Haushaltssperre

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Sachverhalt

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Schule & Bildung

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

IT-Strategie „Lernen und Lehren an

städtischen und staatlichen Schulen

in Nürnberg im Digitalen Zeitalter“

(Stadtrat 02/2017 und 09/2021)

Sitzung des Schulausschusses am 15.12.2023

ZAHLEN – DATEN – FAKTEN: Entwicklungen seit dem letzten Bericht

 IT-Sicherheit:

o Vorfall 12/2022 (Verkauf von Zugangsdaten im Darknet)

o Vorfälle 05/2023 (Malware-Kampagne, kompromittierte Netze durch Schad-

software auf Privatgeräten)

 Maßnahmen zur personellen, inhaltlichen und organisatorischen Optimierung:

Stellenschaffungsanträge, Schul-Informationssicherheit, höhere Sicherheits-

standards, Neukonzeption der Netze, 2-Faktor-Authentisierung, …

 Ausstattung – seit Beginn 2023 insgesamt ausgebracht:

o Umbau des Lehrerarbeitsplatzes: ca. 3.200

o Montage von interaktiven Tafelsystemen: ca. 400

o Montage von Beamern: ca. 850

o „Mobilisierung“ von PC-Räumen zur Unterstützung von Schulen bei Raumnot

 zentrale Datenbank „Digitale Schule All-in-One“ (DiScAiO):

o Inventarisierung, zentrales Life cycle-Management, Informationssystem

o wurde in Eigenarbeit programmiert

o systematische Inventarisierung in 2023 gestartet, Abschluss in 2024 geplant

o Inventarisierung an 79 Standorten abgeschlossen  Überführung in Betrieb

o Zugriff für Schulen für vereinfachte Geräteverwaltung, Ticketmeldungen etc. ist

in Vorbereitung

 laufende Weiterentwicklung des Services: Schul-IT-Services-App für alle

@schulen-User und besondere Funktionen für registrierte Rollen (Schulleitungen,

Systembetreuungen)

o Ticketmeldung

o Hardware-Bedarfsmeldung inkl. Status-Tracking

o Software-Bedarfsmeldung inkl. Software-Katalog

o Übersicht über Lehrerdienstgeräte der eigenen Schule

o (in Arbeit) Übersicht über Schul-IT-Inventar

UMSETZUNG DER IT-STRATEGIE

GLASFASERANBINDUNG UND PROVIDER

 Anbindung ans Feuerwehrnetz abgeschlossen  letzte erforderliche Inhouse-Arbeiten erfolgen durch Vernetzungen (Voraussetzung für Provider-Anbindung)  Schulen werden sukzessive auf neuen Provider umgestellt  aktuell: 75% an Provider angebunden, 10% vorbereitet, 15% noch offen (wegen ausstehender Vernetzung)

RECHENZENTRUM / ÜBERNAHME STAATL. SCHULVERWALTUNGEN

 Pilotprojekte: Hans-Sachs-Gymnasium, Sonderpädagogisches Förderzentrum emotionale und soziale Entwicklung (ehem. „Regina-Stein-Schule“), Dienststellen der Ministerialbeauftragten, Neubau Grundschule Maiach  inhaltliche Abstimmung grundsätzlich erfolgt, städtische Accounts angelegt, Geräte vorbereitet und z. T. ausgebracht  nächste Schritte: Klärung von Einzelfragen (z. B. MFK-Programmierung, Postfächer, Webseiten, Nutzungsordnung)  Teststellung: VDI-Funktionalität  Vorteil: keine zusätzlichen Geräte für Lehrkräfte mit Schulverwaltungsaufgaben erforderlich, da Dienstgeräte nutzbar

GEBÄUDE-INHOUSE-VERNETZUNG

 Zahl der zu betrachtenden Standorte verändert sich z. T. (Sanierungs- oder Neubaumaßnahmen, Interimstandorten)  derzeit 100 zu betrachtende Standorte  52% abgeschlossen, 18% in Umsetzung, 16% in Vorbereitung, 14% noch offen  pandemiebedingte Lieferengpässe entspannen sich  weiterhin Verzögerungen durch ausgelastete Baufirmen und begrenzte eigene Personalkapazitäten  Abschluss innerhalb des Projektzeitraums unrealistisch  ausstehende Maßnahmen sollen bis Ende 2024 begonnen werden – Abschluss dann in 2025

FORTBILDUNG

 Fokus auf Vernetzung aller Nürnberger Schulen im digitalen und analogen Raum  Ausweitung „Netzwerk Nürnberger Lehrkräfte“ (MS Teams-Plattform zum pädagogischen, technischen und persönlichen Austausch)  Vernetzung der städtischen und staatlichen Fortbildungsangebote  Aufbau von digitalen Erlebnisräumen im Medienzentrum (anteilig finanziert durch dBIR regio): Fertigungsbereich (CAD, 3D-Druck), Virtual Reality / Augmented Reality (VR/AR) und audiovisuelle Medien (Video-Produktion etc.)  Fortbildung „Arbeitslust statt Technikfrust“ zum Umgang mit dem Lehrerdienstgerät und dem Lehrerarbeitsplatz (in Abstimmung mit dem technischen Rollout)  bis Ende 2023 ca. 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer  Schulung der Medienkompetenz, niedrigschwellige Mikrofortbildungen zu Tools (z. B. TaskCards, M365, Medienzentrum)  Teilnahme am Nürnberg Digital Festival 2023 gemeinsam mit der Schul-IT

