Straßenbahnverlängerung Brunecker Straße / Technische Universität Nürnberg -
Bauernfeindstraße - Bertolt-Brecht-Schule / Messe Ost - Klinikum Süd
Entscheidungsvorlage
Anlass
Nach Vorliegen der ersten Ergebnisse der Nutzen-/Kosten-Untersuchung (NKU) sowie der Potentialuntersuchungen alternativer Trassen wurde 2019 im Stadtrat der Grundsatzbeschluss zur Planung einer Straßenbahnverlängerung Brunecker Straße / Technische Universität Nürnberg über Bauernfeindstraße und weiter über Messe zum Klinikum Süd gefasst.
Im Juli 2022 trat die Fortschreibung der Standardisierten Bewertung 2016+ in Kraft. Diese stellt die neue Basis für den Nachweis der Förderwürdigkeit gegenüber Bund und Land dar. Auf Basis der Beschlusslage wurde die NKU aus dem Jahr 2019 vom Gutachterbüro fortgeschrieben. Das Gesamtvorhaben der Verlängerung der Straßenbahn von der Haltestelle Tristanstraße über UTN und Messe bis zum Klinikum Süd wurde in der Fortschreibung der NKU (Standardisierte Bewertung 2016+) jetzt positiv bewertet.
Um das Gesamtvorhaben bis Klinikum Süd als Maßnahme des GVFG-Bundesförderprogramms umsetzen zu können, ist auf Basis der neuen Ergebnisse der fortgeschriebenen NKU ein Beschluss des Stadtrats zur Umsetzung des Planungsvorhabens „Straßenbahnverlängerung Brunecker Straße / Technische Universität Nürnberg - Bauernfeindstraße - Bertolt-Brecht-Schule / Messe Ost - Klinikum Süd“ erforderlich.
Aktuelle Beschlusslage
Der Grundsatzbeschluss zur Straßenbahnverlängerung Brunecker Straße bis Bauernfeindstraße und weiter über Messe zum Klinikum Süd erfolgte in der Stadtratssitzung am 10.04.2019 (TOP 8.2 „Straßenbahnverlängerung Brunecker Straße / Technische Universität Nürnberg - Bauernfeindstraße und Messe Ost“). Auf Basis der Ergebnisse der Nutzen-/Kosten-Untersuchung sowie der Potentialuntersuchungen alternativer Trassen sollte in Abstimmung mit der NürnbergMesse GmbH die Planung für die sogenannte messenahe Variante konkretisiert werden.
Das Projekt besteht aus drei Planungsabschnitten (PA): PA 1 Tristanstraße bis Bauernfeindstraße, PA 2 Bauernfeindstraße bis Messe Ost/Bertolt-Brecht-Schule, PA 3 Messe Ost / Bertolt-Brecht-Schule bis Klinikum Süd.
Der Beschluss des konkreten Linienverlaufs der Trasse der Straßenbahn im Brunecker Areal („Liniengenehmigung“ für den ersten Planungsabschnitt) erfolgte in der Stadtratssitzung am 04.03.2020 (TOP 2 „Städtebauliche und verkehrliche Entwicklung der Technischen Universität Nürnberg (TUN)“). Ferner wurde die Verwaltung beauftragt, die Fortführung der Linie bis Bertolt-Brecht-Schule und weiter bis Klinikum Süd (PA 2 und 3) planerisch auszuarbeiten.
Am 22.09.2022 hat der Verkehrsausschuss die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den ersten Planungsabschnitt (bis Bauernfeindstraße) beschlossen (TOP 4 „Erschließung des neuen Stadtteils Lichtenreuth mit der Straßenbahn“)
Zum Juli 2022 trat die Fortschreibung der Standardisierten Bewertung 2016+ in Kraft. Diese stellt die neue Basis für den Nachweis der Förderwürdigkeit gegenüber Bund und Land dar. Auf Basis der Beschlusslage wurde die NKU aus 2019 (StR-Beschluss am 10.04.2019) vom Gutachterbüro PTV Transport Consult GmbH 2023 fortgeschrieben.
