Sitzungsunterlagen
Sitzung der Kommission für
Integration
25.07.2024
Inhaltsverzeichnis
Sitzungsdokumente Tagesordnung -öffentlich- 3 Vorlagendokumente TOP Ö 1 Statistischer Jahresbericht für 2023 des Amtes für Migration und Integration und des Amtes für Stadtforschung und Statistik über ausländische Staatsangehörige und Menschen mit Migrationshintergrund in Nürnberg Berichtvorlage MI/001/2024 4 Statistischer Jahresbericht für 2023 MI/001/2024 8 TOP Ö 2 Aktuelle Maßnahmen gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung Berichtvorlage MRB-GST/003/2024 30 Bericht Integrationskommission MRB MRB-GST/003/2024 34 Antrag SPD Aktionsplan gegen Antisemitismus MRB-GST/003/2024 41 Antrag Grüne SPD UN-Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung in Nuernberg 43 MRB-GST/003/2024 Antrag SPD Grüne Stadtratssitzung TOP 4 Änderung Beschlusstext 20.03.2024 46 MRB-GST/003/2024 Beschluss StR 20.03.2024 MRB-GST/003/2024 47 TOP Ö 3 Lernräume für Schülerinnen und Schüler in Nürnberg Sitzungsvorlage Ref.IV/020/2024 48 Sachverhalt Ref.IV/020/2024 51 Beschluss des Integrationsrates zur Schaffung öffentlicher Lernräume Ref.IV/020/2024 59
TAGESORDNUNG
Sitzung
Sitzung der Kommission für Integration
Sitzungszeit
Donnerstag, 25.07.2024, 15:00 Uhr
Sitzungsort
Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal
TAGESORDNUNG
Öffentliche Sitzung
1. Statistischer Jahresbericht für 2023 des Amtes für Migration und Bericht
Integration und des Amtes für Stadtforschung und Statistik über MI/001/2024
ausländische Staatsangehörige und Menschen mit
Migrationshintergrund in Nürnberg
König, Marcus
2. Aktuelle Maßnahmen gegen Rassismus, Antisemitismus und Bericht
Diskriminierung MRB-
GST/003/2024 König, Marcus
3. Lernräume für Schülerinnen und Schüler in Nürnberg, hier: Bericht
Beschluss des Nürnberger Rates für Integration und Ref.IV/020/2024
Zuwanderung vom 07.11.2023
Trinkl, Cornelia
- Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 11.04.2024,
öffentlicher Teil
Berichtsvorlage MI/001/2024
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kommission für Integration 25.07.2024 öffentlich Bericht
Betreff: Statistischer Jahresbericht für 2023 des Amtes für Migration und Integration und des Amtes für Stadtforschung und Statistik über ausländische Staatsangehörige und Menschen mit
Migrationshintergrund in Nürnberg
Anlagen: Statistischer Jahresbericht für 2023
Bericht:
Die in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Ausländerinnen und Ausländer werden mit ihrem Aufenthaltsstatus im Ausländerzentralregister (AZR) zentral statistisch erfasst. Das AZR wird für Deutschland vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geführt und stellt den Ausländerbehörden jeweils im Februar für ihren örtlichen Zuständigkeitsbereich die Statistik zum Stichtag 31.12. des Vorjahres zur Verfügung.
Daneben gibt das Amt für Stadtforschung und Statistik der Stadt Nürnberg (StA) statistische Monatsberichte ("Nürnberger Statistik aktuell") heraus, die sich u.a. auf den Anteil der in Nürnberg lebenden Ausländerinnen und Ausländer am Bevölkerungsstand und an der Bevölkerungsbewegung in Nürnberg beziehen. Erweitert wird diese Betrachtung durch eine Auswertung der in Nürnberg lebenden Menschen mit Migrationshintergrund (familiärer Migrationshintergrund und Bezugsland). Zusätzlich führt das innerhalb der Stadtverwaltung Nürnberg für den Vollzug des Ausländerrechts zuständige Amt für Migration und Integration (MI) für bestimmte Ausländergruppen und über die Einbürgerung ausländischer Staatsangehöriger interne Statistiken.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Unterschiedliche Betroffenheit aufgrund Nationalität, Aufenthaltsdauer und Lebensalter infolge gesetzlicher Festlegungen.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
StA
Koordinierungsgruppe Integration
Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bzw. Menschen mit
Migrationshintergrund in Nürnberg
(Stand 31.12.2023)
Vorbemerkung
Die in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit werden mit ihrem Aufenthaltsstatus im Ausländerzentralregister (AZR) zentral statistisch erfasst. Das AZR wird für Deutschland vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geführt und stellt den Ausländerbehörden jeweils im Februar für ihren örtlichen Zuständigkeitsbereich die Statistik zum Stichtag 31.12. des Vorjahres zur Verfügung.
Daneben veröffentlicht das Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (StA) Berichte aus Stadtforschung und Statistik sowie weitere Sonderberichte, die u.a. Informationen über den Anteil der in Nürnberg lebenden Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit am Bevölkerungsstand und an der Bevölkerungsbewegung in Nürnberg beziehen. Erweitert wird diese Betrachtung durch eine Auswertung der in Nürnberg lebenden Menschen mit Migrationshintergrund (familiärer Migrationshintergrund und Bezugsland).
Zusätzlich führt das innerhalb der Stadtverwaltung Nürnberg für den Vollzug des Ausländerrechts zuständige Amt für Migration und Integration (MI)
für bestimmte Gruppen von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit und über die Einbürgerung ausländischer Staatsangehöriger
interne Statistiken.
Die nachstehenden Zahlen sind diesen drei Statistiken entnommen; sie beziehen sich auf den Stand
31.12.2023.
Um Missverständnisse zu vermeiden, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die in diesem Bericht genannten Zahlen – Kapitel „G.“ ausgenommen – sich nur auf Ausländer „im rechtlichen Sinne“ und nicht insgesamt auf Menschen mit Migrationshintergrund, wie z. B. Aussiedler und Eingebürgerte, beziehen.
A. Bevölkerungsstand (Quelle: AZR)
Zum 31.12.2023 lebten in Nürnberg insgesamt 146.625 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit aus über 170 Ländern, davon Männer 74.025 Frauen 72.488 divers 6 Unbekannt 106
Dies entsprach zum 31.12.2023 einem Anteil von 26,93 % der Gesamtbevölkerung (Stand Melderegister zum 31.12.2023: 544.414) und bedeutet eine Zunahme gegenüber dem Stand vom 31.12.2022 (141.713) um 4.912 Personen (+ 3,47 %). Es ist anzumerken, dass im Jahr 2023 insgesamt 2.444 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit eingebürgert wurden. Doppelstaater sind in der Gesamtzahl der Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit nicht enthalten. In dieser Gesamtzahl sind dagegen ca. 1.759 Asylbewerber und ca. 856 Ausreisepflichtige einbezogen.
A.1 In Nürnberg lebende Personen in der Zuständigkeit der ABH Nürnberg (MI)
Gliederung nach Nationalitäten (ab 25 Personen) – Absteigend nach Anzahl (Quelle: AZR)
| Länder | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | 118.621 | 123.287 | 129.190 | 133.491 | 132.571 | 133.163 | 141.713 | 146.625 | |||||||||
| Türkei | 18.086 | 17.885 | 17.701 | 17408 | 16.984 | 16.635 | 16.498 | 16.748 | |||||||||
| Rumänien | 10.482 | 11.802 | 13.539 | 14903 | 14.747 | 15.037 | 14.424 | 14.163 | |||||||||
| Ukraine | 4.404 | 4.275 | 4.246 | 4.201 | 4.178 | 4.077 | 11.739 | 12.192 | |||||||||
| Griechenland | 11.288 | 11.581 | 12.016 | 12145 | 12.114 | 12.038 | 11.736 | 11.542 | |||||||||
| Italien | 6.862 | 7.029 | 7.186 | 7232 | 6.983 | 6.862 | 6.631 | 6.540 | |||||||||
| Syrien | 3.417 | 3.979 | 4.268 | 4.710 | 5.000 | 5.323 | 5.852 | 6.396 | |||||||||
| Bulgarien | 4.178 | 4.713 | 5.336 | 5801 | 5.875 | 6.152 | 6.017 | 5.896 | |||||||||
| Kroatien | 4.711 | 4.985 | 5.547 | 5893 | 5.969 | 6.056 | 5.885 | 5.793 | |||||||||
| Polen | 5.942 | 5.943 | 6.051 | 6.070 | 5.853 | 5.696 | 5.424 | 5.169 | |||||||||
| Irak | 4.320 | 4.497 | 4.645 | 4745 | 4.727 | 4.658 | 4.269 | 4.412 | |||||||||
| Russische Föderation | 3.512 | 3.534 | 3,572 | 3.617 | 3.588 | 3.500 | 3.640 | 3.946 | |||||||||
| Bosnien und Herzegowina | 2.658 | 2.773 | 2.993 | 3.137 | 3.292 | 3.422 | 3.654 | 3.901 | |||||||||
| Serbien | 2.753 | 2.838 | 2.904 | 3027 | 3.096 | 3.185 | 3.280 | 3.348 | |||||||||
| Indien | 1.173 | 1.265 | 1.523 | 1.730 | 1.677 | 1.826 | 2.374 | 3.270 | |||||||||
| Kosovo | 2.175 | 2.271 | 2.355 | 2456 | 2.450 | 2.555 | 2.710 | 2.873 | |||||||||
| Nordmazedonien | 980 | 1.068 | 1.131 | 1.286 | 1.380 | 1.426 | 1.554 | 1.738 | |||||||||
| Ungarn | 1.831 | 1.907 | 2.083 | 2142 | 2.037 | 1.833 | 1.747 | 1.711 |
| Länder | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Spanien | 1.786 | 1.811 | 1.855 | 1866 | 1.788 | 1.739 | 1.678 | 1.646 | |||||||||
| Vietnam | 1.215 | 1.241 | 1.256 | 1.299 | 1.295 | 1.330 | 1.437 | 1.623 | |||||||||
| Iran | 1.202 | 1.219 | 1.265 | 1.306 | 1.320 | 1.346 | 1.456 | 1.544 | |||||||||
| Äthiopien | 1.203 | 1.277 | 1.282 | 1315 | 1.355 | 1.423 | 1.401 | 1.544 | |||||||||
| China | 1.237 | 1.297 | 1.316 | 1341 | 1.300 | 1.281 | 1.312 | 1.487 | |||||||||
| Albanien | 258 | 356 | 457 | 591 | 729 | 851 | 1.069 | 1.434 | |||||||||
| Österreich | 1.571 | 1.590 | 1.589 | 1.574 | 1.553 | 1.510 | 1.446 | 1.431 | |||||||||
| Afghanistan | 528 | 466 | 493 | 535 | 482 | 610 | 954 | 1.303 | |||||||||
| Vereinigte Staaten von Amerika | 1.262 | 1.295 | 1.286 | 1327 | 1.278 | 1.278 | 1.251 | 1.298 | |||||||||
| Tschechien | 1.090 | 1.139 | 1.182 | 1234 | 1.171 | 1.135 | 1.092 | 1.072 | |||||||||
| Aserbaidschan | 1040 | 1027 | 990 | 944 | 908 | 930 | 1.001 | 1.038 | |||||||||
| Moldau | 490 | 543 | 618 | 722 | 745 | 793 | 853 | 896 | |||||||||
| Frankreich | 853 | 936 | 1.001 | 945 | 890 | 845 | 813 | 815 | |||||||||
| Großbritannien mit Nordirland | 855 | 940 | 933 | 834 | 767 | 706 | 712 | 708 | |||||||||
| Portugal | 608 | 670 | 729 | 695 | 667 | 665 | 656 | 678 | |||||||||
| Pakistan | 431 | 416 | 423 | 425 | 427 | 438 | 506 | 635 | |||||||||
| Nigeria | 531 | 543 | 550 | 592 | 599 | 579 | 607 | 632 | |||||||||
| Brasilien | 397 | 456 | 516 | 566 | 530 | 524 | 560 | 588 | |||||||||
| Georgien | 414 | 394 | 442 | 495 | 511 | 496 | 530 | 579 | |||||||||
| Eritrea | 303 | 329 | 360 | 402 | 429 | 438 | 525 | 578 | |||||||||
| Kasachstan | 529 | 521 | 528 | 512 | 514 | 518 | 528 | 563 | |||||||||
| Lettland | 528 | 549 | 571 | 606 | 604 | 602 | 569 | 553 | |||||||||
| Thailand | 506 | 517 | 516 | 534 | 533 | 529 | 543 | 543 | |||||||||
| Armenien | 485 | 495 | 507 | 478 | 482 | 486 | 534 | 541 | |||||||||
| Tunesien | 259 | 275 | 289 | 294 | 321 | 358 | 402 | 482 | |||||||||
| Slowakei | 488 | 504 | 509 | 525 | 548 | 521 | 504 | 476 | |||||||||
| Montenegro*) | 350 | 358 | 368 | 418 | 423 | 437 | 449 | 457 | |||||||||
| Weißrussland | 393 | 375 | 367 | 368 | 375 | 358 | 397 | 427 | |||||||||
| Sri Lanka | 433 | 408 | 410 | 401 | 389 | 378 | 384 | 410 | |||||||||
| Ägypten | 184 | 199 | 222 | 255 | 260 | 294 | 355 | 405 | |||||||||
| Marokko | 177 | 200 | 215 | 247 | 237 | 263 | 290 | 396 | |||||||||
| Slowenien | 443 | 448 | 449 | 439 | 447 | 421 | 409 | 383 | |||||||||
| Litauen | 409 | 416 | 446 | 467 | 447 | 430 | 402 | 383 | |||||||||
| Kamerun | 349 | 338 | 367 | 389 | 365 | 357 | 330 | 344 | |||||||||
| Palästinensische Gebiete (nicht als Staat anerkannt)*) | 289 | 310 | 358 | 364 | 342 | ||||||||||||
| Niederlande | 346 | 360 | 376 | 378 | 348 | 350 | 341 | 337 | |||||||||
| Ghana | 249 | 266 | 272 | 271 | 266 | 280 | 285 | 313 | |||||||||
| Somalia | 110 | 130 | 154 | 180 | 185 | 214 | 271 | 309 | |||||||||
| Japan | 257 | 292 | 326 | 318 | 286 | 268 | 267 | 305 | |||||||||
| Korea Republik | 230 | 268 | 297 | 316 | 281 | 275 | 274 | 300 | |||||||||
| Mexiko | 174 | 241 | 256 | 264 | 238 | 239 | 258 | 292 | |||||||||
| Kolumbien | 183 | 185 | 194 | 213 | 216 | 223 | 239 | 272 |
| Länder | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Philippinen | 165 | 178 | 195 | 213 | 222 | 240 | 261 | 270 | |||||||||
| Kuba | 125 | 114 | 119 | 115 | 117 | 125 | 154 | 248 | |||||||||
| Algerien | 133 | 137 | 138 | 148 | 153 | 147 | 169 | 234 | |||||||||
| Staatenlos*) | 233 | 232 | 251 | 268 | 257 | 253 | 237 | 232 | |||||||||
| Usbekistan | 178 | 182 | 176 | 180 | 180 | 202 | 202 | 219 | |||||||||
| Indonesien | 162 | 167 | 169 | 161 | 173 | 178 | 195 | 207 | |||||||||
| Bangladesch | 87 | 99 | 115 | 124 | 130 | 155 | 163 | 198 | |||||||||
| Schweden | 191 | 195 | 205 | 199 | 197 | 192 | 190 | 192 | |||||||||
| Kanada | 170 | 181 | 196 | 179 | 160 | 170 | 193 | 181 | |||||||||
| Togo | 157 | 164 | 163 | 171 | 166 | 164 | 163 | 168 | |||||||||
| Serbien und Montenegro (ehemals) | 264 | 250 | 233 | 197 | 175 | 160 | 159 | 155 | |||||||||
| Schweiz | 180 | 174 | 180 | 178 | 167 | 161 | 154 | 155 | |||||||||
| Kirgisistan | 89 | 89 | 89 | 120 | 110 | 104 | 129 | 152 | |||||||||
| Ungeklärt*) | 153 | 133 | 137 | 138 | 141 | 141 | 150 | 151 | |||||||||
| Irland | 145 | 163 | 165 | 153 | 151 | 145 | 127 | 139 | |||||||||
| Kenia | 143 | 133 | 135 | 141 | 138 | 129 | 126 | 124 | |||||||||
| Jordanien | 89 | 96 | 94 | 102 | 102 | 113 | 108 | 124 | |||||||||
| Israel | 99 | 101 | 102 | 99 | 96 | 100 | 107 | 118 | |||||||||
| Venezuela | 70 | 73 | 68 | 84 | 86 | 90 | 99 | 118 | |||||||||
| Argentinien | 41 | 44 | 60 | 64 | 75 | 69 | 96 | 114 | |||||||||
| Mongolei | 81 | 88 | 89 | 89 | 89 | 88 | 100 | 112 | |||||||||
| Tadschikistan **) | 34 | 42 | 56 | 71 | 112 | ||||||||||||
| Taiwan | 74 | 73 | 90 | 103 | 90 | 88 | 97 | 105 | |||||||||
| Peru | 77 | 80 | 91 | 91 | 93 | 94 | 97 | 104 | |||||||||
| Libanon | 105 | 104 | 112 | 111 | 102 | 97 | 107 | 103 | |||||||||
| Belgien | 105 | 110 | 124 | 119 | 112 | 108 | 88 | 102 | |||||||||
| Australien | 100 | 105 | 111 | 119 | 114 | 114 | 108 | 99 | |||||||||
| Chile | 66 | 71 | 85 | 87 | 88 | 76 | 81 | 98 | |||||||||
| Sudan (ohne Südsudan) | 44 | 45 | 59 | 60 | 58 | 60 | 74 | 96 | |||||||||
| Finnland | 122 | 122 | 120 | 129 | 107 | 95 | 88 | 94 | |||||||||
| Estland | 85 | 93 | 105 | 97 | 90 | 93 | 90 | 90 | |||||||||
| Malaysia | 71 | 76 | 81 | 88 | 86 | 80 | 87 | 83 | |||||||||
| Südafrika | 61 | 65 | 65 | 78 | 75 | 76 | 74 | 83 | |||||||||
| Tschechoslowakische Republik (ehemals) | 109 | 104 | 95 | 84 | 84 | 82 | 82 | 81 | |||||||||
| Nepal | 52 | 53 | 49 | 50 | 52 | 55 | 61 | 72 | |||||||||
| Angola | 75 | 72 | 73 | 75 | 74 | 75 | 74 | 70 | |||||||||
| Norwegen | 51 | 52 | 56 | 54 | 60 | 58 | 65 | 69 | |||||||||
| Kongo, Dem. Rep. | 58 | 57 | 56 | 55 | 58 | 62 | 61 | 68 | |||||||||
| Jemen **) | 42 | 53 | 66 | ||||||||||||||
| Mosambik | 78 | 80 | 79 | 80 | 73 | 65 | 65 | 64 | |||||||||
| Dänemark u. Färöer | 80 | 71 | 81 | 88 | 85 | 76 | 63 | 62 | |||||||||
| Ecuador | 35 | 38 | 44 | 49 | 46 | 46 | 54 | 61 |
| Länder | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Uganda | 71 | 70 | 66 | 71 | 69 | 56 | 64 | 58 | ||||||
| Gambia **) | 35 | 39 | 40 | 43 | 57 | |||||||||
| Jugoslawien (ehemals)*) | 65 | 62 | 70 | 71 | 57 | 56 | 57 | 56 | ||||||
| Burkina Faso | 32 | 39 | 36 | 40 | 45 | 43 | 48 | 56 | ||||||
| Dominikanische Republik | 48 | 42 | 54 | 62 | 58 | 54 | 53 | 55 | ||||||
| Benin **) | 31 | 53 | ||||||||||||
| Turkmenistan | 29 | 33 | 29 | 30 | 27 | 29 | 45 | 49 | ||||||
| Sierra Leone **) | 38 | 46 | ||||||||||||
| Honduras **) | 29 | 40 | ||||||||||||
| Elfenbeinküste (Cote d´Ivoire) | 28 | 27 | 29 | 29 | 30 | 28 | 31 | 37 | ||||||
| China (Hongkong) **) | 29 | 35 | ||||||||||||
| Madagaskar **) | 28 | 35 | ||||||||||||
| Senegal **) | 30 | 34 | ||||||||||||
| Serbien (ehemals)*) | 60 | 59 | 58 | 55 | 47 | 34 | 33 | 33 | ||||||
| Simbabwe **) | 33 | |||||||||||||
| Libyen **) | 27 | 30 | ||||||||||||
| Ohne Angabe*) | 189 | 256 | 35 | 39 | 32 | 29 | 31 | 29 | ||||||
| Luxemburg | 27 | 28 | 30 | 31 | 30 | 30 | 30 | 27 | ||||||
| Guinea **) | 27 | |||||||||||||
| Laos | 27 | 26 | 27 | 27 | 26 | 25 | 25 | 26 | ||||||
| Kambodscha **) | 26 | |||||||||||||
| Bolivien **) | 25 | |||||||||||||
| Zusammenfassung Sonstige Staaten | 453 | 491 | 763 | 518 | 638 | 671 | 431 | 330 |
*) Bisher ohne konkrete Zuordnung geführt **) Nationalitäten bisher unter „Sonstige“ geführt
A.2 In Nürnberg lebende Personen mit Zuständigkeit der Zentralen Ausländerbehörde
(ZAB) Mittelfranken
Alphabetisch nach Staatsangehörigkeiten, Stichtag: 31.12.2023 (Quelle: ZAB Mittelfranken)
| Staatsangehörigkeit | Summe | |
|---|---|---|
| Afghanistan | 12 | |
| Ägypten | 1 | |
| Albanien | 1 | |
| Algerien | 1 | |
| Angola | 1 | |
| Argentinien | 1 | |
| Armenien | 15 | |
| Aserbaidschan | 78 | |
| Äthiopien | 52 | |
| Bangladesch | 2 |
| Belarus | 91 |
|---|---|
| Benin | 84 |
| Brasilien | 1 |
| Chile | 2 |
| China | 2 |
| Cote d´Ivoire | 1 |
| Dschibuti | 6 |
| Eritrea | 2 |
| Georgien | 12 |
| Ghana | 8 |
| Grenada | 1 |
| Guinea | 1 |
| Guinea Bissau | 1 |
| Irak | 176 |
| Iran | 70 |
| Jordanien | 1 |
| Kasachstan | 20 |
| Kolumbien | 6 |
| Kosovo | 4 |
| Kuba | 69 |
| Libanon | 1 |
| Libyen | 2 |
| Marokko | 6 |
| Moldau | 23 |
| Nigeria | 24 |
| Nordmazedonien | 6 |
| Ohne Angabe | 2 |
| Pakistan | 4 |
| Peru | 2 |
| Russische Föderation | 42 |
| Sambia | 1 |
| Saudi-Arabien | 1 |
| Senegal | 1 |
| Serbien | 6 |
| Somalia | 7 |
| Staatenlos | 8 |
| Syrien | 43 |
| Tadschikistan | 40 |
| Tunesien | 5 |
| Türkei | 546 |
| Ukraine | 23 |
| Ungeklärt | 58 |
| Venezuela | 137 |
| Vietnam | 1 |
| Gesamtzahl | 1.711 |
B. Aufenthaltsstatus (Quelle: AZR)
| Status | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtzahl | 123.287 | 129.190 | 133.491 | 132.571 | 133.163 | 141.713 | 146.625 | ||||||
| EU-Bürger | 58.286 | 62.409 | 64.737 | 63.752 | 62.850 | 61.631 | 59.464 | ||||||
| Drittausländer | 65.001 | 66.781 | 68.754 | 68.819 | 70.313 | 80.082 | 87.161 | ||||||
| Daueraufenthaltstitel (Niederlassungserl. etc.) | 39.113 | 38.805 | 38.629 | 37.900 | 37.591 | 38.292 | 36.749 | ||||||
| Befristeter Aufenthaltstitel | 17.927 | 19.227 | 20.771 | 19.193 | 18.746 | 23.688 | 28.862 | ||||||
| Asylbewerber (inkl. Asylgesuche) | 2.875 | 2.604 | 2.207 | 1.681 | 959 | 1.107 | 1.133 | ||||||
| davon Asylgestattung | 2.337 | 1.990 | 1.685 | 1.162 | 929 | 830 | 821 | ||||||
| Duldung | 1.060 | 1.162 | 1.221 | 1.516 | 1.472 | 1.031 | 856 |
C. Wechsel in die deutsche Staatsangehörigkeit 2023
Gliederung nach Anspruchs- und Ermessenseinbürgerung, sowie neu gestellte Einbürgerungsanträge
| Jahr | Anspruchs- | Ermessens- | Einbürgerungen | Einbürgerungs- | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| einbürgerungen | einbürgerungen | (Gesamtzahl) | anträge | ||||
| 2008 | 875 | 255 | 1130 | 1434 | |||
| 2009 | 850 | 673 | 1523 | 1768 | |||
| 2010 | 754 | 923 | 1677 | 1656 | |||
| 2011 | 737 | 727 | 1464 | 1670 | |||
| 2012 | 896 | 691 | 1587 | 1586 | |||
| 2013 | 793 | 612 | 1405 | 1484 | |||
| 2014 | 732 | 639 | 1371 | 1436 | |||
| 2015 | 837 | 462 | 1299 | 1522 | |||
| 2016 | 1136 | 300 | 1436 | 1511 | |||
| 2017 | 977 | 180 | 1157 | 1609 | |||
| 2018 | 883 | 125 | 1008 | 1295 | |||
| 2019 | 1054 | 149 | 1203 | 1677 | |||
| 2020 | 1453* | 225* | 1678* | 2399 | |||
| 2021 | 1687* | 293* | 1890* | 2813 | |||
| 2022 | 1637 | 186 | 1823 | 3215 | |||
| 2023 | 2210 | 234 | 2444 | 4310 |
* In den Jahren 2020 und 2021 wurden versehentlich falsche Werte in den Spalten 2 und 3 (Anspruchs- und Ermessenseinbürgerungen) übermittelt.
D. Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Nürnberg am 31.12.2023
Deutsche und ausländische Bevölkerung nach Geschlecht und Altersgruppen
Ausländerzentralregister und Einwohnermelderegister sind eigenständige Verwaltungsregister mit unterschiedlichen Rechtsgrundlagen. So werden im Ausländerzentralregister alle ausländischen Personen erfasst, die sich nicht nur vorübergehend in Deutschland aufhalten. I. d. R. ist ein Aufenthalt bis zu drei Monaten möglich ohne Erfassung im allgemeinen Bestand des Ausländerzentralregisters. Die dem Melderegister zugrundeliegenden Datenquellen erfassen jedoch alle Personen, die sich gemäß den Meldevorschriften der Bundesländer anmelden, auch bei vorübergehendem Aufenthalt.
Während das Ausländerzentralregister zentral für Deutschland vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geführt wird, werden die Melderegister auf Basis der Meldegesetze i.d.R. von den einzelnen Kommunen mit jeweils unterschiedlichen Melde- und Berichtswegen selbst gepflegt. Deshalb können Veränderungen bei Nichtdeutschen (z.B. Zuzug, Fortzug, Einbürgerung) bei den örtlich zuständigen Ausländerbehörden und damit im Einwohnermelderegister bereits registriert worden sein, während diese Daten noch nicht an das Ausländerzentralregister übermittelt wurden. Zudem muss berücksichtigt werden, dass das Melderegister alle nichtdeutschen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Nürnberg ausweist, die ausländerrechtliche Zuständigkeit zum Teil aber bei der Zentralen Ausländerbehörde Mittelfranken liegt. Aus diesem Grund weichen die Zahlen von Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in beiden Registern voneinander ab. In Nürnberg liegen die Bestandszahlen der ausländischen Bevölkerung im Melderegister um 8.856 über den Zahlen des Ausländerzentralregisters für die Stadt Nürnberg.
D.1 Deutsche und ausländische Bevölkerung nach Geschlecht und Altersgruppen am
31.12.2023
| Geschlecht | Altersgruppen (MI) | Gesamt | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Staatsang. (Dtsch, MH, EU) | männlich | weiblich | bis u. | 18 bis | 40 bis | 60 und | |||||||||
| 18 | u. 40 | u. 60 | älter | ||||||||||||
| Deutsch ohne | 129858 | 136907 | 26994 | 74986 | 71851 | 92934 | 266765 | ||||||||
| Migrationshintergrund | |||||||||||||||
| Deutsch mit | 61771 | 65309 | 36211 | 33915 | 29292 | 27662 | 127080 | ||||||||
| Migrationshintergrund | |||||||||||||||
| Ausländer (EU) | 33454 | 30347 | 10133 | 23324 | 21150 | 9194 | 63801 | ||||||||
| Ausländer (nicht-EU) | 43286 | 43482 | 12984 | 35638 | 24860 | 13286 | 86768 | ||||||||
| Gesamt | 268369 | 276045 | 86322 | 167863 | 147153 | 143076 | 544414 |
D.2 Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit und Altersgruppen am 31.12.2023
| Altersgruppen (MI) | bis | 18 bis | 40 bis | 60 und | Gesamt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nationalität | u. 18 | u. 40 | u. 60 | älter | |||||||
| Deutschland | 63205 | 108901 | 101143 | 120596 | 393845 | ||||||
| Albanien | 256 | 831 | 316 | 21 | 1424 | ||||||
| Bosnien und Herzegowina | 461 | 1373 | 1197 | 789 | 3820 | ||||||
| Belgien | 6 | 53 | 31 | 18 | 108 | ||||||
| Bulgarien | 1653 | 2618 | 2193 | 354 | 6818 | ||||||
| Dänemark | 6 | 23 | 22 | 14 | 65 | ||||||
| Estland | 7 | 48 | 31 | 8 | 94 | ||||||
| Finnland | 10 | 38 | 23 | 17 | 88 | ||||||
| Frankreich | 93 | 404 | 225 | 135 | 857 | ||||||
| Kroatien | 899 | 1964 | 1997 | 1243 | 6103 | ||||||
| Slowenien | 49 | 105 | 108 | 131 | 393 | ||||||
| Griechenland | 1948 | 3601 | 3925 | 2407 | 11881 | ||||||
| Irland | 12 | 71 | 38 | 20 | 141 | ||||||
| Island | - | 6 | 3 | 1 | 10 | ||||||
| Italien | 667 | 2152 | 2202 | 1613 | 6634 | ||||||
| Lettland | 107 | 220 | 211 | 52 | 590 | ||||||
| Montenegro | 47 | 147 | 191 | 75 | 460 | ||||||
| Litauen | 46 | 123 | 154 | 55 | 378 | ||||||
| Luxemburg | - | 22 | 4 | 6 | 32 | ||||||
| Nordmazedonien | 305 | 768 | 490 | 182 | 1745 | ||||||
| Malta | - | 2 | 3 | - | 5 | ||||||
| Moldau | 232 | 295 | 170 | 132 | 829 | ||||||
| Niederlande | 38 | 135 | 115 | 67 | 355 | ||||||
| Norwegen | 18 | 25 | 14 | 9 | 66 | ||||||
| Kosovo | 407 | 1200 | 961 | 195 | 2763 | ||||||
| Österreich | 51 | 402 | 455 | 578 | 1486 | ||||||
| Polen | 596 | 1709 | 2079 | 833 | 5217 | ||||||
| Portugal | 91 | 262 | 260 | 111 | 724 | ||||||
| Rumänien | 3203 | 7304 | 5136 | 744 | 16387 | ||||||
| Slowakei | 69 | 205 | 170 | 38 | 482 | ||||||
| San Marino | - | 1 | - | - | 1 | ||||||
| Schweden | 57 | 94 | 50 | 23 | 224 | ||||||
| Schweiz | 8 | 48 | 42 | 50 | 148 | ||||||
| Russische Föderation | 394 | 1305 | 1303 | 866 | 3868 | ||||||
| Spanien | 168 | 682 | 584 | 335 | 1769 | ||||||
| Türkei | 533 | 4838 | 6937 | 4424 | 16732 | ||||||
| Tschechische Republik | 137 | 345 | 443 | 196 | 1121 | ||||||
| Ungarn | 217 | 733 | 688 | 196 | 1834 | ||||||
| Ukraine | 2551 | 3488 | 3134 | 2972 | 12145 | ||||||
| Vatikanstadt | - | - | - | 1 | 1 | ||||||
| Vereinigtes Königreich | 43 | 335 | 165 | 93 | 636 | ||||||
| Weißrußland | 81 | 194 | 181 | 68 | 524 | ||||||
| Serbien | 371 | 1079 | 1195 | 736 | 3381 | ||||||
| Zypern | 3 | 9 | 3 | - | 15 | ||||||
| Britisches Überseegebiet ausserhalb Europas | - | 3 | 3 | 1 | 7 | ||||||
| Algerien | 13 | 134 | 68 | 13 | 228 | ||||||
| Angola | 14 | 25 | 24 | 4 | 67 |
| Eritrea | 122 | 317 | 100 | 32 | 571 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Äthiopien | 602 | 715 | 233 | 17 | 1567 | ||||||
| Botsuana | 2 | - | 1 | - | 3 | ||||||
| Benin | 20 | 99 | 12 | - | 131 | ||||||
| Dschibuti | 5 | 9 | 5 | - | 19 | ||||||
| Cote d'Ivoire | 4 | 21 | 11 | 1 | 37 | ||||||
| Nigeria | 157 | 243 | 221 | 15 | 636 | ||||||
| Simbabwe | 5 | 28 | 1 | - | 34 | ||||||
| Gabun | 1 | - | 2 | - | 3 | ||||||
| Gambia | 11 | 35 | 12 | - | 58 | ||||||
| Ghana | 35 | 105 | 114 | 50 | 304 | ||||||
| Mauretanien | - | 1 | - | - | 1 | ||||||
| Kap Verde | - | - | 1 | - | 1 | ||||||
| Kenia | 10 | 68 | 32 | 5 | 115 | ||||||
| Kongo, Republik | - | 5 | 7 | - | 12 | ||||||
| Kongo, Dem. Rep. | 8 | 25 | 22 | 9 | 64 | ||||||
| Liberia | - | 3 | 2 | 1 | 6 | ||||||
| Libyen | 9 | 15 | 5 | 1 | 30 | ||||||
| Madagaskar | 1 | 30 | 4 | - | 35 | ||||||
| Mali | - | 7 | 4 | - | 11 | ||||||
| Marokko | 22 | 288 | 74 | 11 | 395 | ||||||
| Mauritius | - | 5 | 2 | 3 | 10 | ||||||
| Mosambik | 2 | 11 | 43 | 9 | 65 | ||||||
| Niger | 2 | 6 | 5 | - | 13 | ||||||
| Sambia | 1 | 9 | 2 | - | 12 | ||||||
| Burkina Faso | 15 | 24 | 11 | 4 | 54 | ||||||
| Guinea-Bissau | - | 3 | - | - | 3 | ||||||
| Guinea | 4 | 21 | 2 | 2 | 29 | ||||||
| Kamerun | 30 | 259 | 35 | 1 | 325 | ||||||
| Südafrika | 11 | 41 | 25 | 4 | 81 | ||||||
| Ruanda | 1 | 6 | 2 | - | 9 | ||||||
| Namibia | - | 2 | 3 | - | 5 | ||||||
| Senegal | 3 | 20 | 10 | - | 33 | ||||||
| Seyschellen | - | - | 2 | - | 2 | ||||||
| Sierra Leone | 16 | 23 | 4 | - | 43 | ||||||
| Somalia | 85 | 223 | 13 | 3 | 324 | ||||||
| Sudan | 31 | 38 | 25 | 4 | 98 | ||||||
| Südsudan (Republik Südsudan) | - | 3 | - | - | 3 | ||||||
| Tansania | 4 | 9 | 5 | - | 18 | ||||||
| Togo | 16 | 75 | 64 | 10 | 165 | ||||||
| Tschad | - | 2 | 1 | - | 3 | ||||||
| Tunesien | 47 | 291 | 105 | 21 | 464 | ||||||
| Uganda | 7 | 26 | 15 | 5 | 53 | ||||||
| Ägypten | 68 | 242 | 72 | 11 | 393 | ||||||
| Zentralafrikanische Republik | - | 1 | - | - | 1 | ||||||
| Argentinien | 9 | 60 | 30 | 5 | 104 | ||||||
| Bahamas | - | - | - | 1 | 1 | ||||||
| Bolivien | - | 16 | 4 | 1 | 21 | ||||||
| Brasilien | 45 | 306 | 183 | 28 | 562 | ||||||
| Guyana | - | 1 | - | - | 1 | ||||||
| Chile | 10 | 58 | 20 | 9 | 97 | ||||||
| Dominica | - | 2 | 1 | - | 3 | ||||||
| Costa Rica | - | 9 | 1 | 1 | 11 | ||||||
| Dominikanische Republik | 1 | 28 | 17 | 2 | 48 | ||||||
| Ecuador | - | 48 | 8 | 2 | 58 |
El Salvador - 11 - 2 13
| Grenada | - | - | 1 | - | 1 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Guatemala | - | 9 | 2 | - | 11 | ||||||
| Haiti | - | 2 | - | - | 2 | ||||||
| Honduras | 1 | 38 | 1 | - | 40 | ||||||
| Kanada | 17 | 78 | 53 | 21 | 169 | ||||||
| Kolumbien | 16 | 182 | 52 | 7 | 257 | ||||||
| Kuba | 39 | 173 | 83 | 19 | 314 | ||||||
| Mexiko | 20 | 205 | 53 | 4 | 282 | ||||||
| Nicaragua | - | 9 | 4 | - | 13 | ||||||
| Jamaika | - | 4 | 6 | 1 | 11 | ||||||
| Panama | 6 | 10 | 8 | - | 24 | ||||||
| Paraguay | 1 | 6 | 4 | 1 | 12 | ||||||
| Peru | 4 | 59 | 31 | 6 | 100 | ||||||
| Uruguay | - | 7 | 2 | 1 | 10 | ||||||
| Venezuela | 36 | 155 | 36 | 15 | 242 | ||||||
| Vereinigte Staaten, auch USA | 59 | 431 | 396 | 321 | 1207 | ||||||
| St. Kitts und Nevis | - | 1 | - | - | 1 | ||||||
| Trinidad und Tobago | - | - | 4 | - | 4 | ||||||
| Sonderverwaltungsregion | 4 | 21 | 8 | 2 | 35 | ||||||
| Hongkong | |||||||||||
| Jemen | 13 | 43 | 6 | 1 | 63 | ||||||
| Armenien | 103 | 197 | 193 | 65 | 558 | ||||||
| Afghanistan | 428 | 725 | 123 | 47 | 1323 | ||||||
| Bahrain | 1 | 3 | - | - | 4 | ||||||
| Aserbaidschan | 242 | 438 | 284 | 164 | 1128 | ||||||
| Myanmar | 2 | 6 | 3 | 1 | 12 | ||||||
| Georgien | 47 | 283 | 176 | 68 | 574 | ||||||
| Sri Lanka | 27 | 106 | 172 | 109 | 414 | ||||||
| Vietnam | 149 | 760 | 478 | 186 | 1573 | ||||||
| Korea, Dem. Volksrepublik | - | 1 | 1 | 1 | 3 | ||||||
| Indien | 435 | 2373 | 375 | 41 | 3224 | ||||||
| Indonesien | 8 | 106 | 66 | 12 | 192 | ||||||
| Irak | 1156 | 1965 | 1078 | 367 | 4566 | ||||||
| Iran | 219 | 869 | 402 | 94 | 1584 | ||||||
| Israel | 10 | 44 | 40 | 11 | 105 | ||||||
| Japan | 37 | 116 | 108 | 31 | 292 | ||||||
| Kasachstan | 46 | 153 | 222 | 119 | 540 | ||||||
| Jordanien | 23 | 66 | 27 | 6 | 122 | ||||||
| Kambodscha | 1 | 14 | 10 | - | 25 | ||||||
| Laos | - | 8 | 12 | 3 | 23 | ||||||
| Kirgisistan | 1 | 98 | 16 | 33 | 148 | ||||||
| Libanon | 6 | 39 | 38 | 17 | 100 | ||||||
| Malediven | - | - | 1 | - | 1 | ||||||
| Mongolei | 14 | 54 | 32 | 3 | 103 | ||||||
| Nepal | 2 | 55 | 13 | - | 70 | ||||||
| Palästinensische Gebiete | 26 | 40 | 11 | 3 | 80 | ||||||
| Bangladesch | 19 | 128 | 35 | 9 | 191 | ||||||
| Pakistan | 53 | 428 | 116 | 18 | 615 | ||||||
| Philippinen | 22 | 115 | 104 | 23 | 264 | ||||||
| Taiwan | 1 | 65 | 27 | 6 | 99 | ||||||
| Korea, Republik | 31 | 179 | 73 | 7 | 290 | ||||||
| Tadschikistan | 30 | 115 | 20 | 2 | 167 | ||||||
| Turkmenistan | 8 | 26 | 10 | 8 | 52 | ||||||
| Saudi-Arabien | 1 | 6 | 2 | - | 9 |
Singapur - 8 9 - 17
| Syrien | 2175 | 3201 | 937 | 164 | 6477 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Thailand | 13 | 125 | 273 | 109 | 520 | ||||
| Usbekistan | 19 | 91 | 37 | 59 | 206 | ||||
| China | 123 | 821 | 412 | 86 | 1442 | ||||
| Malaysia | 4 | 54 | 16 | 5 | 79 | ||||
| Australien | 5 | 50 | 27 | 13 | 95 | ||||
| Neuseeland | - | 9 | 1 | - | 10 | ||||
| staatenlos | 46 | 87 | 92 | 56 | 281 | ||||
| ungeklärt | 79 | 190 | 71 | 39 | 379 | ||||
| Gesamt | 86322 | 167863 | 147153 | 143076 | 544414 |
E. Geburten und Sterbefälle von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit
im Jahr 2023 (Quelle: StA, Melderegisterabzug)
| Bevölkerungsbewegung | Geburt (HW) | Sterbefall (HW) | Gesamt | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschlecht | männlich | weiblich | Summe | männlich | weiblich | Summe | |||||||
| Erste | |||||||||||||
| Staatsangehörigkeit | |||||||||||||
| Albanien | 25 | 24 | 49 | 1 | - | 1 | 50 | ||||||
| Bosnien und Herzeg. | 32 | 21 | 53 | 7 | 10 | 17 | 70 | ||||||
| Bulgarien | 42 | 34 | 76 | 4 | 7 | 11 | 87 | ||||||
| Finnland | - | 1 | 1 | - | - | - | 1 | ||||||
| Frankreich | 2 | 3 | 5 | 1 | 1 | 2 | 7 | ||||||
| Kroatien | 28 | 29 | 57 | 16 | 13 | 29 | 86 | ||||||
| Slowenien | - | - | - | - | 1 | 1 | 1 | ||||||
| Griechenland | 66 | 58 | 124 | 38 | 36 | 74 | 198 | ||||||
| Italien | 32 | 32 | 64 | 30 | 20 | 50 | 114 | ||||||
| Lettland | 4 | 3 | 7 | 1 | 1 | 2 | 9 | ||||||
| Montenegro | 2 | 3 | 5 | 1 | - | 1 | 6 | ||||||
| Litauen | 1 | - | 1 | 1 | - | 1 | 2 | ||||||
| Luxemburg | - | - | - | - | 1 | 1 | 1 | ||||||
| Nordmazedonien | 11 | 6 | 17 | 4 | 1 | 5 | 22 | ||||||
| Moldau | 24 | 21 | 45 | 6 | 4 | 10 | 55 | ||||||
| Niederlande | - | 3 | 3 | 2 | - | 2 | 5 | ||||||
| Norwegen | - | 1 | 1 | - | - | - | 1 | ||||||
| Kosovo | 28 | 24 | 52 | 2 | 1 | 3 | 55 | ||||||
| Österreich | 1 | 3 | 4 | 12 | 9 | 21 | 25 | ||||||
| Polen | 9 | 15 | 24 | 14 | 10 | 24 | 48 | ||||||
| Portugal | 6 | 4 | 10 | 2 | - | 2 | 12 | ||||||
| Rumänien | 96 | 90 | 186 | 14 | 14 | 28 | 214 | ||||||
| Slowakei | 3 | - | 3 | - | - | - | 3 | ||||||
| Schweden | 1 | 1 | 2 | 1 | - | 1 | 3 | ||||||
| Schweiz | - | 1 | 1 | 3 | - | 3 | 4 | ||||||
| Russische Föderation | 6 | 9 | 15 | 20 | 19 | 39 | 54 | ||||||
| Spanien | 8 | 3 | 11 | 8 | 4 | 12 | 23 | ||||||
| Türkei | 25 | 22 | 47 | 80 | 34 | 114 | 161 | ||||||
| Tschechische Republik | 2 | 6 | 8 | 3 | 3 | 6 | 14 | ||||||
| Ungarn | 6 | 10 | 16 | 2 | 3 | 5 | 21 | ||||||
| Ukraine | 22 | 19 | 41 | 41 | 45 | 86 | 127 | ||||||
| Vereinigtes | 2 | 4 | 6 | 2 | - | 2 | 8 | ||||||
| Königreich |
| Weißrußland | 2 | 3 | 5 | 1 | - | 1 | 6 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Serbien | 15 | 15 | 30 | 7 | 13 | 20 | 50 | |||||||
