Ein Jahrzehnt Urbanes Gärtnern in Nürnberg
Seit rund einem Jahrzehnt wächst in Nürnberg das Interesse stetig bei Einwohnerinnen und Einwohnern in Städten an „Grün“, am eigenen Anbauen und Ernten von Obst und Gemüse.
Das wohl bekannteste urbane Gartenprojekt, der Stadtgarten von Bluepingu in
Eberhardshof, feierte in diesem Jahr im Sommer bereits sein zehnjähriges Bestehen.
Urbane Gärten haben in der aktuellen Zeit des Klimawandels eine besondere Bedeutung: si
stärken im Kleinen die lokale urbane Landwirtschaft und vermitteln längst vergessenes
Wissen. Wir stehen heute vor großen globalen Herausforderungen wie der zunehmenden
Verstädterung, knapper werdenden Ressourcen und der Sicherung der Ernährung. So rückt
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in unserer Zeit die bislang eher unbedeutende urbane Landwirtschaft als ein Instrument für nachhaltige Entwicklung in den Fokus.
Doch nicht nur die Ernährung spielt beim Gärtnern eine Rolle: jeder Platz, der begrünt ist,
trägt in heißen Wochen und Monaten zur Kühlung in unserer Stadt bei.
Nürnberg hat eine Vielzahl an Urbanen Gärten, die sich in den letzten Jahren gegründet und
etabliert haben und aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken sind. Auf Brach- und
Privatflächen sowie auch im öffentlichen Raum haben sich so rund 20 ehrenamtlich geführte
Gartenprojekte gebildet.
Neben der Wissensvermittlung sind Stadtgärten und –gärtchen auch Begegnungsorte für die
Nachbarschaft – ein Ort zum Verweilen und des „sich Engagierens“ im eigenen Viertel.
Urbanes Gärtnern geht aber auch über die eigentlichen Gärten hinaus: der Stadtgarten hat i
Nürnberg das Saatgutfestival etabliert und organisiert jährlich einen Jungpflanzenverkauf mit
samenfesten alten Obst- und Gemüsesorten.
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Zudem hat sich das Gartennetzwerk Nürnberg gebildet. 15 Gemeinschaftsgärten sind derzei
hier gelistet. Sie reichen von einigen Hochbeeten auf betonierten Flächen bis zu größeren
Brachflächen, auf denen gegärtnert wird.
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I. Übersicht der urbanen Gärten
1. Stadtgarten Nürnberg
Der stadtgarten ist ein gemeinschaftlicher Garten in Nürnberg
Eberhardshof und lädt alle Interessierten zum Gärtnern und
Mitgestalten ein. Gegründet wurde er 2012 und hat inzwischen
zwei Umzüge innerhalb von Eberhardshof hinter sich. Der
stadtgarten ist ein Ort des gemeinschaftlichen Gärtnerns aber
auch des Austausches und Lernens. Hier wird ein rein
ökologischer Gartenbau verwirklicht. Regelmäßig werden
Feste veranstaltet und Kochkurse angeboten.
www.stadtgarten-nuernberg.de
Ort: hinter dem Heizhaus am Quelleturm/ Straße „Eberhardshof“
Träger: Bluepingu e.V.
2. Essbare Stadt
Die "Essbare Stadt" ist ein Konzept zur Nutzung des
städtischen Raums zum Anbau von Lebensmitteln.
Öffentlicher Raum und insbesondere öffentliche
Grünflächen werden nicht mehr als kommunal
verwaltete Flächen gesehen, sondern als
Aktionsflächen der Bürgerschaft. Ziel ist die
Umwandlung brachliegender oder rein ästhetisch
bepflanzter Flächen hin zu Mischflächen mit
essbaren Pflanzen, Obstbäumen, Beikräutern,
Sträuchern und Stauden. Idealerweise ermöglicht
diese veränderte Nutzung Anwohnenden
gemeinschaftliches Gärtnern direkt vor ihrer
Haustüre und leistet einen Beitrag zum
nachbarschaftlichen Miteinander und zur Erhöhung
des persönlichen Selbstversorgungsanteils mit
Lebensmitteln.
www.essbare-stadt-nuernberg.de
derzeit zehn Standorte: Jakobsplatz, Egidienplatz, Lindengarten (St. Johannis), Bielingplatz,
Vischers Hochbeete, Garten des Südens, Allersberger Vespergarten, Hasenbuck, Znack Zity
am Z-Bau und Garten am Erfahrungsfeld
Träger: Bluepingu e.V.
