Entwicklung der Klassen- und Schülerzahlen an den öffentlichen beruflichen
Schulen in Nürnberg im Schuljahr 2023/24
hier: Sachverhalt
- Gesamtentwicklung der Schüler- und Klassenzahlen an den öffentlichen beruflichen
Schulen
Die Schüler- und Klassenzahlen an den öffentlichen beruflichen Schulen in Nürnberg haben sich im Schuljahr 2023/24 sowohl in der dualen Ausbildung als auch an den beruflichen Schulen insgesamt stabilisiert. Die folgende Übersicht informiert über die Entwicklungen in den einzelnen Schularten.
Entwicklung der Schülerzahlen an den öffentlichen beruflichen Schulen in Nürnberg
| Schularten | SJ 17/18 | SJ18/19 | SJ19/20 | SJ 20/21 | SJ 21/22 | SJ 22/23 | SJ 23/24 | Verände- rung zum Vorjahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Berufsschule duale Ausbil- dung *) | 15.160 | 15.091 | 15.233 | 14.573 | 14.214 | 13.741 | 13.853 | 0,8% |
| Berufsschule BVJ, BIK, Neu- start | 1.475 | 1.310 | 1.226 | 1.042 | 824 | 929 | 1.047 | 15,2% |
| Berufsfach- schulen | 1.166 | 1.274 | 1.286 | 1.288 | 1.248 | 1.138 | 1.197 | 5,2% |
| FOS/BOS | 3.481 | 3.507 | 3.266 | 3.164 | 3.238 | 3.147 | 3.063 | -2,7% |
| Berufliche Wei- terbildung (Fachakade- mien/ Fach- schulen) | 1.105 | 1.120 | 1.299 | 1122 | 1.051 | 977 | 984 | 0,7% |
| Wirtschafts- schule (inkl. IVK-WS, Brü- ckenklassen 5- 9) | 620 | 582 | 548 | 537 | 570 | 658 | 672 | 2,1% |
| GESAMT | 23.007 | 22.884 | 22.858 | 21.726 | 21.145 | 20.590 | 20.816 | 1,1% |
*) inklusive BGJ Quelle: SchB-Statistik 2023/24 Auch die städtischen beruflichen Schulen verzeichnen zum aktuellen Schuljahr einen leichten Schüler- bzw. Studierendenzuwachs, wie die folgende Grafik zeigt.
Schülerzahlenentwicklung an den städtischen beruflichen Schulen
Quelle: SchB-Statistik 2023/24
Klassen für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz (JoA) werden an den Berufsschulen in Bayern nicht mehr geführt. Berufsschulpflichtige JoA besuchen vollzeitschulische Berufsvorbereitungsklassen. Jugendliche, die während des Schuljahres ihren Ausbildungsplatz verlieren oder kündigen, wechseln entweder ins BVJ oder sie bleiben in den Fachklassen, um möglichst wieder einen Anschlussausbildungsvertrag zu finden und abzuschließen.1
2. Entwicklungstrends an den Schularten
a) Berufsschulen - Duale Ausbildung
Situation zum Ende des Beratungsjahres aus Sicht der BA (bundesweit): Die Bundesagentur für Arbeit (BA) zog zum Ende des Berufsberatungsjahres 2022/23 am 30. September 2023 wie folgt Bilanz: Sowohl die gemeldeten Ausbildungsstellen als auch die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber bewegten sich auf Vorjahresniveau. Die Passungsprobleme wurden größer. Es wird zunehmend herausfordernder, Ausbildungssuchende und Betriebe zusammenzubringen. Um hier voranzukommen, brauche es (noch) mehr Kompromissbereitschaft von beiden Seiten. Von Oktober 2022 bis September 2023 wurden den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern bundesweit 545.000 Berufsausbildungsstellen (davon 529.000 betriebliche Ausbildungsstellen) gemeldet. Im gleichen Zeitraum nahmen bundesweit 422.000 Bewerberinnen und Bewerber die Ausbildungsvermittlungen der Arbeitsagenturen in Anspruch. Damit ist der seit Jahren spürbare Rückgang der Bewerberzahlen in diesem Jahr zum Halten gekommen Auf 100 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen kamen rechnerisch, wie im Vorjahr, 80 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber. Am Ende des Beratungsjahres waren am 30. September 2023 bundesweit noch 73.000 unbesetzte Ausbildungsstellen zu vermitteln. Gegenüber dem Vorjahr waren es knapp 5.000 mehr. Bundesweit besonders schwer fiel die Besetzung von Ausbildungsstellen in Lebensmittelberufen, in der Orthopädie- und Rehatechnik, in Bau- und baunahen Berufen, in der Fahrzeugführung, in Metallberufen oder auch in Hotel- und Gaststättenberufen. Gleichzeitig waren 26.000 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt, fast 4.000 mehr als im letzten Jahr. Damit blieben 6 Prozent der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber ohne Ausbildungsstelle oder alternatives Angebot. Die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber und die unbesetzten Ausbildungsstellen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Dies wird von der BA als Zunahme der Passungsprobleme gewertet.
