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← Sitzung des Ausschusses für Recht, Wirtschaft und Arbeit (01.07.2026)

Sitzung gesamt öffentlich mit Änderung TOP 2

Anlage · 01.07.2026 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sitzungsunterlagen

Sitzung des Ausschusses für Recht,

Wirtschaft und Arbeit

01.07.2026

Inhaltsverzeichnis

Sitzungsdokumente Tagesordnung -öffentlich- 5 Vorlagendokumente TOP Ö 1 Dauerhafte Verlängerung des Frühlingsvolksfestes auf 3 Wochen Sitzungsvorlage OA/005/2026 7 Sachverhaltsdarstellung (Anlage 1) OA/005/2026 11 Bericht Süddeutscher Verband reisender Schausteller und Handelsleute e.V. - Sitz 13 Nürnberg (SSV) vom 12.05.2026 (Anlage 2) OA/005/2026 Beschickerumfrage 2026 - Frühlingsfest (Anlage 3) OA/005/2026 17 TOP Ö 2 Ermittlung und Feststellung des Abstimmungsergebnisses des Bürgerentscheids Berichtvorlage StA/003/2026 31 Bericht-Änderung 35 TOP Ö 3 Wirtschaftsstandort Nürnberg - Positionsbestimmungen 2026 Berichtvorlage WiF/005/2026 37 Sachverhalt WiF/005/2026 41 Positionsbestimmung 2026 WiF/005/2026 49 TOP Ö 4 Wochenmarkt Altstadt – Bericht Berichtvorlage ML/001/2026 65 Diversity-Check ML/001/2026 69 Sachverhalt ML/001/2026 71 Lageplan ML/001/2026 73 TOP Ö 5 Passantenfrequenzen und Ausbau der Messpunkte Sitzungsvorlage Ref.VII/012/2026 75 Entscheidungsvorlage Ref.VII/012/2026 79 TOP Ö 6 Berufung und Abberufung von ehrenamtlichen Mitgliedern des Gutachterausschusses Sitzungsvorlage Geo/007/2026 83 Entscheidungsvorlage Geo/007/2026 87

TAGESORDNUNG

Sitzung

Sitzung des Ausschusses für Recht, Wirtschaft und Arbeit

Sitzungszeit

Mittwoch, 01.07.2026, 15:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

1. Dauerhafte Verlängerung des Frühlingsvolksfestes auf 3 Wochen Gutachten

OA/005/2026 Kuch, Olaf, Personalreferent

2. Ermittlung und Feststellung des Abstimmungsergebnisses des Bericht

Bürgerentscheids 'Lieber zurück auf Los statt Ausbau StA/003/2026

Frankenschnellweg' am 28. Juni 2026

Heilmaier, Andrea, Dr., Referentin Wirtschaft und Wissenschaft

3. Wirtschaftsstandort Nürnberg - Positionsbestimmungen 2026 Bericht

WiF/005/2026 Heilmaier, Andrea, Dr., Referentin Wirtschaft und Wissenschaft

4. Wochenmarkt Altstadt – Bericht Bericht

Längere Verlegung der Marktstände vom Hauptmarkt in die ML/001/2026

Königstraße

Heilmaier, Andrea, Dr., Referentin Wirtschaft und Wissenschaft

5. Passantenfrequenzen und Ausbau der Messpunkte Bericht

Ref.VII/012/2026 Heilmaier, Andrea, Dr., Referentin Wirtschaft und Wissenschaft

6. Berufung und Abberufung von ehrenamtlichen Mitgliedern des Beschluss

Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Bereich der Geo/007/2026

kreisfreien Stadt Nürnberg nach der Verordnung über die

Gutachterausschüsse, die Kaufpreissammlungen und die

Bodenrichtwerte nach dem Baugesetzbuch

(Gutachterausschussverordnung - BayGaV)

Heilmaier, Andrea, Dr., Referentin Wirtschaft und Wissenschaft

  1. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 22.04.2026,

öffentlicher Teil

OA/005/2026

Beratung Datum Behandlung Ziel

Ausschuss für Recht, Wirtschaft, Arbeit 01.07.2026 öffentlich Gutachten

und Wissenschaft

Stadtrat 22.07.2026 öffentlich Beschluss-Auflage

Betreff:

Dauerhafte Verlängerung des Frühlingsvolksfestes auf 3 Wochen

Anlagen: Sachverhaltsdarstellung (Anlage 1) Bericht Süddeutscher Verband reisender Schausteller und Handelsleute e.V. - Sitz Nürnberg (SSV) vom 12.05.2026 (Anlage 2) Beschickerumfrage 2026 - Frühlingsfest (Anlage 3)

Sachverhalt (kurz):

Im Arbeitsausschuss Nürnberger Volksfeste wurde die künftige Ausgestaltung des Nürnberger Frühlingsfestes beraten. Vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen im bundesweiten Wettbewerb um attraktive Großfahrgeschäfte und Beschicker wurde das Frühlingsfest im Jahr 2026 testweise von bislang zwei auf drei Wochen verlängert.

Nach Auswertung der hierbei gewonnenen Erfahrungen sowie den Beratungen im Arbeitsausschuss wird eine dauerhafte Durchführung des Nürnberger Frühlingsfestes über drei Wochen grundsätzlich befürwortet. Die bisherigen organisatorischen Rahmenbedingungen, insbesondere hinsichtlich Auf- und Abbauzeiten sowie Flächeninanspruchnahme, bleiben unverändert. Die immissionsschutzrechtlichen Vorgaben zum Schutz der Anwohnerschaft bleiben weiterhin Bestandteil des Genehmigungsverfahrens nach Art. 19 LStVG.

Aufgrund der grundsätzlichen Bedeutung der Angelegenheit und der Auswirkungen auf die zukünftige Ausgestaltung des Nürnberger Frühlingsfestes wird die Angelegenheit dem Rechtsund Wirtschaftsausschuss beziehungsweise dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Die Berichtsteile betreffen verschiedenste Personengruppen.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Gutachtenvorschlag:

Der Ausschuss begutachtet die Verlängerung des Nürnberger Frühlingsfestes auf drei Wochen an Hand des Antrags des Süddeutschen Verbands reisender Schausteller und Handelsleute e.V. und empfiehlt dem Stadtrat, diesem Antrag zuzustimmen.

Beschlussvorschlag:

Entsprechend dem Gutachten des Ausschusses für Recht, Wirtschaft und Arbeit vom 01.07.2026 wird die Verlängerung des Nürnberger Frühlingsfestes auf drei Wochen an Hand des Antrags des Süddeutschen Verbands reisender Schausteller und Handelsleute e.V. beschlossen.

Dauerhafte Verlängerung des Nürnberger Frühlingsfestes auf drei Wochen

Die Nürnberger Volksfeste besitzen eine hohe kulturhistorische und identitätsstiftende Bedeutung für die Stadt Nürnberg und prägen seit Jahrzehnten das öffentliche Leben sowie das Stadtbild in erheblicher Weise. Darüber hinaus stellen sie einen bedeutenden Anziehungspunkt für Besucherinnen und Besucher aus der Metropolregion und darüber hinaus dar.

Im Arbeitsausschuss Nürnberger Volksfeste, dem neben dem Süddeutschen Verband der Schausteller und Handelsleute e.V. (SSV) insbesondere Vertreterinnen und Vertreter des Bürgermeisteramts, des Rechtsamts, des Ordnungsamts, des Amts für Nürnberger Märkte, des Liegenschaftsamts sowie der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg angehören, wurde die künftige Ausgestaltung des Nürnberger Frühlingsfestes beraten.

Vor dem Hintergrund eines zunehmend intensiven bundesweiten Wettbewerbs um attraktive Großfahrgeschäfte und Beschicker wurde im Jahr 2026 testweise eine Verlängerung des Nürnberger Frühlingsfestes von bislang zwei auf drei Wochen durchgeführt. Anlass hierfür war insbesondere das Jubiläumsjahr „200 Jahre Nürnberger Herbstvolksfest“ und das gemeinsame Interesse, die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Nürnberger Frühlingsfestes langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln. Die im Anschluss erfolgte Evaluierung des SSV sowie die Beratungen im Arbeitsausschuss Nürnberger Volksfeste haben ergeben, dass einer Fortführung der erweiterten Laufzeit seitens der beteiligten Stellen grundsätzlich positiv gegenübergestanden wird.

Nach Mitteilung des SSV verlief die verlängerte Veranstaltungsdauer aus organisatorischer und wirtschaftlicher Sicht positiv. Insbesondere konnte festgestellt werden, dass die längere Laufzeit die Attraktivität des Nürnberger Frühlingsfestes für Beschicker und Betreiber größerer Fahrgeschäfte erhöht und damit zur Sicherung eines qualitativ hochwertigen Angebots beiträgt.

Die bisherigen organisatorischen Rahmenbedingungen, insbesondere hinsichtlich Auf- und Abbauzeiten sowie Flächeninanspruchnahme, bleiben hierbei unverändert. Die fachliche Beteiligung der Polizei sowie der Feuerwehr wurde eingeleitet; es wurden keine grundsätzlichen Einwendungen vorgebracht.

Die Durchführung des Nürnberger Frühlingsfestes erfolgt weiterhin im Rahmen des Genehmigungsverfahrens nach Art. 19 LStVG. Die immissionsschutzrechtlichen Vorgaben, insbesondere zum Schutz der Anwohnerschaft, bleiben hiervon unberührt und werden im Rahmen des Genehmigungsbescheids weiterhin entsprechend berücksichtigt.

Aufgrund der grundsätzlichen Bedeutung der Angelegenheit sowie der Auswirkungen auf die künftige Ausgestaltung des Nürnberger Frühlingsfestes wird die Angelegenheit dem Rechts- und Wirtschaftsausschuss beziehungsweise dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt.

Nürnberg, 03.06.2026 Ordnungsamt gez. Kurr (5322)

Abbildung 1

  1. Mai 2026

Dauerhafte Verlängerung des Nürnberger Frühlingsfestes auf drei Wochen

1. Anlass

Das Nürnberger Frühlingsfest wurde im Jahr 2026 anlässlich des Jubiläumsjahres (200 Jahre Herbstvolksfest) einmalig von bislang zwei auf drei Wochen verlängert. Die Entscheidung zur Verlängerung wurde im Vorfeld gemeinsam durch die Verwaltung des Süddeutschen Schaustellerverband sowie dem Arbeitsausschuss getroffen. Vor dem Hintergrund der hierbei gewonnenen Erfahrungen soll nun über eine dauerhafte Verlängerung des Frühlingsfestes auf drei Wochen entschieden werden.

2. Gegenstand der Vorlage

Gegenstand dieser Vorlage ist ausschließlich das Nürnberger Frühlingsfest. Das Herbstvolksfest ist von dieser Regelung ausdrücklich nicht betroffen.

3. Rahmenbedingungen

Die Verlängerung des Frühlingsfestes erfolgt innerhalb der bestehenden organisatorischen und zeitlichen Rahmenbedingungen:

Eine Mehrbelastung für Anwohnerinnen und Anwohner ist somit nicht zu erwarten.

4. Wirtschaftliche und strukturelle Bewertung

4.1 Attraktivität für Beschicker und Großfahrgeschäfte

Eine längere Laufzeit erhöht die Attraktivität des Frühlingsfestes für Beschicker, insbesondere für Betreiber großer Fahrgeschäfte. Bereits im Jahr 2026 konnte durch die verlängerte Laufzeit konkret nachgewiesen werden, dass zusätzliche, besonders attraktive Fahrgeschäfte für Nürnberg gewonnen werden konnten, die bei einer kürzeren Laufzeit nicht zur Verfügung gestanden hätten (u. a. „Dr. Archibald“). Darüber hinaus hat auch das Festzelt Papert seine Teilnahme am Nürnberger Frühlingsfest sowie an weiteren Frühlingsfesten im Anschluss zugesagt, was ebenfalls die gestiegene Attraktivität und Planungssicherheit unterstreicht. Durch die Verlängerung können zudem hohe Transport- und Betriebskosten wirtschaftlicher auf einen längeren Zeitraum verteilt werden. Dies führt insgesamt zu einer höheren Teilnahmebereitschaft und steigert die Qualität und Vielfalt des Angebots..

4.2 Wettbewerbssituation

Das Nürnberger Frühlingsfest steht in direktem Wettbewerb mit vergleichbaren Veranstaltungen im Bundesgebiet. Ein Großteil dieser Volksfeste weist bereits eine Laufzeit von drei Wochen oder mehr auf (z. B. Hamburg, Hannover, Frankfurt, Stuttgart, München, Berlin), teilweise deutlich darüber hinaus. Eine dauerhafte Verlängerung ist daher auch aus wettbewerblicher Sicht geboten, um die Attraktivität des Standortes Nürnberg zu sichern.

