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← Sitzung des Werkausschusses NürnbergStift (NüSt) (29.02.2024)

Sitzung -gesamt öffentlich-

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Sitzungsunterlagen

Sitzung des Werkausschusses

NürnbergStift (NüSt)

- direkt im Anschluss an den

Sozialausschuss -

29.02.2024

Inhaltsverzeichnis

Sitzungsdokumente Tagesordnung -öffentlich- 3 Vorlagendokumente TOP Ö 1 Bauliche Weiterentwicklung der Senioren-Wohnanlage Platnersberg - hier: Entscheidung zu Planungsalternativen - Antrag CSU/SPD/Grüne vom 20.06.2023 Sitzungsvorlage NüSt/001/2024 4 1_1 Sachverhalt Senioren-Wohnanlage Platnersberg - Entscheidung Planungsalternativen 7 NüSt/001/2024 240131_AHP_WerkA_Planungsalternativen NüSt/001/2024 14 231212_AHP_WerkA_Workshop Ergebnisse_H NüSt/001/2024 24 NueSt_012_2023_gemeins_Antrag_Platnersberg_CSU_SPD_Gruene NüSt/001/2024 34 TOP Ö 2 Bericht zu Angeboten in den Einrichtungen des NüSt - hier Antrag Bündnis 90/Die Grünen vom 14.12.2023 Berichtvorlage NüSt/002/2024 36 231214_Antrag_B90 Die Grünen_Bericht zu Angeboten in den Einrichtungen des 39 NürnbergStifts NüSt/002/2024 2_1 Sachverhalt Bericht zu Angeboten in den Einrichtungen des NüSt NüSt/002/2024 40

TAGESORDNUNG

Sitzung

Sitzung des Werkausschusses NürnbergStift (NüSt)

Sitzungszeit

Donnerstag, 29.02.2024, 11:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

1. Bauliche Weiterentwicklung der Senioren-Wohnanlage Beschluss

Platnersberg - hier: Entscheidung zu Planungsalternativen - NüSt/001/2024

Antrag CSU/SPD/Grüne vom 20.06.2023

Ries, Elisabeth

2. Bericht zu Angeboten in den Einrichtungen des NüSt - hier Antrag Bericht

Bündnis 90/Die Grünen vom 14.12.2023 NüSt/002/2024

Ries, Elisabeth

  1. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 07.12.2024,

öffentlicher Teil

Beschlussvorlage NüSt/001/2024

Beratung Datum Behandlung Ziel

Werkausschuss NürnbergStift (NüSt) 29.02.2024 öffentlich Beschluss

Betreff: Bauliche Weiterentwicklung der Senioren-Wohnanlage Platnersberg - hier: Entscheidung zu

Planungsalternativen - Antrag CSU/SPD/Grüne vom 20.06.2023

Anlagen: 1_1 Sachverhalt Senioren-Wohnanlage Platnersberg - Entscheidung Planungsalternativen 240131_AHP_WerkA_Planungsalternativen 231212_AHP_WerkA_Workshop Ergebnisse_H NueSt_012_2023_gemeins_Antrag_Platnersberg_CSU_SPD_Gruene

Sachverhalt (kurz):

Der Eigenbetrieb NüSt beabsichtigt, die Senioren-Wohnanlage Platnersberg baulich zu erweitern und zu sanieren. Insbesondere umweltfachliche Anforderungen (Baum-/Artenschutz, Klimaschutz) machten eine Überarbeitung der Entwurfskonzeption erforderlich. Die Verwaltung berichtet über den aktuellen Stand der Alternativenprüfung mit dem Ziel einer Beschlussfassung zur weiteren Beauftragung der Alternative 5 am Standort Platnersberg.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Beauftragung Alternative erforderlich

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage NüSt/001/2024

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Aufgabe des NüSt ist es, älteren, pflegebedürftigen Nürnbergerinnen und Nürnbergern eine gute Pflege und Lebensqualität im Alter entsprechend ihrer unterschiedlichen Lebensituationen bieten zu können.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

H

Ref. VI

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage NüSt/001/2024

Beschlussvorschlag:

Der Werkausschuss NüSt beschließt die weitere Beauftragung und Ausarbeitung der Alternative 5 am Standort Platnersberg.

TOP: 1.1

zur Sitzung des Werkausschusses (NüSt) vom 29.02.2024

Bauliche Weiterentwicklung der Senioren-Wohnanlage Platnersberg

hier: Entscheidung zu Planungsalternativen

Antrag CSU/SPD/Grüne vom 20.06.2023

S a c h v e r h a l t

Über die geplante bauliche Weiterentwicklung der Senioren-Wohnanlage Platnersberg hat die Verwaltung zuletzt in der Sitzung des Werkausschusses NürnbergStift (NüSt) vom 06.07.2023 berichtet. Insbesondere umweltfachliche Anforderungen (Baum-/Artenschutz, Klimaschutz) machten eine Überarbeitung der Entwurfskonzeption erforderlich.

Die Verwaltung berichtet über den aktuellen Planungsstand mit dem Ziel einer Entscheidung und Beschlussfassung zur weiteren Beauftragung der Architekten gemäß Alternative 5 am Standort.

1. Ausgangslage

Kommunale Daseinsvorsorge in Form eines Pflegeangebots wird durch NüSt am Standort Platnersberg seit den 1960er Jahren erbracht. Der Eigenbetrieb beabsichtigt die Senioren-Wohnanlage baulich zu erweitern und zu sanieren, um gesetzliche Anforderungen an die bauliche Infrastruktur auch künftig gewährleisten zu können. Im Werkausschuss NüSt vom 06.07.2023 wurde hierfür eine Planungskonzeption eingebracht und über das weitere Vorgehen Beschluss gefasst.

Mit besonderem Fokus auf einen verantwortungsvollen Umgang mit dem umgebenden Naturraum und dem schützenswerten Baumbestand am Platnersberg haben die drei Stadtratsfraktionen von CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen einen gemeinsamen Antrag zur Behandlung in den Werkausschuss NüSt vom 06.07.2023 eingebracht. Bekräftigt wurde demgemäß der Standort Platnersberg als Standort für Pflege und auch das Ziel, diesen in Zukunft weiterzuentwickeln. Gleichwohl wurde festgestellt, dass die vorgelegte Planung den Bedürfnissen des Klimaschutzes nicht in ausreichendem Maße gerecht werde und eine Überarbeitung erfordere. Vor allem solle durch Umplanungen der schützenswerte Baumbestand so weit als möglich erhalten bleiben. Auch die Möglichkeit von Umpflanzungen solle dabei geprüft werden. Ein modifizierter Zeit- und Kostenplan für die Baumaßnahme inkl. möglicher Änderungsszenarien solle vorgestellt werden. Die mit den Stiftern vereinbarten Rahmenbedingungen seien auch im Rahmen von Umplanungen weitestgehend einzuhalten, was eine enge Abstimmung mit den Stiftern bedinge.

Herausgestellt wurde erneut das äußert wertvolle Bürgerengagement des Stifterehepaares Ursula und Ernst O. Krakenberger, dieses Vorhaben am Standort Platnersberg mit einer erheblichen Privatspende zu unterstützen.

Es erfolgte im Werkausschuss NüSt vom 06.07.2023 einstimmige Beschlussfassung zur Befürwortung des Pflegestandortes und zu den baulichen Eckpunkten Teilabriss, Teilneubau und Sanierung zur Deckung der Bedarfe (ca. 90 Pflegeplätze inkl. Hospiz). Um eine bestmögliche Optimierung der Planung im Hinblick auf den schützenswerten Baumbestand zu erreichen, wurde die Verwaltung mit der Erstellung weiterer Planungsalternativen beauftragt.