Garten des Südens/ Kreuzung Hochbeete am Eingang zum Erfahrungsfeld
Humboldtstraße/ Voltastraße
3. Wolfsgarten
Auf einem 3.000 Quadratmeter großen ehemaligen Hochseilgartengelände in der
Reutersbrunnenstr. 42 in Gostenhof entsteht ein naturnahes, kulturelles Stadtteil- und
Begegnungszentrum/Veranstaltungsgelände. Aus dem vorhandenen Material des
rückgebauten Seilgartens wurden Sitzgelegenheiten und Ruheinseln oder Kunstobjekte
gebaut, zudem entstanden Spielflächen für Kinder auf dem naturbelassenen Gelände.
Darüber hinaus wurde ein großzügiger Nachbarschaftsgarten angelegt. Für Strom- und
Wasserversorgung sollen weitgehend erneuerbare Energien genutzt werden (Solarmodule,
Zisterne, Komposttoiletten).
www.wolfsherz.org/wolfsgarten/
Ort: Reutersbrunnenstraße 42
Träger: wolfsherz gUG
4. Die Wiese
Die Wiese ist eines der wenigen unbebauten Grundstücke im Stadtteil Steinbühl im
Nürnberger Süden. Gemeinschaftlich und nachbarschaftlich wird diese Fläche neu belebt. Es
kann sich in Gartenarbeit gestürzt – von Tomatenhochbeet bis bienenfreundliche
Blumenwiese ist alles möglich – oder einfach entspannt werden. Hier entsteht eine grüne
Aktionsfläche, ein Mutmacher-Ort und eine inklusive Oase für alle im Viertel.
www.wiese.bluepingu.de
Ort: Wiesenstraße 19
Träger: Bluepingu e.V.
5. Kollekt Jardin
Der Gemeinschaftsgarten Kollekt Jardin e.V. ist
von Natur aus sehr vielschichtig und
multikulturell. Hier verbinden sich Natur
Umwelt, Kreativität, Street-Art und Handwerk
zu einem außergewöhnlich diversen Konzept.
Kollekt Jardin erschafft eine Plattform, die
alternative Lösungsansätze für die Entwicklung
der Stadtgesellschaft findet, frei nach dem
Motto "Gemeinsames Schaffen schafft
Gemeinschaft". Wichtig sind den
Ehrenamtlichen soziales Engagement,
Integration, Toleranz und empathische
Begegnungen zwischen Mensch und Natur
Durch die Kooperation mit dem Naturfreunden Nürnberg-Mitte e.V., welche auch auf der
Fläche ansässig sind, bilden sich immer wieder neue Synergien und Ideen für das Projekt.
www.kollektjardin.de
Ort: Adolf-Braun-Straße 40
Träger: Kollekt Jardin e.V.
6. Südpunktgärtchen
Das interkulturelle Südpunktgärtchen entstand
im Jahr 2019 in Kooperation von Südpunkt und
dem Arbeitskreis BN-Interkulturell. Das
Gärtchen dient als Ort der Begegnung, des
Austauschs und des Lernens.
Träger: Bund Naturschutz Nürnberg
Ort: Südpunkt
7. Unique Garden Höfen
Der Höfener Unique Garden entstand 2017 und
ist ein Gartenprojekt für und mit Geflüchteten in
Gemeinschaftsunterkünften. Die Idee dazu kam
von Adam Ibrahim, dem Hausmeister der
Gemeinschaftsunterkunft. Der Garten fördert
Integration und ist ein Treffpunkt für
gemeinsame Unternehmungen. Zudem
vermittelt das Gartenprojekt den Beteiligten
einen bewussteren Umgang mit Natur und
Umwelt.
