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← Sitzung des Kulturausschusses (01.12.2023)

01 Entscheidungsvorlage

Anlage · 01.12.2023 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Südstadt Langwasser Gibitzenhof Almoshof Ziegelstein Schule & Bildung Muggenhof Steinbühl Gartenstadt Umwelt & Klima Digitalisierung & Verwaltung Kultur, Sport & Freizeit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2024 des Amts für Kultur und Frei-

zeit (KuF)

 Rückblick 2023 2023 standen die Kernaufgaben, die stadtweite kulturelle Versorgung, im Mittelpunkt. An einigen Stellen konnten frei gewordene Stellen aufgrund ausschließlich möglicher interner Besetzung sowie Besetzungssperren zunächst nicht, dann stark zeitverzögert besetzt werden. Dies hatte unmittelbare Auswirkungen auf die durchgeführten Veranstaltungen. Bei den Kulturläden wird z.B. als Folge die Anzahl der Termine nach aktueller Hochrechnung um 15%, die Besuchendenzahlen um 11% (Stand Juli 2023) zurückgehen müssen. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Bei der Musikschule müssen zum Schuljahr 2023/24 mehr als 30 Unterrichtseinheiten unbesetzt bleiben, was Einnahmeausfälle von ca. 30.000 Euro jährlich nach sich zieht.

Für alle Angebote des Amts für Kultur und Freizeit galt es, 2023 das Jahresprogramm im ersten Jahr ohne Coronabeschränkungen zu festigen. Dank besonderer Akzentsetzungen gelangen auch 2023 viele nachhaltig wirkende Entwicklungen:

Bei den Nürnberger Kulturläden waren das z.B. die umfangreiche und mit den Bewohnenden gemeinsam entwickelte Ausstellung „Ein Dorf und sein Schloss“ im Kulturladen Schloss Almoshof, das zehnjährige Jubiläum Bunter Tisch Gartenstadt, die Weiterentwicklung des Streetart- Festivals im Gemeinschaftshaus Langwasser durch die Ausstellung „Somos un – Wir sind eins“, die lokale wie internationale Kunstschaffende zusammenbrachte. Das Stadtteilfest Röthenbach fand trotz extrem heißer Temperaturen sehr hohen Zuspruch. NUEJAZZ bleibt – dank dem Einsatz des Kulturbüros Muggenhof – ein Höhepunkt in der Kulturwerkstatt Auf AEG. Die im Kulturladen Loni-Übler-Haus neu angesiedelte Gruppe „Initiative der Zuwanderinnen Bayern“ erhielt den 2. Preis des Integrationsrats. Der Kulturladen Zeltnerschloss wurde 2023 zur Open-Air-Theaterbühne, u.a. mit THEATERtRÄUME, mit Gesang und Tanz oder dem interaktiv arbeitenden Theater der Sinne. Im Kulturladen Ziegelstein hat sich mit zahlreichen Lesungen ein Literaturschwerpunkt etabliert, nicht zuletzt durch die Verleihung des Fränkischen Preises für Junge Literatur. Vischers Kulturladen konnte im Mai sein 40-jähriges Jubiläum mit einem großen Veranstaltungswochenende feiern. KUF im südpunkt veranstaltete gemeinsam mit der neu etablierten Ehrenamtsstruktur erstmals eine HipHop Block Party auf dem Aufseßplatz. Der in der Villa Leon beheimatete Chor der Vielfalt erhielt den 2. Bayerischen Integrationspreis. Sehr gut besucht waren die vielen Aktionen zu den inzwischen 85 Bäumen der Menschenrechte oder die Veranstaltung mit Ferda Ataman, der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung.

Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne der Abteilung kulturelle und politische Bildung erreichte mit dem Schwerpunktthema „Mitgestalten und Erhalten“ mit 66.508 Gästen die Besuchszahlen des Vorjahres (66.021). Dank der geförderten Projekte PolitMobil und Klimadetektive veranstaltete das Mobile Erfahrungsfeld bayernweit 120 Workshops in Grundschulen wie z.B. den „Werteparcours“, „Textilfabrik“, „Plastikflut“ oder „Klimadetektive“.