5. Ergebnisse der Beschickerbefragung

Im Rahmen der Evaluierung wurde eine umfangreiche Befragung unter den Beschickern durchgeführt (124 teilnehmende Betriebe). Die wesentlichen Ergebnisse sind:

Wochen aus

Darüber hinaus wurde festgestellt, dass eine längere Laufzeit dazu beiträgt, wetterbedingte Schwankungen besser auszugleichen und damit Planungssicherheit zu erhöhen.

6. Rückmeldungen aus dem Umfeld

Im Zuge der Evaluierung wurden auch Anwohnerinnen und Anwohner einbezogen. Hierbei ergaben sich keine Einwände gegen eine Verlängerung des Frühlingsfestes auf drei Wochen.

7. Gesamtbewertung

Die Verlängerung des Frühlingsfestes auf drei Wochen führt insgesamt zu:

Mit freundlichen Grüßen

Süddeutscher Verband reisender Schausteller und Handelsleute e.V. ⎯ Sitz Nürnberg Lorenz Kalb Rudi Bergmann Geschäftsführender Vorstand des Verbandes

Abbildung 2

Jürgen Putzer - Geschäftsführer

ÖÖ 11

Beschickerumfrage 2026 / Frühlingsfest

Welche Art von Geschäft betreiben Sie?

Anzahl Antworten: 124

Sonstiger Verkauf: 12x gewählt (9.68%) Fahrgeschäft: 22x gewählt (17.74%) Zelte: 2x gewählt (1.61%) Kinderfahrgeschäft: 10x gewählt (8.06%) Imbiss/Ausschank/Biergarten: 36x gewählt (29.03%) Belustigung/Geisterbahn/Schaubude: 8x gewählt (6.45%) Schiessen: 5x gewählt (4.03%) Verlosung: 2x gewählt (1.61%) Speiseeis/Zuckerwaren: 13x gewählt (10.48%) Geschicklichkeit/Glücksspiel: 21x gewählt (16.94%)

17

Wie lange sind Sie bereits Beschicker auf dem Nürnberger Frühlingsfest?

Anzahl Antworten: 124

100 87 (70.16%) 80 60 t hl ä w e G 40 19 (15.32%) 20 14 (11.29%) 4 (3.23%) 0 Erstmalig 2026 2-5 Jahre 6-10 Jahre Mehr als 10 Jahre

18

14 (11.29%)

Wie zufrieden sind Sie bisher mit dem Nürnberger Volksfest?

Anzahl Antworten: 120

40 37 (30.83%) 33 (27.50%) 30 25 (20.83%) t hl 20 ä w e G 15 (12.50%) 10 6 (5%) 4 (3.33%) 0 1 2 3 4 5 6 Sehr unzufrieden Sehr zufrieden

19

Wie zufrieden sind Sie mit der Organisation im Vorfeld?

Anzahl Antworten: 122

60 51 (41.80%) 50 46 (37.70%) 40 t hl 30 ä w e G 20 12 (9.84%) 12 (9.84%) 10 1 (0.82%) 0 (0%) 0 1 2 3 4 5 6 Sehr unzufrieden Sehr zufrieden

20

Wie zufrieden sind Sie mit der Auf und Abbauorganisation?

Anzahl Antworten: 121

50 45 (37.19%) 44 (36.36%) 40 30 t hl ä w e G 20 17 (14.05%) 11 (9.09%) 10 4 (3.31%) 0 (0%) 0 1 2 3 4 5 6 Sehr unzufrieden Sehr zufrieden

21

Wie zufrieden sind Sie mit der Infrastruktur (Strom, Wasser, Zufahrten)?

Anzahl Antworten: 122

60 52 (42.62%) 50 47 (38.52%) 40 t hl 30 ä w e G 20 12 (9.84%) 10 (8.20%) 10 1 (0.82%) 0 (0%) 0 1 2 3 4 5 6 Sehr unzufrieden Sehr zufrieden

22

Wie zufrieden sind Sie mit der Sicherheit auf dem Platz?

Anzahl Antworten: 122

50 46 (37.70%) 40 36 (29.51%) 30 t hl 25 (20.49%) ä w e G 20 11 (9.02%) 10 2 (1.64%) 2 (1.64%) 0 1 2 3 4 5 6 Sehr unzufrieden Sehr zufrieden

23

Wie bewerten Sie die Kosten im Hinblick auf das Platzgeld?

Anzahl Antworten: 121

50 42 (34.71%) 40 30 (24.79%) 30 t hl ä 24 (19.83%) w e G 20 18 (14.88%) 10 6 (4.96%) 1 (0.83%) 0 1 2 3 4 5 6 Sehr unzufrieden Sehr zufrieden

24

Wie bewerten Sie die Kosten im Hinblick auf Strom?

Anzahl Antworten: 119

60 55 (46.22%) 50 40 32 (26.89%) t hl 30 ä w e 25 (21.01%) G 20 10 5 (4.20%) 2 (1.68%) 0 (0%) 0 1 2 3 4 5 6 Sehr unzufrieden Sehr zufrieden

25

Wie bewerten Sie das Preis-Leistungs-Verhältnis?

Anzahl Antworten: 120

60 55 (45.83%) 50 40 36 (30%) t hl 30 ä w e G 21 (17.50%) 20 10 6 (5%) 2 (1.67%) 0 (0%) 0 1 2 3 4 5 6 Sehr unzufrieden Sehr zufrieden

26

Wie zufrieden sind Sie mit dem Rahmenprogramm?

Anzahl Antworten: 122

39 (31.97%) 40 33 (27.05%) 30 28 (22.95%) t hl 20 ä w e 17 (13.93%) G 10 4 (3.28%) 1 (0.82%) 0 1 2 3 4 5 6 Sehr unzufrieden Sehr zufrieden

Welche Programmpunkte nden Sie besonder positiv?

Anzahl Antworten: 65 Text Antworten:

Behindertentag Familientag Sonntage mit Aktion

27

Wie zufrieden sind Sie mit der verlängerten Dauer von bisher 2 auf jetzt 3 Wochen Laufzeit für das Frühlingsfest?

Anzahl Antworten: 116

39 (33.62%) 40 30 22 (18.97%) t hl 20 ä w 18 (15.52%) e G 14 (12.07%) 12 (10.34%) 11 (9.48%) 10 0 1 2 3 4 5 6 Sehr unzufrieden Sehr zufrieden

28

h ä
w e G 18 (15.52%) 14 (12.07%) 12 (10.34%) 11 (9.48%)

Wie hat sich die längere Dauer auf ihr Geschäft ausgewirkt?

Anzahl Antworten: 117

30 29 (24.79%) 25 24 (20.51%) 21 (17.95%) 20 t 15 (12.82hl%) 15 (12.82%) 15 ä w 13 (11.11%) e G 10 5 0 1 2 3 4 5 6 Deutlich negativ Deutlich positiv

29

w e G

Sollte das Frühlingsfest 2027 wieder drei Wochen laufen?

Anzahl Antworten: 120

60 53 (44.17%) 50 39 (32.50%) 40 tlhäweG 30 28 (23.33%) 20 10 0 Ja Nein Nur unter bestimmten Bedingungen

30

StA/003/2026

Beratung Datum Behandlung Ziel

Ausschuss für Recht, Wirtschaft, Arbeit 01.07.2026 öffentlich Bericht

und Wissenschaft

Betreff: Ermittlung und Feststellung des Abstimmungsergebnisses des Bürgerentscheids 'Lieber

zurück auf Los statt Ausbau Frankenschnellweg' am 28. Juni 2026

Bericht:

Nach der Satzung zur Durchführung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden (BürgerBegEntschS - BBS) sind die Mitglieder des Wahlausschusses, der Wahlleiter als vorsitzendes Mitglied und die ehrenamtlichen Stadträte im Ausschuss für Recht, Wirtschaft und Arbeit. Als Wahlleiter wurde Herr Oberbürgermeister König und als Stellvertreter Herr Olaf Kuch bestellt.

Der RWA beschließt bei diesem TOP in seiner Funktion als Wahlausschuss über das Ergebnis des Bürgerentscheides.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Der Beschluss des RWA über das Ergebnis des Bürgerentscheides hat keine finanziellen Auswirkungen, da nur die Richtigkeit der Auszählung festgestellt, aber nicht über die finanziellen Konsequenzen des Ergebnisses entschieden wird.

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage StA/003/2026

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Keine Diversity-Relevanz erkennbar.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage StA/003/2026

Bericht – Änderung:

Zum Ergebnis des Bürgerentscheids wird durch den stellvertretenden Wahlleiter, Herrn Olaf Kuch, berichtet.

Der Abstimmungsleiter (Hr. OBM) unterrichtet die Öffentlichkeit am 28.6.2026 über das Ergebnis im Presseclub. Es gilt als festgestellt, wenn nicht binnen einer Woche ein Mitglied des Wahlausschusses, gem. Art. 1 Abs. 1 Nr. 2 der Satzung zur Durchführung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden (BBS) der Ausschuss für Recht, Wirtschaft und Arbeit, die Ergebnisfeststellung durch den Wahlausschuss beantragt. Die Bekanntmachung des festgestellten Ergebnisses erfolgt im Amtsblatt der Stadt Nürnberg (Art. 18 a Abs. 16 GO).

WiF/005/2026

Beratung Datum Behandlung Ziel

Ausschuss für Recht, Wirtschaft, Arbeit 01.07.2026 öffentlich Bericht

und Wissenschaft

Betreff:

Wirtschaftsstandort Nürnberg - Positionsbestimmungen 2026

Bericht:

Mit der Auswertung „Wirtschaftsstandort Nürnberg – Positionsbestimmung 2026“ legt das Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat wie in jedem Jahr zentrale Daten und Indikatoren zum Wirtschaftsstandort vor und ordnet ein, wie sich Nürnberg wirtschaftlich entwickelt und im Wettbewerb der Standorte positioniert.

Die Nürnberger Wirtschaft zeigt sich vor dem Hintergrund eines insgesamt gedämpften konjunkturellen Umfelds weiterhin robust. Nürnberg behauptet seine Position als bedeutender Industriestandort, als Zentrum wissensintensiver Branchen und als wichtiger Standort der Digitalwirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt liegt im Vergleich der größten deutschen Städte weiterhin im oberen Bereich. Die Beschäftigung ist nach wie vor auf einem hohen Niveau, gleichzeitig macht sich die konjunkturelle Abschwächung aber in steigenden Arbeitslosenzahlen bemerkbar. Der Wissenschaftsstandort Nürnberg entwickelt sich dank umfangreicher Investitionen hervorragend.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage WiF/005/2026

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass bestimmte Personengruppen bevorteilt oder benachteiligt werden. Diversity-Relevanz ist nicht gegeben.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage WiF/005/2026

26_bs0303b

Sachverhaltsdarstellung:

1. Wirtschaftsentwicklung am Standort Nürnberg im Jahr 2025

Die Nürnberger Wirtschaft hat sich im Jahr 2025 in einem insgesamt gedämpften konjunkturellen Umfeld weiterhin vergleichsweise stabil entwickelt. Internationale Krisen, geopolitische Unsicherheiten sowie strukturelle Veränderungen wirken sich derzeit in vielen Regionen Deutschlands auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Auch in Nürnberg zeigen sich einzelne konjunkturelle Bremsspuren.

Die vorliegende „Positionsbestimmung 2026“ zeigt jedoch, dass Nürnberg weiterhin zu den leistungsfähigen Wirtschaftsstandorten unter den größten deutschen Städten zählt. Der Standort behauptet seine Wettbewerbsposition insbesondere als

verarbeitenden Gewerbe (s. S. 11),

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt mit rund 320.600 weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Im langfristigen Vergleich zeigt sich eine deutlich positive Entwicklung: Innerhalb von zehn Jahren ist die Beschäftigung stärker gewachsen als die Einwohnerzahl (s. S. 5).

Die konjunkturelle Abschwächung geht am Arbeitsmarkt gleichwohl nicht spurlos vorbei. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Jahr 2025 gestiegen, wobei Nürnberg im Großstadtvergleich weiterhin eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosenquote aufweist (s. S. 8). Gleichzeitig hält die Nachfrage nach Arbeitskräften an, auch wenn der Bestand gemeldeter Stellen gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist (s. S. 9).

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Standorts bleibt insgesamt hoch. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 38,2 Mrd. Euro gehört Nürnberg im Vergleich der 20 größten deutschen Städte zu den wirtschaftsstärkeren Standorten (s. S. 10). Auch die Branchenstruktur erweist sich als stabilisierend, da Industrie, wissensintensive Dienstleistungen, Handel und öffentliche Dienstleistungen gemeinsam zur Wertschöpfung beitragen (s. S. 10).

Die wirtschaftliche Stärke der Nürnberger Unternehmen spiegelt sich auch in den Gewerbesteuererträgen wider. Mit einem vorläufigen Aufkommen von rund 714 Mio. Euro wurde im Jahr 2025 erneut ein sehr hohes Niveau erreicht. Die Gewerbesteuer bleibt damit die wichtigste Einnahmequelle im Nürnberger Haushalt (s. S. 14).

