Haushaltssperre

← Sitzung des Werkausschusses Servicebetrieb Öffentlicher Raum (SÖR) (18.10.2023)

Sachverhalt

Anlage · 18.10.2023 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Verkehr & Mobilität Soziales & Gesundheit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Sachverhaltsdarstellung

Unbestritten stellt das Baustellencluster verortet zwischen Hafenareal und Rangierbahnhof, bestehend aus den bislang 7 bekannten großen Einzelmaßnahmen

eine nicht unerheblich bauliche und verkehrliche Herausforderung für die Stadt Nürnberg und alle Beteiligten und Betroffenen dar.

Die ersten Bausteine wurden bereits 2022 mit der Kanalbaumaßnahme „Siedlung Süd BA 1“ und der Brückenbaumaßnahme „Hafenstraße“ begonnen. Nach aktuellem Kenntnisstand hat dieses Maßnahmenpaket zeitlich aufgrund seiner langen, in manchen Bereichen noch unklaren Ausführungszeiten unweigerlich Auswirkungen auf eine Vielzahl an weiteren, parallel auszuführenden Baumaßnahmen. Dazu kommt der enorme verkehrliche Wirkungsbereich durch erforderliche Verkehrssperrungen, -umleitungen sowie -verlagerungen von Hauptwegebeziehungen. Diese weiteren Maßnahmen jeder Größenordnung werden erst nach und nach detailliert beplant und fehlen daher noch in der aktuellen Auflistung.

Aus diesem Grund hat sich die Stabstelle des „Projektkoordinators für Baustellen“ im Rahmen der verfügbaren Kapazitäten bereits im Jahr 2020 mit der koordinierten Abwicklung und Verkehrsführung dieses Maßnahmenbündels grundlegend befasst und in entsprechenden Abstimmungsrunden mit den zuständigen Organisationseinheiten erste Festlegungen für die bereits begonnene Bauabwicklung getroffen. Wie in der Vorlage Baustellenmanagement (SÖR-Werkausschuss 01.03.23) ausführlich dargestellt, stellen die mikro- und makroskopische Betrachtung solcher Baustellencluster und deren verkehrliche Auswirkungen auf das Umfeld einen wichtigen Baustein in der Baustellenplanung dar. Nur so können bestmöglich Verkehrsbeeinträchtigungen und damit einhergehende wirtschaftliche Folgen sowie Frust und Ärger bei Verkehrsteilnehmenden, Gewerbetreibenden und Anwohnern vermieden werden. Die aktuell genutzten Planungsprozesse und die geringe personelle Ausstattung mit nur einer Vollzeitstelle bei der Baustellenkoordination im Bereich des „Projektkoordinators für Baustellen“ stellen derzeit aber ein schwer zu überwindendes Nadelöhr in der Leistungsfähigkeit der stadtweiten Baustellenkoordination dar.

Die aktuellen Planungsstände der sieben Einzelmaßnahmen sind mit einer Vielzahl an Unwägbarkeiten derzeit noch recht vage, die Verbindlichkeit der vorliegenden Informationen eher eingeschränkt, was eine fundierte koordinierte Planung, Abwicklung und Kommunikation sehr erschwert. So verschiebt sich bereits jetzt Baubeginn von Maßnahmen um mehrere Jahre. Allein diese schrittweise Anpassung der Bauzeiten würde eine stetige Überplanung aller Baumaßnahmen im Cluster ihrer Bauzustände und der jeweiligen verkehrlichen Abhängigkeiten erfordern - eine Sisyphusarbeit, die mit den vorhanden Personalressourcen nicht zu bewerkstelligen ist.

Die Zeitpläne und Umsetzungsplanungen der einzelne Maßnahmen stellen sich wie folgt dar, wobei es sich hierbei um aktuelle Planungsdaten handelt und nicht um fixe Zeitpläne:

Abbildung 1

gemeldete Daten von den Bauvorhabensträgern

Hinzu kommt eine aktuell unzureichende Datenlage zu den Projekten in der zentral geführten Baustellendatenbank bei SÖR. Die Baustellendatenbank soll künftig alle Baustelleninformationen enthalten, welche für eine erfolgreiche Koordination erforderlich sind. Die Anlage und Pflege dieser Datensätze durch den jeweiligen Bauvorhabensträger und die allumfassende Auswertung und Weiterbearbeitung durch die Baustellenkoordination, können jedoch erst durch die Einführung des neuen Koordinierungsprozesses und einer ausreichenden Personalausstattung klar definiert, verpflichtend eingeführt und flächendeckend koordinativ betreut werden.

Die angedachte interdisziplinäre Koordination findet derzeit bereits rudimentär unter der Federführung des Projektkoordinators für Baustellen auf Grundlage der vorhandenen Informationen statt. Eine detaillierte Darstellung der verschiedenen Zeitpläne, eine Festlegung von wichtigen Meilensteinen, die Darstellen baustellenbedingter verkehrlicher Auswirkungen und deren bürgerfreundliche Aufbereitung sind in der gewünschten Form unter den vorherrschenden Gegebenheiten derzeit nicht leistbar.

Um die erforderlichen Kapazitäten für eine zielführende, allumfassende Koordination dieses Baustellenclusters, als auch aller anderen Baumaßnahmen in den Hauptverkehrsstraßen des Stadtgebietes und darüber hinaus, zu generieren, benötigt es die Umsetzung des „neuen Koordinierungsprozesses“ und die damit einhergehende personelle Aufstockung der stadtweiten Baustellenkoordination um 2,7 Stellen von 1,0 auf 3,7 Stellen. Nur so können die erforderlichen Schritte für eine sinnvolle Koordination neu geordnet, und zielführend umgesetzt werden.

Auf die ausführliche Vorlage im TOP Ö5 „Baustellenmanagement“ in der Werkausschussitzung des SÖR am 01.03.2023 wird hierbei verwiesen.

Download ↓