HaushaltssperreBeta

← gemeinsame Sitzung des Jugendhilfeausschusses und Schulausschusses (05.06.2025)

3.1 Sachverhalt

Anlage · 05.06.2025 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Südstadt Gostenhof Jugendhilfeausschuss Gibitzenhof Altstadt Schweinau Sündersbühl Steinbühl St. Leonhard Soziales & Gesundheit Haushalt & Finanzen Schule & Bildung Kultur, Sport & Freizeit Digitalisierung & Verwaltung Verkehr & Mobilität

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Beilage 3.1

zur Sitzung des gem. Jugendhilfe- und Schulausschusses vom 05.06.2025

Sachverhaltsdarstellung

Nürnberg Young City – eine Stadt der Jugend und für die Jugend

(Antrag der SPD-Fraktion vom 26.07.2024)

A. Ausgangslage

1. Einleitung und Hinführung

Der Antrag der SPD-Fraktion vom 26.07.24 ist von grundlegender, strategischer jugendpolitischer Bedeutung, enthält aber auch konkrete haushaltsrelevante Ansätze für die Etatberatungen des Stadtrats zum Haushalt 2025. Deshalb hatte die Verwaltung des Jugendamtes eine zweigleisige Bearbeitung vorgeschlagen (JHA 24.10.24, TOP 1). Im Oktober 2024 griff die Verwaltung aus dem Antrag zunächst folgende haushaltsrelevanten Punkte auf: 1. Die Verdoppelung des Zuschusses Partizipation laut! (für Parabol, KJR) im Umfang von 85.000 € (Ziffer 6 des Antrags) und 2. die Verknüpfung dieses Punktes mit der Idee der Social-media Kampagne (Ziffer 1) und „Plakataktionen“ (Ziffer 2), zielgruppenkonform möglichst weitgehend digital. Hierfür sollten weitere Mittel in Höhe von mindestens 150.000 € bereitgestellt werden. Nach der Vorberatung im JHA wurde folgender Beschluss in die Etatberatungen zum Haushalt 2025 eingebracht: „Der Jugendhilfeausschuss sieht die fachliche Notwendigkeit, sich mit den Bedarfen von Jugendlichen intensiver auseinanderzusetzen und beauftragt die Verwaltung des Jugendamts, den Antrag breit und unter Beteiligung von weiteren Partner zu bearbeiten und die Ergebnisse im gemeinsamen Jugendhilfe- und Schulausschuss am 05.06.2025 vorzulegen. Im Vorgriff unterstützt der Jugendhilfeausschuss die oben genannten Vorschläge der Verwaltung und beauftragt die Verwaltung des Jugendamts, diese in der Anhörung des JHA zum Haushalt 2025 (TOP 2) mit aufzunehmen. Über die endgültige Bereitstellung von Mitteln entscheidet der Stadtrat in den Haushaltsberatungen“.

Entschieden wurde (siehe im Einzelnen weiter unten) eine Verdoppelung der personellen Ressourcen und die Bereitstellung von Socia-Media-Mitteln in Höhe von 60.000 € verbunden mit dem Auftrag, hierzu eine Konzeptskizze auszuarbeiten, wonach die Mittelfreigabe erfolgen kann. Der Antrag verweist auf die Jugend als eine wichtige Säule für die Zukunftsfähigkeit der Stadt Nürnberg und fordert dazu auf, „Kinder und Jugendliche im Blick zu behalten und eine Politik zu betreiben, die den jungen Menschen gerecht wird“. Dafür sollen in der Initiative „Nürnberg Young City“ (NYC) von der Verwaltung strukturelle Angebote weiterhin bedarfsgerecht ausgebaut und sowohl möglichst vielen jungen Menschen als auch allen Bürgerinnen und Bürger in Nürnberg bekannter gemacht werden. Die Verwaltung des Jugendamts, die die hohe Wirksamkeit der benannten Angebote und Einrichtungen in vielen Analysen und Ausschussvorlagen dargestellt hat, begrüßt diese klare Botschaft an die jungen Menschen in Nürnberg und an die Fachkräfte in diesen Aufgabenbereichen. Sie hat aber bereits in der Vorlage zum 24.10.24 darauf hingewiesen, dass die Stoßrichtung des Antrags im Spannungsfeld zur angespannten Haushaltssituation steht, insb.

 zu der noch nicht abgeschlossenen Haushaltskonsolidierung (Flexi) im Personalbereich mit möglichen Folgen für die Kinder- und Jugendhilfe und somit auch für die Jugendsozialarbeit an Schulen und die Offene Kinder- und Jugendarbeit;  zum Ausbau und der Weiterentwicklung von Arbeitsfeldern, die mit verabschiedeten Konzepten der Jugendhilfeplanung einhergehen (Jugendsozialarbeit an Schulen, Offene Kinder- und Jugendarbeit: Anhebung Standard personelle Ausstattung 4. Planstelle Kinderund Jugendhäuser und Flexible Reserve, nicht gesicherte Koordinierungsstelle Sport und Jugendhilfe, Koordinierungsstelle Internationale Jugendarbeit);  den erfolgten Budgetkürzungen (10% Kürzung bei Sachkosten als generelle Vorgabe) der Jugendarbeit und der Präventiven Jugendhilfe, insbesondere auch für Sachkosten der Öffentlichkeitsarbeit, die konträr zu den gestiegenen Anforderungen, Bedarfen und inflationär gestiegenen Kosten sind (dies gilt auch für Jugendverbände und Angebote des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt ebenso wie bei den Beteiligungsformaten für Kinder und bei Spielflächen) sowie der aktuell laufenden Verpflichtung zur Konsolidierung im laufenden Haushaltsjahr 2025 (1% vom K1-Budget, betrifft Ref. V in Höhe von ca. 440.000 €) und weiter angekündigten Restriktionen im Rahmen der Genehmigung des Haushalts 2025. 2. Fachlich-inhaltliche Rahmung, oder: Hat die andauernde krisenhafte Lage (Corona, Krieg, Klima, Energie, Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit) noch Auswirkungen auf die Jugendlichen von heute, gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse hierzu, die für

die Jugendhilfe von Bedeutung sind?

Die verschiedenen Antragsinhalte sprechen viele fachlich-inhaltlichen Fragen der Kinder- und Jugendhilfe an, die auch Gegenstand mehrerer Sitzungen des JHA mit den entsprechenden Vorlagen der Verwaltung waren:

 Anhörung des JHA zum Entwurf des Haushaltsplans der Stadt Nürnberg für das Jahr 2023 (JHA 20.10.22, TOP 1)  Corona, Krieg, und Klima: Wie geht es jungen Menschen nach und in aktuellen Krisen (JHA 27.07.23, TOP 4)  Entwicklungsplanung der Jugendhäuser (SPD-Antrag) in der Sitzung am 10.04.25, TOP 5.

Darauf muss für die weitere Sachbehandlung hingewiesen werden, auch weil in den Beratungen am 24.10.24 unterschiedliche Positionen zur Ausgangslage dargestellt und erörtert wurden (Wie geht es „der Jugend?“ Was können wir über Jugend wissen? Soll den jungen Menschen aufgrund der krisenhaften Lagen „etwas zurückgegeben“ werden?).

