Haushaltssperre

← Sitzung des Kulturausschusses (01.12.2023)

Sitzung gesamt öffentlich

Anlage · 01.12.2023 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

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Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sitzungsunterlagen

Sitzung des Kulturausschusses

01.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Sitzungsdokumente Tagesordnung -öffentlich- 3 Vorlagendokumente TOP Ö 1 2. BM / Geschäftsbereich Kultur - Jahreskontrakt 2024 Sitzungsvorlage 2. BM/034/2023 5 01_Entscheidungsvorlage 2. BM/034/2023 8 02_Personal- und Finanzdaten 2. BM/034/2023 14 TOP Ö 2 Meistersingerhalle - Jahreskontrakt 2024 Sitzungsvorlage MSH/001/2023 17 01_Entscheidungsvorlage MSH/001/2023 20 02_Finanzdaten MSH/001/2023 23 TOP Ö 3 Stadtarchiv - Jahreskontrakt 2024 Sitzungsvorlage Av/002/2023 24 01_Entscheidungsvorlage Av/002/2023 27 02_Personal- und Finanzdaten Av/002/2023 31 TOP Ö 4 Bildungscampus Nürnberg - Jahreskontrakt 2024 Sitzungsvorlage BCN/007/2023 35 01_Entscheidungsvorlage BCN/007/2023 38 02_Personal- und Finanzdaten BCN/007/2023 41 TOP Ö 5 Amt für Kultur und Freizeit - Jahreskontrakt 2024 Sitzungsvorlage KuF/006/2023 44 01_Entscheidungsvorlage KuF/006/2023 47 02_Personal- und Finanzdaten KuF/006/2023 52 03_Ausblick Termine und Ereignisse 2024 KuF/006/2023 54 04_Kooperationspartner_KuF KuF/006/2023 56 TOP Ö 6 KunstKulturQuartier - Jahreskontrakt 2024 Sitzungsvorlage KuKuQ/005/2023 66 01_Entscheidungsvorlage KuKuQ/005/2023 69 02_Personal- und Finanzdaten KuKuQ/005/2023 72 TOP Ö 7 Museen der Stadt Nürnberg - Jahreskontrakt 2024 Sitzungsvorlage KuM/002/2023 80 01_Entscheidungsvorlage KuM/002/2023 83 02_Personal- und Finanzdaten KuM/002/2023 86

TAGESORDNUNG

Sitzung

Sitzung des Kulturausschusses

Sitzungszeit

Freitag, 01.12.2023, 09:00 Uhr

Sitzungsort

Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal

TAGESORDNUNG

Öffentliche Sitzung

1. 2. BM / Geschäftsbereich Kultur - Jahreskontrakt 2024 Beschluss

  1. BM/034/2023 Lehner, Julia, Prof. Dr.

2. Meistersingerhalle - Jahreskontrakt 2024 Beschluss

MSH/001/2023 Lehner, Julia, Prof. Dr.

3. Stadtarchiv - Jahreskontrakt 2024 Beschluss

Av/002/2023 Lehner, Julia, Prof. Dr.

4. Bildungscampus Nürnberg - Jahreskontrakt 2024 Beschluss

BCN/007/2023 Lehner, Julia, Prof. Dr.

5. Amt für Kultur und Freizeit - Jahreskontrakt 2024 Beschluss

KuF/006/2023 Lehner, Julia, Prof. Dr.

6. KunstKulturQuartier - Jahreskontrakt 2024 Beschluss

KuKuQ/005/2023 Lehner, Julia, Prof. Dr.

7. Museen der Stadt Nürnberg - Jahreskontrakt 2024 Beschluss

KuM/002/2023 Lehner, Julia, Prof. Dr.

  1. Genehmigung der Niederschrift der Sitzung vom 20.10.2023,

öffentlicher Teil

  1. BM/034/2023

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 01.12.2023 öffentlich Beschluss

Betreff:

2. BM / Geschäftsbereich Kultur - Jahreskontrakt 2024

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Personal- und Finanzdaten

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage 2. BM/034/2023

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage 2. BM/034/2023

Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2024 des Geschäftsbereiches Kultur zu.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2024 2. BM – Geschäftsbereich

Kultur

 Strategisches Portfoliomanagement für Kulturentwicklungsvorhaben am ehem. Reichspar-

teitagsgelände (eRPTG)

Die Kulturbauvorhaben in der Kongresshalle (KOH) sind – neben dem Lern- und Begegnungsort Zeppelinfeld/-tribüne – für die Stadtentwicklung, das Kulturleben und das Image der Stadt Nürnberg von immenser Bedeutung. Die Vielzahl der Anspruchsgruppen mit unterschiedlichen Interessen sowie die überregionale, teils europaweite Aufmerksamkeit bringen eine hohe Dynamik mit sich. Um die Komplexität der Vorhaben am eRPTG, insbesondere in der KOH, beherrschbar zu halten, ist das strategische Projektportfoliomanagement als Ergänzung zur (hierarchischen) Organisationsstruktur 2022 beschlossen worden. Damit können übergreifende Abstimmungs- und Steuerungsprozesse und zentral effizienter zu erledigende Aufgaben, wie Bedarfsträgeraufgaben, Drittmittelmanagement, Vorbereitung des Betriebes und Kommunikation, „vor die Klammer gezogen“ werden. Das strategische Portfoliomanagement bei 2.BM entfaltet im Zusammenspiel mit 2.BM/Stab ZEP, 2.BM/Bauherrnvertretung für Kulturgroßbauten und Ref. VI/Projektbaudienststelle die gewünschte Wirkung. Das Feedback aller Beteiligten bestätigt dies genauso wie die erzielten Ergebnisse. Insbesondere sind zu nennen:  Das angestrebte Fördermittelkonzept (Bund, Land und EU) ist im Grundsatz von den Fördermittelgebern inzwischen bestätigt. Zuletzt hat der Haushaltsausschuss des Bundestages 29,5 Mio. EUR im September 2023 für die Substanzerhaltung und grundsätzliche Nutzbarmachung der KOH in Aussicht gestellt.  Im Dezember 2022 wurde für die Entwicklung des Kulturareals eine Projektstruktur etabliert, um die Bauplanung adäquat zu unterstützen und den zukünftigen Betrieb vorzubereiten. Die Ergebnisse aus den Teilprojekten "Strategie und Narrativ" sowie "Gastronomie" wurden bereits im Kulturausschuss vorgestellt.  Ergänzt wird die Projektarbeit durch ein eng verzahntes Vorgehen bei der Umsetzung einer abgestimmten Kommunikationsstrategie. Seit Januar 2023 sind die kommunikativen „Basics“ etabliert – Medienarbeit, Stakeholder-Analyse, Kommunikationsangebote für Mitarbeitende des Staatstheaters, Website KOH, Aktualisierung städtischer Internet-Seiten, Newsletter, Instagram-Account, Bewerben von Veranstaltungen #1 sowie KOH-Rundgänge.

Meilensteine im Jahr 2024 sind die Durchführung des Totalübernehmer-Vergabeverfahrens für den Ergänzungsbau der neuen Staatstheater-Spielstätte in der KOH sowie die MIP-Aufnahme vorbehaltlich des Stadtratsbeschlusses mit anschließendem Baubeginn des Lern- und Begegnungsorts Zeppelinfeld/-tribüne (Näheres zu beiden Themen siehe unten). Aufbauend auf dem bislang Erreichten soll darüber hinaus das strategische Portfoliomanagement – abhängig von den für 2024 zur Verfügung stehenden Budgetmitteln und Personalressourcen – nach Möglichkeit effektiv ausgebaut werden. Folgende Aufgaben und Weiterentwicklungen stehen im kommenden Jahr an:  Bezüglich der Finanzierung sind Fördermittelanträge mit den Erkenntnissen aus der Bauplanung sukzessive zu präzisieren und Förderbescheide zu erwirken. Zusätzlich sollen einschlägige Förderprogramme mit dem Ziel der maximalen Ausschöpfung sämtlicher Möglichkeiten der Drittmittelförderung beantragt werden.  Zudem soll das Betriebskonzept weiter angenähert werden. Zentral dabei sind Formate und Strukturen zu schaffen, die die zukünftige Zusammenarbeit der Akteurinnen und Akteure vor Ort ermöglichen und intensivieren. Neben der Ausarbeitung des künftigen Facility-Managements wird das Konzept der Besucherlenkung im Fokus stehen. Zudem sollen Fragen der Rechtsform, des Business Plans sowie der Finanzplanung vorbereitet werden.  Da die bislang realisierten Kommunikationsmaßnahmen nicht ausreichen, um den Nürnbergerinnen und Nürnbergern den großen Nutzen und das Potenzial für die Stadtgesellschaft zu transportieren, sind weitere Schritte unumgänglich. Markenauftritt, Markenaktivierung sowie die Weiterentwicklung der Online- Kommunikation sind dabei von zentraler Bedeutung.

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 Kulturstrategie Als Aufgaben aus der Kulturstrategie wurde die Stärkung der Freien Szenen durch Konzipierung und Bereitstellung neuer Diskursräume und -formate, insbesondere durch die Bildung eines „Nürnberger Kulturrates“ (Arbeitstitel) abgeleitet. Nach einem gründlichen Vorbereitungsprozess zum Erarbeitungsverfahren fanden 2022 mehrere Workshops und Diskursformate (analog und digital) mit Vertretungen der Kulturpolitik aller Parteien statt, um Leitplanken zur weiteren Vorgehensweise zu definieren. 2023 galt es, die daraus resultierenden Fragestellungen zur Einrichtung des Kulturrates mit den unterschiedlichen Anspruchsgruppen zu bearbeiten. Zuletzt wurde die Erarbeitungsphase für Multiplikatoren der Kulturszene geöffnet. Nicht zuletzt deren Input grundiert die Vorarbeiten. Die Ergebnisse sowie die nächsten Schritte wurden im Kulturausschuss am 10.03.2023 vorgestellt und das weitere Vorgehen beschlossen. Im Februar 2023 wechselte die Koordinatorin des Umsetzungsprozesses in den Mutterschutz. Aufgrund der durch die haushaltsbedingten Einsparvorgaben veranlassten Wiederbesetzungssperre ist diese Position seither vakant. Die Durchführung der weiteren Umsetzungsschritte war deshalb – auch in Hinblick auf das komplexe Vorgehen mit Kulturkonferenzen, Workshops und Fokusformaten unter Einbindung von Stakeholdern und Multiplikatoren der Nürnberger Kunst- und Kulturlandschaft noch nicht möglich und kann erst bei Wiederbesetzung geleistet werden.

 MIP-Maßnahmen des Geschäftsbereiches Im mittelfristigen Investitionsplan des Haushalts 2024 sind folgende Einzelmaßnahmen aufgenommenen:

(zur MIP-Aufnahme in sog. „Gelb-Grüner Liste“ vorgeschlagen)

(zur MIP-Aufnahme in sog. „Gelb-Grüner Liste“ vorgeschlagen)

 2. BM/Stab ZEP und Kongresshalle - Entwicklung des historisch- Lern- und Begegnungs-

ort Zeppelinfeld/-tribüne

Angesichts des sich weiter verstärkenden Auftretens von menschenverachtenden Ideologien, insbesondere des Antisemitismus, kommt der Aufklärung über die NS-Zeit und der Vermittlung der Lehren hieraus gerade am Ort der nationalsozialistischen Reichsparteitage und der rassistischen „Volksgemeinschafts“-Ideologie eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für unser gesellschaftliches Zusammenleben in Gegenwart und Zukunft zu. Neben der anstehenden räumlichen Erweiterung und neuerarbeiteten Dauerausstellung im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände stehen hierbei die historischen Orte auf dem Areal von der Zeppelintribüne und dem Zeppelinfeld mit dem früheren Bahnhof Dutzendteich bis hin zum ehemaligen Bahnhof Märzfeld als Exponate und Instrumente für die historisch-politische Bildungsarbeit in den nächsten Jahren im Fokus. 2.BM/Stab ZEP koordiniert stadtintern sowie extern gegenüber den Fördergebern die einzelnen Projekte und vermittelt deren jeweiligen Inhalte in unterschiedlichen Formaten der interessierten Öffentlichkeit.

Zeppelinfeld und Zeppelintribüne

Im 4. Quartal 2023 wurden die baulichen Planungen der Leistungsphase 3 (Lph 3) weitestgehend abgeschlossen und vorbehaltlich des Stadtratsbeschlusses in den städtischen Haushalt ab 2024 aufgenommen. Sobald die Genehmigung des Etats durch die Bezirksregierung von Mittelfranken vorliegt, können die Ausschreibungen für die Baufirmen erfolgen und in der zweiten Jahreshälfte

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2024 die Arbeiten sichtbar starten. Zuvor wird es im Jahresverlauf zur Entfernung von Schadstoffen und nachträglichen Einbauten kommen. Die Bauarbeiten werden abschnittsweise am Bahnhof Dutzendteich, an der Zeppelintribüne und am Zeppelinfeld sowie den dazugehörigen Grünanlagen erfolgen und voraussichtlich 2030 abgeschlossen sein. Für 2024 ist der jährliche Informationstag Zeppelintribüne und Zeppelinfeld auf Grund der beginnenden Bauarbeiten für die erste Jahreshälfte geplant. Der letzte Informationstag am 3. Oktober 2023 hatte eine große Resonanz; besondere Angebote wie eine Führung für Rollstuhlfahrende und zwei ausgebuchte Rundgänge in ukrainischer Sprache sollen auch im kommenden Jahr angeboten werden. Daneben sind erneut gesonderte Veranstaltungen zur partizipativen Erarbeitung einzelner Bereiche ebenso vorgesehen, wie ein weiteres öffentliches Werkstattgespräch zur Entwicklung am früheren Bahnhof Dutzendteich. Die Informationsangebote im Internet sollen durch ein Bautagebuch erweitert werden.

Ermöglichungsräume in der Kongresshalle

Am 8. Oktober 2021 wurde der Geschäftsbereich Kultur durch den Kulturausschuss auf Grundlage der ersten baulichen Machbarkeitsstudie und einer unter Kulturschaffenden durchgeführten Bedarfsanalyse beauftragt, die bauliche und inhaltliche Umsetzung einer künstlerischen und kulturellen Nutzung eines Segments der unfertig gebliebenen Kongresshalle (KOH) auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände zu konkretisieren – mit dem Ziel, die baulichen Planungen zu detaillieren und eine konkrete Kostenschätzung vornehmen zu können. Das bislang in Workshops mit Stakeholdern der Künste und Kulturen in Nürnberg entwickelte Nutzungskonzept wurde in einem breit aufgestellten partizipativen Prozess ausgearbeitet und präzisiert. Als Ergebnis des von der actori GmbH moderierten Prozesses konnten im Frühjahr 2023 die Anforderungen an die Räumlichkeiten in der KOH detailliert aufgezeigt werden. Auf dieser Grundlage entwickelte die Stabsstelle in Abstimmung mit der Bauverwaltung für vier von insgesamt 16 Sektoren des KOH-Rundbaus ein Raumprogramm. In den Ermöglichungsräumen stehen insgesamt über 7.000 Quadratmeter zur künstlerischen und kulturellen Entfaltung zur Verfügung. Im Produktionshaus sind 25 Bandproberäume geplant. Neben einem Tonstudio und Werkstätten sind 49 Räume als Ateliers vorgesehen. Ein großer Tanzraum mit knapp 200 Quadratmetern befindet sich in Planung. Etwa 750 Quadratmeter sind vorgesehen für Begegnungsflächen und Multifunktionsräume. Im Präsentationshaus stehen auf rund 1.800 Quadratmetern diverse Veranstaltungs- und Ausstellungsräume zur Verfügung. Alle Geschosse und Räume sind bestmöglich barrierefrei erschlossen und die einzelnen Sektoren untereinander durchlässig: Vom Produktionshaus gelangt man ohne Umwege ins Aufführungshaus, passiert hierbei die neuen Räumlichkeiten des Staatstheaters (in den Sektoren drei bis acht) und hat dann direkten Zugang zum Dokumentationszentrum. Synergien zwischen allen Agierenden, die die unterschiedlichen Räumlichkeiten nutzen, sind unbedingt erwünscht. Aufbauend auf dem partizipativ erarbeiteten Raumprogramm fand am 26. Oktober 2023 ein weiteres World-Café im Museum für Kommunikation statt. Es wurden Best-Practice Beispiele aus Deutschland und dem europäischen Ausland vorgestellt und diskutiert. Anschließend wurde mit über 80 Kulturschaffenden aus Nürnberg debattiert, welche inhaltlichen Rahmensetzungen für die KOH Relevanz besitzen können und unter welchen Voraussetzungen in den geplanten Ermöglichungsräumen gearbeitet werden kann (Betreiberstruktur, Trägerschaft etc.). Der Prozess wurde von Dr. Martina Taubenberger Kulturkonzepte moderiert. Die Ergebnisse liegen dem GB Kultur Ende 2023 vor, und können dem Kulturausschuss im Frühjahr 2024 vorgestellt werden. Auf dieser Grundlage wird in 2024 die inhaltliche Ausrichtung des Ortes definiert und in ein übergreifendes Betriebskonzept für die KOH integriert. Die Informationstage zur KOH mit kostenlosen Rundgängen durch sonst nicht zugängliche Bereiche durch die KOH wurden 2023 mit erweiterten Angeboten fortgesetzt. Am 24. Juni und 22. Oktober 2023 fand der „Open-Day Kongresshalle“ statt. Zudem beteiligte sich die Stabsstelle im September an den Stadtverführungen und am Tag des Offenen Denkmals. Weitere Rundgangs-Formate wie die „After-Work-Rundgänge“ ergänzten das Angebot. Zudem wurden verschiedene Themenfelder in unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten verhandelt. Im Frühjahr 2023 fand in einem provisorisch erschlossenen Segment der KOH die „Camera Obscuca im Atelier“ statt – eine Foto- und Kunstausstellung von knapp fünfzig Nürnberger Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit Ateliersituationen auseinandersetzte. In den Folgemonaten wurden weitere Formate in der KOH erprobt: Meron Mendel sprach am 6. Juni 2023 über sein Buch „Über Israel reden“. Am 14. Juli 2023 war in der KOH ein Operettenabend mit Werken des verfemten jüdischen Künstlers Paul

Abraham in Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg zu erleben. Gemeinsam mit dem Schauspiel Nürnberg wurde am 30. September 2023 auch das partizipativ entwickelte Theaterstück „Wer ist Wir I & II“ präsentiert. Vom 20.-23. September erprobte der GB Kultur mit der Musikzentrale Nürnberg popkulturelle Formate in dem Gebäude. Schließlich waren im Herbst 2023 die Videoinstallationen „Naughty Boys and Girls“ und „Serie Deutschland“ von Hofmann&Lindholm zu sehen. Den Veranstaltungsabschluss in der KOH bildet ab 1. November 2023 die Kunstausstellung „Existenzialismus in der Kongresshalle“ kuratiert von Babis Panagiotidis, die sich mit aktuellen Debatten der Erinnerungskultur auseinandersetzt. Die künstlerische Nutzung der KOH wurde mit den Künstlerinnen und Künstlern und Besuchenden evaluiert; die Ergebnisse der Evaluation fließen in den weiteren Planungsprozess für die Ermöglichungsräume ein. Ergänzt wurden die Veranstaltungen durch Podiumsdiskussionen zu aktuellen kulturpolitischen Themen: Am 21. September 2023 fand ein Podium mit dem Verfassungsrechtler Prof. Dr. Christoph Möllers und dem Präsidenten der Akademie für bildende Kunst Nürnberg Prof. Holger Felten statt, wobei das Spannungsfeld zwischen Kunst- und Meinungsfreiheit debattiert wurde. Über das Theater der Zukunft wurde am 4. Oktober 2023 unter dem Titel „Raus aus der Blase“ mit dem FAZ-Theaterkritiker Simon Strauß und weiteren Akteurinnen und Akteuren diskutiert. Den Prozess der Information, Partizipation und Diskussion gilt es auch in 2024 fortzusetzen, um die Anforderungen der unterschiedlichen künstlerischen Sparten an Räumlichkeiten und die konzeptionellen und inhaltlichen Rahmenbedingungen für die KOH weiter zu schärfen. Ziel ist es, im kommenden Jahr die grundsätzlichen Fragen zu Betreiberstruktur und Trägerschaft zu klären und in die übergreifende Betriebsstruktur der KOH einzubinden. Der Fokus soll – wie in 2023 – erneut auf einem vielgestaltigen kulturellen Angeboten liegen. Im Jahr 2024 gilt es außerdem, die internationalen Perspektiven zu schärfen. Auf Grund der hohen Nachfrage nach den öffentlichen Rundgangstagen wird es weiterhin die Möglichkeit geben, sich in kostenlosen Rundgängen einen Eindruck von den Innenräumen der KOH zu verschaffen.

Bahnhof Märzfeld

Mit der Deutschen Bahn AG konnte eine Übereinkunft erzielt werden, dass im Jahresverlauf 2024 die Freifläche vor der historischen Bahnhofsfassade der Stadt vertraglich überlassen wird. Erfolgt dies kostenfrei, wird die Bahn außerdem 50.000 Euro für die bauliche Sicherung und erinnerungskulturelle Erschließung dieses Ortes zur Verfügung zu stellen, vorausgesetzt auch die Stadt beteiligt sich finanziell. Der Kulturausschuss forderte daher am 12.05.2023 die Verwaltung einstimmig auf, ebenfalls 70.000 Euro in den Haushalt einzustellen. Eine Projektgruppe unter Beteiligung von 2.BM, BgA, KuM, SÖR und Stpl erarbeitet aktuell die Umsetzung des von KuM/3-1 konzipierte Vermittlungskonzepts. Zugleich wird die Entwicklung als „historischer Erinnerungsort Bahnhof Märzfeld“ Bestandteil eines stadtplanerischen Gesamtkonzepts von Stpl für die perspektivische Erschließung des neuen Schulkomplexes am früheren Prinovis-Areal sowie des Lückenschlusses der Wegeverbindung zwischen Langwasser-Nord und -Süd sein. Die wesentlichen Arbeiten am früheren Bahnhof Märzfeld sollen bis zum 80. Gedenkjahr an das Ende des Zweiten Weltkriegs 2025 erfolgen. Der Stabsstelle ehemaliges Reichsparteitagsgelände sind in 2023 zahlreiche neue Aufgaben übertragen worden – neben der Koordinierung der Entwicklung von Bahnhof Dutzendteich und Bahnhof Märzfeld insbesondere die konzeptionelle Erarbeitung und praktische Durchführung eines vielgestaltigen Veranstaltungsprogramms, das – wie oben dargestellt – neben klassischen Formaten auch zahlreiche Beteiligungsformate umfasste. Diese Tätigkeiten belasten zunehmend die Stundenkontingente der Mitarbeitenden in der Stabsstelle; darüber hinaus konnte die Durchführung des Veranstaltungsprogramms nur durch die temporäre Beschäftigung externer Kräfte garantiert werden. In 2024 wird ein solcher Einsatz der Mitarbeitenden nicht mehr möglich sein. Ein Aufwuchs im Personal ist dringend geboten, um Kenntnis und Akzeptanz der großen Entwicklungsprojekte auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in der Nürnberger Stadtgesellschaft weiter auszubauen.

 Spielstätte der Oper im Kulturareal der Kongresshalle & Bauvorhaben Opernhaus Auf Grundlage des Stadtratsbeschlusses vom 15. Dezember 2021, wonach die „weitere Planung einer Ausweichspielstätte für die (…) durch das Bauvorhaben Opernhaus verdrängte(n) Funktionen (…) mit der stadteigenen Immobilie Kongresshalle (KOH) erfolgen“ soll und „Vergabeverfahren für die Planungs-leistungen zeitnah“ einzuleiten sind, haben im Oktober 2023 fast alle Teilplanungen nach rund einjähriger Arbeit die Leistungsphase 3 erreicht; der Abschluss der Entwurfsplanung und die Vorlage einer Kostenberechnung sind für Mitte 2024 vorgesehen. Ein VOB-Verfahren für

Planung und Errichtung des notwendigen Ergänzungsbaus aus einer Hand im „Innenhof“ der KOH auf Grundlage der Beschlüsse des Stadtrats am 20. Juli 2022 wurde im April 2023 gestartet; im November 2023 liegen indikative Angebote vor, eine Vergabeentscheidung wird gleichfalls für Mitte 2024 erwartet. Bauvorbereitende Maßnahmen im Torso sind weitgehend abgeschlossen, erste Baumaßnahmen starten mit der Dekontamination von Flächen im „Innenhof“ noch im Jahr 2023. Für 2024 sind Baumaßnahmen an den Dächern und im Gebäudeinneren vorgesehen, der Ausbau im Gebäudebestand soll im ersten Halbjahr 2025 beginnen, die Errichtung des Ergänzungsbaus im „Innenhof“ im zweiten Halbjahr 2025. Ab Jahresbeginn 2024 wird der „Innenhof“ zur Baustellenfläche und muss geschlossen werden; die Möglichkeit, den historischen Ort zu sehen, bleibt – ergänzend zum „Balkon“ am südwestlichen Ende des Doku-Zentrums – über einen eigens eingerichteten Zugang südlich der derzeitigen Zufahrt erhalten.

 Kulturförderung Zu den im Geschäftsbereich Kultur angesiedelten Fördermöglichkeiten (Kultur in der Stadt, Fonds für Initiativgruppen, Fördertopf Kindertheater, feste Kostenstellen, Heimatpflege sowie den Kulturpreisen der Stadt Nürnberg) finden sich nähere Informationen in der Anlage.

