Errichtung eines sonderpädagogischen Förderzentrums mit sozial-emotionalem
Schwerpunkt
Im Herbst 2022 hat die Trägerin der psychologisch-heilpädagogischen Privatschule Regina Stein in der Presse und am 12.01.2023 schriftlich bei der Regierung von Mittelfranken ihre Absicht erklärt, den Schulbetrieb des privaten Förderzentrums zum 31.07.2023 einzustellen. Bemühungen, eine Überführung in eine alternative private Trägerschaft herbeizuführen, blieben, trotz mehrfacher Gespräche, erfolglos. Frau Ref. IV hat daraufhin sofort intensive Gespräche mit der Regierung von Mittelfranken, dem Staatlichen Schulamt in der Stadt Nürnberg sowie der Jugendhilfe der Stadt bezüglich der weiteren Beschulung und Betreuung der betroffenen Schülerinnen und Schülern der Privatschule Regina Stein aufgenommen. Dabei kristallisierte sich heraus, dass ein hoher Bedarf an einem psychologischheilpädagogischen Förderzentrum mit dem bestehenden Profil der Regina-Stein-Schule in Nürnberg existiert und darüber hinaus eine Aufnahme der Schülerschaft in das Regelschulsystem aufgrund der spezifischen Förderbedarfe der Kinder und Jugendlichen dieser Schule nicht zielführend ist. Deshalb ist eine Überführung der Regina-Stein Schule in eine öffentliche, staatliche Trägerschaft unabdingbar. Dies bedingt für die Stadt Nürnberg die Übernahme der Sachaufwandsträgerschaft.
Um eine bedarfsgerechte Beschulung und Betreuung im direkten Anschluss und somit ab dem Schuljahr 2023/24 für alle betroffenen Kinder und Jugendlichen weiter zu gewährleisten, stellte SchA bei der Regierung von Mittelfranken den Antrag zur Errichtung eines staatlichen sonderpädagogischen Förderzentrums mit sozial-emotionalem Schwerpunkt in Nürnberg mit folgenden Prämissen:
Das neue Förderzentrum soll als eigenständige Schule errichtet werden. Der Sprengel des neuen Förderzentrums soll das Stadtgebiet der Stadt Nürnberg sein. Die Schule soll perspektivisch im Vollausbau von Jahrgangsstufe 1 bis 9 geführt werden. Die Stadt Nürnberg verpflichtet sich, die Sachaufwandsträgerschaft für das neue Förderzentrum zu übernehmen und geeignete Räumlichkeiten für eine sinnvolle und dauerhafte Unterbringung für die psychologisch-heilpädagogischen Beschulung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung zu stellen. Die neue Schule soll vorläufig die amtliche Schulbezeichnung führen. Die Interimsunterbringung des neuen Förderzentrums soll in der Containeranlage auf dem Sportplatz der Grundschule Nürnberg Bartholomäus-Schule sein.
Der notwendige offizielle Gremienbeschluss im zuständigen Schulausschuss der Stadt Nürnberg wird am 28.04.2023 gefasst und umgehend der Regierung von Mittelfranken mitgeteilt.