3 13.899 96,5 5.692 1.198 8,6 4.666 33,6 8.035 57,8
2020 17.921 27,3 12.008 83,4 4.281 1.091 9,1 5.147 41 6.543 49,9
2025 17.441 26,6 12.739 88,4 5.393 1.359 10,7 4.034 31,7 7.346 57,7

Datenquelle: Wohnungsvermittlung, Stadt Nürnberg

2025 kamen weitere 157 im Rahmen der EOF fertig- Seit Einführung der EOF im Jahr 2001 wurden 5.238 gestellte Mietwohnungen zur Vermittlung hinzu. Die Wohnungen bezogen. Davon sind vorbehalten: Förderung besteht aus einer Objektförderung (Grundförderung mit einem Darlehen und einem ergänzen- › 4.079 WE für Mieter der Einkommensstufe I den Zuschuss) für die Bauträger, sowie einer Subjekt- › 1.013 WE für Mieter der Einkommensstufe II förderung (Zusatzförderung mit einem laufenden › 146 WE für Mieter der Einkommensstufe III Zuschuss zur Wohnkostenentlastung der begünstigten Haushalte). Diese Zusatzförderung richtet sich nach Außerdem standen 2025 noch 316 Wohnungen dem Gesamteinkommen des jeweiligen Haushalts und (2024: 362), die im Bayerischen Modernisierungsproseiner Zuordnung in die Einkommensstufen. gramm gefördert wurden, zur Verfügung. Für diese Wohnungen hat die Stadt Nürnberg kein Vorschlagsrecht. Der Vermieter darf diese Wohnungen nach seinem Ermessen Personen überlassen, die über einen entsprechenden Wohnberechtigungsschein verfügen.

Abb. 4.2 Belegungsgebundene Mietwohnungen in Nürnberg

70.000

49.568
41.626
18.648
10.040
9.222 8.876 8.522
16.000 16.000 16.530 8.893 8.676 9.045 8.919

60.000

50.000

40.000

30.000

20.000

10.000

1980 1990 2000 2010 2015 2020 2025

Datenquelle: Wohnungsvermittlung, Stadt Nürnberg davon WBG Sonstige

Wohnungsvermittlung wohnerstrukturen weder schafft noch verfestigt. Von der Rangfolge der Dringlichkeit kann zur Linderung sozialer Hilfebedürftigkeit in dringenden Fällen ab- Vormerkungen und Vermittlungen gewichen werden.

Wohnungssuchende werden nach einem mit der Aus dem Jahr 2024 sind 7.265 Anträge wohnungs- Regierung von Mittelfranken abgestimmten Verfahren suchender Haushalte ins Berichtsjahr übernommen nach ihrer Dringlichkeit eingestuft. Obdachlosigkeit, worden, die zusammen mit 5.393 Neuanträgen - also unzureichende Wohnverhältnisse oder gesundheit- insgesamt 12.658 Anträgen - zu bearbeiten waren. liche Probleme sind maßgebliche Gründe bei der Einstufung. Bei Wohnungsvorschlägen ist neben der Die Vermittlung von 1.359 Haushalten (10,7 % der Dringlichkeit auch die Strukturkomponente zu berück- Anträge) bedeutet eine Steigerung im Vergleich zum sichtigen, nach der möglichst nur Wohnungssuchende Vorjahr (2024: 1.185 Haushalte – 9,5 % der Anträge). benannt werden sollen, deren Zuzug einseitige Be-

Abb. 4.3 Wohnungssuchende und ihre Vermittlung 1980 – 2025

17.500

15.000

12.500

10.000

7.500

5.000

2.500

1980 1990 2000 2010 2015 2020 2025

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Vermittlungen Zugänge Abgänge Überhang am 31.12. Stadt Nürnberg

Die Zahl der wohnungssuchenden Haushalte hat sich Da der Wohnberechtigungsschein in der Regel eine stichtagsbezogen auf 7.346 Haushalte gegenüber Gültigkeit von einem Jahr hat, werden die vorgemerkdem Vorjahr (2024: 7.265) erhöht. Dies zeigt die ten Haushalte laufend daraufhin überprüft, ob die nach wie vor angespannte Lage auf dem Nürnberger Voraussetzungen zum Bezug einer öffentlich geför- Wohnungsmarkt. derten Wohnung noch vorliegen.

Wohnungssuchende mit zu hohem Einkommen Dies sind in der Regel: werden dabei ebenso aus der Vermittlung genommen wie Personen, die der Aufforderung, ihr Einkommen › anerkannte Asylberechtigte nach Art. 16 a Abs. 1 GG, darzulegen, nicht nachkommen. › anerkannte Geflüchtete nach der Genfer Flüchtlings- Von den vorgemerkten Haushalten sind 49,9 % als konvention (§ 3 Abs. 1 AsylG), "sehr dringlich“, 22,8 % als „dringlich“ und 27,3 % als "normal“ eingestuft. › Personen denen nach § 4 Abs. 1 AsylG der subsidiäre Schutz gewährt wurde oder für die ein Abschiebungsverbot nach § 60 Abs. 5 und 7 AufenthG festgestellt Personenkreise und ihre Vermittlungschancen wurde,

Von den insgesamt im Jahr 2025 vorgemerkten 6.407 › Personen, die im Rahmen von sonstigen humanitären alleinstehenden Wohnungssuchenden entfällt ein An- Programmen aufgenommen wurden, teil von 48,2 % auf Frauen, 51,8 % sind Männer. Die Personengruppe der wohnungssuchenden Alleinerzie- › Personen denen nach § 24 AufenthG die Aufenthenden setzt sich aus 2.055 Müttern (93,5 %) und haltsgewährung zum vorübergehenden Schutz erteilt 144 Vätern (6,5 %) zusammen. wurde (wie z. B. aktuell Ukrainerinnen und Ukrainer).

Seit September 2015 wird der Personenkreis „an- Die Zahl der ausländischen Wohnungssuchenden hat erkannte Geflüchtete“ statistisch erfasst. Im Berichts- sich im Vergleich zum Vorjahr (2024: 6.010 Haushalte) jahr waren 1.886 Haushalte aus diesem Personenkreis auf 5.882 Haushalte im Berichtsjahr leicht verringert. wohnungssuchend vorgemerkt. Weiterhin stellen Wohnungssuchende aus der Ukraine mit 26,7 % den größten Anteil dieser Personengruppe, Geflüchtete können bis auf wenige Ausnahmen nur gefolgt von Wohnungssuchenden aus den EU-Mitdann wohnungssuchend vorgemerkt werden, wenn gliedsstaaten (20,4 %) und von solchen aus dem sie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Vorderen Orient (19,9 %). Siehe hierzu auch Abb. 4.5. (BAMF) anerkannt wurden und über einen gesicherten Aufenthalt von mindestens einem Jahr verfügen.

Abb. 4.4 Vormerkungen und Vermittlungen wohnungssuchender Haushalte nach Personenkreisen*

Personenkreise Vormerkungen Vermittlungen Vermittlungserfolg in %
2024 2025 +/- 2024 2025 + / - 2024 2025 + / -
Obdachlose 979 1.034 55 77 90 13 7,9 8,7 0,8
Schwerbehinderte 2.421 2.518 97 215 239 24 8,9 9,5 0,6
Kinderreiche 1.489 1.516 27 112 237 125 7,5 15,6 8,1
Junge Familien 640 657 17 78 100 22 12,2 15,2 3
Ältere Menschen 2.540 2.577 37 247 227 -20 9,7 8,8 -0,9
Alleinerziehende 2.223 2.199 -24 227 238 11 10,2 10,8 0,6
Ausländer 6.010 5.882 -128 538 613 75 9 10,4 1,4
Geflüchtete 2.266 1.886 -380 233 217 -16 10,3 11,5 1,2
Rollstuhlfahrer 180 183 3 32 30 -2 17,8 16,4 -1,4

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg * Mehrfachnennung möglich/nicht alle Personenkreise aufgeführt. durchschnittl. Vermittlungserfolg: 10,7 % (2024: 9,5 %)

Abb. 4.5 Nationalitäten der wohnungssuchenden Ausländer

2021 2022 2023 2024 2025
abs. % abs. % abs. % abs. % 19,9 27,8 6,1 5,3 21 8,1 10,4 1,4 100 abs. 1.202 1.572 372 336 1.169 514 636 81 5.882 % 20,4 26,7 6,3 5,7 19,9 8,8 10,8 1,4 100
Europäische Union 1.365 31,6 1.227 22,8 1.211 19,8 1.196
Ukraine 1.071 19,9 1.982 32,4 1.671
Sonst. Osteuropa 678 15,7 844 15,7 357 5,8 368
Türkei 295 6,8 290 5,4 313 5,1 316
Vorderer Orient 1.122 26 1.057 19,6 1.218 19,9 1.264
Sonst. Asien 299 6,9 326 6,1 427 7 485
Afrika 452 10,5 487 9 540 8,8 626
Sonstige 106 2,5 82 1,5 72 1,2 84
Ausland insgesamt 4.317 100 5.384 100 6.120 100 6.010

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg

Abb. 4.6 Belegungsgebundene Mietwohnungen nach ihrer Größe*

2021 2022 2023 2024 2025
abs. % abs. % abs. % abs. 900 5.897 7.551 3.059 243 17.650 % 5,1 33,4 42,8 17,3 1,4 100 abs. 887 5.827 7.397 3.081 249 17.441 %
1 Raum 854 4,9 838 4,9 833 4,8 5,1
2 Räume 5.936 34,3 5.863 34,1 5.779 33,4 33,4
3 Räume 7.774 44,9 7.617 44,3 7.596 43,9 42,4
4 Räume 2.572 14,9 2.705 15,7 2.879 16,6 17,7
5 und mehr Räume 170 1 171 1 220 1,3 1,4
Insgesamt 17.306 100 17.194 100 17.307 100 100
Datenquelle: Amt für Existenzsicherun * inkl. Räume < 10 m² g und sozial e Integratio n, Stadt Nürn berg

Nach wie vor haben große Haushalte Schwierigkeiten geld, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsmindebei der Wohnungsvermittlung. 2.565 wohnungs- rung oder Hilfe zum Lebensunterhalt (2024: 62,8 %). suchenden Haushalten mit vier und mehr Personen standen insgesamt nur 3.330 belegungsgebundene 93 % der zum 31.12.2025 wohnungssuchenden Wohnungen mit vier und mehr Räumen gegenüber, Haushalte besitzen einen Wohnberechtigungsschein bei denen die Fluktuation allerdings äußerst gering der Einkommensstufe (EKS) I, 5 % einen der Einkomist. So wurden 2025 lediglich 302 entsprechende mensstufe II und 2 % einen Wohnberechtigungsschein Wohnungen zur Vermietung gemeldet. der Einkommensstufe III.

62,6 % der wohnungssuchenden Haushalte sind Empfänger von Transferleistungen, beziehen Bürger-

Abb. 4.7 Wohnungssuchende nach Einkommensstufen

10.000

8.000

6.000

4.000

2.000

2021 2022 2023 2024 2025

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Wohnungssuchende EKS I EKS II EKS III Stadt Nürnberg gesamt

Abbildung 4.7 dokumentiert die im Berichtszeitraum gen der EK-Stufe II und III ist die Zahl der ausgestellten ausgestellten Wohnberechtigungsscheine nach den Berechtigungsscheine dieser EK-Stufen entsprechend jeweiligen Förderstufen. Da die Stadt Nürnberg als niedrig. Gebiet mit erhöhtem Wohnungsbedarf eingestuft ist, verfügt sie über ein besonderes Vorschlagsrecht bei Zurzeit stehen 3.361 barrierefreie Wohnungen nach der Vergabe von EOF I Wohnungen. Voraussetzung für DIN 18040-2 (davon 163 Wohnungen mit einem Beeine Berücksichtigung bei der Vergabe von EOF I Woh- legungsvorbehalt für Personen, die auf einen Rollstuhl nungen ist daher das Vorhandensein eines gültigen angewiesen sind) zur Verfügung, die besonders für Wohnberechtigungsscheins. Es ist zu beobachten, dass ältere Menschen und Behinderte geeignet sind, die zu Haushalte der Einkommensstufe (EKS) II und III den Be- den im BayWoBindG ausdrücklich hervorgehobenen rechtigungsschein häufig erst dann beantragen, wenn Wohnungssuchenden gehören. Darüber hinaus werden sie sich auf eine konkret inserierte Wohnung bewer- diese Personenkreise auch bei Freiwerden einer der ben. Angesichts des geringen Angebots an Wohnun- 1.000 ebenerdig erreichbaren Wohnungen mit vorgeschlagen.

Abb. 4.8 Wohnungssuchende Haushalte nach ihrer Größe

2021 2022 2023 2024 2025
abs. %. abs. % abs. % abs. % abs. %
1 Person 5.296 48,7 5.475 47,5 6.020 48,3 6.137 49,2 6.407 50,3
2 Personen 2.122 19,5 2.356 20,5 2.503 20,1 2.339 18,8 2.295 18
3 Personen 1.296 11,9 1.465 12,7 1.529 12,3 1.503 12 1.472 11,6
4 Personen 1.140 10,5 1.165 10,1 1.229 9,8 1.233 9,9 1.275 10
5 u. m. Personen 1.024 9,4 1.064 9,2 1.192 9,5 1.256 10,1 1.290 10,1
Insgesamt 10.878 100 11.525 100 12.473 100 12.468 100 12.739 100

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg

Abb. 4.9 Vormerkdauer der wohnungssuchenden Haushalte

2021 2022 2023 2024 2025
abs. % abs. % abs. % abs. % abs. %
0 bis 6 Monate 1.754 27,8 2.312 33,7 1.989 26,7 1.670 23 1.548 21,1
7 bis 12 Monate 1.728 27,3 1.968 28,7 2.302 31 2.354 32,4 2.268 30,9
13 bis 18 Monate 586 9,3 603 8,8 972 13,1 810 11,1 938 12,7
19 u. m. Monate 2.248 35,6 1.972 28,8 2.173 29,2 2.431 33,5 2.592 35,3
Insgesamt 6.316 100 6.855 100 7.436 100 7.265 100 7.346 100

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg

Betrachtet man die Vormerkdauer (vgl. Abb. 4.9), so nehmen. Dabei handelt es sich oft um Haushalte mit stellt man fest, dass der Anteil derjenigen Wohnungs- besonderen Akzeptanz- bzw. Versorgungsproblemen suchenden, die eine Vormerkdauer von mehr als 12 (z.B. Haushalte mit Schufa-Eintrag, Haushalte mit Monaten hinnehmen müssen erneut angestiegen ist. besonderen Wohnungswünschen, größere Familien), Mittlerweile muss fast die Hälfte (48 %) aller vor- die nach wie vor große Probleme bei der Vermittlung gemerkten Haushalte eine solche Wartezeit in Kauf bereiten.

Wohngeld

Grundlagen berücksichtigenden Miete oder Belastung. Gleichzeitig wurde zum 01.01.2025 die im Wohngeldgesetz ver- Das Wohngeld unterstützt einkommensschwache ankerte Dynamisierung der Leistungssätze umgesetzt: Haushalte dabei, die Belastung durch Wohnkosten Die gesetzlich vorgesehenen Anpassungsparameter zu bewältigen. Durch diese finanzielle Hilfe können wurden angewandt und führten zu einer entspreanspruchsberechtigte Haushalte besser angemesse- chenden Erhöhung der Wohngeldsätze. Infolgedessen nen und familiengerechten Wohnraum beziehen und wurden die Wohngeldleistungen zum Stichtag neu sind nicht auf besonders preisgünstige und dadurch berechnet und bestehende Bescheide, die in das Jahr eingeschränkte Segmente des Wohnungsmarktes 2025 hineinreichen, von Amts wegen angepasst. Eine angewiesen. Sozialpolitisch wirkt das Wohngeld sehr erneute Antragstellung war nicht erforderlich. Von zielgenau, da die Höhe der Leistung nach den indivi- dieser Neuberechnung profitieren alle Wohngeldduellen Lebensumständen der Haushalte sowie den empfängerinnen und -empfänger – einschließlich der regional unterschiedlichen Mietniveaus differenziert in Heimen lebenden Personen – in den unterschiedbemessen wird. lichen Haushaltskonstellationen. Der durchschnittliche Wohngeldanspruch bei Singlehaushalten beläuft sich Nach den Bestimmungen des Wohngeldgesetzes in Nürnberg auf rund 270,00 Euro monatlich. erfolgt die Berechnung des Wohngeldes anhand der jeweils geltenden Miet- und Einkommensverhältnisse. Die Höchstbeträge für Miete und Belastung im Wohn- Wohngeld wird als Mietzuschuss für Mietende und geld richten sich nach der Anzahl der zu berücksichtials Lastenzuschuss für selbst genutzte Eigenheime genden Haushaltsmitglieder und der jeweiligen Mietund Eigentumswohnungen gewährt. Die Finanzierung stufe. Diese Höchstbeträge sind gesetzlich festgelegt erfolgt je zur Hälfte durch Bund und Land. Auf Wohn- und dürfen nicht überschritten werden; sie bilden eine geld besteht ein Rechtsanspruch, die Leistung wird Kappungsgrenze, bis zu der Miete oder Belastung bei jedoch nur auf Antrag gewährt und in der Regel für der Wohngeldberechnung maximal berücksichtigt werzwölf Monate bewilligt. den. Mit dem Gesetz zur Erhöhung des Wohngeldes (Wohngeld Plus Gesetz) wurden bereits zum 1. Januar Wie bereits im Wohnungsbericht 2023 dargestellt, 2023 die Mietenstufen für Kreise und Gemeinden antrat im Jahr 2023 mit dem Wohngeld-Plus-Gesetz die gepasst. Darüber hinaus erfolgte eine weitere Anpaslaut Bundesregierung „größte Wohngeldreform in der sung der Mietobergrenzen zum 1. Januar 2025, die in Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ in Kraft. die Berechnung der Wohngeldleistungen einfließt. Für die Stadt Nürnberg bedeuten diese Änderungen eine Ähnlich einschneidende Rechtsänderungen waren im Modifizierung der anzuwendenden Miethöchstbeträge. Jahr 2025 nicht festzustellen. Das Wohngeld-Plus-Gesetz bleibt weiterhin maßgeblich. Den Heizkosten wird Personen, die Transferleistungen wie Bürgergeld, Hilfe im Wohngeld nun dauerhaft durch die im Wohngeld- zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter Plus-Gesetz eingeführte Heizkostenkomponente Rech- und bei Erwerbsminderung beziehen, sind vom Wohnnung getragen; diese Komponente wird als Zuschlag geld ausgeschlossen; dies gilt in der Regel auch für auf die zu berücksichtigende Miete oder Belastung in die Mitglieder ihrer Bedarfsgemeinschaft. Die angedie Wohngeldberechnung einbezogen. messenen Unterkunftskosten sind in diesen Fällen im Rahmen der gewährten Sozialleistung berücksichtigt. Die Klimakomponente bleibt erhalten und wirkt weiterhin als Zuschlag auf die Höchstbeträge der zu

Abb. 5.1 Miet-/Belastungshöchstbeträge 2025 in Nürnberg inklusive aller Komponenten

Anzahl der zu berück- sichtigenden Haushalts- mitglieder Miethöchstbetrag § 12 Abs. 1 WoGG Miethöchstbetrag inkl. Klimakomponente Miethöchstbetrag inkl. CO2 Komponente Miethöchstbetrag inkl. Heizkostenentlastung
1 562,00 € 581,20 € 595,60 € 691,60 €
2 680,00 € 704,80 € 723,40 € 847,40 €
3 809,00 € 838,60 € 860,80 € 1.008,80 €
4 946,00 € 980,40 € 1.006,20 € 1.178,20 €
5 1.080,00 € 1.119,20 € 1.148,60 € 1.344,60 €
Betrag für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied 124,00 € 4,80 € 3,60 € 24,00 €

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg

Abb. 5.2 Einkommensgrenzen ab 01.01.2025 in Nürnberg

Haushaltsgröße Monatliches Brutto-Einkommen n. § 14 WoGG in Euro (ggf. sind Werbungskosten (mtl. 102,50 Euro) bzw. höhere je Arbeitnehmer hinzuzurechnen) vor pauschalem Abzug von *
ohne Abzug 10 % 20 % 30 %
1 Person 1.568 1.742 1.960 2.240
2 Personen 2.114 2.349 2.642 3.020
3 Personen 2.640 2.933 3.300 3.771
4 Personen 3.570 3.966 4.462 5.099
5 Personen 4.089 4.543 5.111 5.841

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg * jeweils 10 % Abzug für die Leistung von 1. Steuern vom Einkommen 2. Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Kranken- u. Pflegeversicherung 3. Pflichtbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung

Insbesondere für Familien lohnt es sich zu prüfen, ob Wohngeldempfängerinnen und Wohngeldempfänger die Voraussetzungen für den Bezug von Wohngeld haben außerdem die Möglichkeit, den Nürnberg-Pass vorliegen. Ist dies der Fall, besteht unter anderem zu erhalten. Mit diesem können zahlreiche Ange- Anspruch auf das gesamte Paket der Leistungen für bote in den Bereichen Bildung, Kultur, Freizeit und Bildung und Teilhabe. Diese Leistungen ermöglichen Sport zu ermäßigten Preisen genutzt werden. Der Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Nürnberg-Pass berechtigt Menschen mit geringem einkommensschwachen Familien eine gleichberechtigte Einkommen beispielsweise zum Erwerb des Deutsch- Teilhabe an Angeboten in Schule, Kindertageseinrich- landtickets Nürnberg-Pass zu einem ermäßigten Preis. tungen und Freizeit. Auch bei einem geringen Wohngeldanspruch kann sich daher die Antragstellung allein schon wegen der ergänzenden Leistungen lohnen.

Ergebnis Arbeitsabläufe und digitale Unterstützung attraktiver zu gestalten. Mit dem Wohngeld Plus Gesetz ist zum 01.01.2023

reichste Wohngeldreform in Kraft getreten. Durch die (eAkte) und ein auf RPA-Software (Robotic Process Reform wurde der Kreis der wohngeldberechtigten Automation) basierender Wohngeldroboter einge- Haushalte deutlich erweitert und die Leistungshöhen führt. Der Roboter arbeitet an der grafischen Beangehoben. nutzeroberfläche und übernimmt bei Onlineanträgen wiederkehrende Arbeitsschritte (z. B. Auslesen von Die Wirkungen dieser Reform waren in Nürnberg Daten, Übertragung in die Fachsoftware, Anlegen der auch im Jahr 2025 noch deutlich spürbar und stellten eAkte). Durch den Einsatz der RPA-Software ergibt die zuständige Wohngeldstelle weiterhin vor große sich im Durchschnitt eine Zeitersparnis von rund 10 % Herausforderungen. Die seit 2023 deutlich gestiege- pro Wohngeldantrag. nen Antragszahlen blieben auch in den Folgejahren auf einem hohen Niveau. Nachdem im Jahr 2023 Die Digitalisierungsbemühungen wurden im Berichtsbereits 24.160 Anträge verzeichnet wurden, lag die jahr konsequent weiterverfolgt und weiterentwickelt. Antragszahl 2024 weiterhin erhöht bei 22.045 An- Nach einer umfassenden Testphase wurde die Beschafträgen. Im Berichtsjahr 2025 setzte sich diese erhöhte fung des KI-Assistenten „Wohni“ zur Unterstützung Nachfrage fort; die Antragszahlen befanden sich der Antragsbearbeitung zum 01.10.2025 abgeschlosweiterhin auf hohem Niveau (Anträge 2025: 24.461). sen und der KI-Assistent schrittweise in den Echtbetrieb überführt. Die vollständige Integration in den Der Stellenbestand der Abteilung blieb gegenüber Regelbetrieb sowie die flächendeckende Nutzung für dem Vorjahr unverändert. Trotz aller Bemühungen alle Anträge erfolgte im Februar 2026. sind die insgesamt 45 Vollzeitstellen nach wie vor nicht dauerhaft vollständig besetzt, was die Leis- Das KI-basierte Tool unterstützt die Sachbearbeitung, tungsfähigkeit der Wohngeldstelle beeinträchtigt. Die indem es: kontinuierliche Suche nach qualifiziertem Personal bleibt eine zentrale Aufgabe, um den gestiegenen › eingereichte Nachweise (Anträge, Einkommens- Anforderungen im Bereich der Wohngeldbehörde bescheinigungen, Mietverträge, Rentenbescheide) gerecht zu werden. Die Schwierigkeit, qualifiziertes automatisiert erkennt und ausliest, Personal zu finden, auszubilden und zu halten, führt zu einer sehr angespannten Personalsituation. Auch › auf Vollständigkeit und Widerspruchsfreiheit prüft die demographische Entwicklung und der damit und fehlende Unterlagen identifiziert, verbundene Generationswechsel führen nicht nur zu einem Verlust an Fachwissen und Erfahrung, sondern › die analysierten Daten in einem Bearbeitungscockpit verstärken die Problematik. strukturiert darstellt,

Die damit einhergehenden Ausbildungsmaßnahmen › Bearbeitungshinweise und Empfehlungen generiert und umfangreichen Einarbeitungszeiten, die mit einer sowie auf Anforderung Entwürfe für die Korrespon- Freistellung von Mitarbeitenden verbunden sind, denz erzeugt. belasten die angespannte Personalsituation weiter. Gleichzeitig blieb die Arbeitsbelastung auf einem In Kombination mit dem seit 2023 eingesetzten konstant hohen Niveau, insbesondere durch die Be- Wohngeldroboter entstehen so teilautomatisierte arbeitung einer Vielzahl komplexer Sachverhalte. Die Verwaltungsprozesse, die die Sachbearbeiterinnen gesetzlich vorgesehene Dynamisierung der Wohn- und Sachbearbeiter von Routineaufgaben entlasten. geldleistungen erforderte eine Neuberechnung des Die abschließende rechtlich bindende Verbescheidung Bestands. In diesem Zusammenhang wurden rund verbleibt jedoch unverändert in der Verantwortung 5.500 Bescheide durch die Mitarbeitenden erstellt. der Sachbearbeitung.

Digitalisierung und Automatisierung sind weiterhin Im 4. Quartal 2023 wurde die Digitalisierung der Schwerpunkte, um dem Personalmangel entgegenzu- Briefpost an einen externen Dienstleister vergeben. wirken, die Belastung der Mitarbeitenden zu reduzie- Durch den Anschluss weiterer Abteilungen des Sozialren und den Aufgabenbereich durch modernisierte amtes an die Datev-Umgebung bestand die Notwen-

digkeit, den Zuordnungsprozess anzupassen, damit Trotz dieser positiven Entwicklung zeigt sich zugleich, die Post zuverlässig dort ankommt, wo sie hingehört. dass Digitalisierung allein nicht ausreicht, um den an- Dieser Zuordnungsprozess wird fortlaufend optimiert, haltenden Personalmangel vollständig auszugleichen. um manuelle Verteilungen weiter zu minimieren und Digitale Automatisierungen und KI-Unterstützung hadie Durchlaufzeiten zu verkürzen. Die eingehende ben Bearbeitungszeiten verkürzt und Prozesse effizi- Post wird durch den externen Dienstleister digitali- enter gestaltet, sie ersetzen jedoch nicht die fachliche siert; eine manuelle Vorsortierung durch die Mitarbei- Fallprüfung und die Kapazität, komplexe Einzelfragen tenden ist inzwischen nicht mehr erforderlich, da die zu bearbeiten. Nur durch eine Kombination aus zu- KI die Klassifizierung und Zuordnung übernimmt. Im sätzlichem, nachhaltig aufgebautem Personal und Rücklauf wird die digitalisierte Post automatisiert der einer konsequent weiterentwickelten Digitalisierung zuständigen Fachabteilung zugewiesen. Bisher erfolg- - verbunden mit Prozessanpassungen und gezielter te innerhalb der Abteilung die Verteilung der digitali- Entlastung der Mitarbeitenden - lassen sich die nach sierten Post manuell an die zuständigen Sachbearbei- wie vor vorhandenen erheblichen Bearbeitungsrückterinnen und Sachbearbeiter. Im Rahmen der bereits stände dauerhaft reduzieren. beschriebenen weiteren Automatisierung wird diese Weiterleitung künftig ohne Eingreifen von Mitarbei- Der bestehende Rückstand führt zwar nicht zu einer tenden erfolgen. Diese Automatisierung beschleunigt Verkürzung des Leistungsanspruchs - das Wohngeld den Bearbeitungsprozess erheblich. wird ab dem Datum der Antragstellung rückwirkend geleistet -, stellt betroffene Haushalte jedoch oft Seit August 2024 wurden persönliche, spontane Vor- vor erhebliche Liquiditätsprobleme, bis die Zahlung sprachen durch buchbare telefonische Rückruftermine tatsächlich eintrifft. Zum Stichtag 31.12.2025 lag die ersetzt. Dieses Angebot wurde von den Antragstel- durchschnittliche Bearbeitungsdauer je nach Komlenden sehr gut angenommen und ermöglicht eine plexität und Dringlichkeit bei 9 Monaten. Einzelfälle planbare Kontaktaufnahme ohne Wartezeiten. Durch können darüber hinaus deutlich längere Bearbeidie Vorbereitung der Gespräche können Auskünfte tungszeiten erfordern, insbesondere bei komplexen zielgerichtet und qualifiziert erteilt werden. Monat- Sachverhalten. Ursächlich ist, dass hierfür spezialisierte lich wurden durchschnittlich rund 330 Rückruftermine Fachkenntnisse notwendig sind, die derzeit nur in bedurchgeführt. grenztem Umfang vorhanden sind. Die eingeschränkte Verfügbarkeit entsprechend qualifizierten Personals Bereits seit Oktober 2020 ist in Nürnberg die digitale führt zu Engpässen und verlängerten Bearbeitungszei- Einreichung von Wohngeldanträgen möglich; Nachrei- ten. Auch erforderliche Abstimmungen mit anderen chungen können ebenfalls digital übermittelt werden. Leistungsbehörden, beispielsweise dem Jobcenter, Der vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, wirken sich zeitverlängernd aus. Bau und Verkehr zur Verfügung gestellte Online-Antrag wird weiterhin intensiv beworben. Rund 40 Um die kontinuierliche finanzielle Absicherung der Prozent der Antragstellenden nutzen derzeit den Leistungsberechtigten zu gewährleisten, macht die digitalen Antragsweg. Die kontinuierliche Bewerbung Wohngeldbehörde aktiv von der gesetzlichen Mögdes Angebots trägt dazu bei, den Anteil der Online- lichkeit Gebrauch, Bewilligungszeiträume von 12 auf anträge stabil hochzuhalten. bis zu 24 Monate zu verlängern. Soweit rechtlich und sachlich vertretbar, werden zudem vorläufige Durch die beschriebenen Maßnahmen konnte die Bescheide erlassen, um eine schnellere Auszahlung Anzahl der Wohngeldempfängerhaushalte in Nürn- zu ermöglichen und die Zeit bis zur abschließenden berg im Jahr 2024 deutlich auf 6.391 (2023: 4.380) Entscheidung zu überbrücken. gesteigert werden. Im Berichtsjahr 2025 setzte sich die Entwicklung fort: Die Zahl der Wohngeldempfängerhaushalte konnte nochmals auf rund 7.000 erhöht werden, und das ausgezahlte Wohngeld belief sich auf rund 48,0 Mio. Euro.