2. Standortentwicklung im Jahr 2025

2.1. Signalwirkung für den Wirtschaftsstandort hatten:

Standort Nürnberg. Das Unternehmen investiert über 300 Mio. Euro in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten. Insgesamt sollen rund 550 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Mobilität im Nutzfahrzeugbereich mit einer Investition von 250 Mio. Euro in den Ausbau der Serienfertigung für Battery-Packs für eLaster und eBusse. Die Produktion startete im Frühjahr 2025.

investiert rund 60 Mio. Euro in moderne Logistik- und Produktionsstrukturen am Standort Nürnberg.

Süden. Mit dem dritten Bauabschnitt entstehen zusätzliche Flächen für energieintensive Hochleistungsrechner und KI-Anwendungen. Als erster Großkunde konnte das Bayerische Landesamt für Steuern gewonnen werden.

Zukunftsprogrammes wird die Messegesellschaft in den kommenden 10 Jahren 500 Mio. Euro in den Ausbau des Messegeländes investieren. Im Zentrum stehen dabei die Modernisierung der Frankenhalle sowie der Neubau der Halle 3 mit vorgelagertem Eingangsgebäude.

2.2. Auch der Ausbau des Wissenschaftsstandorts Nürnberg schritt im Jahr 2025 voran:

Nürnberg baut seine Rolle als Wissenschaftsstadt weiter aus. Über 30.000 Studierende, eine starke, wirtschaftsnahe Forschung und Investitionen von mehr als 1,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 setzen klare Zeichen für die Zukunft. 2025 wurden weitere Meilensteine erreicht:

Center (OIC) hat die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm das bundesweit größte landesfinanzierte Forschungsgebäude einer Hochschule für angewandte Wissenschaften eröffnet. Auf über 8.000m² vereinen modernste Labore, flexible Projektflächen, ein Maker Space und eine dreistöckige Drohnenflughalle die zentralen Bausteine für Spitzenforschung. Rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten hier interdisziplinär an Lösungen für Bereiche wie Leistungselektronik, Robotik, Wasserbau, KI sowie Energie- und Wasserstofftechnologien. Das offene Raumkonzept fördert den direkten Austausch – Innovationen entstehen dort, wo sie unmittelbar gebraucht werden. Mit realitätsnahen Laboren, etwa dem außergewöhnlichen Wasserbaulabor oder hochpräzisen Antriebsprüfständen, liefert das OIC praxisrelevante Forschungsergebnisse für Kommunen, Unternehmen und die Region. Gleichzeitig bildet es eine wichtige Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, etwa durch Innovationsberatung, Transferangebote und Unterstützung bei Patenten und Gründungen.

of Health entsteht in Kooperation mit dem Klinikum Nürnberg an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm eine zukunftsgerichtete Fakultät an der Schnittstelle von Gesundheitswesen, Digitalisierung und Forschung. Bis zur Fertigstellung des endgültigen Standorts dient ein moderner Modulbau – in Kooperation mit der UTN – als hochwertiges Übergangsquartier. Auf etwa 1.000m² bietet er optimal ausgestattete Räume für Lehre, Forschung und Transfer. Die School of Health bündelt innovative Studiengänge wie Digitales Gesundheitsmanagement, Hebammenwissenschaft und Digital Health Analytics. Hier werden die Fachkräfte ausgebildet, die die digitale Transformation des Gesundheitswesens aktiv gestalten werden. Damit wird die School of Health zu einem neuen Impulsgeber für moderne Gesundheitsbildung und zu einem starken Partner für Kliniken, Unternehmen und die Region.

Mit dem offiziellen Zuschlag als Austragungsort für den RoboCup 2027 positioniert sich Nürnberg als internationaler Hotspot der intelligenten Robotik. Die erfolgreiche Bewerbung, federführend vorangetrieben von Prof. Stefan May der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm und tatkräftig unterstützt von der Messe Nürnberg sowie der Stadt, bringt die weltweit bedeutendste Meisterschaft für autonome Systeme in die Region. Flankiert wird dieses Großereignis von einer hochkarätigen internationalen Robotik-Konferenz. Dass die regionale Kooperation bereit für diese Elite ist, bewiesen bereits die RoboCup German Open 2025 in Köln, bei denen Teams der Ohm und ihrer Partnerschulen herausragende Leistungen und einen Podestplatz in der Rettungsrobotik erzielten. Zeitgleich setzte die in Nürnberg ausgetragene erste German Robotics Conference (GRC) ein klares Zeichen und versammelte die weltweite KI-Robotik- Elite zum strategischen Austausch in der Stadt.

2025/26 erweitert die Universität Technologie Nürnberg (UTN) ihr Lehrprofil um einen wegweisenden, englischsprachigen Masterstudiengang. Die interdisziplinäre Ausbildung verknüpft Informatik, Philosophie und Psychologie, um durch ein tiefes Verständnis des menschlichen Denkens die Entwicklung verantwortungsvoller KI-Systeme zu prägen. Als zweiter Masterstudiengang neben „AI & Robotics“ bildet er einen zentralen Baustein in der Qualifizierung internationaler Zukunftsexperten.

Science Lounge“ im Erdgeschoss des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes schlägt die Universität ab Sommer 2025 eine direkte Brücke in die Nürnberger Innenstadt. Die interaktive Ausstellungsfläche fungiert als offener Begegnungsraum und Reallabor, um den kontinuierlichen Dialog zwischen Spitzenforschung und Stadtgesellschaft lebendig zu gestalten.

die UTN neue moderne Interimsflächen im Nürnberger Nordostpark bezogen und damit ihre räumliche Infrastruktur massiv ausgebaut. Auf rund 500 m² sind hochmoderne Lehrund Lernräume, rund 120 Arbeitsplätze sowie ein spezialisierter Makerspace mit ausgeprägtem Robotik-Schwerpunkt entstanden. Die Flächen bieten dem vollständig dorthin umgezogenen Department Computer Science and Artificial Intelligence ideale Bedingungen für praxisnahe Spitzenforschung.

anwendungsorientierte Ausrichtung durch eine im Oktober 2025 vertraglich besiegelte Forschungskooperation mit der bayerischen Steuerverwaltung. Mit politischer Unterstützung durch Finanzminister Albert Füracker werden in diesem Projekt innovative KI-Lösungen für die Verwaltungspraxis entwickelt, die als Best-Practice-Beispiele für die digitale Transformation des öffentlichen Sektors dienen.

Wissenschaftsstandort markiert die Entscheidung von DFG und Wissenschaftsrat vom Mai 2025, das FAU-Projekt „Transforming Human Rights“ als Exzellenzcluster auszuzeichnen. Gefördert mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag über sieben Jahre, stärkt das Cluster das Center for Human Rights (FAU CHREN) sowie das Nürnberger Forschungsinstitut Menschenrechte. Die weltweite Vernetzung mit 15 Spitzeninstituten unterstreicht Nürnbergs Profil als „Stadt des Friedens und der Menschenrechte“.

Standort „Auf AEG“ ist Forschenden ein technologischer Durchbruch von globaler Tragweite gelungen. Mit der Entwicklung organischer Solarmodule wurde ein neuer Weltrekord von 14,5 % Wirkungsgrad aufgestellt. Da sich diese innovativen organischen Zellen wesentlich kostengünstiger, flexibler und unkomplizierter herstellen lassen als klassische Siliziumzellen, liefert die FAU hier einen entscheidenden, praxisnahen Impuls für die solare Energiewende.

das „6G-Valley“ als gemeinsames Spitzencluster von FAU und Fraunhofer IIS, um die Metropolregion Nürnberg als internationalen Knotenpunkt für den Mobilfunk der nächsten Generation zu etablieren. Unterstützt durch das Bayerische Wirtschaftsministerium bündelt das Cluster Kompetenzen aus Forschung und Industrie. Hochkarätige Partner wie Nokia, Qualcomm und Elektrobit arbeiten hier an der Infrastruktur von morgen.

prognostizierten Bedarfs von bis zu 280.000 zusätzlichen Pflegefachkräften veranstaltete die Evangelische Hochschule Nürnberg (EVHN) gemeinsam mit dem Fraunhofer IIS im Mai 2025 eine vielbeachtete Tagung. Unter der Kernfrage „Helfen uns KI und Roboter aus dem Pflegenotstand?“ führten Experten aus Wissenschaft und Praxis technologische Lösungsansätze und ethisch-soziale Perspektiven zusammen, um zukunftsfähige und menschenwürdige Konzepte für das Gesundheitswesen zu diskutieren.

akademischer Meilenstein gelingt der EVHN mit der Genehmigung des gemeinsamen Promotionszentrums „Menschenorientierte Forschung für innovative Versorgung und Teilhabe“ (PromZen MeVuT) mit der Katholischen Stiftungshochschule München. Mit der Eröffnung im Jahr 2026, an der rund ein Fünftel des professoralen Kollegiums beider Hochschulen beteiligt ist, erhält die EVHN das eigenständige Recht zur Verleihung des akademischen Grades „Dr. phil.“ und stärkt damit die wissenschaftliche Basis der angewandten Sozial- und Gesundheitsforschung in Nürnberg.

2.3. Weiterhin gingen 2025 relevante Immobilienprojekte an den Start bzw. wurden fertiggestellt:

Marienberg („Tucher Offices“). Bis 2027 entstehen hier weitere hochwertige Büroflächen in guter Lage. Prominenter Ankermieter ist das Schweizer Unternehmen Landis+Gyr mit Büro- , Forschungs- und Entwicklungsflächen sowie Show Room.

Logistik-Hub auf 27.000 Quadratmetern Fläche. 2025 ging der Gewerbepark in die Umsetzung. Das Baufeld wurde freigemacht und für den Hochbau vorbereitet. Union Investment investiert hier 60 Mio. Euro.

„Güterwerk“ einen Medien-Campus, an dem Studiengänge in den Bereichen Audio, Film, Games und Content Creation angeboten werden. Im „Güterwerk“ hat auch das Pharma- Unternehmen Novartis seinen Hauptsitz (Einzug bereits 2024).

Grundstück 2025 erworben, die Planungen laufen. Die Realisierung erfolgt voraussichtlich 2026-2027.

GARBE und Hagedorn haben 2025 den Entwicklungsprozess für den Neubau einer modernen Halle im Gewerbegebiet Schafhof begonnen (Fertigstellung 2026-2027).

2.4. Eine positive Entwicklung verzeichnete Nürnberg auch als Reiseziel:

(+0,1 Prozent). Damit hat Nürnberg den Rekordwert bei den touristischen Übernachtungen aus dem Jahr 2024 sogar noch knapp überschritten.

3. Aktivitäten der Wirtschaftsförderung Nürnberg im Jahr 2025

Die Wirtschaftsförderung Nürnberg ist zentrale Ansprechpartnerin für alle Unternehmen in Nürnberg. Als Erstansprechpartnerin bietet sie ein attraktives Service-Portfolio. Darüber hinaus setzt sie sich für einen bedarfsgerechten Gewerbeflächenbestand und ein positives Standortimage ein.

3.1 Erstansprechpartnerin und Servicepartner für Nürnberger Unternehmen

Die hohe Servicequalität und niederschwellige Erreichbarkeit der Wirtschaftsförderung Nürnberg schlägt sich nieder

halten - mit Angeboten im Bereich Gründung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Die Wirtschaftsförderung unterstützt Unternehmen, die sich in Nürnberg ansiedeln oder erweitern wollen, bei ihrer Standortsuche und vermittelt passende Gewerbeflächen und Kontakte. Darüber hinaus begleitet sie als Lotse durch die Verwaltung Unternehmen bei komplexen Genehmigungs- und Verwaltungsprozessen, z.B. bei Bau- und Nutzungsänderungen.

Ein thematischer Schwerpunkt lag wie in den Vorjahren auf der Transformation der Fahrzeugzulieferindustrie in Stadt und Metropolregion Nürnberg. Die Branche steht vor großen Veränderungen. Das Netzwerk transform_EMN begleitet diesen Wandel und hat sich 2025 erfolgreich für die Zukunft aufgestellt: Weitere 1,5 Millionen Euro Förderung konnten für das Jahr 2026 eingeworben werden. Damit werden die bewährten Transformationsangebote aus dem Netzwerk weitergeführt und gezielt erweitert, z.B. um neue Technologiethemen wie Cybersecurity und KI oder den Zugang zu weiteren Technologiemärkten in Sicherheit und Verteidigung und Energiewirtschaft. Mittlerweile gehören über 450 von 500 Zulieferbetrieben zur Community, davon mehr als 160 aktiv im Netzwerk. Insgesamt wurden über 4.800 Personen durch Veranstaltungen und Maßnahmen erreicht. Aus dem Projekt heraus entstanden weitere geförderte Vorhaben im Umfang von 7,75 Millionen Euro mit einem Schwerpunkt auf innovativen Themen wie dem induktiven Laden von Fahrzeugen (eRoad).

