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← Sitzung des Jugendhilfeausschusses (21.12.2023)

2.1 Sachverhalt

Anlage · 21.12.2023 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Zerzabelshof Boxdorf Südstadt Gostenhof Altenfurt Langwasser Nordstadt Katzwang Kornburg Jugendhilfeausschuss Gibitzenhof Altstadt Stadtplanungsausschuss Mögeldorf Laufamholz Erlenstegen Buchenbühl Wetzendorf Großgründlach Almoshof Worzeldorf St. Johannis Schweinau Höfen Gebersdorf Hasenbuck St. Jobst Fischbach Ziegelstein Schule & Bildung Stadtentwicklung & Planung Wohnen & Bauen Muggenhof Galgenhof Steinbühl Wöhrd Thon Gartenstadt Reichelsdorf Werderau St. Leonhard St. Peter Eibach Eberhardshof Schoppershof Schniegling St. Sebald St. Lorenz Kultur, Sport & Freizeit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Beilage 2.1 zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 21.12.2023

Angebote der Kindertagesbetreuung im Vorschulalter in Nürnberg –

Zwischenbericht zur Ausbauplanung bis 2030

1. Einleitung

Die vorliegende Ausschussvorlage ist ein Zwischenbericht zur Ausbauplanung der Angebote zur Kindertagesbetreuung im Vorschulalter und bezieht sich somit auf aktuell geltende Rechtsansprüche zur Bildung, Betreuung und Erziehung im Krippen- und Kindergartenalter gemäß § 24 SGB VIII.

Der Bericht basiert auf den Ergebnissen der letzten Fortschreibung zur kleinräumigen Bedarfsanalyse und Ausbauplanung, welche als Bestandteil der kommunalen Jugendhilfeplanung im Jugendhilfeausschuss am 15.12.2022 zuletzt behandelt und beschlossen wurde1.

Der Zwischenbericht zur Ausbauplanung beinhaltet folgende Punkte:  Übersicht zum Ausbaustand und der Versorgungssituation in Nürnberg (Kapitel 2)  Aktuelle Herausforderungen und Widrigkeiten beim Kita-Ausbau (Kapitel 3)  Übersicht zur Versorgungslage und Ausbauplanung in den 10 Planungsregionen (Kapitel 4)

Die Darstellung der Versorgungslage sowie Ausbauprojekte in den Planungsregionen und dazugehörigen Stadtteilen (Kapitel 4) bildet den Schwerpunkt der diesjährigen Berichterstattung.

Eine Fortschreibung der Jugendhilfeplanung zur Kindertagesbetreuung im Vorschulalter mit kleinräumiger Bestands- und Bedarfsanalyse erfolgt erst wieder im Jahr 2024 nach Vorlage einer aktualisierten Bevölkerungsvorausberechnung des Amts für Stadtforschung und Statistik.

2. Ausbaustand und Versorgungssituation in Nürnberg

Zum Kita-Betriebsjahr 2022/23 standen in der Stadt Nürnberg für  39% (= 965 Tagespflege- und 4.836 Krippenplätze) der unter 3-Jährigen und  für 95% (= 16.248 Plätze) der Kinder im Alter von 3 Jahren bis zur Einschulung Kindertagesbetreuungsplätze zur Verfügung.

Abbildung 1

1 Siehe Bericht „Angebote der Kindertagesbetreuung in Nürnberg – Fortschreibung der kleinräumigen Bedarfs- und Ausbauplanung bis 2030“ zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 15.12.2022.

Zum Kita-Betriebsjahr 2022/23 konnten zehn Einrichtungen mit Krippen- und Kindergartenplätzen neu eröffnet werden:  Weihergartenstr. 12 (Schniegling): 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätze  Antalyastr. 11a (Nordstadt): 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätze  Harrichstr. 30 (Nordstadt): 25 Kindergartenplätze  Gervinusstraße 7 (Erlenstegen): 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätze  Tafelfeldstr. 41 (Galgenhof): 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätze  Gudrunstr. 51 (Galgenhof): 75 Kindergartenplätze  Gersweilerstr. 1 (Gartenstadt): 25 Kindergartenplätze  Innstr. 53 (Röthenbach): 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätze  Brunner Hauptstr. 39 (Fischbach): 12 Krippen- und 50 Kindergartenplätze  An der Radrunde 142 (Herpersdorf): 10 Plätze / Großtagespflegestelle (insb. für unter 3-Jährige)

Im Fokus stand der Ausbau von Kindergartenplätzen. Durch die oben genannten Baumaßnahmen konnten 350 neue Plätze geschaffen werden. Hinzu kommen 32 weitere Plätze durch Aufstockungen in Bestandseinrichtungen. Dem gegenüber steht der Verlust von 70 Kindergartenplätzen; davon alleine 50 Plätze aus einer Kindertagesstätte in der Nordstadt, die vom Träger 2022/23 vorübergehend geschlossen werden musste. In Summe konnte der Platzbestand im Vergleich zum Vorjahr um 312 Plätze ausgebaut werden. Da der Anstieg der Kinder im Kindergartenalter aber über der Anzahl der ausgebauten Plätze im Bestand lag, hat sich die Versorgungsquote zum Kita-Betriebsjahr 2022/23 (94,5%) gegenüber dem Vorjahr (95%) leicht verschlechtert.

Im Krippenbereich sind im Zuge der Neueröffnungen 106 Plätze neu entstanden. Demgegenüber steht jedoch ein Netto-Platzverlust von 31 Tagespflegeplätzen, bedingt dadurch, dass im Vergleich zu den Vorjahren das durchschnittliche Niveau der Neuakquise von Tagespflegepersonen nicht erreicht werden konnte. Hinzu kommen Verluste von 72 Krippenplätzen in Kindertageseinrichtungen. Hiervon wiederrum 48 Plätze durch die vorübergehende Schließung der oben schon genannten Kindertagesstätte in der Nordstadt. Auch hier konnte trotz umfangreich neu geschaffener Plätze die Versorgungsquote (39%) nur gehalten, aber nicht erhöht werden.

3. Aktuelle Herausforderungen und Widrigkeiten beim Kita-Ausbau

Auch wenn die Versorgungslage in Nürnberg durch den umfassenden Kita-Ausbau der vergangenen Jahre vergleichsweise gut ist, besteht dennoch ein hoher Nachfragedruck nach Betreuungsplätzen in allen Altersstufen. Nürnberg war und ist eine wachsende Stadt. Und auch das Nachfrageverhalten der Eltern nach Betreuungsplätzen ist in den letzten Jahren sukzessive angestiegen. Der Ausbau bedarfsgerechter Angebote zur Bedienung der im SGB VIII verankerten Rechtsansprüche auf einen Krippenoder Kindergartenplatz ist und bleibt somit eine Mammutaufgabe für die Stadtverwaltung und muss auch künftig mit Hochdruck weiter vorangetrieben werden.

