Haushaltssperre

← gemeinsame Sitzung des Stadtplanungsausschusses und Umweltausschusses (16.11.2023)

Antrag der CSU-SPD-Gruene vom 08.02.2022

Anlage · 16.11.2023 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Andreas Krieglstein Marcus König Umwelt & Klima

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

CSU

BÜNDNIS 90

DIE GNÜNEN

i Nürnberg

AK 4-

An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg ______ r— r-> * I- I P Marcus König Rathaus 90403 Nürnberg

schritt vor.ocen Nürnberg, 08. Februar 2022 Antragsteller: Schuh, Kayser, Bielmeier

Oberflächenwasser nutzen, Versickern statt Versiegeln - Naturnahes Regenwasserma'

nagement auf öffentlichen Plätzen und Wegen als Baustein zur Schwammstadt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

der Klimawandel bringt immer öfter Extremwetterereignisse und hohe Niederschlagsmengen mit sich. Die Kanalisation kann entsprechend umfangreiche Regenmengen durch die hohe Menge an versiegelten Flächen in der Stadt auf öffentlichen Plätzen und Wegen oftmals nicht mehr auf­ nehmen. Auch jenseits von Katastrophenszenarien müssen wir in der Stadt deshalb Wasser zu­ rückhalten.

Wie ein Schwamm sollte die Stadt Regenwasser aufnehmen und wieder abgeben können. Des­ halb ist es besser Regenwasser vor Ort durch Verdunstung, Versickerung und Speicherung mit verschiedenen Systemen für die notwendige Klimaanpassung herzustellen. Viele Alternativen und Systeme sind in diesem Bereich bereits entwickelt und erprobt worden. So kann bspw. mit sogenannten Baumrigolen Regenwasser direkt am Baum gesammelt werden, in Grünflächen kann das Wasser so geleitet werden, dass Pflanzen lange etwas davon haben. Gute und vorbild­ liche Beispiele finden sich zudem auch in der Stadt Zürich, die hierzu eine umfassende Arbeits­ hilfe1 erarbeitet hat.

Im Zuge der städtischen Klimaanpassungsstrategie wurden bereits erste Maßnahmen für das Handlungsfeld Wasser/Niederschläge auf den Weg gebracht. Aus Sicht unserer Fraktionen be­ steht Handlungsbedarf, weitere notwendige Schritte für Nürnberg als „Schwammstadt“ einzulei­ ten und als gängige Verwaltungspraxis zu verstetigen. Im Bereich von Umbauten und Sanierun­ gen im Bestand, bei unseren Plätzen und Wegen, also bei Projekten im öffentlichen Raum, ist deshalb zukünftig die Möglichkeit einer Versickerung des anfallenden Regenabwassers zu prüfen und/oder weitere entsprechende Maßnahmen Im Sinne einer „Schwammstadt“ umzusetzen und einzurechnen.

Aus diesem Grund stellen die Stadtratsfraktionen von SPD, CSU und Bündnis 90/Die Grünen zur Behandlung im zuständigen Ausschuss den folgenden

1 https://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/stzh/ted/Deutsch/taz/Fachunterlaqen/Publikationen und Broschueren/Fachwissen/Arbeitshilfe Versickerung Stadtraeume W2292 20150917.pdf

CSU Stadtratsfraktion

Nürnberg

BÜNDNIS 90

DtS GRÜNEN

Nürnberg

Antrag:

statt der Einleitung in die Kanalisation zur Klimaanpassung zu nutzen (z.B. durch Ableitung in Grünflächen, in Baumscheiben usw.) und entwickelt daraus Grundlagen und Standards für zukünftige Planungen;

Vorgaben des städtischen Gestalthandbuchs eine wasserdurchlässige Verfügung möglich ist.

wassergebunden Decken für öffentliche Wege und Flächen mit weniger Belastung (z.B. bei der Um- und Neugestaltung von Plätzen und Wegen sowie zum Öffnen von Bestandflächen);

aber auch bei Umbauten von Plätzen und Straßen, vermehrt als Gestaltungselement einzusetzen (temporäre Wasserläufe, Wasserfälle, künstliche Becken), um damit Potentiale für die Entwässerung eröffnen (wie z.B. auch im „Tiefen Feld“);

langfristige Entwicklung Nürnbergs als Schwammstadt;

„Ökopflastern“ bei städtischen Neubauten im Stadtgebiet. Dabei werden auch mögliche Einsatzgebiete (bspw. auf Parkplätzen etc.), aufgezeigt.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Krieglstein Thorsten Brehm Achim Mletzko CSU-Fraktionsvorsitzender SPD-Fraktionsvorsitzender Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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