HaushaltssperreBeta

← Sitzung des Werkausschusses Abfallwirtschaftsbetrieb Nürnberg (ASN) (29.04.2026)

Anlage1 Zirkuläres Kaufhaus Bericht BBE

Anlage · 29.04.2026 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Boxdorf Gostenhof Altenfurt Langwasser Altstadt Almoshof St. Johannis Galgenhof Steinbühl Wöhrd Maxfeld Eberhardshof Energie & Versorgung Soziales & Gesundheit Haushalt & Finanzen Schule & Bildung Kultur, Sport & Freizeit Stadtentwicklung & Planung Verkehr & Mobilität Wirtschaft & Arbeit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Abbildung 2

Abbildung 3

Abbildung 1

NB

Zirkuläres Kaufhaus (ZirKa)

Nürnberg

Konzeptstudie

BBE Handelsberatung GmbH | IPH Handelsimmobilien GmbH

Bildquelle: Eigene Aufnahme

Agenda

1 Management Summary 3

2 Nachhaltigkeit, Ziele, Werte und Zielgruppen 7

3 Ausgangssituation und Vorgehensweise 16

3.1 Standortanalyse (Best Practice, Marktsituation, Clusteranalyse) 18

3.2 Nutzungskonzept (Sortimente, Gestaltung, Warenströme) 38

3.3 Wirtschaftlichkeit (Trägermodell, Business Case) 54

Management Summary

3

Folgende zentrale Kernaussagen können zum Projekt ZirKa

genannt werden

Management Summary

Konzepterstellung des ZirKa, ein „Zirkuläres Kaufhaus“

ein weiterer Workshop

PragmatikerInnen & FörderInnen) angesprochen werden

Folgende zentrale Kernaussagen können zum Projekt ZirKa

genannt werden

Management Summary

sind die elementare Grundlage für das Konzept

überwiegend Bekleidung und Möbel angeboten

zählen u.a. die Stadtteile Altstadt, St. Johannis, Bielingplatz, Maxfeld, Wöhrd sowie Gostenhof (Goho)

(parallel oder nachgelagert), Synergieeffekte bei Parallelbetrieb (siehe nachfolgende Folie)

geeignete Fläche für Großfläche gefunden

(Verkaufsfläche) überwiegend kleinteiliges Warenangebot; Großfläche (rd. 1.000 m²) mit breiterem Warenangebot (u.a. sperrige Güter wie Möbel), Multifunktionsfläche für Auktionen, großes Lager

sowie langfristig GmbH

Aus dem Parallelbetrieb beider Konzepte ergeben sich

wertvolle Synergien auf Vermarktungs- und Kostenebene

Parallelbetrieb von Klein- und Großfläche

Synergie Effekte (qualitativ/quantitativ)
Personal Größere Sicherheit für Kleinfläche bei Krankheit/Urlaub
Frequenzzufuhr und Vermarktung Natürliche Frequenz in der Kleinfläche nutzen, um Großfläche zu vermarkten, Marketingbudget zahlt auf beide Konzepte ein
Waren-Logistik Warenannahme und Infrastruktur Wertstoffhof, Personal: 1 WSH gemeinschaftliche Nutzung (rd. 80.000 €)
Lieferung und LKW-Leasing Auslastungssteuerung und gemeinschaftliche Nutzung der LKWs, Kosteneffekt 18.000€ Übergreifendes LKW-Team für Urlaubs- und Krankheitsvertretung
Kassenschulung Initiale Schulungskosten können geteilt werden 10.000€
(…) (…)

ZirKa: Nachhaltigkeit, Ziele, Werte und Zielgruppen

7

Second Hand und Reuse prägend zunehmend Kaufverhalten

und Sortiment

Gesetzgebung und Richtlinien Verbraucherverhalten und Markttrends Unternehmensstrategien

Reuse, Reparieren, Second-Hand

Regulation (ESPR) = EU-Verordnung, die

werden beliebter

nachhaltige Produktgestaltung fördern soll

Ziel: Umweltbelastung entlang des

rechnet laut Prognosen mit gesamten Produktlebenszyklus zu jährlichem Wachstum von 11,4% verringern und die Kreislaufwirtschaft ▪ Circular Business Strategy = Bis 2030 soll zu stärken IKEA komplett zirkulär wirtschaften

Interesse an Second-

(2024/1799/EU) = stärkt das Recht auf

Hand-Waren, nicht nur Reparatur und verpflichtet Hersteller zu Möbel werden überarbeitet und wegen des Preises, mehr und einfacheren wiederverkauft sondern aus Reparaturmöglichkeiten. Überzeugung.

Ziel: Lebensdauer von Produkten

verlängern und dadurch Abfall sowie ▪ Nachhaltigkeit wird gewünscht, Ressourcenverbrauch reduzieren. jedoch sind viele Verbraucher bei höheren Preisen zurück-haltend

zentrale Informationen über ein Verlängerung der Lebensdauer von Produkt digital bereit Elektronik durch Refurbishment, Reparatur und Rücknahme statt Wegwerfen.

Ziel: Transparenz über Produkte schaffen

und nachhaltigen Konsum unterstützen.

Quelle: Ökodesign: Neue EU-Vorschriften, um nachhaltige Produkte zur Norm zu machen | Aktuelles | Europäisches Parlament Quelle: Germany Recommerce Market Report 2025, with Focus on 8

Nachhaltigkeit beeinflusst Konsumverhalten – Reuse und

Second-Hand gewinnen an Bedeutung

Verbraucherverhalten und Markttrends

Lust auf Modeshoppingsinkt im September

Akzeptanz von Refurbished-Produkten in Deutschland

Zustimmungzuden folgendenAussagen; Angabenin Prozent

13%

Ich habe im Großen und Ganzen genug Kleidung und brauche etwas Neues.

