Stadt Nürnberg Stadtplanungsamt Stadterneuerung Altstadt Mitte Vorbereitende Untersuchungen
Impressum
AUFTRAGGEBERIN
Stadt Nürnberg Stadtplanungsamt Lorenzer Straße 30 90402 Nürnberg www.stadtplanung.nuernberg.de
Koordination
Stadt Nürnberg, Stadtplanungsamt, Stadterneuerung
Projektbearbeitung
Martin Hofmann Sabine Fellmann
Weitere Fachämter – Beteiligungen
Amt für Kultur und Freizeit, Amt für Stadtforschung und Statistik, Bürgermeisteramt, Jugendamt, Liegenschaftsamt, Referat für Jugend, Familie und Soziales, Referat für Schule und Sport, Seniorenamt, Sozialamt, Sportservice, Stab Innenstadt, Stab Wohnen im Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat, Stadtentwässerung und Umweltanalytik, Wirtschaftsförderung Nürnberg
AUFTRAGNEHMERIN
Yellow Z Abel Bormann Koch Architekten und Stadtplaner PartGmbB Choriner Straße 55, 10435 Berlin
Konzepterstellung und Projektbearbeitung
Mario Abel Anne Schönfeld Giulia Desideri
Titelbild
Hajo Dietz
Sofern im Text nicht anders kenntlich gemacht beziehen sich die Angaben auf von der Stadtverwaltung Nürnberg zur Erarbeitung der VU Altstadt Mitte zur Vefügung gestellte Daten. Alle Fotos sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, von Yellow Z. Alle Karten sind auf Grundlage der Geodaten der Stadt Nürnberg durch Yellow Z erstellt worden. Alle Grafiken sind, sofern nicht anders gekennzeichnet, von Yellow Z erstellt worden.
Berlin, März 2026
gefördert durch
Stadterneuerung
Altstadt Mitte
Vorbereitende Untersuchungen
Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
unsere Innenstädte verändern sich spürbar. Der Strukturwandel im Handel, neue Arbeits- und Lebensformen und die Folgen des Klimawandels stellen uns vor Herausforderungen, eröffnen aber zugleich neue Spielräume. Es geht heute mehr denn je darum, die Altstadt als lebendigen Ort zum Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Begegnen weiterzuentwickeln – klimaangepasst, vielfältig und resilient. Mehr Grün, angenehmere Aufenthaltsräume, kurze Wege und eine gute Mischung der Nutzungen sind dabei zentrale Bausteine.
Der Leerstand des ehemaligen Kaufhofs in der Königstraße steht sinnbildlich für diesen Wandel. Angesichts der Vielfalt an vergangenen und laufenden Zwischennutzungen wird sichtbar, wie viel Energie, Kreativität und Experimentierfreude in unserer Stadtgesellschaft steckt. Diese Impulse wollen wir aufnehmen und gemeinsam mit Gewerbetreibenden, Kulturschaffenden und der Bürgerschaft in tragfähige Perspektiven übersetzen.
Mit dem Ergebnisbericht zu den Vorbereitenden Untersuchungen für das Sanierungsgebiet Altstadt Mitte liegt nun die Grundlage für die nächsten Schritte in einem zentralen Bereich unserer Stadt vor. Aufbauend auf dem INSEK Altstadt Nürnberg sowie den Erfahrungen aus den bereits bestehenden Sanierungsgebieten Altstadt-Süd und Nördliche Altstadt zeigt der Bericht klar, wo wir stehen – und vor allem, welches Potenzial in der Altstadt Mitte steckt.
Die Sanierung der Altstadt Mitte ist damit kein Selbstzweck, sondern ein gemeinsames Zukunftsprojekt. Ich lade alle ein, diesen Weg engagiert mitzugehen und die Altstadt mutig weiterzudenken.
Daniel F. Ulrich Planungs- und Baureferent der Stadt Nürnberg
Inhaltsverzeichnis
01 Einleitung 09
Anlass 10 Aufgabe, Methodik und Prozess 10 Zeitschiene und Steuerung 12 Beteiligungsformate 13
02 Gebietsporträt 17
Lage und Funktion in der Stadt 18 Historische Einordnung 20 Planerische Rahmenbedingungen 21
03 Integrierte Analyse 23
Erlebnisraum durch Nutzungsmix – Einkaufen, Kultur und Freizeit 24 Aufenthaltsqualität und öffentlicher Raum 34 Grün und Klima 42 Mobilität und Erreichbarkeit 52 Lebensumfeld – Wohnen, Bildung, Soziales und Gesundheit 62 Kaufhof und Umfeld 70
04 Übersicht Sanierungsziele 79
05 Integrierter Rahmenplan 83
06 Umsetzung 87
Realisierungsansätze 88 Investitionsprogramm 100 Projektsteckbriefe 104 Übersichtskarte 112 Festsetzung Gebietsumgriff und Fazit 114
07 Ausblick 117
Quellen- und Abbildungsnachweis 120
Einleitung
Nürnbergs Altstadt steht exemplarisch für
die gleichzeitige Bewahrung historischer
Identität und die Anpassung an aktuelle
städtische Herausforderungen. Als zentraler
Handels-, Kultur- und Lebensraum treffen hier
vielfältige Nutzungen und hohe funktionale
Anforderungen aufeinander. Mit den
Vorbereitenden Untersuchungen (VU)
für das Gebiet Altstadt Mitte wird eine
gemeinsame, abgestimmte Grundlage
geschaffen, um die Weiterentwicklung des
Quartiers in den kommenden 10 bis 15 Jahren
strategisch, integriert und zukunftsorientiert
zu gestalten.
Aufgabe, Methodik
Anlass und Prozess
Altstadt neu denken Sanierungsmaßnahmen gemäß BauGB
Innenstädte in Deutschland stehen zunehmend vor Mit den Vorbereitenden Untersuchungen (VU) nach großen Herausforderungen: Der Strukturwandel im § 141 BauGB werden für den Bereich Einzelhandel, verändertes Konsumverhalten, Digi- Altstadt Mitte die städtebaulichen, funktionalen talisierung sowie neue Freizeit- und Arbeitsformen und strukturellen Voraussetzungen für die förmprägen auch in Nürnberg die Entwicklung zentraler liche Festlegung eines Stadterneuerungsgebietes Lagen. Die Altstadt steht dabei unter besonderem geprüft. Ziel ist es, bestehende Handlungsbedarfe, Druck und muss sich unter neuen Rahmenbedin- Funktionsschwächen und Entwicklungspotenziale gungen als lebendiges, vielfältiges und zukunftsfähi- zu erfassen und daraus gebietsbezogene Sanieges Zentrum behaupten. Die für 2030 vorgesehene rungsziele und Maßnahmen abzuleiten. Diese Ausrichtung der Landesgartenschau als „Urbane sollen in den nächsten 10 bis 15 Jahren umgesetzt Gartenschau“ in der Altstadt verleiht der Entwick- werden. Alle fünf Jahre ist eine Evaluierung und lung zusätzliche Dynamik. Fortschreibung vorgesehen. Durch die Aufnahme in das Bund-Länder-Programm „Lebendige Gleichzeitig ist die Nürnberger Altstadt ein histo- Zentren“ bestehen Zuschussmöglichkeiten aus risch einzigartiger Stadtraum, dessen mittelalterliche der Städtebauförderung insbesondere für Stadtstruktur, Parzellenlogik und bauliche Zeugnisse kommunale Investitionen. bis heute das Stadtbild prägen und wesentliche Identität gleichermaßen für Bewoh-nerinnen und Ableitung aus INSEK Bewohner sowie Gäste stiften. Sanierungsgebiete sind aus den Zielsetzungen übergeordneter strategischer Konzepte abzuleiten. Stadterneuerung als Chance Die VU Altstadt Mitte ist daher inhaltlich und zeitlich Stadterneuerung begleitet und unterstützt bereits eng mit der parallellaufenden Fortschreibung des seit vielen Jahren in der Nördlichen Altstadt und im Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK) Bereich Altstadt-Süd eine nachhaltige und an den Altstadt verzahnt. Während das INSEK die strategi- Bedürfnissen der Menschen ausgerichtete Quar- schen Leitlinien für die gesamte Altstadt fortschreibt, tiersentwicklung. Der zentrale Einkaufs- konkretisiert die VU die Betrachtungsschwerpunkte bereich der Lorenzer Altstadt war mangels im potenziellen Sanierungsgebiet Altstadt Mitte. ausgeprägter Missstände bisher noch nicht als Sanierungsgebiet ausgewiesen.
In den letzten Jahren wurden jedoch insbesondere im Bereich Altstadt Mitte die Folgen der aktuellen Transformation sichtbar: Leerstände, Nutzungsverschiebungen und ein wachsender Bedarf an klimaangepassten und qualitätsvollen Stadträumen auch ohne Konsumverpflichtung treffen hier auf einen sensiblen, geschichtsträchtigen Bestand.
Der nun anstehende Stadterneuerungsprozess reagiert auf diese Herausforderungen und hat das Ziel, den innerstädtischen Wandel im Einklang mit der historischen Prägung des Ortes aktiv zu gestalten und die künftige Entwicklung städtebaulich zu steuern.
1 INSEK Altstadt (2012)
2 Foto mit Shopping im historischen Ambiente und Pflaster
Ganzheitlicher Ansatz
Die Bearbeitung folgt dem in Nürnberg etablierten integrierten Planungsansatz, berücksichtigt dabei unterschiedliche fachliche Rahmenbedingungen und bettet Themen wie Nutzungsstrukturen, Mobilitätswende sowie Klima- und Umweltbelange in den baukulturellen und denkmalpflegerischen Kontext
Analyse + Beteiligung
der Altstadt ein. Sie gliedert sich in mehrere Phasen und basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Fachverwaltung, externen Büros und Stadtgesellschaft. Bevölkerung und Stakeholder wurden über verschiedene Beteiligungs- und Dialogformate eingebunden.
Integrierte Analyse und Rahmenplan
Um die Ergebnisse möglichst kompakt und vielsei- Fazit tig weiterverwendbar zu dokumentieren, wurden die Handlungsfelder in einem integrierten Analyseformat aufbereitet: Erkenntnisse aus der Analyse, daraus abgeleitete Zielformulierungen und eine Fazit-Karte sind je Handlungsfeld in direkter Abfolge dargestellt. Die wesentlichen Ergebnisse aller Handlungsfelder werden abschließend in einem großformatigen integrierten Rahmenplan des gesamten Untersuchungsgebietes im Zusam-
Ziele
menhang räumlich verortet. 3 Systematischer Aufbau der integrierten Handlungsfelder
Zeitschiene und
Steuerung
Der Nürnberger Stadtrat hat im Juni 2024 die Einleitung der VU Altstadt Mitte beschlossen. In den folgenden Monaten wurden vorhandene Unterlagen zum Gebiet ausgewertet, die Belange aller betroffenen städtischen Geschäftsbereiche abgefragt sowie eine Beteiligung öffentlicher Aufgabenträger durchgeführt. Ergebnisse verschiedener Beteiligungsangebote wurden zu einem Stimmungsbild verdichtet und in die Bearbeitung eingespeist. Eine vertiefte Bearbeitung der VU Altstadt Mitte erfolgte seit dem Frühjahr 2025 mit Unterstützung des Berliner Stadtplanungsbüros „Yellow Z“ in mehreren aufeinander aufbauenden Phasen.
Verzahnung mit INSEK Altstadt
Von der Bestandsaufnahme über die Analyse und Zieldefinition bis zur Ableitung von Maßnahmen und Projekten ist die VU eng mit der Fortschreibung des INSEK Altstadt verzahnt und wurde verwaltungsintern von einer Arbeitsgruppe aus Fachexpertinnen und -experten begleitet. Die unten stehende Grafik zeigt den zeitlichen Ablauf der Bearbeitungsschritte, Zuständigkeiten und Beteiligungsformate. 5 Wünsche der Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt vom 23.09.2025
Ablauf VU INSEK
03/2025 - 05/2025 06/2025 - 08/2025 Bausteine Grundlagenermittlung + Handlungsfelder Bestandsanalyse
| 1 6 2 5 3 4 Bündelung Handlungsfelder | ||
|---|---|---|
| Kommuni- kation | Information Co | -Produktion |
| Zwischenbericht Gebietsteam |
Beteiligungs-
formate
Die Erarbeitung der VU Altstadt Mitte wurde durch • Begehung der Altstadt am 28. Mai 2025 zur verschiedene Beteiligungsformate online und vor gemeinsamen Bestandsaufnahme vor Ort, Ort begleitet, um den Dialog zwischen Stadtver- • Sitzung des Gebietsteam-Altstadt am 7. waltung, Fachöffentlichkeit und Stadtgesellschaft August 2025 und am 4. Dezember 2025 zur sicherzustellen. Ziel war es, fachliche Expertise und ämterübergreifenden Koordination, lokale Perspektiven frühzeitig in den Prozess einzu- • öffentliche Zukunftswerkstatt am binden. In den Jahren 2024 und 2025 fanden dazu 23. September 2025 zur Entwicklung mehrere zentrale Veranstaltungen und Gesprächs- erster Handlungsansätze mit der interessierten formate statt, zum Beispiel: Öffentlichkeit,
- Kinderbeteiligung - Erfahrungsfeld goes • Seniorenbeteiligung am 01. Oktober 2025,
Innenstadt im August 2024, • Jugendbeteiligung im Oktober 2025 sowie
- Graphic Recording am 21. und 22. September • Gespräche mit Expertinnen und Experten
zur Abfrage von Entwicklungsimpulsen für das zwischen August und November 2025 mit leerstehende Kaufhof-Gebäude im Rahmen des kommunalen Vertreterinnen und Vertretern Festivals „Zukunftsmusik“ aus Wirtschaft, Sozialwesen, Kultur,
- Online-Beteiligung vom 1. bis 31. Oktober Denkmalpflege und Stadtentwicklung.
2024 auf der städtischen Beteiligungsplattform zur Erhebung von Wünschen, Ideen und Die Ergebnisse dieser Formate wurden doku- Beobachtungen aus der Bürgerschaft, mentiert und flossen fortlaufend in die Analyse,
- City-Kongress am 27. Mai 2025 als Zielformulierung und Maßnahmenentwicklung der
öffentlicher Auftakt mit Stakeholderinnen vorliegenden Untersuchung ein. Sie bildeten auch und Stakeholdern aus Handel, Gastronomie, eine wichtige Grundlage für die parallellaufende Bürgerschaft, Interessensvertretungen, Fortschreibung des INSEK Altstadt. Kammern und Verwaltung
09/2025 - 12/2025 01/2026 - 04/2026 05/2026 - 06/2026 Fazit + Umsetzungskonzept + Dokumentation Umsetzung Ziele Fokusräume
| 1 2 A 3 Umsetzungs- B konzept C Fertigstellung Fokusräume INSEK Text und Erläuterungen | |
|---|---|
| Diskussion | |
| Satzungsbeschluss Sanierungsgebiet im Stadtplanungsausschuss (April 2026) |
INSEK VU
Endbericht Weitere Formate
Reflektion + Ausblick
Satzungserlass Vorstellung (Mai 2026) Abschlussbericht Öffentliche INSEK im Stadt- Schlusspräsentation planungsausschuss (Tag der Städtebau- (Sommer 2026) förderung, 9.05.2026)
6 Graphic Recording im Rahmen des Festivals „Zukunftsmusik“ im September 2024 7 City Kongress im Mai 2025
Übersicht Beteiligungsformate
Beschluss Graphic City Sitzung
Vorbereitende Recording Kongress Gebietsteam
06/24
Untersuchungen Altstadt
06/24 08/24 09/24 10/24 05/25 05/25 08/25
Erfahrungsfeld
der Sinne goes Online- Altstadt-
Innenstadt Beteiligung Begehung
Impressionen Wünschewand Kaufhof
Stab Innenstadt | Erfahrungsfeld goesInnenstadt -Sommeredition 9 8 Erfahrungsfeld der Sinne goes Innenstadt im August 2024 9 Online-Beteiligung Oktober 2024
7 City Kongress im Mai 2025 10 Zukunftswerkstatt mit Oberbürgermeister Marcus König im September 2025
Zukunfts- Jugend-
werkstatt beteiligung
08-11/25 09/25 10/25 10/25 12/25
Gespräche mit Sitzung
Expertinnen und Senioren- Gebietsteam Gemeinsam erarbeitete
Experten beteiligung Altstadt Vision für die Altstadt Mitte
11 Eindrücke der Begehung des VU-Gebiets durch das Auftragnehmerteam und Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Nürnberg im Mai 2025
Gebietsporträt
Das Gebietsporträt beschreibt die
räumlichen, funktionalen und historischen
Grundlagen der Altstadt Mitte. Es verortet
das Untersuchungsgebiet im Herzen der
historischen Nürnberger Altstadt, deren
einzigartige bauliche und kulturelle Schichten
das heutige Stadtbild maßgeblich prägen.
Der Abschnitt skizziert die historisch-
städtische Entwicklung und fasst zentrale
planungsrechtliche und konzeptionelle
Rahmenbedingungen zusammen, die für die
zukünftige Weiterentwicklung der Altstadt
Mitte leitend sind.
Lage und Funktion
in der Stadt
Das Untersuchungsgebiet Altstadt Mitte liegt Teilbereichen eine Rolle. Der Nutzungsschwerpunkt zentral innerhalb der Nürnberger Altstadt und wird liegt deutlich auf den gewerblich und publikumsim Wesentlichen von Adlerstraße, Theatergasse, orientiert genutzten Flächen. Frauengasse und Hinterer Ledergasse gefasst. Der Gebietsumgriff ergibt sich aus den Abgrenzungen Das Gebiet umfasst rund 19 Hektar und zählt der umgebenden Sanierungsgebiete Altstadt-Süd aktuell 113 Wohngebäude mit etwa 790 Wohnunund Nördlicher Altstadt. Es befindet sich in fußläu- gen, in denen rund 1.140 Einwohnerinnen und figer Nähe zum Hauptbahnhof, zur Pegnitz und Einwohner in 771 Haushalten leben. Damit weist zu den überregional bedeutenden historischen die Altstadt Mitte eine im Vergleich zur übrigen und touristischen Zielen Hauptmarkt und Kaiser- Altstadt geringe Wohnnutzung, jedoch eine hohe burg. Der größte Sakralbau der Stadt, St. Lorenz, Nutzungs- und Aufenthaltsdichte auf. ist zugleich das dominante Bauwerk innerhalb des Untersuchungsgebiets. Der eng bebaute mittelal- Durch ihre zentrale Lage, die Nähe zu wichtigen terliche Stadtgrundriss prägt die räumliche Struktur historischen Anziehungspunkten und die enge und die hohe Nutzungsintensität des Gebiets bis Verflechtung mit dem umliegenden Stadtraum heute. übernimmt die Altstadt Mitte eine Schlüsselrolle für die Gesamtentwicklung der Nürnberger Altstadt. Die Altstadt Mitte bildet das funktionale Herz der Gleichzeitig führen der Strukturwandel im Einzel- Altstadt. Sie vereint auf engem Raum Einzelhandel, handel, veränderte Mobilitätsbedürfnisse und klima- Gastronomie, Dienstleistungen sowie Kultur- und tische Belastungen zu neuen Anforderungen an Freizeitangebote. Dauerhaftes Wohnen spielt nur in Gestaltung, Nutzung und Aufenthaltsqualität.
Johannis
Kaiserburg
Sanierungsgebiet
Pegnitz Nördliche Altstadt
(seit 2010) Wöhrd
St. Sebald
Stadtmauer
Rosenau Hauptmarkt
VU-Gebiet
Altstadt Mitte
St. Lorenz
Wöhrder Wiese
Plärrer Sanierungsgebiet
Altstadt-Süd (seit 1998) Marienvorstadt
Hauptbahnhof
12 Lage des Untersuchungsgebiet innerhalb der Altstadt
Gebietssteckbrief Altstadt Mitte
Fläche ca. 19 Hektar; kompakter, hochverdichteter Innenstadtbereich
zwischen Adlerstraße, Theatergasse, Frauengasse und Hinterer Ledergasse
Einwohnende/Haushalte ca. 1.140 Einwohnerinnen und Einwohner in 771 Haushalten
Wohngebäude/Wohnungen 113 Gebäude mit rund 790 Wohnungen
Funktionale Lage zwischen Hauptbahnhof, Pegnitz und Hauptmarkt; hohe Passantenfrequenz, starke touristische Prägung in einem historisch einmaligen Stadtgefüge mit hoher baukultureller Bedeutung
Historische Identität Teil des denkmalgeschützten Altstadt-Ensembles mit
hoher historischer Prägung und Einzeldenkmälern von überregionaler Bedeutung
Bebauung geschlossene Blockrandstruktur, weitgehend kleinteilige
Parzellierung, Nachkriegsbebauung mit einzelnen größeren (Handels-)Neubauten
Nutzungsstruktur überwiegend Einzelhandel, Gastronomie und
Dienstleistungen; Wohnen v. a. in Obergeschossen und Teilbereichen; gemischte Baufläche (Flächennutzungsplan); Kerngebiet (Baunutzungsverordnung)
Freiraumanteil sehr gering; nahezu vollständige Versiegelung, wenige öffentliche Grün- oder Aufenthaltsflächen
Bund-Länder- Lebendige Zentren: Erhalt und Entwicklung
Städtebauförderungsprogramm lebendiger Innenstadtbereiche
13 Ausschnitt aus dem „Braunschen Prospekt“ von 1608
Historische
Einordnung
Das Untersuchungsgebiet liegt im Kern der Loren- deutlich von den Formen der Vorkriegsaltstadt zer Altstadt, die sich seit dem Mittelalter südlich der abweicht und damit eine eigenständige Schicht Pegnitz als dicht bebautes Handels-, Handwerks- innerhalb des denkmalgeschützten Ensembles und Marktquartier entwickelte. Charakteristisch bildet. Das Zusammenspiel aus historischer Stadtsind der bis heute weitgehend erhaltene mittelalter- grundrissfigur, wiederaufgebauten Nachkriegsliche Grundriss, die enge Abfolge von Gassen und strukturen und punktuell erhaltenen Baudenkkleinen Platzräumen sowie die Ausrichtung wichti- mälern bildet heute einen wesentlichen Teil der ger Stadträume auf St. Lorenz und das Königstor. Ensemblewirkung und ist für die Beurteilung Der Bereich ist zugleich integraler Bestandteil des künftiger Eingriffe von zentraler Bedeutung. In Ensembles Altstadt Nürnberg, dessen Charakter ins- den Folgejahren haben großflächige Einzelhanbesondere durch die historische Grundstruktur, die delsbauten und Nachverdichtungen den Stadtstadträumlichen Bezüge und die Ablesbarkeit der raum zusätzlich verändert. mittelalterlichen Stadtentwicklung geprägt wird. Aktuell befindet sich die Altstadt erneut im Auch das Untersuchungsgebiet wurde, wie weite Wandel: Der Rückgang des klassischen Einzelhan- Teile der Altstadt, im Zweiten Weltkrieg schwer dels, neue gastronomische und freizeitbezogene zerstört. Der Wiederaufbau orientierte sich weit- Nutzungen und steigende Anforderungen an gehend und bewusst an der historischen Straßen- Klimaanpassung führen zu einer schrittweisen führung und der kleinteiligen Parzellierung, wählte Funktionsverschiebung. Vor diesem Hintergrund jedoch modernisierte Bauformen und vereinfachte rückt die Frage in den Fokus, wie sich die historisch Typologien. Dadurch entstand ein Bestand, der gewachsene Identität bewahren und zugleich historische Grundstrukturen wahrt, zugleich aber weiterentwickeln lässt.
