Vorlage: 2_Entscheidungsvorlage_Ausschuss.dotx – H/ZA-QM – Stand: 12.08.2021
Beilage
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Betreff: Löbleinstr. 10, Hans-Sachs-Gymnasium
Sanierung der Rettungswege und Errichtung einer Aufzugsanlage
hier: Objektplan
Entscheidungsvorlage:
1. Ausgangssituation und Planungsanlass
Das Bayerische Staatsministerium des Inneren wies in dem Schreiben vom 25.07.2011 auf den Vollzug der BayBO in bestehenden Gebäuden und im Besondern auf den Brandschutz hin.
Seitens der Stadt Nürnberg wurde in Zusammenhang mit der Verbesserung der baulichen Rettungswege an Schulen eine Auflistung und Priorisierung der Schulgebäude erstellt. Darüber hinaus gibt es einen Ansatz im laufenden Haushalt zur dauerhaften Bereitstellung der hierfür erforderlichen Mittel: MIP-Pauschale Nr. 35 „Beseitigung von Sicherheitsmängeln an Schulen“. Einige Maßnahmen aus dieser Pauschale werden aufgrund ihres Umfangs als Einzelansatz benannt.
Im Folgenden werden die im Hans-Sachs-Gymnasium geplanten Verbesserungen der Rettungswegsituation beschrieben. Außerdem soll im Zuge der Maßnahme auch ein Außenaufzug errichtet werden, um den barrierefreien Zugang zu allen Geschossen zu ermöglichen.
Die Planungen werden in jedem Fall im Einvernehmen mit der Bauordnungsbehörde und der Feuerwehr erstellt und falls erforderlich über ein Baugenehmigungsverfahren genehmigt. Grundsätzlich sind die Gebäude baurechtlich genehmigt und im Bestandsschutz.
Das Hans-Sachs-Gymnasium, gebaut 1901-1903, vom Jugendstil beeinflusste Neurenaissance, ist ein viergeschossiger zweiflügeliger Bau mit Walmdach, Schleppgauben, Eckrisaliten und drei zweigeschossigen Volutenzwerchgiebeln. Die Straßenfassaden sind im Sandsteinquadermauerwerk gestaltet, die übrigen Fassaden sind verputzt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Alle Maßnahmen erfolgen deshalb in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde.
2. Planung und Baubeschreibung
Im östlichen Gebäudeteil wird für den zweiten baulichen Rettungsweg eine Außentreppe für das Erdgeschoss bis zum 3.Obergeschoss aufgestellt. Im Untergeschoss dieses Gebäudeteils schließt der notwendige Flur über einen Bypass an einen bestehenden Ausgang ins Freie an. Die Treppenräume in allen Geschossen werden mit qualifizierten Brandschutztüren ausgestattet, bauzeitliche Treppenraumabtrennungen sollen nach Möglichkeit erhalten bleiben. Türen von Aufenthaltsräumen, die direkt in das Haupttreppenhaus führen, sind durch Brandschutztüren zu ersetzten oder zu ertüchtigen. Der zweite Rettungsweg führt dann als Bypass über die angrenzenden Räume zu der Außentreppe, bzw. zu einem anderen Treppenraum. Die neuen Bypasstüren werden als Schallschutztüren ausgeführt und mit
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Panikbeschlägen versehen, so dass die allgemeine Zugänglichkeit zu den neu errichteten Stahlfluchttreppen dauerhaft sichergestellt ist.
Es erfolgt auch der Einbau einer Brandmeldeanlage mit Aufschaltung auf die Feuerwehr der Stadt Nürnberg. Die Anlage wird alle Flucht- und Rettungswege (Kategorie 3 nach DIN 14675) überwachen. Türen im Zuge von Rettungswegen, die von Fluren über Räume, die nicht ständig besetzt sind, auf die Außentreppe führen, werden mit einer zugelassenen Fluchttürsicherung versehen.
Die Rettungswegbeschilderungen, sowie die Flucht- und Rettungswegpläne werden der neuen Situation angepasst.
Der zu errichtende Aufzug soll im Innenhof an der Südfassade positioniert werden.
3. Kosten
Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen brutto 2.036.000 Euro inkl. Bauverwaltungskosten.
| Kostengruppe | Bezeichnung | Kosten in EUR | |
|---|---|---|---|
| 100 | Grundstück | ||
| 200 | Herrichten und Erschließen | ||
| 300 | Bauwerk - Baukonstruktion | 1 .116.579,38 EUR | |
| 400 | Bauwerk Technische Anlagen | 4 86.175,09 EUR | |
| 500 | Außenanlagen | 5 .950,00 EUR | |
| 600 | Ausstattung und Kunstwerke | 4 .165,00 EUR | |
| 700 | Baunebenkosten ohne BVK | 1 40.420,00 EUR | |
| Gesamtkosten brutto ohne BVK | 1 .753.289,47 EUR | ||
| Bauverwaltungskosten, BVK | 2 82.805,59 EUR | ||
| Gesamtkosten brutto mit BVK | 2 .036.095,06 EUR | ||
| Rundung | - 95,06 EUR | ||
| gerundet | 2 .036.000,00 EUR |
4. Finanzierung/Zuschüsse
Die Finanzierung erfolgt über die MIP-Pauschale „Beseitigung von Sicherheitsmängel an Schulen“. Für die Maßnahme wurde ein Zuwendungsantrag bei der Regierung v. Mittelfranken eingereicht. Es wird von einer Förderung nach BayFAG, Art. 10 in Höhe von 1. 050.000 Euro ausgegangen.
5. Zeitliche Umsetzung
Es ist geplant im Juni 2023 mit der Bauausführung zu beginnen. Die Baufertigstellung soll im September 2024 erfolgen.
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