SPD spd@stadt.nuernberg.de U1, U11 Lorenzkirche Rathaus Tel 0911 /231-2906 STADTRATSFRAKTION www.spd-stadtratsfraktion.nuernberg.de Bus 36, 46, 47 Rathaus 90403 Nürnberg Fax 0911 / 231-3895 NÜRNBERG
SPD Stadtratsfraktion | Rathaus { 90403 Nürnberg
l/ju(fß
An den Oberbürgermeister Uvpf der Stadt Nürnber Marcus König Rathaus 90403 Nürnberg
-
- 'Nürnberg, 12, Juli 2022
Antragsteller: Dr. Blaschke
Neue Zabo-Linde: Zugänglichkeit für den Stadtteil erhalten
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
dem Vernehmen nach steht das Anwesen der Zabo-Linde (Zerzabelshofer Hauptstraße 28) vor dem Verkauf und möglicherweise vor einem Abriss zugunsten einer neuen Bebauung.
Die Zabo-Linde ist ein prägendes Gebäude für den Stadtteil, und das in mehrerlei Hinsicht. Baulich ist die Zabo-Linde als Gasthaus mit Sandsteinfassade eines der letzten verbliebenen Gebäude des alten Stadtteilkerns. Auch wenn das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht, wäre hier eine sensible bauliche Weiterentwicklung wünschenswert.
Noch stärker ist die Bedeutung des Gebäudes als Treffpunkt für ganze Generationen aus Zabo und ganz Nürnberg einzuschätzen. In den letzten Jahrzehnten war die Zabo-Linde teils Veranstaltungsort für Musikkonzert, teils Musikkneipe mit regionaler Anziehungskraft und teils einfach Treffpunkt als Biergarten und Gasthof mitten im Ortskern. Dieser gemeinsame Mittelpunkt sollte nicht ersatzlos verschwinden, auch wenn eine Neubebauung erforderlich werden sollte.
Die SPD-Stadtratsfraktion stellt daher zur Behandlung in den zuständigen Ausschüssen (insbesondere RWA und Kultur) folgenden
Antrag:
- Die Verwaltung nimmt Gespräche mit den Eigentümern auf, um Möglichkeiten einer
sensiblen Weiterentwicklung und einer fortbestehenden Zugänglichkeit für die Bevölkerung (beispielsweise weiterhin als Gasthaus mit Biergarten) zu erörtern, und berichtet hierüber.
- Die Verwaltung prüft und berichtet, ob eine öffentliche oder kulturelle Nutzung von
Teilen des Gebäudes (z.B. als nachbarschaftsverträglicher Musik-Standort oder als sonstige kulturelle Einrichtung) in Betracht kommt, wobei dies nicht zwingend eine städtische Trägerschaft voraussetzen muss.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Brehm Fraktionsvorsitzender Stadtrat