Auf Basis der umfangreichen Planungen sah sich Nürnberg eigentlich auf einem guten Weg, denn für den Großteil der erforderlichen Ausbaubedarfe bis zum Jahr 2030 gab es schon eine Vielzahl konkreter Standortplanungen zu Neubauten sowie Platzaufstockungen in Bestandseinrichtungen.  Betreuung im Krippenalter: Bis zum Jahr 2030 strebt die Stadt Nürnberg zur Betreuung unter 3- Jähriger eine Versorgungsquote von stadtweit 48% an. Unter Berücksichtigung der aktuellen Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung sowie des aktuellen Bestandes an Betreuungsplätzen besteht bis 2030 ein Ausbaubedarf von rund 1.400 Plätze. Mit den bislang angedachten Standortplanungen könnte der Bestand an Betreuungsplätzen bis 2030 auf eine Versorgungsquote von rund 46% ausgebaut werden. Zur Erreichung des Ausbauziels einer 48%igen Versorgungsquote müssten dann noch rund weitere 200 Plätze geschaffen werden.

 Betreuung im Kindergartenalter: Hier besteht bis 2030 das Ausbauziel einer Vollversorgung. Um dieses Ausbauziel zu erreichen, sind ausgehend vom heutigen Betreuungsangebot noch weitere rund 1.100 Plätze zu schaffen. Dieses Ausbauziel könnte man mit der Realisierung der bis zum Jahr 2030 angedachten Standortplanungen schon größtenteils erreichen.

Mit Blick auf die bereits laufenden und in Vorbereitung befindlichen Standortplanungen muss aus heutiger Sicht allerdings angemerkt werden, dass vielerorts deren Umsetzung in den nächsten Jahren alles andere als sicher ist.

Aktuell bremst die Krise in der Bauwirtschaft die Dynamik beim Kita-Ausbau deutlich aus. Für viele Investoren und freie Träger sind die wirtschaftlichen Risiken bei Bauvorhaben für Kitas deutlich gestiegen bzw. keine rentablen Projekte derzeit realisierbar. Wir verzeichnen zudem einen zunehmenden Sanierungsstau bei Bestandseinrichtungen, der meist nur in Form von Ersatzneubauten, Erweiterungsbauten und Generalsanierungen gelöst werden könnte, bei gleichzeitig schwindenden Rücklagen für Investitionen bei freien Trägern mit Einrichtungen im eigenen Eigentum2.

Die Folgewirkungen für den Kita-Ausbau sind deutlich spürbar:  Die Ausbaubilanz zum Kita-Betriebsjahr 2022/23 wäre um 48 Krippen- und 125 Kindergartenplätze höher ausgefallen, wenn sich die Baufertigstellung an drei Standorten nicht um ein Jahr verzögert hätte.  An über zehn Standorten mussten mittlerweile Bau- und Sanierungsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 150 Krippen- und 250 Kindergartenplätzen aufgegeben werden. Und auch bei weiteren Standorten wird seitens der Investoren aktuell geprüft, ob an deren Realisierung weiterhin festgehalten werden kann.  Zudem verzeichnen wir an einer Vielzahl von Standorten mit fortgeschrittener Planungsreife Verzögerungen beim Baubeginn. Dies ist in solchen Fällen weniger kritisch, wo sich die Gesamtentwicklung von Neubaugebieten zeitgleich mit dem Bau von Kindertageseinrichtungen verzögert, soweit diese ausschließlich für die Bedarfe der neu hinzuziehenden Familien vorgesehen sind (so z.B. auf dem Areal der ehemaligen Lederer-Kulturbrauerei an der Sielstraße). Aber in solchen Fällen, wo sich die Entwicklung der Neubaugebiete in mehreren Bauabschnitten vollzieht, steigt aktuell das Risiko, nicht zeitgleich mit der Aufsiedlung ausreichend Kita-Plätze vor Ort bereit stellen zu können. Dies ist dann kritisch, wenn Bauabschnitte, in denen auch die Schaffung einer Kita vorgesehen ist, aufgrund von Finanzierungsunsicherheiten vorerst gestoppt und verschoben werden müssen. In solchen Fällen (wie z.B. absehbar in den neuen Stadtquartieren auf dem Branntweinmonopol-Areal oder dem ehemaligen Akzo-Nobel-Areal) werden dann Teile der Wohnbebauung schon bezogen, während die Betreuungsinfrastruktur nicht zeitnah oder im schlimmsten Fall erst Jahre später zur Verfügung steht. Eine weitere Unsicherheit beim Kita-Ausbau stellen aktuelle Entwicklungen im Bereich des geförderten Wohnungsbaus dar. Die Zinswende macht die Investments in gefördertes Wohnen im Vergleich zu frei finanziertem Wohnen für Investoren immer attraktiver. Wir beobachten den Trend, dass Investoren zur Verbesserung ihrer Rendite in einigen Neubaugebieten nachträglich deutlich mehr als die im Baulandbeschluss festgelegten Quoten für den geförderten Wohnungsbau (bislang 30% / künftig 40%) umsetzen möchten bzw. müssen. Dies ist zunächst eine sehr positive Entwicklung für Nürnberg, da bezahlbarer Wohnraum an sich und vor allem für Familien mit Kindern dringend benötigt wird. Damit wird aber von den Vereinbarungen in den städtebaulichen Verträgen, die mit den Investoren im Zusammenhang mit dem Bebauungsplanverfahren geschlossen wurden, abgewichen. Problematisch hierbei ist, dass für solche Wohngebiete die Bedarfe an Kitaplätzen auf Basis bisheriger Durchschnittsquoten zum geförderten Wohnungsbau (bislang 30%) ermittelt wurden und ebenfalls als Grundlage in den städtebaulichen Verträgen und in der Planung verankert sind. Erste Erfahrungen zeigen, dass aufgrund des allge-

2 Mit dem Beschluss des Jugendhilfeausschusses zur Umsetzung des weiterentwickelten Förderkonzepts Kindertageseinrichtungen (Föko Kitas) und der Zuschussrichtlinie für Investitionskostenförderung von Kindertageseinrichtungen der Stadt Nürnberg wurde bereits ein wichtiger Baustein auf den Weg gebracht, damit sich Betriebs- und Bauträger in Zeiten der Krise auch weiterhin am Ausbau der Kindertagesbetreuung umfangreich beteiligen, Bestandseinrichtungen erhalten und der Betrieb von Einrichtungen trotz steigender Mieten gesichert werden kann. Näheres hierzu siehe Entscheidungsvorlage „Weiterentwicklung des Förderkonzepts und der Zuschussrichtlinie der Stadt Nürnberg“ zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 26.10.2023.

meinen Mangels an gefördertem Wohnbestand in diese Gebiete überproportional viele Familien (darunter auch kinderreiche) zuziehen. Je nach Erhöhung der Quote zum geförderten Wohnungsbau reichen dann die bereits festgelegten Mengengerüste für Kitaplätze mancherorts nicht aus, um deren Betreuungsbedarfe bedienen zu können. Eine zeitnahe Nachsteuerung ist kaum möglich, insb. dann, wenn die Planungen zu den Kitas in den Wohngebieten schon abgeschlossen oder Erweiterungen aufgrund des Mangels an Flächen gar nicht mehr möglich sind. Das ist doppelt tragisch: Zum einen deshalb, weil der Zugang zu Angeboten frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung für die Bildungs- und Teilhabechancen insb. von Kindern aus Familien, die im sozial geförderten Wohnungsbau einzugsberechtigt sind, sehr wichtig ist. Und zum anderen müssen zu den bereits bestehenden Kitaplanungen anderenorts noch weitere Betreuungsplätze ergänzend geschaffen werden. Temporäre Versorgungslücken lassen sich dann vielerorts nicht mehr vermeiden. Auf diese Problematik wird in den gesamtstädtischen Abstimmungsprozessen intensiv hingewiesen und darauf hingewirkt, dass bei jeder Umsteuerung im geförderten Wohnungsbau die soziale Infrastruktur besonders berücksichtigt wird.