| Algerien | - | 1 | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| Eritrea | 10 | 6 | 16 | - | 1 | 1 | 17 | |||||||
| Äthiopien | 18 | 18 | 36 | 1 | 1 | 2 | 38 | |||||||
| Benin | 1 | 1 | 2 | - | - | - | 2 | |||||||
| Dschibuti | - | 1 | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| Nigeria | 5 | 5 | 10 | 1 | - | 1 | 11 | |||||||
| Simbabwe | - | 1 | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| Gambia | 1 | - | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| Ghana | - | 4 | 4 | - | 1 | 1 | 5 | |||||||
| Kenia | 1 | - | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| Kongo, Dem. Rep. | - | 1 | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| Marokko | 4 | 1 | 5 | - | - | - | 5 | |||||||
| Burkina Faso | 2 | - | 2 | - | - | - | 2 | |||||||
| Guinea | 1 | - | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| Kamerun | 2 | 2 | 4 | - | - | - | 4 | |||||||
| Senegal | - | 1 | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| Somalia | 5 | 4 | 9 | - | - | - | 9 | |||||||
| Tansania | 1 | - | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| Tunesien | - | 4 | 4 | 1 | - | 1 | 5 | |||||||
| Ägypten | 3 | 1 | 4 | - | - | - | 4 | |||||||
| Brasilien | - | 1 | 1 | - | 1 | 1 | 2 | |||||||
| Kanada | 2 | 1 | 3 | 1 | - | 1 | 4 | |||||||
| Kuba | - | 2 | 2 | - | 1 | 1 | 3 | |||||||
| Venezuela | - | - | - | 1 | - | 1 | 1 | |||||||
| Vereinigte Staaten, | 2 | - | 2 | 8 | 4 | 12 | 14 | |||||||
| auch USA | ||||||||||||||
| Armenien | 1 | 1 | 2 | 2 | - | 2 | 4 | |||||||
| Afghanistan | 10 | 10 | 20 | 1 | - | 1 | 21 | |||||||
| Aserbaidschan | 3 | 2 | 5 | 3 | 3 | 6 | 11 | |||||||
| Georgien | 1 | 2 | 3 | 1 | 1 | 2 | 5 | |||||||
| Sri Lanka | 2 | 3 | 5 | 2 | 1 | 3 | 8 | |||||||
| Vietnam | 5 | 1 | 6 | 2 | 1 | 3 | 9 | |||||||
| Indien | 20 | 10 | 30 | - | - | - | 30 | |||||||
| Irak | 32 | 27 | 59 | 5 | 4 | 9 | 68 | |||||||
| Iran | 1 | 3 | 4 | 2 | - | 2 | 6 | |||||||
| Kasachstan | 1 | - | 1 | 1 | 2 | 3 | 4 | |||||||
| Jordanien | 2 | - | 2 | - | - | - | 2 | |||||||
| Mongolei | - | 1 | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| Palästinensische | 1 | 1 | 2 | - | - | - | 2 | |||||||
| Gebiete | ||||||||||||||
| Bangladesch | 2 | 3 | 5 | - | - | - | 5 | |||||||
| Pakistan | 6 | 3 | 9 | 1 | - | 1 | 10 | |||||||
| Philippinen | - | - | - | - | 1 | 1 | 1 | |||||||
| Korea, Republik | 1 | - | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| Tadschikistan | 3 | 2 | 5 | - | - | - | 5 | |||||||
| Turkmenistan | 1 | 1 | 2 | - | - | - | 2 | |||||||
| Syrien | 63 | 71 | 134 | 5 | - | 5 | 139 | |||||||
| Thailand | 1 | - | 1 | - | 2 | 2 | 3 | |||||||
| Usbekistan | - | - | - | 1 | 2 | 3 | 3 | |||||||
| China | 1 | 6 | 7 | 1 | 1 | 2 | 9 | |||||||
| Australien | 1 | - | 1 | - | 1 | 1 | 2 | |||||||
| staatenlos | - | 1 | 1 | - | - | - | 1 | |||||||
| ungeklärt | 1 | 2 | 3 | - | 1 | 1 | 4 | |||||||
| Gesamt | 718 | 673 | 1391 | 364 | 279 | 643 | 2034 |
F. Zu- und Fortzüge von Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2023
| Staatsangehörigkeit | Zuzüge aus ... | Fortzüge nach ... | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (Herkunftsland) | insgesamt | Deutschland | Ausland | insgesamt | Deutschland | Ausland | |||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ||||||||
| 121 Albanien | 453 | 111 | 342 | 174 | 97 | 77 | |||||||
| 122 Bosnien und Herzeg. | 517 | 209 | 308 | 360 | 191 | 169 | |||||||
| 124 Belgien | 21 | 6 | 15 | 13 | 1 | 12 | |||||||
| 125 Bulgarien | 1314 | 282 | 1032 | 1184 | 231 | 953 | |||||||
| 126 Dänemark | 11 | 2 | 9 | 4 | - | 4 | |||||||
| 127 Estland | 12 | 6 | 6 | 9 | 3 | 6 | |||||||
| 128 Finnland | 15 | 3 | 12 | 13 | 6 | 7 | |||||||
| 129 Frankreich | 124 | 35 | 89 | 98 | 23 | 75 | |||||||
| 130 Kroatien | 356 | 121 | 235 | 440 | 184 | 256 | |||||||
| 131 Slowenien | 23 | 7 | 16 | 34 | 14 | 20 | |||||||
| 132 Serbien und Montenegro | 4 | - | 4 | 1 | 1 | - | |||||||
| 134 Griechenland | 832 | 337 | 495 | 913 | 285 | 628 | |||||||
| 135 Irland | 32 | 9 | 23 | 21 | 4 | 17 | |||||||
| 136 Island | 2 | - | 2 | 6 | 1 | 5 | |||||||
| 137 Italien | 636 | 213 | 423 | 576 | 213 | 363 | |||||||
| 139 Lettland | 69 | 21 | 48 | 72 | 27 | 45 | |||||||
| 140 Montenegro | 29 | 12 | 17 | 28 | 11 | 17 | |||||||
| 142 Litauen | 31 | 8 | 23 | 49 | 15 | 34 | |||||||
| 143 Luxemburg | 10 | 3 | 7 | 4 | - | 4 | |||||||
| 144 Nordmazedonien | 343 | 110 | 233 | 185 | 85 | 100 | |||||||
| 145 Malta | 2 | - | 2 | 1 | - | 1 | |||||||
| 146 Republik Moldau | 199 | 50 | 149 | 148 | 44 | 104 | |||||||
| 148 Niederlande | 55 | 14 | 41 | 46 | 17 | 29 | |||||||
| 149 Norwegen | 4 | - | 4 | 4 | 1 | 3 | |||||||
| 150 Kosovo | 342 | 149 | 193 | 203 | 151 | 52 | |||||||
| 151 Österreich | 106 | 42 | 64 | 85 | 46 | 39 | |||||||
| 152 Polen | 634 | 160 | 474 | 680 | 161 | 519 | |||||||
| 153 Portugal | 108 | 44 | 64 | 64 | 21 | 43 | |||||||
| 154 Rumänien | 5407 | 732 | 4675 | 5084 | 745 | 4339 | |||||||
| 155 Slowakei | 68 | 26 | 42 | 76 | 25 | 51 | |||||||
| 157 Schweden | 54 | 7 | 47 | 28 | 13 | 15 | |||||||
| 158 Schweiz | 21 | 3 | 18 | 16 | 4 | 12 | |||||||
| 160 Russische Föderation | 491 | 249 | 242 | 261 | 170 | 91 | |||||||
| 161 Spanien | 264 | 81 | 183 | 221 | 67 | 154 | |||||||
| 163 Türkei | 1715 | 917 | 798 | 1139 | 706 | 433 | |||||||
| 164 Tschechien | 136 | 38 | 98 | 130 | 43 | 87 | |||||||
| 165 Ungarn | 307 | 121 | 186 | 310 | 136 | 174 | |||||||
| 166 Ukraine | 2166 | 1112 | 1054 | 1629 | 378 | 1251 | |||||||
| 168 Vereinigtes Königreich | 86 | 35 | 51 | 89 | 29 | 60 | |||||||
| 169 Belarus | 117 | 83 | 34 | 102 | 49 | 53 | |||||||
| 170 Serbien | 360 | 156 | 204 | 320 | 149 | 171 | |||||||
| 181 Zypern | 4 | 1 | 3 | 2 | - | 2 | |||||||
| 221 Algerien | 95 | 13 | 82 | 31 | 19 | 12 | |||||||
| 223 Angola | 4 | 2 | 2 | 2 | - | 2 | |||||||
| 224 Eritrea | 68 | 63 | 5 | 46 | 26 | 20 | |||||||
| 225 Äthiopien | 96 | 77 | 19 | 28 | 16 | 12 | |||||||
| 229 Benin | 56 | 48 | 8 | 32 | 26 | 6 | |||||||
| 230 Dschibuti | 7 | 2 | 5 | 8 | 2 | 6 | |||||||
| 231 Côte d’Ivoire | 8 | 6 | 2 | 6 | 6 | - | |||||||
| 232 Nigeria | 91 | 58 | 33 | 51 | 31 | 20 | |||||||
| 233 Simbabwe | 11 | 8 | 3 | 5 | 4 | 1 | |||||||
| 237 Gambia | 18 | 11 | 7 | 10 | 2 | 8 | |||||||
| 238 Ghana | 43 | 15 | 28 | 19 | 8 | 11 | |||||||
| 239 Mauretanien | 3 | 2 | 1 | 3 | 2 | 1 |
243 Kenia 10 8 2 14 8 6
| 245 Kongo | 2 | 2 | - | 1 | - | 1 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 246 Demokratische Republik Kongo | 6 | 3 | 3 | 3 | 2 | 1 | |||||||
| 247 Liberia | 2 | - | 2 | 1 | 1 | - | |||||||
| 248 Libyen | 7 | 5 | 2 | - | - | - | |||||||
| 249 Madagaskar | 14 | 13 | 1 | 5 | 4 | 1 | |||||||
| 251 Mali | 2 | 1 | 1 | 1 | - | 1 | |||||||
| 252 Marokko | 152 | 63 | 89 | 53 | 34 | 19 | |||||||
| 253 Mauritius | 1 | 1 | - | - | - | - | |||||||
| 254 Mosambik | 4 | 1 | 3 | 3 | - | 3 | |||||||
| 257 Sambia | 5 | 3 | 2 | 1 | 1 | - | |||||||
| 258 Burkina Faso | 7 | 1 | 6 | 2 | 2 | - | |||||||
| 259 Guinea-Bissau | 1 | - | 1 | - | - | - | |||||||
| 261 Guinea | 6 | 3 | 3 | 1 | - | 1 | |||||||
| 262 Kamerun | 70 | 52 | 18 | 53 | 48 | 5 | |||||||
| 263 Südafrika | 17 | 9 | 8 | 7 | 2 | 5 | |||||||
| 265 Ruanda | 3 | 3 | - | 2 | - | 2 | |||||||
| 267 Namibia | 2 | 1 | 1 | 3 | 2 | 1 | |||||||
| 269 Senegal | 2 | 1 | 1 | - | - | - | |||||||
| 272 Sierra Leone | 7 | 5 | 2 | 3 | 1 | 2 | |||||||
| 273 Somalia | 62 | 39 | 23 | 30 | 17 | 13 | |||||||
| 276 Sudan | 1 | - | 1 | - | - | - | |||||||
| 277 Sudan | 21 | 4 | 17 | 3 | 1 | 2 | |||||||
| 281 Eswatini | 3 | 3 | - | 3 | 3 | - | |||||||
| 282 Vereinigte Republik Tansania | 4 | 1 | 3 | - | - | - | |||||||
| 283 Togo | 17 | 10 | 7 | 10 | 3 | 7 | |||||||
| 285 Tunesien | 138 | 58 | 80 | 63 | 43 | 20 | |||||||
| 286 Uganda | 9 | 5 | 4 | 8 | 5 | 3 | |||||||
| 287 Ägypten | 92 | 56 | 36 | 43 | 31 | 12 | |||||||
| 323 Argentinien | 37 | 12 | 25 | 35 | 13 | 22 | |||||||
| 326 Plurinationaler Staat Bolivien | 4 | 2 | 2 | 5 | 1 | 4 | |||||||
| 327 Brasilien | 143 | 61 | 82 | 100 | 54 | 46 | |||||||
| 332 Chile | 31 | 9 | 22 | 24 | 11 | 13 | |||||||
| 334 Costa Rica | 3 | 2 | 1 | 5 | 3 | 2 | |||||||
| 335 Dominikanische Republik | 5 | 3 | 2 | 5 | - | 5 | |||||||
| 336 Ecuador | 17 | 11 | 6 | 9 | 7 | 2 | |||||||
| 337 El Salvador | 6 | 4 | 2 | 7 | 5 | 2 | |||||||
| 345 Guatemala | 4 | 1 | 3 | 1 | 1 | - | |||||||
| 347 Honduras | 13 | 2 | 11 | 3 | - | 3 | |||||||
| 348 Kanada | 27 | 8 | 19 | 39 | 11 | 28 | |||||||
| 349 Kolumbien | 80 | 29 | 51 | 68 | 35 | 33 | |||||||
| 351 Kuba | 99 | 92 | 7 | 52 | 25 | 27 | |||||||
| 353 Mexiko | 83 | 50 | 33 | 43 | 13 | 30 | |||||||
| 354 Nicaragua | 1 | 1 | - | 1 | 1 | - | |||||||
| 355 Jamaika | 2 | 2 | - | - | - | - | |||||||
| 357 Panama | 9 | 3 | 6 | 2 | - | 2 | |||||||
| 359 Paraguay | 1 | 1 | - | - | - | - | |||||||
| 361 Peru | 20 | 12 | 8 | 10 | 5 | 5 | |||||||
| 365 Uruguay | 5 | 1 | 4 | 3 | - | 3 | |||||||
| 366 St. Lucia | 1 | 1 | - | - | - | - | |||||||
| 367 Bolivarische Republik Venezuela | 48 | 39 | 9 | 18 | 15 | 3 | |||||||
| 368 Vereinigte Staaten | 188 | 66 | 122 | 154 | 50 | 104 | |||||||
| 370 St. Kitts und Nevis | 1 | - | 1 | 1 | 1 | - | |||||||
| 411 Hongkong | 6 | - | 6 | 4 | 4 | - | |||||||
| 421 Jemen | 20 | 16 | 4 | 10 | 7 | 3 | |||||||
| 422 Armenien | 50 | 27 | 23 | 44 | 14 | 30 | |||||||
| 423 Afghanistan | 358 | 226 | 132 | 91 | 65 | 26 | |||||||
| 425 Aserbaidschan | 126 | 67 | 59 | 86 | 44 | 42 | |||||||
| 426 Bhutan | 1 | - | 1 | 1 | - | 1 | |||||||
| 427 Myanmar | 2 | 2 | - | 3 | 3 | - | |||||||
| 430 Georgien | 144 | 48 | 96 | 97 | 20 | 77 | |||||||
| 431 Sri Lanka | 44 | 10 | 34 | 14 | 10 | 4 | |||||||
| 432 Vietnam | 308 | 169 | 139 | 143 | 125 | 18 |
| 434 Demokratische | 2 | 1 | 1 | - | - | - | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Volksrepublik Korea | |||||||||||||
| 436 Indien | 1207 | 561 | 646 | 548 | 412 | 136 | |||||||
| 437 Indonesien | 38 | 25 | 13 | 31 | 23 | 8 | |||||||
| 438 Irak | 313 | 271 | 42 | 303 | 191 | 112 | |||||||
| 439 Islamische Republik | 320 | 181 | 139 | 202 | 150 | 52 | |||||||
| Iran | |||||||||||||
| 441 Israel | 32 | 6 | 26 | 24 | 5 | 19 | |||||||
| 442 Japan | 77 | 21 | 56 | 58 | 20 | 38 | |||||||
| 444 Kasachstan | 79 | 46 | 33 | 45 | 28 | 17 | |||||||
| 445 Jordanien | 29 | 23 | 6 | 14 | 10 | 4 | |||||||
| 446 Kambodscha | 4 | 3 | 1 | 1 | 1 | - | |||||||
| 449 Demokratische | 1 | 1 | - | - | - | - | |||||||
| Volksrepublik Laos | |||||||||||||
| 450 Kirgisistan | 42 | 10 | 32 | 18 | 7 | 11 | |||||||
| 451 Libanon | 11 | 8 | 3 | 15 | 12 | 3 | |||||||
| 457 Mongolei | 21 | 10 | 11 | 10 | 6 | 4 | |||||||
| 458 Nepal | 19 | 11 | 8 | 11 | 11 | - | |||||||
| 459 Palästinensische Gebiete | 2 | - | 2 | 11 | 9 | 2 | |||||||
| 460 Bangladesch | 53 | 27 | 26 | 22 | 19 | 3 | |||||||
| 461 Pakistan | 232 | 103 | 129 | 93 | 85 | 8 | |||||||
| 462 Philippinen | 31 | 15 | 16 | 11 | 7 | 4 | |||||||
| 465 Taiwan | 20 | 8 | 12 | 21 | 7 | 14 | |||||||
| 467 Republik Korea | 73 | 26 | 47 | 50 | 24 | 26 | |||||||
| 470 Tadschikistan | 65 | 52 | 13 | 61 | 21 | 40 | |||||||
| 471 Turkmenistan | 7 | 5 | 2 | 5 | 1 | 4 | |||||||
| 472 Saudi-Arabien | 4 | 4 | - | 1 | - | 1 | |||||||
| 474 Singapur | 5 | 2 | 3 | 4 | 3 | 1 | |||||||
| 475 Arabische Republik Syrien | 1321 | 969 | 352 | 559 | 457 | 102 | |||||||
| 476 Thailand | 45 | 25 | 20 | 43 | 23 | 20 | |||||||
| 477 Usbekistan | 30 | 10 | 20 | 12 | 7 | 5 | |||||||
| 479 China | 333 | 170 | 163 | 185 | 111 | 74 | |||||||
| 482 Malaysia | 12 | 8 | 4 | 19 | 9 | 10 | |||||||
| 523 Australien | 14 | 4 | 10 | 25 | 6 | 19 | |||||||
| 536 Neuseeland | 4 | 1 | 3 | 2 | - | 2 | |||||||
| 997 staatenlos | 39 | 27 | 12 | 37 | 30 | 7 | |||||||
| 998 ungeklärt | 65 | 55 | 10 | 59 | 26 | 33 | |||||||
| Gesamt | 25084 | 9837 | 15247 | 18966 | 6965 | 12001 |
G. Menschen mit Migrationshintergrund in Nürnberg (Quelle StA, Melderegisterabzug)
Nach der Definition des Statistischen Bundeamtes gilt:
„Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde." Einen Migrationshintergrund haben nach dieser Definition grundsätzlich alle aus dem heutigen Ausland Zugewanderten sowie deren Nachkommen in erster Generation und zwar unabhängig davon, welche Staatsangehörigkeit sie besitzen, ebenso alle Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit unabhängig davon, wo sie geboren sind. Aber auch in Deutschland geborene Deutsche können einen Migrationshintergrund haben, sei es als Kinder von Aussiedlern, Spätaussiedlern oder Eingebürgerten oder als „ius soli“-Kinder von Eltern mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
Um die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Nürnberg zu ermitteln, wird bei StA ein statistisches Verfahren (MigaPro) eingesetzt, mit dem für jede in der Stadt gemeldete Person durch Kombination der im Melderegister gespeicherten Merkmale über die Staatangehörigkeit(en), den Geburtsort sowie das Jahr und das Herkunftsland des Zuzugs eine entsprechende Zuordnung vorgenommen wird. Für Personen mit deutscher Staatangehörigkeit wird zusätzlich das im Datensatz vorhandene Merkmal über die Art der deutschen Staatsangehörigkeit (z.B. bei Eingebürgerten) verwendet.