Bereits vorher hatte auch der Baukunstbeirat der Stadt Nürnberg (BKB) in seiner Sitzung vom 11.05.2023 empfohlen, den Umfang der Fällungen, der beim Rundgang vor Ort erkennbar wurde, dringend zu reduzieren.

2. Planungsalternativen

Durch die beauftragten Planer, arabzadeh.schneider.wirth.architekten und toponauten Landschaftsarchitekten, wurden infolge vier Planungsalternativen ausgearbeitet, ergänzt um eine modifizierte fünfte Alternative in Form einer Konzeptstudie des Hochbauamtes. Bei besonderer Berücksichtigung pflegefachlicher, baukultureller und umweltfachlicher Belange erfolgte der Entwurfsansatz unter der Maßgabe einer Reduzierung des Fußabdrucks und der Anzahl zu fällender Bäume. Hierfür wurde ein abweichendes Baufeld freigegeben (größerer Abbruchanteil im Bestand). Nach Begutachtung und Auswertung der vorliegenden Alternativen kann festgehalten werden:

 Der Anteil zu fällender Bäume kann durch eine geänderte Positionierung des Vorhabens auf dem Grundstück ganz erheblich reduziert werden. Waren im Ausgangsentwurf noch ca. 34 Bäume betroffen, so kann diese Zahl mit der jeweiligen Alternative nun auf 17 bis 21 Baumfällungen reduziert werden, wobei hier besonderer Wert auf den maximalen Erhalt der wertvollen alten Eichen gelegt wird.  Die Alternativenprüfung zeigt auf, dass auch unter nochmaliger Überprüfung und Verschlankung des Raumprogrammes eine 4- bis 5- Geschossigkeit nicht umgangen werden kann. Die Reduzierung des Fußabdrucks führt zwangsläufig zu einer entsprechenden Gebäudehöhe.  Unter den aktuellen Rahmenbedingungen erscheint es nicht mehr möglich, einen Pflegebetrieb am Standort während der Bauzeit aufrechtzuerhalten. Bei allen vorliegenden Alternativen ist wohl von einer Baumaßnahme in einem Zug, bei baustellenbedingten Schließung der Einrichtung bis zur Gesamtfertigstellung des Vorhabens auszugehen.

Abbildung 3

Alternative 3: Fußabdruck/Bebaute GF neu: 2.800 m2 Alternative 5: Fußabdruck/Bebaute GF neu: 2.900 m2
Alternative 4: Alternative 5: Fußabdruck/Bebaute GF neu: 3.685 m2 Fußabdruck/Bebaute G Alternativen 1-4 © a.s.w.architekten, aus Alternative 3 modifizierte Alternative 5 © Stadt Nürnberg / Hochbauamt Alternative 5: Fußabdruck/Bebaute G F neu: 2.900 m2

Abbildung 2

Abbildung 1

Alternative 1: Fußabdruck/Bebaute GF neu: 3.460 m2 Alternative 2: Fußabdruck/Bebaute GF neu: 3.090 m2

Abbildung 4

Abbildung 5

Aus bauplanungsrechtlicher Sicht wurden die vorgelegten Alternativen seitens Stpl als generell genehmigungsfähig erachtet. Die optional vorgestellten Abbrüche erschienen grundsätzlich möglich, durch den Bestandserhalt könne eine positive bauplanungsrechtliche Beurteilung erlangt werden. Ein Bebauungsplan-Verfahren werde nicht ausgelöst. Gleichwohl seien in der weiteren Bewertung die erforderlichen städtebaulichen Qualitäten in den Fokus zu nehmen, damit ein qualitativ hochwertiger städtebaulicher Gesamtentwurf entstehen könne.

Die fünf Alternativen bildeten am 11.10.2023 die Grundlage für einen Abstimmungstermin zwischen der Referentin für Jugend, Familie und Soziales, Frau Elisabeth Ries, und dem Planungsund Baureferenten, Herrn Daniel F. Ulrich. Als Ergebnis der Begutachtung wurde entschieden, dass die aus Alternative 3 modifizierte Konzeptstudie/Alternative 5 des Hochbauamtes einer weiteren Ausarbeitung zugrunde gelegt wird, da hier in Abwägung der städtebaulichen, umweltfachlichen und baukulturellen Belange ein optimaler Entwurf erzielt werden kann. Die Anzahl zu fällender Baume kann deutlich reduziert und der Fußabdruck mit diesem Lösungsansatz deutlich minimiert werden. Auch die Anregung des Baukunstbeirates (BKB) nach Erzielung einer zusammenhängenden Anlage (städtebauliche Gesamtkonzeption) kann hier am besten umgesetzt werden. Gleichwohl erscheint unter besonderer Berücksichtigung pflegefachlicher Belange die geschlossene Figur zunächst introvertiert, der gewichtige Faktor einer Quartiersöffnung wäre im Weiteren noch vertieft zu betrachten. Es wurde für ein stadtinternes Projektteam aus Hochbauamt, Servicebetrieb Öffentlicher Raum und NürnbergStift die Durchführung eines zeitnahen Planungsworkshops vereinbart.

In der Anlage zur Sachverhaltsdarstellung ist der aktuelle Planungsstand detailliert beigefügt. Die Präsentation zur baulichen Weiterentwicklung am Standort Platnersberg enthält alle fünf vorliegenden Alternativen zur Gebäude- und Freiraumplanung und spiegelt die v. g. Bedarfe und Überlegungen wieder.

3. Planungsworkshop

Zur Erarbeitung einer alternativen standortspezifischen Rahmenplanung hat am 26.10.2023 und 17.11.2023 ein zweiteiliger Planungsworkshop stattgefunden. Das stadtinterne Projektteam hat dabei u. a. die folgenden Themenfelder vertieft betrachtet:

 Berücksichtigung zeitgemäßer pflegefachlicher Belange im Neubau (kleine Hausgemeinschaften, kurze Wege, Überschaubarkeit und familiäre Ausprägung, Teilhabe und Rückzugsmöglichkeit)  Definition der (Frei-) Bereiche in öffentlich, halböffentlich und privat  Quartiersöffnung (Situierung Cafeteria mit Bezug zur Parkanlage, Friseur/Fußpflege, Veranstaltungsräume)  Adressbildung mit Erkennungswert (Ablesbarkeit und unterschiedliche Ausbildung: Hauptzugang Pflegeneubau, separate Zugänge im Bestandsgebäude für Stiftungsverwaltung und betreutes Wohnen, Ver- und Entsorgung, Zufahrt Sanitäter)  Prioritäten im Bestandsgebäude (vorrangig für Stiftung nach mitgeteiltem Bedarf und für betreutes Wohnen, nachrangig als Wohnangebot für Mitarbeitende mit 2-3 WE)  geschützte Verbindung zwischen Neubau und Altbau (wo für den Betriebsablauf erforderlich)  Innenhof mit Freiraum-Gestaltungsmöglichkeiten und Angeboten für Pflege, betreutes Wohnen, Stiftung und Besucher  Demenzgarten mit direktem Zugang von der Demenzstation als separater Baustein  Parken auf dem Fußabdruck des (ehemaligen) Verwaltungstraktes  Berücksichtigung der Bedürfnisse des Klimaschutzes und verbesserte Umweltverträglichkeit (reduzierter Fußabdruck, verringerte Baumfällungen).

Als Ergebnis des Planungsworkshops wird festgehalten, dass mit der priorisierten Alternative 5 die wesentlichen Standortanforderungen und Handlungsfelder zielgerichtet umgesetzt werden

können. Das Raumprogramm wurde durch NüSt final überarbeitet und ist in der Rahmenplanung des Hochbauamtes abbildbar. Als Ergebnis des Workshops sind aktualisierte Funktionsschemata, ein definiertes Baufeld und konkretisierte Zielvorgaben vorhanden. Eine Entscheidung zur Weiterverfolgung der Alternative 5 wurde bekräftigt.