Flächennutzungsplan der Stadt Nürnberg
mit integriertem Landschaftsplan
(Zusammendruck mit Änderungen u. Berichtigungen)
Erklärung der Planzeichen und Darstellungen
§12 (3) 1b
Bauflächen Freiflächen
G Wohnbauflächen Grünflächen
gemischte Bauflächen öffentliche Park- und Grünanlage
Friedhof
L
gewerbliche Bauflächen
L
Kleingärten
L L
gewerbliche Bauflächen mit Schwerpunkt Dienstleistung
L Kleintierhaltung
LB L 4 km
F Sonderbauflächen Sportanlage
Weitere Schutzzone A L LB LB
LB ND Betreutes Spielen
L ggrrooßßffllääcchhiiggeerr EEiinnzzeellhhaannddeell
Weitere Freibad Schutzzone B Flughafen
LB T Historischer Garten
L Großmarkt
L Weitere L G G Messe
Schutzzone A LB H Hafen-Güterverkehrszentrum M
LB T
LB L Feldbahnmuseum
LB Messe F
W
W T
W
Engere W F P Park & Ride (P&R) Bereich für Grünflächenentwicklung
Schutzzone L
W
W W L Bauhof u. Außenbezirk des Wasser- u. Schifffahrtsamtes *
Bereich für gliedernde Grünverbindungen
E FestplWatz W L LB L T L V Verkehrsbetrieb S W c e h i u te tz re zone A LB L LB L HL Hotel Ortsrandgestaltung
S W
T §12 (3) 1a
Hochschule übergeordnete Freiraumverbindungen
HO
W LB
LB
Justizvollzugsanstalt
F L JV Flächen für die Landwirtschaft
Festplatz
F W
Sport
SP
Flächen für Wald
LB F Kultur- und Kongresszentrum
W G K
Ü
W BBaannnnwwaalldd **
Sonderbauflächen mit Schwerpunkt Freiflächennutzung
Festplatz
LB W T W Umgrenzung von Flächen für Abgrabungen und Aufschüttungen
W W
W 62 Wochenendhausgebiet E F GL W LB T W
W LB LB W T G T GL Garten- und Landschaftsbau Schutzgebiete und Schutzobjekte
W W
1,5 km L im Sinne des BNatSchG und des BayNatSchG
Sonderbaufläche mit Angabe der Zweckbestimmung
LB F 64 Weitere Schutzzone A Camping z.B. Camping Umgrenzung LB T
Naturschutzgebiet *
Flächen für Gemeinbedarf
F L Landschaftsschutzgebiet *
T L
§ § 1 1 2 2 ( ( 1 3 ) ) 5 2a W F T G L Einrichtungen für Gemeinbedarf LB geschützter Landschaftsbestandteil *
öffentliche Verwaltung
§12 (2) L Flächen nach §30 BNatSchG i.V.m. Art.23 BayNatSchG
T < 3000m²/ > 3000 m² *
§12 (1) 2 F F kirchlichen und religiösen Zwecken dienende Einrichtung
F T L 72 L T W F W Schule oder andere Bildungseinrichtung ND Naturdenkmal *
§12 (2) sozialen Zwecken dienende Einrichtung
Festplatz Zone II T Landschaftsentwicklung und Biotopverbundsystem
F
F
E Zone A T T §12 (1) 1 gesundheitlichen Zwecken dienende Einrichtung
Schwerpunktgebiete der Landschaftsentwicklung und des
T L kulturellen Zwecken dienende Einrichtung
F T T Zone C (a) Biotopverbundsystems: Schutz, Entwicklung und ressourcenschonende
T Bewirtschaftung von Flächen und Böden mit besonderer Bedeutung für
FBP = SBP T T L §12 (1) 2 b a e lt i e B S u t c e h in e b n r b ü ü c h h l e sportlichen Zwecken dienende Einrichtung den Arten- und Biotopschutz sowie Wasserhaushalt insbesondere der W LB Zone B W W F Zone I §12 (1) 3, 4 T T Zone I T §12 (2)T T p F l e a s tz t- L L Zone B Zone C (i) Sicherheit Ü lin b e e a r r s e c h M w a e ß m n m ah u m ng e s n b b e e r r e e i i c c h h e e zum Schutz, zur Pflege und zur
W
W T Sonstiges
W W W
W W Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft entlang von
W
T G Fließgewässern
Zone C (i) §12 (2) Zone A
Hauptverbundachsen Biotopverbundsystem
W Zone II F Flächen für die Ver- und Entsorgung
Zone C (a) F T magere Trockenstandorte
W U
F F T Elekrizität
GL
W 72 LB Verkehrs- F Feuchtgebiete
übungsplatz
W L F
Fernwärme
Flurdurchgrünung
W
L Wasser
GL W F L §12 (3) 2a Erhaltung und Entwicklung von Grünland
T §12 (1) 5
Abwasser
67 F
E F Flächen mit potentieller Betroffenheit hinsichtlich der im Rahmen des
Weitere
F BD Schutzzone A Abfall Europäischen Biotopverbundes "Natura 2000" an die Europäische
S U
F F Kommission übermittelten Gebietsmeldungen */**
F L Flugsanddüne
L bei Erlenstegen
64 T L Tierfriedhof Führung der Hauptleitungen für Versorgung
W W
W Tierheim
W F
W W §12 (2) Elektrizität * Wasserflächen
W
W W 1,5 km L G E
62 T
Gas * stehende Gewässer und Fließgewässer I.Ordnung
F G
F
Planerische F W Fernwasser * §12 (3) 2b Gewässer II. und III. Ordnung
LB §12 (1) 5
Rahmenbedingungen T
F Umgrenzung von Bauflächen, für die eine zentrale Umgrenzung der Flächen für die Wasserwirtschaft
E LB F L Abwasserbeseitigung nicht vorgesehen ist
Das VU-Gebiet Altstadt Mitte liegt zwischen Kerngebieten ab dem 2. Obergeschoss zulässig LB T Ü Überschwemmungsgebiete * F den Sanierungsgebieten Nördliche Altstadt und sind (B-PlaTn Nr. 4286) u F nd in einem Bereich (B-Plan T F Altstadt-Süd, war als gut funktionierender Einzel- Nr. 4580) sFe es lb t- stständige Parkhä Be u tr s ie e b r sh u of nd Großgara- P T L T Verkehrsflächen Ü vorläufig gesicherte Überschwemmungsgebiete * handelsstandort bisher jedoch kein eigenständiges gen unzuläplsastzig sind. Das Bebauungsplanverfahren Stadterneuerungsgebiet. Übergeordnet gilt das Nr. 4T250 steuert insbes F ondere die Ansiedlung von T F R oberirdische Regenbecken (nicht dauerhaft bespannt) * GL Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Vergnügungsst F ätten und sonstigen Unterhaltungs- T T T Straßen R unterirdische Regenbecken * Altstadt aus dem Jahr 2012 als strategischer aktiviFtäten sowie gastronomischen Nutzungen. T T L Engere Schutzzone F F O bu ri n e g n t d ie e r s u I n N g S s E r K ah w m ir e d n . p D Far ie a l l l a e u l z fe u n rF d V e U F e o r r a ts r Fc b h e r i e te i- t, F Ergä T nzend bestehen vielfältige informelle Planungs- T T LB T F L Fassungsbereich L G A
* Umgrenzung der Wasserschutzgebiete *
A
b
h
d
r
to
b
h
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Z o n
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B
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F wodurch Feine enge Verzahnung zwischen strategi- grundlagen, darunter der Masterplan Freiraum, der R T T gemessen vom durchgehenden Fahrbahnrand an Autobahnen F F F s g c e h w e ä r h S r t l a e d is t t e e n t t i w st i . c klung und operativer Sanieru T ng K ko l T im nz a e p p l t a , n d 2 a 0 s 3 V 0 e , r d gT a n s ü E g i u n n z g e s lh st a ä n t d te e n l T s k - o u n n z d e Z p e t n so tr w e T n ie - T T F L G überörtliche u. örtliche Hauptverkehrsstraßen */**** Textliche Darstellung Immissionsschutz F F F T Fachkonzepte zu MEobilität und Tourismus. Beson- ND ND T Ü Trassenführung in Prüfung D se ie it i I g m b m e i e s i s n i t o rä n c s h sc ti h g u e t n z a k n ö f n o n r e d n e , r u s n in g d e n z u z w un is t c e h rs e u n c G he e n b . ieten, deren Nutzungen sich gegen-
Im ba uleitplanerischenT Kontext ist das Gebiet im ders für die Altstadt Mitte relevant sind zudem L Ü Ü L Dies ist vor allem der Fall bei Wohnbauflächen und gemischten Bauflächen einerseits und Flächennutzungsplan als gemischte Baufläche die denkmalpflegerischen Anforderungen an die T dargestellt. Hinsichtlich der Art der baulichen Nut- Entwicklung des geschützten Altstadt-Ensembles E Ü Engere Schutzzone L ÖPNV m So it n d d e e n rb Z a w u e flä ck c b h e e s n t , i m ge m w u e n r g b e lic n h F e r n e i B ze a i u ta fl n ä l c a h g e e n n , , F S lä p c o h rt e a n n l f a ü g r e G n e u m n e d i n F b e e s d tp a l r a f t u z n s d o w G i r e ünflächen
T T
T L
L Ü L T z w u e n it g ü im be S rw in i n e e g e d n e d r B e a in u n K u e t r z n u g n e g b s ie v t e r ( o M rd K n ) u v n o g r. l D ie i g e t u m n ä d le d r, e d r i E e i n V z o e r l g d a e b n e k n m z ä u le r r E s r o h w al i t e u d n e g r d B e o s d h e i n st d o e r n is k ch - en Ü W U U - Bahn * Verkehrsflächen andererseits. R T rechEtskräftigen Bebauungspläne (Nr. 4580, 4323, Stadtgrundrisses und die Leitlinien zur Weiterent- T L L L W
* Nachrichtliche Übernahmen und Vermerke nach § 5 (4) BauGB
4321, 4286 und 3696) regeln u. a. den Ausschluss wicklung der prägenden Nachkriegsbebauung. S Stadtbahn/ Straßenbahn * Ü LB Für den Entwurf maßgebliche Auswahl L T von Vergnügungsstätten, den Ausschluss von Licht- Ü R spieltheatern mit überwiegendem Angebot von Die VU Altstadt Mitte greift diese Planungsan- ND T G Bahnanlagen * ** Auswertung für alle "Nicht-Freiflächen" sowie für Grünflächen mit T T Sexdarstellungen sowie Spielhallen, Bordellen, den sätze auf und dient als fachliche Grundlage für die Zweckbestimmung Ausschluss von Läden mit Sexartikeln und den Aus- ergänzende Anwendung der Werkzeuge aus dem schluss von Angeboten des Freizeit- und Vergnü- beso§1n2 d(3e) 1raen Städtebaurecht, z. B. Vorkaufsrecht T Bahntunnel * **** Klassifizierung nach Kartengrundlage
U S
T T 4 km
Ü gungssektors bei Schank- und Speisegaststätten. oder sanierungsrechtliche Genehmigungspflicht. L E Des Weiteren regeln sie, dass Wohnungen in den T E Flugverkehr °° seit 09.09.2014 rechtlich ersetzt/ anzupassende überholte Darstellung L Ü
U S S S
T E
T Ü L Flughafen
L
T E Lärmschutzbereich (nach Regionalplan B XII) °° HO E T R (Lärmschutzzonen mit Schallpegelangaben in dB(A))
S S S S
L L T Burgberg ND Landschaftsplan:
Ü Nürnberg E Schutzzone nach Fluglärmgesetz * °°
T E Stadt Nürnberg Umweltamt
JV Bauschutzbereiche gem. § 12 LuftVG *
T ND ND E Kartengrundlage:
ND ND ND ND LB L Bundeswasserstraße *
U S
HO T Stadt Nürnberg, Amt für Geoinformation und Bodenordnung, E T T E Ü ND HO L Ü L Tiergarten Stand 2001 HO ND ND N D O
ND T Kennzeichnungen
G L F a a m lte S S c t h e m in a b u rü s c e h n e buck Weitere Schutzzone A
U S S U
T T Ü Ü
L
Denkmalschutz/ Ensemble *
HO F T Tiergartenhotel
HO T T W Ü L BD Bodendenkmal *
T T T Tiergarten Für bauliche Nutzung vorgesehene Flächen, deren Böden
U U
T F erheblich mit umweltgefährdenden Stoffen belastet sind
S E c n h g u e t r z e zone T T W F 0 1000
HO Für bauliche Nutzung vorgesehene Flächen mit Verdacht
SS S W
§12 ( k ) 1b
T 14 Auszug Flächennutzungsplan Nürnberg 2025
T T F auf erhebliche Belastung durch umweltgefährdende Stoffe
E T T Richtfunkstrecke * M 1 : 20 000
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Weitere 21 W Schutzzone A E T T Stadtgrenze *
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L T Die Stadt Nürnberg hat mit Beschluss des Stadtrats vom 26.10.2005 und ergänzendem
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Beschluss vom 25.01.2006 den Flächennutzungsplan der Stadt Nürnberg mit integriertem
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W F Landschaftsplan (FNP) in der Fassung vom Oktober 2005 abschließend festgestellt. LB L
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Nach Genehmigung durch die Regierung von Mittelfranken mit Bescheid vom 02.02.2006
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T L (AZ: Nr. 34 - 4621/N-1/90) gemäß § 6 BauGB wurde dieser durch öffentliche Bekanntmachung
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LB L F L F E T F im Amtsblatt gemäß § 6 Abs. 5 BauGB am 08.03.2006 rechtswirksam. G L F T F N T G F F F F
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Ü G F E F F L Soweit es die städtebauliche Entwicklung und Ordnung erfordert, wird der FNP mittels
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F T Einzeländerungsverfahren oder Berichtigungen fortgeschrieben bzw. aktualisiert. LB T F G L T Diese Karte stellt den zum unten genannten Stand wirksamen FNP dar. LB
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Stand 24.09.2025
Integrierte Analyse
Die integrierte Analyse verknüpft zentrale
Themenfelder und bildet die Grundlage für
die Ableitung von Zielen und Maßnahmen
im Untersuchungsgebiet. In sechs
Handlungsfeldern zeigt sie städtebauliche,
funktionale, soziale, denkmalpflegerische
und klimatische Handlungsbedarfe auf und
macht deutlich, dass in der Altstadt Mitte stets
multiple Nutzungsansprüche berücksichtigt
werden müssen. Diese werden im weiteren
Prozess räumlich konkretisiert und in Projekte
und Handlungsempfehlungen überführt.
Erlebnisraum durch
Nutzungsmix
Einkaufen, Kultur und Freizeit
Das Gebiet Altstadt Mitte gehört zu den publi- kommerziellen Nutzungen. Es schafft Anlassqualikumsstärksten Bereichen Nürnbergs und weist täten jenseits des Shoppings und bietet Potenziale eine der höchsten Nutzungsdichten der gesam- für eine stärkere zeitliche und funktionale Auslasten Innenstadt auf. Einzelhandel, Gastronomie, tung der Altstadt Mitte.
Kultur, Freizeit, Tourismus und Dienstleistungen
überlagern sich hier auf engem Raum, häufig in Situation nach Ladenschluss
ein- und derselben Immobilie. Diese Vielschich- Eine Herausforderung bleibt die geringe Belebung tigkeit bildet die Grundlage der Attraktivität einiger Bereiche nach Ladenschluss. Besonders in des Gebiets, erzeugt aber zugleich Spannungen Abschnitten mit stark monofunktional geprägten zwischen wirtschaftlicher Dynamik, Aufenthalts- EG-Zonen, etwa in Teilen der Breiten Gasse, entqualität, Nutzungsansprüchen und den Anforde- steht abends ein deutlicher Frequenzabfall. Fehrungen eines von Denkmälern und historischem lende gastronomische Angebote, unzureichende
Kontext geprägten Stadtraums. Beleuchtung und gestalterische Defizite verstärken
punktuell das Entstehen wahrgenommener Unsi- Einzelhandel als dominante Nutzung cherheiten. Hier bieten Mischnutzungen, kleintei- Der Einzelhandel prägt große Teile der Erdge- lige kulturelle Formate und aktivierbare EG-Zonen schosszonen, insbesondere entlang der Karolinen- Chancen, die Altstadt Mitte als Erlebnisraum über straße bis zum Ludwigsplatz, der Breiten Gasse, den Tag hinaus zu stärken. der Kaiserstraße und der Königstraße, die zu den frequenzstärksten Einkaufsachsen Nürnbergs Veranstaltungen als prägendes Element zählen. Abseits dieser Hauptlagen, wie z. B. in Events sind ein prägendes Element der Nürnberger Teilbereichen der Färberstraße oder der Brunnen- Altstadt, doch ihr Charakter verändert zunehmend gasse, zeigen sich dagegen Nutzungsrückgänge, die Wahrnehmung des öffentlichen Raums. Die geringere Passantenfrequenzen und eine höhere Bandbreite reicht von bedeutenden Kulturfor- Anfälligkeit für Trading-Down-Prozesse. Leer- maten bis zu touristischen Großevents, die einer stände entstehen vor allem dort, wo monotone bewussten kuratorischen Steuerung bedarf. Die Angebotsstrukturen, geringe Sichtbarkeit oder Herausforderung besteht darin, den historisch gestalterische Defizite eine ausreichende Belebung gewachsenen Stadtraum nicht zu überformen, erschweren. Die Herausforderungen betreffen sondern Formate zu stärken, die den besonderen somit nicht das gesamte Gebiet, sondern konzent- Charakter Nürnbergs sichtbar machen, lokale Initirieren sich auf klar definierte Nebenlagen. ativen einbinden und die Altstadt in ihrer Authentizität erlebbar halten. Dies gilt umso mehr für den Kultur und Freizeit als Gegenpol historischen Grundriss der Altstadt, dessen Plätze Im fußläufigen Umfeld der Altstadt Mitte findet und Gassen aufgrund der räumlichen Enge besonsich ein überdurchschnittlich breites Angebot an ders empfindlich auf Eventisierung reagieren. Kultur-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, während im Gebiet selbst das Angebot vergleichsweise Strukturwandel als Herausforderung gering ist. Dazu zählen Einrichtungen wie das Ger- Gleichzeitig schreitet der strukturelle Wandel im manische Nationalmuseum, der Bildungscampus Einzelhandel voran. Der Rückzug einzelner Filialisder Stadt Nürnberg oder das Cinecittà-Kino sowie ten, steigende Online-Konkurrenz und verändertes die Stadtbibliothek und das Zukunftsmuseum als Konsumverhalten führen zu Leerständen, die bedeutender Freizeitmagnet. Dieses Angebot ist häufig schwer nachzubesetzen sind. Eigentümerein wesentliches Charaktermerkmal der Altstadt strukturen, Mietpreisniveaus und fehlende Diverund bildet einen wichtigen Gegenpol zu rein sifizierung erschweren die Entwicklung lebendiger
15 Blick vom Hefnersplatz
VU-Gebiet Museum Theater iii Infopoint VU-Gebiet Veranstaltungsorte Bar INSEK-Gebiet Bibliothek Kino Kaiserburg/ INSEK-Gebiet Club Katharinenruine Sehenswürdigkeit Events im öfftl. Raum: Belegungsdauer Tage/Jahr <10 >100
16 Kultur und Freizeit 17 Veranstaltungen und Nachtleben
Erdgeschosszonen. Positive Impulse gehen von ein Alleinstellungsmerkmal darstellt. Gleichzeitig ersten Mixed-Use-Konzepten aus, etwa dem erfordert diese historische Substanz ein sorgfälti- Pop-Up-Kaufhof, kulturellen Zwischennutzungen, ges Vorgehen: Nutzungsinterventionen, gestaltesozialen Angeboten oder neuen Formaten wie rische Impulse und neue Formate müssen eng mit dem „Erfahrungsfeld goes Innenstadt“. Diese Bei- den denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen spiele zeigen, dass eine stärker gemischte Nutzung abgestimmt werden, um die Authentizität des auch in traditionsreichen Handelslagen möglich Stadtraums als Ressource einzubeziehen und zu ist, wenn Eigentümerinnen und Eigentümer aktiv verbessern. eingebunden werden und klare Leitplanken für Qualität und Gestaltung bestehen. Fazit Insgesamt zeigt sich: Das Untersuchungsgebiet ist Historischer Stadtraum als Standortfaktor ein räumlich dichtes, dynamisches und ökonomisch Ein besonderer Standortfaktor bleibt der histori- bedeutsames Zentrum mit hoher Anziehungskraft. sche Stadtraum. Die kleinteilige Parzellenstruktur, Die Zukunftsfähigkeit des Gebiets hängt maßgebdie Bauensembles und sichtbaren historischen lich davon ab, wie gut es gelingt, die Nutzungs- Schichten und Blickachsen mit der Dominante St. mischung zu diversifizieren, und qualitätsvoll zu Lorenz und weiteren herausragenden Denkmälern gestalten, Kopplungseffekte zu nutzen, historische wie dem Nassauer Haus und der Mauthalle prägen Qualitäten sichtbar zu halten, den strukturellen das Profil des Gebiets wesentlich. Sie verleihen Wandel aktiv zu gestalten und zugleich attraktive, Altstadt Mitte einen Charakter, der sich nicht sichere und kulturell vielfältige Erlebnisräume zu beliebig reproduzieren lässt und sowohl für Ein- schaffen, tagsüber wie abends. heimische als auch für Touristinnen und Touristen
18 Fischmarkt
19 Internationale Orgelwoche
Passantenfrequenz in der Altstadt (2025)
Quelle: Nachrichten aus dem Rathaus, Nr.105/29.01.26
14 Mio.
Königstraße
13,2 Mio.
Karolinenstraße
8 Mio.
Ludwigsplatz
6,8 Mio.
Kaiserstraße
6,6 Mio.
Breite Gasse
20 Blaue Nacht 21 Passantenfrequenz in der Altstadt 2025
Erlebnisraum durch
Nutzungsmix
Erkenntnisse aus der Analyse
Nürnbergs Altstadt ist ein lebendiger, touristisch
und wirtschaftlich geprägter Stadtraum
- Die Nürnberger City zählt zu den attraktivsten Innenstädten Deutschlands: Sie bietet eine
vielfältige Mischung aus verschiedenen Einkaufs-, kulturellen, Sport-, Bewegungs- und sonstigen Freizeitangeboten.
-
Das historische, denkmalgeschützte Stadtbild hat überregionale Strahlkraft.
-
Die weitläufige Fußgängerzone sowie die gute Erreichbarkeit über den ÖPNV, für
Fußgängerinnen und Fußgänger, Fahrradfahrende und motorisierten Individualverkehr zeichnen die Altstadt aus.
Kulturelle Vielfalt und Nachtleben sind zentrale
Elemente der Altstadt
- Zahlreiche (Kultur- und Sport-) Veranstaltungen, teils von überregionaler Bedeutung, bespielen
den öffentlichen Raum und verwandeln die Altstadt mehrmals im Jahr in eine belebte Bühne.
- Ein aktives Nachtleben mit vielen Clubs und Bars bereichert die kulturelle Vielfalt.
Rücksichtnahme auf die lokale Bevölkerung stellt gelegentlich eine Herausforderung dar.
- Im Untersuchungsgebiet und seinem nahen Umfeld befinden sich zahlreiche kulturelle
Institutionen von hoher Bedeutung (z. B. Germanisches Nationalmuseum, Stadtbibliothek, Neues Museum) sowie überregional bekannte Sehenswürdigkeiten wie St. Lorenz.
Die Attraktivität als Einkaufsstandort ist trotz
strukturellem Wandel sehr hoch
- Innerhalb der Altstadt ist das Untersuchungsgebiet der zentrale Einkaufskern. Er verfügt über
eine große Attraktivität mit überdurchschnittlich hoher Einkaufszentralität, Kaufkraftbindung und starker Einzelhandelsstruktur.
- Dies spiegelt sich in der Ansiedlung großer Filialisten wider. Gleichzeitig steht der Handel,
insbesondere kleine inhabergeführte Läden, zunehmend vor großen Herausforderungen.
Nach Ladenschluss sind Teile des Untersuchungs-
gebietes wenig belebt
- In der Fußgängerzone, insbesondere in der Breiten Gasse, sinkt die Belebung nach Ladenschluss
deutlich ab. Dies kann in Verbindung mit Leerständen, schlechter Beleuchtung sowie baulichen Mängeln im öffentlichen Raum und an Gebäuden punktuell problematisch sein.
- Fehlende soziale Kontrolle, niedrige Aufenthaltsqualität und wenig Nutzungsangebote jenseits
des Shoppings begünstigen das punktuelle Entstehen von Angsträumen.
Begleiterscheinungen des strukturellen Wandels
sind deutlich sichtbar
- Trading-Down-Tendenzen sowie punktuelle Leerstände sind im Untersuchungsgebiet zu
beobachten und stellen eine Herausforderung für die Wahrnehmung und Attraktivität dieser Bereiche innerhalb der Altstadt dar.
- Die Weiterentwicklung des Areals rund um den ehemaligen Kaufhof bietet Impulse und
Chancen für eine Kehrtwende.
ägeleins platz
Erlebnisr
m durch
Pocketpark Hauptmarkt Hans-Sachs-Gasse
Augustiner-
Nutzungsmix hof
Trödelmarkt
Fazitkarte
Heilig-Geist-Spital Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse
Adlerstraße Pocketpark Nonnengasse
Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße Pocketpark Marientorzwinger Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Turm
Brunnengasse
ö Breite Gasse n ig stra Jakobsplatz ß e Lorenzer Straße
Dr.-Kurt-Schumacher-Straße Mauthalle Bauhof Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt ß erstr b e F är g er us ä art
Pocketpark Hauptmarkt Hands-Saiches-G aNsseürnbergerinnen Augustinerund Nürnberger: hof
-
Mehr individueller Einzelhandel, weniger „Billigläden“.
-
Weniger Leerstand.
Trödelmarkt
- Markt umstrukturieren bzw. Verlegen und als qualitätvolleren
Heilig-Geist-Spital Treffpunkt gestalten. Unschlitt- • Angebote an Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten Westtor platz erweitern und attraktivieren. Insel Schütt
-
Traditionen und Essenskultur erlebbar machen.
-
Mehr Nutzungsmischung, die neben Einzelhandel,
Grillenberger-Straße Mühlgasse D so ie zi l l e is tu tz g g en d f r t. omie, auch gemeinnützige und
Karl- Hintere Ledergasse
Adlerstraße Pocketpark Nonnengasse
Bestand
Vordere Ledergasse
Schlotfegergasse Karolinenstraße E z ro lh de ie l
Kultur Pocketpark Marientorzwinger Polizeiinspektion Öffentliche Gebäude Nürnberg-Mitte Weißer Leerstand Turm Zwischennutzung Nahversorgung Brunnengasse Markt ö Museum Breite Gasse n ig stra Sehenswürdigkeit Jakobsplatz ß Kino e Lorenzer Straß C Bea lu r b
24/7 - Automatenladen Einkaufslage: 1A-Lage Dr.-Kurt-Schumacher-Straße Mauthalle Bauhof Ü B C b - - L L r g g g ngszone: Trading-Down Positive „Hot-Spots“ Hallplatz Jakobstraße Gebäude e Kornmarkt Öffentliche Grünflächen ß
b erstr a w g ä ri f f A r ltstadt Mitte
F är g er
us Potenziale
ä art Kaufhof und Umfeld weiterentwickeln Nutzungsmischung stärken
Erlebnisraum durch Nutzungsmix Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen Vielfalt und Nutzungsmischung der Altstadt stärken • Die Vielfalt der Altstadt ist ihre wesentliche Stärke. Das Nutzungsangebot soll weiter ausgebaut und für alle Zielgruppen noch attraktiver gestaltet werden, insbesondere auch nach Ladenschluss. Die Förderung von Mixed-Use-Konzepten sollen intensiviert werden. • Die Interessen und Belange der Bewohnerschaft (z. B. Lärmschutz) müssen dabei besonders berücksichtigt werden und durch den Nutzungsmix verursachte Konflikte (z. B. Lärmschutz) sollen frühzeitig gesteuert werden. • Laufende Projekte, die den Nutzungsmix in der Altstadt erhöhen, sollen weiterverfolgt und neue Ideen geprüft werden. Kulturelle, sportliche und weitere besucherrelevante Angebote ausbauen • Veranstaltungen und weitere besucherrelevante Angebote, die zur Qualität und Attraktivität der Altstadt beitragen, sollten gezielt gefördert werden - flankiert durch eine sicherheits- und konfliktorientierte Abwägung zu deren Art, Umfang und Lage. Inhabergeführte Geschäfte vernetzen und stärken • Der rückläufigen Zahl kleiner Einzelhandelsgeschäfte sollte durch bessere Sichtbarkeit und Vernetzung aktiv entgegengewirkt werden. • Private Investitionen von Nutzerinnen und Nutzern in die denkmalgerechte Sanierung und Aufwertung von Fassaden, EG-Ladenzonen und Entwicklung neuer Konzepte sollen durch Anreizsysteme gezielt unterstützt werden. 32
Leerstand aktiv steuern und vermeiden
sowie Trading Down verhindern
- Der Dialog mit Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Gewerbetreibenden soll gestärkt
werden, um Ursachen für Leerstand zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten.