Parallel gibt es eine Vielzahl von Berichten und aktuellen Studien, die diese Fragen aufgreifen und empirisch beantworten, anknüpfend an die Vorlage vom 27.07.23 sollen zentrale Inhalte und Ergebnisse als Hintergrundinformation referiert werden.

Aktuelle „Jugendstudien“ in der Zusammenfassung

Die Corona Pandemie hat die Gruppe der jungen Menschen in ihrem sozialen Gefüge am stärksten eingeschränkt. Sie wurden zum Stillstand gezwungen und in ihren Entwicklungsmöglichkeiten stark benachteiligt. An Schulen und in der Jugendhilfe sind immer noch Nachwirkungen der Pandemie und der Auswirkungen auf junge Menschen zu spüren. Dieser Krisenmodus ging nahtlos in die Unsicherheiten des Kriegs in der Ukraine, in die Ängste erzeugende Energiekrise, die Inflation und politische Instabilität über. Über allem schwebt dauerhaft die Klimakrise als ein Thema, das alle betrifft und dem Entscheidungsträger anscheinend hilflos gegenüberstehen. „Eine Gesellschaft in der immer weniger funktioniert. Für diese jungen Menschen ist der Ausnahmezustand der Normalzustand.“1 Hierbei ist hervorzuheben,

1 Mafaalani, Aladin: Die übersehene Generation. in: Der Spiegel Nr.4, 18.01.2025, S. 110.

dass die gesellschaftlichen und politischen Probleme junge Menschen besonders hart in den prägenden Jahren ihrer Entwicklung und ihres Aufwachsens treffen. Im Gegensatz dazu spielen sie im gesellschaftlichen und politischen Diskurs kaum eine Rolle. Es geht um sie, aber niemand fragt sie. Die Folge ist Adultismus, also eine strukturelle Benachteiligung der Jüngsten.2

Verschiedene wissenschaftliche Studien befassen sich mit der aktuellen Lage der Jugend in Deutschland. Sie kommen zu übereinstimmenden Erkenntnissen: Jugendliche zeichnen sich durch einen grundsätzlichen Optimismus aus und blicken zuversichtlich in die gesellschaftliche Zukunft. Auch das Vertrauen in ihre berufliche Zukunft ist hoch (84 %).3 Optimismus bedeutet nicht Naivität, sondern der Glaube daran, dass sie ihr eigenes Leben positiv gestalten können. Sie haben trotz der Herausforderungen und Krisen eine positive Grundeinstellung zur eigenen Zukunft.

Als ein möglicher Effekt der Corona Pandemie wird das subjektive Empfinden von Einsamkeit, insbesondere bei jungen Frauen (27 %) und Männern (21 %) und dem Vermissen von Gesellschaft benannt.4 Die psychischen Probleme der Jugendlichen haben zugenommen. Ängste, Depressionen sind deutlich häufiger geworden. Viele fühlen sich dauerhaft gestresst und überfordert.5 Lockdowns haben für viele jungen Menschen die sozialen Bindungen geschwächt, Kontakte sind abgebrochen und Beziehungen konnten nach den Kontaktbeschränkungen nicht wiederaufgebaut werden. Zudem haben Zukunftsängste über gesellschaftliche Entwicklungen, insbesondere Krieg, Klimawandel und wirtschaftliche Unsicherheit bei vielen Jugendlichen zugenommen. Die größten Ängste betreffen den Krieg in Europa (81 %) und Umweltprobleme. Aber auch die Sorge um die eigene mentale Gesundheit, die Ungewissheit über die berufliche Zukunft und soziale Ängste, die den Übergang in die Arbeitswelt erschweren, spielen für viele Jugendliche eine zentrale Rolle. „Verbindlich für die junge Generation heute ist ein Wertekanon aus sozialen Werten (Familie, Freund*innen, Treue, Altruismus, Toleranz) und individualistischen Bestrebungen (Leistung und Selbstbestimmung). Auch Gesundheit ist so gut wie allen Befragten ein wichtiger Wert. In der Vorgängerstudie [Sinus Jugendstudie] 2020 wurde das körperliche und mentale Wohlbefinden seltener und mit weniger Nachdruck von den befragten Jugendlichen angesprochen. Neben der Corona-Krise, die besonders das Leben junger Menschen durcheinandergewirbelt hat, lässt sich dieser Bedeutungszuwachs damit erklären, dass ein gesunder Lifestyle in den vergangenen Jahren immer mehr zum Megatrend geworden ist.“6

Bedingt durch ihre Sorgen suchen junge Menschen nach stabilen Rahmenbedingungen in einer Welt, die sie als zunehmend unsicher erleben. Sie haben ein gemeinsames Bedürfnis nach Orientierung und Stabilität.7 Manche Jugendliche nehmen den Aufstieg der Rechtspopulisten (nicht nur) in Deutschland als besorgniserregende Entwicklung in den Blick.8 Viele junge Menschen wünschen sich mehr Mitsprache und Unterstützung in einer sich wandelnden Welt. Das politische Interesse der Jugend ist stark gestiegen, wobei 55 % Interesse an Politik zeigen und 51 % sich sogar engagieren möchten. In Zeiten dynamischer Veränderungen ist es essenziell, jungen Menschen vertrauenswürdige Rahmenbedingungen zu bieten, um ihre Zuversicht zu

2 vgl. ebd. 3 vgl. Dr. Matthias Albert, Prof. Dr. Gudrun Quenzel, et al.: 19. Shell Jugendstudie, Beltz, Weinheim 2024. 4 vgl. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/einsamkeit-2024/557852/sozial-eingebunden-trotzdem-einsam/ 5 vgl. Schnetzer Simon, Hurrelmann Klaus: Jugend in Deutschland – Eine Sonderauswertung für das Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und Gesundheit, Datajockey Verlag, Kempten 2022., S. 7 6 Marc Calmbach, et al.: Wie ticken Jugendliche? Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland

7 vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Zuversicht braucht Vertrauen. Die Lage der jungen Generation und die Situation der Kinder- und Jugendhilfe. Zentrale Erkenntnisse und Empfehlungen des 17. Kinder- und Jugendberichts, 1. Auflage, Berlin 2024. 8 vgl. Dr. Matthias Albert, Prof. Dr. Gudrun Quenzel, et al.: 19.Shell Jugendstudie, Beltz, Weinheim 2024, S. 31

stärken.9 Familie und Freundeskreis bleiben die wichtigsten Stützen. Weitere wichtige Ressourcen sind Gesundheit und Sport. Einbindung in einen Sportverein und Bewegung wird von den Jugendlichen als Mittel zur Stressbewältigung genutzt.