 Höhepunktveranstaltungen In der städtischen Kulturlandschaft ist das Projektbüro (2.BM/Pb) für die Realisierung von Veranstaltungen im öffentlichen Raum und an besonderen Orten zuständig. Neben der Realisierung bewährter erfolgreicher Großveranstaltungen wie Bardentreffen, Klassik Open Air und Die Blaue Nacht gehört auch die Neukonzeption von innovativen Veranstaltungsformaten angesichts gesellschaftlicher Transformationen und der Einbezug der vielfältigen Stadtgesellschaft zu den Aufgaben des Projektbüros. Die von ihm realisierten Veranstaltungen reagieren auf relevante künstlerische, kulturelle, gesellschaftliche und wissenschaftliche Themen und Diskurse der Gegenwart und machen diese innerhalb der einzigartigen Stadtlandschaft mit ihren markanten Räumen für eine breite Öffentlichkeit erlebbar. Möglich ist diese hochkomplexe Arbeit durch den interdisziplinären Background und die vorhandene langjährige Expertise im Projekt- und Kulturmanagement, zu dem Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation ebenso gehört wie das betriebswirtschaftliches Management und Sponsoring- und Drittmittelakquise. Nur dadurch können die traditionsreichen Veranstaltungen erhalten und Neues aufgesetzt werden. Rund 70% der Veranstaltungskosten werden vom Projektbüro durch Drittmittel (Sponsoring, Spenden, Vergabe von Gastronomierechten, Eintritte, Handelswaren) gedeckt. Durch die damit verbundenen Unwägbarkeiten und aufwändigen Abstimmungsprozesse müssen in Zukunft verstärkt Personalressourcen auf Kommunikation sowie Drittmittelakquise und -management verwendet werden. Neben diesen konkreten Maßnahmen wird in Zukunft über die enge Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen und Persönlichkeiten aus zeitgenössischer Kunst und Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft, Stadtplanung und öffentlichem Leben hinaus die überregionale Vernetzung ausgebaut werden müssen.

Rückblick 2023

Das geplante Programm wurde erfolgreich realisiert. Der Publikumszuspruch zu „Die Blaue Nacht 2023“, die traditionell den Auftakt der Veranstaltungsreihe des Projektbüros der Stadt Nürnberg bildet, war groß. Rund 150.000 Menschen erlebten die Kulturnacht unter dem Motto „Botschaften“. Das Bardentreffen brachte als Festival der Weltmusik auch gesellschaftsrelevante Fragen zur kulturellen Aneignung ins Bewusstsein und verzeichnete bei idealen Bedingungen mit 220.000 Menschen einen Besucherrekord. Die an den beiden darauffolgenden Wochenenden durchführten Klassik Open Air-Konzerte waren trotz durchwachsenen Wetters mit über 100.000 Besucherinnen und Besuchern sehr erfolgreich. Die Stadt(ver)führungen zum Thema „Schlüsselerlebnisse“ erzielten mit 18.000 Besuchen und rund 4.000 verkauften Tickets eine Steigerung von 7%. Als einmaliges Sonderformat war es durch Fördermittel zur Belebung der Innenstädte auf Länderebene möglich, mit Mauerblümchen, dem „Festival zur Widerstandsfähigkeit“, den südlichen Teil des Stadtgrabens von Rosengarten bis zum Hauptbahnhof im Spätsommer neu zu erleben und zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern, Kulturinitiativen und der Stadtgesellschaft der Metropolregion Nürnberg eine Plattform zu geben. Rund 75 partizipative und interdisziplinäre Programmpunkte (Kunstinstallationen, Workshops, Talks, Konzerte) erlebten rund 6.000 Personen.

Die neue Leitung initiierte ab April 2023 neue Schwerpunktsetzungen unter Berücksichtigung aktueller Themen in Nürnberg im Hinblick auf Digitalisierung, Stadtplanung, internationale Sichtbarkeit und Einbezug der diversen Stadtgesellschaft, die sich in den zukünftigen Programmen widerspiegeln werden.

Ausblick 2024

Einerseits laufen aktuell die Planungen der Traditionsveranstaltungen:  „Zukunftsmusik“ ist ein vielschichtiges Format aus mehreren Modulen, das 2024-2025 mit den Mitteln partizipativer digitaler Kunst neues Leben in das verlassene Gebäude des ehemaligen Galeria Kaufhof bringen soll. In enger Zusammenarbeit mit Institutionen und Persönlichkeiten aus zeitgenössischer Kunst und Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft, Stadtplanung und öffentlichem Leben soll die Transformation der Stadt ein Forum im Zentrum bekommen. Ziel ist eine lebendige und integrative Kultur zu etablieren, die neue Erlebnisse ermöglicht, verbindet, inspiriert und nachhaltig wirkt. Realisiert werden soll das Projekt mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Innenstädte beleben“ der Bayerischen Staatsregierung zu 90%, weiteren Drittmitteln und 10% Mitteln der Stadt Nürnberg.  Die Klassik Open Air-Konzerte finden wieder im gewohnten Rhythmus statt. Am Sonntag, 21. Juli 2024 dirigiert das Konzert der Nürnberger Staatsphilharmonie deren neuer Generalmusikdirektor Roland Böer. Auf der großen Bühne im Luitpoldhain folgt am Samstag, 3. August das Konzert der Nürnberger Symphoniker unter Jonathan Darlington.  Eine Neuauflage von Stars im Luitpoldhain mit Größen der internationalen Jazz- und Popszene findet am Sonntag, 4. August statt.  Das Bardentreffen läutet vom 26. bis Sonntag, 28. Juli 2024 den Beginn der bayerischen Sommerferien ein. Der Fokus richtet sich auf das Mittelmeer als geographischen Ort des Transfers und der Verbindung und musikkulturellen Verschmelzungen zwischen Europa, Nordafrika und Vorderasien.  Die Stadt(ver)führungen stehen thematisch unter dem Arbeitstitel „Schätze“ und finden von Freitag, 13. bis Sonntag, 15. September statt.

Andererseits ist Neues in Arbeit:  Albrecht Dürer als innovative Künstlerpersönlichkeit neu zu beleuchten und Nürnberg auch auf der internationalen Landkarte zeitgenössischer Kunst neu zu verorten, ist das Ziel einer neuen Reihe mit Produktionen internationaler Künstlerinnen und Künstlern, beginnend mit John Akomfrah.  Die Programme des Projektbüros der Stadt Nürnberg erscheinen von 2024 an in einem neuen Erscheinungsbild, um ihnen eine neue Öffentlichkeit zu verschaffen und neue und weitere Partnerinnen und Partner und Künstlerinnen und Künstler zu gewinnen.  Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Social Media wird überarbeitet und in den Fokus gestellt, um die wachsenden Anforderungen an Öffentlichkeitswirksamkeit und Reichweite auch angesichts der Veränderung der Presse- und Medienlandschaft gewährleisten zu können.  Strukturelle Transformationsprozesse im Büro werden eingeleitet, um die auf Drittmitteln basierende Arbeit an den aufwändigen kulturellen Großprojekten der Stadt Nürnberg aufrecht erhalten zu können.

Unterstützt werden die Kulturfestivals weiterhin u.a. von: Albrecht Dürer Airport Nürnberg, Bayerischer Rundfunk, Bayern LB, Datev, ESW Bayern, Funkhaus Nürnberg, GEMA, GMN, Henriette- Schmidt-Burkhardt-Stiftung, Hüttinger Interactive Exibitions, Koch Invest, Lebkuchen Schmidt, N- Ergie Aktiengesellschaft, NÜRNBERGER Versicherung, Sparda-Bank Nürnberg, Sparkasse Nürnberg, Schutzverband Nürnberger Bratwürste, Tucher Privatbrauerei, VAG, VR Bank Metropolregion Nürnberg, wbg Nürnberg.

Anlage: Jahreskontrakt 2024 2. BM – Geschäftsbereich Kultur

 Personal- und Finanzsituation

2024** 2023* 2022
2024** 2023* 2022
Sollvollkraftstellen Gesamt (2. BM inkl. Projektbüro, KPZ und PR) 38,59 38,59 34,95
Istvollkraftstellen Gesamt (2. BM inkl. Projektbüro, KPZ und PR) --- 36,45 30,89

*Stand: 06.11.2023, ohne vorübergehende budgetfinanzierte Beschäftigung **Sollkraftstellen 2024 voraussichtlicher Wert

Die Zahl der Vollkraftstellen steigt in 2023 leicht an. Grund hierfür sind unter anderem organisatorische Umstrukturierungen bei 2. BM, die sich im Stellenplan niederschlagen. In 2023 wurden zur Sicherstellung der vorgegebenen 11%-Freihaltequote freiwerdende Stellen mindestens 3 Monate nicht besetzt. Aufgrund redaktioneller Fristen konnten etwaige Veränderungen der Stellenkapazität im Zuge der Haushaltsberatungen nicht berücksichtigt werden.

 Finanzdaten - Konsumtiv (K1)

2. BM inkl. Projektbüro, KPZ und PR

Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2024 Entwurf Ermächtigung 2023 Hochrechnung 2023
K1 Sachbudget 1.009.001 € 1.069.427 € 1.142.455 €
I1 0 € 0 € 1.616 €

Erläuterung: Das prognostizierte Defizit begründet sich zum einen mit einem sehr verregneten zweiten Klassik Open Air (jährliche Projektrisiko), der Abrechnung und damit verbundenen Teilrückzahlung einer Zuwendung aus 2021 (Einmaleffekt) sowie deutlich gestiegenen Kosten im Veranstaltungsbereich. In 2024 wird den Kostensteigerungen durch eine Ansatzerhöhung Rechnung getragen. Ansätze für die in 2024 nicht stattfindende Blaue Nacht werden dem Haushalt entnommen.

 Kulturförderung Bei 2. BM-Kultur sind folgende Fördermöglichkeiten angesiedelt:

**2024 *2023 2022
Kultur in der Stadt (lt. HH-Plan) darin sind enthalten: 320.900 € 320.900 € 320.900
Anträge an Kultur in der Stadt Zur Verfügung stehende Mittel: Zweckbindung für Meistersinger- festival Zuschussvergabe*** 280.900 € 10.000 € 133 280.900 € 10.000 € 280.900 € 140 280.900 € 10.000 € 315.137 €
Anträge an 2.BM-Kultur Zur Verfügung stehende Mittel für die 2. BM-Kultur: Zuschussvergabe 30.000 € 20 30.000 € 25.375 € 16 30.000 € 25.950 €
Fonds für Initiativgruppen Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung ste- hende Mittel: Zuschussvergabe *** 41.000 € 5 41.000 € 41.000 € 1 41.000 € 0 €
Fördertopf Kindertheater Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung ste- hende Mittel 30.000€ 9 30.000 € 13 30.000 €
Zuschussvergabe 21.300 € 29.240 €
Feste Kostenstellen/ Zu- schüsse Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung ste- hende Mittel* 58 6.255.825 € 57 6.000.788 € 57 5.885.585 €
Heimatpflege Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung ste- hende Mittel Zuschussvergabe 42.700 € 22 42.700 € 42.340 € 27 42.700 € 35.735 €
Literaturzuschüsse Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung ste- hende Mittel Zuschussvergabe 3.800 € 4 3.800 € 3.800 € 3 3.800 € 3.800 €
„Kulturpreise“ 30.000 € **** 20.000 € 30.000 €

* Stand 26.10.2023 ** Vorbehaltlich der Haushaltsberatungen für 2024 *** Die Fördertöpfe „Fonds für Initiativgruppen“ und „Kultur in der Stadt“ sind gegenseitig deckungsfähig. **** im Jahr 2023 wird der „Große Kulturpreis“ turnusmäßig nicht vergeben, daher verringert sich der Ansatz um 10.000 €

Haushaltsjahr 2022: Für die Künstlerinnen und Künstler sowie die Kulturschaffenden in Nürnberg war die Haltung der Stadtverwaltung und der Politik, dass im Jahr 2022 keine Kürzung der Zuwendungen vorgenommen wurde, ein wichtiges Signal der Wertschätzung und Beitrag zur Existenzsicherung. Tendenziell ist weiterhin mit einem erhöhten Aufkommen der Anträge auf Fördermöglichkeiten zu rechnen. Dies hat mannigfaltige Gründe: zum einen etwa nachlassende Sponsoring-Leistungen Dritter, zum anderen eine restriktivere Mittelvergabe diverser Stiftungen, die der aktuell bestehenden Zinspolitik auf den Kapitalmärkten geschuldet ist. Zu erwähnen wäre noch, dass viele dieser Künstlerinnen und Künstler ohne eine außerordentliche Förderung durch Hilfs- und Sonderförderprograme auskommen mussten. Weiterhin im Fokus steht, neben der Förderung bereits etablierter Projekte, die Förderung und Unterstützung neuer Formate. Das betrifft unmittelbar die Arbeit Kulturschaffender aus unterschiedlichen Sparten. Auch während Corona haben sich neue Formate entwickelt, z. B. Gametheaterprojekte, Audiowalk, Schaufensterausstellungen, UrbanLab, interdisziplinäre Projekte, deren Fortführung die Kulturlandschaft bereichern werden.

Haushaltsjahr 2023: Trotz der angespannten Haushaltslage der Stadt Nürnberg wurden keine Kürzungen der Zuwendungen vorgenommen, was ein tolles Zeichen der Stadtkämmerei und der Politik an die Kulturschaffenden in Nürnberg ist. Auch im Jahr 2023 wird sich die Förderung auf neue Formate konzentrieren, ohne dabei die etablierten Projekte aus den Augen zu verlieren und eine Unterstützung gewähren zu können. Viele Kulturschaffende fassen nach der Corona-Pandemie wieder den Mut, neue kreative Projekte zu planen und beantragen Fördermittel beim Geschäftsbereich Kultur der 2. Bürgermeisterin. Nicht zuletzt aufgrund der vor allem zu Beginn des Jahres 2023 hohen Inflation und der infolgedessen gestiegenen Kosten hat sich auch die Planung und Durchführung von Projekten und Veranstaltungen für die Kulturschaffenden verteuert und zu einer hohen Anzahl von Anträgen bereits in der ersten Jahreshälfte geführt. Diese können jedoch nicht alle mit den vorhandenen Mitteln gedeckt werden. Anbei eine Übersicht (Stand 25.10.203) über die zur Verfügung stehenden Fördertöpfe und deren Abnahmereduzierung im Kalenderjahr 2023.

Abbildung 1

Haushaltsjahr 2024:

Auch für 2024 ist zu erwarten, dass die Kulturschaffenden aufgrund der spürbar gestiegenen Kosten vermehrt Förderanträge oder auch solche in größerer Höhe stellen werden. Dies wird absehbar dazu führen, dass bei gleichbleibender Deckung die Mittel der Fördertöpfe schon früher im Jahr (ähnlich wie die obenstehende Übersicht veranschaulicht) zur Neige gehen werden oder weniger Anträge bewilligt werden können. Nichtsdestotrotz wird sich der Geschäftsbereich Kultur dafür einsetzen, weiterhin eine Vielzahl neuer und bereits etablierter Projekte zu fördern und dadurch zur Umsetzung zu verhelfen.

MSH/001/2023

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 01.12.2023 öffentlich Beschluss

Betreff:

Meistersingerhalle - Jahreskontrakt 2024

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Finanzdaten

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage MSH/001/2023

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage MSH/001/2023

Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2024 der Meistersingerhalle zu.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2024 der Meistersingerhalle (MSH)

Seit 2020 prägen gravierende Unwägbarkeiten den Betrieb der Meistersingerhalle. Bis heute wirkt sich die Pandemie auf die Buchungssituation der Meistersingerhalle aus. Hinzu kommen gravierende innenpolitische und weltpolitische Krisen. 2019 war die Meistersingerhalle mit über 960 Veranstaltungen und über 320.000 Besuchern bestens belegt und sehr gut ausgelastet. Die Buchungslage 2023 ist bislang inzwischen besser als 2022, allerdings führt eine große Gemengelage weder zu einer befriedigenden Auslastung noch zu einer verlässlichen Planung im Vorfeld. Das Vorhaben nach der Pandemie an 2019 anzuknüpfen zu können, konnte leider bislang nicht realisiert werden. In der Veranstaltungsbranche ist das deutschlandweit signifikant. Eine Studie des Meeting- & Eventbarometers Deutschland (Mai 2023 veröffentlicht) belegt eine Steigerung der Veranstaltungen, bildet aber immer noch nicht den gewünschten Bereich ab. Die Unsicherheit der Veranstalter drückt sich in kurzfristigen Buchungsanfragen bzw. –absagen aus und bestimmen den Arbeitsalltag. Vergleicht man die Auslastung von 2019 und heute lässt sich ein Defizit von ca. 20 % beziffern. Ansatzplanungen aus den Jahren 2020-2022 für die Jahre 2023 ff. sind nicht mehr realistisch. Wir versuchen diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und entwickeln konzeptionelle Lösungen.

 Enwicklungen der Veranstaltungen (Darstellung des Meeting- & Eventbarometers Deutschland, Mai 2023):

Abbildung 2

Wir hoffen auf weiter steigende Tendenz und Stabilisierung der Buchungslage, die aber nach wie vor durch unterschiedliche Unwägbarkeiten weiterhin nicht verlässlich planbar ist (mögliche neue pandemische Lage, Ukrainekrieg, Fachkräftemangel, hohe Krankentage). Die Erträge der Meistersingerhalle werden maßgeblich von den Einnahmen durch Konzerte, Tagungen, Kongresse und sonstige Veranstaltungen generiert.

 Sanierung und langfristige Planungen Die Sanierung der Meistersingerhalle, seit 30 Jahren ausstehend und mit Insellösungen erhalten, muss für die Aufrechterhaltung des Betriebs und in der Substanz dringend saniert werden. In den Fachplanungsprozess der Sanierungsmaßnahme ist die Meistersingerhalle intensiv eingestiegen. Eine Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse ist im Frühjahr zu erwarten. Bis zur Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen versuchen wir den Betrieb weiterhin mit Insellösungen und dem Einsatz all unserer Mitarbeiter sicher und effizient zu gestalten. Es ist immens wichtig, die Planungen der Sanierung mit den Fachplanern voranzutreiben, damit wir uns zeitnah nicht mit einer Situation konfrontiert sehen, die eine sofortige Schließung der

Meistersingerhalle erfordert. Sollte dieser Fall eintreten, benötigen wir lange Planungs- und Bauzeiten. In diesen Jahren könnten dann keine Erträge erwirtschaftet werden. Aktuell planen wir während der Bauzeit weitestgehend in den veranstaltungsstarken Monaten in den Vollbetrieb zu gehen.

Der Beschluss des Stadtrats, den Bau eines Konzerthauses westlich neben der Meistersingerhalle (MSH) einem Moratorium zu unterwerfen, hat weitreichende Konsequenzen für die MSH. Mit Blick auf den Konzerthausneubau unmittelbar neben der MSH und die Option einer Nutzung der MSH als Ausweichspielstätte im Rahmen des Bauvorhabens Operninterim, wurden in der MSH in den letzten Jahren Instandhaltungsbudgets gekürzt und bauliche Maßnahmen zurückgestellt. Der Stopp der Konzerthausplanungen und die grundsätzlich veränderten Überlegungen zum Operninterim haben nun zur Folge, das sich an Art und Inhalt des Betriebs der MSH bis auf Weiteres nichts ändert. Die MSH wird damit weiterhin der einzige Ort in Nürnberg für das „alltägliche“ Angebot an Showproduktionen und Orchesterkonzerten sein. Vor allem aber auch Tagungen und Kongresse im mittleren Segment (500-1.000 Teilnehmende), inzwischen auch vermehrt im internationalen Kontext, werden bis auf Weiteres nur in der MSH stattfinden. Für viele andere Veranstaltungen bleibt die MSH darüber hinaus in ihrer Funktion als Stadthalle erhalten und soll entsprechend erweitert werden (vgl. 500 qm Fläche / „Bevenue“ Studie). Wie mehrfach in der Kongressinitiative und von CTZ gefordert zeigt welche Bedarfe in der Messestadt vorherrschen.

Um den Veränderungen und Anforderungen der stetigen schnell entwickelten Veranstaltungsbranche nachkommen zu können muss immer wieder das Anforderungsprofil auf den Prüfstand gestellt werden. Wir planen als innovatives, agiles Team im Bereich Veranstaltungen und Sanierung den Anforderungen der Branche Stand zu halten und diese weiterentwickeln zu können. Das Team der Meistersingerhalle wird die Veränderungen mit Weitsicht, mit souveränem Umgang der Komplexität, sowie Motivation und Innovation die Meistersingerhalle zielführend und wirtschaftlich voranbringen. Mehr denn je muss sich die Veranstaltungsbranche aktiv darum bemühen, die richtigen Charaktere für diese Aufgaben zu gewinnen, auszubilden und zu binden, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken zu können. Denn ohne die vielen motivierten Mitarbeitenden an den Mischpulten, in der Haustechnik, in der Lichtregie, in der Veranstaltungsplanung und den zahlreichen weiteren Gewerken, sind keine Konzerte, Kongresse, Messen und Events aller Art möglich und realisierbar. Gerade in Zeiten eines enormen Fachkräftemangels müssen Stellen entsprechend besetzt werden, um die Aufgaben zielführend, effizient und gewinnbringend für die Stadt Nürnberg voranbringen zu können. Die Arbeitsbelastung in diesem Wirtschaftszweig ist sehr hoch. Die außergewöhnlich hohen Leistungsanforderungen sind ein stetig steigendes Merkmal der Branche. Ein Konzert- und Kongresshaus in dieser Größe muss internationaler Standards entsprechend aufgestellt sein, um im Rahmen zur Erfüllung der von der Stadt Nürnberg vorgegebenen Zielvorgaben (besonders im Kongress- und Messegeschäft) auch in Zukunft effizient und wirtschaftlich agieren zu können. Die Meistersingerhalle ist, wenn sie mit einem aktualisierten Stellenplan und entsprechend der Anforderungen der Branche agieren kann gewinnbringender aufgestellt (gerade mit Blick auf vergleichbare Häuser). Die wichtigste Infrastruktur zur Durchführung von Veranstaltungen ist das Veranstaltungszentrum selbst. Entstehende wirtschaftliche direkte und indirekte Effekte kommen der Stadt, der Region und deren Wirtschaft zugute. Veranstaltungszentren entfalten erhebliche makroökonomische Wirkungen am Standort. Veranstaltungen generieren Hotelübernachtungen, Gastronomiebesuche und Einkaufsbummel. Eine hohe Zahl von Arbeitsplätzen wird geschaffen und gesichert sowie hohe Steuereinnahmen für die Kommune generiert.

Die Anpassung der Personalausstattung wird seit Jahren gefordert und war bereits ohne die Zusatzaufgabe „Sanierung“ eminent. Die Studien von „actori“ und „bevenue“ sowie das Personaltableau der „Kulturexperten“ (Studie Herbst 2020) beleuchten diese Problematik mehrfach und tiefgreifend. Die Folgen des Personalmangels, einer aus MSH-Sicht nicht der Arbeitsleistung entsprechenden branchenüblichen Bezahlung (Eingruppierung) befördern die Mehrbelastung der vorhandenen Belegschaft, beschränken die Angebote und folglich weitere Ertragserwirtschaf-

tung, steigende Arbeitskosten durch externe Dienstleister, Verlust von Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit, Fachkräftemangel (Attraktivität des Arbeitsgebers muss maßgeblich vorangetrieben werden, um erhöhte Fluktuation zu vermeiden).

Gerade deshalb ist es so wichtig, die Meistersingerhalle nach den Einschränkungen der Pandemie mit Weitsicht schnellstmöglich zielführend für die nächsten Jahrzehnte aufzustellen, um die Verfügbarkeit von Tagungs- und Kongresskapazitäten in Nürnberg zu erhöhen und weiter voranzubringen. Mit den Dienststellen des Querschnitts, des Personalrats und des Geschäftsbereichs ist es uns gelungen fünf Stellen entsprechend des jeweiligen Anforderungsprofils in der Entgeltgruppe zielführend einzuordnen.

Wir arbeiten an einer zukunftsfähigen Konzeption, die sowohl die Meistersingerhalle wieder auf einen aktuellen Stand und den „Alten Glanz“ in neue Zeit versetzt. Was war die Meistersingerhalle für ein Vorzeigeobjekt, 60 Jahre später ist einiges geblieben – das dringend erhalten werden muss. Die Meistersingerhalle muss im Betrieb künftig nachhaltig und den aktuellen Anforderungen der Branche entsprechend neu aufgestellt werden. Die Veränderungen müssen jetzt eingeleitet werden, auch künftig mit Weitsicht betrieben und wirtschaftliche Potentiale entwickelt sowie herausgearbeitet werden.

Anlage: Jahreskontrakt 2024 der Meistersingerhalle (MSH)

 Finanzdaten konsumtiv

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2024 Entwurf Planungsstand 15.05.2023 Ansatz 2023 Januar - Juli 2023 Hochrechnung 2023
K1 Erträge -2.668.339 -2.779.200 -1.856.661 -2.393.109
K1 Aufwendun- gen 1.602.037 1.645.982 759.857 1.633.425
K1 Sachbudget -1.066.302 -1.133.278 -1.096.804 -759.684

Aus dieser Sicht zeichnet sich zum Jahresende ein Budgetüberschuss ab. Bei der Betrachtung des Deltas zwischen Ist und Ermächtigung zeichnet sich zum Jahresende ein Budgetdefizit von ca. 370.000 Euro ab. Die aktuelle Tendenz anhand des Zeitraumes 01.08.-11.10.2023 zeigt eine geringe Verbesserung zur ersten Prognose – ca. 280.000 - 300.000 Euro Defizit.

Hohe Ausgaben ergeben sich durch kleinere und größere Unterhaltsmaßnahmen bis zur Sanierung, der Personalbezug von externen Dienstleistern, damit der Betrieb der Halle gewährleistet werden kann sowie die stark gestiegenen Preise durch die Inflation.

Die geplanten Erträge konnten bis dato noch nicht erreicht werden und werden zum Jahresende wahrschein nicht erreicht. Dies ergibt sich durch die Pandemie und dem Ukrainekrieg, aber auch durch die aktuelle wirtschaftliche Lage. Es kommt immer wieder zu Veranstaltungsabsagen oder Verlegungen in kommende Jahre.

 Anzahl der Veranstaltungen

Das Ziel ist es weiterhin die Halle an einen möglichst hohen Auslastungsgrad zu bringen. Aufgrund verschiedener Einflüsse ist dies jedoch aktuell schwer umzusetzen. Mit den kommenden Sanierungsabschnitten und damit einhergehender längeren Schließzeiten ist eine Vollauslastung ebenfalls schwer umzusetzen.

