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Ergebnisbericht der vorbereitenden Untersuchungen (Lang- und Kurzversion)

Anlage · 29.04.2026 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Plärrer Marcus König Hauptmarkt Hauptbahnhof Altstadt Stadtplanungsausschuss Wöhrd St. Sebald St. Lorenz Energie & Versorgung Soziales & Gesundheit Haushalt & Finanzen Schule & Bildung Kultur, Sport & Freizeit Rad- und Fußverkehr Stadtentwicklung & Planung Digitalisierung & Verwaltung Verkehr & Mobilität Umwelt & Klima Wirtschaft & Arbeit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Stadt Nürnberg Stadtplanungsamt Stadterneuerung Altstadt Mitte Vorbereitende Untersuchungen

Abbildung 1

Impressum

AUFTRAGGEBERIN

Stadt Nürnberg Stadtplanungsamt Lorenzer Straße 30 90402 Nürnberg www.stadtplanung.nuernberg.de

Koordination

Stadt Nürnberg, Stadtplanungsamt, Stadterneuerung

Projektbearbeitung

Martin Hofmann Sabine Fellmann

Weitere Fachämter – Beteiligungen

Amt für Kultur und Freizeit, Amt für Stadtforschung und Statistik, Bürgermeisteramt, Jugendamt, Liegenschaftsamt, Referat für Jugend, Familie und Soziales, Referat für Schule und Sport, Seniorenamt, Sozialamt, Sportservice, Stab Innenstadt, Stab Wohnen im Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat, Stadtentwässerung und Umweltanalytik, Wirtschaftsförderung Nürnberg

AUFTRAGNEHMERIN

Yellow Z Abel Bormann Koch Architekten und Stadtplaner PartGmbB Choriner Straße 55, 10435 Berlin

Konzepterstellung und Projektbearbeitung

Mario Abel Anne Schönfeld Giulia Desideri

Titelbild

Hajo Dietz

Sofern im Text nicht anders kenntlich gemacht beziehen sich die Angaben auf von der Stadtverwaltung Nürnberg zur Erarbeitung der VU Altstadt Mitte zur Vefügung gestellte Daten. Alle Fotos sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, von Yellow Z. Alle Karten sind auf Grundlage der Geodaten der Stadt Nürnberg durch Yellow Z erstellt worden. Alle Grafiken sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, von Yellow Z erstellt worden.

Berlin, März 2026

gefördert durch

Stadterneuerung

Altstadt Mitte

Vorbereitende Untersuchungen

Abbildung 2

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

unsere Innenstädte verändern sich spürbar. Der Strukturwandel im Handel, neue Arbeits- und Lebensformen und die Folgen des Klimawandels stellen uns vor Herausforderungen, eröffnen aber zugleich neue Spielräume. Es geht heute mehr denn je darum, die Altstadt als lebendigen Ort zum Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Begegnen weiterzuentwickeln – klimaangepasst, vielfältig und resilient. Mehr Grün, angenehmere Aufenthaltsräume, kurze Wege und eine gute Mischung der Nutzungen sind dabei zentrale Bausteine.

Der Leerstand des ehemaligen Kaufhofs in der Königstraße steht sinnbildlich für diesen Wandel. Angesichts der Vielfalt an vergangenen und laufenden Zwischennutzungen wird sichtbar, wie viel Energie, Kreativität und Experimentierfreude in unserer Stadtgesellschaft steckt. Diese Impulse wollen wir aufnehmen und gemeinsam mit Gewerbetreibenden, Kulturschaffenden und der Bürgerschaft in tragfähige Perspektiven übersetzen.

Mit dem Ergebnisbericht zu den Vorbereitenden Untersuchungen für das Sanierungsgebiet Altstadt Mitte liegt nun die Grundlage für die nächsten Schritte in einem zentralen Bereich unserer Stadt vor. Aufbauend auf dem INSEK Altstadt Nürnberg sowie den Erfahrungen aus den bereits bestehenden Sanierungsgebieten Altstadt-Süd und Nördliche Altstadt zeigt der Bericht klar, wo wir stehen – und vor allem, welches Potenzial in der Altstadt Mitte steckt.

Die Sanierung der Altstadt Mitte ist damit kein Selbstzweck, sondern ein gemeinsames Zukunftsprojekt. Ich lade alle ein, diesen Weg engagiert mitzugehen und die Altstadt mutig weiterzudenken.

Daniel F. Ulrich Planungs- und Baureferent der Stadt Nürnberg

Inhaltsverzeichnis

01 Einleitung 09

Anlass 10 Aufgabe, Methodik und Prozess 10 Zeitschiene und Steuerung 12 Beteiligungsformate 13

02 Gebietsporträt 17

Lage und Funktion in der Stadt 18 Historische Einordnung 20 Planerische Rahmenbedingungen 21

03 Integrierte Analyse 23

Erlebnisraum durch Nutzungsmix – Einkaufen, Kultur und Freizeit 24 Aufenthaltsqualität und öffentlicher Raum 34 Grün und Klima 42 Mobilität und Erreichbarkeit 52 Lebensumfeld – Wohnen, Bildung, Soziales und Gesundheit 62 Kaufhof und Umfeld 70

04 Übersicht Sanierungsziele 79

05 Integrierter Rahmenplan 83

06 Umsetzung 87

Realisierungsansätze 88 Investitionsprogramm 100 Projektsteckbriefe 104 Übersichtskarte 112 Festsetzung Gebietsumgriff und Fazit 114

07 Ausblick 117

Quellen- und Abbildungsnachweis 120

Einleitung

Nürnbergs Altstadt steht exemplarisch für

die gleichzeitige Bewahrung historischer

Identität und die Anpassung an aktuelle

städtische Herausforderungen. Als zentraler

Handels-, Kultur- und Lebensraum treffen hier

vielfältige Nutzungen und hohe funktionale

Anforderungen aufeinander. Mit den

Vorbereitenden Untersuchungen (VU)

für das Gebiet Altstadt Mitte wird eine

gemeinsame, abgestimmte Grundlage

geschaffen, um die Weiterentwicklung des

Quartiers in den kommenden 10 bis 15 Jahren

strategisch, integriert und zukunftsorientiert

zu gestalten.

Abbildung 3

Aufgabe, Methodik

Anlass und Prozess

Altstadt neu denken Sanierungsmaßnahmen gemäß BauGB

Innenstädte in Deutschland stehen zunehmend vor Mit den Vorbereitenden Untersuchungen (VU) nach großen Herausforderungen: Der Strukturwandel im § 141 BauGB werden für den Bereich Einzelhandel, verändertes Konsumverhalten, Digi- Altstadt Mitte die städtebaulichen, funktionalen talisierung sowie neue Freizeit- und Arbeitsformen und strukturellen Voraussetzungen für die förmprägen auch in Nürnberg die Entwicklung zentraler liche Festlegung eines Stadterneuerungsgebietes Lagen. Die Altstadt steht dabei unter besonderem geprüft. Ziel ist es, bestehende Handlungsbedarfe, Druck und muss sich unter neuen Rahmenbedin- Funktionsschwächen und Entwicklungspotenziale gungen als lebendiges, vielfältiges und zukunftsfähi- zu erfassen und daraus gebietsbezogene Sanieges Zentrum behaupten. Die für 2030 vorgesehene rungsziele und Maßnahmen abzuleiten. Diese Ausrichtung der Landesgartenschau als „Urbane sollen in den nächsten 10 bis 15 Jahren umgesetzt Gartenschau“ in der Altstadt verleiht der Entwick- werden. Alle fünf Jahre ist eine Evaluierung und lung zusätzliche Dynamik. Fortschreibung vorgesehen. Durch die Aufnahme in das Bund-Länder-Programm „Lebendige Gleichzeitig ist die Nürnberger Altstadt ein histo- Zentren“ bestehen Zuschussmöglichkeiten aus risch einzigartiger Stadtraum, dessen mittelalterliche der Städtebauförderung insbesondere für Stadtstruktur, Parzellenlogik und bauliche Zeugnisse kommunale Investitionen. bis heute das Stadtbild prägen und wesentliche Identität gleichermaßen für Bewoh-nerinnen und Ableitung aus INSEK Bewohner sowie Gäste stiften. Sanierungsgebiete sind aus den Zielsetzungen übergeordneter strategischer Konzepte abzuleiten. Stadterneuerung als Chance Die VU Altstadt Mitte ist daher inhaltlich und zeitlich Stadterneuerung begleitet und unterstützt bereits eng mit der parallellaufenden Fortschreibung des seit vielen Jahren in der Nördlichen Altstadt und im Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) Bereich Altstadt-Süd eine nachhaltige und an den Altstadt verzahnt. Während das INSEK die strategi- Bedürfnissen der Menschen ausgerichtete Quar- schen Leitlinien für die gesamte Altstadt fortschreibt, tiersentwicklung. Der zentrale Einkaufs- konkretisiert die VU die Betrachtungsschwerpunkte bereich der Lorenzer Altstadt war mangels im potenziellen Sanierungsgebiet Altstadt Mitte. ausgeprägter Missstände bisher noch nicht als Sanierungsgebiet ausgewiesen.

Abbildung 4

In den letzten Jahren wurden jedoch insbesondere im Bereich Altstadt Mitte die Folgen der aktuellen Transformation sichtbar: Leerstände, Nutzungsverschiebungen und ein wachsender Bedarf an klimaangepassten und qualitätsvollen Stadträumen auch ohne Konsumverpflichtung treffen hier auf einen sensiblen, geschichtsträchtigen Bestand.

Der nun anstehende Stadterneuerungsprozess reagiert auf diese Herausforderungen und hat das Ziel, den innerstädtischen Wandel im Einklang mit der historischen Prägung des Ortes aktiv zu gestalten und die künftige Entwicklung städtebaulich zu steuern.

1 INSEK Altstadt (2012)

Abbildung 5

2 Foto mit Shopping im historischen Ambiente und Pflaster

Ganzheitlicher Ansatz

Die Bearbeitung folgt dem in Nürnberg etablierten integrierten Planungsansatz, berücksichtigt dabei unterschiedliche fachliche Rahmenbedingungen und bettet Themen wie Nutzungsstrukturen, Mobilitätswende sowie Klima- und Umweltbelange in den baukulturellen und denkmalpflegerischen Kontext

Analyse + Beteiligung

der Altstadt ein. Sie gliedert sich in mehrere Phasen und basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Fachverwaltung, externen Büros und Stadtgesellschaft. Bevölkerung und Stakeholder wurden über verschiedene Beteiligungs- und Dialogformate eingebunden.

Integrierte Analyse und Rahmenplan

Um die Ergebnisse möglichst kompakt und vielsei- Fazit tig weiterverwendbar zu dokumentieren, wurden die Handlungsfelder in einem integrierten Analyseformat aufbereitet: Erkenntnisse aus der Analyse, daraus abgeleitete Zielformulierungen und eine Fazit-Karte sind je Handlungsfeld in direkter Abfolge dargestellt. Die wesentlichen Ergebnisse aller Handlungsfelder werden abschließend in einem großformatigen integrierten Rahmenplan des gesamten Untersuchungsgebietes im Zusam-

Ziele

menhang räumlich verortet. 3 Systematischer Aufbau der integrierten Handlungsfelder

Zeitschiene und

Steuerung

Abbildung 6

Der Nürnberger Stadtrat hat im Juni 2024 die Einleitung der VU Altstadt Mitte beschlossen. In den folgenden Monaten wurden vorhandene Unterlagen zum Gebiet ausgewertet, die Belange aller betroffenen städtischen Geschäftsbereiche abgefragt sowie eine Beteiligung öffentlicher Aufgabenträger durchgeführt. Ergebnisse verschiedener Beteiligungsangebote wurden zu einem Stimmungsbild verdichtet und in die Bearbeitung eingespeist. Eine vertiefte Bearbeitung der VU Altstadt Mitte erfolgte seit dem Frühjahr 2025 mit Unterstützung des Berliner Stadtplanungsbüros „Yellow Z“ in mehreren aufeinander aufbauenden Phasen.

Verzahnung mit INSEK Altstadt

Von der Bestandsaufnahme über die Analyse und Zieldefinition bis zur Ableitung von Maßnahmen und Projekten ist die VU eng mit der Fortschreibung des INSEK Altstadt verzahnt und wurde verwaltungsintern von einer Arbeitsgruppe aus Fachexpertinnen und -experten begleitet. Die unten stehende Grafik zeigt den zeitlichen Ablauf der Bearbeitungsschritte, Zuständigkeiten und Beteiligungsformate. 5 Wünsche der Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt vom 23.09.2025

Ablauf VU INSEK

03/2025 - 05/2025 06/2025 - 08/2025 Bausteine Grundlagenermittlung + Handlungsfelder Bestandsanalyse

1 6 2 5 3 4 Bündelung Handlungsfelder
Kommuni- kation Information Co -Produktion
Zwischenbericht Gebietsteam

Beteiligungs-

formate

Abbildung 7

Die Erarbeitung der VU Altstadt Mitte wurde durch • Begehung der Altstadt am 28. Mai 2025 zur verschiedene Beteiligungsformate online und vor gemeinsamen Bestandsaufnahme vor Ort, Ort begleitet, um den Dialog zwischen Stadtver- • Sitzung des Gebietsteam-Altstadt am 7. waltung, Fachöffentlichkeit und Stadtgesellschaft August 2025 und am 4. Dezember 2025 zur sicherzustellen. Ziel war es, fachliche Expertise und ämterübergreifenden Koordination, lokale Perspektiven frühzeitig in den Prozess einzu- • öffentliche Zukunftswerkstatt am binden. In den Jahren 2024 und 2025 fanden dazu 23. September 2025 zur Entwicklung mehrere zentrale Veranstaltungen und Gesprächs- erster Handlungsansätze mit der interessierten formate statt, zum Beispiel: Öffentlichkeit,

Innenstadt im August 2024, • Jugendbeteiligung im Oktober 2025 sowie

zur Abfrage von Entwicklungsimpulsen für das zwischen August und November 2025 mit leerstehende Kaufhof-Gebäude im Rahmen des kommunalen Vertreterinnen und Vertretern Festivals „Zukunftsmusik“ aus Wirtschaft, Sozialwesen, Kultur,

2024 auf der städtischen Beteiligungsplattform zur Erhebung von Wünschen, Ideen und Die Ergebnisse dieser Formate wurden doku- Beobachtungen aus der Bürgerschaft, mentiert und flossen fortlaufend in die Analyse,

öffentlicher Auftakt mit Stakeholderinnen vorliegenden Untersuchung ein. Sie bildeten auch und Stakeholdern aus Handel, Gastronomie, eine wichtige Grundlage für die parallellaufende Bürgerschaft, Interessensvertretungen, Fortschreibung des INSEK Altstadt. Kammern und Verwaltung

09/2025 - 12/2025 01/2026 - 04/2026 05/2026 - 06/2026 Fazit + Umsetzungskonzept + Dokumentation Umsetzung Ziele Fokusräume

1 2 A 3 Umsetzungs- B konzept C Fertigstellung Fokusräume INSEK Text und Erläuterungen
Diskussion
Satzungsbeschluss Sanierungsgebiet im Stadtplanungsausschuss (April 2026)

INSEK VU

Endbericht Weitere Formate

Reflektion + Ausblick

Satzungserlass Vorstellung (Mai 2026) Abschlussbericht Öffentliche INSEK im Stadt- Schlusspräsentation planungsausschuss (Tag der Städtebau- (Sommer 2026) förderung, 9.05.2026)

Abbildung 12

Abbildung 14

6 Graphic Recording im Rahmen des Festivals „Zukunftsmusik“ im September 2024 7 City Kongress im Mai 2025

Übersicht Beteiligungsformate

Beschluss Graphic City Sitzung

Vorbereitende Recording Kongress Gebietsteam

06/24

Untersuchungen Altstadt

06/24 08/24 09/24 10/24 05/25 05/25 08/25

Erfahrungsfeld

der Sinne goes Online- Altstadt-

Innenstadt Beteiligung Begehung

Abbildung 13

Impressionen Wünschewand Kaufhof

Abbildung 8

Abbildung 10

Abbildung 9

Abbildung 11

Stab Innenstadt | Erfahrungsfeld goesInnenstadt -Sommeredition 9 8 Erfahrungsfeld der Sinne goes Innenstadt im August 2024 9 Online-Beteiligung Oktober 2024

Abbildung 15

7 City Kongress im Mai 2025 10 Zukunftswerkstatt mit Oberbürgermeister Marcus König im September 2025

Zukunfts- Jugend-

werkstatt beteiligung

08-11/25 09/25 10/25 10/25 12/25

Gespräche mit Sitzung

Expertinnen und Senioren- Gebietsteam Gemeinsam erarbeitete

Experten beteiligung Altstadt Vision für die Altstadt Mitte

Abbildung 16

Abbildung 17

Abbildung 18

11 Eindrücke der Begehung des VU-Gebiets durch das Auftragnehmerteam und Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Nürnberg im Mai 2025

Gebietsporträt

Das Gebietsporträt beschreibt die

räumlichen, funktionalen und historischen

Grundlagen der Altstadt Mitte. Es verortet

das Untersuchungsgebiet im Herzen der

historischen Nürnberger Altstadt, deren

einzigartige bauliche und kulturelle Schichten

das heutige Stadtbild maßgeblich prägen.

Der Abschnitt skizziert die historisch-

städtische Entwicklung und fasst zentrale

planungsrechtliche und konzeptionelle

Rahmenbedingungen zusammen, die für die

zukünftige Weiterentwicklung der Altstadt

Mitte leitend sind.

Lage und Funktion

in der Stadt

Das Untersuchungsgebiet Altstadt Mitte liegt Teilbereichen eine Rolle. Der Nutzungsschwerpunkt zentral innerhalb der Nürnberger Altstadt und wird liegt deutlich auf den gewerblich und publikumsim Wesentlichen von Adlerstraße, Theatergasse, orientiert genutzten Flächen. Frauengasse und Hinterer Ledergasse gefasst. Der Gebietsumgriff ergibt sich aus den Abgrenzungen Das Gebiet umfasst rund 19 Hektar und zählt der umgebenden Sanierungsgebiete Altstadt-Süd aktuell 113 Wohngebäude mit etwa 790 Wohnunund Nördlicher Altstadt. Es befindet sich in fußläu- gen, in denen rund 1.140 Einwohnerinnen und figer Nähe zum Hauptbahnhof, zur Pegnitz und Einwohner in 771 Haushalten leben. Damit weist zu den überregional bedeutenden historischen die Altstadt Mitte eine im Vergleich zur übrigen und touristischen Zielen Hauptmarkt und Kaiser- Altstadt geringe Wohnnutzung, jedoch eine hohe burg. Der größte Sakralbau der Stadt, St. Lorenz, Nutzungs- und Aufenthaltsdichte auf. ist zugleich das dominante Bauwerk innerhalb des Untersuchungsgebiets. Der eng bebaute mittelal- Durch ihre zentrale Lage, die Nähe zu wichtigen terliche Stadtgrundriss prägt die räumliche Struktur historischen Anziehungspunkten und die enge und die hohe Nutzungsintensität des Gebiets bis Verflechtung mit dem umliegenden Stadtraum heute. übernimmt die Altstadt Mitte eine Schlüsselrolle für die Gesamtentwicklung der Nürnberger Altstadt. Die Altstadt Mitte bildet das funktionale Herz der Gleichzeitig führen der Strukturwandel im Einzel- Altstadt. Sie vereint auf engem Raum Einzelhandel, handel, veränderte Mobilitätsbedürfnisse und klima- Gastronomie, Dienstleistungen sowie Kultur- und tische Belastungen zu neuen Anforderungen an Freizeitangebote. Dauerhaftes Wohnen spielt nur in Gestaltung, Nutzung und Aufenthaltsqualität.

Abbildung 19

Johannis

Kaiserburg

Sanierungsgebiet

Pegnitz Nördliche Altstadt

(seit 2010) Wöhrd

St. Sebald

Stadtmauer

Rosenau Hauptmarkt

VU-Gebiet

Altstadt Mitte

St. Lorenz

Wöhrder Wiese

Plärrer Sanierungsgebiet

Altstadt-Süd (seit 1998) Marienvorstadt

Hauptbahnhof

12 Lage des Untersuchungsgebiet innerhalb der Altstadt

Gebietssteckbrief Altstadt Mitte

Fläche ca. 19 Hektar; kompakter, hochverdichteter Innenstadtbereich

zwischen Adlerstraße, Theatergasse, Frauengasse und Hinterer Ledergasse

Einwohnende/Haushalte ca. 1.140 Einwohnerinnen und Einwohner in 771 Haushalten

Wohngebäude/Wohnungen 113 Gebäude mit rund 790 Wohnungen

Funktionale Lage zwischen Hauptbahnhof, Pegnitz und Hauptmarkt; hohe Passantenfrequenz, starke touristische Prägung in einem historisch einmaligen Stadtgefüge mit hoher baukultureller Bedeutung

Historische Identität Teil des denkmalgeschützten Altstadt-Ensembles mit

hoher historischer Prägung und Einzeldenkmälern von überregionaler Bedeutung

Bebauung geschlossene Blockrandstruktur, weitgehend kleinteilige

Parzellierung, Nachkriegsbebauung mit einzelnen größeren (Handels-)Neubauten

Nutzungsstruktur überwiegend Einzelhandel, Gastronomie und

Dienstleistungen; Wohnen v. a. in Obergeschossen und Teilbereichen; gemischte Baufläche (Flächennutzungsplan); Kerngebiet (Baunutzungsverordnung)

Freiraumanteil sehr gering; nahezu vollständige Versiegelung, wenige öffentliche Grün- oder Aufenthaltsflächen

Bund-Länder- Lebendige Zentren: Erhalt und Entwicklung

Städtebauförderungsprogramm lebendiger Innenstadtbereiche

Abbildung 20

13 Ausschnitt aus dem „Braunschen Prospekt“ von 1608

Historische

Einordnung

Das Untersuchungsgebiet liegt im Kern der Loren- deutlich von den Formen der Vorkriegsaltstadt zer Altstadt, die sich seit dem Mittelalter südlich der abweicht und damit eine eigenständige Schicht Pegnitz als dicht bebautes Handels-, Handwerks- innerhalb des denkmalgeschützten Ensembles und Marktquartier entwickelte. Charakteristisch bildet. Das Zusammenspiel aus historischer Stadtsind der bis heute weitgehend erhaltene mittelalter- grundrissfigur, wiederaufgebauten Nachkriegsliche Grundriss, die enge Abfolge von Gassen und strukturen und punktuell erhaltenen Baudenkkleinen Platzräumen sowie die Ausrichtung wichti- mälern bildet heute einen wesentlichen Teil der ger Stadträume auf St. Lorenz und das Königstor. Ensemblewirkung und ist für die Beurteilung Der Bereich ist zugleich integraler Bestandteil des künftiger Eingriffe von zentraler Bedeutung. In Ensembles Altstadt Nürnberg, dessen Charakter ins- den Folgejahren haben großflächige Einzelhanbesondere durch die historische Grundstruktur, die delsbauten und Nachverdichtungen den Stadtstadträumlichen Bezüge und die Ablesbarkeit der raum zusätzlich verändert. mittelalterlichen Stadtentwicklung geprägt wird. Aktuell befindet sich die Altstadt erneut im Auch das Untersuchungsgebiet wurde, wie weite Wandel: Der Rückgang des klassischen Einzelhan- Teile der Altstadt, im Zweiten Weltkrieg schwer dels, neue gastronomische und freizeitbezogene zerstört. Der Wiederaufbau orientierte sich weit- Nutzungen und steigende Anforderungen an gehend und bewusst an der historischen Straßen- Klimaanpassung führen zu einer schrittweisen führung und der kleinteiligen Parzellierung, wählte Funktionsverschiebung. Vor diesem Hintergrund jedoch modernisierte Bauformen und vereinfachte rückt die Frage in den Fokus, wie sich die historisch Typologien. Dadurch entstand ein Bestand, der gewachsene Identität bewahren und zugleich historische Grundstrukturen wahrt, zugleich aber weiterentwickeln lässt.