Bis Ende September 2023 meldete die Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken, dass 7.272 neue Ausbildungsverträge in den IHK-Berufen abgeschlossen wurden (gegenüber 7.014 im Vorjahr). Dies entspricht einer Steigerung um 4 Prozent. Etwa 1.000 Ausbildungsstellen waren zu diesem Zeitpunkt im Bereich der IHK-Berufe noch unbesetzt.2 Der Anstieg der Ausbildungsvertragsabschlüsse hat sich in den technischen IHK-Berufen in diesem Jahr deutlich um 6,9 Prozent erhöht, bei den kaufmännischen Berufen ergab sich ein kleineres Plus von 1,9 Prozent.3 Auch die Handwerkskammer Mittelfranken verzeichnete bis zum 03.11.2023 einen Zuwachs von 1,7 Prozent bei den Ausbildungsneuverträgen: In der Stadt Nürnberg lag der Zuwachs der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Handwerk sogar bei 6,2 Prozent.
1 vgl. dazu KMS VI.1-BS9400.10-1/66/40 vom 07.03.2023, S. 7 ff. 2 vgl. Protokoll über die Sitzung des gemeinsamen Berufsschulbeirates der Stadt Nürnberg am 04.10.2023 3 vgl. IHK Nürnberg für Mittelfranken: Statistiken | Umfragen / Befragungen zum Ausbildungsmarkt (ihk-nuernberg.de), Stand 03.11.2023
b) Entwicklung der Fachkassen (duale Ausbildung) an den Nürnberger Berufsschulen
Die Gesamtschülerzahl in der dualen Ausbildung ist im laufenden Schuljahr sehr stabil, wobei die Eingangsklassen über die Branchen und Berufsbereiche hinweg leicht steigende Tendenzen zeigen.
Gewerblich-technische Berufe: Die Berufsschule 1 verzeichnet in den Elektroberufen steigende Schülerzahlen in den Eingangsklassen, in der Fachstufe der industriellen Berufe und Handwerksberufe insgesamt stabile Schülerzahlen. In den Metallberufen zeigen sich unterschiedliche Trends: Bei den Anlagenmechanikerinnen und -mechaniker steigende Schülerzahlen in Eingangsklassen und insgesamt gleichbleibende Auszubildendenzahlen, bei den Baumetallberufen des Handwerks rückläufige Tendenzen, sowohl in den Eingangsklassen als auch in den aufsteigenden Jahrgangsstufen.