Zusammenfassend spiegeln diese Studien wider, dass Jugendliche in Deutschland trotz vielfältiger Sorgen und Herausforderungen einen bemerkenswerten Optimismus und ein hohes Maß an politischem Interesse bewahren. Gleichzeitig betonen die Studien die Notwendigkeit, jungen Menschen Sicherheit, Orientierung und Beteiligungsmöglichkeiten zu bieten, um ihre Zuversicht und ihr Engagement für die Gesellschaft zu stärken. Der Optimismus der Jugendlichen ist nicht grenzenlos. Ein Großteil glaubt an die eigene persönliche Zukunft, doch Ängste gegenüber globalen Entwicklungen und wirtschaftliche Unsicherheiten sind präsent. Die Jugend zeigt ein hohes Maß an politischem Engagement. Viele glauben, dass sie aktiv zur Verbesserung der Gesellschaft beitragen können. Jugendlichen ist es wichtig, dass sie in ihren Anliegen angehört und unterstützt werden. Sie fordern Veränderungen und wollen sich engagieren, anstatt nur zu resignieren.

Die Gruppe der Jugendlichen aus prekären Lebenslagen unterscheidet sich von den beschriebenen jungen Menschen, die positiv, selbstbestimmt und optimistisch in die Zukunft blicken. Eine genaue Anzahl der Befragten wird in den Quellen der aktuellen Jugendstudien nicht angegeben. Die 19. Shell Jugendstudie befragte 2.509 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren und stellte fest: „Trotz vielfältiger gesellschaftlicher Krisen blicken mit 56 % so viele Jugendliche wie noch nie seit 2002 zuversichtlich auf die Zukunft der Gesellschaft. Gerade in schwierigen Zeiten schätzen junge Menschen offensichtlich besonders, wie gut es ihnen in Deutschland im Vergleich zu anderen Regionen der Welt geht.“10 Umgekehrt bedeutet dies, dass 44% der jungen Menschen nicht zuversichtlich in die Zukunft der Gesellschaft blicken.

„Allerdings fällt auf, dass der Optimismus bei Jugendlichen aus der unteren Schicht erneut zugelegt hat. Aktuell blicken 47 % der Jugendlichen aus einfacheren sozialen Verhältnissen zuversichtlich in die eigene Zukunft. Gegenüber 2019 (45 %) und vor allem 2015 und 2010 (je 32 %) ist dies ein beachtlicher Anstieg. Im Gegensatz dazu ist der Optimismus bei Jugendlichen aus der oberen Schicht von 76 % im Jahr 2015 auf aktuell 55 % stark zurückgegangen.“11 Jugendliche aus schwierigen Lebenslagen sind häufiger von psychischen Belastungen betroffen, haben oft einen geringeren Selbstwert und fühlen sich weniger in der Lage ihre eigene Zukunft positiv zu gestalten. Sie benötigen individuelle Unterstützungsmöglichkeiten, die auf ihre spezifische Situation und Bedürfnisse eingehen.

Die Sinus Jugendstudie zeigt auf, dass Jugendliche in prekären Lebenslagen häufig in Milieus mit geringer Bildungsaffinität vertreten sind: „Zu formaler Bildung haben die Prekären im Lebensweltenvergleich die geringste Affinität, wenngleich allen klar ist, dass es `ohne Bildung nicht geht`. Man strebt daher in der Regel keine weiterführenden Schulen an (Mittel- bzw. Realschulabschluss genügt), sondern möchte so schnell wie möglich „raus aus der Schule“. Die Anforderung lebenslangen Lernens ist ein anstrengender Gedanke. Auch der gewöhnliche Schulalltag wird von vielen als stressig erlebt. Die Familie nimmt im Werteprofil der Prekären eine zentrale Stellung ein.(…) Dass es sich hier um eine idealisierte Vorstellung von Familie handelt, die oft kaum etwas mit dem zu tun hat, was die Jugendlichen tatsächlich erleben, ist bezeichnend.“12 Sie haben eingeschränkte Zukunftsperspektiven, schlechtere Bildungs- und Berufschancen und sind von gesellschaftlichen Entwicklungen abgehängt.

9 vgl. ebd., S. 13 10 Dr. Matthias Albert, Prof. Dr. Gudrun Quenzel, et al.: 19.Shell Jugendstudie, Beltz, Weinheim 2024, S. 26 11 ebd., S. 27 12 Marc Calmbach, et al.: Wie ticken Jugendliche? Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland

Genauso verdeutlicht auch die Shell Jugendstudie, dass diese Gruppen häufiger Zukunftsängste haben und weniger optimistisch in ihre berufliche Laufbahn blicken. Sie haben außerdem ein geringeres Vertrauen in politische Institutionen. „Der Bildungserfolg unterscheidet sich immer noch nach Geschlecht und vor allem nach sozialer Herkunft. (…) So berichtet fast die Hälfte (47 %) der Jugendlichen aus der unteren Schicht, in ihrer Bildungslaufbahn einen Bruch erlebt zu haben. Aus der oberen Schicht sagt das nur ein Zehntel (10 %).“ 13

Die implizit gestellte Frage, ob die andauernden Krisenlagen insbesondere die Coronapandemie immer noch Auswirkungen auf die Jugendlichen von heute hat, kann man damit beantworten, dass die Corona-Pandemie aus Sicht vieler Jugendlicher zwar eine Krise der Vergangenheit ist, sie aber mit langfristigen Folgen in vielen Lebensläufen und Bewußtseinsinhalten noch deutlich spürbar und vorhanden ist. Etliche Jugendliche beschrieben sie trotz aller negativer Aspekte: psychischen Belastungen, Bildungseinbußen und Lernrückstände, als eine beispielhafte Erfahrung, wie eine Gesellschaft plötzliche Krisensituationen bewältigen kann. Sie sehen es positiv, dass die Digitalisierung einen Sprung nach vorne machte. Die Corona Pandemie, wird als Krise der Vergangenheit mit Blick in den Rückspiegel betrachtet, der aber noch Dinge, Erfahrungen und Hinweise mit Folgen zeigt.14

Die Erkenntnisse aus den Studien fordern die Jugendhilfe auf, sich gezielt auf benachteiligte Jugendliche zu konzentrieren, um ihre Bildungschancen, soziale Teilhabe und psychische Gesundheit zu verbessern. Es braucht hier niedrigschwellige Angebote und eine enge Vernetzung der Akteure. Diese Zielgruppe muss speziell unterstützt werden, um ihre Integration und ihr Vertrauen in die Gesellschaft zu stärken. Das Ziel sollte Chancengleichheit sein, um ihre gesellschaftliche Teilhabe zu sichern.

Aus Sicht der Verwaltung des Jugendamts bestätigen diese Erkenntnisse den bisherigen Weg in Nürnberg, soziale Infrastruktur für junge Menschen in Nürnberg auf- und auszubauen und genau an diesen Zielgruppen und Themen anzusetzen. Die Einrichtungen und Anlaufstellen setzen ihren Auftrag erfolgreich um und erzielen auch durch trägerübergreifende Vernetzung und Zusammenarbeit eine hohe Wirksamkeit. Mit NYC ist eine Chance gegeben, dies noch zielgruppenflexibler, breiter und mit neuen Formaten in die Öffentlichkeit zu bringen.