Abb. 5.3 Anträge auf Wohngeld

2021 2022 2023 2024 2025
Anträge Mietzuschuss 13.159 14.485 18.263 16.195* 17.143
Anträge Lastenzuschuss 404 392 497 400 342
Hochgerechnete Anträge 5.400 24.160 5.450 6.976 **
Anträge gesamt 13.563 14.877 22.045 24.461

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg * Die Antragszahlen können nicht als Indikator für die reale Arbeitslast dienen, da sie durch die langen Bearbeitungszeiten und Bewilligungszeiträume verzerrt sind und eine Untererfassung vorliegt. ** Hochrechnung aufgrd. Untererfassung einschl. Neuberechnungen von Amts wegen.

Abb. 5.4 Entscheidungen über Wohngeld

2021 2022 2023 28.222*** 2024 2025
Entscheidungen gesamt 22.786* 22.227** 22.802 29.921****

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg * inklusive rund 4.000 Neuberechnungen gemäß § 42 c WoGG aufgrund des WoGCO2BeprEntlG 2021 ** inklusive rund 5.000 Neuberechnungen gemäß § 43 WoGG aufgrund der Dynamisierung 2022 *** inklusive rund 4.600 Neuberechnungen gemäß § 42 d WoGG aufgrund des Wohngeld-Plus-Gesetz 2023 **** inklusive rund 5.460 Neuberechnungen gemäß § §§ 43 WoGG aufgrund der Dynamisierung 2025

Abb. 5.5 Ausbezahltes Wohngeld (in Tsd. Euro)*

2021 2022 2023 2024 2025
Mietzuschuss 17.373 18.228 28.492 45.419 46.713
Lastenzuschuss 630 579 838 1.155 1.258
Gesamt 18.003 18.807 29.330 46.574 47.971
zum Vorjahr in % 13,5 4,5 55,98 58,79 3,00%

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg * unter Berücksichtigung von Einnahmen aus Rückforderungen

Abb. 5.6 Empfangsberechtigte von Wohngeld (Haushalte)

Daten zum 31.12. 2021 2022 2023 2024 2025
Mietzuschuss 5.693 4.732 4223 6229 6.618
Lastenzuschuss 187 157 157 162 202
GDaetseanmqutelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integ5r.a8t8io0n – Sozialamt, Stad4t. 8N8ü9rn berg 4.380 6.391 6.820
z*u umnt eVro Brjearhücr kinsi c%htigung von Einnahm en aus Rückforderun2g,e9n -16,8 -10,4 45,91 6,71

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg

Die Zahl der anspruchsberechtigten Haushalte ist im Rentnerinnen und Rentner stellen mit 81,2 % den Jahr 2025 wieder angestiegen. Die durchschnittliche größten Anteil der alleinstehenden Wohngeldempfän- Personenzahl liegt bei 2,3 pro Haushalt. gerinnen und -empfänger. Bei den Drei und Mehrpersonenhaushalten überwiegen weiterhin die Erwerbstä- Im Jahr 2025 erhielten 202 von 342 Antragstellenden tigen. Insgesamt bilden Rentnerinnen und Rentner mit einen monatlichen Lastenzuschuss, was einem Anteil 47 % die größte Empfängergruppe; an zweiter Stelle von rund 2,96 % aller Beziehenden von Wohngeld folgen Erwerbstätige mit einem Anteil von 41,9 % aller entspricht. Wohngeldhaushalte.

Abb. 5.7 Erwerbstätigkeit und Größe der Wohngeldempfängerhaushalte

Spalten in % Haushaltsgröße
1 Pers. 2 Pers. 3 Pers. 4 Pers. ≥5 Pers. Gesamt
Selbständige 0,5 0,5 1,1 0,6 1,2 0,7
Abhängig Beschäftigte 11,2 48,7 78,8 80,8 83,4 41,9
Rentnerin / Rentner 81,2 41,6 5,2 1,5 1,2 47
Studierende 1,4 1,5 0,4 0,5 0,2 1
Sonstige Nichterwerbstätige 1,6 3,3 9,3 12,3 11,3 5,3
Arbeitslose 4,2 4,5 5,2 4,3 2,7 4,2
Insgesamt 100 100 100 100 100 100

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg

Seit dem 01.01.2015 ist die Regierung von Unterfran- gern in Bayern frei, entweder zunächst Widerspruch ken in Wohngeldangelegenheiten für ganz Bayern die bei der Stadt Nürnberg einzulegen oder unmittelbar zentrale Widerspruchs- und Fachaufsichtsbehörde. Sie Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht zu ertrifft Entscheidungen über Widersprüche, wenn die heben. Die Klageerhebung ist aufgrund des Urteils des Stadt Nürnberg dem Antrag nicht abhelfen kann. Bundesverwaltungsgerichts vom 23.04.2019 in Wohngeldangelegenheiten kostenfrei. Im Rahmen des sogenannten fakultativen Widerspruchsverfahrens steht es den Bürgerinnen und Bür-

Abb. 5.8 Widersprüche Wohngeld

2021 2022 2023 2024 2025
Eingang 195 181 154 227 297

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg

Abb. 5.9 Klagen Wohngeld

2021 2022 2023 2024 2025
Eingang 2 6 23** 41** 57**
Zurückgezogen* 1 1 11 9 6
Abgewiesen* 3 4 9 26 46
Datenquelle: Amt für Existenzsicherung * zum Teil aus den Vorjahren und soziale Integration, Stadt Nürnberg

** hiervon 51 bezüglich Untätigkeit oder sofortige Entscheidung

Wohnen bei Bezug von Transferleistungen

und benachteiligte Gruppen

Grundlagen Kosten der Unterkunft

Neben Wohngeld und der Wohnungsvermittlung (siehe Bei den Kosten der Unterkunft und Heizung Kapitel 4 und 5), bei denen es sich um klassische Instru- nach dem SGB II (sog. Grundsicherungsgeld seit mente handelt, um das Wohnen für finanziell schwä- 01.07.2026) handelt es sich um sogenannte „komcher gestellte Gruppen der Bevölkerung zu erleich- munale Leistungen“. Die Kostenträgerschaft und die tern, ist das Sozialamt zusammen mit dem Jobcenter Regelungszuständigkeit liegen somit bei der Stadt Nürnberg-Stadt auch für die kommunale Leistung der Nürnberg, wobei sich der Bund gemäß § 46 SGB II an Übernahme der Kosten der Unterkunft nach dem SGB II diesen Kosten beteiligt. und dem SGB XII zuständig. Das Sozialamt ist weiterhin Unterbringungsbehörde und verantwortet damit auch Darüber hinaus beziehen Personen Leistungen für die Unterbringung von obdach- und wohnungslosen die Unterkunft nach dem 3. und 4. Kapitel des SGB Haushalten in Nürnberg. XII. Die Kosten für die Hilfe zum Lebensunterhalt (3. Kapitel) sowie für die Grundsicherung im Alter und Alle kommunal organisierten sozialen Leistungen im bei Erwerbsminderung (4. Kapitel) teilen sich wie Zusammenhang mit Wohnen und Unterbringung für folgt auf: Die Aufwendungen für das 3. Kapitel sind diejenigen Nürnbergerinnen und Nürnberger, die die von der Stadt Nürnberg zu finanzieren, während die Kosten nicht (vollständig) aus eigenen Mitteln bestreiten Kosten des 4. Kapitels vollständig vom Bund überkönnen, werden damit in der Zuständigkeit des Refera- nommen werden. tes für Jugend, Familie, Senioren und Soziales erbracht. Die sogenannten Richtwerte für die angemessenen Diese Leistungen leisten einen wesentlichen Beitrag zu Kosten der Unterkunft und Heizung bilden den Maßeiner sozial verträglichen Wohnungspolitik im Sinne stab für die Anerkennung der Mietkosten bei Transder öffentlichen Daseinsvorsorge. Ihre Entwicklung im ferleistungsbezug nach dem SGB II und SGB XII. In Zeitverlauf ist für die gesamte Quartiers- und Stadtent- Nürnberg werden diese Richtwerte vom Sozialamt im wicklung von erheblicher Relevanz. Aus diesem Grund Rahmen eines „Schlüssigen Konzeptes“ ermittelt und stellt der Wohnungsbericht nachrichtlich auch die Daten festgelegt. Die aktuellen Richtwerte für das Stadtzu den Kosten der Unterkunft, zur Obdach- und Woh- gebiet Nürnberg gelten seit dem 01.01.2025 für zwei nungslosenhilfe sowie zu weiteren besonders benachtei- Jahre bis zum 31.12.2026. Zum 01.01.2027 werden ligten Gruppen auf dem Wohnungsmarkt dar. aktualisierte Richtwerte in Kraft treten. Durch das „Schlüssige Konzept“ verfügt die Stadt Nürnberg über ein verlässliches Fundament zur Bemessung angemessener Wohnkosten bei Transferleis-tungsbezug. Angesichts des dynamischen Wohnungsmarktes bleibt die kontinuierliche datengestützte Beobachtung dieser Bedarfe jedoch eine zentrale Daueraufgabe für eine sozial verträgliche Quartiers- und Stadtentwicklung.

Abb. 6.1 Richtwerte für angemessene Mietpreise inkl. Betriebskosten 2025/26

Haushaltsgröße qm Mietpreis 2025/26 (ohne Heizung) in Euro
1 Person 50 522
2 Personen 65 649
3 Personen 75 747
4 Personen 90 917
5 Personen 105 1.065
weitere Personen 10 102

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg

Die Entwicklung der Leistungsempfängerzahlen verlief wie folgt:

Abb. 6.2 Transferleistungsbeziehende (außerhalb von Einrichtungen)

Daten zum 31.12. 2021 2022 2023 2024
Grundsicherung für Arbeitsuchende SGB II 36.784 39.859 41.582 43.352
Hilfe zum Lebensunterhalt (3. Kap. SGB XII) 1) 657 783 786 805
Grundsicherung im Alter und bei Erwerbs- minderung (4. Kap. SGB XII) 2) 8.510 9.404 9.814 10.011
Asylbewerberleistungsgesetz 2.986 3.146 2.731 2.860
Transferleistungsbeziehende – gesamt 48.937 53.192 54.913 57.028

42.390

10.323

2.449

56.013

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg 1) vorläufige Werte der Statistik der Bundesagentur für Arbeit 2) nur Leistungsberechtigte in der Zuständigkeit der Stadt Nürnberg

Besonders benachteiligte Gruppen Im fachlichen Kontext wird zwischen Obdachlosigkeit auf dem Wohnungsmarkt und Wohnungslosigkeit unterschieden. Als obdachlos gelten Personen, die über keine Unterkunft verfügen und sich dauerhaft oder vorübergehend im öffentli- Obdachlose bzw. Wohnungslose chen Raum aufhalten oder Notübernachtungsangebote nutzen. Wohnungslosigkeit umfasst darüber hinaus Das Sozialamt übernimmt als zuständige Unterbrin- Personen, die zwar nicht über eigenen Wohnraum vergungsbehörde nicht nur die Aufgabe, Obdachlosigkeit fügen, jedoch vorübergehend in Pensionen, Einrichtunzu verhindern, sondern ist auch für die Unterbringung gen der Wohnungslosenhilfe, Übergangsunterkünften von Menschen verantwortlich, die ihre Wohnung ver- oder bei Dritten untergebracht sind. Für die kommuloren haben und aus eigener Kraft keinen Zugang zu nale Praxis ist entscheidend, dass in beiden Fällen kein angemessenem Wohnraum finden können. Neben der eigener, dauerhaft gesicherter Wohnraum vorhanden ordnungsrechtlichen Unterbringung kommt dabei der ist. Die Begriffe werden daher im Folgenden teilweise Vermeidung von Wohnungsverlusten sowie der Unter- zusammenfassend verwendet. stützung bei der Vermittlung in dauerhaften Wohnraum eine zentrale Bedeutung zu.

Die Unterbringung obdachloser bzw. wohnungsloser werden diese Angebote durch präventive Maßnahmen Haushalte erfolgt in städtischen Obdachlosenwohnun- zur Vermeidung von Wohnungsverlusten und durch gen und -unterkünften, in privaten Pensionen sowie ambulante Unterstützungsangebote. in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Ergänzt

Dabei ergaben sich zum 31.12.2025 folgende Fallzahlen:

Abb. 6.3 Obdachlose bzw. wohnungslose Personen

Daten zum 31.12.2025
Personen in Obdachlosenwohnungen 391
Personen in Obdachlosenpensionen 1.202
Personen in Einrichtungen für Obdachlose bzw. Wohnungslose 691
Personen ohne Obdach circa* 200
Obdachlose bzw. wohnungslose Personen – gesamt circa 2.484

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg * Die Zahl der Personen ohne Obdach beruht auf fachlichen Schätzungen, da eine vollständige statistische Erfassung von Menschen, die sich dauerhaft oder vorübergehend im öffentlichen Raum aufhalten, nicht möglich ist.

Zum Stichtag 31.12.2025 waren darüber hinaus 373 bergehende Versorgung ausgerichtet. Aufgrund der Personen in Sozialimmobilien untergebracht. Diese angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt und der Personen werden nicht als obdach- bzw. wohnungslos begrenzten Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum erfasst, da sie über einen regulären Mietvertrag ver- verbleiben jedoch viele Betroffene länger als vorgesefügen. Sozialimmobilien stellen damit einen wichtigen hen in den Einrichtungen. Die hohe Auslastung über Baustein zur nachhaltigen Beendigung von Wohnungs- alle Bereiche der Wohnungslosenhilfe hinweg verlosigkeit dar, indem sie den Übergang aus der ord- deutlicht den anhaltenden Unterbringungsbedarf und nungsrechtlichen Unterbringung in reguläre Mietver- die Schwierigkeiten bei der Vermittlung in dauerhafte hältnisse ermöglichen. Wohnverhältnisse.

Im Bereich der städtischen Obdachlosenunterkünfte Ein besonderer Schwerpunkt des Sozialamts liegt auf standen zum Jahresende 2025 insgesamt 187 Wohn- der Vermeidung von Wohnungsverlusten. Durch früheinheiten zur Verfügung. Auch die Obdachlosenpensi- zeitige Beratung, Vermittlung sowie finanzielle Hilfen onen sowie die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe wird versucht, bestehende Mietverhältnisse zu erhalten waren weiterhin stark ausgelastet. Die Unterbringung und drohende Wohnungslosigkeit bereits im Vorfeld zu in diesen Angeboten ist grundsätzlich auf eine vorü- verhindern.

Abb. 6.4 Maßnahmen zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit

Gemeldete Kündigungen 675
Räumungsklagen 563
Angesetzte Zwangsräumungen 443
Übernahme von Mietrückständen 193
Durchschnittliche Aufwendungen pro Mietrückstandsübernahme 2.602 €

Datenquelle: Amt für Existenzsicherung und soziale Integration, Stadt Nürnberg

Die Übernahme von Mietschulden stellt weiterhin Ergänzend hierzu wird die aufsuchende Sozialarbeit ein wichtiges Instrument dar, um Wohnungsverluste kontinuierlich fortgeführt. Das gemeinsam mit der zu verhindern und kostenintensive Unterbringungen Stadtmission Nürnberg umgesetzte Projekt „Bahnhofszu vermeiden. Die Fallzahlen zeigen zugleich, dass läufer:innen“ hat sich als niedrigschwelliges Angebot die Belastungen vieler Haushalte weiterhin hoch sind etabliert. Durch die regelmäßige Präsenz im Umfeld und präventive Hilfen unverändert eine zentrale Rolle des Hauptbahnhofs und in angrenzenden Bereichen spielen. der Innenstadt können obdachlose Menschen direkt angesprochen, beraten und an bestehende Hilfsange- Zur Beendigung von Wohnungslosigkeit setzt das bote vermittelt werden. Sozialamt weiterhin auf verschiedene Instrumente der Wohnraumversorgung. Hierzu zählen auch Sozialim- Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen weiterhin, mobilien, bei denen dem Sozialamt ein Vorschlagsrecht dass Wohnungslosigkeit häufig mit weiteren sozialen für die Belegung von Wohnungen mit wohnungs- oder Problemlagen verbunden ist. Insbesondere psychische obdachlosen Personen eingeräumt wird. Die Bewohne- Erkrankungen und Suchterkrankungen erschweren rinnen und Bewohner erhalten reguläre Mietverträge vielfach die Stabilisierung der Lebenssituation und die und werden bei Bedarf sozialpädagogisch begleitet. Rückkehr in reguläre Wohnverhältnisse. Vor diesem Für Vermietende können dabei Sicherheiten, beispiels- Hintergrund wurden im Jahr 2025 zusätzliche psychoweise hinsichtlich möglicher Mietausfälle oder notwen- soziale Unterstützungsangebote vorbereitet, deren diger Instandsetzungen, bereitgestellt werden. Umsetzung ab 2026 vorgesehen ist. Daneben wird weiterhin der Housing-First-Ansatz unterstützt. Ziel dieses Ansatzes ist es, obdachlosen Trotz der vielfältigen Hilfsangebote bleibt die Versor- Menschen möglichst direkt Zugang zu eigenem gung wohnungsloser Menschen eine zentrale sozial- Wohnraum zu ermöglichen und sie beim Aufbau eines politische Herausforderung. Die hohe Auslastung der stabilen Mietverhältnisses zu begleiten. Der Ansatz Unterkünfte sowie die weiterhin angespannte Lage auf ergänzt die bestehenden Hilfesysteme und trägt dazu dem Wohnungsmarkt führen dazu, dass viele Betrofbei, Wohnungslosigkeit nachhaltig zu überwinden. fene länger als ursprünglich vorgesehen auf Angebote der Wohnungslosenhilfe angewiesen bleiben. Umso Für Personen ohne Unterkunft stehen in Nürnberg ver- wichtiger bleiben präventive Ansätze zur Vermeidung schiedene Notschlafangebote zur Verfügung, darunter von Wohnungsverlusten, die Sicherung bestehender das Domus Misericordiae der Caritas, die Notschlaf- Mietverhältnisse sowie die Schaffung von Zugängen zu stelle G53 der Heilsarmee, die städtische Einrichtung dauerhaftem und bezahlbarem Wohnraum. in der Großweidenmühle sowie die Diana-Herberge.

Geflüchtete die Gesellschaft und den Weg in die Eigenständigkeit. Da viele Geflüchtete aus den Unterkünften oft vor Im Rahmen der Unterbringung ist die Stadt Nürnberg Hindernissen stehen, um eine eigene Wohnung auf auch für geflüchtete Menschen zuständig. Während dem privaten Wohnungsmarkt zu finden, und der Bedes Asylverfahren besteht die Verpflichtung, in einer darf an Wohnraum aus dem Bestand an öffentlichen Gemeinschaftsunterkunft zu leben. Personen, die eine geförderten Wohnungen für die Nachfragenden nicht Bleibeberechtigung erhalten sind zum Auszug aus der gedeckt werden kann, helfen verschiedene Projekte Unterkunft verpflichtet. Aufgrund des angespannten diese auszugsberechtigten Personen bei der Woh- Wohnungsmarktes verbleiben die Personen auch nach nungssuche zu unterstützen. der Anerkennung noch in den Asylunterkünften. Seit 2022 werden auch Geflüchtete aus der Ukraine in Neben den bestehenden verschiedenen Projekten Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, solange freier Träger zur Wohnraumsuche unterstützt die kein privater Wohnraum vorhanden ist. Stadt auszugsberechtigte Bewohner in Unterkünften auch im Projekt „Übergangswohnen für Geflüchte- Im Jahr 2025 hielt der Zustrom von Menschen aus te“. Das Projekt besteht seit 2017 mit derzeit 108 der Ukraine weiterhin an. Die Zahl der Asylsuchenden Wohnungen (Stand 31.12.2025). Diese Wohnungen ist im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Zum werden von der Stadt für einen befristeten Zeitraum Jahresende 2025 gab es in Nürnberg 21 staatliche angemietet und an auszugsberechtigte Geflüchtete Unterkünfte für Geflüchtete mit 1.484 Bewohnen- weitervermietet. Dabei gelten die Mietrichtwerte, die den (2024: 22 Unterkünfte mit 1.671 Bewohnenden) auch für sozialen Wohnraum herangezogen werden. sowie 15 städtische Unterkünfte mit 1.199 Bewoh- Im Rahmen des Projekts werden die Mieter und Mienenden (2024: 25 städtische Unterkünfte mit 1.433 terinnen zudem bei allen Fragen zur eigenen Woh- Bewohnenden). Von diesen insgesamt 2.683 Perso- nung, beispielsweise Mietvertrag, Mieterrechte und nen waren 1.224 zum Auszug verpflichtet.1 Mieterpflichten, Mülltrennung usw., unterstützt. Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit einem Für Geflüchtete mit Bleibeperspektive ist die eigene Flucht- und Migrationshintergrund auf dem Woh- Wohnung ein wichtiger Schritt für die Integration in nungsmarkt soll dadurch gefördert werden.

1 Quelle: Datenreport Unterbringung von Geflüchteten in Nürnberg, Stand 31.12.2025

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In Großreuth bei Schweinau entsteht ein neues Quartier mit Einkaufsmöglichkeiten, einem Kindergarten und geförderten Wohnungen. Auch Haushalte mit mittlerem Einkommen können für diese Wohnungen einen Mietzuschuss erhalten.

Mehr Informationen finden Sie hier:

Beratung Datum Behandlung Ziel

Stadtplanungsausschuss 08.10.2026 öffentlich Beschluss

Betreff:

Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 "Großreuth h.d.V. West"

für ein Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, betreffend die Flurstücke Nr. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15, 204/16 und 204/21 jew. Gemarkung

Großreuth h.d. Veste

Billigung

Anlagen: Entscheidungsvorlage Entwurf des Bebauungsplans Satzung zum Entwurf zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 Satzung des rechtsverbindlichen Bebauungsplans Nr. 4551 Begründung zum Entwurf der Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551

Sachverhalt (kurz):

Die Bebauungsplanänderung hat das Ziel, die Errichtung und den Betrieb von Schank- und Speisewirtschaften mit Außengastronomie in einem Teilbereich des als GE(e) ausgewiesenen Plangebiets zu ermöglichen und planungsrechtlich abzusichern, da die geplante Nutzung derzeit gemäß rechtsverbindlichem Bebauungsplan bauplanungsrechtlich nicht zulässig ist.

Weiterhin sollen die vorhandenen Flächen für Nebenanlagen zusammengefasst und auf der Nordseite des Gewerbebetriebs neu geordnet und geringfügig erweitert werden. Zusätzlich soll durch Aufhebung der Zweckbestimmung eine flexiblere Nutzung der Fläche für Nebenanlagen für den Gewerbebetrieb ermöglicht werden, wobei nur Nutzungen zulässig sein sollen, die das benachbarte Wohnen nicht wesentlich stören.

Es wurde bereits ein städtebaulicher Vertrag geschlossen, welcher zur Verbesserung der Qualität des Umfelds beitragen soll. Hierdurch werden die Pflanzung und Pflege von zwei Bäumen und einer Hecke sowie die Pflege einer vorhandenen Hecke auf dem Gelände sichergestellt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Hins. d. Änderung des BP Nr. 4551 sind Gender- u. Diversity-Aspekte insbes. auf Vorhabenebene (Sanitärräume, Sicherheit im Parkhaus und Tiefgarage, barrierefreie Erschließung etc.) zu berücksichtigen.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

RA

UwA

  1. Der Stadtplanungsausschuss billigt den Entwurf der Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ auf Grundlage des Plans des Stadtplanungsamts vom 31.08.2026 und der Begründung vom 31.08.2026 im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB ohne Durchführung einer Umweltprüfung.

  2. Der Stadtplanungsausschuss beschließt den Entwurf der Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch im Internet zu veröffentlichen und zusätzlich öffentlich auszulegen.

Dies ist im Amtsblatt bekannt zu machen.

Betreff:

Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ für ein Gebiet

nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, betreffend die Flurstü-

cke Nrn. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15, 204/16 und 204/21 jew. Gemarkung

Großreuth h.d. Veste

Billigung

Entscheidungsvorlage

Ausgangssituation

Für ein 0,5 ha großes Gebiet zwischen Kilianstraße, Großreuther Straße und westlich der Rollnerstraße in der Gemarkung Großreuth hinter der Veste ist aufgrund einer beabsichtigten Nutzungsänderung der rechtsverbindliche Bebauungsplan Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ in Teilen zu ändern. Dies ist erforderlich, um die Einrichtung von Schank- und Speisewirtschaften zu ermöglichen sowie die Flächen für Nebenanlagen im eingeschränkten Gewerbegebiet neu zu ordnen und besser nutzbar zu machen.

Der Bebauungsplan Nr. 4551 wurde im Jahr 2014 beschlossen. Er setzt im Wesentlichen ein allgemeines Wohngebiet mit acht Reihenhäusern und sechs Doppelhaushälften sowie ein eingeschränktes Gewerbegebiet mit Büro- und Geschäftshäusern inklusive Parkhaus, zwei Straßenbegleitgrünflächen sowie den öffentlichen Straßenraum fest. Neben dem Bebauungsplan gilt dort auch ein Vorhaben- und Erschließungsplan (VEP) mit Durchführungsvertrag (DV). Da die Inhalte des VEP bereits weitestgehend umgesetzt und abgeschlossen sind, ist nun zum Zweck der Nutzungsänderung sowie der Anpassung der Flächen für Nebenanlagen lediglich eine Änderung des Bebauungsplans vorgesehen. Weiterhin ist begleitend zum Änderungsverfahren bereits der Abschluss eines städtebaulichen Vertrags über die Umsetzung von Grünordnungsthemen erfolgt.

Der Änderungsbereich umfasst die Gewerbeflächen mit den Flurstücken Nrn. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15, 204/16, 204/21 jeweils Gemarkung Großreuth h.d. Veste.

Planungsziele

Die Änderung des Bebauungsplans ist erforderlich, um die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für die Genehmigung von öffentlich zugänglichen Schank- und Speisewirtschaften im bestehenden Büro- und Geschäftsgebäude an der Kilianstraße zu schaffen. Die bislang als Betriebskantine und für Veranstaltungen und Versammlungen genutzten Flächen sollen als Gaststätte vermietet werden. Die Zulassung eines Gaststättenbetriebes ist städtebaulich verträglich. Das Plangebiet liegt in integrierter Lage mit guter verkehrlicher Erreichbarkeit. Durch die Nutzung des vorhandenen Gebäudebestands wird zusätzlicher Flächenverbrauch vermieden. Die geplante Nutzung ergänzt das Versorgungsangebot im Stadtteil Großreuth h. d. Veste und stärkt die angestrebte Nutzungsmischung im Übergangsbereich zwischen gewerblichen Nutzungen entlang der Kilianstraße und den Wohnnutzungen nördlich davon.

Mit der Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 werden zudem die Flächen für Nebenanlagen im nördlichen Bereich des Bestandsgebäudes neu geordnet und geringfügig erweitert. Dadurch wird die Nutzungsmöglichkeit der Gewerbeflächen verbessert, ohne die festgesetzte Grundflächenzahl zu ändern. Die zulässigen Nutzungen werden ebenfalls angepasst, um für den Gewerbebetrieb notwendige Anlagen zulassen zu können.

Zur Verbesserung der Qualität des Umfelds sowie der Grünversorgung wurde die Pflanzung von Bäumen und Hecken auf dem Gelände über einen städtebaulichen Vertrag gesichert und bereits umgesetzt.

Verfahren

Das Verfahren wird als Bebauungsplan der Innenentwicklung gemäß § 13a BauGB durchgeführt. Der Änderungsbereich umfasst eine Fläche von ca. 0,5 ha und liegt damit deutlich unterhalb der in § 13a Abs. 1 Nr. 1 BauGB genannten Größenbegrenzung von maximal 2,0 ha. Mit der Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 werden ausschließlich Maßnahmen der Innenentwicklung verfolgt. Gegenstand der Planung ist die Umnutzung bestehender, bereits baulich genutzter Flächen innerhalb eines bebauten und erschlossenen Stadtgebiets. Die Planung ist städtebaulich verträglich und dient der Stärkung der Nutzungsmischung sowie der Versorgung in integrierter Lage. Erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen sind nicht zu erwarten. Insbesondere werden keine Vorhaben begründet, die einer Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem UVPG unterliegen. Der Schutz der nördlich angrenzenden Wohnnutzung wird durch ein Schallgutachten nachgewiesen. Anhaltspunkte für Beeinträchtigungen von Natura-2000-Gebieten oder sonstige erhebliche Umweltauswirkungen bestehen nicht. Die vorgesehenen grünordnerischen Maßnahmen werden ergänzend über einen städtebaulichen Vertrag gesichert und bereits umgesetzt

Die Voraussetzungen für die Durchführung der Änderung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB liegen somit vor.

