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← Sitzung des Verkehrsausschusses (23.03.2023)

Entscheidungsvorlage

Anlage · 23.03.2023 · PDF ansehen · Originaldokument im RIS ↗

Erlenstegen Verkehrsausschuss Verkehr & Mobilität

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Entscheidungsvorlage

Irma Barbara Walther Dumbsky (geb. Dumbsky) wurde am 14. September 1920 in Nürnberg geboren. Die begeisterte Turnerin gehörte zunächst dem „Turnverein Tafelhof-Nürnberg“ an und wechselte 1936 zum Turn- und Sportverein 1846 Nürnberg e. V. in Erlenstegen.

Bereits 1940 gewann Irma Walther Dumbsky ihre 1. Deutsche Meisterschaft. Die 2. Deutsche Meisterschaft folgte 1941 beim Achtkampf in Ulm und 1942 die 3. Deutsche Meisterschaft beim Siebenkampf in Mannheim. Am 6. September 1942 verteidigte sie bei den Deutschen Turn- und Spielmeisterschaften in ihrer Heimatstadt Nürnberg ihren Titel im Achtkampf (4. Deutsche Meisterschaft), trat allerdings für München an, wo sie zu dieser Zeit lebte. 1943 gewann Irma Walther Dumbsky die 5. Deutsche Meisterschaft in Augsburg und 1944 die 6. Deutsche Meisterschaft in Reichenbach. Nach dem Zweiten Weltkrieg half sie beim Wiederaufbau des Vereinslebens mit. 1949 errang Irma Walther Dumbsky die 7., 8. und 9. Deutsche Meisterschaft im Geräte-Fünfkampf, Gymnastik-Dreikampf und im gemischten Achtkampf in Lüneburg. 1950 konnte sie in Tübingen im Neunkampf die 10. Deutsche Meisterschaft verbuchen. Im Jahr 1951 sicherte sich Irma Walther Dumbsky die 11. Deutsche Meisterschaft in Ludwigsburg. 1952 entsandte der TSV 1846 sie als Kunstturnerin zur Olympiade nach Helsinki. Im Mannschaftsmehrkampf belegte sie mit ihren Teamkolleginnen den fünften Platz, in der Gruppengymnastik schaffte es die Mannschaft auf den vierten Platz. Irma Walther Dumbsky trat außerdem im Einzelmehrkampf an, wo sie unter 134 Teilnehmerinnen den 24. Platz erreichte, ebenso bei den Übungen am Stufenbarren. Am Schwebebalken belegte sie Platz 28, beim Pferdesprung kam sie auf Rang 38 und im Bodenturnen stand sie an 47. Stelle. Als beste Deutsche sicherte sie sich die 12. Deutsche Meisterschaft und fuhr 1953 mit der deutschen Riege nach Japan. Irma Walther Dumbsky gehörte zur gesamtdeutschen Mannschaft, die 1954 in Rom erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an der Turn-Weltmeisterschaft teilnehmen konnte. 1955 wurde Irma Walther Dumbsky in Bochum ein letztes Mal Deutsche Meisterin.

1956 beendete Irma Walther Dumbsky ihre aktive Karriere, engagierte sich aber weiterhin als Turnlehrerin, Bundeskunstturnwartin des Deutschen Turnerbunds und Kampfrichterin bei den Olympischen Spielen in Mexiko 1968. Sie wurde mit dem Silbernen Lorbeerblatt und der Walter-Kolb-Plakette des Deutschen Turner-Bundes ausgezeichnet. Die Walter-Kolb- Plakette mit silberner Ehrennadel und Goldkranz wird an Personen verliehen, die sich ehrenamtlich engagieren und sich dabei um die Förderung des Deutschen Turnens außergewöhnliche Verdienste erworben haben. Irma Walther Dumbsky verstarb am 31. Mai 2005 in Nürnberg und wurde auf dem Südfriedhof bestattet.

Es wird vorgeschlagen, die von der Weißenseestraße nach Osten bis zu einem Parkplatz weiterführende Zufahrt zum Vereinsgelände des Turn- und Sportverein 1846 e.V. als

Irma-Walther-Straße

(nach Turnerin und Olympiateilnehmerin Irma Walther Dumbsky, 1920-2005)

zu benennen.

Hinweis zur Benennung von mehr Straßen nach Frauen:

In der Sitzung des Verkehrsausschusses vom 15.11.2018 haben Stadtverwaltung und Stadtratsmitglieder einmütig bekundet, dass mehr Straßen nach Frauen benannt werden müssen. Dies wurde auch in dem vom Stadtrat verabschiedeten Gleichstellungsaktionsplan festgelegt.

Von den im Zeitraum 01/2018 - 02/2023 beschlossenen 48 Straßenbenennungen erfolgten 37 nach Personen, davon 21 nach Frauen.

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