Entstanden ist das Projekt durch die Zusammenarbeit von Adam Ibrahim mit dem
Kreisverband Nürnberg-Stadt des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und der Cura Life
GmbH. Die Kreisgruppe des BUND Naturschutz Nürnberg und der AK BN-Interkulturell
liefern dabei Unterstützung durch die Bereitstellung des Materials für zehn Hochbeete.
Ort: Buchheimer Straße 6
Träger: Bund Naturschutz Nürnberg
8. GOgarten
Der GOgarten basiert auf der Nutzung interkultureller Gärten und öffentlicher Anlagen.
Wichtig ist hierbei die Einbindung von und Kooperation mit lokalen Aktionen und Akteuren.
Eine der Säulen sind die Aktionen im Rahmen des Projektes GOkids als sicheres
Freiluftatelier. Der GOgarten bietet Raum für Erwachsenenbildung, interkultureller
Begegnung und Austausch. Ein halböffentlicher Bereich bietet Raum für Eigeninitiative und
Experimente.
www.gnn.life/garten/gogarten
Ort: Austraße 101
Träger: GoKultur e.V.
9. Z-Bau Nordgarten
Das Gartenprojekt Nordgarten ist eine grüne Spielwiese auf dem Z-Bau-Gelände in
Nürnberg. Alle Interessierten können mitmachen - sei es beim Gärtnern, Werkeln oder
gemeinsamen Grillen.
www.nordgarten.net
Ort: Frankenstraße 200
Träger: Arbeitskreis Nordgarten
10. Heilkräutergärten Hallertor und Hesperidengärten
Der Heilkräutergarten am Hallertor, einstmals für die
Produktwerbung einer Firma angelegt, wurde Ende
2010 vom Bund Naturschutz übernommen und
aufgebaut. Aufgrund des Interesses und
Engagements einiger Bürgerinnen und Bürger und der
daraus resultierenden Idee durch eine Kooperation
zwischen dem Referat für Umwelt und Gesundheit der
Stadt Nürnberg, des Servicebetriebs öffentliche
Raum (SÖR) und dem Bund Naturschutz nahm der
Garten Gestalt an. Seit der Einweihung 2011 wird der
Heilkräutergarten laufend durch neue Pflanzenarten
ergänzt. So befinden sich mittlerweile circa 100 verschiedene Pflanzenarten auf 140
Quadratmetern.
Die im Barockstil angelegten Hesperidengärten sind an den Rückseiten der Häuser der
Johannisstraße angelegt. Während den Öffnungszeiten sind sie für Interessierte zugänglich
und laden zu einem netten Aufenthalt in der Kaffeestube oder zum Relaxen im Freien ein.
Seit dem Mittelalter legten sich wohlhabende Familien rund um ihre Sommerhäuser
Barockgärten an, welche mit Brunnen, Skulpturen, Blumenbeeten und Rasenflächen den
Prunk des Adels demonstrierten. Ein Teil der Hesperidengärten wird seit 2014 zu einem
zweiten Heilkräutergarten umgestaltet. Als Vorbild dient der Heilkräutergarten am Hallertor.
Orte: Hallertor und Hesperidengärten
Träger: Bund Naturschutz Nürnberg
11. Sebalder Hofgärtchen
Das Sebalder Hofgärtchen ist u.a. aufgrund der
großen Beliebtheit und der positiven Resonanz des
Kräutergartens am Hallertor vom Bund Naturschutz
ins Leben gerufen worden. Ermöglicht wurde das
Urban-Gardening-Projekt durch die Zusammenarbe
von städtischen Behörden, Kommunalpolitik un
Nürnberger Bürgern.
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In den vom BN aufgestellten Pflanzkästen kann
jeder, der einen grünen Daumen hat oder einen
bekommen möchte, die Patenschaft für ein Bee
übernehmen und dieses nach seinen Vorstellungen bepflanzen. Doch auch wer nur
gelegentlich gärtnern möchte, kann sich an den Gemeinschaftsbeeten des BN beteiligen
Und wer gar nicht gärtnern mag, der ist natürlich auch willkommen, kann im Hofgärtchen
spazieren gehen, sich auf der Bank entspannen, den Gärtnern über die Schultern schauen
oder auf einen Plausch vorbeikommen. Es gibt keinen Zaun – geöffnet ist immer und für
jeden!