B. Zur Bearbeitung des SPD-Antrags im Einzelnen

Antrag Ziffer 1:

Die bestehenden Angebote der und in der Stadt werden bekannter gemacht. Dies kann z. B. durch eine Social media Kampagne mit der Vorstellung der Angebote der Stadt geschehen. Außerdem soll die Initiative NYC einen Platz auf der Landingpage nuernberg.de bekommen. Antrag Ziffer 2:

Die Stadt organisiert eine Plakataktion mit Veranstaltungen für Jugendliche (z. B. Rat-

hausclubbing, Jugendfilmfestival, Dancefestival u.ä.)

Hierzu wurde in der JHA-Vorlage am 24.10.24 vorgeschlagen und schließlich fachlich begutachtet und beschlossen: Die Idee der Social-Media-Kampagne (Ziffer 1) und „Plakataktionen“ (Ziffer 2) sollen verknüpft werden, zunächst sollte jedoch aus Sicht der Verwaltung zielgrup-

13 Dr. Matthias Albert, Prof. Dr. Gudrun Quenzel, et al.: 19.Shell Jugendstudie, Beltz, Weinheim 2024, S. 27 14 vgl. ebd.

penkonform möglichst weitgehend digital gearbeitet werden (Integration der Plakatidee ins Digitale). Hierfür wären zusätzliche Sachmittel in Höhe von mindestens 150.000 € erforderlich (Konzept, Grafik, Begleitung, Plattformen). In den folgenden Etatberatungen des Stadtrats wurde schließlich beschlossen: Nach Konzeptvorlage einmalig bereit gestellte Mittel für 2025 (Z366200024 Parabol: +60.000 € Social Media Young City). Parabol, KJR und Jugendamt haben dazu ein Konzept erarbeitet und abgestimmt, das hiermit vorgelegt wird.

Kurzkonzept Social-Media-Aktionen „Nürnberg Young City (NYC)“

Zielsetzungen der Social-Media-Kampagne sind:

 Bestehende Angebote für Jugendliche in der Stadt bekannter machen  Ansprache der Jugendlichen über kreative und plattformgerechte Inhalte  Junge Menschen aktiv in die Arbeit an der Kampagne einbeziehen Aufmerksamkeit für die Kampagne in Nürnberg auch außerhalb der digitalen Welt generieren Zielgruppe:

 junge Nürnberger/-innen im Alter von 14-21 Jahren  Stadtgesellschaft

Die folgenden Inhalte und Aktivitäten sind geplant:

1. Bildung einer Redaktionsgruppe

 Auswahl der Angebote und Plattformen die bekannter gemacht werden sollen durch eine Redaktionsgruppe mit jungen Menschen, die relevante Angebote in Nürnberg recherchiert und aufbereitet  Einbeziehung der lokalen Strukturen und Schnittstellen in die Redaktionsgruppe (u.a. Jugendamt, Jugendinformation, Jugendverbandsarbeit)  Fokus auf jugendrelevante Themen wie Freizeitangebote, Kultur, Partizipation mit evtl. Erweiterung auf Beratungs- und Hilfeangebote

2. Entwicklung einer Social-Media-Strategie

 Erstellung eines eigenen Social-Media-Content mit einer wiederkehrenden Optik (Branding)  Entwicklung verschiedener Formate wie z.B. Reels, Storys, Challenges, Memes  Einbindung von lokalen Influencer/-innen zur Steigerung der Reichweite unter jungen Menschen – breite Streuung durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren der Jugendkultur (Tanz, Musik, Graffiti, Gaming, Sport, Klima, Cosplay…)  Einbindung der Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit und Jugendverbandsarbeit (Streuung der Kampagne, Bekanntmachen von bestehenden Angeboten)  Erreichen einer gesamtstädtischen Öffentlichkeit durch die Einbindung der Social-Media-Inhalte auf Kanälen der Landingpage nuernberg.de oder den Social-Media-Accounts des Oberbürgermeisters, der Sozialreferentin etc.

3. Produktion eines Kinospots und Werbung im ÖPNV, Radio und durch Plakatierung

(abhängig von den dafür noch zur Verfügung stehenden Mitteln)

 ggf. Produktion eines Kinospots, der auf die Kampagne aufmerksam macht  ggf. Inhalte des Spots können für Social Media weiterverwendet werden

 ggf. Erweiterung durch Werbung im ÖPNV  ggf. Erweiterung durch Plakatierung  ggf. Radiospots (Radio Energy, N1...)

Orte der Durchführung

 auf Homepages  auf Social-Media: nuernberg.de, Instagram, Youtube, TikTok etc.  im Kino, ggf. ÖPNV, Plakatwände, Radio

Beteiligte Akteure

Medienzentrum Parabol und Jugendamt Nürnberg in Kooperation mit:

 KJR Nürnberg-Stadt mit der Jugendinformation Nürnberg  ggfs. weitere relevante Träger und Partnerinnen und Partner von jugendrelevanten Angeboten, bspw. auch Sport, Kultur, Freizeit.  Angefragt werden z.B.: junge Social-Media-Profis, OBM und Frau Ref. V

Zeitplanung:

Darstellung und Beratung des Kurzkonzeptes im gemeinsamen Ausschuss am 05.06.2025. Mit der Mittelfreigabe erfolgt die Umsetzung, aufgrund der Zeitabläufe wird es voraussichtlich erforderlich sein, die Mittel anteilig auf 2026 zu übertragen. Wenn eine dauerhafte Realisierung der Projektideen und damit einer breiten Information gewünscht wird, wäre eine Verstetigung der Mittel, ggf. auch abgeschichtet, eine sinnvolle Investition. Damit könnten in diesem digitalen Arbeitsfeld die einschneidenden Budgetkürzungen in der Öffentlichkeitsarbeit der letzten Jahre kompensiert werden.

Antrag Ziffer 3:

Die Stadt unterstreicht die große Bedeutung der kommunalen und verbandlichen (offenen) Kinder- und Jugendarbeit und hält am bedarfsgerechten Ausbau der Kinder- und Jugendhäuser und der Aktivspielplätze fest.

Kinder- und Jugendarbeit ist in Nürnberg ein zentraler Baustein der sozialen Infrastruktur für junge Menschen und konnte dank einer breiten politischen Unterstützung über viele Jahre zu einem starken Netzwerk an Angeboten und Leistungen heranwachsen:  insgesamt 60 Jugendinitiativen, Jugendgemeinschaften und Jugendverbände, die sich dem Kreisjugendring Nürnberg-Stadt als Arbeitsgemeinschaft angeschlossen haben,  KJR selbst als Betriebsträger von sechs Einrichtungen und Leistungserbringer,  weitere freie Vereine/Träger wie Medienzentrum Parabol, Musikzentrale, Fanprojekt Nürnberg, Streetwork der Arbeiterwohlfahrt und andere (BUNI, Mädchentreff, Projekt 31),  von den freien Trägern, in der Regel Vereine, betriebenen 14 pädagogisch betreuten Spielplätze (Aktivspielplätze) nach dem „Nürnberger Modell“ sowie  kommunale Kinder- und Jugendarbeit mit zwei Spielmobilen, drei Streetworkprojekten, 10 Jugendtreffs, 17 kommunale Kinder- und Jugendhäuser und die Mobile Jugendarbeit.