Die Gesamtschülerzahl in den dualen Klassen an der B2 liegt insgesamt im Vergleich zum Vorjahr auf gleichem Niveau bei steigenden Neuanmeldungen: Entwicklung der industriellen Metallberufe der Fertigungstechnik: Die Ausbildungszahlen in den „klassischen“ Mechanikerberufen (insbes. im Ausbildungsberuf Industriemechanikerin bzw. mechaniker) sind wieder leicht ansteigend in den Eingangsklassen. Unternehmen bilden gleichzeitig stärker in den Mechatroniker-, Elektroniker- und in den IT-Berufen aus. Ein deutlicher Zuwachs zeigt sich bei den Technischen Produktdesignerinnen sowie -designer bzw. Technischen Systemplanerinnen sowie -planer und Oberflächenbeschichterinnen und -beschichter. In allen drei Berufen wurde jeweils eine Klasse mehr gebildet. Die Entwicklung der Verkehrsberufe (Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachkräfte im Fahrverkehr) der B2 zeigt einen leichten Anstieg der Auszubildenden im Beruf Eisenbahnerin bzw. Eisenbahner im Betriebsdienst bei der DB-AG und bei den Fachkräften im Fahrbetrieb, wobei gerade in diesen beiden Berufen viele Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnten. Die Abteilung KFZ-Berufe meldet stabile Klassen- und Schülerzahlen. Beim Beruf KFZ-Mechatronikerin bzw. -Mechatroniker, Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik, sind es aktuell 18 Auszubildende. Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler sowie der Klassen der B6 in der dualen Ausbildung zeigt zwar einen rückläufigen Trend, nicht jedoch in gewerblich-technischen Bereichen: Der Druck-, Foto- und Medienbereich verzeichnet konstante bis leicht steigende Anmeldezahlen. Das Kompetenzzentrum für die duale Ausbildung der handwerklichen Berufe Bau/Holz/Farbe, B11, meldet insgesamt stabile Ausbildungszahlen: In den Berufen Stuckateurinnen sowie Stuckateuren und Fliesenlegerinnen und -leger sind die Schülerzahlen leicht rückläufig. Bei den Zimmerern verzeichnet die B11 ebenso einen Rückgang im BGJ, aber gleichzeitig eine große Zunahme der Quereinsteiger in der Fachstufe. Bauzeichnerinnen und –zeichner werden weiterhin in gleichbleibender Zahl ausgebildet, Rohrleitungsbauerinnen und -bauer wurden vermehrt von Betrieben eingestellt. In der Grundstufe Bau stieg die Schülerzahl im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere im Gleisbau. Ebenso beschult die B11 im aktuellen Schuljahr mehr Auszubildende Bauwerksabdichterinnen und -abdichter in Nürnberg.
Berufe in der Gastronomie und im Lebensmittelhandwerk Nach Corona bedingtem Rückgang der Ausbildung in den Vorjahren stellt die Gastronomie aktuell deutlich mehr Auszubildende ein. Die Schülerzahlenentwicklung ist positiv trotz Sprengeländerung. Lebensmittelhandwerk: Bäckerinnen und Bäcker, Konditoreninnen und Konditoren, Fleischerinnen und Fleischer sowie die Auszubildenden im Fachverkauf sind gleichbleibend auf recht niedrigem Niveau.
Entwicklung der kaufmännischen Ausbildungsberufe an Nürnberger Berufsschulen Die Auszubildendenzahlen in den „klassischen“ kaufmännischen Berufen der B4 sind dieses Jahr erstmals wieder leicht steigend. Dies liegt an der zum Teil deutlich erhöhten Zahl von Neuanmeldungen im Vergleich zum Vorjahr.