Flächennutzungsplan der Stadt Nürnberg

mit integriertem Landschaftsplan

(Zusammendruck mit Änderungen u. Berichtigungen)

Erklärung der Planzeichen und Darstellungen

§12 (3) 1b

Bauflächen Freiflächen

G Wohnbauflächen Grünflächen

gemischte Bauflächen öffentliche Park- und Grünanlage

Friedhof

L

gewerbliche Bauflächen

L

Kleingärten

L L

gewerbliche Bauflächen mit Schwerpunkt Dienstleistung

L Kleintierhaltung

LB L 4 km

F Sonderbauflächen Sportanlage

Weitere Schutzzone A L LB LB

LB ND Betreutes Spielen

L ggrrooßßffllääcchhiiggeerr EEiinnzzeellhhaannddeell

Weitere Freibad Schutzzone B Flughafen

LB T Historischer Garten

L Großmarkt

L Weitere L G G Messe

Schutzzone A LB H Hafen-Güterverkehrszentrum M

LB T

LB L Feldbahnmuseum

LB Messe F

W

W T

W

Engere W F P Park & Ride (P&R) Bereich für Grünflächenentwicklung

Schutzzone L

W

W W L Bauhof u. Außenbezirk des Wasser- u. Schifffahrtsamtes *

Bereich für gliedernde Grünverbindungen

E FestplWatz W L LB L T L V Verkehrsbetrieb S W c e h i u te tz re zone A LB L LB L HL Hotel Ortsrandgestaltung

S W

T §12 (3) 1a

Hochschule übergeordnete Freiraumverbindungen

HO

W LB

LB

Justizvollzugsanstalt

F L JV Flächen für die Landwirtschaft

Festplatz

F W

Sport

SP

Flächen für Wald

LB F Kultur- und Kongresszentrum

W G K

Ü

W BBaannnnwwaalldd **

Sonderbauflächen mit Schwerpunkt Freiflächennutzung

Festplatz

LB W T W Umgrenzung von Flächen für Abgrabungen und Aufschüttungen

W W

W 62 Wochenendhausgebiet E F GL W LB T W

W LB LB W T G T GL Garten- und Landschaftsbau Schutzgebiete und Schutzobjekte

W W

1,5 km L im Sinne des BNatSchG und des BayNatSchG

Sonderbaufläche mit Angabe der Zweckbestimmung

LB F 64 Weitere Schutzzone A Camping z.B. Camping Umgrenzung LB T

Naturschutzgebiet *

Flächen für Gemeinbedarf

F L Landschaftsschutzgebiet *

T L

§ § 1 1 2 2 ( ( 1 3 ) ) 5 2a W F T G L Einrichtungen für Gemeinbedarf LB geschützter Landschaftsbestandteil *

öffentliche Verwaltung

§12 (2) L Flächen nach §30 BNatSchG i.V.m. Art.23 BayNatSchG

T < 3000m²/ > 3000 m² *

§12 (1) 2 F F kirchlichen und religiösen Zwecken dienende Einrichtung

F T L 72 L T W F W Schule oder andere Bildungseinrichtung ND Naturdenkmal *

§12 (2) sozialen Zwecken dienende Einrichtung

Festplatz Zone II T Landschaftsentwicklung und Biotopverbundsystem

F

F

E Zone A T T §12 (1) 1 gesundheitlichen Zwecken dienende Einrichtung

Schwerpunktgebiete der Landschaftsentwicklung und des

T L kulturellen Zwecken dienende Einrichtung

F T T Zone C (a) Biotopverbundsystems: Schutz, Entwicklung und ressourcenschonende

T Bewirtschaftung von Flächen und Böden mit besonderer Bedeutung für

FBP = SBP T T L §12 (1) 2 b a e lt i e B S u t c e h in e b n r b ü ü c h h l e sportlichen Zwecken dienende Einrichtung den Arten- und Biotopschutz sowie Wasserhaushalt insbesondere der W LB Zone B W W F Zone I §12 (1) 3, 4 T T Zone I T §12 (2)T T p F l e a s tz t- L L Zone B Zone C (i) Sicherheit Ü lin b e e a r r s e c h M w a e ß m n m ah u m ng e s n b b e e r r e e i i c c h h e e zum Schutz, zur Pflege und zur

W

W T Sonstiges

W W W

W W Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft entlang von

W

T G Fließgewässern

Zone C (i) §12 (2) Zone A

Hauptverbundachsen Biotopverbundsystem

W Zone II F Flächen für die Ver- und Entsorgung

Zone C (a) F T magere Trockenstandorte

W U

F F T Elekrizität

GL

W 72 LB Verkehrs- F Feuchtgebiete

übungsplatz

W L F

Fernwärme

Flurdurchgrünung

W

L Wasser

GL W F L §12 (3) 2a Erhaltung und Entwicklung von Grünland

T §12 (1) 5

Abwasser

67 F

E F Flächen mit potentieller Betroffenheit hinsichtlich der im Rahmen des

Weitere

F BD Schutzzone A Abfall Europäischen Biotopverbundes "Natura 2000" an die Europäische

S U

Abbildung 21

F F Kommission übermittelten Gebietsmeldungen */**

F L Flugsanddüne

L bei Erlenstegen

64 T L Tierfriedhof Führung der Hauptleitungen für Versorgung

W W

W Tierheim

W F

W W §12 (2) Elektrizität * Wasserflächen

W

W W 1,5 km L G E

62 T

Gas * stehende Gewässer und Fließgewässer I.Ordnung

F G

F

Planerische F W Fernwasser * §12 (3) 2b Gewässer II. und III. Ordnung

LB §12 (1) 5

Rahmenbedingungen T

F Umgrenzung von Bauflächen, für die eine zentrale Umgrenzung der Flächen für die Wasserwirtschaft

E LB F L Abwasserbeseitigung nicht vorgesehen ist

Das VU-Gebiet Altstadt Mitte liegt zwischen Kerngebieten ab dem 2. Obergeschoss zulässig LB T Ü Überschwemmungsgebiete * F den Sanierungsgebieten Nördliche Altstadt und sind (B-PlaTn Nr. 4286) u F nd in einem Bereich (B-Plan T F Altstadt-Süd, war als gut funktionierender Einzel- Nr. 4580) sFe es lb t- stständige Parkhä Be u tr s ie e b r sh u of nd Großgara- P T L T Verkehrsflächen Ü vorläufig gesicherte Überschwemmungsgebiete * handelsstandort bisher jedoch kein eigenständiges gen unzuläplsastzig sind. Das Bebauungsplanverfahren Stadterneuerungsgebiet. Übergeordnet gilt das Nr. 4T250 steuert insbes F ondere die Ansiedlung von T F R oberirdische Regenbecken (nicht dauerhaft bespannt) * GL Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Vergnügungsst F ätten und sonstigen Unterhaltungs- T T T Straßen R unterirdische Regenbecken * Altstadt aus dem Jahr 2012 als strategischer aktiviFtäten sowie gastronomischen Nutzungen. T T L Engere Schutzzone F F O bu ri n e g n t d ie e r s u I n N g S s E r K ah w m ir e d n . p D Far ie a l l l a e u l z fe u n rF d V e U F e o r r a ts r Fc b h e r i e te i- t, F Ergä T nzend bestehen vielfältige informelle Planungs- T T LB T F L Fassungsbereich L G A

* Umgrenzung der Wasserschutzgebiete *

A

b

h

d

r

to

b

h

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tr

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b

fre ie

Z o n

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B

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k

un g s zo

F wodurch Feine enge Verzahnung zwischen strategi- grundlagen, darunter der Masterplan Freiraum, der R T T gemessen vom durchgehenden Fahrbahnrand an Autobahnen F F F s g c e h w e ä r h S r t l a e d is t t e e n t t i w st i . c klung und operativer Sanieru T ng K ko l T im nz a e p p l t a , n d 2 a 0 s 3 V 0 e , r d gT a n s ü E g i u n n z g e s lh st a ä n t d te e n l T s k - o u n n z d e Z p e t n so tr w e T n ie - T T F L G überörtliche u. örtliche Hauptverkehrsstraßen */**** Textliche Darstellung Immissionsschutz F F F T Fachkonzepte zu MEobilität und Tourismus. Beson- ND ND T Ü Trassenführung in Prüfung D se ie it i I g m b m e i e s i s n i t o rä n c s h sc ti h g u e t n z a k n ö f n o n r e d n e , r u s n in g d e n z u z w un is t c e h rs e u n c G he e n b . ieten, deren Nutzungen sich gegen-

Im ba uleitplanerischenT Kontext ist das Gebiet im ders für die Altstadt Mitte relevant sind zudem L Ü Ü L Dies ist vor allem der Fall bei Wohnbauflächen und gemischten Bauflächen einerseits und Flächennutzungsplan als gemischte Baufläche die denkmalpflegerischen Anforderungen an die T dargestellt. Hinsichtlich der Art der baulichen Nut- Entwicklung des geschützten Altstadt-Ensembles E Ü Engere Schutzzone L ÖPNV m So it n d d e e n rb Z a w u e flä ck c b h e e s n t , i m ge m w u e n r g b e lic n h F e r n e i B ze a i u ta fl n ä l c a h g e e n n , , F S lä p c o h rt e a n n l f a ü g r e G n e u m n e d i n F b e e s d tp a l r a f t u z n s d o w G i r e ünflächen

T T

T L

L Ü L T z w u e n it g ü im be S rw in i n e e g e d n e d r B e a in u n K u e t r z n u g n e g b s ie v t e r ( o M rd K n ) u v n o g r. l D ie i g e t u m n ä d le d r, e d r i E e i n V z o e r l g d a e b n e k n m z ä u le r r E s r o h w al i t e u d n e g r d B e o s d h e i n st d o e r n is k ch - en Ü W U U - Bahn * Verkehrsflächen andererseits. R T rechEtskräftigen Bebauungspläne (Nr. 4580, 4323, Stadtgrundrisses und die Leitlinien zur Weiterent- T L L L W

* Nachrichtliche Übernahmen und Vermerke nach § 5 (4) BauGB

4321, 4286 und 3696) regeln u. a. den Ausschluss wicklung der prägenden Nachkriegsbebauung. S Stadtbahn/ Straßenbahn * Ü LB Für den Entwurf maßgebliche Auswahl L T von Vergnügungsstätten, den Ausschluss von Licht- Ü R spieltheatern mit überwiegendem Angebot von Die VU Altstadt Mitte greift diese Planungsan- ND T G Bahnanlagen * ** Auswertung für alle "Nicht-Freiflächen" sowie für Grünflächen mit T T Sexdarstellungen sowie Spielhallen, Bordellen, den sätze auf und dient als fachliche Grundlage für die Zweckbestimmung Ausschluss von Läden mit Sexartikeln und den Aus- ergänzende Anwendung der Werkzeuge aus dem schluss von Angeboten des Freizeit- und Vergnü- beso§1n2 d(3e) 1raen Städtebaurecht, z. B. Vorkaufsrecht T Bahntunnel * **** Klassifizierung nach Kartengrundlage

U S

T T 4 km

Ü gungssektors bei Schank- und Speisegaststätten. oder sanierungsrechtliche Genehmigungspflicht. L E Des Weiteren regeln sie, dass Wohnungen in den T E Flugverkehr °° seit 09.09.2014 rechtlich ersetzt/ anzupassende überholte Darstellung L Ü

U S S S

T E

T Ü L Flughafen

L

T E Lärmschutzbereich (nach Regionalplan B XII) °° HO E T R (Lärmschutzzonen mit Schallpegelangaben in dB(A))

S S S S

L L T Burgberg ND Landschaftsplan:

Ü Nürnberg E Schutzzone nach Fluglärmgesetz * °°

T E Stadt Nürnberg Umweltamt

JV Bauschutzbereiche gem. § 12 LuftVG *

T ND ND E Kartengrundlage:

ND ND ND ND LB L Bundeswasserstraße *

U S

HO T Stadt Nürnberg, Amt für Geoinformation und Bodenordnung, E T T E Ü ND HO L Ü L Tiergarten Stand 2001 HO ND ND N D O

ND T Kennzeichnungen

G L F a a m lte S S c t h e m in a b u rü s c e h n e buck Weitere Schutzzone A

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Denkmalschutz/ Ensemble *

HO F T Tiergartenhotel

HO T T W Ü L BD Bodendenkmal *

T T T Tiergarten Für bauliche Nutzung vorgesehene Flächen, deren Böden

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T F erheblich mit umweltgefährdenden Stoffen belastet sind

S E c n h g u e t r z e zone T T W F 0 1000

HO Für bauliche Nutzung vorgesehene Flächen mit Verdacht

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§12 ( k ) 1b

T 14 Auszug Flächennutzungsplan Nürnberg 2025

T T F auf erhebliche Belastung durch umweltgefährdende Stoffe

E T T Richtfunkstrecke * M 1 : 20 000

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Weitere 21 W Schutzzone A E T T Stadtgrenze *

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L T Die Stadt Nürnberg hat mit Beschluss des Stadtrats vom 26.10.2005 und ergänzendem

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Beschluss vom 25.01.2006 den Flächennutzungsplan der Stadt Nürnberg mit integriertem

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W F Landschaftsplan (FNP) in der Fassung vom Oktober 2005 abschließend festgestellt. LB L

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Nach Genehmigung durch die Regierung von Mittelfranken mit Bescheid vom 02.02.2006

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T L (AZ: Nr. 34 - 4621/N-1/90) gemäß § 6 BauGB wurde dieser durch öffentliche Bekanntmachung

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LB L F L F E T F im Amtsblatt gemäß § 6 Abs. 5 BauGB am 08.03.2006 rechtswirksam. G L F T F N T G F F F F

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Ü G F E F F L Soweit es die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erfordert, wird der FNP mittels

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F T Einzeländerungsverfahren oder Berichtigungen fortgeschrieben bzw. aktualisiert. LB T F G L T Diese Karte stellt den zum unten genannten Stand wirksamen FNP dar. LB

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Stand 24.09.2025

Integrierte Analyse

Die integrierte Analyse verknüpft zentrale

Themenfelder und bildet die Grundlage für

die Ableitung von Zielen und Maßnahmen

im Untersuchungsgebiet. In sechs

Handlungsfeldern zeigt sie städtebauliche,

funktionale, soziale, denkmalpflegerische

und klimatische Handlungsbedarfe auf und

macht deutlich, dass in der Altstadt Mitte stets

multiple Nutzungsansprüche berücksichtigt

werden müssen. Diese werden im weiteren

Prozess räumlich konkretisiert und in Projekte

und Handlungsempfehlungen überführt.

Abbildung 22

Erlebnisraum durch

Nutzungsmix

Einkaufen, Kultur und Freizeit

Das Gebiet Altstadt Mitte gehört zu den publi- kommerziellen Nutzungen. Es schafft Anlassqualikumsstärksten Bereichen Nürnbergs und weist täten jenseits des Shoppings und bietet Potenziale eine der höchsten Nutzungsdichten der gesam- für eine stärkere zeitliche und funktionale Auslasten Innenstadt auf. Einzelhandel, Gastronomie, tung der Altstadt Mitte.

Kultur, Freizeit, Tourismus und Dienstleistungen

überlagern sich hier auf engem Raum, häufig in Situation nach Ladenschluss

ein- und derselben Immobilie. Diese Vielschich- Eine Herausforderung bleibt die geringe Belebung tigkeit bildet die Grundlage der Attraktivität einiger Bereiche nach Ladenschluss. Besonders in des Gebiets, erzeugt aber zugleich Spannungen Abschnitten mit stark monofunktional geprägten zwischen wirtschaftlicher Dynamik, Aufenthalts- EG-Zonen, etwa in Teilen der Breiten Gasse, entqualität, Nutzungsansprüchen und den Anforde- steht abends ein deutlicher Frequenzabfall. Fehrungen eines von Denkmälern und historischem lende gastronomische Angebote, unzureichende

Kontext geprägten Stadtraums. Beleuchtung und gestalterische Defizite verstärken

punktuell das Entstehen wahrgenommener Unsi- Einzelhandel als dominante Nutzung cherheiten. Hier bieten Mischnutzungen, kleintei- Der Einzelhandel prägt große Teile der Erdge- lige kulturelle Formate und aktivierbare EG-Zonen schosszonen, insbesondere entlang der Karolinen- Chancen, die Altstadt Mitte als Erlebnisraum über straße bis zum Ludwigsplatz, der Breiten Gasse, den Tag hinaus zu stärken. der Kaiserstraße und der Königstraße, die zu den frequenzstärksten Einkaufsachsen Nürnbergs Veranstaltungen als prägendes Element zählen. Abseits dieser Hauptlagen, wie z. B. in Events sind ein prägendes Element der Nürnberger Teilbereichen der Färberstraße oder der Brunnen- Altstadt, doch ihr Charakter verändert zunehmend gasse, zeigen sich dagegen Nutzungsrückgänge, die Wahrnehmung des öffentlichen Raums. Die geringere Passantenfrequenzen und eine höhere Bandbreite reicht von bedeutenden Kulturfor- Anfälligkeit für Trading-Down-Prozesse. Leer- maten bis zu touristischen Großevents, die einer stände entstehen vor allem dort, wo monotone bewussten kuratorischen Steuerung bedarf. Die Angebotsstrukturen, geringe Sichtbarkeit oder Herausforderung besteht darin, den historisch gestalterische Defizite eine ausreichende Belebung gewachsenen Stadtraum nicht zu überformen, erschweren. Die Herausforderungen betreffen sondern Formate zu stärken, die den besonderen somit nicht das gesamte Gebiet, sondern konzent- Charakter Nürnbergs sichtbar machen, lokale Initirieren sich auf klar definierte Nebenlagen. ativen einbinden und die Altstadt in ihrer Authentizität erlebbar halten. Dies gilt umso mehr für den Kultur und Freizeit als Gegenpol historischen Grundriss der Altstadt, dessen Plätze Im fußläufigen Umfeld der Altstadt Mitte findet und Gassen aufgrund der räumlichen Enge besonsich ein überdurchschnittlich breites Angebot an ders empfindlich auf Eventisierung reagieren. Kultur-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, während im Gebiet selbst das Angebot vergleichsweise Strukturwandel als Herausforderung gering ist. Dazu zählen Einrichtungen wie das Ger- Gleichzeitig schreitet der strukturelle Wandel im manische Nationalmuseum, der Bildungscampus Einzelhandel voran. Der Rückzug einzelner Filialisder Stadt Nürnberg oder das Cinecittà-Kino sowie ten, steigende Online-Konkurrenz und verändertes die Stadtbibliothek und das Zukunftsmuseum als Konsumverhalten führen zu Leerständen, die bedeutender Freizeitmagnet. Dieses Angebot ist häufig schwer nachzubesetzen sind. Eigentümerein wesentliches Charaktermerkmal der Altstadt strukturen, Mietpreisniveaus und fehlende Diverund bildet einen wichtigen Gegenpol zu rein sifizierung erschweren die Entwicklung lebendiger

Abbildung 25

15 Blick vom Hefnersplatz

Abbildung 23

Abbildung 24

VU-Gebiet Museum Theater iii Infopoint VU-Gebiet Veranstaltungsorte Bar INSEK-Gebiet Bibliothek Kino Kaiserburg/ INSEK-Gebiet Club Katharinenruine Sehenswürdigkeit Events im öfftl. Raum: Belegungsdauer Tage/Jahr <10 >100

16 Kultur und Freizeit 17 Veranstaltungen und Nachtleben

Abbildung 28

Erdgeschosszonen. Positive Impulse gehen von ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Gleichzeitig ersten Mixed-Use-Konzepten aus, etwa dem erfordert diese historische Substanz ein sorgfälti- Pop-Up-Kaufhof, kulturellen Zwischennutzungen, ges Vorgehen: Nutzungsinterventionen, gestaltesozialen Angeboten oder neuen Formaten wie rische Impulse und neue Formate müssen eng mit dem „Erfahrungsfeld goes Innenstadt“. Diese Bei- den denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen spiele zeigen, dass eine stärker gemischte Nutzung abgestimmt werden, um die Authentizität des auch in traditionsreichen Handelslagen möglich Stadtraums als Ressource einzubeziehen und zu ist, wenn Eigentümerinnen und Eigentümer aktiv verbessern. eingebunden werden und klare Leitplanken für Qualität und Gestaltung bestehen. Fazit Insgesamt zeigt sich: Das Untersuchungsgebiet ist Historischer Stadtraum als Standortfaktor ein räumlich dichtes, dynamisches und ökonomisch Ein besonderer Standortfaktor bleibt der histori- bedeutsames Zentrum mit hoher Anziehungskraft. sche Stadtraum. Die kleinteilige Parzellenstruktur, Die Zukunftsfähigkeit des Gebiets hängt maßgebdie Bauensembles und sichtbaren historischen lich davon ab, wie gut es gelingt, die Nutzungs- Schichten und Blickachsen mit der Dominante St. mischung zu diversifizieren, und qualitätsvoll zu Lorenz und weiteren herausragenden Denkmälern gestalten, Kopplungseffekte zu nutzen, historische wie dem Nassauer Haus und der Mauthalle prägen Qualitäten sichtbar zu halten, den strukturellen das Profil des Gebiets wesentlich. Sie verleihen Wandel aktiv zu gestalten und zugleich attraktive, Altstadt Mitte einen Charakter, der sich nicht sichere und kulturell vielfältige Erlebnisräume zu beliebig reproduzieren lässt und sowohl für Ein- schaffen, tagsüber wie abends. heimische als auch für Touristinnen und Touristen

18 Fischmarkt

Abbildung 27

Abbildung 26

19 Internationale Orgelwoche

Abbildung 30

Abbildung 29

Passantenfrequenz in der Altstadt (2025)

Quelle: Nachrichten aus dem Rathaus, Nr.105/29.01.26

14 Mio.

Königstraße

13,2 Mio.

Karolinenstraße

8 Mio.

Ludwigsplatz

6,8 Mio.

Kaiserstraße

6,6 Mio.

Breite Gasse

20 Blaue Nacht 21 Passantenfrequenz in der Altstadt 2025

Erlebnisraum durch

Nutzungsmix

Erkenntnisse aus der Analyse

Nürnbergs Altstadt ist ein lebendiger, touristisch

und wirtschaftlich geprägter Stadtraum

vielfältige Mischung aus verschiedenen Einkaufs-, kulturellen, Sport-, Bewegungs- und sonstigen Freizeitangeboten.

Fußgängerinnen und Fußgänger, Fahrradfahrende und motorisierten Individualverkehr zeichnen die Altstadt aus.

Kulturelle Vielfalt und Nachtleben sind zentrale

Elemente der Altstadt

den öffentlichen Raum und verwandeln die Altstadt mehrmals im Jahr in eine belebte Bühne.

Rücksichtnahme auf die lokale Bevölkerung stellt gelegentlich eine Herausforderung dar.

Institutionen von hoher Bedeutung (z. B. Germanisches Nationalmuseum, Stadtbibliothek, Neues Museum) sowie überregional bekannte Sehenswürdigkeiten wie St. Lorenz.

Die Attraktivität als Einkaufsstandort ist trotz

strukturellem Wandel sehr hoch

eine große Attraktivität mit überdurchschnittlich hoher Einkaufszentralität, Kaufkraftbindung und starker Einzelhandelsstruktur.

insbesondere kleine inhabergeführte Läden, zunehmend vor großen Herausforderungen.

Nach Ladenschluss sind Teile des Untersuchungs-

gebietes wenig belebt

deutlich ab. Dies kann in Verbindung mit Leerständen, schlechter Beleuchtung sowie baulichen Mängeln im öffentlichen Raum und an Gebäuden punktuell problematisch sein.

des Shoppings begünstigen das punktuelle Entstehen von Angsträumen.