Ansatz 2024 Ansatz 2023 Januar - Juli 2023 Hochrechnung 2023
Gesamtzahl Veranstaltungen 750 894 364 710

Anlage zum Jahreskontrakt 2024 Meistersingerhalle

Av/002/2023

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 01.12.2023 öffentlich Beschluss

Betreff:

Stadtarchiv - Jahreskontrakt 2024

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Personal- und Finanzdaten

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Av/002/2023

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage Av/002/2023

Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2024 des Stadtarchivs zu.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2024 des Stadtarchivs (Av)

 Digitale Fachstrategie Die im Jahreskontrakt 2023 avisierten Ziele zum Strategiekonzept wurden fast alle erreicht: Das Speicherkonzept steht. Das Leitbild für das Stadtarchiv ist fertig und wird vor Plan am 06.12.2023 verabschiedet. Die Arbeiten zum Community bzw. Audience Development sind weit fortgeschritten und eine Plattform für das Wissensmanagement wurde definiert. Die Installation von WLAN bei Av, die in vielen Häusern inzwischen gängiger Service für die Benutzer und auch zur digitalen Magazinverwaltung dringend erforderlich ist, konnte aufgrund fehlender Kapazitäten bei H noch nicht umgesetzt werden. Sowohl die initiale Prozesslandkarte für Av als auch die Definition digitaler Übernahmeprozesse sind hingegen vor Plan abgeschlossen. Letztere erlaubt eine Priorisierung der digital angebotenen Bestände bzw. Ablieferungen. Aus deren Anzahl und Format resultieren jedoch für die nächsten Jahre Umsetzungsarbeiten, die im Kontext einer weiteren Reduktion des Personals wohl kaum angegangen werden können, vielmehr wäre hier ein Ausbau der Ressourcen erforderlich. Im kommenden Jahr wird die Etablierung eines Wissensmanagements für Av sowie die Erstellung eines Dokumentationsprofiles im Mittelpunkt stehen. Ersteres ist angesichts der zahlreichen Ruhestandseintritte dringend geboten, mit letzterem soll eine Darstellung der Nürnberger Geschichte möglich werden, die nicht nur die amtliche Überlieferung, sondern umfassend die Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt. Für die interne Organisation unserer Arbeit ist geplant, die Vorbereitung des Jahreskontraktes ab dem nächsten Prozess in Zielvereinbarungskolloquien bis auf Abteilungsebene herunter zu brechen. Auch die kontinuierliche Erstellung eines Schadenskatasters soll vom Projekt in den Leistungsauftrag übergehen. Weiterhin verfolgt werden Arbeiten zum Audience Development, deren Ergebnisse auch in Methoden zur Einholung von Kundenfeedback einfließen sollen. Beide Projekte werden noch 2024 abgeschlossen, genau wie einige kleinere Aufgaben im Rahmen der Fachstrategie. Neben der Evaluierung der Umsetzung des Online-Zugangsgesetzes und der Machbarkeit des Once-Only Prinzips bei Av ist dies unter anderem auch die Einrichtung des digitalen Lesesaales, zu der mit der 10. Version unserer Archivsoftware FAUST demnächst hoffentlich das passende Werkzeug zur Verfügung steht. Weiterhin ist geplant, partizipative Elemente in der Arbeit von Av fortzuführen. Angesichts der anstehenden Stellenstreichungen ist eine tatsächliche Realisierung dieses Zieles jenseits der Beschreibung von Aufgaben jedoch nicht realistisch.

 Records Services: Einrichtung einer Fachstelle Schriftgutverwaltung als zentraler An-

sprechpartner für die Verwaltung

Die Beratungs- und Serviceleistungen von Av werden innerhalb der Stadtverwaltung intensiv genutzt. Zur Bündelung unserer Angebote wurden Anfang 2023 die Records Services ins Leben gerufen. Sie umfassen Records Management (Schriftgutverwaltung), Records Center (Auftragsverwahrung und Digitalisierung) sowie Records Appraisal (Aussonderung, Bewertung und Übernahme). Av bewirbt sein Leistungsportfolio aktiv durch analoge und digitale Info-Veranstaltungen (z.B. für Dienststellenleitungen, Digitalkoordinationen) oder einen neu gestalteten Flyer. Innerhalb der Archivcommunity werden die fachlichen Entwicklungen bei Av mit Interesse verfolgt. Für Frh konnten 2023 rund 65.000 kostenpflichtig ausgelagerte Sterbefallakten nach Nürnberg zurückgeholt werden. Die Aufnahme von rund 3.600 Regalmetern Baugenehmigungsakten im Records Center im Rahmen von Sanierungsarbeiten im Bauhof bis ins 2. Quartal 2024 vermeidet die kostenintensive Anmietung von Ausweich-Lagerräumen. Ein Konzept zur mittelfristigen Verwahrung digitaler Informationen (Digitales Zwischenarchiv) wird kommendes Jahr umgesetzt. Die Bestände von Av konnten allein letztes Jahr durch Abgaben von 17 städtischen Dienststellen Zugänge erfahren. Für 2024 hat Ref. VI umfassende Aussonderungen der nachgeordneten Dienststellen angeregt. Auch zu halbamtlichen Überlieferungsbildnern wie städtischen Beteiligungen (z.B. PEG, Kh) müssen in Zukunft vermehrt Kontakte geknüpft werden (z.B. durch vertragliche Archivierungsvereinbarungen). Nach Abschluss der DMS-Basis-Rollout-Projekte stehen fachliche Anforderungen im Fokus. So besteht Beratungsbedarf für ein rechtssicheres und transparentes Verwaltungshandeln, u.a. die Konzeption von Aktenplan- und Ablagestrukturen sowie der Wunsch, Prozesse papierlos und effizient im DMS abzubilden. Dazu bedarf es einer Kooperation mit IT und DiP zur Gestaltung

von Muster-Laufwegen. Der Bedarf nach einer umfassenden Digitalisierung von Bestandsakten führt zu steigendem Beratungs- und Schulungsbedarf. Die Auswirkungen des Starkregenereignisses vom 17.08.2023 zeigen im analogen Bereich einen weiterhin vorhandenen Unterstützungsbedarf (z. B. Schimmelprävention). 2024 wird im Hinblick auf den Umzug nach The Q die Abgabe nicht digitalisierter Unterlagen von J fortgesetzt. Vermehrte Bestellungen aus dem Zwischenarchiv erfordern eine Verfeinerung der Logistik sowie die Einrichtung einer Scan-on-Demand-Station. Digitalisierungsprojekte wurden bislang bevorzugt an die noris inklusion vermittelt. Aufgrund des anhaltend hohen Bedarfs der Dienststellen muss das Records Center nun auch bei der externen Vergabe (z.B. bei SUN und OA) unterstützen.

 Digitales Archiv Im Zuge der Digitalen Fachstrategie Av wurde eine Priorisierung der Übernahmekonzeption für die bei Av anfallenden digitalen Archivaliengattungen vorgenommen. Es wurden 11 digitale Archivaliengattungen identifiziert. Priorisiert wurden Ton- und Videodokumente sowie bestimmte Datenbanken, die aufgrund ihres Formats in absehbarer Zeit nicht mehr allgemein zugänglich sein werden. Ohne Aufstockung des Personalstands können 2024 nur die dringendsten Arbeiten unmittelbar angegangen werden: Mit Blick auf dringend erforderliche Maßnahmen zur Bestandserhaltung werden genuin digitale wie auch analoge Ton- und Videoaufnahmen in den Beständen ermittelt und in langzeitstabile Formate konvertiert bzw. Sicherungsdigitalisate angefertigt. Auch anderes Archivgut, das bislang auf verschiedenen Datenträgern in den Magazinen lagert, wird in diesem Zuge ausgelesen und in das Langzeitarchivierungssystem DiPS.kommunal überführt. Die Übernahme der Tonaufnahmen des Stadtrats und seiner Ausschüsse wird ebenfalls fortgesetzt. Aufgrund der damit verbundenen Prüf- und Korrekturmaßnahmen (Vollständigkeit der Überlieferung, fehlerhafte MP3-Dateien) wird die Übernahme noch einige Zeit in Anspruch nehmen (im Jahreskontrakt 2023 war der Abschluss für dieses Jahr vorgesehen). Zudem werden Fotos amtlicher und nichtamtlicher Herkunft in DiPS.kommunal übernommen. Dafür steht ein 2023 entwickelter Basisworkflow zur Verfügung. Dieser deckt die komplette Übernahme bis zur Verzeichnung in der Archivsoftware FAUST einschließlich des Imports von Vorschaubildern ab und wird individuell angepasst.

 Projekt Stadtteilhandbuch Die Grundlagen zur Erstellung eines Stadtteilhandbuches für Nürnberg waren schon 2022 mit der Veranstaltung eines Methodentages gelegt worden. Aus dessen Erträgen wurde eine Gliederung für den Band und die Aufsätze zu den einzelnen Stadtteilen erstellt, an denen seit April 2023 die ersten Autorinnen und Autoren arbeiten. Das Stadtteilhandbuch war zudem Thema von Av bei der Langen Nacht der Wissenschaften am 21.10.2023. Geordnet nach Eingemeindungsjahrgängen kommen immer weitere Beiträge hinzu, flankierend zu den Autorenkolloquien ist zudem mit der entsprechenden Stelle bei BgA eine Form der E- Partizipation geplant. Insgesamt ist vorgesehen, bis 2026 Beiträge zu erfassen und zu redigieren und den Band anschließend zu gestalten und herauszugeben. Durch die stark modulare Struktur eignet sich das Projekt zudem zur Wiedergabe in einer Datenbank.

 Projekt Historische Nürnberger Friedhöfe Das 2021 begonnene wissenschaftliche Projekt zur Gesamterfassung aller historischen Gräber und Epitaphien auf den Friedhöfen St. Johannis und St. Rochus ist mit geringen Haushaltsmitteln und hauptsächlich aus Drittmitteln finanziert (Haller’sche Forschungsstiftung und Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg) weiter fortgeschritten. Der erste Projektschritt, die Anlage einer einzelnen Einheit zu jedem Grab und Epitaph, steht kurz vor dem Abschluss. In derzeit rund 6.500 Datensätzen wurden 4/5 des Johannisfriedhofs, die Johanniskirche, die Holzschuherkapelle, der gesamte Rochusfriedhof und der gesamte Wöhrder Friedhof in ihrem Altbestand, insgesamt rund 3.500 Gräber und Epitaphien erfasst. Die Anschlussfähigkeit an die Dokumentation von Gräbern und Epitaphien aus der frühindustriellen und industriellen Zeit bis in die Gegenwart ist durch die Kooperation mit der kirchlichen Verwaltung gegeben. In der Software MonArch sollen die Daten zusammengestellt werden.

Für 2024 ist die virtuelle Zugänglichmachung der bisherigen Grunderfassung auf der Homepage von Av geplant. Zudem wurde bei der Haller’schen Forschungsstiftung ein Antrag auf Förderung für den nächsten Projektschritt gestellt: dieser soll die Grundlagenerfassung um sozial- und wirtschaftsgeschichtlich bedeutsame Angaben aus der Amtsbuchüberlieferung des Landeskirchlichen Archivs ergänzen. Am Ende steht ein Grundlagenwerk zur Bevölkerungsgeschichte der Stadt Nürnberg für den Zeitraum von ca. 1550 bis 1850, das sowohl quantitative als auch qualitative Analysen ermöglicht.

 Projekt Nürnberger Häuserbuch (TopoN) Die Arbeiten für das Projekt TopoN wurden in der östlichen Lorenzer Altstadt fortgesetzt. Nach Abschluss des Barfüßerviertels folgten die weiteren Gebäudeensembles im Umgriff der Lorenzkirche und an der nördlichen Königstraße, um die Dokumentation der städtebaulichen Entwicklung im eigentlichen Zentrum der Lorenzer Stadtseite abzuschließen: Bearbeitet wurde Block 1 des Kartäuserviertels mit 24 Liegenschaften (‚Dudaeck‘ heute ‚Müller‘) und Block 6 des Frauenbrüderviertels mit 25 Hausobjekten (u.a. mit Nassauerhaus). Parallel wurden die Arbeiten im nordöstlichen Frauenbrüderviertel fortgesetzt. Dabei wurden die noch ausstehenden Gebäude des großen Blocks F 1 (8 Hausobjekte) sowie alle Liegenschaften des Blocks F 2 (16 Hausobjekte) bearbeitet. Die Quartiere weisen eine ausgesprochen komplexe Bau- und Nutzungsgeschichte auf, die von nicht wenigen Dismembrationen, aber auch Vereinigungen, teils interimsweise, geprägt sind. 2024 wird der Focus auf die zentralen Gebäudeensembles in der Stadtmitte an der Pegnitz gelegt. Auf der Lorenzer Stadtseite sind dies Blöcke des Elisabethviertels (u.a. Sattlerbad, Krötenmühle) zwischen Fleischbrücke und Karlsbrücke sowie die Baiernmühle auf einer Pegnitzinsel. Auf der Sebalder Stadtseite wird der äußerst bedeutende Häuserblock zwischen Museums- und Fleischbrücke bearbeitet und westlich fortgesetzt (Fleischbrücke, Fleischhaus bzw. Fleischbänkebad, Pfannenmühle bzw. Tuchhaus). Im Anschluss ist die Bearbeitung des östlichen Hauptmarkts bis St. Sebald vorgesehen. Hier würde mit dem Heilsbronner Hof begonnen werden und die Bearbeitung in der Reihenfolge Frauenbrüder-, Augustiner-, Prediger- und Egidienkloster fortgesetzt werden.

 Social Media Die beiden von Av seit Juli 2020 bespielten Kanäle instagram und facebook werden weiterhin intensiv von Followern genutzt. 2023 war ein leichtes, aber konstantes Wachstum zu verzeichnen, so dass 2023 auf instagram rund 9.500 und auf facebook rund 1.700 Personen das Angebot wahrnehmen. Hauptzielgruppen sind nach wie vor an der Stadtgeschichte interessierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters, wobei mit rund 70 % der Großteil der erreichten Personen zwischen 18 und 44 Jahre alt ist. Die veröffentlichten Beiträge von Av werden regelmäßig geliked, kommentiert und geteilt. Durch Kommentare und Nachrichten von Nutzerinnen und Nutzern kann eine positivere und intensivere Wahrnehmung der Dienststelle Av durch Bürgerinnen und Bürger festgestellt werden. Auf den Kanälen angekündigte Veranstaltungen werden wahrgenommen und besucht. Das Angebot wird 2024 durch die Reihe „True Crime“ und weitere thematische Reihen sowie interaktive Formate erweitert.

 Ausstellungen Ab 26.11.2023 ist auf dem Friedhof Wöhrd die Dauerausstellung mit dem Titel „Totengräberhaus Wöhrd. Museum für Ortsgeschichte und Bestattungskultur“ zu sehen, die von Av kuratiert und konzipiert wurde. Kooperationspartner sind die Kirchengemeinde St. Bartholomäus Wöhrd, der Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg, die Altstadtfreunde e.V. sowie der Vorstadtverein Nürnberg-Wöhrd von 1877 e.V. Die Ausstellung ist in der Regel zu den Öffnungszeiten des Friedhofs zu besichtigen, eine Online-Präsentation der Inhalte gewährt einen barrierefreien Zugang. Seit Spätherbst 2023 ist die zusammen mit dem Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. gestaltete Online-Ausstellung „Mögeldorf: Gefunden – Erschlossen – Gezeigt“ zur Sammlung des Mögeldorfers Edwin Hölzl zu sehen. Die Ausstellung im großen Foyer wird sich 2024 dem Thema „Brücken in Nürnberg“ widmen und von Ende Mai bis Mitte Oktober gezeigt. Kooperationspartner ist das Institut für Bauingenieurwesen an der TH Georg Simon Ohm (Prof. Dr. Wanzek). Ein Katalog ist in Vorbereitung. Ab Oktober

2024 wird eine weitere Online-Ausstellung mit einem analogen Teaser im kleinen Foyer zum Thema „Neu im Stadtarchiv. Neuzugänge aus den Jahren 2022-2024“ zu sehen sein. Diese wird von der Abteilung 3 für nichtamtliches Archivgut und Sammlungen konzipiert und umgesetzt. Überblick über Ausstellungen und Veranstaltungen (sowie Publikationen) 2023 und Planung 2024 siehe Anlage zum Jahreskontrakt.

 Städte-Quadralog Zu den Partnern des Städtetrialoges Krakau – Nürnberg – Prag tritt 2024 als vierter Partner die Stadt Wien hinzu und gibt mit einer Tagung zur Migration in der Vormoderne vom 6.-8.11.2024 seinen Einstand in diesem Kreis. Um eine in den jeweiligen Partnerstädten gleichmäßige Möglichkeit zur Vorbereitung unter Einbindung aller relevanten Kulturinstitutionen zu gewährleisten, wurde von Av für Nürnberg ein Ortskomitee unter Beteiligung von KuM, BCN (StB), und FAU gegründet, das Vorschläge für Themen und Vortragende sammelt und so das Programm mitgestaltet.

Anlage: Jahreskontrakt 2024 des Stadtarchivs (Av)

 Personal- und Finanzsituation

2024* 2022
2024* 2023
Sollvollkraftstellen Gesamt 37,95 37,95 37,95
Istvollkraftstellen Gesamt --- 35,85 35,92

Stand:24.10.2023 *Sollkraftstellen 2024 voraussichtlicher Wert

Die Zahl der Vollkraftstellen ist gegenüber dem Vorjahr unverändert, dies gilt auch für 2024. Aktuell sind zwei Sachbearbeiterstellen (sowie ein Stellenanteil von 0,1 VK) unbesetzt, im kommenden Jahr werden voraussichtlich vier Stellen frei und müssen im Hinblick auf die Kontinuität und Fachlichkeit in der Aufgabenwahrnehmung mit ausgebildetem Fachpersonal nachbesetzt werden. Aufgrund der seit Jahren von Av betriebenen Personalbedarfsplanung stehen hierfür fünf von derzeit sechs von Av ausgebildeten Personen (drei FAMIs, zwei Anwärter, ein Referendar) bereit, die ihre Ausbildung im Sommer bzw. Herbst 2024 aller Voraussicht nach erfolgreich abschließen werden. Außerhalb des Stellenplans sind bei Av zwei FSJ-Kräfte, drei größtenteils über das Teilhabe- Chancen-Gesetz finanzierte Hilfskräfte sowie vier NOA-Kräfte im Einsatz.

 Finanzdaten konsumtiv

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2024 Entwurf Ansatz 2023 Januar - Juli 2023 Hochrechnung 2023
K1 Erträge 180.250 147.500 72.602 203.897
K1 Aufwendun- gen 536.354 537.920 220.770 550.701
K1 Sachbudget 356.104 390.420 148.168 382.085

 Finanzdaten investiv (I1)

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2024 Entwurf Ansatz 2023 Januar - Juli 2023 Hochrech- nung 2023
Immaterielles / Bewegliches Ver- mögen 213.500 12.187 28.969 27.097
Geringwertige Wirtschaftsgüter Entfällt ab 01.01.2019 – bis 800 € Gebrauchsgegen- stände SK 62142000
I1 Auszahlungen 213.500 (beantragt) 12.187 28.969 27.097

2023 standen/stehen Av im I1 keine Mittel zur Verfügung, Finanzierung über Ausgleich mit K1- Budget und Übertragungen für Beschaffungen aus dem Haushalt 2022, zwischenzeitlich auch erfolgt.

Historische Bildungsarbeit: Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen

  1. Ausstellungen und Veranstaltungen 2023 und Planung 2024:

  2. Mai 2023:

Beteiligung an der Blauen Nacht (Historische Weinprobe)

  1. Mai bis 15. Oktober 2023: Ausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte „Neuanfänge: Heimatvertriebene in Bayern“ (Großes Foyer der Norishalle). Mit Begleitprogramm (Gesprächsabend, Vortrag, Lesung, Zeitzeugengespräche und Führungen)

  2. Juni 2023: Beteiligung am Abend der Begegnung im Rahmen des Evangelischen Kirchentags (Bücherund Schriftenstand)

  3. Juni 2023: Vorstellung von drei neuen Bänden der Reihe „Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte“ (Norishalle, Hybridveranstaltung mit Schaltung nach Tokio, im Einzelnen siehe unten)

  4. Juni bis 18. August 2023: Ausstellung „17. Juni kompakt. Der Volksaufstand in der DDR 1953“ (Kleines Foyer der Norishalle)

21./22. Juli 2023: Tagung „Humanistische Memorialkulturen in Nürnberg und Europa 1450-1550“ (Hirsvogelsaal, Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft u.a. Kooperationspartner)

  1. Juli bis 3. September 2023: Fotoausstellung „Entlang der Pegnitz. Vor den Toren der Stadt“ (Sommerausstellung im Handwerkerhof)

  2. September 2023: Präsentation von Norica Heft 19 (Schwerpunktthema: „Bauen in Nürnberg“) im Rahmen eines

Gesprächsabends (IHK, Marktvorstehersaal)

  1. September 2023 bis 8. März 2024: Ausstellung „‘Die brennendste aller sozialen Fragen‘. Kommunale Wohnungspolitik 1918-1954 in München, Nürnberg und Erlangen (Kleines Foyer der Norishalle)

  2. Oktober 2023:

Beteiligung am Maustag „Türen auf mit der Maus“ zum Thema „Schätze“

  1. Oktober 2023: Beteiligung an der Langen Nacht der Wissenschaften (Beitrag: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Das Projekt ‚Stadtteilhandbuch Nürnberg‘“)

Ab 26. November 2023: Dauerausstellung „Memento mori. Leben und Sterben in Wöhrd“ (Totengräberhäuschen auf dem Wöhrder Friedhof und Online-Präsentation (Kooperation u.a. mit der Kirchengemeinde St. Bartholomäus Wöhrd und dem Vorstadtverein Nürnberg-Wöhrd von 1877 e.V)

Ab Spätherbst 2023: Online-Ausstellung zur Sammlung des Mögeldorfers Edwin Hölzl (in Zusammenarbeit mit dem Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V.) Planung 2024

  1. März 2024:

Teilnahme am 11. bundesweiten Tag der Archive (2022 entfallen wegen Covid)

Frühjahr 2024:

Beitrag zu 600 Jahre Ostermarkt

Ende Mai bis Mitte Oktober 2024:

Ausstellung „Brücken in Nürnberg“ (Arbeitstitel)

Ende Juli bis Anfang September 2024:

Sommerausstellung im Handwerkerhof „Vor den Toren der Stadt“ (Arbeitstitel)

Ab Oktober 2024:

Online-Ausstellung „Neu im Stadtarchiv. Neuzugänge aus den Jahren 2022-2024“

  1. bis 8. November 2024: Tagung zur Migration in der Vormoderne (Kooperationsveranstaltung des zum Städte-Quadralog ausgeweiteten Städte-Trialogs Krakau – Nürnberg – Prag in Wien)

  2. Publikationen 2023 und Planung 2024 ff. Quellen und Forschungen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg (QGKN): o QGKN 42: Repertorium Academicum Norimbergense. Biogramme zu den Nürnberger Studenten und Gelehrten des späten Mittelalters. Bearbeitet von Thorsten Schlauwitz o QGKN 43: Die Nürnberger Bürgerbücher III. Das Meisterbuch von 1429 bis 1462, das Papierene Bürgerbuch für die Vorstadt von 1430 bis 1462 und das Pergamentene Bürgerbuch für die innere Stadt von 1449 bis 1501. Bearbeitet von Peter Fleischmann.

In Vorbereitung:  Das älteste Nürnberger Briefbuch (1404-1408). Struktur, Inhalt und Auswertung. Mit einer kommentierten Edition (Band II Edition). Bearbeitet von Sabrina Späth  Briefbuch II der Reichsstadt Nürnberg (7. Februar 1408 – 12. August 1409). Bearbeitete und kommentierte Edition von Anna Bub, Julian Krenz, Martin Mayr, Katharina Neumeier (Editionsprojekt „Die Briefbücher der Reichsstadt Nürnberg“, Kooperation mit Staatsarchiv Nürnberg und DFG)  Briefbücher III  Müllners Annalen Band IV, bearbeitet von Michael Diefenbacher  1000 Jahre Mögeldorf

Nürnberger Werkstücke zur Stadt- und Landesgeschichte (NW), herausgegeben von Arnold Otto in Verbindung mit Werner K. Blessing, Franz Fuchs und Georg Seiderer: o NW 77: Anthony Sprengel: Die Gründungsgeschichte des Nürnberger Kinderspitals 1861-1876 o NW 78: Sabrina Späth: Das älteste Nürnberger Briefbuch (1404-1408). Struktur, Inhalt und Auswertung (Band I) o NW 79: Hiromi Abe-Kosaka: Die „Außenpolitik“ der Reichsstadt Nürnberg im 15. Jahrhundert – Korrespondenz und Gesandtschaften des Nürnberger Rates In Vorbereitung:  Wolf-Martin Hergert: „Der schlechteste Weg der Erziehung geht über den Verstand“. Das Höhere Nürnberger Schulwesen im Nationalsozialismus

 Harald T. Leder: Hoffen auf die Jugend. Amerikanische Initiativen und deutsch - amerikanische Kooperation beim Neubeginn der Jugendarbeit und Jugendwohlfahrt nach 1945 in Nürnberg  Maria Horn: Die „wohlgeformte Stadt“. Stadtentwicklung, Stadtplanung und Kommunalpolitik in Nürnberg 1956 bis 1978

Ausstellungskataloge des Stadtarchivs Nürnberg: In Vorbereitung:  Katalog zur Brückenausstellung

Außerdem: o Norica. Berichte und Themen aus dem Stadtarchiv Nürnberg Heft 19 (Themenschwerpunkt: „Bauen in Nürnberg“)  In Planung: Heft 20 (2024), Schwerpunktthema: „Märkte und Messen“ (Arbeitstitel)

o Jahreskalender 2024 „Entlang der Pegnitz. Ein fotografischer Spaziergang“  In Planung: Jahreskalender 2025: „Vor den Toren der Stadt“

Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN)

 Band 110/2023 (erscheint im Dezember 2023)  In Vorbereitung: MVGN Band 111/2024

Nürnberger Forschungen (NF)

o NF 33: Tagungsband „1219 – Nürnberg wird frei. Aufbruch zur Metropole in staufischer Zeit (8./9.11.2019)

BCN/007/2023

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 01.12.2023 öffentlich Beschluss

Betreff:

Bildungscampus Nürnberg - Jahreskontrakt 2024

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Personal- und Finanzdaten

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage BCN/007/2023

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage BCN/007/2023

Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2024 des Bildungscampus Nürnberg zu.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2024 des Bildungscampus Nürn-

berg (BCN)

Der Bildungscampus Nürnberg versorgt die Bürgerinnen und Bürger mit einem breit gefächerten und kontinuierlichen Bildungs-, Lern- und Medienangebot an zahlreichen Standorten in der Stadt. Er befördert das lebenslange Lernen, bietet niederschwellig den freien Zugang zu Informationen und Wissen und ermöglicht dadurch kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe.