Steigende Schülerzahlen ergaben sich in den Bereichen Automobilwirtschaft, Banken, Marktund Sozialforschung sowie im Ausbildungsberuf Versicherung und Finanzen. In den Berufsbereichen Groß- und Außenhandelskaufleute, Industriekaufleute sowie Steuerfachangestellte zeigten sich zum 20.10. stabile Schülerzahlen bei leicht ansteigenden Anmeldezahlen in den Eingangsklassen. Durch die erhöhte Zahl an Ausbildungsabbrüchen in den aufsteigenden Klassen mussten an der B4 je eine Klasse im Bereich Versicherung und Finanzen sowie im Groß- und Außenhandel geschlossen werden. Die Tendenz zu Ausbildungsabbrüchen in jeder Phase der Ausbildung ist in den letzten Jahren verstärkt festzustellen. Die kaufmännischen Medienberufe der B6 verzeichnen konstante bis leicht steigende Anmeldezahlen. Dagegen sind die Schülerzahlen im Einzelhandel rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es etwa 40 Anmeldungen weniger. Einzelhandelsbetriebe haben große Schwierigkeiten, Auszubildende zu finden. Verspätete Anmeldungen erschweren die Klassenplanung und die hohe Zahl an Ausbildungsabbrüchen im Einzelhandel ist weiterhin problematisch. In der dualen Ausbildung an der B9 ist eine leichte Zunahme der Schülerzahlen zu beobachten. Die Anzahl der Klassen stieg deshalb im Vergleich zum Vorjahr: Bei den Kaufleuten für Büromanagement in der dualen Ausbildung ergab sich eine Zunahme der Schülerzahlen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt und in den Eingangsklassen ein deutlicher Anstieg um 6 Prozent. Auch die öffentliche Verwaltung bildet stark aus: Die Schülerzahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 12 Prozent. Sozialversicherungsfachangestellte werden von den Krankenkassen in gleichbleibender Zahl ausgebildet. Insgesamt meldet die B14 in diesem Schuljahr leicht rückläufige Schülerzahlen, die auf geringere Auszubildendenzahlen in den Branchen Spedition, Lager und Logistikdienstleistungen sowie bei den Rechtsanwaltsfachangestellten zurückzuführen sind. In den kaufmännischen Verkehrs- und Tourismusberufen sowie bei den Kaufleuten für Kurier-/Express- und Postdienstleistungen verzeichnet die B14 einen leichten Schüleranstieg.
Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen und in naturwissenschaftlichen Berufen der Berufsschule 8 Medizinische, zahnmedizinische und tiermedizinische Fachangestellte werden nach wie vor in hohem Maße ausgebildet, ebenso Chemielaborantinnen und -laboranten. Die Zahl der Auszubildenden in der Zahntechnik erhöhte sich im Vergleich zu den Vorjahren. Auszubildende pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte werden von Apotheken in gleichbleibendem Maße beschäftigt. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Berufsbereich Augenoptikerinnen und -optiker stieg in den Eingangsklassen stark, aber im zweiten Ausbildungsjahr brechen Auszubildende ihre Berufsausbildung vermehrt ab.
Friseurinnen und Friseure sowie Floristinnen und Floristen an der B5 Im Bereich Körperpflege (Friseurinnen und Friseure) sind die Ausbildungszahlen leicht rückläufig. Es wurden erneut, wie in den beiden Vorjahren, nur zwei Eingangsklassen gebildet. Im Monoberuf Floristinnen und Floristen blieb die Schülerzahl stabil. Auch hier sind vermehrt Ausbildungsabbrüche zu verzeichnen.
c) Berufsvorbereitung und Berufsintegration
Während Klassen der Berufsvorbereitung im Vergleich zum Vorjahr in gleicher Anzahl gebildet wurden, galt es für die steigende Zahl von neu aus dem Ausland zugezogenen Jugendlichen eine deutlich höhere Zahl an Berufsintegrationsklassen einzurichten: Insgesamt wurden fünf Berufsintegrationsvorklassen zusätzlich gebildet. Voraussichtlich sind weitere DK-BS-Klassen während des Schuljahres notwendig, um den unterjährig zuziehenden Jugendlichen einen Schulplatz bieten zu können.4 Die Übersicht zeigt die verschiedenen Klassenarten der Berufsvorbereitung und Berufsintegration. Alle kooperativen Klassen werden im nichtschulischen Teil von Kooperationspartnern übernommen. Sie müssen nach Genehmigung durch die Regierung
4 Unterjährige DK-BS-Klassen (sogenannte Bedarfsklassen) wurden bei der Regierung von Mittelfranken bereits beantragt, aber vom StMUK bislang noch nicht genehmigt.
von Mittelfranken im Vorfeld (öffentlich) ausgeschrieben werden. Dazu ist ein großer zeitlicher Vorlauf notwendig. Beantragung, Ausschreibung und die Erstellung der Verwendungsnachweise sind aufwendig. Äußerst umfangreich gestaltet sich die verwaltungstechnische Abwicklung der ESF-kofinanzierten Neustart-Klasse.