Der „Industriedialog Wasserstoff“ mit führenden Unternehmen aus Stadt und Metropolregion Nürnberg – insbesondere auch hier wieder aus dem Bereich mobile Anwendungen – wurde im Jahr 2025 weitergeführt und verstetigt.

2025 organisierte die Wirtschaftsförderung zudem ein neues Top-Level-Vernetzungsformat für Unternehmen, das mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Stand heraus sehr gut angenommen wurde und im Jahr 2026 weitergeführt wird.

3.2 Bedarfsgerechte Entwicklung der Wirtschaftsräume und Qualifizierung des Wirtschaftsstandforts Nürnberg

3.2.1 Die Wirtschaftsförderung Nürnberg entwickelte auch im Jahr 2025 die Nürnberger Wirtschaftsräume konsequent weiter.

Als zentrale Anlaufstelle für Projektentwickler und Investoren hat die Wirtschaftsförderung auch 2025 Immobilienakteure bei der Realisierung von Entwicklungsvorhaben im Bereich Gewerbe und Quartiere unterstützt, etwa durch Standortberatung, bei der Abstimmung mit weiteren Fachdienststellen und bei der Vermarktung. Entsprechend stand und steht die Wirtschaftsförderung mit allen Entwicklern bzw. Investoren der unter 2.3 genannten Immobilienprojekte in Kontakt, begleitet die Projekte eng und unterstützt, wo immer erforderlich.

Die Stadt selbst schafft ebenfalls neue Optionen für Ansiedlungen: Das Entwicklungsgebiet Schmalau-Südost im Nürnberger Norden, soll Ansiedlungsoptionen speziell für kleinere bis mittlere produzierende Unternehmen und sowie für Handwerksbetriebe bieten. Die stadteigenen Flächen im Gewerbegebiet Eibach sind bereits zu rund 75 Prozent an kleine produzierende Unternehmen sowie lokale Handwerksbetriebe vergeben – eine Zielgruppe, die es am Markt üblicherweise schwer hat, und die die Stadt Nürnberg durch eine nachhaltige, langfristig ausgelegte Gewerbeflächenpolitik gezielt unterstützt. Zusätzlich trägt die Wirtschaftsförderung dafür Sorge, dass bestehende Gewerbegebiete gesichert und qualitätsvoll weiterentwickelt und Betriebe nicht durch konkurrierende Nutzungen, wie etwa heranruckender Wohnbebauung, verdrängt werden.

3.2.2 Weiterer Schwerpunkt des Jahres war Künstliche Intelligenz:

Hier setzten Referat VII und die Wirtschaftsförderung Nürnberg einen neuen Schwerpunkt rund um Vernetzung, Clusterbildung, Infrastruktur und Startup-Förderung.

Gemeinsame Allianz für einen starken KI-Standort Um die Kräfte vor Ort zu bündeln, hat das Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat die wichtigsten Forschungseinrichtungen der Region an einen Tisch gebracht. Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung (LOI) durch die FAU, die THN, die UTN und das Fraunhofer IIS wurde der Grundstein für eine Zusammenarbeit im Bereich der Künstlichen Intelligenz gelegt. Dieser Zusammenschluss ist der erste logische Schritt, um die vorhandenen Stärken zu vernetzen. Das klare Ziel: Die Institute wollen künftig in großen, gemeinsamen Projekten zusammenarbeiten und neue technologische Schwerpunkte setzen. Durch diese gemeinsame Schlagkraft wird Nürnberg im nationalen und internationalen Wettbewerb viel sichtbarer.

AI HUB Nürnberg: Einstiegspunkt für Unternehmen Gemeinsam mit dem NIK e.V. wurde der AI HUB Nürnberg gestartet – eine zentrale Anlaufstelle für alle Unternehmen, die KI verstehen oder anwenden möchten. Das Angebot richtet sich besonders an kleine und mittlere Betriebe sowie das Handwerk. Durch Workshops, Beratung und praxisnahe Formate erhielten viele der rund 700 erreichten Unternehmen erstmals einen klaren Überblick über Chancen und Grenzen von KI. Aufgrund des großen Erfolgs wurde der AI HUB um weitere zwei Jahre verlängert.

Clusterbildung: Raum für ein KI-Ökosystem Mit der Ansiedlung des neuen Departments Computer Science & Artificial Intelligence der Technischen Universität Nürnberg im Nordostpark entsteht die Chance, einen regionalen KI- Cluster rund um Universität und Fraunhofer IIS aufzubauen. Eine Studie untersucht derzeit konkrete Potenziale und Erfolgsfaktoren für diese räumliche Entwicklung.

KI-Infrastruktur: Bayerns Bewerbung für eine „KI-Gigafactory“ Ein Meilenstein auf europäischer Ebene: Bayern hat bei der EU die Bewerbung „Blue Swan“ für ein großes Rechenzentrum für KI eingereicht – eine sogenannte KI-Gigafactory, ausgestattet mit rund 100.000 High-End-KI-Chips. Als möglicher Standort wurde ein Konversionsareal bei Schweinfurt identifiziert. Referat VII und die Wirtschaftsförderung Nürnberg bringen die Interessen der nordbayerischen Wirtschaft aktiv in das Verfahren ein. Die Entscheidung über die Standorte der KI-Gigafactories wird in 2026 erwartet.

Bayerische KI-Basismodell-Initiative (UTN beteiligt) Die UTN beteiligt sich an der neuen KI-Basismodell-Initiative des Freistaats Bayern mit dem Ziel, ein europaweit einzigartiges multimodales KI-Basismodell nach europäischen Standards zu entwickeln.

Startup-Förderung: Rückenwind für KI-Gründungen KI-Startups profitieren von den Angeboten des ZOLLHOF Tech Incubators. Die Programme unterstützen junge Unternehmen dabei, KI-Innovationen schneller zur Marktreife zu bringen.

3.2.3 Startup & Innovation

Starke Impulse für die Startup City Nürnberg gab im Jahr 2025 die erfolgreiche Bewerbung des ZOLLHOF Tech Incubator als Startup Factory des Bundes. Unter dem Titel ZOHO Factory fließen insgesamt 30 Millionen Euro in den bedarfsgerechten Ausbau der Gründeraktivitäten in Nürnberg. Im Rahmen der Förderung entsteht ein attraktiver TechSpace für High-Tech- Startups, ein neues Stipendienprogramm setzt zusätzliche Anreize für Gründungen, und ein Wagniskapitalfonds wird gezielt in technologieorientierte Startups investieren. Damit schafft Nürnberg optimale Voraussetzungen, um innovative Ideen schneller in den Markt zu bringen.

Auch im Bereich Energie, GreenTech und Nachhaltigkeit zeigt sich 2025 eine starke Entwicklung. Der NKubator konnte sein Startup-Portfolio weiter ausbauen, neue vielversprechende GreenTech-Gründungen für den Standort gewinnen und zugleich seine Kooperationen mit Unternehmen aus Nürnberg und der Region deutlich vertiefen. So entstehen praxisnahe Innovationen mit echtem Impact.

Ungebrochen hoch ist die Nachfrage im Kreativwirtschaftszentrum OM7. Sowohl die Plätze im Business Accelerator KREATIV Garage als auch die Co-Working-Arbeitsplätze waren 2025 vollständig belegt. Das zeigt: Kreative Gründungen finden in Nürnberg nicht nur Raum, sondern auch ein starkes Netzwerk.

Anmerkung zur Diversity-Relevanz Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass diese Maßnahme bestimmte Personengruppen, beispielsweise unterschiedlichen Geschlechts, verschiedener ethnischer Herkunft, mit Behinderungen, unterschiedlichen Alters, sozialer Lage bevorteilt oder benachteiligt. Das Vorhaben ist damit nicht Diversity-relevant. Die Maßnahme hat weder diskriminierende Auswirkungen noch erschließt sie Potenziale für Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung und Chancengleichheit.

Referat VII

Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat

Abbildung 3

WIRTSCHAFTSSTANDORT NÜRNBERG

POSITIONSBESTIMMUNG 2026

Inhalt

Seite

Bevölkerung 4

Beschäftigte 5

Branchen 6

Arbeitsmarkt 8

Wirtschaftsleistung 10

Industrie 11

IKT-Sektor 12

Einzelhandel 13

Gewerbesteuer 14

Abbildung 4

Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Wirtschaftsstandort Nürnberg bewegt sich weiterhin in einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld. Die konjunkturelle Entwicklung bleibt gedämpft – eine Herausforderung, die derzeit viele Regionen in Deutschland und Europa betrifft. Internationale Konflikte, geopolitische Spannungen und strukturelle Veränderungen stellen Unternehmen und Wirtschaftspolitik vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig zeigt sich: Nürnberg verfügt über eine robuste und breit aufgestellte Wirtschaftsstruktur. Industrie, wissensintensive Dienstleistungen, digitale Wirtschaft und ein starker Handel tragen gemeinsam zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bei. Diese Vielfalt wirkt stabilisierend – gerade in wirtschaftlich schwierigeren Phasen. Die aktuelle Positionsbestimmung zeigt, dass Nürnberg weiterhin zu den bedeutendsten Wirtschaftsstandorten Deutschlands zählt. Die Wirtschaftsleistung ist hoch, zentrale Zukunftsbranchen wie die Digitalwirtschaft und Energietechnik sind stark vertreten, und auch Einzelhandel und Dienstleistungen spielen weiterhin eine wichtige Rolle für den Standort. Gleichwohl macht sich die konjunkturelle Abkühlung natürlich auch vor Ort bemerkbar. Gerade deshalb bleibt es wichtig, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich zu verbessern und den Standort für Unternehmen, Investitionen und Innovationen attraktiv zu halten. Ein besonderer Dank gilt den Nürnberger Unternehmerinnen und Unternehmern sowie allen Beschäftigten, die mit Engagement, Innovationskraft und Verantwortungsbewusstsein täglich zum wirtschaftlichen Erfolg unserer Stadt beitragen. Als Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, gute Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln zu sichern und die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Nürnberg zu stärken. Die vorliegende „Positionsbestimmung 2026“ gibt einen aktuellen Überblick über zentrale Kennzahlen und Entwicklungen des Wirtschaftsstandorts Nürnberg und ordnet diese im Vergleich mit anderen großen deutschen Städten ein. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre.

Dr. Andrea Heilmaier

Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin der Stadt Nürnberg Berufsmäßige Stadträtin

Bevölkerung

Kontinuierliches

Bevölkerung mit Hauptwohnung in Nürnberg

547.913

Bevölkerungswachstum

546.397

Nürnberg wächst weiter. Zum Jah- 544.414 535.886 resende 2025 waren laut 535.746 532.331 541.103 Einwohnerregister 547.913 Personen mit Hauptwohnsitz in der Stadt ge- 532.194 meldet. Gegenüber dem Vorjahr 529.407 530.222 entspricht dies einem Anstieg um 526.920 1.516 Einwohnerinnen und Einwohner bzw. 0,3 %. 516.770 Auch im längerfristigen Vergleich 513.339 zeigt sich eine stabile Entwicklung: Seit Dezember 2015 ist die Bevölkerungszahl um 20.993 Personen beziehungsweise rund 4 % gestie- Dez 13 Dez 14 Dez 15 Dez 16 Dez 17 Dez 18 Dez 19 Dez 20 Dez 21 Dez 22 Dez 23 Dez 24 Dez 25 gen.

Bevölkerung mit Hauptwohnung in Nürnberg laut Einwohnermelderegister

Quelle: Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth

Abbildung 5

Abbildung 6

Quelle: © Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach; Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne Nürnberg

Beschäftigte

Beschäftigung auf hohem

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Nürnberg 321.536

312.927

294.200 307.458

284.549

269.483

264.202

64.187 265.288

254.599 252.469 SV-Beschäftigte

jeweils am 30.06.

Niveau 320.595 2025 waren in Nürnberg 320.595 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Damit liegt die Beschäftigung weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, auch wenn sie gegenüber dem Vorjahr leicht um 941 Personen zurückgegangen ist.

Im langfristigen Vergleich zeigt sich eine sehr positive Entwicklung: Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 30.846 Auf Grund Qdueerl l"eP: aBrutinedlleesna gDeantteurn früerv Aisriboenit 2; s0o2z3ia" lwveursrdicehne rduineg Bspefslicchhtäigf tBigetsecnhdäafttiegtne r aümck Awribrekietsnodr tb Nisü r2n0be1r8g korrigiert bzw. präzisiert. Personen (+10,6 %) gestiegen. Da- Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort Nürnberg, jeweils zum Stand 30. Juni mit ist die Beschäftigung in diesem Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Zeitraum erneut stärker gewachsen als die Einwohnerzahl – ein klares Indiz für die anhaltende Attraktivität Nürnbergs als Arbeits- und Wirtschaftsstandort.

