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ppt Strategielandkarte Wohnungslosenhilfe 2023-03-09

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Sozialausschuss Gebersdorf Wohnen & Bauen Soziales & Gesundheit

Maschinell extrahierter Text. Verbindlich ist das Originaldokument.

Strategielandkarte Wohnungslosenhilfe – Übersicht der Angebote für wohnungs- und obdachlose Bürgerinnen und Bürger Sozialausschuss am 09.03.2023

Amt für Existenzsicherung und soziale Integration - Sozialamt SHA / Strategielandkarte Wohnungslosenhilfe 1

Strategielandkarte Wohnungslosenhilfe

Inhaltsübersicht

Zielsetzung

I.

Ausgangslage

II.

Angebotsübersicht

III.

Strategielandkarte Wohnungslosenhilfe

IV.

Steckbriefe der bestehenden Angebote

V.

a. Unterbringungs- und Wohnangebote

b. Weitere Hilfsangebote

Entwicklungsansätze

VI.

I. Zielsetzung

Begriffsbestimmung

Wohnungslos sind alle Personen ohne eigenen Wohnraum (z.B.

kein privatrechtlicher Mietvertrag). Dazu zählen auch Menschen,

die (vorübergehend) bei Freunden, Bekannten oder Verwandten

untergekommen sind. Auch bei einer Unterbringung in einer

institutionellen Einrichtung (z.B. Heilsarmee, QuarTier,

Großweidenmühle, Obdachlosenwohnung etc.) gilt man als

wohnungslos.

Als obdachlos gilt, wer gänzlich ohne Unterkunft ist und wer nach

dem Sicherheits- und Ordnungsrecht untergebracht ist, also

Personen, die in Notschlafstellen nächtigen oder sich dauerhaft

im öffentlichen Raum aufhalten.

Die Begriffe werden teilweise auch synonym verwendet. Daneben

existieren weitere, teilw. abweichende Begriffsdefinitionen.

I. Zielsetzung

Wesentliche Steuerungsziele auf strategischer Ebene

Primär handlungsleitend sind folgende Ziele: nachhaltige Vermeidung von Wohnungslosigkeit, 1.

möglichst Erhalt des ursprünglichen Wohnraums für die

  1. Betroffenen,

Unmittelbare Vermittlung in neuen Wohnraum, wenn der

  1. ursprüngliche Wohnraum nicht erhalten werden kann.

Wenn diese Ziele im Einzelfall nicht erreicht werden können, werden

folgende Ziele handlungsleitend:

möglichst kurzfristige Unterbringung in einer angemessenen

Unterkunft und

schnellstmögliche Reintegration auf dem allgemeinen

  1. Wohnungsmarkt.

II. Ausgangslage

Entwicklung in Nürnberg – Kündigungen, Klagen, Zwangsräumungen

Abbildung 1

Nach den pandemiebedingten Rückgängen 2020/2021 (auch Schutzpaket der Bundes-

 regierung) erfolgte 2022 wieder ein spürbarer Anstieg der Kündigungen.

Ziele der Fachstelle sind hier frühzeitiges Erreichen der Betroffenen und Unterstützung

 beim Erhalt der Wohnung.

Fachstelle kooperiert hierzu mit Wohnungsgesellschaften und Vermietern sowie mit dem

 Jobcenter (Übernahme von Mietrückständen im Rahmen des SGB II wurde übertragen).

II. Ausgangslage

Entwicklung in Nürnberg – Unterbringung

Abbildung 2

Aufgrund der Lage auf dem Wohnungsmarkt müssen verstärkt wohnungslose/obdachlose

 Personen in Obdachlosenunterkünften und Pensionen untergebracht werden.

Ein erheblicher Teil der Pensionen werden sozialpädagogisch betreut, mit dem Ziel die

Bewohnerinnen und Bewohner zu stabilisieren und eine Vermittlung in Mietwohnungen zu

erreichen.