Berufsvorbereitungsklassen, Berufsintegrationsvorklassen, Berufsintegrationsklassen,
Neustartklasse, IVK-WS-Klassen, Brückenklassen 5-9
| Berufsvorbereitung und Berufsintegration an beruflichen Schulen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Klassenart | Klassen | Schüler/-innen | |||
| BVJ/schulisch | 11 | 240 | |||
| BVJ/kooperativ | 6 | 114 | |||
| Neustart | 1 | 10 | |||
| BIKV/schulisch | 16 | 275 | |||
| BIK/schulisch | 12 | 232 | |||
| BIK/kooperativ | 9 | 176 | |||
| Brückenklasse 5-9 (staatli- che WS) | 2 | 33 | |||
| IVK (staatliche WS) | 3 | 67 | |||
| Beantragt aber (noch) nicht | |||||
| durch die RMF genehmigt | |||||
| DK-BS unterjährig | 3 | offen | |||
| BV-Flexi unterjährig | 2 | offen |
Quelle: SchB-Statistik 2023/24 Für ukrainische Schülerinnen und Schüler wurden an der staatlichen Wirtschaftsschule zwei Brückenklassen eingerichtet. Beide Klassen sind noch aufnahmefähig, falls ukrainische Schülerinnen und Schüler Probezeiten in Regelklassen nicht bestehen sollten und eine schulische Alternative während des Schuljahres suchen. Die drei IVK-WS-Klassen besuchen sowohl ukrainische Schülerinnen und Schüler als auch Jugendliche aus weiteren Ländern.
Entwicklung der Schülerzahlen in der Berufsvorbereitung und Berufsintegration
Berufsvorbereitung/Berufsintegration
1200 1100 1.047 1016 1000
| 752 723 772 771 | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 4 | 80 | 4 | 59 | 5 | 58 525 | ||||||||
| 5 | 5 | ||||||||||||
| 3 | 80 | 3 | 07 | ||||||||||
| 90 | 73 |
800 6 n e n 600 n -i / r 400 e lü h 200 c S 0 0 2011/12 2013/14 2015/16 2017/18 2019/20 2021/22 2023/2024
Schuljahre Berufsschule BVJ, BIK, Neustart Berufsschule - JoA
Quelle: SchB-Statistik 2023/24
d) Berufsfachschulen
Insgesamt 1.197 Jugendliche qualifizieren sich im Schuljahr 2023/24 als Fachkräfte in einem Ausbildungsberuf an den städtischen Berufsfachschulen. Dies sind 59 Schülerinnen und Schüler mehr als im Vorjahr. Folgende Trends zeigten sich an den einzelnen Berufsfachschulen: An der BFS für Technische Assistentinnen und Assistenten für Informatik (B1) wurde, wie im Vorjahr, je eine Klasse in den beiden Jahrgangsstufen gebildet, ebenso an der B2, BFS Fertigungstechnik. Die BFS Bekleidung verzeichnet einen Schülerzuwachs bei gleichbleibender Klassenzahl (7 Klassen, 160 SuS), die BFS für Bekleidungstechnische Assistentinnen und Assistenten richtete eine Klasse, wie in den Vorjahren, ein. Die BFS Ernährung und Versorgung startete mit zwei großen Eingangsklassen, nahezu alle angemeldeten Schülerinnen und Schüler traten zu Schuljahresbeginn ihren Schulplatz an. Auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die sich als Assistentin bzw. Assistent für Ernährung und Versorgung qualifizieren (zwölfte Jahrgangsstufe), liegt deutlich höher als im Vorjahr. Das Plus an Schülerinnen und Schüler in den Eingangsklassen der BFS für Sozialpflege ist signifikant. Die vier