Ausgewogene

Verteilung der Nürnberger Beschäftigten nach

Unternehmensstruktur Unternehmensgröße

Nürnberg verfügt über eine breit aufgestellte und belastbare Beschäf-

Kleine Unternehmen

tigungsstruktur. Die Beschäftigung bis 49 Beschäftigte Mittlere verteilt sich auf Unternehmen aller 19% Unternehmen bis

249 Beschäftigte

Größenklassen. 44 % der Beschäf-

27%

tigten arbeiten in Großunternehmen, 27 % im Mittelstand. Kleine und Kleinstunternehmen Kleinstbetriebe stellen 29 % der Ar- bis 9 Beschäftigte

10%

beitsplätze. Diese breite Mischung aus international tätigen Unternehmen und regional verankertem Mittelstand bildet eine stabile Be- Großunternehmen schäftigungsbasis. ab 250 Beschäftigte

44%

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Nürnberg im Juni 2025; nach Betriebsgrößenklassen

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Branchen

Konjunkturbedingt

differenzierte

Branchenentwicklung

Gesundheitswesen 644 Die konjunkturellen Herausforderun- Verkehr und Lagerei 552 Öff. Verwaltung, Verteidigung, SV, ext. Org. 532 gen des vergangenen Jahres spiegeln Immobilien, freiber./wiss./techn. Dienstl. 80 sich in der Beschäftigungsentwick- Sonst. wirtschaftl. Dienstleist. (ohne ANÜ) 51 lung in den einzelnen Branchen Heime und Sozialwesen 320 wider. Rückgänge verzeichneten ins- Energie, Wasser, Entsorgung 237 Gastgewerbe 171 besondere die Metall- und Elektro- Erziehung und Unterricht 163 industrie (-1.793), die Arbeitnehmer- Sonst. Dienstl. u. private Haushalte 58 überlassung (-1.068) sowie Informa- Land-, Forstwirtschaft, Fischerei 20 tion und Kommunikation (-917). Finanz- u. Versicherungsdienstleist. -81 Baugewerbe -106 Zuwächse gab es vor allem im Ge- Herstellung von Vorleistungsgütern -151 Zu-bzw. Abnahme der sundheitswesen (+644), im Bereich Herst. überwieg. häusl. konsumierter Güter -220 sozialversicherungspflichtig Verkehr und Lagerei (+552) sowie in Handel, Instandhaltung/ Reparatur Kfz -233 Beschäftigten nach Information und Kommunikation Wirtschaftsbereichen der öffentlichen Verwaltung (+532). Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) am Arbeitsort Nürnberg Auch freiberufliche, wissenschaftli- Metall-, Elektro-, Stahlindustrie -1.793 von Juni 2024 zu Juni 2025 che und technische Dienstleistungen konnten Beschäftigung aufbauen. Während industrie- und investitionsnahe Bereiche dämpften, wirkten Entwicklung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach Branchen am Arbeitsort Nürnberg

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit staatliche und personenbezogene

Dienstleistungen stabilisierend.

Abbildung 7

Abbildung 8

Quelle: CTZ Nürnberg, Bild: Kristof Göttling

Branchen

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Nürnberg nach Branchen

1-Jahres-Veränderung
Anteil an der
Branche Juni 25 Gesamtbe- Juni 24 2025 gegenüber 2024
schäftigung absolut in %
Insgesamt 320.595 100,0% 321.536 - 941 -0,3%
A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei; 1.569 0,5% 1.549 20 1,3%
B, D, E Bergbau, Energie- und Wasserversorgung, Entsorgungswirtschaft 4.435 1,4% 4.198 237 5,6%
C Verarbeitendes Gewerbe 42.330 13,2% 44.494 - 2.164 -4,9%
davon Metall- und Elektroindustrie sowie Stahlindustrie (24-30, 32,33) 36.583 11,4% 38.376 - 1.793 -4,7%
F Baugewerbe 12.047 3,8% 12.153 - 106 -0,9%
G Handel; Instandhaltung und Reparatur v. Kfz 35.392 11,0% 35.625 - 233 -0,7%
davon Handel und Reparatur von Kraftfahrzeugen (45) 4.430 1,4% 4.323 107 2,5%
Großhandel (ohne Handel mit Kfz.) (46) 13.680 4,3% 13.990 - 310 -2,2%
Einzelhandel (ohne Handel mit Kfz.) (47) 17.282 5,4% 17.312 - 30 -0,2%
H Verkehr und Lagerei 26.641 8,3% 26.089 552 2,1%
I Gastgewerbe 10.595 3,3% 10.424 171 1,6%
J Information und Kommunikation 30.078 9,4% 30.995 - 917 -3,0%
K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 15.399 4,8% 15.480 - 81 -0,5%
L Grundstücks- und Wohnungswesen 3.280 1,0% 3.174 106 3,3%
M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und techni- 23.902 7,5% 23.528 374 1,6%
schen Dienstleistungen
N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen 34.282 10,7% 34.899 - 617 -1,8%
davon Überlassung von Arbeitskräften (782, 783) 11.016 3,4% 12.084 - 1.068 -8,8%
O, U Öffentl. Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung 19.689 6,1% 19.157 532 2,8%
P Erziehung und Unterricht 8.062 2,5% 7.899 163 2,1%
Q Gesundheits- und Sozialwesen 40.521 12,6% 39.557 964 2,4%
davon Gesundheitswesen (86) 22.917 7,1% 22.273 644 2,9%
Heime und Sozialwesen (87-88) 17.604 5,5% 17.284 320 1,9%
R Kunst, Unterhaltung und Erholung 2.619 0,8% 2.548 71 2,8%
S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen 9.466 3,0% 9.482 - 16 -0,2%
T Priv. Haushalte mit Hauspersonal; Herst. v. Waren u. Erbringung 288 0,1% 285 3 1,1%
v. Dienstl. durch priv. Haushalte
Nach Sektoren:
A Land-, Forstwirtschaft und Fischerei 1.569 0,5% 1.549 20 1,3%
B - F Produzierender Sektor 58.812 18,3% 60.845 - 2.033 -3,3%
G - U Dienstleistungssektor 260.214 81,2% 259.142 1.072 0,4%
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; die Ziffern in Klammern hinter den Branchen sind Codes der Wirtschaftszweigklassifikation (WZ 2008) und dienen der eindeutigen Zuordnung.

Arbeitsmarkt

30.986 31.058 Arbeitslose im Monat Dezember 28.565 27.143 28.037 21.942 21.280 21.938 20.536 20.607 22.831 18.690 20.586 15.991 18.321 16.493 14.487 96 97 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25

30.986 31.058 Arbeitslose im Monat Dezember

28.565 27.143 37

21.942 21.280 21. 20.536 20.607 22.831

18.690 20.586 15.991 18.3 16.493

14.487

Anstieg der

Arbeitslosigkeit im

konjunkturellen Umfeld

Zum Jahresende 2025 waren im Stadtgebiet Nürnberg 21.938 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl ist gegenüber dem Vorjahr um 1.331 Arbeitslose gestiegen. Im längerfristigen Vergleich bewegt sich die Arbeitslosigkeit jedoch weiterhin auf einem moderaten Niveau. Die Entwicklung zeigt eine konjunkturelle Eintrübung, jedoch keine strukturelle Verschiebung des Arbeitsmarktes.

Entwicklung der Dezember-Arbeitslosenzahlen im Stadtgebiet Nürnberg

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

München 5,3 % Stuttgart 6,8 % Frankfurt a. M. 6,9 % Arbeitslosenquoten Dresden 6,9 % vom Dezember 2025 Nürnberg 7,1 % der größten Düsseldorf 7,7 % deutschen Städte Region Hannover 7,9 % Hamburg 8,2 % Leipzig 8,4 % Bochum 8,7 % Köln 8,8 % Berlin 10,1 % Bremen 10,6 % Wuppertal 10,7 % Essen 11,3 % Dortmund 11,7 % Duisburg 13,0 %

Stabile Position im

Großstadtvergleich

Unter den größten deutschen Städten mit mehr als 350.000 Einwohnerinnen und Einwohnern verzeichnet Nürnberg die fünftniedrigste Arbeitslosenquote – nach München, Stuttgart, Frankfurt und Dresden. Städte mit strukturellen Arbeitsmarktproblemen weisen deutlich höhere Quoten auf, während klassische Wachstumsmetropolen – meist Landeshauptstädte – niedrigere Werte erreichen. Arbeitslosenquoten in den Stadtkreisen der größten deutschen Städte mit mind. 350.000 EW; bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen.

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; jeweils im Dezember 2025

Arbeitsmarkt

Anstieg im Rahmen der

Bochum
Köln
Region Hannover
Duisburg
ortmund
Bremen
üsseldorf
Hamburg
Essen
Berlin
Nürnberg
Dresden
Frankfurt a. M.
Leipzig
München
uppertal
Stuttgart
2,0% 0,8% 1,0% Veränderung der 2,0% Arbeitslosenzahlen zum Vorjah 2,0% 2,3% 3,8% 5,0% 5,5% 5,7% 6,5% 7,3% 7,5% 8,4% 9,7% 14,9% 15,6% 6,0% 3,6%

-

bundesweiten

Entwicklung r

Die Zahl der Arbeitslosen nahm im Jahresvergleich um 6,5 % zu. Diese Entwicklung entspricht der gesamtwirtschaftlichen Abschwächung und ist in ähnlicher Form in vielen großen Städten zu beobachten. Industriell geprägte und wirtschaftsstarke Standorte reagieren auf konjunkturelle Schwankungen besonders Bayern

Deutschland

sensibel.

Veränderung der Arbeitslosenzahlen von Dezember 2024 zu Dezember 2025 in Prozent; Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Stadtkreise der großen deutschen Städte mit mind. 350.000 EW in Vergleich

Bestand gemeldeter sozialversicherungspflichtiger

Weiterhin Nachfrage nach Arbeitsstellen in Nürnberg

7.270 6.951 6.914 7.007
6.482 6.156 6.545
5.271 4.863 5.239
3.805 4.268
3.418
2.546

Arbeitskräften

Zum Jahresende 2025 waren 4.268 offene sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Rein rechnerisch kamen 5,15 Arbeitslose auf eine offene Stelle. Die Arbeitskräftenachfrage ist gegenüber den Vorjahren zurückgegangen, bleibt jedoch auf einem Niveau, das weiterhin Bewegung am Arbeitsmarkt ermöglicht.

2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

Bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen für das Stadtgebiet Nürnberg;

jeweils im Monat Dezember

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

Wirtschaftsleistung

Hohe Wirtschaftsleistung

Wirtschaftskraft Nürnbergs im Städtevergleich Rang nach Bruttoinlandsprodukt BIP 2023 Bruttoinlandsprodukt Einwohnerzahl (absolut) in Mrd. € je Einwohnerin und Einwohner in Euro 1 Berlin 1 Berlin 197,9 Frankfurt a. M. 115 364 2 Hamburg 2 Hamburg 153,7 Stuttgart 112 183 3 München 3 München 147,2 Düsseldorf 100 414 4 Hannover (Reg.) 4 Frankfurt a. M. 89,3 München 97 406 5 Köln 5 Köln 79,4 Bonn 84 138 6 Frankfurt a. M. 6 Stuttgart 71,0 Hamburg 80 866 7 Stuttgart 7 Hannover (Reg.) 65,3 Köln 73 092 8 Düsseldorf 8 Düsseldorf 63,3 Nürnberg 72 742 9 Leipzig 9 Nürnberg 38,2 Münster 66 864 10 Dortmund 10 Bremen 35,3 Bremen 61 548 11 Essen 11 Essen 31,7 Hannover (Reg.) 55 518 12 Bremen 12 Dortmund 29,5 Essen 54 085 13 Dresden 13 Leipzig 29,0 Bielefeld 53 045 14 Nürnberg 14 Dresden 28,6 Berlin 52 518 Bruttoinlandsprodukte 15 Duisburg 15 Bonn 28,3 Dresden 50 653 der größten deutschen 16 Bochum 16 Münster 21,5 Dortmund 49 663 Städte zu Marktpreisen 17 Wuppertal 17 Duisburg 20,2 Leipzig 46 947 18 Bielefeld 18 Bielefeld 17,9 Bochum 43 377 19 Bonn 19 Bochum 15,9 Duisburg 40 198 20 Münster 20 Wuppertal 14,4 Wuppertal 40 162
Rang nach Bruttoinlandsprodukt BIP 2023 Bruttoinlandsprodukt
Einwohnerzahl (absolut) in Mrd . € je Einwohnerin und Einwohner in Euro
1 Berlin 1 Berlin 197,9 Frankfurt a. M. Stuttgart Düsseldorf München Bonn Hamburg Köln Nürnberg Münster Bremen Hannover (Reg.) Essen Bielefeld Berlin Dresden Dortmund Leipzig Bochum Duisburg Wuppertal
2 Hamburg 2 Hamburg 153,7
3 München 3 München 147,2
4 Hannover (Reg.) 4 Frankfurt a. M. 89,3
5 Köln 5 Köln 79,4
6 Frankfurt a. M. 6 Stuttgart 71,0
7 Stuttgart 7 Hannover (Reg.) 65,3
8 Düsseldorf 8 Düsseldorf 63,3
9 Leipzig 9 Nürnberg 38,2
10 Dortmund 10 Bremen 35,3
11 Essen 11 Essen 31,7
12 Bremen 12 Dortmund 29,5
13 Dresden 13 Leipzig 29,0
14 Nürnberg 14 Dresden 28,6
15 Duisburg 15 Bonn 28,3
16 Bochum 16 Münster 21,5
17 Wuppertal 17 Duisburg 20,2
18 Bielefeld 18 Bielefeld 17,9
19 Bonn 19 Bochum 15,9
20 Münster 20 Wuppertal 14,4

im Städtevergleich

Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 38,2 Mrd. Euro zählt Nürnberg zu den wirtschaftsstärksten Großstädten Deutschlands. Im Vergleich der 20 einwohnerstärksten deutschen Städte belegt Nürnberg bei der absoluten Wirtschaftsleistung Rang 9, obwohl es gemessen an der Einwohnerzahl Rang 14 einnimmt. Auch die Pro-Kopf-Betrachtung bestätigt diese Position: Mit rund 72.742 Euro je Einwohnerin und Einwohner erreicht Nürnberg Rang 8 innerhalb dieser Vergleichsgruppe. Damit liegt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit deutlich über dem Wert, der allein aus der Bevöl- Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“; eigene Darstellung kerungsgröße abzuleiten wäre.

