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Positionspapier Species Survival Commission

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Soziales & Gesundheit Kultur, Sport & Freizeit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Abbildung 1

Positionspapier

Zur Rolle von botanischen Gärten, Aquarien und Zoos

im Artenschutz

Abbildung 2

POSITIONSPAPIER ZUR ROLLE VON

BOTANISCHEN GÄRTEN, AQUARIEN UND

ZOOS IM ARTENSCHUTZ

Was haben die Kihansi-Gischtkröte (Nectophrynoides asperginis), die Rosentaube Zitierung: IUCN SSC 2023. Positionspapier (Nesoenas mayeri), der Tequila-Kärpfling (Zoogoneticus tequila) und der Café Marron zur Rolle von botanischen Gärten, Aquarien und Zoos im Artenschutz. (Ramosmania rodriguesii) gemeinsam? Diese und viele andere Arten standen am Schweiz. 9 Seiten. Verfügbar unter: IUCN Rande des Aussterbens, aber erholen sich nun wieder in der Natur dank der Expertise Resources und der Artenschutzbemühungen von botanischen Gärten, Aquarien und Zoos. Um Titelbild: Przewalski-Pferd, Equus ferus, EN diese Ergebnisse zu erreichen, haben viele botanische Gärten, Aquarien und Zoos © Kira Mileham hohe Standards bei Pflege, Artenschutz, Bildung und Forschung. Sie sind professionell organisiert und in nationalen, regionalen und internationalen Fachverbänden aktiv. Diese Danksagung: Dieses Dokument ist das Ergebnis einer gemeinsamen, iterativen und Institutionen arbeiten gemeinsam mit verschiedenen Interessengruppen und bringen ihr öffentlichen Konsultation unter der Leitung Fachwissen in den Bereichen Ex-situ- und In-situ-Management, Bildung, Forschung, von Kira Mileham, Kris Vehrs, Mayerlin Einbindung der Bevölkerung und Fundraising ein, um ein Aussterben dieser und anderer Ramos und Jon Paul Rodríguez. Beiträge kamen von zahlreichen Arbeitsgruppen, Arten zu verhindern und sie in einen günstigen Erhaltungszustand zu versetzen. dem SSC Steering Committee und von über 4.000 Kommentaren von mehr als 350 Die IUCN Species Survival Commission (SSC) erkennt an, dass botanische Gärten, Einzelpersonen. Dieses Feedback und die Reaktionen des Teams sind auf Anfrage bei Aquarien und Zoos nicht die einzigen Institutionen sind, welche Tiere, Pilze und Pflanzen SSC@iucn.org erhältlich. ex situ betreuen. Obwohl botanische Gärten, Aquarien und Zoos einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten können und bereits auch tun, so wird doch deren Rolle oft unterbewertet, unterschätzt und missverstanden. Die SSC stellt außerdem fest, dass nicht alle botanischen Gärten, Aquarien und Zoos weltweit ihr Potenzial im Artenschutz ausschöpfen. Ziel dieses Dokuments ist es daher, 1) den Standpunkt der SSC zur Rolle dieser Institutionen bei der Erhaltung von Arten und ihrer genetischen Vielfalt darzulegen, 2) all diese Institutionen aufzufordern, ihr Potenzial auszuschöpfen, um sicherzustellen, dass Tiere, Pilze und Pflanzen in der Natur gedeihen, und 3) die weltweite Artenschutzgemeinschaft zu ermutigen, in kooperativer und integrierter Art und Weise den Rückgang der biologischen Vielfalt umzukehren. Dieses Positionspapier der SSC trägt direkt zur Umsetzung der WCC-2020-Res-079 zur Verknüpfung von In-situ- und Ex-situ- Maßnahmen zur Rettung bedrohter Arten bei.

