NB
Zirkuläres Kaufhaus (ZirKa)
Nürnberg
Konzeptstudie
BBE Handelsberatung GmbH | IPH Handelsimmobilien GmbH
Bildquelle: Eigene Aufnahme
Agenda
1 Management Summary 3
2 Nachhaltigkeit, Ziele, Werte und Zielgruppen 7
3 Ausgangssituation und Vorgehensweise 16
3.1 Standortanalyse (Best Practice, Marktsituation, Clusteranalyse) 18
3.2 Nutzungskonzept (Sortimente, Gestaltung, Warenströme) 38
3.3 Wirtschaftlichkeit (Trägermodell, Business Case) 54
Management Summary
3
Folgende zentrale Kernaussagen können zum Projekt ZirKa
genannt werden
Management Summary
- Die BBE Handelsberatung GmbH und IPH Handelsimmobilien GmbH unterstützen die Stadt Nürnberg mit der
Konzepterstellung des ZirKa, ein „Zirkuläres Kaufhaus“
-
Idee:
-
Alternative zum Neukauf (u.a. Möbel, Bekleidung, Haushalts- und Dekoartikel, Sport- & Elektroartikel)
-
Förderung von Wiederverwendung, Aufbereitung und Weiternutzung
-
Ergänzung durch Repair-Café, Workshops und Bildungsangebote
-
Geplante Zusammenarbeit mit weiteren Anbietern aus der Branche
-
Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung in der Nürnberger Einzelhandelslandschaft sichtbarer und erlebbarer machen
-
Reuse und Second-Hand gewinnen an Bedeutung – sowohl im Einzelhandel als auch bei dem einzelnen Konsumenten
-
Es wurde bereits im Mai 2025 ein Workshop durchgeführt, aktuell wird das Konzept (vorliegend) erarbeitet, im Januar 2026 erfolgt
ein weiterer Workshop
- Es soll die Mitte der Gesellschaft mit dem Fokus auf spezielle Zielgruppen (u.a. Nachhaltigkeits-, Trend-, Erlebnis-,
PragmatikerInnen & FörderInnen) angesprochen werden
Folgende zentrale Kernaussagen können zum Projekt ZirKa
genannt werden
Management Summary
-
Standortanalyse:
-
Best-Practice Beispiele aus Berlin, Leipzig, München und Schweden: Experten-Interviews, Standortbesichtigungen und Recherchearbeiten
sind die elementare Grundlage für das Konzept
- Marktsituation in Nürnberg: die meisten, überwiegend kleinflächigen, Wettbewerber befinden sich im inneren Stadtgebiet. Es werden
überwiegend Bekleidung und Möbel angeboten
- Clusteranalyse: Für die Immobiliensuche der ZirKa Kaufhauses werden vor allem die Stadtteile innerhalb der B4R bevorzugt. Hierunter
zählen u.a. die Stadtteile Altstadt, St. Johannis, Bielingplatz, Maxfeld, Wöhrd sowie Gostenhof (Goho)
- ZirKa Flächenstrategie: geplant ist die Realisierung einer Kleinfläche in der Innenstadt sowie eine Großfläche in Stadtteillage/ Außenbezirk
(parallel oder nachgelagert), Synergieeffekte bei Parallelbetrieb (siehe nachfolgende Folie)
- Immobiliensuche: Erstgespräche und Besichtigungen sind erfolgt, BBE/IPH Empfehlungsliste für Kleinfläche liegt vor, aktuell noch keine
geeignete Fläche für Großfläche gefunden
- Sortiments- und Nutzungskonzept: Kleinfläche (rd. 300 m²) mit Repair-Café, Workshop- und Bildungsangeboten im 1. OG, im EG
(Verkaufsfläche) überwiegend kleinteiliges Warenangebot; Großfläche (rd. 1.000 m²) mit breiterem Warenangebot (u.a. sperrige Güter wie Möbel), Multifunktionsfläche für Auktionen, großes Lager
- Trägermodell: Vorstellung von zwei Optionen, eigenständiges Trägermodell oder über Dritten. Empfehlung seitens BBE/IPH kurzfristig: BgA
sowie langfristig GmbH
- Business Case: Der Business Case zeigt deutliche Verluste, die aber zum Großteil von Abfallgebühren gegenfinanziert werden können
Aus dem Parallelbetrieb beider Konzepte ergeben sich
wertvolle Synergien auf Vermarktungs- und Kostenebene
Parallelbetrieb von Klein- und Großfläche
| Synergie | Effekte (qualitativ/quantitativ) |
|---|---|
| Personal | Größere Sicherheit für Kleinfläche bei Krankheit/Urlaub |
| Frequenzzufuhr und Vermarktung | Natürliche Frequenz in der Kleinfläche nutzen, um Großfläche zu vermarkten, Marketingbudget zahlt auf beide Konzepte ein |
| Waren-Logistik | Warenannahme und Infrastruktur Wertstoffhof, Personal: 1 WSH gemeinschaftliche Nutzung (rd. 80.000 €) |
| Lieferung und LKW-Leasing | Auslastungssteuerung und gemeinschaftliche Nutzung der LKWs, Kosteneffekt 18.000€ Übergreifendes LKW-Team für Urlaubs- und Krankheitsvertretung |
| Kassenschulung | Initiale Schulungskosten können geteilt werden 10.000€ |
| (…) | (…) |
ZirKa: Nachhaltigkeit, Ziele, Werte und Zielgruppen
7
Second Hand und Reuse prägend zunehmend Kaufverhalten
und Sortiment
Gesetzgebung und Richtlinien Verbraucherverhalten und Markttrends Unternehmensstrategien
- Ecodesignfor Sustainable Products
Reuse, Reparieren, Second-Hand
Regulation (ESPR) = EU-Verordnung, die
werden beliebter
nachhaltige Produktgestaltung fördern soll
- Der deutsche Recommerce-Markt
Ziel: Umweltbelastung entlang des
rechnet laut Prognosen mit gesamten Produktlebenszyklus zu jährlichem Wachstum von 11,4% verringern und die Kreislaufwirtschaft ▪ Circular Business Strategy = Bis 2030 soll zu stärken IKEA komplett zirkulär wirtschaften
-
In Deutschland steigt das
-
Richtlinie über Reparatur von Waren
Interesse an Second-
(2024/1799/EU) = stärkt das Recht auf
- Buy Back und Resell = gebrauchte IKEA-
Hand-Waren, nicht nur Reparatur und verpflichtet Hersteller zu Möbel werden überarbeitet und wegen des Preises, mehr und einfacheren wiederverkauft sondern aus Reparaturmöglichkeiten. Überzeugung.
Ziel: Lebensdauer von Produkten
verlängern und dadurch Abfall sowie ▪ Nachhaltigkeit wird gewünscht, Ressourcenverbrauch reduzieren. jedoch sind viele Verbraucher bei höheren Preisen zurück-haltend
- Digitale Produktpass (DPP) = stellt ▪ Saturn und Media Markt setzen stark auf
zentrale Informationen über ein Verlängerung der Lebensdauer von Produkt digital bereit Elektronik durch Refurbishment, Reparatur und Rücknahme statt Wegwerfen.
Ziel: Transparenz über Produkte schaffen
und nachhaltigen Konsum unterstützen.
Quelle: Ökodesign: Neue EU-Vorschriften, um nachhaltige Produkte zur Norm zu machen | Aktuelles | Europäisches Parlament Quelle: Germany Recommerce Market Report 2025, with Focus on 8
Nachhaltigkeit beeinflusst Konsumverhalten – Reuse und
Second-Hand gewinnen an Bedeutung
Verbraucherverhalten und Markttrends
Lust auf Modeshoppingsinkt im September
Akzeptanz von Refurbished-Produkten in Deutschland
Zustimmungzuden folgendenAussagen; Angabenin Prozent
13%
Ich habe im Großen und Ganzen genug Kleidung und brauche etwas Neues.