Begleiterscheinungen des strukturellen Wandels

sind deutlich sichtbar

beobachten und stellen eine Herausforderung für die Wahrnehmung und Attraktivität dieser Bereiche innerhalb der Altstadt dar.

Chancen für eine Kehrtwende.

ägeleins platz

Erlebnisr

m durch

Pocketpark Hauptmarkt Hans-Sachs-Gasse

Augustiner-

Nutzungsmix hof

Trödelmarkt

Fazitkarte

Heilig-Geist-Spital Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse

Adlerstraße Pocketpark Nonnengasse

Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße Pocketpark Marientorzwinger Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Turm

Brunnengasse

Abbildung 31

ö Breite Gasse n ig stra Jakobsplatz ß e Lorenzer Straße

Dr.-Kurt-Schumacher-Straße Mauthalle Bauhof Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt ß erstr b e F är g er us ä art

Pocketpark Hauptmarkt Hands-Saiches-G aNsseürnbergerinnen Augustinerund Nürnberger: hof

Trödelmarkt

Heilig-Geist-Spital Treffpunkt gestalten. Unschlitt- • Angebote an Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten Westtor platz erweitern und attraktivieren. Insel Schütt

Grillenberger-Straße Mühlgasse D so ie zi l l e is tu tz g g en d f r t. omie, auch gemeinnützige und

Karl- Hintere Ledergasse

Adlerstraße Pocketpark Nonnengasse

Bestand

Vordere Ledergasse

Schlotfegergasse Karolinenstraße E z ro lh de ie l

Kultur Pocketpark Marientorzwinger Polizeiinspektion Öffentliche Gebäude Nürnberg-Mitte Weißer Leerstand Turm Zwischennutzung Nahversorgung Brunnengasse Markt ö Museum Breite Gasse n ig stra Sehenswürdigkeit Jakobsplatz ß Kino e Lorenzer Straß C Bea lu r b

24/7 - Automatenladen Einkaufslage: 1A-Lage Dr.-Kurt-Schumacher-Straße Mauthalle Bauhof Ü B C b - - L L r g g g ngszone: Trading-Down Positive „Hot-Spots“ Hallplatz Jakobstraße Gebäude e Kornmarkt Öffentliche Grünflächen ß

b erstr a w g ä ri f f A r ltstadt Mitte

F är g er

us Potenziale

ä art Kaufhof und Umfeld weiterentwickeln Nutzungsmischung stärken

Erlebnisraum durch Nutzungsmix Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen Vielfalt und Nutzungsmischung der Altstadt stärken • Die Vielfalt der Altstadt ist ihre wesentliche Stärke. Das Nutzungsangebot soll weiter ausgebaut und für alle Zielgruppen noch attraktiver gestaltet werden, insbesondere auch nach Ladenschluss. Die Förderung von Mixed-Use-Konzepten sollen intensiviert werden. • Die Interessen und Belange der Bewohnerschaft (z. B. Lärmschutz) müssen dabei besonders berücksichtigt werden und durch den Nutzungsmix verursachte Konflikte (z. B. Lärmschutz) sollen frühzeitig gesteuert werden. • Laufende Projekte, die den Nutzungsmix in der Altstadt erhöhen, sollen weiterverfolgt und neue Ideen geprüft werden. Kulturelle, sportliche und weitere besucherrelevante Angebote ausbauen • Veranstaltungen und weitere besucherrelevante Angebote, die zur Qualität und Attraktivität der Altstadt beitragen, sollten gezielt gefördert werden - flankiert durch eine sicherheits- und konfliktorientierte Abwägung zu deren Art, Umfang und Lage. Inhabergeführte Geschäfte vernetzen und stärken • Der rückläufigen Zahl kleiner Einzelhandelsgeschäfte sollte durch bessere Sichtbarkeit und Vernetzung aktiv entgegengewirkt werden. • Private Investitionen von Nutzerinnen und Nutzern in die denkmalgerechte Sanierung und Aufwertung von Fassaden, EG-Ladenzonen und Entwicklung neuer Konzepte sollen durch Anreizsysteme gezielt unterstützt werden. 32

Leerstand aktiv steuern und vermeiden

sowie Trading Down verhindern

werden, um Ursachen für Leerstand zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten.

Transformationsprozesse überprüft werden.

Zwischennutzungen ermöglicht werden.

Entwicklung des ehemaligen Kaufhofs

aktiv gestalten

des Zeughauses sollen intensiviert und priorisiert werden.

funktionale Anforderungen als auch den historischen Stadtraum und die historische und denkmalkonstituierende Substanz berücksichtigen.

Abbildung 32

und öffentlicher Raum

Die Altstadt Mitte ist einer der am intensivsten Stadtgrün im öffentlichen Raum

genutzten Stadträume Nürnbergs. Täglich über- Zusammenhängende Grün- und Schattenräume lagern sich hier Einkaufen, Gastronomie, Kultur, sind aufgrund der hohen Dichte selten, dennoch Tourismus, Dienstleistungen und Durchgangsbewe- entstehen entlang der Hauptwege wichtige Angegungen. Diese hohe Dichte macht den öffentlichen bote durch Baumreihen und Sitzgelegenheiten. Zu Raum zu einem zentralen Faktor für die Funktionsfä- den wirksamsten Qualitäten zählen die kürzlich higkeit, Orientierung und Wahrnehmung des Gebie- oder aktuell umgesetzten Umgestaltungen, etwa tes. Die Qualität der Wege, Plätze und Übergänge • am Lorenzer Platz, entscheidet darüber, wie attraktiv die Altstadt für • am Ludwigsplatz,

unterschiedliche Nutzergruppen bleibt und wie • in der Luitpoldstraße oder

stimmig sie im Zusammenspiel mit dem historischen • in der Breiten Gasse. Stadtraum und den Erdgeschosszonen erlebt wird. Diese Projekte zeigen, dass auch unter komplexen Rahmenbedingungen durch sorgfältige Gestaltung Differenzierte Gestaltung und Nutzbarkeit spürbare Verbesserungen erreicht werden. Sie wir- Die Gestaltung und Nutzbarkeit des öffentlichen ken zudem als Impulse für angrenzende Bereiche. Raums zeigen ein heterogenes Bild. Die Hauptach- Auch historische Baumstandorte und Grünflächen sen funktionieren als leistungsfähige Fußgänger- sollen denkmalgerecht gestärkt werden. zone, während Nebenlagen abseits dieser Ströme, etwa Teilbereiche der Brunnengasse, Adlerstraße Kleine Interventionen mit großer Wirkung oder Theatergasse, geringere Aufenthaltsqualitä- Angesichts begrenzter Flächenpotenziale und der ten, weniger klare Raumkanten und eingeschränkte hohen Nutzungsdichte kommt kleinen Interventi- Sichtbeziehungen aufweisen. Gleichzeitig bestehen onen eine besondere Bedeutung zu. Mobile Pflanan Übergängen zu Wohnbereichen, z. B. am Jose- zinseln, modulare Möblierungen oder temporäre phsplatz oder in der Brunnengasse, Potenzialorte Aufenthaltsangebote zeigen, dass bereits kleinfür Räume mit mehr Aufenthaltsqualität - wie z. B. räumige Maßnahmen sichtbare Wirkung entfalten Pocketsparks - mit der Möglichkeit, kleinteilige und können. Dies ist beispielsweise am Weinmarkt oder nutzungsrobuste Aufwertungen zu tragen. in der Königstraße gut erkennbar. Dabei geht es weniger um einen Ersatz für dauerhafte Lösungen Historischer Stadtraum als gestalterischer Rahmen als um das Testen von Nutzungen, das Reagieren Eine zentrale Stärke des Gebiets liegt im historischen auf saisonale Spitzen und das Erproben neuer Stadtraum: Baudenkmäler, ortsbildprägende Gas- räumlicher Funktionen, bevor dauerhafte Umgesenräume, Blickbeziehungen und die mittelalterliche staltungen folgen. Kreative und flächensparende Parzellenstruktur prägen das Bild der Nürnberger Formate sind unter den dichten Bedingungen der Altstadt bis heute. Diese historisch gewachsene Altstadt Mitte besonders wirksam. Struktur erzeugt eine hohe Identifikation bei Bewohnenden wie Besuchenden. Zugleich setzt die dichte, Fazit denkmalgeschützte Bausubstanz im Untersuchungs- Insgesamt zeigt sich: Die Altstadt Mitte verfügt gebiet klare Rahmenbedingungen für bauliche und über herausragende räumliche und historische freiräumliche Veränderungen: begrenzte Flächen- Potenziale, die jedoch durch Nutzungsdruck, reserven, sensible Fassadenbereiche, archäologische funktionale Belastungen und klimatische Heraus- Befunde und komplexe Leitungsstrukturen erfor- forderungen gefordert werden. Eine behutsame, dern eine frühzeitige und sorgfältige Abstimmung historisch sensible Weiterentwicklung, mit klaren jeder Maßnahme. Wertschöpfung entsteht daher Raumkanten, vielseitigen Mikro-Orten, robusten in der Altstadt Mitte weniger durch großmaßstäb- Gestaltungen und präzise gesetzten Akzenten, ist liche Eingriffe, sondern durch präzise Setzungen, zentral, um die Schlüsselrolle der Altstadt Mitte für durchdachte Materialwahl, Orientierungselemente, die Gesamtstadt langfristig zu sichern. Beleuchtung und die behutsame Stärkung historischer Strukturen und Charakterzüge.

Abbildung 35

22 Ludwigsplatz mit Blick auf weißen Turm

Abbildung 34

Abbildung 33

VU-Gebiet Naturdenkmal Baudenkmal VU-Gebiet Bodendenkmal INSEK-Gebiet Kunstbrunnen INSEK-Gebiet Bauensemble

23 Denkmäler im öffentlichen Raum 24 Bauensembles und Bodendenkmäler

und öffentlicher Raum

EErrkkeennnnttnniissssee aauuss ddeerr AAnnaallyyssee

Qualität des öffentlichen Raums ist

entscheidender Standortfaktor

Aufenthaltsqualität der wichtigste Erfolgsfaktor für die Gesamtattraktivität der Altstadt.

Bewohnende als auch für Besuchende einen zentralen Standortfaktor darstellt.

Gestaltungsansätze und funktionale Konzepte aus den 1970er Jahren vor.

Die Altstadt steht vor stadtklimatischen

Herausforderungen

Nutzungsqualität des öffentlichen Raums, insbesondere in frequentierten Einkaufsachsen.

Gebietes wird mit fortschreitendem Klimawandel weiter zunehmen.

die vor einer potenziellen Entsiegelung abgewogen werden müssen.

Konsumfreie Aufenthaltsorte für

unterschiedliche Nutzergruppen sind selten

Neugestaltungen wurden in Teilen bereits umgesetzt oder sind in Vorbereitung.

Begegnungsmöglichkeiten für unterschiedliche Nutzergruppen und Bedürfnisse.

Temporäre Interventionen zur Steigerung

der Aufenthaltsqualität funktionieren

Flächenangebot für dauerhafte Maßnahmen.

Aufenthaltsqualität steigern. Dabei sind der flächendeckende Ensembleschutz und die Nähe zu bedeutenden Einzeldenkmälern in der Altstadt angemessen zu berücksichtigen.

Sicherheit und Sauberkeit werden

zunehmend zur Herausforderung

fehlende Beleuchtung werden als störend wahrgenommen.

gerecht.

Die Anzahl an wohnungs- und

obdachlosen Menschen steigt

Personengruppen wird als störend wahrgenommen oder löst Ängste aus. Zunehmend sind Verwahrlosungstendenzen und psychisch auffälliges Verhalten von Gruppenmitgliedern zu beobachten.

in der Innenstadt ist, aufgrund der hohen Dichte und Diversität der verschiedenen Nutzergruppen, begrenzt.

Näge

lein splatsz

am o b il p tm rü rkt

Aufentha

l

qualität

Pocketpark Hauptmarkt Hans-Sachs-Gasse

Augustiner-

und öffentlicher Rauhof m

Trödelmarkt

Fazitkarte

Heilig-Geist-Spital Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse U Lo re g z ta r lt P ss g a ge

Adlerstraße

Umgestaltung Vordere Ledergasse Ludwigsplatz Schlotfegergasse Karolinenstraße U Lo re g z ta r lt P la g z

St. Lorenz

Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Turm

Brunnengasse e K ß ö

Jakobsplatz F är b erstr a Breit

st lt ng P fa n n n ig stra ß e Lorenzer Straße

B r g s e

c Umgestaltung h m Jakobsplatz ie d g Dr.-Kurt-Schumacher-Straße a s Mauthalle Jo ha g st l g tu ss g

Bauhof Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt ß

b erstr Ha ll g p la st z ltung Umgestaltung

F är g ass Königstraße er Neugestaltung us Grasersgasse ä art Neugestaltung

am o b il p tm rü rkt

Pocketpark Hauptmarkt Hands-Saiches-G aNsseürnbergerinnen Augustinerund Nürnberger: hof

insbesondere am Jakobsplatz, rund um den Weißen Turm, Trödelmarkt in der Karolinenstraße und in der Breiten Gasse. Heilig-Geist-Spital • Mehr Orte, an denen man ohne Konsumverpflichtung Unschlitt- verweilen kann. Westtor platz

Insel Schütt historischen Stadtbildes.

Grillenberger-Straße Mühlgasse Reinigung.

Karl- Hintere Ledergasse U Lo re g z ta r lt P ss g a ge

Adlerstraße

Umgestaltung Vordere Ledergasse Ludwigsplatz Schlotfegergasse Karolinenstraße U Lo re g z ta r lt P la g z St. Lorenz Bestand Polizeiinspektion Laufende/kürzliche abgeschlossene Nürnberg-Mitte Weißer Umgestaltungsmaßnahmen Turm Trinkwasserbrunnen Brunnengasse Kunst-/Zierbrunnen e K Öffentliche Toiletten ß ö

Jakobsplatz F är b erstr a Breit

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st lt ng P fa n n n ig stra ß e Lorenzer Straß B

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o ne n Baudenkmäler c Umgestaltung h m Gebäude Jakobsplatz ie d Öffentliche Grünflächen Dr.-Kurt-Schumacher-Straße g a s Mauthalle Jo ha g st l g tu ss g

B r g s e

Bauhof w g ä ri f f A r ltstadt Mitte

Potenziale

Hallplatz Jakobstraße Neu- und Ersatzpflanzungen in Umsetzung Kornmarkt ß Neue Trinkwasserbrunnen

F är b erstr

g ass e Ha ll g p la st z ltung U Kö m n g ig e s s t t r a a lt ß u e ng D

P l c ä h r c

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l ä k z en / Q ie r r verbindungen stärken

er Neugestaltung us Grasersgasse Pocketparks prüfen ä art Neugestaltung Eingangssituationen attraktivieren Luitpoldstraße Fußgängerzone erweitern Umgestaltung Weitere Gestaltungsmaßnahmen e Königstraße

und öffentlicher Raum

Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen

Neue Strategien für ein kohärentes und

nutzerfreundliches Raumgefüge entwickeln

Raumgefüge, das Funktionalität, Klimaschutz, Aufenthaltsqualität und denkmalpflegerische Belange gleichrangig berücksichtigt.

Nutzungen, Barrierefreiheit und Klimaresilienz gewahrt werden.

Fußgängerzone erweitern, vernetzen

und differenziert gestalten

ein durchgängiges, attraktives und barrierearmes Wegenetz unter Einbeziehung der U-Bahn- Verteilergeschosse zu schaffen.

gestalterisch aufgewertet werden.

Hochwertige konsumfreie Aufenthalts- und

Begegnungsorte etablieren

sollen entstehen. Diese sollen mit Sitz- und Bewegungsangeboten in Form von Aktivpunkten zum Verweilen und zur Begegnung anregen und nicht konsumorientiert sein.

Temporäre Gestaltung, Begrünung und

Möblierung weiter erproben

als flexible Werkzeuge dienen, um neue Formen des Aufenthalts zu testen und eine mittel- bis langfristige dauerhafte Umgestaltung vorzubereiten.

Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls

als Grundlage der Aufenthaltsqualität

werden.

belebt und zum Sicherheitsgefühl beiträgt, soll vorangetrieben werden.

Lagerbildung, Hotspots und Drogenkonsumorten ermöglichen, sollen ausgebaut werden.

öffentlichen Raum durch langfristige Beziehungsarbeit zu entlasten, soll geprüft werden.

ermöglichen, sollen verstärkt genutzt werden.

Ressourcen für Sicherheit und Sauberkeit

bereitstellen

Dafür braucht es eine gute Infrastruktur, von Toiletten bis Mülleimer.

Abbildung 36

und Klima

Die Altstadt Mitte gehört zu den am stärksten denkmalpflegerischen, und funktionalen Rahversiegelten und stadtklimatisch belasteten menbedingungen möglich, stellen aber zentrale Bereichen Nürnbergs. Die dichte Blockrand- Bausteine für die Klimaanpassung der Altstadt dar.

struktur, die kleinteilige Parzellierung und die

nahezu vollständige Nutzung der Grundstücks- Wasser als klimaaktives Element

flächen lassen nur wenig Raum für zusammen- Wasser spielt als kühlendes Element eine große hängendes Stadtgrün. Die Temperaturfeldkarte Rolle, wird abseits der Pegnitz jedoch kaum wahrzeigt deutlich, dass das Gebiet im Sommer zu genommen. Die Uferbereiche von Insel Schütt, den ausgeprägtesten Hitzeinseln der Altstadt Nägeleinsplatz und Kontumazgarten zeigen, wie zählt. Besonders entlang der Breiten Gasse, der sehr die Zugänglichkeit zum Wasser die Aufent- Karolinenstraße und der Königstraße entstehen haltsqualität steigert.

bodennahe Hitzekorridore, die sich durch die

engen Straßenprofile weiter aufschaukeln und Im inneren Altstadtgebiet fehlen naturräumlich

die Aufenthaltsqualität mindern. und topografisch bedingt hingegen Orte, an

denen Wasser kleinteilig und erlebbar in Szene

Kaum öffentliche Grünflächen gesetzt wird. Die zahlreichen Brunnen bieten

Öffentliche Grünflächen sind im Gebiet Altstadt hierfür Anknüpfungspunkte: Viele könnten durch Mitte und in dessen unmittelbarem Umfeld kaum geringe Eingriffe wie Verschattung, Sitzmöglichvorhanden. Auch hofseitige Grünräume spielen keiten, spielerische Wasserelemente eine stärkere aufgrund der konsequenten baulichen Ausnutzung klimaaktive Funktion übernehmen. der Grundstücke nur eine untergeordnete Rolle. Die Versorgungskarte (s. S. 43) verdeutlicht diesen Kleine Impulse für Klimaresilienz erheblichen Mangel an wohnungsnah erreich- Gleichzeitig zeigt sich, dass selbst kleine baren Grünflächen. Selbst kleinste Freiräume wir- Begrünungsimpulse in der Altstadt Mitte wirken. ken aufgrund der hohen baulichen Dichte schnell Projekte wie die Pocketparks in der Tetzelgasse übernutzt. und in der Nonnengasse verdeutlichen, wie gezielte Pflanzinseln, Sitzgelegenheiten und In der Konsequenz fällt der Rolle der wenigen punktuelle Verschattung spürbare Verbesserungen großkronigen Bäume, insbesondere entlang der erzeugen können. Aufgrund der engen räumlichen Hauptwege, eine besondere Bedeutung zu: Sie Bedingungen gewinnt die Fähigkeit, Klimaresilienz verschatten Wegeabschnitte, mindern Hitzebelas- „auf engstem Raum“ herzustellen, besondere tungen und strukturieren Stadträume, sind aber Bedeutung. zahlenmäßig zu gering, um zusammenhängende Kühlwirkungen zu erzeugen. Einzelne Fassadenbegrünungen, etwa am Parkhaus Katharinenhof, zeigen zudem, dass vertikale

Versiegelung und Hitzeinseln Grünstrukturen auch in der historisch stark deter-

Die annähernd vollständige Versiegelung führt minierten Altstadt einen Beitrag leisten können, nicht nur zu Hitzeproblemen, sondern verstärkt wenn sie gestalterisch und denkmalpflegerisch auch die Risiken bei Starkregenereignissen. Da abgestimmt sind. Im Untersuchungsgebiet wurden kaum oberirdische Retentionsflächen existieren bislang nur wenige geeignete Fassadenpotenziale und der Untergrund durch Leitungen, Keller sowie identifiziert, doch gerade diese punktuellen Mögbedeutende archäologische Befunde und boden- lichkeiten können wichtige Impulse setzen. denkmalpflegerische Schutzgüter hochkomplex ist, können bereits bei mittleren Starkregenspitzen Potenziale der Dachflächen punktuelle Überflutungen auftreten. Gründächer und Photovoltaik sind in der Altstadt Mitte bislang unterrepräsentiert. Die Analyse Entsiegelungs- und Versickerungsmaßnahmen zeigt, dass insbesondere rückwärtige und wenig sind hier nur vereinzelt und unter engen (boden-) sichtbare Dachflächen Potenzial für Gründach- und

Abbildung 39

25 Pocketpark Nonnengasse

Abbildung 38

Abbildung 37

VU-Gebiet Grünflächenerreichbarkeit < 250 m VU-Gebiet gut versorgt stark unterversorgt INSEK-Gebiet Grünflächenerreichbarkeit < 500 m INSEK-Gebiet unterversorgt sehr stark unterversorgt ohne 26 Grünflächenerreichbarkeit 27 Grünflächenversorgung

Abbildung 40

PV-Nutzungen besitzen, sofern denkmalpflegerische Belange und Materialanforderungen frühzeitig berücksichtigt werden. Straßenseitig sichtbare Dachflächen verlangen dagegen besonders sorgfältige Abwägungen, um das historische Stadtbild nicht zu beeinträchtigen.

Orientierung bietet hierbei der Solarleitfaden Nürnberg 2025, der konkrete Empfehlungen zum sensiblen Umgang mit PV-Anlagen im denkmalgeschützten und ensemblegeschützten Altstadtbereich formuliert. Gleichzeitig entstehen durch die Kombination von Gründächern und PV synergetische Doppelnutzungen, die sowohl mikroklimatische Effekte als auch Energiegewinne fördern.

Strategische Bündelung von Maßnahmen

Die Klimaanalyse macht zudem deutlich, dass die Altstadt Mitte ohne eine strategische Bündelung von Maßnahmen ihre klimatische Resilienz nicht erhöhen kann. Entlang zentraler Wegebeziehungen, etwa entlang der König- und der Karolinen- VU-Gebiet > 18-19 °C > 20-21 °C > 22 °C straße, entstehen vorrangige Handlungsräume INSEK-Gebiet > 19-20 °C > 21-22 °C für kühle Achsen, verschattete Sequenzen und 28 Temperaturfelder (modelliertes, bodennahes Lufttemperaturfeld in °C, wassersensible Gestaltung. 2m über Grund für den Zeitpunkt 4 Uhr morgens)

Diese Räume können, unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Rahmenbedingungen, so gestaltet werden, dass historische Strukturen erhalten bleiben und dennoch klimaaktive Funktionen übernommen werden.

Fazit

Insgesamt zeigt die Analyse: Die Altstadt Mitte ist ein hochsensibler Raum, in dem Klima, Nutzung und historisches Erbe eng miteinander verflochten sind. Klimaanpassung kann hier nur durch kleinteilige, präzise und gut abgestimmte Maßnahmen gelingen. Die Herausforderung liegt nicht in großflächigen Interventionen, sondern im intelligenten Umgang mit bestehenden Strukturen und darin, Grün, Wasser und Entsiegelung behutsam in eine historisch dichte, funktional hoch belastete Innenstadt einzufügen.

29 Mobiler Pflanzkübel mit Sitzgelegenheit am Weißen Turm

und Klima

Erkenntnisse aus der Analyse

Die Altstadt ist ein

klimatischer Hotspot

bauliche Dichte und nahezu vollständige Versiegelung auf. Öffentliche Grünflächen fehlen und großkronige Bäume mit Schattenwirkung sind nur vereinzelt vorhanden.

kann für vulnerable Gruppen problematisch werden.