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Standpunkt der SSC Begründung

Die IUCN Species Survival Commission (SSC) Zahlreiche botanische Gärten, Aquarien und Zoos weltweit erkennt den bedeutenden Beitrag, den botanische haben ihren Artenschutzschwerpunkt zunehmend ausgeweitet Gärten, Aquarien und Zoos zur Erhaltung wild und spielen führende Rollen bei der Entwicklung und Umsetzung von artenschutzrelevanten Strategien und lebender Tiere, Pilze und Pflanzen leisten können Richtlinien, der Mobilisierung von Daten für die Festlegung und bereits auch tun, an. von Artenschutzprioritäten, der Naturschutzplanung und Maßnahmen zur Wiederetablierung von Arten1-3. Die SSC schätzt die Schlüsselrollen, welche Für viele botanische Gärten, Aquarien und Zoos ist botanische Gärten, Aquarien und Zoos an der Artenschutz ein zentraler Bestandteil ihrer Mission. Sie Schnittstelle zwischen Ex-situ- und In-situbeteiligen sich zunehmend an lokalen, nationalen und Erhaltung spielen können und bereits auch tun. globalen Erhaltungsbemühungen wie beispielsweise durch Diese Rollen umfassen angewandte Genetik, Einbindung der Bevölkerung, Artenmonitoring, auf ethischen Verhaltensforschung, Veterinärwissenschaft, Grundlagen basierende Forschung, Bildung, Lobbyarbeit, Tierhaltung, Wiederansiedlung und Umsiedlung beträchtliche finanzielle Unterstützung für verschiedene von Wildtieren, Forschung, Bildung und Artenschutzmaßnahmen, Zugang zu Naturerlebnissen und gesellschaftliches Engagement, Entwicklung Management von Arten in situ und ex situ4-8. von Strategien und Richtlinien, Zugang zu Wissenschaftlich orientierte und auf Artenschutz ausgerichtete Naturerlebnissen und Naturschutzförderung. botanische Gärten, Zoos und Aquarien sind oft professionell Die SSC ist außerdem der Ansicht, dass es organisiert und von nationalen, regionalen oder globalen Möglichkeiten und Interesse für eine stärkere Verbänden akkreditiert. Akkreditierungsprogramme für Beteiligung an diesen Aufgaben gibt. botanische Gärten, Aquarien und Zoos auf der ganzen Welt verfolgen das Ziel, Best Practices ihrer Mitglieder zu Die SSC fordert alle botanischen Gärten, Aquarien definieren und weiterzuentwickeln, und in vielen Fällen und Zoos auf ihr Artenschutzpotenzial voll sind Artenschutz und Forschung Hauptbestandteile der auszuschöpfen und als geschätzte Mitglieder Akkreditierungsanforderungen. Professionell organisierte einer gut integrierten Naturschutzgemeinschaft und akkreditierte botanische Gärten, Aquarien und Zoos mitzuarbeiten, um das Überleben und die sind oft Vorreiter und Verfechter von Best Practices im Gesundheit wild lebender Tier-, Pilz- und Populationsmanagement, erfüllen aktiv verschiedene Rollen bei der Rettung von Arten, handeln in Übereinstimmung mit den Pflanzenpopulationen zu sichern. IUCN-Richtlinien, sind hoch geschätzte Experteninstitutionen innerhalb der globalen Artenschutzgemeinschaft und einige Schlussendlich ermutigt die SSC all ihre Partner, von ihnen sind IUCN-Mitglieder und SSC-Partner. Leider einschließlich Regierungsbehörden, mit botanischen sind weltweit noch immer viele botanische Gärten, Aquarien Gärten, Aquarien und Zoos bei der gemeinsamen und Zoos nicht akkreditiert und es gibt nach wie vor eine Arbeit zur Rettung von Arten im Sinne des One- Vielzahl, die gegenwärtig nicht zur Erhaltung der Artenvielfalt Plan-Approachs zusammenzuarbeiten. beitragen. Einige dieser Institutionen tragen zu negativen Praktiken bei. Dazu zählen beispielsweise unangemessenes Populationsmanagement, unsachgemäßes Management von Wildtierkrankheiten, nicht sachgemäße Auswilderungen oder Beschaffung bedrohter Arten aus der Natur außerhalb kontrollierter und genehmigter Arterhaltungsmaßnahmen. Jene Institutionen mit einem geringen Standard sollten nicht zur Beurteilung der Gemeinschaft als Ganzes herangezogen werden. Die SSC ermutigt diese besonders, ihre Praktiken zu verbessern, sich um eine Akkreditierung zu bemühen und ihr Artenschutzpotenzial auszuschöpfen.