 Finanzen und Organisation Im Laufe des Jahres 2023 konnte in allen Bereichen des BCN eine deutliche Erholungstendenz in Richtung vorpandemischer Zeiten festgestellt werden. In einzelnen Aufgabenfeldern wurden bereits die Leistungs- und Kennzahlen des Jahres 2019 wieder erreicht. Flächendeckend ist jedoch weiterhin von einer längeren Erholungsphase auszugehen, da sich das Nutzungsverhalten der Bevölkerung auf Grund der erneut veränderten Rahmenbedingungen (z.B. Inflation) verändert hat. Trotz dieser Beschränkungen konnte im Jahr 2022 ein Überschuss im K1-Budget erzielt werden und wird laut Prognose auch für das Jahr 2023 erwartet. Mit der Umsetzung der neuen Entgelte und Gebühren seit Sommer 2023 wurden die Voraussetzungen für eine nachhaltige Finanzierung des BCN gelegt und gleichzeitig ein Beitrag zur gesamtstädtischen Haushaltskonsolidierung geleistet. Gegenwärtig haben die neu gefassten Entgelte und Gebühren nur eine sehr geringe Auswirkung auf das Nutzungsverhalten die Kundinnen und Kunden. An den Leitlinien eines ausgewogenen Qualitäts- und Kostenmanagements mit sozial verträglichen Entgelten und Gebühren bei gleichzeitiger Beachtung der kostenbeeinflussenden Faktoren und der Wettbewerbssituation wird daher auch weiterhin festgehalten. Die Ausschreibung der neuen Verwaltungssoftware für den Kurs- und Veranstaltungsbetrieb des gesamten BCN ist für den Herbst/Winter 2023 geplant, BCN-seitig wurden alle erforderlichen Arbeiten im Sommer abgeschlossen. Mit der Implementierungsphase ab dem Frühjahr 2024 können somit erste Schritte in Richtung der angestrebten Effizienzsteigerung unternommen werden. Die vollständige Realisierung dieser Potenziale ist jedoch erst mit dem Live-Betrieb der Software ab Mitte/Ende 2025 zu erwarten.

 Kurzrückblick 2023 Mit dem ersten vollständigen Jahr ohne äußere Einschränkungen fand wieder ein nahezu normales Programmangebot statt. Neben den beiden Ankerveranstaltungen Nicolaus-Copernicus-Symposium und texttage.nuernberg fanden eine Reihe an etablierten jährlichen Events statt, z.B. der Sprachentag, der Gesundheitstag im südpunkt und der Japan-Tag. Mit dem Zukunftstag wurde zudem ein neues Format erprobt. Ergänzt wurden diese Sonderformate durch Ausstellungen und Themenwelten in der Stadtbibliothek sowie Premieren neuer Shows im Planetarium. Neben diesen exemplarisch genannten Sonderveranstaltungen fand auch der reguläre Kurs- und Besucherbetrieb in den Einrichtungen wieder nahezu uneingeschränkt statt. Allerdings begrenzen weiterhin limitierende Faktoren, wie z.B. eine erhebliche Raumknappheit insbesondere im Bereich des BZ, weiterhin die Rückkehr zu einem vollständigen Normalbetrieb. Eine Nachfolgeliegenschaft für das zum 31.08.2021 geräumte DaF/DaZ-Schulungszentrum in der Bayreuther Straße konnte noch nicht gefunden werden. Die Abstimmung mit den beteiligten Partnern dauert weiterhin an.

 Auszug vom Arbeitsschwerpunkten 2024 Veranstaltungen In 2024 werden die texttage.nuernberg ihr 5-jähriges Jubiläum feiern. Unter anderen wird der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2023, Tonio Schachinger das Festival bereichern. Besondere Formate wie Sprachgestöber, Sprachentag, Working Moms, Gesundheitstag werden weiterhin angeboten. In 2024 wird zudem der Bereich Barrierefrei Lernen sein 50-jähriges Jubiläum feiern. Das Bildungszentrum wird vermehrt auf neue und interessante Kurzformate sowie besondere Orte setzen und reagiert damit auf die sich wandelnden Bedürfnisse des Publikums. Anmeldungen werden zunehmend kurzfristiger getätigt, Formate sollen einen Eventcharakter haben, nicht zu lange dauern und nicht über mehrere Termine angeboten werden.

Im Ausstellungskabinett ist ein Thema zum Handwerk oder Buchdruck in Nürnberg im Zeitalter der beginnenden Industrialisierung geplant. Als Partner ist die Stadtbibliothek zudem beim Internationalen Mittellateinerkongress Medialatinitas in Nürnberg im September 2024 beteiligt. Mit den Themenwelten hat sich ein Format innerhalb von StB Zentrum etabliert und im kommenden Jahr werden die Themen „Astronomie“ und „Blumen“ adressiert. Ergänzt werden die Angebote durch die Reihe „Love Stories“, welche Autorinnen und Autoren aus dem Romance-Genre einlädt und eine neue Zielgruppe anspricht.

Digitale Angebote Der Ausbau sowie die Vermittlung digitaler Inhalte sind weiterhin große Leitthemen für den Bildungscampus. Das Angebot wird sukzessive erweitert mit dem Ziel, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Für 2024 ist der Einstieg in den Bereich E-Learning sowie zusätzliche Angebote für Kinder und Schüler geplant. Mit Fördermitteln aus dem Projekt Wissenswandel wurde ein Klangstudio eingerichtet, in welchem Kundinnen und Kunden eigene Musik und/oder Podcasts produzieren können. Die Virtuelle Schatzkammer wurde auf rund 800 digital verfügbare Medien aus den historischen Sammlungen ausgebaut, sie wird auch im Jahr 2024 kontinuierlich erweitert.

MINT Einer der Ankerpunkte der MINT-Aktivitäten wird auch 2024 das Nicolaus-Copernicus-Symposium sein, dass sich dieses Mal mit dem Thema „Raumfahrt“ in all ihren Facetten befassen wird. Das zunehmend wichtige Themenfeld „Klima“ wird in mehreren Veranstaltungen mit prominenten Vortragenden behandelt. In der Stadtbibliothek Zentrum wird auf der Ausstellungsfläche im Rahmen einer Themenwelt im ersten Halbjahr 2024 auf die Astronomie als eine der ältesten, aber zugleich sehr moderne Wissenschaft eingegangen.

Leseförderung Leseförderung ist auch im kommenden Jahr ein Angebotsschwerpunkt der Stadtbibliothek. Die bewährten Leseförderkonzepte werden fortgeführt. Neue (Vor-)Leseangebote mit einem Lesehund in der Stadtbibliothek Südstadt wurden begonnen und werden ausgebaut. Darüber hinaus ist eine Aktualisierung des „Vertrags für Fantasie und Wissen“ zwischen der Fahrbibliothek und den Schulen geplant.

Bestandsprofil Im Jahr 2023 wurde begonnen, das Bestandsprofil der Stadtbibliothek zu aktualisieren. Das Bestandsprofil legt die strategischen Leitplanken für das Medienangebot fest und dient damit als Grundlage für die Medienauswahl durch die Bestandsverantwortlichen. Es werden wichtige Aspekte des Medienangebotes, wie z.B. die hybride Bibliothek, die Bewahrung des Kulturellen Erbes, die Leseförderungsfunktion oder die Abbildung von Diversität im Medienangebot beleuchtet. Die Aktualisierung wurde aufgrund gesamtgesellschaftlicher Veränderungen sowie Veränderungen im Mediennutzungsverhalten der Bürgerinnen und Bürger notwendig. Als neues Medienangebot wurden im Herbst 2023 ca. 130 verschiedene Brett-, Karten- und Sprachlernspiele zum Ausleihen für die Stadtbibliothek Zentrum angeschafft. Dies geschah in Ergänzung zu dem bereits in den dezentralen Bibliotheken vorhandenen Spieleangebot.

Verbesserung der Aufenthaltsqualität Mit dem neu sanierten Zeitungs-Café Hermann Kesten wird es neben dem Café-Betrieb einen attraktiven Veranstaltungsort im BCN geben. Im Katharinenkloster wird das neue Frankenkabinett mit einer zum Verweilen einladenden Möblierung als neues Angebot für literarisch und historisch Interessierte an den Start gehen. Hier soll eine zentrale Anlaufstelle für Recherchen zu Stadtund Regionalgeschichte, ein Schaufenster auf die in den Magazinen aufbewahrten Norica-Bestände und ein weiterer Treffpunkt für lokal Interessierte geschaffen werden. Eine Ausweitung der in Langwasser sehr erfolgreich laufenden Open Library auf weitere Standorte ist in Planung. Ebenso stehen die Vorplanungen zum Umbau des Foyers Katharinensaal und des kleinen Saales 2025 zur Attraktivitätssteigerung als literarische Veranstaltungsorte auf der Agenda.

Ort der Literatur Seit Einrichtung der Koordinierungsstelle Literatur wurden zahlreiche Formate, Strukturen und die Sichtbarmachung Nürnbergs als Literaturort realisiert. In enger Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Akteuren werden in Kooperationen weitere analoge und digitale Beteiligungsformate geschaffen. Schwerpunktmäßig werden in 2024 die Inhalte und technischen Möglichkeiten der digitalen Komponenten ausgebaut. Die Sichtbarmachung aller Akteure und Veranstaltungen in der Metropolregion auf literatur.nuernberg.de und neue literarische Touren zur inhaltlichen Vermittlungsarbeit von literarischen Geschichten in der LiteraTouren App werden erarbeitet. Inhaltich werden auch die texttage.nuernberg und das „Nürnberger Autorenstipendium Drehbuch“ weiterentwickelt.

Zielgruppen / Audience Development / CRM Die zunehmende Differenzierung der Zielgruppen in der Erwachsenenbildung ist das Ergebnis verschiedener gesellschaftlicher Entwicklungen und Trends, und spiegelt die zunehmende Individualisierung und Vielfalt der Gesellschaft wider. Mit Audience Development sollen definierte Zielgruppen nachhaltig entsprechend ihrer Präferenzen und Nutzungsprofile nach Weiterbildungsangeboten, -bedürfnissen und -formaten entwickelt werden. Eine kontinuierliche Betrachtung der bereits definierten Zielgruppen soll helfen, das Kursangebot fortwährend an die neuen Bedürfnisse anzupassen. Die aktive Einbindung der Nutzerinnen und Nutzer durch verbesserte Feedbackmöglichkeiten und systematische Befragungen soll zudem die Partizipationsmöglichkeiten erhöhen. Zur Anreicherung der intern erhobenen Daten werden externe Daten aus breit angelegten Sozialforschungsstudien sowie Daten des Amts für Statistik verwendet, um ein noch differenzierteres Bild der Zielgruppen zu erstellen. Das städtische Pilotprojekt zur Implementierung eines CRM-Systems befindet sich derzeit in der Ausschreibungsvorbereitung. Die Inbetriebnahme der Software wurde neu terminiert und soll 2024 realisiert werden.

Kursleitermanagement Ein Arbeitsschwerpunkt im Bildungszentrum liegt 2024 im Kursleitungsmanagement. Dazu fand 2023 erstmals ein Kongress für die Kursleiterinnen und Kursleitung unter dem Namen „BZ-X- Change“ statt, bei dem neben Workshops zu verschiedenen Themen auch Zeit für den fachlichen Austausch geboten wurde. Das Format wird im kommenden Jahr fortgesetzt und weiterentwickelt.

Kommunikationsmaßnahmen Um die vielfältigen Angebote des BCN für die Nürnberger Bürgerinnen und Bürger zu bewerben, wurde im Herbst 2023 eine Kampagne mit dem Schwerpunkt „Lesen“ durchgeführt. Durch die Bündelung von Ressourcen und Inhalten konnte so über verschiedenste Online- und Offline- Kommunikationskanäle mehr Sichtbarkeit, Werbedruck und Reichweite erzeugt werden. Auch 2024 sind drei größere crossmediale Kampagnen geplant, die neben dem kontinuierlichen Grundrauschen der Kommunikation zu einzelnen Angeboten, das Bildungszentrum, das Planetarium, die Stadtbibliothek und den BCN als übergreifende Dachmarke sichtbar platzieren. Die gezieltere Ansprache der Kundinnen und Kunden über Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenanzeigen (SEA) hat sich 2023 weiterhin als erfolgreich erwiesen, und ist auch für 2024 eingeplant, um bei relevanten Zielgruppen höhere Reichweiten zu erzeugen, und so zu höheren Erträgen beizutragen.

Anlage: Jahreskontrakt 2024 des Bildungscampus Nürnberg (BCN)

 Personalsituation

2024* 2023 2022
2023
Sollvollkraftstellen Gesamt 233,22 230,82 224,21
Istvollkraftstellen Gesamt --- 206,27 210,27

Quelle: SAP-HCM; Stand: 18.10.2023 *Sollkraftstellen 2024 voraussichtlicher Wert

Die Differenz zwischen Soll- und Ist-Besetzung ist bedingt durch unbesetzte Stellen/Stellenanteile auf Grund des Ausscheidens von Beschäftigten, Langzeiter-krankungen von Beschäftigten, Elternzeit- und Sabbat-Vereinbarungen.

Außerdem wurden die Stellenbesetzungen im Bereich der Servicekräfte auf Grund der ungewissen pandemischen Lage und damit evtl. einhergehender Schließzeiten bzw. Einschränkungen im Regelbetrieb vorerst sehr restriktiv gehandhabt. Die Rückkehr zum Normalbetrieb bedingt auch, dass nun die hierfür erforderlichen Stellenkapazitäten zeitnah besetzt werden müssen.

 Finanzdaten konsumtiv

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2024 Entwurf Ansatz 2023 Januar - Juli 2023 Hochrechnung 2023
K1 Erträge -8.408.646 -7.278.034 -3.401.494 -7.257.548
K1 Aufwendungen 7.554.996 7.082.997 3.894.560 7.032.985
K1 Sachbudget -853.650 -195.037 493.066 -224.563

Quelle: SAP – BW4HANA; Stand: 11.09.2023

Die Hochrechnung bis Jahresende 2023 prognostiziert einen Überschuss im K1-Budget in Höhe von 29.526 € gegenüber der Ermächtigung.

 Finanzdaten investiv (I1)

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2024 Entwurf Ansatz 2023 Januar - Juli 2023 Hochrechnung 2023
Immaterielles Vermögen 0 0 0 0
Bewegliches Vermögen 393.600 79.031 18.209 79.031
I1 Auszahlungen 393.600 79.031 18.209 79.031

Quelle: SAP – BW4HANA; Stand: 11.09.2023

Die investiven Mittel werden im Jahr 2023 voraussichtlich vollständig verbraucht, u. a. für die zeitgemäße Ausstattung der Kursräume des Bildungszentrums, die Installation von audiovisueller Übertragungstechnik im Planetarium und die Realisierung von zeitgemäßen Bildungsangeboten in der Bibliothek.

 Ziele und Kennzahlen

Stadtbibliothek

2023 (01 – 09) 2022 (01 – 09) 2022 Gesamt
Entleihungen 1.348.376 1.232.365 1.671.862
davon digitale Entleihungen 238.651 214.865 289.170
Besuche 552.739 417.051 613.459
Veranstaltungsbesuche 95.433 65.682 105.086
aktive Nutzer (stichtagsbezogen) 51.437 46.194 48.932
Neuanmeldungen 9.914 9.760 15.034

Quelle: KeZa-Cockpit StB; Stand: 5.10.2023

Die Nachfrage an physischen Medien (bei gleichzeitig hoher Nachfrage an digitalen Medien) hat sich, nach der Corona-Pandemie, wieder deutlich erhöht, was sich sowohl in den Entleihungen insgesamt als auch in den digitalen Entleihungen widerspiegelt. Auch wenn bei den Entleihungen ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen ist, bewegen sich die Zahlen insgesamt noch nicht wieder auf dem Niveau von vor Corona. Die digitalen Entleihungen sind, nach der außergewöhnlichen Spitze während der Corona-Pandemie, leicht rückläufig, aber immer noch auf einem höheren Niveau als vor der Corona-Pandemie.

Nachdem die Besuchszahlen zu Beginn der Corona-Pandemie um fast 50 % eingebrochen waren, konnten diese ebenfalls wieder deutlich zulegen. Zwar liegen die Zahlen auch hier weiterhin hinter dem Niveau von vor der Corona-Pandemie, können jedoch zu ca. 80 % wieder erreicht werden.

Die geplanten Veranstaltungen können ganzjährig im Regelbetrieb durchgeführt werden, was sich in den damit verbundenen Veranstaltungsbesuchen niederschlägt, die wieder das Niveau von 2019 erreichen dürften.

Die Zahl der aktiven Nutzerinnen und Nutzer entwickelte sich bereits vor der Corona-Pandemie rückläufig, ist während der Jahre 2020 bis 2022 noch stärker eingebrochen, bewegt sich aber derzeit auf einem konstanten Niveau.

Die Zahl der Neuanmeldungen ist in den Jahren 2022 und 2023 deutlich gestiegen, hierbei handelt es sich primär um Nachholeffekte vorheriger Jahre, allerdings liegen die Werte noch unten den Spitzenzahlen der Jahre vor der Corona-Pandemie.

Bildungszentrum (ohne Planetarium)

2023 (01 – 09) 2022 (01 – 09) 2022 Gesamt
Belegungen 34.643 28.107 36.522
Veranstaltungen 3.097 2.972 3.854
Unterrichtseinheiten 64.276 55.843 75.626
Beratungen 1.973 2.122 2.853

Quelle: Kennzahlenbericht BW4HANA; Stand 16.10.23

Die Leistungskennzahlen konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu in allen Bereichen gesteigert werden. Die Kundenrückgewinnung nach Corona verläuft demnach gut. Da die Anzahl der Belegungen für den Zeitraum 01-09/2023 bereits beinahe den Wert des gesamten Jahres 2022 erreicht, wird dieser voraussichtlich bis Jahresende deutlich übertroffen. Auch bei der Anzahl der Unterrichtseinheiten kann ein deutliches Plus verzeichnet werden. Die Anzahl der Veranstaltungen rangiert ebenfalls auf einem leicht höheren Niveau als 2022. Die Beratungen werden den Vorjahreswert bis zum Jahresende voraussichtlich noch erreichen.

Nicolaus-Copernicus-Planetarium

2023 (01 – 09) 2022 (01 – 09) 2022 Gesamt
Besuche 50.418 30.313 47.324
Veranstaltungen 564 471 646

Quelle: APEX-Erfassungsformular; Stand: 5.10.2023

Auch im Planetarium können die geplanten Veranstaltungen wieder ganzjährig im Regelbetrieb durchgeführt werden.

Die Anzahl der geplanten Veranstaltungen liegt an der derzeitigen Höchstgrenze der Durchführbarkeit, mit den dort vorhandenen Personalkapazitäten, was sich in den damit verbundenen Besuchszahlen widerspiegelt.

KuF/006/2023

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 01.12.2023 öffentlich Beschluss

Betreff:

Amt für Kultur und Freizeit - Jahreskontrakt 2024

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Personal- und Finanzdaten 03_Ausblick Termine und Ereignisse 2024 04_Kooperationspartner_KuF

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuF/006/2023

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuF/006/2023

Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2024 des Amtes für Kultur und Freizeit zu.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2024 des Amts für Kultur und Frei-

zeit (KuF)

 Rückblick 2023 2023 standen die Kernaufgaben, die stadtweite kulturelle Versorgung, im Mittelpunkt. An einigen Stellen konnten frei gewordene Stellen aufgrund ausschließlich möglicher interner Besetzung sowie Besetzungssperren zunächst nicht, dann stark zeitverzögert besetzt werden. Dies hatte unmittelbare Auswirkungen auf die durchgeführten Veranstaltungen. Bei den Kulturläden wird z.B. als Folge die Anzahl der Termine nach aktueller Hochrechnung um 15%, die Besuchendenzahlen um 11% (Stand Juli 2023) zurückgehen müssen. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Bei der Musikschule müssen zum Schuljahr 2023/24 mehr als 30 Unterrichtseinheiten unbesetzt bleiben, was Einnahmeausfälle von ca. 30.000 Euro jährlich nach sich zieht.

Für alle Angebote des Amts für Kultur und Freizeit galt es, 2023 das Jahresprogramm im ersten Jahr ohne Coronabeschränkungen zu festigen. Dank besonderer Akzentsetzungen gelangen auch 2023 viele nachhaltig wirkende Entwicklungen:

Bei den Nürnberger Kulturläden waren das z.B. die umfangreiche und mit den Bewohnenden gemeinsam entwickelte Ausstellung „Ein Dorf und sein Schloss“ im Kulturladen Schloss Almoshof, das zehnjährige Jubiläum Bunter Tisch Gartenstadt, die Weiterentwicklung des Streetart- Festivals im Gemeinschaftshaus Langwasser durch die Ausstellung „Somos un – Wir sind eins“, die lokale wie internationale Kunstschaffende zusammenbrachte. Das Stadtteilfest Röthenbach fand trotz extrem heißer Temperaturen sehr hohen Zuspruch. NUEJAZZ bleibt – dank dem Einsatz des Kulturbüros Muggenhof – ein Höhepunkt in der Kulturwerkstatt Auf AEG. Die im Kulturladen Loni-Übler-Haus neu angesiedelte Gruppe „Initiative der Zuwanderinnen Bayern“ erhielt den 2. Preis des Integrationsrats. Der Kulturladen Zeltnerschloss wurde 2023 zur Open-Air-Theaterbühne, u.a. mit THEATERtRÄUME, mit Gesang und Tanz oder dem interaktiv arbeitenden Theater der Sinne. Im Kulturladen Ziegelstein hat sich mit zahlreichen Lesungen ein Literaturschwerpunkt etabliert, nicht zuletzt durch die Verleihung des Fränkischen Preises für Junge Literatur. Vischers Kulturladen konnte im Mai sein 40-jähriges Jubiläum mit einem großen Veranstaltungswochenende feiern. KUF im südpunkt veranstaltete gemeinsam mit der neu etablierten Ehrenamtsstruktur erstmals eine HipHop Block Party auf dem Aufseßplatz. Der in der Villa Leon beheimatete Chor der Vielfalt erhielt den 2. Bayerischen Integrationspreis. Sehr gut besucht waren die vielen Aktionen zu den inzwischen 85 Bäumen der Menschenrechte oder die Veranstaltung mit Ferda Ataman, der Unabhängigen Bundesbeauftragten für Antidiskriminierung.

Das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne der Abteilung kulturelle und politische Bildung erreichte mit dem Schwerpunktthema „Mitgestalten und Erhalten“ mit 66.508 Gästen die Besuchszahlen des Vorjahres (66.021). Dank der geförderten Projekte PolitMobil und Klimadetektive veranstaltete das Mobile Erfahrungsfeld bayernweit 120 Workshops in Grundschulen wie z.B. den „Werteparcours“, „Textilfabrik“, „Plastikflut“ oder „Klimadetektive“.

Die Stabsstelle KinderKultur feierte mit einem umfangreichen Jubiläumsprogramm den 15. Geburtstag des KinderKunstRaums. Im Dezember läuft die 25. Saison des erfolgreichen Kinder- Weihnachtsprogramms „Sternenhaus“. Erstmals ergänzte die KinderKultur die vom Amt für Kultur und Freizeit in Kooperation mit dem Menschenrechtsbüro veranstaltete Friedenstafel mit der KinderKreativFriedenstafel, um die Veranstaltung für junge Familien attraktiver zu machen und das Thema Menschenrechte spielerisch von Kindesbeinen an zu vermitteln.

Die Musikschule Nürnberg etablierte neu eingeführte Angebote, darunter auch erstmals interkulturelle Musikangebote im Fach Saz/Baglama. Der neu terminierte Tag der offenen Tür im Herbst hatte Rekordbesuchendenzahlen. Die Arbeit von MUBIKIN konnte in acht Sprengeln mit 40 Kindertageseinrichtungen, acht Schulen und einem Förderzentrum fortgesetzt werden.

Die Deutsche Akademie für Fußballkultur hat 2023 im Rahmen der Fußball-Kultur-Gala erneut die FußballkulturPreise verliehen – in der Kategorie „positive Fankultur“ einen mit dem Fokus „Fußballfans gegen Rechtsextremismus“. Die Akademie befasste sich zudem u.a. mit der jüdischen (Sport)Geschichte Nürnbergs.

Das Inter-Kultur-Büro beteiligte sich erstmals mit einem von 70 Teilnehmenden aus 20 Migrant*innenvereinen getragenen mehrstündigen Programm an der Blauen Nacht. Gemeinsam mit dem Germanischen Nationalmuseum setzte es den Diskurs zur interkulturellen Öffnung unter dem Titel „Kultur für alle“ fort.

Im Aufgabenfeld Koordination Integrationsprogramm wurde die Überprüfung der städtischen Leitlinien zur Integrationspolitik durch Erfahrungsberichte aus allen Geschäftsbereichen mit Hilfe neuer Erhebungen begonnen. .

 Ausblick 2024

Zentrale Themen

Die Gleichzeitigkeit steigender Preise, der Wiederbesetzungssperren, stadtinterner Prozesse wie die Hausverwaltende Einheit (HVE) – siehe Bericht im KuA am 7.7.2023 – sowie der Fachkräftemangel werden sich auch 2024 ungünstig bemerkbar machen und Auswirkungen auf das Programm haben. Herausfordernder wird auch die “nebenbei“ Durchführung personalintensiver Großprojekte wie z.B. der Friedenstafel (4.000 Besuchende), an der 24 KUF-Mitarbeitende im Einsatz sind, der Stellenplan jedoch keine Personalkapazität vorsieht.

Dank intensiver Bemühungen konnten die Förderungen durch Sponsorinnen und Sponsoren größtenteils gehalten werden, jedoch sind für 2024 erste Rückzüge bereits angekündigt. Hier befindet sich das Amt für Kultur und Freizeit in Konkurrenzen und ist angesichts der Aufgabe der kulturellen Daseinsvorsorge in einer nicht einfachen Situation.

Die notwendige Instandsetzung des aufgrund Sicherheitsbedenken notgesicherten Dachstuhls in der Ziegenstraße (eine Außenstelle der Musikschule Nürnberg) wurde von 2023 auf 2024 verschoben und wird von H nun angegangen. Dank des Verfügungsfonds Aktionsplan UN-Behindertenrechtskonvention konnten zahlreiche Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Zugänglichkeit und Teilhabe erreicht und damit auch einige Härten des Sanierungsstaus abgefedert werden. Hier hofft KUF 2024 auf Fortführung.