In der Anlage zur Sachverhaltsdarstellung ist die Zusammenfassung „AHP Workshop Ergebnisse“ des Hochbauamtes beigefügt.

Alternative 5

Abbildung 6

Volumenstudie © Stadt Nürnberg/Hochbauamt, Lageplan/Freianlagen © toponauten landschaftsarchitekten – ohne Maßstab

4. Umwelt-/Naturschutzfachliche Belange

Eingriff in den Baumbestand Da das Grundstück Platnersberg 1 eng mit Bäumen unterschiedlichster Baumarten, -größen und -qualitäten bestanden ist, löst voraussichtlich jedwede bauliche Weiterentwicklung einen Eingriff in den Baumbestand aus. Gleichwohl können mit der alternativen baulichen Konzeption nun notwendige Baumfällungen ganz erheblich reduziert werden:

 Verbotstatbestände des § 44 BNatSchG aufgrund von Eremitenhabitaten sind nach aktueller Einschätzung nicht mehr einschlägig, unter Bezugnahme auf die Dokumentation der faunistischen Erfassung der Fa. ANUVA Stadt- und Umweltplanung GmbH (Stand: Entwurf v. 10.03.2022) sind die benannten Bäume nicht von einem Eingriff betroffen.  Da nun ein nach Süden greifender Neubauteil entfällt, können in diesem Bereich insg. sechs wertvolle alte Eichen mit Stammdurchmessern zwischen 57 bis 95 cm erhalten werden (Nrn. 26-31).

 Alle baulichen Alternativen vereint derzeit, dass im nördlichen Vorbereich (Zufahrt) auch weiterhin zwei Eichen (Nrn. 6-7) für eine nach heutigen Anforderungen ertüchtigte Feuerwehrzufahrt gefällt werden müssen. Nach detaillierter Ausarbeitung der Entscheidungsalternative durch a.s.w.architekten wird die zugehörige Freianlagenplanung durch toponauten Landschaftsarchitekten für eine abschließende Aussage, unter Berücksichtigung notwendiger Radien und in Abstimmung mit der Feuerwehr, nochmals zu überprüfen sein.  Auch mit der kompakten Neukonzeptionierung ist es weiterhin unumgänglich, zwei Eichen (Nrn. 19-20) im Bereich des heute bestehenden Zugangs zu entnehmen.

Liste der zu fällenden Bäume: Ausgangsentwurf und Alternative 5 (grün markiert)

Abbildung 7

Liste: © NürnbergStift

Waren im Ausgangsentwurf ca. 34 Bäume von einem Eingriff betroffen, so müssen für Alternative 5 voraussichtlich noch ca. 19 Bäume entnommen werden. Wie der vorgestellten Liste zu entnehmen ist, umfasst die Gesamtaufstellung dabei auch etliche Sträucher, Klein- und Obstbäume.

Das Bauvorhaben liegt im planungsrechtlichen Außenbereich gemäß § 35 BauGB, die Baumschutzverordnung der Stadt Nürnberg (BaumSchVO) hier also nicht einschlägig. Vielmehr sind

unter Berücksichtigung von § 15 Abs. 2 BNatSchG die Eingriffe in Natur und Landschaft, soweit sie unvermeidbar sind, vom Verursacher auszugleichen. Hierbei werden Eingriffe in die Schutzgüter wie z.B. Boden, Wasser, Landschaftsbild, Pflanzen- und Tierwelt bewertet. Ein Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP) ist vom Verursacher aufzustellen. Dieser bewertet die Eingriffsschwere des Gesamtprojektes zum einen aus naturschutzfachlicher Sicht (bei Bäumen z.B. Alter und Art der zu fällenden Bäume, Eingriff in das Landschaftsbild etc.), zum anderen aus artenschutzrechtlicher Sicht (bei Bäumen z.B. ob Brutstätten und potentielle Habitate für geschützte Tierarten vorhanden sind). Je nach Eingriffsschwere ist ein entsprechender Ausgleich notwendig. In Ergänzung zu der bereits im Entwurfsstand vorliegenden Dokumentation der faunistischen Erfassungen, spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP), wurde die Fa. ANUVA Stadt- und Umweltplanung GmbH zwischenzeitlich auch mit der Erstellung eines LBP beauftragt. Beide Gutachten sind mit der Entscheidung zur Planungsalternative fortzuschreiben.

Baumverpflanzungen Mit Bezug auf den gemeinsamen Antrag vom 20.06.2023 der Stadtratsfraktionen von CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen soll auch die Möglichkeit von Umpflanzungen am Standort geprüft werden.

Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) hat bereits Erfahrungen mit Großbaumverpflanzungen, im Volkspark Marienberg wurden im März 2021 insg. 18 Großbäume versetzt. Am Standort Platnersberg ist teilweise von Größtbäumen auszugehen. Grundsätzlich ist jede Groß-/Größtbaumverpflanzung situationsabhängig zu prüfen und anhand baumfachlicher Kriterien zu entscheiden, wobei zunächst jeder vitale Baum für eine Verpflanzung geeignet ist. Im Weiteren muss ein ausreichender Bauraum (Freifläche) vorhanden sein (Ballen/Wurzelteller plus Arbeitsraum) und auch eine geeignete Transportschneise vorhanden sein (Hebe- und Transportvorgang mittels Kran oder Groß-/Größtbaumverrutschung mittels Plattformtechnik). Versetztechnik und Strecke gelten hier als wesentlicher Kostenfaktor. Da das Bestandsgebäude eng umstellt von Bäumen ist, und diese teilweise sehr nahe zusammenstehen, wären die Voraussetzungen für eine Baumverpflanzung mit Entscheidung zur Planungsalternative im jeweiligen Einzelfall ausführlich zu prüfen. Schätzkosten für eine detaillierte Projekt-Machbarkeitsstudie zur Größtbaumverrutschung wurden 2022 mit ca. 15.000 bis 20.000 EUR beziffert.

5. Termine und Kosten

Eine Aktualisierung der Termin- und Kostenplanung für das Vorhaben geht mit der Entscheidung zur Planungsalternative einher. Die Architekten sollen zeitnah unter Berücksichtigung der Workshop-Ergebnisse (Strukturkonzept) mit der weiteren Ausarbeitung entsprechend Alternative 5 beauftragt werden.

Gleichwohl ist zur Terminplanung bereits absehbar, dass die mit den Stiftern ursprünglich vereinbarten, zeitlichen Rahmenbedingungen infolge der notwendig gewordenen Alternativenprüfung nicht gehalten werden können. Ein noch zu aktualisierender Rahmenterminplan für die Alternative wird deshalb mit Stiftern und Stiftung LAURUSSTERN zeitnah eng abzustimmen sein.

Änderungen ergeben sich auch in der weiteren Ablaufplanung zur Bauausführung. War es zunächst geplant, nach einem Teilabbruch des Verwaltungstraktes einen Pflegeneubau zu errichten und anschließend, nach Umzug der Bewohnenden in das neue Gebäude, den verbleibenden Bestand zu sanieren, so erscheint ein Aufrechterhalten des Pflegebetriebes während der Bauzeit nun nicht mehr möglich. Aufgrund der äußerst beengten Platzverhältnisse vor Ort unter besonderer Berücksichtigung des schützenswerten Baumbestandes und des optimierten Fußabdrucks (kompakte städtebauliche Figur, räumliche Nähe von Neubau und Bestand) ist wohl von einer notwendigen Standortschließung während der Bauzeit auszugehen. Eine Umsetzung der Baumaßnahme in einem Zug kann zu einer Optimierung in Bauablauf und -zeit führen, jedoch sind für NüSt Ausfälle in den Erlösen zu bewältigen.