Ergebnisse der Fortschreibung der Nutzen-/Kosten-Untersuchung (NKU)
Die Ergebnisse der neuen NKU-Fortschreibung liegen jetzt vor und können dem Stadtrat vorgestellt werden. Die Ergebnisse der neuen NKU auf Basis der standardisierten Bewertung 2016+ wurden bereits am 03.05.2023 den Zuwendungsgebern von Bund und Land (Staatsministerium und Regierung von Mittelfranken) vorgestellt, so dass auch Aussagen der Zuwendungsgeber präsentiert werden können.
| Planungs- abschnitt | Verlängerung von Tristanstraße bis | Investitions- kosten *) | Unterhaltungs- kosten *) | Fahrgast- gewinne | Nutzen- Kosten- Verhältnis |
|---|---|---|---|---|---|
| [Mio.€] | [T€/a] | [Fg/Tag] | [-] | ||
| 1 | Bauernfeindstraße | 38,6 | 259 | 1.473 | 2,86 |
| 2 | Messe „messenah" | 64,0 | 467 | 1.927 | 1,07 |
| 2 | Messe „messefern" | 69,8 | 488 | 1.905 | 0,87 |
| 3 | Klinikum Süd | 92,7 | 709 | 3.109 | 1,08 |
*) Preisstand 2021 mit Planungskosten 10% mit Zuschlägen (entsprechend Planungstiefe 20-30%)
Das Bewertungsergebnis wird grundsätzlich inflationsbereinigt. Dennoch können Kostensteigerungen, die über die allgemeine Inflation hinausgehen, das Bewertungsergebnis noch belasten. Diese sind in der Kostenschätzung mit plus 20% bzw. plus 30% berücksichtigt.
Die Staatsregierung sowie das Bundesverkehrsministerium halten eine tiefergehende Betrachtung der Verlängerungsabschnitte (Messe - Klinikum Süd) für sinnvoll und unterstützen die Stadt Nürnberg bei dem Projekt. Vertiefende Planungen zur Verlängerung bis zum Klinikum Süd können weiter fortgeführt werden. Die abschließende Förderfähigkeit kann allerdings erst nach Verfeinerung der Trassenplanung und Investitionskosten beurteilt werden.
Sachstände der Planungsabschnitte (PA)
(Varianten siehe Anlage 1)
Aufgrund der Länge der Strecke und der zeitlichen Abhängigkeit mit der Entwicklung der UTN wurde die Strecke in drei Planungsabschnitte aufgeteilt.
PA 1 Tristanstraße bis Bauernfeindstraße
Die Planungen wurden am 22.09.2022 vom AfV beschlossen. Das Planfeststellungsverfahren wird aktuell eingeleitet. Die Planung wurde im Hinblick auf die Planung der Technischen Hochschule eng mit den staatlichen Institutionen abgestimmt. Das Bewertungsergebnis der Nutzen-/Kosten- Untersuchung (NKU) ist stabil. Eine 75%ige Förderung aus Mitteln des GVFG-
Bundesprogramms erscheint demnach realistisch. Die Kostenrisiken werden durch die Verwaltung im Benehmen mit der Bewilligungsbehörde, der Reg. v. Mfr., derzeit noch geklärt. In Folge kann der Zuwendungsantrag gestellt werden. Dieser erste Planungsabschnitt mit einer Wendeanlage in Höhe Bauernfeindstraße wird auch als erster Bauabschnitt realisiert. Baubeginn ist im Jahr 2025 vorgesehen.
PA 2 Bauernfeindstraße bis Messe-Ost / Bertolt-Brecht-Schule
Die Abstimmungsgespräche zwischen der Stadt Nürnberg und der NürnbergMesse GmbH führten in 2020 zu dem Ergebnis, dass eine südlich der NürnbergMesse führende Straßenbahntrasse weiter untersucht werden soll, sofern diese förderfähig ist. In Folge wurden die südliche Trassenvariante über Neuselsbrunn (messefern) und die Variante über den Haltepunkt „Messe“ (messenah) in der Fortschreibung der NKU (Standardisierte Bewertung 2016+) erneut sensitiv bewertet.