  1. Übersicht zur Versorgungssituation und Ausbauplanung in den 10 Planungsregionen Auf Ebene der zehn Planungsregionen3 (zur Übersicht siehe Karte in Beilage 2.2) wird folgend die jeweilige Versorgungssituation und die aktuell bestehende Ausbauplanung skizziert und zentrale Herausforderungen benannt.

Planungsregion 1 (Nordwestliche Vorstadtgebiete)

Planungsregion 1 umfasst die Kindergartenplanungszonen Großgründlach, Boxdorf, Neunhof, Buch und Almoshof.

a) Versorgungssituation

 Betreuung von Kindern im Krippenalter: Zum Kita-Betriebsjahr 2022/23 konnte für 40% der Kinder im Alter unter 3 Jahren ein Betreuungsangebot in der Planungsregion zur Verfügung gestellt werden. Aufgrund von Neubaugebieten sowie eines Generationenwechsels im Wohnbestand besteht mittelbis langfristig noch Ausbaubedarf. Zudem muss aufgrund des hohen Sanierungsbedarfs in Neunhof die Kinderkrippe „An der Wind 1“ aufgegeben werden.  Betreuung von Kindern im Kindergartenalter: Hier besteht insgesamt eine sehr gute Versorgungssituation (Versorgungsquote zum Kita-Betriebsjahr 2022/23: 105%). Langfristig besteht Ersatzbedarf für 75 Kindergartenplätze durch den Wegfall von zwei sanierungsbedürftigen Einrichtungen (Röthgasse 4 in Buch und Kraftshofer Hauptstr. 159 in Neunhof) sowie weiterer Ausbaubedarf durch Neubaugebiete und Generationenwechsel im Wohnbestand.

b) Aktuelle Ausbauplanung

 Im Neubaugebiet in der Volkacher Straße in Großgründlach wird eine neue Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen entstehen. In die neue Einrichtung soll dann die Kindergartengruppe mit 25 Plätzen aus der AWO-Einrichtung in der Georg-Horner-Str. 13 umziehen.  Im Neubaugebiet „Neue Mitte Boxdorf“ plant der dort tätige Investor die Errichtung einer Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen.  Im Zuge der geplanten Wohnbebauung in Buch-Süd rund um das Areal des früheren Backhefewerks Bast werden ausreichend Kitaplätze für neu hinzuziehenden Familien mit Kindern geschaffen. Zusätzlich soll im Neubaugebiet ein 3-gruppiger Kindergarten (75 Plätze) als Ersatzstandort für die sanierungsbedürftigen Einrichtungen aus Buch und Neunhof gebaut werden.

Fazit: Mit den bestehenden Planungen können aus heutiger Sicht mittel- bis langfristig die Betreuungsbedarfe in der Planungsregion 1 bedient werden.

3 Ziel der kommunalen Jugendhilfeplanung ist es, die Erfüllung der Rechtsansprüche innerhalb einer Planungsregion für die dort lebenden Familien mit Kindern sicherzustellen. D.h., dass seitens der Verwaltung nicht zwingend alle Rechtsansprüche durch Baumaßnahmen direkt vor Ort in den jeweiligen Stadtteilen erfüllt werden müssen, solange auch in angrenzenden Stadtteilen mit zumutbaren Anfahrzeiten ein Angebot möglich ist. Nähere Informationen zum Raumbezug der Planung zur Sicherstellung des wohnortnahen Versorgungsprinzips siehe Bericht „Angebote der Kindertagesbetreuung in Nürnberg – Fortschreibung der kleinräumigen Bedarfs- und Ausbauplanung bis 2030“ zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses vom 15.12.2022.

Planungsregion 2 (Nordöstliche Vorstadt)

Planungsregion 2 umfasst die Kindergartenplanungszonen Buchenbühl, Ziegelstein und Schoppershof.

a) Versorgungssituation

 Betreuung von Kindern im Krippenalter: Die Versorgungssituation zum Kita-Betriebsjahr 2022/23 war sehr gut bis überdurchschnittlich (45% Versorgungsquote). Es ist bekannt, dass insb. in Ziegelstein Einrichtungen aufgrund ihrer besonderen Konzepte überregional belegt sind und in Teilen auch zur Bedarfsdeckung anderer Stadtteile, insb. in der angrenzenden Planungsregion 3, beitragen.  Betreuung von Kindern im Kindergartenalter: Analog zum Krippenbereich stellt sich die Versorgungssituation im Kindergartenbereich dar. Das z.T. überregional nachgefragte Angebot leistet aktuell und auch künftig einen wichtigen Beitrag zur Bedarfsdeckung angrenzender Stadtteile.

b) Aktuelle Ausbauplanung

 In der Arno-Hamburger-Str. in Ziegelstein entsteht bis 2024 eine Kindertageseinrichtung der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg mit 12 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen. Auch diese Einrichtung wird mit einem überregionalen Belegungskonzept arbeiten.  In der Merianstr. soll 2024 eine neue Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 60 Kindergartenplätzen in Betrieb gehen. Damit wird das wohnortnahe Betreuungsangebot in Schoppershof deutlich verbessert.

Fazit: Aus heutiger Sicht besteht über die bereits bestehenden Planungen hinaus kein weiterer Ausbaubedarf in der Planungsregion 2.

Planungsregion 3 (Nürnberg Nord)

Planungsregion 3 umfasst die Kindergartenplanungszonen Schniegling, St. Johannis, St. Sebald, Thon, Nordstadt und Rennweg.

a) Versorgungssituation

 Betreuung von Kindern im Krippenalter: Die Versorgungsquote im Nürnberger Norden lag zum Kita- Betriebsjahr 2022/23 mit 40% leicht über dem städtischen Durchschnitt. Gegenwärtig können die Bedarfe der hier ansässigen Familien mit dem Angebot vor Ort sowie dem Angebot in den angrenzenden Stadtteilen größtenteils bedient werden. Aufgrund des Bevölkerungswachstums muss das Angebot aber in den nächsten Jahren noch umfassend ausgebaut werden.  Betreuung von Kindern im Kindergartenalter: Analog zum Krippenbereich kann mit dem Angebot vor Ort und angrenzender Stadtteile auch der Versorgungsbedarf an Kindergartenplätzen in der Nordstadt größtenteils bedient werden. Doch auch hier steigt der Bedarf nach Betreuungsplätzen in den nächsten Jahren aufgrund der wachsenden Kinderzahlen weiter an.