70%
Mich stört es sehr, dass so viele Klamotten weggeschmissen werden, die nicht recycelt werden können. Daher schränke ich mich ein.
59% überlegt zu kaufen
Ich finde, man muss den Einzelhandel vor Ort unterstützen. Daher werde ich in den Geschäften einkaufen gehen. würde keins kaufen
45% 50%
bereits gekauft Ich bestelle Vieles online, das ist bequem und fast alles ist verfügbar.
40% 37%
Nachhaltig produzierte Kleidung und Klamotten kaufe ich nur, wenn ich nachvollziehen kann, welchen Vorteil ich davon habe.
38%
Ich möchte mich in Geschäften inspirieren lassen.
37%
Ich habe Lust darauf, mir neue Klamotten zu kaufen.
Immer mehr Verbraucher entdecken Second-Hand-Läden
20%
und das Reuse-Konzept. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit
Click & Collect, d.h. im Internet etwas zu bestellen und es sich dann in einem Geschäft vor Ort abzuholen, ist ein Angebot, das ich gerne nutze. sowie das Interesse für gebrauchte oder wiederverwendbare
15%
Produkte steigt. Ich habe das dringende Gefühl, ich brauche jetzt etwas Neues anzuziehen.
15%
Quelle: Textilwirtschaft, infas quo
Unsere Werte bei ZirKa
Nachhaltigkeit, Inspiration und Unterstützung im Alltag
Wir schaffen einen Ort, der Menschen ermutigt, Neues auszuprobieren. Mithilfe eines vielfältigen Angebots ermöglichen
Anker: Inspirierend
wir nachhaltige Wege für den Alltag.
Wir geben Vorhandenem neuen Wert und zeigen hochwertige Alternativen zum Neukauf, die unsere Umwelt entlasten und
Zukunftstreiber: Ressourcenschonend
verantwortungsbewusstes Handeln stärken.
Wir bieten Zugang zu Wissen, Austausch und praktischen Differentiator: Unterstützend Lösungen, die Nachhaltigkeit alltagstauglich und attraktiv machen.
Why. How. What.
Unser Purpose und wie wir ihn lebendig machen
Wir inspirieren Menschen zu einem ressourcenschonenden Lebensstil. Mit Ideen, Produkten und Begegnungen zeigen wir, welches Potenzial im Vorhandenen steckt – und wie daraus
WHY?
auf kreative und einfache Weise Neues entstehen Purpose erarbeiten kann.
Wir machen nachhaltigen Konsum leicht zugänglich – durch sorgfältig ausgewählte Produkte und ein HOW? Beratungsumfeld, das Vertrauen schafft. Zudem öffnen wir Räume, in denen Menschen Wissen teilen, Neues ausprobieren und gemeinsam
Wie setzen wir das Why um?
ins Handeln kommen.
Wir machen nachhaltigen Konsum leicht zugänglich
WHAT?
- durch sorgfältig ausgewählte Produkte und ein
Beratungsumfeld, das Vertrauen schafft.
Was bieten wir an?
Zudem öffnen wir Räume, in denen Menschen Wissen teilen, Neues ausprobieren und gemeinsam ins Handeln kommen.
Im Mai 2025 wurde bereits ein Workshop zum ZirKa in
Nürnberg durchgeführt
1. Workshop: Hintergrund
Worum geht es beim ZirKa-Projekt?
-
Kaufhaus für Wiederverwendung, Reparatur, Upcycling
-
Erlebnisort: Konsum, Workshops, Bildung und Kultur
-
Beitrag zu Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung
Wieso wurde der Workshop veranstaltet?
-
Ideen und Erwartungen der Stakeholder sammeln
-
Eckpunkte für Umsetzungskonzept diskutieren
-
Netzwerke und Kooperationen anstoßen
Wer hat teilgenommen?
- ca. 30 Stakeholder:
Verwaltung, Wirtschaft, NGOs, Upcycling-/ReUse-Szene, Bildungsinitiativen
Das ZirKa in Nürnberg dient als Leuchtturmprojekt für
nachhaltige Stadtentwicklung in Nürnberg
1. Workshop: Ergebnisse auf einen Blick
Ergebnisse Stakeholder-Mehrwert
-
Mehrwerte: Nutzwert (Service, Lage,
-
Politische Rückendeckung und
Barrierefreiheit), Emotionaler Wert Finanzierung (Treffpunkt, Wohlfühlort),
- Betreiber- und Organisationsideen
Erlebniswert (Events, Gemeinschaft) (Stadt, ASN, Partner)
-
Prototypen: Repair-Café, Upcycling-
-
Angebote und Programme (Handwerk,
Workshops, Co-Working, Pop-ups, NGOs, Bildung, Kultur) Kulturprogramm
-
Reichweite und Kommunikation
-
Standortideen: Innenstadt (Citypoint,
(Medien, Influencer, Schulen)stakehol Kaufhof) oder Alternativen
Takeaways fürs Projekt
-
Breite Zielgruppenansprache und soziale Teilhabe sind zentral
-
Kombination aus Konsum, Bildung und Kultur macht den
Unterschied
-
Politische und finanzielle Absicherung ist Voraussetzung
-
ZirKa als Leuchtturmprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung
Im Januar 2026 wurde ein weiterer Worksop in Nürnberg
durchgeführt
2. Workshop: Hintergrund
Worüber wurde informiert?
-
Vorstellung des finalen Umsetzungskonzepts
-
Konkretisierung der Mitwirkung: Aufzeigen von Möglichkeiten,
wie Akteure operativ dabei sein können
- Aktivierung des Netzwerks: Identifikation von politischer und
finanzieller Unterstützung zur Realisierung
Was wurde erarbeitet?
- Erstellung von Stakeholder-Steckbriefen: Abfrage zu Wünschen,
Vernetzungsbedarf und konkreten Angeboten (Produkte, Rahmenprogramm, Mitarbeit)
- Detaillierte Bedarfsabfrage: Schriftliche Erfassung von
Flächenbedarfen und Warenangebot für die Belegungsplanung
Wer hat teilgenommen?
- Breiter Akteurs-Mix aus 38 Teilnehmern:
Verwaltung, Wirtschaft, NGOs, Upcycling-/ReUse-Szene, Bildungsinitiativen
Unsere Fokus-Zielgruppen
Nachhaltigkeitsorientierten, Trend- & Erlebnisorientierten und Gemeinschaftsorientierten &
Teilhabesuchenden – die Menschen, die zu uns passen
Diese Zielgruppe lebt bewusst, verantwortungsvoll und ZirKa spricht sie an durch: ressourcenschonend. Sie bevorzugt Produkte, die Geprüfte Qualität & transparente Herkunft Nachhaltigkeitsorientierte: langlebig, hochwertig, transparent hergestellt und fair / Repair-, Reuse- und Upcycling-Angebote / bewusst & wirkungsorientiert sind. Ihnen ist wichtig, dass Konsum Sinn ergibt und ihre Workshops & ein seriös-kuratiertes Haltung zur Nachhaltigkeit sichtbar widerspiegelt. Sortiment Altersgruppen(kern): 25-45 Jahre
Diese Zielgruppe ist kreativ, stilbewusst und ästhetikorientiert. Sie lieben Design, Inspiration, ZirKa spricht sie an durch: besondere Atmosphären und schätzen Orte, die visuell Kuratierte Präsentation, klare Sortierung, Trend- & Erlebnisorientierte: beeindrucken und Community erzeugen. Sie legen Wert visuell starke Flächen / Workshops, Events, kreativ & stilbewusst auf Individualität und möchten Dinge finden, die nicht Pop-ups / Café & „Instagram-taugliche“ jeder hat. Erlebnisbereiche Altersgruppen(kern): 18-35 Jahre
Diese Zielgruppe ist sozial, gemeinschaftsorientiert und sinnstiftend unterwegs. Sie schätzen Austausch, ZirKa spricht sie an durch: Gemeinschaftsorientierte & Miteinander und das Weitergeben von Wissen. Ihnen ist es Café & Begegnungsräume / DIY-, Teilhabesuchende: wichtig, aktiv zu bleiben, sich einzubringen und Teil einer Reparatur- und Lernformate / persönliche sozial & sinnstiftend Gemeinschaft zu sein. Sie bevorzugen Orte, die Beratung & niedrigschwellige Begegnungen ermöglichen und sinnvolle Aktivitäten bieten. Mitmachangebote
Altersgruppen(kern): 40-70 Jahre
Unsere Fokus-Zielgruppen
Pragmatiker:innen & Preisbewussten und Förderer:innen – die Menschen, die zu uns passen
Die Pragmatiker:innen & Preisbewussten sind praktisch, lösungsorientiert und zuverlässig. Sie bevorzugen klare ZirKa spricht sie an durch: Strukturen, faire Preise und funktionale Produkte. Faire Preise & geprüfte Ware / intuitive
Pragmatiker:innen &
Nachhaltigkeit ist für sie wichtig – solange sie einfach, Sortierung & einfache Prozesse / schnelle Preisbewusste: günstig und unkompliziert umzusetzen ist. Sie suchen Services & freundliche Beratung praktisch & lösungsorientiert saubere, qualitativ gute Ware, Orientierung und schnelle, freundliche Services.