Damit löst die Stadt Nürnberg die im Orientierungsrahmen für die Jugend- Familien-, Senior*innen-, Bildungs- und Sozialpolitik in Nürnberg benannte Leitlinie 3 ein: „Wir treten für die Bedürfnisse und Interessen junger Menschen ein, bieten Gelegenheiten der politischen Partizipation und der Selbstorganisation, lassen sie zu Wort kommen und verschaffen ihren Anliegen

Gehör. … Junge Menschen brauchen Spiel-, Begegnungs- und Entfaltungsmöglichkeiten – auch im öffentlichen Raum. Wir unterstützen und begleiten sie dabei und tragen dazu bei, positive Lebensbedingungen sowie eine kinder-, jugend- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen.“

Sie folgt damit einem seit Jahrzehnten parteiübergreifenden Konsens, wonach das Handlungsfeld Kinder- und Jugendarbeit als eine der zentralen kommunalpolitischen Aufgaben verstanden wird, die auch mit hohen Anteilen in eigener Trägerverantwortung realisiert wird. Konstitutiv für diese Entwicklung war ein jugendpolitisches (und insgesamt sozialpolitisches) Grundverständnis, das geprägt ist von einem echten partnerschaftlichen Zusammenwirken der freien und des öffentlichen Jugendhilfeträgers, einer engen und offenen Zusammenarbeit der verschiedenen freien Träger, also Kooperation statt Konkurrenz und Wettbewerb sowie einem Verständnis, das auch von der öffentlichen Hand, also der Stadt, eigene Angebote einfordert.

Neben der politischen Schwerpunktsetzung hat die Stadt Nürnberg auch die gesetzliche Aufgabe, Angebote der Kinder- und Jugendarbeit bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen, die freien Träger und insbesondere die Jugendverbände und den KJR zu fördern (§§ 11,12, 74 SGB VIII) und eine mittelfristig orientierte Jugendhilfeplanung zu leisten (§§ 78 - 80 SGB VIII). Diese liegt mit der Jugendhilfeplanung Offene Kinder- und Jugendarbeit in drei Bänden (JHA 2017) sowie der Jugendhilfeplanung Spielen in der Stadt (aktuell in der Fortschreibung, erster Baustein Leitlinien zur Qualität und Inklusion auf Spielplätzen, Spielhöfen und Aktionsflächen im JHA am 29.09.2022, TOP 3) vor.

Die Jugendhilfeplanung soll auch einen Beitrag zur Sicherung des „angemessenen Anteils“ der Kinder- und Jugendarbeit an der gesamten Ausgestaltung und damit der Finanzierung der Kinder- und Jugendhilfe leisten. Dieses Grundverständnis und der breite jugend- und sozialpolitische Konsens aller relevanten politischen Kräfte bedeutet deshalb:  die Unterstützung, Entwicklung und Förderung starker und selbstbestimmter Jugendverbände;  die Unterstützung, Entwicklung und Förderung der Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände, des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt;  ein System der Förderung (Personalkostenförderung von Hauptamtlichen großer Verbände, Institutionelle und Maßnahmenförderung, Stadtmauertürme für die Jugendarbeit, Grundlagenvertrag KJR);  die Übertragung von Aufgaben und Trägerschaften an den KJR (Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck, Jugendinformation, DokuPäd, KiJH Luise, Quibble) und Jugendverbände (KiJH Mammut und nob Nordostbahnhof an die Evang. Jugend);  die Fortführung des „Nürnberger Modells der Aktivspielplätze“: alle, bis auf eine Ausnahme, sind in freier Trägerschaft, die Planstellen entweder in direkter Anstellung beim Träger (und dann durch das Jugendamt durch einen Personalkostenzuschuss finanziert) oder bei der Stadt Nürnberg, sowie den weiteren Ausbau auf neuen Standorten;  die Weiterentwicklung und der bedarfsgerechte Ausbau der Offenen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit insbesondere der Kinder- und Jugendhäuser und der Jugendtreffs/mobile Angebote bei der Stadt Nürnberg;  ein offensives Grundverständnis der Kinder- und Jugendhilfe, was dazu geführt hat, dass auch in Zeiten hoher finanzieller Haushaltsbelastungen nicht auf den weiter notwendigen Ausbau von Einrichtungen und die zukunftsorientierte Förderung der Träger und Verbände verzichtet wurde.

Insofern ist die Intention des Antrags, die Bedeutung der gesamten Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Nürnberg hervorzuheben und die programmatische Aussage, am bedarfsgerechten Ausbau der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (Kinder- und Jugendhäuser, Jugendtreffs, pädagogisch betreute Aktivspielplätze) festzuhalten, aus Sicht der Verwaltung des Jugendamtes sehr zu begrüßen (siehe hierzu auch für Kinder- und Jugendhäuser, JHA 10.04.2025, TOP 5 Entwicklungsplanung der Jugendhäuser).

Für „eine Stadt der Jugend und für die Jugend“ wäre dies eine gute Grundlage, und zusammengefasst ergäben sich folgende Perspektiven:  die kontinuierliche Weiterentwicklung der Förderung der Jugendverbände und des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt,  die Beschleunigung des Ausbaus von Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit (s.o) sowie die dauerhafte Absicherung der Koordinierungsstelle Sport und Jugendhilfe und  der Erhalt und die dringend erforderliche Generalsanierung der Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck.

Antrag Ziffer 4:

An den Zielen des Ausbaus der sozialpädagogischen Unterstützung sowie Jugendso-

zialarbeit an Schulen (JaS) an den Schulen wird festgehalten. Die Stadt Nürnberg setzt sich dabei für verbesserte Finanzierung von JAS weiterhin beim Freistaat ein.

Die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) ist ein professionelles Leistungsangebot der Jugendhilfe, das auf der Grundlage der fachlichen Standards und Arbeitsprinzipien des SGB VIII erfolgt. Sie stellt dabei ein intensives Handlungsfeld in der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule dar und kommt in Nürnberg bisher an Grundschulen, Mittelschulen, Förderschulen, Realschulen, Beruflichen Schulen und an einem Gymnasium zum Einsatz. Die intensive Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule am Ort Schule in Form der Schulsozialarbeit besteht in Nürnberg seit dem Schuljahr 1975/76, in dem in Nürnberg erstmals diese Arbeitsform eingeführt wurde. Seit 2010 sind alle sozialpädagogischen Fachkräfte in der Abteilung Jugendsozialarbeit an Schulen im Jugendamt zusammengeführt.

Die Angebote und Arbeitsansätze der JaS richten sich dabei grundsätzlich an alle Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Schule, für die bereits Jugendsozialarbeit an Schulen eingerichtet wurde. Besonderer Unterstützung bedürfen dabei, entsprechend der rechtlichen Grundlage nach §13 SGB VIII, junge Menschen, die durch ihre soziale, ökonomische und kulturelle Situation benachteiligt sind, deren soziale und berufliche Integration aufgrund von sozialen und/oder individuellen Schwierigkeiten erschwert ist, bzw. bei denen erzieherische, psychosoziale und familiäre Probleme vorliegen. Dieser Zielgruppe widmet sich die Jugendsozialarbeit an Schulen mit besonderer Priorität.