Zur Zeit ist die Betreuungssituation in der Nordstadt dahingehend angespannt, weil die städtische Kindertageseinrichtung in der Grünewaldstraße 4 (75 Kindergarten- und 80 Hortkinder) seit Anfang November aufgrund eines massiven Wasserschadens nicht mehr nutzbar ist. Nach aktuellem Stand sind für die Behebung des Wasserschadens mehrere Monate notwendig, bevor die Einrichtung wieder genutzt werden kann. Für die Kindergartenkinder konnten zwischenzeitlich kurzfristige Ausweichstandorte gefunden werden: 14 Kinder besuchen den Kindergarten Christian-Hessel-Straße, 15 Kinder werden im Kindergarten der Noris Inklusion am Standort Großreuther Str. 115 betreut und weitere 10 Kinder haben in umliegenden städtischen Kindergärten einen Platz erhalten. Für weitere 35 Kindergartenkinder wird übergangsweise die Möglichkeit angeboten, im Hortbereich des Familienzentrums Schoppershofstraße eine halbtägige Betreuung bis 12.30 Uhr (einschließlich Mittagessen) zu nutzen. Für diese 35 Kinder werden noch weitere Ausweichstandorte geprüft. Eine zeitnahe Lösung ist angedacht am Kita-Standort „Am alten Sudhaus“ von der Johanniter Unfallhilfe e.V.. Hier ist eine Mitnutzung für circa 20 Kinder möglich. Als weitere Option wird ein ab Januar 2024 nicht mehr genutzter Kindergarten in der Innenstadt geprüft. Für die Hortkinder gibt es ebenfalls verschiedene Ausweichstandorte, für die Abholung und Rückbringung der Kinder werden Busse eingesetzt.

b) Aktuelle Ausbauplanung

Planungen in der Nordstadt/Rennweg:  Ein wichtiger Meilenstein des Ausbaus von Betreuungsplätzen in der Nordstadt ist der Neubau der Kindertageseinrichtung in der Grünewaldstr. 18b. An diesem Standort sollten bis Ende 2022 100 Kindergartenplätze (und 150 Hortplätze) in Betriebsträgerschaft der Stadt Nürnberg neu entstehen. In diese Einrichtung sollte dann die städtische Kindertageseinrichtung aus der Grünewaldstr. 18a umziehen. Anschließend sollte der alte Standort (Grünewaldstr. 18a) zur Nachnutzung durch einen freien Träger mit 36 Krippen- und 75 Kindergartenplätzen saniert werden. Durch den Großbrand am 9. Mai 2022 wurde der Neubau kurz vor der Fertigstellung vollständig zerstört und damit die Schaffung der neuen Plätze zeitlich stark verzögert. Der Neubau soll nun am gleichen Standort schnellstmöglich erfolgen (Inbetriebnahme voraussichtlich Ende 2026). Glücklicherweise konnten zum Betriebsjahr 2022/23 zwei neue Kindertageseinrichtungen in der Harrichstr. 30 mit 25 Kinderplätzen und der Antalyastr. 11a mit 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen in Betrieb gehen und Kinder, die bereits in der geplanten neuen Einrichtung in der Grünewaldstr. 18b angemeldet waren, kurzfristig aufnehmen.  Die Kindertageseinrichtung Am alten Sudhaus 6 mit 48 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen wurde vom Träger im Betriebsjahr 2022/23 vorübergehend geschlossen. Eine Wieder-Inbetriebnahme konnte nun zum 15.10.2023 erfolgen. Gestartet wird jedoch erst mit 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen. Der Platzbestand soll aber sukzessive wieder auf 48 Krippen- und 50 Kindergartenplätze erhöht werden.  Am Stadtpark 94 wird 2024 der Ersatzneubau des städtischen Kindergartens mit 75 Plätzen in Betrieb gehen.  Im Zuge der Wohnraumentwicklung gemäß Bebauungsplan "Avenariusstraße West" soll an diesem Standort eine Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen entstehen.  Weiterhin soll in der Avenariusstraße im Zuge des Baus des Studentenwohnheims dort eine Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen entstehen. Die Betriebsträgerschaft übernimmt dann das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg.  In der Bayreuther Str. wird künftig der Evangelische Campus Nürnberg (ECN) entstehen. An diesem Standort soll bis 2026 eine Kindertageseinrichtung mit 36 Krippen- und 50 Kindergärtenplätzen errichtet werden.  Am Rennweg soll 2024 eine neue Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen in Betrieb gehen.

Planungen in Thon:  Im Neubaugebiet „Neue Mitte Thon“ wird durch den dort tätigen Investor ein Kindergarten mit 100 Plätzen gebaut. Die Einrichtung ersetzt die Container-Lösung am Standort „Am Thoner Espan 12“.

Planungen in Schniegling/Wetzendorf:  Im Zuge der Wohnraumentwicklung gemäß Bebauungsplan „Wetzendorf-Parlerstraße“ soll an diesem Standort eine Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 75 Kindergartenplätzen entstehen.  Auf dem Gelände der Wahlerschule soll ein Kita-Neubau mit 24 Krippen- und 45 integrativen Kindergartenplätzen entstehen. Die 35 integrativen Kindergartenplätze in der Brettergartenstr. 70, die von der Lebenshilfe Nürnberg e. V. betrieben werden, werden durch den Neubau ersetzt.

Planungen in St. Johannis:  Auf dem ehemaligen GFK-Gelände am Nürnberger Nordwestring soll ein ökologisch und sozial nachhaltiges Stadtquartier entstehen, in welchem auch eine Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen gebaut werden soll.  In St. Johannis betreibt die katholische Gesamtkirchengemeinde Nürnberg (GKG) in der Kölner Str. 31 aktuell einen Kindergarten mit 50 Plätzen. Langfristig ist für die Einrichtung eine Generalsanierung mit Erweiterungsneubau oder ein Ersatz- und Erweiterungsneubau mit 24 Krippen- und 100 Kindergartenplätzen angedacht.

 In der Juvenellstr. 19 in wird aktuell vom Kinderzentrum Kunterbunt gGmbH ein Netz für Kinder mit 30 Kindergartenplätzen betrieben. Hier ist eine Generalsanierung mit Umwandlung in eine Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen geplant.

Planungen in St. Sebald:  Am Webersplatz beabsichtigt ein Investor die Errichtung einer Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen. Eine Machbarkeitsstudie wird aktuell erarbeitet.

Fazit: Mit den aktuellen Planungsvorhaben im Nürnberger Norden sowie den mittel- bis langfristigen Platzüberhängen im angrenzenden Ziegelstein sind wichtige Weichen für eine bedarfsgerechte Ausbauplanung gestellt. Ob dies ausreicht, wird abhängig von der weiteren Bevölkerungsentwicklung vor Ort sowie der tatsächlichen Realisierung der angedachten Standortplanungen zu beobachten sein. Hier bestehen z.T. noch erhebliche Unsicherheiten aufgrund der Krisenlage in der Bauwirtschaft.