Altersgruppen(kern): 30-60 Jahre
Die Förderer:innen sind wirkungsorientiert, verantwortungsbewusst und engagiert. Sie setzen sich für ZirKa spricht sie an durch: Förderer:innen: Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung und gesellschaftlichen Einen sichtbaren Leuchtturm für wirkungsorientiert & Nutzen ein und legen Wert auf sichtbare, messbare Kreislaufwirtschaft & Teilhabe / klare Ziele, verantwortungsbewusst Wirkung. Sie wollen Projekte unterstützen, die transparente Wirkung, professionelle Transparenz, Professionalität und positive Wirkung zeigen, Umsetzung / breitenwirksame, und suchen Orte, die neue Zielgruppen erreichen und verantwortungsvolle Angebote gesellschaftliches Engagement sichtbar machen.
Altersgruppen(kern): 35-65 Jahre
Ausgangssituation und Vorgehensweise
17
Leistungsschwerpunkte für das Umsetzungskonzept
Ziel: ein zirkuläres Kaufhaus für Nürnberg
1 2 3 4
Übergreifende Fragestellungen
Standortanalyse Nutzungskonzept Wirtschaftlichkeit
und Anforderungen
- Durchführung von Standortbegehung ▪ Zeitstrahl für Meilensteine der ▪ Vorstellung ausgewählter ▪ ZirKa als Alternative zum Neukauf /
Förderung von Wiederverwendung, und Experten-interviews Planungs- und Umsetzungsphase Trägermodelle sowie rechtliche Wiederaufbereitung und
- Analyse der lokalen Marktsituation in ▪ Entwicklung eines Sortiments- Rahmenbedingung der Nutzung Weiternutzung
Nürnberg/Identifikation einer konzeptes sowie weiterer Angebote ▪ Finanzierung und Kostenstruktur ▪ Durch Veranstaltungen, Workshops etc. sollen Themen Kreislaufwirtschaft möglichen Marktlücke (Verleih, Reparatur, Workshops) (Business Case) und Ressourcenschonung im
- Herausarbeitung von potenziellen ▪ Anwendung anhand zweier Flächen ▪ Wertschöpfungskette und Partner
städtischen Einzelhandel sicht- und Standortbereichen (Cluster) für Fläche /Immobilien (Klein- und Großfläche) ▪ Kurz- und Langfristigkeit des erlebbar gemacht werden.
- Ausarbeitung von Flächenstrategie ▪ Recherche nach geeigneter Software Konzeptes bei Klein- und Großfläche ▪ Platzierung in der Mitte der
Gesellschaft und –profil sowie Immobiliensuche (u.a. von ZAK Kempten)
Methodik
- Trendanalyse und interdisziplinäres Wissen ▪ Sekundärdatenerhebung und Analyse ▪ Gespräche und Standortbegehung ▪ Konzeptentwicklung
Standortanalyse
19
Standortanalyse: Vorgehensweise und Ergebnisse
1.4 Flächenstrategie und
1.1 Best-Practice Beispiele 1.2 Marktsituation in Nürnberg 1.3 Standort-Clusteranalyse
Immobiliensuche
Vorgehenweise: Vorgehenweise: Vorgehensweise: Vorgehensweise
- Identifizierung von vier Best-Practice ▪ Identifizierung branchengleicher ▪ Bewertung der 28 PLZ-Gebiete ▪ Vorstellung möglicher
Beispielen (Wiederschön, Halle2, Wettbewerber anhand von 4 Indikatoren mit einer Standortstrategien anhand anderer NochMall, Retuna) in verschiedenen (Gebrauchtwarenkaufhäuser, Second Bewertungsskala von 0-4 Best-Practice Beispiele Städten Hand Shops etc.)
-
Indikatoren: Bevölkerungszahl, ▪ Auswahl von zwei konkreten
-
Durchführung von Experten- ▪ Visualisierung der Wettbewerber Bevölkerungsdichte, Einzelhandelsrel. Flächenstrategien für das Projekt
gesprächen anhand des Hauptsortiments und der Kaufkraft, Verkaufsfläche in m²/1.000
- Einblick in die ersten Ergebnisse der
Verkaufsflächengröße im Stadtgebiet EW
- Standortbesichtigung Immobiliensuche (Erstgespräche,
Nürnberg
-
PLZ-Gebiete mit Stufe 3 und 4 werden Besichtigungen, Standorte)
-
Anfertigung von Steckbriefen für
-
Identifizierung von räumlichen Markt- als priorisierte Gebiete ausgewählt
jedes Best-Practice und Angebotslücken sowie
-
Identifizierung geeigneter Gebiete/
-
Darstellung der möglichen Bandbreite Berücksichtigung von
Cluster innerhalb der priorisierten von Rechtsform, Zielgruppe, Kopplungseffekten Gebiete für mögliche Ansiedlung des Sortimentsgestaltung, Standortwahl Projektes und Verkaufsfläche
Wiederschön Leipzig
Faktencheck Verkaufsflächenverteilung
- Adresse: Brühl 1, 04109 Leipzig 5%
5%
- Verkaufsfläche: rd. 550 m² Möbel
5%
- Ladenlayout: Offene Regale, kreative Präsentation 30%
Kleidung
-
Einkaufsatmosphäre: Modern, kreativ, inspirierend
-
Erreichbarkeit: Sehr gut erreichbar mit ÖPNV (Straßenbahn, Bus) 15% 3D-Druck
-
Betriebsart: Pop-Up Store
Deko und Haushaltswaren
-
Trägermodell: öffentlich-rechtlich
-
Träger: Stadtreinigung Leipzig in Kooperation mit der Werkzeugkisten
Aufbauwerk Region Leipzig GmbH Schmuck
- Eröffnung: 2024
40%
Innen- und Außenansicht
Zielgruppe
- Breite Zielgruppenansprache
-
v.a. Familien, junge Erwachsene
-
Umweltbewusste Konsumenten
-
Designinteressierte
Quelle Fotos: BBE Handelsberatung GmbH, Stadt Nürnberg
Halle 2 München
Verkaufsflächenverteilung 5% 10% Möbel 30% Deko und Haushaltswaren 10% Elektro Spielwaren 10% Sport und Freizeit Bücher und Medien 20% 15% Bilder und Spiegel
Faktencheck
-
Adresse: Peter-Anders-Straße 15, 81245 München
-
Verkaufsfläche: rd. 800 m² (2016) rd. 1.000 m2 (seit 2022)
-
Ladenlayout: Klare Kategorisierung, Baukastenprinzip
-
Einkaufsatmosphäre: Funktional, strukturiert
-
Erreichbarkeit: Gut erreichbar mit ÖPNV (Bus)
-
Betriebsart: Gebrauchtwarenkaufhaus
-
Trägermodell: öffentlich-rechtlich
-
