Haushaltssperre

← Sitzung des Werkausschusses Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) (24.01.2024)

Sachverhalt

Anlage · 24.01.2024 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sachverhalt

SÖR betreut ca. 3500 Parkbänke in den Parkanlagen und Grünflächen der Stadt Nürnberg. Das bedeutet, dass die Bänke und deren Umfeld laufend gereinigt, auf Schäden kontrolliert und von Bewuchs freigehalten werden.

Vorrangiges Ziel ist hierbei die Gewährleistung der Verkehrssicherheit und die gute Nutzbarkeit der Bänke.

Die Flächen unter den Bänken sind nur zum Teil durch Betonsteinpflaster oder in Einzelfällen mit Asphalt bzw. Großsteinpflaster versiegelt. Als Befestigungen dient zum Großteil eine wassergebundene Decke.

Die Versiegelung der Flächen unter den Bänken bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich im Vergleich zu einer freien oder Rasenfläche. Die Befestigung durch Pflastersteine ist bei einer hoch frequentierten Nutzung beständiger und bleibt eben. Sie ermöglicht damit einen höheren Nutzungskomfort und es bilden sich keine Pfützen und matschige Stellen. Bei Kontrollen in Grünanlagen wird immer wieder festgestellt, dass Rasenflächen unter Bänken oft niedergetrampelt werden und durch das Scharren mit den Füßen Löcher unter den Bänken entstehen. Im Vergleich dazu bietet eine ebene, befestigte Fläche– gerade für ältere und eingeschränkt mobile Personen – eine höhere Verkehrssicherheit, da eine geringere Stolpergefahr besteht.

Ökologisch betrachtet ist die Befestigung mit Pflaster bzw. Asphalt unter Parkbänken eine kleinflächige Versiegelung, die keine Auswirkungen auf die Versickerung und den Grundwasserkörper hat. Das Wasser wird immer seitlich der befestigten Flächen abgeleitet und versickert.

Unversiegelter Boden bzw. eine wassergebundene Befestigung um Bänke herum ist ebenfalls verdichtet und weist meist kaum noch eine Sickerfähigkeit auf. Aus diesem Grund bilden sich an eben diesen Stellen häufig Pfützen und Matschflächen, da sich das Wasser in den Unebenheiten sammelt und nicht gezielt abgeleitet wird. Mit einem hochwertigen lebendigen Boden ist dieser verdichtete Bereich nicht vergleichbar. Ferner wirft die Belattung einer Bank mit Holz so viel Schatten, dass kaum ausreichend Licht für beispielsweise Rasenwachstum auf der Erdoberfläche ankommt.

Zudem erleichtert ein befestigter Untergrund den Unterhalt der Bänke. Die Fläche ist leichter zu reinigen, vor allem auch von Glasscherben, und es ist weniger Bewuchs zu entfernen.

Die Abwägungsgrundlagen gelten auch für künftig aufzustellende Bänke. Bei der Neuplanung und Sanierung von Grünanlagen wird immer versucht, den Versiegelungsgrad an Wegen und Aufenthaltsflächen so gering wie möglich zu halten, je nachdem wie es die verschiedenen Ansprüche der Bürgerschaft und des Unterhalts erfordern. Wegebreiten werden bei der Planung reduziert und auf ein notwendiges Maß für die Pflegefahrzeuge angepasst. Die des Weges flankierenden Bänke liegen deshalb oft außerhalb des Weges, damit sowohl die Spaziergänger als auch die Sitzenden genügend Platz haben.

Die Verwaltung wird auch künftig abwägen und Flächen unter hoch frequentierten Bänken mit Pflastersteinen bzw. Asphalt befestigen. SÖR ist hier immer bestrebt eine ausgewogene Entscheidung zu treffen.

Ein Rückbau bereits befestigter Flächen wird nicht empfohlen. Die Kosten für den Rückbau und den Einbau einer wassergebundenen Decke als Befestigung sind individuell und liegen zwischen 200 und 400 € pro Bank.

Sitzstufen aus Beton sind beim Abfangen von Höhenunterschieden als Mauerelemente unumgänglich. Nur so ist es möglich, direkt am Ufer der Pegnitz verweilen zu können wie z.B. am Kontumazgarten oder Nägeleinsplatz. Am Beethovendenkmal fangen die Sitzelemente die Böschung auf, die dazu dient, den Verkehrslärm des stark befahrenen Altstadtrings etwas auszublenden. Je nach Örtlichkeit und Planungsabsicht sind daher Betonelemente in Grünanlagen sinnvoll. Bezogen auf die gesamte Versiegelungsbilanz wird dies keinen negativen Effekt im Sinne der gesamtstädtischen Versiegelung haben, da das Wasser auch hier im direkten Umgriff in der Grünanlage versickern kann.

Dabei muss auch immer mehr der Aspekt Vandalismus an öffentlichen Ausstattungen bei den Planungen berücksichtigt werden. Betonelemente haben sich hier als robust und sicher im Vergleich zu anderen Materialien gezeigt.

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