Stellungnahmen

Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB wurde vom 13.04.2026 bis 11.05.2026 durchgeführt. Parallel dazu wurden die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Beteiligungen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 1 BauGB Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 1 BauGB fand im Zeitraum vom 13.04.2026 bis 11.05.2026 statt. Dabei gingen mehrere Stellungnahmen ein, die im Rahmen der Planung und der Abwägung Berücksichtigung gefunden haben. Die eingegangenen Stellungnahmen betrafen u.a. Belange des Denkmalschutzes aufgrund der räumlichen Nähe zum Ensemble „Straßendorf Großreuth h. d. Veste“. Zudem wurden vom Amt für Geoinformation und Bodenordnung Hinweise zur Aktualisierung der Kartengrundlage gegeben. In Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde wurde ein ergänzender Hinweis zum Denkmalschutz in die Begründung aufgenommen. Die zugrunde gelegte digitale Stadtgrundkarte wurde innerhalb des Änderungsbereiches aktualisiert.

Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Abs. 1 BauGB fand parallel zur frühzeitigen Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange im Zeitraum vom 13.04.2026 bis 11.05.2026 statt. In dieser Zeit gingen sechs Stellungnahmen ein. Die Stellungnahmen enthielten Einwände zu den zu erwartenden Lärm-, Geruchs- und Lichtimmissionen durch die Gastronomie und weitere Nebenanlagen. Im Rahmen einer ergänzenden schallimmissionsschutztechnischen Untersuchung wurden die Anlieferverkehre durch die geplante Gaststätte geprüft, mit dem Ergebnis, dass auch weiterhin die zugrunde gelegten Immissionsrichtwertanteile eingehalten werden können. Das Gutachten ist dem Bebauungsplan als Anlage beigefügt. Anpassungen an den Festsetzungen erfolgten nicht, da die aus dem Gutachten resultierenden Maßnahmen im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens festzulegen sind.

Des Weiteren wurden Bedenken hinsichtlich der Stellplatz- und Verkehrssituation geäußert. Die Anzahl der für die gastronomische Nutzung erforderlichen Stellplätze ist über die Stellplatzsatzung der Stadt Nürnberg geregelt und kann im vorhandenen Parkhaus nachgewiesen werden. Ergänzend stehen im Umfeld kostenfreie öffentliche Stellplätze zur Verfügung. Zudem wurde eine Verletzung des Rücksichtnahmegebots geltend gemacht. Diesem wird aufgrund des Abstands der Dachterrasse zur Wohnbebauung sowie der bereits bestehenden Maßnahmen (z.B. Glasfront Dachterrasse mit Folierung, Innenraum mit Vorhang) angemessen Rechnung getragen.

Die vorgetragenen Belange wurden im Rahmen des Bauleitplanverfahrens geprüft und sind die die Erstellung des Entwurfs eingeflossen.

Kosten

Der Stadt Nürnberg entstehen durch die Planung keine Kosten. In dem begleitend zum Bebauungsplanverfahren geschlossenen städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt und dem Investor, wurden unter anderem auch die durch den Bebauungsplan ausgelösten Maßnahmen und deren Finanzierung vertraglich gesichert.

Zeitliche Umsetzung

Die Billigung des Bebauungsplanänderungsverfahrens soll im Stadtplanungsausschuss (AfS) am 08.10.2026 beschlossen werden. Der Beschluss wird daraufhin im Amtsblatt bekannt gemacht und die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB durchgeführt.

Fazit

Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die beabsichtigte Nutzungsänderung zu schaffen sowie die Nebenanlagen des eingeschränkten Gewerbegebietes in ihren Flächen und Nutzungsmöglichkeiten auszuweiten, soll mit dem vorgelegten Beschluss gemäß § 13a BauGB ein beschleunigtes Verfahren ohne Umweltprüfung nach § 2 Absatz 4 BauGB zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ gebilligt werden

Vom 14. Juli 2014 22.05.2014 31. Jan. 2014 10. Jan. 2014 14. Juli 2014 gez. Maly gez. Baumann I 10.12.13 22.05.2014 204/21 16.01.14 204/4 14.02.14 10.12.2013 GE(e) 204/15 14.03.14 Geschäfts-/ Parkhaus, III 07 I 119 3 LSM 1 III III 1 8 119a IV II 9 1 1/ 3 TH 325,6 B m ü r ü o II . g I N , e N F b D äude S G c e h s a c n h k ä - f / t S s- p /B ei ü s r e o w g i e rt b s ä c u h d a e ft , B G ü e r s o I c I g I h , e ä F b f D ä ts u - d / e B G ü e r s o IV c g h , e ä F b f D ä ts u - d / e TH 32 I 5 V , , 6 F m D ü.NN TH 325,6 m ü.NN TH 329,2 14. Juli 2014 24. April 2014 204/11 m ü.NN 204/8 204/16 gez. Baumann gez. Maly DECKBLATT ZUR ÄNDERUNG ZEICHENERKLÄRUNG ZEICHENERKLÄRUNG DES BEBAUUNGSPLANS FÜR FESTSETZUNGEN FÜR HINWEISE NR. 4551 Grenze des räumlichen Änderungsbereichs Vorhandene Bebauung mit Grenze des Vorhabens- und Erschließungsplanes 4IV Hausnummer und Geschosszahl NÜRNBERG,31.08.2026 GE(e) eingeschränktes Gewerbegebiet Vorhandene Flurstücksgrenze S T A D T N Ü R N B E R G STADTPLANUNGSAMT Baugrenze 1/281 Flurstücksnummer Abgrenzung unterschiedlicher Geschosszahlen Lärmschutzwall III Zahl der Vollgeschosse als Höchstmaß FD Flachdach Grünordnung: DENGLER TH329,2 m ü.NN Traufhöhe in Metern über Normalnull, zwingend AMTSLEITER Vorhandener Baum gemäß 15 23.07.2014 267 Straßenverkehrsflächen Baumbestandsplan (Stand: 04.11.2025) STAND DER KARTENGRUNDLAGE:17.07.2026 Straßenbegrenzungslinie Zur Pflanzung vorgesehener Baum Ein- und Ausfahrtbereich Umgrenzung von Flächen für Nebenanlagen, Stellplätze, Garagen, Gemeinschaftsanlagen und deren Zufahrten (vgl. Satzung) Fläche für Versorgungsanlagen Trafostation 25. Juli 2014 Maßnahmen für besondere Anlagen und Vorkehrungen zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen (hier: Lärmschutzschutzmaßnahme) im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes (§ 9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB) LSM 1 Lärmschutzmaßnahme Zu erhaltender Baum gez. Dengler 67 BEARBEITUNGSVERMERKE ÖÖ 44 FÜR DIE PLANUNG UND SEINE TECHNISCHE RICHTIGKEIT FÜR DIE GRÜNORDNUNG NÜRNBERG,31.08.2026 NÜRNBERG,31.08.2026 S T A D T N Ü R N B E R G S T A D T N Ü R N B E R G STADTPLANUNGSAMT UMWELTAMT gez. Dengler gez. Köppel DENGLER DR. KÖPPEL AMTSLEITER AMTSLEITER VERFAHRENSVERMERKE / AUSFERTIGUNG (1) DIE AUFSTELLUNG DES BEBAUUNGSPLANS WURDE DURCH DEN STADTPLANUNGSAUSSCHUSS AM 26.03.2026 EINGELEITET. DER AUFSTELLUNGSBESCHLUSS WURDE IM AMTSBLATT NR. 8 VOM 08.04.2026 SEITE 170 ORTSÜBLICH BEKANNTGEMACHT. (§ 2 Abs. 1 BauGB) (2) DIE FRÜHZEITIGE BETEILIGUNG DER ÖFFENTLICHKEIT WURDE VOM STADTPLANUNGSAUSSCHUSS AM 26.03.2026 BESCHLOSSEN UND IN DER ZEIT VOM 13.04.2026 BIS 11.05.2026 DURCHGEFÜHRT. (§ 3 Abs. 1 BauGB) (3) DER ENTWURF DES BEBAUUNGSPLANS WURDE DURCH DEN STADTPLANUNGSAUSSCHUSS AM GEBILLIGT UND IN DER ZEIT VOM BIS IM INTERNET VERÖFFENTLICHT UND ZUSÄTZLICH ÖFFENTLICH AUSGELEGT. (§ 3 Abs. 2 BauGB) (4) DER BEBAUUNGSPLAN WURDE DURCH DEN STADTPLANUNGSAUSSCHUSS AM ALS SATZUNG BESCHLOSSEN. (§ 10 Abs. 1 BauGB) NÜRNBERG, S T A D T N Ü R N B E R G SIEGEL MARCUS KÖNIG OBERBÜRGERMEISTER IN KRAFT DER SATZUNGSBESCHLUSS WURDE IM AMTSBLATT NR. VOM SEITE ORTSÜBLICH BEKANNTGEMACHT. DER BEBAUUNGSPLAN IST MIT DER BEKANNTMACHUNG IN KRAFT GETRETEN. (§ 10 Abs. 3 Satz 4 BauGB) NÜRNBERG, S T A D T N Ü R N B E R G STADTPLANUNGSAMT DENGLER AMTSLEITER
Vom 14. Juli 2014 22.05.2014 31. Jan. 2014 10. Jan. 2014 14. Juli 2014 gez. Maly gez. Baumann I 10.12.13 22.05.2014 204/21 16.01.14 204/4 14.02.14 10.12.2013 GE(e) 204/15 14.03.14 Geschäfts-/ Parkhaus, III 07 I 119 3 LSM 1 III III 1 8 119a IV II 9 1 1/ 3 TH 325,6 B m ü r ü o II . g I N , e N F b D äude S G c e h s a c n h k ä - f / t S s- p /B ei ü s r e o w g i e rt b s ä c u h d a e ft , B G ü e r s o I c I g I h , e ä F b f D ä ts u - d / e B G ü e r s o IV c g h , e ä F b f D ä ts u - d / e TH 32 I 5 V , , 6 F m D ü.NN TH 325,6 m ü.NN TH 329,2 14. Juli 2014 24. April 2014 204/11 m ü.NN 204/8 204/16 gez. Baumann gez. Maly DECKBLATT ZUR ÄNDERUNG ZEICHENERKLÄRUNG ZEICHENERKLÄRUNG DES BEBAUUNGSPLANS FÜR FESTSETZUNGEN FÜR HINWEISE NR. 4551 Grenze des räumlichen Änderungsbereichs Vorhandene Bebauung mit Grenze des Vorhabens- und Erschließungsplanes 4IV Hausnummer und Geschosszahl NÜRNBERG,31.08.2026 GE(e) eingeschränktes Gewerbegebiet Vorhandene Flurstücksgrenze S T A D T N Ü R N B E R G STADTPLANUNGSAMT Baugrenze 1/281 Flurstücksnummer Abgrenzung unterschiedlicher Geschosszahlen Lärmschutzwall III Zahl der Vollgeschosse als Höchstmaß FD Flachdach Grünordnung: DENGLER TH329,2 m ü.NN Traufhöhe in Metern über Normalnull, zwingend AMTSLEITER Vorhandener Baum gemäß 15 23.07.2014 267 Straßenverkehrsflächen Baumbestandsplan (Stand: 04.11.2025) STAND DER KARTENGRUNDLAGE:17.07.2026 Straßenbegrenzungslinie Zur Pflanzung vorgesehener Baum Ein- und Ausfahrtbereich Umgrenzung von Flächen für Nebenanlagen, Stellplätze, Garagen, Gemeinschaftsanlagen und deren Zufahrten (vgl. Satzung) Fläche für Versorgungsanlagen Trafostation 25. Juli 2014 Maßnahmen für besondere Anlagen und Vorkehrungen zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen (hier: Lärmschutzschutzmaßnahme) im Sinne des Bundesimmissionsschutzgesetzes (§ 9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB) LSM 1 Lärmschutzmaßnahme Zu erhaltender Baum gez. Dengler 67 SATZUNG ZUR ÄNDERUNG DES BEBAUUNGSPLANS NR. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ für ein Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, betreffend die Flurstücke Nr. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15, 204/16 und 204/21 jew. Gemarkung Großreuth h.d. Veste Vom ...................... Die Stadt Nürnberg erlässt gemäß Beschluss des Stadtplanungsausschusses vom ....................... auf Grund von §§ 9, 10 Abs. 1 des Baugesetzbuchs (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634), zuletzt geändert durch Artikel 8 Absatz 2 des Gesetzes vom 23. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 226), der Baunutzungsverordnung (BauNVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S. 3786), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 3. Juli 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 176), § 44 Abs. 5 Satz 3 des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz-BNatSchG) vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 29. März 2026 (BGBl.2026 I Nr. 87), Art. 4 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über den Schutz der Natur, die Pflege der Landschaft und die Erholung in der freien Natur (Bayerisches Naturschutzgesetz - BayNatSchG) vom 23. Februar 2011 (GVBl. S. 82, BayRS 791-1-U), zuletzt geändert durch § 15 des Gesetzes vom 26. März 2026 (GVBl. S. 75) und Art. 81 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2, Abs. 2 der Bayerische Bauordnung (BayBO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. August 2007 (GVBl. S. 588, BayRS 2132-1-B), zuletzt geändert durch § 2 des Gesetzes vom 23. April 2026 (GVBl. S. 190) folgende Satzung zur Änderung der Bebauungsplan-Satzung Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ für ein Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, betreffend die Flurstücke Nr. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15, 204/16 und 204/21 jew. Gemarkung Großreuth h.d. Veste Art. 1 Der Bebauungsplan Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße wird durch die Festsetzungen im geänderten Planteil und die nachstehenden textlichen Festsetzungen geändert und ergänzt. 1) § 1 Ziffer 1.2 wird wie folgt ergänzt: Im letzten Satz nach „…eines neuen Durchführungsvertrags“ wird „bzw. städtebaulichen Vertrags“ ergänzt. 2) § 2 Ziffer 1.2 wird durch folgende Fassung ersetzt: „Im eingeschränkten Gewerbegebiet GE(e) sind gemäß den gekennzeichneten Teilbereichen Geschäfts- und Bürogebäude, Schank- und Speisewirtschaften und Parkhäuser mit dazugehörigen Stellplätzen sowie Werbeanlagen an der Stätte der Leistung zulässig. Die zulässigen Nutzungen beschränken sich auf das Wohnen nicht wesentlich störende Nutzungen.“ 3) Nach § 2 Ziffer 1.2 wird folgende Ziffer 1.3 ergänzt: „Flächen für Schank- und Speisewirtschaften sind nur in dem gekennzeichneten Teilbereich im IV. Vollgeschoss zulässig. Zugehörige Dachterrassen/Freischankflächen sind nur auf gleicher Ebene der Schank- und Speisewirtschaften zulässig. Untergeordnete Lager-, Sanitär-, Sozial- und Nebenräume der Schank- und Speisewirtschaften sind auch in den räumlich angrenzenden Teilbereichen zulässig.“ 4) Nach dem letzten Satz des § 2 Ziffer 2.3 wird folgender Satz ergänzt: „Ausnahmsweise können im eingeschränkten Gewerbegebiet GE(e) untergeordnete Sicherheitseinrichtungen von bis zu 1,2 m über Traufhöhe zugelassen werden.“ 5) Nach dem letzten Satz des § 2 Ziffer 4.1 wird folgender Satz ergänzt: „Abweichend davon sind im eingeschränkten Gewerbegebiet GE(e) alle Nebenanlagen und Einrichtungen, mit Ausnahme von Wärmepumpen, nur innerhalb der dafür festgesetzten umgrenzten Flächen zulässig.“ 6) In § 2 Ziffer 9.6 werden folgende Begriffe gestrichen: „Fallopia aubertii - Knöterich“ 7) Ziffer 9.7 wird wie folgt ergänzt: Im ersten Satz nach „… 70 % der Dachflächen“ wird „(ohne Dachterrassen)“ ergänzt. 8) § 3 wird durch folgenden Satz ersetzt: „Für Bodeneingriffe jeglicher Art innerhalb des Geltungsbereichs der Änderung ist eine denkmalrechtliche Erlaubnis gem. Art. 7 Abs. 1 BayDSchG notwendig, die in einem eigenständigen Erlaubnisverfahren bei der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde zu beantragen ist.“ Art. 2 Die Satzung zur Änderung des Bebauungsplanes tritt mit der Bekanntmachung im Amtsblatt in Kraft. Nürnberg, Stadt Nürnberg Marcus König Oberbürgermeister BEARBEITUNGSVERMERKE ÖÖ 44 FÜR DIE PLANUNG UND SEINE TECHNISCHE RICHTIGKEIT FÜR DIE GRÜNORDNUNG NÜRNBERG,31.08.2026 NÜRNBERG,31.08.2026 S T A D T N Ü R N B E R G S T A D T N Ü R N B E R G STADTPLANUNGSAMT UMWELTAMT gez. Dengler gez. Köppel DENGLER DR. KÖPPEL AMTSLEITER AMTSLEITER VERFAHRENSVERMERKE / AUSFERTIGUNG (1) DIE AUFSTELLUNG DES BEBAUUNGSPLANS WURDE DURCH DEN STADTPLANUNGSAUSSCHUSS AM 26.03.2026 EINGELEITET. DER AUFSTELLUNGSBESCHLUSS WURDE IM AMTSBLATT NR. 8 VOM 08.04.2026 SEITE 170 ORTSÜBLICH BEKANNTGEMACHT. (§ 2 Abs. 1 BauGB) (2) DIE FRÜHZEITIGE BETEILIGUNG DER ÖFFENTLICHKEIT WURDE VOM STADTPLANUNGSAUSSCHUSS AM 26.03.2026 BESCHLOSSEN UND IN DER ZEIT VOM 13.04.2026 BIS 11.05.2026 DURCHGEFÜHRT. (§ 3 Abs. 1 BauGB) (3) DER ENTWURF DES BEBAUUNGSPLANS WURDE DURCH DEN STADTPLANUNGSAUSSCHUSS AM GEBILLIGT UND IN DER ZEIT VOM BIS IM INTERNET VERÖFFENTLICHT UND ZUSÄTZLICH ÖFFENTLICH AUSGELEGT. (§ 3 Abs. 2 BauGB) (4) DER BEBAUUNGSPLAN WURDE DURCH DEN STADTPLANUNGSAUSSCHUSS AM ALS SATZUNG BESCHLOSSEN. (§ 10 Abs. 1 BauGB) NÜRNBERG, S T A D T N Ü R N B E R G SIEGEL MARCUS KÖNIG OBERBÜRGERMEISTER IN KRAFT DER SATZUNGSBESCHLUSS WURDE IM AMTSBLATT NR. VOM SEITE ORTSÜBLICH BEKANNTGEMACHT. DER BEBAUUNGSPLAN IST MIT DER BEKANNTMACHUNG IN KRAFT GETRETEN. (§ 10 Abs. 3 Satz 4 BauGB) NÜRNBERG, S T A D T N Ü R N B E R G STADTPLANUNGSAMT DENGLER AMTSLEITER
AKTE: 610-31-10 ÄNDERUNG DES BEBAUUNGSPLANS NR. 4551 "GROSSREUTH H.D.V. WEST" MIT GRÜNORDNUNG für ein Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, betreffend die Flurstücke Nr. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15, 204/16 und 204/21 jew. Gemarkung Großreuth h.d. Veste 1. FERTIGUNG ÜBERSICHTSPLAN M 1:10.000 ÄNDERUNGEN DATUM BEARB. OBJEKT Fürther Straße 27 90429 Nürnberg Tel.: 0911/310427-10 Geobasisdaten © Bayerische Vermessungsverwaltung / Darstellung der Flurkarte als Eigentumsnachweis nicht geeignet. ETRS89.UTM-32N
F1_WE_Ä-psg_13806202_LNIE_EA_1554 :EMANNALP

Abbildung 12

Abbildung 11

Abbildung 10

Abbildung 13

Abbildung 9

Abbildung 8

Abbildung 7

Abbildung 6

Abbildung 4

Abbildung 5

ÄNDERUNGEN
DATUM BEARB. OBJEKT

SATZUNG ZUR ÄNDERUNG DES BEBAUUNGSPLANS

NR. 4551

„Großreuth h.d.V. West“

für ein Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, betreffend die Flurstücke Nr. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15, 204/16 und 204/21

jew. Gemarkung Großreuth h.d. Veste

Vom ......................

Die Stadt Nürnberg erlässt gemäß Beschluss des Stadtplanungsausschusses vom ....................... auf Grund von

§§ 9, 10 Abs. 1 des Baugesetzbuchs (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634), zuletzt geändert durch Artikel 8 Absatz 2 des Gesetzes vom 23. Juli 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 226), der Baunutzungsverordnung (BauNVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S. 3786), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 3. Juli 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 176), § 44 Abs. 5 Satz 3 des Gesetzes über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz-BNatSchG) vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 29. März 2026 (BGBl.2026 I Nr. 87), Art. 4 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über den Schutz der Natur, die Pflege der Landschaft und die Erholung in der freien Natur (Bayerisches Naturschutzgesetz – BayNatSchG) vom 23. Februar 2011 (GVBl. S. 82, BayRS 791-1-U), zuletzt geändert durch § 15 des Gesetzes vom 26. März 2026 (GVBl. S. 75) und Art. 81 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2, Abs. 2 der Bayerische Bauordnung (BayBO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. August 2007 (GVBl. S. 588, BayRS 2132-1-B), zuletzt geändert durch § 2 des Gesetzes vom 23. April 2026 (GVBl. S. 190)

folgende Satzung zur Änderung der

Bebauungsplan-Satzung Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ für ein Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, betreffend die Flurstücke Nr. 91/13, 204/4, 204/8,

204/11, 204/15, 204/16 und 204/21 jew. Gemarkung Großreuth h.d. Veste

Art. 1

Der Bebauungsplan Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße wird durch die Festsetzungen im geänderten Planteil und die nachstehenden textlichen Festsetzungen geändert und ergänzt.

  1. § 1 Ziffer 1.2 wird wie folgt ergänzt:

Im letzten Satz nach „…eines neuen Durchführungsvertrags“ wird „bzw. städtebaulichen Vertrags“ ergänzt.

  1. § 2 Ziffer 1.2 wird durch folgende Fassung ersetzt:

„Im eingeschränkten Gewerbegebiet GE(e) sind gemäß den gekennzeichneten Teilbereichen Geschäfts- und Bürogebäude, Schank- und Speisewirtschaften und Parkhäuser mit dazugehörigen

Stellplätzen sowie Werbeanlagen an der Stätte der Leistung zulässig. Die zulässigen Nutzungen beschränken sich auf das Wohnen nicht wesentlich störende Nutzungen.“

  1. Nach § 2 Ziffer 1.2 wird folgende Ziffer 1.3 ergänzt:

„Flächen für Schank- und Speisewirtschaften sind nur in dem gekennzeichneten Teilbereich im IV. Vollgeschoss zulässig. Zugehörige Dachterrassen/Freischankflächen sind nur auf gleicher Ebene der Schank- und Speisewirtschaften zulässig. Untergeordnete Lager-, Sanitär-, Sozial- und Nebenräume der Schank- und Speisewirtschaften sind auch in den räumlich angrenzenden Teilbereichen zulässig.“

  1. Nach dem letzten Satz des § 2 Ziffer 2.3 wird folgender Satz ergänzt:

„Ausnahmsweise können im eingeschränkten Gewerbegebiet GE(e) untergeordnete Sicherheitseinrichtungen von bis zu 1,2 m über Traufhöhe zugelassen werden.“

  1. Nach dem letzten Satz des § 2 Ziffer 4.1 wird folgender Satz ergänzt:

„Abweichend davon sind im eingeschränkten Gewerbegebiet GE(e) alle Nebenanlagen und Einrichtungen, mit Ausnahme von Wärmepumpen, nur innerhalb der dafür festgesetzten umgrenzten Flächen zulässig.“

  1. In § 2 Ziffer 9.6 werden folgende Begriffe gestrichen:

„Fallopia aubertii – Knöterich“

  1. Ziffer 9.7 wird wie folgt ergänzt:

Im ersten Satz nach „… 70 % der Dachflächen“ wird „(ohne Dachterrassen)“ ergänzt.

  1. § 3 wird durch folgenden Satz ersetzt:

„Für Bodeneingriffe jeglicher Art innerhalb des Geltungsbereichs der Änderung ist eine denkmalrechtliche Erlaubnis gem. Art. 7 Abs. 1 BayDSchG notwendig, die in einem eigenständigen Erlaubnisverfahren bei der zuständigen Unteren Denkmalschutzbehörde zu beantragen ist.“

Art. 2

Die Satzung zur Änderung des Bebauungsplanes tritt mit der Bekanntmachung im Amtsblatt in Kraft.

Nürnberg, Stadt Nürnberg

Marcus König Oberbürgermeister

BEBAUUNGSPLAN-SATZUNG

NR.4551

(cid:196)(cid:42)(cid:85)(cid:82)(cid:137)(cid:85)(cid:72)(cid:88)(cid:87)(cid:75)(cid:3)(cid:75)(cid:17)(cid:71)(cid:17)(cid:57)(cid:17)(cid:3)(cid:58)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:179)

(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:69)(cid:76)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:81)(cid:124)(cid:85)(cid:71)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:46)(cid:76)(cid:79)(cid:76)(cid:68)(cid:81)(cid:86)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:90)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:53)(cid:82)(cid:79)(cid:79)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)

Vom14.07.2014

(cid:39)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:68)(cid:71)(cid:87)(cid:3)(cid:49)(cid:129)(cid:85)(cid:81)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:74)(cid:3)(cid:72)(cid:85)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:87)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:80)(cid:108)(cid:137)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:88)(cid:86)(cid:86)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:68)(cid:71)(cid:87)(cid:83)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:88)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:80)(cid:3)(cid:21)(cid:21)(cid:17)(cid:3)(cid:19)(cid:24)(cid:17)(cid:3)(cid:21)(cid:19)(cid:20)(cid:23)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:42)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)

(cid:134)(cid:134)(cid:3)(cid:28)(cid:15)(cid:3)(cid:20)(cid:19)(cid:3)(cid:36)(cid:69)(cid:86)(cid:17)(cid:3)(cid:20)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:37)(cid:68)(cid:88)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:69)(cid:88)(cid:70)(cid:75)(cid:86)(cid:3)(cid:11)(cid:37)(cid:68)(cid:88)(cid:42)(cid:37)(cid:12)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:41)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:78)(cid:68)(cid:81)(cid:81)(cid:87)(cid:80)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:80)(cid:3)(cid:21)(cid:22)(cid:17)(cid:3)(cid:54)(cid:72)(cid:83)(cid:87)(cid:72)(cid:80)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:21)(cid:19)(cid:19)(cid:23) (cid:11)(cid:37)(cid:42)(cid:37)(cid:44)(cid:17)(cid:3)(cid:44)(cid:17)(cid:3)(cid:54)(cid:17)(cid:3)(cid:21)(cid:23)(cid:20)(cid:23)(cid:12)(cid:15)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:87)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:108)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:3)(cid:71)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:36)(cid:85)(cid:87)(cid:17)(cid:3)(cid:20)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:80)(cid:3)(cid:20)(cid:20)(cid:17)(cid:3)(cid:45)(cid:88)(cid:81)(cid:76)(cid:3)(cid:21)(cid:19)(cid:20)(cid:22)(cid:3)(cid:11)(cid:37)(cid:42)(cid:37)(cid:44)(cid:17)(cid:3)(cid:44)(cid:3)(cid:54)(cid:17)(cid:3)(cid:20)(cid:24)(cid:23)(cid:27)(cid:12)(cid:15)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:57)(cid:72)(cid:85)(cid:82)(cid:85)(cid:71)(cid:81)(cid:88)(cid:81)(cid:74) (cid:129)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:69)(cid:68)(cid:88)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:49)(cid:88)(cid:87)(cid:93)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:42)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:86)(cid:87)(cid:129)(cid:70)(cid:78)(cid:72)(cid:3)(cid:11)(cid:37)(cid:68)(cid:88)(cid:16)(cid:3)(cid:81)(cid:88)(cid:87)(cid:93)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:82)(cid:85)(cid:71)(cid:81)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:16)(cid:3)(cid:37)(cid:68)(cid:88)(cid:49)(cid:57)(cid:50)(cid:12)(cid:15)(cid:3)(cid:81)(cid:72)(cid:88)(cid:74)(cid:72)(cid:73)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:87)(cid:3)(cid:71)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:78)(cid:17)(cid:3)(cid:89)(cid:17) (cid:21)(cid:22)(cid:17)(cid:19)(cid:20)(cid:17)(cid:20)(cid:28)(cid:28)(cid:19)(cid:3)(cid:11)(cid:37)(cid:42)(cid:37)(cid:44)(cid:17)(cid:3)(cid:44)(cid:3)(cid:54)(cid:17)(cid:3)(cid:20)(cid:22)(cid:21)(cid:12)(cid:15)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:87)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:108)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:3)(cid:71)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:36)(cid:85)(cid:87)(cid:17)(cid:3)(cid:21)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:80)(cid:3)(cid:20)(cid:20)(cid:17)(cid:3)(cid:45)(cid:88)(cid:81)(cid:76)(cid:3)(cid:21)(cid:19)(cid:20)(cid:22)(cid:3)(cid:11)(cid:37)(cid:42)(cid:37)(cid:44)(cid:17)(cid:3)(cid:44)(cid:3)(cid:54)(cid:17)(cid:3)(cid:20)(cid:24)(cid:23)(cid:27)(cid:12)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71) Art.81Abs.1Nr.1,Abs.2derBayerischenBauordnung(BayBO)inderFassungderBekanntmachungvom14. (cid:36)(cid:88)(cid:74)(cid:88)(cid:86)(cid:87)(cid:3)(cid:21)(cid:19)(cid:19)(cid:26)(cid:3)(cid:11)(cid:42)(cid:57)(cid:37)(cid:44)(cid:17)(cid:3)(cid:54)(cid:17)(cid:3)(cid:24)(cid:27)(cid:27)(cid:12)(cid:15)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:87)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:108)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:3)(cid:71)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:134)(cid:3)(cid:20)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:80)(cid:3)(cid:27)(cid:17)(cid:3)(cid:36)(cid:83)(cid:85)(cid:76)(cid:79)(cid:3)(cid:21)(cid:19)(cid:20)(cid:22)(cid:3)(cid:11)(cid:42)(cid:57)(cid:37)(cid:44)(cid:17)(cid:3)(cid:54)(cid:17)(cid:3)(cid:20)(cid:26)(cid:23)(cid:12)(cid:17)

folgendeSatzung:

(cid:37)(cid:72)(cid:69)(cid:68)(cid:88)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:83)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:16)(cid:54)(cid:68)(cid:87)(cid:93)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:49)(cid:85)(cid:17)(cid:3)(cid:23)(cid:24)(cid:24)(cid:20)(cid:3)(cid:196)(cid:42)(cid:85)(cid:82)(cid:137)(cid:85)(cid:72)(cid:88)(cid:87)(cid:75)(cid:3)(cid:75)(cid:17)(cid:71)(cid:17)(cid:57)(cid:17)(cid:3)(cid:58)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:179)(cid:3)(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:71)(cid:68)(cid:86)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:69)(cid:76)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:81)(cid:124)(cid:85)(cid:71)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:46)(cid:76)(cid:79)(cid:76)(cid:68)(cid:81)(cid:86)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71) (cid:90)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:53)(cid:82)(cid:79)(cid:79)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)

(cid:134)(cid:3)(cid:20)

1.1 (cid:41)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:71)(cid:68)(cid:86)(cid:3)(cid:76)(cid:80)(cid:3)(cid:51)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:76)(cid:79)(cid:3)(cid:71)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:42)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:93)(cid:72)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:85)(cid:108)(cid:88)(cid:80)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:79)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:69)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:76)(cid:80)(cid:80)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:69)(cid:76)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:196)(cid:42)(cid:85)(cid:82)(cid:137)(cid:85)(cid:72)(cid:88)(cid:87)(cid:75)(cid:3)(cid:75)(cid:17)(cid:71)(cid:17)(cid:57)(cid:17) (cid:58)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:179)(cid:3)(cid:81)(cid:124)(cid:85)(cid:71)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:46)(cid:76)(cid:79)(cid:76)(cid:68)(cid:81)(cid:86)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:90)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:53)(cid:82)(cid:79)(cid:79)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)(cid:3)(cid:90)(cid:76)(cid:85)(cid:71)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:69)(cid:72)(cid:93)(cid:82)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:69)(cid:68)(cid:88)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:83)(cid:79)(cid:68)(cid:81) (cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:87)(cid:17)(cid:3)(cid:39)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:51)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:76)(cid:79)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:57)(cid:82)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:16)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:40)(cid:85)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:76)(cid:72)(cid:137)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:83)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:38)(cid:43)(cid:51)(cid:16)(cid:19)(cid:25)(cid:17)(cid:20)(cid:16)(cid:19)(cid:21)(cid:16)(cid:19)(cid:20)(cid:17)(cid:20)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:80)(cid:3)(cid:20)(cid:19)(cid:17)(cid:20)(cid:21)(cid:17)(cid:21)(cid:19)(cid:20)(cid:22)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71) (cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:57)(cid:82)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:16)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:40)(cid:85)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:76)(cid:72)(cid:137)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:83)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:3)(cid:87)(cid:72)(cid:80)(cid:83)(cid:82)(cid:85)(cid:108)(cid:85)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:47)(cid:108)(cid:85)(cid:80)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:88)(cid:87)(cid:93)(cid:90)(cid:68)(cid:79)(cid:79)(cid:3)(cid:54)(cid:38)(cid:43)(cid:51)(cid:16)(cid:19)(cid:25)(cid:17)(cid:20)(cid:16)(cid:19)(cid:21)(cid:16)(cid:19)(cid:20)(cid:17)(cid:21)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:80)(cid:3)(cid:20)(cid:19)(cid:17)(cid:20)(cid:21)(cid:17)(cid:21)(cid:19)(cid:20)(cid:22)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71) BestandteildieserSatzung.

1.2 (cid:44)(cid:80)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:79)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:57)(cid:82)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:16)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:40)(cid:85)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:76)(cid:72)(cid:137)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:83)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:86)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:81)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:86)(cid:82)(cid:79)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:57)(cid:82)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:15)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:81) (cid:39)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:73)(cid:129)(cid:75)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:57)(cid:82)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:85)(cid:108)(cid:74)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:76)(cid:80)(cid:3)(cid:39)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:73)(cid:129)(cid:75)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:3)(cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:83)(cid:73)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:72)(cid:87)(cid:17)(cid:3)(cid:36)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:57)(cid:82)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:82)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72) (cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:36)(cid:85)(cid:87)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:58)(cid:72)(cid:76)(cid:86)(cid:72)(cid:3)(cid:76)(cid:75)(cid:85)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:36)(cid:88)(cid:86)(cid:73)(cid:129)(cid:75)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:81)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:81)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:48)(cid:68)(cid:137)(cid:74)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:51)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:76)(cid:79)(cid:86)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:69)(cid:68)(cid:88)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:83)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:86)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85) (cid:81)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:73)(cid:82)(cid:79)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:76)(cid:80)(cid:80)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:82)(cid:90)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:87)(cid:3)(cid:71)(cid:68)(cid:81)(cid:81)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:15)(cid:3)(cid:90)(cid:72)(cid:81)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:57)(cid:82)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:85)(cid:108)(cid:74)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:39)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:73)(cid:129)(cid:75)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74) (cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:80)(cid:3)(cid:39)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:73)(cid:129)(cid:75)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:3)(cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:83)(cid:73)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:75)(cid:68)(cid:87)(cid:17)(cid:3)(cid:98)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:39)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:73)(cid:129)(cid:75)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:86)(cid:3)(cid:82)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:36)(cid:69)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:88)(cid:86)(cid:86) (cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:81)(cid:72)(cid:88)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:39)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:73)(cid:129)(cid:75)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:86)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:17)

(cid:134)(cid:3)(cid:21)

(cid:44)(cid:81)(cid:3)(cid:40)(cid:85)(cid:74)(cid:108)(cid:81)(cid:93)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:76)(cid:80)(cid:3)(cid:51)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:76)(cid:79)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:87)(cid:85)(cid:82)(cid:73)(cid:73)(cid:72)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:90)(cid:76)(cid:85)(cid:71)(cid:3)(cid:41)(cid:82)(cid:79)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:73)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:87)(cid:29)

1. ArtderbaulichenNutzung

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3. Bauweise

3.1 (cid:44)(cid:80)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:90)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:69)(cid:76)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:74)(cid:76)(cid:79)(cid:87)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:69)(cid:90)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:3)(cid:37)(cid:68)(cid:88)(cid:90)(cid:72)(cid:76)(cid:86)(cid:72)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:41)(cid:82)(cid:85)(cid:80)(cid:15)(cid:3)(cid:71)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:3)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:46)(cid:76)(cid:79)(cid:76)(cid:68)(cid:81)(cid:86)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:69)(cid:108)(cid:88)(cid:71)(cid:72) (cid:71)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:74)(cid:72)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:79)(cid:129)(cid:70)(cid:78)(cid:72)(cid:81)(cid:79)(cid:82)(cid:86)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:3)(cid:72)(cid:85)(cid:85)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:17)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:69)(cid:108)(cid:88)(cid:71)(cid:72)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:47)(cid:108)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:3)(cid:69)(cid:76)(cid:86)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:3)(cid:20)(cid:21)(cid:25)(cid:15)(cid:24)(cid:3)(cid:80)(cid:3)(cid:11)(cid:74)(cid:72)(cid:80)(cid:72)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:83)(cid:68)(cid:85)(cid:68)(cid:79)(cid:79)(cid:72)(cid:79) (cid:93)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:86)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)(cid:81)(cid:86)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:76)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:37)(cid:68)(cid:88)(cid:74)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:93)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:46)(cid:76)(cid:79)(cid:76)(cid:68)(cid:81)(cid:86)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)(cid:12)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:17)

3.2 (cid:42)(cid:68)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:38)(cid:68)(cid:85)(cid:83)(cid:82)(cid:85)(cid:87)(cid:86)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:68)(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:85)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:68)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:42)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:86)(cid:87)(cid:129)(cid:70)(cid:78)(cid:86)(cid:74)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:93)(cid:72)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:17)

4. NebenanlagenundEinfriedungen

4.1 (cid:44)(cid:80)(cid:3)(cid:51)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:69)(cid:76)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:137)(cid:72)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:79)(cid:69)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:129)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:68)(cid:88)(cid:69)(cid:68)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:42)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:86)(cid:87)(cid:129)(cid:70)(cid:78)(cid:86)(cid:73)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:49)(cid:72)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:68)(cid:81)(cid:79)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:40)(cid:76)(cid:81)(cid:85)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:76)(cid:80) (cid:54)(cid:76)(cid:81)(cid:81)(cid:72)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:134)(cid:3)(cid:20)(cid:23)(cid:3)(cid:37)(cid:68)(cid:88)(cid:49)(cid:57)(cid:50)(cid:3)(cid:81)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:54)(cid:83)(cid:76)(cid:72)(cid:79)(cid:15)(cid:3)(cid:41)(cid:85)(cid:72)(cid:76)(cid:93)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:40)(cid:85)(cid:75)(cid:82)(cid:79)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:15)(cid:3)(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:48)(cid:129)(cid:79)(cid:79)(cid:16)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:58)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:86)(cid:87)(cid:82)(cid:73)(cid:73)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:86)(cid:82)(cid:85)(cid:74)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:15)(cid:3)(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:71)(cid:68)(cid:86) (cid:36)(cid:69)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:68)(cid:75)(cid:85)(cid:85)(cid:108)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:81)(cid:15)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:36)(cid:69)(cid:79)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:54)(cid:83)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:53)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:90)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:11)(cid:50)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:73)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:90)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:85)(cid:15)(cid:3)(cid:93)(cid:17)(cid:3)(cid:37)(cid:17)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81) (cid:39)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:85)(cid:81)(cid:12)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:17)(cid:3)(cid:39)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:80)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:68)(cid:73)(cid:87)(cid:86)(cid:68)(cid:81)(cid:79)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:3)(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:48)(cid:129)(cid:79)(cid:79)(cid:16)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:58)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:86)(cid:87)(cid:82)(cid:73)(cid:73)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:86)(cid:82)(cid:85)(cid:74)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:76)(cid:86)(cid:87)(cid:3)(cid:81)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:79)(cid:69)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:71)(cid:68)(cid:73)(cid:129)(cid:85) (cid:73)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:17)

4.2 (cid:44)(cid:80)(cid:3)(cid:68)(cid:79)(cid:79)(cid:74)(cid:72)(cid:80)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:58)(cid:82)(cid:75)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:69)(cid:76)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:137)(cid:72)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:79)(cid:69)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:129)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:68)(cid:88)(cid:69)(cid:68)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:42)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:86)(cid:87)(cid:129)(cid:70)(cid:78)(cid:86)(cid:73)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:77)(cid:72)(cid:3)(cid:37)(cid:68)(cid:88)(cid:74)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:86)(cid:87)(cid:129)(cid:70)(cid:78)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72) (cid:47)(cid:68)(cid:88)(cid:69)(cid:72)(cid:3)(cid:69)(cid:93)(cid:90)(cid:17)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:42)(cid:68)(cid:85)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:85)(cid:108)(cid:87)(cid:72)(cid:75)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:3)(cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:42)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:73)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:80)(cid:68)(cid:91)(cid:76)(cid:80)(cid:68)(cid:79)(cid:3)(cid:23)(cid:15)(cid:19)(cid:3)(cid:80)(cid:240)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:15)(cid:3)(cid:77)(cid:72)(cid:71)(cid:82)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:81)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:81) (cid:57)(cid:82)(cid:85)(cid:74)(cid:108)(cid:85)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:11)(cid:43)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:74)(cid:68)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:72)(cid:12)(cid:17)

4.3 (cid:49)(cid:72)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:68)(cid:81)(cid:79)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:76)(cid:80)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:41)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:80)(cid:3)(cid:36)(cid:81)(cid:83)(cid:73)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:93)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:37)(cid:108)(cid:88)(cid:80)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:85)(cid:108)(cid:88)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:85)(cid:81)(cid:3)(cid:11)(cid:73)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:87)(cid:72)(cid:85) (cid:50)(cid:85)(cid:87)(cid:86)(cid:85)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:81)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:49)(cid:85)(cid:17)(cid:3)(cid:28)(cid:17)(cid:23)(cid:17)(cid:12)(cid:3)(cid:81)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:17)

4.4 (cid:39)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:61)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:78)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:40)(cid:76)(cid:81)(cid:73)(cid:85)(cid:76)(cid:72)(cid:71)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:85)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:81)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:80)(cid:3)(cid:57)(cid:82)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:16)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:40)(cid:85)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:76)(cid:72)(cid:137)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:83)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:17)Einfriedungensind imallgemeinenWohngebietalsHolzzaunmitsenkrechterLattung,Maschendraht-oderStabgitterzaunmit (cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:80)(cid:68)(cid:91)(cid:76)(cid:80)(cid:68)(cid:79)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:43)(cid:124)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:20)(cid:15)(cid:21)(cid:19)(cid:3)(cid:80)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:93)(cid:88)(cid:73)(cid:129)(cid:75)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:17)

  1. (cid:54)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:83)(cid:79)(cid:108)(cid:87)(cid:93)(cid:72)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:42)(cid:68)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)

5.1 (cid:51)(cid:85)(cid:76)(cid:89)(cid:68)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:83)(cid:79)(cid:108)(cid:87)(cid:93)(cid:72)(cid:15)(cid:3)(cid:38)(cid:68)(cid:85)(cid:83)(cid:82)(cid:85)(cid:87)(cid:86)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:42)(cid:68)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:81)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:79)(cid:69)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:76)(cid:80)(cid:3)(cid:51)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:76)(cid:79)(cid:3)(cid:69)(cid:72)(cid:86)(cid:82)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:3)(cid:73)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:87)(cid:72)(cid:81) (cid:41)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:17)(cid:3) (cid:44)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:68)(cid:79)(cid:86)(cid:3)(cid:42)(cid:68)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:73)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:77)(cid:72)(cid:90)(cid:72)(cid:76)(cid:79)(cid:86)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:38)(cid:68)(cid:85)(cid:83)(cid:82)(cid:85)(cid:87)(cid:86)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:83)(cid:79)(cid:108)(cid:87)(cid:93)(cid:72)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:15)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:68)(cid:79)(cid:86) (cid:38)(cid:68)(cid:85)(cid:83)(cid:82)(cid:85)(cid:87)(cid:86)(cid:3)(cid:73)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:83)(cid:79)(cid:108)(cid:87)(cid:93)(cid:72)(cid:17)

5.2 (cid:39)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:49)(cid:72)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:93)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:81)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:11)(cid:51)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:81)(cid:76)(cid:87)(cid:87)(cid:3)(cid:36)(cid:12)(cid:3)(cid:73)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:73)(cid:129)(cid:85)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:83)(cid:79)(cid:108)(cid:87)(cid:93)(cid:72)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:81)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:68)(cid:79)(cid:86) (cid:61)(cid:90)(cid:76)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:81)(cid:88)(cid:87)(cid:93)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:69)(cid:76)(cid:86)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:40)(cid:85)(cid:85)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:51)(cid:68)(cid:85)(cid:78)(cid:75)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:76)(cid:80)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:90)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:69)(cid:76)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:15)(cid:3)(cid:79)(cid:108)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:86)(cid:3)(cid:69)(cid:76)(cid:86)(cid:3)(cid:23)(cid:3)(cid:45)(cid:68)(cid:75)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:81)(cid:68)(cid:70)(cid:75) InkrafttretendesBebauungsplans.

6. Versorgungsleitungen

LeitungenzurVersorgungdesBaugebietssindunterirdischzuverlegen.

  1. (cid:98)(cid:88)(cid:137)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:68)(cid:79)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:69)(cid:68)(cid:88)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:36)(cid:81)(cid:79)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)

7.1 (cid:39)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:74)(cid:68)(cid:88)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:17)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:37)(cid:85)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:93)(cid:72)(cid:79)(cid:81)(cid:3)(cid:82)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:54)(cid:88)(cid:80)(cid:80)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:75)(cid:68)(cid:79)(cid:69)(cid:72)(cid:3)(cid:39)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:108)(cid:81)(cid:74)(cid:72) (cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:43)(cid:124)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:76)(cid:85)(cid:81)(cid:75)(cid:124)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:20)(cid:15)(cid:24)(cid:3)(cid:80)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:3)(cid:69)(cid:72)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:85)(cid:108)(cid:81)(cid:78)(cid:72)(cid:81)(cid:17)(cid:3)(cid:39)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:42)(cid:68)(cid:88)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:85)(cid:68)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:82)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:36)(cid:69)(cid:71)(cid:72)(cid:70)(cid:78)(cid:88)(cid:81)(cid:74) (cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:93)(cid:88)(cid:73)(cid:129)(cid:75)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:17)(cid:3)(cid:39)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:82)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:36)(cid:69)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:88)(cid:86)(cid:86)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:42)(cid:68)(cid:88)(cid:69)(cid:72)(cid:3)(cid:80)(cid:88)(cid:86)(cid:86)(cid:3)(cid:80)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:86)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:48)(cid:72)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:80)(cid:3)(cid:41)(cid:76)(cid:85)(cid:86)(cid:87)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:69)(cid:108)(cid:88)(cid:71)(cid:72)(cid:86) (cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:17)(cid:3)(cid:39)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:74)(cid:68)(cid:88)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:81)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:76)(cid:80)(cid:3)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:39)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:82)(cid:86)(cid:86)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:17)(cid:3)(cid:36)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:39)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:73)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:15)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:80)(cid:3)(cid:50)(cid:85)(cid:87)(cid:86)(cid:85)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:74)(cid:72)(cid:90)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:87) (cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:15)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:39)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:74)(cid:68)(cid:88)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:81)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:17)

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7.3 (cid:36)(cid:79)(cid:86)(cid:3)(cid:87)(cid:72)(cid:70)(cid:75)(cid:81)(cid:76)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:39)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:69)(cid:68)(cid:88)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:76)(cid:80)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:90)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:69)(cid:76)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:81)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:47)(cid:129)(cid:73)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:16)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:54)(cid:82)(cid:79)(cid:68)(cid:85)(cid:68)(cid:81)(cid:79)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:15)(cid:3)(cid:54)(cid:70)(cid:75)(cid:82)(cid:85)(cid:81)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71) (cid:43)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:16)(cid:3)(cid:69)(cid:93)(cid:90)(cid:17)(cid:3)(cid:43)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:86)(cid:68)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:76)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:17)(cid:3)(cid:54)(cid:82)(cid:79)(cid:68)(cid:85)(cid:87)(cid:72)(cid:70)(cid:75)(cid:81)(cid:76)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:36)(cid:88)(cid:73)(cid:69)(cid:68)(cid:88)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:3)(cid:48)(cid:68)(cid:91)(cid:76)(cid:80)(cid:68)(cid:79)(cid:75)(cid:124)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:20)(cid:3)(cid:80)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71) (cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:48)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:68)(cid:69)(cid:86)(cid:87)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:20)(cid:3)(cid:80)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:81)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:55)(cid:85)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:78)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:93)(cid:88)(cid:75)(cid:68)(cid:79)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:17)(cid:3)(cid:47)(cid:129)(cid:73)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:68)(cid:81)(cid:79)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:15)(cid:3)(cid:36)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71) (cid:54)(cid:70)(cid:75)(cid:82)(cid:85)(cid:81)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:3)(cid:75)(cid:68)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:48)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:68)(cid:69)(cid:86)(cid:87)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:81)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:55)(cid:85)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:78)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:76)(cid:75)(cid:85)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:77)(cid:72)(cid:90)(cid:72)(cid:76)(cid:79)(cid:86)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:43)(cid:124)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:93)(cid:88)(cid:75)(cid:68)(cid:79)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:17)

7.4 (cid:39)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:58)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:68)(cid:81)(cid:79)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:76)(cid:80)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:90)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:69)(cid:76)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:11)(cid:41)(cid:68)(cid:75)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:80)(cid:68)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:54)(cid:70)(cid:75)(cid:85)(cid:76)(cid:73)(cid:87)(cid:93)(cid:88)(cid:74)(cid:3)(cid:68)(cid:80)(cid:3)(cid:124)(cid:86)(cid:87)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81) (cid:89)(cid:76)(cid:72)(cid:85)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:82)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:69)(cid:108)(cid:88)(cid:71)(cid:72)(cid:12)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:79)(cid:108)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:74)(cid:17)(cid:3)(cid:39)(cid:68)(cid:85)(cid:129)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:75)(cid:76)(cid:81)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:3)(cid:78)(cid:124)(cid:81)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:81)(cid:68)(cid:75)(cid:80)(cid:86)(cid:90)(cid:72)(cid:76)(cid:86)(cid:72)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:41)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:68)(cid:71)(cid:72)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:74)(cid:85)(cid:76)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:72) (cid:58)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:68)(cid:81)(cid:79)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:68)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:108)(cid:87)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:47)(cid:72)(cid:76)(cid:86)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:69)(cid:76)(cid:86)(cid:3)(cid:80)(cid:68)(cid:91)(cid:76)(cid:80)(cid:68)(cid:79)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:50)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:78)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:41)(cid:72)(cid:81)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:50)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:82)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:86) (cid:93)(cid:88)(cid:74)(cid:72)(cid:79)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:90)(cid:72)(cid:85)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:15)(cid:3)(cid:77)(cid:72)(cid:71)(cid:82)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:81)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:68)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:80)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:85)(cid:75)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:83)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:58)(cid:82)(cid:75)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:69)(cid:76)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:81)(cid:124)(cid:85)(cid:71)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85) (cid:40)(cid:85)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:76)(cid:72)(cid:137)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:86)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:69)(cid:74)(cid:72)(cid:90)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:68)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:17) (cid:36)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)(cid:81)(cid:69)(cid:72)(cid:74)(cid:79)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:74)(cid:85)(cid:129)(cid:81)(cid:73)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:3)(cid:20)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:54)(cid:3)(cid:21)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:58)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:68)(cid:81)(cid:79)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:82)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:81)(cid:17)

7.5 DieFassadenimWohngebietsindinhellen,gedecktenFarben(Remissionswerte30-80)zugestalten.Blaue (cid:41)(cid:68)(cid:85)(cid:69)(cid:87)(cid:124)(cid:81)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:79)(cid:86)(cid:3)(cid:41)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:68)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:73)(cid:68)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:69)(cid:72)(cid:76)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:58)(cid:82)(cid:75)(cid:81)(cid:74)(cid:72)(cid:69)(cid:108)(cid:88)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:82)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:81)(cid:17)(cid:3)(cid:39)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:39)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:73)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:69)(cid:72)(cid:76)(cid:3)(cid:54)(cid:68)(cid:87)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:71)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:85)(cid:81) (cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:80)(cid:68)(cid:87)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:15)(cid:3)(cid:93)(cid:76)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:79)(cid:85)(cid:82)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:39)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:93)(cid:76)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:79)(cid:81)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:86)(cid:93)(cid:88)(cid:73)(cid:129)(cid:75)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:17)

8. SchutzvorImmissionen

8.1 (cid:40)(cid:81)(cid:87)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:76)(cid:80)(cid:3)(cid:51)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:76)(cid:79)(cid:3)(cid:73)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:47)(cid:108)(cid:85)(cid:80)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:88)(cid:87)(cid:93)(cid:80)(cid:68)(cid:137)(cid:81)(cid:68)(cid:75)(cid:80)(cid:72)(cid:3)(cid:196)(cid:47)(cid:54)(cid:48)(cid:3)(cid:20)(cid:179)(cid:3)(cid:76)(cid:80)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:90)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:69)(cid:76)(cid:72)(cid:87)(cid:3)(cid:76)(cid:86)(cid:87)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72) (cid:71)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:74)(cid:72)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:79)(cid:129)(cid:70)(cid:78)(cid:72)(cid:81)(cid:79)(cid:82)(cid:86)(cid:72)(cid:3)(cid:47)(cid:108)(cid:85)(cid:80)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:88)(cid:87)(cid:93)(cid:69)(cid:72)(cid:69)(cid:68)(cid:88)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:68)(cid:79)(cid:86)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:79)(cid:82)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:54)(cid:70)(cid:75)(cid:68)(cid:79)(cid:79)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:76)(cid:85)(cid:80)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:82)(cid:85)(cid:80)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:69)(cid:108)(cid:88)(cid:71)(cid:72)(cid:81) (cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:69)(cid:108)(cid:88)(cid:71)(cid:72)(cid:87)(cid:76)(cid:72)(cid:73)(cid:72)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:80)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:17)(cid:3)(cid:25)(cid:3)(cid:80)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:85)(cid:74)(cid:72)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:85)(cid:76)(cid:72)(cid:69)(cid:72)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:55)(cid:85)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:75)(cid:124)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:3)(cid:72)(cid:85)(cid:85)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:17)(cid:3)(cid:39)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:41)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:68)(cid:71)(cid:72)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86) 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Hederahelix-Efeu Wisteriasinensis-Glyzinie Parthenocissusspec.-WilderWeininArten (cid:41)(cid:68)(cid:79)(cid:79)(cid:82)(cid:83)(cid:76)(cid:68)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:76)(cid:76)(cid:16)(cid:3)(cid:46)(cid:81)(cid:124)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:76)(cid:70)(cid:75) Clematisspec.-Waldrebe

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Landschaft

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  1. (cid:41)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:137)(cid:72)(cid:81)(cid:69)(cid:72)(cid:74)(cid:79)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:74)(cid:85)(cid:129)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:3)(cid:20)(cid:3)(cid:68)(cid:79)(cid:86)(cid:3)(cid:81)(cid:68)(cid:87)(cid:88)(cid:85)(cid:69)(cid:72)(cid:79)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:82)(cid:85)(cid:80)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:72)(cid:91)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:86)(cid:76)(cid:89)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:83)(cid:73)(cid:79)(cid:72)(cid:74)(cid:87)(cid:72)(cid:81) (cid:58)(cid:76)(cid:72)(cid:86)(cid:72)(cid:81)(cid:73)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:93)(cid:72)(cid:79)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:37)(cid:108)(cid:88)(cid:80)(cid:72)(cid:81) undStrauchpflanzung 2. (cid:41)(cid:79)(cid:108)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:80)(cid:3)(cid:36)(cid:81)(cid:83)(cid:73)(cid:79)(cid:68)(cid:81)(cid:93)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:37)(cid:108)(cid:88)(cid:80)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:85)(cid:108)(cid:88)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:85)(cid:81)(cid:3)(cid:81)(cid:72)(cid:69)(cid:86)(cid:87)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:41)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:86)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:49)(cid:85)(cid:17)(cid:3)(cid:28)(cid:17)(cid:23)

(cid:39)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:36)(cid:88)(cid:86)(cid:74)(cid:79)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:86)(cid:80)(cid:68)(cid:137)(cid:81)(cid:68)(cid:75)(cid:80)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:76)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:42)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:79)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:3)(cid:134)(cid:3)(cid:20)(cid:21)(cid:3)(cid:37)(cid:68)(cid:88)(cid:42)(cid:37)(cid:3)(cid:93)(cid:90)(cid:76)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:54)(cid:87)(cid:68)(cid:71)(cid:87)(cid:3)(cid:49)(cid:129)(cid:85)(cid:81)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:74)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:80) (cid:44)(cid:81)(cid:89)(cid:72)(cid:86)(cid:87)(cid:82)(cid:85)(cid:3)(cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:69)(cid:68)(cid:85)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:39)(cid:88)(cid:85)(cid:70)(cid:75)(cid:73)(cid:129)(cid:75)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:86)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:85)(cid:93)(cid:88)(cid:81)(cid:72)(cid:75)(cid:80)(cid:72)(cid:81)(cid:17)

(cid:134)(cid:3)(cid:22)

Hinweise

(cid:40)(cid:89)(cid:72)(cid:81)(cid:87)(cid:88)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:3)(cid:55)(cid:68)(cid:74)(cid:72)(cid:3)(cid:87)(cid:85)(cid:72)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:3)(cid:37)(cid:82)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:78)(cid:80)(cid:108)(cid:79)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:79)(cid:76)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:48)(cid:72)(cid:79)(cid:71)(cid:72)(cid:83)(cid:73)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:3)(cid:68)(cid:81)(cid:3)(cid:71)(cid:68)(cid:86)(cid:3)(cid:37)(cid:68)(cid:92)(cid:72)(cid:85)(cid:76)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:47)(cid:68)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:86)(cid:68)(cid:80)(cid:87)(cid:3)(cid:73)(cid:129)(cid:85) (cid:39)(cid:72)(cid:81)(cid:78)(cid:80)(cid:68)(cid:79)(cid:83)(cid:73)(cid:79)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:3)(cid:11)(cid:39)(cid:76)(cid:72)(cid:81)(cid:86)(cid:87)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:72)(cid:3)(cid:49)(cid:129)(cid:85)(cid:81)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:74)(cid:12)(cid:3)(cid:82)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:56)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:3)(cid:39)(cid:72)(cid:81)(cid:78)(cid:80)(cid:68)(cid:79)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:88)(cid:87)(cid:93)(cid:69)(cid:72)(cid:75)(cid:124)(cid:85)(cid:71)(cid:72)(cid:17)