- Die Aktualität der Bodenrichtwerte in der Altstadt sollte angesichts der laufenden
Transformationsprozesse überprüft werden.
- Das Monitoring von Leerständen soll sichergestellt und kurzfristig realisierbare
Zwischennutzungen ermöglicht werden.
Entwicklung des ehemaligen Kaufhofs
aktiv gestalten
- Die Bemühungen zur Entwicklung des Kaufhof-Areals unter Einbezug des ehem. City-Point und
des Zeughauses sollen intensiviert und priorisiert werden.
- Dabei sollten verbindliche städtebauliche Rahmenbedingungen definiert werden, die sowohl
funktionale Anforderungen als auch den historischen Stadtraum und die historische und denkmalkonstituierende Substanz berücksichtigen.
und öffentlicher Raum
Die Altstadt Mitte ist einer der am intensivsten Stadtgrün im öffentlichen Raum
genutzten Stadträume Nürnbergs. Täglich über- Zusammenhängende Grün- und Schattenräume lagern sich hier Einkaufen, Gastronomie, Kultur, sind aufgrund der hohen Dichte selten, dennoch Tourismus, Dienstleistungen und Durchgangsbewe- entstehen entlang der Hauptwege wichtige Angegungen. Diese hohe Dichte macht den öffentlichen bote durch Baumreihen und Sitzgelegenheiten. Zu Raum zu einem zentralen Faktor für die Funktionsfä- den wirksamsten Qualitäten zählen die kürzlich higkeit, Orientierung und Wahrnehmung des Gebie- oder aktuell umgesetzten Umgestaltungen, etwa tes. Die Qualität der Wege, Plätze und Übergänge • am Lorenzer Platz, entscheidet darüber, wie attraktiv die Altstadt für • am Ludwigsplatz,
unterschiedliche Nutzergruppen bleibt und wie • in der Luitpoldstraße oder
stimmig sie im Zusammenspiel mit dem historischen • in der Breiten Gasse. Stadtraum und den Erdgeschosszonen erlebt wird. Diese Projekte zeigen, dass auch unter komplexen Rahmenbedingungen durch sorgfältige Gestaltung Differenzierte Gestaltung und Nutzbarkeit spürbare Verbesserungen erreicht werden. Sie wir- Die Gestaltung und Nutzbarkeit des öffentlichen ken zudem als Impulse für angrenzende Bereiche. Raums zeigen ein heterogenes Bild. Die Hauptach- Auch historische Baumstandorte und Grünflächen sen funktionieren als leistungsfähige Fußgänger- sollen denkmalgerecht gestärkt werden. zone, während Nebenlagen abseits dieser Ströme, etwa Teilbereiche der Brunnengasse, Adlerstraße Kleine Interventionen mit großer Wirkung oder Theatergasse, geringere Aufenthaltsqualitä- Angesichts begrenzter Flächenpotenziale und der ten, weniger klare Raumkanten und eingeschränkte hohen Nutzungsdichte kommt kleinen Interventi- Sichtbeziehungen aufweisen. Gleichzeitig bestehen onen eine besondere Bedeutung zu. Mobile Pflanan Übergängen zu Wohnbereichen, z. B. am Jose- zinseln, modulare Möblierungen oder temporäre phsplatz oder in der Brunnengasse, Potenzialorte Aufenthaltsangebote zeigen, dass bereits kleinfür Räume mit mehr Aufenthaltsqualität - wie z. B. räumige Maßnahmen sichtbare Wirkung entfalten Pocketsparks - mit der Möglichkeit, kleinteilige und können. Dies ist beispielsweise am Weinmarkt oder nutzungsrobuste Aufwertungen zu tragen. in der Königstraße gut erkennbar. Dabei geht es weniger um einen Ersatz für dauerhafte Lösungen Historischer Stadtraum als gestalterischer Rahmen als um das Testen von Nutzungen, das Reagieren Eine zentrale Stärke des Gebiets liegt im historischen auf saisonale Spitzen und das Erproben neuer Stadtraum: Baudenkmäler, ortsbildprägende Gas- räumlicher Funktionen, bevor dauerhafte Umgesenräume, Blickbeziehungen und die mittelalterliche staltungen folgen. Kreative und flächensparende Parzellenstruktur prägen das Bild der Nürnberger Formate sind unter den dichten Bedingungen der Altstadt bis heute. Diese historisch gewachsene Altstadt Mitte besonders wirksam. Struktur erzeugt eine hohe Identifikation bei Bewohnenden wie Besuchenden. Zugleich setzt die dichte, Fazit denkmalgeschützte Bausubstanz im Untersuchungs- Insgesamt zeigt sich: Die Altstadt Mitte verfügt gebiet klare Rahmenbedingungen für bauliche und über herausragende räumliche und historische freiräumliche Veränderungen: begrenzte Flächen- Potenziale, die jedoch durch Nutzungsdruck, reserven, sensible Fassadenbereiche, archäologische funktionale Belastungen und klimatische Heraus- Befunde und komplexe Leitungsstrukturen erfor- forderungen gefordert werden. Eine behutsame, dern eine frühzeitige und sorgfältige Abstimmung historisch sensible Weiterentwicklung, mit klaren jeder Maßnahme. Wertschöpfung entsteht daher Raumkanten, vielseitigen Mikro-Orten, robusten in der Altstadt Mitte weniger durch großmaßstäb- Gestaltungen und präzise gesetzten Akzenten, ist liche Eingriffe, sondern durch präzise Setzungen, zentral, um die Schlüsselrolle der Altstadt Mitte für durchdachte Materialwahl, Orientierungselemente, die Gesamtstadt langfristig zu sichern. Beleuchtung und die behutsame Stärkung historischer Strukturen und Charakterzüge.
22 Ludwigsplatz mit Blick auf weißen Turm
VU-Gebiet Naturdenkmal Baudenkmal VU-Gebiet Bodendenkmal INSEK-Gebiet Kunstbrunnen INSEK-Gebiet Bauensemble
23 Denkmäler im öffentlichen Raum 24 Bauensembles und Bodendenkmäler
und öffentlicher Raum
EErrkkeennnnttnniissssee aauuss ddeerr AAnnaallyyssee
Qualität des öffentlichen Raums ist
entscheidender Standortfaktor
- Ergänzend zum vielfältigen Nutzungsangebot und zur starken Wirtschaftsstruktur bleibt die
Aufenthaltsqualität der wichtigste Erfolgsfaktor für die Gesamtattraktivität der Altstadt.
- Die Altstadt besitzt eine herausragende bau- und kulturhistorische Bedeutung, die sowohl für
Bewohnende als auch für Besuchende einen zentralen Standortfaktor darstellt.
- In einigen Bereichen des Untersuchungsgebietes liegen überholte bzw. veraltete
Gestaltungsansätze und funktionale Konzepte aus den 1970er Jahren vor.
Die Altstadt steht vor stadtklimatischen
Herausforderungen
- Die hohe Versiegelung und intensive Hitzebelastung in den Sommermonaten mindern die
Nutzungsqualität des öffentlichen Raums, insbesondere in frequentierten Einkaufsachsen.
- Kühle verschattete Orte und Wasserangebote sind nicht überall vorhanden. Die Belastung des
Gebietes wird mit fortschreitendem Klimawandel weiter zunehmen.
- Auf dem öffentlichen Raum lastet ein hoher Nutzungsdruck mit unterschiedlichsten Ansprüchen,
die vor einer potenziellen Entsiegelung abgewogen werden müssen.
Konsumfreie Aufenthaltsorte für
unterschiedliche Nutzergruppen sind selten
- Die Altstadt ist durch eine weitläufige Fußgängerzone und attraktive Plätze geprägt.
Neugestaltungen wurden in Teilen bereits umgesetzt oder sind in Vorbereitung.
- Der öffentliche Raum bietet wenige konsumfreie Aufenthaltsorte mit Sitz- und
Begegnungsmöglichkeiten für unterschiedliche Nutzergruppen und Bedürfnisse.
Temporäre Interventionen zur Steigerung
der Aufenthaltsqualität funktionieren
- Die hohe Nutzungsdichte, die komplexe Spartenlage und die enge Bebauung beschränken das
Flächenangebot für dauerhafte Maßnahmen.
- Temporäre, schnell umsetzbare Interventionen können an geeigneten Orten die
Aufenthaltsqualität steigern. Dabei sind der flächendeckende Ensembleschutz und die Nähe zu bedeutenden Einzeldenkmälern in der Altstadt angemessen zu berücksichtigen.
Sicherheit und Sauberkeit werden
zunehmend zur Herausforderung
- Müllansammlungen in Baumscheiben, beschädigte oder überfüllte Mülleimer sowie defekte oder
fehlende Beleuchtung werden als störend wahrgenommen.
-
Leerstände können zu einer Reduzierung der sozialen Kontrolle führen.
-
Vorhandene Ressourcen bei Sicherheit und Sauberkeit werden der aktuellen Problemlage nicht
gerecht.
Die Anzahl an wohnungs- und
obdachlosen Menschen steigt
- Das Verhalten lagernder obdachloser Menschen und weiterer marginalisierter
Personengruppen wird als störend wahrgenommen oder löst Ängste aus. Zunehmend sind Verwahrlosungstendenzen und psychisch auffälliges Verhalten von Gruppenmitgliedern zu beobachten.
-
Angebote an Unterkünften und Sozialarbeit / Streetwork sind vorhanden.
-
Das Angebot von nutzungsrobusten Aufenthaltsorten (z.B. Unterstände) und Toilettenanlagen
in der Innenstadt ist, aufgrund der hohen Dichte und Diversität der verschiedenen Nutzergruppen, begrenzt.
Näge
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am o b il p tm rü rkt
Aufentha
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qualität
Pocketpark Hauptmarkt Hans-Sachs-Gasse
Augustiner-
und öffentlicher Rauhof m
Trödelmarkt
Fazitkarte
Heilig-Geist-Spital Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse U Lo re g z ta r lt P ss g a ge
Adlerstraße
Umgestaltung Vordere Ledergasse Ludwigsplatz Schlotfegergasse Karolinenstraße U Lo re g z ta r lt P la g z
St. Lorenz
Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Turm
Brunnengasse e K ß ö
Jakobsplatz F är b erstr a Breit
st lt ng P fa n n n ig stra ß e Lorenzer Straße
B r g s e
c Umgestaltung h m Jakobsplatz ie d g Dr.-Kurt-Schumacher-Straße a s Mauthalle Jo ha g st l g tu ss g
Bauhof Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt ß
b erstr Ha ll g p la st z ltung Umgestaltung
F är g ass Königstraße er Neugestaltung us Grasersgasse ä art Neugestaltung
am o b il p tm rü rkt
Pocketpark Hauptmarkt Hands-Saiches-G aNsseürnbergerinnen Augustinerund Nürnberger: hof
- Mehr schattige Sitzgelegenheiten und Trinkwasserbrunnen,
insbesondere am Jakobsplatz, rund um den Weißen Turm, Trödelmarkt in der Karolinenstraße und in der Breiten Gasse. Heilig-Geist-Spital • Mehr Orte, an denen man ohne Konsumverpflichtung Unschlitt- verweilen kann. Westtor platz
- Einheitliche Gestaltung unter Berücksichtigung des
Insel Schütt historischen Stadtbildes.
- Mehr Sauberkeit durch mehr Mülleimer und regelmäßige
Grillenberger-Straße Mühlgasse Reinigung.
Karl- Hintere Ledergasse U Lo re g z ta r lt P ss g a ge
Adlerstraße
Umgestaltung Vordere Ledergasse Ludwigsplatz Schlotfegergasse Karolinenstraße U Lo re g z ta r lt P la g z St. Lorenz Bestand Polizeiinspektion Laufende/kürzliche abgeschlossene Nürnberg-Mitte Weißer Umgestaltungsmaßnahmen Turm Trinkwasserbrunnen Brunnengasse Kunst-/Zierbrunnen e K Öffentliche Toiletten ß ö
Jakobsplatz F är b erstr a Breit
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Bauhof w g ä ri f f A r ltstadt Mitte
Potenziale
Hallplatz Jakobstraße Neu- und Ersatzpflanzungen in Umsetzung Kornmarkt ß Neue Trinkwasserbrunnen
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l ä k z en / Q ie r r verbindungen stärken
er Neugestaltung us Grasersgasse Pocketparks prüfen ä art Neugestaltung Eingangssituationen attraktivieren Luitpoldstraße Fußgängerzone erweitern Umgestaltung Weitere Gestaltungsmaßnahmen e Königstraße
und öffentlicher Raum
Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen
Neue Strategien für ein kohärentes und
nutzerfreundliches Raumgefüge entwickeln
- Unterschiedliche Raumtypen der Altstadt sollen individuell weiterentwickelt werden zu einem
Raumgefüge, das Funktionalität, Klimaschutz, Aufenthaltsqualität und denkmalpflegerische Belange gleichrangig berücksichtigt.
- Identitätsstiftende Strukturen und Materialien sollen bei gleichzeitigem Blick auf zeitgemäße
Nutzungen, Barrierefreiheit und Klimaresilienz gewahrt werden.
Fußgängerzone erweitern, vernetzen
und differenziert gestalten
- Die bestehende Fußgängerzone soll räumlich und gestalterisch weiterentwickelt werden, um
ein durchgängiges, attraktives und barrierearmes Wegenetz unter Einbeziehung der U-Bahn- Verteilergeschosse zu schaffen.
- Querbeziehungen zwischen den Hauptachsen sollen gezielt gestärkt und Übergangsbereiche
gestalterisch aufgewertet werden.
Hochwertige konsumfreie Aufenthalts- und
Begegnungsorte etablieren
- Kleine, multifunktionale, klimaangepasst gestaltete Orte, für alle Zielgruppen und Generationen,
sollen entstehen. Diese sollen mit Sitz- und Bewegungsangeboten in Form von Aktivpunkten zum Verweilen und zur Begegnung anregen und nicht konsumorientiert sein.
- Eine hochwertige, aber robuste Gestaltung der Aufenthaltsbereiche soll angestrebt werden.
Temporäre Gestaltung, Begrünung und
Möblierung weiter erproben
- Temporäre Maßnahmen wie Sitz- und Pflanzelemente, Wasserelemente oder Sonnensegel sollen
als flexible Werkzeuge dienen, um neue Formen des Aufenthalts zu testen und eine mittel- bis langfristige dauerhafte Umgestaltung vorzubereiten.
Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls
als Grundlage der Aufenthaltsqualität
- Durch gezielte Raumgestaltung sollen Angst- und störungsanfällige Übergangsräume reduziert
werden.
- Das Schaffen eines Nutzungsmixes, der den öffentlichen Raum auch nach Ladenschluss regulär
belebt und zum Sicherheitsgefühl beiträgt, soll vorangetrieben werden.
- Steuerungsinstrumente, die schnelles gemeinsames Einschreiten der Sicherheitsbehörden bei
Lagerbildung, Hotspots und Drogenkonsumorten ermöglichen, sollen ausgebaut werden.
- Der Ausbau von niederschwelliger Sozialarbeit / Streetwork, um Spannungsfelder im
öffentlichen Raum durch langfristige Beziehungsarbeit zu entlasten, soll geprüft werden.
- Eine Kommunikationsstrategie zu Regeln im öffentlichen Raum soll entwickelt werden.
ermöglichen, sollen verstärkt genutzt werden.
Ressourcen für Sicherheit und Sauberkeit
bereitstellen
- Aufenthaltsqualität für Alle muss im Fokus stehen. Sauberkeit ist dabei ein zentraler Faktor.
Dafür braucht es eine gute Infrastruktur, von Toiletten bis Mülleimer.
und Klima
Die Altstadt Mitte gehört zu den am stärksten denkmalpflegerischen, und funktionalen Rahversiegelten und stadtklimatisch belasteten menbedingungen möglich, stellen aber zentrale Bereichen Nürnbergs. Die dichte Blockrand- Bausteine für die Klimaanpassung der Altstadt dar.
struktur, die kleinteilige Parzellierung und die
nahezu vollständige Nutzung der Grundstücks- Wasser als klimaaktives Element
flächen lassen nur wenig Raum für zusammen- Wasser spielt als kühlendes Element eine große hängendes Stadtgrün. Die Temperaturfeldkarte Rolle, wird abseits der Pegnitz jedoch kaum wahrzeigt deutlich, dass das Gebiet im Sommer zu genommen. Die Uferbereiche von Insel Schütt, den ausgeprägtesten Hitzeinseln der Altstadt Nägeleinsplatz und Kontumazgarten zeigen, wie zählt. Besonders entlang der Breiten Gasse, der sehr die Zugänglichkeit zum Wasser die Aufent- Karolinenstraße und der Königstraße entstehen haltsqualität steigert.
bodennahe Hitzekorridore, die sich durch die
engen Straßenprofile weiter aufschaukeln und Im inneren Altstadtgebiet fehlen naturräumlich
die Aufenthaltsqualität mindern. und topografisch bedingt hingegen Orte, an
denen Wasser kleinteilig und erlebbar in Szene
Kaum öffentliche Grünflächen gesetzt wird. Die zahlreichen Brunnen bieten
Öffentliche Grünflächen sind im Gebiet Altstadt hierfür Anknüpfungspunkte: Viele könnten durch Mitte und in dessen unmittelbarem Umfeld kaum geringe Eingriffe wie Verschattung, Sitzmöglichvorhanden. Auch hofseitige Grünräume spielen keiten, spielerische Wasserelemente eine stärkere aufgrund der konsequenten baulichen Ausnutzung klimaaktive Funktion übernehmen. der Grundstücke nur eine untergeordnete Rolle. Die Versorgungskarte (s. S. 43) verdeutlicht diesen Kleine Impulse für Klimaresilienz erheblichen Mangel an wohnungsnah erreich- Gleichzeitig zeigt sich, dass selbst kleine baren Grünflächen. Selbst kleinste Freiräume wir- Begrünungsimpulse in der Altstadt Mitte wirken. ken aufgrund der hohen baulichen Dichte schnell Projekte wie die Pocketparks in der Tetzelgasse übernutzt. und in der Nonnengasse verdeutlichen, wie gezielte Pflanzinseln, Sitzgelegenheiten und In der Konsequenz fällt der Rolle der wenigen punktuelle Verschattung spürbare Verbesserungen großkronigen Bäume, insbesondere entlang der erzeugen können. Aufgrund der engen räumlichen Hauptwege, eine besondere Bedeutung zu: Sie Bedingungen gewinnt die Fähigkeit, Klimaresilienz verschatten Wegeabschnitte, mindern Hitzebelas- „auf engstem Raum“ herzustellen, besondere tungen und strukturieren Stadträume, sind aber Bedeutung. zahlenmäßig zu gering, um zusammenhängende Kühlwirkungen zu erzeugen. Einzelne Fassadenbegrünungen, etwa am Parkhaus Katharinenhof, zeigen zudem, dass vertikale
Versiegelung und Hitzeinseln Grünstrukturen auch in der historisch stark deter-
Die annähernd vollständige Versiegelung führt minierten Altstadt einen Beitrag leisten können, nicht nur zu Hitzeproblemen, sondern verstärkt wenn sie gestalterisch und denkmalpflegerisch auch die Risiken bei Starkregenereignissen. Da abgestimmt sind. Im Untersuchungsgebiet wurden kaum oberirdische Retentionsflächen existieren bislang nur wenige geeignete Fassadenpotenziale und der Untergrund durch Leitungen, Keller sowie identifiziert, doch gerade diese punktuellen Mögbedeutende archäologische Befunde und boden- lichkeiten können wichtige Impulse setzen. denkmalpflegerische Schutzgüter hochkomplex ist, können bereits bei mittleren Starkregenspitzen Potenziale der Dachflächen punktuelle Überflutungen auftreten. Gründächer und Photovoltaik sind in der Altstadt Mitte bislang unterrepräsentiert. Die Analyse Entsiegelungs- und Versickerungsmaßnahmen zeigt, dass insbesondere rückwärtige und wenig sind hier nur vereinzelt und unter engen (boden-) sichtbare Dachflächen Potenzial für Gründach- und
25 Pocketpark Nonnengasse
VU-Gebiet Grünflächenerreichbarkeit < 250 m VU-Gebiet gut versorgt stark unterversorgt INSEK-Gebiet Grünflächenerreichbarkeit < 500 m INSEK-Gebiet unterversorgt sehr stark unterversorgt ohne 26 Grünflächenerreichbarkeit 27 Grünflächenversorgung
PV-Nutzungen besitzen, sofern denkmalpflegerische Belange und Materialanforderungen frühzeitig berücksichtigt werden. Straßenseitig sichtbare Dachflächen verlangen dagegen besonders sorgfältige Abwägungen, um das historische Stadtbild nicht zu beeinträchtigen.
Orientierung bietet hierbei der Solarleitfaden Nürnberg 2025, der konkrete Empfehlungen zum sensiblen Umgang mit PV-Anlagen im denkmalgeschützten und ensemblegeschützten Altstadtbereich formuliert. Gleichzeitig entstehen durch die Kombination von Gründächern und PV synergetische Doppelnutzungen, die sowohl mikroklimatische Effekte als auch Energiegewinne fördern.
Strategische Bündelung von Maßnahmen
Die Klimaanalyse macht zudem deutlich, dass die Altstadt Mitte ohne eine strategische Bündelung von Maßnahmen ihre klimatische Resilienz nicht erhöhen kann. Entlang zentraler Wegebeziehungen, etwa entlang der König- und der Karolinen- VU-Gebiet > 18-19 °C > 20-21 °C > 22 °C straße, entstehen vorrangige Handlungsräume INSEK-Gebiet > 19-20 °C > 21-22 °C für kühle Achsen, verschattete Sequenzen und 28 Temperaturfelder (modelliertes, bodennahes Lufttemperaturfeld in °C, wassersensible Gestaltung. 2m über Grund für den Zeitpunkt 4 Uhr morgens)
Diese Räume können, unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Rahmenbedingungen, so gestaltet werden, dass historische Strukturen erhalten bleiben und dennoch klimaaktive Funktionen übernommen werden.
Fazit
Insgesamt zeigt die Analyse: Die Altstadt Mitte ist ein hochsensibler Raum, in dem Klima, Nutzung und historisches Erbe eng miteinander verflochten sind. Klimaanpassung kann hier nur durch kleinteilige, präzise und gut abgestimmte Maßnahmen gelingen. Die Herausforderung liegt nicht in großflächigen Interventionen, sondern im intelligenten Umgang mit bestehenden Strukturen und darin, Grün, Wasser und Entsiegelung behutsam in eine historisch dichte, funktional hoch belastete Innenstadt einzufügen.
29 Mobiler Pflanzkübel mit Sitzgelegenheit am Weißen Turm
und Klima
Erkenntnisse aus der Analyse
Die Altstadt ist ein
klimatischer Hotspot
- Die gesamte Altstadt und insbesondere das Untersuchungsgebiet fallen durch eine hohe
bauliche Dichte und nahezu vollständige Versiegelung auf. Öffentliche Grünflächen fehlen und großkronige Bäume mit Schattenwirkung sind nur vereinzelt vorhanden.
- All dies verursacht im Sommer eine hohe Wärmebelastung, mindert die Aufenthaltsqualität und
kann für vulnerable Gruppen problematisch werden.
Wasser funktioniert als
kühlendes Element
- Mit der Verbesserung der Zugänglichkeit der Pegnitz wurde im Bereich der zentralen Altstadt
bereits das Potenzial von Wasser als Element zur Steigerung der Aufenthaltsqualität erfolgreich genutzt.
- Abseits der Pegnitz gibt es jedoch nur punktuell Zugang zu Wasser als kühlendem Element.
Offene Wasserflächen oder fließende Gewässer fehlen vollständig.
- Die zahlreichen Spiel- bzw. Zierbrunnen bergen ein hohes Potenzial, das Element Wasser in der
Altstadt erlebbarer zu machen.
Kleinteilige Begrünungsmaßnahmen
zeigen Wirkung
- Trotz punktueller Verbesserungen durch jüngste Maßnahmen bestehen weiterhin Defizite bei
engmaschiger Verschattung, Kühlung und mikroklimatischer Entlastung.
- Kleinteilige Begrünungsmaßnahmen (Pocketparks, Fassadenbegrünung an Parkhäusern) zeigen,
dass auch Eingriffe auf begrenzten Flächen spürbare mikroklimatische Effekte haben können.
- Auch temporäre Maßnahmen an geeigneten Orten (z. B. das Aufstellen von Pflanztrögen)
zeigen positive Effekte, können dauerhafte Interventionen aber nicht ersetzen.
Bisher nur geringe Nutzung von vertikaler
und innerstädtischer Begrünung sichtbar
- Dach-, Fassaden- und Hofbegrünungen bieten großes Potenzial zur gestalterischen Aufwertung
und zur Verbesserung des lokalen Mikroklimas, sind bislang aber nur punktuell vorhanden.
- Insbesondere an geeigneten öffentlichen Gebäuden fehlen Beispiele mit Vorbildfunktion. Das
größte Hindernis stellen hierbei bislang Fragen der Zuständigkeit von Umsetzung, Pflege und Instandhaltung dar.
Photovoltaikanlagen auf Dächern und
an Fassaden integrieren
- Dach-Photovoltaik ist in der Altstadt bislang nur vereinzelt umgesetzt und sollte insbesondere
bei großen Dachflächen stärker in Betracht gezogen werden. Fassaden-Photovoltaik bietet grundsätzlich Potenzial, ist im Altstadtgebiet bisher jedoch nicht vorhanden und u.U. an Altbauten problematisch.