Um eine Zuordnung des Migrationshintergrunds zu Länder- bzw. Staatengruppen vornehmen zu können wird in dem Verfahren ein sogenanntes „Bezugsland“ ermittelt. Dies ist bei Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit deren Staatsangehörigkeit, bei Deutschen mit Migrationshintergrund deren zweite Staatsangehörigkeit oder, wenn nicht vorhanden, entweder das Geburtsland oder das Herkunftsland. Kindern unter 18 Jahren ohne eigenen Migrationshintergrund wird der Migrationshintergrund der Eltern zugeordnet.
Da für Personen aus der ehemaligen Sowjetunion, dem ehemaligen Jugoslawien und der früheren Tschechoslowakei sowohl alte nicht mehr gültige Länderschlüssel wie auch die neuen Gebietsschlüssel im Melderegister gespeichert sind, sind in der Tabelle die entsprechenden Bezugsländer zusammengefasst.
Personen, die während oder unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg als Flüchtlinge oder Vertriebene nach Deutschland zugezogen sind, gelten nicht als Menschen mit Migrationshintergrund. Zur Abgrenzung hierfür stehen neben dem Geburtsort keine Angaben zum Zeitpunkt der erfolgten Zuwanderung zur Verfügung, sondern nur Informationen zum - eventuell erst später - erfolgten Zuzug nach Nürnberg. Aus diesem Grund dürften die Zahlen mit Bezugsland Polen und ehemalige Tschechoslowakei leicht überhöht sein.
Eine detaillierte Beschreibung von MigaPro sowie Ergebnisse für die Statistischen Bezirke ab dem Jahre 2008 können der Sonderveröffentlichung 227 von 2011 bzw. den Bezirksdatenblättern Migrationshintergrund“ unter Menschen mit Migrationshintergrund in Nürnberg“ (www.nuernberg.de/internet/statistik/migration_nbg_html) entnommen werden. Ergänzende Informationen sind der Sonderveröffentlichung 274 von 2019 „Zuwanderung aus dem Ausland und Menschen mit Migrationshintergrund in Nürnberg“ zu entnehmen.
G.1 Bevölkerung mit Hauptwohnung nach Migrationshintergrund und Bezugsland
am 31.12.2023 (Quelle: StA, Melderegisterabzug)
| Bezugsland von Personen | Deutsch ohne | Deutsch mit | Nichtdeutsche | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| mit Migrationshinter- | Migrations- | Migrations- | |||||||
| grund (aus MigraPro) | hintergrund | hintergrund | |||||||
| Gesamt | 266765 | 127080 | 150569 | 544414 | |||||
| Deutschland | 266765 | 0 | 0 | 266765 | |||||
| Rumänien | - | 15442 | 16421 | 31863 | |||||
| Türkei | - | 15085 | 16736 | 31821 | |||||
| Polen | - | 11917 | 5217 | 17134 | |||||
| Ukraine | - | 4071 | 12156 | 16227 | |||||
| Griechenland | - | 3528 | 11883 | 15411 | |||||
| Russische Föderation | - | 10825 | 3884 | 14709 | |||||
| Italien | - | 3332 | 6635 | 9967 | |||||
| Kasachstan | - | 9060 | 544 | 9604 | |||||
| Irak | - | 3703 | 4579 | 8282 | |||||
| Syrien | - | 1348 | 6782 | 8130 | |||||
| Bulgarien | - | 1001 | 6818 | 7819 | |||||
| Kroatien | - | 1387 | 6104 | 7491 | |||||
| Tschechische Republik | - | 4206 | 1124 | 5330 | |||||
| Bosnien und Herzegowina | - | 1488 | 3823 | 5311 | |||||
| Serbien | - | 1363 | 3383 | 4746 | |||||
| Indien | - | 775 | 3225 | 4000 | |||||
| Kosovo | - | 1105 | 2763 | 3868 | |||||
| Vereinigte Staaten, | - | 1985 | 1208 | 3193 | |||||
| auch USA | |||||||||
| Österreich | - | 1380 | 1487 | 2867 | |||||
| Iran | - | 1273 | 1588 | 2861 | |||||
| Ungarn | - | 1025 | 1834 | 2859 | |||||
| Spanien | - | 976 | 1769 | 2745 | |||||
| Vietnam | - | 1069 | 1573 | 2642 | |||||
| Nordmazedonien | - | 585 | 1745 | 2330 |
Äthiopien - 599 1575 2174
| China | - | 610 | 1442 | 2052 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Afghanistan | - | 416 | 1323 | 1739 | |||||
| Frankreich | - | 799 | 858 | 1657 | |||||
| Albanien | - | 195 | 1424 | 1619 | |||||
| Aserbaidschan | - | 461 | 1146 | 1607 | |||||
| Moldau | - | 704 | 830 | 1534 | |||||
| Nigeria | - | 797 | 636 | 1433 | |||||
| Vereinigtes Königreich | - | 664 | 636 | 1300 | |||||
| Tunesien | - | 686 | 464 | 1150 | |||||
| Brasilien | - | 584 | 562 | 1146 | |||||
| Pakistan | - | 511 | 617 | 1128 | |||||
| Sri Lanka | - | 696 | 414 | 1110 | |||||
| Eritrea | - | 417 | 579 | 996 | |||||
| Marokko | - | 568 | 397 | 965 | |||||
| Jugoslawien | - | 924 | 2 | 926 | |||||
| Portugal | - | 202 | 724 | 926 | |||||
| Thailand | - | 396 | 520 | 916 | |||||
| Tadschikistan | - | 711 | 169 | 880 | |||||
| Georgien | - | 297 | 575 | 872 | |||||
| Weißrußland | - | 315 | 529 | 844 | |||||
| Usbekistan | - | 625 | 208 | 833 | |||||
| Lettland | - | 201 | 617 | 818 | |||||
| Armenien | - | 188 | 564 | 752 | |||||
| Slowakei | - | 268 | 482 | 750 | |||||
| Philippinen | - | 439 | 264 | 703 | |||||
| Ghana | - | 385 | 304 | 689 | |||||
| Ägypten | - | 281 | 398 | 679 | |||||
| Niederlande | - | 315 | 356 | 671 | |||||
| Montenegro | - | 202 | 460 | 662 | |||||
| Kirgisistan | - | 503 | 148 | 651 | |||||
| Kamerun | - | 285 | 325 | 610 | |||||
| Schweiz | - | 428 | 148 | 576 | |||||
| Litauen | - | 187 | 380 | 567 | |||||
| Slowenien | - | 168 | 393 | 561 | |||||
| Libanon | - | 427 | 134 | 561 | |||||
| Algerien | - | 329 | 229 | 558 | |||||
| Mexiko | - | 253 | 282 | 535 | |||||
| Kuba | - | 154 | 314 | 468 | |||||
| Kolumbien | - | 196 | 257 | 453 | |||||
| Togo | - | 285 | 165 | 450 | |||||
| Serbien und Montenegro | - | 435 | 2 | 437 | |||||
| Japan | - | 83 | 292 | 375 | |||||
| Korea, Republik | - | 84 | 290 | 374 | |||||
| Somalia | - | 44 | 325 | 369 | |||||
| Bangladesch | - | 155 | 192 | 347 | |||||
| Venezuela | - | 104 | 242 | 346 | |||||
| Schweden | - | 100 | 224 | 324 | |||||
| Kenia | - | 203 | 115 | 318 | |||||
| Indonesien | - | 106 | 192 | 298 | |||||
| Kanada | - | 128 | 169 | 297 | |||||
| Argentinien | - | 157 | 104 | 261 | |||||
| Peru | - | 160 | 100 | 260 | |||||
| Sowjetunion | - | 218 | 0 | 218 | |||||
| Angola | - | 148 | 67 | 215 |
| Chile | - | 115 | 97 | 212 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Irland | - | 68 | 141 | 209 | |||||
| Estland | - | 109 | 98 | 207 | |||||
| Israel | - | 95 | 110 | 205 | |||||
| Jordanien | - | 78 | 123 | 201 | |||||
| Südafrika | - | 117 | 81 | 198 | |||||
| Belgien | - | 88 | 108 | 196 | |||||
| Australien | - | 94 | 95 | 189 | |||||
| Sudan | - | 90 | 98 | 188 | |||||
| Finnland | - | 88 | 88 | 176 | |||||
| Mongolei | - | 66 | 103 | 169 | |||||
| Benin | - | 30 | 131 | 161 | |||||
| Taiwan | - | 61 | 99 | 160 | |||||
| Ecuador | - | 94 | 58 | 152 | |||||
| Dominikanische Republik | - | 103 | 48 | 151 | |||||
| Palästinensische Gebiete | - | 27 | 123 | 150 | |||||
| Kongo, Dem. Rep. | - | 82 | 64 | 146 | |||||
| Mosambik | - | 77 | 65 | 142 | |||||
| Uganda | - | 87 | 53 | 140 | |||||
| Dänemark | - | 64 | 65 | 129 | |||||
| Cote d'Ivoire | - | 72 | 38 | 110 | |||||
| Nepal | - | 40 | 70 | 110 | |||||
| Turkmenistan | - | 56 | 52 | 108 | |||||
| Malaysia | - | 27 | 79 | 106 | |||||
| Gambia | - | 46 | 58 | 104 | |||||
| Kambodscha | - | 79 | 25 | 104 |
G.2 Bevölkerung in der Hauptwohnung mit Migrationshintergrund seit 2012
| 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 207.358 | 212.750 | 218.349 | 230.765 | 236.297 | 242.428 | 248.361 | 251.744 | 252.623 | 255.309 | 270.835 | 277.649 | |
| nach dem Geschlecht | |||||||||||||
| männlich | 102.016 | 105.177 | 108.121 | 115.894 | 118.213 | 121.477 | 124.736 | 126.523 | 126.726 | 128.062 | 134.707 | 138.511 | |
| weiblich | 105.342 | 107.573 | 110.228 | 114.871 | 118.084 | 120.951 | 123.625 | 125.221 | 125.897 | 127.247 | 136.128 | 139.138 | |
| nach Altersgruppen | |||||||||||||
| unter 3 | 7.920 | 8.235 | 8.550 | 9.086 | 9.755 | 9.984 | 10.387 | 10.208 | 9.933 | 9.971 | 10.068 | 9.845 | |
| 3 bis unter 6 | 7.850 | 7.883 | 8.080 | 8.559 | 8.793 | 9.158 | 9.384 | 9.734 | 9.818 | 10.064 | 10.272 | 10.460 | |
| 6 bis unter 10 | 9.953 | 10.288 | 10.560 | 11.074 | 11.318 | 11.352 | 11.567 | 11.753 | 11.832 | 12.070 | 13.036 | 13.489 | |
| 10 bis unter 15 | 11.660 | 12.064 | 12.472 | 13.067 | 13.526 | 14.087 | 14.390 | 14.467 | 14.633 | 14.638 | 15.613 | 15.718 | |
| 15 bis unter 18 | 6.588 | 6.927 | 7.280 | 7.922 | 7.925 | 8.068 | 8.227 | 8.487 | 8.595 | 8.797 | 9.529 | 9.816 | |
| 18 bis unter 25 | 18.127 | 18.465 | 18.896 | 20.750 | 21.209 | 21.392 | 21.540 | 21.540 | 20.972 | 21.257 | 23.290 | 24.470 | |
| 25 bis unter 45 | 66.936 | 69.465 | 71.243 | 75.908 | 77.296 | 79.417 | 81.512 | 82.064 | 81.456 | 81.605 | 86.994 | 89.385 | |
| 45 bis unter 65 | 47.426 | 49.164 | 50.412 | 52.680 | 54.061 | 55.926 | 57.815 | 59.310 | 60.606 | 61.846 | 65.072 | 66.974 | |
| 65 bis unter 80 | 24.241 | 23.815 | 24.210 | 24.755 | 25.015 | 25.143 | 25.073 | 25.065 | 25.039 | 24.946 | 25.873 | 26.125 | |
| ab 80 | 6.657 | 6.444 | 6.646 | 6.964 | 7.399 | 7.901 | 8.466 | 9.116 | 9.739 | 10.115 | 11.088 | 11.367 | |
| nach dem | |||||||||||||
| Familienstand | |||||||||||||
| ledig | 87.927 | 91.753 | 95.204 | 102.787 | 106.356 | 109.712 | 112.808 | 114.796 | 115.656 | 118.467 | 129.345 | 135.034 | |
| verheiratet | 92.278 | 93.558 | 95.156 | 98.988 | 100.495 | 102.902 | 105.219 | 106.173 | 105.781 | 105.516 | 108.664 | 109.681 | |
| verwitwet | 10.443 | 10.163 | 10.290 | 10.560 | 10.820 | 10.921 | 11.065 | 11.164 | 11.294 | 11.421 | 12.270 | 12.248 | |
| geschieden | 16.710 | 17.276 | 17.699 | 18.430 | 18.626 | 18.893 | 19.269 | 19.611 | 19.892 | 19.905 | 20.556 | 20.686 | |
| nach der | |||||||||||||
| Religionszugehörigkeit | |||||||||||||
| evangelisch | 28.116 | 27.639 | 27.401 | 27.189 | 26.780 | 26.370 | 25.938 | 25.183 | 24.370 | 23.520 | 23.301 | 22.700 | |
| katholisch | 52.013 | 51.765 | 51.417 | 52.177 | 51.515 | 51.047 | 50.666 | 49.496 | 48.179 | 46.605 | 45.618 | 44.321 | |
| sonstige/keine | 127.229 | 133.346 | 139.531 | 151.399 | 158.002 | 165.011 | 171.757 | 177.065 | 180.074 | 185.184 | 201.916 | 210.628 | |
| nach dem Bezugsland | |||||||||||||
| Europa (ohne Deutschl.) | 160.195 | 163.511 | 166.753 | 172.913 | 174.692 | 178.548 | 182.116 | 183.691 | 183.799 | 184.157 | 195.127 | 198.102 | |
| dar. Türkei | 31.697 | 31.636 | 31.674 | 31.486 | 31.354 | 31.473 | 31.507 | 31.329 | 31.089 | 30.897 | 30.913 | 31.821 | |
| Rumänien | 22.775 | 23.704 | 24.972 | 26.737 | 27.604 | 28.802 | 29.901 | 30.596 | 30.702 | 30.878 | 31.535 | 31.863 | |
| Polen | 20.211 | 19.796 | 19.541 | 19.709 | 19.457 | 19.117 | 18.837 | 18.450 | 18.053 | 17.667 | 17.567 | 17.134 | |
| Polen | |||||||||||||
| ehem. | 17.775 | 18.296 | 18.811 | 20.116 | 20.532 | 21.390 | 22.532 | 23.512 | 24.093 | 24.738 | 25.793 | 26.363 | |
| Jugoslawien | |||||||||||||
| Russland | 13.828 | 14.110 | 14.223 | 14.364 | 14.538 | 14.598 | 14.554 | 14.474 | 14.433 | 14.395 | 14.589 | 14.709 | |
| Griechenland | 11.789 | 12.689 | 13.071 | 13.666 | 13.942 | 14.407 | 14.814 | 14.941 | 15.087 | 15.154 | 15.357 | 15.411 | |
| Italien | 8.121 | 8.498 | 8.802 | 9.136 | 9.145 | 9.458 | 9.733 | 9.799 | 9.773 | 9.763 | 9.819 | 9.967 | |
| Tschechien | 7.579 | 6.838 | 6.657 | 6.533 | 6.415 | 6.292 | 6.093 | 5.931 | 5.666 | 5.432 | 5.535 | 5.330 | |
| Ukraine | 7.458 | 7.500 | 7.756 | 8.089 | 8.087 | 8.038 | 8.074 | 8.057 | 8.053 | 7.937 | 15.783 | 16.227 |
| Afrika | 6.943 | 7.471 | 8.000 | 8.808 | 9.476 | 9.611 | 10.049 | 10.530 | 10.716 | 11.095 | 11.712 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Asien | 30.354 | 31.462 | 32.883 | 37.786 | 40.822 | 42.344 | 43.736 | 44.776 | 45.228 | 46.778 | 50.100 | 52.499 | |
| dar. Kasachstan | 9.398 | 9.546 | 9.575 | 9.639 | 9.705 | 9.751 | 9.856 | 9.853 | 9.777 | 9.686 | 9.627 | 9.604 | |
| Irak | 5.089 | 5.235 | 5.370 | 6.651 | 7.447 | 7.714 | 8.082 | 8.082 | 8.087 | 8.184 | 8.256 | 8.282 | |
| Irak | |||||||||||||
| Amerika, Austr., | 9.866 | 10.306 | 10.713 | 11.258 | 11.307 | 11.925 | 12.460 | 12.747 | 12.880 | 13.279 | 13.896 | 14.433 | |
| sonstige |
H. Amtsinterne Statistik des MI
| Personen/Fälle | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | ||
| 2 | |||||||||||
| 1.a | Aufenthaltstitel (AufenthG) erteilt, | 9.645 | 10.179 | 11.965 | 12.098 | 12.641 | 15.542 | 9.994 | 11.687 | 16.620 | |
| 14.354 | |||||||||||
| davon | |||||||||||
| Niederlassungserlaubnis (AufenthG) | 1.528 | 1.437 | 1.054 | 855 | 976 | 1.189 | 824 | 1.550 | 1.323 | 1.061 | |
| Daueraufenthaltserlaubnis-EG | 61 | 36 | 34 | 60 | 36 | 37 | 36 | 61 | 78 | 89 | |
| Aufenthaltserlaubnis (AufenthG) | 7.743 | 8.390 | 10.521 | 10.851 | 11.240 | 13.922 | 8.878 | 9.775 | 14.878 | 12.802 | |
| Blaue Karte EU | 313 | 316 | 356 | 332 | 389 | 394 | 256 | 301 | 341 | 402 | |
| 1.b | Fiktionsbescheinigung (MI/1 & MI/3) | 4.667 | 3.957 | 7.704 | 11.189 | 13.814 | 16.861 | 13.649 | 15.058 | 26.696 | 21.456 |
| 2. | Ausstellung neuer eAT- Kartenkörper (früher Übertrag Aufenthaltstitel in neuen Pass) | 6.544 | 5.129 | 3.842 | 4.010 | 4.291 | 4.617 | 3.205 | 5.733 | 5.401 | |
| 5.496 | |||||||||||
| 3. | eAT-Produkte (Summen 1a & 2) | 16.189 | 15.308 | 15.807 | 16.108 | 16.932 | 20.159 | 13.199 | 17.420 | 22.021 | 19.850 |
| 4. | Aufenthaltskarte & Daueraufenthalts-Karte-EU | 288 | 302 | 360 | 336 | 536 | 670 | 374 | 443 | 391 | |
| 405 | |||||||||||
| 5. | Integration | ||||||||||
| 5.1 | Anspruchsbescheinigungen | 88 | 62 | 75 | 89 | 133 | 100 | 163 | 137 | 100 | 224 |
| 5.2 | Verpflichtungsbescheinigungen | 739 | 1.043 | 1.616 | 1.241 | 756 | 742 | 334 | 505 | 261 | 470 |
| 5.3 | Beratungsgespräche | 99 | 85 | 60 | 89 | 116 | 12 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6. | Zulassung zum Arbeitsmarkt | ||||||||||
| 6.1 | - positive Entscheidung | 353 | 337 | 443 | 420 | 449 | 577 | 706 | 1.023 | --- | --- |
| 6.2 | - negative Entscheidung | 40 | 29 | 34 | 36 | 55 | 102 | 176 | 143 | --- | --- |
