Anlage: Jahreskontrakt 2023 2. BM – Geschäftsbereich Kultur
Personal- und Finanzsituation
| 2023 | 2022* | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Sollvollkraftstellen Gesamt (2. BM inkl. Projektbüro, KPZ und PR) | 39,59 | 34,95 | 33,5 |
| Istvollkraftstellen Gesamt (2. BM inkl. Projektbüro, KPZ und PR) | 32,9 | 32,32 |
*Stand: 17.10.2022, ohne vorübergehende budgetfinanzierte Beschäftigung
Die Zahl der Vollkraftstellen steigt in 2022 leicht an. Grund hierfür sind unter anderem organisatorische Umstrukturierungen bei 2. BM, die sich im Stellenplan niederschlagen. Aber auch in 2022 müssen aus Gründen der Budgeteinsparung freiwerdende Stellen mindestens 3 Monate freigehalten werden. Für das Jahr 2023 wurden 4,64 VK in das Stellenschaffungsverfahren eingebracht.
Finanzdaten - Konsumtiv (K1)
2. BM inkl. Projektbüro, KPZ und PR
| Euro | Euro | Euro | Euro | |
|---|---|---|---|---|
| Budget | Ansatz 2023 Entwurf | Ermächtigung 2022 | Ermächtigung Januar – Juli 2022 | Hochrechnung 2022 |
| K1 Sachbudget | 1.118.677 € | 981.856 € | 572.749 € | 961.369 € |
| I1 | 0 € | 1.000 € | 583 € | 6.000 € |
Erläuterung: Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen angespannten Haushaltslage wurden die Kürzungen der Budgets beibehalten. Im K1-Budget beträgt die Kürzung weiterhin 10 %, im K2-Budget weiterhin 5 %. Der Ausgleich von K1 durch Überschüsse im K2 ist auch in 2022 nicht möglich. Der geplante Ansatz für 2023 liegt nach aktuellem Stand über dem Ansatz für 2022 – Grund dafür sind die enorm gestiegenen Kosten für die Durchführung der Höhepunktveranstaltungen. Das Budget des Projektbüros wurde deshalb erhöht. Die Höhepunktveranstaltungen konnten nach zweijähriger coronabedingter Zwangspause wieder durchgeführt werden, wenn auch unter Auflagen und Sicherheits- und Schutzkonzepten. Weiterhin im Budget der Konzernsteuerung enthalten sind die Mittel für das Strukturprojekt Kongresshalle als eigene Projektkostenstelle.
Kulturförderung Bei 2. BM-Kultur sind folgende Fördermöglichkeiten angesiedelt:
| 2021 | *2022 | **2023 | |
|---|---|---|---|
| Kultur in der Stadt (lt. HH-Plan) darin sind enthalten: | 420.900 € | 320.900 | 320.900 € |
| Anträge an Kultur in der Stadt Zur Verfügung stehende Mittel: Zweckbindung für Meistersingerfestival Zuschussvergabe*** | 122 280.900 € 10.000 € 293.275 € | 119 280.900 € 10.000 € 295.537 € | 280.900 € 10.000 € |
| Anträge an 2.BM-Kultur Zur Verfügung stehende Mittel für die 2. BM-Kultur: Zuschussvergabe | 18 30.000 € 29.715 € | 12 30.000 € 16.950 € | 30.000 € |
| Open Air Veranstaltungen Zur Verfügung stehende Mittel - Kulturoasis e.V. (6 Anträge) - weitere Veranstaltungen (6 Anträge) Zuschussvergabe | 100.000 € 85.000 € 15.000 € 100.000 € |
| Fonds für Initiativgruppen Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe *** | 5 46.000 € 44.000 € | 1 41.000 € 0 € | 41.000 € |
|---|---|---|---|
| Fördertopf Kindertheater Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe | 8 30.000€ 26.600 € | 11 30.000 € 20.240 € | 30.000 € |
| Feste Kostenstellen/ Zuschüsse Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel | 56 5.870.368 € | 57 5.885.585 € | 58 5.905.585 € |
| Heimatpflege Anträge Lt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe **** | 8 42.700 € 21.017 € | 18 42.700 € 16.368 € | 42.700 € |