III. Angebotsübersicht

Kurzübersicht bestehendes Angebot

Plätze bzw. Anzahl Zielgruppe Beispiele bzw. besondere Angebote
Notschlafstellen ca. 200 Plätze Aufnahme bei tatsächlichem Aufenthalt in Nürnberg Personen i. d. R. ohne Sozialleistungsanspruch „Großweidenmühle“ „Diana-Herberge“
Pensionen ca. 1.200 Plätze (50 % mit Begleitung) Zuweisung bei Klärung der örtlichen Zuständigkeit Überwiegend Einzelpersonen oder Paare mit Sozialleistungsanspruch. „QuarTier“ „Pensionen nur f. Frauen“ „Schrittmacher“
Wohnungen (stehen unter Satzungsrecht) 183 Wohnungen Belegungsrecht überwiegend für Familien mit Kindern Jedoch auch Einzelpersonen oder Paare mit Einschränkungen
Ambulant betreute Wohnmöglichkeiten ca. 330 Plätze überwiegend für Einzelpersonen Ausnahme: Angebote von Caritas und Rummelsberger Dienste für Frauen mit Kindern „Haus für Frauen in Not“ „BEWO-light“
Stationäre Hilfen ca. 245 Plätze Alleinstehende Männer und Frauen „Großweidenmühle“ „Haus Rothstein“ „Catherine Booth Haus“
Sozialimmobilien 123 Wohnungen Vorschlagsrecht durch die Fachstelle. I.d.R. für Familien mit Kindern

IV. Strategielandkarte Wohnungslosenhilfe

Gefahrenabwehr Hängematte Wärmestube Straßenambulanz Großweidenmühle Diana- Herberge Hermann- Etage G 53 Stabilisierung Beheimatung/Übergang Reintegration QuartTier Domus Housing First LSBTIQ*- Heilsarmee Angebot Großweidenmühle Wohnen f. Frauen Second Stage in Not Wohnen f. Begleitete Pensionen Sozialimmobilien Strafentlassene Ambulant Betreutes Wohnen Pensionen Obdachlosenwhg. Anlage Gebersdorf

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Wohnungsmarktintegration

Unterbringungs- und Wohnangebote

Begleitetes Wohnen für Obdachlose in Pensionen

Kurzbeschreibung • Die Schwerpunkte des begleiteten Wohnens liegen in der individuellen Stabilisierung, Reintegration in Erwerbsarbeit und in der Unterstützung bei der Wohnungssuche.

Zielgruppe • Bewohnerinnen und Bewohner von Privatpensionen

Kennzahlen • Vermittlungsquote (weitere Hilfen; Privatwohnung)

Betreuungskonzept • Sozialpädagogische Begleitung vor Ort; aufsuchende Arbeit; Stabilisierung der Bewohnerinnen und Bewohner; Unterstützung bei der Wohnungssuche

Finanzierung

Träger

Krisendienst e.V., AWO Kreisverband Nürnberg e.V., Hängematte e.V.

Unterbringungs- und Wohnangebote

QuarTier

Kurzbeschreibung • In der Johanniter-Unterkunft "QuarTier" finden obdachlose Menschen, zusammen mit ihren geliebten Hunden einen sicheren Pensionsplatz und können Einzel- oder Paarzimmer beziehen (21 Plätze).

Zielgruppe • Obdachlose Menschen mit Hund

Kennzahlen • Vermittlungsquote (weitere Hilfen; Privatwohnung)

Betreuungskonzept

Finanzierung

Träger

• Betroffenen werden EZ in Pensionsform angeboten; eine sozialpädagogische Begleitung erfolgt vor Ort; Stabilisierung der Bewohnerinnen und Bewohner; Unterstützung bei der Wohnungssuche, Angebote für Hund (Tiermedizinische Vermittlung)

• § 67 SGB XII

• Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. - Regionalverband Mittelfranken