6. Weiteres Vorgehen

Die dargelegte Alternativenprüfung für eine bauliche Weiterentwicklung der Senioren-Wohnanlage Platnersberg hat aufgezeigt, dass durch eine Verlagerung des Baufeldes der vorhandene „footprint“ maximal genutzt und der Umfang notwendiger Baumfällungen ganz erheblich reduziert werden kann. Unter den Prämissen einer baulichen Erweiterung mittels Teilneubau/Sanierung und eines bestätigten Raumprogrammes mit ca. 90-92 Pflegeplätzen inkl. Hospiz liegt eine standortgerechte bauliche Alternativlösung vor, die pflegefachliche, städtebauliche und umweltfachliche Belange gleichermaßen berücksichtigt.

Unter Beachtung der dargelegten Zusammenfassung „AHP Workshop-Ergebnisse“ erfolgt die Entscheidung zur weiteren Beauftragung der Architekten gemäß Alternative 5.

Der Baukunstbeirat der Stadt Nürnberg (BKB) hat eine Wiedervorlage des Bauvorhabens erbeten. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Planung des Seniorenwohnheimes am Platnersberg soll er frühzeitig in Bezug auf die Fassadengestaltung und Freiraumplanung einbezogen werden.

NürnbergStift Bauliche Weiterentwicklung der Senioren-Wohnanlage Platnersberg Entscheidung zu Planungsalternativen Präsentation im Werkausschuss NüSt am 29.02.2024

14

der Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Lageplan, Grundriss EG © a.s.w.architekten

Abbildung 8

Abbildung 9

Ausgangsentwurf:

Fußabdruck: Bebaute GF ca. 4.260 qm, Bestand: 2.865 qm

Abbruch: Nordriegel (Verwaltung), Foyer

Geschossigkeit Neubau: IV, V (Hospiz)

Anzahl zu fällende Bäume: ca. 34, davon 1 Baum mit Eremitenhabitat

der Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Pflegefachliche Planungsgrundlagen

Abbildung 11

Für eine Förderfähigkeit (PflegeSoNah) müssen gesetzliche Anforderungen eingehalten werden, z.B.:

 Barrierefrei erreichbar/nutzbar nach DIN 18040 Teil 2

 Mind. 25% der Wohnplätze uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar (Hospiz 100 % R-Zimmer)

Abbildung 10

 Mind. 75 % Einzelzimmerquote

 Ca. 12 Pers. in betr. Wohngruppe  Wohnplätze mind. 14 m2 (EZ) oder 20 (DZ) m2 + Duschbad + gfls. Vorraum Quelle: Grafik (Ausschnitt) © KDA / BYAK  Mind. 1 Gemeinschaftsraum pro Wohngruppe, mind. 20 m2 (bzw. 1,5 m2 pro Bewohner/in) Grundlagen: -Pflege-und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG)  Ein Pflegebad pro 40 Bewohner/innen -zugehörige Ausführungsverordnung (AVPfleWoqG) -Generationenmodell Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)  Therapieräume gemäß Konzept

der Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Konzeptwandel in der Pflege

 Kleinteiligkeit: Grundpfeiler eines Hausgemeinschafts- Zeitgemäße Raumkonzeptionen mit kleinen Gruppen/ konzeptes nach KDA*: Wohngemeinschaften, Vertrautheit durch Überschaubarkeit  „Leben in Privatheit“: Einzelzimmer der Räumlichkeiten und der Anzahl an Bewohnenden, mit eigener Nasszelle ermöglichen Pflegenden und Besuchenden. jeder Bewohnerin und jedem  Normalität: Bewohner Privatsphäre und Möglichkeiten zu Teilnahme, Teilhabe, aber auch Rückzug, Rückzugsmöglichkeit in einen privaten Aktivitäten und Tagesstruktur, familienähnliche Strukturen für Bereich. Bewohnerinnen und Bewohner und kurze Wege für die  „Leben in der Gemeinschaft“: Pflegeorganisation. Bewohnerinnen und Bewohner leben  Nachhaltigkeit: in einer kleinen Gruppe zusammen Entwicklung baulicher und inhaltlicher Konzepte, die heutigen und erleben die Gemeinschaft in ihrer Anforderungen pflegebedürftiger Menschen gerecht werden offenen Küche mit Speiseplatz und und dies auch zukünftig und unter veränderten Wohnzimmerecke mit Terrasse/Balkon. Rahmenbedingungen zu leisten im Stande sind (flexible  „Leben in Öffentlichkeit“: Nutzungsmöglichkeiten). Eine öffentlich zugängliche Cafeteria,  Quartiersbezug: ein Friseur, Mehrzweck- und „Ich gehe ins Quartier – Das Quartier kommt zu mir“, Aktivräume, Angebote auch für Quartiersöffnung. Menschen im Quartier.

*Hausgemeinschaftsmodell, Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

der Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Modell, Grundriss/Konzept EG © a.s.w.architekten

Abbildung 13

Abbildung 12

Alternative 1:

Fußabdruck: Bebaute GF neu 3.460 qm, Bestand: 2.865 qm

Abbruch: Nordriegel (Verwaltung), Westflügel, Foyer, Verbindungsgang

Geschossigkeit Neubau: I, IV, V (Hospiz)

Anzahl zu fällende Bäume: ca. 23

der Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Modell, Grundriss/Konzept EG © a.s.w.architekten

Abbildung 14

Abbildung 15

Alternative 2:

Fußabdruck: Bebaute GF neu 3.090 qm, Bestand: 2.865 qm

Abbruch: Nordriegel (Verwaltung), West-/ Südflügel, Foyer, Verbindungsgang

Geschossigkeit Neubau: IV, Hospiz I

Anzahl zu fällende Bäume: ca. 17

der Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Modell, Grundriss/Konzept EG © a.s.w.architekten

Abbildung 17

Abbildung 16

Alternative 3:

Fußabdruck: Bebaute GF neu 2.800 qm, Bestand: 2.865 qm

Abbruch: Nordriegel (Verwaltung), West-/ Nordflügel, Foyer, Speisesaal, Verbindungsgang, zus. Bestandseingriff (Dächer)

Geschossigkeit Neubau: IV bis V

Anzahl zu fällende Bäume: ca. 18

der Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Modell, Grundriss/Konzept EG © a.s.w.architekten

Abbildung 19

Abbildung 18

Alternative 4:

Fußabdruck: Bebaute GF neu 3.685 qm, Bestand: 2.865 qm

Abbruch: Nordriegel (Verwaltung), Foyer, Verbindungsgang

Geschossigkeit Neubau: IV bis V

Anzahl zu fällende Bäume: ca. 21

der Senioren-Wohnanlage Platnersberg

Modell/Konzeptstudie © Stadt Nürnberg/Hochbauamt, Freianlagen © ToponautenLA

Abbildung 21

Abbildung 20

Entscheidung für Alternative 5

Konzeptstudie H (aus Alt. 3):

Fußabdruck: Bebaute GF neu ca. 2.900 qm, Bestand: 2.865 qm

Abbruch: Nordriegel (Verwaltung), Nordflügel, Foyer, Speisesaal, Verbindungsgang

Geschossigkeit Neubau: IV bis V

Anzahl zu fällende Bäume: ca. 18-19

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Annette Herzing NürnbergStift +49 (0) 911/21531-856 Bau/Infrastruktur annette.herzing@stadt.nuernberg.de Regensburger Straße 388 http://www.nuernbergstift.de 90480 Nürnberg 23

Platnersberg 1, Seniorenwohnanlage Platnersberg, Generalsanierung und Neubau

AHP_Workshop Ergebnisse

hier: definiertes Baufeld, Funktionsschemata, konkretisierte Zielvorgaben Die Unterlagen wurden von NüSt und H/EV-1 im Rahmen von Workshops erarbeitet (Termine: 26.10.2023 u. 17.11.2023).