Wenn Wildpopulationen zunehmend kleiner und immer fragmentierter werden sowie ein aktives Eingreifen und

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intensives Management erforderlich werden, kann die Möglichkeiten ein nützlicher und geeigneter Bestandteil Unterscheidung zwischen In-situ- und Ex-situ-Management einer Artenschutzstrategie sind oder nicht. Dieser Prozess und Erhaltungsmaßnahmen verschwimmen. Bei vielen Arten kann auf alle Taxa, unabhängig von ihrem derzeitigen Exsollten diese Ansätze daher besser als ein Kontinuum von situ-Status, angewandt werden. Er sollte gemeinsam von Managementpraktiken und Expertise betrachtet werden, was Interessenvertretern durchgeführt werden, die sowohl über zur Bewältigung der Herausforderungen des Artenschutzes In-situ- als auch Ex-situ-Fachwissen verfügen und kann in eingesetzt werden kann9. Artenschutzpläne und -maßnahmen die allgemeine Artenschutzplanung für Wildpopulationen berücksichtigen oft keinen umfassenden und integrativen einbezogen werden. In diesen Leitlinien wird darauf Ansatz, sei es auf Landschaftsebene, in Strategieplänen hingewiesen, dass Ex-situ-Management dazu beitragen für einzelne Arten oder in Bestandsplanungs- und kann, Bedrohungen entgegenzuwirken (z.B. durch auf Managementplänen für Ex-situ-Populationen. Infolgedessen ethischen Grundlagen basierende Forschung und gezielte können die Bemühungen für den Artenschutz unter isolierten Verhaltensänderungen des Menschen), Auswirkungen Ansätzen im In-situ- oder Ex-situ-Management leiden. Wenn von Bedrohungen auszugleichen und Wildpopulationen Bestands- und Managementpläne für Ex-situ-Populationen wiederherzustellen (beispielsweise durch Bestandsstützung isoliert entwickelt werden, könnten sie Möglichkeiten verpassen, und Wiederansiedlung), Zeit zu gewinnen und zusätzliche In-situ-Artenschutzprioritäten zu berücksichtigen10. Umgekehrt Optionen für die künftige Erhaltung zu schaffen (z.B. durch können bei der Entwicklung von In-situ-Erhaltungsplänen Populationsrettung und Reservepopulationen). Die Leitlinien ohne angemessene Berücksichtigung der Rolle, die das definieren die Ressourcen und Expertise, welche zur Ex-situ-Management spielen könnte, Gelegenheiten für Erreichung der Ziele des Ex-situ-Managements erforderlich geeignete vorrangige Ex-situ-Maßnahmen verpasst werden, sind. Sie enthalten eine umfassende Liste von Überlegungen, und es besteht die Gefahr, dass Ex-situ-Maßnahmen für das einschließlich der Bewertung der Einrichtungen, angemessene Überleben der Art zu spät implementiert werden11-12. Integration Personalausstattung und ausreichende Finanzierung, die zur und Abstimmung von Stärken, Wissen, Erfahrungen, Daten, Erzielung der gewünschten Ergebnisse benötigt werden. Ressourcen und Bemühungen verschiedener und integrierter Interessengruppen bergen ein enormes Potenzial für den Die SSC ermutigt all ihre Partner, einschließlich Artenschutz, die Wiederherstellung von