Starkregen birgt
zunehmende Risiken
- Durch die hohe Versiegelung und fehlende Rückhalteräume ist die Altstadt bei
Starkregenereignissen zunehmend überflutungsgefährdet.
Pocketpark Hauptmarkt Hans-Sachs-Gasse
Augustiner-
und Klima hof
Trödelmarkt
Fazitkarte
Heilig-Geist-Spital Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse
Adlerstraße
Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße
St. Lorenz
Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Turm
Brunnengasse e K ß ö
Jakobsplatz F är b erstr a Breite Gasse P fa n ig stra ß e Lorenzer Straße
c h
ie d g Dr.-Kurt-Schumacher-Straße a Mauthalle Bauhof Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt ß erstr b e F är g er us ä art
Pocketpark Hauptmarkt Hands-Saiches-G aNsseürnbergerinnen Augustinerund Nürnberger: hof
-
Mehr Grün – auf Dächern, Fassaden und entsiegelten Flächen.
-
Mehr Bäume.
Trödelmarkt
- Kühlung und Verschattung – insbesondere die Bereiche rund
Heilig-Geist-Spital um den Weißen Turm, am Jakobsplatz, in der Karolinenstraße Unschlitt- und in der Breiten Gasse werden im Sommer sehr heiß. Westtor platz
- Klimaanpassungsnahmen im Bereich des Pegnitzufers
Insel Schütt funktionieren sehr gut.
- Mehr erlebbares Wasser
Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse
Adlerstraße
Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße
St. Lorenz
Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer
Bestand
Turm
Laufende/kürzliche abgeschlossene Brunnengasse Umgestaltungsmaßnahmen e K ß ö Trinkwasserbrunnen
Jakobsplatz F är b erstr a Breite Gasse P fa n ig stra ß e Lorenzer Straß B
ä d d Z
c h b ä r
r b r un nen
Ge r ü b ä d -/
c h Öffentliche Grünflächen ie Gewässer d s g Erlebbares Wasser Dr.-Kurt-Schumacher-Straße a s s
gr if f A lts
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Mauthalle Bauhof
P
z
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Hallplatz Jakobstraße Neu-/Ersatzpflanzungen vornehmen Kornmarkt ß Neue Trinkwasserbrunnen
b erstr e ( rs g ic k r lt g g fä B h r ig it B d ss ) b elag einsetzen
F är g Potenzialflächen für Gründächer us er Potenzialflächen für PV ä art „Kühle Achsen“ einrichten K Fassaden begrünen Potenzielle Suchräume für Baumsetzungen
und Klima
Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen
Verschattungswirkung von Bäumen
hoch gewichten
- Die Verschattungswirkung großkroniger Bäume leistet einen wesentlichen Beitrag zur
Verbesserung der klimatischen Situation im Sommer. Bestehende große Stadtbäume sollten möglichst lange erhalten werden, um die Verschattungsfunktion nicht zu gefährden.
- Die Neupflanzungen auch größerer Bäume soll verstärkt vorangetrieben werden.
Integrierte Planungskonzepte etablieren
und umsetzen
- Zukünftige Maßnahmen müssen Klimaanpassung, Wasser und Gestaltung enger verknüpfen
und sich innerhalb des Untersuchungsgebietes gezielt räumlich konzentrieren.
- Entlang zentraler Fußwegeverbindungen sollen „kühle Achsen“ entstehen, die Verschattung,
Begrünung, Wasserinseln und Sitzgelegenheiten zu einem erlebbaren, klimawirksamen Freiraumsystem verbinden. Dabei sind zentrale historische Blick- und Erschließungsachsen mit besonderer Sensibilität zu behandeln.
- Die Erkenntnisse aus zahlreichen vorliegenden Fachkonzepten und Untersuchungen sollen
integriert in städtebauliche und Objektplanungen eingebunden werden.
- Grundsatzbeschlüsse zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit sollen konsequent umgesetzt und mit
denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen abgeglichen werden.
Klimaanpassung sichtbar machen, dafür
bestehendes Grün sichern und ergänzen
- In der dicht bebauten Altstadt sollen gezielte Maßnahmen zur Verschattung, Kühlung
und Begrünung umgesetzt werden. Das beinhaltet auch die Prüfung der Freilegung verrohrter Gewässer (wie z.B. des Fischbaches) sowie das Anbieten von Brunnen mit Wasserspielfunktionen.
- Die Entsiegelung und Begrünung mindergenutzter Flächen soll vorangetrieben und der Ankauf
geeigneter Flächen durch die Stadt geprüft werden.
Grüne Dach- und Fassadenlandschaften
und Höfe ermöglichen und fördern
- Dächer und Fassaden sowie versiegelte Innenhöfe sollen gezielt für Begrünungsmaßnahmen
aktiviert und in Förderprogramme eingebunden werden.
- Die Ansprache der Eigentümerschaft soll intensiviert und Antragsprozesse sollen
niederschwelliger gestaltet werden.
- Sichtbare Pilotprojekte an städtischen Gebäuden oder in Kooperation mit privaten Akteuren
sollen Vorbildcharakter für die gesamte Altstadt entfalten.
- Bei allen Maßnahmen sollen klimaaktive Elemente behutsam in das historische Stadtbild
integriert werden.
Photovoltaik auf Dachflächen und
an Fassaden etablieren
- Die Kombination von Photovoltaik und Gründächern soll stärker etabliert werden. Für
Photovoltaik an Fassaden sind aktuelle innovative Lösungen zu nutzen.
- Die denkmalpflegerischen Anforderungen müssen berücksichtigt und eine stadtbildverträgliche
Integration soll sichergestellt werden.
Regenwasser in der Altstadt zurückhalten
und lokal versickern lassen
- Maßnahmen zur Regenrückhaltung, Versickerung und Entsiegelung sollen gezielt ausgebaut
werden, um Überlastungen bei Starkregen zu reduzieren und gleichzeitig das Mikroklima zu verbessern.
Erreichbarkeit
15.000.000
2023: 12.196.000
12.000.000
2019: 10.969.000 2024: 10.937.000 Lorenzkirche
9.000.000
2024: 6.260..800 Weißer Turm
6.000.000 2019:: 6.261.000
2023: 5.207.000
3.000.000
2019 2020 2021 2022 2023 2024
30 Fahrgastzahlen der U-Bahn-Stationen Lorenzkirche (blau) und Weißer Turm (pink)
Altstadt Mitte ist einer der am besten erreich- Radverkehr
baren Stadträume Nürnbergs. Die dichte Der Radverkehr spielt im Untersuchungsgebiet ÖPNV-Erschließung mit U-Bahn, Straßenbahn in eine doppelte Rolle: Einerseits bildet die Altstadt Randlage sowie zahlreichen Buslinien gewährleis- einen wichtigen Verknüpfungspunkt regionaler ten eine hohe Erreichbarkeit für Besucherinnen und überregionaler Radrouten. Andererseits ist die und Besucher ebenso wie für Beschäftigte. Die innere Durchquerung aufgrund der umfangreichen U-Bahn-Station Lorenzkirche stellt dabei den zen- Fußgängerzone und historischer Straßenprofile tralen Zugangspunkt dar und bindet das Gebiet nur bedingt möglich. Der Radverkehr weicht über mehrere Ausgänge direkt an die Einkaufs- daher überwiegend auf periphere Straßen aus. und Fußgängerzonen an. Gleichzeitig erzeugt der Im inneren Bereich der Altstadt verlaufen Radtemporäre Wegfall der Bushaltestelle Heilig-Geist- verbindungen über Nebenstraßen und Passagen, Spital eine spürbare Lücke in der Verbindung zwi- deren Auffindbarkeit und Beschilderung jedoch oft schen Altstadt-Nord und Altstadt-Süd, die derzeit unzureichend ist. Auch sichere Radabstellanlagen durch ein Rufbusangebot kompensiert wird. fehlen, insbesondere am Rand des Kerngebiets der Fußgängerzone sowie in den Bereichen mit stärke-
Mikromobilität rer Wohnnutzung, wie in der Brunnengasse und in
Ergänzende Angebote der Mikromobilität wie der Breiten Gasse. E-Scooter oder Leihfahrräder gewinnen zunehmend an Bedeutung. Sie reagieren auf die weiten Fußverkehr Wege innerhalb der ausgedehnten Fußgängerzone Der Fußverkehr dominiert die Altstadt Mitte. Die und auf topografische Herausforderungen zwi- unverwechselbare Innenstadtstruktur mit ihren stark schen Altstadtkern und Pegnitztal. Die geplante frequentierten Haupterschließungen schafft kurze Straßenbahnanbindung durch die „Altstadtque- Wege. Die Qualität der Wege variiert dabei jedoch rung“ könnte langfristig Direktverbindungen stark: Während zentrale Achsen barrierearm sind, verbessern, tangiert jedoch zugleich denkmalpfle- stellen historische Pflasterungen, Niveauunterschiede gerisch sensible Räume, sodass städtebauliche und und schmale Übergänge für ältere und mobilitätsfunktionale Abwägungen erforderlich bleiben. eingeschränkte Menschen weiterhin Hürden dar.
31 Viele verschiedene Verkehrsteilnehmende auf engem Raum (Theatergasse/Königstraße/Hallplatz)
VU-Gebiet U U-Bahn T Tram E-Scooter- VU-Gebiet Fernradweg Über Nebenstraße INSEK-Gebiet H Bus M Mobilpunkt Station INSEK-Gebiet Stadtnetz VAG Rad-Station Einzugsradien: 500m U-Bahn 400m Tram 300m Bus Freigabe Fußgängerzone ganztägig 18.30-10.30 Uhr, für Radvehrker: Sa. bis 10.00 Uhr ohne Freigabe 32 ÖPNV und Sharing-Angebote 33 Fuß- und Radverkehr
VU-Gebiet Maxtor, Laufer Tor Katharinengasse, VU-Gebiet E-Ladestation TG Tiefgarage INSEK-Gebiet Fürther Tor, Westtor Marientor, Königstor INSEK-Gebiet P Parkhaus Behindertenstellplätze FZ-Zone Sterntor, Färbertor, Hallertor, großflächige Parkplätze Bus: nur Ein-/Ausstieg Ludwigstor Neutor P Busparkplätze 34 Kfz-Verkehr 35 Ruhender Verkehr
Verschiedene Verkehrsarten auf engem Raum funktional notwendig. Die enge Verzahnung Konflikte entstehen an mehreren Stellen durch verschiedener Mobilitätsformen erfordert daher das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Ver- eine fein austarierte Organisation, die Barrierekehrsarten auf engem Raum. Hohe Besucher- freiheit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität frequenzen, querender Radverkehr und punktuell gemeinsam denkt. durchfahrende PKW, etwa in der Adlerstraße oder der Vordere Ledergasse, erzeugen lokale Gleichzeitig birgt die Neugewichtung des MIV Sicherheitsrisiken. Chancen: Wo Anlieferverkehre optimiert und Parkraumerfordernisse anders organisiert werden, Hinzu kommt die Problematik der „Autoposer“- können Flächen für Fuß- und Radverkehr sowie für Szene in einzelnen Nebenstraßen, deren Fahrver- Aufenthaltsangebote neu gewonnen werden. halten zu Lärm, Unsicherheitsgefühlen und einer Beeinträchtigung der Aufenthaltsqualität beiträgt. Fazit Die Lage der Parkhäuser im direkten Umfeld der Insgesamt zeigt sich: Die Altstadt Mitte verfügt Fußgängerzone erschwert zusätzliche Verkehrs- über eine sehr gute Grunderschließung, steht aber beruhigungen, zeigt aber zugleich Potenziale für vor der Herausforderung, Mobilität, Sicherheit die Neuordnung des ruhenden Verkehrs und die und Aufenthaltsqualität in einem räumlich hoch Freisetzung von Straßenraum. verdichteten Umfeld miteinander zu vereinbaren. Eine klare Orientierung, die Stärkung nachhaltiger Bedarf an verschiedenen Mobilitätsformen Mobilitätsformen, die Entschärfung von Konflik- Die Altstadt Mitte ist bereits heute in großen ten und die bedarfsgerechte Weiterentwicklung Teilen autoarm, dennoch bleibt die Erreichbarkeit des Straßenraums sind zentrale Aufgaben, um für die Bewohnerschaft, für Menschen mit einge- die Altstadt als lebendiges, zugängliches und gut schränkter Mobilität und für den Lieferverkehr erreichbares Zentrum zu sichern.
VU-Gebiet St. Sebald INSEK-Gebiet St. Lorenz
36 PKW-Anzahl in der Altstadt (PKW je 1.000 Einwohnende) 37 PKW-Anzahl in der Altstadt (PKW je 1.000 Einwohnende) Quelle: Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und *% bezieht sich auf PKW-Bestand gesamtstädtisch: 48.797 Statistik für Nürnberg und Fürth
38 Eingang zur U-Bahn in der Lorenzer Passage
Erreichbarkeit
Erkenntnisse aus der Analyse
U Trotz sehr guter Verkehrsanbindung werden
Angebote der Mikromobilität nachgefragt
- Die Altstadt verfügt über eine sehr gute ÖPNV-Anbindung. Die U-Bahn-Haltestelle Lorenzkirche
erschließt über dezentrale Ausgänge direkt das Untersuchungsgebiet und wird aktuell neugestaltet.
- Der temporäre Entfall der Bushaltestelle am Heilig-Geist-Spital verstärkt aktuell die
Verbindungslücke zwischen Altstadt Nord und Süd. Ersatzangebote wurden eingerichtet.
- Die geplante Straßenbahnanbindung „Altstadtquerung“ bietet die Chance für neue
Direktverbindungen und bessere Erreichbarkeit der Altstadt, während die Mikromobilität das kleinräumige Angebot ergänzt und konsequent ausbaut.
Die Altstadt hat eine wichtige Verbindungs-
funktion für Fern- und Innenstadt-Radwege
- Die Altstadt liegt an zahlreichen (Fern-)Radwegen und übernimmt eine wichtige
Verbindungsfunktion für den Radverkehr und als Einkaufs- und Freizeitziel. Die Durchlässigkeit für den Radverkehr hat daher besondere Bedeutung.
Fußgängerfreundlichkeit und querender
Radverkehr stellen eine Herausforderung dar
- Das städtische Radwegenetz konzentriert sich vorwiegend um die Altstadt herum. Die
Durchfahrbarkeit erfolgt größtenteils über ruhige Nebenstraßen und mit Einschränkungen durch die Fußgängerzone. Hier sind Beschilderungen und Netzverlauf teils schwer auffindbar. Sichere Radstellablagen fehlen insbesondere am Rande der Fußgängerzone.
- Die ausgedehnte Fußgängerzone, die hohe Durchlässigkeit und kurze Wege machen die Altstadt
fußgängerfreundlich. Allerdings erschweren Bodenbeläge und Topografie teils Barrierefreiheit und Erreichbarkeit.
Unterschiedliche Verkehrsarten auf engem
Raum führen punktuell zu Konflikten
- Die Fußgängerzone ist durch eine hohe Zahl an Passantinnen und Passanten charakterisiert,
was gelegentlich zu Konflikten vorwiegend zwischen Fuß- und Radverkehr, aber auch mit Kraftfahrzeugen führt
- Lärm und zu hohe Geschwindigkeit in Nebenstraßen durch zahlreiche „Autoposer“ stellen
zusätzliche Risiken dar.
- Die Erschließung einzelner zentral gelegener Parkhäuser steht vereinzelt weiteren
Verkehrsberuhigungsmaßnahmen entgegen.
Verkehrliche Anpassungen können
Flächenpotenziale in der Altstadt aktivieren
- Die Altstadt ist in vielen Bereichen autoarm. Die motorisierte Erreichbarkeit für Anlieferung, für
die Bewohnerschaft aber auch für Besucherinnen und Besucher bleibt gleichzeitig von hoher Bedeutung.
- An geeigneten Orten kann eine Neubewertung des motorisierten Individualverkehrs in
geringem Ausmaß Potenziale für alternative Nutzungen im Straßenraum generieren.
Burgenstraße
Regnitz Radweg
Paneuropa-Radweg H
ErlebnisRadweg Hohenzollern
Paneuropa-Radweg
Burgenstraße
H H Regnitz Radweg
Näge lein splatz
Mobilität
nd
Pocketpark Hauptmarkt Hans-Sachs-Gasse
Augustiner-
H Erreichbarkeit hof
Jakobus Radpilgerweg
Trödelmarkt H
Fazitkarte
Heilig-Geist-Spital Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt
Karl- Grillenberger-Straße Mühlgasse
Hintere Ledergasse
Adlerstraße
U Lorenzkirche
Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße
St. Lorenz
Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Turm
U Lorenzkirche
Brunnengasse
Breite Gasse
Weißer Turm
Jakobsplatz P fa T
c h K m ö
Dr.-Kurt-Schumacher-Straße ie d s g a s s
P Jakobus Radpilgerweg
Mauthalle n ig stra ß e
Bauhof Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt ß
H erstr
b e
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Plärrer F
T er
us ä art
Jakobus Radpilgerweg H
Opernhaus
Hbf
Burgenstraße
Regnitz Radweg
Paneuropa-Radweg H
ErlebnisRadweg Hohenzollern
Paneuropa-Radweg
Burgenstraße
H H Regnitz Radweg
Pocketpark Hauptmarkt Hands-Saiches-G aNsseürnbergerinnen Augustinerund Nürnberger:
H hof
Jakobus Radpilgerweg
-
Mehr Aufenthaltsflächen und weniger Verkehrsflächen.
-
Bessere barrierefreie Erreichbarkeit der Ziele und Orte.
Trödelmarkt H
- Weniger Autoposer.
Heilig-Geist-Spital
- Bessere oberirdische ÖPNV-Anbindung in der Lorenzstadt.
Unschlitt- Westtor platz • Mehr sichere Abstellmöglichkeiten für (Lasten-)Fahrräder. Insel Schütt
- Bessere Kompatibilität zwischen Fuß- und Radverkehr in
der Fußgängerzone.
- Bessere Verkehrsleitung und dere
om
un
ikation
Karl- Grillenberger-Straße Mühlgasse
B
ta
d
Hintere Ledergasse
Adlerstraße U U-Bahn U-Bahn Verteiler Lorenzkirche
U Lorenzkirche U-Bahn Verteiler Lorenzkirche
(gesperrt ab 02.2025)
H Bus
Vordere Ledergasse M Mobilpunkt Schlotfegergasse Karolinenstraße
E E P - - L r c
k d h r
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rage St. Lorenz Behindertenstellplätze Bus: nur Ein-/Ausstieg Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Großflächige Parkplätze Turm Fernradwege Stadtnetz
U P TG
U Lorenzkirche
Brunnengasse Strecken über ruhige Nebenstraßen U Passantenfrequenz: Breite Gasse hoch
Weißer Turm
mittel Jakobsplatz P niedrig fa T n n Fußgängerzone: n mit zeitlicher Einschränkungen freigegeben c h K ganztägig für Radverkehr freigegeben m ö
Dr.-Kurt-Schumacher-Straße ie d s g a s s
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P Jakobus Radpilgerweg
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Mauthalle n ig stra ß e
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Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt
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Pa r k k r h ä se b r il i tä t w au ic k b ln uen
P
us Durchgangsräume/Querverbindungen stärken ä art Passagen und Gässchen aufwerten Lücken in der ÖPNV-Verbindung schließen Konfliktpotenziale Kfz/Fußverkehr mindern
Jakobus Radpilgerweg H
Opernhaus
Hbf
Erreichbarkeit
Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen
Mobilität für Alle in der Altstadt
weiter verbessern
- Insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollen Zufahrtsmöglichkeiten und
Stellplätze für die Bewohnerschaft gesichert werden.
- Es soll geprüft werden, an welchen Orten mittel- bis langfristig altes Kopfsteinpflaster durch
barrierearmes ersetzt werden kann.
Erreichbarkeit durch Mikromobilität und
innovative Fortbewegungsformen stärken
- Angesichts der Topografie ist die fußläufige Überbrückung größerer Distanzen für Menschen
mit eingeschränkter Mobilität oft beschwerlich. Zur Kompensation fehlender ÖPNV-Angebote in Nord-Süd-Richtung über das Pegnitztal sollen weitere kleinräumige Mobilitätsangebote und innovative Lösungen getestet werden.
Attraktive Verbindungen durch die Altstadt
schaffen und mit Zielen verbinden
- Das Netz kleinteiliger Passagen und Gassen soll attraktiver gestaltet und sichtbar bzw.
auffindbar gemacht werden. Damit verbessert sich die Erreichbarkeit von Zielen in der Altstadt und gleichzeitig erlebt der öffentliche Raum eine Aufwertung.
- Das Wegeleitsystem vom Hbf./Königspassage bis in die Altstadt soll vereinheitlicht werden
(Verkehrsleitung, Kultur, Tourismus, Freizeit).
Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmenden
entschärfen
- Mobilität und Erreichbarkeit der Altstadt müssen verträglich organisiert werden. Durch effektive
Raumgestaltung soll die Attraktivität einzelner Straßen für die „Autoposer“-Szene deutlich reduziert werden.
- Maßnahmen zur Umgestaltung des öffentlichen Raums sollen weiter ausgebaut werden,
dabei gilt es, die Bedürfnisse aller Nutzenden – Bewohnerinnen und Bewohner, Besuchende, Touristinnen und Touristen, Gewerbetreibende und Lieferantinnen und Lieferanten – gleichermaßen zu berücksichtigen.
- Auf die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger soll verstärkt geachtet werden,
besonders bei Querungen.
Fahrradinfrastruktur verbessern
und ergänzen
- Die Querbarkeit durch die Altstadt und die Erreichbarkeit verschiedener Angebote sollen für den
Radverkehr verbessert werden. Das beinhaltet die Bereitstellung dezentraler Radabstellplätze.
- Gleichzeitig soll ein schneller und zu intensiver Radverkehr in der Fußgängerzone vermieden
werden.
Verkehrsflächen in der Altstadt
bedarfsgerecht weiterentwickeln
- Eine Evaluierung der bestehenden und perspektivischen Stellplatzsituation in den Parkhäusern
soll durchgeführt werden. Möglichkeiten zur Schaffung zusätzlicher Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum soll dabei geprüft werden.
- Das Konzept der Quartiersgarage bzw. die Erhöhung der Anzahl an Dauerparkplätzen
soll an geeigneter Stelle geprüft werden, um im Straßenraum Flächenpotenziale für mehr Aufenthaltsqualität zu nutzen.
- Die Kommunikation über die diversen Mobilitäts-Angebote (z. B. Park & Ride) soll weiter
gebündelt und optimiert werden.
Wohnen, Bildung, Soziales und Gesundheit
Die Altstadt Mitte ist ein hoch verdichteter, niedrigschwellige Bewegungsangebote fehlen überwiegend wirtschaftlich geprägter Stadtraum, weitgehend. Das bestehende Beteiligungsproin dem Wohnen nur eine untergeordnete Rolle gramm laut! ist ein wichtiges strukturelles Elespielt. Die Sozialstatistik der Altstadt zeigt eine ment, das diese Zielgruppe sichtbar einbindet, und besondere Bevölkerungsstruktur: Ein sehr hoher räumlich fokussierte Wirkung entfaltet. Anteil an Einpersonenhaushalten, eine junge, überwiegend erwerbstätige Bevölkerung und eine Familien sowie Seniorinnen und Senioren mangelt überdurchschnittlich hohe Fluktuation prägen das es an wohnungsnahen Grünräumen, Spiel- und Gebiet. Dies entspricht dem Bild eines urbanen Bewegungsflächen oder ruhigen Aufenthaltsor- Kernstadtquartiers, das vor allem durch studien-, ten. Die Versorgung mit Bildungsinfrastruktur ist arbeitsplatz- und lebensphasenbedingte Kurzauf- insgesamt gesichert, jedoch fehlen Flächenpotenenthalte bestimmt ist. Klassische Wohnmilieus, ziale für einen dringend benötigten Kita-Standort wie sie in gemischt genutzten Altstadtquartie- innerhalb des Untersuchungsgebiets. ren zu finden sind, treten hier deutlich zurück.
Gleichzeitig gewinnen temporäre möblierte Hilfsbedürftige Menschen
Wohnformen wie „Monteurswohnungen“ oder Wie im vorhergehenden Kapitel Aufenthaltsqua- WG-Modelle mit unscharfer Abgrenzung zum lität und öffentlicher Raum bereits erläutert, wird gewerblichen Wohnen zunehmend an Bedeu- im Untersuchungsgebiet an vereinzelten räumtung. Sie sind mangels datenplausibler Erfassung lichen Hot Spots sichtbar, dass hilfsbedürftige Menschwer steuerbar und können Nutzungskonflikte schen, insbesondere obdachlose und suchtbelasmit dauerhaftem Wohnen verschärfen. Vor diesem tete Personen, auf wenig geeignete Rückzugsorte Hintergrund ist die künftige Rolle des Wohnens treffen. Fehlende Tagesaufenthalte, vandalismusim Untersuchungsgebiet noch nicht abschließend sichere Toiletten und wettergeschützte Bereiche definiert und bedarf fachlicher wie politischer Klä- führen zu Nutzungskonflikten, insbesondere an rungen. Wohnnutzung bleibt damit ein sensibles, stark frequentierten Knotenpunkten wie Königsaber strategisch relevantes Thema für die zukünf- torpassage oder im Umfeld leerstehender Objekte. tige Funktionsfähigkeit der Altstadt Mitte. Diese Problemlagen überlagern das generelle Defizit an konsumfreien und dauerhaften Aufent- Soziale und gesundheitliche Infrastruktur haltsorten für unterschiedliche Zielgruppen. Eine besondere Bedeutung kommt im Gebiet der sozialen und gesundheitlichen Infrastruktur zu. Die Netzwerk lokaler Akteurinnen und Akteure Altstadt weist eine außergewöhnlich hohe Dichte Die Altstadt Mitte vereint stark genutzte, breite an Facharztpraxen und medizinischen Dienstleis- Einkaufsstraßen mit kleinteiligeren Nebenlagen. tungen auf, die weit über den lokalen Bedarf hin- Diese räumliche Mischung erzeugt unterschiedliche aus die gesamte Innenstadt versorgen. und trägt Rahmenbedingungen für soziale Infrastruktur: zugleich zur Belebung der Innenstadt bei, da sie Entlang der Hauptachsen verhindern hohe Mieten zusätzliche Besucherfrequenzen erzeugt. Gleichzei- und Flächendruck eine verlässliche Unterbringung tig führt sie zu vermehrtem Bring- und Holverkehr sozialer Angebote, während in ruhigeren Bereiund verstärkt damit die Belastungen an beste- chen geeignete, barrierefreie Räume nur begrenzt henden infrastrukturellen Engstellen. Ergänzende verfügbar sind. Dadurch entstehen strukturelle soziale Beratungs- und Unterstützungsangebote Hürden für dauerhafte, niedrigschwellige Begegsind vorhanden, reichen jedoch angesichts sozialer nungs- und Unterstützungsangebote. Unter diesen Problemlagen nicht aus. Bedingungen gewinnt die Vernetzung lokaler Akteurinnen und Akteure an Bedeutung. Koope-
Angebote für alle Generationen rationen zwischen Quartiersmanagement, sozialen
Kinder, Jugendliche und ältere Menschen finden Trägern, Schulen, Kulturakteuren, Gewerbetreinur begrenzt adressatengerechte Angebote. benden und Zivilgesellschaft bieten Potenziale, Für Jugendliche ist die Altstadt ein zentraler um soziale Bedarfe frühzeitig zu erkennen und Treffpunkt, doch sichere, konsumfreie Orte oder gemeinschaftlich zu bearbeiten.