Platnersberg 1, Seniorenwohnanlage Platnersberg, Generalsanierung und Neubau

INHALTSVERZEICHNIS

  1. definiertes Baufeld 2. Funktionsschemata 3. konkretisierte Zielvorgaben

Platnersberg 1, Seniorenwohnanlage Platnersberg, Generalsanierung und Neubau 1. DEFINIERTES BAUFELD (STRUKTURKONZEPT) Eine Zonierung des Außenbereiches erfolgte:

ÖFFENTLICH

Vorbereich für Öffentlichkeit

Den Zonen des Außenbereiches wurden verschiedene Nutzergruppen zugeschrieben:

Abbildung 22

Die Funktionen wurden den Baukörpern zugeordnet:

Parken Konferenzraum im Quartier, ggf. weitere Nutzungen) Folgende Nutzungen können optional im Bestand untergebracht werden: Einkleideraum, Umkleide D / H, Hausmeister, Gartengeräteraum, Archiv (Alternative Unterbringung in Büros des Pflegeneubaus, in Form von

g Schrankwänden ist zu prüfen), Bettenlager, Dekolager n u Technik: Technikflächen können teilweise im Bestand untergebracht werden n n e rT Adressbildung/Zugänglichkeit wurde festgelegt:

HALBÖFFENTLICH

Garten (Besucher u. Bewohner)

PRIVAT

Demenzgarten

BETREUTES WOHNEN

=> Haupteingang und Ver-/Entsorgung sind räumlich zu trennen. => Zufahrt Sanitäter in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang.

BEZUG BESTAND UND NEUBAU

ORIENTIERUNG ÖFFENTLICHKEITSWIRKSAMER NUTZUNGEN ZUM PARK U. HAUPTEINGANG:

Platnersberg 1, Seniorenwohnanlage Platnersberg, Generalsanierung und Neubau

  1. FUNKTIONSSCHEMATA

Platnersberg 1, Seniorenwohnanlage Platnersberg, Generalsanierung und Neubau FUNKTIONSSCHEMA ERDGESCHOSS

VER- UND ENTSORGUNG VERWALTUNGSRÄUME UND ZUGEORDNETE FUNKTIONEN QUARTIERSRÄUME

REINIGUNG
WÄSCHE R.
WÄSCHE/U.
MÜLL
GETRÄNKE
PUTZR. PAN
E G NR E R L CAFE VERMIETUNG U E F P QUARTIER S S NR IR S U F F NR STUHLLAGER - Zentrale Anordnung MEHRZWECKR. - Nähe zum Haupteingang - ein Zugang von Außen zu den Quartiersräumen QUARTIER wäre wünschenswert R U E S IR F E G E L F P S S U F NR CAFE VERMIETUNG QUARTIER
NR
NR MEHRZWECKR. QUARTIER

P W . AUFENTHALT VERWALTUNG INKL. 1x PDL C + TEEKÜCHE ohne Konferenzraum im Quartier u. Quartiersmanager

HAUPTEINGANG

G N A F P M E FOYER S- RR EE ITG RA AN UA QM
K S O IK
WC BESUCHER

(Ver-/Entsorgung und Haupteingang) BESTAND

zur Haupterschließung (Bettenaufzug) - Stiftungsverwaltung

Haupteingang

LAGERRÄUME TECHNIK

Abbildung 23

ZENTRALER FUNKTIONSBEREICH EG in geeigneter Weise im Pflegen e d u e b r a ta u t s u ä n c d h l B ic e h s e ta B n e d d z a u r f i n fü te r g T r e ie c r h e n n i k- VERWALTUNG WC/PFLEGEBAD f P lä la c n h u e n n g w , i u r n d t e d r u r B c e h t e e i i l n ig e u k n o g n d k e re r te ALLGEMEINE RÄUME GRUPPENBEZOGENE RÄUME Fachplaner, verbindlich festgestellt E ARCHIV BETT DEKO und bleibt insofern indikativ. PERSONALRÄUME EZ FRISEUR/FUSSPFLEGE EZ_R NEBENRÄUME DUBLETTE TECHNIK/LAGER MÖGL. NUTZUNGSVERSCHIEBUNG IN DEN BESTAND ERSCHLIESSUNG FUNKTIONSBEZUG

E D IE L K N IE UMKLEIDE MÄNNER
UMKLEIDE FRAUEN HAUS- MEISTER GERÄT

Platnersberg 1, Seniorenwohnanlage Platnersberg, Generalsanierung und Neubau DIENSTZIMMER / TABLETTENRAUM FUNKTIONSSCHEMA 1. OBERGESCHOSS (zentrale Anordnung, Einsehbarkeit der Flure, Gemeinschaftsbereiche und der Haupterschließung) VOLLSTATIONÄRE PFLEGE – DEMENZPFLEGE:

.B A T DIENST- ZIMMER

GRUPPE 1_DEMENZPFLEGE GRUPPE 2_DEMENZPFLEGE

EZ INKL. VORRAUM U. NASSZELLE 1 2 3 4 5 6 7 8 9 .W EZ R AKTIVITÄT GEMEINSCHAFT S U A H DUBLETTE 1 2 UNR. - Unreinräume sind den Gruppen zugeordnet (mit kurzen Entsorgungswegen innerhalb einer Gruppe, Gerüche beachten) AUSSENZONE - Aktivitätsräume müssen nicht zusammen liegen (TERRASSE / LOGGIA / BALKON) EZ INKL 1 . VORRAU 2 M U. NAS 3 SZELLE 4 5 6 7 8 9
EZ INKL 1 . VORRA 2 UM U. NAS 3 SZELLE 4 5 6 7 8 9

DUBLE

EZ R 1 2 AKTIVITÄT

GEMEINSCHAFT

AUSSENZONE (TERRASSE / LOGGIA / BALKON)

EZ R 1 2

DUBLE

.W AKTIVITÄT S U A H E

UNR.

(mit kurzen Entsorgungswegen innerhalb einer Gruppe, Gerüche beachten)

LEGENDE:

VERWALTUNG WC/PFLEGEBAD DEMENZGARTEN - Pflegemittel in unmittelbarer Nähe ALLGEMEINE RÄUME GRUPPENBEZOGENE RÄUME

P -W P U C, LAG. TZM.

Die Anordnung des Demenzgeschosses an anderer Stelle im Gebäude mit Anordnung des M ITTEL FRISEUR/FUSSPFLEGE EZ_R Demenzgartens auf der Dachterrasse ist grundsätzlich denkbar, jedoch nicht die priorisierte Lösung der Bauherrin. Aktuelle Erfahrungen von NüSt zu Demenzgärten auf Dachterrassen stellen diese NEBENRÄUME DUBLETTE Lösung als abstimmungs-, kosten- und planungsintensiv heraus. Die vorhandene Bautiefe der Bestandsgebäude ermöglicht voraussichtlich keinen Rundweg. PFLEGE THERAPIE TECHNIK/LAGER BAD ERSCHLIESSUNG

DIREKTER ZUGANG GRUPPENBEZOGENE RÄUME BLICKBEZUG FUNKTIONSBEZUG

Platnersberg 1, Seniorenwohnanlage Platnersberg, Generalsanierung und Neubau FUNKTIONSSCHEMA 2. + 3. OBERGESCHOSS DIENSTZIMMER / TABLETTENRAUM (zentrale Anordnung, Einsehbarkeit der Flure, VOLLSTATIONÄRE PFLEGE – WOHNGRUPPEN ALLGEMEIN: Gemeinschaftsbereiche und der Haupterschließung)