Breit aufgestellte

BBrraanncchheennaanntteeiill aann ddeerr ggeessaammtteenn BBWWSS aabbssoolluutt iinn %% VVereärnänddereurunngg 2021021 3z uzu 20220223
0,03 Mrd. € 0,1% 0,03 Mrd. € 0,1% 7,52 Mrd. € 21,6% 6,45 Mrd. € 20,5% 10,06 Mrd. € 32,2% 10,55 Mrd. € 30,3% 89,,8475 MMrrdd.. €€ 2287,,21%% 1,43 Mrd. € 4,6% 1,38 Mrd. € 4,0% 4,15Mrd. € 13,2% 4,91Mrd. € 14,1% 0,43 Mrd. € 1,4% 0,99 Mrd. € 2,8% + 13,5% + 29,4% + 57,9% + 50,6% + 39,7% + 42,2% ++ 5584,,53%% + 136,0% + 114,5% + 1,0% + 20,5% -34,3% + 102,1%

40 Mrd. € Wertschöpfungsstruktur

Gesamt BWS 2023: 34,8 Mrd. Euro

35 Mrd. € Die Nürnberger Wirtschaft zeichnet

Land-und Forstwirt. sich durch eine vielfältige Branchen-

struktur aus. Industrie, unterneh- 30 Mrd. €

Öffentliche und sonst. mensnahe Dienstleistungen, Handel

Dienstl., Erziehung und

Gesundheit, Priv. und Verkehr sowie öffentliche und

25 Mrd. € Haushalte personenbezogene Dienstleistungen tragen gemeinsam zur wirtschaftli- 20 Mrd. € Finanz-, Versicherungs-, Immobilien und chen Leistung des Standorts bei. Unternehmensdienstl. Diese breite Aufstellung sorgt für ei- 15 Mrd. € ne ausgewogene Wertschöpfungs- Handel, Verkehr,

Gastgewerbe, basis und verringert die Abhän-

10 Mrd. € Information und

Kommunikation gigkeit von einzelnen Branchen. In

den vergangenen Jahren haben ins-

Baugewerbe

5 Mrd. €

Verarbeitendes besondere technologie- und

Gewerbe wissensnahe Bereiche zusätzliche

Sonst. prod. Gewerbe

0 Mrd. € Impulse gesetzt und zur Weiterentwicklung des Standorts beigetragen. Entwicklung und Zusammensetzung der Bruttowertschöpfung (BWS) in der Stadt Nürnberg in jeweiligen Preisen nach Branchen Quelle: Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“; eigene Darstellung

Industrie

Anteil der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe an der Gesamtbeschäftigung Duisburg 17,9% Stuttgart 17,0% Wuppertal 16,8% Bremen 15,9% Bielefeld 14,9% Nürnberg 13,2% Dresden 11,6% Hannover 11,5% München 11,1% Hamburg 10,3% Dortmund 9,3% Leipzig 9,3% Bochum 9,1% Köln 7,7% Münster 6,8% Durchschnitt der 20 Düsseldorf 6,6% größten deutschen Berlin 6,4% Städte: 9,5 % Essen 5,6% Frankfurt a M 5,2% Bonn 3,6%

Duisburg 17,9% Stuttgart 17,0% Wuppertal 16,8% Bremen 15,9% Bielefeld 14,9% Nürnberg 13,2% Dresden 11,6% Hannover 11,5% München 11,1% Hamburg 10,3% Dortmund 9,3% Leipzig 9,3% Bochum 9,1% Köln 7,7% Münster 6,8% Durchschnitt der 20 Düsseldorf 6,6% größten deutschen Berlin 6,4% Städte: 9,5 % Essen 5,6% Frankfurt a M 5,2% Bonn 3,6%

Industriestarker

Wirtschaftsstandort

Das verarbeitende Gewerbe ist ein zentraler Pfeiler der Nürnberger Wirtschaft. Über 13 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind in diesem Bereich tätig. Damit weist Nürnberg im Vergleich der 20 einwohnerstärksten deutschen Städte einen überdurchschnittlich hohen Industrieanteil auf und gehört weiterhin zu den bedeutenden Industriestandorten im Großstadtvergleich.

Anteile der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe an allen Beschäftigten am jeweiligen Arbeitsort; die 20 größten deutschen Städte im Vergleich. Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; jeweils im Juni 2025

Anteil der wissensintensiven Industrie am gesamten 71,4% verarbeitenden Gewerbe 62,7% 52,5% 50,2% 46,6% 41,8% Deutschland Bayern Europäische Mittelfranken ø der 20 größten Stadt Nürnberg Metropolregion deutschen Städte Nürnberg

Hoher Anteil

wissensintensiver Industrie

Nürnberg weist eine hohe Konzentration an wissensintensiven Industriebranchen auf. Mehr als 71 % der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe arbeiten in technologieund wissensbasierten Bereichen. Dieser Anteil liegt deutlich über dem Durchschnitt der 20 größten deutschen Städte (62,7 %) sowie über dem bundesweiten Wert (46,6 %). Die industrielle Wertschöpfung am Standort ist damit in hohem Maße innovations- und technologieorientiert.

Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in wissensintensiven Industriebranchen an den Gesamtbeschäftigten im verarbeitenden Gewerbe im Juni 2024; Abgrenzung der wissensintensiven Industrien nach NIWI/ISI/ZEW-Listen 2012; WZ08-3-Steller. Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit und Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)

IKT-Sektor

Anteil der IKT-Branchen an der Gesamtbeschäftigung 06/2025 München 13,3% Bonn 11,9% Nürnberg 11,3% Dresden 10,6% Köln 9,7% Berlin 9,5% Stuttgart 9,3% Frankfurt a M 8,7% Leipzig 8,2% Hamburg 8,1% Münster 7,8% Düsseldorf 7,4% Hannover 6,9% Dortmund 6,9% Durchschnitt der Bremen 6,3% 20 größten Essen 6,0% deutschen Städte: Bielefeld 5,2% 8,9 % Bochum 5,0% Wuppertal 3,7% Duisburg 2,3% Mittelfranken 8,4% Metropolregion Nürnberg 5,7% Bayern 6,9% Deutschland 5,5%

Bedeutender IKT-Standort

Mit einem Beschäftigtenanteil von 11,3 % gehört die Informations- und Kommunikationswirtschaft zu den prägenden Branchen Nürnbergs. Der Wert liegt klar über dem Durchschnitt der größten deutschen Städte. Im Vergleich der 20 einwohnerstärksten Städte zählt Nürnberg gemeinsam mit München und Bonn zur Spitzengruppe im IKT-Bereich. Die hohe Konzentration digitaler und technologieorientierter Unternehmen stärkt die Innovationsfähigkeit des Standorts und bildet eine wichtige Grundlage für die digitale Transformation von Industrie und Dienstleistungen.

Beschäftigtenanteile der Informations- und Kommunikationswirtschaft (Produktion und Dienstleistung) an den Gesamtbeschäftigten, die 20 größten deutschen Städte im Vergleich. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen; jeweils im Juni 2025

Abbildung 9

Abbildung 10

Copyright (c): GaudiLab/Shutterstock

Einzelhandel

Überdurchschnittliche

Abbildung 11

Umsatzkraft

Nürnbergs Umsatzkennziffer beträgt 118,9. Der Pro-Kopf-Umsatz liegt damit 18,9 % über dem Bundesdurchschnitt (= 100). Die Kaufkraftkennziffer erreicht 100,4 und liegt damit leicht über dem bundesweiten Niveau.

Gegenüber dem Vorjahr sind sowohl Umsatz- als auch Kaufkraftkennziffer leicht zurückgegangen. Im Vergleich der größten deutschen Städte nimmt Nürnberg beim Pro-Kopf- Einzelhandelsumsatz jedoch weiterhin einen Platz im Spitzenfeld ein. * Umsatz je Einwohnerin und Einwohner im Vergleich zum Bundesdurchschnitt in % (die Zahlen in der Grafik geben diesen Wert an) ** verfügbares Einkommen je Einwohnerin und Einwohner im Vergleich zum Bundesdurchschnitt in % Die größten deutschen Städte mit mind. 350.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Vergleich.

Quelle: NIQ Basiszahlen 2026

Einzelhandelszentralitätskennziffern Nürnberg 118,6 Wuppertal 117,3 Köln 112,3 Dortmund 111,8 Bremen 111,5 Stuttgart 111,4 Düsseldorf 111,0 Essen 110,9 München 110,5 Bochum 110,1 Hannover (Region) 106,4 Hamburg 106,1 Duisburg 105,6 Frankfurt 104,9 Dresden 101,7 Berlin 100,4 Leipzig 92,0 0 50 100 150

Hohe Anziehungskraft des

Einzelhandels

Die hohe Anziehungskraft des Nürnberger Einzelhandels spiegelt sich eindrucksvoll in einer Zentralitätskennziffer von 118,6 wider. Diese Kennziffer beschreibt das Verhältnis zwischen lokalem Einzelhandelsumsatz und der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft. Das bedeutet: Der Einzelhandel in Nürnberg generiert 18,6 % mehr Umsatz, als es aufgrund der lokalen Kaufkraft zu erwarten wäre. Nürnberg zieht als Einkaufsdestination also auch viele Kunden von außerhalb der Stadt an. Verhältnis des Einzelhandelsumsatzes zur vor Ort vorhandenen einzelhandelsrelevanten Kaufkraft Die größten deutschen Städte mit mind. 350.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Vergleich.

Quelle: GfK GeoMarketing GmbH; Zentralitätskennziffern 2025

Gewerbesteuer

Entwicklung der Gewerbesteuererträge in Nürnberg (in Mio. Euro) 714Mio. € 670 676 552 557 470 477 424 436 447 421 401 380 379 384 390 339 352 354 297 291 ca. ca. 42% 42% 42% 30% 34% 30% 40% 47% 49% 38% 40% 41% 38% 41% 38% 42% 43% 39% 38% 39% 40% davon Steueranteil auswärtiger Unternehmen gesamte Gewerbesteuererträge

Hohe

Gewerbesteuererträge

im Jahr 2025

670 676
552 557
470 477 424 436 447 421
401 380 379 339 352 354 297 384 390
291
ca. ca.
30% 34% 30% 40% 47% 49% 38% 40% 41% 38% 41% 38% 42% 43% 39% 38% 39% 40% 42% 42% 42%

Mit einem vorläufigen Aufkommen von rund 714 Mio. Euro übertreffen die Nürnberger Gewerbesteuererträge im Jahr 2025 erneut das hohe Niveau der Vorjahre. Damit setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Die Einnahmen spiegeln die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Nürnberger Unternehmen wider. Ein bedeutender Teil der Gewerbesteuer stammt zudem von Firmen mit Hauptsitz außerhalb Nürnbergs, die am Standort wirtschaftlich aktiv sind.

Gewerbesteuer-Gesamtertrag vor Umlage in Mio. Euro pro Haushaltsjahr. Die Prozentsätze geben den Anteil an der Gewerbesteuer pro Veranlagungsjahr von Unternehmen an, die ihren Sitz außerhalb Nürnbergs haben. Die Prozentsätze der Jahre 2024 und 2025 sind aufgrund der derzeitigen Datenlage noch nicht verfügbar, hier wurde der Prozentsatz des Jahres 2023 angesetzt. Der Gewerbesteuer- Gesamtertrag für 2025 ist vorläufig.