| 6.3 | - Entscheidungen insgesamt (ab 2022 keine Unterscheidung mehr mögl.) | 393 | 366 | 477 | 456 | 504 | 679 | 882 | 1.166 | 1.426 | 2.041 |
| 7. | Einreisevorgänge (Beteiligung im Visumsverfahren) | 765 | 828 | 929 | 1.066 | 1.071 | 1.041 | 903 | 999 | 1.424 | |
| 1.680 | |||||||||||
| 8. | Duldungen erteilt/erneuert (MI/1 + MI/3) | 2.924 | 3.073 | 3.287 | 4.301 | 4.415 | 4.838 | 4.100 | 3.667 | 2.312 | |
| 1.986 | |||||||||||
| 9. | Aufenthaltsgestattungen für Asylbewerber | 2.119 | 5.819 | 8.851 | 4.897 | 3.926 | 3.601 | 2.855 | 1.934 | 1.751 | |
| 1.885 | |||||||||||
| 10. | Passausstellungen | ||||||||||
| 10.1 | Reiseausweis für Flüchtlinge | 753 | 951 | 2.577 | 1.684 | 1.771 | 3.111 | 1.380 | 1.549 | 3.328 | 1.991 |
| 10.2 | Reiseausweis für Staatenlose | 65 | 42 | 25 | 40 | 72 | 46 | 27 | 47 | 33 | 30 |
| 10.3 | Reiseausweis für Ausländer | 219 | 166 | 165 | 110 | 195 | 251 | 136 | 185 | 181 | 268 |
| 11. | Verpflichtungserklärungen (positiv) | 3.221 | 3.514 | 2.922 | 2.817 | 2.553 | 2.919 | 726 | 807 | 1.868 | |
| 2.584 | |||||||||||
| 12. | Versagungsbescheide Einbürgerung | 14 | 17 | 5 | 8 | 17 | 18 | ||||
| 27 | 117 | ||||||||||
| 13. | Ausweisungen | 118 | 136 | 183 | 223 | 214 | 252 | 146 | 206 | 197 | 219 |
| Personen/Fälle | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | ||
| 14. | EU-Verlustfeststellungen (§ 6 FreizügG/EU) | 34 | 52 | 64 | 53 | 46 | 41 | 27 | 48 | 35 | |
| 34 | |||||||||||
| 15. | Versagung von Aufenthaltsgenehmigungen (MI/1 &MI/3) | 450 | 472 | 475 | 406 | 635 | 650 | 306 | 321 | 336 | |
| 369 | |||||||||||
| 16. | Sicherheitsrechtliche Überprüfungen | 2.160 | 2.409 | 3.748 | 2.487 | 1.093 | 1.409 | 1.382 | 1.352 | 1.379 | |
| 1.663 | |||||||||||
| 17. | Abschiebungen | 73 | 179 | 133 | 87 | 71 | 80 | 23 | 61 | 43 | 46 |
| 18. | Abschiebehaftanträge | 20 | 29 | 25 | 25 | 35 | 19 | 17 | 27 | 6 | 23 |
| 19. | Termine beim VG Ansbach (MI/1 & MI/3) | 81 | 66 | 37 | 96 | 92 | 125 | 93 | 94 | 94 | |
| 100 |
20. Ausbildung und Beschäftigung von Asylbewerbern und Geduldeten
| 2017*) | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anträge auf Ausbildung von Asylbewerbern, Geduldeten | 29 | 52 | 73 | 72 | 59 | 44 | 27 | |||||||
| - Genehmigte Ausbildungsanträge | 8 | 19 | 56 | 49 | 36 | 31 | 25 | |||||||
| - Erteilte Ausbildungsduldungen (§ 60a Abs. 2 Satz 4 AufenthG, § 60c AufenthG) | 2 | 5 | 6 | 32 | 22 | 21 | 3 | |||||||
| - Abgelehnte Ausbildungsanträge | 34 | 64 | 11 | 6 | 7 | 5 | 6 | |||||||
| Anträge auf Beschäftigung von Asylbewerbern, Geduldeten | 212 | 479 | 790 | 647 | 229 | 191 | 202 | |||||||
| - Genehmigte Beschäftigungsanträge | 70 | 167 | 368 | 316 | 157 | 134 | 202 | |||||||
| - Abgelehnte Beschäftigungsanträge | 93 | 268 | 136 | 86 | 46 | 20 | 31 | |||||||
| Anträge auf Beschäftigungsduldung | 0 | 0 | 0 | 9 | 51 | 5 | 19 | |||||||
| - Erteilte Beschäftigungsduldung | 0 | 0 | 0 | 4 | 9 | 2 | 4 | |||||||
| - Abgelehnte Beschäftigungsduldung | 0 | 0 | 0 | 4 | 10 | 6 | 0 |
*) ab 01.08.2017
31.12.2023)
Berichtsvorlage MRB-GST/003/2024
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kommission für Integration 11.04.2024 öffentlich Bericht
Kommission für Integration 25.07.2024 öffentlich Bericht
Betreff:
Aktuelle Maßnahmen gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung
Anlagen: Bericht Integrationskommission MRB Antrag SPD Aktionsplan gegen Antisemitismus Antrag Grüne SPD UN-Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung in Nuernberg Antrag SPD Grüne Stadtratssitzung TOP 4 Änderung Beschlusstext 20.03.2024 Beschluss StR 20.03.2024
Bericht:
Die Verwaltung berichtet zu den Maßnahmen gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung und zum Umsetzungsstand der Anträge: Gemeinsamer Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen: „Umsetzung der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung in Nürnberg sowie Anerkennung, dass jegliche Verwendung des N*Wortes rassistisch ist.“ Antrag der SPD-Fraktion: „Aktionsplan gegen Antisemitismus entwickeln und umsetzen.“
Die Beschlussfassung des Stadtrats zur Ächtung von N-Wort und Z-Wort sowie die Beauftragung der Verwaltung zur Entwicklung einer städtischen Gesamtstrategie gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung in einem längerfristig angelegten Prozess erfolgte am 20. März 2024. Diese sollte in einem Grundlagenteil phänomenübergreifend angelegt sein, aber gleichzeitig die Möglichkeit bieten, auch spezifischen Phänomenbereichen und Anliegen, z.B. in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus, gerecht zu werden. Die Gesamtstrategie soll Aktivitäten vernetzen und bündeln und stellt eine Abkehr von der weiteren Erstellung isolierter Aktionspläne dar.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Die konkreten finanziellen Auswirkungen sind erst im Rahmen der Strategieentwicklung absehbar. Angestrebt wird ein Verfügungsfonds für Dienststellen, ähnlich dem Konzept des Aktionsplans Inklusion.
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Beschluss trägt bei zur Sensibilisierung zu Fragen von Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung und zur Gewährung grundgesetzlich geschützter Rechte für marginalisierte Gruppen.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
OBM
Ref V
Ref IV
Maßnahmen gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung
Bericht der Stabsstelle Menschenrechtsbüro und Gleichstellungsstelle
1. Ausgangslage
Es lagen Anträge der Stadtratsfraktionen vor, die sich mit unterschiedlichen Aspekten von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung befassen und die ein städtisches Handeln einfordern:
Gemeinsamer Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen: „Umsetzung der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung in Nürnberg sowie Anerkennung, dass jegliche Verwendung des N*Wortes rassistisch ist.“ Antrag der SPD-Fraktion: „Aktionsplan gegen Antisemitismus entwickeln und umsetzen.“
Dazu mehren sich die Stimmen zivilgesellschaftlicher Initiativen, wie zum Beispiel der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD), besonders von Rassismus betroffene Gruppen stärker in den Blick zu nehmen. Sie fordern u.a. von der Stadt, sich mit dem postkolonialen Erbe Nürnbergs auseinanderzusetzen, eine offizielle Ächtung des „N*Worts“ auf den Weg zu bringen und (geschützte) Begegnungsräume für marginalisierte und verstärkt von Diskriminierung betroffene Gruppen zu schaffen.
Zudem zeigt die seit dem 7. Oktober 2023 dramatisch gestiegene Zahl antisemitischer Vorfälle, wie stark alter und neuer Antisemitismus in unserer Gesellschaft um sich greifen und gerade diese Entwicklung verlangt nach weiteren und neuen Handlungskonzepten.
Das Bekenntnis zur unantastbaren Würde jedes Menschen und das Gebot an die staatliche Gewalt, sie zu achten und zu schützen, beherrschen alle Bestimmungen des Grundgesetzes und bilden die Grundlage unseres gesellschaftlichen Wertesystems. In Artikel 1 des Grundgesetzes werden die Menschenrechte als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt genannt. Rassismus und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit stehen diesen Grundsätzen entgegen. Menschen entlang biologischer, religiöser, kultureller oder anderer Merkmale in vermeintlich homogene Gruppen einzuteilen, ihnen unveränderbare „Wesens- und Charakterzüge“ zuzuschreiben und sie zu bewerten widerspricht dem Grundsatz der Gleichwertigkeit aller Menschen.
Seit vielen Jahren versucht die Stadt Nürnberg mit unterschiedlichen Maßnahmen, der voranschreitenden Ausdifferenzierung der Gesellschaft Rechnung zu tragen, setzt internationale Konventionen zum Schutze besonders verletzlicher Gruppen um (z.B. UN- Behindertenrechtskonvention, neu: Istanbulkonvention), schafft Anlauf- und Beratungsstellen (Antidiskriminierungsstelle, Beratungsstelle Inklusion, Koordinierungsstelle LSBTIQ*) und stärkt dabei immer auch partizipative Ansätze.
Auch die in den beiden Anträgen und den zivilgesellschaftlichen Statements geforderten Maßnahmen und Aktivitäten werden teilweise bereits umgesetzt, ohne explizit als Aktionsplan oder als zielgruppenspezifisch ausgewiesen zu sein. Deshalb schlägt das Menschenrechtsbüro vor, anstelle weiterer Aktionspläne, eine gesamtstädtische Strategie gegen Diskriminierung und Rassismus in einem längerfristigen Prozess zu entwickeln. Diese sollte in einem Grundlagenteil phänomenübergreifend angelegt sein, aber gleichzeitig die Möglichkeit bieten, auch spezifischen Phänomenbereichen und Anliegen, z.B. in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus, gerecht werden.
2. Beschlusslage
In seiner Sitzung am 20. März 2024 fasste der Stadtrat folgende Beschlüsse:
-
Der Stadtrat und die Stadtverwaltung verpflichten sich, jede Form von rassistischem und diskriminierendem Sprachgebrauch in mündlicher und schriftlicher Form zu unterlassen.
-
Darüber hinaus ächtet der Stadtrat das N-Wort und Z-wort, weil diese Worte eindeutig rassistisch sind.
-
Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung, mittelfristig eine gesamtstädtische Strategie gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung zu erarbeiten. Die IHRA-Definition von Antisemitismus ist weiterhin Grundlage städtischen Handelns.
3. Aktueller Stand der Maßnahmen und Aktivitäten
Eine im Jahr 2022 durchgeführte Umfrage innerhalb der Stadtverwaltung erbrachte rund 140 Einzelmaßnahmen gegen Rassismus und Diskriminierung, vom allgemeinen Bildungsangebot mit präventivem Charakter bis hin zu konkreten Interventionen, aber auch langfristig angelegten Strukturen. Die nachfolgende Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und beschränkt sich auf die sichtbarsten Aktivitäten.
3.1 Antidiskriminierungsstelle
Über Rechte aufzuklären, zu beraten und Strukturen zu ändern, ist Auftrag der Antidiskriminierungsstelle der Stadt Nürnberg, denn Benachteiligungserfahrungen erschüttern nicht nur das Vertrauen in Rechtsstaatlichkeit und politische Institutionen, sie beeinträchtigen auch das Zugehörigkeits- und Sicherheitsgefühl der Betroffenen und schaden so dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. 2011 hat Nürnberg die erste bayerische kommunale Antidiskriminierungsstelle eingerichtet. Die Beratungsanfragen haben sich in den letzten Jahren bei 180 bis 220 Ratsuchenden pro Jahr eingependelt. In der Auswertung der vergangenen zwölf Jahre zeigt sich, dass Beratungsanfragen aufgrund der (zugeschriebenen) Herkunft, zusammen mit dem Merkmal Behinderung, die meisten Beratungsanfragen bilden. Im Bereich der herkunftsbezogenen Diskriminierung werden am häufigsten antischwarzer Rassismus und antimuslimischer Rassismus genannt. Im Jahr 2023 haben sich insbesondere Anfragen zu Formen rassistischer Alltagsdiskriminierung im öffentlichen Raum zugenommen. Hier werden sowohl Einzelpersonen aber auch Familien beleidigt, bedroht oder sogar tätlich angegriffen.
Antisemitische Vorfälle werden nur vereinzelt bei der kommunalen AD-Stelle gemeldet, hier wenden sich Betroffene vorrangig direkt an die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) oder die Israelitische Kultusgemeinde Nürnberg (IKGN). Die Beratungsstellen in Nürnberg planen für 2024 eine feste Austauschstruktur, um künftig Befunde über das Diskriminierungsgeschehen im Stadtgebiet zusammenzufassen und dem Stadtrat vorlegen zu können.
Neben der Einzelfallberatung berät und begleitet die Beauftragte für Diskriminierungsfragen Institutionen beim Aufbau von antidiskriminierenden Strukturen und hält selbst zahlreiche Vorträge und Workshops zum Thema. Im Jahr 2023 wurde zudem ein weiteres Beratungsangebot geschaffen; hierfür konnten Gelder der Antidiskriminierungsstelle des Bundes akquiriert werden. Die unabhängige Beratungsstelle M.U.T (Mittel- und unterfränkisches Thementeam Diskriminierung) kann nun Anfragen aus ganz Mittel- und Unterfranken bearbeiten.
3.2. Menschenrechtsbildung als Bildung gegen Diskriminierung, Rassismus und
Antisemitismus
In der Menschenrechtsbildung geht es stets auch darum, gegenwärtige Erscheinungsformen von Rassismus und Rechtsextremismus und die damit verbundenen Auswirkungen und Gefahren für Betroffene und die gesamte Gesellschaft aufzuzeigen. Dies setzen das Menschenrechtsbüro, aber auch Partner wie das IPSN, Dokupäd, das Studienforum Reichsparteitagsgelände etc. mit einem breiten Bildungsangebot um, das stetig ausgebaut wird. Dazu gehören zielgruppenspezifische Workshops zu unterschiedlichen Menschenrechtsthemen, teilweise im historisch-politischen Kontext, die neben Schulklassen und Studierendengruppen auch für Mitarbeitende der Verwaltung, der Polizei, der Bundeswehr und der Altenpflege, angeboten werden. Im Jahr 2023 wurden allein vom Menschenrechtsbüro 147 Seminare durchgeführt. Davon fanden 15 Menschenrechts- und Antidiskriminierungsseminare mit innerstädtischen Gruppen (Nachwuchskräfte der Verwaltung, Kommunaler Außendienst, Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung) statt. Eine deutliche Steigerung gab es im vergangenen Jahr bei den Buchungen für den Workshop „Rechtsterrorismus heute – Beispiel NSU-Komplex“. Sowohl der Bereich Pädagogik als auch der Bereich Schulpsychologie des IPSN halten ein breites Angebotskonzept rund um die Themen „Wertschätzung von Vielfalt“, „Fairness im Klassenraum“, „Psychosoziale Stärkung von Schülerinnen und Schülern“ vor. Eine Gruppe aus städtischen und nichtstädtischen Akteuren evaluierte vor Kurzem die in Nürnberg vorhandenen Bildungsangebote zum Thema Antisemitismus; auf Basis der Ergebnisse entwickelte das Nürnberger Menschenrechtszentrum zusammen mit Partnern ein offenes Bildungsmodul für Jugendliche und Erwachsene „Antisemitismus alt und neu – was gilt es, zu wissen“.
