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SPD Stadtratsfraktion | Rathaus | 90403 Nürnberg
An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg OBERBÜRGERMEISTER Marcus König
2 1. APR. 2021
Rathaus 90403 Nürnberg ...Nr. Zur Stel’ungnahme Antwort vor Absen-'
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l F~., h r r Arlnvor:zortUntergen 'WS // ■Ti) - , Nürnberg, 21. April 2021 'Wj ^Antragsteller: Yilmaz/Ahmed
Der Rufbus des 21. Jahrhunderts: On-Demand-Verkehr in kommunaler Hand
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
im März 2021 beschloss der Bundesrat eine Novellierung des Personenbeförderungs gesetzes, die nun auch klare Regeln für innovative Bedarfsverkehre formuliert. Die Kommunen und der ÖPNV werden in ihrer Rolle hierbei bestätigt und gestärkt. Aus Sicht der SPD-Stadtratsfraktion ist dies auch das Signal für Nürnberg und die VAG, sich Gedanken bezüglich eines attraktiven On-Demand-Verkehrs zu machen.
Ein bisher sehr prominentes Beispiel eines Pionierprojektes in diesem Bereich ist der Berliner BerlKönig. Es bewies eindrücklich, dass Digitalisierung und Algorithmen gerade im Bereich der Verkehrssteuerung und -planung besonders spannende Anwendungsmöglichkeiten bieten. Die Evaluation nach einem 6-monatigen Testbetrieb, der nur in bestimmten Teilen Berlins von der BVG betrieben wurde, zeigte, dass das Angebot schnell angenommen wurde und Zukunftspotenzial hat.1
Für Nürnberg sehen wir jedoch nicht die Kooperation mit einem Automobilhersteller als das Modell der Wahl, sondern die Nutzung der Ressourcen, die unsere ÖPNV-Landschaft schon aufweist. Wir sprechen uns daher für eine Kooperation zwischen VAG und Taxi-Anbietern aus.
Insbesondere für diese Anwendungsfälle scheint ein solches Angebot auch für unsere Stadt von knapp 500 000 Einwohnern interessant:
- Der ÖPNV in Nürnberg ist bereits gut ausgebaut und wir sind uns bewusst, dass uns die
Verkehrswende nur mit einem solchen starken System gelingen kann. Dennoch gibt es immer wieder blanke Stellen, die bisher aus Kostengründen bzw. aufgrund sehr schlechter Nutzen-Kosten-Berechnungen nicht bedient werden konnten. Ein solches Beispiel ist Kleingründlach, das bisher nicht erschlossen ist.
Stadtratsfraktion Nürnberg https://www.berlkoenig.de/wp-content/uploads/2019/07/BerKoenig_lmagebroschuere.pdf SPD
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- Zudem weisen Stadtrandlagen und andere Gebiete nicht-verdichteter ÖPNV-Angebote
immer wieder schwierige Lücken in Takt und kleinräumiger Zielerreichung auf. Gerade Senior*innen, die in diesen Gebieten wohnen, könnten von einem Sammelbusangebot profitieren. So werden wir beispielsweise immer wieder auf das schwierige Erreichen des Schweinauer Bucks hingewiesen, der einen hohen Naherholungswert hat, jedoch mit üblichen Linienbussen nicht erschlossen werden kann.
- Angebote jenseits des üblichen Takts und Servicezeitraums wären eine wichtige
Ergänzung für Arbeitnehmerinnen und (irgendwann wieder) Nachtschwärmer*innen. Auch hier könnten wir uns den Einsatz des On-Demand-Systems vorstellen.
Um zu klären, ob On-Demand-Verkehre in Nürnberg und für den Anbieter VAG derzeit möglich sind, stellt die SPD-Stadtratsfraktion im zuständigen Ausschuss folgenden
Antrag:
- Die VAG wird aufgefordert ein Konzept für ein kommunales bedarfsgesteuertes
Ridepooling in Absprachen mit weiteren Anbietern des öffentlichen Nahverkehrs (z.B. Taxi-Unternehmen) zu entwickeln. Über eine mögliche Umsetzbarkeit, sowie Ausgestaltung und Kosten wird im Verkehrsausschuss berichtet.
- Es wird die Möglichkeit eines Probebetriebs samt Evaluation überprüft.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Brehm Yasemin Yilmaz Nasser Ahmed Fraktionsvorsitzender Stadträtin Stadtrat