Im Bereich Digitalisierung fließt viel Kapazität in die notwendige und sich weiter verzögernde Ablösung der Veranstaltungssoftware „Orbis“. Die Einführung der neuen Veranstaltungssoftware hat die IT nun ab 2024 terminiert. Prioritär sind zudem die Einführung von Online-Anwendungen für die Anmeldung bei der Musikschule, die Personalverwaltung für Hilfskräfte oder für Anfragen für Raumanmietungen.

Die zentrale Öffentlichkeitsarbeit setzt den Prozess der Neuorganisation und Optimierung der Ressourcen fort, wie z.B. den Einsatz von Reels und Linktree-Lösungen, die Optimierung der KUF-Website für mobile Ansichten sowie die Finalisierung der Landing Pages und zentralen Seiten in Leichter Sprache (wofür u.a. die gesamte Struktur übersetzt und alle Inhalte neu aufbereitet werden müssen). Die Zugriffszahlen für die KUF-Website steigen kontinuierlich und hatten z.B. allein im Juli 2023 über 40.000 Besuche. Ähnlich positive Nutzendenzahlen liegen für das zentrale Veranstaltungsprogramm vor. Die geringe personelle Ausstattung macht es weiter nicht möglich im Sinne der notwendigen Zielgruppenerreichung alle Bereiche des KUF (z.B. Musikschule, Kinderbereich, Inter-Kultur-Büro) in den sozialen Medien abzubilden.

Ein besonderes KUF-Projekt (siehe KuA 14.10.2022) ist der Raumkompass, der ausgehend von der Kulturstrategie bis Ende 2024 befristet mit einer Stelle durchgeführt werden kann. Schwerpunktquartiere des Jahres 2024 sind neben der alltäglichen Vermittlungsarbeit die Stadtgebiete Langwasser, Gartenstadt und Südstadt. Dort bringt der Raumkompass mit den Eigentümerinnen

und Eigentümern und diversen Kunstschaffenden verschiedenste Zwischennutzungen in Leerstände, darunter z.B. eine Studierenden-Ausstellung in einer neuartigen Kooperation mit der Akademie der Bildenden Künste.

Aktivitäten und Angebote 2024

Das Amt für Kultur und Freizeit hat den Auftrag zur dezentralen kulturellen Versorgung. Dies gelingt nur im Schulterschluss mit weit über 600 institutionellen Partnerinnen und Partnern sowie vieler, oft ehrenamtlich tätiger Einzelpersonen (Anlage).

Stadtteilkulturarbeit

Die elf Nürnberger Kulturläden setzen ihre gemeinsame Themenarbeit nach dem Nachhaltigkeits-Schwerpunkt „11xGrün“ 2024 mit „11xFair“ fort. Etliche Angebote werden sich anlässlich des 75. Bestehens des Deutschen Grundgesetzes mit dem Kernsatz im Artikel 1, z.B. zur Würde des Menschen, mit den Mitteln der Kultur auseinandersetzen und hier einen Schwerpunkt setzen. Die Auswertung der 2023 durchgeführten Mobilitätsumfrage definiert Arbeitsaufträge bei der Infrastruktur (z.B. Radständer, Ladestationen, Luftpumpen) und der inhaltlichen Arbeit (z.B. mehr Infoveranstaltungen, Aktivitäten für eine klimafreundliche Stadt). Die erfreulich steigende Rückkehr von Gruppen benötigt etliche Ressourcen, steigert aber die Breitenwirkung der jeweiligen Häuser in den Stadtteilen deutlich. Sanierungsstau und fehlende Barrierefreiheit bleiben Hemmnisse.

Die Nürnberger Kulturläden werden 2024 prioritär ihr jeweiliges Profilprogramm durchführen, neue und vorhandene Partnerschaften intensivieren und den Gruppen im Stadtteil eine Heimat bieten. Oft können nur durch Einschränkungen bewährter Angebote noch Sonderprogramme mit einer stadtweiten Ausstrahlung realisiert werden. Hier in aller Kürze ein Ausblick auf die elf Nürnberger Kulturläden:

Der Kulturladen Zeltnerschloss kann an den Open Air Konzerten im Juli und dem StadtteilPicknick für die Menschenrechte festhalten, plant zudem das seit 2019 ausgefallene Stadtteilfest erstmals erneut durchführen. Im Kulturladen Ziegelstein finalisiert sich Anfang 2024 aufgrund Verrentung der Personalwechsel, so dass neben der Fortführung bewährter Formate neue Programmschwerpunkte erprobt werden sollen. Vischers Kulturladen bleibt Ankerpunkt für den Blues, Konzerte im Archivpark und die Hofflohmärkte. Im Kulturladen Gartenstadt stehen die Themen Kunst an grünen Nachmittagen, bei Ausstellungen und die vielen Geschichten rund um den Kanal im Vordergrund. Das Stadtteilfest Gartenstadt feiert 2024 sein 40. Jubiläum. Der Kulturladen Loni-Übler- Haus will im Rahmen der Möglichkeiten verstärkt die attraktive neue Außenbühne bespielen, die interkulturellen Kulturangebote (inklusive den neu hinzugekommenen ukrainischen und türkischen) sowie neue Gruppen wie z.B. die Instagram Poeten stabilisieren. KUF im südpunkt hat seine Schwerpunkte neu fokussiert. „Tanzn“, die Rolli- oder Kinderdisko sollen gefestigt werden, ebenso der Kinderzirkus Gecco. Inklusion bleibt ein wichtiges Thema, und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten arbeitet KUF im südpunkt z.B. mit Gebärdensprachdolmetschenden. Der Kulturladen Villa Leon führt 2024 die Stadt prägende Formate wie die 47. Lateinamerikawoche oder die 16. Afrikatage Akwaba Familientag durch. Die vielen interkulturellen Kulturtage, die Betreuung der 85 Bäume für die Menschenrechte mit Aktionstagen sowie das Nachbarschaftsfest bleiben profilbildend. Der Kulturladen Schloss Almoshof setzt die Grünzeug-Reihe ebenso fort wie die Biergarten- und Klassikkonzerte, Krimilesungen und die Weihnachts-, Kunst- und Flohmärkte. Der Kulturladen Röthenbach verstärkt seine Familienorientierung, u.a. durch „Röthenbach spielt“ und den Schwerpunkt der Nachhaltigkeit. Freitagskonzerte oder erstmals Filmnachmittage stärken das Kulturprofil. Das Kulturbüro Muggenhof in der Kulturwerkstatt Auf AEG will den dort vorhandenen Jazzschwerpunkt und Angebote experimenteller Musik mit neuen Partner*innen ausbauen. Das Haus bleibt mit innovativen Veranstaltungen und Festivals weit über den Stadtteil hinaus wirksam. Das Gemeinschaftshaus Langwasser wird die positive Entwicklung seit der Wiedereröffnung basierend auf den Konzeptbausteinen Wort, Tanz, Bild u.a. mit einer Kizomba-Tanzveranstaltung, Hip-Hop, Lesungen, Führungen zu „Langwasser.Neu.Entdecken“, dem Streetart-Festival oder der Großveranstaltung mit Ausstellung „Kunst trifft Klima“ weiterführen. 2024 steht zudem ein Leitungswechsel an.

Die Vorbereitungen für die KommVorZone 2024 laufen bereits seit Herbst 2023. Zunächst werden mögliche Veranstaltungsorte und Akteur*innen in den Bezirken Sandreuth, Gibitzenhof, Steinbühl und Rabus durch Besuche und in Gesprächen vor Ort identifiziert. Ziel ist es, 2024 in einigen dieser Nachbarschaften neue ehrenamtliche Programmgruppen zu gründen und so auch Spielorte jenseits des Annaparks für Kulturangebote zu erschließen. Wie im KuA am 7.7.2023 beschlossen wird die KommVorZone als mobiler Kulturladen „Ausgehend vom Annapark [..] in benachbarte Stadtteile aufbrechen, um weitere zivilgesellschaftliche Strukturen aufzubauen. Die KommVorZone will die Menschen dabei noch direkter an ihren Alltagsorten aufsuchen“ (Zitat Vorlage KuA). Diese aufwändige und kleinteilige Arbeit ist die Basis eines erfolgreichen und ernsthaften Empowerments, ganz nach dem KommVorZone-Motto „Wir kommen zu Euch!“. Die Ergebnisse präsentiert die KommVorZone, vorbehaltlich der Mittelbewilligung durch den Stadtrat, ab 1. Juni 2024 im Annapark, bevor sie dann zu weiteren Plätzen in der Südstadt weiterzieht. Ferner wird die Programmgruppe, die in den Jahren 2021 und 2022 den Annapark bespielt hat, maßgeblich an der Planung der Auftaktveranstaltung der Saison 2024 im Annapark beteiligt. Ziel ist es, das Engagement durch städtische Unterstützung – im Rahmen der personellen Möglichkeiten – weiterhin zu ermutigen und zu festigen.

Kulturelle Bildung

Die Abteilung kulturelle und politische Bildung stellt das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne 2024 unter das Thema „Hören/Klang“. Grundpfeiler für die erfolgreiche Bildungsarbeit des Erfahrungsfelds ist die hohe Qualifikation der Mitarbeitenden an den einzelnen Stationen. Nachhaltigkeit und Inklusion bleiben zentrale Aufgaben. Das Science Camp findet 2024 erneut als Sommer-Ferienprogramm im August statt, während das Inklusive Feriencamp durch ein schulübergreifendes inklusives Angebot im Rahmen des Erfahrungsfelds abgelöst werden soll, um höhere Anmeldezahlen zu erreichen. Das Mobile Erfahrungsfeld möchte in den Herbst-/Wintermonaten vermehrt – vorbehaltlich einer Finanzierung – Angebote politischer und mobiler Bildung in Schulen und Kitas anbieten. Geplant ist zudem der KinderKlimaGipfel ist mit ca. 250 Kindern im Juli auf der Wöhrder Wiese.

Die Musikschule Nürnberg schafft erstmals in Langwasser, Nürnberg Nord und in einem Blindenheim neue Angebote. Kooperationen, Vernetzungen und die Entwicklung von musikalischen Kompetenzzentren sind die zentralen Aufgaben der kommenden Jahre. Bisher beschränkten sich die Schulkooperationen meistens auf Grundschulen. Im Schuljahr 2023/24 geht die Musikschule erstmals eine Kooperation mit der Maria Ward Realschule ein. Die Kooperation mit dem Staatstheater bei Projekten wie „Stimmen der Zukunft“, „Mehr Musik“ und der gemeinsamen Initiative „SingIn“ werden vertieft, ebenso wie gemeinsame Konzerte und Workshops von Schülerinnen und Schülern der Musikschule und Studierenden und Professoreninnen und Professoren der Hochschule für Musik. Die Unterrichtskonzepte der Musikschule sollen künftig durch digitale Möglichkeiten ergänzt und ausgebaut werden. Die Arbeit von MUBIKIN wird an acht Grundschulsprengeln mit 35 Kindertageseinrichtungen, acht Schulen und einem Förderzentrum fortgeführt.

Die Stabstelle Kinderkultur wird sich ebenfalls auf das Kernprogramm fokussieren, darunter das Sternenhaus, die KinderUni, Workshoptage für Schulklassen im KinderKunstRaum, den Kita- KunstTag, den KreativTag für Kitagruppen, Einsätze der Mobilen Buchwerkstatt sowie mehr als 60 Freizeitangebote und Kurse für Kinder und Familien. Wenn finanziell möglich soll anknüpfend an den Erfolg der KinderKulturOffensive das Feld „Kooperation Kultur und Schule“ bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Im Mai 2024 findet in der Kulturwerkstatt Auf AEG der Bayerische Jugendkunstschultag statt. Weiter stößt die Stabsstelle Kinderkultur den Austausch mit der regionalen Kinderkulturszene an und bietet ein Austauschformat zur Diskussion und Reflektion der Arbeit im Hinblick auf gesellschaftliche Diskurse. Das Thema Sensibilisierung für Antidiskriminierung und Diversitätsgestaltung steht hier im Fokus.

Im Jahr des 20-jährigen Bestehens der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur findet in Deutschland die Fußball-Europameisterschaft der Männer statt. Das Jahresmotto „Zweiter Frühling“ nimmt einen nostalgischen Rückblick auf eine „bessere Vergangenheit“ genauso ins Programm wie die Verhandlung von neuen Werten und Programmen für die Zukunft – in Sport, Kunst und Fußball-Kultur.

Kulturelle Vielfalt

Zuwanderung ist bei einem Anteil von über 50% der Nürnberger Einwohnerschaft zu einer Normalität geworden. Dennoch spiegelt sich das nicht in den Themen, der Repräsentation und Besucherschaft des Nürnberger Kulturlebens. Die in den Themenfeldern arbeitenden Stabsstellen sollen im Amt für Kultur und Freizeit stärker verschränkt werden und in einer Abteilung zusammenarbeiten, um diese nicht nur für KUF wichtige Aufgabe noch intensiver zu bearbeiten. So steht bei der Stabsstelle Koordination Integrationsprogramm die 2023 begonnene Überprüfung und Weiterentwicklung der städtischen Leitlinien zur Integrationsarbeit an. Sinnvoll ist auch eine verstärkte Synergie innerhalb der Verwaltungsarbeit, wofür die Ergebnisse der ersten gemeinsamen Sitzung aller städtischer Koordinierungsgruppen die Grundlage bilden werden. Die Stabsstelle Inter-Kultur-Büro wird mit einer verstärkten Werbung auf sein Angebot aufmerksam machen. Die eingeführten Veranstaltungen, Kooperationen, z.B. im Museumsbereich, und die Unterstützungen der Arbeit von Migrant*innenorganisationen und Initiativen werden im Rahmen der Möglichkeiten und angesichts in der ersten Jahreshälfte anstehender personeller Wechsel weitergeführt.

Für die interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung ist der angekündigte Sparprozess sowie der Fokus auf interne Besetzungen nachteilig.

Anlage: Jahreskontrakt 2024 des Amts für Kultur und Freizeit (KuF)

 Personal- und Finanzsituation

2024 2023 2022
Sollvollkraftstellen Gesamt 157,13 157,13 158,74
Istvollkraftstellen Gesamt -- 143,54 140,9*

Stand: jeweils 31.07. *Abweichende Ist-Besetzung in 2022 ist dem hohen Sparbeitrag im Personalkostenbudget geschuldet und in 2023 zu großen Teilen der Wiederbesetzungssperre; zum Stichtag waren deshalb viele Stellen noch nicht wiederbesetzt.

 Finanzdaten konsumtiv

Euro Euro Euro Euro
Budget Budget Ansatz Ansatz 2023 (Ermächtigung inkl. HHrest) Ansatz 2023 Januar - Juli 2023 Hochrechnung 2023
2024 (Ermächtigung inkl.
Entwurf HHrest)
K1 Erträge -2.798.309 -3.145.605 -1.701.241 -3.253.776
K1 Aufwendun- 2.463.492 2.463.492 3.834.184 3.834.184 1.838.100 3.894.121
gen
K1 Sachbudget -344.817 688.579 136.859 640.345

Seit 22 ist die fortgeschriebene Kürzung des K1 Budget um 10% der beinflussbaren Sachkonten enthalten (=243.866 € für 2022).

 Finanzdaten investiv (I1)

Euro Euro Euro Euro
Budget Budget Ansatz Ansatz Januar - Juli 2023 Hochrechnung 2023
2024 2023
Entwurf
Immaterielles / NN NN 27.606 27.606 26.963 88.013
Bewegliches Vermö-
gen

Die Zuweisungen aus der Pauschale bewegliches Vermögen reichen nicht aus, um den Bedarf auch nur annähernd zu decken. Zur Verdeutlichung: für alle Kulturläden zusammen wurden für 2023 in Summe 2.000 € bewilligt.

Anlage zum Jahreskontrakt 2024 Amt für Kultur und Freizeit

 Kennzahlen

Besuche

Produkt Plan 2024 Plan 2023 Januar bis Juli 2023 Hochrech- nung 2023 Ergebnis 2022
263000 Musikschule 45.000 45.000 0 * 45.000 46.672
273000 Kulturlä- 441.863 458.812 279.334 407.248 407.248 394.246 394.246
den/Soziokultur.
Stadtteilarbeit
273010 Sonderauf- 3.225 3.225 511 3.225 8.380
gaben
353021 Integrations- - 1.560 2.100 1.367 1.500 7.500 7.500
und Menschenrechts
arbeit
367040 Kulturelle 108.170 98.199 58.268 97.122 99.381
und politische
Bildung
Summe 599.818 607.336 339.480 554.095 556.179

Hochrech-

nung 2023

Ergebnis

2022

*wird erst am Jahresende erfasst

Termine

Produkt Plan 2024 Plan 2023 Januar bis Juli 2023 Hochrech- nung 2023 Ergebnis 2022
263000 Musikschule 220 305 0 * 305 207
273000 Kulturlä- 20.271 19.878 11.789 16.844 16.844 16.744 16.744
den/Soziokultur.
Stadtteilarbeit
273010 Sonderauf- 25 25 12 20 101
gaben
353021 Integrations- 36 46 21 31 64
und Menschen-
rechtsarbeit
367040 Kulturelle 1.113 747 463 789 683
und politische
Bildung
Summe 21.665 21.001 12.285 17.989 17.799

Hochrech-

nung 2023

Ergebnis

2022

789

*wird erst am Jahresende erfasst

Belegungen

Produkt Plan 2024 Plan 2023 Januar bis Juni 2023 Hochrech- nung 2023 Ist 2022
263000 Musikschule 5.650 6.700 4.949 4.734 6.057

Hochrech-

nung 2023

Anlage zum Jahreskontrakt 2024 Amt für Kultur und Freizeit

Ausblick auf ausgewählte Ereignisse – Jahreskontrakt 2024, Amt für Kultur und Freizeit

Januar/Februar

Kulturladen Schloss Almoshof

Musikschule Nürnberg, Kulturwerkstatt Auf AEG

Musikschule Nürnberg, Großer Saal der Kulturwerkstatt Auf AEG

02.02.2024; Gemeinschaftshaus Langwasser

Kooperation mit dem Museum für Kommunikation Nürnberg

März/April

 Ausstellungseröffnung der Gruppe Schinken Kubik, 09.03.2024, Kulturladen Röthenbach  Konzertwochen Musikschule! Total! Super! 09. bis 24.03.2024, Musikschule Nürnberg, Kulturwerkstatt Auf AEG  PopFestival 16.03.2024, Kulturwerkstatt Auf AEG  Kinderzirkus GECCO; 23. bis 24.03.2024; KuF im südpunkt

Gemeinschaftshaus Langwasser

Kulturladen Röthenbach

Mai

 Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne; 01.05. bis 08.09.2024  Das Knola-Ding. Kinderfest im Knoblauchsland; 03.05.2024; Kulturladen Schloss Almoshof  Markt der Nachhaltigkeit; 04.05.2024; Eibacher Hauptstraße; Kulturladen Röthenbach  StadtteilPicknik für Menschenrechte Gleißhammer 04. oder 11.05.2024; Kulturladen Zeltnerschloss  Fränkischer Preis für junge Literatur, Preisverleihung; 08.05.2024; Kulturladen Röthenbach  Idyllerei 31.5. bis 2.6.2024; Kulturwerkstatt Auf AEG

Juni

 Muggeley, 09.06.2024, Kulturwerkstatt Auf AEG  Kunstmarkt; 15. bis 16.6.2024; Kulturladen Schloss Almoshof  14. Stadtteilfest Konzertreihe „Sommersounds“ im Garten; 21.06. bis 12.07.2024; Kulturladen Röthenbach  KommVorZone; Südstadt, Nürnberg; Juni 2024; Auftakt im Annapark;  Frischluft Auf AEG mit Konzerten von Schülerinnen und Schülern der Musikschule Nürnberg; Juni; Kulturwerkstatt Auf AEG  Open Air im Loni; Juni und Juli 2024; Kulturladen Loni-Übler-Haus

Juli/August

Nürnberg; 13.07.2024; Staatstheater Nürnberg

Sinne

September/Oktober

Gemeinschaftshaus Langwasser

November/Dezember

 Weihnachtssingen der Musikschule; 16.12.2024; Kulturwerkstatt Auf AEG  Weihnachtskonzerte der Musikschule; 17. und 18.12.2024; Kulturwerkstatt Auf AEG  12. Türkisch-Deutsche Literaturtage; 22. bis 24.11.2024; Kulturladen Villa Leon  9. Nürnberger Integrationskonferenz; 23.11.2024  Nachhaltiger Weihnachtsmarkt Langwasser; 30.11.2024; Gemeinschaftshaus Langwasser  Weihnachtsmarkt; 7.12. bis 8.12.2024; Kulturladen Schloss Almoshof  Deutscher Menschenrechtsfilmpreis 2024, Dezember, Tafelhalle  Eröffnung des Christlkindlesmarkts und Auftritte vieler Ensembles der Musikschule Nürnberg; Dezember; Christkindlesmarkt

Kooperationspartnerinnen und -partner des Amts für Kultur und Freizeit Stand Oktober 2023ÖÖ 55

623 Partner*innen, Kulturausschuss, Jahreskontrakt KuF 2024

  1. Boogie Woogie Club Nürnberg e.V.

100 Dancibel

11mm Fußballfilmfestival, Brot und Spiele e.V.

6aufKraut e.V.

Abenteuerspielplatz Amselstr.

Abenteuerspielplatz Amselstraße

Abenteuerspielplatz Goldbachwiese

Abenteuerspielplatz Megilo

Abenteuerspielplatz Röthenbach

ACCESS - Inklusion im Arbeitsleben

Afrikuco Institut

Afrodeutsche e.V.

AK Buntes Langwasser

AK Kinder und Jugendliche im Knoblauchsland

AK Langwasser Nord

AK Ökologie

AK Streetart

AK Thon

Akademie der Bildenden Künste Nürnberg

Akademie für Schultheater und performative Bildung

Aktivspielplatz Wöhrder See e. V. (AKI am See)

Alewitisches Kulturzentrum

Alexander Beck Kinderfonds Stiftung

Alle Kitas aus St. Leonhard/Schweinau

Allgemeiner Deutscher Fahrradclub (ADFC) – Kreisverband Nürnberg und Umgebung

Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion (AK Sport)

Allianz Generalvertretung Wölfel

alpha01 | design + kommunikation

Altenakademie e.V.

Amerika Haus Nürnberg / DAI

amnesty international

Antakya-Nürnberg Kultur- und Solidaritätsverein

AQUA-KITA

Arbeitsgemeinschaft der Bürger- und Vorstadtvereine Nürnbergs

Arbeitskreis Sport der Evangelischen Kirche Deutschland

Ars vivendi verlag

Art community e.V.

Artischocken e.V.

ARTogether, Kunsttherapieprojekt der Rummelsberger

ASD Region 9

ASN

ASN Pfeil

Astrid-Lindgren-Grundschule

Atelier Art90459

Atelier Der Bunte Hund

Atelier Extra

Äthiopischer Kulturverein Nürnberg e.V.

ATV 1873 Frankonia Nürnberg e.V.

Aura e.V.

autofrei leben! e.V.

Autorenverband Franken e.V.

AWO Familienzentrum

AWO Gunda-Fuchs-Kinderhaus

AWO Mehrgenerationenhaus

AWO Nürnberg

AWO SeniorInnen Großreuth

AWO Streetwork

AWO Türk. SeniorInnen

Bahai Gemeinde

Bauernhausfreunde e.V.

Bayerischer Flüchtlingsrat

Bayerischer Landessportverband

Bayerisches Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Bayerische Musikakademie Alteglofsheim

Bayerische Musikakademie Hammelburg

Bayerischer Musikrat

Bayerisches Rotes Kreuz, Kreisverband Nürnberg

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Bayr. Lehrer und Lehrinnenverband

BBS Zentrum für Blinde und Sehbehinderte

BBSB, Bezirksgruppe Mittelfranken in Nürnberg

Beach cleaner Nürnberg

Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Bertolt-Brecht-Schule

Betreutes Wohnen am Tafelhain

Bezirksjugendring Mittelfranken

Bibiafrica

Big Band langwasser e.V.

Big Roo

Bionicum

Birkenwaldschule

Blue Pingu e.V.

BNP Paribas, Consorsbank, Corporate Social Responsibility

Borgo Ensemble

Botanischer Garten Erlangen

Brachland-Ensemble

Bridge für alle e.V.

Bridging Arts

BRK Kita Werderau

Brochier Gruppe

Bulgarisch Kulturverein samodivi

Bund Naturschutz

Bundesverband Soziokultur e.V.

Bundnaturschutz e.V. in Bayern (Gerd Schlestein)

Bunter Tisch Gartenstadt / Siedlungen Süd e. V.

Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V.

Bürgerstiftung Nürnberg

Bürgerverein Nürnberg-Langwasser e.V.

Bürgerverein Röthenbach

Bürgerverein Siedlungen Süd

Bürgerverein St. Johannis

Bürgerverein St. Leonhard/Schweinau

Burgtheater

Büro Freilich

BUTA Aserbaidschanischer Kulturverein

Capoeira Ibeca

Caritas Pirckheimer Haus

Casablanca Filmkunsttheater

Carl-von-Ossietzky-Mittelschule

Ceclam e.V.

Centro Espanol

Chöre der Eibacher Chorgemeinschaft

Chorinho e.V.

Christliche Initiative Romero e.V.

Come Together Cup, Köln

Corazón de Tango

Crêpes Company

Cuba Danza Tanzschule

Curatorium Altern gestalten

Curt Nürnberg

Dans Anadolu

Das Theaterprojekt – Nikolaus Struck

Datev

DB Museum

Deutsch Norwegische Gesellschaft

Deutsche Fußball-Liga, Abteilung Fanangelegenheiten

Deutsche Gesellschaft für Stereoskopie

Deutscher Anwaltsverein

Deutscher Evangelischer Kirchentag

Deutscher Mieterbund Nürnberg und Umgebung

Deutsches Gewürzmuseum

Deutsches Institut für Menschenrechte

Deutsches Jugendherbergswerk

Deutsches Museum Nürnberg

Deutsch-Indische Gesellschaft

Deutsch-Irischer Freundeskreis Franken e.V. (DIFF)

Deutsch-Norwegische Freundschaft e.V.

Deutsch-Polnische Gesellschaft

Deutsch-Türkischer Frauenclub Nordbayern e.V.

DFB-Kulturstiftung

DGB

DGM e.V. /Muskelkrankenkontaktgruppe

Diakonie

Diakonieverein Nürnberg-Süd e.V.