Träger: AWM (Abfallwirtschaftsbetrieb München)
-
Eröffnung: 2016
Innen- und Außenansicht
Zielgruppe
-
Breite Zielgruppenansprache
-
Sozial orientiert
-
v.a. Menschen > 60 Jahre, Familien,
Studenten, viele Stammkunden, Hobby-Sammler
Quelle Fotos: BBE Handelsberatung GmbH, Stadt Nürnberg
NochMall Berlin
Verkaufsflächenverteilung 5% Möbel 5% Deko und Haushaltswaren 30% 15% Textilien Spielwaren Bücher und Medien Elektrogeräte 20% 20% Bilder und Spiegel
Faktencheck
-
Adresse: Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf
-
Verkaufsfläche: rd. 2.000 m2
-
Ladenlayout: Weitläufig, gut strukturierte Bereiche
-
Einkaufsatmosphäre: Großzügig, gut organisiert
-
Erreichbarkeit: Gut erreichbar mit ÖPNV (Bus)
-
Betriebsart: Gebrauchtwarenkaufhaus
-
Trägermodell: 100% Tochterunternehmen (GmbH)
-
Träger: BSR (Berliner Stadtreinigung)
-
Eröffnung: 2020
Innen- und Außenansicht
Zielgruppe
-
Breite Zielgruppenansprache
-
v.a. Frauen zwischen 36-41 Jahren,
Studierende
- „langer Donnerstag“ bis 20:00 Uhr
geöffnet, um auch anderes Publikum anzusprechen
Quelle Fotos: NochMall Homepage
ReTuna Schweden
Verkaufsflächenverteilung 5% 10% Möbel 30% Bekleidung 10% Elektrowaren Sport- und Campingartikel Haushaltswaren 25%
Faktencheck
-
Adresse: Folkestaleden 5, 635 10 Eskilstuna
-
Verkaufsfläche: rd. 3.000 m² (2028 Erweiterung geplant)
-
Ladenlayout: Besucherweg, modulare Fixtures
-
Einkaufsatmosphäre: Entspannt, klimasmart, hochwertig
-
Erreichbarkeit: Gut erreichbar mit ÖPNV (Bus)
-
Betriebsart: Gebrauchtwarenkaufhaus
-
Trägermodell: öffentlich-rechtlich
-
Träger: Stadt Eskilstuna und EEM (Energi och Miljö)
-
Eröffnung: 2015
Innen- und Außenansicht
Zielgruppe
-
Breite Zielgruppenansprache
-
v.a. Frauen, Mütter, Multikulturelle Familien,
Senior*innen, Studierende
-
Sammler*innen
-
Personen aus der Mittel- und
Oberschicht
Quelle Fotos: Stadt Nürnberg
1.2 Marktsituation in Nürnberg
Die meisten, überwiegend kleinflächigen, Wettbewerber
befinden sich im inneren Stadtgebiet
Fokus: Verkaufsfläche
Verkaufsfläche in m² 84% 7% 9% kleiner gleich 340 340 - 670 größer als 1.000
| 84% | 7% | 9% |
|---|
u.a. Mit Ecken und Kanten, Hanni‘s, Vinty‘s, ReSales
u.a. allerhand Gebrauchtwarenladen, Grüne Erde Store, Gentlemachine
u.a. Arche aktiv!markt Gebrauchtwarenhöfe Sigmundstr. und Altenfurt, Noris-Arbeit (NOA), BRK-Gebrauchtwarenhalle
Nürnberger Trempelmarkt
Innenstadt 1 x Fr + Sa (Mai und September)
n = 43
1.2 Marktsituation in Nürnberg
Bekleidung und Möbel werden am meisten als Sortiment
angeboten
Fokus: Angebot und Sortiment
Hauptsortimentsgruppe 53% 23% 7% 5% 5% 5% 2%
Lage
| 77% | 23% |
|---|
innerhalb der B4R außerhalb der B4R
Alle vier Indikatoren werden auf einer Skala von 0 bis 4
bewertet
Relevante Standortfaktoren mit Bewertung
Bevölkerungszahl Bevölkerungsdichte EW/km²
Die höchste Bevölkerungszahl In den südlichen Stadtteilen mit > 25.000 Einwohnern in Galgenhof, Steinbühl und Nürnberg weisen vor allem die Hummelstein fällt mit rd. Stadtteile Eberhardshof, 16.000 Einwohnern/ km² in Steinbühl, Glockenhof und Nürnberg die Bevölkerungs- Galgenhof im weiteren dichte am höchsten aus. Hier Innenstadtgürtel Süd-West auf. handelt es sich um eng Dies begründet sich in der bebaute Quartiere mit viel dichten Wohn-Blockrand- Bestandswohnen und wenig bebauung in den Gebieten. Grünflächen.
Verkaufsfläche in
Einzelhandelskaufkraft
Die Einzelhandelskaufkraft in Die höchste Verkaufsflächen-
m²/1.000 EW
Nürnberg ist in den südlichen dichte im Raum Nürnberg liegt Stadtteilen (Herpersdorf, in Stadtteilen Altenfurt und Eibacher Forst und Gaulnhofen) Langwasser. und nördlichen Stadtteilen (Buch, Boxdorf und Almoshof) überdurchschnittlich hoch.
Alle vier Indikatoren werden auf einer Skala von 0 bis 4
bewertet
Relevante Standortfaktoren mit Bewertung
Bewertung Bewertung
Bevölkerungszahl Bevölkerungsdichte
0 0
≤ 11.600 ≤ 4.000
1 1
11.600 – 16.100 4.000 – 7.900
2 2
16.100 – 20.700 7.900 – 11.700
3 3
20.700 – 25.200 11.700 – 15.600
4 4
≥ 25.200 ≥ 15.600
Verkaufsfläche in
Einzelhandelskaufkraft
Bewertung Bewertung
m²/1.000 EW
≤ 93 1 ≤ 1 0 93 – 99 3 1 – 5 1 99 – 105 4 5 – 18 2 105 – 111 3 18 – 65 3 ≥ 111 1 ≥ 219 4
Daraus ergibt sich eine Gesamtauswertung, die jedes
Postleitzahlgebiet übergeordnet bewertet
Aufsummierung / Überlappung der Einzelfaktoren
Bevölkerungszahl Bevölkerungsdichte
Ergebnis
+
+ + =
Einzelhandelskaufkraft Verkaufsfläche in m²/1.000 EW
+
Zur Clusterbildung werden die öffentlichen Verkehrsmittel
und Wettbewerber als Grundlage herangezogen
Ausgangsbasis sind die Gebiete von Stufe 3 und 4
Durch vorangegangenen Analysen sowie Standortexpertisen
werden Cluster für die Standortwahl gebildet
Empfohlene Clusterbereiche
- Für Groß- und Kleinflächen werden besonders die rot markierten Gebiete
priorisiert. Diese wurden innerhalb der Stadtteile auf Grundlage der
verkehrlichen Erreichbarkeit (Tram, U-Bahn, S-Bahn), der Zielgruppe sowie Kopplungseffekte durch ähnliche Anbieter abgegrenzt.
- Für die Immobiliensuche der ZirKa Kaufhauses werden vor allem die
Stadtteile innerhalb der B4R bevorzugt. Hierunter zählen die Stadtteile
Altstadt, St. Johannis, Bielingplatz, Maxfeld, Wöhrd, Gostenhof (Goho)
und Galgenhof.