Die Stabsstelle KinderKultur feierte mit einem umfangreichen Jubiläumsprogramm den 15. Geburtstag des KinderKunstRaums. Im Dezember läuft die 25. Saison des erfolgreichen Kinder- Weihnachtsprogramms „Sternenhaus“. Erstmals ergänzte die KinderKultur die vom Amt für Kultur und Freizeit in Kooperation mit dem Menschenrechtsbüro veranstaltete Friedenstafel mit der KinderKreativFriedenstafel, um die Veranstaltung für junge Familien attraktiver zu machen und das Thema Menschenrechte spielerisch von Kindesbeinen an zu vermitteln.

Die Musikschule Nürnberg etablierte neu eingeführte Angebote, darunter auch erstmals interkulturelle Musikangebote im Fach Saz/Baglama. Der neu terminierte Tag der offenen Tür im Herbst hatte Rekordbesuchendenzahlen. Die Arbeit von MUBIKIN konnte in acht Sprengeln mit 40 Kindertageseinrichtungen, acht Schulen und einem Förderzentrum fortgesetzt werden.

Die Deutsche Akademie für Fußballkultur hat 2023 im Rahmen der Fußball-Kultur-Gala erneut die FußballkulturPreise verliehen – in der Kategorie „positive Fankultur“ einen mit dem Fokus „Fußballfans gegen Rechtsextremismus“. Die Akademie befasste sich zudem u.a. mit der jüdischen (Sport)Geschichte Nürnbergs.

Das Inter-Kultur-Büro beteiligte sich erstmals mit einem von 70 Teilnehmenden aus 20 Migrant*innenvereinen getragenen mehrstündigen Programm an der Blauen Nacht. Gemeinsam mit dem Germanischen Nationalmuseum setzte es den Diskurs zur interkulturellen Öffnung unter dem Titel „Kultur für alle“ fort.

Im Aufgabenfeld Koordination Integrationsprogramm wurde die Überprüfung der städtischen Leitlinien zur Integrationspolitik durch Erfahrungsberichte aus allen Geschäftsbereichen mit Hilfe neuer Erhebungen begonnen. .

 Ausblick 2024

Zentrale Themen

Die Gleichzeitigkeit steigender Preise, der Wiederbesetzungssperren, stadtinterner Prozesse wie die Hausverwaltende Einheit (HVE) – siehe Bericht im KuA am 7.7.2023 – sowie der Fachkräftemangel werden sich auch 2024 ungünstig bemerkbar machen und Auswirkungen auf das Programm haben. Herausfordernder wird auch die “nebenbei“ Durchführung personalintensiver Großprojekte wie z.B. der Friedenstafel (4.000 Besuchende), an der 24 KUF-Mitarbeitende im Einsatz sind, der Stellenplan jedoch keine Personalkapazität vorsieht.

Dank intensiver Bemühungen konnten die Förderungen durch Sponsorinnen und Sponsoren größtenteils gehalten werden, jedoch sind für 2024 erste Rückzüge bereits angekündigt. Hier befindet sich das Amt für Kultur und Freizeit in Konkurrenzen und ist angesichts der Aufgabe der kulturellen Daseinsvorsorge in einer nicht einfachen Situation.

Die notwendige Instandsetzung des aufgrund Sicherheitsbedenken notgesicherten Dachstuhls in der Ziegenstraße (eine Außenstelle der Musikschule Nürnberg) wurde von 2023 auf 2024 verschoben und wird von H nun angegangen. Dank des Verfügungsfonds Aktionsplan UN-Behindertenrechtskonvention konnten zahlreiche Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Zugänglichkeit und Teilhabe erreicht und damit auch einige Härten des Sanierungsstaus abgefedert werden. Hier hofft KUF 2024 auf Fortführung.

Im Bereich Digitalisierung fließt viel Kapazität in die notwendige und sich weiter verzögernde Ablösung der Veranstaltungssoftware „Orbis“. Die Einführung der neuen Veranstaltungssoftware hat die IT nun ab 2024 terminiert. Prioritär sind zudem die Einführung von Online-Anwendungen für die Anmeldung bei der Musikschule, die Personalverwaltung für Hilfskräfte oder für Anfragen für Raumanmietungen.

Die zentrale Öffentlichkeitsarbeit setzt den Prozess der Neuorganisation und Optimierung der Ressourcen fort, wie z.B. den Einsatz von Reels und Linktree-Lösungen, die Optimierung der KUF-Website für mobile Ansichten sowie die Finalisierung der Landing Pages und zentralen Seiten in Leichter Sprache (wofür u.a. die gesamte Struktur übersetzt und alle Inhalte neu aufbereitet werden müssen). Die Zugriffszahlen für die KUF-Website steigen kontinuierlich und hatten z.B. allein im Juli 2023 über 40.000 Besuche. Ähnlich positive Nutzendenzahlen liegen für das zentrale Veranstaltungsprogramm vor. Die geringe personelle Ausstattung macht es weiter nicht möglich im Sinne der notwendigen Zielgruppenerreichung alle Bereiche des KUF (z.B. Musikschule, Kinderbereich, Inter-Kultur-Büro) in den sozialen Medien abzubilden.