Planungsregion 4 (Nürnberg Ost)

Planungsregion 4 umfasst die Kindergartenplanungszonen Erlenstegen, St. Jobst, Mögeldorf, Laufamholz, Wöhrd und Zerzabelshof.

a) Versorgungssituation

 Betreuung von Kindern im Krippenalter: Zum Kita-Betriebsjahr 2022/23 konnte für 43% der Kinder im Alter unter 3 Jahren ein Betreuungsangebot in der Planungsregion zur Verfügung gestellt werden. Mit dem künftigen Platzangebot in der Planungsregion kann auch ein Beitrag zur Mitversorgung angrenzender Stadtteile geleistet werden.  Betreuung von Kindern im Kindergartenalter: Analog zum Krippenbereich ist auch hier derzeit sowie künftig durch die bereits bestehenden Planungen eine gute Versorgungssituation gewährleistet. Künftige Überhänge können ebenso zur Mitversorgung angrenzender Stadtteile dienen, insb. durch die Einrichtungen, die aufgrund besonderer Betriebskonzepte eine überregionale Belegung anstreben.

b) Aktuelle Ausbauplanung

 In St. Jobst soll im Zuge der Wohnbebauung auf den Flächen des ehemaligen Branntweinmonopol- Areals eine Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen entstehen. Doch die geplanten Bauabschnitte des Gesamtareals können aufgrund der gestiegenen Kosten und damit verbundenen Finanzierungsunsicherheiten nicht wie geplant realisiert werden. Zunächst einmal werden nur 180 von insgesamt 500 Wohnungen fertiggestellt. Weitere Bauabschnitte, in denen auch die Errichtung der Kita vorgesehen war, pausieren. Bei den ersten 180 Wohneinheiten handelt es sich um geförderten Wohnungsbau, der bis Sommer 2024 bezogen werden soll. Um Versorgungslücken durch den Neubaubezug aufgrund der noch nicht gebauten Kita aufzufangen, werden aktuell Übergangslösungen geplant. Zum einen soll direkt im Wohnbestand des Neubauareals zum nächsten Sommer eine Großtagespflegestelle mit 10 Plätzen eröffnen. Als weitere Option wird geprüft, ob leerstehende Räume einer ehemaligen Kindertagesstätte im näheren Umfeld bis zum Neubau der Kita auf dem Branntweinmonopol-Areal übergangsweise zur Betreuung von Kindergartenkindern nachgenutzt werden können.  Auf dem Sportplatz des Vereins Mögeldorf 2000 eröffnete im November 2023 der Betriebsträger Sportissimo eine Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen.  Zudem prüft das Jugendamt in Mögeldorf die Errichtung eines Wald-Kindergartens im Schmausenbuckpark für 20-22 Kindergartenkinder in städtischer Trägerschaft. Als Schutzhütte soll ein Bauwagen dienen. Als naturpädagogische Einrichtung würde der Wald-Kindergarten mit einem überregionalen Belegungskonzept arbeiten.  Abhängig der weiteren Bevölkerungsentwicklung in Laufamholz wird zu prüfen sein, ob und in welchem Umfang ein Ersatzneubau für den sanierungsbedürftigen städtischen Kindergarten in der Osternoherstr. 28 zu realisieren ist.

 In Wöhrd, auf dem ehemaligen Rädda-Barnen-Areal, ist eine Kinderkrippe mit 24 Plätzen geplant. Die Einrichtung soll aufgrund der zentralen Lage auch Betreuungsbedarfe aus der Altstadt bedienen.  In Zabo ist zum Herbst 2023 in der Gottfriedstraße 22 eine neue Großtagespflegestelle mit 10 Plätzen in Betrieb gegangen.  Im neuen Quartier „Regensburger Viertel“ soll der Neubau einer Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen 2024 in städtischer Trägerschaft als Familienzentrum in Betrieb gehen. Die Einrichtung dient als Ersatzstandort für die städtische Kita in der Regensburger Straße 402 mit aktuell 30 Kindergarten und 30 Hortplätzen.

Fazit: Wenn sich die oben skizzierten Standortplanungen realisieren lassen, besteht aus heutiger Sicht mittelfristig- bis langfristig kein weiterer Ausbaubedarf in der Planungsregion 4.

Planungsregion 5 (Nürnberg West)

Planungsregion 5 umfasst die Kindergartenplanungszonen Muggenhof, Gostenhof, St. Lorenz, Schweinau, St. Leonhard und Leyh/Höfen.

a) Versorgungssituation

 Betreuung von Kindern im Krippenalter: Die Versorgungsquote im Nürnberger Westen lag zum Kita- Betriebsjahr 2022/23 bei 41%. Aufgrund steigender Kinderzahlen durch die Schaffung von neuem Wohnraum wird der Versorgungsdruck in der Planungsregion in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen. Es besteht umfangreicher Ausbaubedarf an Krippenplätzen.  Betreuung von Kindern im Kindergartenalter: Analog zum Krippenbereich stellt sich die Situation im Kindergartenalter dar. Die Versorgungsquote von 98% zum Kita-Betriebsjahr 2022/23 darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch hier der Bedarf nach Betreuungsplätzen aufgrund steigender Kinderzahlen in den nächsten Jahren noch deutlich anwachsen wird. Um eine Vollversorgung sicherzustellen, besteht auch hier noch erheblicher Ausbaubedarf.

b) Aktuelle Ausbauplanung

Planungen in Muggenhof/Eberhardshof:  Auf dem Quelle-Kerngrundstück („The Q“) ist der Neubau einer Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen geplant. Die Entwicklung des Areals ist zeitlich im Verzug.  Für die Wohnraumentwicklung auf dem AEG-Nordareal ist eine Kindertageseinrichtung mit mindestens 36 Krippen- und 75 Kindergartenplätzen geplant.  Das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg baut bis 2024 in der Lenaustraße (Ecke Maximilianstraße) ein neues Studentenwohnheim. Für die Studierenden entsteht an diesen Standort bis dahin auch eine Kinderkrippe mit 24 Plätzen.  In der Lortzingstr. 10 besteht aktuell ein städtischer Kindergarten mit 25 Kindergartenplätzen. An diesem Standort ist bis 2026 ein Ersatz- und Erweiterungsneubau mit 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen geplant.  Das Don Bosco Jugendwerk plant auf seinem Areal in Muggenhof (Don-Bosco-Str. 2) bis 2026 die Errichtung einer Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen.

Planungen in Gostenhof:  Im Zuge der Wohnraumentwicklung auf dem ehemaligen Gelände der Lederer-Kulturbrauerei ist eine Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen geplant. Auch dieses Entwicklungsgebiet ist von der Krise in der Bauwirtschaft betroffen. Das Vorhaben ruht zur Zeit.

Planungen in St. Leonhard:  Die städtische Kindertageseinrichtung in der Elsa-Brändström-Str. 43 ist stark sanierungsbedürftig und muss abgerissen werden. Dort sollen bis Ende 2024 100 Kindergartenplätze und vier Gruppen der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) entstehen. Bis zur Fertigstellung des Neubaus sind die 50 Kindergartenplätze interimsweise in der Erasmusstr. 13 untergebracht.

 In der Geisseestraße 21 eröffnet 2024 eine Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen in Betriebsträgerschaft der AWO Nürnberg.  Im Neubaugebiet in der Züricher Straße ist eine Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 100 Kindergartenplätzen geplant.  Im Neubaugebiet „Von-der-Tann-Straße“ ist eine Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen in Planung.  Die katholische Gesamtkirchengemeinde (GKG) plant für ihre Einrichtung in der Roßtaler Str. 18 eine Generalsanierung oder einen Ersatz- und Erweiterungsneubau. Hier sollen 24 Krippenplätze neu geschaffen und die bestehenden 75 Kindergartenplätze ggf. auf 100 erweitert werden.