.B A T DIENST- ZIMMER

GRUPPE 1 u. 3_VOLLSTATIONÄRE PFLEGE_WOHNGRUPPEN ALLGEMEIN GRUPPE 2 u. 4_VOLLSTATIONÄRE PFLEGE_WOHNGRUPPEN ALLGEMEIN

EZ INKL. VORRAUM U. NASSZELLE 1 2 3 4 5 6 7 8 9 .W EZ R GEMEINSCHAFT S U A H DUBLETTE 1 2 3 UNR. - Unreinräume sind den Gruppen zugeordnet (mit kurzen Entsorgungswegen innerhalb einer Gruppe, AUSSENZONE Gerüche beachten) (TERRASSE / LOGGIA / - Aktivitätsräume müssen nicht zusammen liegen BALKON) EZ INKL 1 . VORRAU 2 M U. NAS 3 SZELLE 4 5 6 7 8 9
EZ INKL 1 . VORRAU 2 M U. NAS 3 SZELLE 4 5 6 7 8 9
EZ R 1 2 3 GEMEINSCHAFT .W S U A H
DUBLE TTE
AUSSENZONE (TERRASSE / LOGGIA / BALKON)
EZ R 1 2 3
DUBLE TTE

.W GEMEINSCHAFT S U A H

UNR.

AUSSENZONE (mit kurzen Entsorgungswegen innerhalb einer Gruppe, (TERRASSE / LOGGIA / Gerüche beachten) BALKON) - Aktivitätsräume müssen nicht zusammen liegen

LEGENDE:

VERWALTUNG WC/PFLEGEBAD

des Dienstzimmers ALLGEMEINE RÄUME GRUPPENBEZOGENE RÄUME . P M F IT L T E E G L E - PERSONALRÄUME EZ FRISEUR/FUSSPFLEGE EZ_R NEBENRÄUME DUBLETTE PFLEGE THERAPIE BAD TECHNIK/LAGER ERSCHLIESSUNG

P- P U WC, LAG TZM.

GRUPPENBEZOGENE RÄUME DIREKTER ZUGANG

BLICKBEZUG FUNKTIONSBEZUG

Platnersberg 1, Seniorenwohnanlage Platnersberg, Generalsanierung und Neubau FUNKTIONSSCHEMA 4. OBERGESCHOSS VOLLSTATIONÄRE PFLEGE – HOSPIZPFLEGE: (das Hospiz muss separat für sich funktionieren) DIENSTZIMMER / TABLETTENRAUM GRUPPE 2 u. 4_VOLLSTATIONÄRE PFLEGE_WOHNGRUPPEN ALLGEMEIN (zentrale Anordnung, Einsehbarkeit der Flure, Gemeinschaftsbereiche und der Haupterschließung)

.B A T DIENST- ZIMMER

PDL EZ R INKL. VORRAUM U. NASSZELLE ENTSPANNUNG

/T FR A HE M C SM NIZ IEN MH EO GW 7 8 9 10

.W S U A H

AUSSENZONE (DACHTERRASSE) Hinweis: Bettenbreite Türen, Schleppkurven sind - G z e u m s e ä i t n z s lic c h h a z f u ts r b A e u re ß i e c n h z e o s n e des A (T U ER S R S A E SS N E Z / O LO N G E G IA / z u beachten. -geeignete Anbindung an das Geschoss BALKON)

möglich sein Betten muss möglich sein

LEGENDE:

VERWALTUNG WC/PFLEGEBAD ALLGEMEINE RÄUME GRUPPENBEZOGENE RÄUME PERSONALRÄUME EZ FRISEUR/FUSSPFLEGE EZ_R UNR. . PFLEGE- MITTEL NEBENRÄUME DUBLETTE TECHNIK/LAGER

P- PU WC, LAG TZM.

PFLEGE THERAPIE (mit kurzen Entsorgungswegen innerhalb einer ERSCHLIESSUNG BAD Gruppe, Gerüche beachten)

Dienstzimmers BLICKBEZUG GRUPPENBEZOGENE RÄUME FUNKTIONSBEZUG

Platnersberg 1, Seniorenwohnanlage Platnersberg, Generalsanierung und Neubau 3. KONKRETISIERTE ZIELEVORGABEN FÜR OBJEKTPLANUNG UND FREIANLAGENPLANUNG

Der Pflegeneubau muss eigenständig für sich funktionieren und muss alle für die Pflege relevanten Bereiche beinhalten.

Es soll ein neuer Auftakt am Platnersberg entstehen mit einer Höhenorientierung in nördlicher Richtung (gute Belichtung, wenig Verschattung), der Neubaukörpers ist im Bereich des bestehenden Footprints des Bestandes zu verorten und städtebaulich mit dem Bestandsgebäude als Einheit zu betrachten (städtebauliche Gesamtkonzeption mit größtmöglichem Bestandserhalt). Die Baukubatur des Neubaus soll den Bestand harmonisch ergänzen.

Besondere Sensibilität ist im Umgang mit den Naturräumen erforderlich. Unversiegelte Vegetationsflächen in artenschutzrechtlich sensiblen Bereichen sollen weitestgehend erhalten werden. Ausreichender Abstand zu Naturdenkmälern u. Eremitenbäumen ist einzuhalten.

Bereiche, die für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen, sind als solche kenntlich zu machen (Öffnung Baukörper, Gestaltung der Außenanlage).

Die unterschiedlichen Funktionsbereiche müssen klar ablesbar sein (Adressbildung: Pflegeneubau, Betreutes Wohnen, Stiftungsverwaltung, Ver- und Entsorgung, Quartiersräume).

Eine klare Zonierung der äußeren Erschließungsbereiche ist erforderlich. Die Verkehrswege für den Fahrzeugverkehr sind zu minimieren die Erschließung (Fußgänger, PKW, Fahrrad, Sanitäter, Ver- und Entsorgung) muss unabhängig voneinander und konfliktfrei funktionieren. Störungen durch Fahrzeugbewegungen in Aufenhaltsbereichen sind zu vermeiden.

HOSPIZPFLEGE (1 GRUPPE)

ALLG. PFLEGE (2 GRUPPEN)

ALLG. PFLEGE (2 GRUPPEN)

Dachterrasse (Hospiz)

Demenzgarten/Dachterrasse

DEMENZPFLEGE (2 GRUPPEN) Demenzgarten

Platnersberg 1, Seniorenwohnanlage Platnersberg, Generalsanierung und Neubau KONKRETISIERTE ZIELEVORGABEN (KONKRETISIERUNG SONDERZONEN) 1.) HORIZONTALE ERSCHLIESSUNG (FLURZONEN):

Flächenanteile der Begegnungszonen sind Teil der VF und begründen dabei eine Abweichung von den von ZD benannten Flächenanteilen. Alle Abweichungen von den Planungskennwerten (ZD) sind kenntlich zu machen und zu begründen!

Abbildung 24

2.) VERTIKALE HAUPTERSCHLIESSUNG

(vgl. Raumprogramm: Platz für ein Pflegebett mit Begleitperson).

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An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Marcus König Rathaus 90403 Nürnberg

Nürnberg, 20. Juni 2023 Antragsteller: Krieglstein, Liberova, Friedei

Seniorenwohnanlage am Platnersberg

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Raumknappheit in der Stadt und die Diskussion um die Verteilung und Schonung von Res­ sourcen und die richtige Balance um die Belange der Bürgerinnen und Bürger prägt unsere aktu­ elle politische Zeit. Die ausgewogene Berücksichtigung von Interessen und Bedürfnissen der Menschen muss mit den Erfordernissen des Klimaschutzes in Einklang gebracht werden.