Klassen sind im Schnitt mit 27 Schülerinnen und Schülern gefüllt. Auch hier starteten nahezu alle Bewerberinnen und Bewerber am ersten Schultag. Insgesamt lernen an der BFS Sozialpflege aktuell 158 Jugendliche (zehn weniger als im Vorjahr). An der B8 wurde zum Schuljahr 2023/24 die neue, dreijährige Berufsfachschule für Medizinische Technologinnen und Technologen für Laboratoriumsanalytik (BFS MTL) eingerichtet. Sie löst die bisherige Ausbildung an der BFS für Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentinnen und –assistenten (BFS MTLA) ab. Die BFS MTLA läuft im Schuljahr 2025/26 aus. Hintergrund: Am 01.01.2023 trat das bundesweite Gesetz zur Reform der technischen Assistenzberufe in der Medizin (MTA-Reformgesetz vom 24.02.2021) in Kraft, und damit ein neues Gesetz über die Berufe in der medizinischen Technologie (MT-Berufe-Gesetz – MTBG). Es begründet erhebliche Neuerungen in der Ausbildung der Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistentinnen und -assistenten. Positiv an dieser neuen gesetzlichen Vorgabe ist, dass zukünftig auch Auszubildende dieses Berufs eine angemessene Ausbildungsvergütung (vom Träger der Ausbildung, d. h. einer Klinik oder einem Labor) erhalten, was bisher nicht der Fall war. Laut MTBG dürfen ab Ausbildungsjahr 2023/2024 an der Berufsfachschule mit der neuen Bezeichnung „Berufsfachschule für medizinische Technologie für Laboratoriumsanalytik“ nur noch Schülerinnen und Schüler aufgenommen und beschult werden, die einen Ausbildungsvertrag mit einem Träger der praktischen Ausbildung abgeschlossen haben. Die neue, betrieblich-schulische Ausbildung zum bzw. zur Medizinischen Technologin bzw. Technologen für Laboratoriumsanalytik basiert auf einem neuen Lehrplan sowie in der praktischen Ausbildung auf dem Ausbildungsplan der Träger (Kliniken und Labore). In Kooperation mit vielen verschiedenen Kliniken und Laboren in der Metropolregion Nürnberg, Franken und der Oberpfalz bildet die BFS MTL junge Erwachsene zu Medizinischen Technologinnen bzw. Technologen für Laboratoriumsanalytik aus.
In der Berufsfachschule für Büroberufe wurde zum Schuljahr 2023/24 eine Klasse weniger eingerichtet. Der erste Eindruck nach den ersten Schulwochen lässt vermuten, dass die Zahl der Abbrüche zu Beginn der Ausbildung geringer sein wird. Zu Schuljahresbeginn konnte an der B10 eine zusätzliche (fünfte) Eingangsklasse an der BFS für Kinderpflege gebildet werden. Die zusätzlichen Schulräume im Schulhaus Am Fernmeldeturm 3 ermöglichen diese Verstärkung der Ausbildung von dringend benötigten Fachkräften, die im nächsten Jahr aufsteigend beschult werden. Wegen erfahrungsgemäß hoher Abbruchquoten starteten die Eingangsklassen mit sehr starken Schülerzahlen. Unverändert stabil nachgefragt ist die Teilzeitausbildung. An der B11 wurde auch im aktuellen Schuljahr wieder eine Eingangsklasse sowie eine „aufsteigende“ Klasse an der BFS Bautechnik gebildet.