Variante "messenah"
Die Trasse quert signalgesichert die Münchener Straße in Höhe der südlichen Uni- Erschließung (Dr.-Luise-Herzberg-Straße). Die Straßenhöhen sind auf diese Querung bereits vorbereitet. Die signaltechnische Abwicklung ist möglich unter der Voraussetzung, dass mit einem redundanten Anforderungssystem Bahnen nur frei bekommen, wenn sie grün anfordern. Die Wendeschleife auf der Westseite der Münchener Straße bleibt als Brechpunkt erhalten, damit der 5min-Takt außerhalb von Veranstaltungszeiten nicht immer bis zur Messe gefahren werden muss.
Für weiterfahrende Züge ist eine Haltestelle östlich der Münchener Straße in Höhe der stadteinwärtigen Bushaltestelle der Linie 53 vorgesehen. Die Gleise verlaufen dann entlang der Otto-Bärnreuther-Straße südlich der Messe bis Kreuzung Große Straße / Karl- Schönleben-Straße. Dort ist eine Haltestelle mit Wendeschleife geplant, die auch bei der Verlängerung zum Klinikum-Süd sinnvoll ist. Zwischen U-Bahnhof Messe und Haltestelle Große Straße (BBS) ist eine weitere Haltestelle vorgesehen, die den Osteingang der Messe erschließt. Die geplante Haltestelle an der Großen Straße erschließt die Bertolt-Brecht-Schule und Langwasser-T und liegt im Umgebungsbereich des Max-Morlock-Stadions in etwa gleicher fußläufiger Entfernung wie die S-Bahnstation.
Im Rahmen der weiteren Planung werden ggf. Varianten für die Querung der Münchener Straße untersucht. So ist z.B. vorstellbar, dass die Schleife Bauernfeindstraße durchfahren wird und die Querung weiter südlich erfolgt. Für die Planfeststellungsunterlagen ist eine Untersuchung von verschiedenen Varianten erforderlich.
Bewertung: Die Trasse ist baulich und verkehrstechnisch möglich. In einer qualifizierten Skizze wurden die Belange der Messe - speziell die Binnenverkehre – nach Gesprächen mit der Messe berücksichtigt. Der Flächeneingriff in das Messegelände entlang der Trasse ist vertretbar bzw. minimiert. Ein größerer Platzbedarf entsteht durch die Wendeschleife. Dort können die Parkplatzflächen angepasst oder eine zweite Ebene für die Messeparkplätze realisiert werden.
Die hohe Wirtschaftlichkeit der Trasse entsteht u.a. durch die zusätzliche Erschließung der nahen Wohngebiete und der großen Schule mit auch älteren Schülerinnen und Schülern.
Variante "messefern"
Die Trasse beginnt an der Wendeschleife Bauernfeindstraße und quert die Bauernfeindstraße direkt an der vorhandenen LSA parallel zur Münchener Straße Die Schleife bleibt analog zur messenahen Trasse als Brechpunkt erhalten. Eine zur U-Bahn günstig gelegene Haltestelle - zumindest in stadtauswärtiger Richtung - ist südlich der Bauernfeindstraße vorgesehen. Die Strecke verläuft in westlicher Seitenlage parallel zur Münchener Straße; um die U-Bahn zu queren, muss eine Brücke gebaut werden. An der Einmündung Karl-Schönleben-Straße wird die Münchener Straße innerhalb der vorhandenen Lichtsignalanlage gequert. Die Haltestelle "Neuselsbrunn" liegt in Mittellage. Die Trasse verläuft in Mittellage in der Karl-Schönleben-Straße und quert kurz vor der Endhaltestelle an der Großen Straße (deckungsgleich mit "messenah") die nördliche Fahrbahn der Karl- Schönleben-Straße signalgeregelt. Die Brücke über die Otto-Bärnreuther-Straße muss entweder angepasst oder neu gebaut werden. Der Eingriff in das Verkehrssystem „Straße“ ist dadurch deutlich höher und führt auch zu Kapazitätseinschränkungen.
Bewertung: Die Trasse ist baulich möglich. Ein erhöhter Aufwand entsteht für die Brücke über die U-Bahn (Variante: Verlauf auf der bestehenden Brücke und Neubau R/G-Brücke) und für die Ertüchtigung bzw. des Neubaus der Brücke über die Otto-Bärnreuther-Straße.