Quelle: Kassen- und Steueramt der Stadt Nürnberg

Gewerbesteuer wichtigste

Einnahmequelle der Stadt

Erwartete Zusammensetzung der

Steuererträge der Stadt Nürnberg 2026

Die Gewerbesteuer ist die wichtigste Steuerquelle und gleichzeitig die

Abbildung 12

Einkommen-

Umsatzsteuer wichtigste Einnahmequelle im Nürn-

steuer

Grundsteuer B 7,7% berger Haushalt. Sie trägt maßgeb-

29,2%

9,2% lich dazu bei, dass die Stadt ihre

sonstige vielfältigen Aufgaben für Bevölker-

Steuern ung, Wirtschaft und Infrastruktur

0,2%

finanzieren kann. Eine starke lokale

Gewerbe- Wirtschaft stellt somit eine zentrale

steuer

Grundlage für die finanzielle Hand-

53,7%

lungsfähigkeit der Stadt dar. Im Haushaltsplan 2026 entfallen 53,7 % der gesamten Steuereinnahmen auf die Gewerbesteuer.

Quelle: Referat für Finanzen, Personal und IT; Entwurf Eckdaten und Vorbericht zum Haushaltsplan der Stadt Nürnberg 2026

Wirtschaftsstandort Nürnberg in Zahlen

L

Abbildung 13

No. 1 7,1% 4.268

Abbildung 14

Einzelhandelszentralität Offene Stellen Arbeitslosenquote Dezember 2025

+11% 548.000

Beschäftigungswachstu m 38,2 Bevölkerungsin den letzten 10 Jahren zahl

Mrd. €

321.000

13,2%

Bruttoinlandsprodukt 2023 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigtenanteil des

No. 4

Beschäftigte verarbeitenden Gewerbes

Umsatzkennziffer

No. 3

73.000 €

71,4%

Der wichtigen BIP 2023 je IKT- Standorte Anteil der Einwohnerin wissensintensiven

19%

und Einwohner Industrie am verarbeitenden Gewerbe Mehr Einzelhandelsumsatz 714 als im

54%

Bundesdurchschnitt

Mio. €

Anteil der Gewerbesteuer Gewerbesteuerertrag

Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die dargestellten Daten und Kennzahlen auf das Jahr 2025.

Icons: PureSolution/Shutterstock; DragonStyle/Shutterstock.

Erfolgreiche Unternehmen schaffen in Nürnberg Arbeitsplätze, Ausbildungsmöglichkeiten sowie

Einkommen und Wohlstand für Bevölkerung und Stadt. Mit zahlreichen Maßnahmen und Projekten

arbeitet das Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat mit seinen Dienststellen – insbesondere der

Wirtschaftsförderung Nürnberg – daran, die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität des Wirtschaftsstandorts

Nürnberg zu sichern.

Mehr Informationen unter www.wirtschaft.nuernberg.de.

Impressum

Herausgeberin Stadt Nürnberg Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat Theresienstraße 9, 90403 Nürnberg

Redaktion Wirtschaftsförderung Nürnberg Theresienstraße 9, 90403 Nürnberg

Bildnachweis Titelseite: Stadt Nürnberg, Bild: Christine Dierenbach

Stand Februar 2026

ML/001/2026

Beratung Datum Behandlung Ziel

Ausschuss für Recht, Wirtschaft, Arbeit 01.07.2026 öffentlich Bericht

und Wissenschaft

Betreff:

Wochenmarkt Altstadt – Bericht

Längere Verlegung der Marktstände vom Hauptmarkt in die Königstraße

Anlagen: Diversity-Check Sachverhalt Lageplan

Bericht:

Die Bauarbeiten am Obstmarkt (und Teilen des Hauptmarkts) führen zu erheblichen Einschränkungen für den Wochenmarkt am Hauptmarkt, etwa durch Lärm und Staub, schlechtere Erreichbarkeit, wegfallende Parkmöglichkeiten und veränderte Standorte der Händler.

Daher wird der Markt während der Bauarbeiten in die Fußgängerzone / Königstraße verlegt. Damit kommt die Stadt Nürnberg den Bitten der Marktkaufleute einer dauerhaften Verlegung nach und setzt ein deutliches Zeichen für die Unterstützung des regionalen Handels und des Wochenmarkts in der Altstadt.

Im Rahmen der Marktverlegung soll der Wochenmarkt auch aufgewertet und attraktiver werden. Dafür werden unter anderem Standorte (mit Rücksichtnahme auf die Sichtachsen und den Einzelhandel) neu ausgewiesen, sowie die Gestaltung der Marktstände und das Warenangebot des Markts verbessert.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Die Aufstellung der Wochenmarkt-Stände erfolgt einheitlich und unabhängig von Geschlecht, ethnischer, sozialer oder anderer Gruppenzugehörigkeiten.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Diversity-Check Stadt Nürnberg

Nr. Prüffragen Begründung / Bemerkungen Bewertung
1. In welcher Weise wirkt sich das Vorhaben nach Einschätzung der Verwaltung auf unter- schiedliche Personen- gruppen aus? Es gibt keine Anhaltspunkte, dass unterschiedliche Personengruppen unterschiedlich betroffen sind. relevant teilweise relevant nicht relevant
2. Auf welchen nach den Diversity-Dimensionen differenzierten Daten, Informationen oder Schätzungen basiert das Vorhaben? Das Vorhaben basiert nicht auf Daten oder Informationen zu bestimmten Personengruppen relevant teilweise relevant nicht relevant
3. Kann das Vorhaben zur Gleichberechtigung / Gleichstellung und Chancengleichheit bei- tragen? Das Vorhaben behandelt alle Personengruppen gleich. relevant teilweise relevant nicht relevant
4. Welche Auswirkungen auf bestimmte Perso- nengruppen sind mit dem Einsatz öffentli- cher Mittel zu erwar- ten? Die Auswirkungen des Vorhabens sind auf alle Personengruppen gleich. relevant teilweise relevant nicht relevant
Gesamt- relevanz Keine Diversity-Relevanz relevant teilweise relevant nicht relevant

Wochenmarkt Altstadt – Bericht

Längere Verlegung der Marktstände vom Hauptmarkt in die Königstraße

Ausgangsituation

Aufgrund der umfassenden Baumaßnahme zur Neugestaltung und infrastrukturellen Aufwertung des Obstmarkts einschließlich des östlichen Hauptmarkts wird der Wochenmarkt auf dem Hauptmarkt in den kommenden Jahren erheblich beeinträchtigt. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2029 andauern.

Zu den Auswirkungen zählen insbesondere Lärm- und Schmutzbelastungen sowie der Wegfall von Park- und Anfahrtsmöglichkeiten im Baustellenbereich. Dies erschwert sowohl die Anlieferung der Waren als auch den Zugang für Kundinnen und Kunden. Zusätzlich wirkt sich die Sperrung des Zugangs vom U-Bahn-Verteiler Lorenzkirche negativ auf die Besucherfrequenz des Hauptmarkts aus.

Vor diesem Hintergrund haben die betroffenen Marktkaufleute den Wunsch an die

Stadt Nürnberg herangetragen, den Wochenmarkt für die Dauer der Bauphase in die

Fußgängerzone zu verlegen, wo sich bereits die Verlegungsfläche befindet.

Geplantes Konzept für die Neuaufstellung

Der Wochenmarkt soll in dieser Zeit in der Königstraße zwischen Museumsbrücke und Hauptbahnhof stattfinden. Ziel ist es, den Markt während der Bauphase an einem dauerhaft etablierten Standort zu sichern und gleichzeitig die Attraktivität der Innenstadt zu stärken.

Die neue Marktaufstellung berücksichtigt die Belange der Marktbeschicker, des Einzelhandels sowie der Besucherinnen und Besucher. Schaufensterflächen und Geschäftseingänge sollen weiterhin uneingeschränkt zugänglich und sichtbar bleiben. Ebenso werden Außenbestuhlungsflächen, Laufwege und wichtige Sichtachsen berücksichtigt.

Grundsätzlich sollen die bestehenden Marktstände ihre bisherigen Verlegungsstandorte in der Königstraße behalten. Soweit Anpassungen erforderlich sind, werden geeignete Ersatzstandorte gemeinsam mit den betroffenen Marktbeschickern entwickelt.

Der Bereich vor der Lorenzkirche wird künftig aufgelockert gestaltet. Anstelle einer geschlossenen Standfront ist eine offenere Anordnung vorgesehen, um die Durchwegung zu verbessern und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Im Zuge der Neuaufstellung sind aber auch einige Widerrufe der bestehenden Marktzulassung vorgesehen. Gründe dafür sind die begrenzte Anzahl geeigneten Flächen für eine langfristige Verlegung in die Königstraße und eine Verbesserung des Warenangebots. Im Wesentlichen erfolgt eine Reduzierung der Imbissstände. Durch Teilnahme an Wochenmärkten in den Stadtteilen oder im Rahmen von Sondernutzungen, wie beispielsweise auf dem Nelson-Mandela Platz, können diesen Standbetreiberinnen und Betreibern jedoch alternative Flächen angeboten werden.

Vorteile und Weiterentwicklung im Rahmen der Verlegung

Diese langfristige Verlegung des Wochenmarkts während der Bauphase bringt sowohl für die Marktbeschickerinnen und Marktbeschicker als auch für die Kundschaft Vorteile mit sich.

Durch einen dauerhaften Standort wird die Kundenbindung erleichtert, da man die Marktstände immer am gleichen Ort antrifft. Und für die Marktbeschicker ist der Aufwand bzgl. Auf- und Abbau wesentlich geringer, wenn die Verlegungen entfallen.

Die Neuaufstellung des Wochenmarkts bietet darüber hinaus die Möglichkeit, dessen Erscheinungsbild und Angebotsqualität weiterzuentwickeln. Im Zuge der Verlegung sollen die Marktstände künftig offener und kundenfreundlicher gestaltet werden, beispielsweise durch eine Öffnung zu mehreren Seiten sowie eine verbesserte Warenpräsentation. Ergänzend sind einheitliche Angebotstafeln und weitere gestalterische Standards vorgesehen, um ein attraktiveres und professionelleres Gesamtbild zu schaffen. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, die Orientierung für die Kundschaft zu verbessern und den Wochenmarkt als hochwertigen Einkaufs- und Begegnungsort in der Nürnberger Innenstadt nachhaltig zu stärken.

Auswirkungen auf Sondernutzungen

Innerhalb der vorgesehenen Marktflächen sollen künftig – mit Ausnahme von Außengastronomie und Warenauslagen – keine weiteren Sondernutzungen mehr zugelassen werden. Dies betrifft sowohl langfristige Verkaufsstände als auch kurzfristige Nutzungen wie Informationsstände oder Veranstaltungen.

Bestehende Obst- und Gemüsestände können in den Wochenmarkt integriert werden. Für andere Nutzungen werden alternative Standorte außerhalb der Marktflächen geprüft. Sofern keine geeigneten Alternativen zur Verfügung stehen, sind Anpassungen bzw. Widerrufe bestehender Sondernutzungserlaubnisse erforderlich.

Für den Hauptmarkt ergeben sich keine Änderungen hinsichtlich der Durchführung von Spezialmärkten und Veranstaltungen. Nutzungen wie Ostermarkt, Bardentreffen oder vergleichbare Veranstaltungen bleiben weiterhin möglich. Auch das bisherige Verfahren zur Prüfung und Zulassung von Veranstaltungen auf dem Hauptmarkt bleibt unverändert.

Zeitraum der Umsetzung

Die langfristige Verlegung des Wochenmarkts erfordert einen fortlaufenden Abstimmungsund Optimierungsprozess. Dabei sind die Interessen des Einzelhandels, der Gastronomie, von Veranstaltern sowie weitere Baustellensituationen in der Königstraße zu berücksichtigen.

Die vollständige Umsetzung der neuen Marktaufstellung soll spätestens bis zum 14. September 2026 erfolgen.

Aufgrund bereits geplanter Veranstaltungen sowie bestehender Sondernutzungen in der Königstraße ist, für eine Übergangszeit ab Mitte Juni 2026, eine parallele Nutzung von Hauptmarkt und Fußgängerzone / Königstraße vorgesehen. In diesem Zeitraum wird der Wochenmarkt flexibel auf beiden Flächenarealen stattfinden.

Fazit

Die längerfristige Verlegung des Wochenmarkts vom Hauptmarkt in die Königstraße stellt eine ausgewogene Lösung für die Dauer der Baumaßnahmen am Obstmarkt dar. Sie sichert die Funktionsfähigkeit des Wochenmarkts und berücksichtigt gleichzeitig die Interessen von Einzelhandel, Gastronomie sowie Besucherinnen und Besuchern. Der Wochenmarkt bleibt damit auch während der Umgestaltung des Obstmarkts ein zentraler Anlaufpunkt für regionale und frische Produkte.