Lebensräumen und die Regierungsbehörden, die in akkreditierten botanischen Einbeziehung der Bevölkerung. Gärten, Aquarien und Zoos vorhandenen Instrumente, Fachkenntnisse und Kapazitäten optimal zu nutzen und bei Die IUCN drängt auf einen integrierten Ansatz für den der Arbeit zur Rettung von Arten Verbindungen innerhalb Artenschutz, welcher die aktive Beteiligung verschiedener dieser Einrichtungen und zwischen ihnen aufzubauen oder Interessengruppen vorsieht und alle potenziellen zu stärken. Der Weltnaturschutzkongress 2020 in Marseille Erhaltungsoptionen bei der Entwicklung und Umsetzung von (September 2021) verabschiedete die Resolution 079, die Plänen für Artenschutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen das IUCN-Sekretariat und die IUCN-Mitglieder auffordert, die berücksichtigt. Dieser von der SSC Conservation Planning Integration von In-situ- und Ex-situ-Artenschutzmaßnahmen Specialist Group entwickelte One-Plan-Approach erkennt die unter Anwendung des One-Plan-Approachs zu fördern, um Vorteile an, die sich aus der Einbeziehung aller verfügbaren die wirksame Nutzung aller verfügbaren Erhaltungsinstrumente Fachkenntnisse in die Prioritätensetzung, Planung und Praxis zu gewährleisten, und die eine engere Zusammenarbeit des Artenschutzes für In-situ- oder Ex-situ-Populationen zwischen SSC und botanischen Gärten, Aquarien, Zoos und ergeben, was zu ganzheitlicheren und einheitlicheren Strategien Biobanken durch eine integrierte Mitgliedschaft, abgestimmte zur Rettung von Arten führt10. Wo diese Praxis angewendet Ziele und eine gemeinsame Prioritätensetzung, Planung und wird, erhöht sich nachweislich die Wahrscheinlichkeit, Umsetzung bei Artenschutzmaßnahmen empfiehlt. Auf jenem dass das Risiko des Aussterbens von Arten umgekehrt Weltnaturschutzkongress wurde auch die Resolution 119 wird13-14. Integrierte Artenschutzstrategien sollten auch die verabschiedet, in der die Naturschutzgemeinschaft aufgefordert artenschutzrelevanten Sozialwissenschaften und die Beteiligung wird, dringend gemeinsame und ehrgeizige Strategien für die lokaler und indigener Gemeinschaften einbeziehen, um In-situ-Wiederetablierung von in der Natur ausgestorbenen Lösungen zur Erhaltung zu definieren, welche die menschlichen Arten zu entwickeln und insbesondere botanische Gärten, Dimensionen angemessen berücksichtigen. Aquarien und Zoos auffordert, das langfristige Überleben von in der Natur ausgestorbenen Arten zu sichern. Um die Einbeziehung von botanischen Gärten, Aquarien und Zoos im Rahmen des One-Plan-Approachs zu Im Jahr 2022 hat das Übereinkommen über die biologische erleichtern, enthalten die Guidelines on the Use of Ex situ Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) in Ziel 4 des Management for Species Conservation15 einen fünfstufigen Globalen Biodiversitätsrahmens die ausdrückliche Aufforderung Entscheidungsprozess zur Beurteilung, ob Ex-situ- aufgenommen, In-situ- und Ex-situ-Managementpraktiken