IT-SERVICE

 Organisation in Technik-Teams (Helpdesk; Frontend im Außeneinsatz und Backend für zentrale Administration)  derzeit letzte Besetzungsverfahren, interne Umstrukturierung damit Ende 2023 vorerst abgeschlossen  zuletzt: Einführung eines Fernwartungs-Tools nach Abstimmung mit IT- Sicherheit, Datenschutz und Personalvertretungen  Aufbau zentraler Datenbanken und Informationssysteme; Ausbau der App- Funktionalitäten (s. oben)  Herausforderung: hohe Arbeitsbelastung durch stark gestiegene Anforderungen (Gerätezahlen, IT-Sicherheit, User-Support / Lehrerdienstgerät)  Ticketzahlen steigen  mögliche Gegenmaßnahmen: verstärkt Fremdvergabe von (Unterstützungs-) Leistungen  wird geprüft, aber vermutlich teurer (s. auch Finanzen)!

BESCHAFFUNG

 Abschluss Umbau Lehrerarbeitsplatz geplant für 2024  weiterhin in Klärung: zentrale Software-Beschaffung  Verzögerungen durch krisengeplagten Markt verringern sich  aber: weiterhin z. T. erhebliche Verzögerungen durch begrenzte Personalkapazitäten  Fremdvergabe von Aufbau-/Montageleistungen gestartet, künftig voraussichtlich Ausweitung nötig (s. auch IT-Service)

SOFTWARE

 Prüfung von Software nach Bedarfsmeldung durch Schulen im Hinblick auf Datenschutz, IT-Sicherheit, Lizenzmodelle  Prozess wurde etabliert  Paketierung von freigegebener Software durch Schul-IT-Technik und Bereitstellung im „Unternehmensportal“ auf Lehrerdienstgeräten (App-Store)  aktuell (Stand 20.11.2023 – Bereitstellung sukzessive): o Windows: 201 freigegebene und 22 abgelehnte Apps (17 in Prüfung) o iOS: 161 freigegebene und 35 abgelehnte Apps (16 in Prüfung)  Ablehnung z. B. bei unzureichendem Datenschutz, schlechter IT-Sicherheit oder auch weil bereits Alternativprogramme verfügbar sind  weiterhin: Bereitstellung des Gesamtsystems von Microsoft 365 inkl. MS Teams für alle Schulen im Sachaufwand; Bereitstellung von Untis / WebUntis  noch zu klären: Finanzierung von darüber hinausgehender Spezialsoftware  zudem derzeit offen: BayernCloud Schule (BayCS) des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus wird zunehmend ausgebaut, Einsatz in Nürnberg aber bislang noch nicht verbreitet  ab 2024 verstärkt Abwägung erforderlich: M365-Umgebung vs. ByCS?

FINANZEN & FÖRDERUNGEN

PROGRAMME DES FREISTAATS

1,01 0,40 1,60
4,76 2 ,22
1,49 0

GWLANR

DIGITALBUDGET Σ 6,98

IFU-BUDGET me)

bereits abgerufen noch erwartet Eigenanteil & nicht anerkannte Kosten

jeweils in Mio. €

ERLÄUTERUNGEN

 GWLANR (Glasfaseranbindung): o formeller Abschluss bereits 2022 (Verwendungsnachweise), eine Auszahlung ausstehend o Fazit 1: Förderanteil gering wegen Kostendeckelung und vielen nicht anerkannten Kosten o Fazit 2: Förderung niedriger als geplant, aber auch Gesamtkosten niedriger als veranschlagt  DIGITALBUDGET: abgeschlossen; Förderanteil bei 68% statt 90% wegen nicht anerkannten Ausstattungsgegenständen (Votumskonformität)

PROGRAMME DES BUNDS (MIT FREISTAAT)

13,04 8,0 5
5,48
4,94
0,96 3,68
2,02 3,7 4

dBIR (ohne iFU) max 21,09

SoLe

SoLD

dBIR regio

BayARn

dBIR iFU 3,01 max. 3,01 (nicht in der IT-Strategie, separate Maßnahme)