(cid:134)(cid:3)(cid:23)

DerBebauungsplantrittmitderBekanntmachungimAmtsblattinKraft.GleichzeitigtretendieFestsetzungendes BebauungsplansNr.3838vom21.7.1977,genehmigtmitR.E.vom24.1.1975Nr.220-603.4-1674,Amtsblatt (cid:89)(cid:82)(cid:80)(cid:3)(cid:21)(cid:26)(cid:17)(cid:26)(cid:17)(cid:20)(cid:28)(cid:26)(cid:26)(cid:15)(cid:3)(cid:54)(cid:17)(cid:3)(cid:20)(cid:26)(cid:20)(cid:15)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:137)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:46)(cid:85)(cid:68)(cid:73)(cid:87)(cid:17)

(cid:49)(cid:129)(cid:85)(cid:81)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:74)(cid:15)(cid:3)(cid:20)(cid:23)(cid:17)(cid:19)(cid:26)(cid:17)(cid:21)(cid:19)(cid:20)(cid:23) (cid:54)(cid:87)(cid:68)(cid:71)(cid:87)(cid:3)(cid:49)(cid:129)(cid:85)(cid:81)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:74)

gezMaly

Dr.UlrichMaly (cid:50)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:69)(cid:129)(cid:85)(cid:74)(cid:72)(cid:85)(cid:80)(cid:72)(cid:76)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:85)

Stadtplanungsamt NÜRNBERG

Umweltamt '

BEGRÜNDUNG

ZUM ENTWURF DER ÄNDERUNG DES

BEBAUUNGSPLANS NR. 4551

Großreuth h.d.V. West

für ein Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, betreffend die Flurstücke Nr. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15, 204/16 und 204/21 jew. Gemarkung Großreuth h.d. Veste

Stand: 31.08.2026

Abbildung 14

Luftbild Nürnberg Hajo Dietz

INHALTSVERZEICHNIS

I. PLANBERICHT 4

1.1. ALLGEMEINES (GEBIET I RECHTSGRUNDLAGEN / VERFAHREN) 4

I.2. ANLASS ZUR AUFSTELLUNG - PLANUNGSZIELE 5

I.3. GRUNDLAGEN DER PLANUNG 6

I.3.I. ANALYSE DES BESTANDS 6 1.3.2. PLANERISCHE VORGABEN / VORHANDENES PLANUNGSRECHT 11 I.3.3. SONSTIGE RAHMENBEDINGUNGEN 12

I.4. PLANUNGSKONZEPT (VARIANTENBETRACHTUNG UND PROZESS) 13

1.4.1. STÄDTEBAULICHES KONZEPT 13 I.4.2. GRÜNORDNERISCHES KONZEPT 14 I.4.3. AUSGLEICHSKONZEPT (ARTENSCHUTZ, GESCHÜTZTE BIOTOPE, WALD ETC.) 14 I.4.4. VERKEHRSKONZEPT 14 I.4.5. IMMISSIONSSCHUTZ 14 I.4.6. KLIMASCHUTZ UND KLIMAANPASSUNG 16 I.4.7. VER- UND ENTSORGUNG INSBESONDERE NIEDERSCHLAGSWASSERMANAGEMENT 16 I.4.8. GENDER UND DIVERSITY 16

I.5. AUSWIRKUNGEN AUF DIE UMWELTBELANGE 16

1.5.1. UMWELTBELANGE 16 I.5.2. ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG 18

1.6. ERFORDERLICHE FESTSETZUNGEN, KENNZEICHNUNGEN UND

HINWEISE 18

1.6.1. ART DER BAULICHEN NUTZUNG 18 I.6.2. MASS DER BAULICHEN NUTZUNG 18 I.6.3. BAUWEISE 19 I.6.4. ÜBERBAUBARE GRUNDSTÜCKSFLÄCHEN 19 I.6.5. ABSTANDSFLÄCHEN 19 I.6.6. FLÄCHEN FÜR STELLPLÄTZE, GARAGEN UND NEBENANLAGEN 19 I.6.7. VERKEHRSFLÄCHEN 20 I.6.8. VERSORGUNGSFLÄCHEN 20 I.6.9. GRÜNORDNUNG 20

1.6.10. FLÄCHEN ODER MASSNAHMEN ZUM SCHUTZ, ZUR PFLEGE UND ZUR ENTWICKLUNG VON BODEN, NATUR UND LANDSCHAFT 21 1.6.11. MASSNAHMEN FÜR DEN ARTENSCHUTZ 21 1.6.12. FLÄCHEN ODER MASSNAHMEN FÜR BESONDERE ANLAGEN UND VORKEHRUNGEN BZW. BAULICHE UND SONSTIGE VORKEHRUNGEN ZUM SCHUTZ VOR SCHÄDLICHEN UMWELTEINWIRKUNGEN I.S.D. BIMSCHG 21 1.6.13. ÄUSSERE GESTALTUNG BAULICHER ANLAGEN / ÖRTLICHE BAUVORSCHRIFTEN / WERBEANLAGEN / EINFRIEDUNGEN 22

I.7. BETEILIGUNGEN 22

1.7.1. FRÜHZEITIGE ÖFFENTLICHKEITSBETEILIGUNG GEMÄSS § 3 ABS. 1 BAUGB 22 I.7.2. FRÜHZEITIGE BETEILIGUNG DER BEHÖRDEN UND DER SONSTIGEN TRÄGER ÖFFENTLICHER BELANGE GEMÄSS § 4 ABS. 1 BAUGB 22 I.7.3. BETEILIGUNG DER BEHÖRDEN UND DER SONSTIGEN TRÄGER ÖFFENTLICHER BELANGE (TÖB) GEMÄSS § 4 ABS. 2 BAUGB 23 I.7.4. VERÖFFENTLICHUNG IM INTERNET GEMÄSS § 3 ABS. 2 BAUGB 23

II. ABWÄGUNGSERGEBNIS 23

III. KOSTEN 23

IV. QUELLENANGABEN 23

BEGRÜNDUNG

ZUM ENTWURF DER ÄNDERUNG DES

BEBAUUNGSPLANS NR. 4551

GROßREUTH h.d.V. West

für ein Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, betreffend die Flurstücke Nr. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15,

204/16 und 204/21 jew. Gemarkung Großreuth h.d. Veste

I. PLANBERICHT

l.l. ALLGEMEINES (GEBIET / RECHTSGRUNDLAGEN / VERFAHREN)

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan (BP) Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ für das Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, der mit seiner Bekanntma­ chung am 23.07.2014 in Kraft getreten ist, soll in einem Teilbereich geändert werden. Der Änderungsbereich ist ca. 0,5 ha groß und umfasst das im BP Nr. 4551 festgesetzte einge­ schränkte Gewerbegebiet, eine kleine Fläche für Versorgungsanlagen mit Zweckbestim­ mung „Trafostation“ und eine kleine Verkehrsfläche. Durch die Änderung sollen im We­ sentlichen Schank- und Speisewirtschaften im bestehenden Büro- und Geschäftsgebäude an der Kilianstraße ermöglicht sowie die vorhandenen Flächen für Nebenanlagen zusam­ mengefasst, neu geordnet und geringfügig erweitert werden. Zusätzlich soll durch Aufhe­ bung der Zweckbestimmung eine flexiblere Nutzung der Fläche für Nebenanlagen für den Gewerbebetrieb ermöglicht werden, wie beispielsweise Anlagen zur Energieversorgung, ohne das benachbarte Wohnen wesentlich zu stören. Weiterhin wird eine ca. 31 m2 große Fläche, die derzeit als GE(e) ausgewiesen, aber als Verkehrsfläche ausgebaut ist, zukünf­ tig als Verkehrsfläche festgesetzt. Rechtsgrundlage für die Änderung des Bebauungsplans sind das Baugesetzbuch (BauGB) und die aufgrund des BauGB erlassenen Vorschriften. Das Verfahren selbst ist in den §§ 1 bis 10 bzw. 13 und 13a BauGB geregelt. Die in der Präambel der Änderungssatzung genannten Fassungen der Rechtsgrundlagen finden ausschließlich auf den Geltungsbereich der Änderung des Bebauungsplans Nr. 4551 Anwendung. Für den außerhalb dieses Geltungsbereichs liegenden Teil gelten wei­ terhin die in der Präambel des Ursprungs-Bebauungsplans genannten Fassungen der Rechtsgrundlagen. Die Verfügungsbefugnis über die Baugrundstücke im Geltungsbereich eines vorhabenbe­ zogenen Bebauungsplans gemäß § 12 BauGB ist die Voraussetzung für den Erlass bzw. Änderung eines entsprechenden Bebauungsplans. Die Eigentümer der Grundstücke, die innerhalb des Geltungsbereichs der Änderung liegen und von der Änderung betroffen sind, sind mit der Änderung einverstanden. Die Änderung des Bebauungsplans wird im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB („Bebauungsplan der Innenentwicklung“) aufgestellt. Dieses Verfahren kann angewendet werden, wenn die im Bebauungsplan zulässige Grundfläche nach § 19 Abs. 2 Baunut­ zungsverordnung (BauNVO) weniger als 20.000 m2 beträgt. Da der Änderungsbereich mit unter 0,5 ha deutlich kleiner ist, wird dieser Schwellenwert nicht erreicht. Das beschleu­ nigte Verfahren ist zudem zulässig, weil es sich um eine Maßnahme der Innenentwicklung handelt: Vorgesehen ist lediglich eine teilweise Umnutzung bereits bebauter Flächen.

Weiterhin wird durch die Planung nach § 13a Abs. 1 Satz 5 BauGB keine Zulässigkeit ei­ nes Vorhabens begründet, das einer Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeits­ prüfung nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) oder nach Lan­ desrecht unterliegt. Dies wird durch die Festsetzung eines eingeschränkten Gewerbege­ biets gesichert, innerhalb dessen lediglich Büro- und Geschäftsgebäude, Parkhäuser so­ wie Schank- und Speisewirtschaften zulässig sind. Ebenso sind keine Anhaltspunkte für eine Beeinträchtigung der in § 1 Abs. 6 Nr. 7b BauGB genannten Schutzgüter zu erkennen. Darüber hinaus sind keine Pflichten zur Vermeidung oder Begrenzung der Auswirkungen von schweren Unfällen nach § 50 Satz 1 Bundes-Immissionsschutzgesetz zu beachten. Im beschleunigten Verfahren entfällt die Pflicht zur Durchführung einer Umweltprüfung ge­ mäß § 13a Abs. 2 Nr. 1 BauGB i.V.m. § 13 Abs. 3 Satz 1 BauGB. Relevante Umweltbe­ lange und Schutzgüter werden jedoch im Rahmen der Abwägung berücksichtigt (vgl. Kap. I.5). Für den Änderungsbereich wird die aktuelle digitale Stadtgrundkarte zugrunde gelegt.

1.2. ANLASS ZUR AUFSTELLUNG - PLANUNGSZIELE

Die Änderung des Bebauungsplans ist erforderlich, um die bauplanungsrechtlichen Vo­ raussetzungen für den Betrieb von Schank- und Speisewirtschaften im bestehenden Büround Geschäftsgebäude an der Kilianstraße zu schaffen. Zu diesem Zweck sollen die bisher als Betriebskantine sowie gelegentlich für Veranstaltungen genutzten Räume und Flächen künftig einer allgemeinen Gaststättennutzung dienen. Der Zugang zu den Flächen für Schank- und Speisewirtschaften erfolgt ausschließlich über die Eingänge an der Kilian­ straße. Die Stellplätze für Gäste und Mitarbeitende sollen im bestehenden Parkhaus nach­ gewiesen werden. Auch hier soll ausschließlich über die Kilianstraße zugefahren werden. Der Lärmschutz für die nördlich angrenzende Wohnnutzung soll weiterhin gewährleistet sein, zu diesem Zweck erfolgten schallimmissionsschutztechnische Untersuchungen. Die Zulassung von Flächen für Schank- und Speisewirtschaften ist an diesem Standort städtebaulich verträglich. Das Plangebiet befindet sich in einer integrierten Lage mit guter Erreichbarkeit. Durch die Umnutzung bereits vorhandenen Gebäudebestands wird ein zu­ sätzlicher Flächenverbrauch vermieden. Schank- und Speisewirtschaften ergänzen das Versorgungsangebot und unterstützen die angestrebte Nutzungsmischung im Übergangs­ bereich zwischen den gewerblichen Nutzungen südlich der Kilianstraße und der Wohnnut­ zung nördlich der Kilianstraße sowie allgemein im Bereich der Gemarkung Großreuth h.d. Veste. Zudem sollen durch die Änderung des BP Nr. 4551 die Flächen für Nebenanlagen im Nor­ den des Bestandsgebäudes zusammengefasst, neu geordnet und geringfügig erweitert werden. Damit wird den Gewerbebetrieben im Plangebiet eine größere Flexibilität bei der Nutzung des Baugrundstücks geboten, ohne dass die bisher festgesetzte Grundflächen­ zahl (GRZ) erhöht wird. Die zulässigen Nutzungen sollen sich weiterhin auf das Wohnen nicht wesentlich störende Nutzungen beschränken, sodass die Anforderungen an den Lärmschutz eingehalten und Beeinträchtigungen der angrenzenden Wohnnutzung vermie­ den werden. Da keine Änderung des Vorhaben- und Erschließungsplans erfolgt, werden anvisierte, die Änderung kompensierende, grünordnerische Maßnahmen z.T. nur hinweislich in der Än­ derungssatzung dargestellt und im Rahmen eines städtebaulichen Vertrags gesichert. Im Rahmen der Änderung des BP Nr. 4551 wird zudem das Flst. Nr. 204/21 als öffentliche Verkehrsfläche festgesetzt. Im Ursprungs-BP war die Fläche als eingeschränktes

Gewerbegebiet festgesetzt. Im Bestand ist die Fläche Teil der asphaltierten Verkehrsfläche im Bereich der Großreuther Straße und befindet sich im Eigentum der Stadt Nürnberg. Im Rahmen der Änderung des BP Nr. 4551 erfolgt hier eine Anpassung an die tatsächlichen Verhältnisse. Die Planungsziele der Änderung des BP Nr. 4551 sind somit insbesondere:

wirtschaften und somit des Versorgungsangebots im Plangebiet und dessen Um­ feld

gewerblichen Nutzungen

Nachfolgende Tabelle fasst die Änderungen der zeichnerischen Festsetzungen auf dem Planblatt im Vergleich zum Ursprungs-Bebauungsplan zusammen:

Zeichnerische Festsetzungen Zeichnerische Festsetzungen

des Ursprungs-Bebauungsplans in der Änderung

Festsetzung eines Teilbereichs innerhalb der Erweiterung der zulässigen Nutzung in diesem überbaubaren Grundstücksfläche im GE(e) mit Teilbereich zu „Parkhaus, Geschäfts-ZBürogezulässiger Nutzung „Parkhaus“ bäude, Schank-ZSpeisewirtschaft“, ergänzende textliche Festsetzung: Einschrän­ kung der Flächen für Schank- und Speisewirt­ schaften sowie der DachterrasseZFreischankfläche auf das 4. Vollgeschoss Festsetzung einer Fläche für Stellplätze (St) so­ Zusammenfassung zu einer großen Fläche für wie von zwei kleineren Flächen für Nebenahla­ Nebenanlagen, Stellplätze, Carports und Gara­ gen (NA) im Nordosten des GE(e) gen sowie Erweiterung in Richtung Westen auch um eine kleine zusätzliche Fläche für Ne­ benanlagen Festsetzung Fist. Nr. 204/21 als eingeschränk­ Festsetzung dieser Fläche als öffentliche Ver­ tes Gewerbegebiet (GE(e)) kehrsfläche und Versetzung des Ein- und Aus­ fahrtbereichs Festsetzung von 2 zu erhaltenden Bäumen und Festsetzung von 1 zu erhaltenden Baum und von 1 zu pflanzendem Baum hinweisliche Darstellung von 8 zu erhaltenden Bäumen und von 2 zu pflanzenden Bäumen (zusätzliche Sicherung im städtebaulichen Ver­ trag)

1.3. GRUNDLAGEN DER PLANUNG

1.3.1. ANALYSE DES BESTANDS

I.3.1.1. Lage im Stadtgebiet / Topographie Das Plangebiet befindet sich großräumig betrachtet im Norden der Stadt Nürnberg, nörd­ lich des Nordrings, zwischen den Ausfallstraßen B 4 (Erlanger Straße) und B 2 (Äußere Bayreuther Straße).

Das Plangebiet wird begrenzt:

gleitgrünfläche westlich der Rollnerstraße,

Das Plangebiet befindet sich in der Gemarkung Großreuth h.d. Veste, ist ca. 0,46 ha groß und umfasst die Flurstücke Nrn. 91/13, 204/4, 204/8, 204/11, 204/15, 204/16 und 204/21. Das Plangebiet ist weitgehend eben und fällt nur leicht nach Nordwesten. Es liegt auf einer Höhe zwischen ca. 313 bis 314 m ü. NHN.

1.3.1.2. Gegenwärtige Nutzungen und Baustruktur Das Plangebiet ist mit einem drei bis viergeschossigen Büro- und Geschäftsgebäude mit Parkhaus und Tiefgarage bebaut, das sich parallel zur Kilianstraße von Ost nach West erstreckt. Der Stellplatznachweis erfolgt überwiegend in einem Parkhaus, das in den Gebäuderiegel integriert ist sowie in einer Tiefgarage. Im Nordosten des Plangebiets bestehen zudem 20 oberirdische Stellplätze.

1.3.1.3. Verkehr Motorisierter Individualverkehr (MIV) Die verkehrliche Erschließung erfolgt über die Kilianstraße, hier besteht die Hauptzu- und -abfahrt des Parkhauses und der Tiefgarage. Zudem bestehen zwei Zufahrten im Norden von der Großreuther Straße auf die Grundstü­ cke, wobei eine als Zufahrt ins Parkhaus dient.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) Das Plangebiet ist derzeit über drei Stadtbuslinien erschlossen (Nr. 37, 46, 47), die den Anschluss an die Innenstadt (Heilig-Geist-Spital) und U-Bahn (Maxfeld) herstellen. Die Nr. 37 führt über die nordwestliche Außenstadt bis zum Fürther Hauptbahnhof. Über die Nr. 46 ist ein weiterer Anschluss an die U-Bahn (Nordostbahnhof) gewährleistet, die Nr. 47 stellt den Anschluss an das Straßenbahnnetz (Thon) her. Haltestellen befinden sich an der Kilianstraße und im Kreuzungsbereich Kilianstraße / Roll­ nerstraße.

Fahrrad Die Kilianstraße ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und fehlender Radwege nicht für den Radverkehr geeignet. Südlich des Änderungsbereichs wurde ein Gehweg (Radfahrer frei) in ausreichender Breite hergestellt, der langfristig nach Westen fortgeführt werden soll. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Situation des Fahrradverkehrs sind im Ursprungs-Bebauungsplan vorgesehen (z.B. im Osten entlang der Rollnerstraße), aber noch nicht umgesetzt worden.

1.3.1.4. Sozialstruktur / Wirtschaftsstruktur Das Plangebiet liegt im Übergangsbereich zwischen einem durch Wohnnutzung geprägten Bereich nördlich der Großreuther Straße und größeren Gewerbebetrieben südlich der Kili­ anstraße. Im Plangebiet selbst bestehen keine sozialen Einrichtungen. Im Umfeld von 1 km zum Plangebiet befinden sich mehrere Kindertagesstätten und -krippen, Schulen sowie Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleistungen.

1.3.1.5. Natürliche Grundlagen / Bestandsaufnahme und Bewertung des vorhandenen Zustands von Natur und Landschaft l.3.1.5. a. Fläche, Boden und Wasser Nach dem aktuell gültigen BP ist das Plangebiet des Änderungsbereichs als Gewerbege­ biet mit einer Grundflächenzahl von 0,8 festgesetzt. Durch das bestehende Gebäude, die Stellplätze, Erschließungsflächen und Nebenanlagen wird die GRZ nahezu ausgereizt. Das Plangebiet ist dementsprechend überwiegend überbaut bzw. (teil-)versiegelt. Nach der geologischen Karte von Nürnberg-Fürth-Erlangen und Umgebung im Maßstab 1 : 50.000 handelt es sich im Bereich des Plangebiets um Ablagerungen des Mittleren Keu­ per mit Coburger Standstein (kmC). Der natürliche Bodenkörper kann jedoch im Ände­ rungsbereich als nahezu vollständig überformt bzw. zerstört angesehen werden, da auch ein Teil des Hauptgebäudes mit einer Tiefgarage unterbaut ist. Anhaltspunkte für schädliche Bodenveränderungen, Altlasten und -ablagerungen liegen derzeit nicht vor. Natürliche Oberflächengewässer sowie Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiete kommen im Plangebiet und dessen näherem Umfeld nicht vor. Nördlich verläuft der Wet­ zendorfer Landgraben mindestens 140 m vom Geltungsbereich entfernt. Das amtlich fest­ gesetzte Überschwemmungsgebiet des Wetzendorfer Landgrabens liegt 100-125 m vom Geltungsbereich entfernt. Bei den früheren Bodenuntersuchungen zum Zeitpunkt der Errichtung des Büro- und Ge­ schäftsgebäudes wurde das Grund-/Schichtwasser im Plangebiet bei 2,5 m bis 2,8 m unter Geländeoberkante (GOK) eingemessen, wobei keine Bohrungen im Westen des Ände­ rungsbereichs erfolgten. Jahreszeitliche Schwankungen und ein Anstieg des Grundwas­ serstandes bis nahe der GOK sind nicht auszuschließen. Aufgrund der vorhandenen Situation mit überwiegender Bebauung bzw. Versiegelung be­ sitzen die Schutzgüter Fläche und Boden nur eine geringe Bedeutung, das Schutzgut Was­ ser aufgrund der Grundwassernähe eine mittlere Bedeutung.

1.3.1.5. b. Pflanzen und Tiere (Biologische Vielfalt) Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, geschützte Landschaftsbestandteile und Naturdenkmäler sowie geschützte Lebensräume nach § 30 BNatSchG bzw. Art. 23 Bay- NatSchG sind nicht vorhanden. Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Gebiete) oder Europäische Vogelschutzgebiete (SPA)-Gebiete sind von der Planung nicht betroffen. Auch im Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) werden im Änderungsbereich keine besonderen Lebensräume verzeichnet. Biotope der Stadtbiotopkartierung sind im Ände­ rungsbereich keine vorhanden. Die nicht versigelten Flächen im Änderungsbereich sind als Pflanz- und Rasenflächen be­ grünt. Baumbestand findet sich südöstlich des Gebäudes in Form von drei Hainbuchen (Carpinus betulus) und drei Weiß-Birken (Betula pendula). Nördlich des Gebäudes stehen

zwei Mehlbeeren (Sorbus aria), westlich des Gebäudes eine Walnuss (Juglans regia). Der Änderungsbereich ist zudem teilweise durch Hainbuchenhecken und vereinzelt stehende Großsträucher eingegrünt. Seltene oder gefährdete Pflanzenarten treten im Geltungsbereich nicht auf. Es fehlen na­ turnahe Lebensräume. Aufgrund der vorhandenen Bebauung sind im Änderungsbereich nur Allerweltsarten der Fauna zu erwarten. Für höhlenbrütende Vogelarten und baumbewohnende Fledermäuse wurden keine aktuell besetzten Quartiere bzw. Nisthöhlen festgestellt, am Bestandsge­ bäude sind aber Nisthilfen für Gebäudebrüter sowie Fassadensteine für Fledermäuse an­ gebracht worden. Auch die Funktion als Jagd- oder Nahrungshabitat ist im Plangebiet un­ tergeordnet. Weitere Vorkommen von geschützten Tier- und Pflanzenarten wie u.a. von Amphibien, Reptilien, Käfern oder Schmetterlingen sind nicht bekannt oder aufgrund feh­ lender Lebensraumstrukturen auch nicht zu erwarten. Insgesamt weist der gewerblich genutzte Änderungsbereich eine geringe Bedeutung für Pflanzen und Tiere auf.

I.3.1.5. C. Landschaft Das Plangebiet gehört zu den bebauten Bereichen am nördlichen Stadtrand. Der III bis IVgeschossige, parallel zur Kilianstraße verlaufende Gewerbebau schafft städtebaulich einen Übergang zu den südlich angrenzenden großflächigen Gewerbebauten und dem nördlich gelegenen kleinteiligen Wohnungsbau und dem angrenzenden landwirtschaftlich bzw. gar­ tenbaulich genutzten Offenland. Der nördlich angrenzende Marienbergpark mit der s.g. Er­ weiterung West ist gemäß dem Masterplan Freiraum als urbane Parklandschaft mit Klein­ gartenanlagen und Sportflächen definiert, für welchen die Zielsetzung eines produktiven Parks mit Flächen für die urbane Landwirtschaft definiert ist. Generell ist das Schutzgut Landschaftsbild im Änderungsbereich von geringer Bedeutung. Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur und der Kulissenwirkung des Gewerbegebiets ist das Landschaftsbild als geringwertig einzustufen.

I.3.1.5. d. Menschliche Gesundheit

Erholung Die landschaftsgebundene Erholung im Plangebiet ist von geringer Bedeutung. Die umlie­ genden Flächen werden für den intensiven Gemüseanbau genutzt und sind für die Erho­ lung nur bedingt geeignet, das Naherholungspotenzial des an das Plangebiet angrenzen­ den Offenlandes wurde im ABSP der Stadt Nürnberg aber mit „mittel“ bewertet.

Immissionen (Lärm, Erschütterungen, Strahlung, Licht, Störfallvorsorge etc.) Auf das Plangebiet wirkt insbesondere Verkehrslärm von der Kilianstraße sowie Gewerbe­ lärm von den südlich der Kilianstraße gelegenen Gewerbenutzungen ein. Bei der Aufstel­ lung des Ursprungs-Bebauungsplans wurde dies gutachterlich untersucht. Die zulässigen Nutzungen im eingeschränkten Gewerbegebiet (GE(e)) bzw. Änderungsbereich beschrän­ ken sich auf das Wohnen nicht wesentlich störende Nutzungen. Das mittlerweile errichtete Büro- und Geschäftsgebäude übernimmt die Funktion einer Lärmschutzbebauung für die nördlich angrenzende Wohnbebauung. Im Rahmen der Aufstellung des Ursprungs-Bebauungsplans wurde auch das damals ge­ plante und jetzt bestehende Parkhaus einschließlich der Tiefgarage sowie die oberirdi­ schen Stellplätze untersucht. Als Lärmschutzmaßnahme für die nördlich gelegene

Wohnnutzung wurden an der Nordseite des Parkhauses Lärmschutzmaßnahmen festge­ setzt. Im Bestand wurden Prallscheiben ausgeführt, um sowohl den Schallschutz als auch die Durchlüftung des Parkhauses sicherzustellen. Hinsichtlich des Schutzgutes Mensch kommt dem Plangebiet insofern Bedeutung zu, da die derzeitigen Festsetzungen des Ursprungs-Bebauungsplans eine lärmschützende Wir­ kung für die nördlich gelegene Wohnnutzung sichern.

I.3.1.5 e. Klima Die Stadt Nürnberg liegt im Übergangsbereich zwischen kontinentalem und ozeanischem Klima. Charakteristisch sind hohe Sommertemperaturen, vergleichsweise milde Winter und eine insgesamt geringe Niederschlagsmenge. Mit durchschnittlich 630 mm Niederschlag pro Jahr zählt Nürnberg zu den trockensten Gebieten Bayerns. Der Änderungsbereich wird in der Klimafunktionskarte des Stadtklimagutachtens Nürnberg (GEO-NET Umweltconsulting GmbH, Mai 2014) als Wirkungsraum mit günstiger bioklima­ tischer Situation bewertet. Die nördlich gelegenen landwirtschaftlichen Flächen und der Marienbergpark werden als Ausgleichsraum mit einem hohen Kaltluftvolumenstrom bewer­ tet, die auf das Plangebiet einwirken. Insgesamt ist die Bedeutung des Änderungsbereichs für das Schutzgut Klima als mittel einzustufen.

I.3.1.5. f. Luft Die lufthygienische Situation im Änderungsbereich ist gegenwärtig durch folgende, konträr wirkende Einflussfaktoren gekennzeichnet:

dung zwischen der B 2 und der B 4, und die Nähe zu dem Gewerbegebiet südlich der Kilianstraße;

schließenden Volkspark Marienberg. Aktuelle Informationen zur lokalen Luftqualität können aus der nächstgelegenen städti­ schen Luftmessstation am Flughafen Nürnberg (Daten zur Nürnberger Umwelt, Bericht für das vierte Quartal 2024) abgeleitet werden, auch wenn die Situation nur bedingt übertrag­ bar ist. Die in gut 2 km Entfernung im Norden des Plangebiets liegende Luftmessstation „Flughafen Nürnberg" weist für das Jahr 2024 keine Überschreitungen der Luftgrenzwerte der 39. BImSchV für die folgenden Luftschadstoffe aus:

40 pg/m3 als Jahresmittelwert).

deutlich unter dem Immissionsgrenzwert von 40 pg/m3. Der höchste zulässige Tages­ mittelwert (von 50 pg/m3) wurde an nicht mehr als 35 Tagen im Kalenderjahr (Maximal­ vorgabe) überschritten.

unter dem geltenden Immissionsgrenzwert von 25 pg/m3 gemäß 39. BImSchV.

lenmonoxid sind deutliche Unterschreitungen der Grenzwerte der 39. BImSchV festzu­ stellen.