41 Marktstände vor St. Lorenz mit Blick in die Karolinenstraße, ein beliebter Treffpunkt für Alle
Fazit Dienstleistungen stark von älteren Menschen
Insgesamt zeigt sich: Altstadt Mitte ist ein funk- frequentiert. Die Weiterentwicklung des Gebiets tional stark beanspruchter Stadtraum, dessen erfordert nicht primär neue großflächige Einrich- Lebensumfeld geprägt ist von einer überwiegend tungen, sondern passgenaue, kleinteilige und jungen, mobilen Wohnbevölkerung, temporären niedrigschwellige Maßnahmen, die unterschiedli- Wohnformen und hohen sozialen Anforderun- che Nutzungsansprüche miteinander in Einklang gen. Gleichzeitig wird das Gebiet angesichts der bringen und den öffentlichen Raum als sozialen breiten Angebotspalette auch an gesundheitlichen Anker stärken.
Haushaltsgrößen in der Altstadt (2024) Altersstruktur in der Altstadt (2024)
Einwohnende: 14.365, Haushalte 10.251 Einwohnende: 14.365
18-29 Jahre 14,7% 1-Person 70,4% 2-Personen 20,3% 3-Personen 5,7% 4-Personen
25,3% 0-17 Jahre
65+ Jahre 8,5%
1,0% 2,6% 5+ Personen
39 Haushaltsgrößen in der Altstadt (2024), 40 Alterstruktur in der Altstadt (2024), Quelle: Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Quelle: Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth Statistik für Nürnberg und Fürth 51,4% 30-64 Jahre
Wohnen, Bildung, Soziales und Gesundheit
Erkenntnisse aus der Analyse
Wohnnutzung spielt eine untergeordnete
Rolle im Nutzungsmix
- Das Untersuchungsgebiet ist durch eine hohe Nutzungsdichte gekennzeichnet, in der
Einzelhandel, Gastronomie, Tourismus und Aufenthalt dominieren. Dauerhaftes Wohnen spielt eine untergeordnete Rolle.
- Strategien zur künftigen Rolle des dauerhaften Wohnens und der dann notwendigen
zusätzlichen sozialen Infrastruktur im Untersuchungsgebiet sind in Diskussion.
- Ältere Menschen wohnen in Teilen der Altstadt in unsanierten, nicht barrierefreien Wohnungen.
Temporäre Wohnformen
gewinnen an Bedeutung
- Zunehmend relevant werden temporäre möblierte Wohnformen („Monteurswohnungen“,
WG-Modelle) mit unscharfer Abgrenzung zum gewerblichen Wohnen.
- Diese sind mangels Datengrundlage noch schwer zu erfassen, können aber potenzielle
Nutzungskonflikte mit klassischen Wohnformen bergen und zu steigenden Mieten führen.
Ein dichtes Angebot an medizinischer
Versorgung prägt die Altstadt
- Angebote der sozialen und gesundheitlichen Infrastruktur sind im Gebiet überdurchschnittlich
stark vertreten.
- Zahlreiche Facharztpraxen versorgen die gesamte Altstadt und erzeugen im Bereich der
Fußgängerzonen regen Hol- und Bringverkehr.
Jugendliche sind eine wichtige Nutzergruppe des
öffentlichen Raums in der Altstadt
- Das Gebiet ist ein wichtiger Aufenthaltsort für Jugendliche und junge Erwachsene.
Zielgruppenspezifische, konsumfreie Angebote wie sichere, konsumfreie Orte, niedrigschwellige Bewegungsangebote oder Lern- und Bildungsangebote fehlen.
- Die frühzeitige und wirkungsvolle Einbindung jüngerer Zielgruppen stärkt die Kinder-
und Jugendgerechtigkeit in der Altstadt. Es existiert ein etabliertes Angebot an Beteiligungsstrukturen wie die Kinderversammlungen, laut! und die Nutzungsbeteiligungen für Spiel- und Aktionsflächen.
Angebote für Familien und ältere Menschen
sind begrenzt
- Infolge des starken Fokus auf Shopping und Gastronomie sind konsumfreie Angebote
und Begegnungsorte für Familien und ältere Menschen (Spielplätze, Aktions- und Bewegungsflächen, Sitzgelegenheiten, Grün- und Freiflächen etc.) nur untergeordnet vorhanden.
- Es besteht eine Versorgungslücke an Kindertagesbetreuungsplätzen in der Altstadt. Der Suche
nach einem geeigneten Standort zur Schaffung weiterer Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze kommt besondere Bedeutung zu.
Hilfsbedürftige Personen stellen soziale
Infrastruktur vor Herausforderungen
- Obdachlosigkeit ist im öffentlichen Raum sichtbar, oft in räumlicher Nähe zu Leerständen und
Orten mit funktionalen und gestalterischen Defiziten.
- Das Angebot an niedrigschwelligen Rückzugsorten, Tagesaufenthalten und vandalismussicheren
öffentlichen Toiletten ist begrenzt.
Nägeleinspl
fatzeld
Lebensum
Pocketpark Hauptmarkt Hans-Sachs-Gasse
Augustinerhof
Fazitkarte
Trödelmarkt
Heilig-Geist-Spital Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse
Adlerstraße
Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße
St. Lorenz
Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer Turm
Brunnengasse e K ß ö
Jakobsplatz F är b erstr a Breite Gasse
P fa n ig stra ß e Lorenzer Straße
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ie d Dr.-Kurt-Schumacher-Straße s g ehem. Kaufhof
Mauthalle Bauhof Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt
ß erstr b e F är g er us ä art
Pocketpark Hauptmarkt Hands-Saiches-G aNsseürnbergerinnen Augustinerund Nürnberger: hof
-
Mehr Spielorte für Kinder, Bewegungsräume für Alle.
-
(Mehr) Angebote für Jugendliche.
Trödelmarkt
- Altstadt nicht nur für Besuchende und Shoppende, sondern
Heilig-Geist-Spital (auch) als Alltags-Stadt gestalten. Unschlitt- Westtor platz Insel Schütt Grillenberger-Straße Mühlgasse Karl- Hintere Ledergasse
Adlerstraße
Vordere Ledergasse Schlotfegergasse Karolinenstraße
St. Lorenz
Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte Weißer
Turm Bestand
Brunnengasse Kinder- und jugendrelevante e K Aufenthaltsorte ß ö
Jakobsplatz F är b erstr a Breite Gasse P fa n ig stra ß e er Straß Ö ff
| L | ore | nz |
|---|
g b b ä ä b d d li c h B il ld l r g / g r b h al ngs-
n Gebäude mit Einrichtungen des Gesundc h heits-/Sozialwesens und/oder Arztpraxen ie Gebäude mit Beherbergungsangeboten d Dr.-Kurt-Schumacher-Straße s g s e ehem. Kaufhof G
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Mauthalle Bauhof Gewässer Umgriff Altstadt Mitte Hallplatz Jakobstraße Kornmarkt
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us Suchraum für Standorte sozialer ä art Infrastrukturen Plätze gestalten Pocketparks prüfen
Wohnen, Bildung, Soziales und Gesundheit
Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen
Entwicklung des Wohnens beobachten
und steuern
- Die Entwicklung des möblierten und zeitlich befristeten Wohnens soll beobachtet und gesteuert
werden, um Nutzungskonflikte und wohnungswirtschaftliche Auswirkungen zu begrenzen.
- Zur künftigen Rolle des dauerhaften Wohnens im Untersuchungsgebiet sollen weitere
Untersuchungen durchgeführt und Grundsatzbeschlüsse gefasst werden.
- Zum Schutz von Bestandsmietern soll die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen
gezielt gesteuert werden.
Bildungsangebote für alle Generationen
ausbauen
- Ergänzende Angebote für bestehende Bildungseinrichtungen sollen geschaffen werden,
z. B. Lernräume, Experimentier- und Kreativräume.
Soziale Infrastruktur
stärken
- Bestehende Gesundheitsdienstleistungen sollen gesichert und das Angebot an niedrigschwelliger
sozialer Beratung und Unterstützung ausgebaut werden.
- Im Zuge städtebaulicher Entwicklungsprozesse sollen Möglichkeiten zur Flächensicherung für
soziale Infrastrukturbedarfe, insbesondere für einen Kita-Standort, Berücksichtigung finden.
- Der individuelle Bedarf bei obdachlosen Menschen oder hilfsbedürftigen Zielgruppen soll
identifiziert und interdisziplinär geprüft werden. Entsprechende räumliche Angebote sollen geschaffen werden.
Konsumfreie Aufenthaltsorte
für Alle schaffen
- Im Untersuchungsgebiet sollen langfristig gesicherte Aufenthalts- und Begegnungsorte für
alle Nutzergruppen entstehen. Diese sollen auch für vulnerable Gruppen nutzbar sein. Eine Dauerbelegung durch einzelne Zielgruppen sind auszuschließen.
- Die Implementierung von innovativen, niedrigschwelligen Spiel- und Bewegungsangeboten für
alle Generationen an geeigneten Orten soll vorangetrieben werden.
- Der Bestand an Spiel- und Aktionsflächen soll erhalten und mit besonderem Augenmerk auf
qualitative und inklusive Ausstattung aufgewertet werden.
Akteure vernetzen und Engagement
fördern
- Die bestehenden Strukturen aus Quartiersmanagement, sozialen Einrichtungen, Verwaltung und
Zivilgesellschaft sollen weiter miteinander vernetzt werden, um Synergien zu nutzen und lokale Akteurinnen und Akteure zu aktivieren.
- Informations- und Austauschformate, z B. zur Nutzung des Quartiersfonds oder bestehender
Förderprogramme, sind zu stärken und sichtbarer zu machen. Ziel ist es, bürgerschaftliches Engagement, Nachbarschaftsprojekte und eine kooperative Stadtentwicklungskultur zu fördern.
Umfeld
Der ehemalige Kaufhof ist eines der städte-
baulich bedeutendsten Gebäude der Lorenzer Belebung durch Zwischennutzungen
Altstadt. Durch seine Größe, die prominente Lage Die bereits umgesetzten und geplanten Zwian der Königstraße und die direkte Verknüpfung schennutzungen im Erdgeschoss – unter anderem mit wichtigen Fußgängerströmen prägt er seit Formate von WÖHRL, IKEA, Beets&Roots sowie Jahrzehnten die Wahrnehmung des südlichen Kultur- und Veranstaltungsnutzungen – zeigen, Innenstadtbereichs. Seit dem im Sommer 2023 dass temporäre Belebung im Kaufhof sehr gut eingetretenen Leerstand infolge der Karstadt- funktioniert. Sie stabilisieren den Standort, ver- Kaufhof-Insolvenz hat sich das Gebäude, gemein- hindern Trading-Down-Effekte und stärken die sam mit dem bereits seit Jahren leerstehenden Wahrnehmung des Ortes als Möglichkeitsraum.
„City-Point“, zu einem zentralen Transformations-
raum entwickelt, dessen Zukunft maßgeblichen Auch die geplanten Hochschulnutzungen der Einfluss auf die Funktionsfähigkeit und Attraktivi- Technischen Universität Nürnberg (TU Nürnberg)
tät des gesamten Quartiers hat. im Rahmen der Markterkundung unterstreichen
das Potenzial, neue Publikumsgruppen dauerhaft Auswirkungen auf umgebende Straßenräume in die Altstadt zu bringen. Besonders sichtbar werden die Auswirkungen in den angrenzenden Straßenräumen, etwa in Teilen Fazit der Pfannenschmiedsgasse, der Breiten Gasse Durch die Kombination aus städtischer Steuerung, und am Übergang zur Königstraße, wo fehlende strategischer Partnerwahl und enger Verzahnung Belebung und abgeschlossene Fassaden zu gestal- mit privaten Eigentümerinnen und Eigentümern terischen und funktionalen Herausforderungen entsteht ein einmaliges Fenster für eine Transforführen. Müll, unklare Wegebeziehungen und mation, die weit über das Gebäude selbst hinauspunktuell wahrnehmbare soziale Problemlagen reicht. Der ehemalige Kaufhof und sein Umfeld verstärken diese Effekte. ist eines der großen Entwicklungspotenziale in der Lorenzer Altstadt und wird damit zum Hebel Damit ist das Areal in seiner heutigen Form ein für die städtebauliche Neuordnung eines ganzen struktureller Schwachpunkt inmitten einer sonst Innenstadtquartiers mit Bedeutung für Nutzungssehr leistungsfähigen Innenstadtlage, zugleich mischung, Durchwegung, Aufenthaltsqualität, Beginn Pop-Up-Kaufhof Wöhrl, Ikea, Beets & Roots usw. aber der größte zusammenhängende Entwick- Ökonomie und das historische Stadtbild der Loren- ab 09/2025 lungsspielraum der Altstadt. zer Altstadt. Besitzübergang Start Zukunftsmusik 10/2024
Chance durch Zwischenerwerb
Unterschrift Kaufvertrag
Mit dem strategischen Zwischenerwerb der Stadt 07/2024 Nürnberg wird erstmals seit Jahrzehnten die Mög- Projektdesign „Kleine Lösung“ lichkeit geschaffen, die Entwicklung des gesamten musik Areals von Kaufhof, City-Point, Kaufhof-Parkhaus und Zeughaus in einem integrierten „Große- Lösung“-Ansatz zu steuern.
| Insolvenz | Erwerb | |||
|---|---|---|---|---|
| 2023 | 202 | 4 | ||
| Insolvenz | E |
Dieser Quartiersansatz eröffnet Chancen für neue Projektdesign „Große Lösung“ Querbeziehungen, attraktive Erdgeschosszonen, bessere Anbindungen an Pfannenschmiedsgasse Vergabe Konzeptstudie 4. Quartal 2024 und Hallplatz sowie die Schaffung neuer Aufenthalts-, Grün- und Kulturflächen. Die laufenden Konzeptstudien und das geplante Auswahlverfahren bilden hierfür den fachlichen und strategischen Rahmen.
42 Projektdesign Entwicklung Kaufhof
43 Zwischennnutzung des ehemaligen Kaufhofgebäudes durch ein Pop up Projekt
Beginn Pop-Up-Kaufhof Gremienbeschluss und Vertragsabschluss
Wöhrl, Ikea, Beets & Roots usw. Verkauf und Entwicklungspartnerschaft ab 09/2025 Ende 2026 / Anfang 2027
Zukunfts
musik Umbau Pop-Up-Zwischennutzung Kaufhof
| 2 | 025 20 | 26 20 | 27 20 |
|---|
28 ab 2029
| Konzeptstudie | Partner-/Käufersuche |
|---|
Planung und Realisierung Zeughausquartier (mögliche Große Lösung)
Stufe III > Vertragsphase
Verhandlung und Abschluss Kaufvertrag mit Auflagen
Präsentation Konzept-
studie und Auswahl von zu Stufe II > Auswahlverfahren
vertiefenden Kponzept(en) Konzept/Preis/Vertrag
durch den Stadtrat Entwicklungspartnerschaft
- Quartal 2025 mit VKB
Vergabe Stufe I > Marktsondierung
Transaktionbegleitung Erarbeitung & Prüfung Marktgängigkeit eines
Recht und Steuer Auswahlverfahrens im Dialog mit Entwicklern
09/2025 ab 10/2025 mit Expo Real
Umfeld
Erkenntnisse aus der Analyse
Zentrale Leerstände haben negative
städtebauliche Auswirkungen
- Die leerstehenden bzw. untergenutzten Großimmobilien ehemaliger City-Point und Kaufhof
beeinflussen die städtebauliche und funktionale Situation im Herzen der Lorenzer Altstadt erheblich.
- Die Kombination aus strukturellem Leerstand, gestörten Fußgängerströmen, unzureichend
aktivierten Erdgeschosszonen, fehlender sozialer Kontrolle sowie punktuellen Problemen durch Vermüllung und Obdachlosigkeit führt zu einem wahrnehmbaren Qualitätsverlust im unmittelbaren Umfeld des Untersuchungsgebiets.
Ganzheitliche Entwicklung des Quartiers birgt
große Chancen
- Transformationsprozesse benötigen Raum und Fläche für Experimente und neue
Nutzungsideen. Die Entwicklung des Quartiers bietet die große Chance für die Realisierung einer zeitgemäßen Idee einer zukunftsfähigen Innenstadt. Die Stadt Nürnberg ist durch den Zwischenerwerb des ehem. Kaufhofs in einer besonderen Steuerungsposition.
Zwischennutzungskonzepte
funktionieren
- Die bisherigen Zwischennutzungen – darunter kulturelle Angebote, temporäre Formate und
die Revitalisierung der Erdgeschosse durch Pop-up-Handel und Gastronomie – haben bereits gezeigt, dass belebte Nutzungen einen deutlichen Beitrag zur Stabilisierung des Umfelds leisten und somit wesentlich zur Verhinderung eines anhaltenden Trading-Down-Prozesses beigetragen.
Orientierungsrahmen für
die zukünftige Entwicklung
- Öffnung und Aktivierung der Erdgeschoss-Fassaden zum öffentlichen Raum,
u. a. durch Kultur-, Handels-, Bildungs- und Gastronomienutzungen.
• Prüfung markthallenartiger Formate als möglicher Frequenz- und
Aufenthaltsanker.
• Erhebliche Steigerung der Passantenfrequenzen im gesamten Quartier durch
gezielt platzierte, publikumswirksame Nutzungen (z. B. Kongress, Bildung,
Hotel, Gastronomie, attraktive öffentliche Räume). Diese Frequenzwirkungen
sind integraler Bestandteil einer zukunftsfähigen Innenstadt und sollen bei
Nutzungsverteilung und Gebäudeadressierung berücksichtigt werden.
• Nutzung und Begrünung von Dachflächen unter Berücksichtigung baulicher
und denkmalschutzrechtlicher Belange.
- Prüfung der Möglichkeiten, öffentlich zugängliche Freiräume (z. B.
Dachgarten/Dachterrasse) zu integrieren.
• Stärkung der Adresse Königstraße und Adressbildung zur Breiten Gasse
durch klar definierte Ein- und Aufgänge und eine hochwertige und belebte
Erdgeschosszone mit größtmöglicher Transparenz.
• Qualitative, öffentlich zugängliche Aufenthalts- und Grünbereiche in den
rückwärtigen und heute untergenutzten Hofbereichen – insbesondere am
City-Point zum Hallplatz – prüfen und integrieren, sofern dies städtebaulich
und wirtschaftlich sinnvoll ist.
- Aufwertung des öffentlichen Raums durch z. B. gestalterische Elemente,
Begrünung und hochwertige Möblierung.
• Integration des Zeughauses und der Mauthalle als möglicherweise öffentlich
nutzbarer Baustein (z. B. Kultur, Bildung, Ausstellung, Stadtgesellschaft).
Karolinenstraße
Kaufhof und n e h ässc g n e d el H Umfeld Brunnengasse oom-in Neugestaltung Breite Gasse – BA3 Aufwertung Fassaden Breite Gasse an der Breite Gasse Durchweg Anknüpfu Wegeführ vorhande Erschließu Hofgestaltung Maßs typol P Prüfung Abriss Anbau Mitbetrachtung Zukunft Parkhaus Wiederherstellung Frauengasse Freistellung Etablierung Nachnutzu Öffnung Erd- geschosszone Aufwertung Straßenseite PotenzialeKornmarkt Hallplatz Öffentlichen Raum aufwerten Räume für Bäume identifizieren Gestaltung Um westl. Hallplatz an Plätze gestalten P Parkhäuser entwickeln (sü Abriss prüfen Mikromobilität ausbauen Erdgeschoss öffnen Fassade gestalten Sichtachsen akzentuieren Bestand Nutzungsmischung stärken Eingangssituationen attraktivieren Trinkwasserbrunnen Neuge Durchgangsräume/Querverbindungen Kunst-/Zierbrunnen Graser stärken Bestandsbäume Kühle Achsen einrichten Fußgängerzone Fassaden begrünen Baudenkmäler Dachflächen begrünen Gebäude Höfe gestalten Umgriff Altstadt Mitte
PotenzialeKornmarkt Öffentlichen Raum aufwerten Räume für Bäume identifizieren Plätze gestalten P Parkhäuser entwickeln Abriss prüfen Mikromobilität ausbauen Erdgeschoss öffnen Fassade gestalten Sichtachsen akzentuieren Bestand Nutzungsmischung stärken Eingangssituationen attraktivieren Trinkwasserbrunnen Durchgangsräume/Querverbindungen Kunst-/Zierbrunnen stärken Bestandsbäume Kühle Achsen einrichten Fußgängerzone Fassaden begrünen Baudenkmäler Dachflächen begrünen Gebäude Höfe gestalten Umgriff Altstadt Mitte
St. Lorenz Neuordnung Marktstände
Kaufhof und Umfeld Brunnengasse oom-in
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Neugestaltung Pfannenschmiedsgasse P fa Neugestaltung n n K e ö Breite Gasse – B
B A
re ite Gasse n sch m ie d sg P A r d ü r f e u s n sb g i l b d e u s n se g r B n r eite Prüfung untersc n i
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tab und Gebäude- Neugestaltung ogie prüfen Weikertsgässchen Verstigung von Zwischennutzungen bis zur finalen Entwicklung Prüfung markthallenartiger Formate als P af möglicher Frequenze n und Aufenthaltsanker hcs
ei Zeughaus, ess a gs d An der Mauthalle geeigneter ng(en) Neugestaltung An der Mauthalle Mauthalle
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Karolinenstraße
St. Lorenz Neuordnung Marktstände
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Brunnengasse
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Hofgestaltung Maßstab und Gebäude- Neugestaltung typologie prüfen Weikertsgässchen
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Zwischennutzungen bis zur finalen Entwicklung Prüfung markthallenartiger Formate als P Prüfung af möglicher Frequenz- Abriss Anbau e n und Aufenthaltsanker hcs Mitbetrachtung m ei Zukunft Parkhaus W Fra ie d r g h r tellung Freistellung Zeughaus, ess a gs d An der Mauthalle Etablierung geeigneter Nachnutzung(en) Neugestaltung An der Mauthalle Öffnung Erdgeschosszone Aufwertung Mauthalle Straßenseite
Hallplatz Kornmarkt Hallplatz K ö ig
w l. l t l g lp latz an p z g g s m vo ß n li h - Ha ll g p la st z ltung straß
(südliche Lage)
Klaragasse
Neugestaltung Aufwertung Grasersgasse Königstraße
dr er e Maßstab: 1 : 1.000 etS nr g ess 75
g
as Neugestaltung
Umfeld
Sanierungsziele und Handlungsempfehlungen
Kaufhof-Eigentum als städtebaulichen Hebel
gezielt nutzen
- Das Eigentum an der Kaufhof-Immobilie soll aktiv genutzt werden, um die Entwicklung in hoher Qualität
und unter Berücksichtigung öffentlicher Interessen voranzubringen.
- Es wird angestrebt, die Entwicklung der Einzelimmobilien integriert als „Große Lösung“ in enger
Abstimmung mit der Versicherungskammer Bayern (VKB) als Eigentümerin des City-Point zu gestalten.
Städtebauliche Potenziale erkennen,
fixieren und sichern
- Im Zuge der Entwicklung des Gesamtareals sollen zentrale öffentliche Belange und Zielsetzungen
abgestimmt und gezielt verfolgt werden.
- Die Entwicklung des Gesamtareals soll auch nach einem Verkauf in einem strukturiert geführten
Quartiersprozess weitergeführt werden, an dem sich die Stadt Nürnberg als aktive Partnerin beteiligt.
- Ziel ist, gemeinsam mit den beiden künftigen Investoren (Kaufhof und City-Point) eine abgestimmte,
qualitätsvolle und langfristig tragfähige Quartiersentwicklung sicherzustellen. Dieser kooperative Entwicklungsprozess ist entscheidend, um städtebauliche, funktionale und klimatische Ziele dauerhaft zu sichern und Synergien zwischen den Gebäudeteilen bestmöglich zu nutzen.
Zwischennutzung fortführen
und ggf. verstetigen
- Bis zur ganzheitlichen finalen Entwicklung sollen die Bemühungen um eine lebendige Zwischennutzung des
Erdgeschosses weitergeführt und danach evtl. verstetigt werden.
Mixed Use, Frequenz und urbane
Lebendigkeit stärken
- Transformationsflächen dieser Größenordnung ermöglichen ein vielfältiges Nutzungskonzept, das die
Attraktivität der Altstadt stärkt. Diese Chance soll gezielt genutzt werden.
- Geeignete Nutzungen sollen sinnvoll im Areal verteilt und durch klar definierte öffentliche oder
halböffentliche Bereiche ergänzt werden.