70%

Mich stört es sehr, dass so viele Klamotten weggeschmissen werden, die nicht recycelt werden können. Daher schränke ich mich ein.

59% überlegt zu kaufen

Ich finde, man muss den Einzelhandel vor Ort unterstützen. Daher werde ich in den Geschäften einkaufen gehen. würde keins kaufen

45% 50%

bereits gekauft Ich bestelle Vieles online, das ist bequem und fast alles ist verfügbar.

40% 37%

Nachhaltig produzierte Kleidung und Klamotten kaufe ich nur, wenn ich nachvollziehen kann, welchen Vorteil ich davon habe.

38%

Ich möchte mich in Geschäften inspirieren lassen.

37%

Ich habe Lust darauf, mir neue Klamotten zu kaufen.

Immer mehr Verbraucher entdecken Second-Hand-Läden

20%

und das Reuse-Konzept. Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit

Click & Collect, d.h. im Internet etwas zu bestellen und es sich dann in einem Geschäft vor Ort abzuholen, ist ein Angebot, das ich gerne nutze. sowie das Interesse für gebrauchte oder wiederverwendbare

15%

Produkte steigt. Ich habe das dringende Gefühl, ich brauche jetzt etwas Neues anzuziehen.

15%

Quelle: Textilwirtschaft, infas quo

Unsere Werte bei ZirKa

Nachhaltigkeit, Inspiration und Unterstützung im Alltag

Wir schaffen einen Ort, der Menschen ermutigt, Neues auszuprobieren. Mithilfe eines vielfältigen Angebots ermöglichen

Anker: Inspirierend

wir nachhaltige Wege für den Alltag.

Wir geben Vorhandenem neuen Wert und zeigen hochwertige Alternativen zum Neukauf, die unsere Umwelt entlasten und

Zukunftstreiber: Ressourcenschonend

verantwortungsbewusstes Handeln stärken.

Wir bieten Zugang zu Wissen, Austausch und praktischen Differentiator: Unterstützend Lösungen, die Nachhaltigkeit alltagstauglich und attraktiv machen.

Why. How. What.

Unser Purpose und wie wir ihn lebendig machen

Wir inspirieren Menschen zu einem ressourcenschonenden Lebensstil. Mit Ideen, Produkten und Begegnungen zeigen wir, welches Potenzial im Vorhandenen steckt – und wie daraus

WHY?

auf kreative und einfache Weise Neues entstehen Purpose erarbeiten kann.

Wir machen nachhaltigen Konsum leicht zugänglich – durch sorgfältig ausgewählte Produkte und ein HOW? Beratungsumfeld, das Vertrauen schafft. Zudem öffnen wir Räume, in denen Menschen Wissen teilen, Neues ausprobieren und gemeinsam

Wie setzen wir das Why um?

ins Handeln kommen.

Wir machen nachhaltigen Konsum leicht zugänglich

WHAT?

Beratungsumfeld, das Vertrauen schafft.

Was bieten wir an?

Zudem öffnen wir Räume, in denen Menschen Wissen teilen, Neues ausprobieren und gemeinsam ins Handeln kommen.

Im Mai 2025 wurde bereits ein Workshop zum ZirKa in

Nürnberg durchgeführt

1. Workshop: Hintergrund

Abbildung 4

Worum geht es beim ZirKa-Projekt?

Wieso wurde der Workshop veranstaltet?

Wer hat teilgenommen?

Verwaltung, Wirtschaft, NGOs, Upcycling-/ReUse-Szene, Bildungsinitiativen

Das ZirKa in Nürnberg dient als Leuchtturmprojekt für

nachhaltige Stadtentwicklung in Nürnberg

1. Workshop: Ergebnisse auf einen Blick

Ergebnisse Stakeholder-Mehrwert

Barrierefreiheit), Emotionaler Wert Finanzierung (Treffpunkt, Wohlfühlort),

Erlebniswert (Events, Gemeinschaft) (Stadt, ASN, Partner)

Workshops, Co-Working, Pop-ups, NGOs, Bildung, Kultur) Kulturprogramm

(Medien, Influencer, Schulen)stakehol Kaufhof) oder Alternativen

Takeaways fürs Projekt

Unterschied

Im Januar 2026 wurde ein weiterer Worksop in Nürnberg

durchgeführt

2. Workshop: Hintergrund

Abbildung 5

Worüber wurde informiert?

Abbildung 6

Abbildung 7

wie Akteure operativ dabei sein können

finanzieller Unterstützung zur Realisierung

Was wurde erarbeitet?

Vernetzungsbedarf und konkreten Angeboten (Produkte, Rahmenprogramm, Mitarbeit)

Abbildung 8

Abbildung 10

Abbildung 9

Flächenbedarfen und Warenangebot für die Belegungsplanung

Wer hat teilgenommen?

