Entscheidungsvorlage Bauinvestitionscontrolling (BIC)
hier: Amberger Straße, Umbau Grünanlage und Neugestaltung Schulhof
Die Maßnahme „Amberger Straße, Umbau Grünanlage und Neugestaltung Schulhof“ wurde im Jahr 2021 für das BIC-Verfahren angemeldet und mit Beschluss der Referentenrunde vom 25.01.2022 in das BIC-Verfahren aufgenommen. Sie umfasst die Umwandlung der Straßenfläche in eine Grünanlage und die Neuordnung des Schulareals.
Ausgangssituation und Planungsanlass
Die Amberger Straße ist ein Teilstück des konzipierten Grünen Wegs zum Faberwald und der geplanten Radschnellverbindung nach Schwabach. Die Straße ist unmittelbar an der Zweibrückener Straße abgehängt und dort nur für Fuß- und Radverkehr passierbar. Die versiegelten ehemaligen Straßen und Gleisflächen sowie der ausgedehnte, flächig asphaltierte Schulhof sollen weitgehend entsiegelt werden. Das gesamte, in diesem Bereich anfallende Niederschlagswasser soll zurückgehalten, genutzt und verdunstet oder versickert werden.
Die Umwandlung der Straßenfläche in eine Grünanlage trägt zum Ausgleich des Grünflächendefizits in diesem Bereich bei und ist über den Verbund mit den benachbarten Anlagen in das übergeordnete Konzept "Grüner Weg zum Faberwald" ökologisch besonders wirksam.
Auf Grund des hohen Spielflächendefizits im Bereich bietet sich die Kombination der schulischen Freiflächen mit öffentlichen Nutzung an. Die ohnehin sanierungsbedürftigen Schulsportflächen (derzeit gesperrt) werden in diesem Zuge neu geordnet.
Planung und Baubeschreibung
Der Schulhof soll durch die Neugestaltung qualitativ und ökologisch erheblich aufgewertet werden. Dabei werden bestehende Entwässerungsprobleme gelöst und die Aufenthaltsqualität in den Gebäuden und Anlagen an heißen Tagen deutlich verbessert.
Durch die Neugestaltung des Schulhofs wird ein Grünzug im ehemaligen Straßenraum mit Aufenthaltsqualität für alle geschaffen. Es entstehen Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen. Durch die Neupflanzung von Baumgruppen entstehen schattige Plätze, die Schutz an heißen Sommertagen bieten. Zudem werden neue Wiesen- und offene Rasenflächen angelegt. Der Spielhof der Schule wird in die neue entstandene Grünanlage angegliedert und der Eingangsplatz am Schuleingang wird attraktiver gestaltet.
Die Spielgeräte wurden gemeinsam mit den Kindern aus den Beteiligungen erarbeitet und abgestimmt. Der Allwetterplatz wird mit Kleinfeldtoren, Basketballkörben mit Ständer und Ballfangzaun (6 m) ausgestattet. Als weitere Einbauten erfolgen ein Teqball-Spieltisch und eine Calisthenics-Anlage.
Die Fuß- und Radwege werden neu geordnet und voneinander abgetrennt. Es ist geplant den Fahrverkehr von der Nopitschstraße aus zu erschließen. Die Amberger Straße wird als Fahrradstraße geplant. Diese und weitere Maßnahmen verbessern u. a. die Schulwegsicherheit. In Höhe der Hofeinfahrt zur Schule ist ein neuer Wendehammer geplant und im nördlichen Bereich der Amberger Straße sowie an der Zweibrückener Straße entstehen Stellplätze für PKWs.
Ziele wie Minimierung der versiegelten Flächen, umfassender Erhalt des Baumbestands, Erhalt und Wiederverwendung der vorhandenen Bausubstanz, Verwendung von nachhaltigen Materialien, Verbesserung des Wassermanagements (Versickerung, Rückhaltung, Konzepte für Starkregenereignisse), klimaangepasste und vielfältige Artenauswahl und Verbesserung des Mikroklimas werden mit dem Projekt verfolgt.
Das anfallende Regenwasser von befestigten Flächen wird vor Ort genutzt, verdunstet und versickert. Die Straßenflächen der Amberger Straße entwässern im Bestand in Straßensinkkästen. Nach Rückbau der Straße kann der verbleibende Rad-und Fußweg in die angrenzenden Grünflächen versickern. Die über 5.000 m² asphaltierten Pausenhofflächen werden künftig in neu geschaffene Grünflächen entwässern. Das Höhensystem des Hofes, das bisher einen Tiefpunkt an der östlichen Fassadenecke aufweist, wird so verändert, dass das Regenwasser im Überflutungsfall Richtung Osten laufen kann und dort einen Retentions- und Sickerraum hat.
Kosten und Finanzierung
Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen vorbehaltlich der Kostenprüfung 6,097 Mio. €. Die Kostenberechnung wurde im Rahmen des BIC-Verfahrens Rpr zur Prüfung vorgelegt. Aufgrund des engen zeitlichen Prüfungszeitraums konnten die Kosten seitens Rpr jedoch noch nicht abschließend beurteilt werden. Es sind daher innerhalb der Verwaltung noch weitere Abstimmungen und Prüfungen notwendig, die möglicherweise Auswirkungen auf die vorgelegte Kostenberechnung haben. Die Gesamtkosten sind daher ggf. noch anzupassen und nur als vorläufige Kosten zu verstehen.
Auf die einzelnen Haushaltsjahre entfallen folgende Auszahlungsansätze: bisher bereitgestellte Mittel: 377.000 € 2024: 1.801.000 € 2025: 2.805.000 € 2026: 827.000 € 2027: 287.000 € Gesamtkosten inkl. Bauverwaltungskosten: 6,097 Mio. €
Eine Indizierung der Baukosten nach dem allgemeinen Baupreisindex kann ggf. erforderlich werden. Es entstehen Folgekosten i. H. v. ca. 67.500 € jährlich.
Für die Grünanlagen kann eine Grünflächen-Ablöse in Höhe von 1,050 Mio. € abgerufen werden. Für die Sportanlagen ist mit einer FAG-Förderung in Höhe von ca. 150.000 € zu rechnen. Außerdem wird das Projekt zum Förderprogramm des Bundes „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ angemeldet. Bei einer Aufnahme ins Förderprogramm ist mit einem Zuschuss i. H. v. 85 % der förderfähigen Kosten (ca. 3,5 Mio. €) zu rechnen.
Zeitliche Umsetzung
Mit dem Beginn der Bauarbeiten ist im 2. Quartal 2024 zu rechnen; die Fertigstellung wird voraussichtlich im 1. Quartal 2026 erfolgen.
Die Maßnahme hat das BIC-Verfahren bis zur Phase 4 durchlaufen und erfüllt somit die Voraussetzungen für eine Beschlussfassung durch den Ältestenrat und Finanzausschuss zum Projekt Freeze.