Verzahnung von VU und
Verkaufsprozess des Kaufhofs
- Die Sanierungsziel für das Areal bilden eine wichtige Grundlage für Zuschussmöglichkeiten aus der
Städtebauförderung und die sanierungsrechtliche Genehmigungsfähigkeit. Ein enger Abgleich mit dem laufenden Prozess der Konzept- und Investorenauswahl der Stadt Nürnberg ist von zentraler Bedeutung und soll sichergestellt werden.
- Die Sanierungsziele des Gebietes Altstadt Mitte sollen im weiteren Verfahren – gemeinsam mit zusätzlichen
städtebaulichen, funktionalen und klimatischen Anforderungen – in qualitätssichernde Verfahrensschritte überführt werden und einen verbindlichen strategischen Rahmen für die weitere Quartiersentwicklung bilden.
Übersicht
Sanierungsziele
Die Sanierungsziele bündeln die zentralen
Handlungsbedarfe der integrierten Analyse
und übersetzen sie in strategische Leitlinien
für die zukünftige Entwicklung im Bereich
Altstadt Mitte. Sie formulieren den Rahmen,
an dem sich Projekte, Entscheidungen und
Prioritäten im weiteren Verfahren ausrichten
müssen, um die vom Baugesetzbuch
vorgegebene einheitliche Vorbereitung
und zügige Durchführung der Sanierung
zu gewährleisten. Damit bilden sie das
verbindliche Fundament für eine koordinierte,
fachübergreifende Sanierungspraxis im
künftigen Sanierungsgebiet.
Vielfalt und Nutzungsmischung der Altstadt
hcrud
stärken
ximsgnuztuN
Kulturelle, sportliche und weitere,
besucherrelevante Angebote ausbauen
muarsinbelrE
Inhabergeführte Geschäfte vernetzen und stärken
Leerstand aktiv steuern und vermeiden sowie
Trading Down verhindern
Entwicklung des ehemaligen Kaufhofs
aktiv gestalten
Neue Strategien für ein kohärentes und
muaR
nutzerfreundliches Raumgefüge entwickeln
tätilauqstlahtnefuA
Fußgängerzone weiterentwickeln, vernetzen und
differenziert gestalten
rehciltneffö
Hochwertige konsumfreie Aufenthalts- und Begegnungs-
orte etablieren
Temporäre Gestaltung, Begrünung und Möblierung
weiter erproben
Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls als
dnu
Grundlage der Aufenthaltsqualität
Ressourcen für Sicherheit und Sauberkeit bereitstellen
Verschattungswirkung von Bäumen
hoch gewichten
amilK
Integrierte Planungskonzepte etablieren und umsetzen
Klimaanpassung sichtbar machen, dafür bestehendes
Grün sichern und ergänzen
dnu
Grüne Dach- und Fassadenlandschaften und Höfe
ermöglichen und fördern
nürG
Photovoltaik auf Dachflächen und an Fassaden integrieren
Regenwasser in der Altstadt zurückhalten und lokal
versickern lassen
Mobilität für Alle in der Altstadt weiter verbessern
Erreichbarkeit durch Mikromobilität und innovative
tiekrabhcierrE
dnu
Fortbewegungsformen stärken
Attraktive Verbindungen durch die Altstadt schaffen und
tätiliboM
mit Zielen verbinden
Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmenden entschärfen
Fahrradinfrastruktur verbessern und ergänzen
Verkehrsflächen in der Altstadt bedarfsgerecht
weiterentwickeln
Entwicklung des Wohnens beobachten und steuern
dlefmusnebeL
Bildungsangebote für alle Generationen ausbauen
Soziale Infrastruktur stärken
Konsumfreie Aufenthaltsorte für Alle schaffen
Akteure vernetzen und Engagement fördern
Kaufhof-Eigentum als städtebaulichen Hebel
dlefmU
gezielt nutzen
Städtebauliche Potenziale erkennen, fixieren und sichern
dnu
Mixed Use, Frequenz und urbane Lebendigkeit stärken
fohfuaK
Zwischennutzung verstetigen und während der
Planungsphase sicherstellen
Verzahnung von VU und Verkaufsprozess des Kaufhofs
Integrierter
Rahmenplan
Der integrierte Rahmenplan konkretisiert
die Sanierungsziele räumlich und zeigt auf, wo und wie Entwicklungsschwerpunkte,
Maßnahmen und Projekte im Gebiet umgesetzt
werden können. Er dient als übergeordnetes
Steuerungsinstrument, das städtebauliche,
freiraumplanerische, verkehrliche und soziale
Aspekte zusammenführt und die langfristige
Entwicklungsrichtung des Gebiets Altstadt
Mitte strukturiert sichtbar macht.
Pocketpark Hans-Sachs-Gasse Hauptmarkt
Maxbrücke Augustinerhof
Integrierter
Trödelmarkt
Rahmenplan
Westtor Unschlittplatz ekcürbslraK Fleischbrücke Museu msbrücke Heilig-Geist-Spital
Insel Schütt
Entwicklung Park- Karl-Grillenberger-Straße Mühlgasse
haus Adlerstraße
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Hintere Ledergasse Ka g st g ä lt sc h g en N Ad eu le g r st r ß lt ung
Lo re g z ta r lt P ss g a ge Gestaltung Unterer Bergauerplatz
Adlerstraße Pocketpark Neugestaltung Nonnengasse Josephsplatz
Neugestaltung Platzraum Neugestaltung Königstraße Vordere Ledergasse N Lu d w ge ig p al l tz ng Karolinenstraße Ka r g li ta l r aß g Schlotfegergasse
P N o ü l r iz n e b i e in r s g p -M ek i t t i t o e n
Umgestaltung A Br f w r tu g g sse St. Lorenz N Lo e r u e g n e z s e t r a P lt l u a n tz g Katharinengass P c r k ie tp to r r z k winger
Weißer Hefnersplatz Neuordnung Turm Marktstände
Brunnengasse
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r b st il t i g p el g box Jakobsplatz Färberstraße N Br it g st lt ng G E n a t n w z i h c / e k i l t u l i n c f g h h B f r ite f eld Zu k tb f r P ch ar k h g u s K de a r u b f Z h w o i f s c r f b h ü e r n A k u t t i E v z i u e n ru g ng W ik g r g lt ä sc g hen Lorenzer Straße
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Neugestaltung Platzraum Dr.-Kurt-Schumacher-Straße B Ze g lic h h u s Anpassung N Kö e n u i o g r s d t n ra u ß n e g
Neugestaltung Wiederherstellung An der MMaautuhtahllaelle Bauliche Anpassung Bauhof Frauengasse Mauthalle Jakobstraße Hallplatz
Kornmarkt Umgestaltung Neugestaltung Hallplatz westl. Hallplatz
P r o je k t v o rschläge und Färberstraße P o te n z i a le Öffentlichen Raum aufwerten Kühle Achsen einrichten Plätze gestalten Neue Trinkwasserbrunnen Sichtachsen akzentuieren Fassaden begrünen Fußgängerzone erweitern Neu-/Ersatzpflanzungen vornehme Nutzungsmischung stärken Dachflächen begrünen Kaufhof und Umfeld weiterentwickeln Höfe gestalten Eingangssituationen attraktivieren Räume für Bäume identifizieren Durchgangsräume/Querverbindungen P Parkhäuser entwickeln stärken Mikromobilität ausbauen Pocketparks etablieren
B
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Lau fe nd /k ürz
liche abgeschlossene Kartäusergasse g rs g ta l ng
Umgestaltungsmaßnahmen Trinkwasserbrunnen Neugestaltung Künstlern Kunst-/Zierbrunnen Luitpoldstraße haus Bestandsbäume F B ß
b g d ä ä
d g k r ä zo le r r al sches Grasersgasse
Öffentliche Grünflächen Gewässer Umgriff Altstadt Mitte Museum platz
Pocketpark Hans-Sachs-Gasse Hauptmarkt
Maxbrücke Augustinerhof
Trödelmarkt
Westtor Unschlittplatz ekcürbslraK Fleischbrücke Museu msbrücke Heilig-Geist-Spital
Insel Schütt
Entwicklung Park- Karl-Grillenberger-Straße Mühlgasse
haus Adlerstraße
P
Hintere Ledergasse Ka g st g ä lt sc h g en N Ad eu le g r st r ß lt ung
Lo re g z ta r lt P ss g a ge Gestaltung Unterer Bergauerplatz
Adlerstraße Pocketpark Neugestaltung Nonnengasse Josephsplatz
Neugestaltung Platzraum Neugestaltung Königstraße Vordere Ledergasse N Lu d w ge ig p al l tz ng Karolinenstraße Ka r g li ta l r aß g Schlotfegergasse
P N o ü l r iz n e b i e in r s g p -M ek i t t i t o e n
Umgestaltung A Br f w r tu g g sse St. Lorenz N Lo e r u e g n e z s e t r a P lt l u a n tz g Katharinengass P c r k ie tp to r r z k winger
Weißer Hefnersplatz Neuordnung Turm Marktstände
Brunnengasse
U Ja m ko g b e s s p ta la lt t u z ng Fä r b g rs r lt ß ng Breite Gasse N Pf e a u n g n e e s n ta sc lt h u m n i g edsgasse Königstraße
r b st il t i g p el g box Jakobsplatz Färberstraße N Br it g st lt ng G E n a t n w z i h c / e k i l t u l i n c f g h h B f r ite f eld Zu k tb f r P ch ar k h g u s K de a r u b f Z h w o i f s c r f b h ü e r n A k u t t i E v z i u e n ru g ng W ik g r g lt ä sc g hen Lorenzer Straße
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Neugestaltung Platzraum Dr.-Kurt-Schumacher-Straße B Ze g lic h h u s Anpassung N Kö e n u i o g r s d t n ra u ß n e g
Neugestaltung Wiederherstellung An der MMaautuhtahllaelle Bauliche Anpassung Bauhof Frauengasse Mauthalle Jakobstraße Hallplatz
Kornmarkt Umgestaltung Neugestaltung Hallplatz westl. Hallplatz Färberstraße Kartäusergasse g rs g ta l ng
Neugestaltung Künstler- Luitpoldstraße haus
r ion an al sches Grasersgasse museum
Museum platz Maßstab: 1 : 2.500
Umsetzung
Um die Entwicklung der Altstadt Mitte über
mehrere Jahre strategisch, koordiniert und
investitionswirksam zu steuern werden aus den
Sanierungszielen und Handlungsempfehlungen
in den einzelnen Handlungsfeldern konkrete
Realisierungsansätze zur Umsetzung abgeleitet.
Das Investitionsprogramm listet anschließend
im Sinne der vom Baugesetzbuch und vom
Zuschussgeber geforderten Kosten- und
Finanzierungsübersicht alle räumlichen und
thematischen Maßnahmen der Vorbereitenden
Untersuchungen auf. Die einzelnen Projekte
werden zudem in Steckbriefen ausformuliert.
Erlebnisraum durch Nutzungsmix
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
Vielfalt und Nutzungsmischung der Altstadt stärken
1.1 Die Vielfalt der Altstadt ist ihre wesentliche Stärke. ≥ Weiterentwicklung des Ansiedlungsmanagements und gezielte Das Nutzungsangebot soll weiter ausgebaut und für Ansprache neuer Marken sowie attraktiver Angebote zur alle Zielgruppen noch attraktiver gestaltet werden, Stärkung der Besucherfrequenzen insbesondere auch nach Ladenschluss. Die Förderung von ≥ Profilbildung für die Einkaufsstraßen zur klareren Mixed-Use-Konzepten sollen intensiviert werden. Positionierung unterschiedlicher Nutzungs- und Angebotscluster ≥ Aktive Förderung einer vielfältigen Nutzungsmischung aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen, Kultur und Wohnen zur Belebung der Innenstadt über den gesamten Tagesverlauf Fortschreibung des Vergnügungsstättenkonzeptes, ≥ z. B. zur Steuerung von Spielhallen und Wettbüros Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes, z. B. zur Steuerug von 24h Automatenläden
1.2 Die Interessen und Belange der Bewohnerschaft (z. B. ≥ Etablierung und Sicherstellung eines regelmäßigen Austausches Lärmschutz) müssen dabei besonders berücksichtigt zwischen Bewohnerschaft, Veranstaltern, Sicherheitsakteuren werden und durch den Nutzungsmix verursachte Konflikte und ansässigen Unternehmen (z. B. Lärmschutz) sollen frühzeitig gesteuert werden.
1.3 Laufende Projekte, die den Nutzungsmix in der Altstadt ≥ Weiterentwicklung der Ideen „Jüdische Begegnungsstätte“ und erhöhen, sollen weiterverfolgt und neue Ideen geprüft „Zirkuläres Kaufhaus“ werden. ≥ Prüfung der Initiierung neuer zeitgemäßer Ansätze zur Stärkung des Nutzungsmixes, insbesondere im Bereich Kaufhof/City-Point
Kulturelle, sportliche und weitere besucherrelevante Angebote ausbauen
2.1 Veranstaltungen und attraktive Angebote, die zur Qualität ≥ Prüfung von Maßnahmen zur Stärkung sportlicher und Attraktivität der Altstadt beitragen, sollten gezielt Aktivitäten, wie z. B. gefördert werden - flankiert durch eine sicherheits- und ≥ Anpassung der Streckenführung des konfliktorientierte Abwägung zu deren Art, Umfang und Metropolmarathons/Stadtlaufs Lage. ≥ Kriteriumskurs Radrennen als teilweise innerstädtische Veranstaltung ≥ Sport-Mitmachtag als Präsentationsmöglichkeit für Sportvereine ≥ Arbeitsgruppe „Sport in der Altstadt“ ≥ Fortsetzung bewährter Formate wie „Erfahrungsfeld goes Innenstadt sowie Entwicklung neuer zeitgemäßer Formate und Angebote zur Schaffung von Besuchsanlässen ≥ Etablierung von Infrastruktureinrichtungen für Marktstände (Strom-, Wasserversorgung, Fettabscheider, Müllentsorgung, etc.)
2.2 Sichtbarmachung des Erlebnisraums Altstadt für ≥ Eine gute Kommunikation des Angebots und der Einheimische und Gäste Veranstaltungen für Einheimische und Gäste über den Erlebnisraum Altstadt in digitaler Form weiter ausbauen. Wegeleitsystem optimieren
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
Inhabergeführte Geschäfte vernetzen und stärken
3.1 Der rückläufige Zahl kleiner Einzelhandelsgeschäfte ≥ Ausbau von Dialogformaten, wie z. B. das sollte durch bessere Sichtbarkeit und Vernetzung aktiv „Immobiliennetzwerk Innenstadt“ entgegengewirkt werden. ≥ Stärkung von Partnerschaften, wie z. B. „Erlebnis Nürnberg e.V.“ ≥ Etablierung weiterer digitaler Formate, wie z. B. die „Nürnberger Quartiere“ auf Websites oder Social Media
3.2 Private Investitionen von Nutzerinnen und Nutzern in ≥ Auflage eines kommunalen Förderprogrammes die Aufwertung von Fassaden, EG-Ladenzonen und „Fassaden und EG-Ladenzonen“ Entwicklung neuer Konzepte sollen durch Anreizsysteme ≥ Gezielte Bewerbung von Fördermöglichkeiten und gezielt unterstützt werden. Sonderabschreibungen im Sanierungsgebiet
Leerstand aktiv steuern und vermeiden sowie Trading Down verhindern
4.1 Der Dialog mit Eigentümerinnen und Eigentümern sowie ≥ Nutzung und Weiterentwicklung von Dialogformaten Gewerbetreibenden soll gestärkt werden, um Ursachen für auf Basis der Erkennenisse aus dem Leerstands- und Leerstand zu identifizieren und Lösungen zu erarbeiten. Ansiedlungsmanagement z. B. „Immobiliennetzwerk Innenstadt“ ≥ Identifikation und Kommunikation von Best Practise Beispielen aus anderen Städten oder von innovativen Vorreitern aus Nürnberg 4.2 Die Aktualität der Bodenrichtwerte in der Altstadt sollte angesichts der laufenden Transformationsprozesse ≥ Anstoß eines Dialogs mit dem Amt für Geoinformation überprüft werden. und Bodenordnung (Geo) bzw. dem Gutachterausschuss
4.3 Das Monitoring von Leerständen soll eine dauerhafte ≥ Verstärkte Aktivitäten des „Raumkompass“ des Nutzung der Flächen sicherstellen und, sofern diese nicht Amtes für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg, um möglich ist, kurzfristig realisierbare Zwischennutzungen Leerstände für kulturelle Zwischen- und Dauernutzungen ermöglichen. zu vermitteln ≥ Bereitstellung der notwendigen Personal- und Finanzressorucen zur Ergänzung der vorhandenen Systeme.
Entwicklung des ehemaligen Kaufhofs aktiv gestalten
5.1 Die Bemühungen zur Entwicklung des Kaufhof-Areals ≥ Prüfung einer dauerhaften Nutzung durch die Stadt unter Einbezug des ehem. City-Point und des Zeughauses Nürnberg, z. B. im ehemaligen Tabakladen sollen intensiviert und priorisiert werden.
5.2 Dabei sollten verbindliche städtebauliche ≥ Durchführung eines Konzeptauswahlverfahrens zur Rahmenbedingungen definiert werden, die sowohl Feststellung städtischer Bedarfe, das die Entwicklung funktionale Anforderungen als auch den historischen eines lebendigen, gemischt genutzten Stadtraums Stadtraum und die historische Substanz berücksichtigen. sicherstellt, in dem Wirtschaft, Bildung, Arbeiten, Begegnung, Handel und Freizeit miteinander verbunden werden.
Aufenthaltsqualität und öffentlicher Raum
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
Neue Strategien für ein kohärentes und nutzerfreundliches Raumgefüge entwickeln
1.1 Unterschiedliche Raumtypen der Altstadt sollen individuell ≥ Erstellung eines integrierten übergeordneten weiterentwickelt werden zu einem Raumgefüge, das Gesamtkonzeptes als zentrale Grundlage Funktionalität, Klimaschutz, Aufenthaltsqualität und (Stadtbodenkonzept) denkmalpflegerische Belange gleichrangig berücksichtigt. ≥ Erstellung teilräumlicher Konzepte u. a. für die Neuordnung der Königsstraße vom Hauptbahnhof bis zur Museumsbrücke, z. B. in Form eines Wettbewerbs
1.2 Identitätsstiftende Strukturen und Materialien sollen ≥ Definition klarer gestalterischer Leitlinien zur Wahrung bei gleichzeitigem Blick auf zeitgemäße Nutzungen, identitätsstiftender Strukturen und Materialien Barrierefreiheit und Klimaresilienz gewahrt werden.
Fußgängerzone erweitern, vernetzen und differenziert gestalten
2.1 Die bestehende Fußgängerzone soll räumlich und ≥ Sukzessive Weiterführung der bereits begonnen gestalterisch weiterentwickelt werden, um ein Neugestaltung der Fußgängerzone, insbesondere in durchgängiges, attraktives und barrierearmes Wegenetz der Karolinenstraße, der Königstraße und rund um die unter Einbeziehung der U-Bahn-Verteilergeschosse zu Lorenzkirche schaffen.
2.2 Querbeziehungen zwischen den Hauptachsen sollen ≥ Brunnengasse mit Krebsgasse, Heldengässchen und gezielt gestärkt und Übergangsbereiche gestalterisch Einmündung Färberstraße aufgewertet werden. ≥ Adlerstraße im Bereich Köpfleinsberg/Siegessäule ≥ Wollengässchen als Verbindung von der Königstraße in die Pfannenschmiedsgasse und die Breite Gasse ≥ Südlicher Lorenzer Platz (Uhrenhäuschen) als Verbindung von der Königstraße in die Brunnengasse
Hochwertige konsumfreie Aufenthalts- und Begegnungsorte etablieren
3.1 Kleine, multifunktionale, klimaangepasst gestaltete Orte, ≥ Neugestaltung Josephsplatz, Brunnengasse und für alle Zielgruppen und Generationen, sollen entstehen. nördlicher Lorenzer Platz, Breite Gasse, westlicher Diese sollen mit Sitz- und Bewegungsangeboten zum Hallplatz Verweilen und zur Begegnung anregen und nicht konsumorientiert sein.
3.2 Eine hochwertige, aber robuste Gestaltung der ≥ Aktualisierung des Gestaltungshandbuchs der Aufenthaltsbereiche soll angestrebt werden. Stadt Nürnberg
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
Temporäre Gestaltung, Begrünung und Möblierung weiter erproben
4.1 Temporäre Maßnahmen wie Sitz- und Pflanzelemente, ≥ Königstraße, Pfannenschmiedsgasse, Karolinenstraße Wasserinseln oder Sonnensegel sollen als flexible Werkzeuge dienen, um neue Formen des Aufenthalts zu testen und eine mittel- bis langfristige dauerhafte Umgestaltung vorzubereiten.
Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls als Grundlage der Aufenthaltsqualität 5.1 Durch gezielte Raumgestaltung sollen Angst- und ≥ Erstellung eines Beleuchtungskonzeptes für potenzielle störungsanfällige Übergangsräume reduziert werden. Angsträume ≥ Aktualisierung des Gestaltungshandbuchs der Stadt Nürnberg
5.2 Das Schaffen eines Nutzungsmixes, der den öffentlichen ≥ Erstellung integrierter Konzepte unter Einbeziehung Raum auch nach Ladenschluss regulär belebt und damit der Gastronomie-Außenbereiche, Kulturinseln, Pop-up- Kriminalitätsfurcht senkt, soll vorangetrieben werden. Konzepte sowie Spielgeräte/Bewegungselemente
5.3 Steuerungsinstrumente, die schnelles gemeinsames ≥ Stärkung des AK SiSa als Steuerungsinstrument. Einschreiten der Sicherheitsbehörden bei Lagerbildung, Hotspots und Drogenkonsumorten ermöglichen, sollen ausgebaut werden.
5.4 Der Ausbau von niederschwelliger Sozialarbeit / ≥ Streetwork bedarfsgerecht ausbauen. Streetwork, um Spannungsfelder im öffentlichen Raum durch langfristige Beziehungsarbeit zu entlasten, soll geprüft werden.
5.5 Eine Kommunikationsstrategie zu Regeln im öffentlichen ≥ Entwicklung geeigneter, niederschwelliger Raum soll entwickelt werden. Informationskanäle (Piktogramme, einfache Sprache, QR-Codes zu Satzungen etc.)
Ressourcen für Sicherheit und Sauberkeit bereitstellen
6.1 Aufenthaltsqualität für Alle muss im Fokus stehen. ≥ Erstellung eines Beleuchtungskonzepts für potenzielle Sauberkeit ist dabei ein zentraler Faktor. Dafür braucht es Angsträume eine gute Infrastruktur, von Toiletten bis Mülleimer. ≥ Ausreichende Personal- und Resourcenausstattung für den kontinuierlichen Unterhalt der Infrastrukturelemente bereitstellen, z. B. Einführung eines Sauberkeitsmonitoring durch Auswertungen aus dem Mängel- Melder von SÖR
Grün und Klima
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
Verschattungswirkung von Bäumen hoch gewichten
1.1 Die Verschattungswirkung großkroniger Bäume leistet ≥ Bereitstellung notwendiger Ressourcen in Pflege und einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Unterhalt klimatischen Situation im Sommer. Bestehende große ≥ Erstellung einer Bestandsaufnahme erhaltenswerter Stadtbäume sollten möglichst lange erhalten werden, um Bäume mit großer Schattenwirkung die Verschattungsfunktion nicht zu gefährden.
1.2 Die Neupflanzungen auch größerer Bäume soll verstärkt ≥ Vertiefte Prüfung möglicher Spartenumverlegungen vorangetrieben werden. Untersuchung des Konzeptes der Hochbeete, analog zu Insel Schütt, an anderen Standorten (Entsiegelungsund Baumstandortkonzept)
Integrierte Planungskonzepte etablieren und umsetzen
2.1 Zukünftige Maßnahmen müssen Klimaanpassung, Wasser ≥ Brunnengasse, Adlerstraße, Nördlicher Lorenzer Platz, und Gestaltung enger verknüpfen und sich innerhalb des Karolinenstraße Untersuchungsgebietes gezielt räumlich konzentrieren.
2.2 Entlang zentraler Fußwegeverbindungen sollen „kühle ≥ Königstraße vom Bahnhof zur Museumsbrücke Achsen“ entstehen, die Verschattung, Begrünung, ≥ Adlerstraße im Bereich Köpfleinsberg/Siegessäule Wasserinseln und Sitzgelegenheiten zu einem erlebbaren, ≥ Ecke Dr.-Kurt-Schumacher-Staße/Färberstraße klimawirksamen Freiraumsystem verbinden. Dabei sind zentrale historische Blick- und Erschließungsachsen mit besonderer Sensibilität zu behandeln.
2.3 Die Erkenntnisse aus zahlreichen vorliegenden ≥ Weiterentwicklung der internen Workflows, Fachkonzepten und Untersuchungen sollen Schnittstellen und Informationskanäle, Handreichungen integriert in städtebauliche und Objektplanungen eingebunden werden.
2.4 Grundsatzbeschlüsse zu Klimaschutz und ≥ Integriertes Klimaschutzkonzept, Stadtklimaanalyse Nachhaltigkeit sollen konsequent umgesetzt und mit 2024/25 mit Berichtsteil „Wirkanalyse Fokusräume“, denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen abgeglichen Klimaanpassungskonzept der Stadt Nürnberg werden. ≥ Weiterentwicklung denkmalpflegerischer Leitlinien ,dass den Grundsatzbeschlüssen angemessen Rechnung getragen werden kann.
Klimaanpassung sichtbar machen, dafür bestehendes Grün sichern und ergänzen
3.1 In der dicht bebauten Altstadt sollen gezielte Maßnahmen ≥ Erstellung eines Entsiegelungskonzeptes zur Verschattung, Kühlung und Begrünung umgesetzt ≥ Vertiefte Prüfung von Spartenumverlegungen zugunsten neuer, werden. größerer Bäume (Entsiegelungs- und Baumstandortkonzept). ≥ Bereitstellung der notwendigen Ressourcen in Pflege und Unterhalt.