Modellrechnungen zur NO2-Belastung einzelner Straßenabschnitte im Stadtgebiet Nürn­ berg (Büro Lohmeyer, 2018) weisen für die Kilianstraße auf Höhe des Plangebiets für das Jahr 2017 N02-Konzentrationen um 40 pg/m3 aus, die damit bereits leicht über dem Im­ missionsgrenzwert der 39. BImSchV (40 pg/m3) liegen. Durch eine Änderung der Flotten­ zusammensetzung mit schadstoffärmeren oder sogar -freien Antrieben entartete die Stu­ die aber für den Prognosenullfall 2020 bereits eine Unterschreitung der Grenzwerte. Aller­ dings ist im Dezember 2024 die EU-Luftqualitätsrichtlinie in Kraft getreten, welche inner­ halb von zwei Jahren eine Änderung der 39. BImSchV zur Folge haben wird. Die für Nürn­ berg bedeutendste Änderung stellen verschärfte Grenzwerte dar, so ändert sich etwa der Grenzwert von NO2 von derzeit 40 pg/m3 auf 20 pg/m3. Insgesamt ist die Bedeutung des Änderungsbereichs für das Schutzgut Luft als mittel ein­ zustufen.

I.3.2. PLANERISCHE VORGABEN / VORHANDENES PLANUNGSRECHT

I.3.2.1. Planungsrechtliche Vorgaben l.3.2.1. a. Raumordnung (LEP-Ziele der Raumordnung, Regionalplan Region Nürnberg) In Bezug auf die vorliegende Planung ist insbesondere das Ziel 3.2 gemäß LEP 2013 maß­ gebend, dass in Siedlungsgebieten die vorhanden Potenziale der Innenentwicklung vor­ rangig zu nutzen sind.

I.3.2.1. b. Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan (FNP) . Im seit dem 08.03.2006 wirksamen Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan (FNP) ist das Plangebiet als gemischte Baufläche dargestellt. Die im Ursprungs-Bebau­ ungsplan vorgenommene Festsetzung eines Allgemeinen Wohngebiets im Norden und ei­ nes eingeschränkten Gewerbegebiets im Süden erfüllten das Entwicklungsgebot der ver­ bindlichen Bauleitplanung aus dem FNP gemäß § 8 Abs. 2 BauGB.. Östlich des Änderungsbereichs, entlang der Rollnerstraße, ist eine übergeordnete Frei­ raumverbindung dargestellt, die nach Süden über den Nordbahnhof zum Altstadtring führt und nach Norden über den Rand des Marienbergparks bis ins Knoblauchsland reicht. I.3.2.1. C. Bebauungspläne und Veränderungssperren Der Änderungsbereich liegt im rechtskräftigen vorhabenbezogenen Bebauungsplan (BP) Nr. 4551 „Großreuth h.d.V. West“ für ein Gebiet nördlich der Kilianstraße und westlich der Rollnerstraße, in Kraft getreten am 23.07.2014. Der Vorhaben- und Erschließungsplan SCHP-06.1-02-01.1 vom 10.12.2013 und der Vorhaben- und Erschließungsplan temporä­ rer Lärmschutzwall SCHP-06.1-02-01.2 vom 10.12.2013 sind Bestandteil des BP Nr. 4551. Nördlich und südlich des BP Nr. 4551 grenzt der seit 1977 rechtskräftige BP Nr. 3838 an, für den 1999 ein Änderungsverfahren eingeleitet wurde.

I.3.2.1. d. Zulässigkeit von Bauvorhaben Die Zulässigkeit von Bauvorhaben richtet sich nach § 30 Abs. 1 BauGB.

1.3.2.2. Fachplanungsrecht l.3.2.2. a. Naturschutz Geschützte Biotopflächen gemäß § 30 BNatSchG i.V.m. Art. 23 BayNatSchG, Naturschutzund Landschaftsschutzgebiete, geschützte Landschaftsbestandteile und Naturdenkmäler sowie FFH- oder SPA-Gebiete sind im Änderungsbereich nicht vorhanden. Das Plangebiet liegt im Geltungsbereich der Baumschutzverordnung der Stadt Nürnberg.

I.3.2.2. b. Denkmalschutz / Bodendenkmäler Im Planbereich sind keine Kulturdenkmäler bekannt. Nach Festsetzung des Ursprungs-Bebauungsplans hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege den Ortsteil Großreuth hinter der Veste im Oktober 2016 als 34. Ensemble in die Nürnberger Denkmalliste eingetragen. Es wurde als „Straßendorf Großreuth hinter der Veste“, Aktennummer E-5-64-000-37, in die Bayerische Denkmalliste aufgenom­ men. Dieses berührt im Nordosten den Geltungsbereich des Ursprungs-Bebauungsplans, jedoch nicht den Änderungsbereich. Denkmalfachliche Belange sind zu berücksichtigen. Anlässlich früherer Bauarbeiten wurden im Jahr 1982 im südlichen Bereich der Fl. Nr. 154 (nordöstlich des BP Nr. 4551 und des hier festgesetzten Allgemeinen Wohngebiets) Reste eines vermutlichen Massengrabes mittelalter-Zneuzeitlicher Zeitstellung freigelegt. Mit wei­ teren derartigen Funden ist im Umfeld zu rechnen. Für alle Erdarbeiten in diesem Bereich des Bodendenkmals ist deshalb eine denkmalrechtliche Erlaubnis nach Art. 7 Abs. 1 DSchG einzuholen. Ansonsten gilt die allgemeine Meldepflicht gern. Art. 8 Abs. 1 DSchG, wonach derjenige, der Bodendenkmäler auffindet, verpflichtet ist, dies unverzüglich der Unteren Denkmal­ schutzbehörde oder dem Landesamt für Denkmalpflege anzuzeigen.

I.3.3. SONSTIGE RAHMENBEDINGUNGEN

I.3.3.1. Infrastrukturelle Bedarfssituation Das Plangebiet ist gut in die soziale Infrastruktur eingebunden. Folgende Infrastrukturein­ richtungen befinden sich in der Nähe: Kinderkrippe:

Kindergarten (3- bis 6-jährige)

Die zum Gebiet zugehörige Grundschule ist die Grundschule Thoner Espan. Die weiterführenden Schulen in relativer räumlicher Nähe sind die Ludwig-Uhland-Mittelschule, und die Adolf-Reichwein-Schule (Realschule) sowie die Veit-Stoß-Realschule. Die nächstgelegenen Gymnasien sind das Peter-Vischer-Gymnasium und das Hans-Sachs- Gymnasium. Die weiterführenden Schulen sind gut über die Buslinien der VAG erreichbar. Das Baugebiet befindet sich im Planungsbereich 16, Kleinreuth h.d.V. (Jugendhilfeplan „Spielen in der Stadt“), für den im Jahr 2017 ein Spielflächendefizit von derzeit ca. 14.000 m2 ermittelt wurde. Einkaufsmöglichkeiten befinden sich u.a. an der Rollnerstraße 176 (Vollsortimenter) in ca. 350 m Entfernung. . Hinsichtlich der geplanten Ergänzung der zulässigen Nutzungen im eingeschränkten Ge­ werbegebiet um Schank- und Speisewirtschaften ergibt sich keine spezifische Bedarfssi­ tuation an sozialer Infrastruktur.

I.3.3.2. Eigentumsverhältnisse Die Grundstücke befinden sich überwiegend im Privateigentum. Das Fist. Nr. 204/21 be­ findet sich im Eigentum der Stadt Nürnberg.

I.3.3.3. Bodenordnung / Umlegung Maßnahmen der Bodenordnung sind nicht erforderlich.

I.3.3.4. Kommunalpolitische Gründe / sonst. Stadtratsbeschlüsse Für die Planung ist der Baulandbeschluss der Stadt Nürnberg (letzte Änderung in Kraft getreten am 11.02.2026) relevant. Im Hinblick auf die geplante Änderung des bestehenden Baurechts im bereits bebauten Gewerbegebiet betrifft dies insbesondere die Übernahme der Verfahrens- und Verwaltungskosten durch den Planungsbegünstigten und der Ab­ schluss eines städtebaulichen Vertrags nach § 11 BauGB u.a. zur Sicherung grünordnerischer Maßnahmen.

1.4. PLANUNGSKONZEPT (VARIANTENBETRACHTUNG UND PROZESS)

1.4.1. STÄDTEBAULICHES KONZEPT Das bestehende Büro- und Geschäftsgebäude soll um eine gewerbliche Nutzung erweitert werden. Die geplante öffentliche Schank- und Speisewirtschaft mit Dachterrasse/Freischankfläche ist über den drei Ebenen des Parkhauses vorgesehen. Hier bestehen bereits Räume, die als Betriebskantine und gelegentlich zur Durchführung von Veranstaltungen genutzt wurden. Bauliche Veränderungen an der Gebäudehülle sind durch die Umnutzung nicht erforderlich, weitere Varianten waren daher nicht zu betrachten. Zudem sollen nördlich des Bestandsgebäudes die Flächen für Nebenanlagen geringfügig erweitert und in ihrer Nutzungsbreite erweitert werden.

I.4.2. GRÜNORDNERISCHES KONZEPT

I.4.2.1. Gebot der Vermeidung, Verminderung Das grünordnerische Konzept wurde im Ursprungs-Bebauungsplan dargelegt und soll im Wesentlichen beibehalten werden. Im Rahmen der vorliegenden Änderung erfolgte ledig­ lich eine Anpassung an die bestehende (Genehmigungs-)Situation, da u.a. auch ein zu erhaltender Baum in der Zwischenzeit abgegangen war. Durch die geplante Schank- und Speisewirtschaft kommt es zu keinen zusätzlichen Flä­ chenversiegelungen. Die geringfügige Erweiterung der Flächen für Nebenanlagen beschränkt sich auf Teilflä­ chen nördlich des Bestandsgebäudes. Die bisher festgesetzte GRZ von 0,8 wird nicht über­ schritten, sodass der zulässige maximale Versiegelungsgrad eingehalten wird. Die Eingrünung der Nebenanlagen im Norden soll über zwei 2,0 m bis 3,0 m hohe und ca. 20-26 m lange Hecken erfolgen; dies wird über den städtebaulichen Vertrag gesichert und aus Gründen der Lesbarkeit nicht explizit in der Änderungssatzung festgesetzt.

I.4.2.2. Begrünungssatzung Die Begrünungssatzung der Stadt Nürnberg vom 01.10.2025 regelt das Verbot von Boden­ versiegelungen auf nicht überbauten Flächen, deren Zweckbestimmung keine Versiege­ lung erfordert (u.a. Ausschluss von nicht begrünten Steingärten) sowie die Begrünung von Flachdächern. Im Ursprungs-Bebauungsplan wurden diesbezüglich weitergehende Fest­ setzungen getroffen (wie u.a. Festsetzungen zur Dachbegrünung), die zu berücksichtigen sind.

I.4.3. AUSGLEICHSKONZEPT (ARTENSCHUTZ, GESCHÜTZTE BIOTOPE, WALD ETC.) ,

Unvermeidbare Eingriffe, die auf Grund der Aufstellung des Bebauungsplans zu erwarten sind, gelten bei Bebauungsplänen der Innenentwicklung (§ 13a BauGB) als vor der plane­ rischen Entscheidung erfolgt oder zulässig. Eine Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung ist dem­ entsprechend nicht notwendig.

I.4.4. VERKEHRSKONZEPT Das dem Ursprungs-Bebauungsplan zu Grunde liegende Verkehrskonzept wird nicht ver­ ändert. Die bestehenden Zufahrten von der Kilianstraße und der Großreuther Straße die­ nen weiterhin der Erschließung des Plangebiets. Der Stellplatznachweis erfolgt über das bestehende Parkhaus, die Tiefgarage sowie über einzelne oberirdische Stellplätze. Die Stellplätze der Schank- und Speisewirtschaften sind im Parkhaus vorgesehen, deren Zu- und Abfahrt für Gäste auf die Kilianstraße beschränkt werden soll. Der Stellplatznachweis für die neu festgesetzte Nutzung als Schank- und Spei­ sewirtschaft ist möglich.

Lediglich das Flurstück Nr. 204/21, das bisher als Teil des eingeschränkten Gewerbege­ biets festgesetzt war, wird im Rahmen der Änderung des BP Nr. 4551 in die Verkehrsflä­ chen einbezogen. Die Fläche ist bereits asphaltiert und Teil der Großreuther Straße.

I.4.5. IMMISSIONSSCHUTZ Im Rahmen schallimmissionsschutztechnischer Untersuchungen (IfB Sorge, 14.03. 2025 und 05.03.2026) wurden die an den maßgeblichen Immissionsorten zu erwartenden

Geräuschimmissionen, ausgehend von den gesamten gewerblichen Nutzungen im Ände­ rungsbereich, einschließlich der geplanten Nutzung für Schank- und Speisewirtschaften, ermittelt und beurteilt. Bei den nächstgelegenen Immissionsorten handelt es sich um die nördlich gelegene Wohnbebauung (Großreuther Straße 23, 43 und 51). Gemäß DIN 18005 erfolgt die Ermitt­ lung der Beurteilungspegel im Einwirkungsbereich von gewerblichen Anlagen auf Grund­ lage der TA Lärm, sodass für Allgemeine Wohngebiete (WA) Immissionsrichtwerte (IRW) von 55/44 dB(A) tags/nachts und für Mischgebiete (Ml) 60/45 dB(A) tags/nachts zu beach­ ten sind. Die Wohngebäude in der Großreuther Straße Nr. 23 und 43 liegen innerhalb eines festgesetzten Allgemeinen Wohngebiets (BP Nr. 4551), das Wohngebäude in der Groß­ reuther Str. 51 liegt innerhalb eines festgesetzten Mischgebiets (BP Nr. 3838). Die IRW gelten für die Gesamtbelastung der aus dem Umfeld einwirkenden Anlagen, sodass die Geräuschimmissionen der bestehenden Gewerbebetriebe südlich der Kilianstraße (Bau­ unternehmen, Baumarkt und Bürogebäude) als Vorbelastung zu berücksichtigen sind. Da die Höhe dieser Geräuschimmissionen nicht näher bekannt ist, wurden vorsorglich Immis­ sionsrichtwertanteile berücksichtigt, die die zuvor genannten IRW tags um mindestens 6 dB und nachts um mindestens 3 dB unterschreiten. Die Großreuther Straße wurde als eine Linienschallquelle für den Zu- und Abfahrtsverkehr berücksichtigt. Ab der Kreuzung Rollnerstraße / Kilianstraße findet eine Vermischung mit dem übrigen Verkehr statt, sodass auf eine Beurteilung von anlagenbezogenen Fahrver­ kehren auf öffentlichen Verkehrsflächen verzichtet werden konnte. Als maßgebliche Schallemittenten innerhalb des Änderungsbereichs wurden die Pkw­ Fahr- und Parkgeräusche von oberirdischen Stellplätzen sowie dem Parkhaus, die Schallabstrahlung der Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung sowie von Geräu­ schen aus den Innenräumen und der Dachterrasse/Freischankfläche auf Grundlage von Betriebsbeschreibungen berücksichtigt. Für die neu in den Katalog der zulässigen Nutzun­ gen aufgenommenen Schank- und Speisewirtschaften wurde in den schallimmissions­ schutztechnischen Untersuchungen ein Betriebsszenario einer öffentlichen Gaststätte als Bemessungsgrundlage zugrunde gelegt. Dabei werden die baulichen Gegebenheiten (u.a. bestehende Verglasung der Dachterrasse/Freischankfläche) sowie die Zu- und Abfahrt von Gästen einer Schank- und Speisewirtschaft ausschließlich über die Kilianstraße vorausge­ setzt. Als einzelne, kurzzeitige Geräuschspitzen wurden Türschlagen im Bereich der ober­ irdischen Stellplätze und des Parkhauses, die Vorbeifahrt eines Pkw auf dem Zu- und Ab­ fahrtsweg der Großreuther Straße sowie „normales Rufen“ im Raucherbereich angesetzt. In der ergänzenden schallimmissionsschutztechnischen Untersuchung (IfB Sorge, 05.03.2026) wurden Anlieferungen einer Schank- und Speisewirtschaft geprüft. Auf Grundlage der Berechnungsvoraussetzungen werden die zugrunde gelegten Immissi­ onsrichtwertanteile in den Beurteilungszeiträumen tags und nachts unter Berücksichtigung der gesamten gewerblichen Nutzungen im Änderungsbereich einschließlich der geplanten Nutzung für Schank- und Speisewirtschaften an allen maßgeblichen Immissionsorten ein­ gehalten. Auch die Anforderungen an einzelne, kurzzeitige Geräuschspitzen, die die Immissionsricht­ werte tags nicht mehr als 30 dB und nachts nicht mehr als 20 dB überschreiten sollen, werden tags und nachts eingehalten. Die Aufnahme von öffentlichen Schank- und Speisewirtschaften in den Katalog der zuläs­ sigen Nutzungen ist aus schallimmissionsschutzfachlicher Sicht bei Umsetzung entspre­ chender Maßnahmen grundsätzlich verträglich. Die erforderlichen Maßnahmen zur Einhal­ tung der schalltechnischen Anforderungen beziehen sich insbesondere auf den Betrieb (u.a. maximal Betrieb auf der Dachterrasse bis 22:00 Uhr, Raucherecke auf südlicher

Dachterrasse/Freischankfläche, keine Live-Musik), die Verödung der Stellplätze für eine Gaststätte in der Ebene 0 des Parkhauses, die Zu- und Abfahri der Gäste in das Parkhaus von Süden sowie die lärmmindernde Ausführung von Anlagen der technischen Gebäude­ ausrüstung. Die Maßnahmen sind im Rahmen des Baugenehmigungsvedahrens festzule­ gen und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit nachzuweisen. Die zulässigen Nutzungen beschränken sich weiterhin auf das Wohnen nicht wesentlich störende Nutzungen. Dadurch bleibt die Funktion des Gebäuderiegels als Lärmschutzrie­ gel erhalten und wird durch die Aufnahme von Schank- und Speisewidschaften in die Liste der zulässigen Nutzungen nicht konterkaried.

I.4.6. KLIMASCHUTZ UND KLIMAANPASSUNG Durch die geplante Erweiterung des Nutzungskonzepts erfolgt keine Erhöhung der bisher zulässigen maximalen Versiegelung. Das Bestandsgebäude wird erhalten. Aufgrund der Lage und Anbindung an den ÖPNV sowie der bestehenden Nutzungen ist nur von einer sehr geringen Erhöhung des motorisieden Individualverkehrs durch Gaststättenbetrieb auszugehen. Vor diesem Hintergrund sind im Vergleich zur Bestandssituation keine nachteiligen Aus­ wirkungen auf die bioklimatischen Verhältnisse vor Od, insbesondere durch eine zusätzli­ che Erwärmung infolge neuer Versiegelungen, zu erwaden. Grünordnerische Festsetzun­ gen, die zu einem günstigen Bioklima beitragen, wie beispielsweise die Begrünung von Fassaden- und Dachflächen, wurden bereits im ursprünglichen Bebauungsplan verbindlich festgelegt. Darüber hinaus ist durch die Planung weder durch den Bau neuer Gebäude, Straßen oder durch Landnutzungsänderungen mit einer Erhöhung der Treibhausgasemissionen zu rech­ nen.

Negative Beeinträchtigungen auf das Lokalklima sowie das Globale Klima sind durch die Planung nicht zu erwaden.

I.4.7. VER- UND ENTSORGUNG INSBESONDERE NIEDERSCHLAGSWASSER­ MANAGEMENT Die Versorgung des Gebiets mit technischer Infrastruktur (Strom, Wasser, Telekommuni­ kation) ist sichergestellt. Das Plangebiet ist an den Mischwasserkanal angeschlossen, hier erfolgt die Einleitung des Schmutzwassers sowie die gedrosselte Einleitung des auf Dach­ flächen und befestigen Flächen anfallenden Niederschlagswassers.

I.4.8. GENDER UND DIVERSITY Hinsichtlich der Änderung des BP Nr. 4551 sind Gender- und Diversity-Aspekte insbeson­ dere auf Vorhabenebene (Sanitärräume, Sicherheit im Parkhaus und Tiefgarage, barriere­ freie Erschließung etc.) zu berücksichtigen.

I.5. AUSWIRKUNGEN AUF DIE UMWELTBELANGE

1.5.1. UMWELTBELANGE Durch die Planung erfolgen insgesamt nur geringfügige Änderungen im Vergleich zum Ur­ sprungs-Bebauungsplan, da im Wesentlichen auf den Bestand abgestellt wird. Im be­ schleunigten Verfahren nach § 13a BauGB wird zwar auf eine Umweltprüfung nach § 2

Abs. 4 BauGB verzichtet, die Umweltbelange sind dennoch in die Abwägung mit einzustel­ len.

I.5.1.1. Fläche, Boden und Wasser Durch die BP-Änderung erfolgt kein Flächenverbrauch durch Inanspruchnahme von Frei­ fläche, wie z.B. landwirtschaftliche Fläche. Da die Erweiterung der zulässigen Nutzungen um öffentliche Schank- und Speisewirtschaften im Bestandsgebäude abgewickelt wird, er­ folgen hier auch keine neuen Flächenversiegelungen. Die Erweiterung der Flächen für Ne­ benanlagen ist ebenfalls ohne zusätzliche Auswirkungen, da es zu keiner Erhöhung der bisher zulässigen GRZ von 0,8 kommt und nach wie vor mind. 10% der als Gewerbegebiet festgesetzten Grundstücksflächen von Versiegelung freizuhalten sind.

1.5.1.2. Pflanzen und Tiere (Biologische Vielfalt) In der Planung wird das grünordnerische Konzept im Wesentlichen übernommen und an die genehmigte Bestandssituation angepasst. Neue Eingriffe in Lebensräume oder eine Reduzierung der zu begrünenden Bereiche finden nicht statt. Aufgrund der bestehenden baulichen Nutzung des Plangebiets sowie der vorgesehenen Planung, die sich im Wesentlichen auf die Erweiterung der zulässigen Nutzungen innerhalb eines Bestandsgebäudes beschränkt, sind keine zusätzlichen Eingriffe in potenzielle Le­ bensräume geschützter Tier- oder Pflanzenarten zu erwarten. Eine Entfernung von Gehöl­ zen, ein Rückbau von Gebäuden oder sonstige Maßnahmen, die Fortpflanzungs- oder Ru­ hestätten besonders oder streng geschützter Arten im Sinne des § 44 BNatSchG beein­ trächtigen könnten, sind nicht vorgesehen. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass durch die vorliegende Planung keine artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände nach § 44 BNatSchG ausgelöst werden.

1.5.1.3. Landschaft Die geplante Eingrünung der Flächen für Nebenanlagen, die im Rahmen des städtebauli­ chen Vertrags gesichert wird, vermeidet Eingriffe in das Schutzgut Landschaft. Da keine Änderung am Bestandsgebäude vorgesehen ist, sind diesbezüglich keine neuen Auswir­ kungen auf das Orts- und Landschaftsbild zu erwarten.

1.5.1.4. Menschliche Gesundheit l.5.1.4. a. Erholung Nachteilige Auswirkungen auf die (landschaftsgebundene) Erholung des Menschen sind durch die vorliegende Planung nicht zu erwarten.

1.5.1.4. b. Immissionen (Lärm, Erschütterungen, Strahlung, Licht, Störfallvorsorge, etc.) Die Auswirkungen der Geräuschimmissionen, die durch die geplante Schank- und Speise­ wirtschaft im Bestandsgebäude verursacht werden, wurden gutachterlich untersucht (vgl. Kap. I.4.5). Schallschutzmaßnahmen wie unter anderem die Regelung der Betriebszeiten werden im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens gesichert, sodass davon auszuge­ hen ist, dass die Immissionsrichtwerte der TA Lärm eingehalten werden.

1.5.1.5. Klima

Durch die Beibehaltung des grünordnerischen Konzepts und der entsprechenden Festset­ zungen (u.a. Dachbegrünung) werden keine nachteiligen Auswirkungen auf das Lokalklima erwartet. Eine relevante Veränderung bei den CO2-Emissionen (Treibhausgasemissionen) durch den Betrieb von Schank- und Speisewirtschaften (insbesondere auch durch Ziel- und Quellverkehr) wird aufgrund der geringen Nutzungsänderung innerhalb der bestehenden baulichen Anlagen und der bereits vorhandenen verkehrlichen Vorbelastung nicht erwartet.

1.5.1.6. Luft

Die Planänderung hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die Lufthygiene.

I.5.2. ZUSAMMENFASSENDE BEWERTUNG Erheblich nachteilige Auswirkungen auf die Schutzgüter sind durch die Änderung des BP Nr. 4551 nicht zu befürchten.

I.6. ERFORDERLICHE FESTSETZUNGEN, KENNZEICHNUNGEN UND HIN­

WEISE

Innerhalb des Geltungsbereichs der Änderungssatzung gilt die Baunutzungsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S. 3786), zuletzt ge­ ändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 3. Juli 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 176). Für den außerhalb dieses Geltungsbereichs liegenden Teil gelten weiterhin die in der Präambel des Ursprungs-Bebauungsplans genannten Fassungen der Rechtsgrundlagen. Nachfolgend wird nur auf die Festsetzungen eingegangen, die im Rahmen der vorliegen­ den Änderung des BP Nr. 4551 geändert bzw. ergänzt wurden.

1.6.1. ART DER BAULICHEN NUTZUNG Die Art der baulichen Nutzung, die sich im eingeschränkten Gewerbegebiet (GE(e)) bisher auf Geschäfts- und Bürogebäude, ein Parkhaus und Werbeanlagen an der Stätte der Leis­ tung beschränkte, wurde um die Zulässigkeit von Schank- und Speisewirtschaften erwei­ tert. Diese wurde auf den Teilbereich des Parkhauses und das hier bestehende vierte Voll­ geschoss beschränkt, da hier bereits die bisher betriebene Betriebskantine bestand. Auch die Dachterrasse/Freischankfläche wurde aus Immissionsschutzgründen auf diese Ebene beschränkt. . Somit ist weiterhin gewährleistet, dass nur das Wohnen nicht wesentlich störende Gewer­ bebetriebe im Änderungsbereich zulässig sind und ein verträgliches Nebeneinander der nördlich gelegenen Wohnnutzung mit den gewerblichen Nutzungen möglich ist.

I.6.2. MASS DER BAULICHEN NUTZUNG Das bisher zulässige Maß der baulichen Nutzung wird durch die Änderung des BP Nr. 4551 nicht geändert. Es ergibt sich aus der Grundflächenzahl (GRZ), die im GE(e) gemäß den nach § 17 BauNVO vorgegebenen Obergrenzen auf maximal 0,8 festgesetzt ist. . Das Maß der baulichen Nutzung wird ergänzend über Festsetzungen der Zahl der Vollge­ schosse und der zwingend zu errichtenden Traufhöhe (Gebäudehöhe) bestimmt. Die Traufhöhen beziehen sich auf Normalnull, dies entspricht der zum damaligen Zeitpunkt der Aufstellung des Ursprungs-Bebauungsplans gültigen Höhenangabe und wird aufgrund der

nur geringfügigen Differenzen zwischen NN und NHN (Normalhöhennull) in Nürnberg im Bereich von wenigen Zentimetern nicht angepasst, zumal die Bestandsgebäude bereits errichtet sind. Die Festsetzungen der max. Traufhöhe für Nebengebäude, Garagen und Carports bezieht sich auf die nächstgelegene OK der Straßenverkehrsfläche, gemessen in der jeweiligen Mitte der Fassadenfront / Zufahrt. Im Rahmen der Änderung des BP Nr. 4551 wird eine Ausnahmeregelung für das eingeschränkte Gewerbegebiet ergänzt, um untergeordnete Sicherheitseinrichtungen wie beispielsweise Absturzsicherungen, die die maximal zuläs­ sige Traufhöhe um bis zu 1,2 m überschreiten zu ermöglichen.

I.6.3. BAUWEISE Die bisherigen Festsetzungen zur Bauweise werden durch die Änderung des BP Nr. 4551 nicht geändert. Für das Gewerbegebiet gilt eine abweichende Bauweise in der Form, dass entlang der Kilianstraße Gebäude durchgehend und lückenlos zu errichten sind. Diese dür­ fen eine Länge von bis zu 126,5 m aufweisen. Dies ist aus Gründen des Immissionsschut­ zes erforderlich gewesen, um eine wirksame Abschirmung des hinterliegenden Wohnge­ biets zu erzielen und stellt gleichzeitig einen städtebaulich angemessenen Gegenpol zu der Bebauung südlich der Kilianstraße dar.

I.6.4. ÜBERBAUBARE GRUNDSTÜCKSFLÄCHEN Die im Ursprungs-BP festgesetzte überbaubare Grundstücksfläche wird durch die Ände­ rung des BP Nr. 4551 nicht geändert. Es wurden vergleichbar enge Baugrenzen um den geplanten Gebäuderiegel gezogen, um die angestrebte Baustruktur zu erzielen und das Lärmschutzkonzept zu sichern.