Dialog der Kulturen

Die Lebensgemeinschaft e.V., Münzinghof in Velden

Die Linke

Die Physikkiste

Die Polizeihundefreunde e.V.

Discover Football e.V., Berlin

Diversity Media e.V.

DJK Falke e.V.

DJK Nürnberg-Eibach

Dr. Theo-Schöller-Schule

DSVG-Regionalgruppe

Dt. Familienverband Nbg. Süd

Dürer Gymnasium

Ecstatic Dance

Eibacher Kärwaboum & -madla

Eine-Welt-Laden Eibach

Elternbeirat der Grundschule Eibach

Erfolgsfaktor Frau

Erzählkunst e.V.

Erziehungsberatungsstelle Fürreuthweg

Ethio Community Nürnberg

Ev. Gemeinde St. Georg, Kraftshof

Ev. Gemeindeverein Nürnberg-Mögeldorf e.V, Quartier Langseestraße

Ev. Gemeindeverein Nürnberg-Mögeldorf e.V.

Ev. Kirchengemeinde St. Peter

Evang. Kita Emmaus

Evang.-Luth. Kirchengemeinde Nürnberg-Eibach

Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Niklaus und St. Ulrich

Evangelische Hochschule Nürnberg - Lehrgebiet. Kultur Ästhetik Medien

Evangelische Kindertagesstätte Eibach

Evangelische Medienzentrale Heilbronn

Evangelische Melanchthongemeinde in Nürnberg- Ziegelstein

Evangelische Posaunenchöre in Bayern e.V.

Evangelischer Gemeindeverein Nürnberg-Mögeldorf gGmbH

Eva-Seligmann-Schule

EZB Schweinau

F_in Netzwerk Frauen im Fußball

FabLab Region Nürnberg e.V.

Fachberatung für das Fischereiwesen des Bezirks Mittelfranken

Fachstelle für Alleinerziehende im eckstein

Familienclub Mischpaha e.V.

Familienzentrum Materlach

Fanprojekt Nürnberg

FAU

FAUst aufs Auge e.V.

Filmclub 88 Stammtisch

Firma Hüttinger

Fit für Inklusion – Der Paritätische Mittelfranken

Fomidable Events GbR

Fonds Soziokultur

Förderkreis Ingenieurstudium e.V.

Förderverein „Historisches Kornhaus“ Spalt

Förderverein der SoLawi Initiative e. V.

Förderverein Erfahrungsfeld e.V.

Förderverein Krakauer Turm e.V.

Forschungsgruppe Höhle und Karst Franken e.V.

Fotoclub nuefo e.V.

Franken-Center

Franken-Gemüse Knoblauchsland eG

Fränkischer Wanderverein Nürnberg

Franz KAfkA e.V.

Frauennetzwerk

Frauennotruf Nürnberg e.V.

Freiwillige Feuerwehr Eibach

Freiwillige Feuerwehr Nürnberg – Löschzug Almoshof

Freundeskreis Dt. Einheit

Freundeskreis Indien e.V.

Fridays for Future Nürnberg

Fritz Wölfel Biobauer

Fuss//Ball Kunst (Fußballliteraturfestival Rostock)

Fußballbibliothek Stadt Wien

Galathea Kreis Nürnberger Entomologen e.V.

Galeriehaus Defet

GEDOK

Gemeinde Nikodemuskirche

Gemeinschaftsunterkunt Hintere Markstraße

Georgisches Kulturzentrum INKO

Germanisches Nationalmuseum

Geschichte für Alle e.V.

Geschwister Scholl-Realschule

Gesellschaft für kritische Philosophie Nürnberg

Gesellschaftsspiele e.V.

GfG Stadtteilforum

Glas~Stad’l (Oberrieden)

Global Art Nürnberg e.V.

Global Elternverein

Göcmen Kandinlar - Initiative Zugewanderte Frauen Bayern

Goethe Institut, Zentrale

Greenpeace Nürnberg

Griechische Gemeinde

Griechische Privatschule Nürnberg

Griechischer Kulturverein ohne grenzen

Griechischer Kunstclub

Griechischer Trikala verein

Groove Legend Orchestra

Grundschule Bartholomäusschule

Grundschule Eibach

Grundschule Katzwang

Grundschule Regenbogenstr.

GrünNatürlich

Grundschule Laufamholz

Grundschule Max-Beckmann

Grundschule Amberger Straße

Grundschule Michael-Ende-Straße

Grundschule Ossietzky Straße

GU Hintere Markstraße

Gut Schuss Boxdorf

Hadihopsasa

Haltner Immobilien Nürnberg

Hanns-Seidel-Stiftung

Haus der Heimat Nürnberg e.V.

Haus f. Kinder Regenbogenstraße

Hawelti

Hehani e.V.

Heizhaus e.V.

Helene-von-Forster-Grundschule

Helferkreis für Geflüchtete in Langwasser

Helferkreis Mögeldorf

Helferkreis St. Johannis

Helga Tischler / LIchtblüte

Himalaya Friends e.V.

Hochschule für Musik

Hort Bertolt-Brecht-Schule

Hort Herman-Kolb-Str.

Hühnerglück Eckershof

Humanistische Vereinigung

Humanistisches Haus f. Kinder

Ideal Wohnbau

IG Musikalischer Salon Lyra

IHK Nürnberg für Mittelfranken

IK Hofmann

Imedana e.V. / Rosa Asyl

Improtheater Rollenrausch

Initiative !Nie wieder - Erinnerungstag im Deutschen Fußball

Initiative der Kunst– und Kulturförderung aus Anatolien

Initiative für mehr gesellschaftliche Veranwortung im Breitensport Fußball (IVF)

Initiative Komitas

Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland (ISD)

Inklusives Kinderzentrum Mögeldorf Marthastraße

Inklusives Kinderzentrum Mögeldorf Ostendstraße

Integration Nürnberg e.V.

Interessensgemeinschaft trockener Alkoholiker

Interessenverband Unterhalt- und Familienrecht

Interforum e.V.

Internationaler Bund

Internationaler Kunst- und Kulturverein Nürnberg e.V.

Internationales Cafe St. Johannis

Internationales Zentrum für Kunst und Kultur Bravissimo

Iranischer Kulturverein Khayam e.V.

ISPN Nachhilfe

It Isn´t Happening Kulturinitiative

JAS alle Schulen

JAS Birkenwaldschule

JAS Peter-Henlein-Realschule

Jazzstudio e.V.

JesusCentrum Nürnberg

JH Bertha

JH Oase

JKK Quibble

Johannesgemeinde Eibach

Johanniter e.V.

Johanniter-Kindertagesstätte „Abenteuerland“

Jugendhaus Container

Jugendhaus Phönix

Jugendherberge Nürnberg

Jugendrotkreuz Nürnberg

Junge Stimme e. V.

Jurahaus-Vereins e.V.

Kath. Gemeinde St. Karl-Borromäus

Kath. Kindergarten Hl. Dreifaltigkeit

Kath. Kita St. Franziskus

Katholische Gemeinde St. Georg in Nürnberg- Ziegelstein

Katholisches Medienzentrum

Ketteler Grundschule

kicker, Nürnberg

KickIn – Beratungsstelle Inklusion im Fußball

Kinder- und Jugendhaus CUBE

Kinder- und Jugendhaus Geiza

Kinder- und Jugendhaus SUSPECT

Kinder- und Jugendhaus Treffpunkt MIKADO

Kindergarten Hopfengartenweg

Kindergarten Noris-Zwerge e.V.

Kindergarten Saarbrückender Str.

Kindergarten Werderau

Kinderhaus Bullerbü

Kinderhaus Krakauer Straße

Kinderhaus Nikodemus

Kinderhaus Nikodemuskirche

Kinderhort Ketteler Siedlung

Kinderhort Salzbrunner Straße

Kinderhort Thusneldastraße

Kinderladen Schloss Almoshof e.V.

Kindermuseum

Kinderschutzbund

Kindertagesstätte Zauberwürfel

Kita Finkenbrunn

KJH Cube

KKV Mercator Nürnberg e.V.

Klanggenuss

Klimazirkus Nürnberg

Klüpfel

KoFaS - Kompetenzgruppe Fankulturen & Sportbezogene Soziale Arbeit

Koordinationsstelle Fanprojekte

Kopernikusschule

Kult und Tumult - Initiative

Kulturförderverein Gartenstadt

Kulturidee GmbH

Kulturladenverein Schloss Almoshof e.V.

Kulturschock e.V.

Kulturverein Studio EINS

KUNO Literaturzentrum Nord

Kunst und Design Schule Nürnberg

KunstProstIR

Kunstverein Kohlenhof

Landemediendienste Bayern

Landesbund für Vogelschutz

Landschaftspflegeverband Nürnberg

Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

Langwasser Guides

LangwasserTV

Latente Talente e.V.

Lebenshilfe Nürnberg e.V.

Lebensraum Regenwald e. V.

Lernfördermaßnahmen – Stadt Nürnberg

Lernort Stadion e.V.

Lionsclub

Litauische Gemeinschaft in Deutschland e.V.

LitCam Frankfurter Buchmesse

Literaturhaus Nürnberg e.V.

Literaturnetzwerk Runder Tisch Literatur

Little Language Company

LJKE, Landesverband der Jugendkunstschulen

LKB:BY, Landesvereinigung kultureller Bildung

Ludwig Uhland Grundschule

Luise - the cultfactory

Mädchentreff e.V.

Malteser Hilfsdienst

Mamaprotest e.V.

Männer Forum Nürnberg

Maria Ward Grundschule

Maria Ward Realschule

MarthaCafé

Martin-Luther-Haus in Nürnberg

Medienzentrum Parabol

Medya Volkshaus e.V.

Mehrgenerationenhaus Schweinau

Mentor – Die Leselernhelfer Nürnberg im Zentrum Aktiver Bürger (ZAB)

Messie Selbsthilfegruppe

Metallgestaltung Langer

Metropolmusikverein

Mevlana e.V.

MGV Kraftshof-Almoshof

Mieter helfen Mietern

Migrantenkulturverein aus Antakya

Mikrokosmos Amateurfußball e.V., Bayern

Mischpacha e.V.

Missio

Mission Einewelt

Mittelschule Insel Schütt

Mittelschule St. Leonhard

Mk Architektur

Mobiles Kino e.V.

Mögeldorfer Kärwaleut

MOiN e.V.

Monessori Zentrum Nürnberg

Moritz Fürst GmbH & Co KG

Mudra Nürnberg

MuFFiN Mädchen und Frauen Fach Forum

Muggenesia e.V.

Museum für Kommunikation

Musikation – private Musikschule, Nürnberg

Musikpunkt e.V.

Mütterzentrum Fürth e.V.

MUZ, Musikzentrale

Nachhaltigkeitsgruppe Siedlungen Süd

Nächtliches Theater e.V.

Naturfreunde e.V.

Natürliche Lebenshilfe

Naturspielplatz Neulichtenhof

NCK Krakau

Nemo Bundesverband e.V.

N-Ergie

Netzwerk Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage

Netzwerk Sport & Politik für Fairness, Respekt und Menschenwürde bei der Deutschen Sportjugend

Neue Bühne Nürnberg

NGO NDE (Kamerunischer Kulturverein in Gründung)

NOA Nürnberg

Noris Folkclub

Noris Inklusion

Noris-Arbeit gGmbH

Nürnberg Fürther Stadtkanal

Nürnberg Süd e.V.

Nürnberg Unposed Collective

Nürnberger Akkordeonorchester Willi Münch e.V.

Nürnberger Initiative für Afrika NIfA e.V.

Nürnberger Jazzmusiker e.V.

Nürnberger Menschenrechtszentrum

Nürnberger Nachrichten

Nürnberger Photoklub e.V.

Nürnberger Versicherung

Nuremberg International Human Rights Film Festival

NWW Nürnberger Wohn- und Werkstätten für Blinde und Sehbehinderte gGmbH

Objektiftheater

Ökumenisches Arbeitslosenzentrum / Stadtmission Nürnberg

Ornina Gruppe

Ortsgruppe Knoblauchsland des BUND Naturschutz in Bayern e.V.

OTTi – Offenes Improtheatertraining Nürnberg

PAHN e.V.

Partnerschaftsverein Charkiw-Nürnberg

Peter-Vischer-Schule

Pflegedienst Saravo

Philippine culture club e.V.

Philoscience gGmbHG, Museum Turm der Sinne

Philosophisches Nachtcafé

PI West

PioPio Fammiliengruppe

Planungsbüro Wolfgang Graubner

Poetentreff @stellavommeer

Posaunenchor Eibach

Post SV Nürnberg e.V.

Presseclub Nürnberg

Priya Nirtaki Dance Space

Pro Asyl

Pro Familia Nürnberg

Projekt „Gesundheit im Stadtteil“

Projektstelle der Evang.-Luth. Kirche Bayern

Purzeltraumtheater

Quartierscafé Langseestraße

Radio Z

Rampenschweinerei e.V.

RE:NUE Bürgerinnen Institut

Refukitchen

Regierung Mittelfranken

Regineo

Repaircafé Röthenbach

Repaircafé Langwasser

Restaurant Esskultur Nürnberg

Richter Spielgeräte

Robert-Bosch-Mittelschule

Rolli-Treff Franken

Romanima e.V.

Rote Galerie

Rückendwind e.V.

Russisch-Deutsches Kulturzentrum

Russisches Theater Nürnberg

Salon Inge

Samo Divi e.V.

Schachclub Noris-Tarrasch 1873 e.V.

Scharrer Grundschule

Scharrer Mittelschule

Schembartgesellschaft e.V.

Schmitt + Sohn Aufzüge

Schreinerwerkstatt und Metallbauwerkstatt der Rudolf-Steiner-Schule

Schweden Produkte

Schwimmerbund Bayern 07 e.V.

Scleroderma Liga e.V.

Seniorenbegegnungstätte Gartenstadt e. V.

Seniorennetzwerk Eibach/Röthenbach

Seniorennetzwerk Gartenstadt / Siedlungen Süd

Seniorennetzwerk Langwasser

Seniorennetzwerk Mögeldorf/Zabo

Seniorennetzwerk St. Jobst/Erlenstegen

Seniorennetzwerk St. Johannis

Seniorennetzwerk SüdstadtOst

Seniorennetzwerk Thon / Wetzendorf /Schniegling

Seniorennetzwerk Wöhrd

Seniorenstammtisch 60+ Röthenbach

Service-Wohnen Seepark Mögeldorf

Siedlungswerk Ost

Siemens AG, Regionalreferat

Sigena Mögeldorf, Lebenshilfe

Sigena Stützpunkt Langwasser

Sigmund-Schuckert-Gymnasium

Singkreis Wesselka (Olga Voropayeva)

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi)

Solidarische Landwirtschaft Nürnberg (SoLaWi)

Sorwant

Sozialkreis Mögeldorf - Mögeldorf hilft

Sparda-Bank Nürnberg

Sparkasse Nürnberg

Sperberschule

Spin Off Theater

SpVgg Mögeldorf 2000 e.V.

Stadteilarbeitskreis Kinder- und Jugendlichen Wöhrd/Schoppershof

StadtEnsemble

Stadtkultur, Netzwerk bayerischer Städte e.V.

Stadtteilgruppe gegen Flughafenlärm

Stadtteilkoordination St. Leonhard

Stadtteilkreis Mögeldorf

Stadtteilmagazin St. Johannis

Stadtteilpatenschaft Langwasser

Staedtler Stiftung

Start with a friend e.V.

Steps2education e.V.

Stiftung Fußball & Kultur EURO 2024 gGmbH

Stiftung Journalistenakademie

Strassenshowkultour

Studio Amar

Studio Eins e.V.

Studio Yalla-Dance

Sudanesischer Kulturverein e.V.

Südart Ateliertage

SustaiNable Conference

Syrisch in Vegan

Tanzfabrik Julia Kempken und Kulturverein Theater rote Bühne e.V.

Tanzn

TeamBank AG, Nürnberg

Teatr Sorvantsy

Technische Hochschule Nürnberg

Tek-der e.V.

Theater Kunstfabrik (Burcu Uygur)

Theater Morgenroth & Schwester

Theater Mummpitz

Theater Salz+Pfeffer

Theatergruppe Kunstfabrik

Theaterlabor Irfan Taufik

Theaterlabor Nürnberg e.V.

THEATERtRÄUME

Theodor-Billroth-Schule

Theo-Schöller-Mittelschule

Thusnelda Grund- und Mittelschule

Tibet Initiative Nürnberg

TMA 459

Trägerkreis Lateinamerikawoche

Transferfilm

Treffpunkt Türen öffnen

Türen Öffnen, ISKA gGmbH

Türkisch-Deutscher Verein zur Integration behinderter Menschen e.V.

Ukrainer in Franken e.V.

Ukrainischer Bildungs- und Kulturverein e.V.

Unesco Bayern

Ungarischer Kulturverein Nürnberg e.V.

UNICEF-Hochschulgruppe Nürnberg

Urban Lab

VAG Verkehrsaktiengesellschaft

Verband Deutscher Musikschulen

Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Bayern e.V.

Verband Deutscher Sportjournalisten

Verband Bayerischer Musikschulen

Verdi

Verein für Philatelie und Philokartie e.V.

Verein Historischer Büttnertanz e.V.

Verein Vieleck

Vereinigung der vietnamesischen Flüchtlinge

VfL Nürnberg e.V.

Vietnamesischer Kulturverein

Vinty’s Secondhand Shop

Vischers Blues Jam e.V.

Vision21

Viva con Aqua Nürnberg

Volkswagen CSR-Sports

Vorstadtverein Gleißhammer/St.Peter e.V.

Vorstadtverein Nürnberg Nord (VNN)-Ortsgruppe Almoshof

Vorstadtverein Nürnberg Wöhrd

VSJ Soziale Gruppenarbeit

Wahlverwantschaften e.G.

Walderlebniszentrum Tennenlohe

Wanderbühne

Wbg Nürnberg

We Integrate e.V.

Weinelf Deutschland e.V.

Wellnessscheune Kraftshof

Werbegemeinschaft Eibach aktiv

Wilhelm Lohse Schule

win e.V., Mehrgenerationenhaus Marthastraße

Wohn + Design Forum

Wohnzimmer zur Mitte

Wortkünstler Mittelfranken

Xenos e.V.

Yenigün Külturzentrum

YFU - Youth for Understanding (Schüleraustauschprogramm)

ZAB

z-bau Haus für Gegenwartskultur

Zeidlerverein für Nürnberg und Umgegend e.V.

Zentralhort Ahornstraße

Zentralhort Veilhofstraße

Zentralhort Weiltinger Straße

Zentrum Aktiver Bürger

Zirkus Aufwärts

KuKuQ/005/2023

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 01.12.2023 öffentlich Beschluss

Betreff:

KunstKulturQuartier - Jahreskontrakt 2024

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Personal- und Finanzdaten

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuKuQ/005/2023

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuKuQ/005/2023

Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2024 des KunstKulturQuartiers zu.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2024 des KunstKulturQuartiers

(KuKuQ)

 Kunsthalle Nürnberg – Kunsthaus – Kunstvilla Neben dem abwechslungsreichen Ausstellungsprogramm (siehe Anlage) wird die voranschreitende Neukonzeption des Foyers für die Kunsthalle Nürnberg 2024 eine große Rolle spielen sowie der weitere Ausbau eines auf neue Besucherinnen- und Besuchergruppen abgestimmtes Vermittlungs- und Begleitprogramms. An den in 2023 eingeleiteten Maßnahmen, die eine höhere Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit und Besucherinnen und Besucheraufkommen erbrachten, wird weiter intensiv gearbeitet. Dies betrifft auch Kunsthaus und Kunstvilla. Noch bis zum 11. Februar 2024 präsentiert die Kunsthalle Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus die internationale Gruppenausstellung Who’s Afraid Of Stardust? Positionen queerer Gegenwartskunst. Im Anschluss wird vom 9. März bis 9. Juni 2024 die Ausstellung One Thousand Times der Künstlerin Sung Tieu (*1987 in Hai Duong, Vietnam). Ihr künstlerisches Schaffen nimmt seinen Ausgangspunkt in den Abkommen zur Anwerbung vietnamesischer Vertragsarbeiterinnen und -arbeiter in der ehemaligen DDR und deren Situation nach der Wieder¬vereinigung Deutschlands. Vom 29. Juni bis 6. Oktober 2024 wird die Künstlerin und Stipendiatin des Marianne-Defet-Malerei-Stipendium 2023 Monika Michalko (*1982 Sokolov, Tschechien) ihren malerischen Kosmos in der Kunsthalle Nürnberg ausbreiten. Das Jahr endet mit der internationalen Gruppenausstellung THE BEST SHOW EVER! (09. November 2024 bis 16. Februar 2025), die kritisch, aber zugleich mit viel Humor und Ironie, eine Gesellschaft thematisiert, in der die Generierung von Aufmerksamkeit einen immer größeren Stellenwert zu gewinnen scheint.

Ab Ende Mai 2024 wird anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens die Jubiläumsausstellung 10 Jahre Kunstvilla gezeigt. Im Jahr 2014 eröffnet, schließt die Kunstvilla eine Lücke in der Nürnberger Museumslandschaft. Aufgrund ihrer Geschichte als jüdische Hopfenhändler- und Bankiersvilla stellt die Kunstvilla nicht nur ein unter Denkmalschutz stehendes, aufwendig saniertes Baudenkmal, sondern auch ein historisches Denkmal für die jüdische Geschichte Nürnbergs dar. Der Anfangsbestand der Sammlung konnte inzwischen fast versiebenfacht werden, sodass die Kunstvilla derzeit rund 5.500 Werke betreut, die die Nürnberger Kunstgeschichte abbilden. Die Jubiläumsausstellung fokussiert sich auf die Bereiche Sammlung, Ausstellung und Historie des Ausstellungsgebäudes.

Sollte in 2024 die vakante Stelle Museologin, Museologe besetzt werden können, kann der Abschluss der Revision der Sammlungsbestände, d.h. der Datenabgleich mit KuM erfolgen, ebenso der Umzug in die Bilderwerkstatt.

Nach Stardust… ist im Kunsthaus im März 2024 das junge Ausstellungsformat SHIFT/WALLS zu sehen. Mit jungen Urban Art Akteurinnen und Akteure wird sich das Haus wieder in ein offenes Atelier verwandeln. Das Format richtet sich vornehmlich an ein junges und junggebliebenes Publikum, das sich gerne überraschen lassen und Neues kennen lernen will und findet in Kooperation mit dem Künstlerhaus statt. Ab 23. März zeigt das Kunsthaus die Ausstellung Unterwegs von Michael Jostmeier, emeritierter Professor und Dekan an der TU Nürnberg für Kommunikationsdesign und einer der Pioniere für fotografische Computergrafik. Im Anschluss wird die jährliche Erfolgsschau, der Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten, wieder zu Gast sein. Parallel dazu werden im Glasbau 1. OG die Debütanten des BBK Nürnberg-Mittelfranken mit ihrer ersten Ausstellung und Katalogvorstellung präsentiert. Im Herbst folgt die Einzelausstellung Floating Spaces von Gudrun Kemsa, Professorin für Bewegte Bilder und Fotografie an der Fachhochschule Niederrhein in Krefeld.

 Künstlerhaus – Filmhaus – Tafelhalle Im Jahr 2024 möchte das Team Künstlerhaus dort anknüpfen, wo es im Herbst 2023 durch erneute Baumaßnahmen unterbrochen wurde. Die Eröffnungssaison wird fortgesetzt und wo nötig neu aufgesetzt. Im Fokus steht dabei das neue Motto des Hauses "Kultur im Zentrum“,

das sich auf die Fahnen schreibt, in einer kulturpoltischen und inhaltlichen Auseinandersetzung neue Wege im Kulturschaffen für die aktuell herausfordernden Zeiten zu finden und zugleich ein möglichst breit aufgestelltes Kulturprogramm zu ermöglichen. Formate von Hausgruppen und Partnern, die aus 2023 geschoben werden mussten, finden dann ihr Publikum. Alte und neue Verbindungen im Netzwerk des Hauses aus Handwerk und Programmarbeit sollen herausgearbeitet und stärker sichtbar gemacht werden. Wechselseitige Vernetzung kann und soll hier ein wichtiger Motor für die zukünftige Erneuerung des Hauses sein. Das verschobene Hausfest/Tag der offenen Tür soll spätestens im Juli stattfinden und den Wendepunkt hin zum neuen Normalbetrieb markieren. Bereits fest geplant neben der Implementierung der Hausgruppen, Vereine und Werkstätten sind die Fortsetzung der "Keep the Change"-Reihe sowie schwerpunktmäßig spartenübergreifenden Projekte unter Einbeziehung digitaler Formate.

Trotz vieler Widrigkeiten hält das Filmhaus an seiner Strategie fest: auf keinen Fall an der Qualität des Programms zu sparen. Im Januar wird Heimat! Das Filmfestival, mit einem ganz besonderen Programm aufwarten zum Thema Starke Frauen, beispielsweise mit einer Fotoausstellung der Grand Dame der Nouvelle Vague Agnes Varda mit Fotos, die sie 1962 in Dinkelsbühl aufgenommen hat, oder Filmen der Nürnberger Regisseurin Sophie Linnenbaum, die 2023 einen bayerischen Filmpreis gewonnen hat. Die vollständige Öffnung des Künstlerhauses erlaubt es bald wieder, Festivals, Schulkinoreihen und Sonderveranstaltungen im großen Saal durchzuführen.

In 2024 soll sich in der Tafelhalle der eingeschlagene Weg der nachhaltigen Vernetzung und Öffnung sowohl auf rezipierender als auch produzierender Seite verstetigen. Das Erschließen neuer, jüngerer Besuchenden- und Kunstschaffendengruppen soll durch neue Kooperationen mit den verschiedenen Hochschulen, z.B. Finest Fusion (monatliche Session HfM) und Creative Crowd (große Nürnberger Kreativ-Messe) intensiviert werden. Auch das Programm für jugendliches Publikum, Schülerinnen und Schüler soll ausgebaut werden. Es gilt, einen Generationswechsel auf allen Ebenen zu moderieren. Vermittlungsformate wie „Perlentauchen“ und „Ins Blaue“ werden weitergeführt, um nachhaltig Schwellen abzubauen und hierbei nicht nur einzelne Veranstaltungen in den Fokus zu nehmen, sondern den gesamten Kulturort Tafelhalle. Mit einem zweiten, diesmal internationalen EveryBody-Weekender für mixed abled Tanz und Performance soll in 2024 erneut der Fokus auf Inklusion in den freien darstellenden Künsten liegen.