- Die orangen markierten Gebiete sind überwiegend Gewerbegebiete bzw.
dezentrale Lagen, wodurch diese ausschließlich für Großflächen (> 800 m²) geeignet sind.
- Hierunter zählen im Norden das Gewerbegebiet entlang des Nordrings, im
Osten die Gewerbegebiete entlang der Ostendstraße sowie im Westen die Gebiete an der S-Bahn „Rothenburger Straße“ und „Steinbühl“.
Bei der Flächen- bzw. Immobiliensuche empfehlen wir, sich
auf den ausgewählten Kartenausschnitt zu begrenzen und
bestenfalls Immobilien innerhalb der markierten Gebiete zu
identifzieren.
Folgende Flächenkombinationen sind für das ZirKa
vorstellbar
Option 1: Große Halle (1) in peripherer Lage, Option 2: Großfläche Innenstadt (1), Pop Up Store Option 3: Großfläche Äußere Innenstadt (1) Pop-Up in Innenstadt (2) und Mobil (3) Stadtteillage (2) mit umliegenden Satelliten-Stores (2)
berg n ür N et bi e g t d a t S
Bsp: Halle2 München Bsp: Wiederschön Leipzig (Vorstufe Bsp: Diakonia München, Pop Up bereits erfolgt) Humana Berlin Option 4: Centerlage (1,2) Option 5: mehrere Satellitenstores (1) in Äußerer Option 6: Innenstadt-Store mit Großfläche in
Innenstadt Stadtteillage (parallel oder nachgelagert)
Store Wiederschön Leipzig „Höfe am Bsp: Oxfam Shops Hamburg Brühl“, Store Second Hand in the City Club Berlin „The Playce“ 32
Favorit: Option 6 für das ZirKa
Innenstadt-Store mit Großfläche in Stadtteillage (parallel oder nachgelagert)
berg n ür N 1 Pop-Up oder City-Store in Innenstadt et bi e g S t a d t n g e n st a dt 2 Großfläche Äußere Innenstadt R i n n I e r e u ß e nstadt Zielgruppen- Ä n n geeigneter 2 Gewerbe- I Stadtteil gebiet Zielgruppengeeigneter Stadtteil Zielgruppengeeignete Zielgruppen- Stadtteile geeigneter Stadtteil
Für die Immobilien-Stakeholder Ansprache wurden
zwei Flächenprofile ausgearbeitet
Klein- und Großfläche
| FLÄCHE | NANFORDERUNG A: |
|---|
- Standort:
Innenstadt / Äußere Innenstadt
- Größe:
300 - 500 m²
FLÄCHENANFORDERUNG B:
- Standort:
Stadtteillage / Randgebiet der Stadt Nürnberg
- Größe:
1.000 - 2.000 m² Präferierte Standorte Für Klein- und Großfläche Für Großfläche
Sortiments- und Nutzungskonzept
35
- Indikative Darstellung - konkreter Zeitplan abhängig von städtischen Entscheidungsprozessen und
Zeitpunkten
Zeitplan (vor Objektzugang)
Zeitpunkten
Vorbereitung vor
Objektzugang
| 3 – 4 Monate | |
|---|---|
| Ausschreibung Personal & Innenarchitektur | 6 – 8 Wochen |
| Fokus frühzeitige Einstellung Betriebsleitung | 6 – 8 Wochen |
| 8 – 10 Wochen | |
| 4 – 12 Wochen | |
| 4 – 6 Wochen | |
| 4 – 7 Wochen |
Planung Ladengestaltung & 8 – 10 Wochen Marketing
- Indikative Darstellung - konkreter Zeitplan abhängig von städtischen Entscheidungsprozessen und
Zeitpunkten
Zeitplan (Mietbeginn)
| Übergabe (Schlüssel, Protokoll) | |
|---|---|
| 2 – 6 Wochen Lieferung: 8 – 12 Wochen | |
| 2 – 4 Wochen | |
| 4 – 12 Wochen | |
| 4 – 8 Wochen | |
| 4 – 8 Wochen | |
| Personal einstellen | |
| 2 – 4 Wochen | |
| 4 – 6 Wochen | |
| 2 Wochen | |
| 2 – 4 Wochen | |
| 2 – 3 Wochen | |
| Generalprobe (Betrieb, Notfall, Rollen, IT) |
| 2 – 6 Wochen | Lieferung: 8 – 12 Wochen |
|---|
| 2 – 4 Wochen | |
|---|---|
| 2 – 3 Wochen |
- Indikative Darstellung - konkreter Zeitplan abhängig von städtischen Entscheidungsprozessen und
Zeitpunkten
Zeitplan (Eröffnung)
| Eröffnungstag | |
|---|---|
| wöchentlich | |
| monatlich | |
| Laufend, wöchentliche Aktualisierung |
Nachsteuerung & Flexibel, nach Bedarf Feinjustierung
ÜBERBLICK: Stadtratsbeschluss bis Unterschrift Mietvertrag: 3 – 4 Monate Unterschrift Mietvertrag – Schlüsselübergabe: hängt von Mietbeginn ab Schlüsselübergabe bis Eröffnung (=Vorbereitungszeit): circa 3 – 4 Monate
Exkurs: Definition von Abfällen
§ 3 Abs. 1 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) § 3 Abs. 21 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) „Abfälle im Sinne dieses Gesetzes sind alle „Wiederverwendung im Sinne dieses Gesetzes ist jedes Stoffe oder Gegenstände, deren sich ihr Verfahren, bei dem Erzeugnisse oder Bestandteile, die Besitzer entledigt, entledigen will oder keine Abfälle sind, wieder für denselben Zweck verwendet entledigen muss.“ werden, für den sie ursprünglich bestimmt waren.“
Ein Gegenstand wird Abfall, wenn eine dieser drei Bedingungen zutrifft:
Entledigung Entledigungswille Entledigungspflicht
Ware Wiederverwendung (kein Abfall): Wenn Produkte oder ihre Bestandteile, die keine Abfälle sind, nochmals für denselben Zweck genutzt werden Abgabe und Annahme im Gebrauchtwarenkaufhaus
Vorbereitung zur Wiederverwendung §3 Abs. 24 KrWG: Wenn Abfälle geprüft, gereinigt oder repariert werden, damit sie wiederverwendet werden können Getrennte Abfallsammlung auf Recyclinghöfen
Woher kommt die Ware?