Ort: Heugäßchen
Träger: Bund Naturschutz Nürnberg
12. Interkultureller Garten Nürnberg Langwasser
Auf Wunsch des Stadtrates, der Förderung durch das Stadtteilforum Langwasser und dem
Zusammenschluss aller sozialen und kulturellen Einrichtungen, Parteien und Vereinen in
Langwasser wurde 2009 der Interkulturelle Garten aufgebaut. Bei diesem Projekt geht es vor
allem um interkulturelles Lernen, Völkerverständigung und Integration aller Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Einstellungen.
Der Garten ist in viele Kleinbeete mit jeweils circa 25 Quadratmeter aufgeteilt, die von
unterschiedlichen Menschen gehegt und gepflegt werden. Durch die Vielzahl an Kleinbeeten
ohne Zäune begegnen sich verschiedene Kulturen zum Austausch. Um ein Beet
bewirtschaften zu dürfen, müssen man Mitglied des Vereins werden.
Ort: Coseler Straße 92
Träger: Interkultureller Garten Nürnberg-Langwasser e.V.
- Deine Gemüse Selbsterntegärten e.V.
Selbst Obst und Gemüse anzubauen, scheint für viele Städterinnen und Städter ein
unerfüllbarer Traum. Doch seit 2013 gibt es in Nürnberg den Verein "Dein Gemüse", bei dem
man Parzellen anmieten und selbst gärtnern und ernten kann. Die Idee stammt ursprünglich
aus Österreich und ist dort schon seit Ende der 80er Jahre sehr beliebt.
Die Parzellen sind mit Bio-Saatgut bereits vorbepflanzt und auch Wasser und Werkzeuge
stehen bereit, so dass man gleich losgärtnern kann. Von Mai bis November kann man sich
nach Herzenslust auf seinem Bereich austoben und sich mit anderen Gleichgesinnten
austauschen.
www.dein-gemuese-franken.de
Ort: Wetzendorf, Bielefelder Straße 11
Träger: Dein Gemüse Franken e.V.
14. Feldfreude
Link Gemüse in Nürnberg Buch ist bereits seit vier Generationen ein Gemüsebaubetrieb im
Nürnberger Knoblauchsland. Mit „FeldFreude bei Link Gemüse“ bietet der Familienbetrieb
seit 2022 die Möglichkeit an, sich seinen eigenen Gemüsegarten im Nürnberger Norden z
pachten. Das Besondere: man erhält seinen Gemüsegarten bereits mit einer
Erstbepflanzung. Ca. 15 Gemüse- und Salatsorten, das sind bis zu 200 Jungpflanzen, sind
bereits eingesetzt und müssen bei der Gartenübergabe im Mai für die erste Ernte erst einma
nur noch gepflegt werden. In der Jahrespacht sind bereits die Kosten für Bewässerung un
den Gebrauch der Gartengeräte eingeschlossen. In der wöchentlich stattfindenden
Gärtnersprechstunde ist Stefan Link vor Ort auf dem „FeldFreude“-Acker und gibt Tipps und
Hilfestellung rund um den Anbau.
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www.link-gemuese.de/feldfreude
Ort: Am Wegfeld 21
Träger: Link Gemüse
Urbane Garten-Experimente
Weltacker Nürnberg
Der „Weltacker“ ist ein Bildungsprojekt und teilt die weltweit verfügbare Ackerfläche durch die Zahl der Menschen. So erhält jeder Mensch 2.000 Quadratmeter. Darauf muss wachsen,
was uns ernährt und versorgt. Das Projekt stellt anschaulich dar, wie Ernährung und
Versorgung in einer globalisierten Welt realisiert werden können. In verschiedenen Städte
gibt es bereits „Weltäcker“.
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Die Stiftung Innovation und Zukunft Nürnberg baut gemeinsam mit SDGs go local (Bluepingu
e.V.) einen „Weltacker“ in Nürnberg auf. Die Stadt stellt dafür eine 2.500 Quadratmeter
große Fläche am Westpark zur Verfügung. Die Technische Hochschule Nürnberg hat die Standortsuche der Stadt begleitet.