Entwicklung der Schülerzahlen an den Berufsfachschulen der
Stadt Nürnberg
1600 1453 1424 1408 1391 1348 1400 1286 1288 7 n 1200 e n n 1000 -i / r 800 e lü 600 h c S 400 200 0 2010/11 2012/13 2014/15 2016/17 2018/19 2020/21 2022/23 Schuljahre
Quelle: SchB-Statistiken 2023/24
e) Fachschulen und Meisterschulen
Nach wie vor leicht rückläufig sind die Schülerzahlen an den städtischen Fachschulen, insbesondere auch an der RDF. Gleichzeitig werden die Absolventinnen und Absolventen der Rudolf- Diesel-Fachschule auf dem Arbeitsmarkt bestens absorbiert. Bereits während des Besuchs der RDF kooperieren viele Fachschülerinnen und -schüler im Rahmen ihrer Projektarbeiten mit Unternehmen, die ihre praktischen Projekte häufig mitfinanzieren. Im Rahmen der RDF-Technikerbörse sind Betriebe in hohem Maße präsent, um Nachwuchskräfte zu rekrutieren.5 Die Fachschule für Druck- und Medientechnik startete wieder mit einer Eingangsklasse. Die vom Schulausschuss genehmigte Mindestzahl von zehn Fachschülerinnen und Fachschüler wurde erreicht. An den Meisterschulen blieben die Schülerzahlen praktisch unverändert.
f) Fachakademien
Die Zahl der Studentinnen und Studenten an den städtischen Fachakademien sind stabil: Die Fachakademie für Wirtschaft verzeichnet eine signifikante Zunahme der Studierenden. Es wurden deshalb zwei Eingangsklassen gebildet. Die Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement startete mit nur einer Eingangsklasse mit 29 Studierenden. Grund dafür sind die rückläufigen Zahlen aus den „Zulieferschulen“ der Gastronomie und der BFS Ernährung und Versorgung im ländlichen Bereich. An der Fachakademie für Sozialpädagogik wurden unverändert drei Klassen des Sozialpädagogischen Einführungsjahres (SEJ) und je drei Züge der gegliederten Ausbildung und der Praxisintegrierten Ausbildung (PIA) eingerichtet. Die Einführung eines Teilzeitzuges scheitert bislang an der fehlenden BAFöG-Förderung.
g) Wirtschaftsschule
Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die zum Schuljahr 2023/24 aus den Gymnasien an die Wirtschaftsschule wechselten, ist angestiegen (momentan 20,3 %). Das Interesse an der zweistufigen Wirtschaftsschule war erneut groß. Insgesamt stieg die Schülerzahl (2023/24: 672
5 vgl. dazu Technikerbörse - Projektpräsentationen - Firmenkontakt - Rudolf-Diesel-Fachschule Nürnberg (nuernberg.de), Stand 02.11.2023
SuS) an der Wirtschaftsschule Nürnberg im Vergleich zum Vorjahr (2022/23: 658 SuS).
h) FOS/BOS und Berufsschule Plus
Fachoberschulen Die Gesamtzahl der Fachoberschülerinnen und –schüler an den öffentlichen Fachoberschulen, der BON, der Lothar-von-Faber-Schule sowie an der Staatlichen FOS II, sind stabil und liegen aktuell bei insgesamt 2.655 Schülerinnen und Schüler (2022/23: 2.652 Schülerinnen und Schüler). An der BON konnte dieses Jahr keine 13. Klasse im Bereich “Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie” eingerichtet werden. Die Schülerinnen und Schüler der 13. Jahrgangsstufe müssen diesen Zweig an der FOS in Triesdorf besuchen.
Berufsoberschulen Weiterhin rückläufig ist die Schülerzahl an den öffentlichen Berufsoberschulen: Die Staatliche BOS unterrichtet im laufenden Schuljahr 267 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr 322 SuS), die städtische BOS Sozialwesen und Gesundheit 126 Schülerinnen (Vorjahr: 173 SuS).