Um den Spielort St. Katharina noch stärker als musikalisch-atmosphärischen Erlebnisort im Herzen der Stadt für jüngeres Publikum zu etablieren, verknappten finanziellen und personellen Ressourcen klug und zukunftsfähig zu begegnen, wird das st. katharina open air fortan in Kooperation mit dem Club Stereo kuratiert und umgesetzt. Ein komplementierendes Angebot zum st. katharina open air ist mit einem Konzertwochenende aus dem Bereich Klassik in Planung.

 Digitalisierung und Vermittlung, Kultur Information Ab 2024 soll ein neu einzuführendes Veranstaltungsmanagementtool bei der Planung, Organisation, Umsetzung und Abwicklung helfen, Prozesse der ganzen Dienststelle digital abzubilden und Veranstaltungsabläufe damit zu verbessern. Modular unterstützen dabei Schnittstellen zum Datenmanagementsystem (DMS), SAP, Veranstaltungskalender-, Personalplanung- oder Raumdatenbank. Die Verschränkung zum neuen Adressverwaltungssystem soll perspektivisch helfen ein Customer Relationship System (CRM) aufzubauen. Dies verbessert die direkte Kundenansprache, Service, Vertrieb und Marketing, was wiederum zu einer stärkeren Kundenbindung und Umsatzsteigerung führen soll.

Sämtliche Planungen stehen unter folgenden Vorbehalten:  Wie wirken sich reduzierte Budgets und gleichzeitige Verteuerung der Kosten aus?  Wie wirken sich die Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen im Personalbereich aus? (Hinsichtlich Mitarbeitendenzufriedenheit und Aufgabenbewältigung)  Ab wann ist das Künstlerhaus bespielbar? (Verbindliche Auskünfte waren bei Redaktionsschluss seitens der Bauverwaltung nicht zu erfahren)  Werden die beschlossenen, finanzierten und in 2023 terminierten Arbeiten (ohne Angabe von Gründen gecancelt) an der Kühlung der Filmhauskinos in 2024 vorgenommen? (Andernfalls droht die Schließung in den Sommermonaten)

Anlage: Jahreskontrakt 2024 des KunstKulturQuartiers (KuKuQ)

 Verwaltung Das Jahr 2022 konnte KuKuQ nach Abzug aller Coronaeffekte mit einem positiven Budgetergebnis abschließen. Wegen der bereits für das Jahr 2023 zu erwartenden hohen finanziellen Belastungen für den Gesamthaushalt der Stadt Nürnberg, u. a. aufgrund der weiter anhaltenden Corona-Pandemie, wurden die Budgetregelungen für den Übertrag von Budgetresten aus dem Jahr 2022 auf das Jahr 2023 außer Kraft gesetzt. Ein Übertrag war deshalb nur für zweckgebundene Ansätze möglich. Hierbei handelte es sich insbesondere um einen Übertrag in Höhe von 20.000 € für die Wiedereröffnung des Künstlerhauses aufgrund der verzögerten Baufertigstellung.

 Personalsituation und -budget

2024* 2023 2022
Sollvollkraftstellen Gesamt 56,75 56,75 54,62
Istvollkraftstellen Gesamt --- 51,11 52,96

Stand:09.10.2023 *Sollkraftstellen 2024 voraussichtlicher Wert

Im Jahr 2023 standen bisher sechs Stellen zur Wiederbesetzung an, von denen inzwischen vier erfolgreich nachbesetzt werden konnten.

Mit dem Sparpaket 2023 wird KuKuQ verpflichtet seinen Anteil an der Sparvorgabe von 11% der Vollkraftstellen einzubringen. Aufgrund der ohnehin hohen Belastungen für das Personal kann dies nur über eine Aufgabenkritik erfolgen. Der Prozess wurde bei KuKuQ bereits angestoßen und wird mit dem Geschäftsbereich abgestimmt. Welche Auswirkungen sich für das Jahr 2024 ergeben kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

Aufgrund der außer Kraft gesetzten Budgetregelungen für das Teilbudget K2 ist eine Steuerung der Dienststelle über das Budget nicht mehr gegeben.

 Finanzdaten konsumtiv Das 1. Halbjahr 2023 blieb mit geringeren Einnahmen aufgrund verändertem Besucherverhaltens seit Corona sowie der derzeitigen Wirtschaftskrise hinter den Erwartungen zurück. Den geringeren Einnahmen wird mit reduzierten Ausgaben Rechnung getragen. Zum Stichtag (31.7.2023) liegen die bisherigen K1 Erträge i. H. v. –646.149 Euro unter der anteiligen Ermächtigung i. H. v. –694.195 Euro.

Mit den bisherigen Aufwendungen i. H. v. 1.181.188 Euro wurde die anteilige Ermächtigung i. H. v. 1.520.004 Euro nicht ausgeschöpft. Ursächlich hierfür ist neben einem intensiven Bemühen um sparsames Wirtschaften unter anderem auch, dass zahlreiche Rechnungen, die den Juli betreffen, erst im August beglichen werden und deshalb das Budget erst später belasten.

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2024 Entwurf Ansatz 2023 Januar - Juli 2023 Hochrechnung 2023
K1 Erträge -1.082.011 -1.190.111 -694.195 -1.150.198
K1 Aufwendun- gen 2.587.818 2.605.818 1.181.188 2.565.906
K1 Sachbudget 1.505.807 1.415.708 535.039 1.415.708

Nach dem derzeitigen Planungs- und Kenntnisstand wird KuKuQ das K1 im Haushaltsjahr 2023 im Rahmen der Ermächtigung abschließen können.

Die bestehende und wohl auch noch weiterhin anhaltende Inflation wird im Jahr 2024 die finanzielle Lage verschärfen. Zu einem steht zu befürchten, dass die Einnahmen aufgrund geringerer Kaufkraft zurückgehen und die Kosten weiter ansteigen. Es wird sich zeigen, ob das auskömmliche Budget für 2024 die gesamtwirtschaftlichen Gegebenheiten umfassend berücksichtigt und KuKuQ mit ausreichend finanziellen Mitteln ausstattet.

 Finanzdaten investiv

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2024 Ansatz 2023 Januar - Juli 2023 Hochrechnung 2023
Immaterielles / Bewegliches Vermögen --- 58.400 7.403 58.400

Im Wert von 7.403 € wurde ein Ausstellungssystem für das Kunsthaus im 1. Halbjahr beschafft. Im zweiten Halbjahr erfolgt die Beschaffung von Funkmikrofonen in Höhe von ca. 16.000 € sowie die Finanzierung eines notwendigen Ersatzbedarfs eines digitalen Filmprojektors in Höhe von ca. 50.000 €. Die Teilfinanzierung eines Drittels des Filmprojektors erfolgt durch Förderungen.

Das I1 Budget wird bis Jahresende im Rahmen der Ermächtigung liegen.

Bei einer Kürzung des investiven Ansatzes steht zu befürchten, dass notwendige Ersatzbeschaffungen nicht mehr vorgenommen werden können. Dies hätte unausweichlich Auswirkungen auf den Spielbetrieb.

 Ziele und Kennzahlen Die Kennzahlen spiegeln die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie derzeitigen Wirtschaftskrise wieder. So sind die Kundenkontakte in der Kultur Information und bei den Veranstaltungshäusern niedriger als erwartet. Zudem machen sich die Auswirkungen der verspäteten Eröffnung des Künstlerhauses bei den Besucherzahlen bemerkbar. Im Kunstbereich liegen die Besucherzahlen über den Erwartungen.

Produkt Kennzahlen-Text Einheit Ist 01-07/2023 Plan 01-12/2023
252010 Kundenkontakte Kultur Information ANZ 13.485 32.000
252020 Besucher Kunst und Ausstellungen ANZ 31.629 39.200
261001 Besucher ANZ 73.716 149.788

 Produkt 1

Digitalisierung und Vermittlung, Kultur Information

Die Kultur Information nahm im laufenden Jahr weitgreifende Veränderungen vor und setzt gemäß der entwickelten Digitalstrategie auf den ständigen Ausbau der digitalen Angebote. Neben Tickets zu Veranstaltungen, bietet der eigene Webshop unter www.kulturinfo-nuernberg.de nun auch die bürgerschaftsfreundlichen Kulturkarten für Seniorinnen und Senioren, sowie für Behinderte online an. Daneben gehört eine telefonische Betreuung kulturinteressierter Bürgerinnen und Bürger zum Service. Im Gegenzug wurde die durchgängig besetzte Vorverkaufsstelle vor Ort geschlossen. Zu ausgewählten Anlässen wie Seniorengala oder Blauer Nacht wird weiterhin ein analoger Vorverkauf angeboten. Via Payment Links oder Selbstverwaltungsservices im Webshop erhalten Bürgerinnen und Bürger zukünftig ein immer größeres Angebot, das den Wünschen nach Flexibilität wie auch durchgängiger Erreichbarkeit Rechnung trägt. Ab 2024 soll ein neu eingeführtes Veranstaltungsmanagementtool bei der Planung, Organisation, Umsetzung und Abwicklung helfen, Prozesse der ganzen Dienststelle digital abzubilden und Ver-

anstaltungsabläufe damit zu verbessern. Modular unterstützen dabei Schnittstellen zum Datenmanagementsystem (DMS), SAP, Veranstaltungskalender-, Personalplanung- oder Raumdatenbank. Die Verschränkung zum neuen Adressverwaltungssystem soll perspektivisch helfen ein Customer Relationship System (CRM) aufzubauen. Dies verbessert die direkte Kundenansprache, Service, Vertrieb und Marketing, was wiederum zu einer stärkeren Kundenbindung und Umsatzsteigerung führen soll.

 Produkt 2

Kunsthalle Nürnberg – Kunstvilla – Kunsthaus

Rück und Ausblick

Kunsthalle Nürnberg

Neben dem abwechslungsreichen Ausstellungsprogramm wird die voranschreitende Neukonzeption des Foyers für die Kunsthalle Nürnberg 2024 eine große Rolle spielen, sowie der weitere Ausbau eines auf neue Besucherinnen- und Besuchergruppen abgestimmtes Begleitprogramm.

Gerade Kunst kann Wahrnehmungsweisen verändern und so unseren Weg zu einer vorurteilsfreieren Gesellschaft fördern: Noch bis zum 11. Februar 2024 präsentiert die Kunsthalle Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus die internationale Gruppenausstellung Who’s Afraid Of Stardust? Positionen queerer Gegenwartskunst: Die im Oktober 2023 eröffnete Ausstellung präsentiert Werke von 30 Künstler*innen, die Aspekte queeren Lebens thematisieren und durch ihre spezifischen Sichtweisen auf soziale Machtstrukturen einen substanziellen Beitrag zur aktuellen Debatte über Diversität leisten. Mit dem zur Ausstellung erschienenen 200-seitigen, zweisprachigen Magazin und einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm wollen Kunsthaus wie Kunsthalle Nürnberg Denkanstöße geben und zum Dialog einladen. Im Anschluss präsentiert die Kunsthalle Nürnberg vom 9. März bis 9. Juni 2024 die Ausstellung One Thousand Times der Künstlerin Sung Tieu (*1987 in Hai Duong, Vietnam). Ihr künstlerisches Schaffen nimmt seinen Ausgangspunkt in den Abkommen zur Anwerbung vietnamesischer Vertragsarbeiterinnen und -arbeiter in der ehemaligen DDR und deren Situation nach der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Kunst Museum Winterthur; gemeinsam erscheint im Snoeck Verlag eine Publikation, welche das umfassende Recherchematerial der Künstlerin in den Mittelpunkt stellt. Vom 29. Juni bis 6. Oktober 2024 wird die Künstlerin und Stipendiatin des Marianne-Defet-Malerei- Stipendium 2023 Monika Michalko (*1982 Sokolov, Tschechien) ihren malerischen Kosmos in der Kunsthalle Nürnberg ausbreiten. Dabei beschränkt sich ihre Malerei nicht auf die Zweidimensionalität eines planen Bildträgers, sondern wird immer wieder auch volumenhaft, dehnt sich aus und greift in die dritte Dimension. So entstehen malerisch-plastische Environments und aus einem komplexen Zusammenspiel von Gemälden, Wand- wie Bodenarbeiten, Mobiliar und Objekten ergeben sich eigentümlich-surreale Welten. Das Jahr endet mit der internationalen Gruppenausstellung THE BEST SHOW EVER! (09. November 2024 bis 16. Februar 2025), die kritisch, aber zugleich mit viel Humor und Ironie, eine Gesellschaft thematisiert, in der die Generierung von Aufmerksamkeit einen immer größeren Stellenwert zu gewinnen scheint. Zugleich thematisiert die Ausstellung, wie es aktivistischen Kunstprojekten gelingt, den traditionellen Gegensatz zwischen Spektakel und gesellschaftspolitisches Engagement herauszufordern.

Kunstvilla

Auf die bis Ende Juni 2023 laufende Ausstellung Naturstoff / Kunststoff, die der Verwendung von Plastik in der Gegenwartskunst nachging, folgte die Ausstellung Vive la France!, die den Einfluss Frankreichs auf das Nürnberger Kunstschaffen untersuchte. Mit Hasso von Henninges und Udo Kaller wurden zwei Künstler anlässlich ihrer runden Geburtstage mit Einraumausstellungen geehrt. Die Gruppenausstellung Für Kunst und Freundschaft – Das Borgo Ensemble stellte ab Ende November 2023 anhand von 32 Positionen das seit 2009 bestehende Künstlerkollektiv um Reiner Bergmann (geb. 1950), Kulturpreisträger der Stadt Nürnberg, vor und stand in der Ausstellungsreihe der Kunstvilla mit Nürnberger Künstlergruppen und -vereinen. Es erschien ein umfangreicher Katalog mit Texten u.a. von Matthias Egersdörfer, Max Hanisch, Ludwig Frambach und Marian

Wild. Den Abschluss des Ausstellungsjahrs stellte im Dezember die Wiedereinrichtung des Kertz Kabinetts anhand neu zugegangener Werke dar. Die Sammlung wurde 2023 aufgrund der Vakanz der Museologenstelle zwar restriktiv, aber dennoch zielgerichtet um Schenkungen, darunter herausragend der Kunstvilligen, erweitert. Der im Dezember 2022 erfolgte Zugang der Stiftung Kertz aus München band Personalkapazitäten. Im Oktober 2023 konnte die seit 2019 vorbereitete Online-Stellung von ausgewählten Sammlungswerken realisiert werden. Zahlreiche Veranstaltungen, u.a. die Blaue Nacht, für die die Kunstvilla als Kunstort die Installation Message Mobile von Stephan Schwarzmann und Annett Langer realisierte, sowie ein Konzert mit der französischen Sängerin Dany Tollemer lockten ein großes Publikum in die Kunstvilla. Der 2022 eingerichtete Instagram-Kanal und die Facebook-Seite der Kunstvilla gewinnen laufend an Followern.

Ab Ende Mai 2024 wird anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens die Jubiläumsausstellung 10 Jahre Kunstvilla gezeigt. Im Jahr 2014 eröffnet, schließt die Kunstvilla eine Lücke in der Nürnberger Museumslandschaft. Aufgrund ihrer Geschichte als jüdische Hopfenhändler- und Bankiersvilla stellt die Kunstvilla nicht nur ein unter Denkmalschutz stehendes, aufwendig saniertes Baudenkmal, sondern auch ein historisches Denkmal für die jüdische Geschichte Nürnbergs dar, die sie in ihren Ausstellungen und in ihrem Begleitprogramm regelmäßig thematisiert. Innerhalb ihres Schwerpunkts Kunst in Nürnberg von 1900 bis in die Gegenwart setzt sie mit ihrem Ausstellungsprogramm seitdem monografische wie thematische Akzente. Der Anfangsbestand der Sammlung konnte inzwischen fast versiebenfacht werden, sodass die Kunstvilla derzeit rund 5.500 Werke betreut, die die Nürnberger Kunstgeschichte abbilden. Die Jubiläumsausstellung fokussiert sich auf die Bereiche Sammlung, Ausstellung und Historie des Ausstellungsgebäudes. Von Oktober 2024 bis Frühjahr 2025 folgt die Dialogausstellung „Wiedergefundene Gärten – Verena Waffek / Hubertus Hess“. Im Schaffen von Verena Waffek (geb. 1953) und Hubertus Hess (geb. 1953) spielen Imagination und die kulturelle Überformung von natürlichen wie künstlichen Artefakten eine große Rolle. Vergangene Zeitebenen und die Gegenwart verschmelzen. Während sich Waffek bevorzugt in fiktive Situationen begibt, die sie in einem Arbeitsprozess zu raumgreifenden Installationen ausarbeitet, verwandelt Hess Fundstücke, die aus seiner Umgebung und von seinen Reisen stammen können, in märchenhafte Arrangements. Beider Werke spiegeln das Leben zwischen Traum und Wirklichkeit wider. Im Bereich Sammlung ist für 2024 nach der Wiederbesetzung der Museologenstelle die Bereinigung der Daten in Museumplus sowie der Abschluss der Revision der Sammlungsbestände, d.h. der Datenabgleich mit KuM, vorgesehen. Des Weiteren soll in der Peuntgasse ein Depot („Bilderwerkstatt“) eingerichtet werden, um einen Lagerort für die Stiftungen, darunter die von der Stadt angenommene Stiftung Kertz, zu begründen.

Kunsthaus

Mit dem langjährigen Partner aus der freien Szene, der Diskurswerkstatt e.V., wurde die Schwerpunkt Ausstellung im Kunsthaus 2022 mit dem Titel Lebens(t)räume. Künstlerhaus|KOMM|K4 |Künstlerhaus von November bis zum 5. Februar gezeigt. Die Ausstellung über die Geschichte des Künstlerhaus war ursprünglich zur Eröffnung des 3. Bauabschnittes geplant worden, konnte dann aber durch die mehrfach kurzfristig geplatzte Baufertigstellung nicht mehr verschoben werden.

Von März bis Juni 2023 wurde die Ausstellung SPECTRES von dem Nürnberger Künstler Thomas Bergner in Kooperation mit dem emeritierten Professor für Fotografie an der Zokei University in Tokio, Nakazato Katshuito, gezeigt. Die Ausstellung widmete sich den beiden seelenverwandten Fotografen, die trotz unterschiedlicher Generationen angehörend, die gleiche atmosphärische Suche nach Licht und Schatten in nächtlicher Umgebung verbindet. Neben einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm, konnte die Ausstellung auch an das japanische Kulturinstitut (einer Entsprechung des deutschen Goethe-Instituts) in einer kleinen Version nach Köln vermittelt werden und dort zur Einführung des neuen japanischen Kulturdirektors unter Anwesenheit der japanischen Konsulin eröffnet werden. Dort war der Ableger der Nürnberger Ausstellung auch Bestandteil der

Photoszene Köln, dem großen Fotofestival der Stadt Köln. Dadurch konnten im Ausstellungszeitraum zusätzlich zu den 3639 Besucher*innen in Nürnberg weitere 5085 Menschen (bei freiem Eintritt) mit dieser begeisternden Dialogausstellung erreicht werden, so dass die Arbeiten insgesamt von 8724 Menschen in Nürnberg und Köln gesehen wurden.

Im Anschluss war die jährliche Erfolgsschau des Kunstpreises der Nürnberger Nachrichten wieder im Kunsthaus zu Gast und erreichte mit 14 282 Besucherinnen und Besuchern die zweithöchste Anzahl an Besuchenden seit Beginn der Ausstellung im Kunsthaus im Jahr 2001. Parallel dazu wurde im Glasbau Deck 1 die Debütantin Maria Braune des BBK Nürnberg-Mittelfranken mit ihrer ersten Einzelausstellung Keep away from Fire und Katalogvorstellung höchst erfolgreich präsentiert. In der großen Gruppen- und Themenausstellung Who’s Afraid of Stardust – Positionen queerer Gegenwartskunst (Oktober 2023 bis Februar 2024) widmen sich die beiden Ausstellungshäuser Kunsthaus und Kunsthalle Nürnberg einer Überblicksschau zur queeren zeitgenössischen Kunst mit Rückblick in die Geschichte. Die Ausstellung mit 30 internationalen Künstlerinnen und Künstlern präsentiert Werke, die um Leben und Begehren jenseits der Heteronormativität kreisen und damit einen substantiellen Beitrag zur gesellschaftliche Debatte über Diversität leisten. Zur Eröffnung der Ausstellung nahmen über 1000 Gäste teil. Die Kooperation zwischen Kunsthalle und Kunsthaus wird programmatisch auch in den nächsten Jahren zu themenspezifischen Ausstellungen intensiviert werden.

Die letztgenannte Ausstellung wird in beiden Häusern noch bis 11. Februar gezeigt und mit einer großen Finissage beendet. Im Anschluss wird vom 19. Februar bis 3. März das junge Ausstellungsformat SHIFT/WALLS im Kunsthaus zu sehen sein. Wie schon bei den drei Vorgängerausstellungen werden auch hier wieder junge Urban Art Akteurinnen und Akteure das Kunsthaus in ein offenes Atelier verwandeln und in Beziehung zueinander an ihren Werken arbeiten. Das Format richtet sich vornehmlich an ein junges und junggebliebenes Publikum, das sich gerne überraschen lassen und Neues kennen lernen will und findet in Kooperation mit dem Künstlerhaus statt. Ab 23. März zeigt das Kunsthaus die Ausstellung Unterwegs von Michael Jostmeier. Jostmeier, emeritierter Professor und Dekan an der TU Nürnberg für Kommunikationsdesign und einer der Pioniere für fotografische Computergrafik, besitzt ein eigenes großes fotografisches Oeuvre, das in dieser monografischen Einzelschau erstmals dem deutschen Publikum vorgestellt werden wird. In einem Ausstellungsraum werden auch dokumentarische Fotografien aus dem Ruhrpott der 1950er Jahre seines Vaters Heinrich Jostmeier zu sehen sein, die zuvor bereits im Folkwang Museum Essen ausgestellt waren. Im Anschluss wird die jährliche Erfolgsschau, der Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten, wieder zu Gast sein. Parallel dazu werden im Glasbau 1. OG die Debütanten des BBK Nürnberg- Mittelfranken mit ihrer ersten Ausstellung und Katalogvorstellung präsentiert.

Das Herbstprogramm im Kunsthaus wird von der Einzelausstellung Floating Spaces von Gudrun Kemsa getragen. Die Professorin für Bewegte Bilder und Fotografie an der Fachhochschule Niederrhein in Krefeld, zeigt in dieser monografischen Ausstellung ihre neuesten Video- und fotografischen Arbeiten des bewegten Bildes. In den Arbeiten Kemsas wirken sonst vertraute Orte seltsam befremdlich, unwirklich theatralisch, überzeichnet irreal oder verschwommen, weichgezeichnet und nebulös – fast abstrakt. Die Künstlerin Gudrun Kemsa versteht ihre Fotografien und Videoinstallationen als eine ästhetische Erweiterung der alltäglichen Wahrnehmung und somit als eine Möglichkeit Bekanntes neu zu entdecken. Sie eröffnet mittels ihrer lichtbildnerischen Arbeit von scheinbar alltäglichen Szenarien ungewohnte Zugänge, die die Betrachtenden motiviert, die eigenen Erfahrungen zu überprüfen. Die Ausstellung läuft vom 12. Oktober 2024 bis 2. Februar 2025. Alle Ausstellungen des Kunsthauses werden verstärkt mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm für jung, mittel und alt einhergehen.

Künstlerhaus/Glasbau

Die Ausstellungsfläche im Glasbau des Künstlerhauses hat nach wie vor nur einen reduzierten Spielbetrieb, da sie als Ausweichort für Veranstaltungen und Kaffeebetrieb während des 3. BA

vorgehalten wird. 2023 konnten hier die Überblicksausstellung der Werkbundwerkstatt Nürnberg sowie die Preisträgerinnen und Preisträger der Debütanten des BBK Mittelfranken (s.o.) gezeigt werden, eine Kooperation die vom Bayerischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert wird. Beide Ausstellungen werden als fester Kooperationsbestandteil mit Gruppen der freien Szene auch für 2024 ihre Fortsetzung finden. Für das Jahr 2024 planen wir ein großes Setup der Fläche, sobald sich das Gefüge nach der Eröffnung des Künstlerhauses wieder eingespielt hat.