Planungen in Schweinau:  Im neuen Quartier "Stadtluft Schweinau" auf dem ehemaligen Akzo-Nobel-Areal soll eine Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen entstehen. Auch dieses Gebiet wird analog dem Branntweinmonopol-Areal in mehreren Bauabschnitten realisiert. Und auch hier ist aufgrund der Krise in der Bauwirtschaft zur Zeit fraglich, in welcher Zeitabfolge sich die einzelnen Bauabschnitte realisieren lassen und wann demzufolge die Errichtung der Kita möglich ist. Die Stadtverwaltung ist in Bezug auf diese Problematik bereits mit dem Investor im Austausch.  Für den Kita-Standort in der Friesenstraße 19 plant die katholische Gesamtkirchengemeinde (GKG) bis ca. 2026 eine Generalsanierung oder einen Ersatz- und Erweiterungsneubau. Aktuell stehen 75 Kindergartenplätze zur Verfügung. Künftig ist eine Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und ggf. eine Erweiterung der Kindergartenplätze von derzeit 75 Plätzen auf 100 Plätze geplant.

Planungen in Leyh/Höfen:  Für den Kita-Standort in der Karl-Martell-Str. 4 plant die evangelische Gesamtkirchengemeinde mittelfristig einen Ersatz- und Erweiterungsneubau. Neben den bisherigen 50 Kindergartenplätzen verfügt die Einrichtung mit der Krippenerweiterung dann über 12 zusätzliche Krippenplätze.  Für das Neubaugebiet Tiefes Feld sind drei Kindertageseinrichtung mit Krippen- und Kindergartenplätzen geplant. Die Einrichtungen sollen parallel zur Aufsiedlung des Neubaugebietes gebaut werden und vor Ort ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot sicherstellen.

Planungen in St. Lorenz:  Auf dem Fürther Tor baut die Stadt Nürnberg mit Förderung der Emanuel Wöhrl-Stiftung das Emanuel-Wöhrl-Kinderhaus mit 50 Kindergartenplätzen. Die Einrichtung soll 2026 in Betrieb gehen. Träger der Einrichtung wird die Elterninitiative „Die Wilde 15 e.V.“, die dann ihren derzeitigen Standort in der Mostgasse (bisher 20 Kindergartenplätze) aufgeben und ihr Platzangebot am Fürther Tor in erweitertem Umfang anbieten wird.  An der Spittlertormauer wurde für den Kindergarten in der Karl-Grillenberger-Straße 12 (bisher 40 Plätze) ein Ersatz- und Erweiterungsbau mit 50 Kindergartenplätzen errichtet. Die Einrichtung soll noch dieses Jahr eröffnet werden.

Fazit: Im Nürnberger Westen gibt es in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Planungen. Im Gegenzug dazu werden aber auch zehn Einrichtungen schließen. Dennoch ist man aus heutiger Sicht mit den Planungsvorhaben im Nürnberger Westen bereits auf einem guten Weg. Art und Umfang weiterer Ausbaubedarfe ergeben sich abhängig von der künftigen Bevölkerungsentwicklung vor Ort sowie der tatsächlichen Realisierung der angedachten Standortplanungen. Auch hier bestehen z.T. noch erhebliche Unsicherheiten aufgrund der aktuellen Krisenlage in der Bauwirtschaft. Ein besonderer Fokus der Ausbauplanung gilt der Sicherstellung einer bedarfsgerechten Betreuungsinfrastruktur im Zuge der Aufsiedlung der Vielzahl von Neubaugebieten.

Planungsregion 6 (Nürnberg Südstadt)

Planungsregion 6 umfasst die Kindergartenplanungszonen St. Peter, Sandreuth, Werderau, Bleiweiß, Hasenbuck, Galgenhof und Steinbühl.

a) Versorgungssituation

 Betreuung von Kindern im Krippenalter: Die Versorgungsquote im Nürnberger Süden lag zum Kita- Betriebsjahr 2022/23 mit 36% unter dem städtischen Durchschnitt. Aufgrund steigender Kinderzahlen wird der Nachfragedruck in den nächsten Jahren hoch bleiben. Zur Schließung bestehender und künftiger Versorgungslücken besteht im Nürnberger Süden noch umfassender Ausbaubedarf.  Betreuung von Kindern im Kindergartenalter: Auch hier liegt die Versorgungsquote zum letzten Kita- Betriebsjahr unter dem städtischen Durchschnitt (90%). Ein Teil der Kinder in der Südstadt kann durch das Angebot des Regionalkindergartens in Neuselsbrunn mitversorgt werden, was die Situation etwas entschärft. Aufgrund steigender Kinderzahlen bleibt aber der Versorgungsdruck konstant hoch und ein weiterer Ausbau von Kindergartenplätzen ist dringend erforderlich.

b) Aktuelle Ausbauplanung

Planungen in Sandreuth:  Der städtische Kindergarten am Herschelplatz 1a mit aktuell 40 Kindergartenplätzen soll langfristig durch einen Ersatzerweiterungsneubau mit 24 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen ersetzt werden.

Planungen in Gibitzenhof:  In der Dianastraße 98 wird 2024 ein neuer städtischer Kindergarten mit 75 Plätzen in Betrieb gehen. Der neue Kindergarten dient als Ersatzstandort für den bisherigen Kindergarten in der Heisterstraße 22, welche dort bisher mit 50 Plätzen betrieben wurde.

Planungen in Bleiweiß:  Im Zuge der Entwicklung des neuen Stadtquartiers „LUITPOLDVIERTEL“ auf dem ehemaligen Autohaus-Krauss-Areal wird eine Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen neu gebaut.  Bestandteil der Planungen zum neuen Wohnquartier in der Baader-, Hain-, und Wilhelm-Späth- Straße ist auch der Neubau einer Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen.  Die katholische Gesamtkirchengemeinde (GKG) plant am Standort des Montessori-Kindergarten Herz Jesu in der Wilhelm-Spaeth-Straße 53 einen Ersatz- und Erweiterungsneubau. Damit soll das bisherige Angebot mit 75 Kindergartenplätzen künftig auf 12 Krippen- und 100 Kindergartenplätze erweitert werden.

Planungen in Hummelstein  In der Normannenstraße soll durch einen Investor bis Herbst 2025 eine Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen neu gebaut werden.

Planungen in Galgenhof:  Im Haupthaus des ehemaligen Schocken-Kaufhauses entsteht ein Kindergarten mit 75 Plätzen als Familienzentrum sowie auf derselben Etage gegenüber eine Erziehungsberatungsstelle für Familien aus der Südstadt. Die Inbetriebnahme der Einrichtung hängt ab von der zeitlichen Umsetzung des Gesamtbauvorhabens am Schocken-Carré. Aktuell bestehen hier Verzögerungen hinsichtlich des Baubeginns.  In der Siebenkeesstraße wurde gemeinsam mit einem Privatinvestor der Neubau einer Krippe mit 36 Plätzen geplant. Aufgrund der gestiegenen Baukosten wird die Wirtschaftlichkeit und Finanzierung der Maßnahme derzeit durch den Investor überprüft, um dann zu entscheiden, ob daran festgehalten werden kann oder nicht.

Planungen in Steinbühl:  Im Gebäudekomplex des ehemaligen Lichtspielhauses "Central-Theater" in der Wiesenstraße wollte ein Bauträger, integriert in einem dort geplanten Wohnungsbauprojekt, die Errichtung einer Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen umsetzen. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde von dieser Planung bereits Abstand genommen. Aktuell wird geprüft, ob alternativ die Umsetzung einer Krippe mit 24 Plätzen noch möglich ist.