Kommunale Daseinsvorsorge in Form eines Pflegeangebots für ältere Menschen wird durch den städtischen Eigenbetrieb NürnbergStift am Standort Platnersberg seit den 1960er Jahren er­ bracht. Diesen gilt es angesichts des demographischen Wandels zu erhalten und weiterzuentwi­ ckeln, da ein Weiterbetrieb in der vorhandenen, nicht mehr pflegeadäquaten Gebäudestruktur aufgrund gesetzlicher Vorgaben und fachlicher Anforderungen über das Jahr 2028 hinaus nicht mehr zulässig ist. Dies wird auch durch eine erhebliche Privatspende eines Stifterehepaars un­ terstützt. Dieses Bürgerengagement ist angesichts der städtischen Haushaltslage und der Schwierigkeit, Pflege bezahlbarzu halten, äußerst wertvoll.

Zugleich gilt es, sehr verantwortungsvoll mit dem umgebenden Naturraum am Platnersberg und mit dem schützenswerten Baumbestand umzugehen. Bei der bisherigen Planung der Sanierung und des notwendigen Teilneubaus im Sinne des Erhalts und der Verbesserung der Pflege am Standort Platnersberg ist diese Balance der sozialen und ökologischen Belange trotz der Bemü­ hungen noch nicht erreicht worden. Dies bleibt jedoch das Ziel unserer Politik bei der Zukunfts­ entwicklung der Stadt.

Vor diesem Hintergrund stellen die drei Stadtratsfraktionen von CSU, SPD und Grünen zur Be­ handlung im Werkausschuss NüSt folgenden Antrag:

Antrag:

  1. An der Pflege am Standort Platnersberg und am Ziel, diesen für die Zukunft weiterzuentwi­ ckeln halten wir fest. Dazu gehört der Ausbau der Pflegeplätze auf 90 sowie die Verbesse­ rung bzw. Modernisierung der Wohnsituation für die Bewohnerinnen der Einrichtung.

1$ 90

  1. Die aktuelle Planung wird den Bedürfnissen des Klimaschutzes nicht im ausreichenden Maße gerecht. Vor allem soll durch Umplanungen der schützenswerte Baumbestand so weit wie möglich erhalten bleiben. Auch Umpflanzungen ggf. am Standort sollen dabei geprüft wer­ den.

  2. Zeit- und Kostenplan für die Baumaßnahmen der bisherigen Planung sowie der möglichen Änderungsszenarien werden vorgestellt. Die mit den Stiftern und Unterstützern des Projek­ tes vereinbarten Rahmenbedingungen sollen auch im Rahmen der Umplanungen weitestge­ hend eingehalten werden. Dazu erfolgt eine enge Abstimmung mit den Stiftern.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Krieglstein Christine Kayser Andrea Friedei CSU-Fraktionsvorsitzender SPD-Fraktionsvorsitzende Stellv. Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Berichtsvorlage NüSt/002/2024

Beratung Datum Behandlung Ziel

Werkausschuss NürnbergStift (NüSt) 29.02.2024 öffentlich Bericht

Betreff: Bericht zu Angeboten in den Einrichtungen des NüSt - hier Antrag Bündnis 90/Die Grünen

vom 14.12.2023

Anlagen: 231214_Antrag_B90 Die Grünen_Bericht zu Angeboten in den Einrichtungen des NürnbergStifts 2_1 Sachverhalt Bericht zu Angeboten in den Einrichtungen des NüSt

Bericht:

Einhergehend mit dem sozialen Auftrag einer Pflegeeinrichtung sind bundesweit alle Pflegeeinrichtungen verpflichtet, fundiert durch gesetzliche Vorgaben, soziale Beschäftigungsbzw. Betreuungsangebote für die Menschen, die dort leben oder teilstationär integriert sind, anzubieten. Über die verschiedenen Angebote des NürnbergStift in diesem Bereich wird berichtet.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage NüSt/002/2024

Stehen Haushaltsmittel/Verpflichtungsermächtigungen ausreichend zur Verfügung?

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Aufgabe des NüSt ist es, älteren, pflegebedürftigen Nürnbergerinnen und Nürnbergern eine gute Pflege und Lebensqualität im Alter entsprechend ihrer unterschiedlichen Lebensituationen bieten zu können.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Berichtsvorlage NüSt/002/2024

TOP: 2.1

zur Sitzung des Werkausschusses (NüSt) vom 29.02.2024

Soziale Angebote im NürnbergStift (NüSt)

S a c h v e r h a l t

1. Ausgangslage

Einhergehend mit dem sozialen Auftrag einer Pflegeeinrichtung sind bundesweit alle Pflegeeinrichtungen verpflichtet, fundiert durch gesetzliche Vorgaben, soziale Beschäftigungs- bzw. Betreuungsangebote für die Menschen, die dort leben oder teilstationär integriert sind, anzubieten. Mit der Intention ein lebenswertes Dasein im Wohnumfeld zu gestalten und das individuelle Wohlbefinden als integrierte Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern, lässt sich dieser Auftrag gegenüber der Versorgung in der Akutpflege deutlich hervorheben und abgrenzen. Die sozialen Angebote umfassen eine weitreichende Facette, da sich aufgrund unterschiedlicher Zielgruppen an Bewohnerinnen und Bewohnern die Bedarfe vom präventiven und kurativen Ansatz ausprägen bis hin zum Wohlfühlaspekt im Sinn der Teilhabe in unserer Gesellschaft. Aus Arbeitgebersicht bietet die stationäre Langzeitpflege bezüglich des sozialen Angebots berufliche Tätigkeitsfelder, die gegenüber der Akutpflege anders sind und Charakteristika darstellen, die wiederum Chancen zur Personalakquise aufzeigen. Konkret eröffnen sich hiermit Perspektiven für u. a. Berufseinsteiger, Arbeitsuchende mit Migrationshintergrund, Ehrenamtliche, geringfügig Beschäftigte sowie ausgebildete oder studierte Fachkräfte, wie beispielsweise Sozialpädagogen, Gerontologen oder Therapeuten. Die Corona-Pandemie brachte aufgrund des rasch ausbreitenden Infektionsgeschehens die eingeschränkte bis voll umfängliche Isolation für ältere Menschen mit sich. Führungspersonen leiteten in den letzten zwei Jahren aktiv Maßnahmen ein, um den Schritt zurück in die Normalität für Pflegebedürftige in Einrichtungen zu schaffen. Betreuungsangebote mussten neu aufgebaut oder reaktiviert werden, da nach der Pandemie nicht mehr alle externen Anbieter zur Verfügung standen oder auch in den Einrichtungen zunehmend Personalengpässe wahrnehmbar sind. Die Auswirkungen sind weiterhin spürbar und durchdrungen vom Phänomen der angeschlagenen Berufsattraktivität in der Pflegebranche. Dies ist ein Grund, dass im NürnbergStift die sozialen Betreuungsangebote nicht nur inhaltlich ausgerichtet gedacht werden, sondern gleichsam einer Strategie gefolgt wird, verschiedene Professionen zusätzlich zu den Betreuungsfachkräften und dem Pflegepersonal für spezielle Angebote einzubeziehen.