3.3. Nürnberger Wochen gegen Rassismus
Seit 2017 beteiligt sich die Stadt Nürnberg an den jährlich stattfindenden Internationalen Wochen gegen Rassismus. Diese bieten sowohl öffentlichen Institutionen als auch der Zivilgesellschaft eine Plattform für die unterschiedlichsten Veranstaltungsformate, von Kundgebungen, Kunstprojekten, Ausstellungen, Workshops bis hin zu Podiumsdiskussionen. Mit dem vielfältigen Programm – in diesem Jahr mit rund sechzig unterschiedlichen Formaten – für alle Zielgruppen soll ein Zeichen gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gesetzt, die Bürgerinnen und Bürger für die Themen sensibilisiert und die Betroffenen gestärkt werden. Auch das Konzept der „Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage“ reiht sich mit zwischenzeitlich mehr als 40 Schulen in Nürnberg ein in einen basisdemokratischen Ansatz gegen Rassismus und Diskriminierung. Zudem ist Nürnberg seit vielen Jahren Teil der „Partnerschaft für Demokratie“, einer Säule des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Die Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung gehörte von Beginn an zu den Förderzielen der Nürnberger Partnerschaft und so konnten bislang unter vielen anderen auch zivilgesellschaftliche Projekte, die das Empowerment und die Selbstwirksamkeit einzelner Gruppen förderten, mit einem Gesamtfördervolumen von fast einer Million Euro unterstützt werden. Das Straßenfest gegen Rassismus und Diskriminierung – für ein besseres Zusammenleben gibt es seit 2015. Anlass ist die Erinnerung an die von der Terrorgruppe NSU getöteten Bürgerinnen und Bürger und den in der Nürnberger Südstadt verübten Bombenanschlag. Das in Kooperation vieler zivilgesellschaftlicher Gruppen und unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters veranstaltete Fest ist zwischenzeitlich fester Bestandteil sowohl der Erinnerungskultur als auch der Antirassismusarbeit in Nürnberg geworden. Es wird deshalb seit dem Jahr 2021 jährlich mit einem städtischen Zuschuss unterstützt.
3.4. Die Europäische Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR)
Nürnberg ist Gründungsmitglied der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus, die 2004 gegründet wurde und mittlerweile fast 180 Kommunen aus ganz Europa umfasst. Die Städtekoalition gegen Rassismus ist ein europäisches Netzwerk von Kommunen, die ihre Aktivitäten in einem sogenannten 10-Punkte-Aktionsplan festschreiben, die Berichtslegung dazu erfolgt jährlich. In der Städtekoalition arbeitet Nürnberg neben dem Hauptausschuss in den
Arbeitsgruppen zu antimuslimischen und antischwarzem Rassismus mit. Daraus entwachsen sind mehrmalige Austauschformate mit den Nürnberger Communities, hier wurden Bedarfe identifiziert, die nicht alleine vom Menschenrechtsbüro umgesetzt werden können, sie sollen im Strategiepapier Niederschlag finden.
3.5. Dialog und Kooperation mit den Communities
Studien zeigen, dass die Verbundenheit und die Identifikation mit der eigenen Kommune wesentliche Faktoren für politische Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt bilden. Dem Dialog mit einzelnen Communities und gesellschaftlichen Gruppen kommt hierbei eine große Bedeutung zu, denn im Austausch wird die Expertise aus den jeweiligen Communities eingeholt und die Vertrauensarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung gestärkt. Die Stadtspitze pflegt diesen regelmäßigen und verstetigten Dialog bereits mit der IKGN (auch im Hinblick auf die geplante jüdische Begegnungsstätte), mit den Nürnberger Moscheegemeinden und den afrikanischen Communities. Eine Ausweitung dieses Dialogformats wäre wünschenswert.
3.6. Prozess mit Schulreferat zur Antidiskriminierungsstruktur an Schulen
Seit Mitte 2023 besteht ein intensiver Austauschprozess mit Ref. IV zum Thema Diskriminierung an Schulen. Mit dem aktuell vorhandenen Instrumentarium ist es allerdings nicht möglich, valide Aussagen zu Diskriminierungsvorfällen an Nürnberger Schulen und deren Formen der Bearbeitung zu treffen. Hier gilt es Abhilfe zu schaffen.
Grundsätzlich gilt, dass die Schule aktiv der Diskriminierung einzelner Personen und -gruppen entgegentritt und Handlungsansätze entwickelt, diese zu überwinden. Laut Kultusministerkonferenz sollten Schulen ein Diversity- und Antidiskriminierungskonzept vorweisen. In Nürnberg sind viele Schulen aktives Mitglied im Netzwerk "Schule gegen Rassismus - Schule mit Courage". Zudem bietet das Institut für Pädagogik und Schulpsychologie zahlreiche Fortbildungen für Lehrkräfte zum Thema, um zu sensibilisieren und Unterstützungskonzepte zu entwickeln. Das Schulreferat hat einen Vorschlag für die Entwicklung einer Vorgehensweise gegen Diskriminierung an Nürnberger Schulen entwickelt, das derzeit mit den Schulleitungen eng abgestimmt wird und den Schulen zur Verfügung steht. Es beinhaltet neben Anti- Diskriminierungsrichtlinien, Schulungen zur Sensibilisierung, Netzwerken mit Ansprechpartnern bei Vorfällen, der Unterstützung von Betroffenen auch Disziplinarmaßnahmen und Aufklärung, die Integration von Vielfalt in den Schulalltag und eine enge Partnerschaft mit Eltern, schulischen Gremien und außerschulischen Partnern.
3.7. Maßnahmen und Aktivitäten des Referats für Jugend, Familie und Soziales
Das Referat für Jugend, Familie und Soziales setzt sich in konkreten Projekten und Programmen, aber auch in der alltäglichen Arbeit mit und für Menschen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, gegen Radikalisierung und für die Teilhabe aller sowie die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts ein. Unsere Stadtgesellschaft und das Miteinander in Nürnberg solidarisch und demokratisch zu gestalten, sich für mehr Gerechtigkeit und gegen alle Formen von Diskriminierung einzusetzen, ist das Selbstverständnis des Referats. Die Erarbeitung einer gesamtstädtischen Strategie gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung bildet einen wichtigen Baustein und wird vom Referat für Jugend, Familie und Soziales aktiv unterstützt.
Ein zentraler Beitrag ist die Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements gegen Rassismus und für Diversität. Das ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt ist wesentliche Grundlage für das demokratische Zusammenleben in Vielfalt. Das Referat unterstützt Initiativen und Ehrenamtliche bei ihren Vorhaben, schafft eine Anerkennungskultur für engagierte Nürnbergerinnen und Nürnberger und bietet Vernetzungsmöglichkeiten. Ein Beispiel hierfür sind die Veranstaltungen des Referats im Rahmen der Nürnberger Wochen gegen Rassismus, bei denen die Würdigung Nürnberger Initiativen im Mittelpunkt steht und eine Plattform geboten wird, Aktivitäten und Anliegen vorzustellen.
Einen weiteren wichtigen Beitrag leisten die Angebote im Bereich der non-formalen Bildung und Prävention in der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendverbandsarbeit. Die im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien angesiedelte Koordinierungsstelle Radikalisierungsprävention „Radikal informiert“ hat die Verhinderung, Reduzierung oder Eindämmung von politischen und religiösen Radikalisierungsprozessen junger Menschen in Nürnberg zum Ziel.
In enger Kooperation mit dem beim Menschenrechtsbüro angesiedelten „Nürnberger Präventionsnetzwerk gegen religiös begründete Radikalisierung“ reagierte die Koordinierungsstelle unmittelbar auf den Angriff der Hamas in Israel und die damit einhergehenden Konfliktsituationen auch in Nürnberg, v.a. im Bereich des israelbezogenen, aber auch des klassischen Antisemitismus. Pädagogisches Personal wurde nur wenige Tage nach dem Terrorangriff über Mailings mit Beratungs-, Informations- und Weiterbildungsangeboten versorgt und zu einem Fachaustausch eingeladen. Gleichzeitig adressierte das Beratungsangebot auch von Antisemitismus betroffene Menschen, u.a. in enger Zusammenarbeit mit RIAS Bayern e.V.
Zudem werden im Rahmen der außerschulischen Jugendbildung eine Vielzahl an Projekten, Kampagnen sowie Fortbildungsangeboten (häufig auch in Kooperation mit Nürnberger Vereinen und Initiativen) umgesetzt. Aber auch die Jugendsozialarbeit an Schulen bietet im Rahmen der Möglichkeiten neben der Einzelfallhilfe auch weitere Gruppenangebote zu den Themen Gewalt und Diskriminierung an.
3.8 Integrationsrat und Koordinierungsgruppe Integration Sowohl in der Arbeit des Integrationsrates als auch bei der Implementierung der Leitlinien zur Integrationspolitik der Stadt Nürnberg bildet die Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung einen wichtigen Schwerpunkt (vgl. Leitlinie 5).
3.9 Von der Würde des Menschen – Arbeit des Amts für Kultur und Freizeit
Das Amt für Kultur und Freizeit fühlt sich dem Diversity-Ansatz verpflichtet und steht im Sinne des kulturpolitischen Auftrags für ein gleichberechtigtes Miteinander und friedliches Zusammenleben.
Die im Jahr 2023 erneut aufgesetzte amtsweite Strategie zur Sensibilisierung aller Mitarbeitenden beinhaltet externe Fortbildungen ebenso wie einen regelmäßigen internen Austausch und soll den Kolleginnen und Kollegen ermöglichen, jegliche Form von Diskriminierung im Arbeits- und Veranstaltungsalltag frühzeitig zu erkennen, angemessen zu handeln und individuelle Konzepte zum Schutz gegen Diskriminierung zu entwickeln. Für bestimmte Veranstaltungen sind eigene Awareness-Teams vorgesehen.
Auftrag des Amts für Kultur und Freizeit ist, möglichst allen Bevölkerungsgruppen die Teilhabe an kulturellen Angeboten zu ermöglichen mit besonderem Blick auf unterrepräsentierte Communities. Neben der jährlichen Teilnahme des Amts für Kultur und Freizeit an den Nürnberger Wochen gegen Rassismus, haben die Nürnberger Kulturläden° mit dem Schwerpunkt 11xFAIR Von der Würde des Menschen im Jahr 2024 ihre Aktivitäten und Angebote gegen jegliche Form der Diskriminierung zum einen sichtbar gebündelt und zum anderen erweitern können. So finden im Rahmen dieser Reihe 2024 über 500 Veranstaltungen statt, die Menschen aller Altersgruppen, kultureller Hintergründe und sozialer Bezüge für das Thema sensibilisieren, in Austausch oder eigenes Tun bringen.
Aufgrund des Stadtteilbezugs wie auch individueller Profile legen manche Kulturläden einen besonderen Fokus auf Veranstaltungen für bestimmte Zielgruppen - beispielsweise aus queeren Communities, Menschen mit Behinderung, BIPoC und Menschen aus anderen Kulturkreisen und älteren Menschen. Ihnen soll sowohl ein zielgruppenspezifisches wie inklusives Angebot gemacht werden, mit sicheren Räumen für vulnerable Gruppen einerseits, aber auch einer Plattform für die Sichtbarkeit von der Vielfalt kultureller Ausdruckformen.
Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne hält ein inklusives Angebot vor, das an speziellen Stationen von Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen betreut wird. Workshops zur Inklusion leiten zur Perspektivübernahme an, um Formen der Behinderung selbst zu erfahren. Die Musikschule Nürnberg führte 2024 13 Konzerte in der Reihe „Wir musizieren für Frieden und gegen Rassismus!“ durch.
3.10 Erinnerung an die Opfer rechtsextremer Gewalt und Auseinandersetzung mit dem
„NSU-Komplex“
Das Gedenken an die Opfer eines der größten rassistisch motivierten Verbrechen in der Bundesrepublik 1945 gehört zu einer glaubwürdigen Auseinandersetzung mit Rassismus in unserer Stadt. Deshalb wurden in enger Kooperation mit zivilgesellschaftlich Engagierten in den vergangenen Jahren an den Tatorten Gedenktafeln errichtet, Plätze nach den Todesopfern benannt und in zahlreichen Veranstaltungen die Unabgeschlossenheit des „NSU-Komplexes“ verdeutlicht. Die Abteilungsleitung Erinnerungskultur und Zeitgeschichte im Geschäftsbereich 2. BM sowie das Menschenrechtsbüro sind zudem eng einbezogen in den vom Bundesinnenministerium in Auftrag gegebenen bundesweiten Planungsprozess für ein NSU- Dokumentationszentrum.
3.11. Ohne Diskriminierung in Wort und Bild
Die Stadt Nürnberg hat sich das Ziel gesetzt, in Reden, Texten und Formularen auf eine diskriminierungssensible und geschlechtergerechte Sprache zu achten und bei der Bebilderung Klischees zu vermeiden, denn Sprache beschreibt unsere Wirklichkeit, prägt unser Bewusstsein und die Wahrnehmung. Unsere Gesellschaft ist von Vielfalt geprägt, die soll auch in der städtischen Kommunikation sichtbar werden. Um vielfaltssensibel und diskriminierungsfrei kommunizieren zu können wurde vom Amt für Kommunikation und der Stabsstelle Menschenrechtsbüro und Gleichstellungsstelle der Leitfaden: „Faire Sprache“ entwickelt, der konkrete Hilfestellungen für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bietet. Der Leitfaden ist im Intranet für alle Beschäftigten verfügbar, zusätzlich gibt es Fortbildungsmodule zum Thema im Fortbildungsprogramm der Städteakademie. https://intranet.stadt.nuernberg.de/intranet_2/kommunikation_stadtmarketing/faire_sprache.html
3.12. Citizen-Science Projekt „Nürnberg forscht“
Dieses Projekt soll weitere Befunde zum Diskriminierungsgeschehen und dessen Abhilfe in Nürnberg liefern. Koordiniert vom Bildungsbüro der Stadt schlüpfen hier Zugewanderte in die Rolle von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Darin untersuchen sie aus ihrer Perspektive heraus Themen zur Integration und Vielfalt in Nürnberg. Die erste von insgesamt vier geplanten Forschungsgruppen beschäftigt sich mit der Frage nach Verhaltensweisen bei Rassismus und möglichen Bewältigungsstrategien. Wie gehen Betroffenen in Nürnberg damit um? Holen sie sich Hilfe? Wenn ja, bei wem, wo und wie?
- Eckpunkte einer künftigen Strategie gegen Rassismus,
Antisemitismus und Diskriminierung
Der phänomenübergreifende und intersektionale Ansatz, der Diskriminierungsformen nicht isoliert voneinander, sondern in einer gegenseitigen Verschränkung und Durchdringung sieht, und wie er in der Antidiskriminierungsarbeit in Nürnberg bereits seit Jahren praktiziert wird, soll weiterhin die Arbeitsgrundlage bilden. Gleichwohl verlangt zum Beispiel der von Neuem aufgeflammte Antisemitismus nach einem Verständnis für den Unterschied zwischen rassistischen und antisemitischen Ideologien und dessen Berücksichtigung in Form differenzierter Maßnahmen und Angebotskonzepte, nicht nur im Bereich der politischen Bildung. Dasselbe gilt für andere Phänomenbereiche, z.B. Antiziganismus und antimuslimischem Rassismus. Diese Möglichkeit von spezifischen Maßnahmen muss die Gesamtstrategie offenhalten.
Die zu erarbeitende Strategie soll auf folgenden Leitgedanken basieren:
Ächtung jeglicher Form von Antisemitismus und Rassismus und der ihnen zugrundeliegenden Ideologien der Ungleichwertigkeit sowie der darauf bezogenen Diskriminierungen; gerade im Phänomenbereich des Antisemitismus gilt es die unterschiedlichen Erscheinungsformen, vom religiösen Antijudaismus, über den Rassenantisemitismus bis hin zum sekundären Antisemitismus und Antizionismus in den Blick zu nehmen. Betrachtung aller Ausprägungen von Rassismus – institutionell, strukturell und im Alltag; Gewährleistung und Förderung von Engagement, Zivilcourage und Konfliktfähigkeit sowie Stärkung der vielfältigen demokratischen Gesellschaft durch Einbindung von und Kooperation mit möglichst vielen städtischen und nichtstädtischen Partnern (z.B. Personalamt, Amt für Kultur und Freizeit, Bildungscampus etc.); Weiterentwicklung bzw. Initiierung der entsprechenden Maßnahmen unter Berücksichtigung anerkannter Standards und auf Basis der Menschenrechte, zum Beispiel Ausbau des Diskriminierungsschutzes (u.a. im Bereich Schule); Schaffung offener zivilgesellschaftlicher Dialogformate zur Stärkung von Partizipation und Mitsprache; Bearbeitung von Leerstellen, z.B. Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte Nürnbergs Unterstützung der Communities in ihrer Selbstorganisation, z.B. bei der Schaffung sicherer Räume
Um eine Strategie wirksam, glaubhaft und nachhaltig umzusetzen, müssend dafür entsprechende Ressourcen hinterlegt werden, z.B. in Gestalt eines Verfügungsbudgets. Gleichzeitig sollten dafür auch verstärkt Bundes- und Landesmittel (z.B. zur Umsetzung der „UN-Dekade Menschen afrikanischer Abstammung“) beantragt werden.
SPD spd@stadt.nuemberg.de U1, U11 Lorenzkirche Rathaus Tel 0911 /231-2906 STADTRATSFRAKTION www.spd-stadtratsfraktion.nuernberg.de Bus 36, 46, 47 Rathaus 90403 Nürnberg Fax 0911 / 231-3895 NÜRNBERG
OBERBÜRGERMEISTER
SPD Stadtratsfraktion | Rathaus | 90403 Nürnberg
21. MAI 2Q21
An den Oberbürgermeister .Nr. der Stadt Nürnberg Marcus König Rathaus 90403 Nürnberg
Nürnberg, 21. Mai 2021 Antragstellerin: Liberova
„Aktionsplan gegen Antisemitismus“ entwickeln und umsetzen
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
derzeit erleben wir weltweit und leider auch in Deutschland ein Erstarken des Antisemitismus. Auch in unserer Stadt sind entsprechend diskriminierende Haltungen wieder mehr und mehr im öffentlichen Raum sicht- und hörbar. Wir wollen uns im Sinne einer friedlichen und offenen Gesellschaft deshalb klar gegen jede Form von Antisemitismus stellen. Als Stadt des Friedens und der Menschenrechte und aufgrund der nationalsozialistischen Vergangenheit Nürnbergs tragen wir hierfür eine besondere Verantwortung.
Bereits 2014 hat die SPD-Stadtratsfraktion einen städtischen „Aktionsplan gegen Antisemitismus“ beantragt, dessen Zielrichtung und Aktualität bis heute nichts verloren hat. Dieser wurde bisher nicht auf den Weg gebracht. Dies ist jedoch leider weiterhin dringend geboten - auch und besonders aufgrund der aktuellen Ereignisse. Die gute und klare Positionierung des Stadtrats in seiner Resolution zu jüdischen Leben in Nürnberg unterstreicht die Verantwortung der Stadt für das entschlossene Handeln gegen jede Form von Antisemitismus in Nürnberg.
Aus diesem Grund stellt die SPD-Stadtratsfraktion zur Behandlung im zuständigen Ausschuss den folgenden
Antrag:
- Die Verwaltung entwickelt einen „Aktionsplan gegen Antisemitismus“ und stellt
hierfür konkrete Umsetzungsschritte vor. Dabei sollen insbesondere pädagogische Konzepte für schulische und non formale Bildung entwickelt werden, Implementierungsstrategien für Projekte in Kooperation mit den Jugend- und Sportverbänden ausgearbeitet sowie niedrigschwellige Schulungsmöglichkeiten angeboten werden.
- Die Verwaltung sichtet im Rahmen zu initiierender, bundesweiter Vernetzungen
weitere moderne Konzepte gegen Antisemitismus und bezieht diese in die Erstellung des Aktionsplans mit ein.
SPD
STADTRATSFRAKTION NÜRNBERG
-
-
Der Aktionsplan soll in Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und der
jüdischen Gemeinschaft Nürnbergs entwickelt und umgesetzt werden.