Durch die Jugendsozialarbeit an Schulen erhalten Schülerinnen und Schüler in der Lebenswelt Schule ein niedrigschwelliges und kontinuierliches Beratungs- und Unterstützungsangebot. JaS stellt dabei, durch die Verortung in der Lebenswelt Schule und der damit verbundenen Niedrigschwelligkeit, insbesondere für jüngere Kinder, oft die einzig leicht wahrnehmbare Form der Beratung und Unterstützung im Bereich der Jugendhilfe dar.

Jugendsozialarbeit an Schulen steht entsprechend ihrem jeweils individuellen Unterstützungsund Hilfebedarf allen Schülerinnen und Schülern der Einsatzschule offen. Sie widmet sich dabei einesteils der individuellen Beratung und Betreuung von Schülerinnen und Schülern und deren Eltern (Einzelfallbezogene Hilfe). Anderenteils gestaltet sie durch die Durchführung von Angeboten der Bildung und Qualifizierung, von Ferienangeboten und weiteren sozialpädagogischen Angebote die Schulkultur und das Schulleben mit und bringt sozialpädagogische Perspektiven und Methoden in die Arbeit an der Schule ein. Dabei vernetzt sich die JaS auch mit verschiedensten Kooperationspartnern und vermittelt bzw. organisiert auch Angebote, welche sie nicht selbst durchführt oder begleitet.

Das Beratungs- und Unterstützungsangebot der JaS wird von der Zielgruppe intensiv in Anspruch genommen. Der durchschnittliche Anteil der individuellen Leistungen bzw. einzelfallbezogenen Hilfen an der Jahresarbeitszeit lag 2024 mit 71% weiterhin auf einem hohen Niveau.

Nach einer Modellförderung in den Jahren 1999 bis 2002 beschloss das Bayerische Kabinett aufgrund der durch eine Evaluation bestätigten positiven Wirkungen der JaS am 19.03.2002 das Regelförderprogramm zur Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS). Die jährliche Zuwendung durch den Freistaat Bayern beträgt 16.360.- € (Pauschale) pro Vollzeitstelle. Der Zuschuss stagniert jedoch seit Einführung auf dem vor 25 Jahren eingeführten Niveau, was realiter eine erhebliche Reduktion des Zuschussanteils bedeutet. Die Forderung nach einer Erhöhung wurde zuletzt im Jahr 2024 auch über den Bayerischen Städtetag an das Bayerische Sozialministerium adressiert, leider erfolglos. Es ist unabdingbar, dass sich die politischen Vertreter der Stadt weiterhin beim Freistaat Bayern dafür einsetzen, dass der Freistaat die seit dem Jahr 2000 in unveränderter Höhe geltenden Sätze der Förderung endlich anhebt. Die konzeptionellen Grundlagen sowie die Bedarfs- und Ausbauplanung der JaS in Nürnberg werden seit 2009 regelmäßig fortgeschrieben und im gemeinsamen Jugendhilfe- und Schulausschuss beschlossen. Neben der Ausweitung von JaS auf weitere Schulen und Schularten steht vor allem die steigenden Bedarfe, die sich aus der stark angewachsenen Zahl von Jugendeinwohnern in Nürnberg ergeben, im Fokus der Planung. Die nächste Fortschreibung ist im November 2025 geplant. Aus Sicht der Verwaltung ist zu begrüßen, dass am JaS-Ausbau auch weiterhin festgehalten werden soll. Mit der im Herbst 2025 vorliegenden Fortschreibung können aus Sicht der Verwaltung kommunalpolitisch Akzente und Prioritäten für die weitere Umsetzung der Bedarfsplanung politisch gesetzt werden.

Antrag Ziffer 5:

Das Projekt „Grow Happy“ soll evaluiert und ggf. verstetigt werden

Hierzu liegt eine ausführliche Stellungnahme des Gesundheitsamtes (siehe Anlage) vor, die neben einer fachlichen Einordnung zum Hintergrund des Projekts eine Projektbeschreibung und den Evaluationsansatz beinhaltet sowie auf die Verstetigung des Projekts incl. Kostenschätzung eingeht. Im Rahmen des Bundespräventionsgesetzes wird das Projekt durch die AOK Bayern für eine Laufzeit von 4 Jahren (01.01.2023 - 31.12.2026) zu 90% gefördert. Das Projekt ist im Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg (Bereich Gesundheitsförderung und –planung) angesiedelt und wird neben St. Leonhard/Schweinau/Sündersbühl und dem Nürnberger Westen (Muggenhof/Gostenhof) auch in der Nürnberger Südstadt (Gibitzenhof/Rabus/Sandreuth und Galgenhof/Steinbühl) umgesetzt. Das Projekt fokussiert sich auf die Zielgruppe der jungen Menschen (bis 25 Jahre) und deren Familien. Ziel ist, die psychische Gesundheit junger Menschen zu fördern und hierfür Maßnahmen z.B. zur Stärkung von Ressourcen wie Selbstwirksamkeit und Resilienz zu entwickeln und umzusetzen. Das Projekt wird durch das Evaluationsinstitut nexus aus Berlin sowie eine externe Prozessbegleitung seit Projektbeginn unterstützt. Nexus unterstützt u.a. bei der partizipativen Bedürfnisermittlung und der Gestaltung des partizipativen Planungsprozesses der Maßnahmen. Erste Auswertungen des Evaluationsinstitutes der Befragungen und Feedbackbögen ergaben positive Rückmeldungen zur Umsetzung der Angebote. Die Ergebnisse der Evaluation werden außerdem in regelmäßigen Zwischenberichten sowie einem ausführlichen Abschlussbericht mit den wichtigsten Erkenntnissen zum Abschluss der Förderperiode (31.12.2026) zusammengefasst.

Das gesamte Projektvolumen über vier Jahre beträgt 2,9 Mio. €, wovon 2,5 Mio. € von der AOK Bayern in Form von Drittmitteln gefördert werden. Die Stadt Nürnberg trägt als Eigenbeteiligung die verbleibenden rd. 360.000 €. Wesentliches Element zur Verstetigung des Projekts GROW HAPPY NBG ist eine nachhaltige und langfristige Finanzierung. Durch die langfristige Verstetigung des Projekts sollen Ressourcen für die nachhaltige Weiterführung und Priorisierung von Gesundheitsthemen in den Netzwerken bereitgestellt und die zentrale Einbindung in die Netzwerke vor Ort gewährleistet werden. Dabei ist insbesondere der kontinuierliche Einsatz von personellen Ressourcen in den Stadtteilen entscheidend: Wie schon im Vorgängerprojekt „Gesundheit für alle im Stadtteil“ (2017- 2021) soll neben einer Projektleitung (19,5 WAS, E14), eine Projektassistenz (19,5 WAS, E11) sowie eine Gesundheitskoordination pro Stadtteil (39 WAS) eingesetzt werden. Hinzu kommen finanzielle Ressourcen zur Maßnahmenplanung, Evaluation und sonstige Kosten, so dass sich für die Verstetigung eine Kostenschätzung von 795.000 € Euro pro Jahr ergibt. Eine Verstetigung des Projekts GROW HAPPY NBG würde zudem auf das gesundheitspolitische Ziel der „health in and for all policies“ einzahlen, da zwar die Koordinierung der Angebote weiter beim Gesundheitsamt läge, die Umsetzung aber in verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung und freier Träger und somit in der Verantwortung der gesamten Stadtgesellschaft erfolgen würde. Eine Entscheidung zur Verstetigung muss im Jahr 2026 mit Blick auf den Haushalt 2027 getroffen werden. Die Federführung dazu liegt im Gesundheitsamt.