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einzubeziehen, um das Aussterben von Arten aufzuhalten, die bzw. bei welchen sie in Zukunft noch mehr aufgefordert werden Wiederetablierung von Arten voranzutreiben und die genetische können, um das langfristige Überleben der Arten in der Natur Vielfalt wiederherzustellen. Die 2001 von den CBD-Parteien zu gewährleisten. verabschiedete Global Strategy for Plant Conservation (GSPC) hebt die Bedeutung der Ex-situ-Erhaltung von Pflanzen 1) Pflege, Wissen und Management von Ex-situ- und hervor. Auch die Vertragsstaatenkonferenz der Convention In-situ-Populationen von Tieren, Pilzen und Pflanzen und on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna ihren Lebensräumen and Flora (CITES) verabschiedete 2004 die Resolution Conf. • Kenntnisse und Fachwissen über das Management 13.9 zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Parteien von Arten ex situ, die in situ angewandt werden können mit Ex-situ-Zuchtprogrammen und solchen mit In-situ- (z.B. Ex-situ-Vermehrung, Identifizierung, Handhabung, Erhaltungsprogrammen. Pflege, ökologische und soziobiologische Bedürfnisse und Verhalten); nicht nur für bedrohte Arten, sondern auch für Botanische Gärten, Aquarien und Zoos können eine zentrale verwandte Arten, die als Modelle für bedrohte Pendants in Rolle in ihren lokalen Gemeinschaften spielen und nehmen situ dienen können. diese oft bereits ein - dies sowohl sozial, kulturell als auch • Haltung, Aufzucht, Vermehrung, Züchtung eines politisch und finanziell. In einer zunehmend verstädterten Welt breiten Spektrums von Arten ex situ im Rahmen sehr bieten botanische Gärten, Aquarien und Zoos den Menschen unterschiedlicher Aufgaben des Ex-situ-Managements für oft die ersten oder die zugänglichsten Erfahrungen mit Tieren, die Arterhaltung - einschließlich Bereitstellung von Proben Pilzen und Pflanzen aus aller Welt. Diese Verbindungen mit für und/oder der Verwaltung und Koordinierung von Bioder Natur können, zusammen mit formellen und informellen oder Keimplasmabanken. Umweltbildungsangeboten, Verständnis und Wertschätzung • Pflege und Vergrößerung der Populationen der einzigen der Besucher für den intrinsischen Wert von Tieren, Pilzen überlebenden Individuen bestimmter Arten (die per und Pflanzen erhöhen und sie zu positiven Praktiken und Definition in der Natur ausgestorben sind), entweder lokal Verhaltensweisen im Bereich des Artenschutzes anleiten, oder weltweit, um so künftige Erhaltungsmaßnahmen zur inspirieren und befähigen16-19. Botanische Gärten, Aquarien In-situ-Wiederetablierung zu bewahren und anzustreben. und Zoos haben Zugang zu einem großen, breit gefächerten • Fähigkeit, Populationen demografisch zu manipulieren, Publikum und die Möglichkeit, lokale Unternehmen, um die Produktivität zu erhöhen oder die Sterblichkeit Regierungen und politische Entscheidungsträger in Bezug in bestimmten Stadien zu verringern, damit das auf artenschutzrelevante Beschlüsse zu beeinflussen. Populationswachstum bedrohter Populationen in situ Darüber hinaus nutzen viele dieser Institutionen verschiedene beeinflusst werden kann. Finanzierungsquellen und leisten gemeinsam einen erheblichen • Leitung und/oder Hilfe bei der Rettung, Wiederetablierung finanziellen Beitrag zu vielen Aspekten des Artenschutzes. und Rehabilitation von Arten.