Ein besonderes KUF-Projekt (siehe KuA 14.10.2022) ist der Raumkompass, der ausgehend von der Kulturstrategie bis Ende 2024 befristet mit einer Stelle durchgeführt werden kann. Schwerpunktquartiere des Jahres 2024 sind neben der alltäglichen Vermittlungsarbeit die Stadtgebiete Langwasser, Gartenstadt und Südstadt. Dort bringt der Raumkompass mit den Eigentümerinnen

und Eigentümern und diversen Kunstschaffenden verschiedenste Zwischennutzungen in Leerstände, darunter z.B. eine Studierenden-Ausstellung in einer neuartigen Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste.

Aktivitäten und Angebote 2024

Das Amt für Kultur und Freizeit hat den Auftrag zur dezentralen kulturellen Versorgung. Dies gelingt nur im Schulterschluss mit weit über 600 institutionellen Partnerinnen und Partnern sowie vieler, oft ehrenamtlich tätiger Einzelpersonen (Anlage).

Stadtteilkulturarbeit

Die elf Nürnberger Kulturläden setzen ihre gemeinsame Themenarbeit nach dem Nachhaltigkeits-Schwerpunkt „11xGrün“ 2024 mit „11xFair“ fort. Etliche Angebote werden sich anlässlich des 75. Bestehens des Deutschen Grundgesetzes mit dem Kernsatz im Artikel 1, z.B. zur Würde des Menschen, mit den Mitteln der Kultur auseinandersetzen und hier einen Schwerpunkt setzen. Die Auswertung der 2023 durchgeführten Mobilitätsumfrage definiert Arbeitsaufträge bei der Infrastruktur (z.B. Radständer, Ladestationen, Luftpumpen) und der inhaltlichen Arbeit (z.B. mehr Infoveranstaltungen, Aktivitäten für eine klimafreundliche Stadt). Die erfreulich steigende Rückkehr von Gruppen benötigt etliche Ressourcen, steigert aber die Breitenwirkung der jeweiligen Häuser in den Stadtteilen deutlich. Sanierungsstau und fehlende Barrierefreiheit bleiben Hemmnisse.

Die Nürnberger Kulturläden werden 2024 prioritär ihr jeweiliges Profilprogramm durchführen, neue und vorhandene Partnerschaften intensivieren und den Gruppen im Stadtteil eine Heimat bieten. Oft können nur durch Einschränkungen bewährter Angebote noch Sonderprogramme mit einer stadtweiten Ausstrahlung realisiert werden. Hier in aller Kürze ein Ausblick auf die elf Nürnberger Kulturläden:

Der Kulturladen Zeltnerschloss kann an den Open Air Konzerten im Juli und dem StadtteilPicknick für die Menschenrechte festhalten, plant zudem das seit 2019 ausgefallene Stadtteilfest erstmals erneut durchführen. Im Kulturladen Ziegelstein finalisiert sich Anfang 2024 aufgrund Verrentung der Personalwechsel, so dass neben der Fortführung bewährter Formate neue Programmschwerpunkte erprobt werden sollen. Vischers Kulturladen bleibt Ankerpunkt für den Blues, Konzerte im Archivpark und die Hofflohmärkte. Im Kulturladen Gartenstadt stehen die Themen Kunst an grünen Nachmittagen, bei Ausstellungen und die vielen Geschichten rund um den Kanal im Vordergrund. Das Stadtteilfest Gartenstadt feiert 2024 sein 40. Jubiläum. Der Kulturladen Loni-Übler- Haus will im Rahmen der Möglichkeiten verstärkt die attraktive neue Außenbühne bespielen, die interkulturellen Kulturangebote (inklusive den neu hinzugekommenen ukrainischen und türkischen) sowie neue Gruppen wie z.B. die Instagram Poeten stabilisieren. KUF im südpunkt hat seine Schwerpunkte neu fokussiert. „Tanzn“, die Rolli- oder Kinderdisko sollen gefestigt werden, ebenso der Kinderzirkus Gecco. Inklusion bleibt ein wichtiges Thema, und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten arbeitet KUF im südpunkt z.B. mit Gebärdensprachdolmetschenden. Der Kulturladen Villa Leon führt 2024 die Stadt prägende Formate wie die 47. Lateinamerikawoche oder die 16. Afrikatage Akwaba Familientag durch. Die vielen interkulturellen Kulturtage, die Betreuung der 85 Bäume für die Menschenrechte mit Aktionstagen sowie das Nachbarschaftsfest bleiben profilbildend. Der Kulturladen Schloss Almoshof setzt die Grünzeug-Reihe ebenso fort wie die Biergarten- und Klassikkonzerte, Krimilesungen und die Weihnachts-, Kunst- und Flohmärkte. Der Kulturladen Röthenbach verstärkt seine Familienorientierung, u.a. durch „Röthenbach spielt“ und den Schwerpunkt der Nachhaltigkeit. Freitagskonzerte oder erstmals Filmnachmittage stärken das Kulturprofil. Das Kulturbüro Muggenhof in der Kulturwerkstatt Auf AEG will den dort vorhandenen Jazzschwerpunkt und Angebote experimenteller Musik mit neuen Partner*innen ausbauen. Das Haus bleibt mit innovativen Veranstaltungen und Festivals weit über den Stadtteil hinaus wirksam. Das Gemeinschaftshaus Langwasser wird die positive Entwicklung seit der Wiedereröffnung basierend auf den Konzeptbausteinen Wort, Tanz, Bild u.a. mit einer Kizomba-Tanzveranstaltung, Hip-Hop, Lesungen, Führungen zu „Langwasser.Neu.Entdecken“, dem Streetart-Festival oder der Großveranstaltung mit Ausstellung „Kunst trifft Klima“ weiterführen. 2024 steht zudem ein Leitungswechsel an.

Die Vorbereitungen für die KommVorZone 2024 laufen bereits seit Herbst 2023. Zunächst werden mögliche Veranstaltungsorte und Akteur*innen in den Bezirken Sandreuth, Gibitzenhof, Steinbühl und Rabus durch Besuche und in Gesprächen vor Ort identifiziert. Ziel ist es, 2024 in einigen dieser Nachbarschaften neue ehrenamtliche Programmgruppen zu gründen und so auch Spielorte jenseits des Annaparks für Kulturangebote zu erschließen. Wie im KuA am 7.7.2023 beschlossen wird die KommVorZone als mobiler Kulturladen „Ausgehend vom Annapark [..] in benachbarte Stadtteile aufbrechen, um weitere zivilgesellschaftliche Strukturen aufzubauen. Die KommVorZone will die Menschen dabei noch direkter an ihren Alltagsorten aufsuchen“ (Zitat Vorlage KuA). Diese aufwändige und kleinteilige Arbeit ist die Basis eines erfolgreichen und ernsthaften Empowerments, ganz nach dem KommVorZone-Motto „Wir kommen zu Euch!“. Die Ergebnisse präsentiert die KommVorZone, vorbehaltlich der Mittelbewilligung durch den Stadtrat, ab 1. Juni 2024 im Annapark, bevor sie dann zu weiteren Plätzen in der Südstadt weiterzieht. Ferner wird die Programmgruppe, die in den Jahren 2021 und 2022 den Annapark bespielt hat, maßgeblich an der Planung der Auftaktveranstaltung der Saison 2024 im Annapark beteiligt. Ziel ist es, das Engagement durch städtische Unterstützung – im Rahmen der personellen Möglichkeiten – weiterhin zu ermutigen und zu festigen.

Kulturelle Bildung

Die Abteilung kulturelle und politische Bildung stellt das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne 2024 unter das Thema „Hören/Klang“. Grundpfeiler für die erfolgreiche Bildungsarbeit des Erfahrungsfelds ist die hohe Qualifikation der Mitarbeitenden an den einzelnen Stationen. Nachhaltigkeit und Inklusion bleiben zentrale Aufgaben. Das Science Camp findet 2024 erneut als Sommer-Ferienprogramm im August statt, während das Inklusive Feriencamp durch ein schulübergreifendes inklusives Angebot im Rahmen des Erfahrungsfelds abgelöst werden soll, um höhere Anmeldezahlen zu erreichen. Das Mobile Erfahrungsfeld möchte in den Herbst-/Wintermonaten vermehrt – vorbehaltlich einer Finanzierung – Angebote politischer und mobiler Bildung in Schulen und Kitas anbieten. Geplant ist zudem der KinderKlimaGipfel ist mit ca. 250 Kindern im Juli auf der Wöhrder Wiese.