Unterbringungs- und Wohnangebote

Diana-Herberge

Kurzbeschreibung • Notschlafstelle für Männer mit 80 Plätzen (in den Wintermonaten 25 zusätzliche Plätze)

• Obdachlose Personen ohne Sozialleistungsanspruch

• Übernachtungen

Zielgruppe

Kennzahlen

Betreuungskonzept

Finanzierung

Träger

• Nachtaufenthalt: niedrigschwellige Beratung u. Verpflegung als Tagestreff im Haus (Dependance Wärmestube)

• Zuschuss; Haushaltsmittel

• Stadt Nürnberg

Unterbringungs- und Wohnangebote

Housing First

Kurzbeschreibung • Menschen aus der Zielgruppe erhalten eine Wohnung mit eigenem Mietvertrag.

individuellen Unterstützung und zur Anbindung an andere verfügbare Unterstützungssysteme bereitgestellt.

Zielgruppe • Wohnungslose sowie obdachlose Personen

Kennzahlen • Vermittlungsquote (Privatwohnung)

Betreuungskonzept

Finanzierung

Träger

• Vermittlung in privatrechtliches Mietverhältnis, unterstützende Begleitung bei Wohnungsbezug und in Übergangszeit; Krisenintervention

• Vorläufig Landesmittel (StMAS)

• Straßenkreuzer e.V., Lilith e.V., Mudra e.V., Hängematte e.V.

Weitere Hilfsangebote

Caritas - Straßenambulanz Franz von Assisi

Kurzbeschreibung • Obdachlose und Bedürftige können sich hier untersuchen lassen und notwendige Medikamente und Wundversorgung erhalten.

Kleiderkammer sowie einer Lebensmittelausgabe bietet die Straßenambulanz ein vielfältiges Hilfsangebot.

Zielgruppe • Wohnungslose sowie obdachlose Personen ohne Krankenversicherung

Kennzahlen • Behandlungen, geleistete Hilfen

Betreuungskonzept

Finanzierung

Träger

• Medizinische Versorgung durch Fachpersonal • Substitution • Beratung in medizinischen Fragen • Streetwork

• Krankenhilfe, Haushaltsmittel

• Caritasverband Nürnberg e.V.

VI. Entwicklungsansätze

Fortschritte und Problemlagen im Bestandsangebot

Fortschritte:

QuarTier (trägergeführte Pension mit EZ)

Diana-Herberge (Notschlafstelle mit Tagesangebot)

Herrmann-Etage (Notschlafstelle für Frauen)

Angebote für von Obdachlosigkeit bedrohte LSBTIQ* - Personen

aber auch Problemlagen:

Modernisierungsstau in Wohnanlagen/Heimen

Zunehmende Verweildauern in der Unterbringung

Unterbringungsstandard in Privatpensionen (insb. Belegungsdichte)

Schwierigkeiten bei Akquise (Profitinteresse, Preisentwicklung,

Nachbarschaft etc.)

Kaum barrierefreie und demographiegerechte

Unterbringungsmöglichkeiten

VI. Entwicklungsansätze

Verweildauern in Unterbringungsangeboten verkürzen und

Reintegration in den Wohnungsmarkt fördern.

Altersgerechte Wohn- und Unterbringungsangebote zur

Beheimatung schaffen. Zugang zu Wohnraum ermöglichen:

 Housing First evaluieren und ausbauen

 Belegungsrechte sichern (Sozialimmobilie)

Basisversorgung stärken:

 Zielgruppenspezifische Angebote ausweiten (z.B. Notschlafstelle

für Frauen, queere Pension, Systemsprenger, Familien o.

Anspruch)

 Verfestigte Straßenobdachlosigkeit auflösen

Bestand optimieren

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Amt für Existenzsicherung und Volker Wolfrum soziale Integration – Sozialamt Dietzstr. 4 +49 (0)9 11 / 2 31-23 25 90443 Nürnberg volker.wolfrum@stadt.nuernberg.de SHA / Strategielandkarte Wohnungslosenhilfe 16

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