Planungen im neuen Stadtteil Lichtenreuth:  Im neuen Stadtteil Lichtenreuth sind zur Bedienung der Betreuungsbedarfe der neu hinzuziehenden Familien insgesamt vier Kindertageseinrichtungen mit Krippen- und Kindergartenplätzen geplant; davon zwei Kindertageseinrichtungen im Modul I auf städtischen Gemeinbedarfsflächen und zwei in den Wohnungsbau integrierte Kindertageseinrichtungen in Modul II (geregelt über städtebauliche Verträge mit den dort tätigen Investoren). In Summe würden durch die vier Kindertageseinrichtungen 96 Krippen- und 250 Kindergartenplätze geschaffen. Sollte es in diesem Gebiet zur signifikanten Erhöhung der Quoten zum geförderten Wohnungsbau kommen, müssten weitere Kita-Plätze geschaffen werden.  Aufgrund unterschiedlicher Geschwindigkeiten bei der Erschließung und Entwicklung von Teilgebietsflächen auf dem Gesamtareal können im Modul I die beiden städtischen Gemeinbedarfsflächen für die ersten beiden Kindertageseinrichtungen nicht zeitgleich mit der Aufsiedlung erster Wohnblöcke errichtet werden. Das ist problematisch, weil die ersten Wohnblöcke in nicht unerheblichen Umfang geförderten Wohnungsbau beinhalten, was zunächst einen überproportional starken Zuzug von kinderreichen Familien zur Folge haben wird. Weil die Versorgungslage mit Kitaplätzen im Umfeld bereits heute schon mehr als angespannt ist, werden bis zur Inbetriebnahme der ersten beiden Kitas zeitlich begrenzte Versorgungsengpässe nicht zu vermeiden sein.  Ergänzend zu den oben skizzierten Planungen von vier Kindertageseinrichtungen plant die neue Technische Universität Nürnberg auf ihrem Campus eine Kindertageseinrichtung für Studierende und Personal.

Fazit: Analog dem Nürnberger Westen ist man auch im Nürnberger Süden aus heutiger Sicht mit den Planungsvorhaben mittel- bis langfristig auf einem guten Weg, aber auch hier noch lange nicht am Ziel. Art und Umgang weiterer Ausbaubedarfe ergeben sich abhängig der weiteren Bevölkerungsentwicklung vor Ort sowie der tatsächlichen Realisierung der angedachten Standortplanungen. Hier bestehen ebenfalls z.Z. noch erhebliche Unsicherheiten aufgrund der Krisenlage in der Bauwirtschaft. Das Jugendamt verfolgt daher noch weitere Ausbaubestrebungen in Galgenhof, Steinbühl und Sandreuth.

Planungsregion 7 (Südwestliche Vorstadt)

Planungsregion 7 umfasst die Kindergartenplanungszonen Eibach, Röthenbach, Gebersdorf und Reichelsdorf (einschließlich Reichelsdorfer Keller).

a) Versorgungssituation

 Betreuung von Kindern im Krippenalter: Die Versorgungsquote lag zum Kita-Betriebsjahr 2022/23 mit 33% unter dem städtischen Durchschnitt. Derzeit kann der Platzbedarf vor Ort nicht vollends bedient werden, sodass auf das Betreuungsangebot in anderen Stadtteilen (insb. Schweinau und St. Leonhard) ausgewichen wird. In der Planungsregion besteht demnach noch großer Ausbaubedarf.  Betreuung von Kindern im Kindergartenalter: Auch im Kindergartenbereich lag zum letzten Kita-Betriebsjahr die Versorgungsquote mit 75% deutlich unter dem städtischen Durchschnitt. Und auch hier weichen Eltern auf das Platzangebot angrenzender Stadtteile aus und der Ausbaubedarf nach weiteren Plätzen ist groß.

b) Aktuelle Ausbauplanung

 In Gebersdorf wurde zum Herbst 2023 die wegfallende Krippengruppe am Neumühlweg 2 durch eine Großtagespflegestelle am selben Standort ersetzt.

 Bis voraussichtlich 2026 wird auf dem Gelände des ehemaligen Umspannwerkes in Gebersdorf eine neue Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 75 Kindergartenplätzen gebaut.  In Röthenbach wird in der Dohmbühler Str. eine neue Krippe mit 36 Plätzen für die bisherige Krippe in der Röthenbacher Hauptstraße 28 gebaut. Zudem prüft die Stadt gemeinsam mit dem Träger Möglichkeiten, um den Standort in der Röthenbacher Hauptstraße auch weiterhin als Kindertageseinrichtung nachnutzen zu können.  Der Förderhort in der Hinterhofstraße zieht 2025 in einen Neubau in Eibach um. Das Gebäude soll danach als Regionalkindergarten mit 75 Plätzen dienen und Kinder aus Röthenbach und Eibach aufnehmen.  Zudem gibt es in Eibach zwei weitere vielversprechende Standortplanungen mit Investoren, deren Umsetzung aktuell geprüft wird. In Summe könnten dadurch weitere 36 Krippen- und 75 Kindergartenplätze geschaffen werden.  In der Dollnsteiner Str. wird für den bestehenden Kindergarten am Straßenäckerweg 5 (gegenüberliegende Straßenseite) ein Ersatzneubau mit gleichbleibender Platzanzahl errichtet.  In Reichelsdorf wird im Neubaugebiet an der ehemaligen Radrennbahn eine Kindertageseinrichtung mit 24 Krippen- und 75 Kindergartenplätzen gebaut.

Fazit: Aus heutiger Sicht muss der Ausbau von Krippen- und Kindergartenplätzen über die bereits bestehenden Planungen hinaus noch weiter intensiviert werden. Abhängig von der weiteren Bevölkerungsentwicklung und ggf. weiteren Nachverdichtungen im Wohnbestand sowie der Entwicklung der Versorgungssituation mit Kitaplätzen innerhalb der Planungsregion (und angrenzender Stadtteile) sind entsprechende Maßnahmen in Zukunft noch zu initiieren. Der Fokus aktueller Bemühungen des Jugendamtes zur Schaffung weiterer Betreuungsplätze liegt auf Röthenbach.