Für die Nutzen-Kosten-Analyse wurde fiktiv eine reine Straßenbahnbrücke angesetzt.
Der etwas höhere Nutzen aufgrund der besseren Erschließung von Neuselsbrunn wirkt sich nicht ausreichend auf die Wirtschaftlichkeit aus.
Fazit
Die Trassenvariante „messenah“ weist ein deutlich günstigeres Nutzen-/Kosten-Verhältnis auf als die Variante „messefern“ und kann zum jetzigen Zeitpunkt die Förderfähigkeit erreichen. Die Variante über den Stadtteil Neuselsbrunn bis zur Großen Straße / BBS (messefern) erreicht die Förderfähigkeit dagegen nicht (NKV <1,0).
Das Bewertungsergebnis der ersten Potentialuntersuchung und damit die Basis des Grundsatzbeschlusses des Stadtrats vom 10.04.2019 wurde bestätigt. Der Zuwendungsgeber empfiehlt der Stadt, vertiefende Planungen für die messenahe Variante aufzunehmen.
PA 3 Messe Ost / Bertolt-Brecht-Schule bis Klinikum Süd
Das Gesamtvorhaben einer Verlängerung von Tristanstraße über UTN und Messe bis zum Klinikum Süd konnte in der jetzigen Fortschreibung der NKU (Standardisierte Bewertung 2016+) erstmals positiv bewertet werden.
Die Verlängerung erlaubt unter anderem eine optimale Erschließung des fußläufigen Umfelds an der Großen Straße (Bertolt-Brecht-Schule / Messe Ost sowie des Umfelds des Max-Morlock-Stadions). Im Falle der Weiterentwicklung des Stadionbereichs könnten sich zusätzliche Synergieeffekte ergeben. Auch die Schaffung einer direkten fußläufigen Anbindung des Gewerbegebiets Poststraße zur Gleiwitzer Straße ist möglich. Die Erreichbarkeit des Umfelds Langwasser Bad und Klinikum Süd wird ebenfalls deutlich verbessert. Auch die Staatsregierung hält eine tiefergehende Betrachtung der Verlängerungsabschnitte (Messe - Klinikum Süd) für sinnvoll und unterstützt die Verwaltung im weiteren Verfahren.
Fazit: Es sollen vertiefende Planungen für eine Verlängerung bis Klinikum Süd
aufgenommen werden.
Weitere geprüfte Varianten der Straßenbahnverlängerung
Im Umfeld von Messe/Stadion wurden verschiedene Varianten der Straßenbahnverlängerung untersucht, die hier nochmals dargestellt werden:
1.) Straßenbahnverlängerung vom Dokuzentrum über die Große Straße bis Messe Ost
und ggf. Klinikum Süd“ (Skizze, siehe Anlage)
Die Straßenbahnstrecke würde im Bereich der vorhandenen Haltestelle Dokuzentrum abzweigen und entlang des Volksfestplatzes zur Großen Straße führen. Die Straßenbahnverlängerung von der Haltestelle Tristanstraße aus würde dauerhaft an der Haltestelle Bauernfeindstraße enden.
Für die vom externen Gutachterbüro geprüfte Variante „Straßenbahnverlängerung vom Doku-Zentrum über die Große Straße bis Messe Ost und ggf. Klinikum Süd“ hat sich gegenüber der Beschlusslage vom 10.04.2019 kein neuer Sachstand ergeben. Die Trasse via Große Straße erreicht gegenüber der Erschließungsvariante ab Tristanstraße ein deutlich schlechteres Ergebnis und ist volkswirtschaftlich nicht sinnvoll. Die nicht vorhandenen Wohn- oder Gewerbegebiete bei diesem Abschnitt sind ein entscheidender Nachteil dieser Variante und führen zu einem deutlich geringeren Fahrgastgewinn und Nutzen. Messe- und Veranstaltungsverkehre sind bei der Verkehrsprognose bereits berücksichtigt. Aus Sicht des externen Gutachters wird auch nach dem aktualisierten Verfahren der Standardisierten Bewertung 2016+ kein besseres Ergebnis erwartet, das für eine Förderwürdigkeit erforderlich wäre, zumal die damalige Berechnung noch den geringeren Preisstand von 2018 aufweist und keine Planungskosten (10%) enthält. Eine Förderfähigkeit nach dem GVFG wird nicht erreicht.
