Fraktion der
Christlich-Sozialen Union
im Stadtrat zu Nürnberg
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29.06.2026 Antragsteller: Frank
Ausweitung des Hitzeaktionsplans der Stadt Nürnberg um ein Maßnahmenpaket
„Hitzeschutz im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)“
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
der Klimawandel führt auch in Nürnberg zu häufigen auftretenden und länger andauernden Hitzeperioden. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie Berufspendlerinnen und Berufspendler, die täglich auf Bus und Straßenbahn angewiesen sind. Gleichzeitig zeigen die Erfahrungen der vergangenen Sommer, dass auch die Verkehrsinfrastruktur zunehmend unter extremen Temperaturen leidet. Ein leistungsfähiger und verlässlicher ÖPNV ist jedoch gerade während Hitzeperioden von besonderer Bedeutung.
Andere europäische Städte haben bereits begonnen, Hitzeschutzmaßnahmen gezielt in ihre Verkehrsplanung einzubeziehen. Dazu gehört unter anderem eine bessere Beschattung von Haltestellen, zusätzliche Trinkwasserangebote, optimierte Fahrgastinformationen sowie technische Maßnahmen zur Sicherung des Betriebs.
Die Zahl und Intensität von Hitzeperioden nehmen auch in Nürnberg zu. Der bestehende Hitzeaktionsplan der Stadt stellt dabei einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung dar.
Die jüngsten Hitzewellen haben jedoch deutlich gemacht, dass auch der öffentliche Personennahverkehr zunehmend von den Auswirkungen extremer Temperaturen betroffen ist. Neben den gesundheitlichen Belastungen für Fahrgäste und Beschäftigte können hitzebedingte Einschränkungen der Infrastruktur die Zuverlässigkeit des Nahverkehrs beeinträchtigen. Der ÖPNV ist gerade an heißen Tagen ein unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Deshalb sollte der Hitzeaktionsplan um konkrete Maßnahmen ergänzt werden, die sowohl den Schutz der Fahrgäste als auch die Funktionsfähigkeit des Nahverkehrs stärken.
Mit einer Erweiterung des Nürnberger Hitzeaktionsplans kann der ÖPNV künftig stärker als Bestandteil der kommunalen Klimaanpassungsstrategie berücksichtigt werden. Dies verbessert sowohl den Schutz der Fahrgäste als auch die Resilienz der städtischen Verkehrsinfrastruktur und erhöht die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs.
A26062900 Hitzeschutz im ÖPNV
Die CSU-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden
Antrag:
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Die Verwaltung wird beauftragt, den bestehenden Hitzeaktionsplan der Stadt Nürnberg um ein eigenständiges Maßnahmenpaket „Hitzeschutz im ÖPNV“ zu erweitern,
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gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen und den zuständigen städtischen Dienststellen zu prüfen, welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Maßnahmen umgesetzt werden können, insbesondere:
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verbesserte Hitzewarnungen und Fahrgastinformationen über digitale Anzeiger und Apps,
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die Ausweisung und Bewerbung klimatisch geeigneter Aufenthaltsorte an wichtigen Verkehrsknoten,
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zusätzliche Trinkwassermöglichkeiten an stark frequentierten Umsteigepunkten,
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die Verbesserung der Beschattung und Aufenthaltsqualität an Haltestellen,
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den verstärkten Einsatz klimatisierter Fahrzeuge, soweit betrieblich möglich,
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technische und betriebliche Vorsorgemaßnahmen zur Sicherstellung eines zuverlässigen Betriebs bei
Extremhitze,
- dem zuständigen Ausschuss über die Ergebnisse der Prüfung sowie über einen Zeit- und Maßnahmenplan zu berichten.
Mit freundlichen Grüßen
Daniel Frank Fraktionsvorsitzender
A26062900 Hitzeschutz im ÖPNV