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Antrag Die Linke Fraktion vom 04.05.2026, Schreiben des KJR vom 04.05.2026

Anlage · 06.05.2026 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Titus Schüller Marcus König Jugendhilfeausschuss Soziales & Gesundheit Kultur, Sport & Freizeit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Marcus König Rathausplatz 2 90403 Nürnberg

Nürnberg, 4. Mai 2026

Antrag: Besetzung des Jugendhilfeausschuss

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

im Zuge der anstehenden Besetzung des Jugendhilfeausschusses für die neue Stadtratsperiode haben sich die Nürnberger Wohlfahrtsverbände mit einem Vorschlag zur künftigen Sitzverteilung an den Stadtrat gewandt. Ziel ist eine ausgewogenere Berücksichtigung der unterschiedlichen Träger der freien Jugendhilfe.

Vor diesem Hintergrund beantragen wir:

Bei der Besetzung des Jugendhilfeausschusses für die neue Stadtratsperiode werden die acht stimmberechtigten Sitze auf Vorschlag der im Stadtgebiet wirkenden und anerkannten Träger der freien Jugendhilfe im Verhältnis 4:4 zwischen Jugendverbänden und Wohlfahrtsverbänden aufgeteilt.

Begründung: Gemäß Art. 18 AGSG sowie § 3 der Jugendamtssatzung der Stadt Nürnberg sind im Jugendhilfeausschuss acht stimmberechtigte Mitglieder auf Vorschlag der im Stadtgebiet wirkenden und anerkannten Träger der freien Jugendhilfe zu berufen.

Die bisherige Verteilung dieser Sitze ist historisch gewachsen und hat sich über viele Jahre etabliert. Gleichzeitig haben sich Strukturen und Anforderungen in der Kinder- und

pie Unke

im Nürnberger Stadtrat

Jugendhilfe weiterentwickelt. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, die bestehende Sitzverteilung behutsam weiterzuentwickeln.

Sowohl die Jugendverbände als auch die Wohlfahrtsverbände leisten jeweils einen unverzichtbaren Beitrag zur Kinder- und Jugendhilfe in Nürnberg. Während die Jugendverbände insbesondere wichtige Impulse für Beteiligung, Selbstorganisation und ehrenamtliches Engagement junger Menschen setzen, tragen die Wohlfahrtsverbände mit ihren vielfältigen Einrichtungen und professionellen Angeboten eine große Verantwortung in der täglichen Versorgung und Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Wohlfahrtsverbände in erheblichem Umfang Aufgaben übernehmen, für deren Erfüllung die Stadt gesetzlich verantwortlich ist. Sie wirken maßgeblich an der Umsetzung zentraler Pflichtaufgaben der Kinder- und Jugendhilfe mit und prägen damit die praktische Ausgestaltung der sozialen Infrastruktur in Nürnberg.

Ein Verhältnis von 4:4 schafft hier ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen diesen beiden tragenden Säulen der freien Jugendhilfe. Es ermöglicht eine gleichberechtigte Einbringung unterschiedlicher Perspektiven und stärkt den fachlichen Austausch im Jugendhilfeausschuss.

Die vorgeschlagene Anpassung ist ein moderater und sachgerechter Schritt, um die Arbeit des Jugendhilfeausschusses auch künftig auf eine breite und ausgewogene Grundlage zu stellen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten weiter zu stärken.

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Hofri Titus Schüller

KREISJUGENDRING

NÜRNBERG-STADT

des Bayerischen Jugendrings Körperschaft des öffentlichen Rechts

Hintere Insel Schütt 20 Kreisjugendring Nürnberg-Stadt ■ Hintere Insel Schütt 20 ■ 90403 Nürnberg 90403 Nürnberg Tel. 0911/81 007-0 Stadt Nürnberg Fax 0911/81 007-77 E-Mail: info@kjr-nuernberg.de Oberbürgermeister Marcus König Internet: www.kjr-nuernberg.de Referentin für Jugend, Familie und Soziales Elisabeth Ries Fraktionen im Nürnberger Stadtrat Sparkasse Nürnberg IBAN-Nr. DE24 7605 0101 0001 3053 19 SWIFT-BIC: SSKNDE77 IdNr.: DE9356400000220910