- Die Verwaltung prüft auch mögliche Drittmittelfinanzierungen - vor allem durch
Förderungsmöglichkeiten von Bund und Land - zur Umsetzung der Maßnahmen des Aktionsplans.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Brehm Diana Liberova Fraktionsvorsitzender Stadträtin
DIE GRÜNEN
An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Marcus König . oberbürge;"' Rathaus 90403 Nürnberg 1 2. NUV. 2021
Nürnberg, 12. November 2021
Umsetzung der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung in Nürnberg
sowie der Anerkennung, dass jegliche Verwendung des N*Wortes * rassistisch ist
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Demonstrationen zu Black Lives Matter haben zu einem neuen gesellschaftlichen Bewusstsein bezüglich alltäglicher Diskriminierung geführt. Die Sensibilität gegenüber Rassismus ist auch in Nürnberg gestiegen. Rassismus hat viele Facetten. Eine Facette ist die Diskriminierung beziehungsweise Gewalt gegen Menschen afrikanischer Abstammung. In diesem Zusammenhang haben die Vereinten Nationen schon 2015 die Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung ausgerufen.
Damit erkennt die Internationale Gemeinschaft an, dass Menschen afrikanischer Abstammung eine eigenständige Gruppe darstellen, deren Menschenrechte gefördert und geschützt werden müssen. Insbesondere Menschen, die außerhalb von Afrika leben, sollen in dieser Dekade in den Vordergrund gestellt werden.
Ziele der UN-Dekade sind:
- Die Förderung der Achtung, des Schutzes und der Einhaltung aller Menschenrechte und
Grundfreiheiten.
- Die Förderung einer besseren Kenntnis und Achtung des vielfältigen Erbes, der Kultur und
des Beitrags von Menschen afrikanischer Herkunft zu Entwicklung von Gesellschaften.
- Der Schutz vor Rassismus und Diskriminierung
Bis 2024 sollen alle Staaten sich diesem Ziel verschreiben. Nicht zuletzt aufgrund der Erfahrun gen vieler Betroffener seit den ß/ock-l/Ves-Mofter-Demonstrationen 2020, sind die Antragsteller
Stadtratsfraktion Nürnberg
DIE GRÜNEN SPD
der festen Überzeugung, dass auch die Stadt Nürnberg ein Maßnahmenpaket für die Stärkung der Rechte von Menschen afrikanischer Abstammung vorlegen sollte.
Nürnberger'innen afrikanischer Herkunft haben, auf den sich bietenden Bühnen des vergangenen Jahres, von massiven Diskriminierungen aufgrund ihrer afrikanischen Abstammung und ihres Aussehens berichtet. Das können wir nicht so stehen lassen.
Nürnberg hat sich dem Ziel des Friedens und der Menschenrechte verschrieben und macht in diesem Bereich viel mehr als andere Städte. Die Arbeit verschiedener Stellen wie etwa des Menschenrechtsbüros ist vorbildlich. Hier wollen wir als Antragssteller anknüpfen und spezifische Bildungsangebote, Dekolonisierungsansätze und Empowerment-Ansätze für Menschen afrikanischer Abstammung entwickeln.
In vielen Gesprächen hat sich gezeigt hat, dass das N'Wort leider bis heute für große Probleme sorgt. Das N'Wort wird von vielen Menschen afrodeutscher, afrikanischer Abstammung und PoC (People of Colour) mit Diskriminierung, Leid, Gewalt, Ungleichheit und Entmenschlichung verbunden. Mit dem N'Wort sind eine Vielzahl von rassistischen Stereotypen verbunden. Diese Stereotypen umfassen Sexualrepressionen wie Triebhaftigkeit und Naturhaftigkeit, Kulturlosigkeit, Viktimisierung, Infantilisierung sowie Entfremdung und führen zu Ohnmachts erfahrungen und psychischen Folgen.
Das N'Wort wurde in der Kolonialzeit verwendet, um eine rassistische Unterscheidung herzu stellen. Machtverhältnisse zu untermauern und unterdrückende Strukturen zu festigen. Diese Erfahrungen sind auch weiterhin im Bewusstsein verankert. Auch wenn in der jüngeren Zeit vermehrt das N'Wort in satirischen oder komödiantischen Kontext auftaucht, darf diese nicht über die Verletzungen hinwegtäuschen, die damit einhergehen.
Wir fordern daher, dass Nürnberg dem Beispiel der Städte Köln und Kassel folgen und das N'Wort öffentlichkeitswirksam ächten sollte, da es rassistisch ist. Deshalb stellen die beiden Fraktionen zur Behandlung im Stadtrat folgenden
Antrag:
- Wir fordern den Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung dazu auf, dem Stadtrat ein
Maßnahmenpaket für die Stärkung der Rechte von Menschen afrikanischer Abstammung im Sinne der UN-Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung vorzulegen.
- Teil des Maßnahmenpakets soll sein: die Stadt Nürnberg ächtet das N'Wort. Seine Ver
wendung ist rassistisch. Schwarze Menschen werden durch die Stadt geschützt und empowered.
DIE GRÜNEN
- Die Stadtverwaltung berichtet, inwiefern das Kolonialerbe Nürnbergs sichtbar gemacht
und verarbeitet werden kann. Dabei soll die Verwaltung auf Sensibilisierungsmaßnahmen und Bildungsangebote einerseits, aber auch auf problematische koloniale Relikte wie etwa Straßennamen eingehen.
- Die Stadtverwaltung unterstützt die afrikanischen Communities damit, Begegnungsräume
und sogenannte Safe Spaces zu schaffen.
- Die Stadtverwaltung achtet bei ihren Veröffentlichungen auf die Sichtbarkeit von
People of Color.
Mit freundlichen Grüßen
Paul Ärzten Dr. Nasser Ahmed Stadtrat Stadtrat B‘90/DIE GRÜNEN SPD-Fraktion
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An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Marcus König Rathaus
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2 0. 2024 /........Nr..........I 1 3 ’... i /ff« Zur Zur Stellungnahme j Nürnberg, 20.03.2024 Kts. 4 Antwort vorTJEserv^* I Dr. Nasser Ahmed, Paul Ärzten j dung vorlegen X 5 Antwort zur Unter z.w.V. schrift vorlegen
Stadtratssitzung am 20. März 2024
TOP 4: Maßnahmen gegen Rassismus und Diskriminierung
- Änderung Beschlusstext Nr. 1 und 2 -
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Stadtratsfraktion der SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN beantragen zu TOP 4 „Maßnahmen gegen Rassismus und Diskriminierung der heutigen Stadtratssitzung folgende
Änderung des Beschlusstextes:
- Der Stadtrat und die Stadtverwaltung verpflichten sich, jede Form von rassistischem und diskriminierendem Sprachgebrauch in mündlicher und schriftlicher Form zu unterlassen. 2. Darüber hinaus ächtet der Stadtrat das N-Wort und Z-Wort, weil diese Worte eindeutig rassistisch sind. 3. - bleibt unverändert -
Mit freundlichen Grüßen
( i/f c-U] (x^' Christine Kavier Achim Mletzko Fraktionsvorsitzende Fraktionsvorsitzender SPD-Stadtratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Dr. Nasser Ahmed Paul Ärzten Stadtrat Stadtrat
Beschlussvorlage Ref.IV/020/2024
Beratung Datum Behandlung Ziel
Kommission für Integration 25.07.2024 öffentlich Bericht
Betreff: Lernräume für Schülerinnen und Schüler in Nürnberg, hier: Beschluss des Nürnberger
Rates für Integration und Zuwanderung vom 07.11.2023
Sachverhalt (kurz):
Die Verwaltung berichtet über die Kombination aus Lernangeboten im Schullalltag sowie die große Bandbreite an vorhandenen außerschulischen Lernräumen in Nürnberg, die Kindern und Jugendlichen zum Lernen zur Verfügung stehen.
- Finanzielle Auswirkungen:
Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
(→ weiter bei 2.)
Nein (→ weiter bei 2.)
Ja
Kosten noch nicht bekannt
Kosten bekannt
Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr
dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum
davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr
davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Ref.IV/020/2024
Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?
(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:
Nein (→ weiter bei 3.)
Ja
Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans
Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)
Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt
2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)
Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:
- Diversity-Relevanz:
Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Öffentliche schülerfreundliche Lernräume stehen allen Kindern und Jugendlichen offen, insbesondere auch Kindern und Jugendlichen mit Deutsch als Zweitsprache und/oder Zuwanderungsgeschichte.
- Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:
RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)
2. BM
Ref.V
wbg
Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Ref.IV/020/2024
Lernräume für Schülerinnen und Schüler in Nürnberg
Im Schulalltag gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten und freiwilligen Angeboten, die Schülerinnen und Schüler bei ihrem individuellen Bildungsweg unterstützen. Dabei werden sie über den Tag hinweg von pädagogischen Expertinnen und Experten oder zum Teil von ehrenamtlich engagierten Personen1 begleitet. Mit Blick auf die Ganztagsbetreuung an den Grund-, Förder-, Mittel- und Realschulen sowie Gymnasien zeigt sich zum Beispiel, dass bei der offenen und gebundenen Ganztagsschule sowie der Betreuung im Hort eine Hausaufgabenbetreuung sowie Lern- und Übungszeiten für alle Schülerinnen und Schüler vorgesehen sind. Auch die verlängerte Mittagsbetreuung im Grundschulbereich setzt auf eine verlässliche Hausaufgabenbetreuung und zusätzliche Förderangebote. Insbesondere im Grundschulbereich verfolgt die Stadt Nürnberg mit dem sogenannten „Nürnberger Weg bei der ganztägigen Bildung, Betreuung und Erziehung von Grundschulkindern“ seit vielen Jahren das Ziel, familienfreundliche Betreuungsangebote mit einer hohen pädagogischen und räumlichen Qualität in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise können bereits jetzt 71 Prozent der Grundschulkinder ein Angebot nutzen (bayernweit sind erst rund 54 Prozent der Grundschulkinder versorgt). Und zwischen 2023 bis 2026 sind weitere rund 2.000 Plätze in Nürnberg konkret in Planung.
Schülerinnen und Schüler, die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen und selbst oder ihre Eltern Sozialleistungen beziehen, können zudem beispielsweise Lernförderangebote über die Leistungen für Bildung und Teilhabe (BuT) nutzen. Das jüngst erneuerte Konzept der BuT-Lernförderung am Institut für Pädagogik und Schulpsychologie (IPSN) steht unter dem Motto „schulnahe Versorgung mit Qualität“, d. h., dass die BuT- Lernförderung an Schulen umgesetzt wird, die dafür einen Raum und eine Ansprechperson bereitstellen. Weiterhin bietet das von der Noris-Arbeit (NOA) gGmbH umgesetzte Programm „Qualibegleitende Hilfen und Ausbildungsplatzoffensive“ (QUAPO) Unterstützung bei der Vorbereitung von Abschlussprüfungen und unterstützt beim Übergang in Beruf oder Ausbildung. Hier ist auch das Team rund um SCHLAU Übergangsmanagement aktiv.
Die Stadt Nürnberg verfügt darüber hinaus über eine Vielzahl an angemessenen außerschulischen Lernräumen, die Schülerinnen und Schüler eine lernförderliche Umgebung ermöglichen. Im Folgenden findet sich eine Auflistung der unterschiedlichen Standorte.
Angebote aus dem Jugend- und Sozialbereich
Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKiJA)
Lernräume in den Kinder- und Jugendhäusern (KiJH) und Jugendtreffs (JT) des Jugendamtes der Stadt Nürnberg Insgesamt halten 32 Standorte, die über räumliche Ressourcen verfügen – in Form von Jugendtreffs und Kinder- und Jugendhäusern – für ihre Zielgruppen u. a. adäquate Möglichkeiten zum Lernen, zur Prüfungsvorbereitung, für Hilfe und Orientierung zur Berufswahl, für Hausaufgaben, vereinzelt sogar für Nachhilfe, vor. Die personelle, räumliche und technische Ausstattung als auch die Bedarfe variieren je nach Standort und Einrichtung und somit auch die Art und der Umfang der lernunterstützenden Angebote vor Ort. Die Kontaktdaten zu den Jugendtreffs und Kinder- und Jugendhäusern im Stadtgebiet sind zu finden unter: https://www.nuernberg.de/internet/kinder_und_jugendliche/
1 z. B. in etablierten Programmen wie Lesepatenschaften, Lesecoaches usw.
Altersgruppen Von den Angeboten in den Einrichtungen der städtischen OKiJA profitieren Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 21 Jahren, in Ausnahmefällen bis 27 Jahren. Während sich Kinder- und Jugendhäuser der großen Altersspanne öffnen, richten sich die Jugendtreffs erst an eine Zielgruppe ab ca. 12 Jahren.
Nutzungszeiten In Abhängigkeit von den Regelungen in der jeweiligen Einrichtung kann die dortige Infrastruktur während der Öffnungszeiten oder zu individuell zu vereinbarenden Terminen genutzt werden. Auch längerfristige Nutzungen, z. B. für Lerngruppen oder ähnliches, können entsprechend der vorhandenen Ressourcen und nach individueller Absprache/Terminvereinbarung mit den Ansprechpartnern und Ansprechpartnerinnen der städtischen Jugendeinrichtungen vereinbart werden. Ab 18 Jahren ist z. T. eine selbstverwaltete Nutzung außerhalb der Öffnungszeiten möglich.
Ausstattung Alle Standorte verfügen über pädagogisch zu nutzende Endgeräte (PCs, Laptops, z. T. Tablets) und Internetanschluss, Drucker, Scanner, Kopierer, viele über ein öffentliches WLAN. Räume zum Arbeiten und Zurückziehen sind insbesondere in den größeren Kinder- und Jugendhäusern häufiger vorhanden als in den kleinen Jugendtreffs. Kinder und Jugendliche erhalten vor Ort professionelle sozialpädagogische Unterstützung oder nutzen die Räume und Technik eigenständig. Teilweise steht auch Unterstützung in Form von Honorarkräften und kostenfreies Material zur Verfügung.
Art des Angebotes Die Besucherinnen und Besucher nehmen das Angebot auf freiwilliger Basis an. Einige Einrichtungen haben Angebote wie Hausaufgabenhilfe oder Prüfungsvorbereitung fest in ihrer Programmstruktur verortet. Regelmäßige Unterstützung bei den Hausaufgaben bieten u. a. das Kinder- und Jugendhaus ALF, Gost und die Linie 6 an. An allen anderen Standorten wird bei individuellen Raumnutzungs-Anfragen der Zielgruppe nach einer Lösungsmöglichkeit gesucht.
Im Vorfeld der Quali-Prüfungen an den Mittelschulen werden zum Teil in Kooperation mit Schulen oder anderen Stadtteilakteuren gezielte Vorbereitungsangebote gemacht – so zuletzt auch in den Kinder- und Jugendhäusern ALF, Mosaik, Gost und TetriX.
An zahlreichen Standorten u. a. im KiJH TetriX, dem JT Max und dem KiJH Wiese 69 öffnen die Einrichtungen bereits um 13 Uhr, um den Schülerinnen und Schülern außerhalb vom Schulgebäude in der „Pausenlounge“ eine attraktive Anlaufstelle in der Jugendeinrichtung bieten zu können. Die Schülerinnen und Schüler entscheiden selbst, wie sie die Zeit dort verbringen, z. B. um etwas zu essen, ihren Freizeitinteressen nachzugehen oder die Ausstattung vor Ort für die Vorbereitung auf den Unterricht zu nutzen. Im Stadtteil Langwasser wird eine Klasse der Adalbert-Stifter-Schule im Offenen Ganztag – im gesamtstädtisch einmaligen Modell – in der Verantwortlichkeit eines Kinder- und
Jugendhauses, dem „Geiza“ betrieben. Mit mittäglichem Essen, Hausaufgabenbetreuung und Programm bietet die Einrichtung von Montag bis Freitag 12–16 Uhr ein verbindliches Angebot. In zahlreichen anderen Einrichtungen der OKiJA nutzen externe Träger der Mittagsbetreuungen bzw. des Ganztages die Räumlichkeiten in den städtischen Jugendeinrichtungen mit eigenem Personal, sofern dies vor oder parallel zum Betrieb der Jugendeinrichtung möglich ist – darunter sind die Kinder- und Jugendhäuser Bertha und Nordlicht und das Stadtteilhaus FiSch.
Um Anschlüsse nach einem Schulwechsel oder der Beendigung von verbindlichen Betreuungsangeboten zu schaffen, gilt es, Übergänge zwischen den Angeboten gut zu gestalten. So gibt es zahlreiche Kooperationen zwischen den Jugendeinrichtungen mit Horten jeglicher Träger, Ganztagesangeboten, stationären Wohngruppen, ambulanten Betreuungsangeboten. Einmalig oder regelmäßig werden relevante Jugendtreffs und Kinderund Jugendhäuser besucht, um die Angebote bei den Kindern und Jugendlichen bekannt zu machen und die Scheu zu nehmen, die Einrichtungen in Zukunft auch alleine aufzusuchen und dort Hilfeangebote und Ansprechpartnerinnen und -partner zu finden, wenn das verbindliche Betreuungsangebot endet.
Räume in Kindertageseinrichtungen
In den Horten selbst findet, wie oben erwähnt, regelhaft eine Hausaufgabenbetreuung statt, auch in enger Zusammenarbeit mit den Schulen und Familien. Aufgrund der nach wie vor angespannten Betreuungssituation sind die Horte in der regulären Betreuungszeit voll ausgelastet, die Räume werden für die angemeldeten Kinder benötigt. Grundsätzlich ist eine Bereitstellung von Räumen für besondere Zwecke (z. B. Nutzung als öffentlicher Lernraum) außerhalb der Betreuungszeiten möglich. Die Öffnung der Horte bzw. Kindertageseinrichtungen außerhalb der Schließzeiten bedarf aber einer eigenständigen Organisation, d. h., es müsste sich um eine feste Gruppe von Kindern und Jugendlichen handeln, die unter Aufsicht die Räume nutzen. Dies ist frühestens ab 17 Uhr möglich. Hierfür ist es erforderlich, dass sich eine erwachsene Person verantwortlich für die Nutzung der Räume zeigt und auch die Haftung für die Nutzung trägt.
Räume im Nachbarschafts- und Stadtteiltreffs
Nachbarschaftshaus Gostenhof Im Nachbarschaftshaus können (z. B. durch den Träger) jederzeit Räume für die Lernnutzung gebucht werden. Es finden in den Oster- und Pfingstferien beispielsweise regelmäßig Qualikurse statt. Seit Jahren wird in Kooperation mit dem Internationalen Frauen-und Mädchenzentrum IFMZ „Clever lernen“ angeboten – 1 x für Grundschule, 1 x für Mittelschule. Zudem gibt es die Möglichkeit, dass kleinere Räume kostenlos zur Verfügung gestellt werden, z. B. für eine ehrenamtliche Hausaufgabenbetreuung. Das Nachbarschaftshaus ist ein frei zugängliches Gebäude, und Kindern und Jugendlichen kann je nach aktueller Raumkapazität auf Nachfrage ein freier Raum für Lernarbeiten angeboten werden. Beispielsweise ist auch das „Nachbarzimmer“ im 2. Stock während der Öffnungszeiten als (relativ) ruhiger Verweilraum nutzbar. Ein Internetzugang steht nur im EG oder im Bürgerbüro zur Verfügung. Das Bürgerbüro wird vereinzelt von älteren Schülerinnen und Schülern sowie Auszubildenden zur Recherche und für Gruppenarbeiten genutzt.
Bei der Raumnutzung gilt zu berücksichtigen, dass keine Betreuung oder Übernahme der Aufsichtspflicht gewährleistet werden kann.
Stadtteilladen Dianastraße und Stadtteiltreff Nordost In den Stadtteilläden gibt es bereits Angebote für die Zielgruppe. Beispielsweise werden die Räumlichkeiten von ehrenamtlichen Initiativen für Nachhilfe- oder Leseangebote genutzt. Bei Angeboten für Eltern wird ermöglicht, dass die Kinder am Nebentisch Hausaufgaben machen. Da in beiden Einrichtungen jeweils nur ein Gruppenraum zur Verfügung steht und dieser in der Regel, insbesondere an Werktagen am Nachmittag, belegt ist, kann keine freie Nutzung als Lernraum ermöglicht werden. In beiden Einrichtungen stehen in einer Nische noch die digitalen Bürgerbüros zur Verfügung, bestehend aus einem Laptop mit Internetanschluss. Hier ist es etwas ruhiger und dieses Angebot können ältere Schülerinnen und Schüler, wie alle anderen Besucherinnen und Besucher auch, zu den Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag von 8:30– 12:00 Uhr und an den Nachmittagen nach Absprache nutzen.