Berufsschule Plus am BBZ in Nürnberg Seit dem Schuljahr 2018/19 wird Berufsschule Plus am Schulstandort Nürnberg erfolgreich angeboten. Jedes Jahr erreichen die sehr leistungsfähigen und engagierten jungen Erwachsenen die Fachhochschulreife neben ihrer beruflichen Erstausbildung. Die Schülerinnen und Schüler können den Unterricht an der Berufsschule Plus ab der zehnten oder elften Jahrgangsstufe besuchen. Sie schließen BS+ dann entweder mit ihrer beruflichen Erstausbildung oder zeitversetzt ein Jahr nach Beendigung der Berufsausbildung ab.
Mit dem aktuellen Schuljahr 2023/2024 ist die Berufsschule Plus der Beruflichen Schule Direktorat 6 zugeordnet. In diesem Schuljahr wurden zwei Eingangsklassen eingerichtet.
Entwicklung der Schülerzahlen an der Berufsschule Plus in den Jahren 2018/19 bis
2023/24
| BS+ (B2) | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Jahr | 2. Jahr | 3. Jahr | Summe | |||||
| Stichtag | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen |
| 20.10.2018 | 16 | 1 | 15 | 1 | 13 | 1 | 44 | 3 |
| 20.10.2019 | 38 | 1 | 13 | 1 | 16 | 1 | 67 | 3 |
| 20.10.2020 | 22 | 1 | 20 | 1 | 13 | 1 | 55 | 3 |
| 20.10.2021 | 12 | 1 | 16 | 1 | 21 | 1 | 49 | 3 |
| 20.10.2022 | 0** | 0 | 18 | 1 | 26 | 1 | 44 | 2 |
| 20.10.2023 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0*** | 0 |
| BS+ (B6) | ||||||||
| 1. Jahr | 2. Jahr | 3. Jahr | Summe | |||||
| Stichtag | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen | Schüler | Klassen |
| 20.10.2018 | 61 | 2 | 22 | 1 | 27 | 1 | 110 | 4 |
| 20.10.2019 | 65 | 2 | 60 | 2 | 26 | 1 | 151 | 5 |
| 20.10.2020 | 55 | 2 | 43 | 2 | 39 | 2*) | 137 | 6 |
| 20.10.2021 | 53 | 2 | 52 | 2 | 30 | 1 | 135 | 5 |
| 20.10.2022 | 58 | 2 | 20 | 1 | 27 | 1 | 105 | 4 |
| 20.10.2023 | 45 | 2 | 36 | 2 | 32 | 2 | 113 | 6 |
| *) Genehmigung von Regierung vom 28. Juli 2020 zur Bildung von drei 3. Klassen | ||||||||
| **) B2 keine 10. Eingangsklasse, die 9 Schülerinnen und Schüler (gewerbl. Techn.) werden an B6 beschult. | ||||||||
| ***) B2 keine BS+ Klassen; werden an B6 beschult |
Quelle: SchB-Statistik 2023/24
3. Fazit
Insgesamt haben sich die Schülerzahlen an den öffentlichen beruflichen Schulen in der Stadt Nürnberg stabilisiert, sowohl in der dualen Ausbildung als auch an den beruflichen Schulen. Für berufsschulpflichtige Jugendliche, die neben einer beruflichen Orientierung vor allem die deutsche Sprache erlernen, wurden zusätzliche Berufsintegrationsvorklassen sowie Berufsintegrationsklassen eingerichtet. Für ukrainische Schülerinnen und Schüler wurden zwei Brückenklassen 5 bis 9 an der Wirtschaftsschule gebildet. Ukrainische Jugendliche ab Jahrgangsstufe 10 werden in Berufsintegrations(vor)klassen sowie in den IVK-WS-Klassen gemeinsam mit Schülerinnen und Schüler anderer Herkunft unterrichtet, soweit sie keine Regelklassen besuchen. Schülerrückgänge verzeichnen die beruflichen Weiterbildungseinrichtungen Berufsoberschulen sowie die Fachschulen.