Zukünftige Besetzung Jugendhilfeausschuss

Unser Zeichen Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Marcus König, SH sehr geehrte Frau Sozialreferentin Elisabeth Ries, Datum sehr geehrte Mitglieder der Fraktionen im Nürnberger Stadtrat, 04.05.2026

im Zuge der Konstituierung des neuen Stadtrats und der anstehenden Besetzung des Jugendhilfeausschusses wenden wir uns als Kreisjugen­ dring Nürnberg-Stadt mit einem zentralen Anliegen an Sie.

Vor dem Hintergrund des vorliegenden Vorschlags des Referats zur Sitz­ verteilung im Jugendhilfeausschuss bitten wir Sie, sich für dessen Beibe­ haltung einzusetzen - insbesondere für die fünf Stimmen der Jugendver­ bände.

Die verbandliche Jugendarbeit in Nürnberg wird von 63 Jugendverbänden getragen, die gemeinsam mehr als 60.000 Mitglieder vertreten. Diese Vielfalt ist eine besondere Stärke: Sie bildet die unterschiedlichen Le­ bensrealitäten, Interessen und Hintergründe junger Menschen in unserer Stadt ab - von Sport über Kultur bis hin zu politischer und sozialer Bil­ dung. Gerade diese Breite sorgt dafür, dass Jugendarbeit möglichst viele junge Menschen erreicht und ihnen passende Räume zur Entfaltung bie­ tet. Damit diese Vielfalt auch in den Entscheidungsstrukturen wirksam werden kann, braucht sie eine angemessene Stimme im Jugendhilfeaus­ schuss.

Der Kreisjugendring Nürnberg-Stadt sowie die angeschlossenen Ver­ bände sind zudem Träger zahlreicher Einrichtungen und Angebote der Kinder- und Jugendarbeit. Sie erreichen damit einen erheblichen Teil der jungen Menschen in Nürnberg und tragen Verantwortung für zentrale Strukturen der außerschulischen Bildung und sozialen Entwicklung.

Jugendverbände sind zentrale Orte gelebter Demokratie: Junge Menschen übernehmen Verantwortung, gestalten aktiv mit und erfahren Selbstwirksamkeit. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur politischen Bildung und zur Stärkung unserer Stadtgesellschaft.

Gleichzeitig ist Jugendarbeit eine der wirksamsten Formen früher Prävention: Sie schafft verlässliche Räume, in denen junge Menschen Orientierung, Gemeinschaft und Unterstüt­ zung finden. Hier lernen sie, mit Herausforderungen umzugehen, Konflikte zu lösen und Verantwortung zu übernehmen. Das stärkt Selbstvertrauen und Resilienz - und hilft ganz konkret dabei, Krisen, Ausgrenzung oder problematische Entwicklungen frühzeitig zu ver­ meiden. Kurz gesagt: Gute Jugendarbeit verhindert Probleme, bevor sie entstehen - und entlastet damit langfristig auch die sozialen Systeme der Stadt.

Gerade vor diesem Hintergrund ist es aus unserer Sicht von großer Bedeutung, dass sich dieser Stellenwert auch in den Entscheidungsstrukturen widerspiegelt. Der Vorschlag des Referats trägt dem Rechnung und stellt sicher, dass die Perspektiven der vielfältigen Ju­ gendarbeit weiterhin angemessen eingebracht werden können.

Wir bitten Sie daher, diesen Vorschlag bei den anstehenden Entscheidungen zu unterstüt­ zen und damit ein klares Signal für die Bedeutung von Jugendarbeit, Vielfalt und ehrenamt­ lichem Engagement in Nürnberg zu setzen.

Vielen Dank und freundliche Grüße

Marc Steinberger Vorsitzender für den Vorstand des Kreisjugendring Nürnberg-Stadt

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