3.2 Die Entsiegelung und Begrünung mindergenutzter Flächen ≥ Entsiegelung und Begrünung Aufweitungen soll vorangetrieben und der Ankauf geeigneter Flächen Brunnengasse, Flächenankauf durch Stadt prüfen durch die Stadt geprüft werden. ≥ Entsiegelung und Freiraumgestaltung am westlichen Hallplatz hinter dem Zeughaus; Flächenankauf durch Stadt prüfen
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
Grüne Dach- und Fassadenlandschaften und Höfe ermöglichen und fördern
4.1 Dächer und Fassaden sowie versiegelte Innenhöfe sollen ≥ Intensive Bewerbung des Kommunalen Fördergezielt für Begrünungsmaßnahmen aktiviert und in programmes „Mehr Grün für Nürnberg“ Förderprogramme eingebunden werden.
4.2 Die Ansprache der Eigentümerschaft soll intensiviert und ≥ Bereitstellung der notwendigen Ressourcen für Antragsprozesse sollen niederschwelliger gestaltet werden. Ansprache, Ausstattung der Förderprogramme, technische Umsetzung
4.3 Sichtbare Pilotprojekte an städtischen Gebäuden oder in ≥ Durchführung öffentlicher Infoveranstaltungen unter Kooperation mit privaten Akteuren sollen Vorbildcharakter Würdigung der Pilotprojekte (Ausstellung, Kalender, für die gesamte Altstadt entfalten. Prämierung) ≥ Bereitstellung von niederschwellig nutzbaren Pflanzbeeten im öffentlichen Raum vor den Fassaden ≥ Stadtratsbeschluss zur standardisierten Begrünung öffentlicher Gebäude, incl. Bereitstellung von Resourcenund Finanzen.
4.4 Bei allen Maßnahmen sollen klimaktive Elemente ≥ Etablierung eines regelmäßigen Austauschformates behutsam in das historische Stadtbild integriert werden. über aktuelle Projekte mit dem Denkmalschutz und den zuständigen Dienststellen
Photovoltaik auf Dachflächen und an Fassaden etablieren
5.1 Die Kombination von Photovoltaik und Gründächern soll ≥ Offensive Bewerbung des Beratungsangebotes für stärker etabliert werden. Für Photovoltaik an Fassaden Solar- und Gründächer. sind aktuelle innovative Lösungen zu nutzen.
5.2 Die denkmalpflegerischen Anforderungen müssen ≥ Verbindlichkeit des Solarleitfadens Nürnberg (2025) berücksichtigt und eine stadtbildverträgliche Integration konsequent stärken. soll sichergestellt werden.
Regenwasser in der Altstadt zurückhalten und lokal versickern lassen
6.1 Maßnahmen zur Regenrückhaltung, Versickerung ≥ Maßnahmen beim Straßenbegleitgrün, wie kleine und Entsiegelung sollen gezielt ausgebaut werden, Retentionsbeete oder Mulden, Lücken zwischen um Überlastungen bei Starkregen zu reduzieren und Bordsteinen zum Wasserabfluss bzw. technische gleichzeitig das Mikroklima zu verbessern. Lösungen, wie (Baum-)Rigolen, Rigolen-Verbund-Systeme oder Mulden-Rigolen-Systeme.
Mobilität und Erreichbarkeit
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
Mobilität für Alle in der Altstadt weiter verbessern
1.1 Insbesondere für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ≥ Identifizierung geeigneter Standorte zur Sicherung sollen Zufahrtsmöglichkeiten und Stellplätze für die barrierefreier Zufahrten und zur Berücksichtigung von Bewohnerschaft gesichert werden. Stellplatzbedarfen der Bewohnerschaft.
1.2 Es soll geprüft werden, an welchen Orten mittel- bis ≥ Erstellen einer Prioritätenliste für Barrierefreien Ausbau langfristig altes Kopfsteinpflaster durch barrierearmes des Pflasters. ersetzt werden kann.
Erreichbarkeit durch Mikromobilität und innovative Fortbewegungsformen stärken
2.1 Angesichts der Topografie ist die fußläufige Überbrückung ≥ Möglichkeiten für den Einsatz von Fahrradrikschas größerer Distanzen für Menschen mit eingeschränkter prüfen Mobilität oft beschwerlich. Zur Kompensation fehlender ÖPNV-Angebote in Nord-Süd-Richtung über das Pegnitztal sollen weitere kleinräumige Mobilitätsangebote und innovative Lösungen getestet werden.
Attraktive Verbindungen durch die Altstadt schaffen und mit Zielen verbinden
3.1 Das Netz kleinteiliger Passagen und Gassen soll attraktiver ≥ Neugestaltung öffentlicher Bereiche und Unterstützung gestaltet und sichtbar bzw. auffindbar gemacht werden. bei Investitionen privater Eigentümer z. B. Damit verbessert sich die Erreichbarkeit von Zielen in der Ostermayer-Passage, Krebsgasse, Heldengässchen, Altstadt und gleichzeitig erlebt der öffentliche Raum eine Weikertsgässchen, Johannesgasse Aufwertung.
3.2 Das Wegeleitsystem in der Altstadt soll vereinheitlicht ≥ Erstellung eines Gesamtkonzeptes für ein zeitgemäßes, werden (Verkehrsleitung, Kultur, Tourismus, Freizeit). niederschwelliges Wegeleitsystem
Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmenden entschärfen
4.1 Mobilität und Erreichbarkeit der Altstadt müssen ≥ Gezieltes Stoppen von „Autoposing“ durch verträglich organisiert werden. Durch effektive Engstellen, Aufpflasterungen, Randsteinverlegungen, Raumgestaltung soll die Attraktivität einzelner Straßen für Baumpflanzungen und Möblierung im öffentlichen die „Autoposer“-Szene deutlich reduziert werden. Raum z. B. in der Adlerstraße im Bereich Siegessäule.
4.2 Maßnahmen zur Umgestaltung des öffentlichen Raums ≥ Weitere Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie z. B. sollen weiter ausgebaut werden, dabei gilt es, die bauliche Umgestaltung der zuletzt eingeführten Bedürfnisse aller Nutzenden – Bewohnerinnen und Fußgängerbereiche, die noch nicht dem Charakter Bewohner, Besuchende, Touristinnen und Touristen, eines Fußgängerbereichs entsprechen (z. B. südliche Gewerbetreibende und Lieferantinnen und Lieferanten – Königstraße, Färberstraße, Brunnengasse) gleichermaßen zu berücksichtigen.
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
4.3 Auf die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und ≥ Verbesserung von Fußgängerquerungen in Fußgänger soll verstärkt geachtet werden, besonders bei der Vorderen Ledergasse im Bereich Wöhrl / Querungen. Mediamarkt, und in der Adlerstraße im Bereich der Kaiserstraße.
Fahrradinfrastruktur verbessern und ergänzen
5.1 Die Querbarkeit durch die Altstadt und die Erreichbarkeit ≥ klare Wegweisung und Beschilderung des Radnetzes verschiedener Angebote sollen für den Radverkehr ≥ Einrichtung, Erweiterung und Neuorganisation sicherer verbessert werden. und überdachter Fahrradabstellanlagen, insbesondere am Rande des Kerngebiets der Fußgängerzone.
5.2 Gleichzeitig soll ein schneller und zu intensiver Radverkehr ≥ Intensivierung und Weiterentwicklung von in der Fußgängerzone vermieden werden. Informationskampagnen zu den Themen Rücksichtnahme und Verkehrsregeln in der Altstadt nach dem Beispiel der Kampagne 2025 „Respekt hat Effekt“.
Verkehrsflächen in der Altstadt bedarfsgerecht weiterentwickeln
6.1 Eine Evaluierung der bestehenden und perspektivischen ≥ Fortführung und Aktualisierung des Monitorings der Stellplatzsituation in den Parkhäusern soll durchgeführt Parkhausbelegung, um belastbare Zahlen hinsichtlich werden. Bei geringer Belegung der Parkhäuser könnte Angebot und Nachfrage an Stellplätzen in der Altstadt eine Entlastung des Straßenraums und Möglichkeiten zur zu generieren. Schaffung zusätzlicher Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum geprüft werden.
6.2 Das Konzept der Quartiersgarage bzw. die Erhöhung der ≥ Kontaktaufnahme mit Eigentümern des Anzahl an Dauerparkplätzen soll an geeigneter Stelle Parkhauses Adlerstraße 4-8 und evtl.Schaffung von geprüft werden, um im Straßenraum Flächenpotenziale für Kooperationsanreizen mehr Aufenthaltsqualität zu nutzen. ≥ Evtl. nutzungsabhängige Auflagen für das ehemalige Kaufhofparkhaus, Frauengasse 12, im Rahmen des Konzeptauswahlverfahrens für die Entwicklung des Kaufhofquartiers fixieren
6.3 Die Kommunikation über die diversen Mobilitäts-Angebote ≥ Ausbau und Bewerbung der App Nürnberg MOBIL (z. B. Park & Ride) soll weiter gebündelt und optimiert (NüMO), die alle Verkehrsarten bündelt. werden.
6.4 Entwicklung einer geschäftsbereichsübergreifenden ≥ Entwicklung eines Dashboards mit allen relevanten Plattform zur Sichtbarmachung der Mobilitätsthemen. Zahlen (Passantenfrequenzen, Parkplatzbelegung, Veranstaltungen), auf die alle wesentlichen Akteure Zugriff haben.
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
Entwicklung des Wohnens beobachten und steuern
1.1 Die Entwicklung des temporären Wohnens soll beobachtet ≥ Aufbau eines Monitoring-Systems für temporäres Wohund gesteuert werden, um Nutzungskonflikte und nen und potenzielle Zweckentfremdung; Bereitstellung wohnungswirtschaftliche Auswirkungen zu begrenzen. der Ressourcen bei Stab Wohnen
1.2 Zur künftigen Rolle des dauerhaften Wohnens im ≥ Definition von Rahmenbedingungen für Wohnungs- Untersuchungsgebiet sollen weitere Untersuchungen entwicklung durchgeführt und Grundsatzbeschlüsse gefasst werden. ≥ Steuerung von Wohnen über Bauleitplanung, Zweckentfremdung sowie Sanierungsrecht ≥ Schaffung und Bewerbung von Anreizen für private Sanierungstätigkeit (steuerliche Sonderabschreibungen)
1.3 Zum Schutz von Bestandsmietern soll die Umwandlung von ≥ Konsequente Steuerung, z. B. über die sanierungs- Miet- in Eigentumswohnungen gezielt gesteuert werden. rechtliche Genehmigungspflicht
Bildungsangebote für alle Generationen ausbauen
2.1 Ergänzende Angebote für bestehende Bildungseinrich- ≥ Prüfung von Synergien mit möglicher Hochschultungen sollen geschaffen werden, z. B. Lernräume bzw. Nutzung im Bereich Kaufhof/City-Point Selbstlernzentren, Experimentier- und Kreativräume. ≥ Fixierung der Bedarfe im Konzeptauswahlverfahren für die Entwicklung des Kaufhofquartiers
Soziale Infrastruktur stärken
3.1 Bestehende Gesundheitsdienstleistungen sollen gesichert ≥ Konzeption passgenauer Angebote und Bereitstellung und das Angebot an niedrigschwelliger sozialer Beratung der notwendigen Ressourcen und Unterstützung ausgebaut werden.
3.2 Im Zuge städtebaulicher Entwicklungsprozesse sollen ≥ Prüfung der Vorkaufsrechtsausübung für Kita-Standorte Möglichkeiten zur Flächensicherung für soziale Infrastruk- im Suchraum. turbedarfe, insbesondere für einen Kita-Standort, Berück- ≥ Sicherung geeigneter Standorte für eine Kita durch sichtigung finden. Erwerb oder Nutzungsvereinbarungen.
3.3 Der individuelle Bedarf bei obdachlosen Menschen oder ≥ Bereitstellung ausreichender Ressourcen für Streethilfsbedürftigen Zielgruppen soll identifiziert und interdiszi- work und Beratung u. a.Verstetigung des Projekts plinär geprüft werden. „BahnhofsläuferInnen“. ≥ Verbesserung der Zugänglichkeit zu gut einsehbaren Toiletten, bereitstellung ausreichender Ressourcen für deren kontinuierlichen Unterhalt, Prüfung von Möglichkeiten zur kostenlosen Benutzung durch vulnerable Gruppen.
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
≥ Prüfung des Bedarfs an wettergeschützten Aufenthaltsflächen als feste Rückzugsorte mit sozialpädagogischer Begleitung in Bereichen der Altstadt außerhalb des Untersuchungsgebietes sowie Ausbau und infrastrukturelle Verbesserung (z.B. Beleuchtung, Sauberkeit, Sanitärzugang). Dabei müssen rechtliche Grenzen beachtet und die Nutzung der Umgebung durch die Allgemeinheit darf nicht ausgeschlossen werden.
Konsumfreie Aufenthaltsorte für Alle schaffen
4.1 Im Untersuchungsgebiet sollen langfristig gesicherte Auf- ≥ Nutzung der Potenziale kleinerer Flächen, wie z. B. versieenthalts- und Begegnungsorte für alle Nutzergruppen ent- gelte Stadtplätze, Flächen im Verkehrsraum, Haltestellen stehen. Diese sollen auch für vulnerable Gruppen nutzbar oder Brachflächen als diverse Aufenthalts-, Sport- und sein, zugleich aber eine Dauerbelegung ausschließen. Bewegungsflächen
4.2 Die Implementierung von innovativen, niedrigschwelligen ≥ Initiierung von Bewegung und Attraktivierung des Stadt- Spiel- und Bewegungsangeboten für alle Generationen an raums durch Multicodierung, temporäre Nutzungen und geeigneten Orten soll vorangetrieben werden. gestalterische Elemente (z. B. Farbgebung) ≥ Prüfung der Schaffung von zwei „Bewegungsinseln“ von jeweils ca. 100 m2 im Untersuchungsgebiet ≥ Ausbau der Angebote besonders für Kinder und Jugendliche unter Beteiligung der Zielgruppe zur konkreten Standortsuche und Detailplanung ≥ Beauftragung einer Machbarkeitsanalyse zur ≥ Zwischennutzung leerstehender Einzelhandelsflächen als Indoor-Spielplatz ≥ Nutzung von Parkhausflächen als Aktions- und Bewegungsfläche für ältere Kinder und Jugendliche, sowie für Erwachsene
4.3 Der Bestand an Spiel- und Aktionsflächen soll erhalten und ≥ Verstetigung der Spielebox am Jakobsplatz und Prüfung mit besonderem Augenmerk auf qualitative und inklusive weiterer temporärer Standorte, wie z. B. am westlichen Ausstattung aufgewertet werden. Hallplatz
Akteure vernetzen und Engagement fördern
5.1 Die bestehenden Strukturen aus Quartiersmanagement, ≥ Etablierung eines Quartiersmanagements, ggf. für sozialen Einrichtungen, Verwaltung und Zivilgesellschaft sol- die gesamte Altstadt len weiter miteinander vernetzt werden, um Synergien zu ≥ Einrichtung eines Projektfonds zur Unterstützung nutzen und lokale Akteurinnen und Akteure zu aktivieren. lokaler Nachbarschaftsprojekte
5.2 Informations- und Austauschformate, z B. zur Nutzung des ≥ Etablierung eines Austauschformates (MTK), Quartiersfonds oder bestehender Förderprogramme, sind ggf. Erweiterung des bestehenden MTK Altstadt zu stärken und sichtbarer zu machen. Ziel ist es, bürger- ≥ Informationsangebote stärken (Flyer, Postwurf, schaftliches Engagement, Nachbarschaftsprojekte und eine Plakatierung, Veranstaltungen, Social Media) kooperative Stadtentwicklungskultur zu fördern.
Kaufhof und Umfeld
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
Kaufhof-Eigentum als städtebaulichen Hebel gezielt nutzen
1.1 Der Zwischenerwerb der Kaufhof-Immobilien soll aktiv ≥ Sicherung eines kohärenten städtebaulichen Gesamtgenutzt werden, um die Entwicklung in hoher Qualität konzepts unter Einbezug von Kaufhof, City-Point, Zeugund unter Berücksichtigung öffentlicher Interessen haus und Mauthalle sowie ggfls. weiterer Gebäude. voranzubringen. ≥ Festlegung von Mindeststandards hinsichtlich Nutzungs- 1.2 Es wird angestrebt, die Entwicklung der Einzelimmobilien mischung, öffentlicher Räume, Erdgeschossbelebung integriert als „Große Lösung“ in enger Abstimmung mit und Aufenthaltsqualität der Versicherungskammer Bayern (VKB) als Eigentümerin ≥ Priorisierung dieses Bereichs im Rahmen der Altstadtdes City-Point zu gestalten. entwicklung und eine angemessene Ressourcenausstattung zur verlässlichen Umsetzung der städtebaulichen Zielsetzungen.
Städtebauliche Potenziale erkennen, fixieren und sichern
2.1 Im Zuge der Entwicklung des Gesamtareals sollen zentrale ≥ Verbesserung der erdgeschossigen Durchlässigkeit öffentliche Belange und Zielsetzungen abgestimmt und durch Aufwertung bestehender und Schaffung gezielt verfolgt werden. neuer Durchwegungen in Anknüpfung an etablierte Wegeführungen und vorhandene Erschließungsachsen (z. B. Weikertsgässchen/Ostermayr-Passage – Königstraße – Pfannenschmiedsgasse/Breite Gasse, Wollengässchen)
2.2 Die Entwicklung des Gesamtareals soll auch nach einem Verkauf in einem strukturiert geführten Quartiersprozess weitergeführt werden, an dem sich die Stadt Nürnberg als aktive Partnerin beteiligt.
2.3 Ziel ist, gemeinsam mit den beiden künftigen Investoren (Kaufhof und City-Point) eine abgestimmte, qualitätsvolle und langfristig tragfähige Quartiersentwicklung sicherzustellen. Dieser kooperative Entwicklungsprozess ist entscheidend, um städtebauliche, funktionale und klimatische Ziele dauerhaft zu sichern und Synergien zwischen den Gebäudeteilen bestmöglich zu nutzen.
Zwischennutzung fortführen und ggf. verstetigen
3.1 Bis zur ganzheitlichen finalen Entwicklung sollen die ≥ Belebung durch Handel, Pop-Up, Gastro Bemühungen um eine lebendige Zwischennutzung des ≥ Prüfung der flexiblen Nutzung des ehem. Tabakladen Erdgeschosses weitergeführt und danach evtl. verstetigt durch die Stadt Nürnberg. werden.
Sanierungsziele und
Handlungsempfehlungen Realisierungsansätze
Mixed Use, Frequenz und urbane Lebendigkeit stärken
4.1 Transformationsflächen dieser Größenordnung ≥ Etablierung von Kongress- und Veranstaltungsflächen ermöglichen ein vielfältiges Nutzungskonzept, das die (z. B. City-Convention-Center), Bildungs- und Attraktivität der Altstadt stärkt. Diese Chance soll gezielt Wissenschaftsnutzungen (z. B. Hochschul-/ genutzt werden. Ausbildungsflächen), klassische und innovative Handelskonzepte, Hotel- und Hospitality-Angebote, kulturelle und soziale Nutzungen, frequenzbringende Nutzungen, die auch nach Ladenschluss zur Belebung beitragen, Ergänzende Wohnangebote
4.2 Geeignete Nutzungen sollen sinnvoll im Areal verteilt ≥ Prüfung markthallenartiger Formate als möglicher und durch klar definierte öffentliche oder halböffentliche Frequenz- und Aufenthaltsanker Bereiche ergänzt werden. ≥ Schaffung eine öffentlich zugänglichen begrünten Dachterrasse mit konsumfreien Möglichkeiten des Aufenthalts ≥ Schaffung von gastronomischer Nutzung für die Belebung auch nach Ladenschluss
Verzahnung von VU und Verkaufsprozess des Kaufhofs
5.1 Die Sanierungsziel für das Areal bilden eine wichtige ≥ Enger Umsetzungsbegleitender Austausch mit der Grundlage für Zuschussmöglichkeiten aus der Regierung von Mittelfranken zu Zuschussperspektiven Städtebauförderung und die sanierungsrechtliche aus der Städtebauförderung Genehmigungsfähigkeit. Ein enger Abgleich mit dem ≥ Verstetigung der internen Workflows, laufenden Prozess der Konzept- und Investorenauswahl Abstimmungsgremien und Schnittstellenarbeit unter der Stadt Nürnberg ist von zentraler Bedeutung und soll Einbezug relevanter externer Akteure sichergestellt werden.
5.2 Die Sanierungsziele des Gebietes Altstadt Mitte sollen ≥ Breit abgestimmte und fokussierte Erarbeitung der im weiteren Verfahren – gemeinsam mit zusätzlichen Rahmenbedingungen für die Konzeptausschreibung und städtebaulichen, funktionalen und klimatischen Konzeption von vertraglichen Sicherungsmechanismen Anforderungen – in qualitätssichernde Verfahrensschritte auch bei Weiterverkauf überführt werden und einen verbindlichen strategischen Rahmen für die weitere Quartiersentwicklung bilden.