Abbildung 11

Verwaltung, Wirtschaft, NGOs, Upcycling-/ReUse-Szene, Bildungsinitiativen

Unsere Fokus-Zielgruppen

Nachhaltigkeitsorientierten, Trend- & Erlebnisorientierten und Gemeinschaftsorientierten &

Teilhabesuchenden – die Menschen, die zu uns passen

Abbildung 14

Diese Zielgruppe lebt bewusst, verantwortungsvoll und ZirKa spricht sie an durch: ressourcenschonend. Sie bevorzugt Produkte, die Geprüfte Qualität & transparente Herkunft Nachhaltigkeitsorientierte: langlebig, hochwertig, transparent hergestellt und fair / Repair-, Reuse- und Upcycling-Angebote / bewusst & wirkungsorientiert sind. Ihnen ist wichtig, dass Konsum Sinn ergibt und ihre Workshops & ein seriös-kuratiertes Haltung zur Nachhaltigkeit sichtbar widerspiegelt. Sortiment Altersgruppen(kern): 25-45 Jahre

Abbildung 13

Diese Zielgruppe ist kreativ, stilbewusst und ästhetikorientiert. Sie lieben Design, Inspiration, ZirKa spricht sie an durch: besondere Atmosphären und schätzen Orte, die visuell Kuratierte Präsentation, klare Sortierung, Trend- & Erlebnisorientierte: beeindrucken und Community erzeugen. Sie legen Wert visuell starke Flächen / Workshops, Events, kreativ & stilbewusst auf Individualität und möchten Dinge finden, die nicht Pop-ups / Café & „Instagram-taugliche“ jeder hat. Erlebnisbereiche Altersgruppen(kern): 18-35 Jahre

Abbildung 12

Diese Zielgruppe ist sozial, gemeinschaftsorientiert und sinnstiftend unterwegs. Sie schätzen Austausch, ZirKa spricht sie an durch: Gemeinschaftsorientierte & Miteinander und das Weitergeben von Wissen. Ihnen ist es Café & Begegnungsräume / DIY-, Teilhabesuchende: wichtig, aktiv zu bleiben, sich einzubringen und Teil einer Reparatur- und Lernformate / persönliche sozial & sinnstiftend Gemeinschaft zu sein. Sie bevorzugen Orte, die Beratung & niedrigschwellige Begegnungen ermöglichen und sinnvolle Aktivitäten bieten. Mitmachangebote

Altersgruppen(kern): 40-70 Jahre

Unsere Fokus-Zielgruppen

Pragmatiker:innen & Preisbewussten und Förderer:innen – die Menschen, die zu uns passen

Abbildung 15

Die Pragmatiker:innen & Preisbewussten sind praktisch, lösungsorientiert und zuverlässig. Sie bevorzugen klare ZirKa spricht sie an durch: Strukturen, faire Preise und funktionale Produkte. Faire Preise & geprüfte Ware / intuitive

Pragmatiker:innen &

Nachhaltigkeit ist für sie wichtig – solange sie einfach, Sortierung & einfache Prozesse / schnelle Preisbewusste: günstig und unkompliziert umzusetzen ist. Sie suchen Services & freundliche Beratung praktisch & lösungsorientiert saubere, qualitativ gute Ware, Orientierung und schnelle, freundliche Services.

Altersgruppen(kern): 30-60 Jahre

Abbildung 16

Die Förderer:innen sind wirkungsorientiert, verantwortungsbewusst und engagiert. Sie setzen sich für ZirKa spricht sie an durch: Förderer:innen: Nachhaltigkeit, Stadtentwicklung und gesellschaftlichen Einen sichtbaren Leuchtturm für wirkungsorientiert & Nutzen ein und legen Wert auf sichtbare, messbare Kreislaufwirtschaft & Teilhabe / klare Ziele, verantwortungsbewusst Wirkung. Sie wollen Projekte unterstützen, die transparente Wirkung, professionelle Transparenz, Professionalität und positive Wirkung zeigen, Umsetzung / breitenwirksame, und suchen Orte, die neue Zielgruppen erreichen und verantwortungsvolle Angebote gesellschaftliches Engagement sichtbar machen.

Altersgruppen(kern): 35-65 Jahre

Ausgangssituation und Vorgehensweise

17

Leistungsschwerpunkte für das Umsetzungskonzept

Ziel: ein zirkuläres Kaufhaus für Nürnberg

1 2 3 4

Übergreifende Fragestellungen

Standortanalyse Nutzungskonzept Wirtschaftlichkeit

und Anforderungen

Förderung von Wiederverwendung, und Experten-interviews Planungs- und Umsetzungsphase Trägermodelle sowie rechtliche Wiederaufbereitung und

Nürnberg/Identifikation einer konzeptes sowie weiterer Angebote ▪ Finanzierung und Kostenstruktur ▪ Durch Veranstaltungen, Workshops etc. sollen Themen Kreislaufwirtschaft möglichen Marktlücke (Verleih, Reparatur, Workshops) (Business Case) und Ressourcenschonung im

städtischen Einzelhandel sicht- und Standortbereichen (Cluster) für Fläche /Immobilien (Klein- und Großfläche) ▪ Kurz- und Langfristigkeit des erlebbar gemacht werden.

Gesellschaft und –profil sowie Immobiliensuche (u.a. von ZAK Kempten)

Methodik

Standortanalyse

19

Standortanalyse: Vorgehensweise und Ergebnisse

1.4 Flächenstrategie und

1.1 Best-Practice Beispiele 1.2 Marktsituation in Nürnberg 1.3 Standort-Clusteranalyse

Immobiliensuche

Abbildung 17

Abbildung 21

Abbildung 23

Abbildung 19

Abbildung 18

Abbildung 20

Abbildung 22

Abbildung 24

Vorgehenweise: Vorgehenweise: Vorgehensweise: Vorgehensweise

Beispielen (Wiederschön, Halle2, Wettbewerber anhand von 4 Indikatoren mit einer Standortstrategien anhand anderer NochMall, Retuna) in verschiedenen (Gebrauchtwarenkaufhäuser, Second Bewertungsskala von 0-4 Best-Practice Beispiele Städten Hand Shops etc.)

gesprächen anhand des Hauptsortiments und der Kaufkraft, Verkaufsfläche in m²/1.000

Verkaufsflächengröße im Stadtgebiet EW

Nürnberg

jedes Best-Practice und Angebotslücken sowie

Cluster innerhalb der priorisierten von Rechtsform, Zielgruppe, Kopplungseffekten Gebiete für mögliche Ansiedlung des Sortimentsgestaltung, Standortwahl Projektes und Verkaufsfläche