Wie auch andere am Naturschutz beteiligte Bereiche Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden arbeiten viele botanische Gärten, Aquarien und Zoos hart in Fällen bezogen auf Tiere, Pilze und Pflanzen (z.B. daran, negative Entwicklungen beim Überleben von Arten Identifizierung von Arten, Pflege, Unterbringung und zu verhindern und umzukehren, während andere mehr mögliche Rückführung beschlagnahmter lebender dazu beitragen könnten, ihr Potenzial bei der Unterstützung Exemplare, Fachwissen und Kapazitäten in den Bereichen zur Erhaltung und Wiederetablierung von Pflanzen, Tieren Pathologie und Biosicherheit sowie Kennzeichnung und und Pilzen auf der ganzen Welt weiter auszuschöpfen. In Rückverfolgung zur Ermittlung illegalen Handels mit Arten). Anbetracht des zunehmenden Artenverlustes fordert die SSC • Unterstützung bei dem Management und der alle Artenschutzpartner auf, sämtliche verfügbaren Instrumente, Verhinderung des Risikos neu auftretender Schädlinge Kapazitäten und Fachkenntnisse zu nutzen und gemeinsam an und Krankheitserreger sowie invasiver Arten, einschließlich der Rettung von Arten zu arbeiten. biologischer Ansätze, Sensibilisierung, Öffentlichkeitsarbeit und Planung. Beispiele für aufgaben botanischer gärten, • Beitrag zur Wiederherstellung und zum Schutz Aquarien und zoos, Die sie bei der Erhaltung wild von Landschaften und Ökosystemen durch direkte lebender arten erfüllen können und bereits auch Bemühungen und indirekte Mobilisierung der Bevölkerung. tun • Management nachhaltiger Ex-situ-Populationen, welches die Notwendigkeit der Beschaffung aus In-situ- Die nachstehende Liste ist eine nicht abschließende Aufzählung Populationen verringert, wobei nach Möglichkeit genetisch von Beispielen, in denen botanische Gärten, Aquarien und und demografisch gesunde Populationen angestrebt Zoos gegenwärtig einen Beitrag zur Erhaltung der Arten leisten, werden.

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Beeinflussung von Individuen, die beispielsweise bei molekulargenetischen Informationen für Umsiedlungen zu der Überwachung von Wildpopulationen oder bei der Arterhaltungszwecken. Steuerung der operanten Konditionierung helfen können, • Expertise und Ressourcen, die für die Umsiedlung von das Verhalten bei der Bewältigung von Mensch-Tier- Arten wichtig sind (z.B. Zugang zu und Erprobung von Konflikten und bei Koexistenz-Szenarien zu formen und zu Ausrüstung und Techniken, logistisches Fachwissen, verändern. Beratung zu Haltung und Transport, Erfahrung mit Genehmigungen, Expertise im Umgang, in der Schulung 2) Gesundheit und Pathologie und artgerechter Pflege, Managementkonzepte für

medizinischen Daten und Kapazitäten zur Überwachung, • Entwicklung von Techniken und Protokollen vor der Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten und Umsiedlung wie zum Beispiel Verhaltenstraining vor der Schädlingen sowie zur In-situ-Erhaltung von Arten. Umsiedlung sowie Überwachung und Unterstützung nach

Entwicklung von Behandlungen anhand von Ex-situ- • Förderung der Unterstützung von Populationen und Biobanken für neu auftretende und Umsiedlungsbemühungen durch die im jeweiligen zoonotische Krankheiten und andere Gesundheitsaspekte Verbreitungsgebiet ansässigen Interessengruppen, von Wildtieren und Pflanzen. darunter Regierungen, Wissenschaftler, indigene Gruppen

Krankheiten bei Ex-situ-Individuen, die in In-situ- Populationen nicht zu beobachten sind. 4) Forschung, Wissenschaft und Daten

beim Verstehen von Zusammenhängen zwischen der demografischer, genetischer, taxonomischer, Gesundheit von Menschen, Tieren, Pilzen und Pflanzen physiologischer, ethologischer, ökologischer, genomischer und der Umwelt sowie der Unterstützung ähnlicher und anderer aggregierter Daten zu Tausenden von Arten Ansätze und Strategien gegenüber der Bevölkerung und zur Unterstützung von Erhaltungsinitiativen, zur Gestaltung politischen Entscheidungsträgern. von Richtlinien und Strategien, zur Unterstützung von