2. Erläuterung der Angebote und Zuständigkeiten

Im NüSt werden die Betreuungs-und Beschäftigungsangebote innerhalb der Einrichtungen geplant, strukturiert, organisiert und umgesetzt. Ein Angebotsplan wird wöchentlich im Flur der jeweiligen Einrichtung für die Bewohnenden gut lesbar ausgehängt. Zusätzlich gibt es einen Jahresplan, auf dem die kulturellen Veranstaltungen und Feierlichkeiten sowie Ausflüge bekanntgegeben werden. Inhaltlich lassen sich die Aktivitäten separieren nach den sozialen Angeboten im laufenden Betrieb, nach den Gruppenaktivitäten und den Einzelbetreuungen als individuelles Angebot und nach den Ausflügen sowie sämtliche Angebote, die durch Kooperationen oder anderen externen Anbietern unterstützt werden. Die Betreuungsleistungen werden durch die zuständige

professionelle Pflege geplant, gesteuert und evaluiert. Die Umsetzung übernehmen neben Pflegepersonen vorwiegend die sozialen Betreuungsfachkräfte, die im Weiteren durch Hilfspersonal Unterstützung finden. Jede Einrichtung im NüSt verfügt über ein soziales Betreuungsteam, das wiederum durch eine Leitung vertreten ist, die Angebote plant und die Organisation verantwortlich übernimmt. Zentral steht ein Eventplaner bereit, der bei größeren Veranstaltungen und bei Ausflügen zum Einsatz kommt. Zur Digitalisierung und Technisierung werden ebenfalls Angebote und Produkte im NüSt betrachtet und einbezogen, die zum Teil in Zusammenarbeit mit dem Pflegepraxiszentrum Nürnberg aus dem Cluster „Zukunft der Pflege“ erprobt und ggf. verstetigt werden.

2.1. Inhaltliche Ausrichtung der sozialen Betreuungsangebote im Jahr 2023

Angebote im laufenden Betrieb

In allen Einrichtungen findet Betreuung sowohl in Einzel- als auch in Gruppenangeboten statt. Täglich gibt es die Morgen- und Mittagsrunden, in denen Frühstücken ggf. Geburtstagsfrühstück, Zeitunglesen, Kreativgruppe, Kochangebote, Geschichten und Märchenlesen, Singen und Musizieren sowie Rätselraten (Köpfchen/Köpfchen), Bingospiel, Gedächtnistraining, Frühsport/Sitztanz, Kegeln oder Glücksgymnastik, Kraft- und Balancetrainings angeboten werden. Spaziergänge oder Besuche im Haus mit Therapiehunden finden ebenfalls statt. Weitere Tierangebote werden immer wieder organisiert, wie beispielsweise ein Besuch durch Alpakas. Kleinere Tiere wie Kaninchen und Meerschweinchen werden in den Einrichtungen gehalten, die gemeinsam mit den Pflegebedürftigen zu versorgen sind. Am Nachmittag findet regelmäßig ein Kaffeeklatsch statt und für die Männer gibt es ein spezielles Angebot im Monat, z. B. die Männerrunde „Max“. Aktivitäten an Vor- oder Nachmittagen werden mit externen Anbietern organisiert, z. B. übernahm eine Studentengruppe ein soziales Projekt, Vogelhausbasteln mit Pflegebedürftigen für ein Vogelprojekt im August-Meier-Haus. Ebenso sind Ehrenamtliche involviert wie auch Schulkinder oder Kindergartenkinder, die sich mit gemeinsamen Bastelstunden oder Theateraufführungen einbringen. Die Musik- und Kreativangebote werden speziell ausgerichtet auf die Bedarfe unterschiedlicher Gruppen z. B. Menschen mit Demenzerkrankung und von einer Musiktherapeutin und einer Kunsttherapeutin übernommen und professionell begleitet. Im Rahmen des laufenden Betriebs fallen auch die Angebote (Verordnungen) der Therapeuten zur Physio- und Ergotherapie sowie der Logopädie, beispielsweise für Menschen mit Schluckstörungen.

Jahreszeitliche Feste

Entsprechend der Jahreszeit finden Aktivitäten statt, zu denen nicht nur die Feierlichkeit, sondern auch die gestalterischen Vorbereitungen und Aufräumarbeiten zählen. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden einbezogen z. B. beim Weihnachtsschmücken, Vorbereitung zur Silvesterparty oder sie dürfen das Herbst- und Sommerfest mit Programm sowie den Neujahresempfang genießen. Im Sommer wird zudem in den Einrichtungen ein „Eis-Fest“ organisiert und zum Grillen eingeladen. Faschingssitzungen werden im großen Rahmen mit Tanz und Programmen durch den Eventplaner zentral veranstaltet.

Konzerte und Theater

Für Konzerte gibt es eine Kooperation mit der Musikhochschule, die unterschiedliche Angebote bereithält. Beispielsweise wurde im Oktober in der Seniorenwohnanlage Platnersberg ein Junges Cello-Orchester veranstaltet und einen Auftritt des Gesangensembles Belcanto organisiert. Im September fand ein Klavierkonzert und ein Klangtheater – Weimar – zum Thema „Tischlein deck dich“ statt. Muttertags- oder Weihnachtskonzerte werden ebenfalls organisiert. Theatervorstellungen werden im Rahmen der Ausflüge wahrgenommen oder in der Einrichtung von externen Darstellern angeboten. Beispiele dazu sind das Sommertheater einer Fußkünstlerin im Juni im Sebastianspital oder im August das Theater in der Truhe. In St. Johannis gab es eine Reise nach Italien als Theaterstück im Juni.

Informationsangebote

Zu den Informationsveranstaltungen gab es die Hausbesichtigungen im Rahmen des Seniorennetzwerks und Polizeiinformationen über Schockanrufe in der Senioreneinrichtung am Platnersberg.

Verkaufsangebote

Kleiderverkauf und Schuhverkauf fanden in allen Einrichtungen mehrmals im Jahr statt. In der Seniorenwohnanlage Platnersberg standen zudem Flohmärkte (viermal in 2023) auf dem Programm.

Ausflüge

Ausflüge wurden im letzten Jahr zu den Osterbrunnen und Weihnachtsmärkten unternommen. Zudem gab es Kaffee-Fahrten zum Mercado, Dutzendteich, Flughafen, Wildpark, Rastwagon Rupprechtstegen, in die Schokoladenfabrik Hilpoltstein, den Stadtpark Nürnberg und ins Bratwurst Röslein. Die Ausflüge finden überwiegend an Nachmittagen von 13:00 bis 16:00 Uhr statt. Die Planung für NüSt sieht eine Erweiterung der Angebote vor, die durch den Eventplaner verstärkt wahrgenommen werden wird.

Gottesdienste

Gottesdienste werden im regelmäßigen Turnus wöchentlich für die Konfessionen angeboten. Zudem wird den Pflegebedürftigen je nach Wunsch auch eine Teilnahme über TV ermöglicht. Im August-Meier-Haus steht ein Gebetsraum zur Verfügung, der z. Z. noch federführend durch eine Mitarbeiterin aus dem Stab unter Berücksichtigung aller Konfessionen gestaltet wird.

2.2. Technische und digitale Angebote im Jahr 2023

Die technischen und digitalen Produkte und Angebote, die für die soziale Betreuung zur Verfügung stehen, sind u. a. die VR-Brille, Quick-Up, Veeh-Harfe, Caretable, Tovertafel und ein Inmo Kissen. Nach Einführung werden die Produkte durch die Betreuungsfachkräfte eingesetzt.

3. Ziel und weitere Planung

Im NüSt sollen alle Bewohnenden ihr individuelles Betreuungsangebot mit Auswahlmöglichkeiten erhalten, um möglichst gut am sozialen Leben teilnehmen zu können. Die Angebote sollen im

Jahr 2024 noch durch die Tätigkeitsstärkung des Eventplaners für alle Einrichtungen erweitert werden. Zudem hofft NüSt auf weitere interessante neue Produkte, die durch das PPZ-Nürnberg zum Einsatz kommen. Personell wird das NüSt die Professionen erweitern, um möglichst zielgenau Bedarfe und Ressourcen bei den Pflegebedürftigen fördern zu können. Somit ist beim NüSt bereits eine Musiktherapeutin, eine Ergo- und eine Kunsttherapeutin beschäftigt, die professionell unterstützen und damit auch gleichzeitig einen positiven Effekt zur Personalakquise leisten.

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