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Werkstattbericht transform_EMN
Sachverhaltsdarstellung:
Der Werkstattbericht informiert über das Projekt transform_EMN zur Hälfte der Projektlaufzeit.
Zum Projekt: Das Projekt transform_EMN ist das zentrale Instrument zur Steuerung der Transformation der Fahrzeugzulieferindustrie in der Metropolregion Nürnberg (EMN) als eine der metropolitanen Leitindustrien mit 500 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und über 100.000 Beschäftigten (vgl. StR 20.07.2022 und StR 26.10.2022). Das Projekt steht für den Aufbau einer großen Transformations-Community der Zulieferindustrie in Verbindung mit Strategieentwicklung und einem breiten Angebot an Unterstützungsangeboten für Unternehmen. transform_EMN startete am 01.07.2022 und endet am 30.06.2025. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit 6,5 Mio. Euro gefördert.
Rolle der Wirtschaftsförderung Nürnberg: Der Wirtschaftsförderung Nürnberg obliegt die fachliche Leitung des Projektes. Sie ist somit in alle strategischen Entscheidungen eingebunden und nimmt an den Projektstatussitzungen teil. Die Wirtschaftsförderung leistet fachliche und organisatorische Beiträge. Zudem war sie maßgeblich an der Antragstellung beteiligt und leitete transform_EMN in den ersten drei Monaten.
Zum Projektstand: Die meisten avisierten Maßnahmen im Projekt sind bereits angelaufen oder laufen bis Jahresende 2023 an. 14 Beschäftigte arbeiten mittlerweile für das Projekt (aufgeteilt auf mehrere Konsortialpartner). In den letzten eineinhalb Jahren haben bereits 2.000 Personen an den Veranstaltungen des Projektes transform_EMN teilgenommen. Rund 150 Unternehmen sind aktiv in das Projekt eingebunden. Im Folgenden sind einige Maßnahmen und Services beispielhaft dargestellt.
Aufbau einer Transformations-Community der Automobilzulieferer
Zukunftswerkstatt Automotive KEY TIME
Etablierung eines Leitevents zur Bildung Gestaltung eines digitalen Vernetzungsder Transformationscommunity und zur formats für Entscheider aus Automotive- Vorstellung des Projektes mit seinem KMU unter dem Titel ‚KEY TIME‘. Fokus des Service-Portfolio unter dem Titel ‚Zukunfts- Formats liegt hier auf Impulsen, Austausch werkstatt Automotive‘. und dem Teilen von Wissen. Das Format findet vierteljährlich statt. Die erste Zukunftswerkstatt mit über 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmen fand Die KEY TIME-Reihe startete im Februar am 29.03.2023 in Nürnberg statt. Im 2023. Die dritte KEY TIME findet am Projektverlauf folgen zwei weitere Großver- 07.11.2023 statt. anstaltungen. Die zweite Zukunftswerkstatt Automotive findet am 10.04.2024 in Amberg statt.
Automotive Finder Multiplikatorennetzwerk
Aufbau einer interaktiven Datenbank der Aufbau eines Netzwerkes der Wirtschafts- Automobilzulieferindustrie in der Metropol- förderer der Metropolregion Nürnberg sowie region Nürnberg. Der Automotive Finder der Industrie- und Handelskammern als ermöglicht es, gezielt nach Unternehmen, wichtige Multiplikatoren zu den Zuliefer- Technologien oder Kompetenzen zu betrieben. suchen. Das Multiplikatorennetzwerk ist etabliert. Es Das technische Gerüst der Datenbank steht finden laufend Status-Update-Sitzungen mit und wird mit ersten Inhalten befüllt. Der den Multiplikatoren statt, so dass diese über Finder soll bis Ende des Jahres 2023 an alle Services und Veranstaltungen im Projekt den Start gehen. informiert sind und die Unternehmen vor Ort aktivieren können.
Strategieentwicklung für die Zulieferindustrie in der Metropolregion Nürnberg
Transformationsreifegrad Zukunftsbild Automotive EMN 2035
Im Rahmen einer umfassenden, standardi- Erarbeitung eines Zielbildes für die Zuliefersierten Erhebung wurde erfasst, wo die industrie der EMN mit dem Blick auf das Automobilzulieferunternehmen in der EMN Jahr 2035. Es zeigt den Transformationsbei der Bewältigung der Transformation pfad für die Automotive-Branche in der EMN stehen. Knapp 80 Unternehmen haben an auf. Aus dem Zukunftsbild werden weitere der Erhebung teilgenommen (ca. ein Handlungsoptionen abgeleitet. Sechstel der Automotive-Unternehmen der EMN) Die Ergebnisse liegen seit Die Erarbeitung des Zielbildes erfolgte im September 2023 vor. Rahmen einer Workshop-Reihe mit Vertreterinnen und Vertretern aus Unter- 97 Prozent der Automotive-Unternehmen nehmen, Wissenschaft und Multiplikatoren. haben sich demnach auf den Weg gemacht Die Ergebnisse einer SWOT-Analyse und und gehen die Transformation an; über die der Reifegradmessung fließen mit ein. Hälfte sind bereits Vorreiter. Die Zulieferer verlagern ihren Schwerpunkt auf die Das Zukunftsbild Automotive EMN 2023 wird Elektromobilität, steigern ihre Investitionen bis zum Jahresende 2023 fertiggestellt. in die Digitalisierung und suchen sich vermehrt weitere Geschäftsfelder in anderen Branchen, z.B. Energie- oder Medizintechnik.