Erregerentdeckung und Erregerökologie, auch in Bezug auf • Erfahrung mit der Durchführung von verantwortungsvollem zoonotische Krankheiten und damit verbundene Risiken für Austausch und Sammlungen in situ unter Beachtung der Menschen sowie andere Tiere, Pilze und Pflanzen. internationalen Bestimmungen, wie beispielsweise des

und deren Auswirkungen auf In-situ-Populationen insbesondere in Bezug auf Zugang und gerechtem durch die Untersuchung von Individuen wilder Herkunft Vorteilsausgleich bei der Nutzung genetischer Ressourcen (beispielsweise durch Rettung, Beschlagnahmung). (Access and Benefit Sharing, ABS) und das Nagoya-

bewährte Biosicherheitsmaßnahmen zur Bewältigung und • Verständnis und Expertise für die Übertragung Minderung von Krankheitsrisiken. von Erkenntnissen aus In-situ-Populationen durch

Gesundheitsscreening-Protokollen, die bei der Bewertung • Taxonomisches und genomisches Fachwissen zur des Gesundheitszustandes, Biopsieentnahmen, Unterstützung der Entdeckung neuer Arten, der Umsiedlungen und Nekropsien usw. angewendet werden Identifizierung von Arten, des Monitorings und des können. Managements.

Daten wie physiologische Reaktionen auf den Fang, lebensgeschichtlicher, phänologischer, morphometrischer Gesundheits- und Fortpflanzungsparameter, Einsatz von und demografischer Daten, sollten es die Bedingungen Arzneimitteln, Kapazitäten für genetische Analysen und nicht zulassen, dieses Wissen in situ zu gewinnen. Kryokonservierung usw. • Quelle von Individuen für auf ethischen Grundlagen basierender, nicht-invasiver Forschung, die der Erhaltung 3) Umsiedlung zu Arterhaltungszwecken vieler Arten in situ zugutekommt.

Arterhaltungszwecken in Übereinstimmung mit den IUCN die Ökologie, Biologie, Evolution, Physiologie und das SSC-Richtlinien. Verhalten vieler Tiere, Pilze und Pflanzen.

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Proben und Biobanken als Ressource für eine Vielzahl von Unterstützung für weniger bekannte Arten zu erhöhen, die artenschutzrelevanten Forschungsbereichen. bei Erhaltungsmaßnahmen oft übersehen werden - wie

Vielfalt als Grundlage für ein anspruchsvolles • Entwicklung und Förderung von Strategien für die Populationsmanagement ex situ und in situ sowie für die Koexistenz zwischen Menschen und Wildtieren. Festlegung von Zielen und Strategien für die genetische • Expertise, um Besucher mit der Natur in Kontakt zu Vielfalt. bringen, Empathie für die natürliche Welt zu fördern und

Fachwissen zur Unterstützung bei der Identifizierung und den intrinsischen Wert von Tieren, Pflanzen und Pilzen und Klärung der taxonomischen Identität sowie beim aufzuklären. Monitoring und der Verwaltung der genetischen Vielfalt • Breiten Zugang zu Bildungsangeboten und aktuellen von In-situ- und Ex-situ-Populationen/Individuen und der Bildungsphilosophien, -modellen und -techniken Gesundheit der Ökosysteme im weiteren Sinne. ermöglichen.

genetische und demografische Management kleiner Bildungsmöglichkeiten (z.B. Beschilderungen, Webinare, Populationen, die für das Erhaltungsmanagement von Naturtage für Familien) und formellen Bildungsangeboten Ex-situ- und In-situ-Populationen sowie von genetischen (z.B. Kurse, Sommerlager, Schulprogramme und Erhaltungseinheiten relevant sind. Exkursionen, Programme für Studenten und Doktoranden,

die sich auf Arten auswirken könnten (z.B. Krankheiten, auch in unterversorgten Gemeinden. Inzuchtdepression, genetische Drift). • Expertise in der Vermittlung komplexer Naturschutzthemen

naturschutzwissenschaftlichen Daten, Analysen und auch virtuell. Publikationen, um die Zugänglichkeit und Wirkung über • Besuchererlebnisse zur Unterstützung jedes einzelne Projekt hinaus zu maximieren. von Naturschutzzielen und zur Förderung

bezüglich der assistierten Reproduktion und der • Zugang zu großen Veranstaltungsorten und zu Vermehrungskapazitäten. verschiedenen Zielgruppen (z.B. Besucher, die breite