Wiederschön Leipzig

Faktencheck Verkaufsflächenverteilung

5%

5%

Kleidung

Deko und Haushaltswaren

Aufbauwerk Region Leipzig GmbH Schmuck

40%

Innen- und Außenansicht

Zielgruppe

Abbildung 25

Abbildung 26

Abbildung 27

Quelle Fotos: BBE Handelsberatung GmbH, Stadt Nürnberg

Halle 2 München

Verkaufsflächenverteilung 5% 10% Möbel 30% Deko und Haushaltswaren 10% Elektro Spielwaren 10% Sport und Freizeit Bücher und Medien 20% 15% Bilder und Spiegel

Faktencheck

Innen- und Außenansicht

Zielgruppe

Abbildung 28

Abbildung 29

Abbildung 30

Abbildung 31

Studenten, viele Stammkunden, Hobby-Sammler

Quelle Fotos: BBE Handelsberatung GmbH, Stadt Nürnberg

NochMall Berlin

Verkaufsflächenverteilung 5% Möbel 5% Deko und Haushaltswaren 30% 15% Textilien Spielwaren Bücher und Medien Elektrogeräte 20% 20% Bilder und Spiegel

Faktencheck

Innen- und Außenansicht

Zielgruppe

Abbildung 32

Abbildung 33

Abbildung 34

Abbildung 35

Studierende

geöffnet, um auch anderes Publikum anzusprechen

Quelle Fotos: NochMall Homepage

ReTuna Schweden

Verkaufsflächenverteilung 5% 10% Möbel 30% Bekleidung 10% Elektrowaren Sport- und Campingartikel Haushaltswaren 25%

Faktencheck

Innen- und Außenansicht

Zielgruppe

Abbildung 39

Abbildung 36

Abbildung 37

Abbildung 38

Senior*innen, Studierende

Oberschicht

Quelle Fotos: Stadt Nürnberg

1.2 Marktsituation in Nürnberg

Die meisten, überwiegend kleinflächigen, Wettbewerber

befinden sich im inneren Stadtgebiet

Fokus: Verkaufsfläche

Abbildung 40

Verkaufsfläche in m² 84% 7% 9% kleiner gleich 340 340 - 670 größer als 1.000

84% 7% 9%

u.a. Mit Ecken und Kanten, Hanni‘s, Vinty‘s, ReSales

u.a. allerhand Gebrauchtwarenladen, Grüne Erde Store, Gentlemachine

u.a. Arche aktiv!markt Gebrauchtwarenhöfe Sigmundstr. und Altenfurt, Noris-Arbeit (NOA), BRK-Gebrauchtwarenhalle

Nürnberger Trempelmarkt

Innenstadt 1 x Fr + Sa (Mai und September)

n = 43

1.2 Marktsituation in Nürnberg

Bekleidung und Möbel werden am meisten als Sortiment

angeboten

Fokus: Angebot und Sortiment

Abbildung 41

Hauptsortimentsgruppe 53% 23% 7% 5% 5% 5% 2%

Lage

77% 23%

innerhalb der B4R außerhalb der B4R

Alle vier Indikatoren werden auf einer Skala von 0 bis 4

bewertet

Relevante Standortfaktoren mit Bewertung

Abbildung 42

Abbildung 43

Abbildung 44

Bevölkerungszahl Bevölkerungsdichte EW/km²

Die höchste Bevölkerungszahl In den südlichen Stadtteilen mit > 25.000 Einwohnern in Galgenhof, Steinbühl und Nürnberg weisen vor allem die Hummelstein fällt mit rd. Stadtteile Eberhardshof, 16.000 Einwohnern/ km² in Steinbühl, Glockenhof und Nürnberg die Bevölkerungs- Galgenhof im weiteren dichte am höchsten aus. Hier Innenstadtgürtel Süd-West auf. handelt es sich um eng Dies begründet sich in der bebaute Quartiere mit viel dichten Wohn-Blockrand- Bestandswohnen und wenig bebauung in den Gebieten. Grünflächen.

Abbildung 45

Abbildung 46

Verkaufsfläche in

Einzelhandelskaufkraft

Die Einzelhandelskaufkraft in Die höchste Verkaufsflächen-

m²/1.000 EW

Nürnberg ist in den südlichen dichte im Raum Nürnberg liegt Stadtteilen (Herpersdorf, in Stadtteilen Altenfurt und Eibacher Forst und Gaulnhofen) Langwasser. und nördlichen Stadtteilen (Buch, Boxdorf und Almoshof) überdurchschnittlich hoch.

Alle vier Indikatoren werden auf einer Skala von 0 bis 4

bewertet

Relevante Standortfaktoren mit Bewertung

Bewertung Bewertung

Bevölkerungszahl Bevölkerungsdichte

0 0

≤ 11.600 ≤ 4.000

1 1

11.600 – 16.100 4.000 – 7.900

2 2

16.100 – 20.700 7.900 – 11.700

3 3

20.700 – 25.200 11.700 – 15.600

4 4

≥ 25.200 ≥ 15.600

Verkaufsfläche in

Einzelhandelskaufkraft

Bewertung Bewertung

m²/1.000 EW

≤ 93 1 ≤ 1 0 93 – 99 3 1 – 5 1 99 – 105 4 5 – 18 2 105 – 111 3 18 – 65 3 ≥ 111 1 ≥ 219 4

Daraus ergibt sich eine Gesamtauswertung, die jedes

Postleitzahlgebiet übergeordnet bewertet

Aufsummierung / Überlappung der Einzelfaktoren

Abbildung 47

Bevölkerungszahl Bevölkerungsdichte

Ergebnis

Abbildung 48

+

+ + =

Einzelhandelskaufkraft Verkaufsfläche in m²/1.000 EW

+

Zur Clusterbildung werden die öffentlichen Verkehrsmittel

und Wettbewerber als Grundlage herangezogen

Ausgangsbasis sind die Gebiete von Stufe 3 und 4

Abbildung 49

Abbildung 50

Durch vorangegangenen Analysen sowie Standortexpertisen

werden Cluster für die Standortwahl gebildet

Empfohlene Clusterbereiche

priorisiert. Diese wurden innerhalb der Stadtteile auf Grundlage der

verkehrlichen Erreichbarkeit (Tram, U-Bahn, S-Bahn), der Zielgruppe sowie Kopplungseffekte durch ähnliche Anbieter abgegrenzt.