I.6.5. ABSTANDSFLÄCHEN Die Abstandsflächen ergeben sich durch die festgesetzten Baugrenzen und ersetzen die entsprechenden Regelungen der BayBO, dessen Anwendung daher im Ursprungs-Bebau­ ungsplan auch nicht angeordnet wird. Im Rahmen der Änderung des BP Nr. 4551 wird dies so beibehalten, auch die überbaubaren Grundstücksflächen und maximalen Gebäudehö­ hen der Hauptgebäude über NN werden nicht verändert. Mit der Festsetzung der überbaubaren Grundstücksflächen ist eine ausreichende Belich­ tung und Belüftung des Gebiets gewährleistet. Dies wurde im Rahmen der Aufstellung des Ursprungs-Bebauungsplans geprüft. Unter Zugrundelegung der damals gültigen Abstands­ flächen nach BayBO von 1 H im Wohngebiet und einer Reduktion auf 0,25 H, mind. 3,0 m, als Tiefe der Abstandsflächen im Gewerbegebiet kam es zu keiner Überschneidung. Nach den aktuell gültigen Abstandsflächen von 0,4 H und in Gewerbegebieten von 0,2 H mind. 3,0 m wären demnach die Abstandsflächen nach BayBO eingehalten.

I.6.6. FLÄCHEN FÜR STELLPLÄTZE, GARAGEN UND NEBENANLAGEN Die Zulässigkeit von Garagen, Carports, Stellplätzen und Nebenanlagen wurde im Ur­ sprungs-Bebauungsplan auf die im Planteil besonders festgesetzten Flächen beschränkt. Ferner erfolgten für das gesamte Plangebiet des Ursprungs-Bebauungsplans auch ein­ schränkende Festsetzungen zu sonstigen Nebenanlagen, um insbesondere das Wohnge­ biet nicht durch eine Vielzahl kleiner Bauten zusätzlich zu verdichten und um das Erschei­ nungsbild nicht zu beeinträchtigen.

Um die Flexibilität für Gewerbetreibende im Änderungsbereich zu erhöhen, werden im Rahmen der Änderung des BP Nr. 4551 die bisherigen festgesetzten Flächen für Stell­ plätze und Nebenanlagen zusammengefasst und in Richtung Westen geringfügig erweitert bzw. um eine weitere Fläche für Nebenanlagen ergänzt. Innerhalb der nun festgesetzten, beiden größeren Flächen sind Stellplätze, Garagen, Carports sowie Nebenanlagen zuläs­ sig, auf eine dezidierte Zulässigkeitsbeschränkung einzelner Nebenanlagen in bestimmten Teilbereichen wird nun verzichtet. Die zulässigen Nutzungen sollen sich jedoch weiterhin auf das Wohnen nicht wesentlich störende Nutzungen beschränken, sodass die Anforde­ rungen an den Lärmschutz eingehalten und Beeinträchtigungen der angrenzenden Wohn­ nutzung vermieden werden. Gemäß § 14 Abs. 2 BauNVO können Nebenanlagen, die der Versorgung der Baugebiete mit Elektrizität, Gas, Wärme und Wasser sowie zur Ableitung von Abwasser dienende Ne­ benanlagen als Ausnahme zugelassen werden, auch soweit für sie im BP keine besonde­ ren Flächen festgesetzt sind. Die im BP festgesetzten Flächen für Nebenanlagen hindern die Anwendung dieser Ausnahme nicht. Dies ermöglicht es, auf zukünftige Bedarfe reagie­ ren zu können.

I.6.7. VERKEHRSFLÄCHEN Eine Teilfläche im Norden des Änderungsbereichs (Flurstück Nr. 204/21), die bisher als Teil des Gewerbegebiets festgesetzt war, wird nun als Verkehrsfläche festgesetzt und der Ein- und Ausfahrtsbereich an das Baugrundstück versetzt. Es handelt sich hierbei lediglich um eine Anpassung an bereits bestehende Verhältnisse.

I.6.8. VERSORGUNGSFLÄCHEN Die im Osten des Änderungsbereichs festgesetzte Versorgungsfläche mit Zweckbestim­ mung „Trafostation“ wird entsprechend dem Ursprungs-Bebauungsplan übernommen.

I.6.9. GRÜNORDNUNG Im Rahmen der Änderung des BP Nr. 4551 erfolgte eine Bestandsaufnahme der Grün­ strukturen innerhalb des Änderungsbereichs sowie ein Abgleich zwischen Planzeichnung des Ursprungs-BP, dem Vorhaben- und Erschließungsplan vom 10.12.2013 sowie dem letzten Genehmigungsstand für das Gewerbegebäude (Freiflächengestaltungsplan, ge­ nehmigt am 11.09.2014). Im Änderungsbereich bestehen derzeit 9 Laubbäume. Einer der zwei bisher zum Erhalt festgesetzten Bäume ist nach Rechtskraft des BP eingegangen, sodass hier die Festset­ zung in der Planzeichnung angepasst wird. Die große Hainbuche (Carpinus betulus) im Südosten des Änderungsbereichs wird aber weiterhin als zum Erhalt festgesetzt.

Um eine Durch- und Eingrünung des Plangebiets zu gewährleisten sollen auch die übrigen 9 Bestandsbäume erhalten und um zwei weitere zu pflanzende Bäume im Südwesten er­ gänzt werden. Die Maßnahmen werden in der Planzeichnung nur hinweislich dargestellt, da sie im städtebaulichen Vertrag gesichert sind. Zudem sollen die Flächen für Nebenan­ lagen in Richtung Norden mit Hecken mit einer Höhe von 2 m und 3 m eingegrünt werden. Dies ist ebenfalls im städtebaulichen Vertrag gesichert. Im Rahmen der Änderung des BP Nr. 4551 wird die Zulässigkeit von Dachterrassen/Freischankflächen auf gleicher Ebene der Flächen für Schank- und Speisewirtschaften gere­ gelt. Klarstellend wird festgesetzt, dass sich der Anteil von 70 % der mindestens zu begrü­ nenden Dachflächen auf die Dachflächen ohne Dachterrassen bezieht. Dies entspricht dem genehmigten Zustand und dient insoweit der Klarstellung.

Die übrigen grünordnerischen Festsetzungen (wasserdurchlässige Beläge auf privaten Stellplätzen, mind. 10% zu begrünende Flächen) werden im Rahmen der Änderung des BP Nr. 4551 nicht geändert. Lediglich die Pflanzliste für die Fassadenbegrünung im Ge­ werbegebiet wird aktualisiert und der hier noch enthaltende Schlingknöterich (Fallopia aubertii) aufgrund der Starkwüchsigkeit und der Verdrängung heimischer Arten (potenziell invasive Art) herausgenommen.

1.6.10. FLÄCHEN ODER MASSNAHMEN ZUM SCHUTZ, ZUR PFLEGE UND ZUR ENTWICKLUNG VON BODEN, NATUR UND LANDSCHAFT Die im Ursprungs-Bebauungsplan festgesetzten Ausgleichsmaßnahmen liegen nicht inner­ halb des Änderungsbereichs und werden nicht geändert. Für die Änderung des BP Nr. 4551 ist kein naturschutzrechtlicher Ausgleich erforderlich (vgl. Kap. I.4.3).

1.6.11. MASSNAHMEN FÜR DEN ARTENSCHUTZ Die Änderung des BP Nr. 4551 hat keine artenschutzrechtliche Relevanz aufzuweisen. Eine Einschlägigkeit von Verbotstatbeständen nach § 44 BNatSchG ist nicht zu erwarten. Maßnahmen für den Artenschutz sind derzeit auf Bebauungsplanebene nicht angezeigt.

1.6.12. FLÄCHEN ODER MASSNAHMEN FÜR BESONDERE ANLAGEN UND VOR­ KEHRUNGEN BZW. BAULICHE UND SONSTIGE VORKEHRUNGEN ZUM SCHUTZ VOR SCHÄDLICHEN UMWELTEINWIRKUNGEN I.S.D. BIMSCHG Die im Ursprungs-Bebauungsplan festgesetzten Immissionsschutzmaßnahmen werden im Rahmen der Änderung des BP Nr. 4551 nicht geändert. Wesentlicher Baustein des Lärm­ schutzes ist die gewerbliche Bebauung entlang der Kilianstraße als geschlossener Schall­ schirm (LSM 1), die eine abschirmende Wirkung für das nördlich angrenzende Wohngebiet übernimmt. Da eine weitere Fortführung der Bebauung nach Westen aus städtebaulichen Gründen nicht gewünscht war, hier aber für die Außenwohnbereiche noch ein entspre­ chender Schutz gegen Verkehrslärm getroffen werden sollte, erfolgte eine Festsetzung ei­ ner Lärmschutzmaßnahme in Form eines 2 m hohen, modellierten und begrünten Erdwalls (LSM 2), bzw. im Nahbereich des Gebäudes in Form einer 2 m hohen Lärmschutzwand als Bindeglied zum Wall. Da die Wohnbebauung bereits vor den gewerblichen Bauten errichtet werden sollte, war zum Zeitpunkt der Aufstellung des Ursprungs-Bebauungsplans aus Lärmschutzgründen eine Interimslösung erforderlich, die in Form eines 6 m hohen Erdwalls vorgesehen wurde (vgl. Nebenzeichnung im Planteil, LSM 5). In dem Ursprungs-BP wurde eine bedingende Festsetzung aufgenommen, dass Wohngebäude im allgemeinen Wohngebiet erst nach Fertigstellung dieser Lärmschutzmaßnahme zulässig sind. Aufgrund des mittlerweile er­ richteten Gebäuderiegels (LSM 1) ist diese Festsetzung obsolet. Da die Festsetzung aber auch Teilflächen außerhalb des Änderungsbereichs betrifft werden diesbezügliche Fest­ setzungen beibehalten. Die auf die nördlich gelegene Wohnbebauung einwirkenden Geräuschimmissionen, die durch die geplante Schank- und Speisewirtschaft verursacht werden, wurden gutachterlich untersucht (IfB Sorge, 14.03.2025 und 05.03.2026; vgl. Kap. I.4.5 der Begründung). Schall­ schutzmaßnahmen wie unter anderem die Regelung der Betriebszeiten werden im Rah­ men des Baugenehmigungsverfahrens gesichert, sodass davon auszugehen ist, dass die Immissionsrichtwerte der TA Lärm eingehalten werden.

1.6.13. ÄUSSERE GESTALTUNG BAULICHER ANLAGEN / ÖRTLICHE BAUVORSCHRIFTEN / WERBEANLAGEN / EINFRIEDUNGEN

Die bisherigen Festsetzungen zur äußeren Gestaltung der baulichen Anlagen im Ände­ rungsbereich (Flachdach, technische Dachaufbauten) sowie zu Werbeanlagen und Einfrie­ dungen werden im Rahmen der Änderung des BP Nr. 4551 unverändert beibehalten.

1.7. BETEILIGUNGEN

1.7.1. FRÜHZEITIGE ÖFFENTLICHKEITSBETEILIGUNG GEMÄSS § 3 ABS. 1 BAUGB Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB wurde am 26.03.2026 im Stadtplanungsausschuss beschlossen und erfolgte im Zeitraum vom 13.04.2026 bis einschließlich 11.05.2026 auf Grundlage des Vorentwurfs. Die vorgebrachten Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit bezogen sich insbesondere auf die zu erwartenden Lärmimmissionen des geplanten Gastronomiebetriebs auf die angren­ zende Wohnbebauung. Es wurde u.a. eine zeitliche Begrenzung der Terrassennutzung, ein Verbot von Musik im Außenbereich sowie weitergehende Festsetzungen zu Lärm­ schutzmaßnahmen gefordert. Weitere Äußerungen betrafen die Stellplatzsituation und die verkehrlichen Auswirkungen durch die Gaststättennutzung. Darüber hinaus wurden Be­ denken hinsichtlich möglicher Einblicke von der Dachterrasse in benachbarte Grundstücke sowie möglichen Licht- und Geruchsimmissionen durch die Gasstätte vorgebracht. Weitere Äußerungen bezogen sich auf die Zulässigkeit und Anordnung von Nebenanlagen und technische Anlangen, wie Wärmepumpen, im Übergang zur nördlich angrenzenden Wohn­ bebauung und deren Auswirkungen auf das Ortsbild. Es wurde zudem gefordert die Her­ ausnahme der Dachterrasse aus den zu begrünenden Dachflächen auszugleichen. Die Stellungnahmen wurden gesichtet und geprüft. Im Rahmen einer ergänzenden schal­ limmissionsschutztechnischen Untersuchung wurden die Anlieferverkehre durch die ge­ plante Gasstätte geprüft, mit dem Ergebnis, dass auch weiterhin die zugrunde gelegten Immissionsrichtwertanteile eingehalten werden können. Das Gutachten wurde als Anlage dem Bebauungsplan beigefügt. Anpassungen an den Festsetzungen erfolgten nicht, da aus dem Gutachten resultierende Maßnahmen wie u.a. die Betriebszeiten im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens festzulegen sind.

I.7.2. FRÜHZEITIGE BETEILIGUNG DER BEHÖRDEN UND DER SONSTIGEN TRÄGER ÖFFENTLICHER BELANGE GEMÄSS § 4 ABS. 1 BAUGB Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB erfolgte parallel mit der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB ebenfalls im Zeitraum vom 13.04.2026 bis 11.05.2026. Die eingegange­ nen Stellungnahmen betrafen u.a. Belange des Denkmalschutzes aufgrund der räumlichen Nähe zum Ensemble „Straßendorf Großreuth h. d. Veste“. Zudem wurden vom Amt für Geoinformation und Bodenordnung Hinweise zur Aktualisierung der Kartengrundlage ge­ geben.

In Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde wurde ein ergänzender Hinweis zum Denkmalschutz in die Begründung aufgenommen. Die zugrunde gelegte digitale Stadtgrundkarte wurde innerhalb des Änderungsbereichs aktualisiert.

1.7.3. BETEILIGUNG DER BEHÖRDEN UND DER SONSTIGEN TRÄGER ÖFFENT­ LICHER BELANGE (TÖB) GEMÄSS § 4 ABS. 2 BAUGB

Der Absatz wird im Lauf des Verfahrens ergänzt.

1.7.4. VERÖFFENTLICHUNG IM INTERNET GEMÄSS § 3 ABS. 2 BAUGB Der Absatz wird im Lauf des Verfahrens ergänzt.

II. ABWÄGUNGSERGEBNIS

Der Absatz wird im Lauf des Verfahrens ergänzt.

III. KOSTEN

Begleitend zum Bebauungsplanverfahren wurde ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Stadt und dem Investor abgeschlossen, in dem unter anderem auch die durch den Bebau­ ungsplan ausgelösten Maßnahmen und deren Finanzierung vertraglich gesichert sind.

IV. QUELLENANGABEN

Schallimmissionsschutztechnischen Untersuchung, Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 4551 „Großreuth h.d.V.“ der Stadt Nürnberg, IfB Sorge, Nürnberg, 14.03.2025, Bericht Nr. 11260.5. Schallimmissionsschutztechnischen Untersuchung, Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 4551 „Großreuth h.d.V.“ der Stadt Nürnberg, IfB Sorge, Nürnberg, 05.03.2026, Bericht Nr. 11260.6a. Wirksamer Flächennutzungsplan der Stadt Nürnberg mit integriertem Landschaftsplan (Stand 21.05.2025) Stadtklimagutachten (GEO-NET Umweltconsulting GmbH,. 2014) Masterplan für die Gestaltung nachhaltiger und emissionsfreier Mobilität in Nürnberg (In­ genieurbüro Lohmeyer GmbH & Co KG, Bericht Juni 2018) Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP) der Stadt Nürnberg (1996)

Nürnberg, den 31.08.2026

Abbildung 16

Stadtplanungsamt

Abbildung 15

Leiter Umweltamt

Plan 1:

Beratung Datum Behandlung Ziel

Stadtplanungsausschuss 08.10.2026 öffentlich Beschluss

Betreff:

Bebauungsplan Nr. 4614 "Züricher Straße"

Neubau von Wohnraum an der Züricher Straße

Anlagen: Entscheidungsvorlage

Sachverhalt (kurz):

Im Rahmen der baulichen Entwicklung der im Bebauungsplan Nr. 4614 festgesetzten Wohngebiete werden für den Bereich der Grundstücke an der Züricher Straße, Fl.Nrn. 171/1, 171/2, 168/10, 168/11, 168/12, 168/13, 168/14, 168/15, 168/16, 137/104 je Gemarkung Großreuth bei Schweinau, seitens des Investors wbg Nürnberg geänderte Umsetzungen insbesondere hinsichtlich der städtebaulichen Dichte gewünscht.

Eine moderate Verdichtung durch die teilweise Erhöhung der Geschossigkeit und der Bauraumerweiterungen erscheint städtebaulich möglich und würde mit der Umsetzung der Planung weitere Wohnraumangebote schaffen.

Da eine zeitliche Realisierung aktuell noch nicht abschließend terminiert werden kann, wird zunächst eine Beschlussfassung zur Rahmenplanung der wbg Nürnberg begehrt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Mit der Bereitstellung von Wohnraum unterschiedlicher Qualität und Ausgestaltung werden positive Auswirkungen für unterschiedliche Bevölkerungsschichten erwartet.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Der Stadtplanungsausschuss beschließt den Rahmenplan der wbg Nürnberg Wohnen vom 31.08.2026 (Planverfasser wbg Nürnberg) als Grundlage für die zukünftige städtebauliche Entwicklung des Planungsbereiches „Züricher Straße“, Fl.Nrn. 171/1, 171/2, 168/10, 168/11, 168/12, 168/13, 168/14, 168/15, 168/16, 137/104 je Gemarkung Großreuth bei Schweinau.

Notwendige planungsrechtliche Befreiungen sollen in den nachfolgenden Baugenehmigungsverfahren nach jeweils geltendem Recht ermöglicht werden.

Betreff:

Bebauungsplan Nr. 4614 ”Züricher Straße“

Neubau von Wohnraum an der Züricher Straße

Entscheidungsvorlage

Ausgangssituation

Der Bebauungsplan Nr. 4614 trat am 22.08.2018 in Kraft. Planungsziel ist es, dass rund um den U-Bahnhof Züricher Straße der U3 eine bauliche Entwicklung mit großzügigen öffentlichen Grünflächen planungsrechtlich gesichert werden. Die bauliche Entwicklung – nicht zuletzt durch die wbg Nürnberg – schreitet voran. Ebenso wurde der Züricher Park zwischenzeitlich hergestellt und an die Öffentlichkeit zur Nutzung übergeben.

Die weiteren Bauflächen der wbg Nürnberg, im Bereich südlich der Züricher Straße bis zur Genfer Straße mit den Fl.Nrn. 171/1, 171/2, 168/10, 168/11, 168/12, 168/13, 168/14, 168/15, 168/16, 137/104 je Gemarkung Großreuth bei Schweinau, sind bislang noch keiner Bebauung zugeführt und liegen trotz der Nähe zum U-Bahnhof brach. Die bestehende Erschließung der Bauflächen erfolgt über die Züricher Straße im Nord-Westen bzw. über die Genfer Straße im Nord-Osten. Im Süden grenzt der Bereich an den Züricher Park, im Westen befinden sich – getrennt durch einen bestehenden Wohnriegel und einem Ausläufer des Züricher Parks – die derzeit durch die wbg Nürnberg in Bau befindlichen Urbanen Gebiete MU 1.1-1.3 des Bebauungsplans. Im Osten, als Ausläufer des Züricher Parks befinden sich Versickerungsflächen, im Süden sind Grünflächen sowie Spielflächen für die angrenzenden Baugebiete angeordnet.

Der hier gezeigte Ausschnitt des genannten Bebauungsplanes zeigt die planungsrechtlichen Festsetzungen im betreffenden Teilbereich BF 1.1 bis einschließlich BF1.6.

Abbildung 17

Auszug Zeichenerklärung

Abbildung 18

Abbildung 19

Neues städtebauliches Entwicklungskonzept

Die wbg Nürnberg beabsichtigt, das Gelände für eine Wohnnutzung zu entwickeln und dabei den Übergang zwischen Urbanität und Stadtrandlage zu schaffen.

Die Erschließung über die Züricher und Genfer Straße ermöglicht es, dass das Quartier von motorisiertem Individualverkehr (MIV) sowie Parksuch- bzw. ruhendem Verkehr freigehalten wird. Für die Feuerwehr sind entsprechende Fahr- und Aufstellflächen gemäß Bebauungsplan vorgesehen, welche zugleich Querverbindungen zum Park und dem Radschnellweg Richtung Stadtzentrum schaffen. Die Freiraumverbindung zwischen Züricher Straße und Park wird mit Geh-, Fahr- und Leitungsrechten zugunsten der Allgemeinheit versehen. Alle befestigten Flächen sind versickerungsfähig und die Dachflächen begrünt geplant. Der Grünraum fließt durch die strahlenförmig angeordneten Baukörper ins Quartier. Die Durchwegung und die Ausformung der Grünflächen sollen der organischen Gestaltung des Züricher Parks folgen. Allen Gebäuden sind begrünte Vorzonen zugewiesen, die gemeinschaftlichen Freiflächen werden mit Baumpflanzungen attraktiv gestaltet. Es befindet sich kein erhaltenswerter Baumbestand auf dem Grundstück. Mithilfe von Aufschüttungen soll die Pflanzung von Bäumen auch oberhalb der Tiefgarage ermöglicht werden.

Abbildung 20

Rahmenplan „Neubau von Wohnraum an der Züricher Straße“; wbg Nürnberg 31.08.2026

Mit der geänderten Rahmenplanung wären folgende Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 4614 notwendig:

Bauweise eine Hausgruppe mit acht Reihenhäusern (in einkommensorientierter Förderung/EOF) sowie der dazugehörigen Garagenhof (statt festgesetzter Tiefgarage) umgesetzt werden. Die Reihenhäuser sowie Teile des Garagenhofes überschreiten die festgesetzten Baugrenzen. Gleichzeitig wird damit jedoch ein differenziertes Wohnungsangebot geschaffen, die Stellplätze gebündelt und mit einer Garagenwand zum Züricher Park bewusst eine geringfügige bauliche und funktionelle Abgrenzung geschaffen. Eine Unterbringung der erforderlichen Stellplätze in der Gemeinschaftsgarage wäre nicht sinnvoll.

Reihenhäuser umgesetzt werden. Um diese attraktiv auf dem Immobilienmarkt zu platzieren, wird die Hausgröße bei vier dieser Hauseinheiten angepasst; daraus resultiert eine Überschreitung der festgesetzten Baugrenze.

fünfgeschossige Bauweise erhöht; die so entstehenden Hochpunkte bilden gewissermaßen das bauliche „Rückgrat“ zum Freiraum, dem Züricher Park. Gleichzeitig wird das Wohnraumangebot qualitativ und quantitativ erhöht. Die Geschossigkeit wird städtebaulich als verträglich angesehen, insbesondere da im Bestand entlang der Rothenburger Straße 5–7-geschossige Gebäude und auf der Nordseite der Züricher Straße 5–6geschossige Wohngebäude realisiert wurden.

nen Gebäudeversatz eine gewisse Gliederung der Baukörper zu erhalten; dies ist städtebaulich zu begrüßen. Weiterhin findet sich in diesem Baufeld die Tiefgaragenzufahrt für die Sammelgarage, die auch unter BF 1.3 und im geringen Ausmaß unter BF 1.2 zu liegen kommt.

tet werden. Die festgesetzte Geschossigkeit wird um ein Geschoss auf eine Viergeschossigkeit erhöht. Um eine städtebauliche Qualität zu erreichen, ist ein Versatz im Baukörper geplant, der eine teilweise Überschreitung der Baugrenze nach Südwesten verursacht.

zahl/GFZ um 7% einher.

festgesetzten WA 1 ergibt sich eine Grundflächenzahl/GRZ von 0,33; diese unterschreitet damit die im Bebauungsplan vorgegebenen GRZ von 0,4. Die GRZ 2 kommt mit den Flächen der Nebenanlagen auf 0,3, so dass die Grundflächenzahl gesamt bei 0,63 liegt.

Abbildung 21

Abweichungen des Rahmenplanes von den Festsetzungen des Bebauungsplanes; wbg Nürnberg, 31.08.2026

Kosten

Der Stadt Nürnberg entstehen keine Kosten

Zeitliche Umsetzung

Die wbg Nürnberg kann eine konkrete zeitliche Realisierung der Planung noch nicht verbindlich benennen. Aus diesem Grunde wurde bislang kein Antrag auf Erteilung eines Vorbescheids oder ein Bauantrag zu genanntem Vorhaben eingereicht.

Fazit

Die geplanten Veränderungen werden als städtebaulich vertretbar beurteilt. Zudem wird die Schaffung von mehr Wohnraum und von einem differenzierten Wohnungsmix in unmittelbarer Nähe zur U-Bahn und dem Züricher Park begrüßt.

Planungsrechtlich wären die hier vorgesehenen Änderungen zum geltenden Planungsrecht des Bebauungsplanes Nr. 4614 über die Erteilung von Befreiungen auf der Basis der Anwendung des sog. „Bau-Turbo“ nach § 31 Abs. 3 BauGB derzeit grundsätzlich möglich. Ohne Einbindung in bauordnungsrechtliche Genehmigungsverfahren (Antrag auf Vorbescheid oder Bauantrag), kann eine hier begehrte „Grundsatz“-Beschlussfassung jedoch lediglich bezogen auf die Rahmenplanung erfolgen. Damit einher geht der Verweis, dass mit Antragstellung seitens der Verwaltung der dann zur Verfügung stehende rechtliche Rahmen geprüft und entsprechend der beschlossenen Rahmenplanung ausgeschöpft werden könnte; ein Bericht im AfS würde vorgeschaltet werden. Gleichzeitig wäre bei Anwendung der Befreiungsgrundlage aus § 31 Abs. 3 BauGB ein städtebaulicher Vertrag zu schließen, mit dem eine zügige Umsetzung abgesichert sowie ggf. bedarfsgerechte Infrastruktureinrichtungen, die über den Rahmen der festgesetzten Nutzung hinausgehen, auf den Investor umgelegt werden würden.

Beratung Datum Behandlung Ziel

Stadtplanungsausschuss 08.10.2026 öffentlich Beschluss

Betreff:

Umbau und Nutzungsänderung Bürogebäude in Wohnbau

Pretzfelder Straße 7–11 (Befreiung nach § 31 Abs. 3 BauGB)

Anlagen: Entscheidungsvorlage

Sachverhalt (kurz):

Das bestehende Bürogebäude in der Pretzfelder Straße 7–11 soll mittelfristig teilweise aufgestockt und in den Obergeschossen zu Wohnzwecken umgenutzt werden. Geplant sind insgesamt 48 Wohnungen bei weiterhin überwiegend gewerblicher Nutzung im Erdgeschoss.

Das Vorhaben liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 3805, der ein Gewerbegebiet festsetzt. Die geplante Wohnnutzung ist daher planungsrechtlich nicht unmittelbar zulässig. Für die Realisierung des Vorhabens wäre hinsichtlich der Art der baulichen Nutzung eine Befreiung erforderlich. Ob die gesetzlichen Voraussetzungen gemäß § 31 Abs. 3 BauGB hierfür vorliegen, ist im weiteren Verfahren zu prüfen.

Zunächst soll die grundsätzliche Umsetzbarkeit des Vorhabens vor weiteren Planungs- und Investitionsentscheidungen durch Beschlussfassung im Stadtplanungsausschuss bekräftigt werden.

Im Umsetzungsverfahren sollen die Voraussetzungen für eine mögliche Anwendung des § 31 Abs. 3 BauGB sowie die Inhalte eines dann zu schließenden städtebaulichen Vertrags geprüft und konkretisiert werden.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Die Schaffung von Wohnraum dient breiten Schichten der Bevölkerung.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

  1. Der Stadtplanungsausschuss bekräftigt das städtebauliche Interesse der Stadt Nürnberg an einer Umnutzung des bestehenden Bürogebäudes Pretzfelder Straße 7–11 zu Wohnzwecken und der damit verbundenen Schaffung zusätzlichen Wohnraums.

  2. Unter der Voraussetzung, dass die Regelung des sogenannten „Bau-Turbos“ zum Zeitpunkt der Antragstellung eines Vorbescheids oder Bauantrags weiterhin in Kraft ist, stimmt der Stadtplanungsausschuss einer planungsrechtlichen Beurteilung der vorgelegten Rahmenplanung auf Grundlage des § 31 Abs. 3 BauGB grundsätzlich zu. Die Zustimmung erfolgt unter der Bedingung, dass vor Erteilung der planungsrechtlichen Befreiung ein städtebaulicher Vertrag geschlossen und eine Bauverpflichtung entsprechend den Vorgaben des Beschlusses des Stadtplanungsausschusses vom 22.01.2026 sowie den einschlägigen Grundsätzen des Nürnberger Baulandbeschlusses rechtlich gesichert werden.

  3. Die Verwaltung wird ermächtigt, die Gespräche mit der Vorhabenträgerin im genannten Sinne fortzuführen sowie die hierfür erforderlichen vertraglichen und planungsrechtlichen Voraussetzungen herbeizuführen. Dem Ausschuss sind die anschließenden weiteren Verfahrensschritte zu berichten und ein städtebaulicher Vertrag zur Entscheidung vorzulegen.

Betreff:

Umbau und Nutzungsänderung Bürogebäude in Wohnbau

Pretzfelder Straße 7–11 (Befreiung nach § 31 Abs. 3 BauGB)

Entscheidungsvorlage

Ausgangssituation

Der Eigentümer eines Bürogebäudes in der Gemarkung Thon beabsichtigt, dieses Gebäude mittelfristig nicht mehr ausschließlich zu gewerblichen Zwecken zu nutzen. Hier soll zukünftig ab dem ersten Obergeschoss Wohnraum entstehen. Das Bestandsgebäude und somit das geplante Umnutzungsvorhaben liegen im Geltungsbereich des rechtsverbindlichen Bebauungsplans Nr. 3805. Dieser setzt für den Bereich ein Gewerbegebiet fest. Die beantragte Umnutzung zu Wohnzwecken ist daher planungsrechtlich nach § 31 Abs. 1 und 2 Baugesetzbuch (BauGB) nicht genehmigungsfähig.