| LiteraturzuschüsseAnträgeLt. HH-Plan zur Verfügung stehende Mittel Zuschussvergabe | 6 3.800 € 3.800 € | 3 3.800 € 3.800 € | 3.800 € |
| „Kulturpreise“ | 20.000 € | 30.000 € | ***** 20.000 € |
* Stand 26.10.2022 ** Vorbehaltlich der Haushaltsberatungen für 2023 *** Die Fördertöpfe „Fonds für Initiativgruppen“ und „Kultur in der Stadt“ sind untereinander deckungsfähig. **** Die aufgrund der pandemischen Lage nicht ausbezahlten Zuschussmittel wurden bzw. werden dem Gesamthaushalt wieder zur Verfügung gestellt ***** im Jahr 2023 wird der „Große Kulturpreis“ turnusmäßig nicht vergeben, daher verringert sich der Ansatz um 10.000 €
Das Haushaltsjahr 2021: Auch im Jahr 2021 hatte die Corona Krise die Nürnberger Kulturlandschaft immer noch stark beeinträchtigt. Erst mit Beginn der wärmeren Jahreszeit konnten zumindest kleinere spontane oder schon längerfristig geplante Veranstaltungen und Projekte auch aus dem Vorjahr durchgeführt werden. Seitens des Stadtrates wurden zusätzlich 100.000,- Euro für Open-Air-Formate zur Verfügung gestellt, u. a. konnte der Verein „Kulturoasis e.V. unter hygienegerechten Vorgaben eine Neuauflage umsetzen und kleinere Projekte von verschiedenen Kulturschaffenden wurden verwirklicht. Ab Mitte des Jahres wurden auch wieder vermehrt Zuwendungsanträge aus den verschiedenen Sparten eingereicht und konnten positiv beschieden werden. Einige Fördertöpfe konnten jedoch nicht ausgeschöpft werden, da viele Veranstaltungen und Projekte nicht geplant werden oder nicht stattfinden konnten, wie zum Beispiel der Topf „Heimatpflege“. Hier sind die meisten Brauchtumsveranstaltungen der pandemischen Lage zum Opfer gefallen.
Das Haushaltsjahr 2022: Für die Künstlerinnen und Künstler sowie die Kulturschaffenden in Nürnberg war die Haltung der Stadtverwaltung und der Politik, dass im Jahr 2022 keine Kürzung der Zuwendungen vorgenommen wurde, ein wichtiges Signal der Wertschätzung und Beitrag zur Existenzsicherung. Tendenziell ist weiterhin mit einem erhöhten Aufkommen der Anträge auf Fördermöglichkeiten zu rechnen. Dies hat mannigfaltige Gründe: zum einen etwa nachlassende Sponsoring-Leistungen Dritter, zum anderen eine restriktivere Mittelvergabe diverser Stiftungen, die der aktuell bestehenden Zinspolitik auf den Kapitalmärkten geschuldet ist. Zu erwähnen wäre noch, dass viele dieser Künstlerinnen und Künstler ohne eine außerordentliche Förderung durch Hilfs- und Sonderförderprograme auskommen mussten. Weiterhin im Fokus steht, neben der Förderung bereits etablierter Projekte, die Förderung und Unterstützung neuer Formate. Das betrifft unmittelbar die Arbeit Kulturschaffender aus unterschiedlichen Sparten.
Auch während Corona haben sich neue Formate entwickelt, z. B. Gametheaterprojekte, Audiowalk, Schaufensterausstellungen, UrbanLab, interdisziplinäre Projekte, deren Fortführung die Kulturlandschaft bereichern werden.
Das Haushaltsjahr 2023: Auch im Jahr 2023 wird sich die Förderung auf neue Formate konzentrieren, ohne dabei die etablierten Projekte aus den Augen zu verlieren und eine Unterstützung gewähren zu können. Aus diesem Grund wäre eine Kürzung der Fördertöpfe der falsche Weg, auch weil viele Kulturschaffende, gerade jetzt wieder den Mut fassen, neue kreative Projekte zu planen.