Stadtteile innerhalb der B4R bevorzugt. Hierunter zählen die Stadtteile

Altstadt, St. Johannis, Bielingplatz, Maxfeld, Wöhrd, Gostenhof (Goho)

und Galgenhof.

dezentrale Lagen, wodurch diese ausschließlich für Großflächen (> 800 m²) geeignet sind.

Osten die Gewerbegebiete entlang der Ostendstraße sowie im Westen die Gebiete an der S-Bahn „Rothenburger Straße“ und „Steinbühl“.

Bei der Flächen- bzw. Immobiliensuche empfehlen wir, sich

auf den ausgewählten Kartenausschnitt zu begrenzen und

bestenfalls Immobilien innerhalb der markierten Gebiete zu

identifzieren.

Folgende Flächenkombinationen sind für das ZirKa

vorstellbar

Option 1: Große Halle (1) in peripherer Lage, Option 2: Großfläche Innenstadt (1), Pop Up Store Option 3: Großfläche Äußere Innenstadt (1) Pop-Up in Innenstadt (2) und Mobil (3) Stadtteillage (2) mit umliegenden Satelliten-Stores (2)

Abbildung 54

Abbildung 55

Abbildung 56

berg n ür N et bi e g t d a t S

Bsp: Halle2 München Bsp: Wiederschön Leipzig (Vorstufe Bsp: Diakonia München, Pop Up bereits erfolgt) Humana Berlin Option 4: Centerlage (1,2) Option 5: mehrere Satellitenstores (1) in Äußerer Option 6: Innenstadt-Store mit Großfläche in

Innenstadt Stadtteillage (parallel oder nachgelagert)

Abbildung 52

Abbildung 53

Abbildung 51

Store Wiederschön Leipzig „Höfe am Bsp: Oxfam Shops Hamburg Brühl“, Store Second Hand in the City Club Berlin „The Playce“ 32

Favorit: Option 6 für das ZirKa

Innenstadt-Store mit Großfläche in Stadtteillage (parallel oder nachgelagert)

berg n ür N 1 Pop-Up oder City-Store in Innenstadt et bi e g S t a d t n g e n st a dt 2 Großfläche Äußere Innenstadt R i n n I e r e u ß e nstadt Zielgruppen- Ä n n geeigneter 2 Gewerbe- I Stadtteil gebiet Zielgruppengeeigneter Stadtteil Zielgruppengeeignete Zielgruppen- Stadtteile geeigneter Stadtteil

Für die Immobilien-Stakeholder Ansprache wurden

zwei Flächenprofile ausgearbeitet

Klein- und Großfläche

FLÄCHE NANFORDERUNG A:

Abbildung 57

Abbildung 58

Innenstadt / Äußere Innenstadt

300 - 500 m²

FLÄCHENANFORDERUNG B:

Stadtteillage / Randgebiet der Stadt Nürnberg

1.000 - 2.000 m² Präferierte Standorte Für Klein- und Großfläche Für Großfläche

Sortiments- und Nutzungskonzept

35

Zeitpunkten

Zeitplan (vor Objektzugang)

Zeitpunkten

Vorbereitung vor

Objektzugang

3 – 4 Monate
Ausschreibung Personal & Innenarchitektur 6 – 8 Wochen
Fokus frühzeitige Einstellung Betriebsleitung 6 – 8 Wochen
8 – 10 Wochen
4 – 12 Wochen
4 – 6 Wochen
4 – 7 Wochen

Planung Ladengestaltung & 8 – 10 Wochen Marketing

Zeitpunkten

Zeitplan (Mietbeginn)

Übergabe (Schlüssel, Protokoll)
2 – 6 Wochen Lieferung: 8 – 12 Wochen
2 – 4 Wochen
4 – 12 Wochen
4 – 8 Wochen
4 – 8 Wochen
Personal einstellen
2 – 4 Wochen
4 – 6 Wochen
2 Wochen
2 – 4 Wochen
2 – 3 Wochen
Generalprobe (Betrieb, Notfall, Rollen, IT)
2 – 6 Wochen Lieferung: 8 – 12 Wochen
2 – 4 Wochen
2 – 3 Wochen

Zeitpunkten

Zeitplan (Eröffnung)

Eröffnungstag
wöchentlich
monatlich
Laufend, wöchentliche Aktualisierung

Nachsteuerung & Flexibel, nach Bedarf Feinjustierung

ÜBERBLICK: Stadtratsbeschluss bis Unterschrift Mietvertrag: 3 – 4 Monate Unterschrift Mietvertrag – Schlüsselübergabe: hängt von Mietbeginn ab Schlüsselübergabe bis Eröffnung (=Vorbereitungszeit): circa 3 – 4 Monate