0 5 10 15 20 25

bereits abgerufen noch erwartet

jeweils in Mio. €

ERLÄUTERUNGEN

 dBIR (DigitalPakt Schule): Maßnahmen laufen; Mittel werden voraussichtlich voll abgerufen  SoLe (Leihgeräte): abgeschlossen o in der Förderung kein Ersatz bei defekten / gestohlenen Geräten vorgesehen o nach Abrechnung: 9.106 Geräte SoLe-gefördert beschafft o insgesamt: ca. 11.000 Geräte beschafft  SoLD (Lehrerdienstgeräte): abgeschlossen o problematisch: Berechnung im Förderprogramm statisch, aber Personalentwicklung an Schulen dynamisch (Zu- und Abgänge, Schulwechsel, Eltern- oder Sabbatzeiten etc.) o in der Förderung kein Ersatz bei defekten / gestohlenen Geräten vorgesehen o nach Abrechnung: 4.937 Geräte SoLD-gefördert beschafft o insgesamt: bislang 5.546 Geräte beschafft  dBIR regio (Zusatzprogramm DigitalPakt): o voraussichtlich geringere Ausgaben = geringere Einnahmen (technologische Weiterentwicklung) o digitale Erlebnisräume im Medienzentrum gefördert mit 11.763 €  BayARn (IT-Administration): o Anträge 2021-2023 wurden eingereicht, 2024 demnächst o Ausgaben bislang durch personalwirtschaftliche Prozesse geringer; Maßnahmen zum Abruf der vollen Fördermittel wurden ergriffen allgemeine Informationen unter https://www.km.bayern.de/schule-digital/software-und-hardwareausstattung/foerderprogramme.html (zuletzt abgerufen am 20.11.2023)

AUSGABEN

15 12 9 6 3 0 2018 2019 2020 2021 2022 2023

8,59
7,14 6,17 10,93 11,44
2,69 2,80 5,01 4,61 2,76 2,98
0,81

Infrastruktur Ausstattung

Ist-Ausgaben in Mio. € (Stichtag 20.11.2023)

ERLÄUTERUNGEN

 weiterhin hohe Haushaltsreste, insbesondere im Bereich Infrastruktur  Abstimmung mit H und Stk ist erfolgt, Reste werden vorrangig für neue Maßnahmen herangezogen  Infrastruktur: Gebäudevernetzung weiterhin markt- und kapazitätsbedingt schleppend  Ausstattung: pandemiebedingte Beschleunigung  zunehmend Tendenz weg vom Sach- hin zum Personalaufwand (Ausstattung von Personen statt Räumen)  WICHTIG: externe Vergabe von Dienstleistungen dringend erforderlich (aber kalkulatorisch derzeit noch unklar)  Mehrkosten gegenüber Eigenpersonal – aber alternativlos (schon allein wegen schwieriger Lage am IT-Personalmarkt)

FOLGEKOSTEN AB 2025

 pro Jahr rund 5,89 Mio. € Bedarf Infrastruktur  einmalige Bedarfe noch nicht enthalten, da separate Klärung erfor-

Abbildung 1

0

1,4 derlich

Zentrale IT-  Rahmenbedingungen derzeit noch Strukturen

3,79 0,7 unklar (z. B. 1:1-Ausstattung für

Vernetzung Schülerinnen und Schüler, Dienstgeräte für Lehrerinnen und Lehrer)  dient dem Erhalt des aufgebauten Beschaffung Standards  keine wesentliche Aus-

weitung

Geplante Ausgabenpositionen in Mio. €

ERLÄUTERUNGEN

 Bereich „Infrastruktur“: z. B. städtischer Backbone / Mesh-Netz, Glasfaseranbindung etc.  in Betreuung durch FW und IT, gesonderte Prüfung dort erforderlich  Bereich „Zentrale Strukturen“: Kapazitäten im RZ (für Schulverwaltungen), Cloud- Management, Provider, Firewall etc.  Bereich „Vernetzung“: Netzpflege, Folgekosten für den Austausch von Komponenten etc.  Abschluss der Gebäudevernetzungen im Rahmen der IT-Strategie finanziert durch Übertragung von Haushaltsresten aus 2024; hier nur Folgekosten  Bereich „Beschaffung“: Austausch von Geräten / Erhalt des Status quo (ohne Schülerleihund Lehrerdienstgeräte sowie ohne größere Weiterentwicklung), Wartung, Reparaturen etc.

ANTEILIGE REFINANZIERUNG AB 2025

 Förderprogramme (DigitalPakt und BayARn) enden 2024  NEU: Gesetz zur Änderung des Bayerischen Schulfinanzierungsgesetzes vom 24.07.2023 (GVBl. 2023 S. 445)  dauerhafte finanzielle Beteiligung des Freistaats ab dem 01.01.2025  geplantes Vorgehen: o erstmalige Erfassung der Kosten für IT-Administration bei Sachaufwandsträgern, darunter 24 kreisfreie Städte, Anfang 2024 o Errechnung von pauschalierten Kosten pro Schülerin/Schüler (mit stärkerer Gewichtung für berufsbildende und sonderpädagogische Schulen) o Festsetzung des Kostenanteils (50 % des Pauschalbetrags) o Wiederholung der Ist-Kosten-Erfassung in regelmäßigen Abständen und Neuberechnung  konkrete Zuschusshöhe derzeit noch nicht bekannt  aber: anteilige Refinanzierung des schulischen IT-Personals, zentraler Administrationssysteme sowie externer Dienstleister  DigitalPakt 2.0: derzeit ausstehend, frühestens ab 2026 (Austausch von Geräten etc.)

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