Wissens- & Technologietransfer
Alternative Antriebe & vernetzte und Zukunftsfähige Produktion
digitale Fahrzeuge
Aufbau einer Vernetzungsplattform zu den Aufbau von zwei Technologie-Demon- Themen alternative Antriebstechnologien stratoren für zukunftsfähige Produktion in und digitale und vernetzte Fahrzeuge. der Zulieferindustrie.
Einrichten von Fokusgruppen zu den Der Demonstrator für Digitalisierung zeigt Themen Energiespeicher, Elektrische beispielhaft den Einsatz von künstlicher Antriebe & Leistungselektronik sowie Intelligenz für die Qualitätssicherung in der Mobilitätsinfrastruktur. Produktion. Der Demonstrator für energieeffiziente Produktion simuliert Einsatz und Die Fokusgruppen sind im ersten Halbjahr Verbrauch von Komponenten eines Gleich- 2023 gestartet. stromnetzes im Vergleich mit einem konventionellen Stromnetz.
Die Demonstratoren werden weiterentwickelt, können aber bereits für den Wissens- und Technologietransfer genutzt
Erschließung neuer Geschäftsfelder werden. So können sich z.B. Unternehmen
die Demonstratoren vorführen lassen. Unterstützung von Automotive-KMU beim Einstieg in die Medizintechnik-Branche, insbesondere durch Unternehmensbesuche bei führenden Medizintechnik-Anbietern in der Region oder durch einen geführten Messerundgang auf der Med Tech Life 2023.
Empowerment & Qualifikation
Beschäftigtenprofile der Neue Qualifizierungsangebote
Zulieferindustrie
Erarbeiten von Regionalprofilen der Auflegen von eigenen Qualifizierungsange- Beschäftigten der Zulieferindustrie in der boten für Beschäftigte in der EMN. Bis Ende Metropolregion Nürnberg. Analyse, wie des Jahres werden Qualifizierungen im viele Beschäftigte in den Teilregionen der Bereich Leistungselektronik und Energie- EMN durch den Wandel vom Verbren- speicherung aufgelegt und kostenfrei nungs- zum Elektromotor betroffen sind. angeboten. Weitere Angebote folgen. Aufzeigen von Qualifizierungspfaden.
Die Analyse ist abgeschlossen und wird bis zum Jahresende 2023 veröffentlicht. Eine Übersicht bestehender Qualifizierungsmöglichkeiten in der EMN wird erarbeitet.
Sichtbarkeit & Dialog
Informationskampagne Ausstellung zur Transformation der
Automobilzulieferindustrie
Auflegen einer Informationskampagne mit Konzeptionierung und Bau einer Wanderdem Fokus darauf, die Region als attraktiv ausstellung, die das komplexe Thema der für Fachkräfte in der Automotive-Branche Transformation der Automobilindustrie zu positionieren und Transformations- (be-)greifbar macht. geschichten zu erzählen. Die Ausstellung wird gegenwärtig konzipiert. Die Kampagne startet bis Jahresende Der Bau der Exponate erfolgt noch in 2023. 2023. Die Ausstellung geht in 2024 im Deutschen Museum Nürnberg an den Start und wandert im Laufe des Projektes in mehreren Stationen durch die gesamte EMN.
Serviceprofil
Aufbereitung und Darstellung eines umfassenden Profils aller kostenfreien Services aus dem Projekt transform_EMN auf der Projektwebsite.
Das Profil wird bis Ende des Jahres 2023 auf der Website eingestellt. Bildquellen: PureSolution | shutterstock.com, DragonStyle | shutterstock.com
Fazit: Das Projekt transform_EMN läuft gut und entfaltet Wirkung. Der Fokus in der zweiten Hälfte des Projektzeitraumes verlagert sich daher darauf, die Unterstützungsangebote bei den Automotive-KMU zu platzieren, die Community zu festigen und ein Konzept zu entwickeln, wie das Projekt nach Ablauf der Förderung ganz oder in Teilen weitergeführt werden kann.
Anmerkung zur Diversity-Relevanz Es bestehen keine Anhaltspunkte, dass diese Maßnahme bestimmte Personengruppen, beispielsweise unterschiedlichen Geschlechts, verschiedener ethnischer Herkunft, mit Behinderungen, unterschiedlichen Alters, sozialer Lage bevorteilt oder benachteiligt. Das Vorhaben ist damit nicht Diversity-relevant. Die Maßnahme hat weder diskriminierende Auswirkungen noch erschließt sie Potenziale für Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung und Chancengleichheit.
Referat VII