Wasser funktioniert als

kühlendes Element

bereits das Potenzial von Wasser als Element zur Steigerung der Aufenthaltsqualität erfolgreich genutzt.

Offene Wasserflächen oder fließende Gewässer fehlen vollständig.

Altstadt erlebbarer zu machen.

Kleinteilige Begrünungsmaßnahmen

zeigen Wirkung

engmaschiger Verschattung, Kühlung und mikroklimatischer Entlastung.

dass auch Eingriffe auf begrenzten Flächen spürbare mikroklimatische Effekte haben können.

zeigen positive Effekte, können dauerhafte Interventionen aber nicht ersetzen.

Bisher nur geringe Nutzung von vertikaler

und innerstädtischer Begrünung sichtbar

und zur Verbesserung des lokalen Mikroklimas, sind bislang aber nur punktuell vorhanden.

größte Hindernis stellen hierbei bislang Fragen der Zuständigkeit von Umsetzung, Pflege und Instandhaltung dar.

Photovoltaikanlagen auf Dächern und

an Fassaden integrieren

bei großen Dachflächen stärker in Betracht gezogen werden. Fassaden-Photovoltaik bietet grundsätzlich Potenzial, ist im Altstadtgebiet bisher jedoch nicht vorhanden und u.U. an Altbauten problematisch.

Starkregen birgt

zunehmende Risiken

Starkregenereignissen zunehmend überflutungsgefährdet.

Pocketpark Hauptmarkt Hans-Sachs-Gasse

Augustiner-

und Klima hof

Trödelmarkt

Fazitkarte

Heilig-Geist-Spital Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse

Abbildung 41

Adlerstraße

Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße

St. Lorenz

Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Turm

Brunnengasse e K ß ö

Jakobsplatz F är b erstr a Breite Gasse P fa n ig stra ß e Lorenzer Straße

c h

ie d g Dr.-Kurt-Schumacher-Straße a Mauthalle Bauhof Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt ß erstr b e F är g er us ä art

Pocketpark Hauptmarkt Hands-Saiches-G aNsseürnbergerinnen Augustinerund Nürnberger: hof

Trödelmarkt

Heilig-Geist-Spital um den Weißen Turm, am Jakobsplatz, in der Karolinenstraße Unschlitt- und in der Breiten Gasse werden im Sommer sehr heiß. Westtor platz

Insel Schütt funktionieren sehr gut.

Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse

Adlerstraße

Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße

St. Lorenz

Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer

Bestand

Turm

Laufende/kürzliche abgeschlossene Brunnengasse Umgestaltungsmaßnahmen e K ß ö Trinkwasserbrunnen

Jakobsplatz F är b erstr a Breite Gasse P fa n ig stra ß e Lorenzer Straß B

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Ge r ü b ä d -/

c h Öffentliche Grünflächen ie Gewässer d s g Erlebbares Wasser Dr.-Kurt-Schumacher-Straße a s s

gr if f A lts

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Mauthalle Bauhof

P

z

le

Hallplatz Jakobstraße Neu-/Ersatzpflanzungen vornehmen Kornmarkt ß Neue Trinkwasserbrunnen

b erstr e ( rs g ic k r lt g g fä B h r ig it B d ss ) b elag einsetzen

F är g Potenzialflächen für Gründächer us er Potenzialflächen für PV ä art „Kühle Achsen“ einrichten K Fassaden begrünen Potenzielle Suchräume für Baumsetzungen

und Klima

Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen

Verschattungswirkung von Bäumen

hoch gewichten

Verbesserung der klimatischen Situation im Sommer. Bestehende große Stadtbäume sollten möglichst lange erhalten werden, um die Verschattungsfunktion nicht zu gefährden.

Integrierte Planungskonzepte etablieren

und umsetzen

und sich innerhalb des Untersuchungsgebietes gezielt räumlich konzentrieren.

Begrünung, Wasserinseln und Sitzgelegenheiten zu einem erlebbaren, klimawirksamen Freiraumsystem verbinden. Dabei sind zentrale historische Blick- und Erschließungsachsen mit besonderer Sensibilität zu behandeln.

integriert in städtebauliche und Objektplanungen eingebunden werden.

denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen abgeglichen werden.

Klimaanpassung sichtbar machen, dafür

bestehendes Grün sichern und ergänzen

und Begrünung umgesetzt werden. Das beinhaltet auch die Prüfung der Freilegung verrohrter Gewässer (wie z.B. des Fischbaches) sowie das Anbieten von Brunnen mit Wasserspielfunktionen.

geeigneter Flächen durch die Stadt geprüft werden.

Grüne Dach- und Fassadenlandschaften

und Höfe ermöglichen und fördern

aktiviert und in Förderprogramme eingebunden werden.

niederschwelliger gestaltet werden.

sollen Vorbildcharakter für die gesamte Altstadt entfalten.

integriert werden.

Photovoltaik auf Dachflächen und

an Fassaden etablieren

Photovoltaik an Fassaden sind aktuelle innovative Lösungen zu nutzen.

Integration soll sichergestellt werden.

Regenwasser in der Altstadt zurückhalten

und lokal versickern lassen

werden, um Überlastungen bei Starkregen zu reduzieren und gleichzeitig das Mikroklima zu verbessern.

Abbildung 42

Erreichbarkeit

15.000.000

2023: 12.196.000

12.000.000

2019: 10.969.000 2024: 10.937.000 Lorenzkirche

9.000.000

2024: 6.260..800 Weißer Turm

6.000.000 2019:: 6.261.000

2023: 5.207.000

3.000.000

2019 2020 2021 2022 2023 2024

30 Fahrgastzahlen der U-Bahn-Stationen Lorenzkirche (blau) und Weißer Turm (pink)

Altstadt Mitte ist einer der am besten erreich- Radverkehr

baren Stadträume Nürnbergs. Die dichte Der Radverkehr spielt im Untersuchungsgebiet ÖPNV-Erschließung mit U-Bahn, Straßenbahn in eine doppelte Rolle: Einerseits bildet die Altstadt Randlage sowie zahlreichen Buslinien gewährleis- einen wichtigen Verknüpfungspunkt regionaler ten eine hohe Erreichbarkeit für Besucherinnen und überregionaler Radrouten. Andererseits ist die und Besucher ebenso wie für Beschäftigte. Die innere Durchquerung aufgrund der umfangreichen U-Bahn-Station Lorenzkirche stellt dabei den zen- Fußgängerzone und historischer Straßenprofile tralen Zugangspunkt dar und bindet das Gebiet nur bedingt möglich. Der Radverkehr weicht über mehrere Ausgänge direkt an die Einkaufs- daher überwiegend auf periphere Straßen aus. und Fußgängerzonen an. Gleichzeitig erzeugt der Im inneren Bereich der Altstadt verlaufen Radtemporäre Wegfall der Bushaltestelle Heilig-Geist- verbindungen über Nebenstraßen und Passagen, Spital eine spürbare Lücke in der Verbindung zwi- deren Auffindbarkeit und Beschilderung jedoch oft schen Altstadt-Nord und Altstadt-Süd, die derzeit unzureichend ist. Auch sichere Radabstellanlagen durch ein Rufbusangebot kompensiert wird. fehlen, insbesondere am Rand des Kerngebiets der Fußgängerzone sowie in den Bereichen mit stärke-

Mikromobilität rer Wohnnutzung, wie in der Brunnengasse und in

Ergänzende Angebote der Mikromobilität wie der Breiten Gasse. E-Scooter oder Leihfahrräder gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie reagieren auf die weiten Fußverkehr Wege innerhalb der ausgedehnten Fußgängerzone Der Fußverkehr dominiert die Altstadt Mitte. Die und auf topografische Herausforderungen zwi- unverwechselbare Innenstadtstruktur mit ihren stark schen Altstadtkern und Pegnitztal. Die geplante frequentierten Haupterschließungen schafft kurze Straßenbahnanbindung durch die „Altstadtque- Wege. Die Qualität der Wege variiert dabei jedoch rung“ könnte langfristig Direktverbindungen stark: Während zentrale Achsen barrierearm sind, verbessern, tangiert jedoch zugleich denkmalpfle- stellen historische Pflasterungen, Niveauunterschiede gerisch sensible Räume, sodass städtebauliche und und schmale Übergänge für ältere und mobilitätsfunktionale Abwägungen erforderlich bleiben. eingeschränkte Menschen weiterhin Hürden dar.

Abbildung 45

31 Viele verschiedene Verkehrsteilnehmende auf engem Raum (Theatergasse/Königstraße/Hallplatz)

Abbildung 43

Abbildung 44

VU-Gebiet U U-Bahn T Tram E-Scooter- VU-Gebiet Fernradweg Über Nebenstraße INSEK-Gebiet H Bus M Mobilpunkt Station INSEK-Gebiet Stadtnetz VAG Rad-Station Einzugsradien: 500m U-Bahn 400m Tram 300m Bus Freigabe Fußgängerzone ganztägig 18.30-10.30 Uhr, für Radvehrker: Sa. bis 10.00 Uhr ohne Freigabe 32 ÖPNV und Sharing-Angebote 33 Fuß- und Radverkehr

Abbildung 47

Abbildung 46

VU-Gebiet Maxtor, Laufer Tor Katharinengasse, VU-Gebiet E-Ladestation TG Tiefgarage INSEK-Gebiet Fürther Tor, Westtor Marientor, Königstor INSEK-Gebiet P Parkhaus Behindertenstellplätze FZ-Zone Sterntor, Färbertor, Hallertor, großflächige Parkplätze Bus: nur Ein-/Ausstieg Ludwigstor Neutor P Busparkplätze 34 Kfz-Verkehr 35 Ruhender Verkehr

Abbildung 48

Verschiedene Verkehrsarten auf engem Raum funktional notwendig. Die enge Verzahnung Konflikte entstehen an mehreren Stellen durch verschiedener Mobilitätsformen erfordert daher das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ver- eine fein austarierte Organisation, die Barrierekehrsarten auf engem Raum. Hohe Besucher- freiheit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität frequenzen, querender Radverkehr und punktuell gemeinsam denkt. durchfahrende PKW, etwa in der Adlerstraße oder der Vordere Ledergasse, erzeugen lokale Gleichzeitig birgt die Neugewichtung des MIV Sicherheitsrisiken. Chancen: Wo Anlieferverkehre optimiert und Parkraumerfordernisse anders organisiert werden, Hinzu kommt die Problematik der „Autoposer“- können Flächen für Fuß- und Radverkehr sowie für Szene in einzelnen Nebenstraßen, deren Fahrver- Aufenthaltsangebote neu gewonnen werden. halten zu Lärm, Unsicherheitsgefühlen und einer Beeinträchtigung der Aufenthaltsqualität beiträgt. Fazit Die Lage der Parkhäuser im direkten Umfeld der Insgesamt zeigt sich: Die Altstadt Mitte verfügt Fußgängerzone erschwert zusätzliche Verkehrs- über eine sehr gute Grunderschließung, steht aber beruhigungen, zeigt aber zugleich Potenziale für vor der Herausforderung, Mobilität, Sicherheit die Neuordnung des ruhenden Verkehrs und die und Aufenthaltsqualität in einem räumlich hoch Freisetzung von Straßenraum. verdichteten Umfeld miteinander zu vereinbaren. Eine klare Orientierung, die Stärkung nachhaltiger Bedarf an verschiedenen Mobilitätsformen Mobilitätsformen, die Entschärfung von Konflik- Die Altstadt Mitte ist bereits heute in großen ten und die bedarfsgerechte Weiterentwicklung Teilen autoarm, dennoch bleibt die Erreichbarkeit des Straßenraums sind zentrale Aufgaben, um für die Bewohnerschaft, für Menschen mit einge- die Altstadt als lebendiges, zugängliches und gut schränkter Mobilität und für den Lieferverkehr erreichbares Zentrum zu sichern.

Abbildung 49

Abbildung 50

VU-Gebiet St. Sebald INSEK-Gebiet St. Lorenz

36 PKW-Anzahl in der Altstadt (PKW je 1.000 Einwohnende) 37 PKW-Anzahl in der Altstadt (PKW je 1.000 Einwohnende) Quelle: Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und *% bezieht sich auf PKW-Bestand gesamtstädtisch: 48.797 Statistik für Nürnberg und Fürth

Abbildung 51

38 Eingang zur U-Bahn in der Lorenzer Passage

Erreichbarkeit

Erkenntnisse aus der Analyse

U Trotz sehr guter Verkehrsanbindung werden

Angebote der Mikromobilität nachgefragt

erschließt über dezentrale Ausgänge direkt das Untersuchungsgebiet und wird aktuell neugestaltet.

Verbindungslücke zwischen Altstadt Nord und Süd. Ersatzangebote wurden eingerichtet.

Direktverbindungen und bessere Erreichbarkeit der Altstadt, während die Mikromobilität das kleinräumige Angebot ergänzt und konsequent ausbaut.

Die Altstadt hat eine wichtige Verbindungs-

funktion für Fern- und Innenstadt-Radwege

Verbindungsfunktion für den Radverkehr und als Einkaufs- und Freizeitziel. Die Durchlässigkeit für den Radverkehr hat daher besondere Bedeutung.

Fußgängerfreundlichkeit und querender

Radverkehr stellen eine Herausforderung dar

Durchfahrbarkeit erfolgt größtenteils über ruhige Nebenstraßen und mit Einschränkungen durch die Fußgängerzone. Hier sind Beschilderungen und Netzverlauf teils schwer auffindbar. Sichere Radstellablagen fehlen insbesondere am Rande der Fußgängerzone.

fußgängerfreundlich. Allerdings erschweren Bodenbeläge und Topografie teils Barrierefreiheit und Erreichbarkeit.

Unterschiedliche Verkehrsarten auf engem

Raum führen punktuell zu Konflikten

was gelegentlich zu Konflikten vorwiegend zwischen Fuß- und Radverkehr, aber auch mit Kraftfahrzeugen führt

zusätzliche Risiken dar.

Verkehrsberuhigungsmaßnahmen entgegen.

Verkehrliche Anpassungen können

Flächenpotenziale in der Altstadt aktivieren

die Bewohnerschaft aber auch für Besucherinnen und Besucher bleibt gleichzeitig von hoher Bedeutung.

geringem Ausmaß Potenziale für alternative Nutzungen im Straßenraum generieren.

Burgenstraße

Regnitz Radweg

Paneuropa-Radweg H

ErlebnisRadweg Hohenzollern

Paneuropa-Radweg

Burgenstraße

H H Regnitz Radweg

Näge lein splatz

Mobilität

nd

Pocketpark Hauptmarkt Hans-Sachs-Gasse

Augustiner-

H Erreichbarkeit hof

Jakobus Radpilgerweg

Trödelmarkt H

Fazitkarte

Heilig-Geist-Spital Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt

Karl- Grillenberger-Straße Mühlgasse

Hintere Ledergasse

Adlerstraße

U Lorenzkirche

Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße

St. Lorenz

Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Turm

U Lorenzkirche

Brunnengasse

Breite Gasse

Weißer Turm

Jakobsplatz P fa T

c h K m ö

Dr.-Kurt-Schumacher-Straße ie d s g a s s

P Jakobus Radpilgerweg

Mauthalle n ig stra ß e

Bauhof Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt ß

H erstr

b e

är g

Plärrer F

T er

us ä art

Jakobus Radpilgerweg H

Opernhaus

Hbf

Burgenstraße

Regnitz Radweg

Paneuropa-Radweg H

ErlebnisRadweg Hohenzollern

Paneuropa-Radweg

Burgenstraße

H H Regnitz Radweg

Pocketpark Hauptmarkt Hands-Saiches-G aNsseürnbergerinnen Augustinerund Nürnberger:

H hof

Jakobus Radpilgerweg

Trödelmarkt H

Heilig-Geist-Spital

Unschlitt- Westtor platz • Mehr sichere Abstellmöglichkeiten für (Lasten-)Fahrräder. Insel Schütt

der Fußgängerzone.

om

un

ikation

Karl- Grillenberger-Straße Mühlgasse

B

ta

d

Hintere Ledergasse

Adlerstraße U U-Bahn U-Bahn Verteiler Lorenzkirche

U Lorenzkirche U-Bahn Verteiler Lorenzkirche

(gesperrt ab 02.2025)

H Bus

Vordere Ledergasse M Mobilpunkt Schlotfegergasse Karolinenstraße

E E P - - L r c

k d h r

/ io ie f g io

rage St. Lorenz Behindertenstellplätze Bus: nur Ein-/Ausstieg Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Großflächige Parkplätze Turm Fernradwege Stadtnetz

U P TG

U Lorenzkirche

Brunnengasse Strecken über ruhige Nebenstraßen U Passantenfrequenz: Breite Gasse hoch

Weißer Turm

mittel Jakobsplatz P niedrig fa T n n Fußgängerzone: n mit zeitlicher Einschränkungen freigegeben c h K ganztägig für Radverkehr freigegeben m ö

Dr.-Kurt-Schumacher-Straße ie d s g a s s

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h R dverkehr

P Jakobus Radpilgerweg

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Mauthalle n ig stra ß e

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Bauhof Ö ff b

Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt

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Pa r k k r h ä se b r il i tä t w au ic k b ln uen

P

us Durchgangsräume/Querverbindungen stärken ä art Passagen und Gässchen aufwerten Lücken in der ÖPNV-Verbindung schließen Konfliktpotenziale Kfz/Fußverkehr mindern

Jakobus Radpilgerweg H

Opernhaus

Hbf

Erreichbarkeit

Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen

Mobilität für Alle in der Altstadt

weiter verbessern

Stellplätze für die Bewohnerschaft gesichert werden.

barrierearmes ersetzt werden kann.

Erreichbarkeit durch Mikromobilität und

innovative Fortbewegungsformen stärken

mit eingeschränkter Mobilität oft beschwerlich. Zur Kompensation fehlender ÖPNV-Angebote in Nord-Süd-Richtung über das Pegnitztal sollen weitere kleinräumige Mobilitätsangebote und innovative Lösungen getestet werden.

Attraktive Verbindungen durch die Altstadt

schaffen und mit Zielen verbinden

auffindbar gemacht werden. Damit verbessert sich die Erreichbarkeit von Zielen in der Altstadt und gleichzeitig erlebt der öffentliche Raum eine Aufwertung.

(Verkehrsleitung, Kultur, Tourismus, Freizeit).

Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmenden

entschärfen

Raumgestaltung soll die Attraktivität einzelner Straßen für die „Autoposer“-Szene deutlich reduziert werden.

dabei gilt es, die Bedürfnisse aller Nutzenden – Bewohnerinnen und Bewohner, Besuchende, Touristinnen und Touristen, Gewerbetreibende und Lieferantinnen und Lieferanten – gleichermaßen zu berücksichtigen.

besonders bei Querungen.

Fahrradinfrastruktur verbessern

und ergänzen

Radverkehr verbessert werden. Das beinhaltet die Bereitstellung dezentraler Radabstellplätze.

werden.

Verkehrsflächen in der Altstadt

bedarfsgerecht weiterentwickeln

soll durchgeführt werden. Möglichkeiten zur Schaffung zusätzlicher Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum soll dabei geprüft werden.

soll an geeigneter Stelle geprüft werden, um im Straßenraum Flächenpotenziale für mehr Aufenthaltsqualität zu nutzen.

gebündelt und optimiert werden.

Abbildung 52

Wohnen, Bildung, Soziales und Gesundheit

Die Altstadt Mitte ist ein hoch verdichteter, niedrigschwellige Bewegungsangebote fehlen überwiegend wirtschaftlich geprägter Stadtraum, weitgehend. Das bestehende Beteiligungsproin dem Wohnen nur eine untergeordnete Rolle gramm laut! ist ein wichtiges strukturelles Elespielt. Die Sozialstatistik der Altstadt zeigt eine ment, das diese Zielgruppe sichtbar einbindet, und besondere Bevölkerungsstruktur: Ein sehr hoher räumlich fokussierte Wirkung entfaltet. Anteil an Einpersonenhaushalten, eine junge, überwiegend erwerbstätige Bevölkerung und eine Familien sowie Seniorinnen und Senioren mangelt überdurchschnittlich hohe Fluktuation prägen das es an wohnungsnahen Grünräumen, Spiel- und Gebiet. Dies entspricht dem Bild eines urbanen Bewegungsflächen oder ruhigen Aufenthaltsor- Kernstadtquartiers, das vor allem durch studien-, ten. Die Versorgung mit Bildungsinfrastruktur ist arbeitsplatz- und lebensphasenbedingte Kurzauf- insgesamt gesichert, jedoch fehlen Flächenpotenenthalte bestimmt ist. Klassische Wohnmilieus, ziale für einen dringend benötigten Kita-Standort wie sie in gemischt genutzten Altstadtquartie- innerhalb des Untersuchungsgebiets. ren zu finden sind, treten hier deutlich zurück.

Gleichzeitig gewinnen temporäre möblierte Hilfsbedürftige Menschen

Wohnformen wie „Monteurswohnungen“ oder Wie im vorhergehenden Kapitel Aufenthaltsqua- WG-Modelle mit unscharfer Abgrenzung zum lität und öffentlicher Raum bereits erläutert, wird gewerblichen Wohnen zunehmend an Bedeu- im Untersuchungsgebiet an vereinzelten räumtung. Sie sind mangels datenplausibler Erfassung lichen Hot Spots sichtbar, dass hilfsbedürftige Menschwer steuerbar und können Nutzungskonflikte schen, insbesondere obdachlose und suchtbelasmit dauerhaftem Wohnen verschärfen. Vor diesem tete Personen, auf wenig geeignete Rückzugsorte Hintergrund ist die künftige Rolle des Wohnens treffen. Fehlende Tagesaufenthalte, vandalismusim Untersuchungsgebiet noch nicht abschließend sichere Toiletten und wettergeschützte Bereiche definiert und bedarf fachlicher wie politischer Klä- führen zu Nutzungskonflikten, insbesondere an rungen. Wohnnutzung bleibt damit ein sensibles, stark frequentierten Knotenpunkten wie Königsaber strategisch relevantes Thema für die zukünf- torpassage oder im Umfeld leerstehender Objekte. tige Funktionsfähigkeit der Altstadt Mitte. Diese Problemlagen überlagern das generelle Defizit an konsumfreien und dauerhaften Aufent- Soziale und gesundheitliche Infrastruktur haltsorten für unterschiedliche Zielgruppen. Eine besondere Bedeutung kommt im Gebiet der sozialen und gesundheitlichen Infrastruktur zu. Die Netzwerk lokaler Akteurinnen und Akteure Altstadt weist eine außergewöhnlich hohe Dichte Die Altstadt Mitte vereint stark genutzte, breite an Facharztpraxen und medizinischen Dienstleis- Einkaufsstraßen mit kleinteiligeren Nebenlagen. tungen auf, die weit über den lokalen Bedarf hin- Diese räumliche Mischung erzeugt unterschiedliche aus die gesamte Innenstadt versorgen. und trägt Rahmenbedingungen für soziale Infrastruktur: zugleich zur Belebung der Innenstadt bei, da sie Entlang der Hauptachsen verhindern hohe Mieten zusätzliche Besucherfrequenzen erzeugt. Gleichzei- und Flächendruck eine verlässliche Unterbringung tig führt sie zu vermehrtem Bring- und Holverkehr sozialer Angebote, während in ruhigeren Bereiund verstärkt damit die Belastungen an beste- chen geeignete, barrierefreie Räume nur begrenzt henden infrastrukturellen Engstellen. Ergänzende verfügbar sind. Dadurch entstehen strukturelle soziale Beratungs- und Unterstützungsangebote Hürden für dauerhafte, niedrigschwellige Begegsind vorhanden, reichen jedoch angesichts sozialer nungs- und Unterstützungsangebote. Unter diesen Problemlagen nicht aus. Bedingungen gewinnt die Vernetzung lokaler Akteurinnen und Akteure an Bedeutung. Koope-

Angebote für alle Generationen rationen zwischen Quartiersmanagement, sozialen

Kinder, Jugendliche und ältere Menschen finden Trägern, Schulen, Kulturakteuren, Gewerbetreinur begrenzt adressatengerechte Angebote. benden und Zivilgesellschaft bieten Potenziale, Für Jugendliche ist die Altstadt ein zentraler um soziale Bedarfe frühzeitig zu erkennen und Treffpunkt, doch sichere, konsumfreie Orte oder gemeinschaftlich zu bearbeiten.