 Produkt 3

Künstlerhaus – Filmhaus – Tafelhalle – St.Katharina

Künstlerhaus

Das Künstlerhaus blickt auf ein durchwachsenes Jahr 2023 zurück mit großen Herausforderungen, einigen Erfolgen und einem herben Rückschlag. In der ersten Jahreshälfte ging es um die logistischen und inhaltlichen Vorbereitungen für die Wiederinbetriebnahme des Künstlerhauses. Mit den Werkstätten, Vereinen und Gruppen mussten die Rückumzüge aus den Interimsquartieren und Lagern koordiniert werden. Unter dem Motto "Kultur im Zentrum" wurde das Programm für die Eröffnungssaison vorbereitet, ausgewogen unter der Einbeziehung aller Hausgruppen und langjährigen Partner und mit dem Ziel nach einer technischen Erprobungsphase Ende November. Bereits im Juni starteten die neuen Pächter von Im_Quartier im QuartierGarten mit einem regionalen und familienorientierten Bewirtungskonzept. Die große Retrospektive für den verstorbenen Theatermacher Joachim Torbahn im Rahmen des Figurentheaterfestivals entwickelte sich zu einem Publikumsmagneten. Im k:osk93 konnten wir dem Evangelischen Kirchentag ein viel frequentiertes Empfangs- und Logistikzentrum anbieten. Zugleich konnte für den Raum im Erdgeschoss des Glasbaus inzwischen aber mit gentlemachine ein neuer Dauermieter gefunden werden, der an dieser Stelle künftig ein Ladengeschäft für Kreislaufwirtschaft und Fair Trade mit angegliedertem Repaircafe und Workshop-Formaten betreiben wird. Ein Mieter der unsere eigenen Bestrebungen im Bereich Nachhaltigkeit untermauert. Nach dem Festakt zur Baufertigstellung Anfang September wurden bauliche Mängel und Probleme im Bereich des Brandschutzes (Rauchklappen) festgestellt, deren Behebung mehr Zeit beansprucht als ursprünglich bauseits vermittelt wurde. Deshalb sah sich das Team Künstlerhaus gezwungen nach der Festsaal Premiere im Rahmen des Menschenrechtsfilmfestivals und einer notwendigen Umplanung des Nürnberg Pop Festivals die Reißleine zu ziehen und alle Großformat, die die gleichzeitige Bespielung mehrerer Räume des Künstlerhauses erfordern bis Jahresende abzusagen. Um die Bauzeit und den Wandel des Hauses durch den dritten Bauabschnitt anschaulich zu machen, wurden "Vorher/Nachher" 360 Grad Bilder gefertigt, die in einem interaktiven und digitalen Rundgang sowohl auf der Homepage und über QR-Codes auch direkt im Haus als ein Zeitreise-Erlebnis für das Künstlerhaus erfahrbar gemacht werden. Im Jahr 2024 möchte das Team Künstlerhaus dort anknüpfen, wo es im Herbst 2023 durch erneute Baumaßnahmen unterbrochen wurde. Die Eröffnungssaison wird fortgesetzt und wo nötig neu aufgesetzt. Im Fokus steht dabei das neue Motto des Hauses "Kultur im Zentrum“, das sich auf die Fahnen schreibt in einer kulturpoltischen und inhaltlichen Auseinandersetzung neue Wege im Kulturschaffen für die aktuell herausfordernden Zeiten zu finden und zugleich ein möglichst breit aufgestelltes Kulturprogramm zu ermöglichen. Formate von Hausgruppen und Partnern, die aus 2023 geschoben werden mussten, finden dann ihr Publikum. Alte und neue Verbindungen im Netzwerk des Hauses aus Handwerk und Programmarbeit sollen herausgearbeitet und stärker sichtbar gemacht werden. Wechselseitige Vernetzung kann und soll hier ein wichtiger Motor für die zukünftige Erneuerung des Hauses sein. Das verschobene Hausfest/Tag der offenen Tür soll spätestens im Juli stattfinden und den Wendepunkt hin zum neuen Normalbetrieb markieren. Bereits fest geplant neben der Implementierung der Hausgruppen, Vereine und Werkstätten sind bereits das Panoptikum Kindertheaterfestival, das Filmfestival Türkei-Deutschland, die Fortsetzung der "Keep the Change"-Reihe sowie mehrere Theater- und Musikproduktionen, die sich teils auch inhaltlich mit dem neuen Haus befassen. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich der spartenübergreifenden Formate unter Einbeziehung digitaler Formate: Das "Schlafende Hunde"-Festival legt seinen Fokus in der Neuauflage auf das Thema „Sound is Space“ bei dem Raum und Klang miteinander in Dialog (Akustik und Architektur) treten. Durch ein „Spatial Audio System“, das durch die Zusammenarbeit mit dem Zentrum für immersive Medienkunst, Musik und Technologie

(ZIMMT e.V.) in Leipzig im Festsaal installiert und abgerufen werden kann. So wird ein „360 Grad Sound-Erlebnis“ möglich.

Filmhaus

Das Jahr 2023 begann damit, mit allen Kürzungen hauszuhalten. Gerade jetzt musste die grundsätzliche Qualität des inhaltlichen Programms des Filmhauses hochgehalten werden. Gute Formate wie unsere Filmschwerpunkte oder Nürnberg Premieren, z.B. die Filme von der Literaturnobelpreisträgerin Annie Ernaux. Wir intensivierten aber auch fruchtbare Kooperationen mit Partnern, die ebenfalls die Qualität unserer Programme zu schätzen wissen. Darunter Heimat! das Filmfestival!, das wir zusammen mit dem Bezirk Mittelfranken organisieren, und diesmal der Wiederaufführung der Zweiten Heimat, die Edgar Reitz gewidmet war oder Grenzen in der Mitte: Erzählungen zu Migration und ihre Perspektiven im Deutschen Film,die wir für die Ausstellung Horizonte. Geschichten und Zukunft der Migration des Germanischen Nationalmuseums entwickelten. Auch die Kooperationen innerhalb des Künstlerhauses oder anderer Fachbereiche des KunstKulturQuartiers wie beispielsweise Filme, die im Rahmen der Fotoausstellung Spectre vorgestellt wurden, oder die stummfilmmusiktage. Im Dezember startet das Programm Stardust Cinema - 100 Jahre Queeres Kino: das das Filmhaus im Rahmen und in Kooperation der Ausstellung Who´s afraid of Stardust des Kunsthauses und der Kunsthalle Nürnberg durchführen, die im Januar fortgeführt wird. Auch die Filmfestivals, wie das 28. Filmfestival Türkei Deutschland, der Kollegen vom Interforum konnten erfolgreich durchgeführt werden. Besonders erwähnenswert ist dabei NIHRFF, das Filmfestival der Menschenrechte, welches dieses Jahr zum ersten Mal nach der Pandemie wieder im „fast“ gewohnten Rahmen stattfinden konnte. Es wurde gerade durch die regen Diskussionen und Begegnungen während des Filmfestivals deutlich, wie wichtig dieses thematische Filmfestival in diesen Zeiten ist. Auch mit seinem digitalen Angebot Kino3 nimmt das Filmhauskino eine für alle anspruchsvolle Digitalangebote von deutschen Kinos eine Führungsrolle ein. Am Anfang des Jahres waren die Besucherzahlen noch sehr zögerlich, aber dann erreichten wir fast unsere Besucherzahlen von vor der Pandemie. Eingetrübt wurde diese positive Entwicklung im Sommer, was eindeutig auf die erneute Verschiebung des Einbaus unserer Klimaanlage zurückzuführen ist, auf die wir seit nun 23 Jahren warten, da ein anderes Bauverfahren vorgezogen wurde. Dennoch, das Jahr 2023 war für das Filmhaus ein grandioser Erfolg, der wieder mit der höchsten Auszeichnung prämiert wurde, die ein kommunales oder unabhängiges Kino in Deutschland erreichen kann, dem Kinopreis der Kinematheken. Das Filmhaus Nürnberg bleibt dadurch das am meisten ausgezeichnete kommunale Kino in Deutschland.

Der Erfolg 2023 trotz vieler Widrigkeiten gibt uns den Mut an unserer Strategie weiterzuarbeiten, auf keinen Fall an der Qualität unseres Programms zu sparen, auch wenn 2024 viele Herausforderungen auf uns warten. Wir wissen, dass wir auf unser regionales und mittlerweile auch überregionales Publikum zählen können. Gleich im Januar wird Heimat! Das Filmfestival, mit einem ganz besonderen Programm aufwarten zum Thema Starke Frauen, beispielsweise mit einer Fotoausstellung der Grand Dame der Nouvelle Vague Agnes Varda mit Fotos, die sie 1962 in Dinkelsbühl aufgenommen hat, oder Filmen der Nürnberger Regisseurin Sophie Linnenbaum, die 2023 einen bayerischen Filmpreis gewonnen hat. Die vollständige Öffnung des Künstlerhauses stellt auch das Filmhaus vor eine neue Herausforderung. Endlich können wir wieder Festivals, Schulkinoreihen und Sonderveranstaltungen im großen Saal durchführen. Das Filmhaus plant 2024 unter anderem Filmreihen wie Jane Campion, Kooperationen mit der FAU Erlangen-Nürnberg Global Melodram, den Lateinamerikafilmtagen im Rahmen der Lateinamerikawoche, dem im Filmhaus entwickelten prämierten Kinderfilmfest Little Big Films, des NIHRFF-Weekenders (Filmfestival der Menschenrechte) und den Griechischen Filmtagen.

Tafelhalle und St. Katharina

2023 stand die Tafelhalle im Zeichen der Rückgewinnung des Publikums nach den Jahren der Pandemie, der Etablierung neu ins Leben gerufener Vermittlungsformate (Perlentauchen und INS BLAUE! – Die Musik/Tanz/Theater-Sneak), der Akquise neuer Kooperationspartner (z.B. NUE

JAZZ und Club Stereo), dem nachhaltigen Produzieren in den freien darstellenden Künsten (z.B. re:festival, aber auch vermehrt Gastspiele und Residenzen für Nürnberger Künstlerinnen und Künstler) und damit verbunden intensiver Netzwerkaktivitäten. In 2024 soll sich dieser Weg der nachhaltigen Vernetzung und Öffnung sowohl auf rezipierender als auch produzierender Seite verstetigen. Das Erschließen neuer jüngerer Besuchenden- und Kunstschaffendengruppen soll durch neue Kooperationen mit den verschiedenen Hochschulen, z.B. Finest Fusion (monatliche Session HfM) und Creative Crowd (große Nürnberger Kreativ- Messe in der Tafelhalle) intensiviert werden. Auch das Programm für jugendliches Publikum, Schülerinnen und Schüler soll ausgebaut werden. Denn es gilt einem Generationswechsel auf allen Ebenen zu moderieren. Vermittlungsformate wie „Perlentauchen“ und „Ins Blaue“ werden weitergeführt, um nachhaltig Schwellen abzubauen und hierbei nicht nur einzelne Veranstaltungen in den Fokus zu nehmen, sondern den gesamten Kulturort Tafelhalle. Mit einem zweiten, diesmal internationalen EveryBody-Weekender für mixed abled Tanz und Performance soll in 2024 erneut der Fokus auf Inklusion in den freien darstellenden Künsten liegen, der sich jenseits des Festivals auch in neuen Access-Formaten im gesamten Spielplan spiegeln soll (relaxed performances, Audiodeskriptionen etc.). Da für 2024 bis 2026 erneut die Impulsförderung der Stadt Nürnberg vergeben wird, zeichnet sich außerdem ein neuer inhaltlicher und formalästhetischer Schwerpunkt ab, der bei Redaktionsschluss noch nicht entschieden war. In der St. Katharina war das Jahr 2023 von einem erfolgreichen st. katharina open air geprägt, das wieder neue Menschen für diesen wunderschönen Spielort begeistern konnte. Daneben ließen sich wichtige stadtinterne Kooperationen wie die Zusammenarbeit mit den nürnberger texttagen oder den Abschlusskonzerten der Hochschule für Musik fortführen. Diese werden auch 2024 fortgesetzt. Um den Spielort noch stärker als musikalisch-atmosphärischen Erlebnisort im Herzen der Stadt für jüngeres Publikum zu etablieren, verknappten finanziellen und personellen Ressourcen klug und zukunftsfähig zu begegnen, wird das st. katharina open air fortan in Kooperation mit dem Club Stereo kuratiert und umgesetzt. Ein komplementierendes Angebot zum st. katharina open air ist mit einem Konzertwochenende aus dem Bereich Klassik in Planung.

KuM/002/2023

Beratung Datum Behandlung Ziel

Kulturausschuss 01.12.2023 öffentlich Beschluss

Betreff:

Museen der Stadt Nürnberg - Jahreskontrakt 2024

Anlagen: 01_Entscheidungsvorlage 02_Personal- und Finanzdaten

Sachverhalt (kurz): Als Bestandteil des Berichtswesens ist dem Kulturausschuss jährlich ein Jahreskontrakt zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem werden dem Kulturausschuss - neben einer kurzen Bewertung des noch laufenden Jahres mit seinen finanziellen und strukturellen Entwicklungen die Planungen für das neue Jahr zur Vereinbarung vorgelegt.

  1. Finanzielle Auswirkungen:

Noch offen, ob finanzielle Auswirkungen Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

(→ weiter bei 2.)

Nein (→ weiter bei 2.)

Ja

Kosten noch nicht bekannt

Kosten bekannt

Gesamtkosten € Folgekosten € pro Jahr

dauerhaft nur für einen begrenzten Zeitraum

davon investiv € davon Sachkosten € pro Jahr

davon konsumtiv € davon Personalkosten € pro Jahr

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuM/002/2023

(mit Ref. I/II / Stk - entsprechend der vereinbarten Haushaltsregelungen - abgestimmt, ansonsten Ref. I/II / Stk in Kenntnis gesetzt) Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

2a. Auswirkungen auf den Stellenplan:

Nein (→ weiter bei 3.)

Ja

Deckung im Rahmen des bestehenden Stellenplans

Auswirkungen auf den Stellenplan im Umfang von Vollkraftstellen (Einbringung und Prüfung im Rahmen des Stellenschaffungsverfahrens)

Siehe gesonderte Darstellung im Sachverhalt

2b. Abstimmung mit DIP ist erfolgt (Nur bei Auswirkungen auf den Stellenplan auszufüllen)

Ja Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich:

  1. Diversity-Relevanz:

Nein Kurze Begründung durch den anmeldenden Geschäftsbereich: Ja Bei der Vielzahl der im Jahreskontrakt behandelten Themen und Angebote ist eine differenzierte Darstellung nicht möglich.

  1. Abstimmung mit weiteren Geschäftsbereichen / Dienststellen:

RA und DiP (verpflichtend bei Satzungen und Verordnungen)

Stadt Nürnberg Beschlussvorlage KuM/002/2023

Der Kulturausschuss stimmt dem Jahreskontrakt 2024 für die Museen der Stadt Nürnberg zu.

Entscheidungsvorlage: Jahreskontrakt 2024 der Museen der Stadt Nürn-

berg (KuM)

Angesichts der erheblichen Sparzwänge und Ressourcenminderungen im Personellen wie im Operativen reduzieren die Museen der Stadt Nürnberg ihr Projektangebot im Folgejahr um etwa ein Drittel des langjährig Bewährten. Sonderausstellungen werden nicht nur in der Anzahl, sondern auch im Zuschnitt verkleinert (z.B. Kabinettausstellungen) oder von externen Kooperationspartnern ausgeliehen. Die ebenfalls langjährig verfügbaren Erwerbungsmittel für die städtische Sammlung historischen Kunstund Kulturguts sind temporär um zwei Drittel gekürzt. Zur minimalen Aufrechterhaltung z.B. des Buchungswesens für Führungen oder allgemeine Kommunikation mit Besucherinnen und Besuchern ist KuM zunehmend auf Freiwilligendienste wie FSJ angewiesen. Vermutlich verzögert oder ganz hintangestellt werden (teils bereits fortgeschrittene) Drittmitteleinwerbungen für Projektvorhaben in der Digitalisierung und Vermittlung, da gerade drittmittelfinanzierte Vorhaben eines zusätzlichen personellen Betreuungsaufwands bedürfen (z.B. Mehraufwand durch Antragstellung, Berichtswesen). Dieser kann personell derzeit nicht geschultert werden. Gleichwohl sind die Museen der Stadt Nürnberg zuversichtlich, auch in 2024 ihre positive Sichtbarkeit aufrecht zu erhalten und angestoßene Langfristvorhaben in den technischen Hauserneuerungen sowie im Strukturellen und Inhaltlichen vorantreiben zu können.

 Ausstellungen und Veranstaltungen für das Jahr 2024 (Auswahl)

Perspektiven auf 75 Jahre Ende der Nürnberger Prozesse

Memorium Nürnberger Prozesse, Februar 2024 bis März 2025

Das Jahr 1949 markiert das Ende der Nürnberger (Nachfolge-) Prozesse - und die Geburtsstunde des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Mit einer großen Reihe „Perspektiven auf 75 Jahre Ende der Nürnberger Prozesse“ beschäftigt sich das Memorium ab Frühjahr 2024 mit der Ereignis- und Wirkungsgeschichte dieser bahnbrechenden justiziellen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen. Die Formate sind vielfältig. Teil der Reihe sind u.a. die beiden Wechselausstellungen: „‘Verräter‘ oder ‚Helden‘“ sowie „Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz“. Bei letztgenannter kooperiert das Memorium inhaltlich und finanziell mit der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien.

„ ,Verräter‘ oder ‚Helden‘ ? Fritz Bauer und der ‚Prozess um den 20. Juli 1944‘“ – geliehen von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Laufzeit: 20. März 2024 – 26. Mai 2024, Eröffnung: 19. März 2024

„Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz – Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus“ – geliehen vom Fritz-Bauer-Institut. Laufzeit: 19. Juni 2024 – 29. September 2024, Eröffnung: 18. Juni 2024

Dürer under your Skin. Tattoo-Art

Albrecht-Dürer-Haus; 12.4.–1.9.2024 Was verbindet Menschen heute mit Albrecht Dürer? Mehr als man denkt. Nicht wenige haben offenbar eine regelrecht intime Beziehung zu dem Künstler, denn sie tragen lebenslang Motive aus seinem Werk auf ihrer Haut. Welche sind das? Und welche persönliche Geschichte steht dahinter? Das Albrecht-Dürer-Haus präsentiert von August bis September eine partizipative Ausstellung zu Dürer-Tattoos, hauptsächlich in der dritten Etage, mit Interventionen im Erdgeschoss sowie im Dürer-Saal. Begleitend ist rund um Dürers Geburtstag eine echte Tätowier-Aktion im Museum angedacht. Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog.

Im Reich der Spiele: Die Sammlung Dieter Mensenkamp (Arbeitstitel)

Das Deutsche Spielearchiv (Haus des Spiels) zu Gast im Spielzeugmuseums, 30.05.2024 - 6.10.2024

In jahrzehntelanger Arbeit hat der Sammler Dieter Mensenkamp mehr als 5.000 Spiele aus über dreihundert Jahren Spielegeschichte zusammengetragen. Besonders ist dabei nicht nur die Vielfalt, sondern auch der exzellente Zustand vieler Objekte dieser „Sammlung Mensenkamp“, die umfassende Einblicke in gesellschaftliche, politische und kulturelle Strukturen der Vergangenheit bieten. Nicht zuletzt zeigt sich in ihr die Geschichte der Nürnberger Spieleherstellung in neuem Licht. Seit 2021 ist diese wertvolle Sammlung Teil des Deutschen Spielearchivs Nürnberg. Nun zeigt eine Sonderausstellung im Spielzeugmuseum, welche Schätze der Spielkultur durch diese private Sammelleidenschaft bewahrt werden konnten. Zu sehen sind prachtvoll illustrierte, thematisch hoch spannende und in ihrer Form einmalige Zeugnisse kulturellen Wandels und menschlichen Handelns von der Industriellen Revolution bis zum 2. Weltkrieg und in die 1950er Jahre hinein

Bienenschwarm und Honigglück. Insektenleidenschaft im Spielzeugformat

Kabinettausstellung Spielzeugmuseum, Ebene 2, 1.3. bis 8.9. 2024

Honigbienen gehören zu den komplexesten Tieren auf der Erde. Sie bilden sozial agierende Insektenstaaten. Bei Bienen, die durchschnittlich 12 mm groß sind, findet der Maßstabssprung ins Spielzeugformat ausnahmsweise als Vergrößerung statt: Spielzeugbienen sind 10 bis 15 cm groß und liegen zum Spielen weich und plüschig in der Hand. Die Ausstellung zeigt die Bedeutung von Bienen für die Honig- und Wachsproduktion und nicht zuletzt für die Bestäubung von weltweit über 70% unserer pflanzlichen Lebensmittel. Spielzeug macht unsere globalen Herausforderungen deutlich und spielerisch begreifbar.

 Langfristmaßnahmen bei KuM in 2024

Stadtmuseum im Fembo-Haus (1. Bauabschnitt), Fertigstellung der neuen Dauerausstellung

Termin der Eröffnung und Laufzeit: Eröffnung 1. Bauabschnitt (Gestaltung): 25. Januar 2023, Laufzeit 2. Bauabschnitt (Teilsanierung und Gestaltung): 09/2023- 11/2027

Im Januar 2024 wird der erste Bauabschnitt der neuen Dauerausstellung zu „Nürnberger Stadtgeschichte(n)“ im Fembo-Haus feierlich eröffnet. Möglich wurde die Erneuerung durch eine großzügige Anschubfinanzierung der Theo und Friedl Schöller-Stiftung über 1 Mio. Euro. Im BIC-Verfahren zur Teilsanierung des zweiten Bauabschnitts ist bis Ende 2024 der Abschluss der Leistungsphasen 1 bis 3 gemäß HOAI geplant („Rückgebäude Untere Krämersgasse 14: Sanierung und technische Modernisierung in Verbindung mit Nutzungsänderungen. Vorderhaus Burgstraße 15: Ausbau des Kellergeschosses in Verbindung mit einer Sanierung des Foyers und des Innenhofes). In demselben Zeitraum wird ein gestalterisches Konzept erstellt. Die Gesamtkonzeption greift bisher vernachlässigte Themen der Stadtgeschichte auf und nimmt die kunst- und alltagsgeschichtlichen Originale der Kunstsammlungen stärker in den Fokus.

„Soft-Opening“: Erste Einblicke in das neue Dokuzentrum

Termin „Soft-Opening“: Voraussichtlich 1.7.2024 bis Herbst 2025. Termin „Tag des offenen Hauses“: Voraussichtlich 30.6.2024

Seit Ende 2020 wird das Dokumentationszentrum ausgebaut und seine Dauerausstellung von Grund auf erneuert. Im Sommer 2024 soll das Haus wieder den Museen übergeben werden. Diese Teilöffnung, insbesondere der neuen Foyer-, Logistik- und Veranstaltungsflächen, wird an

einem „Tag des offenen Hauses“ gefeiert. An diesem Termin machen zahlreiche Aktionen das Zusammenspiel der unterschiedlichen Architekturen im Dokuzentrum auf eine ganz eigene Weise erfahrbar. Mit „Coming soon – Unsere neue Dauerausstellung“ präsentiert das Doku-Zentrum exklusive allererste Einblicke in das, was die Besuchenden ab Herbst 2025 bei der dann kompletten Neueröffnung erwartet.

Museum Industriekultur: Start der Brandschutzsanierung, museale Neukonzeption

Das Museum Industriekultur ist wird am / ist seit 27.11.2023 aufgrund der notwendigen baulichen Sanierung (Brandschutz, energetische Sanierung, Abdichtung der feuchten Wand) geschlossen. Zum Jahresabschluss 2023 bereiten die Museumsmitarbeitenden anschließend die Umzugsarbeiten vor. Im 1. Quartal 2024 werden die Museumsobjekte unter Aufsicht der Museumsmitarbeiter zunächst von einer Kunstspedition und danach von einer Standard-Spedition in ein Ausweichdepot verbracht. Die Sanierungsarbeiten unter Federführung des Hochbauamts beginnen in Q2 mit der Schadstoffsanierung und der Sanierung des Daches. Parallel startet der Einbau der Sprinkleranlage. Die museale Neukonzeption wird im gleichen Zeitraum vom Museumsteam im Detail geplant und gemeinsam mit einem im Jahr 2024 noch auszuwählenden Gestaltungsbüro weiterentwickelt.

Sonstiges

Als zentrales Kooperationsvorhaben mit Hochschulen steht für das Berichtsjahr der 37. Deutsche Kongress für Kunstgeschichte an, der unter dem Motto „Bild und Raum“ vom 13. bis 17. März 2024 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg stattfindet und zahlreiche Programmpunkte in Kooperation mit den städtischen Museen plant.

Erneuerungsvorhaben im Haus des Spiels / Deutsches Spielearchiv sind derzeit -- abhängig von der mittelfristig nicht in Aussicht stehenden Generalsanierung des Pellerhauses/Imhof-Haus- Komplexes -- nicht verbindlich darstellbar. Der Veranstaltungsbetrieb im Pellerhaus wird mit reduziertem Kernteam trotzdem auch in 2024 aufrechterhalten.

Die diversitätsorientierte Ausstellung „Alle Puppen sind gleich“ im Spielzeugmuseum wird erneut um ein Jahr auf 2025 verschoben. Generell ist der Maßnahmenstart einer etappenweisen Grundsanierung des Spielzeugmuseums planungssicher auch in 2024 nicht verbindlich darstellbar. Im Ausstellungsforum des Fembo-Hauses wird 2024 auf eine eigene Sonderausstellung größeren Formats verzichtet. Grund hierfür ist die verstärkte Arbeit an der Teilsanierung (Maßnahme im Rahmen des BIC) und der Neukonzeption der Dauerausstellung (2. Bauabschnitt).

Anlage: Jahreskontrakt 2024 der Museen der Stadt Nürnberg (KuM)

 Personal- und Finanzsituation

2024* 2023 2022 Stand 31.12.
2024*
Stand 01.10.
Sollvollkraftstellen Gesamt 67,83 66,33 66,03
Istvollkraftstellen Gesamt --- 60,49 56,91

Stand:23.10.2023 *Sollkraftstellen 2024 voraussichtlicher Wert

Voraussichtlicher Wert 2024: zzgl. 1,0 Museum Industriekultur, 0,5 Memorium Nürnberger Prozesse (abhängig Ergebnis Stellenschaffungsverfahren 2024, Entscheidung POA 10/2023 noch nicht bekannt)

 Finanzdaten konsumtiv

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2024 Entwurf Planungsstand 20.10.23 (V.0 / Rd. 1) - vor Kämmereipaket - Ansatz 2023 Januar - Juli 2023 Hochrechnung 2023 (Stand 31.07.23)
K1 Erträge -2.980.015 -2.520.043 -1.462.181 -2.964.497
K1 Aufwendungen 2.247.527 3.277.084 2.107.667 4.226.922
K1 Sachbudget -732.488 757.041 645.486 1.262.425
K1 Ermächtigung -732.488 943.425

Wesentliche Veränderungen Ansätze 2023 zu Ansätze 2024: Mehrerträge 550 TEUR Eintrittsgelder u. 44 TEUR Bildungsangebote (aufgrund Gebührenerhöhung); Mehraufwendungen 141 TEUR (Tariferhöhung Kasse / Aufsicht), 68 TEUR Erhöhung Führungshonorare GfA; Minderaufwendungen 988 TEUR (Mittelumschichtung zur HVE im Zuge der Übergabe der Gebäudeverwaltung), 77 TEUR (Saldo Mindererträge / Minderaufwendungen aufgrund Schließung Museum Industriekultur)

 Finanzdaten investiv (I1)

Euro Euro Euro Euro
Budget Ansatz 2024 Entwurf (beantragt) Ansatz 2023 Januar - Juli 2023 Hochrechnung 2023
Immaterielles / Bewegliches Vermö- gen 10.000 10.000 11.470 10.000
Geringwertige Wirtschaftsgüter
I1 Auszahlungen 10.000 10.000 11.470 10.000

Anlage zum Jahreskontrakt 2024 Museen der Stadt Nürnberg

 Relevante Kennzahlen

Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl
Kennzahl Ansatz 2024 Entwurf Ansatz 2023 Januar – Juli 2023 Hochrechnung 2023
Gesamtzahl Besu- cher 590.000 641.000 357.737 699.000
Gesamtzahl Öffnungsstunden 16.940 18.740 11.918 19.975

Anlage zum Jahreskontrakt 2024 Museen der Stadt Nürnberg

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