Ein Blick hinter die Kulissen
Warenabgabe von Kundschaft Warenangabe von Kundschaft bei Containern auf Wertstoffhof an „Zirka-Annahmestelle“ auf
2 VZÄ Wertstoffhof
Sammlung auf Wertstoffhof
genaue Anweisungen und Vorgaben Abgabestelle der Waren am
Wertstoffhof für Halle2
für Wertstoffhöfe, stetiger
Austausch (Qualitäts-SLAs)
Innenstadtfläche (nur A-Ware) Sortierung nach Sortimenten und
- A Ware: sofort verkaufsfähig (Premium,
Zirka-Standort ohne Mängel)
- B Ware: kleiner Reparatur- Großfläche (A-, B- und C-Ware)
/Aufbereitungsbedarf (Visible Mending, Reinigung)
- C Ware: ausschließlich für
Upcycling/Workshop, kein Direktverkauf Container, in denen Verladung in Container Sortierung nach Ware zu Halle2 Sortimenten der transportiert wird abgegebenen Waren (Beispiel Halle2 München)
Organisation über
1 LKW 3,5 T für Innenstadt-Fläche
Warenwirtschaftssystem
(WWS) – Vorschlag: ZAK Lieferung an ZirKa
Software „ReUse Studio“ Standorte 1 LKW 7,5 T für Großfläche Stadtteillage
Logistik & Personal
Betrieb & Logistik
Di–Sa 11–19 Uhr
- A-Ware von Wertstoffhöfen: max. 2x pro Woche morgens zu Beginn, nach
Auslastung /KPIs anzupassen (8:30 – 10:30 Uhr)
- Kundenabgaben während Öffnungszeiten → AGB-ähnliche Kurzregeln für
Kund:innenabgaben (siehe Abb. 1)
- Warenannahme: Erfassung/ Prüfung mit Liste und Einlagerung
Abb. 1 Beispiel Halle 2, Foto BBE
Personal
- Store Lead (=Betriebsleitung) (1 VZÄ)
- Marketing/Workshops (0,5 VZÄ) Klare Rollenaufteilung
von Verkauf und Lager,
- Verkauf (1,5 VZÄ bzw. 3 TZ)
Personal mit
- VM (0,5 VZÄ)
Einzelhandelsexpertise
-
Backoffice /Lager /Annahme (1 VZÄ)
-
Transport / Logistik (1 VZÄ)
Fläche, Sortiment, Ladenlayout & Preise
Fläche & Nutzung Ladenlayout
Obergeschoss ▪ Workshops/Bildung (rd. 80 m²): u.a. Visible ▪ Wohlfühl-Standards: Musik, Deko, Pflanzen, (rd. 200 m²) Mending (Flicken & Patchen), Zero-Waste freundliches und beruhigendes Branding Basics, 3D-Druck (recycelt), Klima-Puzzle/Talks ▪ Energiepunkte: „Story-Wände“ und Zonierung mit lokalen Partnern; mit Teilnahmegebühr (Front–Mid–Back)
- Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger ▪ Info-Tafel und Schaufenster „Heute im OG …“ als
Frequenzbooster (rd. 50 m²)
-
Repair Café: jeden Samstag (rd. 20 m²)
-
Bücher & Medien mit Lese-Ecke (rd. 50 m²)
5% Partnerflächen oder Textil 15% 35% Deko- und Haushaltswaren %; Upcycling (über Dritten) en 55% Spielwaren
Pricing & Kasse
- Preispolitik: klare Preis-Leitplanken je Kategorie
Ladenfläche im (über Software zu empfehlen) Erdgeschoss (rd. 300 m²) ▪ Garantie-/Gewährleistungsregeln je Kategorie
- Dynamik: Saisonale Rotationspläne
Anteil der m² in
- „Drop Days“ für kuratierte Ware
saisonal anpass
- Kassen-/Warenwirtschaft: Artikelkategorien,
einfache Barcode-/ Preisetiketten
Untergeschoss Lager, Sortierung Midjourney, BBE (rd. 200 m²)
Regionale Partner, kuratierte Händler & lokale Kreative
Mögliche Händler/Reuse-Akteure
- Liliths Second Hand Laden
- Mit Ecken und Kanten
Kooperationsidee
-
BRK Gebrauchtwaren
-
Vinty‘s Nürnberg
-
Zusammenarbeit mit ausgewählten
-
Hanni‘s Secondhand
regionalen Partnern
-
Gentle Machine
-
Teilfläche soll an
-
Möbel Wachsmann
Kooperationspartner vermietet
- raumwunder Mit Ecken und Kanten, eigenes Vinty‘s, Foto, eigenes Foto
Foto werden
- Gleichzeitig soll hierdurch auch
Ware bezogen werden
Mögliche KünstlerInnen/Labels
- Fläche kann dadurch regelmäßig
neu inszeniert werden und erhält
- mudra Nähwerkstatt Nürnberg
einen starken Erlebnis- und
- ONCE there was a festive table
Entdeckungscharakter
-
Besitzbar
-
Cinta.Case
-
Wassi handmade
Marketing, KPIs & Compliance
Marketing & Kundenbindung Compliance & Sicherheit
-
Sicherheits- & Notfallkonzept: Erste-
-
Öffentlichkeitsarbeit durch eigene Webseite, Instagram, Tik Tok & Google
Hilfe, Brandmelder/Feuerlöscher, My Business Evakuierungsplan, Unterweisungen
-
Anreize bei Warenabgabe (u.a. 5 € Gutschein für A-Ware ab X Teilen)
-
Diebstahlprävention: Zonen,
-
„Willkommen in Nürnberg“ bei Ummeldung: Einkaufsgutschein
Sichtachsen, einfache
- 1× pro Monat Samstagsaktion (z.B. 25 %)
Sicherheitsmaßnahmen (ohne harte
- Loyalty: Stempelkarte oder Punkte (z. B. für Abgabe von A-Ware, Workshop-
Barrieren) Teilnahme, Reparaturerfolge)
-
Barrierefreiheit: Wegbreiten,
-
Digitales Schaufenster (wöchentlicher Turnus) auf eigener Webseite
Greifhöhen, einfache/mehrsprachige Beschilderung, ergänzend eine
KPIs* & Steuerung barrierearme Kassen-/Serviceposition
-
Datenschutz: DSGVO Hinweis an
-
KPI-Dashboard: Wochenreport (Abverkaufsquote, Lagerauslastung, Flächenbelegung)
Annahmetisch/ Checkout
-
KPI-Umweltwirkung: 2–3 Kennzahlen (kg/Teile/Monat, geschätzte CO₂-Einsparung) (Annahmeformular, Fotos bei
-
Feedbackschleifen: Gästefeedback (Karten/QR), monatliches Review für Flächen- Workshops)
/Preisjustierung
-
VerpackG/BattG/ElektroG: Umgang mit
-
Absprache mit Partner(fläche): Themen-/Terminabstimmung, klare Abgrenzung bei Sortiment,
Verpackungen/Batterien/Altgeräten; Absprache bei Lieferungen, Vermeidung von Kannibalisierung Entsorgungs- und Rücknahmepfade.
*Key Performance Indicator = messbare Werte/ Leistungskenziffern
Logistik & Personal
Betrieb & Logistik
Mo–Sa 10–18 Uhr (wenn Kopplungseffekte am Standort!)