Planungsregion 8 (Südöstliche Vorstadt)

Planungsregion 8 umfasst die Kindergartenplanungszonen Bauernfeind, Neuselsbrunn, Langwasser- NO, Langwasser-SO, Langwasser-SW sowie weite Teile der Gartenstadt.

a) Versorgungssituation

 Betreuung von Kindern im Krippenalter: Die Versorgungsquote im Krippenbereich lag zum Kita-Betriebsjahr 2022/23 mit 35% unter dem städtischen Durchschnitt. Das verfügbare Angebot scheint allerdings den Bedarf abzudecken, denn im Vergleich zum Durchschnitt der übrigen Stadtgebiete fällt hier die Nachfrage etwas geringer aus. Mittel- bis langfristig besteht allerdings noch Ausbaubedarf, wenn im Zuge der geplanten städtebaulichen Entwicklungsprozesse in der Planungsregion neue Wohnungsbaupotenziale erschlossen und damit einhergehend ein umfangreicheres Bevölkerungswachstum zu erwarten ist4.  Betreuung von Kindern im Kindergartenalter: Bedarfe nach einem Kindergartenplatz können in der Planungsregion derzeit bedient werden. Der 2021 in Neueselbrunn in Betrieb genommene Regionalkindergarten in der Zugspitzstr. 175 dient auch der Mitversorgung ungedeckter Bedarfe im angrenzenden Stadtgebiet, insb. der Südstadt. Weiterer Ausbaubedarf bis 2030 besteht aufgrund der Schließung von Einrichtungen, deren Platzverluste kompensiert werden müssen, sowie aufgrund steigender Kinderzahlen im Zuge der geplanten städtebaulichen Entwicklungsprozesse.

b) Aktuelle Ausbauplanung

 In den ehemaligen Kita-Räumlichkeiten am Carossaweg 14 ist zum Herbst 2023 eine Großtagespflegestelle mit 10 Betreuungsplätzen in Betrieb gegangen.  Im Zuge der Erschließung neuer Wohnbebauung im Gebiet zwischen der Glogauer Straße, der Imbuschstraße und der Liegnitzer Straße entsteht auch eine Kindertageseinrichtung mit 12 Krippenund 25 Kindergartenplätzen.  In der Bonhoeffer-Straße plant ein privater Investor eine Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen zu bauen.

4 Siehe Bericht zur Potenzialuntersuchung „Mehrwerte für Langwasser“ zur Sitzung des Stadtplanungsausschusses vom 27.10.2022.

 Abhängig der weiteren Bevölkerungsentwicklung in der Planungsregion sowie der angrenzenden Südstadt wird auch zu entscheiden sein, ob der Regionalkindergarten in der Zugspitzstr. 175 mittelbis langfristig für Hortzwecke umgenutzt werden kann.

Fazit: Mit den bestehenden Planungen könnten die Bedarfe im Krippen- und im Kindergartenbereich in der Planungsregion mittelfristig bedient werden. Weitere Kita-Bedarfe werden, wie oben skizziert, erst im Zuge der geplanten städtebaulichen Entwicklungsprozesse entstehen. Die Schaffung bedarfsgerechter Betreuungsangebote sind dann Bestandteil dieser Entwicklungsprozesse. Im Rahmen der Potenzialuntersuchung „Mehrwerte für Langwasser“ hat das Jugendamt diese Bedarfe bereits angemeldet.

Planungsregion 9 (weitere südöstliche Vorstadtgebiete)

Planungsregion 9 umfasst die Kindergartenplanungszonen Fischbach und Altenfurt.

a) Versorgungssituation

 Betreuung von Kindern im Krippenalter: Zum letzten Kita-Betriebsjahr 2022/23 lag die Versorgungsquote in der Planungsregion mit 34% unter dem städtischen Durchschnitt. Zur Schließung der Betreuungslücke besteht noch Ausbaubedarf. Weitere Bedarfe in der Planungsregion sind zudem erwartbar durch die Realisierung von Wohnbauprojekten.  Betreuung von Kindern im Kindergartenalter: Durch die Inbetriebnahme der neuen Kindertageseinrichtung in der Brunner Hauptstr. 39 konnten die bestehenden Betreuungslücken erst einmal weitestgehend geschlossen werden. Aber auch hier wird aufgrund weiterer Wohnbauprojekte noch zusätzlicher Ausbaubedarf entstehen.

b) Aktuelle Ausbauplanung

Zum kurzfristigen Ausbau des Angebotes zur Betreuung unter 3-Jähriger in 2024 wird derzeit in der Brunner Hauptstr. die Errichtung einer Großtagespflegestelle mit 10 Plätzen geprüft.

Fazit: Zur Bedienung weiterer Bedarfe sollen mittels städtebaulicher Verträge in den Wohnungsbau integrierte Kita-Maßnahmen mit Investoren vereinbart werden, die künftig im Zuge weiterer Wohnbauprojekte vor Ort tätig werden.

Planungsregion 10 (südliche Vorstadtgebiete)

Planungsregion 10 umfasst die Kindergartenplanungszonen Katzwang, Herpersdorf und Kornburg.

a) Versorgungssituation

 Betreuung von Kindern im Krippenalter: Die Versorgungsquote lag im vergangenen Kita-Betriebsjahr mit 38% leicht unter dem städtischen Durchschnitt. Ist es in den vergangenen Jahren immer gut gelungen, alle Bedarfe in den südlichen Vororten durch die Summe des Platzangebotes in den drei Kita-Planungszonen Katzwang, Herpersdorf und Kornburg zu bedienen, so zeigt sich aktuell, dass der Anteil von Eltern mit Betreuungsbedarf an allen Eltern mit Kindern unter 3 Jahren deutlich angestiegen ist. Zur Schließung bereits bestehender Versorgungslücken besteht Ausbaubedarf in Katzwang und Kornburg sowie zusätzlicher Bedarf in Worzeldorf durch das dort geplante Neubaugebiet.  Betreuung von Kindern im Kindergartenalter: Die Versorgungsquote lag im vergangenen Betriebsjahr mit 94% leicht unter dem städtischen Durchschnitt. Aktuelle Versorgungsengpässe erklären sich zum Großteil durch die Aufsiedlung von Neubaugebieten in Kornburg und Katzwang, welche nicht vollständig durch die Überhänge im Platzangebot der direkt angrenzenden Stadtteile Worzeldorf, Herpersdorf, Weiherhaus und Gaulnhofen ausgeglichen werden können. Ausbaubedarfe bestehen auch hier für bereits bestehende Versorgungslücken in Katzwang und Kornburg sowie für zusätzliche Bedarfe in Worzeldorf durch das dort geplante Neubaugebiet.

b) Aktuelle Ausbauplanung

 Um den gestiegenen Betreuungsbedarf im Krippen- und Kindergartenalter aufgrund der Neubauaktivitäten am Rieterbogen in Kornburg bedienen zu können, baut die Stadt Nürnberg auf dem städtischen Grundstück „Luther-King-Straße 11“ ein Haus für Kinder. Mit der für 2025 geplanten Inbetriebnahme stehen dann für die Familien in Kornburg weitere 24 Krippen- und 25 Kindergartenplätze zur Verfügung.  Im Zuge der Erschließung des Neubaugebiets nördlich der Straße „An der Radrunde“ wird eine Kindertageseinrichtung mit 12 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen durch den Investor gebaut.  In der Van-Gogh-Straße entsteht ein Neubau mit drei Hortgruppen. Eine Hortgruppe soll als sog. „Flex-Gruppe“ betrieben werden, die als altersgemischte Betreuungsgruppe auch bedarfsabhängig eine flexible Aufnahme von Kindergartenkindern ermöglicht.  Kita-Bedarfe, die im Zuge der weiteren Erschließungen von Neubaugebieten in Kornburg West sowie Worzeldorf Süd entstehen könnten, sollen durch in den Wohnungsbau integrierte Kita-Maßnahmen mittels städtebaulicher Verträge abgesichert werden.

Fazit: Mit der Realisierung der skizzierten Planungen können aus heutiger Sicht mittel- bis langfristig alle Betreuungsbedarfe innerhalb der Planungsregion 10 bedient werden.

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