Antrag Ziffer 6:

Die Stadt Nürnberg verdoppelt die Mittel für das Beteiligungsformat laut!, damit die Projekte der jungen Menschen schneller umgesetzt werden können. Es soll dabei berücksichtigt werden, dass die Personalkosten, die in dem Zuschlag mitbeinhaltet sind, dynamisiert werden. Hierzu hatte die Verwaltung des Jugendamtes in der Vorlage am 24.10.24 vorgeschlagen: „Verdoppelung der laut! Mittel in Form von einem Zuschuss Sach- und Personalkosten (für Parabol, KJR) von 82.500 € auf 165.000 € (Ziffer 6 des Antrags): Ziel wäre hier der Auf-und Ausbau der lange geplanten und angesichts fehlender Ressourcen nicht möglichen digitalen und social-media Module von laut!. Parabol könnte mit diesen zusätzlichen Mitteln dies umsetzen. Arbeitstitel: Partizipation mit Social Media, Information und Kommunikation in relevanten Plattformen wie TikTok, Instagram, Facebook; anknüpfend an Impfkampagne laut!, Einbezug Jugendlicher in social-media-Redaktion.“ Der JHA begutachtete dies fachlich und der Stadtrat beschloss im Rahmen der Etatberatungen: Z366200035 Partizipation laut!: +84.999 € (Ansatz neu: 169.577 €)

Kurzkonzept für die Weiterentwicklung von laut!

Durch die Mittelaufstockung ist eine Weiterentwicklung von laut! möglich. Die Module können damit den aktuellen (digitalen) Gegebenheiten, Trends, Themen und Bedarfen angepasst und verändert werden. Befristete Angebote können so verstetigt, die Sichtbarkeit erhöht und die (digitalen) Angebote ausgeweitet werden, eine Verbindung zur social-media-Kampagne kann erfolgen. Dieses Konzept wurde durch Parabol, Jugendamt, Kinder- und Jugendarbeit und in Abstimmung mit dem KJR Nürnberg-Stadt erarbeitet.

1. ERWEITERUNG: Ausbau der Social-Media-Aktivitäten von laut!

Ziel:….

1.1 Kommunikationsstrategie entwickeln

 Erstellung einer nachhaltigen Social-Media-Strategie für laut!  Auswahl der Plattform (Instagram, YouTube, TikTok…)

1.2 Zielgruppengerechte Ansprache

 Integration von Memes, Challenges und Gamificationelementen  Erhöhung der Reichweite von laut! unter Jugendlichen aus Nürnberg

1.3 Content-Produktion

 Entwicklung von Content-Formaten (z.B. kurze Reels, Storys, kurze Videos, Infografiken)  ggf. Podcast-Reihe „laut! spricht“

1.4 Medienpartnerschaften ausweiten

 Zusammenarbeit mit lokalen Medien sowie überregionalen Partnern, um laut! in der Stadtöffentlichkeit bekannter zu machen

2. ERWEITERUNG: Digitalisierung der Beteiligungsprozesse

Ziel: die Beteiligung von Jugendlichen soll digitaler, sichtbarer und zugänglicher gestaltet werden.  digitale Anliegen-Sammlung und Austauschplattform  digitale Präsentation von umgesetzten Anliegen und Projekten mit Hilfe von neu zu integrierende Onlinetools (Karten, Apps…oder ähnliches)

3. NEU: „Rathausworkshops“

Unterstützt durch die Zukunftsstiftung der Sparkasse ging das Projekt „Lernort Nürnberger Rathaus“ 2024/2025 zunächst befristet an den Start. Durch die Aufstockung der Mittel von laut! können die „Rathausworkshops“ nun verstetigt werden.

Fragen, die junge Menschen umtreiben, sollen in Workshops aufgegriffen werden: „Was passiert im Rathaus? Wer arbeitet dort? Was machen die Menschen dort den ganzen Tag? Was ist mir wichtig? Was stört mich? Wo möchte ich in Nürnberg etwas verändern?“  4-stündige Workshops im Rathaus  für Schulklassen ab der 8. Jahrgangstufe  Projektpartner: Medienzentrum Parabol, laut! Nürnberg, DoKuPäd, Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg  Methode: Actionbound – mit vielen digitalen Elementen  Anschlusspotential an die Mikroprojektförderung von laut! cash  Optional: Weiterverfolgung von Ideen im Rahmen der „laut! Pauschale“ zur Aufwertung und/ oder Verbesserung (baulicher) Anliegen im öffentlichen Raum  die Ergebnisse der Rathaus-Workshops werden digital erfasst und veröffentlicht

4. VERÄNDERUNG: Begriffe aus Politik und Verwaltung jugendgerecht erklärt

 das Format der BlahBlase wird komplett überarbeitet  weiterhin werden (unverständliche) Begriffe aus der Politik und Verwaltung in kurzen Clips (max. 1:30 Min.) jugendgerecht erklärt  jährlich sollen 2-3 Clips entstehen  Verbreitung der Clips auf den Social-Media-Kanälen von laut!  kostenlose zur-Verfügung-Stellung der Clips für Multiplikatoren zum Einsatz im Unterricht oder bei Gruppenstunden im Rahmen der politischen Bildung  Verwendung der Clips in den Workshops von DokuPäd

5. VERÄNDERUNG: das Konzept des laut! Forum live wird überarbeitet

 Anpassung des Formats unter Einbeziehung von Multiplikator/-innen und ggf. Jugendlichen

  1. weitere Ideen:  Refresh der Webseite von laut!  Beteiligungscoaches  Ausbildung von bis zu 10 jungen Menschen in Nürnberg als „Peer-to-Peer Botschafter/-innen für Kinder- und Jugendbeteiligung“  Zusammenarbeit mit der Fach- und Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Bayern des BJR  zwei-modulige Ausbildungsreihe mit Zertifikat „Beteiligungscoach“  bayernweite Vernetzung der Coaches  Einsatz der Beteiligungscoaches bei laut!-Modulen und Veranstaltungen  Buchungsmöglichkeiten / Einbindung der Coaches für Partizipationsangebote in Jugendeinrichtungen oder bei anderen interessierten Partner/-innen aus der Jugend(verbands)arbeit oder der Jugendhilfe

Antrag Ziffer 7:

Ergänzt werden sollen die Maßnahmen durch ein „Willkommen im Jugendalter – Pa-

ket“, welches zum 14. Geburtstag an die Jugendlichen übergeben wird …Gutscheine

erhalten von Partnern aus der Wirtschaft … Angebote der Stadt für die Jugendlichen

näherbringen …Pakete in der Jugendeinrichtung in der Nähe unter Angabe der per-

sönlichen Nummer abgeholt werden können.

