Entscheidungsvorlage Bauinvestitionscontrolling (BIC)
hier: Landgrabenstraße, Ausbau Haltestelle Christuskirche
Die Maßnahme „Landgrabenstraße, Ausbau Haltestelle Christuskirche“ wurde im Jahr 2022 für das BIC- Verfahren angemeldet und mit Beschluss der Referentenrunde vom 13.12.2022 in das BIC-Verfahren aufgenommen. Sie umfasst den barrierefreien Ausbau der Straßenbahnhaltestelle Christuskirche.
Ausgangssituation und Planungsanlass
Die Straßenbahnhaltestelle Christuskirche befindet sich in der Landgrabenstraße zwischen Heynestraße und Gabelsbergerstraße in der Nürnberger Südstadt, im Stadtteil Steinbühl.
An der Haltestelle Christuskirche verkehren derzeit die Straßenbahnlinien 5 und 6. Mit einer Breite von ca. 1,80 bis 2 Meter sind die Bahnsteige sehr schmal. Die Höhe der Bahnsteige ermöglicht kein niveaugleiches Ein- und Aussteigen von der Straßenbahn auf den Bahnsteig und umgekehrt.
Aufgrund der großen Bedeutung und Umsteigefunktion der Haltestelle soll diese für die geplante Verbesserung des ÖPNV-Angebots (Einführung einer neuen Linie zwischen Gibitzenhof und Mögeldorf) barrierefrei ertüchtigt werden.
Planung und Baubeschreibung
Die Haltestelle Christuskirche wird komplett saniert, und barrierefrei gestaltet.
Die Bahnsteige werden auf 25 cm erhöht und die Haltestellensteige auf mindestens 3 m verbreitert. Zudem werden die Wartehallen und Spritzschutzwände erneuert. Die Lichtsignalanlage am Knoten Gugelstraße/Landgrabenstraße wird erneuert und alle Furten blindengerecht ausgestattet. Eine Gleissignalisierung im Haltestellenbereich erhöht die Sicherheit der Querenden.
Im Zuge der Ausbauarbeiten wird auch die am Knoten Landgrabenstraße/Tafelfeldstraße bestehende Lichtsignalanlage erneuert und blindengerecht mit taktilem Leitsystem ausgestattet.
Die neuen Steuergeräte bei den Lichtsignalanlagen werden in energiesparender LED-Technik ausgeführt. Die bereits vorhandene ÖPNV-Beschleunigung wird weiter optimiert.
Kosten und Finanzierung
Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen vorbehaltlich der Kostenprüfung 1,037 Mio. €. Die Kostenberechnung wurde im Rahmen des BIC-Verfahrens Rpr zur Prüfung vorgelegt. Aufgrund des engen zeitlichen Prüfungszeitraums konnten die Kosten seitens Rpr jedoch noch nicht abschließend beurteilt werden. Es sind daher innerhalb der Verwaltung noch weitere Abstimmungen und Prüfungen notwendig, die möglicherweise Auswirkungen auf die vorgelegte Kostenberechnung haben. Die Gesamtkosten sind daher ggf. noch anzupassen und nur als vorläufige Kosten zu verstehen.
Auf die einzelnen Haushaltsjahre entfallen folgende Auszahlungsansätze: 2025: 700.000 € 2026: 320.000 € 2027: 17.000 € Gesamtkosten inkl. Bauverwaltungskosten: 1,037 Mio. €
Eine Indizierung der Baukosten nach dem allgemeinen Baupreisindex kann ggf. erforderlich werden. Es entstehen Folgekosten für Unterhalt i. H. v. ca. 1.879 € jährlich.
Die VAG beteiligt sich, aufgrund einer bestehenden Vereinbarung, an dem barrierefreien Ausbau der Haltestelle zu 50 % an den Kosten. Außerdem werden Förderanträge bei der Regierung Mittelfranken nach den Förderrichtlinien Kommunaler Klimaschutz (KommKlimaFÖR 2023) und bei der Zukunft Umwelt Gesellschaft im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) gestellt. Insgesamt werden Einzahlungen i. H. v. ca. 203.000 € erwartet.
Zeitliche Umsetzung
Mit dem Beginn der Bauarbeiten ist im Frühjahr 2025 zu rechnen; die Fertigstellung wird voraussichtlich im 1. Halbjahr 2027 erfolgen.
Die Maßnahme hat das BIC-Verfahren bis zur Phase 4 durchlaufen und erfüllt somit die Voraussetzungen für eine Beschlussfassung durch den Ältestenrat und Finanzausschuss zum Projekt Freeze.