Wochenmarkt Hauptmarkt

Abbildung 15

Abbildung 16

Abbildung 17

Wirtschafts-und Wissenschaftsreferat | Nürnberger Märkte

ÖÖ

Ref.VII/012/2026

Beratung Datum Behandlung Ziel

Ausschuss für Recht, Wirtschaft, Arbeit 01.07.2026 öffentlich Bericht

und Wissenschaft

Betreff:

Passantenfrequenzen und Ausbau der Messpunkte

Anlagen: Entscheidungsvorlage

Bericht:

Die kontinuierliche Erfassung von Passantenfrequenzen bildet eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der Nürnberger Innenstadt. Insbesondere unterstützt sie das strategische Leerstands- und Ansiedlungsmanagement des Stabs Innenstadt Innenstadt gezielt bei der datenbasierten Steuerung und Bewertung von Maßnahmen. Derzeit sind in der Lorenzer Altstadt sechs Laserscanner zur Frequenzmessung installiert. Die erhobenen Daten liefern wertvolle Erkenntnisse zu Besucherströme, tageszeitliche Schwankungen sowie zu den Auswirkungen von Veranstaltungen und saisonalen Entwicklungen.

Die bisherige Anzahl an Messpunkten ermöglicht jedoch nur eine begrenzte räumliche Abdeckung. Für eine noch differenziertere Analyse der Bewegungsströme und eine zielgerichtete Steuerung von Maßnahmen ist daher eine Erweiterung des bestehenden Erhebungssystems erforderlich, insbesondere im Bereich der Plobenhofstraße. Ziel der geplanten Maßnahme ist es, die Datengrundlage für Analysen und Planungen zu verbessern sowie die Auswirkungen von Veranstaltungen, städtebaulichen Veränderungen oder Veränderungen im Einzelhandel/ Gastronomie und Veranstaltungen künftig präziser bewerten zu können. Die gewonnenen Erkenntnisse tragen dazu bei, die Attraktivität der Innenstadt datenbasiert weiterzuentwickeln und den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken und einen ausgewogenen, zukunftsfähigen Nutzungsmix aus Handel, Gastronomie, Freizeit und Kultur zu fördern.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten 15.470 € Folgekosten 2.618 € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten 2.618 € pro Jahr

davon konsumtiv 15.470 € davon Personalkosten € pro Jahr

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Haushaltsmittel stehen im Budget des Stab Innenstadt zur Verfügung.

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass diese Maßnahme bestimmte Personengruppen bevor- oder benachteiligt.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss nimmt die Ausführungen zur Weiterentwicklung der Passantenfrequenzmessung in der Nürnberger Innenstadt zur Kenntnis und stimmt der Erweiterung des bestehenden Messsystems um einen zusätzlichen Messpunkt im Bereich Plobenhofstraße in der Nähe zum Hauptmarkt zu. Die Verwaltung wird beauftragt, die hierfür erforderlichen vertraglichen Vereinbarungen abzuschließen sowie die notwendigen Haushaltsmittel bereitzustellen.

Zudem wird die Verwaltung beauftragt, weitere geeignete Standorte für zusätzliche Messpunkte zu identifizieren, zu prüfen, und bei Bedarf die Finanzierung sicherzustellen sowie deren Umsetzung vorzunehmen.

Passantenfrequenzen und Ausbau der Messpunkte

Entscheidungsvorlage

1. Ausgangslage und Zielsetzung

In der Nürnberger Innenstadt werden seit mehreren Jahren an sechs Standorten Passantenfrequenzen erhoben, um Fußgängerbewegungen systematisch auszuwerten und belastbare Datengrundlagen für die Innenstadtentwicklung zu schaffen. Die Innenstadt steht dabei vor strukturellen Veränderungen infolge eines veränderten Konsum- und Freizeitverhaltens, des zunehmenden Online-Handels sowie neuer Anforderungen an Mobilität und Aufenthaltsqualität.

Die Frequenzmessungen dienen dazu, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen zur Stärkung der Innenstadt zu ermöglichen. Ziel ist die nachhaltige Weiterentwicklung der Innenstadt als attraktiver Standort für Handel, Gastronomie, Kultur, Freizeit, Wohnen und Arbeiten.

2. Bedeutung und Nutzen der Passantenfrequenzmessung

Die erhobenen Daten liefern wichtige Erkenntnisse zu Besucherzahlen, Bewegungsrichtungen und zeitlichen Nutzungsmustern. Sie bilden eine wesentliche Grundlage für das Leerstands- und Ansiedlungsmanagement sowie für strategische Entscheidungen im Bereich Innenstadtentwicklung.

Insbesondere für Handelsunternehmen stellen belastbare Frequenzdaten ein wichtiges Kriterium bei Standortentscheidungen dar. Darüber hinaus unterstützen die Daten das Standortmarketing, die Veranstaltungsplanung, das Tourismusmanagement sowie die Baustellenkoordination. Perspektivisch könnten auch noch weitere Anwendungsfelder erschlossen werden und beispielsweise könnten die Daten künftig auch für Sicherheits- und Besucherlenkungskonzepte genutzt werden.

3. Technische Umsetzung und Datenschutz

Die Messungen erfolgen durch fest installierte Laserscanner der hystreet.com GmbH mit Sitz in Köln. Das System erfasst datenschutzkonform anonymisierte Bewegungsdaten von Fußgängern und unterscheidet zwischen Laufrichtungen, Erwachsenen, Kindern sowie Fahrrädern und Fahrzeugen. Personenbezogene Daten werden nicht erhoben oder gespeichert.

Die Technik arbeitet mit hoher Genauigkeit und ermöglicht eine kontinuierliche Datenerfassung an 365 Tagen im Jahr.

4. Bestehende Standorte und Kosten

Derzeit gibt es in der Nürnberger Innenstadt sechs Messpunkte an folgenden Standorten: Breite Gasse, Kaiserstraße, Karolinenstraße, Ludwigsplatz, Königstraße und Pfannenschiedsgasse.

Mit den jeweiligen Immobilieneigentümern wurden entsprechende Nutzungsvereinbarungen geschlossen. Die jährlichen Kosten für die bereits vorhandenen sechs Messpunkte beliefen sich für Bereitstellung, Software und Wartung im Jahr 2025 auf 12.852 € brutto, wobei Kostenschwankungen z. B. durch die Installation neuer Geräte regelmäßig einzuplanen sind.

5. Auswertungsergebnisse in den Jahren 2024 und 2025

Die aktuellen Auswertungen für das Jahr 2025 zeigen eine insgesamt positive Entwicklung und bestätigen insgesamt die hohe Bedeutung der Nürnberger Innenstadt als Einkaufs-, Aufenthalts- und Erlebnisstandort.

Passantenfrequenzen 2024 und 2025 in Mio.

Königstraße Karolinenstraße Pfannenschmiedsgasse Ludwigsplatz Kaiserstraße Breite Gasse*

0,0 2,0 4,0 6,0 8,0 10,0 12,0 14,0 16,0

2024 2025 *Hinweis: Bauarbeiten im gesamten Jahr Quelle: hystreet.com, 2025

Die Königstraße als Eingangstor zur Innenstadt zählt mit rund 14 Mio. Passanten im Jahr 2025 zu den Top 20 der belebtesten Einkaufsstraßen Deutschlands. Auch die Karolinenstraße zählte mit 13,2 Mio. Passanten zu den Top-Einkaufsstraßen. Damit lag das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr in beiden Straßen bei rund drei Prozent. Die Kaiserstraße verzeichnete 2025 mit 6,8 Millionen Passanten sogar einen Anstieg von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

6. Erfordernis der Erweiterung

Vor dem Hintergrund der Größe der Nürnberger Fußgängerzone sowie der steigenden Anforderungen an eine datenbasierte Stadtentwicklung wird der Ausbau weiterer Messpunkte als erforderlich angesehen.

Der Stab Innenstadt im Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat bewertet insbesondere einen zusätzlichen Messpunkt im Bereich Plobenhofstraße in unmittelbarer Nähe zum Hauptmarkt als sinnvoll. Durch diesen Standort könnten auch die Besucherströme zwischen südlicher und nördlicher Altstadt künftig genauer analysiert werden. Dies könnte auch dazu beitragen, infrastrukturelle Maßnahmen zielgerichteter zu planen sowie die Aufenthaltsqualität weiter zu verbessern.

7. Kosten für den Standort Plobenhofstraße

Die voraussichtlichen Kosten für den geplanten Standort Plobenhofstraße setzen sich wie folgt zusammen:

Demnach betragen die Gesamtkosten für einen Fünfjahresvertrag 15.470 € brutto und wären entsprechend künftig zusätzlich im Haushalt bereitzustellen.

8. Weitere Entwicklungsperspektiven

Neben dem Standort Plobenhofstraße werden perspektivisch weitere Messpunkte als sinnvoll angesehen. Mögliche Standorte für Messpunkte wären in der Nähe des

Hauptmarktes Richtung Burg (z. B. Hauptmarkt / Waaggasse) oder im Bereich Karlstraße als Verbindungsachse Trödelmarkt und nördliche Altstadt, um auch in diesen Bereichen genauere Analysen zu ermöglichen.

9. Fazit

Die bisherigen Erfahrungen mit dem bestehenden Frequenzmesssystem sind insgesamt positiv. Die erhobenen Daten liefern eine wichtige Grundlage für das Leerstands- und Ansieldungsmangement sowie bei strategischen Entscheidungen. Die Erweiterung der Passantenfrequenzmessung ist ein wichtiger Schritt zur datenbasierten Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Innenstadt. Die Verwaltung empfiehlt daher die Erweiterung des bestehenden Messsystems um einen zusätzlichen Messpunkt im Bereich Plobenhofstraße / Hauptmarkt sowie die fortlaufende Prüfung weiterer geeigneter Standorte.

Anmerkung zur Diversity-Relevanz

Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass diese Maßnahme bestimmte Personengruppen, beispielsweise unterschiedlichen Geschlechts, verschiedener ethnischer Herkunft, mit Behinderungen, unterschiedlichen Alters, sozialer Lage bevorteilt oder benachteiligt. Das Vorhaben ist damit nicht Diversity-relevant. Die Maßnahme hat weder diskriminierende Auswirkungen noch erschließt sie Potenziale für Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung und Chancengleichheit.

Referat VII

Geo/007/2026

Beratung Datum Behandlung Ziel

Ausschuss für Recht, Wirtschaft, Arbeit 01.07.2026 öffentlich Beschluss

und Wissenschaft

Betreff: Berufung und Abberufung von ehrenamtlichen Mitgliedern des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Bereich der kreisfreien Stadt Nürnberg nach der Verordnung über die

Gutachterausschüsse, die Kaufpreissammlungen und die Bodenrichtwerte nach dem

Baugesetzbuch (Gutachterausschussverordnung - BayGaV)

Anlagen: Entscheidungsvorlage

Sachverhalt (kurz):

Erneute Berufung von Herrn Puschmann als Mitglied des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Bereich der kreisfreien Stadt Nürnberg.

Abberufung von Herrn Pfaller aus dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Bereich der kreisfreien Stadt Nürnberg.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Geo/007/2026

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Durch die Kriterien zur Auswahl der ehrenamtlichen Mitglieder werden keine Personengruppen aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Religion oder anderer personenbezogener Merkmale benachteiligt.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Geo/007/2026

Beschlussvorschlag:

Dem Vorschlag aus der Entscheidungsvorlage folgend, wird Herr Stefan Puschmann für weitere 4 Jahre als Vorsitzender nach § 3 Abs. 4 BayGaV sowie als ehrenamtlicher Gutachter in den Gutachterausschuss berufen. Herr Richard Pfaller wird als stellvertretender Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Bereich der kreisfreien Stadt Nürnberg abberufen.

Entscheidungsvorlage

Mit Beschluss des Ausschusses für Recht, Wirtschaft und Arbeit vom 06.07.2022 wurde Herr Stefan Puschmann als Vorsitzender nach § 3 Abs. 4 BayGaV sowie als ehrenamtlicher Gutachter in den Gutachterausschuss für Grundstückswerte berufen. Nachdem die Amtsperiode nach vier Jahren endet und eine wiederholte Berufung nach § 3 Abs. 3 BayGaV möglich ist, wird vorgeschlagen, Herrn Stefan Puschmann für weitere vier Jahre als Vorsitzenden nach § 3 Abs. 4 BayGaV sowie als ehrenamtlichen Gutachter zu berufen. Herr Puschmann stimmt einer erneuten Berufung zu.

Herr Richard Pfaller, seit 2019 stellvertretender Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, beendet mit 30.06.2026 seine berufliche Tätigkeit bei der Stadt Nürnberg. Die Voraussetzungen des § 2 Abs. 2 BayGaV für die Berufung als stellvertretender Vorsitzender sind damit nicht mehr erfüllt. Es wird daher vorgeschlagen, Herrn Richard Pfaller aus dem Gutachterausschuss abzuberufen.

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