Der Antrag zielt unter Ziffer 7 darauf ab, neben Informations- und Kommunikationsaktionen auch gezielt Marketinginstrumente einzusetzen. Gutscheinmarketing ist ein bewährtes Instrument und spricht auch junge Menschen an. Es zielt auf Emotionen ab, indem es positive Gefühle wie Freude und Überraschung hervorruft. Es schafft eine emotionale Verbindung zwischen Kunde und Marke, die über den Moment der Transaktion hinaus Bestand hat. Ähnliche Ansätze sind auch Verlosungs- oder Gewinnspielaktionen, die einen Kontakt anbahnen können.

Für gute Angebote der Kinder- und Jugendarbeit auch mit derartigen Marketinginstrumenten in jeweils einem Jahrgang (rund 5.000 14-Jährige) zu werben, wäre ein interessanter Ansatz. Das dafür notwendige Know How müsste aber erst aufgebaut und dann eine entsprechende Kampagne geplant und mit den beteiligten Akteuren abgestimmt, umgesetzt und evaluiert werden. Dafür stehen im Jugendamt keine personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung. Auch an die Auswahl von geeigneten Sponsoren müssten hohe Anforderungen gestellt und diese sensibel ausgewählt werden, damit sie zu den bewusst nicht kommerziellen ausgerichteten Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit passen. Der Aufwand, solche Partner zu finden und zu betreuen, sollte nicht unterschätzt werden.

Die Grundidee besteht jedoch darin, , möglichst viele junge Menschen anzusprechen, die bisher noch keine Berührung mit Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit, verbandlichen Arbeit oder Partizipationsformaten haben, und sie dazu ermuntern, im Wortsinn einmal den Fuß über die Schwelle einer nahe gelegenen Einrichtung der OKJA zu setzen und sie als einen offenen Ort der Jugend zu erleben. Diese Grundidee werden die Verwaltung des Jugendamts und ihre Kooperationspartner gerne weiterverfolgen.

Eine Stärkung des Informationsangebotes und des Kommunikationsmanagements der gesamten Kinder- und Jugendarbeit könnte z.B. über die Jugendinformation des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt erfolgen. Zentrale Aufgabe der Jugendinformation ist die Informationen

für junge Menschen und die Öffentlichkeit zu Jugend, Jugendarbeit, Infrastruktur sowie Informations- und Serviceangeboten bereitzustellen. Das Angebot müsste dahingehend geprüft und ggf. die Ressourcenausstattung verbessert werden. Darüber hinaus bietet sich die Verschränkung mit der Social-Media-Kampagne an. Außerdem soll weiter nach kreativen Ideen, auch gemeinsam mit jungen Menschen gesucht werden, um z.B. durch vernetzte Aktionen in den Einrichtungen eine deutlich höhere Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Verwaltung des Jugendamts wird zu den weiteren Planungen und Entwicklungen berichten.

C. Ansatzpunkte für weiteres Vorgehen, Prioritäten

Mit der Darstellung der fachlichen Positionierungen zu den aufgeworfenen Fragen und Anregungen des Antrags ist zunächst auf Seiten der Verwaltung die Bearbeitung der Antragsinhalte abgeschlossen. Es sind weitreichende Vorschläge und Anknüpfungspunkte enthalten, um Perspektiven für die jungen Menschen in Nürnberg zu gewinnen und in den fachpolitischen Diskurs einzuspeisen. Dank der gewährten Zuschusserhöhung für laut! und der Projektmittel für NYC können einzelne Punkte (laut! und Social Media-Kampagne) direkt nach der Mittelfreigabe umgesetzt werden. Sich kommunalpolitisch weiterhin aktiv für Kinder- und Jugendarbeit in Nürnberg einzusetzen, belegen die Erkenntnisse der ausgewählten Studien und insbesondere der 17. Jugendbericht, der präzise Anknüpfungspunkte an die verantwortlichen politischen Ebenen formuliert. Den Auftrag, die Angebote und Leistungen noch offensiver und auf moderne Art und in unterschiedlichsten Formaten publik zu machen, greift die Verwaltung des Jugendamts gemeinsam mit ihren Partnern Parabol und KJR gerne auf. Dafür können vor allem die gute und enge Vernetzung und die hohe fachliche Kompetenz der Beteiligten genutzt werden.

Andererseits blickt die Nürnberger Szene der Kinder- und Jugendarbeit mit Sorge auf die laufenden und weiteren angekündigten Konsolidierungsprozesse, die Einschnitte und Belastungen mit sich bringen werden. Langfristig und zukunftsorientiert gedacht muss trotz sehr schwieriger Rahmenbedingungen der Fokus weiterhin auf Themen der Kinder- und Jugendhilfe liegen. Ein erster Vorschlag im Sinne des Antrags „Nürnberg Young City - eine Stadt der Jugend und für die Jugend“ wäre eine übergreifende Schwerpunktsetzung in der Kommunalpolitik für die Jugend:

des KJR der jugendarbeitsnahen freien Träger von Aktivspielplätzen, der Muz, Parabol und Fanprojekt (ggf. auch über Personalkostenindex hinaus).

planung (letzteres siehe Entwicklungsplanung).

stellen einer vierten Planstelle in Kinder- und Jugendhäusern

zes und der notwendigen Personalressourcen im neuen Kinder- und Jugendhaus Altstadt zur Koordination von laut!.

Quellen (zu Teil A 2):

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Zuversicht braucht Vertrauen. Die Lage der jungen Generation und die Situation der Kinder- und Jugendhilfe. Zentrale Erkenntnisse und Empfehlungen des 17. Kinder- und Jugendberichts, 1. Auflage, Berlin 2024.

Marc Calmbach, Bodo Flaig, Rusanna Gaber, Tim Gensheimer, Heide Möller-Slawinski, Christoph Schleer, Naima Wisniewski: Wie ticken Jugendliche? Lebenswelten von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren in Deutschland - Sinus Jugendstudie 2024, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2024.

Dr. Matthias Albert, Prof. Dr. Gudrun Quenzel, et al.: 19. Shell Jugendstudie, Beltz, Weinheim 2024.

Schnetzer Simon, Hurrelmann Klaus: Jugend in Deutschland – Eine Sonderauswertung für das Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und Gesundheit, Datajockey Verlag, Kempten 2022.

El-Mafaalani, Aladin: Die übersehene Generation. in: Der Spiegel Nr.4, 18.01.2025, S. 110- 111.

Anne Berngruber, Lisa Hasenbein, Christine Steiner: Sozial eingebunden, trotzdem einsam? Einsamkeitsempfinden Jugendlicher und junger Erwachsener, 2024, https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/einsamkeit-2024/557852/sozial-eingebundentrotzdem-einsam/ besucht am 21.02.2025.

Dr. Anja Langness: Wie einsam sind junge Erwachsene im Jahr 2024? Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2024. https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/GenNow_Einsamkeit_Daten06lay.pdf besucht am 21.03.2025.

Download ↓