2.) Straßenbahnverlängerung nördlich der NürnbergMesse GmbH am Fuße des
Silberbucks (Skizze, siehe Anlage)
Als zusätzliche Variante zur Verlängerung der Straßenbahn vom Brunecker Areal kommend, bis zur Messe Ost / Bertolt-Brecht-Schule (PA 2), wurde unter anderem von der NürnbergMesse GmbH eine Führung nördlich der Messe, am Fuße des Silberbucks, angeregt. Sowohl eine eingleisige Ringbahn um das gesamte Messeareal als auch eine direkte zweigleisige Erschließung mit nördlicher Umfahrung der Messe wurden diskutiert und geprüft. Eine solche Trasse läge im Bereich der von der NürnbergMesse GmbH bisher geplanten Nordumfahrung, würde aber weiter in den Silberbuck hineinreichen. Die Straßenbahntrasse würde auf der Westseite der Großen Straße fortgeführt. Allerdings fehlen Flächen für die Anlage der erforderlichen Kurvenradien einer Straßenbahn bei der Ausfahrt aus der Nordumfahrung in Richtung Süden auf die Westseite der Großen Straße. Fahrspuren der Großen Straße sowie zahlreiche Parkplätze müssten entfallen.
Die Westseite der Großen Straße ist durch die Andienung der Messe geprägt. Eine innere Erschließung führt durch einen Tunnel am CCN Ost. In weiteren Abschnitten sind noch Reste der denkmalgeschützten Tribünen an der Großen Straße vorhanden. Auch hier wäre ein Eingriff erforderlich. Die Anpassung und Absicherung der verkehrlichen Anlagen wäre –auch wegen der zu überwindenden Höhendifferenz- mit einem extrem erhöhten Aufwand verbunden. Angesichts der hohen Schadstoffbelastung des Silberbucks und des baulichen Aufwands für erforderliche Stützbauwerke an der Kriegsschuttdeponie ist mit deutlich erhöhten Kosten zu rechnen, denen im gesamten Abschnitt kein verkehrlicher Nutzen gegenüberstünde. Aufgrund des geringeren verkehrlichen Nutzens bei gleichzeitig höheren Kosten sowie erheblichen Eingriffen in das Umfeld gegenüber der positiv
bewerteten und baulich geprüften „messenahen“ Variante kann eine nördliche Umfahrung kein förderfähiges NKU-Ergebnis bringen und soll deshalb nicht weiterverfolgt werden.
Weiteres Verfahren
Derzeit führt das Bundesministerium für Digitales und Verkehr die Maßnahme „Straßenbahnneubaustrecke Südbahnhof/Brunecker Straße bis Messe/Große Straße“ bereits als Vorhaben im GVFG-Bundesprogramm. Die Förderung beträgt 75% der förderfähigen Kosten.
Für den ersten Planungsabschnitt (Tristanstr. – Bauernfeindstraße) werden aufgrund des Beschlusses des AfV vom 22.9.2022 daher bereits die Unterlagen für das notwendige Planfeststellungsverfahren erarbeitet. Die Einreichung ist noch für 2023 vorgesehen.
Um die Aufnahme des Gesamtvorhabens bis Klinikum Süd in das Bundesförderprogramm zu erreichen, wird zeitnah ein Rahmenantrag auf Basis der NKU und der vorliegenden Planungen gestellt. Die Verwaltung empfiehlt, die Maßnahme auf Basis der messenahen Planungsvariante bis zum Klinikum Süd auszuweiten.
Hierzu ist der Beschluss des Stadtrats zur Umsetzung des Planungsvorhabens „Straßenbahnverlängerung Brunecker Straße / Technische Universität Nürnberg - Bauernfeindstraße - Bertolt-Brecht-Schule / Messe Ost - Klinikum Süd“ erforderlich.