Abbildung 53

41 Marktstände vor St. Lorenz mit Blick in die Karolinenstraße, ein beliebter Treffpunkt für Alle

Fazit Dienstleistungen stark von älteren Menschen

Insgesamt zeigt sich: Altstadt Mitte ist ein funk- frequentiert. Die Weiterentwicklung des Gebiets tional stark beanspruchter Stadtraum, dessen erfordert nicht primär neue großflächige Einrich- Lebensumfeld geprägt ist von einer überwiegend tungen, sondern passgenaue, kleinteilige und jungen, mobilen Wohnbevölkerung, temporären niedrigschwellige Maßnahmen, die unterschiedli- Wohnformen und hohen sozialen Anforderun- che Nutzungsansprüche miteinander in Einklang gen. Gleichzeitig wird das Gebiet angesichts der bringen und den öffentlichen Raum als sozialen breiten Angebotspalette auch an gesundheitlichen Anker stärken.

Haushaltsgrößen in der Altstadt (2024) Altersstruktur in der Altstadt (2024)

Einwohnende: 14.365, Haushalte 10.251 Einwohnende: 14.365

18-29 Jahre 14,7% 1-Person 70,4% 2-Personen 20,3% 3-Personen 5,7% 4-Personen

25,3% 0-17 Jahre

65+ Jahre 8,5%

1,0% 2,6% 5+ Personen

39 Haushaltsgrößen in der Altstadt (2024), 40 Alterstruktur in der Altstadt (2024), Quelle: Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Quelle: Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth Statistik für Nürnberg und Fürth 51,4% 30-64 Jahre

Wohnen, Bildung, Soziales und Gesundheit

Erkenntnisse aus der Analyse

Wohnnutzung spielt eine untergeordnete

Rolle im Nutzungsmix

Einzelhandel, Gastronomie, Tourismus und Aufenthalt dominieren. Dauerhaftes Wohnen spielt eine untergeordnete Rolle.

zusätzlichen sozialen Infrastruktur im Untersuchungsgebiet sind in Diskussion.

Temporäre Wohnformen

gewinnen an Bedeutung

WG-Modelle) mit unscharfer Abgrenzung zum gewerblichen Wohnen.

Nutzungskonflikte mit klassischen Wohnformen bergen und zu steigenden Mieten führen.

Ein dichtes Angebot an medizinischer

Versorgung prägt die Altstadt

stark vertreten.

Fußgängerzonen regen Hol- und Bringverkehr.

Jugendliche sind eine wichtige Nutzergruppe des

öffentlichen Raums in der Altstadt

Zielgruppenspezifische, konsumfreie Angebote wie sichere, konsumfreie Orte, niedrigschwellige Bewegungsangebote oder Lern- und Bildungsangebote fehlen.

und Jugendgerechtigkeit in der Altstadt. Es existiert ein etabliertes Angebot an Beteiligungsstrukturen wie die Kinderversammlungen, laut! und die Nutzungsbeteiligungen für Spiel- und Aktionsflächen.

Angebote für Familien und ältere Menschen

sind begrenzt

und Begegnungsorte für Familien und ältere Menschen (Spielplätze, Aktions- und Bewegungsflächen, Sitzgelegenheiten, Grün- und Freiflächen etc.) nur untergeordnet vorhanden.

nach einem geeigneten Standort zur Schaffung weiterer Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze kommt besondere Bedeutung zu.

Hilfsbedürftige Personen stellen soziale

Infrastruktur vor Herausforderungen

Orten mit funktionalen und gestalterischen Defiziten.

öffentlichen Toiletten ist begrenzt.

Nägeleinspl

fatzeld

Lebensum

Pocketpark Hauptmarkt Hans-Sachs-Gasse

Augustinerhof

Fazitkarte

Trödelmarkt

Heilig-Geist-Spital Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse

Adlerstraße

Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße

St. Lorenz

Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Turm

Brunnengasse e K ß ö

Jakobsplatz F är b erstr a Breite Gasse

P fa n ig stra ß e Lorenzer Straße

c h

ie d Dr.-Kurt-Schumacher-Straße s g ehem. Kaufhof

Mauthalle Bauhof Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt

ß erstr b e F är g er us ä art

Pocketpark Hauptmarkt Hands-Saiches-G aNsseürnbergerinnen Augustinerund Nürnberger: hof

Trödelmarkt

Heilig-Geist-Spital (auch) als Alltags-Stadt gestalten. Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse

Adlerstraße

Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße

St. Lorenz

Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer

Turm Bestand

Brunnengasse Kinder- und jugendrelevante e K Aufenthaltsorte ß ö

Jakobsplatz F är b erstr a Breite Gasse P fa n ig stra ß e er Straß Ö ff

L ore nz

g b b ä ä b d d li c h B il ld l r g / g r b h al ngs-

n Gebäude mit Einrichtungen des Gesundc h heits-/Sozialwesens und/oder Arztpraxen ie Gebäude mit Beherbergungsangeboten d Dr.-Kurt-Schumacher-Straße s g s e ehem. Kaufhof G

Ö ff b b ä ä d d lic h r W

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Mauthalle Bauhof Gewässer Umgriff Altstadt Mitte Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt

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a Potenziale

erstr b e F är er g ass P r z r l c r h ä b r f ü r W un d h h it ss f c h ld w g r p lt k g

us Suchraum für Standorte sozialer ä art Infrastrukturen Plätze gestalten Pocketparks prüfen

Wohnen, Bildung, Soziales und Gesundheit

Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen

Entwicklung des Wohnens beobachten

und steuern

werden, um Nutzungskonflikte und wohnungswirtschaftliche Auswirkungen zu begrenzen.

Untersuchungen durchgeführt und Grundsatzbeschlüsse gefasst werden.

gezielt gesteuert werden.

Bildungsangebote für alle Generationen

ausbauen

z. B. Lernräume, Experimentier- und Kreativräume.

Soziale Infrastruktur

stärken

sozialer Beratung und Unterstützung ausgebaut werden.

soziale Infrastrukturbedarfe, insbesondere für einen Kita-Standort, Berücksichtigung finden.

identifiziert und interdisziplinär geprüft werden. Entsprechende räumliche Angebote sollen geschaffen werden.

Konsumfreie Aufenthaltsorte

für Alle schaffen

alle Nutzergruppen entstehen. Diese sollen auch für vulnerable Gruppen nutzbar sein. Eine Dauerbelegung durch einzelne Zielgruppen sind auszuschließen.

alle Generationen an geeigneten Orten soll vorangetrieben werden.

qualitative und inklusive Ausstattung aufgewertet werden.

Akteure vernetzen und Engagement

fördern

Zivilgesellschaft sollen weiter miteinander vernetzt werden, um Synergien zu nutzen und lokale Akteurinnen und Akteure zu aktivieren.

Förderprogramme, sind zu stärken und sichtbarer zu machen. Ziel ist es, bürgerschaftliches Engagement, Nachbarschaftsprojekte und eine kooperative Stadtentwicklungskultur zu fördern.

Abbildung 54

Umfeld

Der ehemalige Kaufhof ist eines der städte-

baulich bedeutendsten Gebäude der Lorenzer Belebung durch Zwischennutzungen

Altstadt. Durch seine Größe, die prominente Lage Die bereits umgesetzten und geplanten Zwian der Königstraße und die direkte Verknüpfung schennutzungen im Erdgeschoss – unter anderem mit wichtigen Fußgängerströmen prägt er seit Formate von WÖHRL, IKEA, Beets&Roots sowie Jahrzehnten die Wahrnehmung des südlichen Kultur- und Veranstaltungsnutzungen – zeigen, Innenstadtbereichs. Seit dem im Sommer 2023 dass temporäre Belebung im Kaufhof sehr gut eingetretenen Leerstand infolge der Karstadt- funktioniert. Sie stabilisieren den Standort, ver- Kaufhof-Insolvenz hat sich das Gebäude, gemein- hindern Trading-Down-Effekte und stärken die sam mit dem bereits seit Jahren leerstehenden Wahrnehmung des Ortes als Möglichkeitsraum.

„City-Point“, zu einem zentralen Transformations-

raum entwickelt, dessen Zukunft maßgeblichen Auch die geplanten Hochschulnutzungen der Einfluss auf die Funktionsfähigkeit und Attraktivi- Technischen Universität Nürnberg (TU Nürnberg)

tät des gesamten Quartiers hat. im Rahmen der Markterkundung unterstreichen

das Potenzial, neue Publikumsgruppen dauerhaft Auswirkungen auf umgebende Straßenräume in die Altstadt zu bringen. Besonders sichtbar werden die Auswirkungen in den angrenzenden Straßenräumen, etwa in Teilen Fazit der Pfannenschmiedsgasse, der Breiten Gasse Durch die Kombination aus städtischer Steuerung, und am Übergang zur Königstraße, wo fehlende strategischer Partnerwahl und enger Verzahnung Belebung und abgeschlossene Fassaden zu gestal- mit privaten Eigentümerinnen und Eigentümern terischen und funktionalen Herausforderungen entsteht ein einmaliges Fenster für eine Transforführen. Müll, unklare Wegebeziehungen und mation, die weit über das Gebäude selbst hinauspunktuell wahrnehmbare soziale Problemlagen reicht. Der ehemalige Kaufhof und sein Umfeld verstärken diese Effekte. ist eines der großen Entwicklungspotenziale in der Lorenzer Altstadt und wird damit zum Hebel Damit ist das Areal in seiner heutigen Form ein für die städtebauliche Neuordnung eines ganzen struktureller Schwachpunkt inmitten einer sonst Innenstadtquartiers mit Bedeutung für Nutzungssehr leistungsfähigen Innenstadtlage, zugleich mischung, Durchwegung, Aufenthaltsqualität, Beginn Pop-Up-Kaufhof Wöhrl, Ikea, Beets & Roots usw. aber der größte zusammenhängende Entwick- Ökonomie und das historische Stadtbild der Loren- ab 09/2025 lungsspielraum der Altstadt. zer Altstadt. Besitzübergang Start Zukunftsmusik 10/2024

Chance durch Zwischenerwerb

Unterschrift Kaufvertrag

Mit dem strategischen Zwischenerwerb der Stadt 07/2024 Nürnberg wird erstmals seit Jahrzehnten die Mög- Projektdesign „Kleine Lösung“ lichkeit geschaffen, die Entwicklung des gesamten musik Areals von Kaufhof, City-Point, Kaufhof-Parkhaus und Zeughaus in einem integrierten „Große- Lösung“-Ansatz zu steuern.

Insolvenz Erwerb
2023 202 4
Insolvenz E

Dieser Quartiersansatz eröffnet Chancen für neue Projektdesign „Große Lösung“ Querbeziehungen, attraktive Erdgeschosszonen, bessere Anbindungen an Pfannenschmiedsgasse Vergabe Konzeptstudie 4. Quartal 2024 und Hallplatz sowie die Schaffung neuer Aufenthalts-, Grün- und Kulturflächen. Die laufenden Konzeptstudien und das geplante Auswahlverfahren bilden hierfür den fachlichen und strategischen Rahmen.

42 Projektdesign Entwicklung Kaufhof

Abbildung 55

43 Zwischennnutzung des ehemaligen Kaufhofgebäudes durch ein Pop up Projekt

Beginn Pop-Up-Kaufhof Gremienbeschluss und Vertragsabschluss

Wöhrl, Ikea, Beets & Roots usw. Verkauf und Entwicklungspartnerschaft ab 09/2025 Ende 2026 / Anfang 2027

Zukunfts

musik Umbau Pop-Up-Zwischennutzung Kaufhof

2 025 20 26 20 27 20

28 ab 2029

Konzeptstudie Partner-/Käufersuche

Planung und Realisierung Zeughausquartier (mögliche Große Lösung)

Stufe III > Vertragsphase

Verhandlung und Abschluss Kaufvertrag mit Auflagen

Präsentation Konzept-

studie und Auswahl von zu Stufe II > Auswahlverfahren

vertiefenden Kponzept(en) Konzept/Preis/Vertrag

durch den Stadtrat Entwicklungspartnerschaft

  1. Quartal 2025 mit VKB

Vergabe Stufe I > Marktsondierung

Transaktionbegleitung Erarbeitung & Prüfung Marktgängigkeit eines

Recht und Steuer Auswahlverfahrens im Dialog mit Entwicklern

09/2025 ab 10/2025 mit Expo Real

Umfeld

Erkenntnisse aus der Analyse

Zentrale Leerstände haben negative

städtebauliche Auswirkungen

beeinflussen die städtebauliche und funktionale Situation im Herzen der Lorenzer Altstadt erheblich.

aktivierten Erdgeschosszonen, fehlender sozialer Kontrolle sowie punktuellen Problemen durch Vermüllung und Obdachlosigkeit führt zu einem wahrnehmbaren Qualitätsverlust im unmittelbaren Umfeld des Untersuchungsgebiets.

Ganzheitliche Entwicklung des Quartiers birgt

große Chancen

Nutzungsideen. Die Entwicklung des Quartiers bietet die große Chance für die Realisierung einer zeitgemäßen Idee einer zukunftsfähigen Innenstadt. Die Stadt Nürnberg ist durch den Zwischenerwerb des ehem. Kaufhofs in einer besonderen Steuerungsposition.

Zwischennutzungskonzepte

funktionieren

die Revitalisierung der Erdgeschosse durch Pop-up-Handel und Gastronomie – haben bereits gezeigt, dass belebte Nutzungen einen deutlichen Beitrag zur Stabilisierung des Umfelds leisten und somit wesentlich zur Verhinderung eines anhaltenden Trading-Down-Prozesses beigetragen.

Orientierungsrahmen für

die zukünftige Entwicklung

u. a. durch Kultur-, Handels-, Bildungs- und Gastronomienutzungen.

• Prüfung markthallenartiger Formate als möglicher Frequenz- und

Aufenthaltsanker.

• Erhebliche Steigerung der Passantenfrequenzen im gesamten Quartier durch

gezielt platzierte, publikumswirksame Nutzungen (z. B. Kongress, Bildung,

Hotel, Gastronomie, attraktive öffentliche Räume). Diese Frequenzwirkungen

sind integraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Innenstadt und sollen bei

Nutzungsverteilung und Gebäudeadressierung berücksichtigt werden.

• Nutzung und Begrünung von Dachflächen unter Berücksichtigung baulicher

und denkmalschutzrechtlicher Belange.

Dachgarten/Dachterrasse) zu integrieren.

• Stärkung der Adresse Königstraße und Adressbildung zur Breiten Gasse

durch klar definierte Ein- und Aufgänge und eine hochwertige und belebte

Erdgeschosszone mit größtmöglicher Transparenz.

• Qualitative, öffentlich zugängliche Aufenthalts- und Grünbereiche in den

rückwärtigen und heute untergenutzten Hofbereichen – insbesondere am

City-Point zum Hallplatz – prüfen und integrieren, sofern dies städtebaulich

und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Begrünung und hochwertige Möblierung.

• Integration des Zeughauses und der Mauthalle als möglicherweise öffentlich

nutzbarer Baustein (z. B. Kultur, Bildung, Ausstellung, Stadtgesellschaft).

Karolinenstraße

Kaufhof und n e h ässc g n e d el H Umfeld Brunnengasse oom-in Neugestaltung Breite Gasse – BA3 Aufwertung Fassaden Breite Gasse an der Breite Gasse Durchweg Anknüpfu Wegeführ vorhande Erschließu Hofgestaltung Maßs typol P Prüfung Abriss Anbau Mitbetrachtung Zukunft Parkhaus Wiederherstellung Frauengasse Freistellung Etablierung Nachnutzu Öffnung Erd- geschosszone Aufwertung Straßenseite PotenzialeKornmarkt Hallplatz Öffentlichen Raum aufwerten Räume für Bäume identifizieren Gestaltung Um westl. Hallplatz an Plätze gestalten P Parkhäuser entwickeln (sü Abriss prüfen Mikromobilität ausbauen Erdgeschoss öffnen Fassade gestalten Sichtachsen akzentuieren Bestand Nutzungsmischung stärken Eingangssituationen attraktivieren Trinkwasserbrunnen Neuge Durchgangsräume/Querverbindungen Kunst-/Zierbrunnen Graser stärken Bestandsbäume Kühle Achsen einrichten Fußgängerzone Fassaden begrünen Baudenkmäler Dachflächen begrünen Gebäude Höfe gestalten Umgriff Altstadt Mitte

PotenzialeKornmarkt Öffentlichen Raum aufwerten Räume für Bäume identifizieren Plätze gestalten P Parkhäuser entwickeln Abriss prüfen Mikromobilität ausbauen Erdgeschoss öffnen Fassade gestalten Sichtachsen akzentuieren Bestand Nutzungsmischung stärken Eingangssituationen attraktivieren Trinkwasserbrunnen Durchgangsräume/Querverbindungen Kunst-/Zierbrunnen stärken Bestandsbäume Kühle Achsen einrichten Fußgängerzone Fassaden begrünen Baudenkmäler Dachflächen begrünen Gebäude Höfe gestalten Umgriff Altstadt Mitte

St. Lorenz Neuordnung Marktstände

Kaufhof und Umfeld Brunnengasse oom-in

z

Neugestaltung Pfannenschmiedsgasse P fa Neugestaltung n n K e ö Breite Gasse – B

B A

re ite Gasse n sch m ie d sg P A r d ü r f e u s n sb g i l b d e u s n se g r B n r eite Prüfung untersc n i

h g str ß e dlisse Gasse/Anknüpfung cher Fassadengestalan die Königstraße tungen

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tab und Gebäude- Neugestaltung ogie prüfen Weikertsgässchen Verstigung von Zwischennutzungen bis zur finalen Entwicklung Prüfung markthallenartiger Formate als P af möglicher Frequenze n und Aufenthaltsanker hcs

ei Zeughaus, ess a gs d An der Mauthalle geeigneter ng(en) Neugestaltung An der Mauthalle Mauthalle

Hallplatz

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dliche Lage)

Klaragasse

staltung Aufwertung sgasse Königstraße

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Karolinenstraße

St. Lorenz Neuordnung Marktstände

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Hallplatz Kornmarkt Hallplatz K ö ig

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(südliche Lage)

Klaragasse

Neugestaltung Aufwertung Grasersgasse Königstraße

dr er e Maßstab: 1 : 1.000 etS nr g ess 75

g

as Neugestaltung

Umfeld

Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen

Kaufhof-Eigentum als städtebaulichen Hebel

gezielt nutzen

und unter Berücksichtigung öffentlicher Interessen voranzubringen.

Abstimmung mit der Versicherungskammer Bayern (VKB) als Eigentümerin des City-Point zu gestalten.

Städtebauliche Potenziale erkennen,

fixieren und sichern

abgestimmt und gezielt verfolgt werden.

Quartiersprozess weitergeführt werden, an dem sich die Stadt Nürnberg als aktive Partnerin beteiligt.

qualitätsvolle und langfristig tragfähige Quartiersentwicklung sicherzustellen. Dieser kooperative Entwicklungsprozess ist entscheidend, um städtebauliche, funktionale und klimatische Ziele dauerhaft zu sichern und Synergien zwischen den Gebäudeteilen bestmöglich zu nutzen.

Zwischennutzung fortführen

und ggf. verstetigen

Erdgeschosses weitergeführt und danach evtl. verstetigt werden.

Mixed Use, Frequenz und urbane

Lebendigkeit stärken

Attraktivität der Altstadt stärkt. Diese Chance soll gezielt genutzt werden.

halböffentliche Bereiche ergänzt werden.

Verzahnung von VU und

Verkaufsprozess des Kaufhofs

Städtebauförderung und die sanierungsrechtliche Genehmigungsfähigkeit. Ein enger Abgleich mit dem laufenden Prozess der Konzept- und Investorenauswahl der Stadt Nürnberg ist von zentraler Bedeutung und soll sichergestellt werden.

städtebaulichen, funktionalen und klimatischen Anforderungen – in qualitätssichernde Verfahrensschritte überführt werden und einen verbindlichen strategischen Rahmen für die weitere Quartiersentwicklung bilden.

Übersicht

Sanierungsziele

Die Sanierungsziele bündeln die zentralen

Handlungsbedarfe der integrierten Analyse

und übersetzen sie in strategische Leitlinien

für die zukünftige Entwicklung im Bereich

Altstadt Mitte. Sie formulieren den Rahmen,

an dem sich Projekte, Entscheidungen und

Prioritäten im weiteren Verfahren ausrichten

müssen, um die vom Baugesetzbuch

vorgegebene einheitliche Vorbereitung

und zügige Durchführung der Sanierung

zu gewährleisten. Damit bilden sie das

verbindliche Fundament für eine koordinierte,

fachübergreifende Sanierungspraxis im

künftigen Sanierungsgebiet.

Vielfalt und Nutzungsmischung der Altstadt

hcrud

stärken

ximsgnuztuN

Kulturelle, sportliche und weitere,

besucherrelevante Angebote ausbauen

muarsinbelrE

Inhabergeführte Geschäfte vernetzen und stärken

Leerstand aktiv steuern und vermeiden sowie

Trading Down verhindern

Entwicklung des ehemaligen Kaufhofs

aktiv gestalten

Neue Strategien für ein kohärentes und

muaR

nutzerfreundliches Raumgefüge entwickeln

tätilauqstlahtnefuA

Fußgängerzone weiterentwickeln, vernetzen und

differenziert gestalten

rehciltneffö

Hochwertige konsumfreie Aufenthalts- und Begegnungs-

orte etablieren

Temporäre Gestaltung, Begrünung und Möblierung

weiter erproben

Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls als

dnu

Grundlage der Aufenthaltsqualität

Ressourcen für Sicherheit und Sauberkeit bereitstellen

Verschattungswirkung von Bäumen

hoch gewichten

amilK

Integrierte Planungskonzepte etablieren und umsetzen

Klimaanpassung sichtbar machen, dafür bestehendes

Grün sichern und ergänzen

dnu

Grüne Dach- und Fassadenlandschaften und Höfe

ermöglichen und fördern

nürG

Photovoltaik auf Dachflächen und an Fassaden integrieren

Regenwasser in der Altstadt zurückhalten und lokal

versickern lassen

Mobilität für Alle in der Altstadt weiter verbessern

Erreichbarkeit durch Mikromobilität und innovative

tiekrabhcierrE

dnu

Fortbewegungsformen stärken

Attraktive Verbindungen durch die Altstadt schaffen und

tätiliboM

mit Zielen verbinden

Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmenden entschärfen

Fahrradinfrastruktur verbessern und ergänzen

Verkehrsflächen in der Altstadt bedarfsgerecht

weiterentwickeln

Entwicklung des Wohnens beobachten und steuern

dlefmusnebeL

Bildungsangebote für alle Generationen ausbauen

Soziale Infrastruktur stärken

Konsumfreie Aufenthaltsorte für Alle schaffen

Akteure vernetzen und Engagement fördern

Kaufhof-Eigentum als städtebaulichen Hebel

dlefmU

gezielt nutzen

Städtebauliche Potenziale erkennen, fixieren und sichern

dnu

Mixed Use, Frequenz und urbane Lebendigkeit stärken

fohfuaK

Zwischennutzung verstetigen und während der

Planungsphase sicherstellen

Verzahnung von VU und Verkaufsprozess des Kaufhofs

Integrierter

Rahmenplan

Der integrierte Rahmenplan konkretisiert

die Sanierungsziele räumlich und zeigt auf, wo und wie Entwicklungsschwerpunkte,

Maßnahmen und Projekte im Gebiet umgesetzt

werden können. Er dient als übergeordnetes

Steuerungsinstrument, das städtebauliche,

freiraumplanerische, verkehrliche und soziale

Aspekte zusammenführt und die langfristige

Entwicklungsrichtung des Gebiets Altstadt

Mitte strukturiert sichtbar macht.