Exkurs: Definition von Abfällen

§ 3 Abs. 1 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) § 3 Abs. 21 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) „Abfälle im Sinne dieses Gesetzes sind alle „Wiederverwendung im Sinne dieses Gesetzes ist jedes Stoffe oder Gegenstände, deren sich ihr Verfahren, bei dem Erzeugnisse oder Bestandteile, die Besitzer entledigt, entledigen will oder keine Abfälle sind, wieder für denselben Zweck verwendet entledigen muss.“ werden, für den sie ursprünglich bestimmt waren.“

Ein Gegenstand wird Abfall, wenn eine dieser drei Bedingungen zutrifft:

Entledigung Entledigungswille Entledigungspflicht

Ware Wiederverwendung (kein Abfall): Wenn Produkte oder ihre Bestandteile, die keine Abfälle sind, nochmals für denselben Zweck genutzt werden Abgabe und Annahme im Gebrauchtwarenkaufhaus

Vorbereitung zur Wiederverwendung §3 Abs. 24 KrWG: Wenn Abfälle geprüft, gereinigt oder repariert werden, damit sie wiederverwendet werden können Getrennte Abfallsammlung auf Recyclinghöfen

Woher kommt die Ware?

Ein Blick hinter die Kulissen

Abbildung 59

Warenabgabe von Kundschaft Warenangabe von Kundschaft bei Containern auf Wertstoffhof an „Zirka-Annahmestelle“ auf

2 VZÄ Wertstoffhof

Sammlung auf Wertstoffhof

genaue Anweisungen und Vorgaben Abgabestelle der Waren am

Wertstoffhof für Halle2

für Wertstoffhöfe, stetiger

Abbildung 60

Austausch (Qualitäts-SLAs)

Innenstadtfläche (nur A-Ware) Sortierung nach Sortimenten und

Zirka-Standort ohne Mängel)

/Aufbereitungsbedarf (Visible Mending, Reinigung)

Abbildung 61

Upcycling/Workshop, kein Direktverkauf Container, in denen Verladung in Container Sortierung nach Ware zu Halle2 Sortimenten der transportiert wird abgegebenen Waren (Beispiel Halle2 München)

Organisation über

1 LKW 3,5 T für Innenstadt-Fläche

Warenwirtschaftssystem

(WWS) – Vorschlag: ZAK Lieferung an ZirKa

Software „ReUse Studio“ Standorte 1 LKW 7,5 T für Großfläche Stadtteillage

Logistik & Personal

Abbildung 64

Betrieb & Logistik

Di–Sa 11–19 Uhr

Auslastung /KPIs anzupassen (8:30 – 10:30 Uhr)

Kund:innenabgaben (siehe Abb. 1)

Abb. 1 Beispiel Halle 2, Foto BBE

Personal

Abbildung 67

Abbildung 62

Abbildung 63

von Verkauf und Lager,

Abbildung 65

Abbildung 66

Personal mit

Einzelhandelsexpertise

Fläche, Sortiment, Ladenlayout & Preise

Fläche & Nutzung Ladenlayout

Abbildung 69

Obergeschoss ▪ Workshops/Bildung (rd. 80 m²): u.a. Visible ▪ Wohlfühl-Standards: Musik, Deko, Pflanzen, (rd. 200 m²) Mending (Flicken & Patchen), Zero-Waste freundliches und beruhigendes Branding Basics, 3D-Druck (recycelt), Klima-Puzzle/Talks ▪ Energiepunkte: „Story-Wände“ und Zonierung mit lokalen Partnern; mit Teilnahmegebühr (Front–Mid–Back)

Frequenzbooster (rd. 50 m²)

5% Partnerflächen oder Textil 15% 35% Deko- und Haushaltswaren %; Upcycling (über Dritten) en 55% Spielwaren

Pricing & Kasse

Abbildung 68

Ladenfläche im (über Software zu empfehlen) Erdgeschoss (rd. 300 m²) ▪ Garantie-/Gewährleistungsregeln je Kategorie

Anteil der m² in

saisonal anpass

einfache Barcode-/ Preisetiketten

Untergeschoss Lager, Sortierung Midjourney, BBE (rd. 200 m²)

Regionale Partner, kuratierte Händler & lokale Kreative

Mögliche Händler/Reuse-Akteure

Abbildung 70

Abbildung 71

Kooperationsidee

regionalen Partnern

Kooperationspartner vermietet

Foto werden

Ware bezogen werden

Mögliche KünstlerInnen/Labels

neu inszeniert werden und erhält

einen starken Erlebnis- und

Entdeckungscharakter

Marketing, KPIs & Compliance

Marketing & Kundenbindung Compliance & Sicherheit

Hilfe, Brandmelder/Feuerlöscher, My Business Evakuierungsplan, Unterweisungen

Sichtachsen, einfache

Sicherheitsmaßnahmen (ohne harte

Barrieren) Teilnahme, Reparaturerfolge)

Greifhöhen, einfache/mehrsprachige Beschilderung, ergänzend eine

KPIs* & Steuerung barrierearme Kassen-/Serviceposition

Annahmetisch/ Checkout

/Preisjustierung

Verpackungen/Batterien/Altgeräten; Absprache bei Lieferungen, Vermeidung von Kannibalisierung Entsorgungs- und Rücknahmepfade.

*Key Performance Indicator = messbare Werte/ Leistungskenziffern

Logistik & Personal

Betrieb & Logistik

Mo–Sa 10–18 Uhr (wenn Kopplungseffekte am Standort!)