Überwachungsverfahren (z.B. e-DNA-Protokolle, Tests und Vertreter, lokale Unternehmen und Ehrenamtliche/ Proben). Freiwillige) sowie die Fähigkeit und Kapazität zur

artenschutzrelevanter Bewertungs- und Planungsprozesse • Sozialwissenschaftliche Expertise in den (beispielsweise Statusbewertungen für die Rote Liste, Bereichen Konzeption, Durchführung, Bewertung Identifizierung der Schlüsselgebiete der biologischen und Wirkungsbeobachtung von Bildungs-, Vielfalt, Artenschutzplanung usw.). Aufklärungs-, Bürgerwissenschafts- und Verhaltensänderungsprogrammen sowohl in situ als auch 5) Zusammenarbeit mit Gemeinschaften ex situ, um die Gemeinschaften als Akteure des Wandels

indigenen Gruppen, Regierungen, Universitäten und der Zivilgesellschaft im Allgemeinen und deren Einbindung in 6) Aufbau von Kapazitäten und Ressourcen Natur- und Artenschutzinitiativen. • Einstellung, Schulung und Motivation von Mitarbeitern

für den Artenschutz relevant sind, zu fungieren. Pflanzen.

Ebene. Kapazitätsentwicklungsmaßnahmen, auch vor Ort, für

Naturschutzpolitik, von Gesetzen, Vorschriften und • Finanzierung, oft langfristig, für In-situ- und Ex-situ- Standards sowie von Abkommen zum Schutz von Artenschutzaufgaben, auch durch die Einbindung von Tieren, Pilzen und Pflanzen (z.B. CITES, CBD und dem breitgefächerten Unterstützern (z.B. Einzelpersonen, Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wild lebender Stiftungen, Regierungsbehörden, lokale Geschäftspartner, Tierarten). Ehrenamtliche/Freiwillige).

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Arten, Artenschutzplanung oder die Mobilisierung of progress in implementation of the Global Strategy for von Artenschutzmaßnahmen zu fungieren, auch in Plant Conservation 2011-2020. 2020, Montréal, Canada Partnerschaft mit dem SSC-Netzwerk ehrenamtlicher and Richmond, UK: Technical Series No. 95, Secretariat Experten, z. B. durch das Hosting eines SSC Center for of the Convention on Biological Diversity and Botanic Species Survival oder einer SSC Specialist Group. Gardens Conservation International. 68.

bedeutenden artenschutzrelevanten Bewertungs- und 9 Conde, D.A., et al., Zoos through the Lens of the IUCN Planungsprozessen (z.B. Statusbewertungen für die Rote Red List: A Global Metapopulation Approach to Support Liste, Identifizierung der Schlüsselgebiete der biologischen Conservation Breeding Programs. PLOS ONE, 2013. 8(12): Vielfalt, Artenschutzplanung usw.). p. e80311.

die Fachleute für den Naturschutz in allen Phasen ihrer 10 Traylor-Holzer, K., K. Leus, and O. Byers, Integrating ex Laufbahn ausbilden, schulen und betreuen, auch in situ management options as part of a One Plan Approach Regionen mit geringer Kapazität. to species conservation, in The ark and beyond: The

Tierärzten, bei Katastrophen- und Notfallmaßnahmen und J. Maienschein, and J.P. Collins, Editors. 2018, University Rettungseinsätzen. of Chicago Press: Chicago, Illinois, USA. p. 129-141.

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