Pocketpark Hans-Sachs-Gasse Hauptmarkt

Maxbrücke Augustinerhof

Integrierter

Trödelmarkt

Rahmenplan

Westtor Unschlittplatz ekcürbslraK Fleischbrücke Museu msbrücke Heilig-Geist-Spital

Insel Schütt

Entwicklung Park- Karl-Grillenberger-Straße Mühlgasse

haus Adlerstraße

P

Hintere Ledergasse Ka g st g ä lt sc h g en N Ad eu le g r st r ß lt ung

Lo re g z ta r lt P ss g a ge Gestaltung Unterer Bergauerplatz

Adlerstraße Pocketpark Neugestaltung Nonnengasse Josephsplatz

Neugestaltung Platzraum Neugestaltung Königstraße Vordere Ledergasse N Lu d w ge ig p al l tz ng Karolinenstraße Ka r g li ta l r aß g Schlotfegergasse

P N o ü l r iz n e b i e in r s g p -M ek i t t i t o e n

Umgestaltung A Br f w r tu g g sse St. Lorenz N Lo e r u e g n e z s e t r a P lt l u a n tz g Katharinengass P c r k ie tp to r r z k winger

Abbildung 56

Weißer Hefnersplatz Neuordnung Turm Marktstände

Brunnengasse

U Ja m ko g b e s s p ta la lt t u z ng Fä r b g rs r lt ß ng Breite Gasse N Pf e a u n g n e e s n ta sc lt h u m n i g edsgasse Königstraße

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P

Neugestaltung Platzraum Dr.-Kurt-Schumacher-Straße B Ze g lic h h u s Anpassung N Kö e n u i o g r s d t n ra u ß n e g

Neugestaltung Wiederherstellung An der MMaautuhtahllaelle Bauliche Anpassung Bauhof Frauengasse Mauthalle Jakobstraße Hallplatz

Kornmarkt Umgestaltung Neugestaltung Hallplatz westl. Hallplatz

P r o je k t v o rschläge und Färberstraße P o te n z i a le Öffentlichen Raum aufwerten Kühle Achsen einrichten Plätze gestalten Neue Trinkwasserbrunnen Sichtachsen akzentuieren Fassaden begrünen Fußgängerzone erweitern Neu-/Ersatzpflanzungen vornehme Nutzungsmischung stärken Dachflächen begrünen Kaufhof und Umfeld weiterentwickeln Höfe gestalten Eingangssituationen attraktivieren Räume für Bäume identifizieren Durchgangsräume/Querverbindungen P Parkhäuser entwickeln stärken Mikromobilität ausbauen Pocketparks etablieren

B

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Umgestaltungsmaßnahmen Trinkwasserbrunnen Neugestaltung Künstlern Kunst-/Zierbrunnen Luitpoldstraße haus Bestandsbäume F B ß

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Öffentliche Grünflächen Gewässer Umgriff Altstadt Mitte Museum platz

Pocketpark Hans-Sachs-Gasse Hauptmarkt

Maxbrücke Augustinerhof

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Westtor Unschlittplatz ekcürbslraK Fleischbrücke Museu msbrücke Heilig-Geist-Spital

Insel Schütt

Entwicklung Park- Karl-Grillenberger-Straße Mühlgasse

haus Adlerstraße

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Hintere Ledergasse Ka g st g ä lt sc h g en N Ad eu le g r st r ß lt ung

Lo re g z ta r lt P ss g a ge Gestaltung Unterer Bergauerplatz

Adlerstraße Pocketpark Neugestaltung Nonnengasse Josephsplatz

Neugestaltung Platzraum Neugestaltung Königstraße Vordere Ledergasse N Lu d w ge ig p al l tz ng Karolinenstraße Ka r g li ta l r aß g Schlotfegergasse

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Weißer Hefnersplatz Neuordnung Turm Marktstände

Brunnengasse

U Ja m ko g b e s s p ta la lt t u z ng Fä r b g rs r lt ß ng Breite Gasse N Pf e a u n g n e e s n ta sc lt h u m n i g edsgasse Königstraße

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Neugestaltung Platzraum Dr.-Kurt-Schumacher-Straße B Ze g lic h h u s Anpassung N Kö e n u i o g r s d t n ra u ß n e g

Neugestaltung Wiederherstellung An der MMaautuhtahllaelle Bauliche Anpassung Bauhof Frauengasse Mauthalle Jakobstraße Hallplatz

Kornmarkt Umgestaltung Neugestaltung Hallplatz westl. Hallplatz Färberstraße Kartäusergasse g rs g ta l ng

Neugestaltung Künstler- Luitpoldstraße haus

r ion an al sches Grasersgasse museum

Museum platz Maßstab: 1 : 2.500

Umsetzung

Um die Entwicklung der Altstadt Mitte über

mehrere Jahre strategisch, koordiniert und

investitionswirksam zu steuern werden aus den

Sanierungszielen und Handlungsempfehlungen

in den einzelnen Handlungsfeldern konkrete

Realisierungsansätze zur Umsetzung abgeleitet.

Das Investitionsprogramm listet anschließend

im Sinne der vom Baugesetzbuch und vom

Zuschussgeber geforderten Kosten- und

Finanzierungsübersicht alle räumlichen und

thematischen Maßnahmen der Vorbereitenden

Untersuchungen auf. Die einzelnen Projekte

werden zudem in Steckbriefen ausformuliert.

Erlebnisraum durch Nutzungsmix

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

Vielfalt und Nutzungsmischung der Altstadt stärken

1.1 Die Vielfalt der Altstadt ist ihre wesentliche Stärke. ≥ Weiterentwicklung des Ansiedlungsmanagements und gezielte Das Nutzungsangebot soll weiter ausgebaut und für Ansprache neuer Marken sowie attraktiver Angebote zur alle Zielgruppen noch attraktiver gestaltet werden, Stärkung der Besucherfrequenzen insbesondere auch nach Ladenschluss. Die Förderung von ≥ Profilbildung für die Einkaufsstraßen zur klareren Mixed-Use-Konzepten sollen intensiviert werden. Positionierung unterschiedlicher Nutzungs- und Angebotscluster ≥ Aktive Förderung einer vielfältigen Nutzungsmischung aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen, Kultur und Wohnen zur Belebung der Innenstadt über den gesamten Tagesverlauf Fortschreibung des Vergnügungsstättenkonzeptes, ≥ z. B. zur Steuerung von Spielhallen und Wettbüros Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes, z. B. zur Steuerug von 24h Automatenläden

1.2 Die Interessen und Belange der Bewohnerschaft (z. B. ≥ Etablierung und Sicherstellung eines regelmäßigen Austausches Lärmschutz) müssen dabei besonders berücksichtigt zwischen Bewohnerschaft, Veranstaltern, Sicherheitsakteuren werden und durch den Nutzungsmix verursachte Konflikte und ansässigen Unternehmen (z. B. Lärmschutz) sollen frühzeitig gesteuert werden.

1.3 Laufende Projekte, die den Nutzungsmix in der Altstadt ≥ Weiterentwicklung der Ideen „Jüdische Begegnungsstätte“ und erhöhen, sollen weiterverfolgt und neue Ideen geprüft „Zirkuläres Kaufhaus“ werden. ≥ Prüfung der Initiierung neuer zeitgemäßer Ansätze zur Stärkung des Nutzungsmixes, insbesondere im Bereich Kaufhof/City-Point

Kulturelle, sportliche und weitere besucherrelevante Angebote ausbauen

2.1 Veranstaltungen und attraktive Angebote, die zur Qualität ≥ Prüfung von Maßnahmen zur Stärkung sportlicher und Attraktivität der Altstadt beitragen, sollten gezielt Aktivitäten, wie z. B. gefördert werden - flankiert durch eine sicherheits- und ≥ Anpassung der Streckenführung des konfliktorientierte Abwägung zu deren Art, Umfang und Metropolmarathons/Stadtlaufs Lage. ≥ Kriteriumskurs Radrennen als teilweise innerstädtische Veranstaltung ≥ Sport-Mitmachtag als Präsentationsmöglichkeit für Sportvereine ≥ Arbeitsgruppe „Sport in der Altstadt“ ≥ Fortsetzung bewährter Formate wie „Erfahrungsfeld goes Innenstadt sowie Entwicklung neuer zeitgemäßer Formate und Angebote zur Schaffung von Besuchsanlässen ≥ Etablierung von Infrastruktureinrichtungen für Marktstände (Strom-, Wasserversorgung, Fettabscheider, Müllentsorgung, etc.)

2.2 Sichtbarmachung des Erlebnisraums Altstadt für ≥ Eine gute Kommunikation des Angebots und der Einheimische und Gäste Veranstaltungen für Einheimische und Gäste über den Erlebnisraum Altstadt in digitaler Form weiter ausbauen. Wegeleitsystem optimieren

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

Inhabergeführte Geschäfte vernetzen und stärken

3.1 Der rückläufige Zahl kleiner Einzelhandelsgeschäfte ≥ Ausbau von Dialogformaten, wie z. B. das sollte durch bessere Sichtbarkeit und Vernetzung aktiv „Immobiliennetzwerk Innenstadt“ entgegengewirkt werden. ≥ Stärkung von Partnerschaften, wie z. B. „Erlebnis Nürnberg e.V.“ ≥ Etablierung weiterer digitaler Formate, wie z. B. die „Nürnberger Quartiere“ auf Websites oder Social Media

3.2 Private Investitionen von Nutzerinnen und Nutzern in ≥ Auflage eines kommunalen Förderprogrammes die Aufwertung von Fassaden, EG-Ladenzonen und „Fassaden und EG-Ladenzonen“ Entwicklung neuer Konzepte sollen durch Anreizsysteme ≥ Gezielte Bewerbung von Fördermöglichkeiten und gezielt unterstützt werden. Sonderabschreibungen im Sanierungsgebiet

Leerstand aktiv steuern und vermeiden sowie Trading Down verhindern

4.1 Der Dialog mit Eigentümerinnen und Eigentümern sowie ≥ Nutzung und Weiterentwicklung von Dialogformaten Gewerbetreibenden soll gestärkt werden, um Ursachen für auf Basis der Erkennenisse aus dem Leerstands- und Leerstand zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten. Ansiedlungsmanagement z. B. „Immobiliennetzwerk Innenstadt“ ≥ Identifikation und Kommunikation von Best Practise Beispielen aus anderen Städten oder von innovativen Vorreitern aus Nürnberg 4.2 Die Aktualität der Bodenrichtwerte in der Altstadt sollte angesichts der laufenden Transformationsprozesse ≥ Anstoß eines Dialogs mit dem Amt für Geoinformation überprüft werden. und Bodenordnung (Geo) bzw. dem Gutachterausschuss

4.3 Das Monitoring von Leerständen soll eine dauerhafte ≥ Verstärkte Aktivitäten des „Raumkompass“ des Nutzung der Flächen sicherstellen und, sofern diese nicht Amtes für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg, um möglich ist, kurzfristig realisierbare Zwischennutzungen Leerstände für kulturelle Zwischen- und Dauernutzungen ermöglichen. zu vermitteln ≥ Bereitstellung der notwendigen Personal- und Finanzressorucen zur Ergänzung der vorhandenen Systeme.

Entwicklung des ehemaligen Kaufhofs aktiv gestalten

5.1 Die Bemühungen zur Entwicklung des Kaufhof-Areals ≥ Prüfung einer dauerhaften Nutzung durch die Stadt unter Einbezug des ehem. City-Point und des Zeughauses Nürnberg, z. B. im ehemaligen Tabakladen sollen intensiviert und priorisiert werden.

5.2 Dabei sollten verbindliche städtebauliche ≥ Durchführung eines Konzeptauswahlverfahrens zur Rahmenbedingungen definiert werden, die sowohl Feststellung städtischer Bedarfe, das die Entwicklung funktionale Anforderungen als auch den historischen eines lebendigen, gemischt genutzten Stadtraums Stadtraum und die historische Substanz berücksichtigen. sicherstellt, in dem Wirtschaft, Bildung, Arbeiten, Begegnung, Handel und Freizeit miteinander verbunden werden.

Aufenthaltsqualität und öffentlicher Raum

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

Neue Strategien für ein kohärentes und nutzerfreundliches Raumgefüge entwickeln

1.1 Unterschiedliche Raumtypen der Altstadt sollen individuell ≥ Erstellung eines integrierten übergeordneten weiterentwickelt werden zu einem Raumgefüge, das Gesamtkonzeptes als zentrale Grundlage Funktionalität, Klimaschutz, Aufenthaltsqualität und (Stadtbodenkonzept) denkmalpflegerische Belange gleichrangig berücksichtigt. ≥ Erstellung teilräumlicher Konzepte u. a. für die Neuordnung der Königsstraße vom Hauptbahnhof bis zur Museumsbrücke, z. B. in Form eines Wettbewerbs

1.2 Identitätsstiftende Strukturen und Materialien sollen ≥ Definition klarer gestalterischer Leitlinien zur Wahrung bei gleichzeitigem Blick auf zeitgemäße Nutzungen, identitätsstiftender Strukturen und Materialien Barrierefreiheit und Klimaresilienz gewahrt werden.

Fußgängerzone erweitern, vernetzen und differenziert gestalten

2.1 Die bestehende Fußgängerzone soll räumlich und ≥ Sukzessive Weiterführung der bereits begonnen gestalterisch weiterentwickelt werden, um ein Neugestaltung der Fußgängerzone, insbesondere in durchgängiges, attraktives und barrierearmes Wegenetz der Karolinenstraße, der Königstraße und rund um die unter Einbeziehung der U-Bahn-Verteilergeschosse zu Lorenzkirche schaffen.

2.2 Querbeziehungen zwischen den Hauptachsen sollen ≥ Brunnengasse mit Krebsgasse, Heldengässchen und gezielt gestärkt und Übergangsbereiche gestalterisch Einmündung Färberstraße aufgewertet werden. ≥ Adlerstraße im Bereich Köpfleinsberg/Siegessäule ≥ Wollengässchen als Verbindung von der Königstraße in die Pfannenschmiedsgasse und die Breite Gasse ≥ Südlicher Lorenzer Platz (Uhrenhäuschen) als Verbindung von der Königstraße in die Brunnengasse

Hochwertige konsumfreie Aufenthalts- und Begegnungsorte etablieren

3.1 Kleine, multifunktionale, klimaangepasst gestaltete Orte, ≥ Neugestaltung Josephsplatz, Brunnengasse und für alle Zielgruppen und Generationen, sollen entstehen. nördlicher Lorenzer Platz, Breite Gasse, westlicher Diese sollen mit Sitz- und Bewegungsangeboten zum Hallplatz Verweilen und zur Begegnung anregen und nicht konsumorientiert sein.

3.2 Eine hochwertige, aber robuste Gestaltung der ≥ Aktualisierung des Gestaltungshandbuchs der Aufenthaltsbereiche soll angestrebt werden. Stadt Nürnberg

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

Temporäre Gestaltung, Begrünung und Möblierung weiter erproben

4.1 Temporäre Maßnahmen wie Sitz- und Pflanzelemente, ≥ Königstraße, Pfannenschmiedsgasse, Karolinenstraße Wasserinseln oder Sonnensegel sollen als flexible Werkzeuge dienen, um neue Formen des Aufenthalts zu testen und eine mittel- bis langfristige dauerhafte Umgestaltung vorzubereiten.

Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls als Grundlage der Aufenthaltsqualität 5.1 Durch gezielte Raumgestaltung sollen Angst- und ≥ Erstellung eines Beleuchtungskonzeptes für potenzielle störungsanfällige Übergangsräume reduziert werden. Angsträume ≥ Aktualisierung des Gestaltungshandbuchs der Stadt Nürnberg

5.2 Das Schaffen eines Nutzungsmixes, der den öffentlichen ≥ Erstellung integrierter Konzepte unter Einbeziehung Raum auch nach Ladenschluss regulär belebt und damit der Gastronomie-Außenbereiche, Kulturinseln, Pop-up- Kriminalitätsfurcht senkt, soll vorangetrieben werden. Konzepte sowie Spielgeräte/Bewegungselemente

5.3 Steuerungsinstrumente, die schnelles gemeinsames ≥ Stärkung des AK SiSa als Steuerungsinstrument. Einschreiten der Sicherheitsbehörden bei Lagerbildung, Hotspots und Drogenkonsumorten ermöglichen, sollen ausgebaut werden.

5.4 Der Ausbau von niederschwelliger Sozialarbeit / ≥ Streetwork bedarfsgerecht ausbauen. Streetwork, um Spannungsfelder im öffentlichen Raum durch langfristige Beziehungsarbeit zu entlasten, soll geprüft werden.

5.5 Eine Kommunikationsstrategie zu Regeln im öffentlichen ≥ Entwicklung geeigneter, niederschwelliger Raum soll entwickelt werden. Informationskanäle (Piktogramme, einfache Sprache, QR-Codes zu Satzungen etc.)

Ressourcen für Sicherheit und Sauberkeit bereitstellen

6.1 Aufenthaltsqualität für Alle muss im Fokus stehen. ≥ Erstellung eines Beleuchtungskonzepts für potenzielle Sauberkeit ist dabei ein zentraler Faktor. Dafür braucht es Angsträume eine gute Infrastruktur, von Toiletten bis Mülleimer. ≥ Ausreichende Personal- und Resourcenausstattung für den kontinuierlichen Unterhalt der Infrastrukturelemente bereitstellen, z. B. Einführung eines Sauberkeitsmonitoring durch Auswertungen aus dem Mängel- Melder von SÖR

Grün und Klima

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

Verschattungswirkung von Bäumen hoch gewichten

1.1 Die Verschattungswirkung großkroniger Bäume leistet ≥ Bereitstellung notwendiger Ressourcen in Pflege und einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Unterhalt klimatischen Situation im Sommer. Bestehende große ≥ Erstellung einer Bestandsaufnahme erhaltenswerter Stadtbäume sollten möglichst lange erhalten werden, um Bäume mit großer Schattenwirkung die Verschattungsfunktion nicht zu gefährden.

1.2 Die Neupflanzungen auch größerer Bäume soll verstärkt ≥ Vertiefte Prüfung möglicher Spartenumverlegungen vorangetrieben werden. Untersuchung des Konzeptes der Hochbeete, analog zu Insel Schütt, an anderen Standorten (Entsiegelungsund Baumstandortkonzept)

Integrierte Planungskonzepte etablieren und umsetzen

2.1 Zukünftige Maßnahmen müssen Klimaanpassung, Wasser ≥ Brunnengasse, Adlerstraße, Nördlicher Lorenzer Platz, und Gestaltung enger verknüpfen und sich innerhalb des Karolinenstraße Untersuchungsgebietes gezielt räumlich konzentrieren.

2.2 Entlang zentraler Fußwegeverbindungen sollen „kühle ≥ Königstraße vom Bahnhof zur Museumsbrücke Achsen“ entstehen, die Verschattung, Begrünung, ≥ Adlerstraße im Bereich Köpfleinsberg/Siegessäule Wasserinseln und Sitzgelegenheiten zu einem erlebbaren, ≥ Ecke Dr.-Kurt-Schumacher-Staße/Färberstraße klimawirksamen Freiraumsystem verbinden. Dabei sind zentrale historische Blick- und Erschließungsachsen mit besonderer Sensibilität zu behandeln.

2.3 Die Erkenntnisse aus zahlreichen vorliegenden ≥ Weiterentwicklung der internen Workflows, Fachkonzepten und Untersuchungen sollen Schnittstellen und Informationskanäle, Handreichungen integriert in städtebauliche und Objektplanungen eingebunden werden.

2.4 Grundsatzbeschlüsse zu Klimaschutz und ≥ Integriertes Klimaschutzkonzept, Stadtklimaanalyse Nachhaltigkeit sollen konsequent umgesetzt und mit 2024/25 mit Berichtsteil „Wirkanalyse Fokusräume“, denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen abgeglichen Klimaanpassungskonzept der Stadt Nürnberg werden. ≥ Weiterentwicklung denkmalpflegerischer Leitlinien ,dass den Grundsatzbeschlüssen angemessen Rechnung getragen werden kann.

Klimaanpassung sichtbar machen, dafür bestehendes Grün sichern und ergänzen

3.1 In der dicht bebauten Altstadt sollen gezielte Maßnahmen ≥ Erstellung eines Entsiegelungskonzeptes zur Verschattung, Kühlung und Begrünung umgesetzt ≥ Vertiefte Prüfung von Spartenumverlegungen zugunsten neuer, werden. größerer Bäume (Entsiegelungs- und Baumstandortkonzept). ≥ Bereitstellung der notwendigen Ressourcen in Pflege und Unterhalt.

3.2 Die Entsiegelung und Begrünung mindergenutzter Flächen ≥ Entsiegelung und Begrünung Aufweitungen soll vorangetrieben und der Ankauf geeigneter Flächen Brunnengasse, Flächenankauf durch Stadt prüfen durch die Stadt geprüft werden. ≥ Entsiegelung und Freiraumgestaltung am westlichen Hallplatz hinter dem Zeughaus; Flächenankauf durch Stadt prüfen

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

Grüne Dach- und Fassadenlandschaften und Höfe ermöglichen und fördern

4.1 Dächer und Fassaden sowie versiegelte Innenhöfe sollen ≥ Intensive Bewerbung des Kommunalen Fördergezielt für Begrünungsmaßnahmen aktiviert und in programmes „Mehr Grün für Nürnberg“ Förderprogramme eingebunden werden.

4.2 Die Ansprache der Eigentümerschaft soll intensiviert und ≥ Bereitstellung der notwendigen Ressourcen für Antragsprozesse sollen niederschwelliger gestaltet werden. Ansprache, Ausstattung der Förderprogramme, technische Umsetzung

4.3 Sichtbare Pilotprojekte an städtischen Gebäuden oder in ≥ Durchführung öffentlicher Infoveranstaltungen unter Kooperation mit privaten Akteuren sollen Vorbildcharakter Würdigung der Pilotprojekte (Ausstellung, Kalender, für die gesamte Altstadt entfalten. Prämierung) ≥ Bereitstellung von niederschwellig nutzbaren Pflanzbeeten im öffentlichen Raum vor den Fassaden ≥ Stadtratsbeschluss zur standardisierten Begrünung öffentlicher Gebäude, incl. Bereitstellung von Resourcenund Finanzen.

4.4 Bei allen Maßnahmen sollen klimaktive Elemente ≥ Etablierung eines regelmäßigen Austauschformates behutsam in das historische Stadtbild integriert werden. über aktuelle Projekte mit dem Denkmalschutz und den zuständigen Dienststellen

Photovoltaik auf Dachflächen und an Fassaden etablieren

5.1 Die Kombination von Photovoltaik und Gründächern soll ≥ Offensive Bewerbung des Beratungsangebotes für stärker etabliert werden. Für Photovoltaik an Fassaden Solar- und Gründächer. sind aktuelle innovative Lösungen zu nutzen.

5.2 Die denkmalpflegerischen Anforderungen müssen ≥ Verbindlichkeit des Solarleitfadens Nürnberg (2025) berücksichtigt und eine stadtbildverträgliche Integration konsequent stärken. soll sichergestellt werden.