/KPIs anzupassen (Mo – Fr 8:00 – 10:00 Uhr)

Kund:innenabgaben (siehe Abb. 1)

o Qualitätssichtung (A-,B-,C Klassifikation) o Erfassung/ Prüfung mit Software und Sortierung nach Sortiments-Rollcontainern (siehe Abb. 2) Abb. 1 Beispiel Halle 2, Foto BBE

Abbildung 72

Personal

mit Einzelhandelsexpertise

und ausgebildeten

„Spezial“ extern (Haftung)

Elektroprüfer

Fläche, Sortiment, Ladenlayout & Preise

Fläche & Nutzung Ladenlayout

Abbildung 73

Verkaufsfläche ▪ Wohlfühl-Standards: Musik, Deko, Pflanzen,

5% Möbel

(rd. 1.000 m², 5 % freundliches und beruhigendes Branding davon 950 m² für Ware) ▪ Warentransport von Lager zu Fläche mit Deko & Haushaltswaren Rollcontainern

10%

40%

Elektrowaren

Anteil der m² in %;

saisonal anpassen 20% Spielwaren

oder Ware (wenn keine Auktionsfläche)

saisonal anpassen Sport- und Freizeit

20% Pricing & Kasse

Ggf. Ankermieter auf Teilfläche als Magnet Bücher und Medien

Abbildung 74

(über Software zu empfehlen) Lager (rd. 900 m²)

Beachtung ElektroG/WEEE, ProdSG

Midjourney, BBE

Marketing, KPIs & Compliance

Marketing & Kundenbindung Compliance & Sicherheit

Abbildung 75

Hilfe, Brandmelder/Feuerlöscher, My Business Evakuierungsplan, Unterweisungen

Sichtachsen, einfache

Sicherheitsmaßnahmen (ohne harte

Barrieren)

Abb. 1 Beispiel Halle 2, Greifhöhen, einfache/mehrsprachige

Beschilderung, ergänzend eine

KPIs* & Steuerung barrierearme Kassen-/Serviceposition

Annahmetisch/ Checkout

geschätzte CO₂-Einsparung) Workshops)

/Preisjustierung Verpackungen/Batterien/Altgeräten; Entsorgungs- und Rücknahmepfade.

*Key Performance Indicator = messbare Werte/ Leistungskenziffern

Trägermodell(e)

48

Ziel: Ein juristisch stabiles und vorteilhaftes Träger-

modell für das kommunale Konstrukt der Stadt Nürnberg

Ausgangssituation der Stadt Nürnberg

Stadt Nürnberg

001 Bürgermeisteramt

Ämter Betriebe

01 1 Direktorium Bürgerservice, Digitales und Recht
Umwe ltamt
00 2 Geschäftsbereich der 2. Bürgermeisterin
Abfallwirts chaft (ASN)*
Gesund heitsamt
02 0 Referat für Finanzen, Personal, IT und Organisation

Stadtentwässerung (SUN)

Friedhofsverwaltung

03 0 Referat für Umwelt und Gesundheit
04 0 Referat für Schule und Sport

*Der Abfallwirtschaftsbetrieb (im Folgenden ASN) der Stadt Nürnberg ist rechtlich über die Abfallwirtschaftsbetriebssatzung ein kommunaler Eigenbetrieb des Referates für Umwelt und Gesundheit. Daraus ergeben sich für den Aufbau eines Trägermodelles rechtliche Leitplanken, die es zu berücksichtigen gilt.

06 0 Planungs- und Baureferat
070 Wirtschafts- und Wissenschaftsreferat

Trägermodelle im Überblick

Es wurden verschiedene Optionen intensiv geprüft. Für den kurzfristigen Start wird ein BgA empfohlen.

Option 1: Eigenbetrieb (BgA) Option 2: GmbH/AöR Option 3: Drittbetreiber (BRK)
Rechtsform Eigenbetrieb ASN, steuerlich BgA GmbH/AöR, 100% Tochter der Stadt Stadt = Auftraggeber, Dritter in der Betreiberrolle
Gebühren-Mechanismus ▪ Logistik/Vorsortierung/Prüfung/Beratung = gebührenfähig ▪ Shop = Abfallvermeidung ▪ Erlöse mindern Gebühren ▪ Defizit politisch ▪ Gehälter orientieren sich an Tarifverordnungen 3 Verträge: ▪ 1. Kommission (Ware Eigentum der Stadt) ▪ 2. Liefer-SLA (gebührenfähig) ▪ 3. Bildung (gebührenfähig) ▪ Verkauf selbsttragend ▪ Leistungsverträge für gebührenfähige Module ▪ Verkauf beim Dritten (nicht gebührenfinanziert) ▪ Stadt zahlt nur Hoheitliches
Gebührenfähig Sammlung, Logistik, Prüfung, Beratung Sammlung, Logistik (SLA), Beratung (Vertrag) Sammlung, Logistik (SLA), Beratung (Vertrag)
Nicht gebührenfähig Verkauf (BgA), Marketing, Events Verkauf (GmbH), Marketing, Events Verkauf (Dritter), Marketing, Events
Verkaufsdefizit zahlt Eigenbetrieb (politisch begründet) Allg. Haushalt oder Eigenerlöse Dritter (Erlöse/Spenden/Förderung)
Steuern BgA: KSt/GewSt/USt-pflichtig GmbH: KSt/GewSt/USt-pflichtig Gemeinnützig: KSt/GewSt-befreit
Gebührenbelastung Mittel Mittel Niedrig, da Verkauf outgesourced
Vorteile ▪ Schnell, keine Gründung ▪ ASN-Infrastruktur ▪ Gebührenfähigkeit klar ▪ Flexibilität ▪ Haftungsschutz ▪ Saubere Trennung (3 Verträge) ▪ Kein Gründungsaufwand ▪ Kein Haftungsrisiko ▪ BRK-Synergie ▪ Gemeinnützig ▪ Freies Marketing aus eigenem Haushalt möglich
Nachteile ▪ Keine Haftungsgrenze ▪ Vergaberecht aufwendig und unsicher ▪ Trennungsrechnung aufwendig ▪ Politisch sensibel bei Verlusten ▪ Subsidiarität schränkt Wettbewerb ein ▪ Gründungsaufwand ▪ Inhouse-Nachweis (≥80%) ▪ Marketing eingeschränkt ▪ Politische Komplexität bei Ausgründung ▪ Wenig Kontrolle (vertraglich) ▪ Vergaberecht ▪ Abhängigkeit
Gebührenrisiko Mittel Niedrig Niedrig
Empfehlung BBE kurzfristig Empfehlung BBE mittel-/langfristig

Trägermodell als Mischung aus Option 1 und 3

Durch den Betrieb der Wertstoffhöfe durch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) ist für die Stadt Nürnberg die Abwicklung

des operativen Betriebs durch die Vergabe eines Dienstleistungsvertrags sinnvoll

Outsourcing als Nachteil?

