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Sachverhalt

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Stadtratsfraktion Bündnis90/Die Grünen Hauptbahnhof Soziales & Gesundheit Rad- und Fußverkehr Verkehr & Mobilität

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Allersberger Tunnel, Umbau der Kfz-Spur in einen Radweg

Antrag der Stadtratsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen vom 17.05.2019

Sachverhalt

In Ihrem Antrag vom 17.05.2019 beantragt die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen, die Voraussetzungen für einen Umbau der Kfz.-Spur im Allersberger Tunnel in einen Radweg und dessen Integration ins bestehende Netz zu prüfen.

Beim Runden Tisch Radverkehr im November 2020 wurde der Vorschlag anhand von Präsentationen der Verbände und der Verwaltung diskutiert.

Der Querschnitt des Allersberger Tunnels ist durch die beidseitig symmetrisch vorhandenen Pendelstützen festgelegt. Ein Straßenbahn- und Busfahrbereich ist durch einen Hochbord von der 4,10 m breiten Fahrbahn abgetrennt. Im Seitenbereich befindet sich ein 3,20 m breiter Gehweg, von dem ein ca. 1,60 m breiter Radweg abmarkiert ist.

Die Verhältnisse sind - historisch bedingt - nicht optimal. Sie ähneln der Situation im Steinbühler- und Marientunnel.

  1. Sperrung der Fahrbahn für den Kraftfahrzeugverkehr

Durch die vorgeschlagene Herausnahme des Kfz-Verkehrs aus dem Allersberger Tunnel erhöht sich die Verkehrsbelastung in der Scheurlstraße und damit auch im Marientunnel. Dort hat die Straßenbahn keinen eigenen Fahrweg sondern fährt im Verkehr mit. Höhere Verlustzeiten sind zu befürchten. Zudem verlagert sich der Kraftfahrzeugverkehr in eine stark von Wohnbebauung geprägten Straße. Auch anderweitige Verlagerungen würden stark bewohnte Straßen betreffen. Im Störungsfall ist in diesem Bereich die Beibehaltung beider Hauptverkehrsstraßen im Marien- und Allersberger Tunnel sinnvoll.

  1. Wirkung einer Radspur auf der Ostseite des Allersberger Tunnels

 Aus Richtung Hauptbahnhof wäre zukünftig die Querung der ÖV-Trasse erforderlich, um den Zweirichtungsradweg zu erreichen,

 Allersberger Tunnel-Süd: Eigene Phase für Radverkehr nach Südosten erforderlich, Haltlinie für stadtauswärtigen Radverkehr wegen Bus-Schleppkurve weit im Tunnel liegend mit entsprechend hohen Räumzeiten und unschöner Warteposition im Tunnel, Konflikte mit der Querung der Allersberger Straße in Höhe Köhnstraße, Wartezeiten für stadtauswärtigen Radverkehr (heute keine)

 Allersberger Str. / Hinterm Bahnhof: Nur kurze Freigabezeit für stadtauswärtigen, zur Straßenbahn und zu stadteinwärts linksabbiegenden Radverkehr feindlichen Radverkehr, freies Rechtsabbiegen in Richtung Hbf.-Südausgang entfällt,

 Insgesamt treten ca. sechs neue Feindlichkeiten in der Signaltechnik für den geforderten Radweg gegenüber der heutigen Situation auf.

Die erheblichen Wartezeiten lassen erwarten, dass der Radverkehr insbesondere von der Westseite des Tunnels nicht auf die vorgeschlagene Trasse verlagerbar ist.

  1. Allersberger Straße als ÖPNV-Vorfahrtstrasse

Nachfolgende Grafik zeigt, dass die Verkehrsmengen auf den im Allersberger Tunnel und in der Allersberger Straße verkehrenden VAG-Linien sehr groß sind. Deshalb hat die 1 / 2

Verwaltung entschieden, dem Vorschlag der Radtrasse anstelle Kfz-Fahrbahnen nicht zu folgen.

Abbildung 1

Aus der Präsentation der Verwaltung im RTR, November 2020

  1. Verbesserungen für den Radverkehr

Folgende Verbesserungen für den Radverkehr wurden in den letzten Jahren durchgeführt:

 Verbesserung Querung Allersberger Straße parallel zur Bahnhofstraße auf der Nordseite des Allersberger Tunnels,

 Querung der Bahnhofstraße vom Allersberger Tunnel kommend in Richtung Norden mit einer eigenen Radfurt,

 Indirekter Linksabbieger von der Allersberger Straße in Richtung Hauptbahnhof- Südausgang und Radwegverbindung dorthin,

 Verbreiterung Radstreifen Allersberger Straße in Teilbereichen,

 Umbau der Scheurlstraße mit sicherem Fahren des Radverkehrs neben den Straßenbahnschienen.

Fazit:

Ausschließlich im Allersberger Tunnel kann auch zukünftig keine Verbesserung herbeigeführt werden. Aus den vorgenannten Gründen hat die Verwaltung den Vorschlag der Rad-Verbände und der Stadtratsfraktion Bündnis90/Die Grünen nicht weiter verfolgt. Entsprechend dieser Entscheidung wurden seitdem ein Großteil der Verkehrsanlagen mit den o.g. Verbesserungen neu gebaut bzw. saniert.

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