Regenwasser in der Altstadt zurückhalten und lokal versickern lassen

6.1 Maßnahmen zur Regenrückhaltung, Versickerung ≥ Maßnahmen beim Straßenbegleitgrün, wie kleine und Entsiegelung sollen gezielt ausgebaut werden, Retentionsbeete oder Mulden, Lücken zwischen um Überlastungen bei Starkregen zu reduzieren und Bordsteinen zum Wasserabfluss bzw. technische gleichzeitig das Mikroklima zu verbessern. Lösungen, wie (Baum-)Rigolen, Rigolen-Verbund-Systeme oder Mulden-Rigolen-Systeme.

Mobilität und Erreichbarkeit

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

Mobilität für Alle in der Altstadt weiter verbessern

1.1 Insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ≥ Identifizierung geeigneter Standorte zur Sicherung sollen Zufahrtsmöglichkeiten und Stellplätze für die barrierefreier Zufahrten und zur Berücksichtigung von Bewohnerschaft gesichert werden. Stellplatzbedarfen der Bewohnerschaft.

1.2 Es soll geprüft werden, an welchen Orten mittel- bis ≥ Erstellen einer Prioritätenliste für Barrierefreien Ausbau langfristig altes Kopfsteinpflaster durch barrierearmes des Pflasters. ersetzt werden kann.

Erreichbarkeit durch Mikromobilität und innovative Fortbewegungsformen stärken

2.1 Angesichts der Topografie ist die fußläufige Überbrückung ≥ Möglichkeiten für den Einsatz von Fahrradrikschas größerer Distanzen für Menschen mit eingeschränkter prüfen Mobilität oft beschwerlich. Zur Kompensation fehlender ÖPNV-Angebote in Nord-Süd-Richtung über das Pegnitztal sollen weitere kleinräumige Mobilitätsangebote und innovative Lösungen getestet werden.

Attraktive Verbindungen durch die Altstadt schaffen und mit Zielen verbinden

3.1 Das Netz kleinteiliger Passagen und Gassen soll attraktiver ≥ Neugestaltung öffentlicher Bereiche und Unterstützung gestaltet und sichtbar bzw. auffindbar gemacht werden. bei Investitionen privater Eigentümer z. B. Damit verbessert sich die Erreichbarkeit von Zielen in der Ostermayer-Passage, Krebsgasse, Heldengässchen, Altstadt und gleichzeitig erlebt der öffentliche Raum eine Weikertsgässchen, Johannesgasse Aufwertung.

3.2 Das Wegeleitsystem in der Altstadt soll vereinheitlicht ≥ Erstellung eines Gesamtkonzeptes für ein zeitgemäßes, werden (Verkehrsleitung, Kultur, Tourismus, Freizeit). niederschwelliges Wegeleitsystem

Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmenden entschärfen

4.1 Mobilität und Erreichbarkeit der Altstadt müssen ≥ Gezieltes Stoppen von „Autoposing“ durch verträglich organisiert werden. Durch effektive Engstellen, Aufpflasterungen, Randsteinverlegungen, Raumgestaltung soll die Attraktivität einzelner Straßen für Baumpflanzungen und Möblierung im öffentlichen die „Autoposer“-Szene deutlich reduziert werden. Raum z. B. in der Adlerstraße im Bereich Siegessäule.

4.2 Maßnahmen zur Umgestaltung des öffentlichen Raums ≥ Weitere Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie z. B. sollen weiter ausgebaut werden, dabei gilt es, die bauliche Umgestaltung der zuletzt eingeführten Bedürfnisse aller Nutzenden – Bewohnerinnen und Fußgängerbereiche, die noch nicht dem Charakter Bewohner, Besuchende, Touristinnen und Touristen, eines Fußgängerbereichs entsprechen (z. B. südliche Gewerbetreibende und Lieferantinnen und Lieferanten – Königstraße, Färberstraße, Brunnengasse) gleichermaßen zu berücksichtigen.

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

4.3 Auf die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und ≥ Verbesserung von Fußgängerquerungen in Fußgänger soll verstärkt geachtet werden, besonders bei der Vorderen Ledergasse im Bereich Wöhrl / Querungen. Mediamarkt, und in der Adlerstraße im Bereich der Kaiserstraße.

Fahrradinfrastruktur verbessern und ergänzen

5.1 Die Querbarkeit durch die Altstadt und die Erreichbarkeit ≥ klare Wegweisung und Beschilderung des Radnetzes verschiedener Angebote sollen für den Radverkehr ≥ Einrichtung, Erweiterung und Neuorganisation sicherer verbessert werden. und überdachter Fahrradabstellanlagen, insbesondere am Rande des Kerngebiets der Fußgängerzone.

5.2 Gleichzeitig soll ein schneller und zu intensiver Radverkehr ≥ Intensivierung und Weiterentwicklung von in der Fußgängerzone vermieden werden. Informationskampagnen zu den Themen Rücksichtnahme und Verkehrsregeln in der Altstadt nach dem Beispiel der Kampagne 2025 „Respekt hat Effekt“.

Verkehrsflächen in der Altstadt bedarfsgerecht weiterentwickeln

6.1 Eine Evaluierung der bestehenden und perspektivischen ≥ Fortführung und Aktualisierung des Monitorings der Stellplatzsituation in den Parkhäusern soll durchgeführt Parkhausbelegung, um belastbare Zahlen hinsichtlich werden. Bei geringer Belegung der Parkhäuser könnte Angebot und Nachfrage an Stellplätzen in der Altstadt eine Entlastung des Straßenraums und Möglichkeiten zur zu generieren. Schaffung zusätzlicher Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum geprüft werden.

6.2 Das Konzept der Quartiersgarage bzw. die Erhöhung der ≥ Kontaktaufnahme mit Eigentümern des Anzahl an Dauerparkplätzen soll an geeigneter Stelle Parkhauses Adlerstraße 4-8 und evtl.Schaffung von geprüft werden, um im Straßenraum Flächenpotenziale für Kooperationsanreizen mehr Aufenthaltsqualität zu nutzen. ≥ Evtl. nutzungsabhängige Auflagen für das ehemalige Kaufhofparkhaus, Frauengasse 12, im Rahmen des Konzeptauswahlverfahrens für die Entwicklung des Kaufhofquartiers fixieren

6.3 Die Kommunikation über die diversen Mobilitäts-Angebote ≥ Ausbau und Bewerbung der App Nürnberg MOBIL (z. B. Park & Ride) soll weiter gebündelt und optimiert (NüMO), die alle Verkehrsarten bündelt. werden.

6.4 Entwicklung einer geschäftsbereichsübergreifenden ≥ Entwicklung eines Dashboards mit allen relevanten Plattform zur Sichtbarmachung der Mobilitätsthemen. Zahlen (Passantenfrequenzen, Parkplatzbelegung, Veranstaltungen), auf die alle wesentlichen Akteure Zugriff haben.

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

Entwicklung des Wohnens beobachten und steuern

1.1 Die Entwicklung des temporären Wohnens soll beobachtet ≥ Aufbau eines Monitoring-Systems für temporäres Wohund gesteuert werden, um Nutzungskonflikte und nen und potenzielle Zweckentfremdung; Bereitstellung wohnungswirtschaftliche Auswirkungen zu begrenzen. der Ressourcen bei Stab Wohnen

1.2 Zur künftigen Rolle des dauerhaften Wohnens im ≥ Definition von Rahmenbedingungen für Wohnungs- Untersuchungsgebiet sollen weitere Untersuchungen entwicklung durchgeführt und Grundsatzbeschlüsse gefasst werden. ≥ Steuerung von Wohnen über Bauleitplanung, Zweckentfremdung sowie Sanierungsrecht ≥ Schaffung und Bewerbung von Anreizen für private Sanierungstätigkeit (steuerliche Sonderabschreibungen)

1.3 Zum Schutz von Bestandsmietern soll die Umwandlung von ≥ Konsequente Steuerung, z. B. über die sanierungs- Miet- in Eigentumswohnungen gezielt gesteuert werden. rechtliche Genehmigungspflicht

Bildungsangebote für alle Generationen ausbauen

2.1 Ergänzende Angebote für bestehende Bildungseinrich- ≥ Prüfung von Synergien mit möglicher Hochschultungen sollen geschaffen werden, z. B. Lernräume bzw. Nutzung im Bereich Kaufhof/City-Point Selbstlernzentren, Experimentier- und Kreativräume. ≥ Fixierung der Bedarfe im Konzeptauswahlverfahren für die Entwicklung des Kaufhofquartiers

Soziale Infrastruktur stärken

3.1 Bestehende Gesundheitsdienstleistungen sollen gesichert ≥ Konzeption passgenauer Angebote und Bereitstellung und das Angebot an niedrigschwelliger sozialer Beratung der notwendigen Ressourcen und Unterstützung ausgebaut werden.

3.2 Im Zuge städtebaulicher Entwicklungsprozesse sollen ≥ Prüfung der Vorkaufsrechtsausübung für Kita-Standorte Möglichkeiten zur Flächensicherung für soziale Infrastruk- im Suchraum. turbedarfe, insbesondere für einen Kita-Standort, Berück- ≥ Sicherung geeigneter Standorte für eine Kita durch sichtigung finden. Erwerb oder Nutzungsvereinbarungen.

3.3 Der individuelle Bedarf bei obdachlosen Menschen oder ≥ Bereitstellung ausreichender Ressourcen für Streethilfsbedürftigen Zielgruppen soll identifiziert und interdiszi- work und Beratung u. a.Verstetigung des Projekts plinär geprüft werden. „BahnhofsläuferInnen“. ≥ Verbesserung der Zugänglichkeit zu gut einsehbaren Toiletten, bereitstellung ausreichender Ressourcen für deren kontinuierlichen Unterhalt, Prüfung von Möglichkeiten zur kostenlosen Benutzung durch vulnerable Gruppen.

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

≥ Prüfung des Bedarfs an wettergeschützten Aufenthaltsflächen als feste Rückzugsorte mit sozialpädagogischer Begleitung in Bereichen der Altstadt außerhalb des Untersuchungsgebietes sowie Ausbau und infrastrukturelle Verbesserung (z.B. Beleuchtung, Sauberkeit, Sanitärzugang). Dabei müssen rechtliche Grenzen beachtet und die Nutzung der Umgebung durch die Allgemeinheit darf nicht ausgeschlossen werden.

Konsumfreie Aufenthaltsorte für Alle schaffen

4.1 Im Untersuchungsgebiet sollen langfristig gesicherte Auf- ≥ Nutzung der Potenziale kleinerer Flächen, wie z. B. versieenthalts- und Begegnungsorte für alle Nutzergruppen ent- gelte Stadtplätze, Flächen im Verkehrsraum, Haltestellen stehen. Diese sollen auch für vulnerable Gruppen nutzbar oder Brachflächen als diverse Aufenthalts-, Sport- und sein, zugleich aber eine Dauerbelegung ausschließen. Bewegungsflächen

4.2 Die Implementierung von innovativen, niedrigschwelligen ≥ Initiierung von Bewegung und Attraktivierung des Stadt- Spiel- und Bewegungsangeboten für alle Generationen an raums durch Multicodierung, temporäre Nutzungen und geeigneten Orten soll vorangetrieben werden. gestalterische Elemente (z. B. Farbgebung) ≥ Prüfung der Schaffung von zwei „Bewegungsinseln“ von jeweils ca. 100 m2 im Untersuchungsgebiet ≥ Ausbau der Angebote besonders für Kinder und Jugendliche unter Beteiligung der Zielgruppe zur konkreten Standortsuche und Detailplanung ≥ Beauftragung einer Machbarkeitsanalyse zur ≥ Zwischennutzung leerstehender Einzelhandelsflächen als Indoor-Spielplatz ≥ Nutzung von Parkhausflächen als Aktions- und Bewegungsfläche für ältere Kinder und Jugendliche, sowie für Erwachsene

4.3 Der Bestand an Spiel- und Aktionsflächen soll erhalten und ≥ Verstetigung der Spielebox am Jakobsplatz und Prüfung mit besonderem Augenmerk auf qualitative und inklusive weiterer temporärer Standorte, wie z. B. am westlichen Ausstattung aufgewertet werden. Hallplatz

Akteure vernetzen und Engagement fördern

5.1 Die bestehenden Strukturen aus Quartiersmanagement, ≥ Etablierung eines Quartiersmanagements, ggf. für sozialen Einrichtungen, Verwaltung und Zivilgesellschaft sol- die gesamte Altstadt len weiter miteinander vernetzt werden, um Synergien zu ≥ Einrichtung eines Projektfonds zur Unterstützung nutzen und lokale Akteurinnen und Akteure zu aktivieren. lokaler Nachbarschaftsprojekte

5.2 Informations- und Austauschformate, z B. zur Nutzung des ≥ Etablierung eines Austauschformates (MTK), Quartiersfonds oder bestehender Förderprogramme, sind ggf. Erweiterung des bestehenden MTK Altstadt zu stärken und sichtbarer zu machen. Ziel ist es, bürger- ≥ Informationsangebote stärken (Flyer, Postwurf, schaftliches Engagement, Nachbarschaftsprojekte und eine Plakatierung, Veranstaltungen, Social Media) kooperative Stadtentwicklungskultur zu fördern.

Kaufhof und Umfeld

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

Kaufhof-Eigentum als städtebaulichen Hebel gezielt nutzen

1.1 Der Zwischenerwerb der Kaufhof-Immobilien soll aktiv ≥ Sicherung eines kohärenten städtebaulichen Gesamtgenutzt werden, um die Entwicklung in hoher Qualität konzepts unter Einbezug von Kaufhof, City-Point, Zeugund unter Berücksichtigung öffentlicher Interessen haus und Mauthalle sowie ggfls. weiterer Gebäude. voranzubringen. ≥ Festlegung von Mindeststandards hinsichtlich Nutzungs- 1.2 Es wird angestrebt, die Entwicklung der Einzelimmobilien mischung, öffentlicher Räume, Erdgeschossbelebung integriert als „Große Lösung“ in enger Abstimmung mit und Aufenthaltsqualität der Versicherungskammer Bayern (VKB) als Eigentümerin ≥ Priorisierung dieses Bereichs im Rahmen der Altstadtdes City-Point zu gestalten. entwicklung und eine angemessene Ressourcenausstattung zur verlässlichen Umsetzung der städtebaulichen Zielsetzungen.

Städtebauliche Potenziale erkennen, fixieren und sichern

2.1 Im Zuge der Entwicklung des Gesamtareals sollen zentrale ≥ Verbesserung der erdgeschossigen Durchlässigkeit öffentliche Belange und Zielsetzungen abgestimmt und durch Aufwertung bestehender und Schaffung gezielt verfolgt werden. neuer Durchwegungen in Anknüpfung an etablierte Wegeführungen und vorhandene Erschließungsachsen (z. B. Weikertsgässchen/Ostermayr-Passage – Königstraße – Pfannenschmiedsgasse/Breite Gasse, Wollengässchen)

2.2 Die Entwicklung des Gesamtareals soll auch nach einem Verkauf in einem strukturiert geführten Quartiersprozess weitergeführt werden, an dem sich die Stadt Nürnberg als aktive Partnerin beteiligt.

2.3 Ziel ist, gemeinsam mit den beiden künftigen Investoren (Kaufhof und City-Point) eine abgestimmte, qualitätsvolle und langfristig tragfähige Quartiersentwicklung sicherzustellen. Dieser kooperative Entwicklungsprozess ist entscheidend, um städtebauliche, funktionale und klimatische Ziele dauerhaft zu sichern und Synergien zwischen den Gebäudeteilen bestmöglich zu nutzen.

Zwischennutzung fortführen und ggf. verstetigen

3.1 Bis zur ganzheitlichen finalen Entwicklung sollen die ≥ Belebung durch Handel, Pop-Up, Gastro Bemühungen um eine lebendige Zwischennutzung des ≥ Prüfung der flexiblen Nutzung des ehem. Tabakladen Erdgeschosses weitergeführt und danach evtl. verstetigt durch die Stadt Nürnberg. werden.

Sanierungsziele und

Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze

Mixed Use, Frequenz und urbane Lebendigkeit stärken

4.1 Transformationsflächen dieser Größenordnung ≥ Etablierung von Kongress- und Veranstaltungsflächen ermöglichen ein vielfältiges Nutzungskonzept, das die (z. B. City-Convention-Center), Bildungs- und Attraktivität der Altstadt stärkt. Diese Chance soll gezielt Wissenschaftsnutzungen (z. B. Hochschul-/ genutzt werden. Ausbildungsflächen), klassische und innovative Handelskonzepte, Hotel- und Hospitality-Angebote, kulturelle und soziale Nutzungen, frequenzbringende Nutzungen, die auch nach Ladenschluss zur Belebung beitragen, Ergänzende Wohnangebote

4.2 Geeignete Nutzungen sollen sinnvoll im Areal verteilt ≥ Prüfung markthallenartiger Formate als möglicher und durch klar definierte öffentliche oder halböffentliche Frequenz- und Aufenthaltsanker Bereiche ergänzt werden. ≥ Schaffung eine öffentlich zugänglichen begrünten Dachterrasse mit konsumfreien Möglichkeiten des Aufenthalts ≥ Schaffung von gastronomischer Nutzung für die Belebung auch nach Ladenschluss

Verzahnung von VU und Verkaufsprozess des Kaufhofs

5.1 Die Sanierungsziel für das Areal bilden eine wichtige ≥ Enger Umsetzungsbegleitender Austausch mit der Grundlage für Zuschussmöglichkeiten aus der Regierung von Mittelfranken zu Zuschussperspektiven Städtebauförderung und die sanierungsrechtliche aus der Städtebauförderung Genehmigungsfähigkeit. Ein enger Abgleich mit dem ≥ Verstetigung der internen Workflows, laufenden Prozess der Konzept- und Investorenauswahl Abstimmungsgremien und Schnittstellenarbeit unter der Stadt Nürnberg ist von zentraler Bedeutung und soll Einbezug relevanter externer Akteure sichergestellt werden.

5.2 Die Sanierungsziele des Gebietes Altstadt Mitte sollen ≥ Breit abgestimmte und fokussierte Erarbeitung der im weiteren Verfahren – gemeinsam mit zusätzlichen Rahmenbedingungen für die Konzeptausschreibung und städtebaulichen, funktionalen und klimatischen Konzeption von vertraglichen Sicherungsmechanismen Anforderungen – in qualitätssichernde Verfahrensschritte auch bei Weiterverkauf überführt werden und einen verbindlichen strategischen Rahmen für die weitere Quartiersentwicklung bilden.

Investitionsprogramm

Maßnahmen Federführung

A

Analysen und Konzepte

A.1 Vorbereitende Untersuchungen Stadtplanungsamt

A.2 INSEK Altstadt – Fortschreibung Stab Stadtentwicklung

A.3 VU Altstadt – Fortschreibung alle 5 Jahre Stadtplanungsamt

A.4 Stadtbodenkonzept Stadtplanungsamt

A.5 Entsiegelungs- und Baumstandortkonzept Stadtplanungsamt/Umweltamt

A.6 Neuordnung Königstraße vom Hauptbahnhof zur Museumsbrücke – Stadtplanungsamt Gesamtkonzept/Wettbewerb

A.7 Vergnügungsstättenkonzept – Fortschreibung Stadtplanungsamt

A.8 Einzelhandelskonzept – Fortschreibung Stadtplanungsamt/Wirtschaftsförderung

A.9 Konzeptstudie Kaufhof Liegenschaftsamt

B

Grunderwerb und Bodenordnung

B.1 Zwischenfinanzierung Grunderwerb Kaufhof Kämmerei/Liegenschaftsamt

B.2 Ankauf mindergenutzer Flächen zur Grün- und Freiflächenentwicklung Liegenschaftsamt

C

Maßnahmen im öffentlichen Raum

C.1 Neugestaltung Ludwigsplatz Stadtplanungsamt/SÖR

C.2 Neugestaltung östlicher Lorenzer Platz Stadtplanungsamt/SÖR

C.3 Aufwertung Brunnengasse (Färberstraße, Krebsgasse und Heldengässchen) Stadtplanungsamt/SÖR

C.4 Neugestaltung Breite Gasse – BA1 Stadtplanungsamt/SÖR

C.5 Neugestaltung Breite Gasse – BA2 Stadtplanungsamt/SÖR

C.6 Neugestaltung Breite Gasse – BA3 Stadtplanungsamt/SÖR

C.7 Neugestaltung Königstraße zwischen Mauthalle und Museumsbrücke Stadtplanungsamt/SÖR

C.8 Umgestaltung Hefnersplatz Stadtplanungsamt/SÖR

C.9 Neugestaltung Färberstraße Stadtplanungsamt/SÖR

C.10 Neugestaltung Adlerstraße (Bereich Köpfleinsberg/Siegessäule) Stadtplanungsamt/SÖR

C.11 Neugestaltung nördlicher Lorenzer Platz Stadtplanungsamt/SÖR

C.12 Neugestaltung Platz um St. Lorenz Stadtplanungsamt/SÖR

C.13 Neugestaltung Karolinenstraße Stadtplanungsamt/SÖR

C.14 Neugestaltung Weikertsgässchen Stadtplanungsamt/SÖR

C.15 Neugestaltung westlicher Hallplatz Stadtplanungsamt/SÖR

Investitionsprogramm

Handlungsfelder Umsetzung Gesamtkosten*

abgeschlossen ca. 70.000 €

läuft ca. 50.000 €

fortlaufend ca. 100.000 €

kurzfristig ca. 150.000 €

mittelfristig ca. 50.000 €

mittelfristig ca. 150.000 €

kurzfristig ca. 80.000 €

kurzfristig ca. 200.000 €

läuft ca. 150.000 €

läuft ca. 4.600.000 €

langfristig ca. 5.000.000 €

abgeschlossen ca. 1.400.000 €

abgeschlossen ca. 1.700.000 €

mittelfristig ca. 3.200.000 €

abgeschlossen ca. 1.000.000 €

kurzfristig ca. 2.000.000 €

kurzfristig ca. 1.500.000 €

langfristig ca. 6.000.000 €

mittelfristig ca. 1.700.000 €

mittelfristig ca. 1.400.000 €

mittelfristig ca. 3.300.000 €

langfristig ca. 3.200.000 €

langfristig ca. 3.100.000 €

langfristig ca. 5.800.000 €

langfristig ca. 500.000 €

mittelfristig ca. 2.700.000 €

Maßnahmen Federführung

C

Maßnahmen im öffentlichen Raum

C.16 Neugestaltung Pfannenschmiedsgasse Stadtplanungsamt/SÖR

C.17 Neugestaltung Josephsplatz Stadtplanungsamt/SÖR

C.18 Neugestaltung An der Mauthalle Stadtplanungsamt/SÖR

C.19 Neugestaltung Kannengässchen Stadtplanungsamt/SÖR

C.20 Neugestaltung Platzraum im Bereich Kreuzung Vordere Ledergasse/ Stadtplanungsamt/SÖR Karl-Grillenberg-Straße (Media Markt)

C.21 Neugestaltung Platzraum Färberstraße/Dr.-Kurt-Schumacher-Straße Stadtplanungsamt/SÖR

D

Baumaßnahmen

D.1 Umbauarbeiten für Aktivierung der EG-Zwischennutzung Hochbauamt

D.2 Bauliche Anpassung Zeughaus Hochbauamt

D.3 Bauliche Anpassung Mauthalle Hochbauamt

D.4 Umgestaltung Lorenzer Passage U-Bahn-Bauamt

E

Kommunale Förderprogramme und Fonds

E.1 „Mehr Grün für Nürnberg“ Stadtplanungsamt

E.2 „Fassade und EG-Zone“ – Neuauflage Stadtplanungsamt

E.3 Projektfonds Stadtplanungsamt

F

Sonstige Maßnahmen

F.1 Quartiersmanagement Stadtplanungsamt

F.2 Öffentlichkeitsarbeit Stadtplanungsamt

F.3 Immobiliennetzwerk Innenstadt – Ausweitung und Verstetigung Stab Innenstadt

F.4 Leerstands- und Ansiedlungsmanagement sowie Impulsprojekte Stab Innenstadt

F.5 Raumkompass – Verstärkung der Aktivität Amt für Kultur und Freizeit

F.6 City Kongress - Workshop zur Weiterentwicklung der Altstadt Mitte Stab Innenstadt