SIGENA-Nachbarschaftstreffs der wbg Nürnberg GmbH Immobilienunternehmen In unmittelbarer Nähe von Wohngebäuden der wbg bieten die SIGENA-Nachbarschaftstreffs Räumlichkeiten, die sich für die Mitnutzung durch Schülerinnen und Schüler eignen (Übersicht der Standorte in Nürnberg: https://wbg.nuernberg.de/servicesangebote/mieterservice/sigena). Eine Mitnutzung der Räumlichkeiten ist während der festen Anwesenheitszeiten der SIGENA-Koordinatorinnen auf Anfrage möglich. Es kann keine Betreuung oder Übernahme der Aufsichtspflicht gewährleistet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die Räume auch außerhalb der Anwesenheitszeiten zu nutzen. Zur Regelung der Haftung ist hierbei die Unterzeichnung einer Nutzungsvereinbarung, bspw. durch Erziehungsberechtigte, erforderlich.
Räume in städtischen Gemeinschaftsunterkünften
In den letzten Jahren gab es Bestrebungen, die Qualität der Unterbringung zu verbessern, sodass nur noch wenige städtische Unterkünfte einen reinen Gemeinschaftsstandard aufweisen. Es gibt daher nur noch wenige Unterkünfte, in denen Gemeinschaftsräume vorhanden sind. Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass diese von Bewohnerinnen und Bewohnern wenig genutzt werden.
Inwieweit in staatlichen Unterkünften Gemeinschaftsräume vorhanden sind und ob und wie diese genutzt werden, ist nicht bekannt. Den Bewohnerinnen und Bewohnern von Gemeinschaftsunterkünften stehen die im gesamten Stadtgebiet bereits vorhandenen öffentlichen Lernräume frei zur Verfügung.
Angebote im Nürnberger Kulturbereich
Amt für Kultur und Freizeit (KUF)
Als Dienststelle im Geschäftsbereich Kultur der Stadt Nürnberg initiiert, organisiert und vernetzt KUF Kunst, Kultur und Freizeitangebote. KUF fördert Initiative und schöpferische Tätigkeit, kulturelle sowie politische Bildung und bietet zahlreiche Veranstaltungsformen. Gleichzeitig setzt sich KUF mit Traditionen konstruktiv auseinander und fördert kulturelle Innovationen.
KUF verfügt über elf Kulturläden, die in vielen Stadtteilen Nürnbergs zu Hause sind und ein breites Angebot an Kultur- und Freizeitveranstaltungen, Gruppen, Kursen, Konzerten, Vorträgen und vielem mehr, egal ob zum Zuschauen oder Selbermachen, beherbergen.
Offene Lernräume und unterstützende Angebote existieren bereits in den Kulturläden Villa Leon, Loni-Übler-Haus und Schloss Almoshof sowie dem Gemeinschaftshaus Langwasser. Unter anderem im Kulturladen Röthenbach ermöglichen Cafézeiten ohne Konsumzwang während des Öffnungszeitraums ebenfalls eine regelmäßige Nutzung als Lernort, das Foyer der Kulturwerkstatt Auf AEG steht gleichermaßen allen Nutzerinnen und Nutzern zu den Öffnungszeiten ohne Konsumzwang zur Verfügung. Die weiteren Kulturläden haben wenige dauerhaft nutzbare gesonderte Räume, die nur mit Hilfe von zusätzlichem Personal bereitgestellt werden könnten.
Bereits bestehende Nutzungsmöglichkeiten der Nürnberger Kulturläden als Lernräume
im Einzelnen
Kulturladen Villa Leon (Philipp-Koerber-Weg 1, 90439 Nürnberg) Die Einrichtung bietet wochentags ein Stadtteilprojekt zur Lern- und Sprachförderung für Kinder mit „Bildung & Teilhabe“-Förderung in allen freien Räumen der Villa an (aktuell 100 h/Woche). Zusätzlich werden für das Lern- und Sprachförderprojekt drei Räume in der Michael-Ende-Schule und das Çayhaus bis 17.00 Uhr genutzt. Mit Ausnahme von Veranstaltungen steht das Foyer (circa sechs Tische mit Stühlen) dienstags bis freitags von 9.00 bis 22.00 Uhr zur Verfügung und dient während dieses Zeitraums teilweise bereits als Lernort.
Kulturladen Loni-Übler-Haus (Marthastraße 60, 90482 Nürnberg) Der stark frequentierte öffentliche Stadtteiltreff für Kinder kann aufgrund baurechtlicher Vorgaben aktuell nur für wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer geöffnet werden. Grundsätzlich sind die Räume wochentags von 13.00 bis 17.00 Uhr für Kinder aus dem Stadtteil für Aufenthalt, betreutes und freies Lernen und Programmangebote geöffnet.
Kulturladen Schloss Almoshof (Almoshofer Hauptstraße 49, 90427 Nürnberg) Da das Café, das wöchentlich für eine Stunde für den Englischunterricht von Grundschülerinnen und -schülern genutzt wird, zu den Ausstellungsräumen zählt, kann das Atelier als Ort für Kinder oder Jugendliche zum Aufenthalt und gegebenenfalls zum Lernen in den Öffnungszeiten von Montag bis Freitag im Zeitraum von 10.00 bis 17.00 Uhr ebenso wie der sogenannte Holzschuherraum als Lernraum genutzt werden.
Gemeinschaftshaus Langwasser (Glogauer Straße 50, 90473 Nürnberg) Das als Dritter Ort eingerichtete Foyer kann während der Öffnungszeiten wochentags von 8.30 bis 22.30 Uhr sowie samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr genutzt werden.
Kulturladen Röthenbach (Röthenbacher Hauptstraße 74, 90449 Nürnberg) Öffentliche Lernräume können während der Öffnungszeiten des Cafés (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 15.00 bis 17.30 Uhr) ohne Konsumzwang angeboten werden.
Kulturbüro Muggenhof (Fürther Straße 244 d / Hof D, 90429 Nürnberg) Grundsätzlich steht das Foyer der Kulturwerkstatt Auf AEG ohne Konsumzwang allen Nutzerinnen und Nutzern zu den Öffnungszeiten zur Verfügung.
KUF im südpunkt (Pillenreuther Straße 147, 90459 Nürnberg) Tägliche Nachhilfe findet aktuell durch das Institut für Pädagogik und Schulpsychologie Nürnberg (ISPN) statt.
Vischers Kulturladen (Hufelandstraße 4, 90419 Nürnberg) Durch eine externe Anbieterin wird dienstags und mittwochs regelmäßig ein Raum zur Lernförderung von maximal vier Kindern genutzt.
Kulturladen Zeltnerschloss (Gleißhammerstraße 6, 90480 Nürnberg) Die Einrichtung besitzt insgesamt zwei Räume, eine Nutzung als Lernraum ist nur punktuell möglich, wodurch ein niedrigschwelliger Zugriff erschwert wird.
Kulturladen Ziegelstein (Ziegelsteinstraße 104, 90411 Nürnberg) Aufgrund der Größe der Einrichtung (3-Zimmer-Wohnung) und des vorhandenen Personals von 1,5 Vollzeitkräften ist keine Erweiterung der Öffnungszeiten möglich. Während der Öffnungszeiten sind die Räume durch Gruppen, Kurse und Veranstaltungen ausgebucht.
Kulturladen Gartenstadt (Frauenlobstraße 7, 90469 Nürnberg) Aufgrund der zur Verfügung stehenden Räume (lediglich ein Veranstaltungssaal) ist die Einrichtung zu den Öffnungszeiten ausgebucht.
Möglichkeiten und Voraussetzungen zum Ausbau des bestehenden Angebots
Inwiefern in den KUF-Einrichtungen weitere öffentliche schülerfreundliche Lernräume zur Verfügung gestellt bzw. geschaffen werden können, hängt maßgeblich von der Finanzierung von zusätzlichem Personal sowie zum Teil von der Finanzierung baulicher Maßnahmen ab.
Konkret bedeutet das, dass beispielsweise alle noch nicht als Lernorte genutzten Räume der Villa Leon bei Nicht-Belegung von 13.30 bis 20.00 Uhr genutzt werden könnten, wenn Hilfskräfte zur Aufsicht über diese Räume zur Verfügung gestellt werden könnten. Bei entsprechenden zusätzlichen Mitteln zur Finanzierung des Personals könnten zudem Samstag und Sonntag im Zeitraum von 9.00 bis 18.00 Uhr weitere Räume genutzt werden, wodurch allein zusätzliche Personalkosten im Umfang von 18 Wochenarbeitsstunden anfallen würden.
Bei entsprechender personeller Betreuung durch zusätzliche Hilfskräfte könnte im Gemeinschaftshaus Langwasser zu regelmäßigen Zeiten eine erweiterte Nutzung des EDV- Raums angeboten werden. Im Kulturladen Röthenbach bestünde bei Bereitstellung zusätzlichen Aufsichtspersonals und eines Budgets für den Mietausfall vormittags und nachmittags die Möglichkeit, weitere Räume punktuell zu nutzen. Im südpunkt könnten weitere Seminarräume bei Finanzierung der personellen Aufsicht punktuell angeboten werden, dies gilt ebenso für die Seminarräume des Kulturbüros Muggenhof, die zu nicht belegten Zeiten bei zusätzlichem Aufsichtspersonal als Lernräume zur Verfügung gestellt werden könnten. In Vischers Kulturladen wäre die Einrichtung von öffentlichen Lernräumen ebenfalls nur mit zusätzlichem Aufsichtspersonal zu bewerkstelligen. Grundsätzlich besteht seitens des Kulturladens die Bereitschaft, sich als Raum zum Lernen insbesondere der Peter-Vischer- Schule zu öffnen. Zur Wahrnehmung der Aufsichtspflicht möchte die Schule die Schülerinnen und Schüler in den eigenen Räumen halten. Zur Einrichtung eines Lernorts im Kulturladen Ziegelstein wäre eine zusätzliche verantwortliche Person mit Aufsichtspflicht notwendig. Um
im Kulturladen Loni-Übler-Haus weitere Lernräume zu etablieren, ist eine Modernisierung (Fluchtwege, mögliche Parallelnutzungen usw.) dringend erforderlich.
Bildungscampus Nürnberg (BCN)
Der Bildungscampus umfasst die städtischen Bildungs- und Kultureinrichtungen Bildungszentrum, Stadtbibliothek und Planetarium.
Das Öffnungszeitenkonzept der Stadtteilbibliotheken basiert darauf, dass die verschiedenen Standorte zeitlich versetzte Öffnungszeiten und gleichzeitig Überlappungen an stark frequentierten Tagen haben. Hierdurch lässt sich in Summe der höchste Abdeckungsgrad der dezentralen Bibliotheksstruktur ermöglichen. In der Stadtteilbibliothek Langwasser wurden mit dem Konzept der Open Library (Stadtbibliothek Langwasser im Gemeinschaftshaus – Stadtbibliothek (nuernberg.de)) die Öffnungszeiten erheblich erweitert, sodass die Bibliothek auch außerhalb der personalbesetzten Zeiten genutzt werden kann. Derzeit wird die Ausweitung der Open Library auf eine weitere Stadtteilbibliothek vorbereitet. Sofern eine Ausweitung der personalbesetzten Öffnungszeiten und die weitere Ausweitung von Open Library in den Stadtteilbibliotheken erfolgen soll, müssen zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen hierfür bereitgestellt werden. Mit den Räumlichkeiten aller Bibliotheksstandorte sowie dem vhs-Lern-Treff für Erwachsene im südpunkt stehen am Bildungscampus öffentliche Lernräume zur Verfügung. Geeignete zusätzliche Räume im Sinne von Pop-Up-Lernräumen sind an den Standorten des BCN nicht vorhanden.
Museen der Stadt Nürnberg (KuM)
Mit dem Haus des Spiels wird KuM über einen Dritten Ort und damit auch über einen Lernort verfügen, der nicht nur Freiräume zum vielschichtigen Thema „Spiel“, sondern dank der produktiven praktischen wie theoretischen Auseinandersetzung mit dem Komplex „Spiel“, ganz grundsätzlich einen niedrigschwelligen Zugang zu Bildung zu bieten vermag:
- Grundlegende Wissensvermittlung zum Thema „Spiel“ auf Basis der beständigen
Erweiterung der Spielesammlung und des Bibliotheksbestands;
- Nutzung von Spielen und Spielmechaniken zur Vermittlung von Bildung und zur
Ermöglichung von neuen Formen des Lernens;
- Analyse und Erprobung von Spielen sowie Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit
Spielen;
- Erarbeitung, Problematisierung und Testung von Spielen und Spielmechanismen
hinsichtlich der praktischen Einsatzmöglichkeiten vor allem in pädagogischen, therapeutischen und kulturellen Bereichen;
- Entwicklung und Programmierung von analogen wie digitalen Spielen.
Allerdings werden diese Möglichkeiten erst nach einer Generalsanierung des Pellerhauses, dem Sitz des Haus des Spiels, gegeben sein. Zudem bedürfte die Ermöglichung von Pop-up- Lernräumen der Bereitstellung zusätzlicher personeller und finanzieller Ressourcen.
Stadtarchiv Nürnberg (Av) – Kunst- und Kulturpädagogisches Zentrum der Museen in
Nürnberg (KPZ) – KunstKulturQuartier (KuKuQ)
Aufgrund der fehlenden Raumkapazitäten beziehungsweise der mangelnden Raumeignungen und insbesondere der intensiven Raumauslastungen bestehen weder bei Av noch bei KPZ und KuKuQ adäquate Möglichkeiten zur Schaffung schülerfreundlicher (Pop-up-)Lernräume.
Lernräume in (neuen) Wohngebäuden der wbg Nürnberg GmbH
Immobilienunternehmen
Selbstverständlich unterstützt auch die wbg das Anliegen. Die Schaffung von zusätzlichen Räumen in Wohngebäuden ist aber sehr kostenintensiv und es gibt dafür keine Förderung. Es würde somit zu einer Erhöhung der Baukosten und dadurch zu höheren Mieten für die Bewohnerinnen und Bewohner kommen. Darüber hinaus ergeben sich Bewirtschaftungskosten (Heizung, ggf. Wasser, Reinigung, Instandhaltung Mobiliar etc.), die auch zu finanzieren sind. Letztlich besteht die Gefahr, dass keine regelmäßige und dauerhafte Belegung gegeben ist und somit kostenintensive „Leerräume“ entstehen.
Die wbg prüft nichtsdestotrotz Möglichkeiten, vorhandene Gemeinschaftsräume, z. B. auch SIGENA (siehe auch oben im Text), für die Nutzung zur Verfügung zu stellen.
Resümee
Alles in allem wird deutlich, dass bereits jetzt eine große Bandbreite an öffentlichen Lernräumen in Nürnberg den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung steht. Erweiterungen stehen oftmals vor personellen Herausforderungen aufgrund der notwendigen Aufsichtspflicht. Nicht außer Acht gelassen werden darf, dass insbesondere die Begleitung durch pädagogisches Fachpersonal oder gegebenenfalls auch durch geschulte Ehrenamtliche einen immensen Mehrwert darstellt. Gerade sie können die Schülerinnen und Schüler mit ihrer fachlichen Expertise individuell unterstützen und motivieren. Die Kombination aus den Angeboten im Schulalltag sowie den vorhandenen außerschulischen Lernräumen schaffen somit gute Bedingungen für den Bildungsweg der Nürnberger Schülerinnen und Schüler und unterstützt sie dabei, ihre schulischen aber auch ihre persönlichen Ziele zu verfolgen.
Beschluss
des Nürnberger Rates für Integration und Zuwanderung
vom 07.11.2023
-
öffentlich -
-
einstimmig angenommen -
Schaffung von mehreren öffentlichen schülerfreundlichen Lernräumen sowie
Erweiterung der Öffnungszeiten von (Stadt-)Bibliotheken und
allgemeinbildenden Schulen mit dem Ziel, für Schüler*innen (aller
Abschlussklassen) eine Möglichkeit zu schaffen, sich regelmäßig für den
Unterricht (sowie für die Abschlussprüfungen) erfolgreich vorbereiten zu
können (und somit ihre Chancen auf Bildung und Teilhabe deutlich und
biographieentscheidend zu erhöhen)
Antragsteller: Mouatasem Alrifai, Özlem Öz, Tamara Schönrock
Der Integrationsrat fordert die Stadtverwaltung dazu auf:
- eine Verlängerung der Öffnungszeiten der Stadtteilbibliotheken zu organisieren; 2. öffentliche schülerfreundliche Lernräume in Jugendzentren, Kulturläden, Nachbarschaftshäusern und am Bildungszentrum einzurichten; 3. in geeigneten städtischen Gebäuden das Konzept eines „Pop-up-Lernraums“ zu erproben; 4. die Möglichkeit der Schaffung von Lernräumen in (neuen) Wohngebäuden der WBG zu eruieren.
Begründung:
Die Wohnsituation von Familien beeinflusst in entscheidender Weise das Familienleben und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in jeglicher Hinsicht. Laut dem Bericht vom Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth vom 05.11.2020 (M512) leben Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Familien mit Migrationshintergrund und Familien mit einem niedrigen Haushaltseinkommen häufig in beengten Wohnverhältnissen.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Lernumgebung eine entscheidende Rolle für den Lernerfolg spielt. Lernende, die in einer adäquatem Lernumfeld lernen, sind nachweislich motivierter, engagierter und haben insgesamt eine höhere Lernfähigkeit, welches auf Ihre gesamte Schulleistung positiv auswirkt. Der vorliegende Bericht zeigt deutlich, dass mehr als 25% der Haushalte mit Kindern einen unterdurchschnittlichen Wohnflächenkonsum aufweisen. Viele Schüler*innen, Auszubildende und Studierende stehen vor der Herausforderung, in beengten
Wohnverhältnissen oder in Flüchtlingsunterkünften mit anderen Mitbewohner*innen effektiv zu lernen. Die Suche nach einer ruhigen Lernumgebung führt sie oft zu Bibliotheken, doch dort stehen sie häufig vor Platzmangel oder verschlossenen Türen. Diese Herausforderung trifft vor allem benachteiligte Gruppen in der Gesellschaft.
Um die Chancengleichheit der Bildungsteilhabe zu erhöhen und das Streben nach Wissen zu fördern, ist es dringend notwendig, die Öffnungszeiten der Bibliotheken und allgemeinbildenden Schulen zu verlängern und zusätzliche Räume in Schulen, Jugendzentren, Kulturläden und Gemeinschaftshäusern für Lernende zugänglich zu machen. Dies würde jenen helfen, die aufgrund beengter Wohnverhältnisse oder anderer Herausforderungen keine geeigneten Lernbedingungen zuhause haben, da sie dadurch bessere - und biographieentscheidende - Möglichkeiten für ein erfolgreiches Lernen erhalten.
Die Schaffung angemessener Lernräume würde uns einen weiteren Schritt der Bildungsgerechtigkeit näherbringen und ein hohes Maß dazu beitragen, Potenziale aller Lernenden voll auszuschöpfen, um ein aktiver Teil der Gemeinschaft zu sein.
Um diese Vision zu verwirklichen, ist eine gemeinsame Anstrengung mit allen relevanten Akteuren und Institutionen von entscheidender Bedeutung. Wir möchten uns aktiv dafür einsetzen, Lösungen zu finden, um die Bildungssituation für Schüler*innen, Auszubildende und Studierenden - vor allem für benachteiligte Gruppen - positiv zu gestalten. Denn Bildung ist zweifellos der Schlüssel zu einer besseren Zukunft, und es liegt in unserer Verantwortung, optimale Bedingungen zu schaffen, um dieses wichtige Gut für alle zugänglich zu machen.
Quelle: Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth vom 05.11.2020 (M512), Seite 7
Nürnberg, 08.11.2023
Die Vorsitzende Schriftführerin
Betül Özen Gülay Incesu-Asar