Mit dem „Weltacker“ soll ein vielfältiges Angebot an kulturellen und integrativen Lerninhalten
entstehen. Er bietet eine praktische und greifbare Plattform, um sich mit Flächenverbrauch
Agrarwirtschaft, Klima, Umwelt, Gesundheit, Armut, Hunger, gerechter Verteilung sowie
nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion auseinanderzusetzen.
Die Eröffnung ist für dieses Jahr geplant.
www.weltacker-nuernberg.de
Ort: Parkplatz Von-der-Tann-Straße im Westpark
Träger: Innovation und Zukunft Stiftung
Foodcube/ Aquaponik
Wie lassen sich innovative Landwirtschaft und die Neunutzung urbaner Räume verbinden?
Foodcube ist eine Lehr- und Schauanlage für Aquaponik. Auf städtischen Plätzen, an
Schulen und Lehreinrichtungen schaffen die grünen Inseln neue Aufenthalts- und Lernorte
an denen man beim Kräuterzupfen etwas über die Landwirtschaft der Zukunft lernen kann
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Im Rahmen eines Lehrkonzepts können Partizipierende selbst Forschung betreiben, eigenen
Fragestellungen nachgehen und mit bei der Weiterentwicklung der Technologie mitwirken.
Aquaponik ist eine innovative Form der Landwirtschaft, die Synergien schafft: Fische und
Pflanzen wachsen in einem gemeinsamen Wasser- und Nährstoffkreislauf - das ist
nachhaltig, effektiv und wartungsarm. Was in Großstädten wie Berlin bereits im großen Sti
betrieben wird und sich in Industrieanlagen und Gewächshäusern versteckt, ist bei Foodcube
sehr kompakt. Die Anlagen können energieautark an nahezu jedem gewünschten Wirkort betrieben werden.
www.urbanlab-nuernberg.de
Ort: Frankenstraße 200
Träger: Urban Lab Nürnberg
Auf der Mauer
Seit 2016 läuft das Projekt „Auf der Mauer“ zur Förderung der biologischen Vielfalt auf der
Stadtmauer im Bereich des Spittlertorzwingers. Es ist aus einer Zusammenarbeit des
Bündnisses Biodiversität und dem Bund Naturschutz entstanden. Mitarbeiterinnen des
Bunds Naturschutz vermitteln Schülerinnen und Schülern der umliegenden Schulen Wissen
zu Nutzpflanzen. Gemeinsam bauen sie mit den jungen Menschen Gemüse, Kräuter und
Beeren an. Die Kinder lernen auf diese Weise die biologische Vielfalt und eine gesunde
Ernährung kennen.
Ort: Mauer am Spittlertorzwinger
Träger: Bund Naturschutz
Finanzierung: Das Projekt wird derzeit noch aus Sponsoringmitteln finanziert.
Rosenprojekt
2019 wurde auf Anregung des ehemaligen Referenten für Umwelt und Gesundheit, Dr. Peter
Pluschke, das Rosenprojekt der Stiftung Stadtökologie gestartet. Das Rosenprojekt soll zur
Verbesserung des Stadtgrüns und des Stadtklimas beitragen. Rosen sind hierzu besonders
geeignet, da sie wenig Bodenfläche, Wasser und Pflege benötigen.
Orte: Das Projekt wurde inzwischen an sechs Standorten in der Altstadt umgesetzt.
Träger: Stiftung Stadtökologie beim Referat für Umwelt und Gesundheit
II. Finanzielle Unterstützung durch die Stadtverwaltung
Einige der Urbanen Gärten erhalten Zuschüsse über die Stadtverwaltung. Der Stadtgarten in
Eberhardshof erhält 2.700 Euro jährlich als Pachtzuschuss.
Die Essbare Stadt wird jährlich mit 15.000 Euro gefördert.
Weitere Gartenprojekte erhalten im Rahmen der Agenda 21 Projektförderung Zuschüsse bis
zu 2.000 Euro jährlich.