Handlungsfelder Umsetzung Gesamtkosten*

mittelfristig ca. 1.400.000 €

mittelfristig ca. 3.200.000 €

mittelfristig ca. 600.000 €

langfristig ca. 100.000 €

langfristig ca. 1.900.000 €

mittelfristig ca. 500.000 €

läuft ca. 280.000 €

mittelfristig ca. 4.000.000 €

langfristig ca. 20.000.000 €

langfristig ca. 20.000.000 €

fortlaufend ca. 750.000 €

fortlaufend ca. 750.000 €

fortlaufend ca. 375.000 €

fortlaufend ca. 900.000 €

fortlaufend ca. 150.000 €

läuft ca. 200.000 €

fortlaufend ca. 600.000 €

läuft ca. 150.000 €

alle 2-3 Jahre ca. 200.000 €

*Kostenansätze auf Basis von Kennwerten

A Analysen B Grunderwerb C Maßnahmen im

und Konzepte und Bodenordnung öffentlichen Raum

A.1 A.1
A.2 A.2
A.3 A.3

Abbildung 61

Abbildung 60

Vorbereitende INSEK Altstadt – VU Altstadt –

Untersuchungen Fortschreibung Fortschreibung alle 5 Jahre

Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt Federführung: Stab Stadtentwicklung Federführung: Stadtplanungsamt

Umsetzung: abgeschlossen Umsetzung: läuft Umsetzung: fortlaufend

Gesamtkosten: ca. 70.000 € Gesamtkosten: ca. 50.000 € Gesamtkosten: ca. 100.000 €

Abbildung 58

A.7 A.7
Vergnügungsstättenkonzept – Fortschreibung Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt Umsetzung: kurzfristig Gesamtkosten: ca. 80.000 €
A.8 A.8

Abbildung 59

Abbildung 57

A.9

Einzelhandelskonzept – Konzeptstudie

Fortschreibung Kaufhof

Handlungsfelder: Handlungsfelder:

Federführung: Stadtplanungsamt/ Federführung: Liegenschaftsamt

Wirtschaftsförderung Umsetzung: läuft

Umsetzung: kurzfristig Gesamtkosten: ca. 150.000 €

Gesamtkosten: ca. 200.000 €

D Bau- E Kommunale Förder- F Sonstige

maßnahmen programme und Fonds Maßnahmen

Abbildung 62

Abbildung 64

A.4 A.4

A.5

A.6

Abbildung 63

Neuordnung Königstraße

Stadtbodenkonzept Entsiegelungs- und vom Hauptbahnhof zur Museumsbrücke –

Baumstandortkonzept Gesamtkonzept/Wettbewerb

Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt Federführung: Stadtplanungsamt/ Federführung: Stadtplanungsamt

Umsetzung: kurzfristig Umweltamt Umsetzung: mittelfristig

Gesamtkosten: ca. 150.000 € Umsetzung: mittelfristig Gesamtkosten: ca. 150.000 €

Gesamtkosten: ca. 50.000 €

B.1

B.2

Abbildung 65

Zwischenfinanzierung Ankauf mindergenutzter Flächen

Grunderwerb Kaufhof zur Grün- und Freiflächenentwicklung

Handlungsfelder: Handlungsfelder:

Federführung: Kämmerei/ Federführung: Liegenschaftsamt

Liegenschaftsamt Umsetzung: langfristig

Umsetzung: läuft Gesamtkosten: ca. 5.000.000 €

Gesamtkosten: ca. 4.600.000 €

A Analysen B Grunderwerb C Maßnahmen im

und Konzepte und Bodenordnung öffentlichen Raum

C.1 C.1
C.2 C.2
C.3 C.3

Abbildung 66

Abbildung 68

Abbildung 71

Aufwertung Brunnengasse

Neugestaltung Neugestaltung östlicher (Färberstraße, Krebsgasse und

Ludwigsplatz Lorenzer Platz Heldengässchen)

Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR

Umsetzung: abgeschlossen Umsetzung: läuft Umsetzung: mittelfristig

Gesamtkosten: ca. 1.400.000 € Gesamtkosten: ca. 1.700.000 € Gesamtkosten: ca. 3.200.000 €

Abbildung 70

C.7 C.7
C.8 C.8
C.9 C.9

Abbildung 69

Abbildung 67

Neugestaltung Königstraße Umgestaltung Neugestaltung

zwischen Mauthalle und Museumsbrücke Hefnersplatz Färberstraße

Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR

Umsetzung: langfristig Umsetzung: mittelfristig Umsetzung: mittelfristig

Gesamtkosten: ca. 6.000.000 € Gesamtkosten: ca. 1.700.000 € Gesamtkosten: ca. 1.400.000 €

D Bau- E Kommunale Förder- F Sonstige

maßnahmen programme und Fonds Maßnahmen

C.4 C.4
Neugestaltung Breite Gasse – BA1 Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Umsetzung: läuft Gesamtkosten: ca. 1.000.000 €
C.5 C.5
C.6 C.6

Abbildung 74

Abbildung 76

Abbildung 72

Neugestaltung Neugestaltung

Breite Gasse – BA2 Breite Gasse – BA3

Handlungsfelder: Handlungsfelder:

Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR

Umsetzung: kurzfristig Umsetzung: kurzfristig

Gesamtkosten: ca. 2.000.000 € Gesamtkosten: ca. 1.500.000 €

C.10 C.10
Neugestaltung Adlerstraße (Bereich Köpfleinsberg/Siegessäule) Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Umsetzung: mittelfristig Gesamtkosten: ca. 3.300.000 €
C.11 C.11
C.12 C.12

Abbildung 77

Abbildung 73

Abbildung 75

Neugestaltung nördlicher Neugestaltung Platz

Lorenzer Platz um St. Lorenz

Handlungsfelder: Handlungsfelder:

Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR

Umsetzung: langfristig Umsetzung: langfristig

Gesamtkosten: ca. 3.200.000 € Gesamtkosten: ca. 3.100.000 €

A Analysen B Grunderwerb C Maßnahmen im

und Konzepte und Bodenordnung öffentlichen Raum

C.13 C.13
C.14 C.14
C.15 C.15

Abbildung 79

Abbildung 78

Abbildung 81

Neugestaltung Neugestaltung Neugestaltung

Karolinenstraße Weikertsgässchen westlicher Hallplatz

Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR

Umsetzung: langfristig Umsetzung: mittelfristig Umsetzung: mittelfristig

Gesamtkosten: ca. 5.800.000 € Gesamtkosten: ca. 500.000 € Gesamtkosten: ca. 2.700.000 €

Abbildung 80

C.19 C.19
C.20 C.20
C.21 C.21
Neugestaltung Platzraum Färberstraße/Dr.-Karl-Schumacher-Straße Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Umsetzung: mittelfristig Gesamtkosten: ca. 500.000 €

Abbildung 82

Abbildung 83

Neugestaltung Platzraum

Neugestaltung im Bereich Kreuzung Vordere Ledergasse/

Kannengässchen Karl-Grillenberger-Straße (Media Markt)

Handlungsfelder: Handlungsfelder:

Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR

Umsetzung: langfristig Umsetzung: langfristig

Gesamtkosten: ca. 100.000 € Gesamtkosten: ca. 1.900.000 €

D Bau- E Kommunale Förder- F Sonstige

maßnahmen programme und Fonds Maßnahmen

C.16 C.16
C.17 C.17
C.18 C.18

Abbildung 87

Abbildung 88

Abbildung 86

Neugestaltung Neugestaltung Neugestaltung

Pfannenschmiedsgasse Josephsplatz An der Mauthalle

Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR

Umsetzung: mittelfristig Umsetzung: mittelfristig Umsetzung: mittelfristig

Gesamtkosten: ca. 1.400.000 € Gesamtkosten: ca. 3.200.000 € Gesamtkosten: ca. 600.000 €

Abbildung 85

DD..11 DD..11
D.2 D.2
DD..33 DD..33

Abbildung 89

Abbildung 84

Umbauarbeiten für Aktivierung Bauliche Anpassung Bauliche Anpassung

der EG-Zwischennutzung Zeughaus Mauthalle

Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder:

Federführung: Hochbauamt Federführung: Hochbauamt Federführung: Hochbauamt

Umsetzung: läuft Umsetzung: mittelfristig Umsetzung: mittelfristig

Gesamtkosten: ca. 280.000 € Gesamtkosten: ca. 4.000.000 € Gesamtkosten: ca. 20.000.000 €

A Analysen B Grunderwerb C Maßnahmen im

und Konzepte und Bodenordnung öffentlichen Raum

DD..34 DD..34
E.1 E.1
E.2 E.2

Abbildung 92

Abbildung 91

Abbildung 93

Umgestaltung Lorenzer Passage „Mehr Grün für Nürnberg“ „Fassade und EG-Zone“–

Neuauflage

Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder:

Federführung: Stadtplanungssamt Federführung: Stadtplanungssamt

Federführung: U-Bahn-Bauamt

Umsetzung: fortlaufend Umsetzung: kurzfristig

Umsetzung: kurzfristig

Gesamtkosten: ca. 21.400.000 € Gesamtkosten: ca. 750.000 € Gesamtkosten: ca. 750.000 €

F.3

F.4

F.5

Abbildung 90

Raumkompass des Amtes für Kul-

Immobiliennetzwerk Innenstadt – Leerstands- und Ansiedlungsma- tur und Freizeit der Stadt Nürn- Ausweitung und Verstetigung nagement sowie Impulsprojekte berg – Verstärkung der Aktivität

Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stab Innenstadt Federführung: Stab Innenstadt Federführung: Amt für Kultur

Umsetzung: läuft Umsetzung: fortlaufend und Freizeit

Gesamtkosten: ca. 200.000 € Gesamtkosten: ca. 600.000 € Umsetzung: läuft

Gesamtkosten: ca. 150.000 €

D Bau- E Kommunale Förder- F Sonstige

maßnahmen programme und Fonds Maßnahmen

E.3

Projektfonds Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungssamt Umsetzung: fortlaufend Gesamtkosten: ca. 375.000 €

F.1 F.1
Quartiersmanagement Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt Umsetzung: fortlaufend Gesamtkosten: ca. 900.000 €

F.2

Öffentlichkeitsarbeit Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt Umsetzung: fortlaufend Gesamtkosten: ca. 150.000 €

Abbildung 94

F.6

City Kongress - Workshop zur Weiter- entwicklung der Altstadt Mitte Handlungsfelder: Federführung: Stab Innenstadt Umsetzung: alle 2-3 Jahre Gesamtkosten: ca. 200.000 €

Abbildung 95

Übersichtskarte mit

Verortung der Projekte

C.19

C.17

C.20

C.1

C.8

C.9 C.3 C.3

C.4

C.3

C.5

C.21

C.10

C.11

C.12

C.13

C.12 C.12 C.2

C.3

C.16

C.6

A.9

C.14

B.1

D.1

C.7

C.18

A.6

D.2 D.3

C.15

Festsetzung

Gebietsumgriff

Abbildung 96

Festsetzung des Sanierungsgebietes umsetzungsorientiert und anpassungsfähig bleibt Zur Umsetzung der vom Stadtrat gebilligten und sowohl kurzfristige Impulse als auch langfristi- Entwicklungsziele für die Altstadt Mitte der Stadt ge Transformationsprozesse abbildet. Nürnberg wird auf Basis der vorbereitenden Untersuchungen geprüft, ob das Untersuchungsgebiet Abgrenzung des Sanierungsgebiets gemäß § 142 BauGB als Sanierungsgebiet förmlich Der Zuschnitt des Sanierungsgebiets Altstadt Mitte festgelegt wird. Ziel dieser Verfahrenswahl ist es, ergibt sich unmittelbar aus den angrenzenden, die identifizierten städtebaulichen, funktionalen, bereits festgelegten Sanierungsgebieten Altstadtsozialen und klimatischen Herausforderungen Nord und Altstadt-Süd. Beide Gebiete befinden zielgerichtet bearbeiten und hierfür Fördermittel sich in der Umsetzungsphase und werden in den der Städtebauförderung einsetzen zu können. kommenden Jahren aus der Städtebauförderung Die förmliche Festlegung schafft die rechtlichen auslaufen. Zwischen diesen beiden Förderkulissen Voraussetzungen, um städtebauliche Maßnahmen bestand bislang eine räumliche Lücke, die nicht als verbindlich zu steuern, private Investitionen zu eigenständiges Stadterneuerungsgebiet gesichert aktivieren und zentrale Transformationsprozesse, war. Mit der Abgrenzung des Sanierungsgeinsbesondere im Bereich der Handels- und Innen- biets Altstadt Mitte wird diese Lücke nun gezielt stadtentwicklung, koordiniert umzusetzen. geschlossen. Das neue Sanierungsgebiet stellt dabei keine Zusammenführung der bestehenden

Rosenau

Grundlage der Sanierungsziele Gebiete dar, sondern ergänzt diese funktional und

Grundlage der Sanierungsziele bilden die Ergeb- räumlich. Ziel ist es, auch den zentralen, besonders nisse der vorbereitenden Untersuchung Altstadt dynamischen Innenstadtbereich in die Städte- Mitte sowie die parallel fortgeschriebenen Zielset- bauförderung einzubinden und eine durchgänzungen des INSEK Altstadt Nürnberg. Beide Instru- gige, aufeinander abgestimmte Entwicklung der mente greifen ineinander und bilden gemeinsam Nürnberger Altstadt über mehrere Förderphasen den strategischen Rahmen für die zukünftige hinweg zu ermöglichen. Entwicklung. Die dynamischen Veränderungen im Einzelhandel, im Nutzungsgefüge, im öffentlichen Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm Raum sowie die zunehmenden Herausforderungen „Lebendige Zentren“ durch Klimaanpassung und soziale Fragestellungen Die Umsetzung der Sanierungsziele für die Altstadt machen eine Aktualisierung und räumliche Konkre- Mitte kann im Rahmen des Bund-Länder-Städtetisierung der bestehenden Zielsysteme erforderlich. bauförderungsprogramms „Lebendige Zentren“ Die VU übernimmt hierbei die Funktion, die zent- erfolgen. Ziel des Programms ist es, auf strukturalen Zielsetzungen für das konkret abgegrenzte relle, funktionale und klimatische Veränderungen Untersuchungsgebiet zu schärfen und mit Umset- in innerstädtischen Quartieren zu reagieren und Plärrer zungsperspektiven zu hinterlegen. deren Anpassungsfähigkeit zu stärken.

Fortschreibung der Sanierungsziele Förderfähig sind insbesondere Maßnahmen in

Unter Einbeziehung relevanter Akteurinnen und folgenden Bereichen: Akteure, der Fachreferate der Stadt sowie im • Qualifizierung des öffentlichen Raums und des Austausch mit Eigentümerinnen und Eigentümern Wohnumfelds werden die Sanierungsziele für die Altstadt Mitte • Klimaanpassung durch Begrünung, Entsiegegemeinsam weiterentwickelt. Die Ergebnisse lung und wassersensible Gestaltung werden in einem integrierten Maßnahmen- und • Stärkung von Nutzungsmischung, Aufenthalts- Handlungskonzept zusammengeführt, das prio- qualität und sozialer Infrastruktur risierte Einzelmaßnahmen den jeweiligen Handlungsfeldern zuordnet und als Arbeitsgrundlage Damit bietet das Programm einen geeigneten Förfür die nächsten Jahre dient. Die Fortschreibung derrahmen, um die in der VU Altstadt Mitte identifistellt sicher, dass die Sanierungsstrategie aktuell, zierten Handlungsbedarfe konkret umzusetzen.

Abbildung 97

Johannis

Kaiserburg

Sanierungsgebiet

Nördliche Altstadt

(seit 2010)

Pegnitz

St. Sebald

Hauptmarkt

Stadtmauer

VU-Gebiet

Altstadt Mitte

St. Lorenz Wöhrder Wiese

Sanierungsgebiet

Altstadt-Süd (seit 1998)

Marienvorstadt

Hauptbahnhof

INSEK-Gebiet Bestehendes Sanierungsgebiet Altstadt-Süd Bestehendes Sanierungsgebiet Nördliche Altstadt Gebietsumgriff Sanierungsgebiet Altstadt Mitte

44 Abgrenzung der Sanierungsgebiete in der Altstadt

Ausblick

In einem intensiven und sorgfältig

abgestimmten Arbeitsprozess wurden die

Sanierungsziele für die Altstadt Mitte erarbeitet

und mit zahlreichen Akteurinnen und

Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft, Kultur,

Sozialbereich sowie mit Eigentümerinnen

und Eigentümern rückgekoppelt. Sie bilden

nun die fachliche Grundlage für den weiteren

Umsetzungsprozess und formulieren klare

Zielrichtungen und Maßnahmen für die

gemeinsame Entwicklung im hochsensiblen

historischen Stadtkern.

Wie geht‘s

weiter?

Jetzt geht es in die Umsetzung –

ins Machen kommen!

Stadterneuerung zielt gemäß Baugesetzbuch auf die einheitliche Vorbereitung und zügige Durchführung städtebaulicher Aufwertungen ab. Die strategischen Grundlagen für die Altstadt Mitte sind mit der VU geschaffen. Nun beginnt die Phase der Umsetzung: Projekte müssen konkretisiert, priorisiert und realisiert werden – sichtbar und wirksam im Stadtraum.

Sichtbarkeit erzeugen – Wirkung entfalten

Nach einer längeren Phase der Analyse und Vorbereitung sollen erste Maßnahmen möglichst schnell im öffentlichen Raum, an Gebäuden und in Nutzungskonzepten sichtbar werden. Die Altstadt Mitte steht unter hoher öffentlicher Beobachtung; erfolgreiche Stadterneuerung entfaltet hier sofort Wirkung auf Image, Aufenthaltsqualität, Wirtschaftsstandort und soziale Stabilität. Dafür braucht es eine gezielte zeitliche, finanzielle und personelle Ressourcenbündelung bei allen beteiligten Stellen.

Priorisieren und bündeln

Um die Umsetzung wirksam zu steuern, braucht es eine klare politische Rückendeckung und eine verbindliche Priorisierung der Projekte. Die zeitliche Taktung der Maßnahmen ist auch mit Blick auf die Förderkulissen von Bund und Land entscheidend. Die Bündelung der Kräfte innerhalb der Verwaltung sowie zwischen öffentlichen und privaten Akteuren ist eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg der Stadterneuerung in diesem hochkomplexen Innenstadtbereich.

Stadterneuerung als Gemeinschaftsaufgabe

Die Entwicklung der Altstadt Mitte ist eine gemeinsame Aufgabe von Stadt, öffentlichen Einrichtungen, privaten Eigentümerinnen und Eigentümern, Wirtschaft, sozialen Trägern und Zivilgesellschaft. Neben öffentlichen Investitionen kommt der Steuerung privater Entwicklungen eine besondere Bedeutung zu. Gerade im dichten Gefüge der Altstadt entscheidet das Zusammenspiel öffentlicher Rahmengebung und privater Investitionsbereitschaft über den Erfolg der Sanierungsziele.

Sanierungsgebiet als Instrumentenkasten nutzen

Mit der förmlichen Festlegung als Sanierungsgebiet stehen der Stadt wirkungsvolle Instrumente des besonderen Städtebaurechts zur Verfügung, insbesondere die sanierungsrechtliche Genehmigungspflicht und das Vorkaufsrecht. Diese Werkzeuge sind eng mit den Instrumenten der Bauleitplanung, vertraglichen Regelungen und Förderprogrammen zu verzahnen und konsequent anzuwenden. Ergänzend können gezielte Anreize für private Investitionen, etwa über kommunale Förderprogramme oder steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten, zur Unterstützung der Sanierungsziele beitragen – stets mit Blick auf Wirksamkeit, Zielgenauigkeit und die Vermeidung von Mitnahmeeffekten.

Monitoring und Fortschreibung

Angesichts der hohen Dynamik im Bereich Einzelhandel, Nutzungsmischung, Mobilität, Klima und sozialer Infrastruktur ist ein regelmäßiges Monitoring der Sanierungsziele und Projekte erforderlich. Eine Überprüfung und Fortschreibung im Fünfjahresrhythmus ermöglicht es, auf neue Entwicklungen flexibel zu reagieren, Prioritäten nachzuschärfen und das gemeinsame Commitment für den Stadterneuerungsprozess dauerhaft zu sichern.

Fazit

Die Stadterneuerung in der Altstadt Mitte bietet die Chance, eines der bedeutendsten historischen Stadtquartiere Nürnbergs zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Die Ziele, Maßnahmen und Instrumente sind formuliert. Nun kommt es darauf an, diese gemeinsam, entschlossen und mit langem Atem umzusetzen.

Quellen- und

Abbildungsnachweis

Literatur und Dokumente Wirtschaftsfaktor Tourismus für die Stadt Nürn-

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Stadt Nürnberg, Umweltamt, Hitzeaktionsplan der Stadt Nürnberg, Stadtplanungsamt, Fortschreibung Stadt Nürnberg, 2022 der Sanierungsziele Altstadt-Süd, 2017.

Stadt Nürnberg, Referat für Umwelt und Gesund- Stadt Nürnberg, Bürgermeisteramt/Stab Stadtentheit, Klimaschutzfahrplan der Stadt Nürnberg wicklung, Überprüfung der INSEK-Ziele, 2020. 2020-2030, 2020. Stadt Nürnberg, Baureferat, Sozialreferat, Wirt- Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferat, INSEK Nürn- schaftsreferat, Ergänzende Vorbereitende Untersuberg am Wasser, 2012 chungen Altstadt Süd, 2005.

Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt, Mobilitäts- Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferat, Baureferat, beschluss für Nürnberg, 2022 Vorbereitende Untersuchungen Nördliche Altstadt, 2010. Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt, Nahverkehrskonzept für die Zukunft 2025+, 2013 Stadt Nürnberg, Planungs- und Baureferat, Nürnberger Linie Gestaltungshandbuch für den öffentli- Stadt Nürnberg, Nürnberg steigt auf, Fortschrei- chen Raum, 2018. bung der Radverkehrsstrategie 2030, 2022 Stadt Nürnberg, Bürgermeisteramt/Stab Stadtent- Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt, Fußver- wicklung, Bewerbung der Stadt Nürnberg für eine kehrsstrategie, 2023. Bayerische Landesgartenschau mit dem Konzept Urbane Gasrtenschau Nürnberg 2030, 2022.

Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg,

IFH Köln, Vitale Innenstädte – Europas größte Passantenbefragung, 2024.

Stadt Nürnberg, Seniorenamt, Berichte zur Quartiersarbeit - 10, Vorbereitende Sozialraumanalyse zur Quartiersentwicklung in der Seniorenarbeit, 2024.

Karten und Grafiken

Kartengrundlage: Geobasisdaten: Bayerische Vermessungsverwaltung

alle weiteren Karten und Graphiken: yellow z

Fotonachweis

Fotos S. 8-9, 11, 16-17, 22-23, 25, 35, 55, 63, 71, 78-79, 82-83, 86-87: Stadtplanungsamt Foto S. 20: Prospekt Hieronymus Braun 1608 (Auszug) Fotos S. 26-27, 43, 45: ? Foto S. 116-117: Quartiere-nürnberg.de

Fotos Projektsteckbriefe: A.4, A.5, A.7, A.8, B.1, C.1, C.2, C.3, C.7, C.8, C.9, C.10, C.11, C.12, C.13, C.20, C.21, D.1, D.2, E.1, E.2,: Stadtplanungsamt A.6: A.9: C.4: C.5: C.6: C.18: Rainer Halama D.3: Chris06 D.4: F.3: F.4: F.5:

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Impressum: Herausgeberin: Stadt Nürnberg Stadtplanungsamt Lorenzer Straße 30 90402 Nürnberg Druck: Druckerei Mustermann Straße und Hausnummer PLZ Nürnberg

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