Ganz im Gegenteil ▪ Kein Gründungsaufwand, Haftungsrisiko beim Dritten, Gemeinnützigkeit möglich. ▪ Aber: Steuerung muss über Verträge/KPIs erfolgen (Weisungen nur vertraglich, nicht hierarchisch). Absicherung ▪ Leistungsbeschreibung mit KPIs (Ausschussquote, Vermarktungsfähigkeitsquote, Prüfquote Elektro, Lieferfrequenz). ▪ Berichtspflichten, Auditrechte, Kündigungs- und Anpassungsklauseln.

Dienstleistungsvertrag

ASN BRK

operativer Betrieb Betrieb gewerblicher Art (BgA) „Zirkuläres „Zirkuläres Kaufhaus“ Wertstoffhöfe e Kaufhaus“ h g cn s iu gr ee tu a e r tt sS 0,5 VZÄ 1 VZÄ 4 VZÄ 2 VZÄ Marketing Leitung Ladenbetrieb Sortierung WH

Business Case

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Kleinfläche Real Case

Es wurden verschiedene Szenarien geprüft. Der Real Case für den Betrieb der Kleinfläche gestaltet sich wie folgt:

1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr 4. Jahr 5. Jahr

Einnahmen Verkauf 195.000 € 240.000 € 271.000 € 293.000 € 299.000 €

Einnahmen Untervermietung 20.000 € 24.000 € 25.000 € 25.000 € 26.000 €

Personalkosten BRK + Transporter 570.000 € 570.000 € 570.000 € 570.000 € 570.000 €

Personalkosten ASN 130.000 € 130.000 € 156.000 € 156.000 € 156.000 €

Miete + NK 120.000 € 120.000 € 120.000 € 120.000 € 120.000 €

Software / IT / Facility- 50.000 € 50.000 € 50.000 € 55.000 € 55.000 €

Management

Summe Einnahmen 215.000 € 264.000 € 296.000 € 318.000 € 335.000 €

Summe operative Kosten 870.000 € 870.000 € 896.000 € 901.000 € 901.000 €

Jahresergebnis - 655.000 € - 606.000 € - 600.000 € - 583.000 € - 566.000 €

Das prognostizierte Defizit kann, analog zu anderen Best-Practice-Beispielen, über den Gebührenhaushalt der Stadt

Nürnberg ausgeglichen werden. Dies wurde zudem vom Rechtsamt der Stadt Nürnberg geprüft und bestätigt.

Indikative Anschubfinanzierung

Ersteinschätzung

Übersicht der Kostenarten und indikative Einschätzung der Höhe

Kostenart Kosten Anmerkung

Renovierungsarbeiten 25.000 € Streich- und Putzarbeiten, ggfs. kleinere Umbaumaßnahmen

Innenarchitektur und Ladenbau 150.000 € Ladenbau 300 € pro m²

Auftaktmarketing / Kampagne 100.000 € Budget für Kampagne zur Bekanntmachung des Projekts

Mietkosten vor Eröffnung 30.000 € Laufende Kosten vor Eröffnung für Miete

Ausstattung für Workshopfläche und Repair-Café 15.000 € Tische und Werkzeuge

Hardware / Kassensystem / Schulungen 18.000 € Einmalige Kosten für Hardware

Ausstattung der Wertstoffhöfe mit Annahmetheken 20.000 € Annahmetheke und Sammelstruktur
Insgesamt ca. 360.000 €
Der notwendige Investitionsbedarf ist stark abhängig von den Mietflächen, der konzeptionellen Ausgestaltung der Innenräume und versteht sich daher als Schätzung.

Evaluationszeitpunkt – klar & praxistauglich

Zu welchen Zeitpunkten sollte Projekt evaluiert werden?

Meilensteine:

Go: Datenerfassung stabil; Sell-through > 50%/60 Tage; positiver

Trend bei Frequenz, OPEX-Quote sinkt, stabile Partnerzufuhr. Basisprozesse, erste Pricing-Tests)

No-Go: Anhaltend geringe Annahmequote (< 40%), keine

Prozessstabilisierung – Nachsteuerung dringend notwendig.

Warum ist eine Zwischenevaluation nach 24 Monaten wichtig?

Logistik) ▪ Kommen genug verkaufsfähige Waren rein?

→ Bietet Möglichkeit der Nachsteuerung und Anpassung der Prozesse ▪ Findet ein Umsatzwachstum statt?

Warum ist die Hauptevaluation nach 60 Monaten sinnvoll? ▪ Ist das Defizit zunehmend rückläufig?

Stammkundschaft

KPIs zur Erfolgsmessung

Wie kann der Erfolg des Projektes „gemessen“ werden?

Wirtschaftlich: Impact (zirkulär/sozial):

gebrachter Artikel)

Warenfluss & Sortiment: Kundschaft und Community:

BBE Handelsberatung GmbH / IPH Handelsimmobilien GmbH

Brienner Straße 45 80333 München

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