Investitionsprogramm
Maßnahmen Federführung
A
Analysen und Konzepte
A.1 Vorbereitende Untersuchungen Stadtplanungsamt
A.2 INSEK Altstadt – Fortschreibung Stab Stadtentwicklung
A.3 VU Altstadt – Fortschreibung alle 5 Jahre Stadtplanungsamt
A.4 Stadtbodenkonzept Stadtplanungsamt
A.5 Entsiegelungs- und Baumstandortkonzept Stadtplanungsamt/Umweltamt
A.6 Neuordnung Königstraße vom Hauptbahnhof zur Museumsbrücke – Stadtplanungsamt Gesamtkonzept/Wettbewerb
A.7 Vergnügungsstättenkonzept – Fortschreibung Stadtplanungsamt
A.8 Einzelhandelskonzept – Fortschreibung Stadtplanungsamt/Wirtschaftsförderung
A.9 Konzeptstudie Kaufhof Liegenschaftsamt
B
Grunderwerb und Bodenordnung
B.1 Zwischenfinanzierung Grunderwerb Kaufhof Kämmerei/Liegenschaftsamt
B.2 Ankauf mindergenutzer Flächen zur Grün- und Freiflächenentwicklung Liegenschaftsamt
C
Maßnahmen im öffentlichen Raum
C.1 Neugestaltung Ludwigsplatz Stadtplanungsamt/SÖR
C.2 Neugestaltung östlicher Lorenzer Platz Stadtplanungsamt/SÖR
C.3 Aufwertung Brunnengasse (Färberstraße, Krebsgasse und Heldengässchen) Stadtplanungsamt/SÖR
C.4 Neugestaltung Breite Gasse – BA1 Stadtplanungsamt/SÖR
C.5 Neugestaltung Breite Gasse – BA2 Stadtplanungsamt/SÖR
C.6 Neugestaltung Breite Gasse – BA3 Stadtplanungsamt/SÖR
C.7 Neugestaltung Königstraße zwischen Mauthalle und Museumsbrücke Stadtplanungsamt/SÖR
C.8 Umgestaltung Hefnersplatz Stadtplanungsamt/SÖR
C.9 Neugestaltung Färberstraße Stadtplanungsamt/SÖR
C.10 Neugestaltung Adlerstraße (Bereich Köpfleinsberg/Siegessäule) Stadtplanungsamt/SÖR
C.11 Neugestaltung nördlicher Lorenzer Platz Stadtplanungsamt/SÖR
C.12 Neugestaltung Platz um St. Lorenz Stadtplanungsamt/SÖR
C.13 Neugestaltung Karolinenstraße Stadtplanungsamt/SÖR
C.14 Neugestaltung Weikertsgässchen Stadtplanungsamt/SÖR
C.15 Neugestaltung westlicher Hallplatz Stadtplanungsamt/SÖR
Investitionsprogramm
Handlungsfelder Umsetzung Gesamtkosten*
abgeschlossen ca. 70.000 €
läuft ca. 50.000 €
fortlaufend ca. 100.000 €
kurzfristig ca. 150.000 €
mittelfristig ca. 50.000 €
mittelfristig ca. 150.000 €
kurzfristig ca. 80.000 €
kurzfristig ca. 200.000 €
läuft ca. 150.000 €
läuft ca. 4.600.000 €
langfristig ca. 5.000.000 €
abgeschlossen ca. 1.400.000 €
abgeschlossen ca. 1.700.000 €
mittelfristig ca. 3.200.000 €
abgeschlossen ca. 1.000.000 €
kurzfristig ca. 2.000.000 €
kurzfristig ca. 1.500.000 €
langfristig ca. 6.000.000 €
mittelfristig ca. 1.700.000 €
mittelfristig ca. 1.400.000 €
mittelfristig ca. 3.300.000 €
langfristig ca. 3.200.000 €
langfristig ca. 3.100.000 €
langfristig ca. 5.800.000 €
langfristig ca. 500.000 €
mittelfristig ca. 2.700.000 €
Maßnahmen Federführung
C
Maßnahmen im öffentlichen Raum
C.16 Neugestaltung Pfannenschmiedsgasse Stadtplanungsamt/SÖR
C.17 Neugestaltung Josephsplatz Stadtplanungsamt/SÖR
C.18 Neugestaltung An der Mauthalle Stadtplanungsamt/SÖR
C.19 Neugestaltung Kannengässchen Stadtplanungsamt/SÖR
C.20 Neugestaltung Platzraum im Bereich Kreuzung Vordere Ledergasse/ Stadtplanungsamt/SÖR Karl-Grillenberg-Straße (Media Markt)
C.21 Neugestaltung Platzraum Färberstraße/Dr.-Kurt-Schumacher-Straße Stadtplanungsamt/SÖR
D
Baumaßnahmen
D.1 Umbauarbeiten für Aktivierung der EG-Zwischennutzung Hochbauamt
D.2 Bauliche Anpassung Zeughaus Hochbauamt
D.3 Bauliche Anpassung Mauthalle Hochbauamt
D.4 Umgestaltung Lorenzer Passage U-Bahn-Bauamt
E
Kommunale Förderprogramme und Fonds
E.1 „Mehr Grün für Nürnberg“ Stadtplanungsamt
E.2 „Fassade und EG-Zone“ – Neuauflage Stadtplanungsamt
E.3 Projektfonds Stadtplanungsamt
F
Sonstige Maßnahmen
F.1 Quartiersmanagement Stadtplanungsamt
F.2 Öffentlichkeitsarbeit Stadtplanungsamt
F.3 Immobiliennetzwerk Innenstadt – Ausweitung und Verstetigung Stab Innenstadt
F.4 Leerstands- und Ansiedlungsmanagement sowie Impulsprojekte Stab Innenstadt
F.5 Raumkompass – Verstärkung der Aktivität Amt für Kultur und Freizeit
F.6 City Kongress - Workshop zur Weiterentwicklung der Altstadt Mitte Stab Innenstadt
Handlungsfelder Umsetzung Gesamtkosten*
mittelfristig ca. 1.400.000 €
mittelfristig ca. 3.200.000 €
mittelfristig ca. 600.000 €
langfristig ca. 100.000 €
langfristig ca. 1.900.000 €
mittelfristig ca. 500.000 €
läuft ca. 280.000 €
mittelfristig ca. 4.000.000 €
langfristig ca. 20.000.000 €
langfristig ca. 20.000.000 €
fortlaufend ca. 750.000 €
fortlaufend ca. 750.000 €
fortlaufend ca. 375.000 €
fortlaufend ca. 900.000 €
fortlaufend ca. 150.000 €
läuft ca. 200.000 €
fortlaufend ca. 600.000 €
läuft ca. 150.000 €
alle 2-3 Jahre ca. 200.000 €
*Kostenansätze auf Basis von Kennwerten
A Analysen B Grunderwerb C Maßnahmen im
und Konzepte und Bodenordnung öffentlichen Raum
| A.1 | A.1 |
|---|
| A.2 | A.2 |
|---|
| A.3 | A.3 |
|---|
Vorbereitende INSEK Altstadt – VU Altstadt –
Untersuchungen Fortschreibung Fortschreibung alle 5 Jahre
Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt Federführung: Stab Stadtentwicklung Federführung: Stadtplanungsamt
Umsetzung: abgeschlossen Umsetzung: läuft Umsetzung: fortlaufend
Gesamtkosten: ca. 70.000 € Gesamtkosten: ca. 50.000 € Gesamtkosten: ca. 100.000 €
| A.7 | A.7 |
|---|---|
| Vergnügungsstättenkonzept – Fortschreibung Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt Umsetzung: kurzfristig Gesamtkosten: ca. 80.000 € |
| A.8 | A.8 |
|---|
A.9
Einzelhandelskonzept – Konzeptstudie
Fortschreibung Kaufhof
Handlungsfelder: Handlungsfelder:
Federführung: Stadtplanungsamt/ Federführung: Liegenschaftsamt
Wirtschaftsförderung Umsetzung: läuft
Umsetzung: kurzfristig Gesamtkosten: ca. 150.000 €
Gesamtkosten: ca. 200.000 €
D Bau- E Kommunale Förder- F Sonstige
maßnahmen programme und Fonds Maßnahmen
| A.4 | A.4 |
|---|
A.5
A.6
Neuordnung Königstraße
Stadtbodenkonzept Entsiegelungs- und vom Hauptbahnhof zur Museumsbrücke –
Baumstandortkonzept Gesamtkonzept/Wettbewerb
Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt Federführung: Stadtplanungsamt/ Federführung: Stadtplanungsamt
Umsetzung: kurzfristig Umweltamt Umsetzung: mittelfristig
Gesamtkosten: ca. 150.000 € Umsetzung: mittelfristig Gesamtkosten: ca. 150.000 €
Gesamtkosten: ca. 50.000 €
B.1
B.2
Zwischenfinanzierung Ankauf mindergenutzter Flächen
Grunderwerb Kaufhof zur Grün- und Freiflächenentwicklung
Handlungsfelder: Handlungsfelder:
Federführung: Kämmerei/ Federführung: Liegenschaftsamt
Liegenschaftsamt Umsetzung: langfristig
Umsetzung: läuft Gesamtkosten: ca. 5.000.000 €
Gesamtkosten: ca. 4.600.000 €
A Analysen B Grunderwerb C Maßnahmen im
und Konzepte und Bodenordnung öffentlichen Raum
| C.1 | C.1 |
|---|
| C.2 | C.2 |
|---|
| C.3 | C.3 |
|---|
Aufwertung Brunnengasse
Neugestaltung Neugestaltung östlicher (Färberstraße, Krebsgasse und
Ludwigsplatz Lorenzer Platz Heldengässchen)
Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR
Umsetzung: abgeschlossen Umsetzung: läuft Umsetzung: mittelfristig
Gesamtkosten: ca. 1.400.000 € Gesamtkosten: ca. 1.700.000 € Gesamtkosten: ca. 3.200.000 €
| C.7 | C.7 |
|---|
| C.8 | C.8 |
|---|
| C.9 | C.9 |
|---|
Neugestaltung Königstraße Umgestaltung Neugestaltung
zwischen Mauthalle und Museumsbrücke Hefnersplatz Färberstraße
Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR
Umsetzung: langfristig Umsetzung: mittelfristig Umsetzung: mittelfristig
Gesamtkosten: ca. 6.000.000 € Gesamtkosten: ca. 1.700.000 € Gesamtkosten: ca. 1.400.000 €
D Bau- E Kommunale Förder- F Sonstige
maßnahmen programme und Fonds Maßnahmen
| C.4 | C.4 |
|---|---|
| Neugestaltung Breite Gasse – BA1 Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Umsetzung: läuft Gesamtkosten: ca. 1.000.000 € |
| C.5 | C.5 |
|---|
| C.6 | C.6 |
|---|
Neugestaltung Neugestaltung
Breite Gasse – BA2 Breite Gasse – BA3
Handlungsfelder: Handlungsfelder:
Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR
Umsetzung: kurzfristig Umsetzung: kurzfristig
Gesamtkosten: ca. 2.000.000 € Gesamtkosten: ca. 1.500.000 €
| C.10 | C.10 |
|---|---|
| Neugestaltung Adlerstraße (Bereich Köpfleinsberg/Siegessäule) Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Umsetzung: mittelfristig Gesamtkosten: ca. 3.300.000 € |
| C.11 | C.11 |
|---|
| C.12 | C.12 |
|---|
Neugestaltung nördlicher Neugestaltung Platz
Lorenzer Platz um St. Lorenz
Handlungsfelder: Handlungsfelder:
Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR
Umsetzung: langfristig Umsetzung: langfristig
Gesamtkosten: ca. 3.200.000 € Gesamtkosten: ca. 3.100.000 €
A Analysen B Grunderwerb C Maßnahmen im
und Konzepte und Bodenordnung öffentlichen Raum
| C.13 | C.13 |
|---|
| C.14 | C.14 |
|---|
| C.15 | C.15 |
|---|
Neugestaltung Neugestaltung Neugestaltung
Karolinenstraße Weikertsgässchen westlicher Hallplatz
Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR
Umsetzung: langfristig Umsetzung: mittelfristig Umsetzung: mittelfristig
Gesamtkosten: ca. 5.800.000 € Gesamtkosten: ca. 500.000 € Gesamtkosten: ca. 2.700.000 €
| C.19 | C.19 |
|---|
| C.20 | C.20 |
|---|
| C.21 | C.21 |
|---|---|
| Neugestaltung Platzraum Färberstraße/Dr.-Karl-Schumacher-Straße Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Umsetzung: mittelfristig Gesamtkosten: ca. 500.000 € |
Neugestaltung Platzraum
Neugestaltung im Bereich Kreuzung Vordere Ledergasse/
Kannengässchen Karl-Grillenberger-Straße (Media Markt)
Handlungsfelder: Handlungsfelder:
Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR
Umsetzung: langfristig Umsetzung: langfristig
Gesamtkosten: ca. 100.000 € Gesamtkosten: ca. 1.900.000 €
D Bau- E Kommunale Förder- F Sonstige
maßnahmen programme und Fonds Maßnahmen
| C.16 | C.16 |
|---|
| C.17 | C.17 |
|---|
| C.18 | C.18 |
|---|
Neugestaltung Neugestaltung Neugestaltung
Pfannenschmiedsgasse Josephsplatz An der Mauthalle
Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR Federführung: Stadtplanungsamt/SÖR
Umsetzung: mittelfristig Umsetzung: mittelfristig Umsetzung: mittelfristig
Gesamtkosten: ca. 1.400.000 € Gesamtkosten: ca. 3.200.000 € Gesamtkosten: ca. 600.000 €
| DD..11 | DD..11 |
|---|
| D.2 | D.2 |
|---|
| DD..33 | DD..33 |
|---|
Umbauarbeiten für Aktivierung Bauliche Anpassung Bauliche Anpassung
der EG-Zwischennutzung Zeughaus Mauthalle
Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder:
Federführung: Hochbauamt Federführung: Hochbauamt Federführung: Hochbauamt
Umsetzung: läuft Umsetzung: mittelfristig Umsetzung: mittelfristig
Gesamtkosten: ca. 280.000 € Gesamtkosten: ca. 4.000.000 € Gesamtkosten: ca. 20.000.000 €
A Analysen B Grunderwerb C Maßnahmen im
und Konzepte und Bodenordnung öffentlichen Raum
| DD..34 | DD..34 |
|---|
| E.1 | E.1 |
|---|
| E.2 | E.2 |
|---|
Umgestaltung Lorenzer Passage „Mehr Grün für Nürnberg“ „Fassade und EG-Zone“–
Neuauflage
Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder:
Federführung: Stadtplanungssamt Federführung: Stadtplanungssamt
Federführung: U-Bahn-Bauamt
Umsetzung: fortlaufend Umsetzung: kurzfristig
Umsetzung: kurzfristig
Gesamtkosten: ca. 21.400.000 € Gesamtkosten: ca. 750.000 € Gesamtkosten: ca. 750.000 €
F.3
F.4
F.5
Raumkompass des Amtes für Kul-
Immobiliennetzwerk Innenstadt – Leerstands- und Ansiedlungsma- tur und Freizeit der Stadt Nürn- Ausweitung und Verstetigung nagement sowie Impulsprojekte berg – Verstärkung der Aktivität
Handlungsfelder: Handlungsfelder: Handlungsfelder: Federführung: Stab Innenstadt Federführung: Stab Innenstadt Federführung: Amt für Kultur
Umsetzung: läuft Umsetzung: fortlaufend und Freizeit
Gesamtkosten: ca. 200.000 € Gesamtkosten: ca. 600.000 € Umsetzung: läuft
Gesamtkosten: ca. 150.000 €
D Bau- E Kommunale Förder- F Sonstige
maßnahmen programme und Fonds Maßnahmen
E.3
Projektfonds Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungssamt Umsetzung: fortlaufend Gesamtkosten: ca. 375.000 €
| F.1 | F.1 |
|---|---|
| Quartiersmanagement Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt Umsetzung: fortlaufend Gesamtkosten: ca. 900.000 € |
F.2
Öffentlichkeitsarbeit Handlungsfelder: Federführung: Stadtplanungsamt Umsetzung: fortlaufend Gesamtkosten: ca. 150.000 €
F.6
City Kongress - Workshop zur Weiter- entwicklung der Altstadt Mitte Handlungsfelder: Federführung: Stab Innenstadt Umsetzung: alle 2-3 Jahre Gesamtkosten: ca. 200.000 €
Übersichtskarte mit
Verortung der Projekte
C.19
C.17
C.20
C.1
C.8
C.9 C.3 C.3
C.4
C.3
C.5
C.21
C.10
C.11
C.12
C.13
C.12 C.12 C.2
C.3
C.16
C.6
A.9
C.14
B.1
D.1
C.7
C.18
A.6
D.2 D.3
C.15
Festsetzung
Gebietsumgriff
Festsetzung des Sanierungsgebietes umsetzungsorientiert und anpassungsfähig bleibt Zur Umsetzung der vom Stadtrat gebilligten und sowohl kurzfristige Impulse als auch langfristi- Entwicklungsziele für die Altstadt Mitte der Stadt ge Transformationsprozesse abbildet. Nürnberg wird auf Basis der vorbereitenden Untersuchungen geprüft, ob das Untersuchungsgebiet Abgrenzung des Sanierungsgebiets gemäß § 142 BauGB als Sanierungsgebiet förmlich Der Zuschnitt des Sanierungsgebiets Altstadt Mitte festgelegt wird. Ziel dieser Verfahrenswahl ist es, ergibt sich unmittelbar aus den angrenzenden, die identifizierten städtebaulichen, funktionalen, bereits festgelegten Sanierungsgebieten Altstadtsozialen und klimatischen Herausforderungen Nord und Altstadt-Süd. Beide Gebiete befinden zielgerichtet bearbeiten und hierfür Fördermittel sich in der Umsetzungsphase und werden in den der Städtebauförderung einsetzen zu können. kommenden Jahren aus der Städtebauförderung Die förmliche Festlegung schafft die rechtlichen auslaufen. Zwischen diesen beiden Förderkulissen Voraussetzungen, um städtebauliche Maßnahmen bestand bislang eine räumliche Lücke, die nicht als verbindlich zu steuern, private Investitionen zu eigenständiges Stadterneuerungsgebiet gesichert aktivieren und zentrale Transformationsprozesse, war. Mit der Abgrenzung des Sanierungsgeinsbesondere im Bereich der Handels- und Innen- biets Altstadt Mitte wird diese Lücke nun gezielt stadtentwicklung, koordiniert umzusetzen. geschlossen. Das neue Sanierungsgebiet stellt dabei keine Zusammenführung der bestehenden
Rosenau
Grundlage der Sanierungsziele Gebiete dar, sondern ergänzt diese funktional und
Grundlage der Sanierungsziele bilden die Ergeb- räumlich. Ziel ist es, auch den zentralen, besonders nisse der vorbereitenden Untersuchung Altstadt dynamischen Innenstadtbereich in die Städte- Mitte sowie die parallel fortgeschriebenen Zielset- bauförderung einzubinden und eine durchgänzungen des INSEK Altstadt Nürnberg. Beide Instru- gige, aufeinander abgestimmte Entwicklung der mente greifen ineinander und bilden gemeinsam Nürnberger Altstadt über mehrere Förderphasen den strategischen Rahmen für die zukünftige hinweg zu ermöglichen. Entwicklung. Die dynamischen Veränderungen im Einzelhandel, im Nutzungsgefüge, im öffentlichen Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm Raum sowie die zunehmenden Herausforderungen „Lebendige Zentren“ durch Klimaanpassung und soziale Fragestellungen Die Umsetzung der Sanierungsziele für die Altstadt machen eine Aktualisierung und räumliche Konkre- Mitte kann im Rahmen des Bund-Länder-Städtetisierung der bestehenden Zielsysteme erforderlich. bauförderungsprogramms „Lebendige Zentren“ Die VU übernimmt hierbei die Funktion, die zent- erfolgen. Ziel des Programms ist es, auf strukturalen Zielsetzungen für das konkret abgegrenzte relle, funktionale und klimatische Veränderungen Untersuchungsgebiet zu schärfen und mit Umset- in innerstädtischen Quartieren zu reagieren und Plärrer zungsperspektiven zu hinterlegen. deren Anpassungsfähigkeit zu stärken.
Fortschreibung der Sanierungsziele Förderfähig sind insbesondere Maßnahmen in
Unter Einbeziehung relevanter Akteurinnen und folgenden Bereichen: Akteure, der Fachreferate der Stadt sowie im • Qualifizierung des öffentlichen Raums und des Austausch mit Eigentümerinnen und Eigentümern Wohnumfelds werden die Sanierungsziele für die Altstadt Mitte • Klimaanpassung durch Begrünung, Entsiegegemeinsam weiterentwickelt. Die Ergebnisse lung und wassersensible Gestaltung werden in einem integrierten Maßnahmen- und • Stärkung von Nutzungsmischung, Aufenthalts- Handlungskonzept zusammengeführt, das prio- qualität und sozialer Infrastruktur risierte Einzelmaßnahmen den jeweiligen Handlungsfeldern zuordnet und als Arbeitsgrundlage Damit bietet das Programm einen geeigneten Förfür die nächsten Jahre dient. Die Fortschreibung derrahmen, um die in der VU Altstadt Mitte identifistellt sicher, dass die Sanierungsstrategie aktuell, zierten Handlungsbedarfe konkret umzusetzen.
Johannis
Kaiserburg
Sanierungsgebiet
Nördliche Altstadt
(seit 2010)
Pegnitz
St. Sebald
Hauptmarkt
Stadtmauer
VU-Gebiet
Altstadt Mitte
St. Lorenz Wöhrder Wiese
Sanierungsgebiet
Altstadt-Süd (seit 1998)
Marienvorstadt
Hauptbahnhof
INSEK-Gebiet Bestehendes Sanierungsgebiet Altstadt-Süd Bestehendes Sanierungsgebiet Nördliche Altstadt Gebietsumgriff Sanierungsgebiet Altstadt Mitte
44 Abgrenzung der Sanierungsgebiete in der Altstadt
Ausblick
In einem intensiven und sorgfältig
abgestimmten Arbeitsprozess wurden die
Sanierungsziele für die Altstadt Mitte erarbeitet
und mit zahlreichen Akteurinnen und
Akteuren aus Verwaltung, Wirtschaft, Kultur,
Sozialbereich sowie mit Eigentümerinnen
und Eigentümern rückgekoppelt. Sie bilden
nun die fachliche Grundlage für den weiteren
Umsetzungsprozess und formulieren klare
Zielrichtungen und Maßnahmen für die
gemeinsame Entwicklung im hochsensiblen
historischen Stadtkern.
Wie geht‘s
weiter?
Jetzt geht es in die Umsetzung –
ins Machen kommen!
Stadterneuerung zielt gemäß Baugesetzbuch auf die einheitliche Vorbereitung und zügige Durchführung städtebaulicher Aufwertungen ab. Die strategischen Grundlagen für die Altstadt Mitte sind mit der VU geschaffen. Nun beginnt die Phase der Umsetzung: Projekte müssen konkretisiert, priorisiert und realisiert werden – sichtbar und wirksam im Stadtraum.
Sichtbarkeit erzeugen – Wirkung entfalten
Nach einer längeren Phase der Analyse und Vorbereitung sollen erste Maßnahmen möglichst schnell im öffentlichen Raum, an Gebäuden und in Nutzungskonzepten sichtbar werden. Die Altstadt Mitte steht unter hoher öffentlicher Beobachtung; erfolgreiche Stadterneuerung entfaltet hier sofort Wirkung auf Image, Aufenthaltsqualität, Wirtschaftsstandort und soziale Stabilität. Dafür braucht es eine gezielte zeitliche, finanzielle und personelle Ressourcenbündelung bei allen beteiligten Stellen.
Priorisieren und bündeln
Um die Umsetzung wirksam zu steuern, braucht es eine klare politische Rückendeckung und eine verbindliche Priorisierung der Projekte. Die zeitliche Taktung der Maßnahmen ist auch mit Blick auf die Förderkulissen von Bund und Land entscheidend. Die Bündelung der Kräfte innerhalb der Verwaltung sowie zwischen öffentlichen und privaten Akteuren ist eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg der Stadterneuerung in diesem hochkomplexen Innenstadtbereich.
Stadterneuerung als Gemeinschaftsaufgabe
Die Entwicklung der Altstadt Mitte ist eine gemeinsame Aufgabe von Stadt, öffentlichen Einrichtungen, privaten Eigentümerinnen und Eigentümern, Wirtschaft, sozialen Trägern und Zivilgesellschaft. Neben öffentlichen Investitionen kommt der Steuerung privater Entwicklungen eine besondere Bedeutung zu. Gerade im dichten Gefüge der Altstadt entscheidet das Zusammenspiel öffentlicher Rahmengebung und privater Investitionsbereitschaft über den Erfolg der Sanierungsziele.
Sanierungsgebiet als Instrumentenkasten nutzen
Mit der förmlichen Festlegung als Sanierungsgebiet stehen der Stadt wirkungsvolle Instrumente des besonderen Städtebaurechts zur Verfügung, insbesondere die sanierungsrechtliche Genehmigungspflicht und das Vorkaufsrecht. Diese Werkzeuge sind eng mit den Instrumenten der Bauleitplanung, vertraglichen Regelungen und Förderprogrammen zu verzahnen und konsequent anzuwenden. Ergänzend können gezielte Anreize für private Investitionen, etwa über kommunale Förderprogramme oder steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten, zur Unterstützung der Sanierungsziele beitragen – stets mit Blick auf Wirksamkeit, Zielgenauigkeit und die Vermeidung von Mitnahmeeffekten.
Monitoring und Fortschreibung
Angesichts der hohen Dynamik im Bereich Einzelhandel, Nutzungsmischung, Mobilität, Klima und sozialer Infrastruktur ist ein regelmäßiges Monitoring der Sanierungsziele und Projekte erforderlich. Eine Überprüfung und Fortschreibung im Fünfjahresrhythmus ermöglicht es, auf neue Entwicklungen flexibel zu reagieren, Prioritäten nachzuschärfen und das gemeinsame Commitment für den Stadterneuerungsprozess dauerhaft zu sichern.
Fazit
Die Stadterneuerung in der Altstadt Mitte bietet die Chance, eines der bedeutendsten historischen Stadtquartiere Nürnbergs zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Die Ziele, Maßnahmen und Instrumente sind formuliert. Nun kommt es darauf an, diese gemeinsam, entschlossen und mit langem Atem umzusetzen.
Quellen- und
Abbildungsnachweis
Literatur und Dokumente Wirtschaftsfaktor Tourismus für die Stadt Nürn-
Gesamtstädtische Untersuchungen und Konzepte: berg, 2024. Stadt Nürnberg, Stadtplanungsamt, Flächennutzungsplan der Stadt Nürnberg mit integriertem Stadt Nürnberg, Wirtschafts- und Wissenschaftsre- Landschaftsplan, 2006. ferat, Wirtschaftsstandort Nürnberg, Positionsbestimmung 2024, 2024. Stadt Nürnberg, Bürgermeisteramt/Stab Stadtentwicklung, Stadtentwicklung in Nürnberg, 2016. IFH Köln, gmvteam, Zukunftsstrategie Handelsstandort Nürnberg 2030, 2019. Stadt Nürnberg, Umweltamt, Aktionsplan Masterplan Freiraum, 2021. Stadt Nürnberg, Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat Stab Wohnen, Wohnungsmarktbeobachtung Stadt Nürnberg, Umweltamt, Masterplan Frei- 2023, Juni 2024 raum, 2014/2024 Stadt Nürnberg, Nürnberger Aktionsplan zur Umset- Stadt Nürnberg, Umweltamt, Stadtklimagutach- zung der UN-Behindertenrechtskonvention, 2021. ten, 2014. Untersuchungen und Konzepte Teilgebiet Altstadt: Stadt Nürnberg, Umweltamt, Handbuch Klimaan- Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferat, Integriertes passung, 2012. Stadtentwicklungskonzept - Altstadt Nürnberg, 2012.
Stadt Nürnberg, Umweltamt, Hitzeaktionsplan der Stadt Nürnberg, Stadtplanungsamt, Fortschreibung Stadt Nürnberg, 2022 der Sanierungsziele Altstadt-Süd, 2017.
Stadt Nürnberg, Referat für Umwelt und Gesund- Stadt Nürnberg, Bürgermeisteramt/Stab Stadtentheit, Klimaschutzfahrplan der Stadt Nürnberg wicklung, Überprüfung der INSEK-Ziele, 2020. 2020-2030, 2020. Stadt Nürnberg, Baureferat, Sozialreferat, Wirt- Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferat, INSEK Nürn- schaftsreferat, Ergänzende Vorbereitende Untersuberg am Wasser, 2012 chungen Altstadt Süd, 2005.
Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt, Mobilitäts- Stadt Nürnberg, Wirtschaftsreferat, Baureferat, beschluss für Nürnberg, 2022 Vorbereitende Untersuchungen Nördliche Altstadt, 2010. Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt, Nahverkehrskonzept für die Zukunft 2025+, 2013 Stadt Nürnberg, Planungs- und Baureferat, Nürnberger Linie Gestaltungshandbuch für den öffentli- Stadt Nürnberg, Nürnberg steigt auf, Fortschrei- chen Raum, 2018. bung der Radverkehrsstrategie 2030, 2022 Stadt Nürnberg, Bürgermeisteramt/Stab Stadtent- Stadt Nürnberg, Verkehrsplanungsamt, Fußver- wicklung, Bewerbung der Stadt Nürnberg für eine kehrsstrategie, 2023. Bayerische Landesgartenschau mit dem Konzept Urbane Gasrtenschau Nürnberg 2030, 2022.
Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg,
IFH Köln, Vitale Innenstädte – Europas größte Passantenbefragung, 2024.
Stadt Nürnberg, Seniorenamt, Berichte zur Quartiersarbeit - 10, Vorbereitende Sozialraumanalyse zur Quartiersentwicklung in der Seniorenarbeit, 2024.
Karten und Grafiken
Kartengrundlage: Geobasisdaten: Bayerische Vermessungsverwaltung
alle weiteren Karten und Graphiken: yellow z
Fotonachweis
Fotos S. 8-9, 11, 16-17, 22-23, 25, 35, 55, 63, 71, 78-79, 82-83, 86-87: Stadtplanungsamt Foto S. 20: Prospekt Hieronymus Braun 1608 (Auszug) Fotos S. 26-27, 43, 45: ? Foto S. 116-117: Quartiere-nürnberg.de
Fotos Projektsteckbriefe: A.4, A.5, A.7, A.8, B.1, C.1, C.2, C.3, C.7, C.8, C.9, C.10, C.11, C.12, C.13, C.20, C.21, D.1, D.2, E.1, E.2,: Stadtplanungsamt A.6: A.9: C.4: C.5: C.6: C.18: Rainer Halama D.3: Chris06 D.4: F.3: F.4: F.5:
alle weitere Fotos: yellow z
Impressum: Herausgeberin: Stadt Nürnberg Stadtplanungsamt Lorenzer Straße 30 90402 Nürnberg Druck: Druckerei Mustermann Straße und Hausnummer PLZ Nürnberg