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Ausbaupläne Semikron Danfoss
Sachverhaltsdarstellung:
Über Semikron Danfoss: Semikron Danfoss ist ein führendes Unternehmen für Leistungselektronikkomponenten und -systeme im mittleren Leistungssegment (2 Kilowatt bis 10 Megawatt). Es ist aus der Fusion der Unternehmen Semikron und Danfoss Silicon Power (Dänemark) im Jahr 2022 hervorgegangen. Das neue Unternehmen beschäftigt 3.900 Menschen weltweit bei einem Umsatz von knapp einer Milliarde Euro. Das Nürnberger Werk in der Sigmundstraße (Gewerbegebiet Höfen) zählt 1.800 Beschäftigte.
Über Leistungselektronik: Leistungselektronik ist eine Schlüsseltechnologie für viele zukunftsfähige Anwendungsfelder wie Elektromobilität oder erneuerbare Energien. Sie kommt überall dort zum Einsatz, wo elektrischer Strom konditioniert werden muss, z.B. bei der Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom und vice versa oder um Spannung, Frequenz oder Amplitude von elektrischen Strömen anzupassen.
Bedeutung der Leistungselektronik: Nürnberg ist ein bedeutender Standort für Energietechnik. Leistungselektronik ist eine profilgebende Schlüsseltechnologie für den Energietechnikstandort. Beispielgebend für die Leistungselektronik-Kompetenz sind Hersteller wie Semikron Danfoss und SiCrystal (Next- Gen-Leistungselektronik-Trägerplatten) und Systementwickler wie z.B. Vitesco (Elektromobilität) oder Innomotics (elektrische Großantriebe). Mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Systeme und Bauelementetechnologie IISB (in Erlangen) verfügt die Region zudem über eines der führenden Forschungszentren im Bereich Leistungselektronik. Nürnberg ist Standort des europäischen Leistungselektronik-Clusters European Center for Power Electronics, in dem über 100 europäische Leistungselektronik-Unternehmen und Forschungseinrichtungen organisiert sind.
Ausbau der Halbleiterfertigung: Semikron Danfoss plant seine Produktionskapazität für Wafer (Grundplatten für die Chip- Fertigung) von heute 60.000 Stück pro Monat auf 180.000 Stück pro Monat zu verdreifachen. Bevorzugter Standort für den Ausbau ist Nürnberg. Insgesamt sollen 250 Millionen Euro in Infrastruktur, Fertigungsequipment, Automatisierung und Forschung und Entwicklung investiert werden. Der Ausbau kann auf dem Werksgelände erfolgen. Die Investition wäre verbunden mit einem deutlichen Aufwuchs an Arbeitsplätzen.
Um am Standort Nürnberg wettbewerbsfähig fertigen zu können, benennt Semikron Danfoss einen Förderbedarf in Höhe von 30 Prozent der avisierten Investitionssumme. Nur so ist ein vergleichbares Kostenniveau mit anderen Regionen (insbesondere USA, China, Malaysia) darstellbar. Investitionen in Gebäude, Maschinen und Equipment sind in der EU durch das Beihilferecht bei Großunternehmen stark limitiert. Gegenwärtig wäre nur eine Förderung aus dem Europäischen Chip-Gesetz (European Chips Act) möglich. Hierzu liefen bereits seit diesem Sommer intensive Gespräche auf Landes- und Bundesebene auch unter Mitwirkung des Ref. VII. Die ersten Signale auf Bundesebene waren negativ. Die Mittel für die Chip-Act- Förderung seien bereits mit den anstehenden anderen Großprojekten (Intel, Infineon, ZF/Wolfspeed und TSMC) ausgeschöpft.
Der Freistaat Bayern und die Stadt Nürnberg setzten sich mit Nachdruck für eine Förderung ein, damit Fördermittel auch im Süden verwendet werden und nicht nur wenige Großprojekte profitieren.
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Die Bundesregierung hatte rund 20 Milliarden Euro für die Chip-Förderung im Sondervermögen Klima- und Transformationsfonds vorgesehen, den das Verfassungsgericht nun gekippt hat.
Semikron Danfoss hat angekündigt, ohne eine Förderung die Fertigung im Ausland auszubauen.
Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung Nürnberg: Die Wirtschaftsförderung Nürnberg begleitet das Investitionsvorhaben und hat die Gespräche mit der bayerischen Landesregierung und Bayern Innovativ, dem Projektträger für Technologieförderprogramme in Bayern, initiiert.
Anmerkung zur Diversity-Relevanz: Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass diese Maßnahme bestimmte Personengruppen, beispielsweise unterschiedlichen Geschlechts, verschiedener ethnischer Herkunft, mit Behinderungen, unterschiedlichen Alters, sozialer Lage bevorteilt oder benachteiligt. Das Vorhaben ist damit nicht Diversity-relevant. Die Maßnahme hat weder diskriminierende Auswirkungen noch erschließt sie Potenziale für Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung und Chancengleichheit.
Referat VII