- A-, B- und C-Ware von Wertstoffhöfen: 5 x pro Woche zu Beginn, nach Auslastung
/KPIs anzupassen (Mo – Fr 8:00 – 10:00 Uhr)
- Kundenabgaben während Öffnungszeiten → AGB-ähnliche Kurzregeln für
Kund:innenabgaben (siehe Abb. 1)
- Warenannahme:
o Qualitätssichtung (A-,B-,C Klassifikation) o Erfassung/ Prüfung mit Software und Sortierung nach Sortiments-Rollcontainern (siehe Abb. 2) Abb. 1 Beispiel Halle 2, Foto BBE
Personal
-
Store Lead & Stellvertr. (2 FTE) Klare Rollenaufteilung von
-
Verkauf/ Kasse (3 FTE), VM (2 FTE) Verkauf und Lager, Personal
-
Backoffice/Lager/Annahme (6 FTE)
mit Einzelhandelsexpertise
- Elektro-Prüfung „Basis intern“ (1 FTE)
und ausgebildeten
„Spezial“ extern (Haftung)
Elektroprüfer
-
Auktionen-Orga (0,5 FTE)
-
Social/Content = extern Abb. 2 Beispiel Halle 2, Foto BBE
Fläche, Sortiment, Ladenlayout & Preise
Fläche & Nutzung Ladenlayout
Verkaufsfläche ▪ Wohlfühl-Standards: Musik, Deko, Pflanzen,
5% Möbel
(rd. 1.000 m², 5 % freundliches und beruhigendes Branding davon 950 m² für Ware) ▪ Warentransport von Lager zu Fläche mit Deko & Haushaltswaren Rollcontainern
10%
- „Sortiments“- und „Motto“-Zonen auf Fläche
40%
Elektrowaren
- Leseecke
Anteil der m² in %;
- Multifunktionsfläche (rd. 50 m²): für Auktionen
saisonal anpassen 20% Spielwaren
oder Ware (wenn keine Auktionsfläche)
saisonal anpassen Sport- und Freizeit
20% Pricing & Kasse
Ggf. Ankermieter auf Teilfläche als Magnet Bücher und Medien
- Preispolitik: klare Preis-Leitplanken je Kategorie
(über Software zu empfehlen) Lager (rd. 900 m²)
-
Erfassung der Waren in 9 Gruppen im Lager und in 20 Gruppen im Verkauf ▪ Garantie-/Gewährleistungsregeln je Kategorie
-
Presse sowie separate Lagerung für nicht verkaufsfähige Ware (wird entsorgt) ▪ Dynamik: Saisonale Rotationspläne
-
Elektro-Prüfprozess: Checkliste & Protokoll (Sichtprüfung, Funktionstest, Kennzeichnung) ▪ „Drop Days“ für kuratierte Ware
Beachtung ElektroG/WEEE, ProdSG
-
Kassen-/Warenwirtschaft: Artikelkategorien,
-
Möbel: Stabilitätscheck, auf Vollständigkeit prüfen (Annahme nur zusammengebaut) einfache Barcode-/ Preisetiketten
-
Spielwaren: Altersfreigaben prüfen
Midjourney, BBE
Marketing, KPIs & Compliance
Marketing & Kundenbindung Compliance & Sicherheit
-
Sicherheits- & Notfallkonzept: Erste-
-
Öffentlichkeitsarbeit durch eigene Webseite, Instagram, Tik Tok & Google
Hilfe, Brandmelder/Feuerlöscher, My Business Evakuierungsplan, Unterweisungen
-
„Willkommen in Nürnberg“ bei Ummeldung: Einkaufsgutschein
-
Diebstahlprävention: Zonen,
-
1× pro Monat Samstagsaktion (z.B. 25 %)
Sichtachsen, einfache
- Aktionen wie Black Friday, Singles Day und Auktionen
Sicherheitsmaßnahmen (ohne harte
- Vorträge, (Weiter-)Bildungsmaßnahmen
Barrieren)
-
Werkzeugausleih-Box (siehe Abb. 1)
-
Barrierefreiheit: Wegbreiten,
-
Repair-Cafè 1 x pro Woche (z.B. samstags)
Abb. 1 Beispiel Halle 2, Greifhöhen, einfache/mehrsprachige
- Digitales Schaufenster (wöchentlicher Turnus) auf eigener Webseite Foto BBE
Beschilderung, ergänzend eine
KPIs* & Steuerung barrierearme Kassen-/Serviceposition
-
Datenschutz: DSGVO Hinweis an
-
KPI-Dashboard: Wochenreport (Abverkaufsquote, Lagerauslastung, Flächenbelegung)
Annahmetisch/ Checkout
- KPI-Umweltwirkung: 2–3 Kennzahlen (kg/Teile/Klein-Elektro wiederverwendet/Monat, (Annahmeformular, Fotos bei
geschätzte CO₂-Einsparung) Workshops)
-
Feedbackschleifen: Gästefeedback (Karten/QR), monatliches Review für Flächen-
-
VerpackG/BattG/ElektroG: Umgang mit
/Preisjustierung Verpackungen/Batterien/Altgeräten; Entsorgungs- und Rücknahmepfade.
*Key Performance Indicator = messbare Werte/ Leistungskenziffern
Trägermodell(e)
48
Ziel: Ein juristisch stabiles und vorteilhaftes Träger-
modell für das kommunale Konstrukt der Stadt Nürnberg
Ausgangssituation der Stadt Nürnberg
Stadt Nürnberg
| 001 | Bürgermeisteramt |
|---|
Ämter Betriebe
| 01 | 1 | Direktorium Bürgerservice, Digitales und Recht |
|---|
| Umwe | ltamt |
|---|
| 00 | 2 | Geschäftsbereich der 2. Bürgermeisterin |
|---|
| Abfallwirts | chaft (ASN)* |
|---|
| Gesund | heitsamt |
|---|
| 02 | 0 | Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation |
|---|
Stadtentwässerung (SUN)
Friedhofsverwaltung
| 03 | 0 | Referat für Umwelt und Gesundheit |
|---|
| 04 | 0 | Referat für Schule und Sport |
|---|
*Der Abfallwirtschaftsbetrieb (im Folgenden ASN) der Stadt Nürnberg ist rechtlich über die Abfallwirtschaftsbetriebssatzung ein kommunaler Eigenbetrieb des Referates für Umwelt und Gesundheit. Daraus ergeben sich für den Aufbau eines Trägermodelles rechtliche Leitplanken, die es zu berücksichtigen gilt.
| 06 | 0 | Planungs- und Baureferat |
|---|
| 070 | Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat |
|---|
Trägermodelle im Überblick
Es wurden verschiedene Optionen intensiv geprüft. Für den kurzfristigen Start wird ein BgA empfohlen.
| Option 1: Eigenbetrieb (BgA) | Option 2: GmbH/AöR | Option 3: Drittbetreiber (BRK) | |
|---|---|---|---|
| Rechtsform | Eigenbetrieb ASN, steuerlich BgA | GmbH/AöR, 100% Tochter der Stadt | Stadt = Auftraggeber, Dritter in der Betreiberrolle |
| Gebühren-Mechanismus | ▪ Logistik/Vorsortierung/Prüfung/Beratung = gebührenfähig ▪ Shop = Abfallvermeidung ▪ Erlöse mindern Gebühren ▪ Defizit politisch ▪ Gehälter orientieren sich an Tarifverordnungen | 3 Verträge: ▪ 1. Kommission (Ware Eigentum der Stadt) ▪ 2. Liefer-SLA (gebührenfähig) ▪ 3. Bildung (gebührenfähig) ▪ Verkauf selbsttragend | ▪ Leistungsverträge für gebührenfähige Module ▪ Verkauf beim Dritten (nicht gebührenfinanziert) ▪ Stadt zahlt nur Hoheitliches |
| Gebührenfähig | Sammlung, Logistik, Prüfung, Beratung | Sammlung, Logistik (SLA), Beratung (Vertrag) | Sammlung, Logistik (SLA), Beratung (Vertrag) |
| Nicht gebührenfähig | Verkauf (BgA), Marketing, Events | Verkauf (GmbH), Marketing, Events | Verkauf (Dritter), Marketing, Events |
| Verkaufsdefizit zahlt | Eigenbetrieb (politisch begründet) | Allg. Haushalt oder Eigenerlöse | Dritter (Erlöse/Spenden/Förderung) |
| Steuern | BgA: KSt/GewSt/USt-pflichtig | GmbH: KSt/GewSt/USt-pflichtig | Gemeinnützig: KSt/GewSt-befreit |
| Gebührenbelastung | Mittel | Mittel | Niedrig, da Verkauf outgesourced |
| Vorteile | ▪ Schnell, keine Gründung ▪ ASN-Infrastruktur ▪ Gebührenfähigkeit klar | ▪ Flexibilität ▪ Haftungsschutz ▪ Saubere Trennung (3 Verträge) | ▪ Kein Gründungsaufwand ▪ Kein Haftungsrisiko ▪ BRK-Synergie ▪ Gemeinnützig ▪ Freies Marketing aus eigenem Haushalt möglich |
| Nachteile | ▪ Keine Haftungsgrenze ▪ Vergaberecht aufwendig und unsicher ▪ Trennungsrechnung aufwendig ▪ Politisch sensibel bei Verlusten ▪ Subsidiarität schränkt Wettbewerb ein | ▪ Gründungsaufwand ▪ Inhouse-Nachweis (≥80%) ▪ Marketing eingeschränkt ▪ Politische Komplexität bei Ausgründung | ▪ Wenig Kontrolle (vertraglich) ▪ Vergaberecht ▪ Abhängigkeit |
| Gebührenrisiko | Mittel | Niedrig | Niedrig |
| Empfehlung BBE kurzfristig | Empfehlung BBE mittel-/langfristig |
Trägermodell als Mischung aus Option 1 und 3
Durch den Betrieb der Wertstoffhöfe durch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) ist für die Stadt Nürnberg die Abwicklung
des operativen Betriebs durch die Vergabe eines Dienstleistungsvertrags sinnvoll
Outsourcing als Nachteil?