Die Musikschule Nürnberg schafft erstmals in Langwasser, Nürnberg Nord und in einem Blindenheim neue Angebote. Kooperationen, Vernetzungen und die Entwicklung von musikalischen Kompetenzzentren sind die zentralen Aufgaben der kommenden Jahre. Bisher beschränkten sich die Schulkooperationen meistens auf Grundschulen. Im Schuljahr 2023/24 geht die Musikschule erstmals eine Kooperation mit der Maria Ward Realschule ein. Die Kooperation mit dem Staatstheater bei Projekten wie „Stimmen der Zukunft“, „Mehr Musik“ und der gemeinsamen Initiative „SingIn“ werden vertieft, ebenso wie gemeinsame Konzerte und Workshops von Schülerinnen und Schülern der Musikschule und Studierenden und Professoreninnen und Professoren der Hochschule für Musik. Die Unterrichtskonzepte der Musikschule sollen künftig durch digitale Möglichkeiten ergänzt und ausgebaut werden. Die Arbeit von MUBIKIN wird an acht Grundschulsprengeln mit 35 Kindertageseinrichtungen, acht Schulen und einem Förderzentrum fortgeführt.

Die Stabstelle Kinderkultur wird sich ebenfalls auf das Kernprogramm fokussieren, darunter das Sternenhaus, die KinderUni, Workshoptage für Schulklassen im KinderKunstRaum, den Kita- KunstTag, den KreativTag für Kitagruppen, Einsätze der Mobilen Buchwerkstatt sowie mehr als 60 Freizeitangebote und Kurse für Kinder und Familien. Wenn finanziell möglich soll anknüpfend an den Erfolg der KinderKulturOffensive das Feld „Kooperation Kultur und Schule“ bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Im Mai 2024 findet in der Kulturwerkstatt Auf AEG der Bayerische Jugendkunstschultag statt. Weiter stößt die Stabsstelle Kinderkultur den Austausch mit der regionalen Kinderkulturszene an und bietet ein Austauschformat zur Diskussion und Reflektion der Arbeit im Hinblick auf gesellschaftliche Diskurse. Das Thema Sensibilisierung für Antidiskriminierung und Diversitätsgestaltung steht hier im Fokus.

Im Jahr des 20-jährigen Bestehens der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur findet in Deutschland die Fußball-Europameisterschaft der Männer statt. Das Jahresmotto „Zweiter Frühling“ nimmt einen nostalgischen Rückblick auf eine „bessere Vergangenheit“ genauso ins Programm wie die Verhandlung von neuen Werten und Programmen für die Zukunft – in Sport, Kunst und Fußball-Kultur.

Kulturelle Vielfalt

Zuwanderung ist bei einem Anteil von über 50% der Nürnberger Einwohnerschaft zu einer Normalität geworden. Dennoch spiegelt sich das nicht in den Themen, der Repräsentation und Besucherschaft des Nürnberger Kulturlebens. Die in den Themenfeldern arbeitenden Stabsstellen sollen im Amt für Kultur und Freizeit stärker verschränkt werden und in einer Abteilung zusammenarbeiten, um diese nicht nur für KUF wichtige Aufgabe noch intensiver zu bearbeiten. So steht bei der Stabsstelle Koordination Integrationsprogramm die 2023 begonnene Überprüfung und Weiterentwicklung der städtischen Leitlinien zur Integrationsarbeit an. Sinnvoll ist auch eine verstärkte Synergie innerhalb der Verwaltungsarbeit, wofür die Ergebnisse der ersten gemeinsamen Sitzung aller städtischer Koordinierungsgruppen die Grundlage bilden werden. Die Stabsstelle Inter-Kultur-Büro wird mit einer verstärkten Werbung auf sein Angebot aufmerksam machen. Die eingeführten Veranstaltungen, Kooperationen, z.B. im Museumsbereich, und die Unterstützungen der Arbeit von Migrant*innenorganisationen und Initiativen werden im Rahmen der Möglichkeiten und angesichts in der ersten Jahreshälfte anstehender personeller Wechsel weitergeführt.

Für die interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung ist der angekündigte Sparprozess sowie der Fokus auf interne Besetzungen nachteilig.

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