Für den erweiterten Bereich des Vorhabens ist das Bebauungsplanverfahren Nr. 4653 eingeleitet. Auf Grundlage eines Rahmenplans von 2018 sollte das hier betroffene Gebäude weiterhin gewerblich bzw. als Bürogebäude genutzt werden. Westlich und östlich angrenzend sind ebenfalls gewerbliche bzw. Büronutzungen vorgesehen, ergänzt um Wohnnutzungen in den Dachgeschossebenen. Eine flächige Wohnnutzung ist im Bereich südlich der Pretzfelder Straße geplant.

Mit der planungsrechtlich positiven Einschätzung zu einer Wohnbebauung eines anderen Bauträgers, wurde die Bebauung des südwestlichen Teilbereichs des Rahmenplans bereits teilweise vorbereitet. Grundlage hierfür war die Anwendung des § 31 Abs. 3 BauGB - in einer früheren Gesetzesfassung. Mit dem damit einhergegangenen Abschluss eines städtebaulichen Vertrages wurde eine baulich integrierte Kindertagesstätte gesichert.

Abbildung 22

Quelle: Stadtplanungsamt Nürnberg Rahmenplan zu Nr. 4653 vom 12.06.2018

Die Entwicklung der sog. „Neue Mitte Thon“ sowie die neue Grundschule an der Forchheimer Straße bieten mit den Angeboten zu Bildung, Nahversorgung und Gastronomie einerseits Ansätze eine Wohnnutzung im Bereich Pretzfelder Straße zu intensivieren. Andererseits sind Wohnnutzungen in Gewerbegebieten regelmäßig nicht zulässig. Der Gesetzgeber hat in den zuletzt erfolgten Änderungen im Baugesetzbuch jedoch bereits Möglichkeiten eröffnet, eine Deckung von Wohnbedarfen fallbezogen durch die Erteilung von planungsrechtlichen Befreiungen im Rahmen von Bauantragsverfahren zu ermöglichen.

Bauvorhaben

Das bestehende „Müller-Verlagsgebäude“ aus dem Jahr 1977 befindet sich im Stadtteil Thon, im Umfeld der ehemaligen Straßenbahnwendeschleife, die durch die städtebauliche Entwicklung „Neue Mitte Thon“ zwischenzeitlich überformt wurde. Das Gebäude ist selbst Teil der architektonischen Großformen, die seit Jahrzehnten das Erscheinungsbild der Pretzfelder sowie der Erlanger Straße in diesem Straßenabschnitt prägen.

Abbildung 23

Architekturbüro Hübsch + Harlé; gem. Mail vom 17.03.2026

Im Zuge von mittelfristig geplanten baulichen Maßnahmen ist vom Eigentümer eine Aufstockung von zwei Gebäudeflügeln vorgesehen. Darüber hinaus sollen ab dem 1. Obergeschoss Wohnungen eingerichtet, Grundrisse angepasst und Balkonanlagen angebracht werden. Ergänzend ist eine Erweiterung des Erdgeschosses geplant. Das zweite, auf demselben Grundstück gelegene und im Erdgeschoss mit dem Vorhabengebäude verbundene Gebäude verbleibt weiterhin in gewerblicher Nutzung.

Die künftige Nutzung des umzunutzenden Gebäudes ist wie folgt vorgesehen: Im Erdgeschoss sollen gewerbliche Büro- und Konferenzräume, ein Café, eine Ausstellungsfläche sowie ein Veranstaltungsraum mit einer Fläche von rund 1.000 m² untergebracht werden. In den sechs Obergeschossen ist eine Wohnnutzung mit insgesamt 48 Wohnungen vorgesehen. Diese gliedern sich in den aktuellen Planungen in 24 Zwei-Zimmer-, 18 Drei-Zimmer- sowie sechs Vier-Zimmer-Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von etwa 3.682 m².

Erschließung und Stellplätze Die Erschließung des Gebäudes erfolgt weiterhin von Süden, über die Pretzfelder Straße, die in die Forchheimer Straße mündet. Der Stellplatznachweis für die geplante Wohnnutzung wird ebenso wie für die bestehende Gewerbenutzung auf einer ebenerdigen Stellplatzfläche im südlichen Bereich der Pretzfelder Straße geführt. Die Prüfung der erforderlichen Anzahl der Stellplätze bleibt dem regulären Baugenehmigungsverfahren vorbehalten.

Schallimmissionen Das Vorhaben ist Verkehrs- sowie Gewerbelärm ausgesetzt. Im Rahmen eines späteren Genehmigungsverfahrens würde hierzu ein schalltechnisches Gutachten gefordert werden; dieses ist vom Gebäudeeigentümer bereits erstellt worden. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass bei Umsetzung geeigneter Schallschutzmaßnahmen sowohl gesunde Wohnverhältnisse gewährleistet werden, als auch die bestehende sowie künftig mögliche gewerbliche Nutzung im festgesetzten, umgebenden Gewerbegebiet nicht eingeschränkt wird. Der Gebietserhaltungsgrundsatz ist somit eingehalten. Die abschließende Prüfung erfolgt im Baugenehmigungsverfahren.

Geplantes Vorgehen

Der Bauherr und Gebäudeeigentümer beabsichtigt derzeit keine zeitlich konkretisierte Umsetzung seiner Planungen. Dennoch wünscht er eine gewisse Planungssicherheit. Diese könnte ihm durch eine grundsätzliche Zustimmung des Stadtplanungsausschusses zum nachfolgend geschilderten Vorgehen vermittelt werden.

Um die Voraussetzungen für die spätere planungsrechtliche Zulassung des Vorhabens zu schaffen ist beabsichtigt, in einem späteren Baugenehmigungsverfahren die vorgelegte Gebäudeplanung und -nutzung auf Grundlage des § 31 Abs. 3 BauGB planungsrechtlich zu befreien. Dies ist kann allerdings nur insoweit in Aussicht gestellt werden, wie der Gesetzgeber die entsprechende Gesetzesgrundlage bis zu diesem, aktuell nicht näher fixierten Zeitpunkt nicht ändert! Die planungsrechtliche Zulassung im Vorbescheids- bzw. Baugenehmigungsverfahren bleibt dem Abschluss eines städtebaulichen Vertrags sowie der rechtlichen Sicherung einer Bauverpflichtung entsprechend den Vorgaben des Beschlusses des Stadtplanungsausschusses vom 22.01.2026 und den Grundsätzen des Nürnberger Baulandbeschlusses vorbehalten.

Ein solcher städtebaulicher Vertrag soll insbesondere nachfolgende Inhalte umfassen.

Bauverpflichtung Entsprechend dem Beschluss des Stadtplanungsausschusses vom 22.01.2026 sowie den Grundsätzen des Nürnberger Baulandbeschlusses wird im städtebaulichen Vertrag insbesondere die rechtliche Sicherung einer Bauverpflichtung geregelt.

Soziale Infrastruktur / Kita-Ablöse Durch die geplante Wohnnutzung wird ein zusätzlicher Bedarf an Kita-Plätzen entstehen. Der Vorhabenträger muss sich daher im Rahmen eines städtebaulichen Vertrags zur anteiligen Übernahme der hierdurch ausgelösten Folgekosten verpflichten. Die Ablöse kann durch Zahlung eines entsprechenden Kostenbeitrags zur Finanzierung von Krippen- und Kindergartenplätzen erfolgen.

Grün- und Freiflächen mit Kinderspielplatz Zur Sicherstellung ausreichender Freiflächen wird auf angrenzenden Grundstücken eine private Grünfläche mit einer Gesamtgröße von rund 1.480 m² hergestellt. Darin ist ein privater Kinderspielplatz in einer ungefähren Größe von 350 m² vorgesehen. Die Zweckbindung dieser Flächen muss durch beschränkt persönliche Dienstbarkeiten zugunsten der Stadt Nürnberg grundbuchrechtlich gesichert werden.

Abstandsflächen Für ein im Bereich eines qualifizierten Bebauungsplans mit Nr. 3805 gewerblich genutzten Gebäudes gilt eine Abstandsflächenregelung von 0,2 H. Für eine Wohnnutzung wären damit jedoch keine ausreichenden Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse gewährleistet. Aus städtebaulicher Sicht wäre ein Abstandsflächenmaß von 0,4 H zur Sicherung gesunder Wohnverhältnisse zu fordern. Diese Forderung soll im Rahmen des städtebaulichen Vertrags geregelt werden. Mit konkreter Realisierung würde dann eine Sicherung durch eine Abstandsflächenübernahme oder durch Eintragung entsprechender Grunddienstbarkeiten gefordert werden.

Kosten

Für die Stadt Nürnberg wird Kostenneutralität angestrebt. Wie dargelegt, würde die planungsrechtliche Befreiung auf Grundlage des § 31 Abs. 3 BauGB den Abschluss eines städtebaulichen Vertrags voraussetzen.

Zeitliche Umsetzung

Der Vorhabenträger strebt eine spätere Umsetzung des Vorhabens an. Die planungsrechtliche Zulassung erfolgt nach Abschluss des städtebaulichen Vertrags. Im städtebaulichen Vertrag wird entsprechend den Vorgaben des Beschlusses des Stadtplanungsausschusses vom 22.01.2026 sowie den Grundsätzen des Nürnberger Baulandbeschlusses eine Bauverpflichtung aufgenommen, die die zeitnahe Umsetzung des Vorhabens sicherstellt.

Fazit

Mit dem Grundsatzbeschluss des Ausschusses für Stadtplanung könnte eine Umsetzung des geschilderten Vorhabens auf Grundlage des § 31 Abs. 3 BauGB ermöglicht werden. An städtebaulich geeigneter Stelle könnte eine gewisse Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes ermöglicht werden.

Berichtsvorlage

Beratung Datum Behandlung Ziel

Stadtplanungsausschuss 08.10.2026 öffentlich Bericht

Betreff:

Förderung von Möglichkeitsräumen 2026

Anlagen: Bericht Richtlinien zum Förderprogramm "Möglichkeitsräume"

Bericht:

Mit dem Förderprogramm der Möglichkeitsräume unterstützt die Stadt Nürnberg soziale, ökologische und kulturelle Nachbarschaftsideen im öffentlichen Raum. Im städtischen Haushalt war für das Jahr 2026 ein Budget von 30.000 Euro zur Verfügung gestellt. Über die geförderten Projekte und Maßnahmen wird berichtet.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage Stpl/039/2026

(mit Ref. II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Die als Möglichkeitsräume geförderten Projekte und Maßnahmen sprechen ein breites Spektrum an Zielgruppen an.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage Stpl/039/2026

Betreff: Förderung von Möglichkeitsräumen 2026

Bericht

Förderprogramm "Möglichkeitsräume"

Das Förderprogramm "Möglichkeitsräume" verfolgt das Ziel, soziale, ökologische und kulturelle Nachbarschaftsideen im öffentlichen Raum zu unterstützen. Erstmalig aufgelegt wurde das Förderprogramm im Jahr 2021. Bis einschließlich 2025 wurde über den städtischen Haushalt ein Fördervolumen von jährlich 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Als Ergebnis der Haushaltsberatungen 2025 war das Förderprogramm im Jahr 2026 mit einem auf 30.000 Euro gekürzten Budget ausgestattet.

Für die Bewilligung von Fördergeldern gelten die beiliegenden Richtlinien der Stadt Nürnberg. Gegenüber den Vorjahren wurde 2026 der Höchstbetrag, mit dem ein Projekt gefördert werden kann, als Anpassung an das reduzierte Gesamtbudget von vormals 5.000 Euro auf 3.000 Euro angepasst.

Innerhalb des Geschäftsbereichs des 3.BM ist das Stadtplanungsamt Ansprechpartner für das Förderprogramm.

Geförderte Projekte und Maßnahmen 2026

Auch im sechsten Jahr des Förderprogramms wurde das zur Verfügung stehende Gesamtbudget vollständig ausgeschöpft. Wie in den Jahren zuvor konnte wieder ein breites Spektrum an unterschiedlichen Möglichkeitsräumen finanziell unterstützt werden. Zuwendungen haben im Jahr 2026 insgesamt 12 Projekte in einer Spanne zwischen 380 Euro und 3.000 Euro erhalten.

Im Einzelnen wurden im Jahr 2026 folgende Projekte und Maßnahmen gefördert:

ÖffentlicherPflanzenNahVerzehr in St. Johannis Der Öffentliche PflanzenNahVerzehr (ÖPNV) ist ein Projekt des Urban Lab, bei dem ansonsten ungenutzte Abwärme zum Beheizen eines Gewächshauses in der kalten Jahreszeit verwendet wird. Schon im Winter können so Salat, Kräuter und andere Nutzpflanzen vorgezogen werden. Als Standort für das Gewächshaus wurde 2026 ein Fernwärmeschacht in St. Johannis (Rieterstraße / Ecke Hallerstraße) genutzt. In Kooperation mit der "Essbaren Stadt Nürnberg" konnte mit den erzeugten Jungpflanzen das Gartenprojekt am Bielingplatz unterstützt werden. Dorthin ist das ÖPNV-Gewächshaus im Frühjahr auch umgezogen, um das gemeinschaftliche urbane Gärtnern mit weiteren Aufzuchten zu bereichern. Ergänzend zur Förderung über das Programm der Möglichkeitsräume wurde das Projekt auch mit städtischen Mitteln der Lokalen Agenda 21 unterstützt. Zuwendungsempfänger/in: Urban Lab gUG Projektzeitraum: Februar - Oktober 2026 Förderbetrag: 3.000 Euro

"Sommer Sonne Gartenstadt" - Ein Leerstand in der Gartenstadt wird zum Begegnungsraum In der Gartenstadt konnten drei leerstehende Ladenflächen in der Sebald-Heyden-Straße über den städtischen Raumkompass für eine Zwischennutzung an Kunstschaffende vermittelt werden. Unter dem Slogan "Sommer Sonne Gartenstadt" wurde eine der leerstehenden Ladenflächen von einem Künstler/innen-Kollektiv als Ort zur Begegnung mit Kunst und Kultur genutzt. Angeboten wurden unterschiedliche Werkstatt- und Begegnungsformate, die ein niedrigschwelliges Mitmachen ermöglicht haben und im Stadtteil Impulse für ein gemeinsames kreatives Handeln gesetzt haben. Ergänzend zur Förderung über das Programm der Möglichkeitsräume wurde das Projekt auch mit Mitteln aus dem Geschäftsbereich der Kultur unterstützt. Zuwendungsempfänger/in: Ruth Rohmer Projektzeitraum: April - Oktober 2026 Förderbetrag: 1.850 Euro

Offene Textil-Werkstätten in Eberhardshof Unterstützt mit Mitteln aus dem Förderprogramm der Möglichkeitsräume hat sich im Jahr 2024 auf den Flächen des ehemaligen Quelle-Heizhauses ein Workshop-Format etabliert, das ein breites Angebot rund um textiles Werken und Gestalten umfasst. Auch ohne Vorkenntnisse zu haben, können sich die an den Workshops Teilnehmenden im Nähen, Sticken, Färben oder Stoffe bedrucken ausprobieren. Auch 2026 wurden Werkstatt-Formate, die von Interessierten ohne Teilnahmegebühr genutzt werden können, wieder über das Programm der Möglichkeitsräume gefördert. Zuwendungsempfänger/in: Quellkollektiv e.V. Projektzeitraum: April - Oktober 2026 Förderbetrag: 2.270 Euro

"Langwasser tanzt" Der Verein "Nabel zur Welt" hat in Langwasser die Außenflächen eines Leerstandes in der Bonhoefferstraße mit einem bunten Mitmach-Angebot bespielt. Neben partizipativen Tanzformaten, die einen Schwerpunkt des Programms darstellen, waren auch die Gestaltung einer Litfaßsäule durch Schulklassen, open mike-Leseveranstaltungen und ein Freiluftkino Teil des kostenfrei nutzbaren Angebotes. Ergänzend zur Förderung über das Programm der Möglichkeitsräume wurde das Projekt auch mit Mitteln aus dem Geschäftsbereich der Kultur unterstützt. Zuwendungsempfänger/in: Nabel der Welt e.V. Projektzeitraum: Mai - August 2026 Förderbetrag: 3.000 Euro

wirKSam verändern - Entwicklung eines Nachbarschaftsortes mit Urban Gardening in Wöhrd Auf einem Areal der Technischen Hochschule Nürnberg an der Hirsvogelstraße in Wöhrd hat eine interdisziplinäre studentische Gruppe ein Urban Gardening Projekt initiiert. Die an den Cramer-Klett-Park angrenzende Fläche ist frei zugänglich und soll als ein offener Ort für Studierende, Hochschulangehörige, Nachbarschaft und Stadtgesellschaft entwickelt werden. Gefördert mit Mitteln aus dem Programm der Möglichkeitsräume wurde 2026 in einem Mitmach-Projekt, in das auch der Vorstadtverein Wöhrd eingebunden war, ein Vordach an einen auf dem Grundstück stehenden Container angebaut. Zum einen ist so die Aufenthaltsqualität für die Nutzerinnen und Nutzer erhöht, zum anderen kann über die Dachfläche zukünftig Regenwasser für die Bewässerung der Beete gesammelt werden. Zuwendungsempfänger/in: Kerstin Seeger Projektzeitraum: Mai - Dezember 2026 Förderbetrag: 3.000 Euro

Lange Tafel der Baukultur - Unser Boden, unsere Chance Im Rahmen des Bundesformats "Lange Tafel der Baukultur" der Bundesstiftung Baukultur hatten das gemeinschaftliche Wohnprojekt "Regen 406" und die BauLust e.V. gemeinsam mit weiteren nachbarschaftlichen Wohnprojekten für den 19. Juni 2026 zu einer öffentlichen Begegnungsveranstaltung in die Regensburger Str. 406 eingeladen. Rund 150 Menschen sind bei diesem partizipativen Gesprächsformat zusammengekommen. In einer offenen niedrigschwelligen Gesprächsatmosphäre hat ein Austausch zu baukulturellen Themen wie Bodenfrage, Leerstand oder alternative und gemeinschaftliche Wohnformen stattgefunden. Zuwendungsempfänger/in: Jonas Urbasik Projektzeitraum: 19. Juni 2026 Förderbetrag: 380 Euro

"Homo Sapiens - Freak of Nature" Anknüpfend an den Auftakt von "Homo Sapiens - Freak of Nature" im Jahr 2025 haben GOkultur e.V. und Kunstrampe36 auch 2026 wieder Möglichkeiten zur künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Natur, Mensch und Leben angeboten. Im Mittelpunkt standen Workshop-Formate, die im GOgarten in Gostenhof stattfanden und an denen neben dem Verein GOkultur als Veranstalter auch die Kunstgruppen Czentrifuga aus Berlin sowie Fläxckä und Löcher aus Bern mitgewirkt haben. In einem flexiblen und intuitiven Rahmen konnten die Teilnehmenden mit in der Umwelt gesammelten Materialien Kostüme herstellen und den Auftrittsort gemeinschaftlich für eine abschließende Performance vorbereiten. Zuwendungsempfänger/in: GOkultur e.V. Projektzeitraum: Juni / Juli 2026 Förderbetrag: 3.000 Euro

Quartier der Ideen am Maffeiplatz Mit dem Quartier der Ideen unterstützt das Urban Lab im Zeitraum 2026-2028 zivilgesellschaftliche Partizipationsprozesse in der Nürnberger Südstadt. Die Menschen sollen ermutigt und befähigt werden, ihre Interessen in die Stadtentwicklung und Stadtgestaltung einzubringen. Schwerpunkt der Aktivitäten ist das Stadterneuerungsgebiet Annapark. Gefördert mit Mitteln der Möglichkeitsräume wurde 2026 zum einen das sog. Amt für Ideen am Maffeiplatz, das als Anlaufstelle von Bürgerinnen und Bürger genutzt werden konnte, die ihren Stadtteil aktiv mitgestalten wollen. Zum anderen waren auch partizipatorische Workshops, wie z.B. der gemeinschaftliche Bau von Stadtmobiliar, Teil der Förderung. Zuwendungsempfänger/in: Urban Lab gUG Projektzeitraum: Sommer 2026 Förderbetrag: 2.000 Euro

"Gemeinsam Wachsen" - Urban Gardening auf dem Quartiersplatz in Lichtenreuth Mit dem Projekt "Gemeinsam Wachsen" will die Stadtmission Nürnberg in Kooperation mit "Lichtenreuth.Gemeinsam", dem Urban Lab und der "Essbaren Stadt Nürnberg " auf dem Quartiersplatz Nerzstraße / Ecke Lorenz-Hagen-Straße in Lichtenreuth einen Ort schaffen, der Naturerfahrung in der Stadt ermöglicht und nachbarschaftliches Miteinander fördert. Gefördert über das Programm der Möglichkeitsräume wurden drei Hochbeete, die von in der Nachbarschaft wohnenden Menschen nicht nur gemeinschaftlich genutzt werden sollen, sondern in einem partizipatorischen Prozess auch gemeinsam geplant und gebaut werden. Ergänzend wird im Rahmen von Mini-Workshops zu Themen wie Kompostieren, Saatgutgewinnung oder „Gärtnern auf kleinem Raum“ informiert. Zuwendungsempfänger/in: Stadtmission Nürnberg e.V. Projektzeitraum: Frühjahr 2026 - Herbst 2026 Förderbetrag: 3.000 Euro

ueber:ton - Ort für Begegnung in der Gartenstadt In der Gartenstadt konnten drei leerstehende Ladenflächen in der Sebald-Heyden-Straße über den städtischen Raumkompass für eine Zwischennutzung an Kunstschaffende vermittelt werden. Einer der Leerstände wird mit Mitteln aus dem Programm der Möglichkeitsräume als Projektraum ueber:ton von Studierenden und Alumni der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm bespielt. Das Programmangebot hat auf partizipative Workshops fokussiert, bei denen musikalische Interaktionen im Mittelpunkt stehen. Ausgestattet mit Fieldrecording-Mikrophonen können die Teilnehmenden beispielsweise Töne und Geräusche der Gartenstadt aufnehmen, die in niedrigschwelligen Mitmach-Formaten anschließend kompositorisch weiterverwendet werden. Zuwendungsempfänger/in: Paul Heinritz Projektzeitraum: Mai - November 2026 Förderbetrag: 2.500 Euro

"Die ereignislose Stadt" - Historische Postkarten aus BETHANG BETHANG steht für die Idee und Vision des Konzeptkünstlers Karsten Neumann, den Verdichtungsraum NürnBErg, FürTH, ErlANGen als ein gemeinsames Ganzes zu begreifen. Im September und Oktober 2026 hat der Künstler unter dem Titel "Die ereignislose Stadt" Auszüge aus seiner umfangreichen Sammlung historischer Postkarten von NürnBErg, FürTH, ErlANGen präsentiert. Die auf den Postkarten abgebildeten Motive sind Anknüpfungspunkte für eine Auseinandersetzung mit vielen Aspekten der Stadtentwicklung. An insgesamt zehn Veranstaltungstagen konnten Interessierte im Bereich des Nürnberger Bauhofs hierzu mit dem Künstler in einen Austausch kommen, eigene Postkarten mitbringen und sich mit ihren Ideen zur Stadtentwicklung in ein Gästebuch eintragen. Ergänzend zur Förderung über das Programm der Möglichkeitsräume wurde das Projekt auch mit Mitteln aus dem Geschäftsbereich der Kultur unterstützt. Zuwendungsempfänger/in: Karsten Neumann Projektzeitraum: September und Oktober 2026 Förderbetrag: 3.000 Euro

Partizipative Ausstellung "ERFAHRUNGsPRODUKTion II - Waschmaschinen der Kunst Die Ausstellung "ERFAHRUNGsPRODUKTion II - Waschmaschinen der Kunst" knüpft an einen Werkkomplex von 2009 an, in dem sich die Künstlerinnen Anja Schoeller und Kerstin Polzin mit den Anfängen der Zwischennutzung der vormaligen AEG-Flächen in Muggenhof auseinandergesetzt haben. Die Zweitauflage im Offenen Büro des Stadtplanungsamtes dient nun dem Blick zurück auf die Phase der von Kunst und Kultur geprägten Zwischennutzung. Die Ausstellung umfasst einen Querschnitt der Exponate von 2009 und ergänzt diesen um ein partizipatives Programm mit Lesungen und Workshops. Unter Einbeziehung von Studierenden der Nürnberger Kunstakademie und einer interessierten Stadtgesellschaft will die Ausstellung zur Debatte über die Rolle von Kunst- und Kulturschaffenden bei der Transformation von industriellen Brachen beitragen. Zuwendungsempfänger/in: Anja Schoeller Projektzeitraum: 26. Oktober - 20. November 2026 Förderbetrag: 3.000 Euro

Ausblick

In den Haushaltsberatungen 2025 wurde das Budget des Förderprogramms nicht nur für 2026 von 50.000 Euro auf 30.000 Euro gekürzt, es wurde weitergehend auch angekündigt, dass über 2026 hinaus keine weiteren Fördermittel zur Verfügung stehen sollen. Weitere Möglichkeitsräume können auf dieser Grundlage ab 2027 nicht mehr gefördert werden.

"Möglichkeitsräume" - Soziale, ökologische und kulturelle

Nachbarschaftsideen im öffentlichen Raum

Richtlinien der Stadt Nürnberg zum Förderprogramm

1. Räumlicher Geltungsbereich

Das Förderprogramm der Stadt Nürnberg gilt im Stadtgebiet von Nürnberg.

2. Aufgaben und Ziele der Förderung

Ziel des Programms ist die Förderung von Projekten und Maßnahmen zur Aufwertung und Belebung des öffentlichen Raums. Gestärkt werden soll mit dem Förderprogramm insbesondere ein nachbarschaftliches Miteinander und eine partizipative Stadtgesellschaft.

3. Förderfähige Projekte und Maßnahmen

Förderfähig sind soziale, ökologische und kulturelle Projekte und Maßnahmen, die geeignet sind, attraktive Räume für die Begegnung und Interaktion von in der Nachbarschaft lebenden Menschen entstehen zu lassen. Temporäre Nutzungen und innovative Formate sind ausdrücklich im Sinn des Förderprogramms. Die geförderten Projekte und Maßnahmen müssen öffentlich zugänglich bzw. nutzbar sein.

Eine Quersubventionierung von städtischen Projekten soll nicht erfolgen.

4. Art und Umfang der Förderung

Gefördert werden können Projekte und Maßnahmen mit höchstens 90 % der für die Durchführung notwendigen Gesamtkosten sowie mit einem Betrag von maximal 3.000 EUR. Fehlende Finanzierungsanteile können von den Zuwendungsbegünstigten in Form von Eigenleistungen, weiteren Fördermitteln, Crowdfunding oder Spenden eingebracht werden.

Ausgeschlossen ist eine 100 % Förderung von Projekten und Maßnahmen allein über städtische Zuwendungen. Davon abgesehen ist das Förderprogramm der Möglichkeitsräume mit anderen Förderprogrammen grundsätzlich kombinierbar. Projekte und Maßnahmen, die mit anderen städtischen Mitteln gefördert werden können, sollen vorrangig auf diesem Weg gefördert werden. Ebenso gilt für Projekte und Maßnahmen in Stadterneuerungsgebieten eine bevorzugte Förderung mit Mitteln der Städtebauförderung.

5. Zuwendungsverfahren

Es gilt die Zuwendungsgeschäftsanweisung der Stadt Nürnberg.

Wesentliche Rahmenbedingungen sind:

Zur Antragstellung ist das städtische Formblatt für die Gewährung einer Zuwendung zu verwenden. Die Bewilligung von Zuschüssen erfolgt durch einen förmlichen Zuwendungsbescheid, der mit Auflagen, Bedingungen und einer Befristung versehen werden kann.

Antragsberechtigt sind lokale Initiativen, Vereine oder Kulturschaffende. Der Antrag muss vor dem Beginn eines Projektes bzw. einer Maßnahme beim Stadtplanungsamt als zuständiger Bewilligungsstelle eingereicht werden. Nachträgliche Abweichungen oder Änderungen sind unaufgefordert vorzulegen und bedürfen der schriftlichen Zustimmung der Bewilligungsstelle. Mit Projekten und Maßnahmen darf erst nach der Bewilligung der Fördermittel bzw. nach der Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns begonnen werden.

Bewilligte Fördermittel werden gemäß den im Zuwendungsbescheid getroffenen Regelungen ausbezahlt. Nach dem Abschluss eines Projektes bzw. einer Maßnahme reichen die Zuwendungsbegünstigten beim Stadtplanungsamt das städtische Formular zum Verwendungsnachweis ein. Die bewilligten Fördermittel werden auf dieser Grundlage final abgerechnet. Ergibt der Kostennachweis, dass die tatsächlich angefallenen Kosten geringer sind als die im Förderantrag dargestellten, werden die Zuschüsse entsprechend gekürzt. Bei Kostenmehrung ist eine Erhöhung des bewilligten Zuschusses nicht möglich.

Eine Frist für die Einreichung von Zuwendungsanträgen besteht nicht. Mittel aus dem Förderprogramm der Möglichkeitsräume werden solange bewilligt, bis das für das jeweilige Jahr zur Verfügung stehende Fördervolumen ausgeschöpft ist.

Die Zuschüsse werden im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel bewilligt. Ein Rechtsanspruch auf Auszahlung besteht nicht.

6. Pflichten, Verstöße

Der Zuwendungsbescheid kann bei einem Verstoß gegen diese Richtlinien oder gegen Auflagen und Bedingungen des Zuwendungsbescheides und bei einer zweckfremden Verwendung der bewilligten Mittel jederzeit widerrufen werden. Die ausgezahlten Zuschüsse sind in diesem Fall in voller Höhe zurückzuzahlen.

7. Inkrafttreten

Die Richtlinien finden ab 15.02.2021 Anwendung.

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