Ganz im Gegenteil ▪ Kein Gründungsaufwand, Haftungsrisiko beim Dritten, Gemeinnützigkeit möglich. ▪ Aber: Steuerung muss über Verträge/KPIs erfolgen (Weisungen nur vertraglich, nicht hierarchisch). Absicherung ▪ Leistungsbeschreibung mit KPIs (Ausschussquote, Vermarktungsfähigkeitsquote, Prüfquote Elektro, Lieferfrequenz). ▪ Berichtspflichten, Auditrechte, Kündigungs- und Anpassungsklauseln.
Dienstleistungsvertrag
ASN BRK
operativer Betrieb Betrieb gewerblicher Art (BgA) „Zirkuläres „Zirkuläres Kaufhaus“ Wertstoffhöfe e Kaufhaus“ h g cn s iu gr ee tu a e r tt sS 0,5 VZÄ 1 VZÄ 4 VZÄ 2 VZÄ Marketing Leitung Ladenbetrieb Sortierung WH
Business Case
52
Kleinfläche Real Case
Es wurden verschiedene Szenarien geprüft. Der Real Case für den Betrieb der Kleinfläche gestaltet sich wie folgt:
1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr
| Einnahmen Verkauf | 195.000 € | 240.000 € | 271.000 € | 293.000 € | 299.000 € |
|---|
Einnahmen Untervermietung 20.000 € 24.000 € 25.000 € 25.000 € 26.000 €
| Personalkosten BRK + Transporter | 570.000 € | 570.000 € | 570.000 € | 570.000 € | 570.000 € |
|---|
Personalkosten ASN 130.000 € 130.000 € 156.000 € 156.000 € 156.000 €
| Miete + NK | 120.000 € | 120.000 € | 120.000 € | 120.000 € | 120.000 € |
|---|
Software / IT / Facility- 50.000 € 50.000 € 50.000 € 55.000 € 55.000 €
Management
| Summe Einnahmen | 215.000 € | 264.000 € | 296.000 € | 318.000 € | 335.000 € |
|---|
Summe operative Kosten 870.000 € 870.000 € 896.000 € 901.000 € 901.000 €
| Jahresergebnis | - 655.000 € | - 606.000 € | - 600.000 € | - 583.000 € | - 566.000 € |
|---|
Das prognostizierte Defizit kann, analog zu anderen Best-Practice-Beispielen, über den Gebührenhaushalt der Stadt
Nürnberg ausgeglichen werden. Dies wurde zudem vom Rechtsamt der Stadt Nürnberg geprüft und bestätigt.
Indikative Anschubfinanzierung
Ersteinschätzung
Übersicht der Kostenarten und indikative Einschätzung der Höhe
Kostenart Kosten Anmerkung
| Renovierungsarbeiten | 25.000 € | Streich- und Putzarbeiten, ggfs. kleinere Umbaumaßnahmen |
|---|
Innenarchitektur und Ladenbau 150.000 € Ladenbau 300 € pro m²
| Auftaktmarketing / Kampagne | 100.000 € | Budget für Kampagne zur Bekanntmachung des Projekts |
|---|
Mietkosten vor Eröffnung 30.000 € Laufende Kosten vor Eröffnung für Miete
| Ausstattung für Workshopfläche und Repair-Café | 15.000 € | Tische und Werkzeuge |
|---|
Hardware / Kassensystem / Schulungen 18.000 € Einmalige Kosten für Hardware
| Ausstattung der Wertstoffhöfe mit Annahmetheken | 20.000 € | Annahmetheke und Sammelstruktur |
|---|---|---|
| Insgesamt | ca. 360.000 € | |
| Der notwendige Investitionsbedarf ist stark abhängig von den Mietflächen, der konzeptionellen Ausgestaltung der Innenräume und versteht sich daher als Schätzung. |
Evaluationszeitpunkt – klar & praxistauglich
Zu welchen Zeitpunkten sollte Projekt evaluiert werden?
Meilensteine:
Go: Datenerfassung stabil; Sell-through > 50%/60 Tage; positiver
- 6 Monate: Technisch-Operatives stabilisieren (Datenqualität,
Trend bei Frequenz, OPEX-Quote sinkt, stabile Partnerzufuhr. Basisprozesse, erste Pricing-Tests)
-
12 Monate: Pilot-Review (Go/Adjust/No-Go auf operativer Ebene) Adjust: Engpässe bei Qualität/Ertrag, zu hohe Durchlaufzeiten;
-
24 Monate: Zwischenevaluation (Entscheidung: Optimieren vs. Skalieren) Pricing- und Sortimentsmaßnahmen definieren
-
36 Monate: Replikationsfähigkeit prüfen
No-Go: Anhaltend geringe Annahmequote (< 40%), keine
- 48–60 Monate: Validierung des 5 Jahres-Case (Langfrist-Resilienz)
Prozessstabilisierung – Nachsteuerung dringend notwendig.
Warum ist eine Zwischenevaluation nach 24 Monaten wichtig?
-
Zwei volle Jahreszyklen: Saison- und Mengenschwankungen „glätten“
-
Zeit für stabile Abläufe mit Wertstoffhöfen (Annahme, Aufbereitung, Entscheidungskriterien:
Logistik) ▪ Kommen genug verkaufsfähige Waren rein?
- Ausreichend Daten zu Wiederkäufen, Preisen und Sortiment ▪ Dreht sich die Ware schnell genug?
→ Bietet Möglichkeit der Nachsteuerung und Anpassung der Prozesse ▪ Findet ein Umsatzwachstum statt?
- Steigt die Anzahl der verkauften Waren?
Warum ist die Hauptevaluation nach 60 Monaten sinnvoll? ▪ Ist das Defizit zunehmend rückläufig?
-
Zeit, um Prozesse zu optimieren und bei Bedarf nachzusteuern ▪ Kommen Kundinnen/Kunden wieder und empfehlen uns weiter?
-
Zeit für Bekanntheitssteigerung des Projekts und Aufbau von
Stammkundschaft
- Anmietung von Immobilien unter 5 Jahren nicht realistisch
KPIs zur Erfolgsmessung
Wie kann der Erfolg des Projektes „gemessen“ werden?
Wirtschaftlich: Impact (zirkulär/sozial):
-
Umsatz (gesamt & je Warengruppe, pro m²) ▪ Abfallvermeidung (kg)
-
zunehmend rückläufiges Defizit ▪ CO₂-Einsparung (modelliert)
-
OPEX-Quote (Betriebskosten/Umsatz). ▪ Reuse-Rate (Anteil wieder in Nutzung
gebrachter Artikel)
- Marge je Artikel/Gruppe
Warenfluss & Sortiment: Kundschaft und Community:
-
Sell-Through-Rate (Abverkaufsrate) ▪ Zufriedenheit der Kundschaft & Kooperationspartner
-
Lagerdauer/Bestandsreichweite ▪ Kundenfrequenz & Kaufquote
-
Abschriften/Schwund ▪ Anzahl an Veranstaltungen
-
Lead Time (Durchlaufzeit) der Waren ▪ Bonwert & Artikel pro Bon
-
Wiederkaufrate & NPS (Net Promoter Score)
BBE Handelsberatung GmbH / IPH Handelsimmobilien GmbH
Brienner Straße 45 80333 München